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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 1 Monat
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Iggster, SCVe-andi, NRW-Radler, MircoPB1976, Stollentroll, ravanelli

London...

Startbeitrag von Iggster am 22.07.2009 08:37

...ist schonmal nicht so mies, aus rein touristischer Sicht zwar vorne mit dabei, aber letztlich doch nicht unbedingt meine Lieblingsstadt (als Wohnort hingegen kann London ganz geil sein, wenn man bereit ist, diverse durchaus einschneidende Abstriche zu machen...z.B. bei Wohnqualität und Kosten).

Allerdings haben wir 2 der 3 1/2 Tage nicht wirklich auf touristischen Pfaden verbracht (was im Ürbigen auch mal sehr nett ist), so dass die beiden verbleibenden Sight-Seeing-Tage natürlich mitunter nicht allzu intensive Begutachtungen zuließen (wobei wir nichts desto trotz am Montag lt. Google-Earth mal kurz 19 Kilometer Fußweg abgerissen haben).

Man muss aber auch sagen, dass man auf den Wegen an der Themse zwischen Tower/ Tower Bridge (östliche Touri-Grenze) und Houses Of Parliaments/ Westminster Abbey/ London Eye (westliche Touri-Grenze) zu dieser Jahreszeit eine ganz üble Überladung an Touris hat. In der Gegend hört man ja fast mehr deutsch als englisch auf der Straße.

Sau geil übrigens ist das Ticket-System für den ÖPNV. Man kauft einfach eine Karte (bzw. bekommt diese vom Kumpel in die Hand gedrückt), lädt diese auf und entwertet sie nach und nach bei jedem Einsteigen und ggf. Aussteigen in die Busse und Bahnen. Das beste daran ist, dass die Systeme automatisch erkennen, ab wann welche Fahrkarten am günstigsten sind und beispielsweise ab einer bestimmten Nutzung am Tag die Karten nicht mehr weiterbelasten, da dann der Betrag für eine Tageskarte bereits abgebucht ist. Kurz gesagt, man muss sich um nichts kümmern oder Gedanken machen. Überlegungen, ob man Tages-, Wochen- oder Einzeltickets braucht entfallen ebenso wie das Grübeln darüber, in welchen Zonen man wohl so rumkutschieren wird.

Dass englische (britische/ irische) Pubs so ziemlich das entspannteste der Welt sind (vor allem, wenn man mit Insidern unterwegs ist) und demnach allein deswegen das Lager, Ale oder Drought dort besonders lecker schmeckt, muss ich hingegen wohl niemandem mehr erzählen.

Antworten:

In britischen Pubs könnte ich ganze Urlaube verbringen...

An eurer Stelle wäre ich noch in die City of London gefahren und hätte ein paar Investment-Banker verprügelt. Wie man hört stopfen die sich dort schon wieder die ersten Millionen als Boni in die Taschen. Sind noch fixer als die Wall Street, die Jungs dort. Da kommt mir echt die Galle hoch...

von ravanelli - am 22.07.2009 12:04

Paris...

....hat sich in meinem Städte-Ranking mal kurz auf Platz 1 katapultiert!

Die Plätze 2-5 vergebe ich zudem nicht mehr. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Stadt, nachdem ich nun doch schon auch einige gesehen haben, nochmal soviel geiler als alle bisherigen finden könnte. Und das obwohl Paris bei mir aufgrund dieses ganzen "Stadt der Verliebten"-Geblubbers erstmal gegen ordentlich Vorurteile ankämpfen musste (eigentlich fand ich es nämlich komplett affig dorthin zu fahren und wollte eigentlich erst überall nur nicht nach Paris).

Hammer wie geil es dort bei schönem Wetter ist und was für ein Charme diese Stadt ausstrahlen kann. Übel ist allerdings, dass man selbst nach 4 vollen Tagen und unzähligen Kilometern zu Fuß noch das Gefühl hat, nicht ansatzweise die wichtigsten Sachen gesehen zu haben (z.B. blieb einfach keine Zeit mal ins Louvre zu gehen). Bei allen anderen Städten haben bisher meist sogar 2-3 Tage gereicht, um zumindest das Standard-Sightseeing-Programm einzutüten.

