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Forum:
Achalasie
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ilja Lorek, moni, Renner-Schindler Lioba, Dieter Schröder, Neuwirt

Probleme bei der Diagnose

Startbeitrag von Neuwirt am 24.02.2004 09:25

Hallo,
bei meiner Frau (27 Jahre) wurde nach einer Röntgenuntersuchung ein Verdacht auf Achalasie geäußert. Sie hat Schluckprobleme und sehr selten Krämpfe . Die Endoskopie hat auch nichts hervorgebracht, nur einen "elastischen Widerstand, der nach einigen Versuchen nachgab". Die Manometrie im Krankenhaus zeigte keine für Achalasie typischen Werte (lag alles im normalen unteren Bereich bei 30-35 mmHg). Nur ein Kanal wurde als verdächtig bezeichnet. Vom Arzt wurde eine Frühform der Krankheit vermutet.

Uns wurde eine Dillatation vorgeschlagen. Auf eine OP haben uns die Ärtzte nicht hingewiesen.

Was sollen wir weiter tun ? Da uns noch keine sagen konnte, ob es sich tatsächlich um eine Achalasie handelt, wissen wir jetzt einfach nicht weiter.

Kann es überhaupt sein, daß die Manometrie keine Achalsie indiziert und es trotzdem um die Krankheit sich handelt ? Könnte es sich um eine andere Krankheit sich handeln ?

Was wären die nächsten Schritte?

Mit freundlichen Grüßen
Eduard + Angelika

Antworten:

Hallo,

leider kann ich als Nicht-Mediziner keinen fachlichen Rat geben. Ich hatte bislang aber immer gedacht, dass eine Manometrie eindeutig eine Achalasie-Diagnose bestätigen würde. Das scheint in eurem Fall ja nicht so zu sein. Ich kann nur den Rat geben, sich mit Dr. Schulz (Uniklinik Herne) in Verbindung zu setzen und ggf. auch dort noch einmal eine Diagnostik machen zu lassen. Falls ihr es noch nicht getan habt, solltet ich euch die Internet-Seiten www.achalasie.de oder www.sodbrennen.net ansehen. Da gibt es noch weitere Informationen.
Nach meiner Einschätzung ist es nicht erforderlich, jetzt in Hektik irgendwelche Behandlungsmassnahmen anzugehen. Die Achalasie ist ja eine sehr langsam (über Jahre) verlaufende Krankheit. Da sollte genug Zeit bleiben, sich ggf. eine zweite Meinung einzuholen.
Tut mir leid, dass ich keinen besseren Rat geben kann. Ich habe übrigens auch schon eine Dilatation machen lassen (war kein Problem und hat wirklich etwas gebracht). Aber es gibt natürlich immer auch Risiken dabei: Deshalb nichts überstürzen und über alles informieren.



von Dieter Schröder - am 24.02.2004 10:00
Lieber Eduard und Angelika,

bei mir wurde 2002 aufgrund eines Breischluck-Röntgens der Verdacht auf eine Achalasie geäußert. Bei der darauffolgenden Gastroskopie, bei der auch eine Dilatation geplant war, wurde von der Dilatation abgesehen, weil der Arzt offensichtlich unsicher wurde, ob tatsächlich eine A. vorliegt. Das Endoskop ließ sich nämlich leicht durch die Engstelle führen.
Im Nachhinein war ich nur froh, dass dieser Arzt so entschieden hatte und ich mich dann auf den Weg machte, in diesen Fragen einen kompetenten Arzt zu suchen und zu finden. ( In welcher Klinik fanden die Untersuchungen statt?)

Über die Selbsthilfegruppe nahm ich Kontakt mit H. Dr. Schulz.
Nach weiterer Diagnostik in Herne ließ ich mich dann operieren und bin nur froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Deshalb kann ich mich nur an die Aussagen von Herrn Schröder anschließen.
Falls Sie noch mehr wissen wollen - der Achalasieversendeliste können Sie viele Informationen entnehmen. Ich bin gerne zu weiteren Auskünften bereit.
Alles Gute!

Lioba

von Renner-Schindler Lioba - am 25.02.2004 08:33
ja eine Ballondilatation ist für den Anfang nicht schlecht, am meisten Klarheit bringt Röntgenuntersuch der Speiseröhre. Bei Möglichkeit lieber ein Magenspezialist aufsuchen, kein allg. Arzt!

Magnesuimtherapie gegen die Schmerzen schon ausprobiert? Kann Wunder wirken, wer magneium gut erträgt!

Alles Gute!

Moni

von moni - am 26.02.2004 13:29
... je nach den Problemen, die das Schlucken verurchacht würde ich mich für keine Therapie bis OP entscheiden, ich habe viele Jahre mit Fehldignosen hinter mir, so wie die Meisten Achalasie-Betroffenen, die Achalasie zeigt sich auch nicht jedesmal gleich, ich habe sehr gut und sehr schlechte Zeiten, Tage an denen ich wunderbar essen kann, Tage an denen ich kaum trinken kann, so würde ich mich auch in Angelikas Fall entscheiden, doch wenn die Diagnose (noch) nicht sicher ist, sollte man keine Dilatation anwenden, denn auch die ist keine Kleinigkeit - so mir nix - Dir nix!

Alles Gute und ganz viel Geduld

Ilja

von Ilja Lorek - am 26.02.2004 20:07
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