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ATCNET-Forum
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DFS-Info

Startbeitrag von Stephan am 11.01.2007 12:29

Im Netz steht, dass die operative Zulage für Techniker usw. an die Berechtigung gekoppelt ist. Wenn das FS-Gesetz kommt, dann fallen diese Berechtigungen weg.

Damit könnte ja auch dei Zulage wegfallen. Das ist ja die Befürchtung.

Die DFS schreibt aber auch, dass sie für diesen Fall allen betroffenen Mitarbeitern einen Besitzstandsschutz zugesagt hat.

Was ist da dran ?
Und warum dann das Theater ?

Antworten:

Weild er Besitzstandsschutz nur die bereits "vorhandenen" Mitarbeiter und unbefristeten Vertragsinhaber betrifft. Alle anderen bekommen dann Ihre VG, aber ohne Zulagen.

Möchtest Du von einem Techniker, der nur VG8 bekommt, betreut werden? Ich nicht! Die armen Jungs rennen ja jetzt schon manchmal wie ferngesteuert durchs Center und wissen nicht mehr wo ihnen der Kopf steht.

Das trifft mE aber auch Flugberater usw.

von NiGagG - am 11.01.2007 14:02
Nenn mir mal einen, der diese Aussage der GF schriftlich in einem Vertrag festgesetzt erhalten hat.
Ich glaube gar nichts mehr, bevor ich es nicht schwarz auf weiß in meinen Händen halte.

Dieser Vertrauensvorschuß ist schon lange verspielt.

Viele Grüße

von francoforte - am 11.01.2007 16:12
ich würde auch sagen: solche Worte sind Schall und Rauch und die Atemluft nicht wert, die für sie verbraucht wurde. Und wie könnte man bei dem Theaterspiel noch Vertrauen haben?



von Bundesnavigationsminister - am 11.01.2007 18:04
Den Besitzstand zugestanden bekommen ist schön und gut, aber nur von normalen Arbeitgebern. Es gibt den dynamischen BS, will heißen, dass es mit der Lohnerhöhung so weiter geht als wäre nichts geschehen. Es gibt aber auch den statischen BS, das heißt, das augenblickliche Einkommen wird eingefroren und mit den alljährlichen Lohnerhöhungen verrechnet, bis nach 20 Jahren der Überhang aufgezehrt ist und der Mitarbeiter wieder an den Segnungen von Lohnerhöhungen teilheben kann. Ich tendiere bei der Zusicherung des Besitzstandes bei der DFS für die zweite Variante.

von Kall - am 11.01.2007 21:01
Wenn die diesbezügliche Mitteilung der GL im Kern zutreffend sein sollte, steht einer kurzen Schlichtung ja kaum etwas im Weg. Warum nur hat die GL in ihrem Tarifangebot dazu nichts Verbindliches veröffentlicht?

Damit hätte ja die Streikdrohung und eine teure Schlichtung vermieden und eine konstruktive Tarifrunde eingeläutet werden können. DAS würde ich gern mal von einem Insider erklärt bekommen.



von der Vorletzte - am 12.01.2007 04:31
Eine konstruktive Tarifrunde sollte es womöglich ja gar nicht geben. Vielleicht wollte, oder konnte, man von GdF-Seite ja auch gar nicht (mehr) an den Verhandlungstisch, weil die evtl. von Beginn an anvisierte Streikmaschinerie schon so hoch gefahren war.

Wenn, und davon gehe ich jetzt einfach mal aus, der GdF diese GF-Zusage zum Besitzstand vorliegt, dieses den Mitgliedern aber nicht offen gelegt wurde, dann wundert mich hier gar nichts mehr.

Dann wurde nämlich im Gegenteil, siehe Interview M.K., bewusst weiter in Richtung einer nicht zutreffenden angeblichen Bezügekurzungsdrohung der DFS-GF medienwirksam agitiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der hier so hoch gelobte M.K. als Vorstandsmitglied von diesem Vorgang auch nichts gewusst haben soll. Warum hat er es dann trotzdem, wohl in enger Abstimmung mit seinen Vorstandskollegen, so getan? Warum wohl hat er am nächsten Tag (Samstag) in gewisser Weise einen zumindest teilweisen Rückzieher versucht?

Aber vielleicht äußert er oder der Vorstand sich hierzu doch noch mal konkret. Denn dieser Vorgang würde meiner Meinung nach nicht unter die Schweigepflicht während der laufenden Schlichtung fallen und den Mitgliedern endgültig Klarheit verschaffen.

von lunjer - am 12.01.2007 08:52
Zitat
lunjer
Eine konstruktive Tarifrunde sollte es womöglich ja gar nicht geben. Vielleicht wollte, oder konnte, man von GdF-Seite ja auch gar nicht (mehr) an den Verhandlungstisch, weil die evtl. von Beginn an anvisierte Streikmaschinerie schon so hoch gefahren war.

