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Flugangst
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9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mone100282, www.erklaert.de, barbara

Panische Angst beim Starten!!

Startbeitrag von Mone100282 am 13.08.2006 19:29

Hallo!!

Ich bin Simone und neu hier! Mein Problem, denke ich, ist ein ganz normales, nur möchte ich dennoch mal schildern was passiert. Vorab, ich fliege mind. 1x im Jahr in Urlaub um einfach nur wegzukommen und zu entspannen. Trotz meiner Panik jedesmal, steige ich dennoch in den Flieger und wünsche mir jedesmal es nicht gemacht zu haben.

Bis eine halbe Stunde vor dem Start bzw. dem Einsteigen ist bei mir immer alles in Ordnung. Dann fängt das ganze mit Nervosität an. Ich renne hin und her, muß dauernd zur Toilette. Im Flugzeug fängt es dann an. Ich bekomme Herzrasen, schwitze und bekomme Bauchschmerzen. Das steigert sich während das Flugzeug zur Startbahn rollt. Das schlimmste ist das Starten an sich für mich. Sobald das Flugzeug beschleunigt, verkrampfe ich für die komplette Zeit des Steigflugs. Ich klammere mich krampfhaft am Sitz fest, hab die Augen verschlossen, schwitze wie verrückt. Wackelt das Flugzeug dann auch noch hin und her ist der Horror perfekt. Als ich einmal auf dem Rückweg von London war, hat das Flugzeug während des Steigflugs nen Satz nach unten gemacht. Ich dachte ich müßte sterben. Ich bin dann fix und alle, brauch meist über eine Stunde um mich zu beruhigen und verzweifle fast jedesmal. Bei meinem letzten Flug auf dem Rückweg von Lanzarote hab ich geheult so fertig war ich. Und da kamen auch noch Turbulenzen hinzu ab Paris bis Düsseldorf. Da ich dennoch jedes Jahr in Urlaub will will ich jetzt versuchen Möglichkeiten zu finden, damit besser klarzukommen! Am 08.10. geht es ab Frankfurt nach Teneriffa und ich habe mir schon ernsthaft überlegt mir vor dem Start eine Schlaftablette reinzuwerfen.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Danke schonmal!

Simone

Antworten:

Hallo Simone,
genauso wie es dir geht, geht es mir auch . Ich hatte es auch mit Tabletten versucht wegen dem Start, hat aber nicht geholfen. Bis zur Gangway ist bei mir auch immer noch alles ganz ruhig und kaum schmeisst der Pilot die Turbinen an ist es aus mit der Ruhe. Ich nehme mir jetzt jedesmal einen Platz am Gang, da kann man die Stewardessen und ihrer Reaktionen gut beobachten. Ferner sehe ich auf den Monitor oder versuche einen Blick aus dem Fenster zu machen. Auf keinen Fall sitze ich ruhig und gebe mich meinen Gedanken und Ängsten hin. Das verstärkt die Panik nur noch.
Liebe Grüße
Barbara

von barbara - am 14.08.2006 07:05
Hallo Barbara!

Ja das mache ich mittlerweile auch. Ich beobachte die Stewardessen auch die ganze Zeit. Aber auf den Monitor gucken? Nee, wenn ich dann die Flughöhe und Geschwindigkeit sehe, krieg ich auch son mulmiges Gefühl. Da guck ich erst drauf wenn der Landeanflug schon dran ist.

von Mone100282 - am 14.08.2006 07:55
Hallo ihr beiden,

Wenn ich euch (vor allem Mone) richtig verstanden habe, dann geht es vor allem um den Takeoff.

Ich kann verstehen, dass man da ein "mulmiges Gefühl" (und mehr noch) bekommen kann. Eines der Probleme ist, dass man als Flugpassagier keine gute Sicht durch die "Windschutzscheibe" nach draußen hat. Hätte man diese als Referenz, wüsste der Körper besser, was gerade passiert.

So war der von Dir (Mone) beschriebene "Satz nach unten " während des Steigflugs mit sehr großer Sicherheit gar keiner. Es reicht schon eine kurze Phase, in der das Flugzeug weniger schnell steigt. Da man keine Sichtreferenz nach außen hat, muss sich der Körper auf den Magen verlassen. Der ist nur leider ein äußerst unzuverlässiges Sinnesorgan. Das lernen Piloten von Anfang an.
Der Magen gewöhnt sich beim Steigflug schnell an das Steigen (und die Steigrate). Wenn dann kurzfristig nicht mehr - oder nur langsamer - gestiegen wird, nimmt euer Magen das als Absacken war (obwohl es nicht so ist).

