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Extra Radio - Radio Euroherz - ein Sender für Hof?

Startbeitrag von sturmdominik am 05.04.2012 08:18

Bin gerade durch Zufall auf diesen Artikel gekommen, sehr interessant. Im Moment gibts in Hof/Bayern ein munteres Senden von zwei Radiosendern auf einer Frequenz. Komplett unterschiedliche Musikfarbe fahren die beiden Sender.

http://www.radiowoche.de/meldungen/1/11638/extra-radio-radio-euroherzkuenftig-nur-noch-ein-programm-fuer-hof/

Ehrlich gesagt, für ein strukturschwaches Hof braucht es auch nur einen vernünftigen Sender. Wenn man mal im Netz die beiden Sender hört, nein danke! Sehr laienhaft gemacht!

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Zitat
sturmdominik
Bin gerade durch Zufall auf diesen Artikel gekommen, sehr interessant. Im Moment gibts in Hof/Bayern ein munteres Senden von zwei Radiosendern auf einer Frequenz. Komplett unterschiedliche Musikfarbe fahren die beiden Sender.

http://www.radiowoche.de/meldungen/1/11638/extra-radio-radio-euroherzkuenftig-nur-noch-ein-programm-fuer-hof/

Ehrlich gesagt, für ein strukturschwaches Hof braucht es auch nur einen vernünftigen Sender. Wenn man mal im Netz die beiden Sender hört, nein danke! Sehr laienhaft gemacht!


Wobei es um extra-radio 88,0 schon schade wäre, wenn es von der Bildfläche verschwinden würde. Die machen an Spieltagen der Fußball-Bayernliga bei Heimpsielen der SpVgg Bayern Hof immer Liveschaltungen in das Hofer Stadion Grüne Au und sind meiner Meinung nach auch in der regionalen Berichterstattung ganz in Ordnung.

Die haben Sich 1994 sogar Ihr Senderecht per Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten. Und bis zur Neuerteilung einer Sendelizenz durch die BLM im Jahr 2001 sendete extra-radio quasi als Piratensender mit höchstrichterlicher Erlaubnis.

Und wenn man sich die Geschichte von extra-radio so anschaut, kann ich gut verstehen, dass sie nicht mehr mit Radio Euroherz zusammengehen wollen. Und die BLM zeigt sich auch nicht gerade sehr kooperativ!

Aber mehr zu diesem Thema und zur Geschichte von extra-radio hier: Die Geschichte von extra-radio

von Triefel - am 05.04.2012 15:47
Sorry, aber die wirtschaftliche Situation ist doch in Hof nicht gerade die beste. D.h. den kleinen Werbekuchen müssen sich zwei Sender teilen. Das macht doch keinen Sinn, oder? Die Musikfarbe ist bei beiden Sendern komplett anders, ich weiß nicht, ob das dem Hörer so gut tut. Auf Dauer denke ich, werden sich alle Sender in Oberfranken zusammenschließen. Programmchef von Radio Plassenburg und Euroherz sind sowieso schon gleich, ebenfalls der Geschäftsführer. Das Programm von Radio Galaxy aus Hof kooperiert ja schon seit Jahren mit Radio Galaxy in Bayreuth, von dort werden sämtliche Sendungen gefahren (mit Ausnahme der Morgensendung aus Regensburg). Natürlich ist mir auch bewusst, dass man von Seiten von Extra Radio nicht unbedingt "geschluckt" werden möchte, aber seid doch mal ehrlich. Was nützt mir ein unabhängiges Radio, wenn es - und ich wiederhole mich gerne - laienhaft gemacht wird. Was heißt denn hier bitteschön "Radioprofis". Ich habe mir heute nachmittag mal seit längerer Zeit wieder das Programm via stream angehört, der Chef persönlich moderiert nicht unbedingt wie ein Profi... Lange Pausen bei den Übergängen, Aussprache des "Th" bei englischen Titel eine Katastrophe. Ich denke, dass eine "Weiterbildung" zum Thema Radio in den 80er Jahren in diesem Sender stehengeblieben ist. Wenn das der Hörer in Hof will, dann gute Nacht. Aber vielleicht ist man in Hof schon mit allen zufrieden...

von sturmdominik - am 05.04.2012 16:27
Ich hatte Pfingsten 2001 (!) mal das Vergnügen gehabt, zufällig im Raum Coburg unterwegs erstmalig in Extra Radio reinzuhören:
Ich denke heute noch gerne an diese Stunde mit persönlichen Call-Ins zurück und habe selten solch ein angenehmes, persönliches und höhrernahes Programm auf kommerzieller Ebene gehört, welches man heute bestenfalls noch auf NKLs wiederfindet.

Zitat
sturmdominik
ich weiß nicht, ob das dem Hörer so gut tut.


