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Tarifforderung 2016/2017

Startbeitrag von Ronald Heyne am 14.11.2016 21:46

Dann machen wir daraus mal ein neues Thema:

Die Forderung der GdF lautet:
- Erhöhung der Tabellengehälter (VTV) und der sonstigen Entgelte (VTV-A und ZTV) um linear 3,6% für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2016;
- Erhöhung der Tabellengehälter (VTV) und der sonstigen Entgelte (VTV-A und ZTV) um linear 3,6% für den Zeitraum vom 01.01.2017 bis 31.12.2017.

Daneben gibt es noch das Thema Strukturtarifvertag.

Viele Grüße

Ronald

Die 50 interessantesten Antworten:

1.

ist dieses sehr späte Verhandeln und Abschließen eigentlich Absicht???

bei ein paar Monaten sage ich nichts, ist man ja gewöhnt....

aber jetzt zum wiederholten mal kriegen wir die Kohle erst Minimum 1,25 Jahre später, natürlich unverzinst....

sind auch nicht alle Lotsen oder andere Großverdiener.....


2.
was soll das mit Strukturtv? glaubt die gdf es kommt ein Kahlschlag bei den non-ops? bis jetzt hat der Abbauch auch sehr gut ohne Kündigungen funktioniert...

von Wissende - am 23.11.2016 17:29
Frag mal die in der Uebergangsversorgung(sind ja immerhin noch Mitarbeiter). Die sehen die 'Einmalzahlung' nie. Auf gut Deutsch, die machen dann minus, bei 6 Monaten ist das dann schon mal die halbe Gehaltssteigerung. Und die Dfs wird sich wieder Zeit lassen. Das spart. Und die Gewerkschaft wird nix dagegen tun. Wie seit Jahren. Nur vergessen die, das sie in ein paar Jahren in genau diesen "Genuss" kommen werden.
:sneg:

von muci - am 26.11.2016 20:20
Diese Info war ziemlich genau so in der TK-Info vom 2.12. veröffentlicht:

Konzern -> Einigung schon länger da
Struktur -> letzte Details noch in der VTV-Runde zu klären, zum Rest: Einigung da
VTV -> Verhandlungsrunden stehen noch an, evtl. bereits Abstimmung in der TK am 20./21.

Wenn Du die Mail nicht bekommen hast, liegt es nicht daran, dass es die TK nicht kommuniziert.

von walking_desaster - am 14.12.2016 12:55
Wenn man nur genau liest....
In der Info stand auch, dass am 5.12. weiterverhandelt wird. Dann wollte man zum Abschluss kommen. Man habe sich aber vorsichtshalber einen weiteren "Slot" kurz vor Weihnachten geblockt.
Daher meine Frage, ob es Neuigkeiten gibt!?
Die wurde ja auch schließlich beantwortet. Danke nochmal dafür.
Nichts für ungut walking desaster!

von Tarifangestellter - am 14.12.2016 13:29
War nicht als Vorwurf gemeint. Ich dachte nur, vielleicht hast Du die Mail tatsächlich nicht bekommen. Dann hättest Du nachforschen können, woran das lag. Aber dann passt ja alles.

Wenn es keinen neuen Sachstand gibt, macht ne neue Mail nach 3-4 Tagen meiner persönlichen Meinung nach wenig Sinn, auch wenn ich genauso gespannt bin, wie jeder andere auch. Ich gehe auch davon aus, dass vor Weihnachten nochmal ne Info kommt.

Grüße!

von walking_desaster - am 15.12.2016 14:02
Tolle Info grad per Email....
für GDF-Miglieder gibt es ein Bonbon. Schön, tolle reaktionäre Aktion. Ein weiterer Keil wird in die Belegschaft getrieben. Bin gespannt wie viele bedürftige DFS'ler für ein paar Euro mehr (wieder) eintreten. Und wieviele den Arsch in der Hose haben und es nicht tun bzw. austreten. Mal so zum Nachdenken...aber gut, warten wir die Details ab. Und sehnen den Ruhestand herbei...

von Jokkmokk - am 21.12.2016 17:09
Zitat
Jokkmokk
Tolle Info grad per Email....
für GDF-Miglieder gibt es ein Bonbon. Schön, tolle reaktionäre Aktion. Ein weiterer Keil wird in die Belegschaft getrieben. Bin gespannt wie viele bedürftige DFS'ler für ein paar Euro mehr (wieder) eintreten. Und wieviele den Arsch in der Hose haben und es nicht tun bzw. austreten. Mal so zum Nachdenken...aber gut, warten wir die Details ab. Und sehnen den Ruhestand herbei...


Nicht reaktionär, sondern RICHTIG und ÜBERFÄLLIG!!!

von gdf-mitglied - am 21.12.2016 18:08
Ich mache jetzt mal was verwegenes und oute mich als Nicht-Mitglied.
Ich persönlich finde es tatsächlich auch richtig, dass wir in anderen Berufsgruppen auch,
die Gewerkschaftsmitglieder eigene 'Bonbons' bekommen. Alles gut. Es sei von Herzen gegönnt.

Könntet Ihr mir trotzdem vielleicht mal den Inhalt der Mail zur Verfügung stellen? Ich bekomme sie ja logischerweise nicht!

Danke!

von Nicht Mitgl. - am 21.12.2016 18:55
Info aus der GdF-App:

Zitat

Der neue Vergütungstarifvertrag sieht eine rückwirkende Erhöhung der Vergütungen ab 1. Januar 2016 um 1,5 Prozent vor.

Weitere Erhöhungen erfolgen dann zum 1. April 2017 um 2,0 Prozent, zum 1. April 2018 um weitere 2,0 Prozent sowie zum 1. April 2019 um 2,7 Prozent.

Die Gesamtlaufzeit des Vergütungstarifvertrages beläuft sich auf insgesamt 48 Monate. Alle anderen Details des Abschlusses werden wir in einer ersten Info, morgen beginnend, in weiteren Schritten erläutern.


von RobertK81 - am 21.12.2016 21:56
Käse? Mag sein. Aber um Käse wie meinen zu verhindern sollte man vielleicht eine anständige Kommunikation betreiben. Das war schon immer ein Problem bei der GDF. Wenn also nur einige Krümel ausgestreut werden dann kann eben auch nur darauf reagiert werden. Genau das habe ich getan. Sowas lässt sich verhindern indem man den Leuten nicht nur eine dummerhaftige, zusammenhanglose Tatsache hinschmeisst, sondern entweder das gesamte Paket oder gar nix. Und mit Käse von sich geben bin ich bei DFS und GDF in guter Gesellschaft.

Frohes Fest!

von Jokkmokk - am 22.12.2016 11:32
@ Jokkmokk

" dummerhaftige, zusammenhanglose Tatsache hinschmeisst"
So ein Quatsch, aber du gehst ja bald in den Ruhestand...
Du solltest dich nicht immer so schnell aufregen und positiv denken....

Es ist schon eigenartig, dass man nur hier das Rumgenörgele liest.
Über WhatsApp! gibt es bisher nur positive Kommentare. Die können ja wohl nicht alle irren. Aber warte die Fakten ab und dann Feuer frei.

von irgendwer! - am 22.12.2016 13:44
Diese Einigung ist ein Witz. Dafür jedes Streikrecht in den kommenden vier Jahren
auf Eis zu legen einfach nur lächerlich. Keine Gewerkschaft dieser Welt unterschreibt derzeit einen Tarifvertrag, der über zwei Jahre hinaus geht.

Apropos Streik: Ich denke doch, dass aufgrend des verlorenen Urteil bzgl Streik in Frankfurt der ach so tolle Anwalt unserer GDF Schadenersatz leisten wird.
Ich werde jedenfalls nicht mit meinen Beiträgen jemanden bezahlen, der es nicht schafft, einen simplen Streik rechtlich im Vorfeld abzuklären.

von JingleBells - am 13.01.2017 13:57
Den Trick mit den (überhöhten) Forderungen aus dem einen TV zur Stützung von Forderungen aus dem anderen TV kennst Du schon? Zuletzt erfolgreich bei DLH dirchgeführt. So kann man es dem unwilligen Vertragspartner so oder so teuer machen.

