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Validierung 2013 Belastungsausgleich

Startbeitrag von Validierter am 14.06.2013 19:01

hallo

hab ne Mail bekommen von der Gdf daß fünf EBG plus vier Tower runtergestuft werden, blos es steht nirgends WELCHE.

wer kann helfen?

habe heute keinen GDFler auf der Arbeit angetroffen, niemand wusste näheres, bin nun im Wochenende.

Antworten:

Bis jetzt gibt's nix offizielles und ich denke, das wird sich bis nach dem Wochenende auch nicht ändern. Von daher würde ich vorschlagen: Abwarten, sobald die entsprechenden Gremien zugestimmt haben, wird ein Ergebnis veröffentlicht werden.

Angenehmes Wochenende

von auch Validierter - am 15.06.2013 07:50
und wer wird dafuer hochgestuft?:rolleyes:

von muci - am 15.06.2013 23:26
Niemand. Ich hatte ja gehofft, bei dem Stress im letzten Jahr auf unserer Kanzel ...

von TowerSaarbrücken - am 16.06.2013 00:20
Zitat
muci
und wer wird dafuer hochgestuft?:rolleyes:


Also bitte, wir müssen sparen!!!

von Verständnisloser - am 17.06.2013 04:49
Zitat
Verständnisloser
Zitat
muci
und wer wird dafuer hochgestuft?:rolleyes:


Also bitte, wir müssen sparen!!!


Bevor es wieder zum Klamauk wird:
- Da der Verkehr wohl nirgendwo deutlich gestiegen ist, wird es auch keine Höherstufungen geben.
- Die Einstufungen haben keine Auswirkungen auf die Bezahlung, sondern nur auf die Arbeitszeiten, Pausen, Kur, Urlaub. Für die Firma sind das natürlich auch Kosten, aber die Bezahlung bleibt erst mal gleich (vielleicht mit kleinen Auswirkungen auf die Zulagen).

Viele Grüße

Ronald

von Ronald Heyne - am 17.06.2013 06:01
lt. DFS-Intranet tagen die Gremien Ende Juni, bis dahin muss die Gerüchteküche herhalten

bei uns eine EBG runter, meine zum Glück gleich geblieben :-)

von Validierter - am 17.06.2013 19:07
Ergebnisse nachlesbar auf der GdF Homepage.

von Anchorman - am 01.07.2013 19:41
Moin !

Hatte eigentlich damit gerechnet, daß FRA aufgrund des Personalüberhangs und des Nachtflugverbots auch runter gestuft werden würde. Weiß jemand warum das nicht passiert ist ?

von Towermensch - am 05.07.2013 16:13
Moin,
das hat diverse Gründe, u.a. den Umzug des Towers von der Süd- zur Nordseite, der in den Validierungszeitraum fällt und der die Belastung erhöht.
Grüße!

von walking_desaster - am 05.07.2013 20:30
Alles gut und schön. In der Erklärung von Petra wundere ich mich aber darüber, dass Stuttgart herabgestuft wird und Petra dazu schreibt, dass sich da etwas "nachteilig" auswirkte. Nämlich die Änderung bzgl. SSO.

Was ist jetzt negativ ? Gleiche Arbeit andere Kategorie ? Gut. Dumm.
Aber es ist ja auch insgesamt für EDDS weniger. Beides wirkt zusammen. Ist doch nicht negativ in puncto Belastung.
Ist doch gesünder !

von PatrickMUC - am 05.07.2013 20:43
Zitat
walking_desaster
Moin,
das hat diverse Gründe, u.a. den Umzug des Towers von der Süd- zur Nordseite, der in den Validierungszeitraum fällt und der die Belastung erhöht.
Grüße!


Ah ja...ich dachte da wurde gesteuert, um der Belastung entgegen zu wirken. Persönlich glaub ich ja eher, daß da auch n bißchen Lobby und Politik dahinter steht, falls es auf der Kippe gestanden hat. Fra ist und bleibt nun mal Fra...

von Towermensch - am 05.07.2013 22:11
Ich wünsche mir, dass ich nicht eines Tages in einem Flieger sitze, der von denjenigen kontrolliert wird, die hier so ihre Gedanken schreiben.