Auch wenn selbsternannte "Berater" meinen, immer mehr Sender auf "Formate" zu bürsten, die sich eigentlich schon längst überlebt haben müßten:
Der Hörer hat auch einen Kopf zum Denken, zwei Ohren zum Reinhören, zwei Augen, um die Frequenz am Radio abzulesen, zwei Hände, um ggf. die Frequenz bei Nichtgefallen zu wechseln und Gott sei Dank ein Hirn - de facto sollte der Hörer selbst wissen und entscheiden, was ihm gut tut.
Man kann vom Glück sagen, daß es noch eine Hand voll kommerzieller Sender wie Extra Radio gibt, die dank individueller Programmgestaltung, einer Prise Mut und Innovativität das Medium Radio nicht zum Klangteppich jener bekannten 120 Superhits der 80er, 90er usw. zwecks Hintergrundberieselung verkommen lassen und trotzdem akzeptable Quoten fahren.

von Mathias Volta - am 05.04.2012 20:01
Klar stellt sich die Frage, ob in einer strukturschwachen Gegend wie Hof genügend vom Werbekuchen abfällt für zwei Lokalsender. Als strukturschwach muss man Hof nach dem weitgehenden Niedergang der Textilindustrie und der Abwanderung der öffentlichen Förderung nach Thüringen und Tschechien schon bezeichnen. Aber: Beide überleben, also reichts. ;-)
Ob man nun mit mehr Geld professionelleres Radio machen könnte ist für mich gar nicht so wichtig. Denn gerade mehr Professionalität führte doch in der deutschen Radiolandschaft nur zu starker Formatierung und starker Angleichung der Pop-Programme. Darauf verzichte ich gerne. Daher bin ich für ein Weitersenden von Extra-Radio, auch wenn es ab und zu ein wenig holprig klingt. Das war übrigens schon Anfang der 90er so, als ich in Hof "Studierender" an der BayBFH war.

von HeibelA - am 06.04.2012 12:30
Zitat
Ich habe mir heute nachmittag mal seit längerer Zeit wieder das Programm via stream angehört, der Chef persönlich moderiert nicht unbedingt wie ein Profi... Lange Pausen bei den Übergängen, Aussprache des "Th" bei englischen Titel eine Katastrophe.


Der Chef von Extra Radio Gerhard Prokscha ist noch einer von der "alten Schule". Er moderiert wenigstens nicht ohne ein Komma oder einen Punkt zu machen.
Das vermiss ich bei den ganzen Radiosendern.
Und ob ein Moderator das "th" richtig aussprechen kann oder nicht, ist mir ehrlich gesagt egal - Hauptsache ich verstehe sonst was er sagt, z.B. bei den Verkehrsnachrichten.
Die werden ja sonst immer nur runtergespuhlt, das man nur die Hälfte mitbekommt.

Achso, die Oberfranken haben eh ein Problem mit dem "th". Ich hab sehr lange da gelebt.

von Ivie - am 10.04.2012 11:01
Zitat
sturmdominik
Sorry, aber die wirtschaftliche Situation ist doch in Hof nicht gerade die beste. D.h. den kleinen Werbekuchen müssen sich zwei Sender teilen. Das macht doch keinen Sinn, oder? Die Musikfarbe ist bei beiden Sendern komplett anders, ich weiß nicht, ob das dem Hörer so gut tut. Auf Dauer denke ich, werden sich alle Sender in Oberfranken zusammenschließen. Programmchef von Radio Plassenburg und Euroherz sind sowieso schon gleich, ebenfalls der Geschäftsführer. Das Programm von Radio Galaxy aus Hof kooperiert ja schon seit Jahren mit Radio Galaxy in Bayreuth, von dort werden sämtliche Sendungen gefahren (mit Ausnahme der Morgensendung aus Regensburg). Natürlich ist mir auch bewusst, dass man von Seiten von Extra Radio nicht unbedingt "geschluckt" werden möchte, aber seid doch mal ehrlich. Was nützt mir ein unabhängiges Radio, wenn es - und ich wiederhole mich gerne - laienhaft gemacht wird. Was heißt denn hier bitteschön "Radioprofis". Ich habe mir heute nachmittag mal seit längerer Zeit wieder das Programm via stream angehört, der Chef persönlich moderiert nicht unbedingt wie ein Profi... Lange Pausen bei den Übergängen, Aussprache des "Th" bei englischen Titel eine Katastrophe. Ich denke, dass eine "Weiterbildung" zum Thema Radio in den 80er Jahren in diesem Sender stehengeblieben ist. Wenn das der Hörer in Hof will, dann gute Nacht. Aber vielleicht ist man in Hof schon mit allen zufrieden...


Wie bitte? Ein Oberfrankenradio zwischen Rennsteig, Walberla und Kösseine? Das funktioniert nicht, weil Oberfranken sehr kleinräumig auf vier dezentrale Randlagen-Mittelzentren fixiert ist und sich Orientierungen trotz Gebietsreform vor fast 40 Jahren wenig geändert haben. Nördlich der Schiefen Ebene oder westlich von Kronach interessiert sich keine S. für Hof oder den Frankenwald. Bayreuth? Beamtenstadt mit wenig Flair. Hier ziehen Kronacher oder Selber vor Gericht.(mehr nicht!) Bamberg? Südliches Flair, aber der protestantische Ostoberfranke fühlt sich in der barocken Bischofsstadt fremder als im sächsischen Vogtland. In Rawertz (Marktredwitz) läuft trotz Euroherz-Stadtfunzel in mehr Läden und Lokalen (auch beim goldenen M) Ramasuri aus der benachbarten Oberpfalz. Und da soll ausgerechnet der Identifikationsfaktor Lokalradio zentralisiert werden?

Natürlich möchten Medienunternehmer mehr Konzentration (siehe Ausbreitung von Kurier-Wochenblättern ins traditionelle Frankenpost-Gebiet) und möglichst flächendeckende Werbewirksamkeit mit weniger Aufwand. Aber auf Kosten der Vielfalt - nein Danke! Da hör ich doch lieber mal nachmittags bei Gerhard Prokschas Extraradio rein und entdecke nicht-heavy-Rotation-abgenudelte Oldiejuwelen oder das eine oder andere Lied einer regionalen Band (Waldschrat ist nicht nur in Franken partytauglich), als mich von der plattformatierten Bayreuther Greinwelle oder der inzwischen musikalisch stromlinienförmigen Plassenburg mit den größten, Gaga-Schalala-Hits aller Zeiten beglücken zu lassen.

von FrankenWalder - am 10.04.2012 12:39

extra-radio und Radio Euroherz in Hof

Mitteilung von extra-radio auf deren Inernetseite vom 10.07.2012:

Zitat
extra-radio

extra-radio hat am Nachmittag die meisten Hörer in Oberfranken

Kein oberfränkischer Lokalsender hat mehr Hörer zwischen 12 und 18 Uhr als extra-radio.

