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Fussi und mehr
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Chelm, MircoPB1976, Replica, Stollentroll, SCVe-andi, ravanelli

Ibrahimovic

Startbeitrag von ravanelli am 23.07.2009 11:58

Ich bin eigentlich keiner, der in den allgemeinen Chor über die ach so unverantwortlichen Millionensummen bei internationalen Transfers einstimmt. Es ist nun mal alles ein Spiel von Angebot und Nachfrage und wenn Herr Perez 93 Mios für Cristano Ronaldo zu zahlen bereit ist, dann soll er das bitte tun. Heute musste ich allerdings doch mal kurz stutzen: Da zahlt Barcelona 45 Mio Euro plus Samuel Eto'o sowie Aleksander Hleb als Leihgabe für Zlatan Ibrahimovic. Hab ich da irgendwas nicht mitgekriegt? Zwar verfolge ich die Serie A nicht regelmäßig, aber ich habe Ibrahimovic ein paar Mal in Champions League Spielen sowie mit der schwedischen Nationalmannschaft gesehen und dabei ist mir der Typ nicht ein einziges Mal sonderlich aufgefallen. Persönlich hätte ich sogar Eto'o stärker eingeschätzt als Ibrahimovic. Kann das sein, dass sich Herr Mourinho gerade mächtig ins Fäustchen lacht?

Antworten:

Stimme voll und ganz zu...

Ich halte den FC Barcelona für einen seriösen und tollen Verein, aber diese Aktion ist sehr zweifelhaft. So toll fand ich den Ibrahimovic auch nie.

Im übrigen gebe ich Dir auch recht. Diese Summen, die gezahlt werden sind das Ergebnis von Angebot-Nachfrage und Marktwirtschaft. Ich rege mich darüber nicht auf und lasse auch dieses blöde Gelaber vom "kleinen Mann".

Was ich aber nicht gutheißen kann ist, dass Spieler für horrende Summen geholt werden, obwohl die Vereine das Geld eigtl. gar nicht haben.

von SCVe-andi - am 23.07.2009 14:59
Die Diskussion habe ich gerade in einem anderen Forum verfolgt. Dort war man der Meinung, dass Ibrahimovic ´ne Ecke stärker wäre als Eto'o (Leistungen von Ibrahimovic in der Serie A angeblich viel besser als international, Eto'o hätte sehr von Barca-Mittelfeld profitiert, während Ibrahimovic bei Inter mehr auf sich allein gestellt war etc.). Allerdings würde der Leistungsunterschied niemals die Summe ausmachen, die Barca draufgezahlt hat.
Anscheinend schien Barca sich durch die Real-Transfers unter Druck gesetzt, etwas ähnliches zu machen und Inter nutzte das anscheinend so richtig aus. Müssen jetzt nur hoffen, dass Eto'o auch Bock hat in der Serie A zu kicken. Diesen Eindruck machte er in den letzten Wochen ja nicht.


von Replica - am 23.07.2009 15:19
Vielleicht haben die Barca Verantwortlichen FIFA auffer Playstation gezockt, dort jedenfalls mache ich mit ihm Buden am Fliesband ... ^^

von MircoPB1976 - am 23.07.2009 15:57
So wie von Dir aus einem anderen Forum berichtet, sehe ich das auch. Ibrahimovic scheint mir noch einen Tacken stärker als Eto´o, aber nicht in der Größenordnung, dass es den Deal in der Form rechtfertigen würde.

Dass es jetzt doch so kommt, hat andere Gründe. Ibrahimovic ist ein schwieriger Typ und das muss man als weltklasse Mittelstürmer wohl auch sein. Eto´o hingegen ist unerträglich. Seit dem Amtsantritt von Guardiola als Barca-Coach werden die spanischen Medien nicht müde zu betonen, dass er Eto´o nicht ausstehen kann. Guardiola pflegt einen sehr autoritären Führungsstil und kann Widerspruch nicht ausstehen. Eto´o gibt aber überall seinen Senf dazu und gibt auch mal Kommentare zur Mannschaftsaufstellung ab. Absolutes no-go.

