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Öffentlicher Dienst 4,5 %

Startbeitrag von Bückling am 30.04.2016 03:12

Das wäre doch auch mal eine anständige Zahl für die DFS nach dem schwachen Abschluss im letzten Jahr.

Die 50 interessantesten Antworten:

Und generelle Einschnitte bei der betrieblichen Zusatzversorgung fürs Alter wurden abgewendet, heisst es.

von Rentnerin - am 30.04.2016 03:25
Da macht sich die GDF wahrscheinlich jetzt schon in die Hose, um ähnliches zu erreichen.

von Jupiduuuu - am 30.04.2016 15:09
Sowas Böses solltest Du doch in diesem GDF-freundlichen-Forum nicht sagen.

von Pschschschscht - am 30.04.2016 22:13
Hi,

grundsätzlich funktioniert so etwas besser, wenn man ein paar gute Argumente mitliefert. Und wahrscheinlich am besten, wenn man das nicht hier im Forum schreibt, sondern sich in den entsprechenden Gremien der Gewerkschaft einbringt.
Man darf hier übrigens auch gewerkschaftskritisch sein. Allerdings sollte das wie sonst auch halbwegs sachlich sein.

Viele Grüße

Ronald

von Ronald Heyne - am 01.05.2016 19:31
Ok, aber 4,75% ist eine klare Nummer, und keine generellen Einschnitte bei der betrieblichen Altersversorgung eine klare Aussage.

Dann schauen wir mal, was die GDF in der nächsten Runde für alle liefert außer Strukturtarif-Gelaber. Das sind dann die geforderten Argumente.

von Jupiduuuu - am 04.05.2016 20:23
das wäre ganz einfach zu erreichen, wenn die GdF mal so unsäglichen Unsinn wie: An- und Abreisetage zählen nicht zur Kur (weil das ja bei einem vierwöchigen Vollpensionsurlaub im 5-Sterne Hotel mit kompletten wellness-Programm und voller Lohnfortzahlung unzumutbar ist...:-)) oder 100%ige Besitzstandswahrung aller "goodies" für alle Berufsanfänger, bezahlte Wegezeit zum Arbeitsplatz usw. usw... wieder zurückgeben würde und sich konstruktiv und vernünftig an den Tisch setzen würde.
also einfach etwas mehr Realitätssinn beweisen (schaut euch mal in der realen Wirtschaft um) und schon klappt's mit den Verhandlungen

Feuer frei für eure Kritik und Schmähungen aller Art für meine Ehrlichkeit ;-)))))

von Optimistischer - am 14.05.2016 08:34
Sowohl der öffentliche Dienst als auch aktuell die Metaller haben gute Abschlüsse erreicht, die den Flugsicherern auch gut tun würden. Es gibt aber den großen Unterschied, dass weder im öffentlichen Dienst noch in der Metallindustrie die EU Vorgaben macht bezüglich der Verwendung der Überschüsse oder der Höhe der Preise. Das passiert aber in der Flugsicherung durch die gemachten Vorgaben in den jeweiligen Regulierungsperioden. Für die GdF ist es also nicht so einfach.

@ Optimistischer: Wir leisten zwar einen wesentlichen Beitrag zur "realen Wirtschaft" und sind deshalb auch Teil davon, aber wir unterliegen den 5-Jahresplänen der EU bezüglich unseres Budgets. Ein Handeln wie in der "realen Wirtschaft" ist ja gar nicht möglich, da die 5-Jahrespläne Vorgaben machen. Flugsicherungsgebühren wurden gerade erst um 5-8% gesenkt und gleichzeitig bleibt der Druck, Dutzende von Millionen im Budget einzusparen.
Die GdF steckt in der Falle. Steigen die Personalkosten zu stark, droht Outsourcing, kommt zu wenig Gehaltssteigerung, meckern die KollegINNen.
Der Strukturtarifvertrag ist deshalb kein Gelaber, sondern notwendig.
Der GdF kann man, wenn überhaupt, nur den Vorworf machen, dass sie sich nicht gemeinsam mit anderen Flugsicherungsgewerkschaften früher auf europäischer Ebene Gehör verschafft hat. Ansonsten hat sie keine Schuld an diesem budgetären Schraubstock.

