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ATCNET-Forum
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
!!!!, Brave Sir Robin, EGAL, EGAL, die zweite

Neue Forderungen

Startbeitrag von !!!! am 03.01.2007 17:10



Rechtmäßigkeit des Streiks gewährleistet

GdF räumt rechtliche Bedenken der DFS aus

Neu-Isenburg. Am späten Nachmittag des gestrigen Tages erreichte uns eine Nachricht der DFS-
Geschäftsführung, in der ein weiteres Mal rechtliche Bedenken gegen einzelne Elemente des GdF-
Forderungspakets geltend gemacht wurden. Nach „aktueller juristischer Klärung“ sei man nun der
Auffassung, dass die GdF-Forderungen zur Integration des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie zur
Pauschalierung der Zeitzuschläge gegen die aus dem ungekündigten Manteltarifvertrag (MTV) folgende
Friedenspflicht verstießen.

Des Weiteren wurden Bedenken im Hinblick auf den geforderten Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag
(RatSch-TV) geltend gemacht.

Zeitgleich mit der Mitteilung an den Bundesvorstand stellte die DFS unter der Überschrift „Lotsenstreik
rechtswidrig“ eine Veröffentlichung ins Intranet, in welcher die GdF „angesichts der neuen
Erkenntnisse“ zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert wird.

In Abstimmung mit der Verhandlungskommission hat der Bundesvorstand entschieden, dass die
rechtssichere und geordnete Durchführung des bevorstehenden Streiks oberste Priorität genießt. Wir
haben daher der DFS-Geschäftsführung heute Mittag ein Schreiben übermittelt, in welchem die
rechtlichen Bedenken der DFS – ob begründet oder nicht – in vollem Umfang ausgeräumt werden. Dies
bedeutet:

Die GdF verzichtet auf Arbeitskampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen „Integration des
Urlaubs- und Weihnachtsgeldes in die Vergütungstabelle“ und „Pauschalierung der Zeitzuschläge“.
Und nicht nur dies. Die GdF verzichtet ferner auf eine 24-monatige Laufzeit des neuen Tarifvertrages
und zieht auch die Forderung nach einer linearen Vergütungsanpassung von 4 % für die Zeit vom
01.11.2007 bis 31.10.2008 zurück.

Der bevorstehende Streik dient damit alleinig der Durchsetzung der nachfolgenden Forderungen:
Lineare Vergütungsanpassung von 4 % für die Zeit vom 01.11.2006 bis zum 31.10.2007;
Integration der operativen Zulage in die Grundvergütung und eine damit verbundene
Umstrukturierung der alten Vergütungsgruppen in Vergütungsgruppen mit verschiedenen
Gehaltsbändern;
Einmalzahlungen für alle Mitarbeiter mit der Basis ¤ 3.500,00 verrechnet mit einer sich aus der
Umstrukturierung ergebenden Ausgleichszahlung von bis zu ¤ 10.450,00.

Die GdF hat damit allen rechtlichen Bedenken der DFS Rechnung getragen – allerdings um den Preis
einer erheblichen Laufzeitverkürzung zu Lasten der DFS. Im Übrigen setzen wir unseren Kurs unbeirrt
fort. Die Streikvorbereitungen sind abgeschlossen, alle örtlichen Streikleitungen wissen, was sie zu tun
haben.

Ohne Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots seitens der DFS werden wir an den
Verhandlungstisch nicht zurückkehren.

Sollte die DFS weiterhin, so wie dies in der jetzigen Tarifrunde bislang der Fall war, machtpolitisch
agieren, so wird unsere Antwort eindeutig sein. Abermalige Winkelzüge werden wir nicht zulassen,
auch unsere Geduld ist endlich. Der Punkt ist erreicht.







Der Bundesvorstand

Antworten:

siehe auch:

[www.handelsblatt.com]

von !!!! - am 03.01.2007 17:12
oder auch:

[de.today.reuters.com]

von EGAL - am 03.01.2007 17:18
[www.tagesschau.de]

das klingt doch vielversprechend. Am meisten gefällt mir die Einsicht der DFS, daß der Streik jetzt legal wäre und daß die Situation jetzt eine andere sei und somit (wenn auch nicht ausgesprochen) Handlungsbedarf besteht... :spos:

von EGAL, die zweite - am 03.01.2007 17:25
Zitat

Die Lufthansa als größte deutsche Fluggesellschaft appellierte an die Gewerkschaft, den Arbeitskampf nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen.


Na, wie denn sonst?

von Brave Sir Robin - am 04.01.2007 00:01
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