Nach der aktuellen Funkanalyse hören am Nachmittag im Schnitt elftausend Hörer den Sender für Hochfranken. So konnte nach der sensationellen Steigerung von
66 Prozent im letzten Jahr das Vorjahresergebnis nochmals um zehn Prozent gesteigert werden.


Gerhard Prokscha, Geschäftsführer von extra-radio, erklärt den Erfolg mit der lokalen Verwurzelung des Senders: "Wir sind seit 25 Jahren die Stimme der Region. Nachrichten, Musik und Moderatoren aus der Region und für die Region."
Vor allem von den 30 bis 59-Jährigen wird extra-radio überdurchschnittlich häufig gehört.
Hier wurde die Hörerzahl sogar verdreifacht.

Die Tagesreichweite wurde von 23 Tausend auf 29 Tausend Hörer gesteigert.
Die Funkanalyse Bayern ermittelt jährlich die Hörerzahlen aller Radiosender in Bayern und wird im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien von TNS Infatest MediaResearch durchgeführt.


So schlecht kann extra-radio dann also nicht sein, oder?

von Triefel - am 12.07.2012 09:45

Re: extra-radio und Radio Euroherz in Hof

Und hier noch die entsprechende Mitteilung bezüglich der Funkanalyse von Radio Euroherz vom 10.07.2012:

Zitat
Radio Euroherz

Radio Euroherz ist die Nummer 1 in Oberfranken

Die TNS-Infratest Radio-Umfrage 2012 hat ergeben - Radio Euroherz ist die Nummer 1 unter den privaten Lokalradios in Oberfranken. Radio Euroherz Geschäftsführer Mischa Salzmann, zu den am Vormittag in Nürnberg veröffentlichen Zahlen der Funkanalyse:

"Durchschnittlich 15.000 Hörer pro Stunde, besonders erfolgreich natürlich die Morningshow mit der Erfolgsformel: "Schneller, näher und häufiger dran sein"! Gratulation an ein motiviertes Team und vielen Dank an die Hörer für die tollen Zeugnisse."

Das gesamte Team von Radio Euroherz schließt sich dem Dank an. Bleiben Sie uns auch weiterhin treu.


von Triefel - am 12.07.2012 10:57
Hier die Funkanalyse Bayern 2013 jeweils für Extra Radio und Radio Euroherz getrennt.

Bericht von Extra Radio auf deren Internetseite:

Funkanalyse 2013 - extra-radio legt erneut zu

Die heute veröffentlichten Hörerzahlen der Funkanalyse Bayern 2013 belegen erneut, dass extra-radio von 12 bis 18 Uhr Spitze in Oberfranken ist.

Pro durchschnittlicher Sendestunde hören 12-Tausend Menschen in der Region den unabhängigen Sender aus Hof. Prozentual hat extra-radio den höchsten Höreranteil an Nachmittag in ganz Oberfranken.

Für extra-radio ist dies besonders erfreulich, weil es im Gegensatz zu Radio Euroherz und Galaxy nicht zu der Senderkette „Neue Welle“ des Nürnberger Telefonbuchunternehmers Oschmann gehört.

Extra-radio bedankt sich bei seinen Hörern und Werbekunden und freut sich, auch weiterhin ein erfolgreiches unabhängiges Radioprogramm für Hochfranken mit Oldies und aktuellen Informatioen zu senden.


Bericht von Radio Euroherz auf deren Internetseite:

Radio Euroherz legt bei den Hörerzahlen weiter zu

Radio Euroherz hat die Zahl seiner Hörer erneut steigern können. Inzwischen hören pro Stunde im Schnitt 16 tausend Menschen unseren Sender. Das hat die Funkanalyse Bayern 2013 von TNS Infratest ergeben.

In der Stadt Hof ist Radio Euroherz mit einer Reichweite von 30,7 Prozent Marktführer vor Bayern 1, extra-radio und Antenne Bayern. Und der Unterschied zum Mitbewerber auf der 88.0 schlägt sich außerhalb Hofs sogar noch deutlicher nieder: in den Landkreisen Hof und Wunsiedel hat Radio Euroherz nahezu doppelt so viele Hörer wie extra-radio. Interessant auch: Radio ist und bleibt im Vergeich zu Fernsehen oder Zeitung das beliebteste Medium. Hörfunk wird täglich rund vier Stunden lang genutzt.


Und wieder sticheln wieder beide Sender gegeneinander! ;)

Weiß jemand, wie es mit der derzeitigen Lizenzierung bzw. mit der Vergabe der Frequenzen (88,0 ....) durch die BLM in und um Hof aussieht?

von Triefel - am 10.07.2013 09:37
Habe heute beim Stöbern was gefunden.

