Führungsaufgabe Gleichbehandlung?

Startbeitrag von Mephisto am 27.02.2006 03:24

immer wieder höre ich, dass die Führungskräfte alle Mitarbeiter exakt gleich zu behandeln haben. Ich bin nicht dieser Meinung. Ich meine, es müssen alle die gleichen Chancen haben, aber Unterschiede dürfen aufgrund unterschiedlicher Leistung (auch Leistungsbereitschaft) gemacht werden, wir leben schließlich nicht im Sozialismus. Diese Pflicht zur Gleichbehandlung hat uns gesamtwirtschaftlich (mit) in die Lage gebracht, in der wir jetzt sind. Es werden diejenigen massiv ausgegrenzt, die Spass an der Arbeit haben und gerne und viel arbeiten, das stört irgendwie den normalen Ablauf. Die Ausgrenzung erfolgt durch die Kollegen und über den Gleichbehandlungsgrundsatz will man die Führungskräfte zwingen, sich daran zu beteiligen.
Wie sieht es anderswo aus? Gibt es das Problem häufiger?

Antworten:

@mephisto

was ist denn in diesem zusammenhang leistung?sind das die arbeitsvertraglichen pflichten?oder im opertiven bereich die gelungene staffelung?
was ist leistungsbereitschaft?
meine erfahrung in diesem bereich ist da etwas ambivalent.habe die erfahrung gemacht,dass ungleichbehandlung als "tool" vom AG genutzt wird um kritische kollegen
zu massregeln unter dem deckmantel "dringend betrieblich notwendig".
eine entwicklung die durchaus beachtenswert ist.
es gibt dies auch in der anderen variante:zum thema gleichbehandlung im
zusammenhang mit feiertagsarbeit.da wird im oprativen bereich ausgedünnt was nur geht(oder darüber hinaus) und einige damen und herren leisten an diesen tagen
"sonderaufgaben" ,natürlich " dringend betrieblich notwendig".
ein schelm wer böses dabei denkt.... das arbeitszeitgesetz gilt im übrigen auch für alle
kollegen.
das hat nicht viel mit sozialistischer denkweise zutun.vielmehr ist es eine frage der
sozialen kompetenz und lastenverteilung.
weiterstaffeln..

von jap - am 27.02.2006 05:21
Hinzu kommen diverse "Seilschaften", die es nach wie vor gibt. Da kann man noch so gut, kompetent oder leistungsbereit sein, von manchen Sachen erfährt man halt nur, wenn die Fakten schon geschaffen wurden, Bewerbungsfristen abgelaufen sind, etc.

Im Grunde genommen, ist man eigentlich der Dumme, wenn denen am Schalthebel der Macht, die Nase nicht paßt. Und wurde einem einmal ein Image verpaßt, kommt man aus dieser Schublade auch nicht wieder raus, da ist man schon konsequent. Mit "kritischen Kollegen" hat das nur am Rande was zu tun.

Auf der anderen Seite, wenn es um die unangenehmen Sachen geht, weiß man ja, in welcher Schublade man nachsehen muß. Genau, man sucht einen Dummen.

von Air Boss - am 27.02.2006 08:42
@ air boss

es sind die kritischen kollegen mit der nicht passenden nase ;)

von jap - am 27.02.2006 09:08
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