Puhh

von AchdudickesEi - am 05.07.2013 23:00
@PatrickMUC: Das haben viele noch nicht verstanden, dass es eigentlich darum geht, dass eine niedrigere Gruppe nichts negatives ist, sondern eine Entlastung...

@ Towermensch:
Zum ersten Teil: Gesteuert wird bei einer derartigen Umstellung immer, deshalb ist es trotzdem belastend und wird entsprechen im BAG berücksichtigt.

Zum zweiten Teil: Glauben kann jeder, was er mag. Fakten sprechen dann wieder eine ganz andere Sprache. Hast Du Fakten oder nur Spekulationen?

von Auch validierter - am 06.07.2013 05:13
Zitat
Auch validierter
@PatrickMUC: Das haben viele noch nicht verstanden, dass es eigentlich darum geht, dass eine niedrigere Gruppe nichts negatives ist, sondern eine Entlastung...

Grundsätzlich ja.
Manch einer sieht halt eher die weniger gewordenen Urlaubstage sowie die selteneren und kürzeren Kuren. Ist eben auch eine Meinung.

MfG,

Robert

von RobertK81 - am 07.07.2013 11:44
Moin,
Zitat
RobertK81

Manch einer sieht halt eher die weniger gewordenen Urlaubstage sowie die selteneren und kürzeren Kuren. Ist eben auch eine Meinung.

Kann man so auch stehen lassen.

Was ich nicht mag, ist wenn Spekulationen über angebliche Tricksereien seitens des Frankfurter Towers nicht im entferntesten untermauert werden. Bei dem jetzigen Thema hab ich das schon von diversen Seiten gehört. Belege dafür gabs aber noch nirgends.
Soweit ich weiß war vom Frankfurter Tower niemand in führender bzw. einflußnehmender Rolle an diesem BAG beteiligt.
Anderslautende Aussagen waren bisher nicht mehr als heiße Luft.

Sonnige Grüße!

von auch Validierter - am 07.07.2013 16:49
So ist es.
Zumal das gesamte GdF-Belastungsmodell der DFS übergeben und erklärt wurde.
Wer soll da an welcher Stelle noch etwas drehen können?
Alles ist transparent. Von daher sind die EDDFler eben da wo sie sind.

von AchdudickesEi - am 07.07.2013 22:30
Wieso ist es entlastender, wenn man eine Kategorie heruntergestuft wird???
Weniger Pause, längere Boardzeiten, weniger und seltener Kur, weniger Urlaub......
EDDS hat weniger Movements, das ist einleuchtend. Die anderen Punkte bezüglich SSO verstehe ich nicht wirklich.
Aber es gab ja auch schon andere Tower bze EBGen, die durch geänderte Arbeitsplatzöffnungszeiten ihre Belastung "manipuliert" haben.
Es geht also in beide Richtungen.
Dennoch......eine Herabgruppierung ist nicht entlastend.
Der wenigere Verkehr hingegen schon.

von unwissender1 - am 08.07.2013 14:10
Jup, so war's auch gemeint. Aussage sollte sein: Eine niedrigere Kategorie ist nix negatives, schließlich war man weniger belastet. Dass einige das weniger an Urlaub negativ sehen, steht auf einem anderen Blatt und darüber zu streiten wäre müßig.

Wenn man Arbeitsplätze geschlossen lässt, obwohl dicker Verkehr da ist und auch das Personal, kann das aber auch ganz schnell nicht in einer höheren, sondern in Summe zu einer niedrigeren Eingruppierung führen. Genauere Erläuteren dazu sind schriftlich aber recht komplex. Dazu einfach mal jemanden persönlich ansprechen, der sich damit auskennt bzw. bei einer ÖMV war. In Langen wurde das recht deutlich und verständlich erklärt.

von auch Validierter - am 08.07.2013 14:40
Zitat
auch Validierter
Wenn man Arbeitsplätze geschlossen lässt, obwohl dicker Verkehr da ist und auch das Personal, kann das aber auch ganz schnell nicht in einer höheren, sondern in Summe zu einer niedrigeren Eingruppierung führen.

