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Forum der Handball-Oberliga Nordsee
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Argos, Hinnerk, Pumpe

...es gibt gute Verlierer.....und es gibt Beckdorf.

Startbeitrag von Pumpe am 15.01.2006 05:43

Neerstedt -Beckdorf 25:24

Das Spiel an sich verlief eigentlich ohne besondere Höhepunkte.
Neerstedt spielte eine aggressive 6:0, die die Gäste ein ums andere Mal vor scheinbar unlösbare Probleme stellte. Die Rückraumachse um Stanescu und Völkers kam kaum zum Zuge, lediglich Thomas Holst hatte einen guten Tag erwischt und düpierte den Neerstedter Torhüter desöfteren mit schönen Hebern.
Neerstedt ging mit einer 2- Tore Führung in die Pause .
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Die Beckdorfer Angriffsbemühungen blieben in der engagierten TVN- Abwehr hängen und wenn nicht, dann parierte der in der zweiten Hälfte überragende Maik Haverkamp im TVN- Gehäuse.
Nach zwischenzeitlicher 4 Tore Führung des TVN wurde es am Ende nochmal knapp, als Beckdorf 10 Sekunden vor Schluss den Ausgleich markierte. Der kurz zuvor eingewechselte A- Jugendliche Bastian Carsten- Frerichs machte jedoch alles klar, und entschied mit seinem zweiten Treffer das Spiel nach schnellem Anwurf für den TVN.
An dieser Stelle ist noch zu erwähnen, dass die Schiedsrichter viele Entscheidungen zu Gunsten des SV Beckdorf fällten. 8:0 Zeitstrafen für den TVN und eine rote Karte sprechen Bände, während Beckdorf gerade mal 2 gelbe Karten zu sehen bekam, und dass die Jungs in der Abwehr keine Jungs von Traurigkeit sind, dürfte allgemein bekannt sein.

Nun ja, wie gesagt, eigentlich ein Spiel ohne besondere Höhepunkte.
Aber dann gings los. Stein des Anstosses: Der Ball!
Der Ball war schuld! Die dumme Sau!
"Ball zu klein!" wetterte Kaucikas. Später weigerte er sich an der Pressekonferenz teilzunehmen. Unqualifizierte Kommentare ist man von dem Mann ja gewohnt, aber jetzt kommt auch noch ein unqualifizierter Einspruch dazu, den hat Beckdorf nämlich eingelegt.
Also: Der Ball war gelb, ConSport, Größe III. Problem war wohl eher, dass ohne Backe gespielt werden musste, aber damit musste sich Neerstedt genauso auseinander setzen. Neerstedt hat sogar mit dem gleichen Ball gespielt.
Ich fasse zusammen:Eine Mannschaft, die aufsteigen will, Tabellenführer ist und als haushoher Favorit nach Neerstedt kommt, gibt dem Ball die Schuld für eine Niederlage!

Ich weiss noch, dass hier mal aus der Beckdorfer Ecke den Neuenburgern vorgeworfen wurde, dass sie schlechte Verlierer seien.
Was ist dann Beckdorf?
Ich denke ein bisschen weniger Arroganz und mehr Respekt vor dem Gegner vor einem Spiel sollte in Zukunft weiterhelfen. Dann klappt auch mit dem Ball....

Antworten:

Neerstedt schlägt den Tabellenführer

NEERSTEDT. "Ich hab gesehen, dass die Beckdorfer alle stehen geblieben sind, da bin los gelaufen", sagte Bastian Carsten-Frerichs. Die Handball-Partie in der Oberliga Nordsee war fast zu ende, wenige Sekunden waren noch zu spielen, zwischen dem TV Neerstedt und dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer SV Beckdorf stand es 24:24. Und Carsten-Frerichs bekam den Ball, lief mutterseelenallein auf SV-Torwart Thorsten Detjen zu. "Ich dachte, ich springe jetzt einfach so weit ich kann." Er flog durch den Kreis und bugsierte den Ball zum 25:24 (12:10)-Sieg für Neerstedt ins Netz.Der 17-Jährige wurde anschließend von einer großen Zuneigungswelle aller Neerstedter überspült, alle wollten den A-Jugendspieler herzen. Die Freude war riesig, nachdem sich irgendwie schon alle damit abgefunden hatten, dass sie nur einen Punkt bekommen würden. Vor allem die Beckdorfer, die sich nach dem 24:24-Ausgleich durch ihren Kreisläufer Markus Bowe freuten, als wären sie vorzeitig Meister geworden. Was vielleicht daran lag, dass die Gäste in Neerstedt ein schlechtes Spiel gemacht haben, zwischenzeitlich sogar schon mit 13:19 hinten lagen (42.) und wie der sichere Verlierer aussahen. Deswegen waren sie also so glücklich über den mehr als schmeichelhaften Ausgleich. Mehr als ein Punkt wäre für den Klassenprimus aber auch zu viel gewesen. Denn wie ein Sieger sah die Mannschaft von Trainer Jonas Kaucikas nie aus. Der ach so gefürchtete Rückraum, mit klangvollen Namen wie Stefan Völkers und Bogdan Stanescu bestückt, blieb blass. Acht Tore erzielten die beiden nur zusammen. Spielentscheidend war aber auch die exzellente 6:0-Deckung der Neerstedter. Vor allem der Mittelblock mit Tomislav Delinac und Malte Grotelüschen stand sicher wie ein Bollwerk.Und es wirkte ganz so, als wenn die Gäste die bisher nur einen Minuspunkt auf ihrem Konto stehen hatten, die Gastgeber unterschätzt hatten. Doch die Neerstedter kämpften, wurden dafür auch acht Mal mit einer Zeitstrafe bedacht, während Beckdorf null erhielt. Zusätzlich musste Neerstedt auch noch eine Rote Karte gegen Stefan Timmermann verkraften (51.) - aber vielleicht war sie sogar der entscheidende Glücksfall für den TVN. Denn nun musste Bastian Carsten-Frerichs auf Rechtsaußen spielen...Tore für den TV Neerstedt: Schulenberg (8/2), Delinac (4), Grotelüschen (4/1), Baris (3), Brinkmann (3), Carsten-Frerichs (2), Timmermann (1).

aus: [www.weser-kurier.de];

von Argos - am 15.01.2006 19:23
Tach zusammen,

bin hier nur als "Mitleser" engagiert, aber den Einspruchsgrund, wie vorgehend genannt, finde ich schon interessant, zumal ein SR- Gespann anwesend war, die zumindest in den Handball-SR- Foren mit Regelkenntnis glänzen. Sollten sie tatsächlich vorher vergessen haben, den Ball zu überprüfen?- Kaum vorstellbar !!!

Für alle Nicht- SR: Nicht das, was auf dem Ball draufsteht, sondern was er tatsächlich an Umfang hat, ist massgebend. Ein Massband sollte man als SR schon dabei haben und gegebenenfalls nachmessen.- Vor dem Spiel zweckmässigerweise.- Und zweckmässigerweise klärt man auch vor dem Spiel, ob alle Beteiligten mit dem Ball einverstanden sind, dann hat man hinterher nicht solch ein Theater.


von Hinnerk - am 16.01.2006 01:28

Beschwerde über angeblich zu kleinen Ball
Der SV Beckdorf hadert mit dem Spielgerät, darf kein Harz verwenden und findet keine Einstellung
Von unserem Mitarbeiter
Andreas D. Becker