Dieses Instrument hat die GdF ohne Not aus der Hand gegeben. Stattdessen verlegt man sich im Vorstand auf Hoffen dass die DFS bei den nächsten Verhandlungen weiterhin kooperativ bleibt.

Das nenne ich mindestens naiv.

von Weihnachtsmann2 - am 14.01.2017 20:49
@Weihnachtsmann2:

Wenn die Versorgung verhandelt wird, weil der Tarifvertrag ausgelaufen ist und eine der Parteien Änderungsbedarf hat, dann darf die GdF bei Scheitern der Verhandlungen auch streiken. Mehr Taktik braucht kein Mensch.
Der von dir angesprochene "Trick" ist doch in Wirklichkeit überhaupt nicht notwendig, es ist auch fraglich, ob der überhaupt funktioniert.
Die Gerichtsverhandlungen der jüngeren Vergangenheit zeigen deutlich, dass es von Nachteil ist, wenn man Forderungen zu verschiedenen Tariffragen miteinander verknüpft, es wächst nämlich die Gefahr, dass man für Sachen streikt, die noch geregelt sind.
Deshalb ist es besser, eine Frage abzuschliessen, bevor die nächste in Angriff genommen wird.

von clearsky - am 15.01.2017 16:44
Red mal mit Deinem Obmann/Mitglied in der TK oder geh zu ner ÖMV. Ich hab nicht das Gefühl, dass Dir vollumfänglich klar ist, was da verhandelt wurde und wo der Unterschied zwischen der jetzt verhandelten und abgeschlossenen Altersteilzeitregelung (unter anderem) und den Sachen ist, die 2018 vielleicht verhandelt werden könnten.

"Bei dem Anwalt..." Die Aussage ist so oft schon diskutiert worden und noch ist es so, dass die GdF bisher letztinstanzlich immer Recht bekommen. Auch die Fraport-Geschichte ist noch nicht letztinstanzlich ausgefochten. Abwarten.

"bei diesen seltsamen Gerichtsurteilen..." ist es ohnehin egal, was man macht, weil jeder(!) Streik anfechtbar ist und damit potentiell Schadenersatzansprüche generiert, wenn man zwei/drei der letzten Urteile kombiniert.

Ansonsten gilt das, was clearsky geschrieben hat. Mehr Taktik braucht kein Mensch! Das Risiko, bei Streiks zu mehreren Themen gleichzeitig ein seltsames Urteil zu bekommen, sprechen eher für die jetzt abgeschlossene Laufzeit als dagegen.

von walking_desaster - am 16.01.2017 09:09
Oh ich glaube wir (JingleBells und ich) wissen schon was verhandelt wurde und können das scheinbar auch richtig einordnen. Vor allem schmeissen wir nicht Altersteilzeit (für nonOps) und ÜV in einen Topf.

Hinsichtlich des Anwalts wurde mehrfach von seitens GdF (via Anwalt) in ungekündigte Forderungen versucht zu streiken. Dies teilweise so offensichtlich, dass ich von (aussenstehenden) Juristen darauf angesprochen wurde, wie das denn möglich sein soll.

Die Schlagkräftigkeit der GdF wurde hier extrem durch eigene Fehler behindert, noch bevor sie wirklich entstehen konnte.

Zum Thema 20%-Taktik brauche und will ich nicht weiter drauf eingehen. Entweder man versteht es oder man ist zu dumm dazu. Wer sich ansieht was bei der DLH seit Jahren abgeht und wie VC das Ding jetzt anpackt, der kann sich bei dem DFS/GdF Abschluss nur an den Kopp fassen.

von Weihnachtsmann2 - am 16.01.2017 12:47
Zitat
Weihnachtsmann2
...
Zum Thema 20%-Taktik brauche und will ich nicht weiter drauf eingehen. Entweder man versteht es oder man ist zu dumm dazu. Wer sich ansieht was bei der DLH seit Jahren abgeht und wie VC das Ding jetzt anpackt, der kann sich bei dem DFS/GdF Abschluss nur an den Kopp fassen.


@ Fakee (Wm2)
Zu den ersten beiden Sätzen sei gefragt, warum Du nicht die Geschicke in die Hand nimmst. Du kennst Dich ja anscheinend gut aus. Vielleicht lernen die dann was Neues, die Stümper, die freiwilligen!
Zum letzten Satz sei gefragt, ob Du gar nicht merkst, wie sich DLH in CLHjump, EWG-longrange, EWG allgemein und EWG-international zerlegt. Wie wahrscheinlich 40 Airbusse für DLH durch BER betrieben werden. Wie NFFs keine Anstellung mehr bei Klassik bekommen. Wie gar nicht mehr ausgebildet wird.
Hier kennst Du Dich anscheinend ja gar nicht aus.

Also lass doch lieber die Finger davon und ätz hier weiter, so schön anonym.

Die VC sägt sich, den anderen Sparten und den Klassikern gerade bezüglich Meier's dermassen den Ast ab, dass das Geräusch nicht mehr nur zartes Fuchsgeschwanzl ist, sondern eher ein Kettensägenmassaker.
Ich glaube, das hat sogar der Wesel-sky von der GdL vernommen.

von Weihnachten is um! - am 16.01.2017 15:22
Dieses "in einen Topf werfen" habe ich auch nicht gemacht. Den Eindruck, dass JingleBells das machen könnte, hatte ich dagegen schon. Deshalb der erste Satz. Aber Du hast ja schon für ihn geantwortet. Sehr praktisch.

Die Meinung dieser "aussenstehenden Juristen" ist aber nicht mehr wert, als die letzinstanzliche Entscheidung vor Gericht, welche bisher immer(!) zu Gunsten der GdF gefällt wurde. Also scheint der Anwalt der GdF nicht so völlig daneben zu liegen.
Bei einem Streik findet sich immer was, das eventuell in einen ungekündigten Tarifvertrag hineinragen könnte und sei es noch so sehr an den Haaren herbeigezogen.

"Wir fordern 20% und streiken dafür", um an völlig anderer Stelle eine Einigung zu erzielen, hat übrigens letztes Jahr einen Streik der VC recht zügig beendet. Entweder ich hab an der Stelle, wo ich eine Verbesserung/Änderung erzielen will, prinzipiell das Recht zu streiken, oder ich bekomme vor Gericht erklärt, dass ich das lieber lassen sollte. Damit stehen wir wieder bei der Aussage von clearsky: Mehr Taktik braucht kein Mensch!

Vielleicht schaffst Du es in weiteren Postings von Verunglimpfungen abzusehen, das ist ganz schlechter Stil.

von walking_desaster - am 17.01.2017 10:12
Bei der LH bekommt jede Pilotin und jeder Pilot AUTOMATISCH JEDES JAHR 3 PROZENT mehr durch AUTOMATISCHE HÖHERGRUPPIERUNGEN JEDES JAHR!

Das ist bei denen dort so wie wenn es bei uns die 9.1 bis 9.20 geben würde!

Dazu on top (!) kommen noch die Forderungen der jeweiligen LH/VC-Tarifrunden.


Man muss ja nicht gleich 3 Prozent pro Jahr bei uns einführen, aber der jetzige Abschluss ist nicht nur "mindestens naiv", sondern so miserabel, dass eine objektive Beschreibung hier aus Höflichkeitsgründen nicht erfolgenn kann.


Zitat
Weihnachtsmann2
Den Trick mit den (überhöhten) Forderungen aus dem einen TV zur Stützung von Forderungen aus dem anderen TV kennst Du schon? Zuletzt erfolgreich bei DLH dirchgeführt. So kann man es dem unwilligen Vertragspartner so oder so teuer machen.

Dieses Instrument hat die GdF ohne Not aus der Hand gegeben. Stattdessen verlegt man sich im Vorstand auf Hoffen dass die DFS bei den nächsten Verhandlungen weiterhin kooperativ bleibt.

Das nenne ich mindestens naiv.


von Noch-GDFler - am 17.01.2017 13:06
Zitat
clearsky
Die Gerichtsverhandlungen der jüngeren Vergangenheit zeigen deutlich, dass es von Nachteil ist, wenn man Forderungen zu verschiedenen Tariffragen miteinander verknüpft, es wächst nämlich die Gefahr, dass man für Sachen streikt, die noch geregelt sind.