Also...Daumen ganz nach oben für Paris im Städte-Ranking. Und der Franzmann ist auch deutlich sympathischer als er gemeinhin gemacht hat. Und englisch spricht er durchaus auch... ;-)

Seit ein paar Tagen kann ich jedenfalls verstehen, dass so viele von Frankreich schwärmen...vielleicht sollte man doch mal eine "Tour de France" als potenzielle Urlaubs-Optionen ins Auge fassen.

von Iggster - am 07.08.2009 16:34

Re: Paris...

Ich glaube, Iggster hat sich eine Französin geangelt ;-)


Nee, Paris ist schon sehr schön. Aber ob Paris jetzt schöner ist als z.B. Wien oder Prag? Ist ja auch alles Geschmackssache...



von SCVe-andi - am 07.08.2009 16:52

Re: Paris...

Zitat

Ich glaube, Iggster hat sich eine Französin geangelt ;-)


Wie jetzt? Ich dachte, der hat greade erst geheiratet und Paris waren die Flittertage?
Oder hab ich da was falsch verstanden?
;o)

von Stollentroll - am 07.08.2009 19:58

Re: Paris...

Iggster hat 'One night in Paris' genossen :-)

von MircoPB1976 - am 07.08.2009 20:01

Re: Paris...

Hmm...freut mich als alten Frankobelgier ja, dass dir die Stadt so gut gefallen hat. Das war bei mir bei den ersten Malen auch nicht anders. Allerdings solltest du daraus nicht die falschen Schlüsse ziehen. Der August gilt als die beste Reisezeit für Paris, weil da die meisten Franzosen in Urlaub sind - und während die Pariser ans Meer oder in die Berge fahren, fährt niemand aus der Provinz nach Paris. Die Stadt ist also um einiges ruhiger.
Allerdings hat Paris auch einiges dafür getan, um zu entspannen. Ich habe Paris mehrfach mit dem Rad durchquert - überhaupt kein Problem, außer in Richtung Westen, wo es weniger freigegebene Busspuren gibt. Schlimm sind nur die Außenbezirke außerhalb der Periphérique, die wahlweise aus Betonsilos und/oder sozialen Brennpunkten oder erstaunlichen Hügeln bestehen. Außerdem ist der Verkehr viel schlimmer - inzwischen gibt es eine Umgehungsstraße 3. Ordnung, die weit um Paris herum führt oder trotzdem staugeplagt ist.

Paris ist aber nicht Frankreich. Im Pariser Raum wohnen 20% der Franzosen auf einer Fläche, die mit dem Ruhrgebiet vergleichbar ist - außerhalb gibt es ein paar Ballungsräume (Lyon, Marseille, Lille, Nantes, Bordeaux, Toulouse, in Ansätzen Nizza) und sonst weitgehend ein Land, das so dicht besiedelt ist wie die Lüneburger Heide oder der Harz und in dem Städte wie Uelzen oder Goslar als Metropolen gelten würden. Entsprechend nehmen die Englischkenntnisse ab - wenn nicht die der Grammatik, dann aber die der Aussprache. Es ist ein schönes Land mit sehr viel Charme, aber nicht Paris. Obwohl jeder Dritte schon mal da gelebt hat und praktisch jeder einen Verwandten oder engen Freund in Paris hat.

von NRW-Radler - am 07.08.2009 20:48

Re: Paris...

...das soll auch Geschmacksache bleiben. Wäre ja schlimm wenn nicht...schließlich würde sonst im Radio nur 1 Lied laufen, an den Fressbutzen gäbe es nur eine Mahlzeit, wir würden alle um das gleiche Bunny buhlen, das gleiche Auto fahren und denselben Urlaub machen. Miese Vorstellung!

von Iggster - am 08.08.2009 07:48

Re: Paris...