und genau das ist das unverständliche daran.
Die "reelle" Belastung ist für den Lotsen höher, die DFS hat keinerlei Veranlassung, Arbeitsplätze auseinander zu legen, um wieder eine Entlastung zu bewirken, is dann ja auch noch teurer.
So auch in STR. Hier werden mehr Movements gemacht in SSO Zeiten, als die vorhergesehen 5. Wo genau die Zahl herkommt, weiss man auch nciht so genau, ich zumindest nicht.
Dass dies halt nicht ins System passt, hab ich schon verstanden und deswegen die "interne Prüfschleife".
Aber warum das eine Herabgruppierung direkt auslöst, verstehe ich beim besten WIllen nicht. wenn es die Verkehrszahlen oder was auch immer hergeben, ok, kein Ding.
aber der Lotse ist hier defacto mehr belastet, wird aber behandelt, als ob er weniger belastet sei. und, das schlimme eigentlich überhaupt, die DFS hat überhaupt keine Veranlassung, dies zu ändern, also Entlastung zu schaffen, da es dann ja wieder ne Gruppe hochgehen könnte, also kostet.
das kann nicht gewollt sein, oder?
vielleicht versteh ich ja was auch nciht...

von Türmsche - am 08.07.2013 15:42
Zur Klarstellung:

Soweit ich informiert bin werden für BAG- Validierung die tatsächlichen Sektoröffnungszeiten (es wird also nur das am Board arbeitende, nicht aber das anwesende Personal gezählt!) und die tatsächlichen Verkehrszahlen in die Formel eingesetzt.

"Die Firma" hat somit grundsätzlich ein betriebswirtschaftliches Interesse daran, anwesendes Personal auch zur Sektoröffnung einzusetzen- sonst würde es in der nächsten Validierungsrunde "teurer" durch mehr Urlaub usw., was den PM weiter erhöhen würde.

Gruß,

d.V.

von d.V.1 - am 08.07.2013 17:14
Zitat
Türmsche
Aber warum das eine Herabgruppierung direkt auslöst

Das ist kein Automatismus, aber das Risiko ist natürlich da, weil die Belastung in Summe dadurch evtl. sinkt.

Zitat
Türmsche
Die "reelle" Belastung ist für den Lotsen höher, die DFS hat keinerlei Veranlassung, Arbeitsplätze auseinander zu legen, um wieder eine Entlastung zu bewirken, is dann ja auch noch teurer.
So auch in STR. Hier werden mehr Movements gemacht in SSO Zeiten, als die vorhergesehen 5. Wo genau die Zahl herkommt, weiss man auch nciht so genau, ich zumindest nicht.


Wo die Zahl herkommt hab ich genausowenig Ahnung, wie bei den Centersektoren. Wenn sie nicht passt, muss sie angepasst werden. Keine Frage. Dafür braucht man dann Leute, die mitarbeiten und sich bei der GdF einbringen.

Wenn da eine "passende" Zahl steht und ständig mehr gemacht wird, führt das zu oben angesprochenem "Systemverhalten"(oder wie auch immer man das nennen mag).
Sollte SSO (wegen Personalmangels) gemacht werden, sollte meines Wissens auch gesteuert werden. Wenn das nicht passiert, ist das nicht der Fehler der GdF, sondern ein Problem mit Eurer Führung, die das zu verantworten hat. Mit der Steuerung entsteht dann auch der Druck, Personal nachzuführen.

Ansonsten gilt, wie schon vorher gesagt: Wer ein gerechteres (objektiv und nachvollziehbar) System kennt oder eine Idee dafür hat, sollte sich einbringen. Ich glaube nicht, dass derjenige abgewiesen wird.

von auch Validierter - am 08.07.2013 17:21
das anwesende personal ist ja nun mal da. es gibt also kollegen, die festgesetzte pausenzeiten einzuhalten haben! und man braucht auch noch ein paar kollegen, welche bei bedarf, einen von ihnen zugelassen sektor oeffnen duerfen, oder?
aber die zielvereinbarung wl und swl kommen dann nicht zum tragen.leider! ich war so was auch mal, vor jahren und ohne zv, gab es damals noch nicht!

von muci - am 09.07.2013 05:34
Zitat

Zur Klarstellung:

Soweit ich informiert bin werden für BAG- Validierung die tatsächlichen Sektoröffnungszeiten (es wird also nur das am Board arbeitende, nicht aber das anwesende Personal gezählt!) und die tatsächlichen Verkehrszahlen in die Formel eingesetzt.