NEIN!

Es wurde einzig und allein gezeigt, dass die sogenannten "Experten" der Kanzlei xxx nicht mal die grundlegendsten Basics verstehen!

Wenn ich die vergangenen Forderungen einem x-beliebigen Abiturienten zur Durchsicht gebe mit Bitte um Abgleich, ob andere TVs betroffen sind, so wird dieser x-beliebige Abiturient auf jeden Fall eine richtigere Antwort geben als die sogenannten "Experten" der Kanzlei xxx.

Zumal das Problem ja nicht das erste Mal aufgetreten ist. Dumm ist nicht wer einen Fehler macht, sondern wer daraus nicht lernt.

von Noch GDFler - am 17.01.2017 13:10
Zitat
Noch-GDFler
Bei der LH bekommt jede Pilotin und jeder Pilot AUTOMATISCH JEDES JAHR 3 PROZENT mehr durch AUTOMATISCHE HÖHERGRUPPIERUNGEN JEDES JAHR!

Das ist bei denen dort so wie wenn es bei uns die 9.1 bis 9.20 geben würde!

Dazu on top (!) kommen noch die Forderungen der jeweiligen LH/VC-Tarifrunden.

Man muss ja nicht gleich 3 Prozent pro Jahr bei uns einführen, aber der jetzige Abschluss ist nicht nur "mindestens naiv", sondern so miserabel, dass eine objektive Beschreibung hier aus Höflichkeitsgründen nicht erfolgenn kann.


Zitat
Weihnachtsmann2
Den Trick mit den (überhöhten) Forderungen aus dem einen TV zur Stützung von Forderungen aus dem anderen TV kennst Du schon? Zuletzt erfolgreich bei DLH dirchgeführt. So kann man es dem unwilligen Vertragspartner so oder so teuer machen.
Dieses Instrument hat die GdF ohne Not aus der Hand gegeben. Stattdessen verlegt man sich im Vorstand auf Hoffen dass die DFS bei den nächsten Verhandlungen weiterhin kooperativ bleibt.
Das nenne ich mindestens naiv.



Das System hatten wir früher auch! Wir als Kollegen haben es in der DFS aber als gerechter angesehen, allen in der gleichen Stufe stehen Kollegen, die gleiche Zahlung zukommen zu lassen. Damals wurde das dann vereinheitlicht und allen (gerade den Neulingen) mehr Gehalt gezahlt.
Und jetzt willst Du das wieder einführen?
Oder willst Du festgeschriebe 3 % für ein Gehalt? Das müsstest Du nämlich gerechterweise.
Glaubst Du das geht durch-jedes Jahr für alle 3%!?

Was meinst Du, wie einfach es ist für eine Flugsicherung oder für Meier's ein AoC o.ä. zu bekommen und schwupp kannst streiken wofür Du willst oder einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben. Und Volkes Zorn ggü. den Hanseaten hat da letztes Jahr schon gehörig an den Politikern gezupft. Ich glaube nicht, das Klassik-Piloten diese Konfrontation auf Dauer gewinnen werden.
Die Zerspanung der Firma DLH ist längst im Gange. Siehe Swiss und Austrian Re-loaded.
Da ist es schlauer, ein kommendes Problem singulär zu betrachten. Und ja-Du wirst die neue ÜV mitgestalten müssen. Und nochmal ja-es ist immernoch etwas anderes, ob ein Lufthansa Pilot im Scheinwerfer auftritt oder ein Fluglotse etwas meint.
Schau mal, wie das war mit Austrocontrol an deutschen Plätzen. Das ging so schnell, dass sogar unsere Firma sich die Augen gerieben hat.

von passed Xmas - Easter next - am 17.01.2017 13:52
Uii, jetzt gehts aber richtig ab hier. Also, dann wollen wir mal:

Zitat
walking_desaster
...nicht mehr wert, als die letzinstanzliche Entscheidung vor Gericht, welche bisher immer(!) zu Gunsten der GdF gefällt wurde. Also scheint der Anwalt der GdF nicht so völlig daneben zu liegen.


Eben nicht. Es gab in den Jahren seit Gründung der Tariffähigkeit der GdF (soweit ich mich erinnere) genau 2 Situationen, in denen es wirklich mehr als 5 vor 12 war und ein Streik unmittelbar bevor stand und genau 1 Mal wurde tatsächlich gestreikt. In 2 von den 3 Fällen ging es um Streiks ausserhalb der DFS und in einem Streik ging es um einen Tarifkonflikt ausschließlich innerhalb der DFS. In 2 von 3 Fällen wurde der Streik vor Gericht untersagt, weil die GdF sowas von eindeutig in noch nicht gekündigte Tarifverträge reinstreiken wollte. Hierbei war es vor allem beim gescheiterten Streik innerhalb der DFS extrem eindeutig.

Dies hat auch alles nichts mit der nachträglichen Beurteilung der Rechtmäßigkeit des Fraport-Streiks zu tun und wie das wiederum ausgehen wird ist ja immer noch nicht geklärt und wird auch noch einige Jahre dauern.

Du musst hier unterscheiden zwischen der nachträglichen Betrachtung nach durchgeführtem Streik und untersagtem Streik.

Hier hat sich die Rechtsberatung der GdF nicht besonders mit Ruhm bekleckert. Auch die Fraport-Sache hätte so nicht passieren müssen, das war vorhersehbar.

Daher auch mein Hinweis auf die "20%-Methode". Das ist einfach und zunächst durchaus praktikabel. Erstmal unglaubliche Forderungen anstellen und sich dann über den daraus entbrennenden Streik auch bei den anderen Punkten "einigen". Was man dann hinterher tatsächlich für einen Abschluss erreich steht auf einem anderen Blatt.
Aber man ist auf der sicheren Seite. Ein Vergütungsstreik ist rechtmäßig und kann nur schwerlich angegriffen werden, auch rückwirkend. Die Argumentation für ein Urteil gegen einen solchen Streik muß mir erst mal einer vorführen.



Zitat
Weihnachten is um!
ob Du gar nicht merkst, wie sich DLH in CLHjump, EWG-longrange, EWG allgemein und EWG-international zerlegt. Wie wahrscheinlich 40 Airbusse für DLH durch BER betrieben werden. Wie NFFs keine Anstellung mehr bei Klassik bekommen. Wie gar nicht mehr ausgebildet wird.
Hier kennst Du Dich anscheinend ja gar nicht aus.


Ich glaube hier trifft Du den falschen Schluss. Ich habe nicht gesagt, dass ich das Vorgehen von VC im gesamten Konzernkontext befürworte. Ich bin lediglich der Meinung, dass bei VC bezüglich der Tarifverhandlungen wesentlich taktischer vorgegangen wird als dies jemals bei der GdF der Fall war.

Im übrigen sägt nicht die VC an ihrem Ast. Das ist mal wieder eine Verdrehung von Ursache und Wirkung. Zuallererst hat das Milliardärsarschloch einer nordwesteuropäischen Billigairline am Ast gesägt und dann haben die Milliardärsschergen der anderen Airlines die Kettensäge in die Hand genommen und weiter gemacht. Jetzt wehren sich die Astbewohner eben nochmal kurz bevor sie runterfallen. Was sollen sie auch sonst machen? Einfach nix? Oder sich wie bei Niki für 1800€ verscherbeln? Wie Oxfam aktuell feststellte haben die reichsten 8 Menschen (!) der Erde mehr Geld als die ärmere Hälfte der Menschheit. Da sitz der Feind, nicht bei der VC. Du fällst mit deinem Geschreibsel auf "divide et impera!" herein.

Dich möcht ich im übrigen sehen, wenn Du auf einmal mit 54 Jahren gesagt bekommst, dass Du nun bis 60 weiterarbeiten sollst. Wenn Du das nicht willst kannst Du ja einfach mit 55 gehen...eben nur mit Abschlägen. Ob Du dann auch noch solche Töne spuckst? Mal sehen, 2018 wissen wir mehr, wenn die DFS die Hosen runtergelassen hat und wenn Du dann überhaupt noch in der Firma bist?