Klaro ;-)

Ich weiß bei Paris aber, was Du meinst. Ich bin da auch hingefahren und habe gedacht, dass wäre nur was für Romantiker, Paare oder Kunst- sowie Kulturliebhaber.
Mir hat der Charme aber auch sehr gut gefallen. Es war zwar klischeehaft, aber wir (waren mit dem Kegelverein da!!) saßen mit Baguette und Wein (bzw. Cola..) in einem Park direkt am Champs Elysees und haben den Tag genossen. Vom Feinsten :-))

Bei Wien ging's mir ähnlich wie bei Paris. Auch eine tolle Stadt...

Man hat ja immer so Vorurteile bei Städten, ich zumindest:

Auf der einen Seite z.B. Paris, Wien, Prag, Budapest und auf der anderen Seite London, Berlin oder Amsterdam. Haben aber alle ihre schönen Seiten.
Ich bin ein ausgesprochender Städte-Touring-Typ. So drei, vier Tage in einer Stadt - immer eine feine Sache.

von SCVe-andi - am 08.08.2009 07:55

Re: Paris...

Zitat

Der August gilt als die beste Reisezeit für Paris, weil da die meisten Franzosen in Urlaub sind - und während die Pariser ans Meer oder in die Berge fahren, fährt niemand aus der Provinz nach Paris. Die Stadt ist also um einiges ruhiger.


So oder ähnlich steht es auch in vielen Reiseführern. Dennoch fand ich es auffällig, dass wenn man mal seine Ohren kreisen lies bei den Passanten sehr häufig französisch gesprochen wurde. Der Franzmann bildetet eindeutig den Hauptanteil der auf den Straßen anzutreffenden Menschen. Der (sonstige) Touri war dann wild gemischt. Im Vergleich zu London, wo extrem viel deutsch gesprochen wurde, gab´s in Paris eigentlich alles, vor allem aber relativ viele Italiener und Spanier, sowie Deutsche und Asiaten, die ich leider nicht weiter splitten kann, da ich Koreaner, Chinesen, Vietnamesen oder Japaner nicht so richtig auseinander halten kann (meistens werden es wohl bei sowas Japaner sein).

Zitat

Paris ist aber nicht Frankreich.


Schon klar...ich konnte nur mit Frankreich im Allgemeinen bisher nicht viel anfangen...das hat sich nun sicherlich etwas geändert. Und vieles war eben auch typisch französisch. So gab´s eben an jeder Ecke Crepes oder Baguettes und auffällig viele Jugendliche haben eben nunmal Wein und kein Bier am Seine-Kai getrunken. Insofern ist Paris zwar nicht Frankreich, aber nunmal doch französisch.

Zitat

Entsprechend nehmen die Englischkenntnisse ab


Ebenfalls klar...das ist sicher nirgends anders. Auch bei uns werde ich in Berlin eher mit englisch klarkommen, als in Wendhausen. Trotzdem hörte man nunmal oft das Gerücht (auch von Parisreisenden), dass der Franzmann kein englisch spricht oder vielmehr sprechen will, weil er seinen Stolz habe. Dieses Gerücht kann ich nicht bestätigen. Mein Französisch beschränkt sich darauf, dass ich hin und wieder ein paar Worte verstehe und daraus ableiten kann, worum es ungefähr gehen könnte. Ansonsten kriege ich noch so gerade mal ein paar Floskeln zusammen und kann etwas zu essen und zu trinken bestellen. Kurz gesagt...ich hab´s meist von vornherein auf englisch probiert, um französischen Nachfragen aus dem Weg zu gehen. Und damit kamen alle klar...viele sehr gut, andere hatten Schwierigkeiten, haben sich aber definitiv bemüht. Ich denke also, dieses Gerücht geht in die Richtung, dass wir alle Lederhosen tragen und täglich Haxe essen.

Nichts desto trotz wird es auf dem Land so sein...das ist aber in keinem anderen Land wirklich anders, oder?



von Iggster - am 08.08.2009 07:59
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