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vor 9 Jahren, 1 Monat
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doncocotti

TVC - Horneburg 38:37

Startbeitrag von doncocotti am 16.03.2009 10:37

Hallo,
hier zwei Presseberichte zum Spiel TVC - Horneburg.
Der 38:37-Sieg für den TVC war wirklich etwas glücklich - auch weil man im zweiten Durchgang komplett einem Rückstand hinterherlief. Aber der TVC hat nicht aufgegeben und wurde dafür belohnt.

Und die Klagen von Horneburger Seite über die Pfiffe der Schiedsrichter mögen vielleicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten, sind aber nicht ganz nachvollziehbar. Wer sich in der Schlussphase mit einer völlig gerechtfertigten roten Karte und einer Zeitstrafe wegen Meckerns selber so schwächt, kann das nicht nur auf die SR schieben. Schon gar nicht, wenn man dieses Gespann kennt und sich somit auf die Regelauslegungen (die konsequent in einer Linie gepfiffen werden) einstellen kann. Dass dreimal Zeitspiel angezeigt wurde war zudem eine logische Konsequenz aus dreimaligem aufreizend langsamen Ausführen des Anwurfes. Zuvor hat es auch nie so lange gedauert und so war es zu erwarten, dass die SR darauf reagieren.

Dass der letzte Wurf von Karl Niehaus dann den Weg durch Mann und Maus in die Maschen findet war etwas glücklich, aber auch logisch. Denn gegen seine verdeckten Würfe haben beide VfL-Torhüter zu keiner Zeit ein Mittel gefunden.

Weitere Berichte auf der HP des VfL Horneburg.

Schöne Woche!


Niehaus sichert „Sieg der Leidenschaft“
Horneburg mit 38:37 geschlagen

Cloppenburg (db) – Handball-Oberligist TV Cloppenburg hat sich in einem spannungsgeladenen Spiel gegen den VfL Horneburg hauchdünn mit 38:37 (18:15) durchgesetzt und damit nach drei Niederlagen hintereinander wieder gepunktet. Der Siegtreffer gelang dem herausragenden Karl Niehaus quasi mit dem Schlusspfiff. Damit rückt der TV Cloppenburg zumindest für 24 Stunden wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor.

„Wir hatten aufgrund der personellen Situation eigentlich keine Chance. Aber die haben wir genutzt. Das war ein Sieg des Willens und der Leidenschaft. Karl Niehaus hat das Spiel seines Lebens gemacht“, fasste ein nach dem Abpfiff noch unter Strom stehender TVC-Trainer Andreas Roßberg die 60 Minuten zusammen. Die Gastgeber mussten auf Lars Osterloh (Muskelfaseriss) und Patrick Schlömer (Verdacht auf Bandscheibenvorfall) verzichten. Damit war im Grunde der Rückraum weggebrochen. Zumal auch Alexander Horst nur eingeschränkt zur Verfügung stand. Wegen seiner langwierigen Schulterproblemen stand „Esko“ zwar wieder im Kader, konnte aber nur im Angriff auf der linken Rückraumposition agieren. Ein Einsatz in der Abwehrmitte war ausgeschlossen. Um die personellen Nöte ein wenig zu lindern, reaktivierte Roßberg Torsten Landwehr.

In den ersten 30 Minuten lag der TVC stets leicht in Führung. Den knappe Vorsprung brachte Cloppenburg mit einem 18:15 in die Kabine.. „Oldie“ Enno Rüscher und Karl Niehaus erwiesen sich in erster Linie als Torgaranten. Mit Beginn des zweiten Abschnitts hatten sich die Gäste besser auf die Cloppenburger Spielweise eingestellt, glichen nicht nur aus, sondern setzten sich teilweise auf drei Tore ab.

Bis zur 57. Minuten hatte die Führung der Horneburger bestand. Beim Spielstand von 36:34 schien der Sieg schon fast in trockenen Tüchern. Doch nun schwächten sich die Gäste unverständlicherweise selbst. Zunächst sah Timo Meyn nach einer rüden Attacke die rote Karte und nur wenige Sekunden später kassierte Jens Westphal wegen Meckerns eine Zeitstrafe. Die Roßberg-Sieben, die nie aufsteckte, witterte ihre Chance. Angetrieben von der stimmgewaltigen Kulisse steigerten sich die Gastgeber, während Horneburg seine Linie verlor und prompt jeglichen Druck im Aufbauspiel vermissen ließ, sodass die Spielleiter Hofschröer und Hüsemann (Bentheim-Gildehaus) gleich drei Mal auf Zeitspiel entschieden.

„Hier sind wir klar benachteiligt worden. So etwas habe ich in 25 Jahren Handball noch nie erlebt“, haderte Gästetrainer Stefan Hagedorn mit dem Schiedsrichtergespann. Der noch frische Florian Smarsli schaffte den Gleichstand und die 37:36-Führung in der 59.Minute. 13 Sekunden vor dem Abpfiff glich Brumpreuksch für Horneburg aus. Mit der letzten Aktion, gleichzeitig seinem zwölften Treffer, sorgte Karl Niehaus für den finalen Höhepunkt. Die Halle tobte und die Zuschauer feierte ndie Mannschaft nach dem glücklichen Erfolg.

