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Fussi und mehr
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vor 6 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 11 Monaten
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SCVe-andi, ravanelli, BSer, Beorn, Stollentroll, Iggster

So sieht die Cannstatter Kurve das *hüstel* Derby gegen Hoppenheim

Startbeitrag von Stollentroll am 06.12.2010 12:34

[img543.imageshack.us]

Find ich sowas von geil! *lach*

Antworten:

Gehört für mich zum Besten, was ich seit langem in einem Stadion gesehen habe. Ganz großer Sport!

von Beorn - am 06.12.2010 13:17
Jupp, super Idee!

von BSer - am 06.12.2010 14:54
...ist leider nur etwas zu groß (also breit) geworden ;-)

von Iggster - am 06.12.2010 18:22
Wer kann denn damit rechnen, dass die superweite Fahrt von immerhin fast 100km nur die paar Hanseln in Angriff nehmen.
Das war das nahste Auswärtsspiel der Hoffenheimer. Und die kommen mit ca. 300 Leuten. Arm!
LEV war früher übrigens genauso. Die haben es mal fertig gebracht zu uns (Entfernung: 30km) mit etwa 50 Leuten anzurücken.
Nur mal zum Vergleich: Gladpack (schöne Grüße an Tesla) hat beim Spiel derer 2. gegen uns in der 4.Liga über 1000 mitgebracht.

von Stollentroll - am 06.12.2010 18:34
Was ist denn daran eigentlich so arm? Fändest du's besser, wenn Hoffenheim mit 5.000 Leuten in Stuttgart aufgeschlagen wäre? Läuft doch eigentlich super...

von ravanelli - am 07.12.2010 11:06
Ich könnte Hoffenheim ernster nehmen, wenn ich irgendwie das Gefühl hätte, dass es dort tatsächliche Verbundenheit zu einem Fußballclub gibt. Bis heute habe ich aber bei den Fans den Eindruck, es wird einfach ein Event mitgenommen, mehr nicht.

Von den Geldern der Hopps werden ja nicht nur die Fußballer der TSG finanziert. Am ehesten kann ich die Adler aus Mannheim noch ernst nehmen, weil dort schon vorher eine feste Struktur vorhanden war, ebenso eine Fanbasis.

Was für die Rhein-Neckar-Löwen schon nicht mehr gilt. Wer ging denn vorher zu Kronau-Östringen? Vielleicht ja jene, die heute noch zu diesen Vereinen gehen, die ja weiterhin existieren, auch wenn sie die Basis für das andere "Projekt" namens Rhein-Neckar-Löwen bildeten.

Das sich den Topvereinen in der Handball-Bundesliga, die ja überwiegend aus Norddeutschland kommen, ein süddeutsches Spitzenteam zugesellte ist sicher nicht an sich schlecht. Aber wie traten denn die Löwen über Jahre hinweg auf dem Transfermarkt auf? Ihre Einkaufspolitik empfand ich als regelrecht widerlich.

Wieder zur TSG. Das ich diese bereits in ihrem ersten Jahr im höherklassigen Fußball erlebt habe, habe ich ja bereits in früheren Jahren geschrieben. Und es war über all die Jahre hinweg einfach immer der Fall, dass die TSG die Imitation eines Fußballclubs war. Geld ohne Ende, aber gleichzeitig fehlte da alles, was auch einen kleineren Verein sympathisch machen kann.

Ganz ehrlich, ich habe immer Respekt vor so Clubs wie dem SC Pfullendorf gehabt. Kommen aus einer Kleinstadt im Geharrland, aber wir sind immer mit Bammel dahin gefahren, weil die einfach immer ein Gefühl vermittelten, dass einfach einer für den anderen einsteht. Und dabei waren die ganz und gar normal und natürlich.

Die Hoffenheimer habe ich gegen uns mehrfach gesehen, aber auch in Spitzenspielen der früheren Regionalliga Süd, etwa in Offenbach oder Wehen. Teilweise mit im Gästeblock. Die waren einfach nur eine Enttäuschung. Alles, was man im Umgang mit Fans "richtiger" Vereine erlebt fehlte da völlig. Kaum Engagement, kaum Fußballerfahrung, keine Sachkenntnis. Mit vielen Fans anderer Vereine fand ich ohne Probleme schnell eine Gesprächsgrundlage, mit Hoffenheimfans nicht. ("Nein, keine Ahnung, zu der Zeit war ich noch nicht da!")

Als dann mit dem Bundesligaaufstieg der große Hype begann, habe ich keine Spiele mehr gesehen. Auch den neuen Ground in Sinsheim habe ich nicht gemacht, kenne ihn nur von der A6 her. Dafür kann ich mich noch gut daran erinnern, als Hoffenheim mal ein Pokalspiel beim BVB hatte. Da bekam jeder Mitfahrer eine Eintrittskarte und einen Fanschal.

Schon bei meinem eigenen Verein habe ich ganz schlechte Erinnerungen an gesponsorte Auswärtsfahrten. Das Volk, was da auf einmal in unseren Bussen saß und im Fanblock stand, bzw. auf der Tribüne saß, konnte man zum großen Teil komplett vergessen. Was auch längerfristig nicht schwer war, weil die eh oft nicht mal zum nächsten Heimspiel kamen. Schnäppchenjäger und Eventtouristen, ganz, ganz schlimm!