"Die Firma" hat somit grundsätzlich ein betriebswirtschaftliches Interesse daran, anwesendes Personal auch zur Sektoröffnung einzusetzen- sonst würde es in der nächsten Validierungsrunde "teurer" durch mehr Urlaub usw., was den PM weiter erhöhen würde.

Gruß,

d.V.


Und genau das Gegenteil habe ich durchaus erlebt. Sektoren werden nicht geöffnet, weil man dadurch "effizienter" arbeitet und die Kollegen sitzen in zweiter Reihe und drehen Däumchen.
Und als Konsequent daraus werden diese EBGen auch noch Hochgruppiert, weil die Belastung so hoch ist.
In den Towern wird es ähnliches in nächster Zeit auch wieder geben können, wenn man die "Einfachbesetzung" weiter umsetzen möchte. Dadurch wird es ggfls auch Auswirkungen auf die "Belastung" haben und dadurch muss wieder mehr Pause gemacht werden und wieder ein "zweiter" Mann her. Sinn oder Unsinn!?
Belastung ist und bleibt relativ und man kann nur versuchen diese anhand von objektiven Daten zu ermitteln. Aber es wird immer dabei bleiben, dass dieses Konzept an einigen Stellen hinkt.

von unwissender1 - am 09.07.2013 06:16
Zitat
auch Validierter
...Wenn da eine "passende" Zahl steht und ständig mehr gemacht wird, führt das zu oben angesprochenem "Systemverhalten"(oder wie auch immer man das nennen mag)...

korrekt.
das Systemverhalten ist falsch!
Der TWR-Lotse macht während (geplanter) SSO mehr movements, als das "System" vorsieht (warum 5, wie gesagt, weiss kein Mensch, aber wenn das der Wert ist, soll er so sein und dann aber auch bleiben). er ist also (im Vergleich) mehr belastet.
Das durch die "interne Prüfschleife" vorgerufene Hochsetzen der Basis (von 5 auf 7, siehe Tarifinfo) wird die Gesamtbelastung "systemisch" oder in anderen Worten KÜNSTLICH gesenkt.
Aber warum?? die Belastung ist höher!
und, ich wiederhole mich (ich hoffe, zum letzten Mal), der Arbeitgeber hat durch diesen Mechanismus überhaupt gargargar keine Veranlassung, an der Movementanzahl während SSO zu arbeiten.
IM GEGENTEIL, ändert er was, also ENTlastung (wieder kleiner oder gleich 5 movements), dann wird es wieder teurer.

Das kann von den Betriebsparteien nicht gewünscht sein...!!!

von Türmsche - am 09.07.2013 11:04
In einem Punkt geb ich Dir ja recht: Mehr Movements = mehr Belastung. Da sind sich glaube ich alle einig.
Aber auch ich wiederhole mich:
Sollte die Zahl nicht stimmen, greift der Mechanismus zurecht.
Sollte die Zahl stimmen und nicht gesteuert werden, wirft die zuständige Führung Euch bewußt in eine Überlast. Da muss man sich dann sehr kurzfristig selbst helfen und kurzfristig diesen Mißstand beheben. Das hat dann aber auch nix mehr mit dem BAG zu tun, sondern mit Safety.

von auch Validierter - am 09.07.2013 21:21
Ich möchte mal als nicht betroffener, der das ganze entspannt aus der Ferne mitverfolgt, mein Verständnisproblem mitteilen.

