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Flugangst
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Markabi0686, Jan, Marc, Hund, Amadeus, Mark

Private Pilotenausbildung

Startbeitrag von Mark am 24.12.2005 16:59

Guten Abend und frohe Weihnachten liebe Gemeinschaft,

ich bräuchte Unterstützung bei der Suche nach der "besten" Pilotenschule, die - wenn ich es ´mal überspitzt ausdrücken darf - Deutschland/Europa(England) zu bieten hat.

Zur Zeit bin ich 19, stehe kurz vor dem Abitur (Rheinland-Pfalz) und möchte früher oder später unbedingt in ein Cockpit steigen.

Nach umfangreicher Informierung bin ich auf vier Ausbildungswege gestoßen:
-Lufthansa
-Studium + ATPL an FH Osnabrück
-Vorweg privat zu bezahlende Pilotenschule (Deutschland, England oder USA)
-Bundeswehr

Wie schon erwähnt habe ich nun noch eine Menge Fragen zu den zahlreich existierenden Pilotenschulen (->3. Punkt).
Mich würde es sehr reizen irgendeine Pilotenausbildung in den USA zu beginnen, nur weiß ich dabei so gut wie gar nichts, was das "Leben" dort betrifft.
Damit meine ich Unterkunft..., aber vor allem die insgesamt auf einen zukommenden Kosten.
USAmerikanische Fluggesellschaften scheinen kein Ausbildungsangebot wie die Lufthansa zu besitzen, was mir die Suche nach einer vernünftigen Pilotenausbildung ernorm erschwert.
Weiß von jemand von Euch sehr gut über das Verhältnis "USA + Pilot" Bescheid, so wäre ich für ein paar Information sehr sehr dankbar !
Die Ausbildung in den USA habe ich vor dem jetzigen Punkt erwähnt: "Ausbildung in Deutschland/England" , weil ich vom Hörensagen weiß, dass die USA einmal preiswerter sind und die Schüler einfach besser zum Piloten ausgebildet werden...
(Stimmt das ?)
Was mich nun eigentlich interessiert ist: Welche Schule in Deutschland macht den "perfekten" Zivilflugzeugführer aus einem ?
Es wäre sehr lieb von Euch mit einem kurzen Kommentar zu begründen, wieso die jeweilige private Pilotenschule so gut ist.
Im Interessenmittelpunkt stehen: Preis-Leistung, Ausbildungsdauer, QUALITÄT, Popularität


Ich würde mich schon über den geringsten (,gut gemeinten) Beitrag freuen und wünsche noch eine schöne Zeit !

Bis bald,

Mark

Antworten:

Hallo Mark,

über die Ausbildung zum Berufsflugzeugführer kann ich wenig sagen, wenn du zuerst Privatpilot werden willst, kommt es auch darauf an wieviel Geld Du zur Verfügung hast.

Es gibt bestimmt einige sehr gute gewerbliche Flugschulen, die leben aber davon und es ist entsprechend teuer. Sehr viel günstiger ist die Ausbildung in einem Verein zu haben. Der günstigste Weg überhaupt wäre zuerst mit dem Segelflug zu beginnen und sich dann hochzuarbeiten.

Die Ausbildung ist in den meisten Vereinen sehr intensiv und Gründlich, da viele Vereine ihre Fluggeräte selbst Warten bekommt man hier auch unter Umständen etwas mehr von der Technik mit. Oft arbeiten die Fluglehrer der Vereine ehrenamtlich und daher kostenlos, es spielt also auch der Faktor Zeit keine Rolle, was eine "nicht gehetzte Ausbildung nach Stundensatz" zur Folge hat.

Allerdings sollte nicht verschwiegen werden dass, es in einem Verein auch mehr deiner Freizeit kostet, da zum Teil Arbeitsstunden zu leisten sind oder man am Flugbetrieb als "Bodenpersonal" teilnehmen muß. Andererseits ist dies nicht unbedingt ein Nachteil da ja alles irgendwie mit fliegen zu tun hat und somit der Sache dienlich ist.

Von Flugschulen die eine komplette Ausbildung in totaler Rekordzeit anbieten nach dem Motto "in zwei Wochen zum Piloten" würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall Abstand nehmen... ...hierzu mag es andere Meinungen geben ich beharre jedoch auf diesen Standpunkt, aus Erfahrung ! :)

Grüße

Amadeus

von Amadeus - am 25.12.2005 01:13
was kostet eigendlich so eine ausbildung bei der lufthansa?
ist das nicht in arizona, wo man dann lernt?

von Hund - am 25.12.2005 16:16
"was kostet eigendlich so eine ausbildung"
60.000 - 70.000¤



MfG
Marc - B737

von Marc - am 26.12.2005 21:58
Hallo,

vielen Dank für die Informationen und Tipps.
Das mit der Ausbidlung in einem Verein bis zu einem bestimmten Lizenz-Grad ist ne ziemlich flinke Idee.
Mal sehen ob ich da ein paar schöne Vereine finde !!

Bis bald !
Mark

von Markabi0686 - am 29.12.2005 08:27
Hallo Marc,

ich war ja vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Sitation, wie Du.
Ich hatte mein Abi (praktisch) in der Tasche und wollte so bald wie möglich Fliegen lernen.

Ich hab dann zum Glück alle Tests bestanden und durfte an die LFT, die Flugschule der Lufthansa. HIerzu findest Du Infos unter:
http://www.lft-online.de/lft/deu/data/contentseite.php?menu_id=99

Ja, der Eigenanteil beträgt hier ca. 40,000 Euro. Dieser Betrag wird aber von Lufthansa vorgeschossen und muss erst nach Erhalt eines Arbeitsvertrages ratenweise zurückgezaht werden.

Das gute ist, hat man einmal alle Einstellungstests bestanden, ist die Karriere bei Lufthansa fast schon vorprogrammiert. Das beginnt mit einer anspruchsvollen aber gut organisierten Ausbildung, die Dich sicher zum Ziel bringt.

Anschließend wird Dir ein Arbeitsplatz angeboten in einer LH-Konzerngesellschaft, aktuell stehen da Condor (757/767), Condor Berlin (A320) und natürlich LH (A320 Familie, A300 oder B737) zur Auswahl.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es von großem Vorteil ist, wenn auch der Kapitän schon die gleiche Ausblidung genossen hat, wie man selbst.
Im Lufthansakonzern wird eine vorbildliche und beispiellose Sicherheitskultur tatsächlich gelebt und das ist es, was mir am Fliegen so viel Freude bereitet.

Über andere Flugschulen weiß ich nicht viel. Allerdings unterscheiden sie sich von der LFT oft darin, dass sie ähnlich viel Stoff in wesentlich kürzerer Zeit und durch weniger Nahunterricht vermitteln wollen. Auch die Anzahl der gesammelten Flugschulen wird immer auf einem Minimum sein, wenn man dafür direkt bezahlen muss. Eine Übername durch Airlines versprechen viele. Letzendlich muss sich aber jeder Absolvent darum selbst kümmern. Der Verwaltungsaufwand, der vom FLugschüler an anderen Flugschulen aufzubringen ist, ist glaub ich, ungleich höher.

Hope this helps,
Gruß,
Jan

von Jan - am 13.01.2006 16:56
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