Zitat
passed Xmas - Easter next
Das System hatten wir früher auch! Wir als Kollegen haben es in der DFS aber als gerechter angesehen...


Och nö. Hier wird mal wieder viel gemixt was nix miteinander zu tun hat. Eine über die ganze Karriere gehende Senioritätssteigerung à la Beamtenbesoldung (und bei der LH handelt es sich um ein Residuum dieser Regelung) hat es bei der DFS nie gegeben. Das gab es zuletzt bei der BFS. Bei der DFS gab (und gibt) es die VG8 und die VG9. Innerhalb der VG gab es die "Senioritätsstufen" nach 1, 3 und weiteren 4 Jahren. Unterschiede gab es doch nur in der operativen Zulage. Diese war für die VG8 (Junior-Lotse) ca. 1000DM geringer als für nen VG9er (Senior-Lotse). Weiterhin war die operative Zulage vom Standort abhängig.

Ich fand dieses System durchaus gerechter als das Neue. In Bremen ist es eben nun mal billiger als in München oder Langen. Punkt. Da kannste dich jetzt drehen wie Du willst, so ist es einfach.

Und als 21jähriger Single brauchst Du auch nicht sofort 6000€ Netto im Monat. Es sei denn Du hast das Haus voller Kinder. Aber wer hat das denn heute schon? Vollkommen abgehoben was da läuft...und nebenbei meist nicht an Leistung(sbereitschaft) und -fähigkeiten geknüpft.

Diese Ausgaben für die Anfänger im Job belasten das Unternehmen nämlich wirklich unnötig.

Und wenn es 2018 dann in die Bütt geht, streike ich vor allem für die Interessen der Youngsters mit, die meistens rumkrähen sie würden doch schon genug Geld verdienen. Na Prost. Und diese Leute sind eben - bar jeglichen Überblicks - mit den Abschlüssen zufrieden.

Ich sage: träumt ruhig weiter! Das Aufwachen kommt dann 2018. Bis dahin hoffen wir also auf die Gutmütigkeit des Arbeitgebers. Das nenne ich Gewerkschaftsarbeit par excellence und insofern Stimme ich in den Reigen von noch-GDFler und JingleBells mit ein.


P.S.: stimmt es eigentlich niemanden nachdenklich, dass kurz bevor der neue Vorstand Tarif- und Recht ins Amt geht so ein langfristiger Abschluss getätigt wird. Wollte da irgendwer jemandem noch ein Ei ins Nest legen damit der in der Zukunft nicht mehr viel machen kann? So à la Amtsübergabe Obama/Trump?
Wenn ich mir die Akteure so ansehe, weiß ich nicht was ich davon halten soll.

von Weihnachtsmann2 - am 17.01.2017 17:45
@NOSENSE

Gelächter! Zu jedem einzelnen deiner Worte. Halbwissen und falsche Schlussfolgerungen legst nur Du an den Tag.

Mein Vorschlag: 2019 treffen wir uns hier nochmal und kramen meinen Beitrag nochmals vor. Dann sehen wir wer Recht hatte.

P.S.: bisher waren meine Prognosen und Bewertungen seit Anfang der 90er zutreffend und sind leider mit erschreckender Präzision so eingetreten.

von Weihnachtsmann2 - am 18.01.2017 10:14
Zitat
Weihnachtsmann2
Mal sehen, 2018 wissen wir mehr, wenn die DFS die Hosen runtergelassen hat und wenn Du dann überhaupt noch in der Firma bist?


Und wenn es 2018 dann in die Bütt geht, streike ich vor allem für die Interessen der


kannst du das mit 2018 noch mal konkretisiere?

was kommt da bzw. soll da kommen?

von ?????? - am 18.01.2017 11:26
Und Du solltest unterscheiden zwischen einer einstweiligen Verfügung, mit der ein Streik kurzfristig untersagt wird und einer Gerichtsverhandlung, in der er als tatsächlich rechtswidrig erklärt wird. Eine einstweilige Verfügung sagt erstmal nix anderes, als dass sich das Gericht nicht sicher ist, ob ein Verstoß gegen geltendes Recht vorliegen könnte. Dann wird im Zweifel erstmal entschieden den Streik vorläufig zu untersagen, um für eine Hauptverhandlung genug Zeit zu haben, genau diese Entscheidung zu treffen. Gerade auch bei dem nicht unbeträchtlichen Schaden, den ein Streik in unserem Bereich anrichtet. Viel weiter ging's DFS-intern selten bis gar nicht. Am Ende kam es nie zu einem großflächigen Ausstand, sodass diese Frage DFS-intern nie letztinstanzlich beleuchtet wurde.
Die Fraport-Sache solltest Du nochmal recherchieren, welche Themen genau vor Gericht als problematisch erachtet wurden und was genau womit verknüpft wurde. Das war nicht vorhersehbar. Selbst die Gegenseite hat ihre Chancen hinter vorgehaltener Hand als gering erachtet, damit durchzukommen. Deshalb ist es schon recht weit aus dem Fenster gelehnt zu sagen, das sei absehbar gewesen.

Der letzte Versuch zu der 20%-Methode, die Du als Weisheit letzter Schluss so unbeirrbar versuchst zu verkaufen: Die VC hat genau das gemacht und vor Gericht wurde ihr erklärt, dass sie im Hintergrund andere Ziele verfolgt. Deshalb wurde der Streik erstmal vom Richter gekippt. Warum soll uns das gleich nochmal anders gehen?
Wir sind eben nicht auf den guten Willen der DFS angewiesen, wenn es 2018 in die Verhandlungen gehen sollte. Aber selbst das "ob" ist ja noch nicht mal klar. Trotzdem laufen die Vorbereitungen für den Fall der Fälle. Und an der Stelle ist es genauso einfach, mit einem gekündigten Tarifvertrag einen Streik zu fahren. Wird das wieder vor Gericht gehen, falls dafür gestreikt werden sollte? Da würde ich Geld drauf wetten. Auch, dass mit einer einstweiligen Verfügung der Streik erstmal kassiert werden könnte, würde ich als wahrscheinlich in Betracht ziehen. Dass er aber langfristig zu unserem Nachteil nicht stattfinden wird, würde ich als sehr unwahrscheinlich ansehen. Das werden wir dann alles sehen, wenn es soweit ist.

Die Gesellschaftskritik mit den reichsten Mitbürgern usw. sei Dir gegönnt, aber an der Situation ändert die GdF alleine mal eben gar nix. Da muss ein großes Umdenken stattfinden und zwar in einem Ausmaß, das es als schönen Traum erscheinen lässt, auch nur ein Fitzelchen mehr Gerechtigkeit in dieser Welt entstehen zu lassen.

Den Kommentar mit dem "Ei ins Nest gelegt" lass ich mal so stehen. Der spricht ganz für sich alleine.

von walking_desaster - am 18.01.2017 12:02
Pffffftttt...ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich mach es jetzt einfach mal scheibchenweise. Offenkundig ist die Mehrheit der hier Schreibenden nicht in der Lage mehrere, komplexe Themenstränge zu verfolgen.

Es sei erlaubt, dass ich mir hieraus (leider) auch ein Urteil über die Urteilsfähigkeit derjenigen bilden muss.



Also, @ walking_desaster, fangen wir mal an Punkt für Punkt deiner Meinung aufzudröseln:

1) Die LH befindet sich seit Jahren mit der VC im Konflikt über mehrere komplexe Themen. Eines davon war u.a. der KonzernTV und die "Übergangsversogung". Gerade weil es so komplex war und so viele Streikziele verfolgt wurden, hat sich die VC dann am 09.09.2016 vor dem LAG Hessen die Klatsche abgeholt und musste den Streik abbrechen. Welche Folgen dass Rückwirkend noch auf Schadenersatz hat, steht wiederum auf einem anderen Blatt.

Dies hat die VC dann zum Anlass genommen um der LH (freundlich ausgedrückt) für ihre Prozesshanselei in die Eier zu treten und ganz geschmeidig lediglich bei der Vergütung 20% gefordert. Da gibt es nämlich nicht viel zu prozessieren. Die LH hat es trotzdem versucht und sich (wie zu erwarten war) beim Arbeitsgericht eine Klatsche abgeholt. Auch das war ziemlich vorhersehbar.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Du entweder nicht auf dem neuesten Stand bist oder hier Sachen unzulässig vermengst.

