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Informationen zum Thema:
Forum:
ATCNET-Forum
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Air Boss, Bruno Frankfurter, Arno Nym, Karl, jrp, Colibri, Lotse

Nordwestlandebahn Frankfurt

Startbeitrag von Colibri am 19.01.2006 09:48

Hallo,
die DFS hat eine Stellungnahme im laufenden Planfeststellungsverfahren verfasst in der ua. folgendes drinsteht:

Zitat DFS-Stellungnahme vom 4. April 2005, Seite 1:
"Der Abstand zur jetzigen Nordbahn ist mit 1400 m für einen unabhängigen Betrieb nicht ausreichend."

Nun stellt sich aber Fraport auf den Standpunkt, dass der Abstand ausreicht:

Zitat Herr Amann, Wortprotokoll vom 30.September 2005, Seite 5:
"Der Achsabstand von 1.400 m zur heutigen Nordbahn gewährleistet ebenfalls das unabhängige Landen auf der Nordwestbahn und das Starten auf der Nordbahn."

Hmmm...
Wem soll man da glauben?
Ich tendiere dazu der DFS zu glauben.
Schöne Grüße
Colibri

Antworten:

Kann es nicht sein, dass beide recht haben ??

Ein völlig unabhängiger Betrieb (gleichzeitig starten bzw. gleichzeitig landen) ist wohl nicht möglich .... aber starten auf der einen und gleichzeitig landen auf der anderen wohl schon ....

Ich bin da jetzt nicht sooo dick in der Materie, aber da gibt es doch bestimmt klare Richtlinien von ICAO.

Gruß
Arno

von Arno Nym - am 19.01.2006 11:39
@ Colibri
Gibt es die von Dir zitierten Textpassagen / Dokumente auch irgendwo online zur Einsicht?

von Lotse - am 19.01.2006 16:59
Hallo,

auf Antrag beim RP Darmstadt für jedermann (auch für Nichteinwender) bei Selbstabholung kostenlos auf DVD; Zusendung dürfte 12 Euro kosten. Da sind dann alle freigegebenen Stellungnahmen drauf. Sind z.T. auch etwas dick zum Download (Offenbach hat 11179 Seiten - in Worten: Elftausend und ein paar Zerquetschte - Einwendung und Stellungnahme eingereicht).

Aber vielleicht bringt es ja HW von den Eppsteinern oder der DFLD fertig, die Unterlagen allgemein zugänglich ins Netz zu stellen. Es sind mehrere GByte Daten (woraus der werte Leser schließen kann, dass ich die DVD besitze); das dauert selbst mit einem DSL-Zugang schon ein paar Stunden bzw. Tage, bis sie oben sind. ADSL - d.h., Upload ist weit langsamer als Download.

Leider gibt es in diesem Forum keine Möglichkeit, Dateien anzuhängen - sonst würde ich die 369 kByte der DFS hier einfach anhängen.

Bruno Frankfurter

von Bruno Frankfurter - am 19.01.2006 22:21
Der seitliche Abstand wäre ausreichend, wenn die Bahnen nebeneinander liegen würden. Da die Schwellen jedoch versetzt sind, muss der Abstand zwischen den Bahnen für einen voneinander unabhängigen Betrieb beider Pisten vergrößert werden.
Dieses ist keine Angelegenheit des Glaubens, sondern von ICAO so festgelegt.

von jrp - am 21.01.2006 08:58

Gigantismus?

Wieweit ist denn ein weiterer Ausbau so konzentriert sinnvoll?
Wieweit "kreuzt" sich denn heute Fracht und Passagierdienst, Beiladung, Umladung von reinen Frachtern auf Mischtransport?
Was würde eine Entflechtung zu einem per Auto- und Eisenbahn gut angebundenen Extra-Frachtflughafen bringen?

Mit mehr Bahnen wird ja der Anflugraum nicht größer.


Der evtl. Ehrgeiz der Fraport-Manager alles am Ort zu haben sollte kein Argument sein.

P.S.
Überall in Dutschland wohnen Bürger die auch Urlaubs- oder Geschäftsflugreisen unternehmen oder per Luffracht transportierte Güter kaufen, also ist Neu-Flughafen-Lärm überall zumutbar.

von Karl - am 22.01.2006 13:38

Re: Gigantismus?

Was macht denn mehr Sinn, 2 halb volle Flieger von 2 Flughäfen, oder 1 voller Flieger von 1 Flughafen?

Uns kann es ja nur recht sein, wenn wir doppelt kassieren, aber wirtschaftlich, lärmmindernd usw. ist das nicht.

Natürlich gibt es noch andere Aspekte, aber vielleicht sollte man sich erst diese Punkte vor Augen führen, bevor man alles gleich negativ sieht.

von Air Boss - am 22.01.2006 16:43
@Air Boss

Wer umsteigt, produziert doppelt Lärm. Es wäre daher einer der erfolgversprechendsten Ansätze der Fluglärmreduzierung, den Umsteigeverkehr zu reduzieren. Und es ist nicht zu verkennen, dass Frankfurt für einen Umsteigeflughafen eine sehr problematische Lage hat - hinzu kommt, dass das Layoutkonzept des (ausgebauten) Flughafens überhaupt nicht zu überzeugen vermag. Es ist kein Layout aus einem Guss, sondern Stückwerk - lange Rollzeiten, ein abgelegenes neues Terminal, hohe Kosten für Lärmschutz oder Lärmdumping uvm. zeigen, dass der Ausbau des Frankfurter Flughafens keineswegs eine idelae Lösung ist.

Bruno Frankfurter

von Bruno Frankfurter - am 22.01.2006 21:37
Sorry, aber das ist, doch wirtschaftlicher wie umweltpolitischer Nonsens.

Mehr Direktverbindungen auch von kleineren Plätzen geht zu Lasten der Auslastung der Großraumflugzeuge, und würde einen Umstieg auf viele kleinere Flugzeugmuster nach sich ziehen. Ist doch wohl auch nicht so ganz im Sinne des Erfinders. Ich würde es sogar als klassisches Eigentor bezeichnen.

von Air Boss - am 23.01.2006 07:33
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