Frequenzvergabe in Hof: Radio Euroherz und extra radio sollen künftig eigene Frequenzen erhalten

Es scheint eine endlose Geschichte zu sein: Das Frequenzsplitting zwischen Radio Euroherz und extra radio in Hof. Beide Sender teilen sich seit 1987 eine UKW-Frequenzkette für die Stadt und den Landkreis Hof, sowie den Landkreis Wunsiedel. Radio Euroherz sendet die meiste Zeit auf der UKW-Frequenz 88,0 MHz und zwei zusätzlichen Stützfrequenzen, lediglich von 12.00-18.00 Uhr, also für sechs Stunden täglich, ist hier extra radio zu hören.

Und genau das ist seit Jahren Streitthema der beiden Radioveranstalter. Denn beide möchten gerne 24 Stunden über UKW senden. Der Streit wurde in den letzten Jahren bei nahezu jeder Lizenzvergabe vor Gericht entschieden, nicht etwa bei der für Lizenzvergaben zuständigen Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

So wollte die BLM erstmals im Juni 1992, rund 5 Jahre nach dem Sendestart von Radio Euroherz und extra radio, beide Sender zwingen sich in einer Veranstaltergemeinschaft zusammen zu tun und nur noch ein gemeinsames Programm auszustrahlen. Extra radio sollte damals Minderheitsgesellschafter in der Anbietergemeinschaft werden. Gegen die "feindliche Übernahme" klagte extra radio jedoch erfolgreich vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, wogegen die BLM erfolgreich Verfassungsbeschwerde beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof einlegte. So sollte extra radio am 01. Mai 1994 erneut zur Abschaltung gezwungen werden. Der Streit ging bis zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe, wo zunächst einem Eilantrag stattgegeben wurde und später, im Jahr 1998 endgültig zugunsten von extra radio entschieden wurde. Es blieb bei dem Frequenzsplitting, allerdings ohne Lizenz der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Das war ein Novum in der deutschen Radiolandschaft, erstmals sendete ein Radiosender mit richterlicher Genehmigung aber ohne Lizenz einer Landesmedienanstalt.

Im Jahr 2004 bekam extra radio dann, nach 10 Jahren Rechtsstreit, erneut eine Lizenz der BLM. Das damals genehmigt Frequenzsplitting hält bis heute an. Im Jahr 2012 kam allerdings erneut Bewegung in den Streit, so wollte die Bayerischen Landeszentrale für neue Medien das Frequenzsplitting durch eine Neuausschreibung des Sendegebietes aufheben. Wie es in den Ausschreibungsunterlagen heißt soll es künftig nur noch einen Anbieter auf der UKW-Frequenzkette der 88,0 MHz geben, einen zweiten könnte es auf der von Radio Galaxy genutzten Frequenzkette geben. In der Ausschreibung wurde sehr deutlich gemacht, dass sich beide Programme mit jeweils unterschiedlichen programmlichen Schwerpunkten voneinander zu unterscheiden haben. So konnte man davon ausgehen, dass damit nicht nur das Frequenzsplitting zwischen Radio Euroherz und extra radio aufgehoben werden soll, sondern dass auch nur noch einer der beiden eine Lizenz bekommen wird. Als Programm mit einem anderen inhaltlichen Schwerpunkt galt Radio Galaxy als gesetzt.

Überraschenderweise gingen daher auf die Ausschreibung der BLM vier Bewerbungen ein. Radio Euroherz bemüht sich um die Frequenz 88,0 MHz und möchte sein Schwesterprogramm Radio Galaxy auch über die bisher genutzten Frequenzen ausstrahlen. Auch extra radio hat sich auf die UKW-Frequenz 88,0 MHz beworben und als Zweitprogramm einen Jugendsender unter dem Namen phatFM ins Rennen geschickt. Allerdings legte extra radio Wert darauf, den Jugendsender aus wirtschaftlichen Gründen nur zu starten, wenn Sie auch auf der Hauptfrequenz erfolgreich zum Zuge kommen würden.

Damit stand die BLM erneut vor dem gleichen Problem wie bei den vorherigen Ausschreibungen. Da aber ein Splitting laut dem Ausschreibungstext künftig nicht mehr möglich sein wird, muss die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) eine Entscheidung treffen.

Am Donnerstag in dieser Woche soll der Medienrat nun eine Entscheidung fällen. Nach radioWOCHE Informationen wird dem Medienrat vorgeschlagen, ab der Einführung von Digitalradio in Oberfranken auf das Frequenzsplitting zu verzichten. Demnach soll spätestens ab dem Jahr 2016 Radio Galaxy Hof auf den neuen Übertragungsstandard DAB+ wechseln. Im Gegenzug erhält extra radio die UKW-Frequenzen von Radio Galaxy für ein 24-Stunden-Programm und Radio Euroherz kann auf der angestammten UKW-Frequenz 88,0 MHz 24 Stunden täglich senden. Bis dahin soll alles beim Alten bleiben.

Sollte der Medienrat dem zustimmen, wird auch diese Lizenzvergabe ganz sicher für Zündstoff sorgen und vor Gericht enden. Schließlich gibt es dann zwei private Lokalradios mit ähnlicher Zielgruppe die gegeneinander antreten müssen. Radio Euroherz hätte hier die größeren Vorteile durch die bessere und zudem angestammte Frequenzkette. Extra radio müsste von vorne anfangen und auf die unattraktivere Frequenzkette ausweichen. Ganz zu schweigen von den Hörerprotesten die durch die Abschaltung von Radio Galaxy zu erwarten sind.