---

2) Der Unterschied zwischen einer einstweiligen Verfügung im vorläufigen Rechtsschutz und der Entscheidung im Hauptverfahren ist mir vermutlich weitaus geläufiger als Dir. Aber hier kommt es gar nicht darauf an, weil wir scheinbar von unterschiedlichen Ereignissen reden.

---

3) Bezüglich dilettantischer Vorbereitung von Streiks durch die GdF mit (wiederholten) Vorbringens von Forderungen aus ungekündigten TV verweise ich u.a. auf:

Bericht aus der Verhandlung

Ich zitiere aus diesem Thread unser geschätztes Mitglied Volker M:

"der juristische Fehler (Anmerkung dV: der GdF) bei den Forderungen ist ärgerlich. "
...
"Für die GDF bedeutet das jetzt, die Hinweise der Richterin ernst und wahr zu nehmen, die Tarifforderungen anzupassen und erneut der DFS vorzulegen."
...
"Es besteht daher kein wirklich wichtiger Grund an Strukturen oder Personen etwas zu ändern, die GDF sollte nur mit der Taktik der Juristen der DFS rechnen und die Forderungen lieber reduzieren, einfacher gestalten aber dafür 200% juristisch wasserdicht."


Das war 2011. Und? Was gelernt? Nö!


Aber das war ja nicht das erste Mal, dass die GdF gepatzt hat. Gerne auch hier mal nachlesen aus 2006/2007:

Abgeänderte Forderungen der GdF

Zitat:

"dass die GdF-Forderungen zur Integration des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie zur Pauschalierung der Zeitzuschläge gegen die aus dem ungekündigten Manteltarifvertrag (MTV) folgende Friedenspflicht verstießen...Die GdF verzichtet auf Arbeitskampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen „Integration des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes in die Vergütungstabelle“ und „Pauschalierung der Zeitzuschläge“. Und nicht nur dies. Die GdF verzichtet ferner auf eine 24-monatige Laufzeit des neuen Tarifvertrages und zieht auch die Forderung nach einer linearen Vergütungsanpassung von 4 % für die Zeit vom 01.11.2007 bis 31.10.2008 zurück. "

Also knappe 4 Jahre vor der Klatsche von 2011 hatte die GdF den selben Scheiß verzapft. Komplexe Forderungen aufstellen, zum Streik blasen...und dann den Schwanz mitsamt schrumpeligem Sack einziehen (müssen). Weil man wieder mal schlampig gearbeitet hat.

Also bitte, bitte, bitte lieber walking_desaster et al. Kommt mir nicht mehr mit dem Scheiß von der tollen GdF und deren Rechtsberatung. Die können nix. Das waren allesamt Steilvorlagen für die AG-Seite und zwar mit Ansage.

Und das war alles weit vor der Zeit als irgendwelche Schadenersatzforderungen gestellt wurden. Diese wurden überdies nur für die externen Unterstützungsstreiks der GdF (also Stuttgart und Frankfurt) geltend gemacht, nie jedoch für DFS-interne Streiks. Spare Dir also irgendwelche Belehrung hinsichtlich meines Verstehens juristischer Zusammenhänge oder Recherchearbeit. Offensichtlich ist das Recherchieren und Zusammenfassen bzw. juristisch korrekte Trennen der Einzelereignisse in der Tarifarbeit der GdF für viele der einfach gestrickten Kollegen schlichtweg zu komplex.

Die GdF hat es bisher nicht geschafft einen juristisch wasserdichten Streik bei der DFS anzuzetteln. Mittlerweile ist die Zeit der Streiks vorbei. Und für die nächste Runde wird es - angesichts der Komplexität der Themen - sehr riskant einen Streik anzupeilen...wobei wir wieder bei der 20%-Methode und der daraus resultierenden Dummheit mit dem langen Tarifabschluss wären.

Du kannst natürlich jetzt die Augen fest verschliessen und trotzig mit dem Fuß aufstampfen und dir selber einbläuen "die GdF macht ganz tolle Tarifarbeit, die GdF macht ganz tolle Tarifarbeit, ach wie gut dass niemand weiß, dass ich GdF-Mitglied heiß'".

Das ändert aber an den Tatsachen nichts, dass die GdF bei allen von ihr angezettelten Streiks innerhalb der DFS durch dilletantische Vorbereitung den Streik juristisch hat unmöglich werden lassen.

Hier noch von Zufall zu sprechen halte ich für naiv.

von Weihnachtsmann2 - am 18.01.2017 20:27
Endlich mal ordentliche Diskusssionen hier.....
Die 20% Forderung kann aber auch nach der jetzigen Laufzeit erfolgen.
üVers, etc. können erst zum Ende 2018 gekündigt werden.
Die Verhandlungen werden sich hinziehen, erst recht wenn die DFS starke Kürzungen verlangt. Der Rückschlag lässt dann nicht lange auf sich warten.
Außerdem wird es genügend Streikwillige für die Altersversorgung geben.
Ich sehe kein Notwendigkeit die Option der 20% ziehen zu müssen!

von Unwissender2 - am 18.01.2017 20:38
@ Weihnachtsmann2

" ...die Forderungen lieber reduzieren, einfacher gestalten aber dafür 200% juristisch wasserdicht."
Mit diesem Zitat zeigst du ja, dass es richtig ist, die Themenvielfalt bei Tarifverhandlungen zu begrenzen. Jetzt fehlt doch nur noch ein kleiner Schritt zu der Erkenntnis, dass man auch für Versorgungstarifverträge streiken darf, wenn die Tarifverhandlungen gescheitert sind und die Friedenspflicht nicht besteht. Aber das kann dir dein befreundeter Jurist erklären, den kennst du, der hat ja einen Glaubwürdigkeitsvorsprung.
Was ich nicht verstehe, ist dein Glaube an die 20% Forderung. Meinst du denn, dass ein Streik für diese Forderung tatsächlich auf größere Akzeptanz in der Öffentlichkeit stößt als ein Streik für Regelungen der betrieblichen Altersversorgung?
Ich bin davon überzeugt, dass man in beiden Fällen der Öffentlichkeit am Beispiel des Seniorlotsen darlegen wird, wie unverschämt und raffgierig diese Forderungen sind.
Jedenfalls darf man für die betriebliche Altersversorgung streiken, wenn die Vorraussetzungen vorliegen, und dann sollte man das bei Bedarf auch tun.
Mehr Taktik braucht kein Mensch, ich wiederhole mich da gerne.
Aber da gibt es ja noch den Einwand, dass man da möglicherweise zugunsten der Jüngeren streiken würde, die auch noch soviel Geld verdienen würden. Mein erster Gedanke war, dass da jemand viel Angst hat, etwas zu verlieren und jetzt versucht, dieses zu erhalten, indem er auf andere zeigt, bei denen gespart werden könnte. Ich halte das für schlecht.
Wer heute zu den Älteren (ab 45) gehört und auf die Jüngeren zeigt, der war bei der Privatisierung der Flugsicherung 20-30 Jahre alt und ist damals von der A9 oder A10, vielleicht A11 in den DFS- Vergütungstarifvertrag gewechselt mit der Folge, dass er eine erhebliche Steigerung seines Gehaltes erleben durfte. Sich daran nicht zu erinnern und heute den Jüngeren ihr Gehalt nicht zu gönnen, ist heuchlerisch, zumal damals auch keiner der Jüngeren gesagt hat, dass es zuviel für ihn sei, auch du nicht,oder?
Ein wesentliches Kriterium der Gehaltsgerechtigkeit ist der Grundsatz " Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Nun haben jüngere Lotsen zweifellos noch nicht die Erfahrung der älteren Kollegen und ihre Arbeit ist deshalb vielleicht nicht so routiniert-rund. Dies wird im Tarifvertrag durch die VG8 und die VG9 und den Stufen ausreichend gewürdigt.
Ich gönne den jüngeren Kollegen ihr Gehalt, sie haben es alle verdient!
Und ich werde, falls nötig, auch gerne mit den jüngeren Kollegen streiken, wenn es bei den Tarifverhandlungen zur betrieblichen Altersversorgung keine Einigung gibt.
Das nennt man Solidarität, übrigens das einzig wirksame Mittel gegen ungerechtfertigte Kürzungen.

von clearsky - am 19.01.2017 12:52
@clearsky

Ich gebs auf. Wenn man es nicht verstehen will, dann wird man es nicht verstehen.