Wenn, und davon gehe ich jetzt einfach mal aus, der GdF diese GF-Zusage zum Besitzstand vorliegt, dieses den Mitgliedern aber nicht offen gelegt wurde, dann wundert mich hier gar nichts mehr.

Dann wurde nämlich im Gegenteil, siehe Interview M.K., bewusst weiter in Richtung einer nicht zutreffenden angeblichen Bezügekurzungsdrohung der DFS-GF medienwirksam agitiert.


hätte, würde, wäre, könnte... alles spekulationen und mutmassungen
damit sollte man in der öffentlichkeit vorsichtig sein!


@ stephan:

wo "im netz" steht das denn?
bitte um links, zitate oder nähere angaben
ansonsten ist die info nichts wert und noch weniger ist es wert
über personen zu diskutieren, die etwas gewusst haben KÖNNTEN,
wenn die infos denn den tatsachen entsprechen WÜRDEN






von hno - am 12.01.2007 09:08
Zitat

wo "im netz" steht das denn?
bitte um links, zitate oder nähere angaben


guckst du DFS-Intranet

Zitat

Tarif-Info:
Gehaltskürzungen in der DFS?
Eine Klarstellung zu einem Interview von Marek Kluzniak im ZDF
10.1.2007.- In einem Interview im ZDF-Morgenmagazin am Freitag, den 5. Januar, stellte der GdF-Pressesprecher Marek Kluzniak folgende Behauptung auf:
„Wir verhandeln vor allen Dingen für 5300 Angestellte. Da sind jede Menge Schreibkräfte, Sekretärinnen, Pförtner, Fahrer, Techniker dabei, die weit, weit, weit weniger verdienen (Anmerkung: als die Lotsen), und genau diesen Leuten möchte die Deutsche Flugsicherung bis zu 30 Prozent ihres Gehalts im Rahmen der geplanten Privatisierung wegnehmen. Das ist der Knackpunkt.“

Dazu ist festzustellen: Es gibt weder mündlich noch schriftlich eine Erklärung aus der DFS, die diese Behauptung auch nur im Ansatz rechtfertigt.

Am Samstag, den 6. Januar, revidierte Marek Kluzniak die Aussage und sprach in einem Hörfunk-Interview nur noch von technischen Berufsgruppen in der DFS, denen im Zusammenhang mit der geplanten Kapitalprivatisierung eine Gehaltskürzung „von 35 Prozent“ drohe.

Dazu ist festzustellen:
1. Es gibt zurzeit kein Flugsicherungsgesetz.
2. Das Gesetz, das der Bundespräsident nicht ausgefertigt hat, sah den Wegfall der Berechtigungen für bestimmte Berufsgruppen in der DFS vor. Betroffen gewesen wären Flugberater, Flugdatenbearbeiter, Platzkoordinatoren sowie operative Flugsicherungsingenieure und -techniker. Für diese Gruppe ist derzeit ein beträchtlicher Teil der Vergütung an die Berechtigung gekoppelt.
3. Die Geschäftsführung der DFS hatte den betroffenen Mitarbeitern für den Fall, dass die Berechtigungen wegfallen, bereits im Mai 2006 einen finanziellen Bestandsschutz zugesagt.

Nochmals: Keinem der Mitarbeiter oder Berufsgruppen der DFS wurde im Zusammenhang mit der Privatisierung jemals eine Gehaltskürzung von 30 oder gar 35 Prozent angedroht.


von homepagestöberer - am 12.01.2007 09:19
... bevor überhaupt eine Streikmaschinerie angefahren wurde,
gab es in den Tarifverhandlungen erst mal monatelang KEIN ANGEBOT der DFS.

Wollte man dadurch evtl. die Tarifkommission der Arbeitnehmer provozieren,
unter Inkaufnahme möglicher Streiks?

Also: Wer hat zuerst destruktiv agiert?

von ach lunjer ... - am 12.01.2007 10:52
Zitat

...Das Unternehmen bietet für die nunmehr geforderte Laufzeit von zwölf Monaten eine lineare Erhöhung der Vergütungen um drei Prozent sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 1.750 Euro an. Diese Einmalzahlung entspricht anteilig exakt dem Betrag, den die Gewerkschaft zuvor für zwei Jahre gefordert hatte; bei den linearen Erhöhungen fordert die GdF vier Prozent.