Die Sache mit dem An-und Abreisetag zur Regenerationskur halte ich, wie Du, für lächerlich, da sind wir uns einig. Ich halte das aber nicht für ein großes Problem, es ist ärgerlich, mehr nicht.

von clear-sky - am 14.05.2016 09:23
Ich habe von der GDF nichts anders erwartet, als so ein Geschwätz und weiterhin lächerliche Abschlüsse.

von Rückzugsgelaber - am 15.05.2016 22:29
@Opt "schaut euch mal in der realen Wirtschaft um"

gerne - eine bunte Mischung: neben ausreichend Lug & Trug & "jeder zieht jeden über den Tisch" zb relativ gute Abschlüsse (s.o.); sogar teiweise mit Gewinnbeteiligung für die Arbeitnehmer (Daimler, VW).

von nasowas1 - am 16.05.2016 08:52
Ich befürchte, mit diesen Argumenten kommt man nicht weit.

Man kann es natürlich mit Umverteilung versuchen. Ober auch nicht.

Bei Vergleichen mit anderen sollte man zumindest versuchen, die Fakten richtig zu benennen. Bei ver.di waren es 2,4% im ersten und 2,35% im zweiten Jahr, also 24 Monate Laufzeit. Das ist zwar mehr als zuletzt bei der DFS, aber für die meisten auf einem anderen Niveau. Dazu kommt, dass die neue Einstufungsordnung mit einem um 4% gekürzten und dann eingefrorenen Weihnachtsgeld bezahlt wird. An der Altersversorgung beteiligen sich die Arbeitnehmer mit einem Zusatzbeitrag von bis zu 0,4%.
Wer vor der Regulierung die Augen verschließt und das als "Geschwätz" abtut, würde bei keiner Verhandlung weit kommen.

Man kann sich zwar die Rosinen rauspicken, aber es gibt halt zum Beispiel auch die Lufthansa-Classic-Piloten, die langsam aber sicher aussterben oder die Air Berlin-Piloten, die jeden Monat froh sind, wenn sie ihr Gehalt bekommen.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich nehme auch gerne 4,75% für 12 Monate, aber mit Euren Argumenten wird das keine Gewerkschaft dieser Welt erreichen.

Viele Grüße

Ronald

von Ronald Heyne - am 16.05.2016 19:32
Ich weis leider jetzt schon, wer sich wieder die Rosinen rauspicken wird. Der Rest wird mit dem Strukturtarifvertraggelaber abgespeist.

von Rosinen - am 17.05.2016 02:27
In der GdF wird wieder jemand gesucht, der die Interessen der Administrativen vertritt.
Aber es ist wie in allen anderen Branchen auch. Die Operativen solidarisieren sich und von den Admins wird gemeckert. Aber engagieren möchte sich da keiner. Traurig.
Trittbrettfahren und immer unzufrieden sein. Das muss auf Dauer aufreibend sein.....

von Unwissender2 - am 17.05.2016 08:41
@Rückzugsgelaber & Rosinen

Wer profitiert eigentlich am meisten von einem Strukturtarifvertrag?
Bestimmt nicht die Fluglotsen, die ihr so gerne als alles zusammenraffende Nimmersatte darstellt.
Angesichts eurer Kommentare frage ich mich, welchen Weg ihr eigentlich seht, um die Arbeitsplätze in der Firma zu halten? Wer soll das eigentlich für euch durchsetzen?
Oder seid ihr unantastbar?
Am Ende werden sich noch viele über einen Strukturtarifvertrag freuen, auch die, die es jetzt noch nicht wahrhaben wollen.

von clear-sky - am 17.05.2016 12:48
5% - JETZT! :cool:


also 5 %, Laufzeit 2 Jahre, sollten es schon sein!

Die Zurückhaltung der vergangenen Jahre muss endlich (!) aufhören.


Obwohl der letzte Tarifvertrag Ende 2015 ausgelaufen ist, ist es bisher zu absolut KEINEN Fortschritten gekommen.

Angeblich verhandelt man, so der Tenor der letzten offiziellen GdF-Meldung zu diesem Thema.

Strukturtarifvertrag: Meiner Meinung nach überbewertet. Schaut euch die Personalentwicklung der letzten Jahre an, warum sollte ein eventuell benötigter Abbau in Zukunft nicht genauso friedlich und geräuschlos erfolgen wie bisher? Da die DFS in Arbeitgeberrankings ganz vorne mitspielt und dort hauptsächlich non-Ops befragt werden, scheint das Damoklesschwert Arbeitsplatzabbau NUR über den Köpfen der GdF-Funktionäre zu hängen.


JETZT sollte die GdF einen externen PROFI-Verhandler engagieren, der endlich mal vernünftige Ergebnisse erzielt! Geld für so einen Profi ist mehr als genügend da.

Bin übrigens ein FDB, nicht dass wieder Vorwürfe ob der ach so raffgierigen Lotsen aufkommen :rolleyes: Wobei ich denen jeden Cent gönne!


