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vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Air Boss, Diebelskater, Smile, Holgi, A380, seppl, Savard

Info zu Tarifverhandlung

Startbeitrag von Diebelskater am 01.02.2007 17:25

01.02.2007 - 18:01 Uhr, DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Pressemappe [Pressemappe]

Langen (ots) - Der Tarifstreit bei der DFS Deutsche Flugsicherung
GmbH ist endgültig beigelegt. Die DFS und die Gewerkschaft der
Flugsicherung (GdF) bestätigten heute die Vereinbarung der
vergangenen Woche. Danach werden die Gehälter aller DFS-Beschäftigten
rückwirkend ab 1. November 2006 um drei Prozent angehoben. Auch im
zweiten Jahr der 24-monatigen Laufzeit erhalten die Mitarbeiter drei
Prozent mehr Lohn. Zusätzlich bekommen alle administrativen
Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 3.000 Euro. Für das operative
Personal, also Fluglotsen, Flugdatenbearbeiter und Techniker, gibt es
unterschiedliche Einmalzahlungen, die sich zwischen 1.500 und 8.450
Euro bewegen. Des Weiteren einigten sich beide Tarifparteien auf eine
neue Vergütungsstruktur, die das bisher übliche Zulagenwesen ablöst
und die an vielen Standorten ebenfalls für höhere Einkommen sorgt.

Für die DFS bedeutet der Abschluss Mehrkosten in Höhe von gut 50
Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre. "Um Schaden vom Standort
Deutschland abzuwenden", so DFS-Chef Dieter Kaden, "mussten wir der
Gewerkschaft ein stückweit entgegen kommen. Ein Streik hätte der
Volkswirtschaft einen immensen Schaden zugefügt. Wir sind froh, dass
wir die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaft zurückweisen
konnten, die Kosten in Höhe von 230 Millionen Euro ausgelöst hätten."

Die Tarifverhandlungen zogen sich seit November vergangenen Jahres
hin. Mehrmals stand ein Streik der Fluglotsen unmittelbar bevor. Erst
die Rücknahme einiger besonders kostentreibender
Gewerkschaftsforderungen sowie die Schlichtungsverhandlungen, die von
der ehemaligen Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin geführt
wurden, brachten am vergangenen Samstag eine Einigung.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes,
privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5200 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen
Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich rund 9.000
Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr nahezu drei Millionen.
Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen,
Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale
in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 17
internationalen Flughäfen. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche:
Center, Tower und Aeronautical Solutions.




ots Originaltext: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Im Internet recherchierbar: [www.presseportal.ch]

Pressekontakt:

Pressekontakt:
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Anja Tomic
Tel. 06103 707 4161
Anja.Tomic@dfs.de

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Miguel Benedicto
Tel. 06103 707 4114
Miguel.Benedicto@dfs.de




Antworten:

Gilt das auch dür die Technik?

von seppl - am 01.02.2007 17:37
Ich habe gerade eine GDF E-mail erhalten , dort gibt es genauere Informationen.

Danke an die GDF !!!!! :hot: :hot:

von Diebelskater - am 01.02.2007 17:50
kann da jemand rauslesen, ob technik und fdbs auch ihre operativen zulagen integriert bekommen? ich meine ja...

von Savard - am 01.02.2007 18:30
@ Savard:
Ja, Operative Zulage wird intergriert...

von A380 - am 01.02.2007 18:48
Zitat

Für die DFS bedeutet der Abschluss Mehrkosten in Höhe von gut 50 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre. .... Wir sind froh, dass wir die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaft zurückweisen konnten, die Kosten in Höhe von 230 Millionen Euro ausgelöst hätten.


Jetzt kapiere ich das erst, weshalb mit solch astronomischen Zahlen jongliert wurde. Wie auch immer der Abschluß ausgeht, die 230 Mio werden nie erreicht (weil sie ja nie zur Diskussion standen). Also kann man sich unabhängig vom Ergebnis hinterher hinstellen, und sich feiern lassen, wie toll man doch mit Zähnen und Klauen, und unter immensem persönlichen Einsatz die 230 Mio abgewendet hat. Clever, mein Respekt! So weden Profite erwirtschaftet! Das ist das Holz, aus dem Manager geschnitzt werden.

Aber der Trick funktioniert nur einmal. Schlage vor, die GdF paßt ihre Forderungen das nächste Mal den Angaben des Arbeitgebers entsprechend an. Vielleicht läßt sich dann noch eine Kur auf den Bahamas oder ein Tauchurlaub auf den Malediven für jeden Mitarbeiter herausschlagen. Schwierig wird's erst dann, wenn uns die Ideen ausgehen, wofür wir noch streiken könnten. ;)

von Air Boss - am 02.02.2007 10:07
Nachtrag:

Kann mir mal bitte jemand erklären, wie der Differenzbetrag von 180 Mio zustande kommt? Die paar Sachen, die einem Kompromiß zum Opfer gefallen sind, können doch unmöglich das Dreifache des Erreichten übersteigen! Das waren doch vergleichsweise Peanuts. Teuer sind kurzfristig die Einmalzahlungen bzw. die Neukategorisierung, aber das haben wir doch! Wo bleiben also die 180 Mio in der Rechnung? Findet sich jemand auf GF Seite, der mir das vernünftig erklären kann?

von Air Boss - am 02.02.2007 10:32
Du kannst ja mal einen der Geschäftsführer bei der nächsten Betriebsversammlung um Auskunft bitte. Aber die Frage bitte vorher per email ankündigen, sonst sagen sie immer, sie hätten die Zahlen grad nicht parat.

von Holgi - am 02.02.2007 10:43
Die Differenz ergibt sich aus der Berechnungsweise der DFS-Propaganda-Abteilung
für die notwendigen Rücklagen, die hätten gebildet werden müßten, falls alle
Forderungen der GdF Ruhegehaltsfähig gewesen wären (was die GdF jedoch nie gefordert hatte):
Die DFS rechnete einfach so, als ob alle (!) DFS Angestellten am Tag des Abschlußes
62,9 Jahre alt seien und am nächsten Tag in die Rente eintreten würden. Dann wären
die Rückstellungen umgehend fällig gewesen und hätten ungefähr 110 Mio. betragen.
Zur Verdeutlichung: Wenn man annimmt, daß alle Angestellten 22 Jahre alt wären,
wäre der Betrag für die Rückstellungen lediglich ca. 1 Mio. Euro. Die übliche "seriöse"
Informationspolitik unseres Arbeitgebers eben, wie wir sie seit Jahren kennen. Fing an,
als ein ehemals hochgeachteter ARD- und Spiegel-Mitarbeiter angestellt wurde...

von Smile - am 02.02.2007 10:44
Aha, danke! Verstehe..... fast.

Hat jemand schon der Personalabteilung, und vor allem dem LBA Bescheid gesagt, daß die von der DFS beschäftigten Lotsen allesamt das Haltbarkeitsdatum um Jahre überschritten haben?

von Air Boss - am 02.02.2007 22:08
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