Darüber hinaus teilte die DFS der Gewerkschaft mit, dass deren Forderung nach einer Umstrukturierung der Vergütung aufgegriffen werde. Noch vor Wiederaufnahme der Verhandlungen werde dazu ein konkreter Vorschlag unterbreitet....


Ich beziehe mein obiges Posting auf diese Pressemitteilung der DFS. Wenn der Sachverhalt so klar wäre, wie die GL es darzustellen versucht, hätte auch die Integration der operativen Zulage im Klartext genannt werden können. Der konkrete Vorschlag kam aber bisher nicht, wir hätten es per Pressemitteilung erfahren.

@ lunjer: Für mich zählt das Bild, das ich mir selbst machen kann. Wenn die GL "Gutes tut" hat sie es noch nie versäumt, es öffentlich darzustellen. Bestandteile eines Angebots, die nicht konkret benannt werden, existieren also nicht. Dein gesamtes Posting ist also eine einzige Mutmaßung.

Ich bin jedenfalls ziemlich froh, dass Leute für mich verhandeln, die sich an Fakten orientieren. Ich sehe keinen Grund, warum sich der GdF Vorstand äußern sollte.

Ansonsten denke ich, Kall (s.o.) hat recht. Was nicht schriftlich fixiert ist, wird so interpretiert, wie's am billigsten ist.

von der Vorletzte - am 12.01.2007 12:31
Du hinterfragst aber auch nun wirklich in sehr impertinenter Art und Weise!

Ob ein M.K. für bestimmte Inhalte verantwortlich ist?

Ich denke, er hat nur das darzustellen, was der BV beschließt und welche Sprachregelung auch immer mit ihm verabredet wird.
An seiner guten Leistung ändert das nichts.

Fakt ist: Ein wesentlicher Teil der Begründung zu den angedrohten Arbeitskampfmaßnahmen ist ( durch handwerklich schlechte Arbeit der GdF ) entfallen.

Ein weiterer Teil entlarvt sich nunmehr als eine reine Spekulation in Bezug auf eine mögliche Handlungs- bzw. Verfahrensweise des AG.

Wollte oder will man dafür schon einmal ( sozusagen präventiv) streiken?

Warum sagt man den Mitgliedern dieses nicht ?

Was wollte oder will man den Lotsen denn wegnehemen? NICHTS!

Im Gegenteil: die Leistungen der Lotsen sollen nach Aussage der DFS " großzügig " gewürdigt werden.

Wenn das aber zutreffend ist, dann sollte man sehr schnell die Öffentlichkeitsarbeit ändern und auf die wirklichen Gründe für diese Auseinandersetzung eingehen und sie auch deutlich darstellen.

Bisher tauchen in den mir bekannten Veröffentlichungen immer nur die Lotsen ( wir verdienen jeden Euro hart ) auf. Es ist ja nicht ehrenrührig, dass die Lotsen für die restlichen Mitarbeiter im Unternehmen etwas erreichen bzw. nach GdF Meinung abwehren wollen. Nur dann muss man es auch so darstellen.

M.E. liegen aber die wahren Gründe für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen ganz woanders.

Nur: Auch nach einer Schlichtung, einem möglichen Ergebnis oder sogar eventuellen Streikmaßnahmen gibt es einen nächsten Tag, an dem selbst die größten Heißsporne und Befürworter von Arbeitskampfmaßnahmen in diesem Forum wieder zur Arbeit gehen müssen.

Ob die zum Teil von blankem Hass, Selbstüberschätzung und Uneinsichtigkeit geprägten Beiträge in diesem Forum ihren Autoren das weitere Berufsleben leichter machen werden, wage ich zu bezweifeln.

Wäre ich an ihrer Stelle, würde ich - in Anlehnung an die Beiträge zur möglichen Motivation der Kündigungen von Lotsen bei skyguide - die klare Konsequenz ziehen.













von ??? - am 12.01.2007 13:15
@ ???:

Zitiere: "die Leistungen der Lotsen sollen nach Aussage der DFS " großzügig " gewürdigt werden"

Ich habe in all den Jahren, die ich für diese Firma arbeite nicht EINMAL eine Würdigung meiner Tätigkeit erfahren. Ich musst mir nur lediglich immer vorwerfen lassen, dass ich ein unangenehm hoher Kostenfaktor sei...

Insofern ist Dein gesamter Artikel eines jener Produkte aus dem Traumland der DFS, wie es in unsäglichen Hochglanzpublikationen oft zur Schau gestellt werden...