PS: Wie stark wurden eigentlich die GF-Vergütungen bzw. GF-Altersrückstellungen erhöht? :xcool:

von 5% - JETZT! - am 17.05.2016 17:16
@clear-sky
Der Strukturtarifvertrag ist das Feigenblatt für die Administratoren, wie sie hier bezeichnet werden. Man rettet damit und der Lohnzurückhaltung für diese Administratoren angeblich ihre Arbeitsplätze. Ein geiziger Arbeitgeber könnte nicht besser argumentieren.

Die Lotsen nehmen sich derweil wieder einen großen Schluck aus der Pulle mit ihren spezifischen Vergünstigungen. Auch dort gibt es übrigens genügend Trittbrettfahrer.

von Rosinen - am 17.05.2016 18:27
@Unwissender2

Als Administrativer in die GDF einzutreten ist etwa so, als würde ein Fabrikarbeiter in die FDP eintreten und spenden.

Das ändert doch nichts daran, dass die FDP wie schon immer ihre Klientel wie Hoteliers und Apotheken bevorteilt.

von Apotheker - am 18.05.2016 17:35
Nur das die FDP sich nicht damit entschuldigt, dass nicht genug Fabrikarbeiter eintreten und spenden, denn sonst würde sie sich selbstverständlich für sozial Schwache einsetzen.
:joke:

von Fabrikarbeiter - am 18.05.2016 17:44
Nicht umsonst gibt es bei der Lufthansa mehrere Gewerkschaften mit ihren Interessensgruppen, sonst passts einfach nicht!

von Lufthansa - am 18.05.2016 19:11
:D Ich lach mich schlapp, es geht pünktlich wieder los.
Wer hier Ops und wer Admin ist, braucht ja sicherlich nicht genauer erörtert zu werden, denn es schreit ja förmlich zum Himmel.
Gestern komme ich ans Board und lese einen Newsletter, der mir erstmal die Sprache verschlägt.
Ich habe ihn nicht auswendig gelernt, aber der Inhalt lässt sich folgendermaßen wiedergeben.
" Die Lotsen sind selbstherrliche, autark agierende, fürstlich bezahlte Adminhasser" und weiter " Der Admin-Bereich wartet nur bis die Lotsen ihre Arme öffnen und sie herzlich, voller Respekt ihrer Arbeit gegenüber, empfangen".
Ja es gibt sicherlich den ein oder anderen der so denkt, man gibt uns auch viele Steilvorlagen.
Aber der Großteil hat sicherlich keine Probleme, weiß die Arbeit der anderen zu schätzen und kann sich sehr gut mit der DFS identifizieren.
Aber wenn ich dann, während anstehender Tarifverhandlungen ,im ATCnet stöbere, dann bekomme ich den Eindruck, das diese Gräben niemals überwunden werden.
Niemals.

von M!r@cul!x - am 19.05.2016 09:33
Das ist wohl so. Deshalb wäre es besser, die GDF würde nicht die Tarifverhandlungen für die Admins führen.
Was müßte man denn rein organisatorisch passieren, dass eine andere Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für die Admins führt?

von Einverstanden - am 19.05.2016 16:05
Zitat
Einverstanden
Das ist wohl so. Deshalb wäre es besser, die GDF würde nicht die Tarifverhandlungen für die Admins führen.
Was müßte man denn rein organisatorisch passieren, dass eine andere Gewerkschaft die Tarifverhandlungen für die Admins führt?


Im Rahmen des Tarifeinheitsgesetzes müsste der Organisationsgrad bei einer anderen Gewerkschaft größer sein, dann wäre die GdF raus.
Schwierig, aber nicht unmöglich.

von Gewerschaftsfunktionär - am 20.05.2016 11:51
Danke für die Info, aber dagegen wird doch meines Wissens geklagt. Man müsste halt genügend Mitarbeiter überzeugen, dass die andere Gewerkschaft mehr als 1% als die GDF für die Admins rausholt, um den Beitrag zu kompensieren.

von Einverstanden - am 20.05.2016 13:05
Wie wäre es, Du engagierst Dich bei der Gdf und verschaffst Dir dort Gehör?

von Unwissender3 - am 20.05.2016 16:13
Mir fehlt das Vertrauen in die GDF, vor allem nach der Tarifrunde 2011. Sie war eine sehr schwere Belastung für die Firma und hat den Admins nicht viel gebracht.

von Einverstanden - am 20.05.2016 16:57
Soweit ich mich erinnere, wurden sehr viele Admins dadurch höher eingruppiert....