Und was hat die Öffentlichkeitsmeinung mit der Tarifforderung zu tun? Die Geschichte lehrt: die Sau die heute durchs Dorf getrieben wird liegt morgen schon im Kühlschrank und keiner stört sich dran. Was haben die Leute gegen Weselsky geschrien. Der hat die Borsten aufgestellt und sich an der Eiche geschubbert. Dafür haben seine Leute jetzt mehr Geld in der Tasche. Was wurde das Ende der Welt heraufbeschworen, herrje. Und?

Auf was für eine Reaktion welche Forderung stößt ist also egal. Am Ende ist nur eins wichtig: was wurde erreicht? Hier sollten die Bandagen straff gebunden werden und ordentliche Treffer versetzt werden. Tarifverhandlungen sind kein Streichelzoo sondern harter Stellungskampf, bei dem keine Gefangenen gemacht werden (sollten).

Das Gehalt eines Berufseinsteigers bei Privatisierung mit den Einstiegsgehältern von heute zu vergleichen ist in der Tat heuchlerisch. Das ist schlichtweg heute doppelt so hoch während das Mindestalter abgesenkt wurde.

von Weihnachtsmann2 - am 19.01.2017 18:38
Zitat
Weihnachtsmann2
@clearsky

Ich gebs auf. Wenn man es nicht verstehen will, dann wird man es nicht verstehen.
...
Das Gehalt eines Berufseinsteigers bei Privatisierung mit den Einstiegsgehältern von heute zu vergleichen ist in der Tat heuchlerisch. Das ist schlichtweg heute doppelt so hoch während das Mindestalter abgesenkt wurde.


Damals kostete ein Brot, beim Bäcker, nicht im Supermarkt, 2,50 DM, eine Tasse Kaffee 2,00DM und ein Eisbecher 4,90DM, beim Friseur bekam ich Haare schneiden und waschen für 20,00DM,das müsstest du dann auch mal erwähnen und nochmal über die Relationen nachdenken.

Du bist dem Vorwurf ausgewichen, dass du deine Pfründe auf Kosten der Jüngeren erhalten willst.
"Dividere et impere", Teile und herrsche, hat irgendeiner in diesem Threat geschrieben. Das Teilen erledigen wir offensichtlich schon selbst, wir sind weit weg von Solidarität, solange sich Ältere auf Kosten der Jüngeren absichern wollen.

Übrigens bin ich froh, dass andere nicht so schnell aufgeben.

von clearsky - am 20.01.2017 09:52
Zitat
clearsky
"Dividere et impere", Teile und herrsche, hat irgendeiner in diesem Threat geschrieben. Das Teilen erledigen wir offensichtlich schon selbst, wir sind weit weg von Solidarität, solange sich Ältere auf Kosten der Jüngeren absichern wollen.


Ich gebs auf. Es ist zwecklos. Das Dividere... war von mir. Aber macht nix. Schwimm weiter in deinem Aquarium und glaub was Du zwischen den Zeilen lesen willst.

von Weihnachtsmann2 - am 20.01.2017 17:46
warum solle ein non ops einreten?

ganz simpel, weil irgendwann die ops mitglieder, die den größten teil der mitglieder stellen keine lust mehr haben so was wie altersteilzeit und kündigungsschutz mit abschlägen auf die tarifsteigerungen zu bezahlen... (lotsen haben nix von der vereinbarten altersteilzeit...)
dann könnte man die interessen der flusi dienste und der flusi technik vertreten, die mitglied sind und beiträge zur gdf zahlen. wäre schade um die non ops die mitglied sind, aber der organisationsgrad ist da halt verschwindend gering...

und in drei jahren gibts die nächsten vergütungsverhandlungen...
eine gewerkschaft kann man sich halt nicht nur stundenweise kaufen.....


und zu dem streitgespräch oben, jeder jurist den ich kenne hat den kopf geschüttelt ob des urteils. und die meisten schütteln auch den kopf über die prozessfreude der ag bei angekündigten streiks. liegt aber auch an unserem rechtssystem, denn die anträge auf einstweilige verfügung kosten peanuts für so eine firma, die rechtsabteilung will auch beschäftigt werden, und wenn man oft genug ins blaue schießt ist auch mal ein glückstreffer dabei. (hohe see und gericht und so)

maulen ist leicht




Saigor

von Saigor - am 21.01.2017 18:56
@Saigor

Soso, jeder Jurist den Du kennst hat also den Kopf geschüttelt ob des Urteils.

Also die Juristen, die ich kenne, haben gar keine Zeit sich irgendein Urteil - insbesondere bei so komplexen Themen - durchzulesen und zu bewerten und würden das nebenbei im Gespräch auch gar nicht leisten können.

Das würde ja vorraussetzen, dass Du in der Lage wärest alle rechtlich relevanten Bedingungen in wenigen Worten fehlerfrei im Gespräch aufzutischen. Ich wage dies zu bezweifeln.

Die Juristen die ich kenne, würden da vielmehr antworten "also ohne den Vertrag und das Urteil genau zu kennen kann ich da eher nichts zu sagen"

Aber dabei ging es bei der Diskussion gar nicht.
Es ging darum, dass die GdF (via ihrer Rechtsberatung) mehrfach in ungekündigte Tarifverträge hineinstreiken wollte und die Streiks deswegen abgesagt werden mussten obwohl teilweise alle auf Streik eingeschworen waren. Die Grundaussage war - und ist - das so etwas kein Zufall mehr sein kann, sondern vielmehr Taktik oder Dummheit gewesen sein muss.

Beides ist auf jeden Fall nicht im Interesse der Mitglieder gewesen.
Es gibt keine Gewerkschaft mit derart viel Streikmacht und so wenig Erreichtem und so wenig tatsächlich durchgeführten Streiks.

von Weihnachtsmann2 - am 22.01.2017 10:50
Ich weiß gar nicht warum sich Walking Desaster so unglaublich aufregt??
Dieser Herr Anwalt hat sicher eine Schadenhaftsichtversicherung abgeschlossen. Muss schließlich jeder Selbständiger machen. Die sollte er jetzt mal langsam anrufen. Dann kostet uns dieses Urteil gar nix.
Letztinstanzlich noch nicht entschieden? Also ein bisschen Gerichtserfahrung habe ich und soweit ich das beurteilen kann, wird ganz sicher nicht die komplette Geschichte erneut aufgerollt. Nen Kasten Bier, dass das Urteil bestehen bleiben wird.!! Leider.
Das Vermischen von verschiedensten Themenbereichen ist ja leider Gang und Gebe in dieser Gewerkschaft und ja auch manchmal notwendig. Manchmal.

Wie sind denn die Mitgliederzahlen in Langen seit dem Tarifabschluss nach oben geschossen damit eure Begründung untermauert wird? Es bleibt dabei, dass eine solche Laufzeit auf Kosten derer geht, die diese Gewerkschaft jeden Monat mit viel Geld unterstützen.

von JingleBells - am 02.02.2017 05:24
@JingleBells und Weihnachtsmann2 :
Ich verstehe, dass ihr Gewerkschaften offensichtlich nur als Instrument zur persönlichen Profitmaximierung anseht. Abschlüsse, von denen andere berufsgruppen als eure eigene profitieren, sind falsch und schlecht, weil sie eure Profitmaximierung schmälern.
Weihnachtsmann 2 ist sogar bereit, jüngeren Kollegen, die die gleiche Arbeit machen, etwas zu kürzen, um seine eigenen Pfründe zu schützen.
Zumal ihr wirklich nicht von Armut bedroht seid.

von clear-sky - am 02.02.2017 10:14
@clear-sky

Ich war bei der Kastner-Geschichte streikbereit, auch und gerade für die jüngeren Kollegen. Hätte ich damals gewusst was ich heute weiß, wäre es anders gewesen.