„Wir haben den Sieg mehr gewollt und waren läuferisch mehr bereit. Wenn ich darf, gebe ich mir Mühe, dass es gut läuft“, fasste Routinier Enno Rüscher das Spiel und seine starke Leistung zusammen. Während Andreas Roßberg stolz und zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft war, zürnte Gäste-Trainer Hagedorn in erster Linie mit den Unparteiischen: „Die Schiedsrichter haben in das Spiel eingegriffen. Das Spiel war ein Spiegelbild der laufenden Saison. Pleiten, Pech und Pannen setzten sich weiter fort. Cloppenburg nutzte die schnelle Mitte und kam zu vielen einfachen Toren. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Quelle: www.mt-news.de


Karl Niehaus wächst über sich hinaus
HANDBALL-OBERLIGA Ersatzgeschwächter TVC überzeugt als Team und gewinnt gegen Horneburg 38:37

DIE CLOPPENBURGER ZEIGTEN IN EINEM AUFREIBENDEN SPIEL ERNEUT KAMPFGEIST. DIE GÄSTE BEKAMEN DEN EIN-MANN-RÜCKRAUM KARL NIEHAUS NIE IN DEN GRIFF.

VON OSKAR GROTE

CLOPPENBURG - Spannung, Hektik, Kampf, Tempo und ein Happy End – all dies hatte die starke Handball-Oberligapartie zwischen dem gastgebenden TV Cloppenburg und dem Regionalliga-Absteiger VfL Horneburg zu bieten. Am Ende durfte der TVC über einen glücklichen 38:37-Sieg jubeln. Das Glück hatten sich die Gastgeber hart erarbeitet. „Man muss dem Team einfach ein Kompliment machen. Wir waren fast schon tot, haben die Partie dann aber doch noch gedreht. Das war klasse“, lobte TVC-Trainer Andreas Roßberg.

Damit spielte Roßberg auf die spannende Schlussphase an. Drei Minuten vor dem Ende hatten die Gäste, die mit lediglich acht Feldspielern – aber gleich drei ehemaligen Zweitliga-Akteuren – angetreten waren, mit 36:34 geführt. Nicht einmal zwei Minuten später führte dann aber der TVC durch Tore von Alexander Horst und Florian Smarsli (2) mit 37:36. Horneburg glich 17 Sekunden vor dem Ende noch einmal aus. Zum letzten Wurf der Partie setzte schließlich der beste Mann auf dem Feld an: Karl Niehaus. Der Cloppenburger, der bei 15 Versuchen zwölfmal erfolgreich gewesen war, traf drei Sekunden vor dem Abpfiff aus zwölf Metern Entfernung mit einem Schlagwurf und wurde danach unter einer jubelnden Spielertraube begraben. „Der Sport schreibt die schönsten Geschichten. Karl hat das erste und letzte Tor der Partie geworfen“, freute sich Roßberg.

Dabei hatte Niehaus es im Spiel nicht leicht gehabt – war er doch quasi der einzige Rückraumspieler, da die Cloppenburger auf Lars Osterloh und Patrick Schlömer verzichten mussten. Schlömer hatte nach zehn Minuten des Aufwärmens wegen starker Rückenschmerzen abgewunken und damit Roßbergs Vorahnung bestätigt, der Torsten Landwehr aus der Reserve in den Kader geholt hatte. Landwehr habe sogar in Kauf genommen, den Beginn einer Feier zu verpassen, um aushelfen zu können.

Und das sollte sich lohnen: Die „Aushilfe“ trug sich sogar einmal in die Torschützenliste ein. Gleich neunmal traf Routinier Enno Rüscher. Der war zumeist aus dem Tempospiel heraus oder nach tollen Pässen von Alexander Horst, der wegen seiner Schulterverletzung nur im Angriff eingesetzt wurde, erfolgreich.

Das hohe Tempo brachte den TVC letztlich auch auf die Siegerstraße. Während Horneburg Defizite in der Rückwärtsbewegung offenbarte, drückte die Heimmannschaft gnadenlos aufs Tempo. Mit dieser Taktik und einem starken Ulf Duda im Tor spielten sich die Gastgeber eine 18:15-Pausen-Führung heraus.

„Wir mussten im ersten Durchgang wegen unserer personellen Probleme ans Limit gehen und wussten, dass der zweite Durchgang noch eine harte Nummer werden würde“, sagte Roßberg. Und er sollte recht behalten: Der TVC hielt zwar weiter das Tempo hoch, allerdings produzierten die Cloppenburger nun viele Fehler. Horneburg übernahm die Führung (22:21, 36.) und hielt diese bis in die Schlussphase.

Dass es für die Gäste dennoch nicht zum Sieg reichte, lag dann auch an ihrer Diszi-plinlosigkeit. Timo Meyn pflückte Karl Niehaus drei Minuten vor dem Ende aus der Luft und sah die Rote Karte. Kurz darauf kommentierte Jens Westphal eine Schiedsrichterentscheidung und bekam zwei Minuten. Diese Steilpässe nahm der TVC auf und drehte die Partie. „Das war schon nervenaufreibend, aber die Mannschaft hat nie den Kopf in den Sand gesteckt. Dafür wurde sie belohnt“, freute sich Roßberg.

Quelle: www.nwz-online.de

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