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ATCNET-Forum
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9
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 3 Monaten
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Armes Boardschwein, ???, Denti, Redfox, !!!!, Leser, der Vorletzte

Air-Berlin-Chef dumm?

Startbeitrag von Leser am 05.01.2007 12:42

Zitat

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften, Joachim Hunold, kritisierte das Vorgehen der Gewerkschaft: "Ob mit oder ohne Streik - am Ende wird es in jedem Fall zu einem teuren Tarifabschluss kommen, den zunächst die Fluggesellschaften über höhere Gebühren, am Ende aber Passagiere über höhere Preise bezahlen müssen", sagte Hunold der "WirtschaftsWoche" laut Vorabmeldung am Freitag. Der Air-Berlin-Chef wandte sich zudem gegen die Monopolstellung der Fluglotsen, die damit die Bedingungen diktierten. Der Bund als Eigentümer der DFS lasse es "de facto" zu, dass die GdF die Zahl der auszubildenden Fluglotsen bestimme und so das Personal künstlich verknappe. Hunold forderte eine europaweite, privatwirtschaftlich organisierte Flugsicherung.


Haha!

Das Gegenteil ist der Fall!

Wieso soll die Gdf daran Schuld sein, wenn an der Akademie nur dreieinhalb Kurse pro Jahr stattfinden?

Zum Glück kommen die Piloten von Air Berlin nicht so schlecht rüber wie ihr Chef.......

Antworten:

Der Herr Hunold hat vor dem Börsengang seine Firma noch schnell in eine PLC umgewandelt, soviel ich weiß, um damit deutsche Regelungen zum Arbeitnehmerschutz zu umgehen.

Meines Wissens werden bei Air Berlin keine Piloten eingestellt, die zugeben, Gewerkschaftsmitglied zu sein.



von der Vorletzte - am 05.01.2007 13:07
Stand ja auch vor Kurzem hier im Forum, dass Air Berlin auf Grund des relativ guten Arbeitsmarktes für Piloten dieselbigen weglaufen.

Es gab im TV auch diverse (!) Berichte über die Arbeitsbedingungen dort, haarsträubend!

von Armes Boardschwein - am 05.01.2007 13:09
Vielleicht sollte man derartigen Veröffentlichungen einfach mal den nötigen Stellenwert beimessen.

Ich kann mir vorstellen, dass solche Erklärungen an einem Freitag mal eben zwischen zwei ganz wichtigen Terminen verabredet werden. Vielleicht hatte er nur einen schlecht informierten Assistenten. Der bekommt nun was hinter die Ohren!

Sollte die Meldung allerdings die wirkliche Meinung des Präsidenten des genannten Bundesverbandes sein, dann weiss er offensichtlich wohl nicht, was er redet.

Ob er dann der richtige Mann am richtigen Platz ist ?

von ??? - am 05.01.2007 13:12
@???:

Na er hat diese Äußerung der Wirtschaftswoche gegenüber gemacht.

Da muss man schon ein bisschen gegen die bösen Gewerkschaften sticheln und mehr Privatisierung fordern ...

Sein Lebenslauf ist auch ganz lustig:

http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Hunold

von Armes Boardschwein - am 05.01.2007 13:14
Hunold erwartet steigende Flugpreise


Düsseldorf (AP) Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften, Joachim Hunold, erwartet auf Grund der Tarifforderungen der Fluglotsen steigende Flugpreise in Deutschland. Der Chef der Fluggesellschaft Air Berlin sagte der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" nach einer Vorabmitteilung von Freitag: "Ob mit oder ohne Streik - am Ende wird es in jedem Fall zu einem teuren Tarifabschluss kommen, den zunächst die Fluggesellschaften über höhere Gebühren, am Ende aber Passagiere über höhere Preise bezahlen müssen."

Hunold kritisierte, die Fluglotsen besäßen eine Monopolstellung und könnten deshalb die Bedingungen diktieren. Er warf dem Bund als Inhaber der Deutschen Flugsicherung vor, er lasse es de facto zu, dass "die Gewerkschaft die Zahl der auszubildenden Lotsen bestimmen darf und auf diesem Weg für eine künstliche Personalverknappung sorgen kann".

Der Verbandspräsident forderte "eine Ausbildungsoffensive und vor allem eine Marktöffnung" in Europa: "Anstelle der zahlreichen nationalen Einrichtungen brauchen wir eine privatwirtschaftlich organisierte europäische Flugsicherung, die grenzübergreifend Fachpersonal auch von freien Dienstleistern dort einsetzen kann, wo man sie braucht", erklärte Hunold. Sicherheits- oder Verständigungsprobleme gäbe es dabei nicht, da in der gesamten EU ein einheitlicher Standard gelte und Englisch auf der ganzen Welt die Arbeitssprache aller Lotsen sei.



Air Berlin fliegt scheints nicht nach Frankreich, Spanien, Italien.....

von !!!! - am 05.01.2007 13:19
Guter Hinweis. Danke!

Obwohl es mich sehr reizt bleibe ich besser zurückhaltend.

Aber der Herr scheint etwas " simpel " zu sein.



von ??? - am 05.01.2007 13:25
Ihr mögt ja Recht haben mit eurem "ach, der (simple) Achim ..." - aber der und Konsorten haben eine dicke Lobby - insbesondere in Brüssel.

Mich würde es nicht wundern, wenn in 5 Jahren Hauptschulabschluss und Basisenglisch "Grundvoraussetzung" werden, um sich mal zum "Eignungstest" zu begeben, der widerum dann wie die berühmtberüchtigte, frühere Bundeswehrmusterung ablaufen wird ...

Wenn's ums Geld geht ("das der Passagiere" ;) ), dann kennen die keine Gnade, dann darf auch Sicherheit bis zum Anschlag "kompromissiert" werden - siehe heute schon die Kontrollen an den Airports etc.

Für euch wird dann in naher Zukunft euer Credo "1000ft/5NM" neu definiert, so dass es dann heisst "hauptsache sie berühren sich nicht ... " :-(


Grüsse
Redfox

von Redfox - am 05.01.2007 13:38
Jein. Fleischmütze hat Air Berlin in eine PLC umgewandelt um die bei deutschen AGs vorgeschriebene paritätische Besetzung des Aufsichtsrats zu umgehen, und damit hält er sich natürlich die Arbeitnehmer-Repräsentanten raus. Im Augenblick gibt es bei AB selber keine anerkannte Gewerkschaft und damit auch keinen Betriebsrat (Bodenmitarbeiter, gerichtlich durchsetzbar) bzw. eine Personalvertretung (fliegendes Personal, man braucht einen Tarifvertrag dafür). Bei einer (kürzlich gekaufen grünen) Tochtergesellschaft gibt es eine volle gewerkschaftliche Anerkennung inklusive Tarifverträge, dort finden derzeit auch relativ schwere Tarifverhandlungen statt.

Es ist allerdings schon ein nettes Bild wenn man Achim himself auf einer seiner berühmten Weihnachtsfeiern mit Goldkettchen und Brusthaartoupee im Ausschnitt über die Bühne hüpfen sieht um seine Scientology-mässige Mitarbeiter-Gehirnwäsche durchzuführen. Das erstaunliche ist, dass es so gut funktioniert.

von Denti - am 05.01.2007 14:01
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