Sicher bin ich nicht von Armut bedroht, aber das was die Youngsters (überwiegend) an Leistung bringen und was sie dafür bekommen steht in keinem Verhältnis.

Und nein, die liefern nicht die gleiche Arbeit ab wie ich. Weder bei der K-Quote, noch bei der Leistungsbereitschaft noch bei der Arbeitsqualität noch bei der theoretischen Arbeitsgrundlage können die Youngsters mithalten.

Außerdem labern die Grünschnäbel ständig was von "uns gehts ja so gut"....

Ich schäme mich ehrlich gesagt für viele von denen....

von Weihnachtsmann2 - am 03.02.2017 09:39
Erstaunlich, ich muss dem Weihnachtsmann mal Recht geben. Unsere jüngere Belegschaft bekleckert sich teilweise wahrlich nicht mit Ruhm. Die Schuld dafür liegt aber auch bei uns unter anderem....und auch bei der GDF. Wer den Jungspunden von vornherein immer nur vermittelt was ihre Rechte sind, aber die Pflichten immer außen vorlässt, der muss sich wie im Familienleben nicht über komplett verzogene Kinder wundern. Nichtsdestotrotz, dieser Tarifabschluss der GDF ist das Beste seit ganz langer Zeit. Eine Gewerkschaft mit Augenmaß....wann hatten wir das so schon mal ? Und ich als Bestverdiener sage, ein gesundes Arbeitsklima und Betriebsfrieden ist mir viel viel mehr wert als 200€ mehr jeden Monat. Ich bin übrigens noch nicht GDF Mitglied

von Vombeidemetwas - am 04.02.2017 09:02
Zitat
Vombeidemetwas
Unsere jüngere Belegschaft bekleckert sich teilweise wahrlich nicht mit Ruhm.

Die ältere auch nicht immer, z.B. hier.

Es mag sicherlich etwas seltsamer erscheinen, wenn schon mancher jüngere Kollege unmotiviert rumsitzt, als wenn es ein älterer nach Jahrzehnten guter Arbeit mal "entspannter" angeht. Trotzdem gibt es eben in alle Altersgruppen solche und solche, hochmotivierte und, Pardon, faule Säcke.

Und die vielleicht früher so tolle theoretische Arbeitsgrundlage nutzt auch nicht (mehr) viel, wenn sie nicht stets gepflegt und aktualisiert wird. Wo so mancher "Oldster", wenn er oder sie ehrlich zu sich selbst ist, vielleicht durchaus Verbesserungsbedarf hat.

Und selbst was die diversen Vor- und Nachteile dieses Berufes angeht, lassen sich realistische Einschätzung oder eben völlig überzogene Ansprüche und Erwartungshaltungen auch in allen Jahrgängen leicht finden.

Aber der "Weihnachtsmann" wird schon wissen, warum er hier in kompletter Anonymität öffentlich über eine ganze Generation herzieht.

MfG,

Robert

von RobertK81 - am 04.02.2017 16:40
Du hast dich nicht unglücklich ausgedrückt, Du hast dich unglücklich informiert.

Hättest Du ein Paar der unter dem Artikel stehenden Kommentare gelesen hättest Du gewusst woher der Wind weht bzw. zumindest Anreiz gefunden Dich weiter zu informieren.

Das nur eine verschwindend geringe Minderheit mit 52 geht und die Mehrheit mit 55 und einige sogar länger machen, wäre Dir dann ebenso aufgefallen wie die Tatsache, dass diese Regelung schon zu Beamtenzeiten existierte und nicht durch gewerkschaftliche Verhandlung entstanden ist in der die privatisierten Fluglotsen ihr Streikpotential ausgespielt haben.

Vielmehr ist diese Regelung der Tatsache geschuldet, dass Fluglotsen aufgrund gesetzlicher u d tariflicher Vorgabe ab 55 in die Übergangsversorgung müssen (mussten, ob sie wollen oder nicht).

Die Zeit von 55 bis 67 ist übrigens die Zeit in der ein Angestellter meist das Geld seines Lebens einheimst. Da gehen die Gehälter richtig durch die Decke während der Fluglotse in ÜV gerade noch einen 450€ Job ausüben darf um seine Bezüge nicht weiter zu schmälern, es sei denn er ist klagewillig.


Im übrigen baut man ab 50 ziemlich stark ab.

Von jährlicher Tauglichkeitsuntersuchung ab 40 und anderen Unwägbarkeiten gar nicht erst zu reden. Die Zeiten der garantierten Weiterbeschäftigung nach Untauglichkeit sind vorbei. Die erwähnte Abfindung disqualifiziert Dich fürs ALG.

Also alles dummes Geseiher der Auftragspresse zum Tarifkonflikt. Mal aufs Datum des Artikels geschaut?

Ausgehend von der Fiktion das dein Nick auf eine Bewerbung bei der DFS hindeutet werde ich mit Deinen Einlassungen bestätigt wenn ich sage: die Youngsters taugen nichts

von Weihnachtsmann2 - am 06.02.2017 09:18
Gut, dann hätte ich statt Anfang 50 schreiben müssen, Mitte 50. Ich habe den Artikel auch erst wieder suchen müssen, wo ich das gelesen hatte.

Ich hatte auch die entsprechenden Kommentare gelesen und deshalb das Bild vom schwer gestressten Fluglotsen, der einfach nicht länger arbeiten kann (ohne jede Ironie).

Mich wunderte dann die Aussage von jungen Fluglotsen, die unmotiviert herumsitzen und ältere, die es etwas entspannter angehen lassen, nichts weiter.

Ich hoffe, nicht alle sind bei der Flugsicherung so agressiv und ich möchte Dir gegebenenfalls dort nicht begegnen.

Im übrigen besschwerte sich schon Sokrates über die Tugendlosigkeit der Jugend.

Dann "trolle" ich mich mal.

von Bewerber - am 06.02.2017 20:31
Ich denke dieses Jugend-Bashing ist hier etwas fehl am Platz.

Jeder kennt nur seinen eigenen Dunstkreis und den Rest der Truppe über einen Kamm zu scheren zeugt nicht von Weitsicht. Klar, es gibt die Konsorten, bei denen man sich fragt warum die das gleiche Geld verdienen bei weniger geleisteter Arbeit.

Aber dann sollte sich jeder selbst an die Nase fassen und sich mal hinterfragen ob er selbst vielleicht schon den ein oder anderen Tag hatte an dems nicht so rund lief mit der Motivation.

Ich kann aus meinem Dunstkreis berichten, dass es, egal aus welcher Altersklasse, Leute gibt, da hat man das Gefühl man müsse sich entschuldigen wenn man sie zur Mitarbeit animiert. Man muss halt damit umgehen können und wenn man seine Pappenheimer kennt könnte man mit entsprechendem Fingerspitzengefühl trotzdem das gewünschte Ergebnis aus ihnen rauskitzeln. Aber das braucht halt gewisse Soft- und Social-Skills, die hat halt nicht jeder entsprechend ausgeprägt.


Aussagen wie "Uns geht's ja so gut" sind mir, am Rande erwähnt, lieber als Kommentare von Leuten die den Hals nicht vollkriegen. Dieser Tarifabschluss ist, soweit ich ihn bis jetzt kenne, das entspannteste und beste für alle Beteiligten. Planungssicherheit, kein Stress mit jährlichen Verhandlungen, kein Säbelrasseln alle 6 Monate. Friedliches Betriebsklima. In meinen Augen optimal.