Die DFS hat durch monatelanges Nicht-Vorlegen eines Angebots die GDF gezwungen, mit Arbeitskampfmassnahmen zu drohen. NACH Ankündigung der Streiks ruft man dann die Schlichtung ein (welche man auch einrufen hätte können OHNE Streikankündigung); nur ein weiteres Indiz, dass es AUSSCHLIESSLICH um Zeitspiel ging. Der Sinn diese Zeitspiels verschliesst sich mir bisher gänzlich, also frage mich bitte nicht warum die DFS das machen sollte. Aber es ist ja mit Abstand nicht die einzige fragwürdige Entscheidung dieser Firmenleitung...

Erst NACH Ankündigugn der Streiks wird nun vehement darauf verwiesen, es gäbe eine Besitzstandswahrung, die selbst im Falle einer Voll-Privatisierung der DFS gegriffen hätte. Unsere Gehälter bestehen nun mal aus Grundvergütung UND operativer Zulage!

Such doch mal die Erklärung im Intranet mal genau durch! Nirgends steht dort explizit, dass die Besitzstandswahrung für GV UND op. Zulage gilt. Im Falle des Wegfalls der Zulassungspflicht für einzelne Arbeitsfelder innerhalb der DFS ist die Firma gemäss Mantel-TV nicht mehr verpflichtet diese op. Zulage zu zahlen.

Und nun zurückgreifend auf den Anfang meines Postings:
Die DFS wirft ihren Angestellten im operativen Bereich jahrelang vor, sie seien ein immenser Kostenfaktor.
Wenn sie laut TV nun für alle FDBs, Techniker, etc. die op. Zulage sparen kann, zahlt sie diese aber freiwillig weiter????
Noch ein Schritt weiter: Die Firma würde verkauft an einen Privatinvestor. Was würde den neuen Besitzer denn an ein (äusserst dehnbares) Versprechen von Didi-K & Co. binden???

Und zum Thema "Kündigung": Wenn ich sinnvoll zu einer anderen Firma wechseln könnte, wäre ich schon lange weg! Insofern würde mich das Schreckgespenst vom europäischen Wettbewerb um Flugsicherungsdienste sogar freuen!
Aber den Fehdehandschuh werfe ich Dir gerne zurück! Wenn Du Dich schon darüber beklagst, dass all Deine Kollegen so streikgeil sind, was machst DU dann noch hier???

von Beobachter - am 12.01.2007 13:59
@Beobachter:

er sitzt weiterhin Mo-Fr. in seinem abgewetzten Stuhl und freut sich, dass er durch ATCNET eine 'sinnvolle' Beschäftigung hat.


Selbst wenn die alten MA Bestandsschutz hätten, was ist mit den neuen? Beim jetzigen Altersdurchschnitt der Techniker kommt es zu bald zu einem Generationenwechsel.

Wenn erst mal die Zahl der neuen ohne operative Zulage groß genug ist sagen die zu Recht warum sollen wir für was streiken, was nur die paar alten haben?

Die DFs will uns nämlich alle spalten!

Wer ein paar Jahre in der Firma hinter sich hat, erkennt dass sich alle dummen Spiele der GF nur wiederholen. Zum Glück fällt die Gdf nicht darauf hinein.

von Armes Boardschwein - am 12.01.2007 14:04
Die Sache mit der operativen Zulage kann außerdem auch Lotsen recht schnell betreffen. Ich denke da aber eher an die Möglichkeiten, die sich der Fa. erschließen, wenn sie das elektronische Einlogg-System am Arbeitsplatz eingeführt hat. Ich wette heute mal, daß dann die operative Zulage auf die Sekunde genau ausgerechnet wird.

Genauso wie es damals hieß: "Wer ausbildet, bekommt 1.000 DM Ausbilderzulage." Mal alle melden, die es selbst in einem kompletten Arbeitsmonat mit Ausbildung jemals auf die 1.000 DM/500 Euro (brutto) gebracht haben...

von DFs*-Angestellter - am 12.01.2007 14:38
Oder andersum gefragt:

Wenn die operative Zulage angeblich seitens der DFs nicht zur Disposition steht, warum dann nicht gleich ins Grundgehalt integrieren?