Auch innerhalb der Truppe hat Eto´o kein Standing. Er gibt gerne die Diva und will was ganz Besonderes sein. Das würde man ihm in vielen Mannschaften auch durchgehen lassen, solange er seine Buden macht. Aber in einem Team, das nur aus ganz besonderen Spielern besteht und sich alle irgendwie unterordnen, nervt es. Messi ist der Superstar unter den Superstars und obendrein weiss der auch noch, sich als Teamplayer zu benehmen.

Man darf davon ausgehen, dass Eto´o innerlich kocht, dass alle Welt auf Messi und nicht auf ihn schaut. Dass Barca ihn jetzt eintauscht und dabei noch verdammt viel Kohle draufzahlt, dürfte für ihn ein richtig schöner Tritt in den Sack sein, den er sich mit nem netten Gehalt bei Inter versüßen lässt.

von Chelm - am 23.07.2009 20:23
sag mal, hat Guardiaola nicht mit den meisten Spielern von Barca noch selber zusammen gespielt ?
Wundert mich, wie er jetzt dann den Schnitt schafft und plötzlich den Authoritären macht ...
Das stelle ich mir nicht gerade leicht vor.

von MircoPB1976 - am 23.07.2009 21:37
Dazu sollte man vielleicht auch noch erwähnen, dass Kamerun mit Herrn Eto´o als absolutem Leader mitlerweile so gut wie keine Chance mehr hat, sich für den anstehenden Worldcup zu qualifizieren.
Tja, Barca und Loser, das passt ja mal gar nicht...

von Stollentroll - am 23.07.2009 22:27
Gute Frage. Musste da selber mal nachlesen. Guardiola ist nach 17 Jahren Barca 2001 nach Italien gewechselt. Somit hat er aus dem aktuellen Kader nur mit Puyol zusammen gekickt. Puyol ist ja auch so was wie die rechte Hand des Trainers auf dem Platz.
Messi und Krkic waren 2001 zwar auch schon bei Barca, allerdings dürften die da gerade die F-Jugend bzw. die Bambinis verstärkt haben ;-)

Aber auch wenn´s anders wäre: Guardiola ist eine Institution in Barcelona. Er war auf dem Platz der Chef und ist es jetzt eben auf der Bank. Da ist kein Platz für Zweifel. Ausserdem ist man als Trainer nur so stark, wie die Vereinsführung es zulässt. ManU und Arsenal haben es vor gemacht. Man besorgt sich eine starke Persönlichkeit für den Trainerposten, lehnt sich zurück und gibt dem Coach Narrenfreiheit. Kein Präsident, Besitzer, Manager, Sponsor etc darf dazwischen funken. Barcelona geht diesen Weg zur Zeit auch und deshalb haben sie im ewigen Kampf mit Real zur Zeit die Nase vorn.

Barca hat zwar auch einen Größenwahnsinnigen als Präsidenten, der lebt seine Eitelkeit aber lieber auf dem politischen Sektor aus und hält sich im Club derzeit angenehm zurück. Bei Real hat der Trainer gar nichts zu sagen. Nullkommanull. Der jeweilige Präsident regiert wie ein Sonnenkönig und diverse Altstars ob mit oder ohne Funktion im Club spielen sich immer in den Vordergrund. Daran ist Bernd Schuster gescheitert und der aktuelle Trainer wird daran ebenfalls scheitern.

Mir gefällt die Idee, dass der Trainer in sportlichen Belangen das alleinige Sagen hat. Ohne Präsident, Manager oder Sportdirektor. In England gibt es das ja häufiger, Magath war damit hier sehr erfolgreich. Allerdings gibt es nicht so viele Trainer, die qualifiziert genug wären, mit eine solchen Machtfülle umgehen zu können.

von Chelm - am 23.07.2009 22:41
Der Herr Ibrahimovic wird es allerdings mit Schweden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht schaffen...

von Replica - am 23.07.2009 22:55
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