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Air Boss, Holgi, Buhmucl, recht so, Schlichtungsvereinbarung, !!

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Startbeitrag von !! am 08.01.2007 07:46

[www.touristikpresse.net] :eek: :eek: :eek:

Antworten:

Zitat

Die DFS hofft, dass die Schlichterin, die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, wieder mehr Sachlichkeit in die Verhandlungen bringt, denn in den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft mit allerlei Verdrehungen und falschen Vorwürfen das Klima nachhaltig vergiftet.


Schon alleine dafür gehört ihnen kräftig eins aufs Maul.

Tut mir leid, aber irgendwann muss doch Schluss sein. Ein Arbeitsverhältnis verpflichtet doch auch den Arbeitgeber zu Anstand und einer gewissen Loyalität seinen Mitarbeitern gegenüber. Wir machen in der Flugsicherung wirklich keinen schlechten Job und müssen uns nicht wie den letzten Dreck behandeln lassen. Wissen die in der UZ überhaupt, was sie damit anrichten? Naja, wer noch nie ein Center von innen gesehen hat kann ja auch nicht wissen, was ein demotivierter Lotse u.U. alles nicht tun kann.

von Holgi - am 08.01.2007 08:16
Da wird mal wieder kräftig an der Legende gestrickt. Die DFS wie sie sich am liebsten sieht, in der Opferrolle!

Soviel also zur journalistischen Sorgfaltspflicht. Wo hat man bloß all die Infos her, von Müsli-Packungen?

von Air Boss - am 08.01.2007 09:55
Hier die gesamte aktuelle Pressemitteilung unseres hochgeschätzten Arbeitgebers:

Zitat

Langen, 8. Januar 2007

Vorerst kein Streik bei der Flugsicherung

Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH heute die Schlichtung angerufen. Damit herrscht für die nächsten Wochen Friedenspflicht, ist ein Streik in der Flugsicherung vorerst unmöglich.

Die DFS hatte diesen Schritt für den Fall angekündigt, dass die GdF zum Streik aufruft, obwohl die DFS eine Erhöhung der Vergütungen um 5,7 Prozent angeboten hatte. Die DFS hofft, dass die Schlichterin, die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, wieder mehr Sachlichkeit in die Verhandlungen bringt, denn in den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft mit allerlei Verdrehungen und falschen Vorwürfen das Klima nachhaltig vergiftet.

Wie ebenfalls angekündigt, wird die DFS noch vor Beginn der Schlichtung mit ihrem Vorschlag zu einer Tarifreform auf die entsprechende Forderung der GdF eingehen.

Wie viel Zeit die Schlichtung in Anspruch nehmen wird, kann derzeit niemand sagen. Die Schiedsvereinbarung, die DFS und GdF getroffen haben, legt lediglich fest, dass die Schlichterin innerhalb einer Woche einen ersten Verhandlungstermin benennt, und dass sie zwei Wochen nach der ersten Schlichtungsverhandlung einen Termin nennt, an dem sie ihren Schlichtungsspruch verkündet. Das Verfahren kann sich also leicht über etliche Wochen erstrecken.

Allein dafür gehört ihnen fett einer hinter Löffel!
Ich bitte meine Gewerkschaft, zu Beginn der Schlichtung erstmal unsere Forderungen zu erweitern/erhöhen und dann trotz Schlichtung keinen Jota davon abzuweichen!

PS.: Darf man für die Entlassung der GF streiken? Wahrscheinlich leider nicht...

von Buhmucl - am 08.01.2007 10:33
Zitat

Wie viel Zeit die Schlichtung in Anspruch nehmen wird, kann derzeit niemand sagen.

Sie können es gerne noch ein wenig hinauszögern. Billiger wird es dadurch nicht, ganz im Gegenteil, und wenn es ihnen lieber ist können wir auch im Mai streiken, da hat das Ganze wenigstens noch mehr Aussenwirkung.

Abgesehen davon ist der Streik noch lange nicht vom Tisch, oder hat die GDF schon eine schriftliche Erklärung zur Schlichtung erhalten? Bei diesem Arbeitgeber kann man sich nicht auf mündliche Aussagen verlassen - traurig aber wahr.