Spart sogar Toner für die Gehaltsausdrücke!




von Armes Boardschwein - am 12.01.2007 15:12
Im Gegenteil, die DFS hat ausdrücklich zugegeben, diese Zulagen zur "Flexibilisierung" der Gehälter zu benötigen.
Dass damit keine freiwilligen Erhöhungen gemeint sind, kann sich jeder denken.
Diese Formulierung bedeutet im Klartext:
"Wir wollen Euch was streichen können, wenn wir dazu eine wirtschaftliche Notwendigkeit sehen."

von Buhmucl - am 12.01.2007 16:36
"... oder einfach dann, wenn es uns möglich ist..."

von DFs*-Angestellter - am 12.01.2007 19:33
Oder hofft man, in künftigen Tarifverhandlungen im Zuge einer Kompromißfindung den Arbeitnehmern Zugeständnisse abzuringen? So lange es noch verschiedene Teile sind, über die man verhandelt, sind die einzelnen Teile ja angreifbar. Vor allem, wenn sie womöglich auch noch durch verschiedene Verträge geregelt werden.

Daß diese Befürchtung nicht von ungefähr kommt, beweist der ver.di-Abschluß. Mit der rechten Hand gibt man was, während man mit der Linken gleich wieder was wegnimmt. Also ich habe ehrlich gesagt keine Lust, diesen Hickhack jedes Jahr auf's Neue mitzumachen.

Ganz abgesehen davon, daß unsere glorreiche Regierung gerade was Zulagen betrifft, immer häufiger nach Versteuerung ruft. Wie lange wird es wohl dauern, bis auch diese Hürde fällt? Gilt dann die Besitzstandswahrung auch noch, wenn nach der Steuer gleich ein paar hundert Euro fehlen? Oder ist das dann höhere Gewalt?

von Air Boss - am 12.01.2007 20:17
Hallo,

die GdF lässt sich mit einer Besitzstandswahrung nicht abspeisen und das ist auch gut so!

Besitzstand bei der DFS ist natürlich abschmelzend, also bleibt das Gehalt so lange eingefroren, bis die Tarifsteigerungen den Vorteil eingeholt haben.

Bei jeder Tariferhöhung gehen die Leute also leer aus, bei einer Neueinstellung gibt es nichts mehr und bei einer Versetzung gibt es Geld auch nur noch nach der neuen Bezahlung.

Der "finanzielle Bestandsschutz" ist bestenfalls eine Gehaltskürzung, die über die Jahre gestreckt wird. Für Neueinstellungen kommt sie sofort.

Dies als tolles Angebot der DFS zu bezeichnen ist wieder ein kleines Beispiel für die DFS-Tatsachenverdrehung, mal abgesehen davon, dass die DFS auch nach zwei Monaten in dieser Tarifrunde ausser 3%/1750 Euro noch gar nichts angeboten hat.

Gruss

Ronald

von Ronald Heyne - am 12.01.2007 21:29

... und, hast du weiter gelesen, wie der Bestands-Schutz seitens der DFS gemeint ist und gehandhabt wird?
(Alte bleiben darauf hocken und bei Tariferhöhungen aussen vor bis der Schutz aufgezehrt ist, Neue gehen leer aus.)

Jetzt Alles klar?

Nochmal: Eskalation kommt in der DFS meist von oben.

von ach lunjer ... - am 13.01.2007 10:34
Nochmal für alljene, die noch immer von der Grosszügigkeit des Besitzstandschutzes schwelgen:

Ich habe mal mit einem Zinsrechner ausgerechnet, wieviel ein Mitarbeiter verliert, wenn er auf kommende Gehaltserhöhungen durch Tarifverhandlungen verzichten muss:

Ausgangsbasis: Alter 30 Jahre (Arbeitszeit bis 65, weil KEIN Lotse); Verdienst mit 30 angesetzt bei 2500.- netto; keine Höhergruppierung über die Jahre, weil ihm das ja auch nichts einbrächte..*g*
(Denke für einen Techniker oder so liege ich da ganz gut; bitte korrigieren falls ich besonders flasch läge...)

Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von gerademal 2 % "verliert" dieser Kollege über den Rest einer Arbeitszeit ¤ 466.033.-!
Ich vermute mit dieser "Berufsaussicht" müsste ich sowieso kündigen und anderswo anfangen, womit dann wieder Platz wäre für "Billigarbeitskräfte!

Ich darf alle, die bis jetzt glauben, Besitzstandsschutzwahrung wäre so eine superdolle Sache, sich ihren eigenen Verlust dort mal ausrechnen zu lassen! [www.n-heydorn.de]

von Beobachter - am 13.01.2007 12:31
Zitat
Beobachter
Ausgangsbasis: Alter 30 Jahre (Arbeitszeit bis 65, weil KEIN Lotse); Verdienst mit 30 angesetzt bei 2500.- netto; keine Höhergruppierung über die Jahre, weil ihm das ja auch nichts einbrächte..*g*

[...]

Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von gerademal 2 % "verliert" dieser Kollege über den Rest einer Arbeitszeit ¤ 466.033.-!

Sorry, da kann ich nicht folgen. Wie rechnest Du das?
Das Nettoeinkommen verringert sich kumulativ um den Faktor 0.98 pro Jahr, also bleibt am Ende nur noch ein Einkommen von 2500 * ( 0.98 ^ 35 ) = 1232,68 Euro über, insgesamt also weniger als die Hälfte.
Im Laufe der Jahre gab es 35 x 13,1 Monatsgehälter (d.h. 458,5 Monatsgehälter), bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von etwa 2004 Euro (da die Kaufkraft nicht linear sinkt) hat der AN also etwa 918.834 Euro bekommen in den besagten 35 Jahren, ohne besagte Verluste wären es 1.146.250 Euro gewesen - ein Unterschied von grob 200.000 Euro. Erschreckend genug, aber von Deiner Zahl weit entfernt.
Oder mache ich einen fundamentalen Denkfehler?

von was weiss ich denn schon - am 13.01.2007 15:41

lasst es euch von der DFS ausrechnen, die wird vielleicht sagen

"er hat doch Bestandsschutz, kann also nichts verlieren, und der DFS kommt er teuer zu stehen"

von ach lunjer ... - am 13.01.2007 16:37
Es ist reine Zins und Zinseszins-Berechnung!

Und da ich mir den Kopf nicht mit "Eins-im-Sinn" zermartern wollte, habe ich den Zinsrechner von Hexdorn genommen (siehe Link). Dort gibst Du als monatliche "Einzahlung" den Monatslohn ein und als Zinssatz die Inflationsrate ein.

Damit ergibt sich dann wieviel Du bei ständig gleichbleibendem Lohn auf Grund des Kaufwertverlustes an Gehalt über die verbleibenden 35 Jahre "real" verlierst. (Keep it simple! So wie ATC!)

Das 13. Monatsgehalt habe ich da sogar grosszügig weggelassen....

von Beobachter - am 13.01.2007 17:17


Ich glaube das einige Mitarbeiter der DFS garnicht wissen, wie es in der freien Wirtschaft zugeht. Ich kann nur sagen die DFS ist ein Schlaraffenland oder zumindestens eine Firma die ihre Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen nicht gleich auf die Straße setzen.
Aber das zählt anscheinend nicht. Ich kann nur sagen, Gewerkschaften sind wichtig aber was der GDF abzieht ist eine Schande. Die Leute sollten erst einmal rechnen lernen und sich in Betriebswirtschaft etwas auskennen.
Ich verstehe nicht,warum die Leute die in diesem Forum nur meckern sich nicht längst einen neuen Job gesucht haben. Und warum haben sie es nicht getan ??????
Ich rate euch kündigt und sucht euch einen neuen Job. Ob ihr dann zufrieden seit
- Zweifel -. Solche Leute nie !!!


von meine - am 18.01.2007 08:51
@ meine:

Depp! Mehr fällt mir dazu nicht ein!

von G - am 18.01.2007 10:52
@ meine:
Wenn Du uns EINE Alternative nennen kannst, wo wir diesen Job (den wir alle gerne machen) außerhalb der DFS ausführen können: nur zu!! Nur dann wird die DFS ein wirkliches Personalproblem bekommen... Und zwar in Rekordzeit!

P.S.: "G" hat Recht!


von DFs*-Angestellter - am 18.01.2007 14:08
Warum ziehen wir das Pferd mal nicht von der anderen Seite an: Wenn der DFS das jetzige Personal nicht passt, soll sie doch mal auf dem freien Arbeitsmarkt sich anderes qualifiziertes Personal besorgen und einstellen.

von owi - am 18.01.2007 16:12
flugsicherung ist ein sicherheitsorgan und hat mit freier marktwirtschaft -so bezaubernd die auch gelegentlich sein mag- erstmal nichts zu tun. Auch wenn man versucht, mit merkantiler diktion den laden auf markt zu trimmen.

von recht so - am 18.01.2007 16:46
im uebrigen hier auf malle ist noch ales in bester ordnung 8bis auf diese sch...schreibmaschine hier. wie sieht's mit den rueckfluegen demnaechst aus'..wg wind und wetter...den stoiber als trendsetter sollte sich die gf als vorbild nehmen..

von recht so - am 18.01.2007 16:51
Zitat

Warum ziehen wir das Pferd mal nicht von der anderen Seite an: Wenn der DFS das jetzige Personal nicht passt, soll sie doch mal auf dem freien Arbeitsmarkt sich anderes qualifiziertes Personal besorgen und einstellen.