von Unwissender3 - am 20.05.2016 17:00
Ich meine die Runde, wo unter anderem die SVs so super happy waren, weil sie höhergestuft wurden. Vielleicht 2010? Da gab es so richtig Pressestunk.

von Einverstanden - am 20.05.2016 17:34
Das muss in dem Jahr gewesen sein, als der BR UZ mit über 1000 Verfahren zur Höhergruppierung beschäftigt war. Warst Du nicht dabei?

von Unwissender3 - am 20.05.2016 18:09
Zitat
gdf-mitglied
und 3,2 % und nochmal 2,1 % wenn ich mich mal erinnere...damals 2011...


und Aussetzung der Tariferhöhung um 6 Monate, im Gegenzug fanden keine Herunterstufungen bei den Belastungskategorien statt. (weiß nicht mehr wann).

und zuletzt nur geringe 1,x%, im Gegenzug übernahm die DFS die KurSteuer (auch wenn der Zusammenhang strittig ist).

und an weiteren Kungeleien kann ich mich leider nicht mehr erinnern ....

von Methusalem55 - am 20.05.2016 18:24
Ich frag mich immer noch, wann und wo die Admins schlecht behandelt oder benachteiligt wurden?
Oder ist das einfach der pure Neid, der Dich zerfrisst?

von Unwissender3 - am 20.05.2016 18:41
Wieso zerfressen? Hört sich so aggresiv an, ich sehe das eher ganz locker.
Und es war doch 2011, als die Operativen fast die DFS ruiniert haben. Sorry, sehe ich leider so.
Und die Leistung des BRs wegen der korrekten Eingruppierung hat nichts mit der GDF zu tuen. Da wurde eine Ungerechtigkeit der DFS berichtigt.
Ansonsten gebe nur M!r@cul!ix recht.

von Einverstanden - am 20.05.2016 19:03
Wenn ich das hier so lese, wird jedesmal von Admins die Gdf kritisiert und was sie für ihre Lotsen verhandelt. Das Feuer wird immer wieder neu angefacht.
Umgekehrt hört man eher wenig bis gar nichts. Woran liegt das nur?
Wir sind EINE Firma. Und die Gdf hat in den letzten 10 Jahren gute Abschlüsse verhandelt.
Nicht alles war gut und es gab einige Dinge, die zu Unmut geführt haben, aber über unzureichende Gehaltszuwächse kann sich keiner beschweren. Oder seh ich das so falsch?

von Unwissender3 - am 20.05.2016 19:27
Zitat
Methusalem55
Zitat
gdf-mitglied
und 3,2 % und nochmal 2,1 % wenn ich mich mal erinnere...damals 2011...


und Aussetzung der Tariferhöhung um 6 Monate, im Gegenzug fanden keine Herunterstufungen bei den Belastungskategorien statt. (weiß nicht mehr wann).

und zuletzt nur geringe 1,x%, im Gegenzug übernahm die DFS die KurSteuer (auch wenn der Zusammenhang strittig ist).

und an weiteren Kungeleien kann ich mich leider nicht mehr erinnern ....


Ja, die 6 Monate haben hoffentlich alle heil überstanden....
Kungeleien so so...Gegen diese Meinung vermag ich nicht zu argumentieren..

Am ETV 2011, der angeblich die DFS fast ruiniert hatte, waren administrative Vertreter in der GdF maßgeblich beteiligt, nur mal so.. Ohne deren Wissen und Expertise, deren Argumentation, warum ein neuer ETV nötig ist, hätte es diesen auch nicht gegeben.Das war ein gutes Beispiel wie Zusammenarbeit über Büros und Ops-Room hinweg für die gemeinsame Sache funktionieren kann..

von gdf-mitglied - am 20.05.2016 20:35
Also so ganz einfach ist die Sache vielleicht doch nicht.
Manche sagen, Admins sind Trittbrettfahrer, tretet in die GDF ein, dann wird euch auch geholfen.
Andere sagen, was denn, läuft doch super, die Admins sind dabei, wir ziehen an einem Strang.
Das letztere ist sympathischer, aber was ist glaubwürdiger?

von Einverstanden - am 21.05.2016 17:01
Es ist beides!
Die Vertreter der Admins, die dabei sind, machen mit und wie der ETV beweist, auch mit Erfolg. Es sind aber schlicht zu wenige, die aus diesem Bereich Mitglied sind. Wieviel stärker könnte die GdF sein, wenn sich auch der Großteil derer zu einer Mitgliedschaft entscheiden würde und durch aktive Mitarbeit mit gestaltet.
Die ständigen Vorhaltungen bringen schlicht nichts.