Zu wirtschaftlichem Erfolg konnte die zweite UKW-Frequenzkette bisher jedoch noch mit keinem 24 Stunden Privatradio geführt werden. So wurde beispielsweise HO*T FM aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und auch Radio Galaxy kommt nur zeitweise aus Hof, das Mantelprogramm wird hier größtenteils aus Regensburg zugeliefert. Ob das vom Medienrat bei der Vergabe berücksichtigt wird bleibt abzuwarten.
Quelle: http://www.radiowoche.de/meldungen/1/13304/frequenzvergabe-in-hofradio-euroherz-und-extra-radio-sollen-kuenftig-eigene-frequenzen-erhalten/

von Sandy N - am 11.12.2013 00:37
Ich glaube nicht das der Oschenberg (Radio Mainwelle) mit den koordinierten 10 KW sendet, ebenso der Rehberg (Radio Plassenburg) mit den koordinierten 5 KW.
Die Leistungen beider Sender dürften viel niedriger sein (Kostenersparnis) wenn jeweils mit der vollen Leistung gesendet werden würde, müßten die Sender eine viel höhere Reichweite haben, die 104.3 z.b. geht nur 5 km um Bayreuth störungsfrei, wenn man Richtung Fränkische Schweiz fährt, fangen die Störungen schon auf der Linie Mistelgau / Glashütten an...und der Rehberg müßte in BT dann auch viel besser empfangbar sein, was er aber nicht ist, sondern nur stark gestört...
Und der Große Waldstein 88.0 geht in BT auch nur mit starken Schwankungen...daher dürfte dieser auch mit niedriger Leistung senden...

hmm, anderer Gedanke:
Falls das mal so kommen sollte, werden ja alle Oberfränkischen Lokalsender dann in einem DAB-Mux (für Oberfranken ist m.w. 6A geplant?) gesendet...d.h. Euroherz, Extra, Plassenburg, Mainwelle, R.Eins und R. Bamberg alle in einem DAB-Mux? -wird bestimmt Lustig wenn alle gleichzeitig den BLR-Mantel senden, und das dann in unterschiedlicher Klangqualität :cheers:

von nürnberger - am 15.12.2013 01:11
Während Radio Euroherz mit Ausnahme der Morningshow und der Eiszeit (Selber Wölfe) mit den Nachbarsendern Mainwelle und (seit dem Weggang von Markus Ruckdeschel, dessen Vorbild nach einem längeren Schweiz-Aufenthalt DRS3 hieß) auch die Plassenburg voll fusionskompatibel ist, hat Extraradio eine oldiebetonte, erfrischend bunte und ausufernde Playlist, die ständig mit Raritäten (auch Vinyl) überrascht, von der Moderation bis zur Berichterstattung einen unverkennbar fränkisch-vogtländischen Schwerpunkt hat und als Familienunternehmen weder mit der Lokalpresse noch mit Interessenverbänden oder gar Telefonbuch-Verlagen verbandelt ist. Auch wenn die Musik nicht immer ganz mein Fall ist, wäre Extraradio gegenüber Euroherz das schützenswertere Kulturgut, denn hier klingt Radio noch handgemacht und nicht glattformatiert.

von FrankenWalder - am 16.12.2013 07:34
Zitat
sup2
Galaxy2 hat 2 terrestrische Verbreitungen , die gem. BLM und div. Foren vollständlich massentauglich sind : einmal DAB+, zum anderen der Weg der elektromagnetischen Verbreitung via Smartfohn.
Letzteres Empfangsgerät hat in der Zielgruppe von Galaxy2 JEDER !
Somit ist der Sender eh terrestrisch schon heute bestens zu sicher 100 % versorgt.

Oder ....läuft DAB + doch nicht so, wie es die BLM dargestellt hat ?

Nur weil jemand ein Smartphone hat bedeutet das noch lange nicht, dass er damit auch Radio hört. Ich würde schätzen, dass auch die meisten im Galaxy-Zielpublikum Radio über ein Radiogerät hören. Die wenigsten werden sich darüber Gedanken machen, was mit dem Radio alles empfangbar sein könnte; ob es ein DAB+, ein Internetradio oder doch nur ein UKW-Radio ist dürfte wohl größten Teils davon abhängen, was so im Laden hauptsächlich angeboten wird.

von Zwölf - am 26.09.2014 21:44
Zitat
Kohlberger91
einerseits schön das es 24h extra radio geben soll aber anderseits ist die frage ob man extra radio dann überhaupt noch in der nördlichen Oberpfalz über Antenne und Kabel zu empfangen ist, denn nur die 88,0 kann einigermaßen noch gut empfangen werden und wird in das Nordoberpfalz Kabelnetz von Kabel Deutschland eingespeist.
Wenn über die 88,0 dann nur noch Euroherz lauft, wars das mit extra radio bei uns :(


Ich denke dass die Chancen eher schlecht stehen weil Kabel Deutschland schon lange nichts mehr an den Radiosendern geändert hat. Ich denke dass es wahrscheinlich bei Euroherz bleibt.

Wenn man die Leistung der 95,1 und 101,5 erhöht wie z. B. auf die Leistung der 97.3 Galaxy und noch für Hof eine starke Frequenz findet, hat man auch eine ordentliche Kette für extra-radio. Für Euroherz auf 88.0 benötigt man eigentlich keine Füllsender. Die 5 kW reichen relativ weit.

von 101,4 - am 12.10.2014 15:32
kann es sein das die beiden Sender jetzt schon ein 24h Programm haben ??? Kann beide Sender ber ip aufrufen und hören, das war damals nicht so..
damals könnte man die Sender nur über ip hören wenn die auch Terrestrisch gerade auf Sendung waren, damals würde glaube ich das Signal auch Terrestrisch abgriffen.
War man Terrestrisch gerade nicht auf Sendung, kam am livestrem nur ein texthinweiß wann man wieder auf Sendung ist...
Auf der Homepageseite der beiden Sender ist gar nix von einer Sendereitteilung mehr zu lesen... auch nicht auf die UKW Frequenzen. :eek:
Wird da jetzt einfach nur noch seiden des Netzbetreiber hat umgeschaltet???

