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DJOli007, bolek

TuS Wagenfeld - TV Neerstedt

Startbeitrag von DJOli007 am 12.01.2007 13:15

Wendt hat Qual der Wahl

TuS Wagenfeld empfängt TV Neerstedt / Michalski ganz heiß

WAGENFELD (mbo) Endlich: Handball-Oberligist TuS Wagenfeld kann bis auf Michal Bartnik (Kreuzbandriss) personell aus dem Vollen schöpfen, wahrscheinlich muss sogar zum Rückrunden-Auftakt ein Akteur pausieren. Das Schlusslicht erwartet am Sonntag (Anstoß 17.30 Uhr) den Tabellensechsten TV Neerstedt.

"Wir haben personell bessere Voraussetzungen als beim 24:32 im Hinspiel. Wir müssen vor allem unsere Heimspiele gewinnen, denn auswärts hängen die Trauben hoch", unterstreicht Wagenfelds Spielertrainer Robert Wendt. Er weiß, wo er die Hebel anzusetzen hat: "Wir müssen in die Abwehr mehr Aggressivität hineinbekommen und gleichzeitig auch noch cleverer agieren."

Wichtig ist, dass die Wagenfelder kompakt und defensiv stehen, denn die flinken Neerstedter (Durchschnittsalter 20,1) haben ihre Stärken im Spiel eins gegen eins. "Wir müssen das schnelle Spiel in der ersten und zweiten Welle verhindern und selbst ein gutes eigenes Angriffsspiel mit möglichst wenigen Fehlern aufziehen", erläutert der 38-jährige Grundschullehrer.

Dreh- und Angelpunkt beim TV Neerstedt ist Mittelmann Tim Schulenberg. Da sind im mittleren Abwehrblock Henning Fenker, Henning Hoffmann und Szymon Piechowiak gefordert. Sollten die Gastgeber mit einer offensiveren Deckungsvariante operieren, dann sollte Bernd König als Spitze den Radius von Tim Schulenberg einengen. Gefahr droht den Hausherren aber auch von den Rückraumakteuren Marcel Kasper und Stefan Timmermann sowie Linksaußen Andre Haake.

Wagenfelds Florian Michalski dürfte gegen seinen Ex-Verein "besonders heiß sein". Aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs wirkte der 30-Jährige in der Hinpartie nicht mit. Er weist zwar noch einen Trainingsrückstand auf, macht aber Fortschritte. So erzielte er zuletzt im BHV-Pokalspiel beim ATSV Habenhausen II (36:35-Erfolg) vier Tore. Einen ordentlichen Eindruck hinterließ da auch Neuzugang Marc Sandkühler. Der Ex-Bohmter stellt sich erstmals den Wagenfelder Zuschauern vor.

Vor allem Henning Fenker und Sören Lahmann nimmt Robert Wendt in die Pflicht: "Sie müssen einfache Tore erzielen." Denn die braucht der TuS Wagenfeld auf dem Weg zum Klassenverbleib.

[12.01.2007]

Quelle: Diepholzer Kreisblatt

Bis dann
Oliver

Antworten:

Der TuS Wagenfeld verliert verdient mit 28:36 (13:20) gegen den TV Neerstedt.

Bis dann
Oliver

von DJOli007 - am 14.01.2007 20:53

TuS Wagenfeld - TV Neerstedt Frage

Hi Olli.
Stimmt es dass Piechowiak wegen Schiedsrichterbeleidigung disqualifiziert wurde?
Wenn ja war es ein Bärendienst für die Mannschaft!!!
Ohne Ihn ist Wagenfeld noch leichter auszurechnen und aus dem Rückraum recht harmlos - und wenn Wendt auch nicht trifft....
Übrigens hätte ich es nicht gedacht, dass sich Wagenfeld von Neerstedt so deklassieren läßt.


von bolek - am 15.01.2007 17:39

Re: TuS Wagenfeld - TV Neerstedt Frage

Hallo!

Ja es stimmt, dass Szymon Piechowiak wegen SR-Beleidigung disqualifiziert wurde. Voraussichtlich wird er jetzt für drei Spiele gesperrt. Ohne ihn wird es schwer in den nächsten Begegnungen (Jever (A), Nordhorn (H), Horneburg (BHV-Pokal)).

Ich selbst hätte auch nicht gedacht, dass sie so "untergehen". Wenn sich diese Leistung in den nächsten Spielen wiederholt, dann wird es ganz schwer die Klasse zu halten...

