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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
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MircoPB, Iggster, SCP-FaFF, Agent, Beorn, ravanelli, Replica

Freispruch für Hoyzer?

Startbeitrag von Beorn am 29.11.2006 14:21

Habt Ihr es schon gelesen oder gehört? Im Verfahren gegen Robert Hoyzer hat der Bundesanwalt einen Freispruch gefordert. Hier mal ein Artikel aus der Berliner Morgenpost. Es gab noch andere Meldungen, aber da der erste Prozess gegen Hoyzer und seine Mitangeklagten ja vor dem Berliner Landgericht erfolgte, habe ich die Morgenpost genommen. Wenn Ihr noch andere interessante Artikel kennt, stellt sie ruhig ein.

Antworten:

Tja, schwer nachzuvollziehen für den Nicht-Juristen. Andererseits muß es da im ersten Urteil wohl schwerwiegende Verfehlungen gegeben haben, wenn sogar ein Bundesanwalt von einer "bemerkenswert oberflächlichen Begründung" spricht. Derart heftige Kollegenschelte ist ja in Juristenkreisen eher selten anzutreffen. Für mich spricht das eher für unsere Justiz wenn Urteile, die augenscheinlich unter dem Druck der Öffentlichkeit gefällt wurden, später revidiert werden (noch ist es ja nicht so weit). Auch wenn ich persönlich nichts dagegen hätte, wenn Hoyzer & Konsorten für eine gewisse Zeit in den Knast wanderten.

von ravanelli - am 29.11.2006 14:45
Ich denke dass gewaltige Schmiergelder aus Paderborn geflossen sind, damit sie endlich mal wieder von einem vernüftigen Schiedsrichter gepfiffen werden...;-)

An diesem (möglichen) Urteil zeigt es sich wieder, warum ich nie im Leben auf die Idee gekommen wäre Jura zu studieren. Mir gingen schon die beiden Pflichtscheine in Ö- und P-Recht auf den Keks. Mit Logik hatte das wenig zu tun und als ich aus der ganze Sache mit der 3- raus war, habe ich mir mit Sicherheit das ein oder andere Bierchen gegönnt.

Mir wurde letztens auch schon Angst und Bange als unser Senior Chef meinte, ich sollte doch in 2-3 Jahren meine Steuerberaterprüfung machen.....das ist fast noch schlimmer als Jura studieren.......

von SCP-FaFF - am 29.11.2006 15:40
;-)

Tja, nur leider gilt dieser Freispruch nicht für den DFB, der Hoyzer lebenslänglich gesperrt hat ...

Aber mal im Ernst:
Der hat's doch nicht für Paderborn gemacht. Der SC Paderborn profitierte lediglich von Hoyzers Ansetzung.

Wäre Hoyzer zu einem anderen Verein geschickt worden, hätten die von ihm profitiert.
Einen Spieler zu finden, der sich fürs Gewinnen bezahlen lässt, bzw. dafür eine Schwalbe eingeht findeste in jeder Mannschaft. Schließlich sind Schwalben ja heutzutage an der Tagesordnung

OK, mittlerweile würden die Spieler wohl nicht mehr darauf eingehen, aber hinterher ist das immer anders.

von MircoPB - am 29.11.2006 16:39
Dazu müsste man das "Schwabeln" aber auch beherrschen, nicht so wie euer Akteur in Aue...... ;-)

von SCP-FaFF - am 29.11.2006 17:09
Zitat

Dazu müsste man das "Schwabeln" aber auch beherrschen, nicht so wie euer Akteur in Aue...... ;-)


War das nicht der, dem das "Schwabeln" auch in Braunschweig schonmal gehörig daneben gegangen ist und der anschließend mit g/r den Platz verlassen hat?



von Iggster - am 29.11.2006 21:17
Zitat

An diesem (möglichen) Urteil zeigt es sich wieder, warum ich nie im Leben auf die Idee gekommen wäre Jura zu studieren. [...] Mit Logik hatte das wenig zu tun...


Ein Kumpel von Agent und mir hat Jura studiert und berichtet gerne mal davon, dass die juristische Logik bei ihm mitunter soweit ging, dass ein- und dieselbe Hausarbeit von verschiedenen Studenten bei verschiedenen Proffs eingereicht das eine Mal für eine 1, das andere Mal aber nichtmal zum Bestehen gereicht hat. Allein dieses Beispiel zeigt die Auslegungsmöglichkeit rechtlicher Grundlagen und juristischer Tatbestände. Aus diesem Grunde wird man auch nie ein System finden können, um stets gerechte Urteile zu fällen. Ich halte mich da auch lieber an ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) und gerne auch an attributive Ergebnismöglichkeiten.



von Iggster - am 29.11.2006 21:24
Zitat

dass ein- und dieselbe Hausarbeit von verschiedenen Studenten bei verschiedenen Proffs eingereicht das eine Mal für eine 1, das andere Mal aber nichtmal zum Bestehen gereicht hat.