Ähnlich ist es mit den Turbulenzen während des Fluges. Vielleicht sollte man die ganze Sache mal in zwei Bereiche teilen:

1. Turbulenzen sind nicht im geringsten gefährlich für Euer Flugzeug. Turbulenzen sind die Wellen der Luft. Genauso wie ein Schiff für Wellen gebaut ist, ist auch ein Flugzeug für Turbulenzen gebaut. Fliegen ohne Turbulenzen (kleine oder manchmal auch größere) gibt es im Grunde nicht.
Flugzeuge, die aufgrund von Turbulenzen abstürzen, gibt es nur in Kino-Filmen. Vor allem die Flügel sind hier wichtig. Sie sind praktisch die "Räder" die auf der Luft fahren. Sie sind flexibel, weil sie (z.B. bei Turbulenzen) auch als Stoßdämpfer dienen. Bei unruhiger Luft, könnt ihr aus dem Fenster sehen, wie die Flügelspitzen leicht schwingen. Das soll so sein. Würden sie dies nicht tun, wäre die "Fahrt sehr ruppig".

2. Im zweiten Teil geht es wieder um die Magen-Gegend. Manche Menschen vertragen solche Veränderungen in den G-Kräften (den letztlich ist es das) besser, manche Menschen schlechter. Manche Menschen lieben Achterbahnen. Ich eher nicht. Ich z.B. habe mir als Kind bei längeren Autofahrten regelmäßig die Seele aus dem Leib gek...
Die Aussage, dass Turbulenzen völlig ungefährlich sind hilft Eurem Magen natürlich wenig. Aber vielleicht Eurer Psyche. Schließlich ist der Kopf die beste Medizin (und tausend mal besser als Chemie).

von www.erklaert.de - am 14.08.2006 12:14
Hallo!!

Erstmal danke! Das war schon sehr hilfreich, bzw ich hoffe es! Werde das ja bei meinem nächsten Flug im Oktober nach Teneriffa merken.

Darf man heutzutage eigentlich noch das Cockpit besichtigen?? Interessieren würde mich das ja schon mal!!

Lieben Gruß,

Mone

von Mone100282 - am 14.08.2006 18:49
Hallo Mone,

nach 9/11 war es etwas schwierig, als Passagier ins Cockpit zu kommen. Mit den Jahren entspannte sich die Situation und es wurde wieder häufiger möglich. In diesem Forum gibt es einige Berichte von Cockpit-Besuchen.

Aktuell dürfte es wieder ein wenig schwieriger sein. Fragen kostet allerdings nichts. Flugängstlichen wird gerne die Möglichkeit gegeben, mal ins Cockpit zu schauen. Es hat vielen hier im Forum geholfen, die ruhige und routinierte Atmosphäre im Cockpit mitzuerleben.



von www.erklaert.de - am 15.08.2006 08:06
Hallo!

So etwas habe ich mir gedacht. Finde das ja auch normal das die alle vorsichtig sind, damit da nicht jeder einfach so ins Cockpit kommt. Also fragen kann ich dann einfach mal? Muß ich da die Stewardessen fragen oder wie genau geht das??

Lieben Gruß

Mone

von Mone100282 - am 15.08.2006 08:43
Am besten sagst Du der Purserette oder dem Purser (das sind die Chefs der Kabinen-Crew), dass Du flugänsgtlich bist. Falls Du den "Ober-Flugbegleiter" nicht erkennen kannst nimm einfach irgend einen. Das ist sowieso immer gut weil man sich dann (in der Regel) ein wenig aufmerksamer um Dich kümmert.

Du kannst entweder ganz am Anfang (beim Boarding) nach einem Cockpitbesuch fragen. Besser ist aber (bei nicht ganz so kurzen Flügen), Du wartest bis ein wenig Ruhe eingekehrt ist (also in Reiseflughöhe nach der ersten Mahlzeit, wenn alles aufgeräumt ist) und fragst dann. Dann haben die Flugbegleiter ein wenig mehr Zeit und im Cockpit gibt es ebenfalls Zeit für Dich.



von www.erklaert.de - am 15.08.2006 09:27
Das ist ja mal klasse!! Danke für die hilfreichen Tipps! Ich werde es auf jedenfall mal versuchen!!

Vielen vielen Dank

von Mone100282 - am 15.08.2006 19:26
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