Ich brauche Hilfe . Welche Angst habe ich ?

Startbeitrag von pinacolada am 18.05.2008 19:15

Hallo!

Ich flog als Kind mit 14 Jahren das erste Mal,was total aufregend und toll war.


Seitdem vergingen viele Jahre und ich flog mit 26 Jahren wieder nach Griechenland,England,Spanien,
Da bekam ich Tage vorher Angst und begann meine Freundin anzujammern und zu verfluchen weil sie ja "verantwortlich " für die Flugreise war.
Seitdem jedes mal der Terror vor dem fliegen.

Ich habe keine Angst vor dem Autofahren,Busfahren,Schiffsreisen,Bahnreisen,aber fliegen geht so gut wie gar nicht.
Ich kenne die Statistik aber meinem Verstand hilft das nichts.
Ich weiche dem fliegen aus um nicht die Beziehung zu gefährden, und um mich auf die Reise zu freuen.
Aber es gibt Ziele auf der Welt die mir verschlossen bleiben,sollte ich nicht "Heilung" finden.
Ich will fliegen aber die Angst ist mir das nicht wert.

Ich habe Angst vor dem Absturz denke ich, oder " Einsparungsmaßnahmen" so wie bei Southwest, die aus Profitgier das röntgen der Tragflächen als überflüssig sahen.
Mein Verstand ,tut sich mit der Tatsache schwer mit 900km/h in einer bestuhlten Alukonserve durch die Luft zu fliegen.
Beim Start habe ich Angst vor Impact eines Vogels ins Triebwerk, bei der Landung vor diversen Horrorszenarien .

Es macht mir auch zu schaffen das man nicht eben mal an den Pannenstreifen fahren kann.

Man bucht ja oft Monate im Vorraus ,das macht das ganze noch schlimmer,wenn ich daran denken muß.
Ich hätte oft mutige Tage wo ich mir denke ab in den nächsten Flieger Richtung Sonne,aber so spontanes kann ich mir nicht leisten.
Und das drumherum macht mich fertig, Stunden vorher zum Flughafen, warten,warten.
Wenn ich an einem guten Tag gleich in den Flieger springen könnte würde ich weniger darüber nachdenken was alles passieren könnte.

Vielleicht weiß jemand Rat oder mögliche Ursachen ?

Danke !


Antworten:

Hallo "Pinacolada",

bei der Überschrift Deines Postings wurde ich zunächst etwas stutzig. Denn was hilft es Dir, wenn Du die Bezeichnung Deiner Angst kennst, aber nichts ander Tatsache ändern kannst. Beim Lesen des Therads wurde aber deutlich, dass es Dir tatsächlich um die Ursachen geht.

Und genau das ist recht schwierig per Mail oder Forum zu ergründen. Denn die Fragen, die man als Therapeut wissen müsste, gehen teils ans "Eingemachte" und konfrontieren Dich vielleicht auch mit Situationen, die rein gar nichts mit dem Fliegen zu tun haben. Am besten also Hilfe Deines Vertrauens suchen und ein persönliches Gespräch verinbaren.

Nun mal zum eigentlichen Rat. Es bringt nichts, sich vor seiner Angst bzw. der Konfrontation mit der - ohne Zweifel irrational - unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen. Wer gegen seine Flugangst etwas tun will, muss aktiv werden. Manchmal dauert dieser Entschluss recht lang, will sagen: Die Frustration über die persönliche Unfähigkeit, nicht fliegen zu können, weil negative Gedanken Angst auslösen, muss so stark werden, dass Du Dich ärgerst und eine Änderung herbeiführen willst.

Wenn sich Dein Verstand mit Abläufen und Hintergründen der Fliegerei schwer tut, dann konfrontiere ihn mit (technischem) Faktenwissen. Man macht sich nur dann faldche Gedanken über etwas, wenn man die wahren Hintergründe nicht kennt. Du wirst erstaunt sein, denn Fliegen ist in der heutigen Zeit kein Wunder mehr, sondern recht trockene aber dadurch auch unabänderbare Physik.

Mach` Dir auch mal bewusst, an welchen Tagen Du die "guten Tage" erlebst. Was gibt den Ausschlag für die Gefühlsänderung?

Viele Grüße,

Marc


von Team_Beratung - am 19.05.2008 10:14
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