Wann Sendet eigl. zurzeit Extraradio auf 88,0/95,1/101,5 genau und wann Euroherz? Ist das verschieden oder immer ein festen Zeitplan?

von Kohlberger91 - am 12.10.2014 20:52
Zitat
Starsailor001
Soviel ich bis jetzt gehört habe, sollen die bisherigen Euroherz/Extra Radio Funzeln die zusätzlich neben der 88,0 vom Waldstein bestehen an Extra radio gehen:
101,5 Naila
95,1 Kösseine/Marktredwitz.

Und auch wahrscheinlich gibts dann noch evt. zusätzliche Funzeln für Hof,Selb oder Münchberg ...


Ich habe in den letzten Tagen noch ein paar Scanfahrten durch die Region gemacht. Sollte Extraradio wirklich nur die 101,5 in Naila und die miese 95,1 vom Handymast bei MAK-Tiefenbach an der B303 bekommen, die schon am Fuchsmühler Südhang mit SWR1 aus Aalen kämpft, dann braucht der Sender wieder seine Fünfer-Funzelkette mit Hof, Ahornberg und Selb-Vielitz. Hier nochmal eine modifizierte Variante meines alten Vorschlags:
Hof-Labyrinthberg 93.0 rund oder 106,3 mit Einzügen nach Osten (200W)
Konradsreuth-Ahornberg 90,3 rund (100W)
Selb-Vielitz 96,4 oder 101,4 mit Einzügen nach Nordwesten (da ist eh der Kornberg im Weg - 100W)
Vielleicht wäre dann auch ein Tausch MAK-SEL an der Reihe: 95,1 mit 50W rund nach Selb-Vielitz und die 101,4 mit 100W rund nach MAK-Tiefenbach. Schließlich wird die Frequenz in Grafenwöhr nicht mehr gebraucht und stört dank Waldstein nicht Richtung Naila.
Noch besser beurteilen kann die Lage rund um MAK natürlich nur ein echter "Rawertzer". Bernhard (MAK), ich bitte um Stellungnahme.

von FrankenWalder - am 12.10.2014 21:58
Zitat
DF8NZ (MAK)
Die 95,1 kommt aktuell von der früheren Kabelempfangsanlage an der B303 kurz vor MAK, also nicht von der Kösseine. Der Empfang ist wirklich nicht gut, da noch ein etwas gleich hoher Hügel (Wacker-Stadion) in Richtung Stadt liegt.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Frequenz zur Kösseine (Hausberg der Rawatzer) umkoordiniert wird und parallel zur 97,3 sendet. Dort wird nämlich z.Z. ein neuer Mast, sprich Antennenträger errichtet, der höher ist als der vorhandene und auch mehr Platz für Antennen hat. Die Begründung für den neuen Mast ist aber Digital-Funk.


Super war da gestern in denn Felsenlabyrinth und Umgebung wandern und nur durch Zufall dort hingekommen zu denn Sendemasten und mich gewundert was das für Masten sind und warum da ein neuer gebraucht bzw. gebaut wird, jetzt weiß ich es :spos::cheers:
[attachment 3903 IMG_8763.JPG]
[attachment 3904 IMG_8767.JPG]

von Kohlberger91 - am 13.10.2014 06:49
Die Schneeberg-Idee lässt mich nicht ganz los, zumal damit eine beträchtliche Funzeleinsparung
verbunden wäre. Der ehemalige Fernmeldesektor-E-Turm ist ca. 73 m hoch.

Mich würde interessieren, was mit 500 bzw. 1000 W bei einem Antennenschwerpunkt von 25 m Höhe für das Sendegebiet herauskäme und inwieweit noch Füllfunzeln notwendig wären, aber mit RadioMobile kenne ich mich kaum aus. Die besten Frequenzen wären dabei die 106,3 oder die 101,4 (parallel zur 101,5 vom 33 km entfernten Nailaer Finkenflug und mit Schutzabstand zu Jump aus Schöneck und der Plassenburg)

Da zwischen Schneeberg und Ochsenkopf bereits die Kreisgrenze zu Bayreuth liegt, rechne ich nicht damit, dass Rundstrahlung genehmigt würde. Die Greinwelle lässt keine lokale Konkurrenz zu, auch nicht mit anderer Musikfarbe und Zielgruppe. Rechnen wir also nur mit drei Antennensegmenten horizontal nach 0°, 90° und 270°. Wenn das bitte ein versierter Radiomobiler User übernehmen könnte... :)

P.S. Hier noch ein alter Frankenpost-Artikel zum Schneebergturm:
Fernmeldeturm Schneeberg - Relikt des kalten Krieges wird Denkmal

von FrankenWalder - am 13.10.2014 12:50
Die 101,4 mit SAW ist im Raum Hof-Wunsiedel ohne Überreichweiten nur in den nach Nordwest offenen Höhenlagen relevant, z.B. beim Westabstieg des Waldsteins Richtung Münchberg oder extrem im Raum Berg-Reitzenstein, wo die Torfhausfrequenzen (vor dem Umbau) beim Joggen im W995-Handyradio mit RDS zu hören waren. Aber da übernimmt ja wieder die Finkenflug-Funzel auf 101,5.

