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Forum der Handball-Oberliga Nordsee
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Carsten Welker, DJOli007, pauker71

Ergebnisse aus Neerstedt und Habenhausen

Startbeitrag von pauker71 am 14.01.2006 22:31

Hallo, liebe Gemeinde,

der TV Neerstedt bringt laut SIS dem SV Beckdorf beim 25:24 die erste Niederlage bei !
Was war los ?

Habenhausen gewinnt nach 14.14 zur HZ, noch klar 34:30 gegen Tus Wagenfeld.

Schönen Sonntag und

Gruß vom
pauker

Antworten:

Re: Ergebnisse aus Neerstedt und Habenhausen/Bericht Habenhausen

Hallo.
Dieser Bericht ist sehr lang. Tschüss.




ATSV Habenhausen : TuS Wagenfeld 34:30 (14:14)


Die kleine Raupe Nimmersatt

Nachts im Mondschein lag auf einem Blatt ein kleines Ei. Und als an einem schönen Sonntagmorgen die Sonne aufging, hell und warm, da schlüpfte aus dem Ei – knack – eine kleine hungrige Raupe. Diese war eine Reinkarnation (denn sie glaubte daran) eines ehemals existierenden Menschen, der nicht nur Mitglied im Schützen-, sondern auch im Kaninchenzüchter- Sport- Skat- Schach- und gaaanz vieler anderer Vereine war. Deshalb nannte sich die kleine Raupe auch nicht Bernalotte oder Karl oder so, sondern ATSV Habenhausen. Da wohnte sie nämlich, in der Sporthalle (nachdem sie draußen geboren wurde), wo es erstens schön warm war und zweitens der Hallenboden so glatt, dass es eine reine Freude war darauf rumzurutschen und mit eine bisschen Stolz auf die anderen Raupen zu gucken, die nun mal gar nicht so Schlittschuhlaufen können weil sie so stumpfe Böden haben. Außerdem war sie tief verbunden mit der Männermannschaft des gleichnamigen Vereins, der proportional mit dem Hunger unseres kleinen tierischen Freundes einen Heißhunger auf Erfolg entwickelt hat, der sie erstens y und zweitens x.

So auch im Spiel gegen den TuS Wagenfeld, ein Verein, der sich im letzten Spiel der Vorrunde anschickte, diese schon schön zu nennende Siegesserie des ATSV zu stoppen und dem Hunger einen kleinen Dämpfer zu versetzen. Und die Vorzeichen waren gut. Weder die kleine Raupe, die völlig artuntypisch einen Winterschlaf gehalten hat und nun schon seit neun Spielen frisst, noch die frisch aus der Winterpause kommenden eingerosteten Knochen samt zugehörigem menschlichem und kognitiven Material des heimischen Vereins waren anfangs in der Lage, die lange Pause aus den Gliedern zu schütteln.
So produzierte der Gastgeber diverse haarsträubende technische Fehler, Fehlwürfe dazu, während die anderen auch viel verwarfen, es demzufolge ein recht grausig zu nennendes Spiel sich im Bunnsacker-Dome abzeichnete. Da konnte der kleinen Raupe glatt der Appetit vergehen, doch wie der Zufall es will sind Menschen aus Raupensicht in erster Linie wunderbare Fressbelieferungsstationen (und zweitens Lebensgrundlagenzerstörer, aber dies ist nur ein mittelbarer Prozess, dessen Kausalität sich nicht so leicht herstellen lässt wie ein herrliches Stück Birne, das weggeschmissen wird), und so sah die kleine Raupe ein nicht fertig gegessenes Stück Apfelsine und daneben – was für ein schöner Planet – einen beinahe vollständigen schönen Apfel, das jemand in der Kabine nicht in den Mülleimer geworfen hatte. Mmmmh, lecker und gut gestärkt fühlte sich da die kleine Raupe, und schwupps, von der Kabine bis zur Halle dauert es ebenfalls nicht lange (s.o.), stand es in der 40. Minute schon recht klar für den ATSV. Leider hatte die kleine Raupe diese Phase verpasst, aber da sie lesen kann hoffe ich, sie wird diesen Bericht bemerken, der das Spiel chronologisch präzise nachzeichnet.
Also: in der 32. Minute bekommt Piechowiak von Wagenfeld eine rote Karte nach seiner dritten 2min-Strafe. Die vorher verschossenen Bälle wurden nun klassisch ins Tor gedroschen, wobei sich dort Derk Marien und Bruno Schierenbeck hervortaten. Die Torhüter Wagenfelds, in der ersten Halbzeit wirklich gut, bekamen in der zweiten Hälfte nichts mehr zu fassen, unsere Abwehr war sowieso recht gut eingestellt, Robert Wendt hatte augenscheinlich auch Probleme mit seinen Wacklern wegen des Bodens, und nur ein Superschütze, nämlich der LA Bartnik, sind dann doch zu wenig gegen eine homogener besetzte Mannschaft. Hinzu kam ein irrer Positionstausch zwischen den Wagenfeldern Akteuren, einer von denen ist in zwanzig Minuten glaube ich auf fünf verschiedenen Positionen herumgeirrt, und spätestens beim 33:25 war dann, nach ungefähr 12 Minuten guten Handballs vom Gastgeber, das Spiel entschieden. Die anschließende arrogante Spielweise gefiel nicht nur der kleinen Raupe nicht, sondern ärgerte auch unseren Trainer Dirk, der zur Freude der Zuschauer beim 33:29 in der 60. Minute noch ein Time-out nahm. Nach Spielende jedoch war alles gut, und manche Menschen behaupteten, beim Auslaufen einen wunderschönen Schmetterling in der Halle gesehen zu haben, der irgendwie zu lächeln schien.