Der erste Schritt ist aber nun mal eine Mitgliedschaft.

von gdf-mitglied - am 21.05.2016 19:25
Natürlich NICHT... Unfassbar. Und NEIN, ich möchte mich nicht in der Gewerkschaft
engagieren und es besser machen. Dieses Totschlagargument entbehrt im Übrigen jedweder Logik.

von Friend - am 20.10.2016 20:59
Zitat
Friend
Natürlich NICHT


Woher hast Du die Info?

Zitat
Friend
Und NEIN, ich möchte mich nicht in der Gewerkschaft
engagieren und es besser machen. Dieses Totschlagargument entbehrt im Übrigen jedweder Logik.


Würde mich über ne Erklärung freuen, wie es sonst funktionieren soll.

von walking_desaster - am 21.10.2016 14:34
Guten Abend!

Zu deiner 1. Frage: von meinem Obmann
Zu deiner 2. Frage: weil nicht jeder Kinderfussballmannschaften trainieren kann, oder im Schulelternbeirat ist, oder für ältere Menschen einkaufen geht. In einer funktionierenden Gesellschaft gibt es IMMER alle möglichen Ehrenämter und wer sich engagieren möchte, findet schon sein Ecklein.

Die Gewerkschaft wäre auch schlichtweg handlungsunfähig wenn sich alle Mitglieder persönlich engagieren würden und jeder Einzelne seine eigene Meinung vertreten würde.
Eine Gewerkschaft ist eine Solidargemeinschaft, welche von einigen ihrer Mitglieder geführt und verwaltet wird.
TROTZDEM darf und muss man als (nur) zahlendes Mitglied auch mal äußern dürfen, dass man nicht zufrieden ist oder eine kritische Frage stellen dürfen. Als Antwort auf derartige Wortmeldungen nur ständig zu hören, ich soll es halt besser machen, ist für mich einfach nur plump, eindimensional und nicht im Ansatz befriedigend.

Schönes Wochenende zusammen!

von Friend - am 21.10.2016 18:31
Moin!

Natürlich kann nicht jeder bei allem mitarbeiten. Solange aber jeder, der bei der GdF etwas länger dabei ist und Interesse zeigt, quasi automatisch mehr als ein Amt/eine Aufgabe hat, ist noch genug Spielraum für viele, viele Freiwillige, die sich einbringen könnten.

Nicht jeder ist dafür geboren, jede Aufgabe zu übernehmen, auch das ist wahr. Vermutlich ist nichtmal jeder, der eine Aufgabe bei der GdF wahrnimmt für genau diese besonders geeignet. Trotzdem gilt auch hier meiner Meinung nach: Wer kritisiert -besonders wenn das wie hier öffentlich passiert-, scheint einen besseren Weg zu kennen und sollte sich einbringen. Wenn derjenige nicht weiß, wie man es besser macht, dann darf die Frage erlaubt sein, was für eine Art Kritik das denn bitte sein soll, wenn sie einfach nur beinhaltet: "So ist es schlecht!", ohne eine bessere Variante aufzeigen zu können, die auch mit den aktuellen Gegebenheiten machbar und umsetzbar ist.
Genau wie es Dir zu plump und eindimensional ist, wenn nur mit "mach's besser" geantwortet wird, ist es mir hier mittlerweile einfach zu plump, wie von vielen hier einfach pauschal mit einem stumpfen "Natürlich NICHT... Unfassbar." kritisiert wird. Ohne jegliches Fundament, einfach nur zum Frust ablassen.
Weshalb die Vergütungsrunde noch nicht läuft, wurde lang und breit erklärt oder kann jederzeit bei den Mitgliedern der TK erfragt werden. Das kann man gutheißen, muss aber nicht jeder. Nichtmal jeder in der TK. Tatsache ist, dass es von einer Mehrheit in der TK beschlossen wurde und dann ist es eben in demokratisch strukturierten Organisationen so, dass man einen Mehrheitsbeschluss hinnehmen muss, auch wenn er einem nicht passt. Auch wenn er vielleicht nicht sofort nachvollziehbar ist und auch wenn das nicht von der Mehrheit der Mitglieder sondern den für genau diese Aufgabe gewählten Vertretern beschlossen wurde.

Es ist halt einfach zu sagen, man soll mit diesem und jenem aufhören und sich endlich mal um das Thema kümmern, was einem persönlich am Herzen liegt. Ob das dann so einfach umsetzbar ist in den Rahmenbedingungen, die nunmal vorhanden sind, steht eben auf einem ganz anderen Blatt. Der Teil wird aber einfach weggelassen, sonst hätte man ja keine einfache Antwort mehr.

