Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Fussi und mehr
Beiträge im Thema:
10
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Iggster, MircoPB, ravanelli, Beorn, Replica, Stollentroll

Die Erkenntnis des ersten Spieltags...

Startbeitrag von Iggster am 21.01.2007 15:34

...ähm..ja...der Huber war ganz O.K. und defensiv haben wir schonmal noch konfuser gestanden, während nach vorne - wenig überraschend - weiterhin nichts geht.

Ansonsten bleibt nur die Erkenntnis, dass Paderborn ein haariges Ding bevorsteht, denn dolle war das heute nicht gegen einen weiterhin indisponierten Tabellenletzten.

Antworten:

Naja. Ohne jetzt nach Ausreden suchen zu wollen, aber die Spielbedingungen waren doch stark grenzwertig. Das mag man am Bildschirm ned so mitbekommen haben, aber wenn im Stadion selber die Böen mitbekommen hättest, würdest du über die Qualität des Spiels etwas anders denken.

Wo wir wieder versagt haben, war mal wieder der Abschluß. Von 5 guten Einschußchancen muss man wenigstens eine mal nutzen. Dann wäre der Drops gelutscht gewesen.

Um es zusammen zu fassen: Wir sind mit Sicherheit nicht glücklich mit diesem Unentschieden Punkt, aber wir können mit diesem Remis leben - Für Braunschweig ist es zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ...

Aber ich hoffe, dass nach diesem Spiel die Suche nach einem Stürmer noch weiter intensiviert wird. Vielleicht ist ja ein Sponsor bereit seine Einlage zu erhöhen, und so die dringend benötigte Sturmverstärkung finanziert.

von MircoPB - am 21.01.2007 17:22
Zitat

und zum Sterben zuviel ...


wenn es denn mal so wäre

von Replica - am 21.01.2007 19:22
Es ist jetzt müßig darüber zu diskutieren, wem der Punkt mehr hilft und sicher ein Stück weit reine Definitionssache.

Würde Eintracht sich an den letzten Strohhalm klammern wollen, so hätte man sicherlich einen 3er gebraucht. So ist der Punkteabstand gleich riesig geblieben (9 Punkte), man hat aber nur noch 16 Spieltage zum Aufholen. Insofern hast du sicher recht. Für den Verein wäre es aus meiner Sicht fast schon das beste, man würde in den nächsten 2-3 Spielen weiterhin nicht gewinnen, so dass auch die letzten Optimisten und Verantwortlichen peilen, dass der Abstieg nicht mehr zu verhindern ist und endlich damit beginnen sinnvoll etwas weitblickender (sprich: für die Regionalliga) zu planen.

Insofern stimmt deine Aussage...zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Rein realistisch gesehen könnte man sagen...ganz egal, ob 0, 1 oder 3 Punkte...es wird ohnehin nicht mehr reichen. Wenigstens hat die Truppe mit Anstand gekämpft und einen Punkt geholt.

Paderborn allerdings - finde ich - darf dieser Punkt nicht reichen. Erstes Heimspiel mit neuem Trainer, gegen den Letzten in einer kritischen Situation...hey, da musst du gewinnen. Und ich bin sicher, würde euer Trainer weiter Seitz heißen, du hättest das gleiche gesagt.

Was ich übrigens in der Tat nicht beurteilen kann ist der Wind. Im Fernsehen sah es nach halbwegs vernünftigen Verhältnissen aus. Aber Wind sieht man eben nunmal im Fernsehen auch nicht.



von Iggster - am 21.01.2007 20:40
Na ja, heute der Wind, Morgen mal wieder der Schiri.
Wer suchet, der findet...



von Stollentroll - am 21.01.2007 22:42
Besorg dir mal die Videos der Spiele unserer Hinrunde, schau sie dir UNVOREINGENOMMEN an und bleib objektiv. Dann wirst du verstehen, warum wir Paderborn Fans durchaus mit RECHT nach einigen Spielen nicht nur ein bischen sauer waren ...

Und der Wind war heute wirklich ein Problem. Schau dir einfach nur die Eckbälle von Koen an. Koen ist normalerweise unser einziger Spieler, der vernünftige Ecken schießt. Nicht umsonst lässt man Drachen ja gegen den Wind steigen ...

von MircoPB - am 21.01.2007 23:11
...hm...wir hatten zwar nicht viele Ecken und Freistöße, aber die, die wir hatten sind allesamt auch eher seltsam nicht wirklich in den Strafraum geflogen. Ich habe das eher Rodrigues nicht wirklich vorhandener Eckenqualität zugeschrieben, aber sicherlich mag auch das der Wind gewesen sein.

So oder so...ich hätte gerne mal eine Ecke hoch in den Strafraum fliegen sehen, da wir zwischenzeitlich mit Zikovic, Barukcic und Banecki gleich drei Spieler auf dem Platz hatten, die gefühlte 2,10 m groß sind und zudem mit Tauer und Husterer noch zwei weitere > 1,90m im Strafraum waren. Man hätte da erwarten dürfen, dass mal jemand von denen an den Ball kommt. Insofern solltest du vielleicht froh sein, dass es windig war.

Man mag also dem Wind zuschreiben, seinen Teil zur schwachen Gesamtqualität des Spiels beigetragen zu haben. Mehr aber auch nicht.



von Iggster - am 22.01.2007 05:12

1. FC Köln - FC Arsch 07 1:1

Gestern bin ich mit meinem Kölner Freund beim FC gewesen, um dort das Fußballjahr 2007 zu eröffnen. Einige Eindrücke:

Von den vier Neuzugängen des FC sind drei derzeit verletzt, was bei mir gelinde Zweifel am Qualität des Scoutingsystems und der medizinischen Abteilung hinterlässt, der vierte hat gestern gespielt. Das war mit Fabiano Luciano ein Innenverteidiger, dessen Stellungs- und Kopfballspiel mir gut gefallen hat, der auch viel gesucht wurde, wenn der Ball von hinten heraus gespielt werden sollte. Aber in der Spieleröffnung hat er mich nicht überzeugt.