Jetzt noch ein Bericht aus dem Diepholzer Kreisblatt, für alle die es interessiert:

Wagenfeld wie ein Absteiger

Handball-Oberliga: Schlusslicht wird vom TV Neerstedt deklassiert - 28:36 / "Angsthasenhandball"


Henning Fenker (beim Wurf) sorgte mit dem 1:0 für die erste und einzige Führung der Wagenfelder gegen den TV Neerstedt. Im weiteren Verlauf hatte das Oberliga-Schlusslicht aber deutlich das Nachsehen.
Foto: Borchardt

Von Michael Hiller

WAGENFELD In dieser Verfassung steigt der TuS Wagenfeld aus der Handball-Oberliga ab! Das Schlusslicht verlor gestern Abend vor 120 Zuschauern gegen den Tabellenfünften TV Neerstedt mit 28:36 (13:20), offenbarte dabei viele Schwächen. Die Gastgeber spielten fast ohne Deckung, produzierten mehrere technische Fehler und warfen etliche Fahrkarten.

Auch Wagenfelds Kreisläufer Bernd König schüttelte nach der desolaten Vorstellung nur mit dem Kopf: "Jetzt wird’s ganz schwer, in der Klasse zu bleiben." Selbst Dirk Franke, Trainer der Neerstedter, war "total enttäuscht" über das, was die Wagenfelder gestern auf das Parkett brachten: "Dafür finde ich gar keine Worte."

Dabei hatten sich die Hausherren in diesem wichtigen Spiel so viel vorgenommen. Doch es sollte anders kommen - und das 1:0 durch Henning Fenker die einzige Wagenfelder Führung im gesamten Spiel bleiben. "Bei uns war heute einfach gar nichts los", meinte ein sichtlich niedergeschlagener TuS-Trainer Robert Wendt. "Wir waren von der ersten Minute an unterlegen, das war deutlich zu sehen."

Und so zogen die Neerstedter ihr Spiel auf. Angeführt von Mittelmann Tim Schulenberg (8/3) und gestützt auf eine hervorragend arbeitende Abwehr mit einem gut aufgelegten Keeper Maik Haverkamp dahinter, rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Wagenfelder Tor, in dem weder Maik Schwenker noch Krzysztof Szczesny eine gute Figur machten. Über 8:2 (Andre Haake/10.) und 13:6 (Malte Grotelüschen/21.) war beim 17:8 durch Tim Schulenberg bereits in der 25. Minute die Vorentscheidung gefallen.

"Wir standen wieder in der Abwehr nicht aggressiv genug und kamen hier zu oft einen Schritt zu spät", analysierte Robert Wendt nach dem Spiel. Aber auch im Angriff lief beim Tabellenletzten kaum eine Aktion richtig rund: Drei Tore in der ersten Viertelstunde sprechen da eine deutliche Sprache. Linksaußen Florian Michalski brachte es auf den Punkt: "Wir waren zu nervös, das war Angsthasenhandball!"

Der desolate Auftritt der Heimmannschaft setzte sich nach dem Seitenwechsel nahtlos fort. Kaum eine Aktion hatte Hand und Fuß, so dass es für die Neerstedter eine leichte Übung war, ihren Vorsprung beim 26:16 (41.) erstmals auf zehn Treffer auszubauen und wenig später sogar auf 30:18 (47.) durch den quirligen Rechtsaußen Bastian Carsten-Frerichs auszubauen. Zu diesem Zeitpunkt wechselte Gäste-Trainer Franke bereits munter durch, was den Gastgebern unter dem Strich wohl ein echtes Debakel ersparte.

Der Hattrick von Wendt (7) zum 21:30 (49.) war anschließend nur Ergebniskosmetik und läutete keine Aufholjagd mehr ein. "Dafür hätte schon alles passen müssen", gestand der Spielertrainer. Gerade in puncto Einstellung passte es bei den Wagenfeldern aber nicht, denn ein echtes Aufbäumen war - mit Ausnahme von Rechtsaußen Mike Schwalbe (4) - nicht zu spüren.

Einen "Bärendienst" erwies darüber hinaus Szymon Piechowiak seiner Truppe: Es passte fast schon ins Bild, als er zwei Minuten vor Schluss mit seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste und sich zu einer Beleidigung gegenüber den Schiedsrichtern Hollje/Erlach (Edewecht) hinreißen ließ. Die Folge: Eintrag im Spielbericht und "eine Sperre von drei Spielen", vermutete ein verärgerter Robert Wendt. Solche Aktionen machen es den Wagenfeldern natürlich noch schwerer, um am Ende im Abstiegskampf der Oberliga zu bestehen...

[15.01.2007]

Bis dann
Oliver

von DJOli007 - am 15.01.2007 20:08
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