Das ist aber glaube ich ein Umstand, der sich nicht nur auf das Fach Jura beschränkt . Ich habe in meinem Studium jedenfalls schnell mitgekriegt, bei welchem Prof man eher keine Arbeit, v.a. keine Examensarbeit, schreiben sollte.

von Replica - am 29.11.2006 22:06

Das war keine Schwalbe !

Aber auch kein Elfmeter !!!
Es war ein sauberes Tackling vom Auer der den Ball zur Ecke klärt.

von MircoPB - am 30.11.2006 00:59
Ach komm Iggy, das war ja wohl deutlich im Fernsehen zu sehen, dass das keine Schwalbe war. Ausserdem: Wieso sollte sich ein Spieler VOR dem Strafraumfallen lassen ...

von MircoPB - am 30.11.2006 01:01

Aus dem Grund habe ich Mathe und Physik LK gewählt

Das geht schon auf Schulebene los.

Deshalb habe ich Fächer wie Deutsch immer gehasst: Es gab nie eine objektive Beurteilung, letzendlich war man immer der subjektiven Beurteilung der Lehrer unterworfen.

Besonders deutlich war es bei mir im Fach Musik:
Lehrerwechsel und schon ging es von 1 auf 3 runter, obwohl ich meinen Schreib und Interoretationsstil beibehalten habe.

In Mathe und Physik war es anders: Entweder es ist richtig, oder es ist falsch, eine Grauzone gibt es nicht.

von MircoPB - am 30.11.2006 01:16

Re: Das war sehr wohl eine Schwalbe !

Lächerlich...du bist echt betriebsblind!



von Iggster - am 30.11.2006 06:18

Re: Das war sehr wohl eine Schwalbe !

KA

Aber selbst wenn: Nach nun mehr 5 zu Unrecht verweigerten Elfern, wirste ja regelrecht genötigt die regelwidrig gestohlenen Punkte genauso regelwidrig wieder zurückzuholen.

Naja ist mir auch egal. Wir haben das Spiel zurecht verloren und damit ist die Sache abgehakt, nun gilt es ggen Freiburg endlich wieder dreifach zu punkten.

von MircoPB - am 30.11.2006 06:58
Zitat

Wieso sollte sich ein Spieler VOR dem Strafraumfallen lassen ...

Weil der gute Mann genauso dumm, wie schauspielerisch untalentiert ist...!
Mirco, an der Szene gibts aber auch rein gar nichts zu diskutieren.

von Agent - am 30.11.2006 08:47

Re: Aus dem Grund habe ich Mathe und Physik LK gewählt

...und wie war's beim Sport?

von Agent - am 30.11.2006 08:51
Naja, Fußballer sind ja allgemein dumm, wie man so schön sagt, aber glaub mir, wenn sie eins genau wissen, dann ist es dass sie wissen WANN sie sich fallen zu lassen haben :-)

von MircoPB - am 30.11.2006 09:50

Re: Aus dem Grund habe ich Mathe und Physik LK gewählt

Ehrlich gesagt, an die Mittelstufe kann ich mich kaum noch erinnern.
Aber ich weiss wohl noch, dass ich Geräteturnen gehasst habe, und ich kein guter Leichtathlet war: Kugelstoßen wollte technisch einfach nicht klappen, und ein Läufer war eh ich noch nie, wenngleich ich damals noch spindeldürr war.

In der Oberstufe war es ja dann so, dass man 1 Schwerpunktsportart wählen konnte.

Dabei gab es folgende Optionen: Fußball, Basketball, Affentennis (Auch als Volleyball bekannt) und Gymnastiktanz.

Da ich männlich und keine Tunte bin schied Gymnastiktanz schon direkt im ersten Wahlgang aus ...
Im Grunde genommen war es keine faire Wahl, da für mich von vorneherein sofort die Wahl auf Fußball fiel ;-)

Dummerweise kam der Kurs aber nicht zustande, und so musste ich mich entscheiden zwischen Basketball oder Volleyball (beides mit Ergänzungssportart Fußball)

Da das Netz im Volleyball noch etwas tiefer hängt, als die Körbe beim Basketball, entschied ich mich auf Grund meiner durchschnittlichen Körpergröße für den Volleyball-Kurs.

