DKMS - Stammzellenspende

Startbeitrag von SCVe-andi am 20.11.2013 11:05

...etwas aus der Rubrik ...undmehr.de.vu :-)

Meine Frau Anna hat sich vor einigen Jahren bei der DKMS registrieren lassen. Jahrelang hat sie nichts gehört, im Sommer kam dann der Anruf, dass es evtl. passen könnte. Nach einigen Untersuchungen war es jetzt soweit: Die Stammzellenspende stand an.

Dafür sind wir letzten Sonntag nach Köln gefahren. Neben Dresden die Anlaufstelle für Stammzellenspenden in Deutschland. Am Montag hing meine Frau dann für ein paar Stunden an einer Art Dialyse. Stammzellenspende hört sich ja immer dramatisch an - von wegen Rückenmarkspende und so. Aber das ist vollkommen harmlos.

Am Nachmittag haben wir dann sogar erfahren, für wen die Stammzellen sind - die Regularien haben sich verändert. Die Zellen sind für einen vierjährigen Jungen aus Deutschland. Mehr dürfen wir nicht wissen, die Empfänger auch nicht. Aber es ist schon erlaubt, sich über die DKMS-Zentrale in Tübingen Briefe und sogar Fotos zu schicken. Nur Name und Wohnort müssen geheim bleiben. Später (nach zwei Jahren) ist aber persönlicher Kontakt erlaubt, wenn gewünscht.

Meine erste Reaktion nach den letzten Wochen: Ich lasse mich endlich auch registrieren.

Antworten:

Ich glaube die Entnahme erfolgt aus dem Hüftknochen, so meine ich zumindest es mal gehört zu haben.

von MircoPB1976 - am 20.11.2013 20:19
Hüftknochen??

Die Stammzellen werden aus dem Blut gewonnen.

von SCVe-andi - am 21.11.2013 07:39
Bei der DKMS bin ich bereits seit einigen Jahren registriert, keine Ahnung mehr seit wann. Vor einiger Zeit bekam ich einmal einen Brief von der Gesellschaft, meine Stammzellen könnten möglicherweise für eine konkrete Spende geeignet sein. Darauf wurde noch einmal eine Blutuntersuchung durchgeführt und von einem Labor ausgewertet. Später erhielt ich dann ein Schreiben, es sei keine Spende mehr erforderlich. Ob dies ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war, habe ich nie erfahren.

Eine Typisierung halte ich für eine sehr hilfreiche und lohnende Sache, die ich gern weiterempfehle. Daher danke für diesen "... und mehr"-Beitrag!

von Beorn - am 21.11.2013 08:10
finde ich auch gut, kann leider wg. meiner Epi nicht mitmachen sonst wäre ich auch dabei, müssten sie eigentlich viel mehr werbung für machen.

von Tesla - am 22.11.2013 09:58
Meist kommt man ja erst "auf die Idee" sich typisieren zu lassen, wenn es irgendeinen (dann ja meist unschönen) Anlass gibt. So war es jedenfalls vor vielen Jahren auch bei mir, als aus dem entfernteren Bekanntenkreis jemand um Hilfe im Zuge einer Typisierungsaktion bat. Geholfen hat es damals leider nicht mehr und tatsächlich habe ich seitdem auch nie wieder was von dem Thema gehört.

Da es aber immer wieder auch Fälle gibt, wo genau hierdurch ein Leben gerettet werden kann (siehe Eingangsposting von Andi; ich kenne zudem noch die Geschichte aus der Familie eines Arbeitskollegen), sollte wirklich jeder, der die Chance hat, eine Typisierung durchführen lassen. Mindestens das ist zumindest mal überhaupt nicht mit Aufwand oder irgendeinem Problem versehen. Was im Falle eines Falles danach kommt, kann man sich dann ja immer noch überlegen. Wobei wohl am Ende niemand, wenn er dann wirklich helfen kann, einen Rückzieher machen wird.

von Iggster - am 25.11.2013 23:17
Ja, jetzt, da die Stammzellen schon aus dem Blut gewonnen werden können, gibt es wirklich keine Ausflüchte mehr.
Früher war das noch anders, da ist man noch wirklich ins Rückenmark, später dann Becken/Hüftknochen und nun aus dem Blut.

Ich würde es ja auch machen, falle aber auf Grund meiner chronischen Nierenerkrankung aus :-(

von MircoPB1976 - am 26.11.2013 14:58
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