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Flugangst
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17
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Karsten, Klaus, Christina, www.erklaert.de, Bernd, littlecaroline, gina, Iris, Alex, Michael

Passagiere mit Flugangst

Startbeitrag von Karsten am 16.10.2006 21:40

Also ich möchte euch mal mein handeln bei passagieren mit flugangst erläutern.

beim crewbrifefing lege ich klar fest das die Flugbegleiter bei der begrüßung an bord daruf etwas achten wer evtl. unter fluangst leidet und diese person wenn sie sich dann auch den platz gesetzt hat noch eine weile bobachtet.Sollte die person dann in das muster von flugangst fallen wendet sich der oder die Flugbegleiter/in an mich und ich spreche dann die person an , sollte die zeit dafür sein.In den meisten fällen klappt es dann auch. Ich frage die person ob sie mal vorne in das cockpit also in den arbeitsbereicht von mir und meinem first officer möchte.Wenn die Person das möchte erkläre ich ihr was genau gemacht würd ich erzähle etwas über das rollen den startvorgang.Zudem weise ich die person in die sicherheit von dem flugzeug ein was alles im flugzeug drin ist und wozu es dient.Die Person erfährt etwas über das wetter wind und evlt auftretende Trurbolenzen. Früher habe ich die personen wenn sie es wolten mit zum out side check genommen, aber das ist leider heute verboten.Nach dem persönlichen gespräch merkt man eine deutlich lockere haltung , da die person weiß was in kürze im cokpit passiert.

Ich freue mich jedes mal wenn ich jemandem helfen konnte und ein besseres gefühl geben konnte.Leider gibt es keine Garantie das man im cokpit darf, weil es öfters zeimlich viel zu tun ist.


Ich bitte sie darum einfach mal die Flugbegleiter anzusprechen ob man evlt mal ins cockpit darf.Ich denke dort gibt es immer einen weg vlt nicht grade vor dem start aber dann im flug.

Antworten:

Zitat
Karsten
Also ich möchte euch mal mein handeln bei passagieren mit flugangst erläutern.

beim crewbrifefing lege ich klar fest das die Flugbegleiter bei der begrüßung an bord daruf etwas achten wer evtl. unter fluangst leidet und diese person wenn sie sich dann auch den platz gesetzt hat noch eine weile bobachtet.Sollte die person dann in das muster von flugangst fallen wendet sich der oder die Flugbegleiter/in an mich und ich spreche dann die person an , sollte die zeit dafür sein.In den meisten fällen klappt es dann auch. Ich frage die person ob sie mal vorne in das cockpit also in den arbeitsbereicht von mir und meinem first officer möchte.Wenn die Person das möchte erkläre ich ihr was genau gemacht würd ich erzähle etwas über das rollen den startvorgang.Zudem weise ich die person in die sicherheit von dem flugzeug ein was alles im flugzeug drin ist und wozu es dient.Die Person erfährt etwas über das wetter wind und evlt auftretende Trurbolenzen. Früher habe ich die personen wenn sie es wolten mit zum out side check genommen, aber das ist leider heute verboten.Nach dem persönlichen gespräch merkt man eine deutlich lockere haltung , da die person weiß was in kürze im cokpit passiert.

Ich freue mich jedes mal wenn ich jemandem helfen konnte und ein besseres gefühl geben konnte.Leider gibt es keine Garantie das man im cokpit darf, weil es öfters zeimlich viel zu tun ist.


Ich bitte sie darum einfach mal die Flugbegleiter anzusprechen ob man evlt mal ins cockpit darf.Ich denke dort gibt es immer einen weg vlt nicht grade vor dem start aber dann im flug.
So aber jetzt muss ich zur arbeit und freue mich vlt mal einen von ihnen an bord zu begrüßen.

von Karsten - am 16.10.2006 21:43
Hallo Karsten,

bei was für einer Airline fliegst du? Ich dachte, die Zeiten sind seid 9/11 vorbei, wo man ins Cockpit kommen konnte.

In Asien hab ich es mal erlebt (dieses Jahr), dass beim Start die Cockpit-Tür aufging und ich, weil ich vorne am Gang saß, den Piloten über die Schulter schauen konnte. Bis die Flugbegleiter es geschafft hatten, die Tür wieder zuzubekommen. War ne B717.