Aber wir alle kennen den Laden und wissen, dass es früher oder später wieder Stunk geben wird. Also genießen wir die ruhige Zeit und harren der Dinge die kommen.

gez. Ein Youngster

P.S.: Das mit 55 ist schon gut so. Sicher gibts Kollegen die da noch locker nen Peak rocken, aber das ist eher die Ausnahme als der Regelfall. In meiner EBG gibts schon den ein oder anderen da weiß ich, dass ich einen Gang zurückschalten muss wenns brennt. High Performance muss da der Einfachheit weichen. Ist entspannter für alle. Und ich hoffe in meinem hohen Firmenalter wird es auch Jungspunde geben die die Situation richtig einschätzen können und sich dann auf mein Tempo einstellen anstatt mich an den Rand des Kollaps zu treiben.

von TheQ - am 07.02.2017 08:43
Du kannst Weihnachtsmann und mir gern alles an den Kopf werfen,wenn du meinst, dass tun zu müssen.
Wir führen hier eine Diskussion und sind echt nicht so schnell beleidigt, wie man ja sieht.
Um dann nochmal zum Tarifabschluss zu kommen: heute ist es amtlich und die Inflationsrate Januar 2017 bei 1,9 Prozent. Also frag ich mich doch, warum für diesen Abschluss verhandelt wird.

von JingleBells - am 14.02.2017 10:55
Hallo TheQ

"Uns gehts ja so gut" ist ja auch wirklich eine tolle Aussage. Das heißt aber nicht, sich darauf ausruhen, was ein Youngster wie du vielleicht vermuten könnte, sondern das erreichte verteidigen und auch mehr erreichen. Damit ist nicht grundsätzlich mehr Geld etc. gemeint aber so verstehe ich die Aufgabe einer Gewerkschaft.
Was ich aber sehe, ist dass diese GDF bequem geworden ist. Fett.
In unserem Bereich wurde bereits vor über einem Jahr gesagte, dass da etwas geschehen muss. Sogar der AG hat dem zugesagt. Wenn man aber jetzt nachfragt, heißt es entweder man stecke mitten in Verhandlungen oder Redaktionsgesprächen oder eben in der Sommerpause. Ist ja bald wieder Soweit.
Was wir hier versuchen ist ein bisschen Leben in die GDF hinein zu bekommen und sie dazu zu bringen, nicht in Hinterzimmern zu verhandeln sondern die eigenen Mitglieder ernst zu nehmen.
Und bevor es jetzt wieder heißt, wende dich an deinen Vertreter: das habe ich, mehrmals und der bekommt übrigens die selben Antworten und scheint sich damit zu begnügen.
Auch ist es mir zuwider ständig als Krawallmacher bezeichnet zu werden.
Fakt ist aber man braucht immer Leute, die ein bisschen weiter oder auch mal quer denken.
Uns geht es ja so gut. - Das ist mir zu billig.

von JingleBells - am 18.02.2017 09:10
@Q:

"Aussagen wie "Uns geht's ja so gut" sind mir, am Rande erwähnt, lieber als Kommentare von Leuten die den Hals nicht vollkriegen. Dieser Tarifabschluss ist, soweit ich ihn bis jetzt kenne, das entspannteste und beste für alle Beteiligten. Planungssicherheit, kein Stress mit jährlichen Verhandlungen, kein Säbelrasseln alle 6 Monate. Friedliches Betriebsklima. In meinen Augen optimal."

Zustimmung.

von nasowas1 - am 18.02.2017 16:52
Zitat
nasowas1
@Q:

"Aussagen wie "Uns geht's ja so gut" sind mir, am Rande erwähnt, lieber als Kommentare von Leuten die den Hals nicht vollkriegen. Dieser Tarifabschluss ist, soweit ich ihn bis jetzt kenne, das entspannteste und beste für alle Beteiligten. Planungssicherheit, kein Stress mit jährlichen Verhandlungen, kein Säbelrasseln alle 6 Monate. Friedliches Betriebsklima. In meinen Augen optimal."

Zustimmung.


Und diesmal endlich nicht nur für den Betriebler!
Und Sesselfurzer und Aas (Ü55) bekommen auch etwas.
DAS WAR ÜBERFÄLLIG !!!

von Betriebler - am 18.02.2017 20:32
Zitat
Weihnachtsmann2
Zitat
George Wells
Den Fortschritt verdanken wir den Nörglern. Zufriedene Menschen wünschen keine Veränderungen.


Junge, jetzt wird es aber flach...

" Wer den Bogen überspannt, darf sich nicht wundern, wenn er reisst."
" Manchmal ist die Erhaltung des Geschafften eine grössere Errungenschaft als ein scheinbarer Fortschritt, der sich als Pyrrhussieg erweist."

Kann so jeder Wissenschaftler unterstreichen, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, egal, ob Naturwissenschaftler oder Volkswirtschafter.

Und Fortschritt kommt nicht durch Nörgler, sondern durch Menschen, die neue Wege denken und beschreiten, in unserem Fall eben nicht durch die, die immer nur nach mehr rufen, das wurde nämlich schon immer gemacht.

von clearsky - am 19.02.2017 10:40
Aha, flach wird es also? Hört, hört! Ist nur die Frage, was war mit "jetzt wird es aber flach..." gemeint? Meine vorherige Aussage mit den Nörglern oder deine Plattitüden unter deiner Ankündigung?

"Tarifzurückhaltung sichert Arbeitsplätze" ist ja im Prinzip das Mantra deiner Aussagen, gelle?

Na denn Beweise mal die Richtigkeit deiner Aussagen. Ich trete die Gegenbehauptung an, das Leben gibt mir recht.

siehe auch z.B. DGB sagt Arbeitgebern den Kampf an

Anscheinend warst Du 98 noch nicht geboren oder noch in der Grundschule um aus der Geschichte gelernt zu haben: Tarifzurückhaltung führt zu nix, außer zu einem dickeren Geldbeutel auf Arbeitgeberseite.

von Weihnachtsmann2 - am 19.02.2017 12:29
Bevor Du die Gewerkschaft dafür verantwortlich machst, dass es bei Dir nur noch trockenes Brot gibt, lies mal diese sehr interessante Kolumne:

Inflation? Nur ein Phantom: [www.spiegel.de]

Im März lag die Inflation noch bei 1,6% - wie im Januar vorhergesagt: "Ab März wird die Inflationsrate mit ziemlich hoher Sicherheit schon deshalb wieder fallen (oder plötzlich zu steigen aufhören) - weil ein Jahr zuvor die Ölpreise ihren Kurzzeitkollaps überwunden haben. Es gibt also sinkende Teuerungsraten."

Aber tröste Dich, auch der Spiegel selbst ist auf diesen Effekt reingefallen:
Energiepreise treiben Inflation auf höchsten Stand seit fast fünf Jahren: [www.spiegel.de]
Inflationsrate fällt auf 1,6 Prozent: [www.spiegel.de]

Du kannst wieder aus dem Sauerstoffzelt rauskommen, alles wird gut.

Viele Grüße

Ronald

von Ronald Heyne - am 05.04.2017 17:25
Na ja, und der Strukturtarifvertrag ist ja wohl auch eher ein Plan, wie der Arbeitgeber die alten Säcke loswerden kann. Wer will ein Personal von überwiegend 60 - 67 Jährigen.

Bei betrieblich bedingten Kündigungen bleiben nämlich genau die da. Da muss man halt Möglichkeiten anbieten, wie sie vielleicht freiwillig früher gehen und die GDF preist das als große Verhandlungsleistung an.

Dabei waren offensichtlich z.B. AFL und Kuren die wirklich wichtigen Themen der GDF.

von Altes Säckchen - am 07.04.2017 05:06
Zitat
Altes Säckchen
Na ja, und der Strukturtarifvertrag ist ja wohl auch eher ein Plan, wie der Arbeitgeber die alten Säcke loswerden kann. Wer will ein Personal von überwiegend 60 - 67 Jährigen.
Bei betrieblich bedingten Kündigungen bleiben nämlich genau die da. Da muss man halt Möglichkeiten anbieten, wie sie vielleicht freiwillig früher gehen und die GDF preist das als große Verhandlungsleistung an.
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Ich bin 61. Habe damals in 2003/4 mit meinem Antrag auf Vorruhestand im Zuge der geplanten Vernichtung des Centers in THF eine Welle losgetreten. Dadurch haben dann viele Kollegen die Chance gehabt Berlin nicht verlassen zu muessen. Einige sind gependelt, fuer einen berechenbaren Zeitraum! Damals gab es noch keine Rente mit 67(die die meisten hier im Forum erwartet, ausser Ops). Auch keine Rentenabschlaege.
Abgesehen davon, haben gerade die "Alten" die Erfahrung im Job und nicht 30 Jahre 'alte' Bubis. Aber es gibt auch nicht umsonst eine Altersgrenze(noch) bei den Ops.
Gruss aus Thailand.

von muci - am 16.04.2017 22:21
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