Vorsicht owi, das kommt evtl. schneller als du denkst.
Aber als Rentner bist ja davon nicht mehr betroffen.

von Arno Nym - am 18.01.2007 17:49
@ Arno Nym:

Also davor hat KEIN Lotse Angst!

Wenn Du auch nur annähernd eine Ahnung hättest, was Tag für Tag (sogar in den berühmten verkehrsärmsten Tagen zwischen Weihnachten und Hl. 3 Könige) durch die Sektoren geschaufelt wird, dann wüsstest Du, dass Du diese Leute weder unter den Hartz IV-Empfängern noch in irgendeinem Ausland auflesen kannst!

Kannst ja mal bei Ronald Reagan nachfragen, wieviele Collisons es gab, als er die Lotsen damals rausgeworfen hatte und sie durch Militärs ersetzt hat...achso...der is ja tot...naja...hirntot bist Du ja schon...der Rest wird irgendwann auch folgen....

von Grinsekatze - am 18.01.2007 20:22
Ich kann mich noch an einen Maastrichter Lotsen erinnern, der aus persönlichen Gründen nach München wollte und angefangen hat, auf dem heutigen NDG-Sektor zu trainieren. Der war nur ein paar Wochen da und bevor er wieder nach Maastricht entschwand murmelte er noch etwas von Verkehrsgefährdung, die wir hier täglich abarbeiten. Wird nicht so leicht sein Personal zu finden, die die Arbeit wirklich macht.

Nur nebenbei bemerkt: Der angesprochene Maastrichter hatte die Möglichkeit von Eurocontrol sich das ganze ein Jahr anzuschauen, und falls es ihm dann nicht zusagt, wieder bei Eurocontrol zu arbeiten. Ein solches Angebot wird es bei der DFS nie geben. Aus gutem Grund......

von !!!! - am 18.01.2007 20:39
Dazu sei noch angemerkt, daß besagter Kollege mindestens vor 6 bis 7 Jahren hier war... seitdem ist der Verkehr in dem Sektor um zweistellige Prozente gestiegen, ohne das sich etwas am Luftraum oder den Verfahren geändert hätte!
Würde mich mal interessieren, was der heute sagen würde...

von DFs*-Angestellter - am 18.01.2007 23:40

@ Grinsekatze

sorry, dann habe ich wohl etwas falsch verstanden.
owi hatte nicht von Lotsen gesprochen bzw. geschrieben, sondern von Mitarbeitern.



von Arno Nym - am 19.01.2007 04:12
Zitat

Nur nebenbei bemerkt: Der angesprochene Maastrichter hatte die Möglichkeit von Eurocontrol sich das ganze ein Jahr anzuschauen, und falls es ihm dann nicht zusagt, wieder bei Eurocontrol zu arbeiten. Ein solches Angebot wird es bei der DFS nie geben. Aus gutem Grund......


Z. Zt. sind 3? Mitarbeiter an Austro "ausgeliehen", mit der festen Zusage, sie nach ihrer Rückkehr so zu stellen, als ob sie nie weg gewesen wären.
Ich denke, dass kann man mit dem Euro-Angebot vergleichen.

Das Interview mit den 3en im Transmission war sehr interessant.
Sooooo schlecht ist es bei der DFS dann wohl doch nicht.
Da weht bei Austro offensichtlich ein rauherer Wind.

von Arno Nym - am 19.01.2007 04:24
@ ArnoNym:

Glaube nicht, dass auch nur EIN Bürofuzzi in der DFS unzufrieden mit seinem Arbeitgeber sein wird. Und wenn doch...hat er genug Möglichkeiten bei anderen Firmen anzufangen, aber Du weisst ganz genau, dass von "Fachkräften" im Bereich der Flugsicherung die Rede war!

von Grinsekatze - am 19.01.2007 05:50
Zitat

DFs*-Angestellter

Wenn Du uns EINE Alternative nennen kannst, wo wir diesen Job (den wir alle gerne machen) außerhalb der DFS ausführen können: nur zu!! Nur dann wird die DFS ein wirkliches Personalproblem bekommen... Und zwar in Rekordzeit!