Langer Rede kurzer Sinn: Kritik gerne, aber nicht so plump. Wer bessere Ideen hat, immer raus damit, aber selten ist es so einfach, wie es hier regelmäßig dargestellt wird. Wer einen besseren Weg aufzeigen will: Immer her damit, aber nicht enttäuscht sein, wenn es gute Gründe gibt, die vielleicht dagegen sprechen und eben genau das unmöglich machen.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend.

von walking_desaster - am 26.10.2016 15:50
Is mir alles viel zu kompliziert. Keinen Bock mich reinzudenken. Für was bezahl ich eigentlich die ganze Kohle.

Die Frage ist also: wann gibt es mehr Kohle und wieviel?

Ansonsten gilt: wie immer Schweigen im Walde GdF. Und jetzt komm mir bloss keiner mit dem dummen Gewäsch "Frag doch deinen Obmann". Der weiß auch nix....wie eigentlich immer....alles nur Gerüchte, hab mal gehört etc. etc.

von Obscured - am 27.10.2016 13:38
Du bezahlst die ganze Kohle für
- die Facharbeit, die die GdF leistet
- die Tarifarbeit, die eben viel mehr ist, als nur "mehr Kohle"
- dass Du bei einem Streik Streikgeld bekommst
die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Die Kohle bezahlen alle diejenigen, die sich zusätzlich engagieren nebenbei bemerkt übrigens auch. Das alleine ist also kein Grund, nichts zu tun, sondern bestenfalls eine schlechte Ausrede.
Die ganze Kohle bezahlst Du nicht dafür, dass jedes Jahr ein fetter Vergütungsabschluss steht und alles andere hinten runterfällt.
Es gibt halt immer wieder Gründe, warum etwas nicht öffentlich und an jeden kommuniziert werden kann. Dafür gibt's dann eben gewählte Gremien wie eine Tarifkommission und ähnliches, die sich um sowas kümmern. Die kennen im Zweifel auch ein paar Hintergründe und haben das Gesamtsystem zumindest im Hinterkopf und nicht nur den Vergütungstarifvertrag. Gewählt heißt aber auch, dass sie bei schlechter Arbeit und vorhandenen Alternativen nicht gewählt werden müssen. Jeder, der's besser kann, ist herzlich willkommen, sich zur Wahl zu stellen und mitzuarbeiten. Aber Vorsicht: Auch wenn man in der Tarifkommission oder sogar in einer Verhandlungskommission sitzt, heißt das nicht, dass man seinen Kopf durchsetzen kann. Ist ja schließlich demokratisch organisiert und die GdF kümmert sich eben nicht nur um die jeweilige Berufsgruppe, der man gerade angehört. Das muss man dann schon ertragen können.
Die Frage, ob es mehr Kohle gibt, wann und wieviel, wird beantwortet werden, sobald das spruchreif ist und kommuniziert werden kann. Die Gründe dafür wurden ausgiebig erläutert in Hinblick auf die jetzige Situation und in vergangenen Tarifrunden ebenfalls.

Zusammenfassung:
Im Hintergrund passiert viel, musst Dich nicht reindenken, aber Dein Geld ist trotzdem gut angelegt.
Bevor die Verhandlungen anfangen, wird öffentlich keiner was zu Forderungen schreiben.
Während die Verhandlungen laufen, wird keiner was zum aktuellen Verhandlungsstand schreiben.
Bevor die Verhandlungen abgeschlossen sind, wird keiner schreiben können, wieviel es wann gibt.

von walking_desaster - am 28.10.2016 08:12
- fetter Vergütungsabschluss? Wann? Was ist bei dir fett?

- jedes Jahr? Hab ich was verpasst? Der letzte Tarifabschluss ist gefühlt schon so lange her dass ich - ohne nachzusehen - nicht mal mehr wüsste, wann, was, wieviel und wie lange.

- Streikgeld bei Streik? Welcher Streik? Die letzten Streiks die die GdF bei der DFS ausrufen wollte waren so dilletantisch vorbereitet dass es nicht dazu kam (streiken in ungekündigte TV hinein, etc.). Unter den heutigen Rahmenbedingungen sehe ich keine Möglichkeit mehr für einen Fluglotsenstreik mehr. Dafür hat die GdF viel zu wenig Kontrolle über die Medien.