So long

Klaus

von Klaus - am 17.10.2006 19:18
Derzeit bin ich bei der HF beschäftigt (HAPAGFLY oder HAPAG LIOYD)

in ausnahme fällen darf man noch im cokpit sein.



die ganzen cokpitvideos sind teils von passagieren gemacht wurden. in der regel ist es verboten aber es gibt ausnahmen.Bei bedarf kann ich euch eine liste geben wo ich wann im cokpit anzutreffen bin.vlt ist ja einer von euch dabei.


Wen ihr intresse habet einfach eure e-mail geben.

von Karsten - am 17.10.2006 19:57
Lieber Karsten,

das ist wirklich mal ein nettes Angebot, denn ich fliege wahrscheinlich am Samstag mit HF mit meiner Familie (Mann und einjährige Tochter nach Fuerteventura). Ich versuche meine Flugangst seit Jahren in den Griff zu bekommen und es will mir nicht richtig gelingen. Seit einem Vorfall mit der Lufthansa im Jahr 2001 (das Steuerungsmodul war falsch gepolt und der Pilot bemerkte dieses beim Start leider nicht - der Copilot konnte lt. Spiegel-/oder Sternartikel damals die Maschine noch hochreissen...) versuche ich das Fliegen meistens zu vermeiden - leider, da ich vorher Vielflieger war und gerne die Welt bereist habe. Ich habe meinen Job mit internationaler Ausrichtung sogar gewechselt und muss nun eher selten fliegen.
Der letzte Urlaubsflug war mit der ägyptischen Airline Flash Airlines - sie hatten 2 Maschinen, zwei Wochen nach unserem Urlaub waren es nur noch eine.... Das hat mein fast wiedergewonnenes Vertrauen nicht wirklich gestärkt und zwar schon beim Einsteigen. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass Airlines, die über Deutschland fliegen und auch von deutschen Touristikanbietern vermittelt werden (wobei ursprünglich eine bekannte Airline bei Buchung zugesagt war), bestimmte Sicherheitsauflagen erfüllen müssen. Diese müssen allerdings eher einfach zu erfüllen sein. Kaum ein Sitz war noch in seiner Verankerung. Mein Mann hatte beim Gurt zwei linke Schnallen - als wir ein Crew Mitglied darauf aufmerksam machten, bekamen wir den Rat, beim Start und bei Landung die Enden fest aneinander zu halten - was auch immer das bringen sollte. Seitdem ist mein Glauben vin Sicherheit und Technik völlig erschüttert.
Meiner Tochter zuliebe will ich mich dem aber wieder stellen - es ist ja anscheinend trotzdem die sicherste Art zu reisen... und mit Kind wahrscheinlich auch die stressfreiste. Ich stelle jetzt allerdings im Vorfeld fest, dass die Angst zunimmt und ich nun zusätzlich Angst habe, meine Tochter in Gefahr zu bringen. Völlig schwachsinnig aber es macht mich richtig schlaflos. Der Gedanke, meiner Tochter in einer Krisensituation nicht helfen zu können und so ausgeliefert zu sein, macht mich wahnsinnig. Hinzu kommt, dass das Reisebüro vergessen hat im Vorfeld eine Reihe zu buchen, bei der ich die Stewardessen sehen kann (neige dazu jede Gesichtszuckung zu interpretieren - beruhigt mich meistens allerdings) und wir wohl auch in eine normale Sitzreihe kommen (mir war neu, das man im Reisebüro schon Sitzplätze mit Kleinkind reservieren kann).
Nun meine Frage: Wo sitze ich am besten mit Flugangst? Wo ist es am sichersten? Fliegst Du zufällig oder jemand, bei dem man mal fragen könnte, ob man beim Flug auch mal in das Cockpit schauen dürfte?

Ganz liebe Grüße,

Iris

von Iris - am 19.10.2006 09:51
Hallo Karsten,

ich hab so eine Idee - oder einen Wunsch. Es geht um einen 80-Jährigen Geburstag. Und ich würd gern einen Flug schenken. Geht sowas? z.b. von Münster-Osnabrück nach Köln (da nicht landen, sondern einmal um den Dom fliegen) und wieder nach Münster-Osnabrück...