Hättest Du etwas gescheites gelernt oder studiert, hättest Du die Wahl. Wer sich aber für einen Anlernberuf und die schnelle Kohle entscheidet, muss sich nicht wundern, wenn er dafür Abhängigkeiten vom Arbeitgeber hinnehmen muss. Gerade diese Vollidioten, die noch nie eine "reale" Firma oder geschweige denn eine Uni von innen gesehen haben, schreien hier am lautesten herum. Äußerst peinlich. Kein Wunder dass immer weniger Eurer Kollegen Euch ernst nehmen.

von www - am 19.01.2007 06:07
Zitat

Das Interview mit den 3en im Transmission war sehr interessant.
Sooooo schlecht ist es bei der DFS dann wohl doch nicht.
Da weht bei Austro offensichtlich ein rauherer Wind.


Das Interview im transmission war so, weil es das transmission war.

Ich habe das Vergnügen, mit einem der 3en befreundet zu sein, und bei denen wird ernsthaft überlegt, zu verlängern.
So schlecht kann es da gar nicht sein - trotz der langen Boardzeit.

Zitat

Hättest Du etwas gescheites gelernt oder studiert, hättest Du die Wahl.

Hätte meine Tante einen Pimmel, wäre sie mein Onkel.

von projekt - am 19.01.2007 07:13
Wenn ich recht informiert bin ist aber einer schon wieder zurück in Langen, oder?

von 707 - am 19.01.2007 07:57
Moment!

Die drei (!) ausgeliehenen Lotsen bekommen das DFs-Gehalt plus Auslandszulage. Was Austrocontrol für die Personen an die DFs bezahlt ist leider nicht bekannt.

Es handelt sich hierbei um eine bisher einmalige Ausnahme.


Fakt ist: Es herrscht seit Anbeginn der Flugsicherung ein Lotsenmangel. Trotzdem ist es nicht möglich, sich mit einer Rückkehroption mal woanders umzuschauen.

Und das Beste dabei:

Obwohl es in Österreich ja so angeblich schlimme Zustände hat, obwohl man ja soo lange arbeiten muss, gefällt es den Ausgeliehenen dort besser als bei der DFs!

Das stand sogar in der Transmission.

Also wenn die Arbeitszeit schlechter als in D ist, muss der Grund wohl woanders liegen ...

Der geneigte Leser mag sich überlegen, was in D so viel schlechter als in Ö ist, dass längere Arbeitszeiten bei sehr hohem Verkehrsaufkommen in Kauf genommen werden.

von Armes Boardschwein - am 19.01.2007 08:16
Zitat
DFs*-Angestellter
Dazu sei noch angemerkt, daß besagter Kollege mindestens vor 6 bis 7 Jahren hier war... seitdem ist der Verkehr in dem Sektor um zweistellige Prozente gestiegen, ohne das sich etwas am Luftraum oder den Verfahren geändert hätte!
Würde mich mal interessieren, was der heute sagen würde...


War da nicht vor ca. 2 Jahren eine "ausgeliehene" Irin für einige Monate auf diesem Sektor aktiv? Wie ist die denn damit klargekommen? Die hatte zumindest " 'nen geilen Slang" drauf ... ;) :)


Grüsse
Redfox

von Redfox - am 19.01.2007 12:36
Also, nur mal kurz 2 Sachen: ich zumindest hab' mich für den (Anlern-)beruf entschieden weil er mir Spaß macht und er mir 'liegt'. Das Umfeld (DFS) muß man da wohl in Kauf nehmen, da's ja leider keine Alternativen gibt. Und DAS habe ich in den letzten Jahren zur Genüge abgecheckt; es gibt keine!

Da ich vor meiner Zeit 'hier' einen Beruf gelernt habe und auch noch paar Jahre dort gearbeitet habe, kann ich sogar bestens beurteilen, was in unserem Laden falschläuft, da es sich bei der Firma um einen der größten Konzerne in D handelte und da waren ganz andere Qualitäten im Management vorhanden. Und zwar auf allen Ebenen. Da war ein gewisses Niveau im Umgang mit Personal und vor allem Ahnung von dem, was man tat, gefordert. Genau der Gegensatz zur DFS. Zugegeben, wenn man die allgemeine Lage in vielen Wirtschaftsunternehmen sieht, kein DFS-spezifisches Problem.

Auf das Studieren gehe ich erst gar nicht ein, denn ich bin froh, daß ich nicht z.B. BWL studiert habe und vielleicht als von Neid-auf-Lotsen-zerfressener Projektmanager in der DFS geendet wäre, der seinen Frust in anonymen Foren abläßt (oder sogar ablassen muß)...

Den Schuh mit dem Vollidiot brauche ich mir also nicht anzuziehen, den kannst Du behalten. Scheint Dir eh bestens zu passen!

von DFs*-Angestellter - am 19.01.2007 12:59
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