Die Liste liesse sich noch ewig lang fortsetzen...

von Obscured - am 28.10.2016 15:57
Ich hab geschrieben, dass Du das viele Geld eben nicht für einen fetten Abschluss jedes Jahr bezahlst, sondern für vieles Andere. Detaillierte Informationen darüber, was alles mit dem Geld passiert, erfährst Du entweder bei Deinem Obmann oder auch mal im Flugleiter usw.
Die (nicht stattgefundenen) Streiks wurden hier in epischer Breite diskutiert. Auch die angeblich dilettantische Vorbereitung usw. Wenn Du trotz aller Informationen zu dem Thema so denkst, ist das eben so.
Die meisten sind ganz zufrieden, wenn nicht gestreikt wird, für Verhandlungen ist es trotzdem nicht verkehrt, wenn genug Geld in der Streikkasse ist.

Wenn Du weiterhin glaubst, mit Beiträgen hier im Forum tatsächlich was ändern zu können, ist auch das wohl nicht zu ändern. Viel Erfolg!
Erfolgsversprechender wäre sich an die entsprechenden Entscheidungsträger und -gremien zu wenden. Bringt aber auch nur dann was, wenn man mit Argumenten überzeugen kann und ne Mehrheit hinter sich bringt/weiß.

Schönes Wochenende!

von walking_desaster - am 29.10.2016 10:50
So jetzt gibt es mal einige Fakten. Die GDF befragt für die VTV immer einen Teil ihrer Mitglieder, was diese sich denn so wünschen. In den letzten Jahren waren die VTV Abschlüsse niedriger als sonst, lagen aber knapp über dem Durschnitt der Wünsche der befragten Mitglieder. Ich habe selbst Befragungen durchgeführt, da gab es natürlich auch Ausreisser nach oben und unten. Das Ergebnis der Befragungen wurde durch das Verhandlungsergebnis leicht übertroffen. Wer in den letzten Jahren sich 3% gewünscht hat war leider deutlich in der Minderheit, da gab es sehr viele Mitglieder, die Nullrunden (sogar Lotsen) gefordert haben.
Wer heute von schwachen Ergebnissen der letzten Jahre redet, dem muss ich sagen, dass es Wille der Mitglieder war.
Unglaublich, aber es gab in einem Center Austritte wegen zu hoher VTV Abschlüsse in den letzten Jahren.
Warum dauert es lange mit dem VTV?
Bitte erinnert Euch, erst nach einem Abschluss des Struktur TV wird der VTV verhandelt. Dies wurde in der Vergangenheit genügend kommuniziert. Im November finden 2 Verhandlungen zum Struktur TV statt.
Öffentlicher Dienst 4,5%! Ergebnis 2016 2,4% und 2017 2,35% aber für 2 JAHRE!!!!
Ist mir wurscht, da nicht Luftfahrtbranche.
UFO 5% für 3 JAHRE!!!!!
Mal schauen, was die GDF in naher Zukunft erreichen kann......

von Inside out - am 31.10.2016 20:49
Zitat

"da gab es sehr viele Mitglieder, die Nullrunden (sogar Lotsen) gefordert haben"

Blablablabla

von Blablablabla - am 01.11.2016 14:02
Immer wenn man denkt, das Niveau ist am Tiefpunkt angekommen, findet einer eine Schaufel und fängt an zu graben...

Hast Du gar nix konstruktives beizutragen?

von walking_desaster - am 01.11.2016 22:36
Wenn Leute Nullrunden fordern oder gar wegen zu hoher Tarifabschlüsse aus der Gewerkschaft austreten ist das nur mehr ein Beweis wie dämlich manche Leute sein müssen!

Erschreckend, dass diese Leute angeblich auch noch als Fluglotsen arbeiten sollen. Ich mag es kaum glauben. Ich hoffe wirklich sehr, das dies nur Luftblasen von Inside out sind, die er nur anführt um seinen Worten gewicht zu geben. Ich hoffe es wirklich sehnlichst.

In meiner EBG und rundherum sind jedenfalls seit Jahren diejenigen, die meinen wir hätten in den letzten Jahren (seit GdF) zu hoch abgeschlossen, deutlichst in der Minderheit. Ich rede hier von 2 oder 3 Hanseln. Die üblichen Verdächtigen, die gegen Alles und Jeden sind.

Viele andere sind ausgetreten, gerade weil eben nicht hoch genug gefordert und konsequent genug gehandelt wurde. Das nahm mal mit M.S. kurze Zeit eine andere Richtung. Aber dies wurde ja leider schnell beendet. Es bleibt zu hoffen das sich aufgrund der Beweungen im Vorstand bald wieder ein Kurs in die richtige Richtung einstellt.

Was in der Vergangenheit tatsächlich viel zu hoch ausgefallen ist, sind die Zeitvorteile die man sich - insbesondere von den innerhalb der GdF überrepräsentierten EBGen - gegönnt hat. Wenn man diese Zeitvorteile in Geld umrechnen würde, ja, dann in der Tat haben wir viel zu hoch abgeschlossen.

