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Informationen zum Thema:
Forum:
Flugangst
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Alex, Kati, www.erklaert.de, Daniel, cosmicgirl, Susan

Landung und Schwindel

Startbeitrag von Kati am 08.01.2007 15:23

Hallo!

Bald steht wieder ein Flug an und ich habe jetzt schon wieder Angstzustände wenn ich nur daran denke.
Zu mir ich leide unter Angst und Panikattacken, dazu gehört bekanntlicher Weise auch der Schwankschwindel der bei mir sehr ausgeprägt ist.
Immer bei der Landung oder dann wenn das Flugzeug eine Kurve fliegt kommt dieser Schwindel ganz intensiv! Ist das normal? Liegt das an den Druckverhältnissen oder etwas anderem, denn oft bin ich den Flug über beschwerdefrei nur beim landen und bei den Kurven wird es mir immer ganz anders. Kann ich außer Atemübungen was dagegen tun?
Sind die Flugbegleiter auf Panikattacken geschult? Ich hatte während eines Fluges mal ganz schlimme Attacken habe mich aber nicht getraut was zu sagen.
Oft habe ich auch das Gefühl im Flieger nicht richtig Luft zu bekommen, ist das nur ein Gefühl oder bekommt man in der Höhe weniger Luft?
über jede Anregung freue ich mich!

Danke Kati

Antworten:

Liebe Kati,

das mit dem Schwindel in der Kurve kenne ich. Liegt wohl auch daran, dass manche Menschen ein empfindlicheres Gleichgewichtsorgan als andere haben. Seitdem mir mal schlecht wurde, als ich den Eifelturm in Paris in Schieflage sah, gucke ich - wenn denn los geht - nicht mehr raus und gut.

Auf meinem letzten Flug habe ich, solange es ging, Musik gehört. Und das ziemlich laut. Mir hat das wirklich gut geholfen, weil ich mich damit ein bischen in eine andere Welt katapuliert habe. Meine Erfahrung mit der Atmung ist, je mehr man sich auf die Atmung konzentriert, umso mehr durcheinander geht es. Versuche Dich ganz bewusst mit etwas anderem abzulenken. Vielleicht kannst Du ein paar Rechenaufgaben im Kopf lösen oder du denkst an Freunde und Bekannte, versuchst Dich an deren Geburtstage zu erinnern und überlegst, was die vielleicht gerade machen. Oder verwickle andere Leute in Gespräche, kann ganz spannend sein. Du wirst diese Menschen eher nicht wieder sehen, sollen die doch halten von Dir, was sie wollen.

Ich denke schon, dass die Flugbegleiter geschult sind, ich habe bisher nie meinen Mund aufgemacht, außer einmal. Da habe ich mir direkt eine Beruhigungstablette bringen lassen. Bis heute glaube ich, dass es ein Placebo war. Psychologische Betreuung habe ich aber nie bekommen, trotz Zitteranfälle, Heulausbrüche und dergleichen. Ich denke, die FB´s greifen erst dann ein, wenn jemand körperlich aktiv wird oder anfängt laut zu schreiben und das kommt ja eher selten vor.
Weisst Du warum? Weil wir Flugänglichen viel mehr aushalten, als wir glauben...

Susan

von Susan - am 09.01.2007 20:48
Aber es gibt doch auf Flügen verschiedene Medikamente, die man im Notfall bekommen kann oder? So Anti-Übelkeitspillen und sicher auch Beruhigungsmittel oder?

von cosmicgirl - am 11.01.2007 12:37
Das kenne ich auch. Auch das Aufzuggefühl bei einer Höhenänderung. Aber da gewöhnt man sich dran. Dieses Gefühl ist nur schlimm, wenn man nicht damit rechnet. Wenn du es ein Paarmal mit Kurvenfliegen oder Höhenänderung in Zusammenhang gebracht hast, stört es kaum noch. Versprochen! Und ich bin selber beileibe nicht angstfrei, auch versprochen ;)

Wenn das passiert kannst du vielleicht das gleiche machen wie ich zu Anfang. Versuchen rasuzusehen, was da passiert, nach vorne lehnen, schwer atmen, an der Lehne festkrallen, Augen auf, Augen zu, schlucken. Alles durchprobieren, ob's hilft. Meistens ist man damit so beschäftigt, daß es dann auch schon wieder vorbei ist.

Bei meinen ersten Flügen bin ich beim Start fast "gestorben". Als erwachsener Mann kurz vor dem Heulen zu stehen ist was ganz tolles sage ich dir.. Inzwischen empfinde ich den Start als aufregend, unangenehm und ein wenig bedenkenerregend, aber nicht mehr panikmachend.

Nur Mut. Je öfter man fliegt desto besser wird es. Und die Aufregung ist vor dem Einsteigen am schlimmsten. Ist die Tür erstmal zu, ist der stressigste Teil schon rum.

von Alex - am 11.01.2007 12:56
Das komische ist das ich früher gerne geflogen bin, bin schon oft geflogen, nie hatte ich Probleme damit, im Gegenteil ich hatte mich früher drauf gefreut.
Seit ich mit Panikattacken zu tun hatte, habe ich Angst vor dem Fliegen weil ich wie gesagt den ganzen Flug über Panik hatte ich dachte ich müsse sterben.
Seitdem habe ich Problemebei der Landung ist es am schlimmsten! immer der Schwindel!
bald ist es soweit dann fliege ich wieder und ich habe soooo Angst!

LG

von Kati - am 10.02.2007 15:35

Steigflug

Hallo,

wie lange dauert eigentlich so ein Steigflug an? Fliege von FF nach Mailand, klar ist das nicht lange aber so ein paar Gedanken mach ich mir auch. Bin lieber mit beiden Beinen auf der Erde und kann mir schöneres wie Fliegen vorstellen.

Daniel

von Daniel - am 14.02.2007 20:34
Nur ein paar Minuten. Gegen Ende nimmt der Steigwinkel aber stark ab (am Anfang isses am stärksten). Und Wunder dich nicht, wenn es so aussieht, als ob der Flieger ständig steigt. So ein Paar Grad (ich glaube 3) die Nase nach oben ist normal.

von Alex - am 15.02.2007 09:05
Hallo Daniel,

so ein Steigflug dauert (je nach Reiseflughöhe, Gewicht des Fliegers, Wetter, etc.) in der Regel zwischen 10 und 30 Minuten. Manchmal kann es sich allerdings auch um einen so genannten Step Climb handeln. D.h. der Flieger steigt nicht ohne Unterbrechung auf seine Reiseflughöhe, sondern macht auf bestimmten Höhen kurze "Pausen". Dies kann z.B. am Verkehr liegen. Oder auch (bei Langstrecken) daran, dass der Flieger noch zu schwer ist, um auf seine eigentliche Reiseflughöhe zu kommen und dann erst auf einer niedrigeren Höhe etwas Sprit verbraucht, bis er weiter steigt.

EDIT @ALEX: Gleichzeitig-Post ;)

von www.erklaert.de - am 15.02.2007 09:06
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