Übrigens: Die 106,3 war hier in Oberfranken, so eingeklemmt zwischen CRo Vltava und MDR aus Klingental, nie der Brüller, genausowenig wie die zwischen Bayern Klassik vom Ochsen und Antenne Thüringen aus Ronneburg "eingeglubbte" FFN-Frequenz.

Äh, da kommen mir Bedenken: Die 33km entfernte Vltava-Frequenz vom Egerer Grünberg... - ob die Böhmischen Klassikhörer das dulden werden???

von FrankenWalder - am 13.10.2014 14:19
Zitat
AFN-98,5-Fan
Zitat
Kohlberger91
einerseits schön das es 24h extra radio geben soll aber anderseits ist die frage ob man extra radio dann überhaupt noch in der nördlichen Oberpfalz über Antenne und Kabel zu empfangen ist, denn nur die 88,0 kann einigermaßen noch gut empfangen werden und wird in das Nordoberpfalz Kabelnetz von Kabel Deutschland eingespeist.
Wenn über die 88,0 dann nur noch Euroherz lauft, wars das mit extra radio bei uns :(


Ich denke dass die Chancen eher schlecht stehen weil Kabel Deutschland schon lange nichts mehr an den Radiosendern geändert hat. Ich denke dass es wahrscheinlich bei Euroherz bleibt.


Gott sei dank gibt es ja inzwischen das Internet. Dort kann man Extra Radio auch dann noch weiter hören wenn es in der nördlichen Oberpfalz nicht mehr im Kabel eingespeist wird. ;)

von Winterkönig - am 13.10.2014 17:28
Zitat
Kohlberger91
kann es sein das die beiden Sender jetzt schon ein 24h Programm haben ??? Kann beide Sender ber ip aufrufen und hören, das war damals nicht so..
damals könnte man die Sender nur über ip hören wenn die auch Terrestrisch gerade auf Sendung waren, damals würde glaube ich das Signal auch Terrestrisch abgriffen.
War man Terrestrisch gerade nicht auf Sendung, kam am livestrem nur ein texthinweiß wann man wieder auf Sendung ist...
Auf der Homepageseite der beiden Sender ist gar nix von einer Sendereitteilung mehr zu lesen... auch nicht auf die UKW Frequenzen. :eek:
Wird da jetzt einfach nur noch seiden des Netzbetreiber hat umgeschaltet???

Wann Sendet eigl. zurzeit Extraradio auf 88,0/95,1/101,5 genau und wann Euroherz? Ist das verschieden oder immer ein festen Zeitplan?


Das man über Internet auch außerhalb der terrestrischen Sendezeit auf beiden Sendern Musik hört ist aber schon seit einiger Zeit so. Hast ja schon lange nicht mehr dort rein gehört.

von Winterkönig - am 13.10.2014 17:32
Zitat
Winterkönig
Gott sei dank gibt es ja inzwischen das Internet. Dort kann man Extra Radio auch dann noch weiter hören wenn es in der nördlichen Oberpfalz nicht mehr im Kabel eingespeist wird. ;)

Das man über Internet auch außerhalb der terrestrischen Sendezeit auf beiden Sendern Musik hört ist aber schon seit einiger Zeit so. Hast ja schon lange nicht mehr dort rein gehört.


ja weil das Internet am lande so tolle ausgebaut ist und außerdem ist Internet nicht das selbe, es ist komprimiert und es gibt Artefakte ;)
Wir am Dorf haben zwar kein Kabel, trotzdem finde ich es schade das es in Weider Kabelnetz und terrestrisch dann kein extra radio mehr geben wird. :-/

Warum sollte man auch außerhalb der Sendezeiten auch rein hören?
ich hab halt durch Neugerte mal wieder außerhalb der Sendezeit rein gehört und festgestellt das man jetzt 24h sendet und das war halt damals noch nicht so. ;)

Schön wäre ein DAB Oberfranken Kanal vom Sender Ochsenkopf mit 5kW :-)

von Kohlberger91 - am 13.10.2014 17:58
Zitat
Kohlberger91

ja weil das Internet am lande so tolle ausgebaut ist und außerdem ist Internet nicht das selbe, es ist komprimiert und es gibt Artefakte ;)
Wir am Dorf haben zwar kein Kabel, trotzdem finde ich es schade das es in Weider Kabelnetz und terrestrisch dann kein extra radio mehr geben wird. :-/


Ich wohne in Amberg. Da wird Euroherz/Extra Radio ja auch in Kabel eingespeist. Nutze Zuhause aber generell nur noch Internet zum Radio hören (DAB+ nur wenn ich unterwegs bin), habe in allen wichtigen Räumen ein Internetradiogerät stehen.

Zitat
Kohlberger91
Warum sollte man auch außerhalb der Sendezeiten auch rein hören?
ich hab halt durch Neugerte mal wieder außerhalb der Sendezeit rein gehört und festgestellt das man jetzt 24h sendet und das war halt damals noch nicht so. ;)


Warum sollte man nicht mal außerhalb der offiziellen Sendezeit die Streams abhören? Ich habe es ja auch getan.

von Winterkönig - am 13.10.2014 18:18
Weiß nicht ob die Frage von Kohlberger91 bereits beantwortet wurde??
***
ExtraRadio sendet auf der 88,0, (101,5,95,1 ) in der Zeit von 12.00 Uhr bis 18.00 täglich.
Den Rest der Sendezeit hat Euroherz bzw. in der Nacht das übliche Mantelprogramm der B-ayerischen L-okal R-adios .