von Holgi - am 08.01.2007 10:44
Schlichtungsvereinbarung

§ 4
Verfahren vor der Schlichtungsstelle
(1) Das Schlichtungsverfahren wird durch schriftliche Erklärung einer
Partei gegenüber der anderen Partei nach gescheiterten Tarifverhandlungen
eingeleitet. Diese Erklärung muß innerhalb von 3 Kalendertagen
zugegangen sein. Tarifverhandlungen gelten als gescheitert, wenn dies
von einer Partei schriftlich oder in der Verhandlung mündlich erklärt worden
ist.
(2) Die Parteien sind verpflichtet, sich auf das Schlichtungsverfahren
einzulassen. Die Schlichtungsstelle soll spätestens innerhalb von eine
Woche nach Antragstellung gebildet und vom Vorsitzenden unter Festlegung
des Verhandlungsortes einberufen werden.
(3) Der Vorsitzende leitet die Schlichtungsverhandlungen. Auf Antrag
der Parteien oder nach eigenem Ermessen kann er Dritte als Sachverständige
oder Auskunftspersonen laden. Die Verhandlungen sind nicht
öffentlich. Die Mitglieder der Schlichtungsstelle sind verpflichtet, Verhandlungsinhalte
vertraulich zu behandeln. Der Vorsitzende oder eine von ihm
dazu beauftragte Hilfsperson fertigt eine Niederschrift über den wesentlichen
Inhalt der Verhandlungen. Die Niederschrift wird von ihm und jeweils
einem Vertreter der Parteien unterschrieben.
§ 5
Entscheidung der Schlichtungsstelle
(1) Die Schlichtungsstelle ist beschlußfähig, wenn mindestens 4 Mitglieder
erschienen sind Sie entscheidet mit der Mehrheit der Stimmen.
Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(2) Der Vorsitzende soll in jeder Phase der Verhandlungen auf eine
gütliche Einigung der Parteien hinwirken. Die Verhandlungen dürfen 4
Werktage nicht überschreiten; ist die Anhörung von Sachverständigen
notwendig, kann die Frist auf Antrag einer Partei um bis zu 2 Tage verlängert
werden.
(3) Der Schlichtungsspruch stellt eine Empfehlung an die Parteien dar,
sich zu einigen. Beide Seiten sind verpflichtet, innerhalb von 3 Werktagen
die Tarifverhandlungen unter Berücksichtigung der Schlichtungsempfehlung
wieder aufzunehmen.


§ 6
Friedenspflicht
(1) Die Parteien verpflichten sich die Tarifverhandlungen noch vor Ablauf
der Kündigungsfrist aufzunehmen. Die Friedenspflicht endet, wenn
eine der Parteien die Tarifverhandlungen schriftlich oder in den Tarifverhandlungen
für gescheitert erklärt.
(2) Mit der Einleitung des Schlichtungsverfahrens wird die Friedenspflicht
wieder hergestellt. Kommt kein Schlichtungsspruch zustande, endet
die Friedenspflicht frühestens drei Werktage nach dem Ablauf des
Schlichtungsverfahrens.
(3) Werden die Tarifverhandlungen innerhalb innerhalb eines Zeitraumes
von drei Werktagen nach einem Schlichtungsverfahren wieder aufgenommen,
endet die Friedenspflicht erst, wenn auch diese Verhandlungen
von einer der Parteien für gescheitert erklärt werden.


von Schlichtungsvereinbarung - am 08.01.2007 11:54
Obacht: wessen Zitat? touristikpresse oder dfs?

von recht so - am 08.01.2007 11:56
Ich zitierte unsere DFS-Homepage.

Außerdem bin ich´s leid, mich von meinen eigenen Chefs in ihrer rhetorischen und menschlichen Unfähigkeit diverser Straftatbestände bezichtigen zu lassen.
Erst Geiselnahme und neuerdings Raub und Mord per Gift.
Es gibt auch die Straftatbestände der Falschen Verdächtigung und der Rufschädigung, meine Damen und Herren!
Außerdem habe ich beschlossen, im Streikfall die einzelnen Mitglieder der GF, der DFS TK und des Propagandaministeriums wegen Nötigung anzuzeigen.
...immerhin nötigen sie mich zu einem Verhalten (Streik), das ich eigentlich gar nicht will...

von Buhmucl - am 08.01.2007 12:05
Man sollte alle Aussagen und Pressemitteilungen unseres Arbeitgebers sammeln, und unkommentiert Frau Däubler-Gmelin zum ersten Schlichtungstermin vorlegen. Sie soll sich ja schließlich ein umfassendes, unvoreingenommenes Bild der Situation machen können. Mal sehen, wie man sich da herausreden will, wenn alles belegbar ist.

Darf man den Arbeitgeber eigentlich auf eine Erhöhung der Vergütungen um 5,7 Prozent (offenbar unabhängig vom Einkommen) festnageln, und diese auch in die nächste Tarifrunde mitnehmen? Schließlich steht es ja so in der offiziellen Pressemeldung! :read: Das wären dann Bereiche, wo's zumindest finanziell langsam interessant wird.

Zitat

Wie viel Zeit die Schlichtung in Anspruch nehmen wird, kann derzeit niemand sagen.

Och, wenn kein vernünftiges Angebot kommt, und man weiter macht, wie bisher, wird's ganz kurz. Da braucht sich der AG keine allzu großen Hoffnungen machen. Eine Schlichtung nach der Schlichtung gibt es schließlich nicht mehr.

Wie es scheint, bricht langsam Hektik aus, um noch rechtzeitig ein Konzept vorzulegen. Aber man hatte ja seit November besseres zu tun, als sich um die Vergütungsstruktur zu kümmern. Soviel zur Professionalität der TK! ;)

von Air Boss - am 08.01.2007 12:14
Zitat

ist die Anhörung von Sachverständigen notwendig, kann die Frist auf Antrag einer Partei um bis zu 2 Tage verlängert werden.

Also gut, noch 2 Tage für die Sachverständigen, dann ist's aber gut!

von Air Boss - am 08.01.2007 12:24
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