Blöderweise ist davon in meiner EBG und in vielen anderen nichts aber auch rein gar nichts angekommen. Belastungsausgleich etc. hat bei uns zu nix geführt. Ich arbeite nach wie vor genauso lange wie vor 10 Jahren, habe jetzt sogar weniger Pause als vor 10 Jahren und habe nur marginal mehr Urlaub/Kur. Kur eigentlich auch nur aufm Papier. Die Kur ist genauso lang, zählt halt nur die Anreise jetzt mit. Dafür darfste dann aber auch keine Sekunde früher Heim fahren, sonst haste gleich ein Date mit dem COS.

Schaut man sich die Daten bei der Hans-Böckler-Stiftung an, stellt man fest, dass die GdF teilweise weit unter den Ergebnissen anderer Branchen bleibt. Selbst der ÖD ist besser gefahren und die haben weiss Gott nicht gut abgeschlossen. Andere Wirtschaftszweige haben zum Teil deutlich über der GdF abgeschlossen und das obwohl diese Branchen teils schwer angeschlagen waren/sind.

Einfach nur ein oder zwei Abschlüsse hier reinschmeissen reicht nicht. Da muss man sich schon mal tiefer reinwühlen wenn man verstehen will warum die Abschlüsse der GdF das Gelbe vom Ei nicht sind und waren. Guckst Du hier:
Datenbank Tarifabschlüsse

Wie gesagt: nur mit den Teil exorbitanten Stundenverringerungen/Urlaubsvergütungen einiger weniger EBGen sind die Abschlüsse gut gewesen. Das hilft aber ca. 2/3 aller EBGen in der DFS nicht, weil diese daran nicht partizipieren konnten.

Ist alles nicht mehr meine Flugsicherung...wie man ja auch im neuen transmission lesen konnte.

von Obscured - am 02.11.2016 13:34
Zitat

"Was in der Vergangenheit tatsächlich viel zu hoch ausgefallen ist, sind die Zeitvorteile die man sich - insbesondere von den innerhalb der GdF überrepräsentierten EBGen - gegönnt hat. Wenn man diese Zeitvorteile in Geld umrechnen würde, ja, dann in der Tat haben wir viel zu hoch abgeschlossen."

Es müssen mehr von den anderen EBGen in die GDF eintreten, um ebenfalls überrepräsentiert zu sein. Dann wird Ihnen auch geholfen. Ihr habt es selbst in der Hand.
Für die Admins gibt es sowieso den tollen Strukturtarifvertrag.

von GGDDFF - am 02.11.2016 17:06
Jetzt sind die Forderungen raus und keine Meckerei!?
Nur so viel..... ich finde die Forderungen absolut angemessen!

von Unwissender3 - am 11.11.2016 20:51
Wenn ich die GdF Info richtig verstehe, wollen wir Altersteilzeit aber keine Abschlaege dafuer, oder anders gesagt, dann Kompensation auf die volle betriebliche Altersvorsorge.
Das wird nichts. Und finde ich auch unangemessen.
Weniger Arbeit fuer den AG, also weniger Kohle in der betrieblichen Alterversorgung, das sollte doch, wie ueberall in der Wirtschaft, jedem klar sein?
Dafuer dass wir bei weniger Arbeit auch in der Rente nicht weniger bekommen, sorgen allein unsere guten Gehaelter, die uns ueber den Bemessungsgrenzen halten. Ansonsten wuerde die Nahles uns auch wohl auslachen, wenn wir in der Rente Kompensation wg Teilzeit forderten.
Uebrigens, da in der Rente ist echt ein Loch naemlich zwischen 63 und dem gesetzlichem Eintrittalter ohne Abschlaege.

Darf ich fieser Weise mutmaßen, dass da gerade Teilzeitlern ein Licht aufgegangen ist?
Ich streike da nicht fuer, glaube ich jedenfalls zur Zeit nicht.
Aber vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch, und ich habe mich verlesen.

Den Rest finde ich gut. Danke!

MkG

von Doch, ich! - am 11.11.2016 22:24
Über die Altersteilzeit wird ja noch gesondert berichtet.
Mir geht es eher um die Gehaltsforderung passend zu diesem Thread.
Ich bin damit zufrieden, hätte nur gedacht, dass hier wieder die Nörgelei losgeht.
Wollte aber niemanden dazu anstacheln.
Vielleicht können die Nörgler ja auch mal zugeben, wenn was ok ist.

von Unwissender3 - am 12.11.2016 07:31
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