Selbst jetzt, nach einigen Jahren in den Bundesligen, sind die Hoffenheimer für mich im Grunde überwiegend Luftpumpen. Daher kann ich es gut verstehen, wenn das CC so eine Aktion macht. Fans anderer Vereine werden auch bepöbelt, aber irgendwo noch ernst genommen. Bei den Hoffenheimfans sehe ich dazu keinen wirklichen Anlaß.
Ich behaupte einmal, dass etwa die 7000 Essenfans, die ich vor einigen Wochen in einem Fünftligaspiel erlebt habe, mit mehr Engagement und Hingabe Stimmung für ihren Verein gemacht haben als die Sinsheimer in der in der Bundesliga schaffen. Einige Gruppen bei denen, wie etwa den "Zwinger-Club", noch großzügig ausgenommen.

zu anderen Vereinen kann ich nicht viel sagen, weil ich zu wenig persönliche Eindrücke von ihnen und ihren Fans habe. Nenne mal Red Bull als Beispiel, ich kenn sie einfach nicht. Kein Spiel gesehen, mit keinem Fan jemals persönlich gesprochen. Bei Hoffenheim ist das anders, die habe ich über Jahre hinweg erlebt. Und finde daher das Banner wirklich richtig gelungen!

von Beorn - am 07.12.2010 12:58

TSG und RBL

Dass ich die Hoffenheimer auch nicht mag, ist ja hoffentlich allgemein bekannt. Ich habe nix gegen das Fördern von Hopp in seinen Fußballverein. Aber es hätte in Maßen und schrittweise geschehen müssen. Spätestens als "1899" sich in der 2.-Liga-Saison in der Winterpause zwei Spieler (Gustavo und Eduardo??) für fast 20 Mio. Euro geholt hat, war es mit meiner "Sympahtie" (die ich zu Zeiten von Hansi Flick und fast ausschließlich dt. Spielern in der 3. Liga) irgendwie noch hatte, vorbei. Da lob ich mir - und das sehen ja auch bei weitem nicht alle so - tatsächlich Wolfsburg und Leverkusen. Hier ist/war auch Geld ohne Ende vorhanden. Aber man hat es nicht im Hauruck-Verfahren aus dem Fenster geworfen. Da hat man lange 2. Liga gespielt und es ging schrittweise voran.

Das Beispiel Red Bull Leipzig ist natürlich noch extremer. Gestern kam ein guter Bericht im WDR in der Sendung "sport inside" (oft sehr sehenswert). So ein Kunstprodukt braucht kein Mensch und es läuft ja auch nicht gerade rund in der RL.

von SCVe-andi - am 07.12.2010 13:45

Re: TSG und RBL

Sport inside ist in der Tat eine sehr gute Sendung. Auch der Bericht über Bosman gestern war sehr interessant.

Ich finde diese Red Bull Plastikclubs ebenfalls noch eine ganze Ecke hassenswerter als Hoffenheim. Ich glaube, dass die Macher dort den Grad der Ablehnung, der ihnen in Deutschland entgegenschlagen wird, grandios unterschätzen. Ohne Zweifel werden die in Leipzig (jetzt mal vorausgesetzt sie schaffen's in den Profifussball) ihr Stadion mit irgendwelchen Event-Hanseln vollkriegen. Die übrigen Spiele allerdings dürfte die Hölle werden – sowohl für Spieler, wie auch für die Auswärts-"Fans". Auf Seiten von Red Bull scheint man zu glaube, das würde sich schon irgendwann legen. Ich glaube, man sollte die Durchhaltefähigkeit des gemeinen Fußballfans bei diesem Thema nicht unterschätzen.

von ravanelli - am 07.12.2010 14:02

Re: TSG und RBL

Zitat

Ohne Zweifel werden die in Leipzig (jetzt mal vorausgesetzt sie schaffen's in den Profifussball) ihr Stadion mit irgendwelchen Event-Hanseln vollkriegen.

Die halten jetzt schon den Zuschauerrekord in der RL Nord, traurig aber wahr...

Zitat

Die übrigen Spiele allerdings dürfte die Hölle werden – sowohl für Spieler, wie auch für die Auswärts-"Fans". Auf Seiten von Red Bull scheint man zu glaube, das würde sich schon irgendwann legen. Ich glaube, man sollte die Durchhaltefähigkeit des gemeinen Fußballfans bei diesem Thema nicht unterschätzen.


Die sind da völlig schmerzbefreit, da wird sobald irgendwas vorfällt sofort ne Anzeige aufgegeben und die Sache ansonsten totgeschwiegen.

von BSer - am 07.12.2010 14:16

Bericht über Bosman

Ich habe den Bericht nicht ganz gesehen.
Aber der Bosman sah unwahrscheinlich schlecht aus...??

Ich habe dann am Ende rausgehört, dass er alkoholkrank ist.
Hat der Reporter da echt gesagt: "Angeblich ist Bosman heute trocken" oder habe ich das falsch verstanden? Wäre schon eine krasse Anschuldigung.


Den Bericht über diesen Journey-Man, den Boxer, der immer verlieren muss, fand ich auch klasse. Schade, dass so eine gut recherchierte Hintergrunds-Sendung so versteckt wird

von SCVe-andi - am 07.12.2010 14:26

Re: Bericht über Bosman

Das war keine Anschuldigung des Reporters. Bosman hatte zuvor selbst gesagt, dass er Alkoholiker ist/war und unter Depressionen leidet.

von ravanelli - am 07.12.2010 14:35

Re: Bericht über Bosman

Nein, das meinte ich auch nicht.

Ich meinte den Satz "ANGEBLICH ist er heute trocken", wenn er so gefallen ist....

von SCVe-andi - am 07.12.2010 14:40
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