NEERSTEDT. "Das ist kein Ball." Jonas Kaucikas, der Trainer des SV Beckdorf, bis Sonnabend, kurz vor 21 Uhr, niederlagenfreier Tabellenführer der Oberliga Nordsee der Männer, war schon vor dem Anpfiff mit dem Spielgerät, das der gastgebende TV Neerstedt stellte, nicht einverstanden. Und später, nach der - wie bereits im KURIER am SONNTAG berichtet - 24:25 (10:12)-Niederlage, spielte besagter Handball noch einmal eine Rolle.Kaucikas war offensichtlich ziemlich angefressen. Deswegen erschien er als erster Trainer auch nicht zur Pressekonferenz, sondern verbrachte viel Zeit mit dem Schiedsrichtergespann Wagener/Wagener. Er legte Einspruch ein, weil - und nun wird es doch langsam unangenehm - der Ball angeblich zu klein gewesen sei. Neerstedts Trainer Dirk Franke wurde ein bisschen zynisch, als er darüber redete. "Wir spielen mit einem Kempa III", sagte er schließlich. Und der entspricht sämtlichen Richtlinien."Beckdorf hatte noch ein anderes Problem, weil sie nicht mit Backe spielen durften", sagte Tomislav Delinac, der zusammen mit Malte Grotelüschen einen ziemlich guten Part im Mittelblock spielte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der gefürchtete Beckdorfer Rückraum mit Stefan Völkers und Bogdan Stanescu nicht wirklich zum Zuge kam. Seit der Renovierung darf in Neerstedt kein Harz verwendet werden. "Offensichtlich kamen die Beckdorfer damit nicht zurecht", meinte Delinac.Und ganz offensichtlich hatte Beckdorf den TV Neerstedt unterschätzt. Es sah ganz so aus, als wenn sie ohne größeren Kraftverschleiß die zwei Punkte mitnehmen wollten. "Doch gegen den Tabellenführer bist du natürlich besonders motiviert", erzählt der 24-jährige Rückraumspieler, der sich selber vier Mal in die Torschützenliste eintrug. Entsprechend beherzt ging Neerstedt zur Sache, musste wegen acht Hinausstellungen und einer Roten Karte gegen Stefan Timmermann (51.) 18 Minuten in Unterzahl spielen."Wir haben das Potenzial, um weiter oben zu stehen. Uns fehlt nur die Konstanz, aber wir sind ja noch eine junge Mannschaft", sagt Delinac. Und die Mannschaft hat, das zeigte auch die Beckdorf-Partie, in den vergangenen anderthalb Jahren mächtige Fortschritte gemacht. Das lässt für die Zukunft hoffen. "Denn so weit ich weiß, wollen alle bleiben", sagt der Jurastudent, der selber auf jeden Fall in Neerstedt bleiben möchte.

aus: weser-kurier-online

von Argos - am 16.01.2006 06:43
Erste Niederlage für SV Beckdorf

BECKDORF

Vielleicht war es der berühmte Warnschuß, um uns die Augen zu öffnen, daß es nicht so einfach weitergeht wie in der Hinrunde", sagte Sven Jonas, Manager der Handballmänner des SV Beckdorf. Der bis dato ungeschlagene Tabellenführer der Oberliga Nordsee verlor beim TV Neerstedt mit 24:25 (10:12). Sechs Sekunden vor dem Abpfiff fiel der entscheidende Treffer für die Gastgeber.

Beckdorf fehlte es im ersten Punktspiel nach der Pause an Konzentration und Siegeswillen. Schon vor der Partie hatte der Ball für Unruhe gesorgt. "Statt 58 bis 60 Zentimeter Umfang hatte der Ball nur 56 Zentimeter", sagte Jonas. Aber auch wenn die Schiedsrichter nach der Partie den Fehler aufdeckten, will der Manager das ungewohnte Spielgerät nicht als vorrangigen Grund für die Niederlage gelten lassen. "Ein Handballer muß mit jedem Ball spielen können", so Jonas. Zufall? Die Haupttorschützen Stefan Völkers und Bogdan Stanescu warfen diesmal je nur vier Tore.

[www.abendblatt.de]

von Argos - am 17.01.2006 15:47
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