Soviel zum Neuzugang. Ansonsten ist es wirklich bemerkenswert, dass der FC Köln den absolut höchsten Etat der Zweiten Liga hat und sich damit eine Truppe zusammengekauft hat, der ich das Attribut "Mannschaft" rundherum abspreche und die bemerkenswert große technische und spielerische Mängel hat. Hier in Siegen macht man sich ja gern darüber lustig, dass unseren gutausgebildeten Fußballern der Ball bei der Annahme bis zu zwei Metern verspringt, spricht ihnen deshalb höhere Ambitionen ab. Würde ich so nicht sagen. Man kann auch bei einem Verein wie dem 1. FC Köln landen, wo Anspruch und Wirklichkeit soweit auseinanderliegen, dass man derartigen Technikwundern Verträge zu Erstligakonditionen anbietet.

Die Spieleröffnung des FC war gestern unterdurchschnittlich, beinahe jeder offensive Ball ging verloren. Kreuzen, freilaufen, Aussenpositionen markieren, in den Raum passen, nichts davon zu sehen. Der Dreiersturm Novakovic, Scherz, Chihi war bemerkenswert ungefährlich. Beim 1:0 bekam der blinde Novakovic den Ball wirklich von seinem Gegenspieler, ich glaube, es war Patrick Mölzl, so derart genau vorgelegt, dass er gar nicht anders konnte, als den versenken. Und tatsächlich hatte er noch die zweite Kölner Riesengelegenheit, als sein Ball von der Unterkante der Latte wieder ins Feld sprang. Ansonsten halte ich diese Sturmreihe für ungefährlich und bundesligauntauglich.

Und der FC Arsch?

Hat einen passiven Ball gespielt, ausser in der Phase vor dem Ausgleich, als sie sich rings um den Kölner Sechzehner nach Lust und Laune minutenlang den Ball zuspielen konnten, ohne dass auch nur einer der Weissen mal dazwischen gegangen wäre. Der Ausgleich war der einzige Torschuß, aber er kündigte sich minutenlang vorher an. Ansonsten stand Augsburg sehr kompakt, störte die unsicheren Kölner Aufbauspieler und unterband jegliches Kombinationsspiel. Nicht das der FC den Eindruck erweckte, ein sicheres Kurzpaßspiel zu beherrschen.
Defensiv war das ganz ordentlich, aber es ist dieser passive Zerstörerfußball, dem ich nicht viel abgewinnen kann.

Die Stimmung:
43000 sind für ein Mittelfeldduell in der Zweiten Liga eine bemerkenswerte Kulisse, die Kölner gehen eben tatsächlich zum FC, auch wenn sie seit Monaten nur Folterfußball zu sehen bekommen. Wie sehr die Stimmung gelitten hat, das konnte man auf der Südtribüne sehen und greifen, nur eben nicht hören. Die Capos der "Wilden Horde" versuchten durchaus, die Ultras zum Mitmachen zu bewegen, aber wenn die Kollegen auch keine Lust haben, dann sieht man den Nachteil einer so ultradominierten Tribüne, es ist ansonsten inzwischen regelrecht leblos.

Sehr schön die Kölner Version des Klassikers "Europapokal". Singt man es auch in anderen Stadien so?
"-1. runde budapest, 2. runde rom, in kopenhagen schellt das telefon, vielleicht valencia, vielleicht noch mailand, teneriffa, eine woche sandstrand...EUROPAPOKAL EUROPAPOKAL EUROPAPOKAL."

Die Augsburger hatten ihren Block ganz gut gefüllt, aber ich glaube, da hätten noch einige hineingepasst. Minutenlang war der Gästeblock der einzige aktive Bereich eines ansonsten entsetzt-depressiven Stadions. Es war kein Weltklassekreativsupport der von den Augsburgern kam, sich immer wiederholende Standards, aber die kamen laut und geschlossen. Nein, die Augsburger Fans haben sich ebensowenig blamiert wie die Profis auf dem Platz.

Der FC Augsburg wird in dieser Saison den Klassenerhalt ohne Probleme einfahren, der 1. FC Köln bestenfalls dem Abstieg entgehen. Ein millionenschweres Nichts.



von Beorn - am 22.01.2007 09:40

Re: 1. FC Köln - FC Arsch 07 1:1

Umso erstaunlicher, dass Christoph Daum lt. WDR-Videotext noch immer am Aufstiegsziel festhält. Bei vier Punkten auf einen Abstiegsplatz und 12 auf einen Aufstiegsplatz ein durchaus gewagtes Unterfangen. Ich glaube, man muss sich langsam wieder Sorgen um Daum machen. Das Gefühl hatte ich schon als ich hörte, dass er im Trainingslager die Mannschaft eine umgedichtete Version von Freddy Quinns "100 Mann und ein Befehl" singen ließ. Bei derartigen Motivationsversuchen würde ich mir als Spieler vor Lachen in die Hosen machen...

von ravanelli - am 22.01.2007 09:59
Widrige Platz- / Spielbdingungen spielen nun mal in erster Linie den Teams in die Karten, deren Hauptanliegen es ist, ein Ergebnis über die Zeit zu bringen.
Für das Team, welches ein sichtbares Interesse hat, ein Tor zu erzielen und das Spiel zu gewinnen, sind sie eher hinderlich.

Ich bleib dabei: Es war eine Wind-Lotterie.

von MircoPB - am 22.01.2007 12:48
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.