Eure Gewerkschaft hat eine Herangehensweise entwickelt, mit der sie eine Art Index für die "Arbeitsbelastung" an einem Lotsenarbeitsplatz ermittelt.
Euer Arbeitgeber übernimmt diese Herangehensweise und ordnet gemeinsam mit der Gewerkschaft EBGn (Arbeitsplatzgruppen) entsprechend der ermittelten "Arbeitsbelastung" ebenfalls miteinander ausgehandelten Kategorien zu, für die jeweils Anzahl der Urlaubstage, Pausenlängen, Kuranspruch und auch Bezahlung (?) ausgehandelt wurden.

Ich hoffe soweit richtig verstanden zu haben.

Die Belastung korreliert sehr stark mit dem an den Sektoren oder in den EGBn ermittelten Verkehrsaufkommen und auch mit der zeitlichen Besetzung der Arbeitsplätze der EBGn; ich hoffe, das habe ich auch richtig verstanden.

Die Methode zur Ermittlung der Belastung scheint mir aber etwas "widersinnig" zu sein, wenn sie bei sinkendem Verkehrsaufkommen und dadurch sinkendem Personalbedarf in den EBGn eine höhere Belastung der besagten EBGn zur Folge hat. Wenn dies aber aufgrund von geringerem Einsatz von Personal dort abgebildet ist und realistisch erscheint kann ich es nachvollziehen.

:xcool:

Manchmal kann man mit dieser Methode tatsächlich eine "Entlastung" feststellen, die ja konsequenterweise in einer Herabstufung münden sollte; nun aber "erfinden" einige Mitmenschen Faktoren, die das ganze so darstellen, dass weniger "Belastung" doch zu einer höheren "Belastung" führt und man idealerweise in eine höhere Kategorie rutscht.

:confused:

So habe ich das jetzt verstanden.

Ich arbeite nicht in eurer Firma und kann bestimmt einiges nicht nachvollziehen. Evtl. kann mir das mal einer erklären, denn an dieser Stelle klinkt sich mein logischer Verstand erst mal aus.

von von Außen - am 11.07.2013 06:06
Grüß Dich,

eins vorweg: Die Berechnung der Belastung ist tatsächlich ziemlich kompliziert. Das Problem, um das es gerade hauptsächlich geht, ist meiner Meinung nach aber relativ einfach an einem Beispiel zu erklären:
Du hast einen Sektor X, der als maximalen Belastungswert rechnerisch maximal 30 Flieger pro Stunde durchlässt. Das Ganze nach Berücksichtigung aller Erschwernisse wie z.B. kreuzenden Verkehr usw. Diese 30 stellen quasi 100% Belastung dar. Jetzt wird bei der Auszählung für die Belastungsberechnung festgestellt, dass in dem Sektor tatsächlich regelmäßig 45 Flieger durch sind. Dann hat das zur Folge, dass die 30 als nicht plausibler Wert angenommen und nach oben korrigiert wird, z.B. auf 40. Die Folge ist, dass Stunden an denen 30 Flieger durch sind eben nicht mehr eine 100%-Belastung darstellen, sondern eben nur 75%. So entsteht durch eine tatsächliche Mehrbelastung eine "Entlastung" an den restlichen Tagen.
Idee dieses Mechanismus ist, dass man nicht regelmäßig über der Maximalbelastung arbeiten kann. Sollte das vorkommen, war die Annahme der Maximalbelastung wohl falsch, daher die Korrektur.
Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Wenn nicht, frag gerne weiter.

von auch Validierter - am 11.07.2013 09:54
Hallo auch Validierter,

das Beispiel ist einfach und gut zu verstehen.
Allerdings stellt sich mir dann die Frage, wer denn irgendwann einmal die erste Zahl 30 aufgrund welcher Fakten wie und als quasi 100% festgelegt hat.
45 gehen doch offenbar auch. Stellt sich doch die logische Frage, welche Zahl nun als 100% richtig wäre.
Kann man da nicht einfach irgendeine zeitliche und realistische, also an dem jeweils durchschnittlichen Verkehrsaufkommen eines längeren Zeitraumes ermittelte Staffel über den Tag und die einzelnen Belastungszeiträume verteilt einführen? Wäre doch eigentlich logisch und wird auch in vielen ähnlichen Arbeitszeitbelastungsfällen anderer Unternehmen auch gemacht. Mit solchen Problemen seid ihr und euer Unternehmen längst kein Sonderfall, jedenfalls soweit ich das jetzt verstanden habe. Da gibt es anderswo viel massivere Belastungsprobleme.

von auch von außen - am 11.07.2013 11:22
@auch Validierter
Vielen Dank für die Ausführung ... sehr interessant ... darauf wollte ich aber nicht hinaus.