In Volleyball hatte ich dann immer so meine 3-, in Leichtathletik ne 4 und in Fußball ne 1.
Auf Grund der 50:25:25 Bewichtung machte es dann am Ende meist irgendwas zwischen 3 und 4.

Kurz am Rande: Mein Sportlehrer hieß Fischer und war mit dem Ex-Schalker Klaus Fischer verwand. Sein Vater war ein Cousin von Klaus Fischer, oder so ähnlich.
Weiss ned mehr genau. Ist schließlich über 10 Jahre her.

von MircoPB - am 30.11.2006 10:12

Re: Aus dem Grund habe ich Mathe und Physik LK gewählt

Zitat

......... und in Fußball ne 1


Da hat man aber in Wendhausen wenig von gesehen *fg*.....aber wer im Glashaus sitzt..........

von SCP-FaFF - am 30.11.2006 15:00

Re: Aus dem Grund habe ich Mathe und Physik LK gewählt

Wie gesagt, dass war vor über 10 Jahren ... :-)

Dabei war ich gar nicht mal so schlecht in Wendhausen.
Ich habe konditionelle Defizite, keine Frage, aber mein 30 Meter Tor auf diese Mini-Tore war doch wohl nicht soooooooo schlecht :-)

Wie gesagt, ich kann sehr wohl ein bissel mit der Kugel umgehen, wobei ich aber nur noch sehr selten spiele. Früher stand ich halt jeden Tag auffem Platz.
Inzwischen aber habe ich schon seid ca. 9 Monaten nicht mehr gegen einen Ball getreten, mal abgesehen von dem einen oder anderen Ballkontakt beim Training vom SC Paderborn, wo ich hin und wieder mal mit nem herumliegenden Ball kicke.

Evtl bekommt unser Fanclub demnächst eine Hallenkapazität, dann werde ich wohl mal wieder nen bissel pölen :-) *froi*

von MircoPB - am 01.12.2006 08:27
Hier noch nachgeliefert eine ganz nette Bewertung des Falles aus der Süddeutschen Zeitung:
Zitat

„Falsch-Pfeiferei ist zwar eine Sauerei, weil sie gegen die Fußballregeln, die Standesregeln der Schiedsrichter und den Dienstvertrag mit dem DFB verstößt. Aber der Straftatbestand heißt nun einmal nicht 'Sauerei', sondern 'Betrug' – und die erforderlichen Merkmale (bis hin zum klar feststellbaren Vermögensschaden bei den getäuschten Menschen) können nicht einfach durch den Volkszorn ersetzt werden. (...) Schwer darzustellen ist der Vermögensschaden der Getäuschten (auch Trainer oder Vereinsvorstände kommen hier in Betracht). Das ist komplizierte Juristerei. Zur juristischen Kunst gehört freilich auch, von den Höhen der Rechtsauslegung herabzusteigen und das Ergebnis – Betrug ja oder nein – plausibel zu erklären.“




von Beorn - am 01.12.2006 09:18
Der HSV ist vom DFB in Höhen entschädigt worden, für die, um sie zu erspielen, es mindestens die Halbfinalteilnahme erforderlich gewesen wäre ...

Hätte Paderborn seine ersten beiden 100%igen genutzt, wären sie mit 2:0 in Führung gegangen.
Das wäre für den (damaligen) HSV (Tabellenletzter) der Genickschuß gewesen. Hoyzer hätte nie eingreifen brauchen. Eher noch im Gegenteil: Ich glaube eher, dass der HSV dann vollenst auseinandergebrochen wäre, und Paderborn eher noch ein 3. und nen 4. Tor gemacht hätte, als der HSV den Ausgleich ...

Hätte es Hoyzer nicht gegeben wäre spätestens in der 3.Runde wohl Schluß gewesen, wobei es eher wohl noch schon die 2.Runde gewesen wäre.

Der HSV hat letztendlich nur von dem ganzen profitiert: Weit höhere Entschädigungen, als er selber eingespielt hätte, und noch eine nachträgliche Reputation für einen blamablen Auftritt bei einem Drittligisten.

Aber gut, das würde der HSV natürlich nie zugeben. Wozu auch ? In der Opferrolle lebt es sich doch viel angenehmer, wenn jeder einen tätschelt und sagt: Armer HSV ...

von MircoPB - am 01.12.2006 12:22
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