von Carsten Welker - am 15.01.2006 10:41

Und das schreibt der Weser-Kurier


Erneut glänzende Vorstellung von Torwart Carsten Welker
HABENHAUSEN (ELO). Diese Woche verlief ganz nach dem Geschmack von Habenhausens Spielertrainer Torsten Uhlenberg: Erst zogen die Südbremer in der fünften und letzten Handball-Pokalrunde mit dem Regionalligisten TSV Bremervörde das wohl lösbarste Heimlos (vermutlich am 5. Februar, 17 Uhr), dann setzte sich der ATSV auch noch im Oberliga-Punktspiel zu Hause gegen den Tabellenfünften TuS Wagenfeld mit 34:30 (14:14) durch und kletterte damit in der Tabelle auf den zweiten Rang. "Ich bin schlichtweg zufrieden, da an diesem Tag auch die Konkurrenz für uns gespielt hat", strahlte der Habenhauser Spielertrainer mit seinem Team um die Wette. Der ATSV hatte sich gegen den starken Aufsteiger zwar lange Zeit mächtig strecken müssen, hatte am Ende aber dann doch den längeren Atem auf seiner Seite.

Anfangs hatte dem Gastgeber zwar noch die Wagenfelder Rückraum-Kreis-Achse Robert Wendt/Bernd König mächtig ins Trudeln gebracht, doch als der polnische TuS-Rückraumschütze Szymon Piechowiak nach 32. Minuten die dritte Zeitstrafe erhielt, war es um die Niedersachsen geschehen. Ihnen fehlten schlichtweg die personellen Alternativen.

Beim neuen Tabellenzweiten klappte hingegen vor allem im Torabschluss deutlich mehr als im ersten Durchgang, in dem er sich noch zehn schlimme Fahrkarten erlaubt hatte, so dass sich der ATSV deutlich auf 32:24 (54.) absetzen konnte. In seinem vorletzten Auftritt im Habenhauser Dress, er liefert am kommenden Sonnabend zu Hause gegen das Schlusslicht HSH Neuenburg/Bockhorn sein Abschiedsspiel, bevor es ihn nach Spanien verschlägt, lieferte Schlussmann Carsten Welker wieder einmal eine Top-Partie. "Er wird uns sehr fehlen", weiß Torsten Uhlenberg schon jetzt. Seine Mannschaft ist inzwischen jedoch mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge absolut gefestigt (15:3 Punkte) und kann daher den künftigen Aufgaben durchaus gelassen entgegen sehen.

Tore für den ATSV Habenhausen: Schierenbeck (8/4), Marien (6/1), Osten (5), Moock, Lange (je 4), Wachsmann, Schumacher (je 3), Wagner (1).



von Carsten Welker - am 15.01.2006 17:43

Und hier der Bericht aus dem Diepholzer Kreisblatt

Piechowiaks Rote Karte Knackpunkt
Wagenfeld verliert nach schwacher zweiter Hälfte in Habenhausen 30:34

Bartnik und König Lichtblicke

WAGENFELD (mbo)Handball-Oberliga-Neuling TuS Wagenfeld verlor am Sonnabend nach einer schwachen Leistung in der zweiten Halbzeit beim Tabellenzweiten ATSV Habenhausen II mit 30:34 (14:14). Knackpunkt der Partie: Gleich nach der Pause sah Szymon Piechowiak nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (32.). Über diese Aktion ärgerte sich Wagenfelds Spielertrainer Robert Wendt: "Das war ein dummes Foul. Dadurch fehlte uns ein Eckpfeiler. Den Ausfall von Szymon konnten wir nicht kompensieren."

Mit dem Polen gestalteten die Gäste die erste Hälfte ausgeglichen. Sie führten durch Marcel Husmann in der Anfangsphase mit 5:3 (9.), doch gegen Ende der ersten Halbzeit lagen sie mit 11:13 (24.) zurück. Robert Wendt (Siebenmeter verwandelt) und Bernd König glichen zum 13:13 (28.) aus.

Nach dem Wechsel stellte der Aufsteiger seine Abwehr von 5:1 auf 6:0 um, aber dann kassierte Piechowiak eingangs erwähnte Rote Karte. "Uns fehlten die Alternativen", unterstrich Wendt.

Da die Wagenfelder nicht aggressiv zupackten, zogen die Gastgeber, bei denen der Ex-Brinkumer Stephan Schwarzer wegen Erkrankung passen musste, mit den Haupttorschützen Torben Schierenbeck (8/4), Derk Marien (6/1) und André Lange (5) entscheidend von 19:18 (40.) auf 23:19 (46.) davon. Spätestens beim Stand von 32:24 (54.) war die Begegnung gelaufen.

"In der zweiten Halbzeit war’s von uns eine schwache Leistung. Die Abwehr hat die Torhüter im Stich gelassen", hakte Robert Wendt das Spiel ab. Eine ordentliche Vorstellung bescheinigte der 37-Jährige Linksaußen Lukasz Bartnik (7) und Kreisläufer Bernd König (6).

[16.01.2006]

Tore für den TuS Wagenfeld: Wendt (7/2), Bartnik (7), König (6), Lahmann (4), Piechowiak, Fenker, Husmann (je 2)

Bis dann
Oliver


von DJOli007 - am 16.01.2006 18:14
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