Ich kann nicht nachvollziehen, dass bei sinkendem Verkehr weniger Personal eingesetzt wird und dort der Belastungsindex wieder steigt, weil die verbliebenen Kollegen jetzt (logischerweise) höher belastet werden.

Gibt es da keine Grenzwerte, Stichtage oder was auch immer? Auf diese Art und Weise wird euer Arbeitgeber in einer Art und Weise geknebelt, die es ihm eigentlich unmöglich macht eine einigermaßen realistische Personalplanung aufzubauen - zumindest nach den Regeln die ich mal gelernt habe.

Vor allem müsste die Gewerkschaft darauf achten, dass der Belastungsindex nicht sinkt, also befürworten, dass bei sinkendem Verkehrsaufkommen rechtzeitig weniger Personal eingesetzt wird. Wird der Personaleinsatz hochgefahren sinkt logischerweise der Belastungsindex, was der Gewerkschaft nicht gefallen dürfte. Das heißt für mich im Umkehrschluss, dass dafür gesorgt werden soll, dass ihr immer unter hoher Belastung arbeiten sollt ... und zwar von der Gewerkschaft getrieben ...

Das ist es was mich verwirrt ... ich hoffe echt, ich hab' die Zusammenhänge einigermaßen verstanden.

von von Außen - am 11.07.2013 19:13
Ja, hast Du !

von Vonbeidemetwas - am 11.07.2013 19:41
Hallo zusammen!

@auch von Außen:
Ich stecke nicht sooo tief in der Materie, kann Dir also nicht sagen, wie die Werte entstanden sind. Ich gehe davon aus, dass man eben irgendwo anfangen musste. Erfahrungswerte gab's keine, nur Orientierungswerte (z.B. Steuerungswerte für Sektoren). Genau dafür ist ja dieser Mechanismus auch da, damit falsche Werte bzw. Fehlentwicklungen erkannt werden.

@von Außen:
Die Validierung wird alle zwei Jahre durchgeführt. Das wäre also der Stichtag.
Das Ziel der Validierung ist, dass die Belastung auf ein vernünftiges Maß gesenkt wird. Dies kann durch mehr Personal erreicht werden, aber auch durch optimierte Verfahren und Sektorstrukturierung, hilfreiche Tools, gute technische Unterstützung, indem bekannte Systemfehler beseitigt werden,...
Die Senkung der Belastung auf ein Niveau, das vernünftiges Arbeiten ermöglicht, ist Ziel der Gewerkschaft. Dadurch, dass zusätzliche Belastung einen Personalmehrbedarf generiert, müsste es eigentlich auch Ziel des Arbeitgebers werden. Die jetzige Geschäftsführung bzw. deren Verhandler (so genau steck ich nicht drin) hat sich die Mechanismen erklären lassen und für gut befunden, also scheint es nicht so abwegig zu sein, sondern eine ordentliche ermöglichen.
Ist die Erklärung besser?

von auch Validierter - am 12.07.2013 09:12
... Luxusprobleme....

von Seufz - am 12.07.2013 20:26
Ich sag erst mal DANKE ... das Prinzip glaube ich zumindest verstanden zu haben ... mehr wollte ich auch gar nicht ... :)

von von Außen - am 13.07.2013 10:09
Zitat
Seufz
... Luxusprobleme....

kannst du uns sagen, was du damit meinst?
was ist fuer dich luxus?
ist die feuerwehr fuer dich auch ein luxusproblem?
die wache ist besetzt, auch wenn es nicht brennt ! luxus?
kassiererinnen im supermarkt werden auch nicht zu hause angerufen, um zur arbeit zu kommen , luxus?
erklaere es dem forum, bitte.

von muci - am 18.07.2013 02:40
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