Was würd das so kosten?

So long

Klaus

von Klaus - am 28.10.2006 22:12
Naja, sowas macht man nicht mit einer Linienmaschine. Da fragt man am lokalen Sportflugplatz den Aeroclub...

von Alex - am 29.10.2006 05:35
Ja also ein Rundflug über dem Kölner Dom bzw. Köln würde vlt. gehen allerdings nicht mit einer Boeing 737 sondern mit einem heli:-). Da müsstest du dich erkundigen was so ein flug kostet, zb bei argenturen die rundflüge anbieten.
Informationen kannst du auch auf Airports bekommen im servicecenter oder an der information.Die wissen da bestimmt wo man sich melden kann.


von Karsten - am 31.10.2006 10:45

Rundflug

Die Idee mit dem Heli ist gut!!! Bin mit so einem Ding selbst noch nie mitgeflogen. Das wären dann zwei Fliegen mit einer Klappe...

von Klaus - am 01.11.2006 11:24
na beim Heli ist es aber so das meist die Scheibe bis runter zu den füßen geht.

Weiß ja nicht was du für angst hast.

von gina - am 01.11.2006 13:44
Also wenn hier jemand nicht mal das Wort Cockpit oder Turbulenzen richtig schreiben kann, will Euch derjenige wahrscheinlich gerade kräftig verarschen.

von Michael - am 09.11.2006 19:39
Der Gedanke kam mir auch schon... :(



von www.erklaert.de - am 10.11.2006 19:48
Mir ehrlich gesagt auch...


Gruß
Christina

von Christina - am 11.11.2006 09:04
Hallo Karsten!

Die Beiträge in diesem Forum sind zwar mittlerweile schon etwas her, aber vielleicht schaust du ja mal wieder rein.
Ich finde es ganz toll, dass du mit deiner Crew dieses Thema ernst nimmst und den Menschen mit Flugangst versuchst zu helfen. Ich selbst habe über ein Jahr als Flugbegleiterin gearbeitet und meinen Job und das Fliegen geliebt. Habe nur wegen meines Studiums aufgehört. Ich bin dann vor ein paar Jahren einmal mit Via in eine komische Situation geraten. Ich sass in der Nähe des Cockpits und habe acht chimes gehört (ich weiss jetzt gar nicht mehr genau ob es acht waren). Ich war jedenfalls davon überzeugt dass das ein Notfallalarm war und wahnsinnige Angst bekommen. Es fühlte sich plötzlich an, als ob das Flugzeug (war ne Tupolev) in der Luft stehen bleibt. Weiss bis heute nicht ob das lediglich eine Panikattacke war oder ob es wirklich etwas mit dem Flugzeug zu tun hatte, wahrscheinlich eher nicht. Der Schalter war damals allerdings umgelegt und meine Angst bleibt. Habe es auch schon mit Konfrontationstherapie versucht und eine Inselhopping-Reise auf die Azoren gemacht. Die Flüge waren furchtbar und genützt hat es gar nichts. Weshalb ich überhaupt darauf gekommen bin zu schreiben: Ich bin seit dieser Zeit schon zwei Mal im Cockpit mitgeflogen und es hat mir immer geholfen. Ich kenn das ja noch von früher, da durfte ich als als Junior manchmal beim Anflug auf Venedig (bei selten guter Sicht...) ins Cockpit. Damals wegen der schönen Aussicht, heute zur Beruhigung. Ich habe mittlerweile schon alles mitgemacht, bin in Brüssel sogar mal vor dem Flugzeug kurz vorm Einsteigen mit dem Bus wieder zum Flughafen zurückgefahren. Witzigerweise fühle ich mich in kleinen Flugzeugen am allerwohlsten, bei den meisten Leuten ist es ja eher umgekehrt. Bin damals auf Dash 8/300, Fokker 70 und Canadair Regional Jet geflogen, wobei letzterer mein Lieblingsflieger war. Bin einmal mit Iberia in einem CRJ von Barcelona nach Vigo geflogen und hatte unglaublicherweise keine, aber auch überhaupt keine Angst.
Na ja, fliege am Samtag mittag mit Hapagfly nach Teneriffa, Habe wie immer panische Angst und weiss noch nicht, ob ich überhaupt letzten Endes einsteige. Noch eine Frage: Ich habe noch nie selbst gefragt ob ich ins Cockpit darf, ich denke oft, dass euch das meistens gar nicht so recht ist. Man will ja auch nicht immer bei seiner Arbeit mit paranoiden Leuten quatschen. Ich wollte jedenfalls mein Kompliment aussprechen. Auch an das Forum, ganz klasse.

Liebe Grüsse

Caro

von littlecaroline - am 04.01.2007 20:26
Hallo Caro,

ich glaube nicht, dass Karsten wirklich Pilot war. Es passiert durchaus, dass hier irgendwelche Wichtigtuer reinschreiben...

Zu den Chimes:

es gibt im Cockpit (übrigens auch an den Flugbegleiter-Stationen) viele Chimes, Pings, Dingdings, Trööts und ähnliches. Vieles davon bedeutet keine Gefahr sondern weist die Piloten nur (als akustische Unterstützung) auf bestimmte Situationen oder das erreichen einer Position (z.B. beim Landeanflug) hin. In Deinem Fall könnte es der Outer oder Middle Marker gewesen sein. Das sind Funkfeuer im Landekorridor, die beim Überfliegen Signale an den Emfpänger der Maschine schicken und damit den Piloten die korrekte Position bestätigen. Das ist allerdings weniger ein "DingDing" sondern mehr ein "PiepPiep".

Ein Cockpit liefert nicht nur optische Informationen (Instrumente und Lämpchen) sondern eben auch akustische Informationen. Auch beim Schalten von bestimmten Modi im Flugzeug (z.B. das Ausschalten des Autopiloten oder der automatischen Schubregelung) ertönen Chimes als Bestätigung. Bei vielen Flugzeugtypen ertönen diese Chimes auch so lange, bis der Pilot nochmals einen Knopf zur Bestätigung drückt (Bsp. Autopilot, wenn man den ausschaltet ertönt der Ton so lange bis man nochmals den entsprechenden Knopf drückt - so kann sich der Pilot ganz sicher sein, dass man wirklich den AP ausschalten wollte).
Es gibt nur ganz bestimmte Töne, die auf Gefahren hinweisen. In der Regel werden diese zusätzlich mit einer Art "Computerstimme" begleitet, die Anweisungen zum korrekten Umgehen/Umfliegen der Gefahrensituation gibt (Bsp. "Terrain - PULL UP"). Der Charakter dieser Warntöne hebt sich auch deutlich von anderen Hinweistönen ab...



von www.erklaert.de - am 04.01.2007 22:23
ja,also irgendwie fällt mir das an seiner Rechtschreibung auf!Für einen Piloten sehr ungewöhnlich.Da sollte man auf alle Fälle eine fehlerfreie Schreibweise voraussetzen dürfen.Aber o.k.,wenn er sich dabei wohl fühlt,bitteschön. . . . ..( das was er schreibt,paßt wohl eher in ein Comic )

von Bernd - am 05.01.2007 14:58
Die Rechtschreibung ist die eine Sache, aber was mich auch sehr stutzig gemacht hat, war seine Bemerkung, man dürfe in Ausnahmesituationen ins Cockpit. Der "echte" Pilot, mit dem ich letztes Jahr gesprochen habe, meinte, daß es verboten ist, und daß es aber trotzdem manchmal "heimlich" passiert, wenn jemand wirklich schlimme Angst hat.
Dann hat es mich gewundert, daß er gleich bereit war, seine persönlichen Flugpläne zu verteilen, damit man bei Bedarf mit IHM fliegen kann. Das ist doch bescheuert, oder? Wer kann denn bitte seinen Urlaub so minutiös planen, daß er dann genau mit Kapitän Karsten fliegt? Man dürfte dann auch nicht nach USA oder Asien fliegen, denn da fliegt die HF überhaupt nicht hin. Sehr seltsam...


Gruß
Christina

von Christina - am 06.01.2007 14:22
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