Ich denke mal Extra Radio wird wohl eher Funzeln bekommen als einen Standort am Schneeberg.Somit ist das alles Wunschdenken.

Letztendlich entscheidend für den Betreiber muß auch sein, was technisch machbar ist, technisch verfügbar ist und DABEI BEZAHLBAR bleibt !!!

********************
BITTE beachten:
Immerhin teilen sich dann quasi 3 Lokalsender einen einwohnerschwachen lokalen Werbemarkt zur gleichen Zeit!! (Euroherz,Extra,Galaxy)
*******************

Es könnte durchaus , wenn man noch 3 Frequenzen als Funzeln(Hof,Selb,Münchberg) koordinieren kann, wieder auf die alte Funzelkette aus den späten 80er/frühen 90ern hinauslaufen....

von Starsailor001 - am 17.10.2014 13:24
aus dem Facebook-Thread zum Thema (Kommentare zum oben geposteten Bild von Extraradio)
https://www.facebook.com/extra88.0

Horst Geusser hat extra-radios Foto geteilt.
22 Std. ·
Ab 1.1.2016 gibt es "uns" dann auch mal schlappe 24 Stunden Auf welcher Frequenz allerdings, DAS ist noch nicht ganz sicher. Warum ? Tja, es geht schlicht und ergreifend um die Chancengleichheit !!
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Marcin Czaban 94.0 is doch galaxy?:0
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Sandra Fischer und wir sind sicher wieder mit dabei!
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Bori Thurnay Kann mir jemand den Unterschied zwischen Radio Euroherz und Extra-Radio erklären? beides UKW 88,0 ...
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Ramona Lüdtke Das sind 2 komplett verschiedene Betreiber mit unterschiedlichen Teams und eigenem Programm, die sich jedoch seit 27 Jahren die Frequenz 88.0 teilen. Extra-Radio sendet von 12:00 - 18:00, Euroherz während der restlichen Sendezeit. Beides sind Hofer Lokalradios. Ab 2016 haben beide Sender eine eigene Frequenz.
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Wastl Steinhäußer Ich geb da jetzt mal meine 2 cent dazu - und ja, ich bin da sicher nicht ganz neutral (deshalb explizit als persönliche Meinung zu sehen) von einem der beides von Anfang an mitbekommen hat.
Von den ersten Sendeminuten eines Piratensenders der hätte noch gar nicht senden dürfen, und Zeiten als es noch einen Falcon Hechtenberg und einen Mike Haas (ex AFN) und einen Joe Liebschwager in Hof gab...
Es gibt in Hof 2 Anbieter... der eine ist der "Große" mit AFAIK Beteiligung u.a. der Frankenpost der im Medienhaus sitzt (Radio euroherz, Radio Galaxy und TVO) und der zweite ist der "Kleine" Einzelkämpfer extra-radio der Familie Prokscha (hof-programm).
Die mit einem sehr starken Sender ausgestattete Frequenz 88.0 teilen sich "radio euroherz" und "extra-radio" von Beginn an. Zuerst hatte extra-radio einen kleinen Sendeblock am Morgen, eine Stunde am Mittag und 2 am Abend, später hat das die allmächtige BLM auf 12-18 für extra-radio und 18-24 und 0-12 für euroherz geändert.
Der "Große" hat aber noch eine zweite Lokalrundfunkfrequenz, bzw. eine ganze Anzahl kleiner Sendemasten auf verschiedenen Frequenzen die zusammen auch nur einen Teil des Sendegebiets der 88,0 abdecken hier läuft das was die BLM mal als lokales Jugendradio-Programm gedacht und auch so genehmigt hatte.
Leider ist der "Große" eigentlich nicht mehr das was es eigentlich mal sein sollte, nämlich echter Lokalrundfunk. Das war noch anders als es HO*T-FM statt Radio Galaxy gab, denn das kam noch lokal aus Hof. Von Hofern für Hofer und war richtig cool. In diesem Zusammenhang noch mal vielen Dank für alle die damals zur rettet HO*T-FM Demo kamen - denn die Befürchtungen wurden natürlich war: Soweit ich weiss sind bei Galaxy im Moment unter 1 Stunde am Tag im Wochenmittel aus Hof und der Rest kommt vom Medienmogul der hinter dem ganzen steht... dem Funkhaus Regensburg (u.a. Charivari, gong.fm) und das ist IMHO nur noch Quoten-Pampe statt echte Spezialitäten und der Lokalbezug fehlt völlig.
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Peter Vucic Vom Hof-Content her gesehen kann sich der Galaxy-Hörer genau so gut für 30 Euronen ein DAB-Radio kaufen und ohne weitere Frequenzsuche zwischen Bleiloch und Bodensee dem landesweiten Galaxy-Programm lauschen. Dafür muss man keine der raren Lokalfrequenzen verbraten.
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Wastl Steinhäußer Peter Vucic: Dann müsste er aber am Mittwoch abend von 19-21 Uhr auf die Hiphop-Sendung Phat!-Show - Radio Galaxy Hof verzichten. Denn da stehen DJ Foldout (Holger Sturm) und Miko da Mike-Controller wirklich noch Live im Hofer Studio, wie man immer auf...Mehr anzeigen
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Holger Sturm http://www.radio-galaxy.de/galax.../bayreuthhof/team.html...
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von FrankenWalder - am 21.10.2014 14:19
Radio Euroherz schreibt auf Facebook als Kommentar:

"Radio Galaxy wird es aber definitiv weiter geben - mindestens digital, im Kabel oder im Web - vielleicht auch über UKW, mal sehen"

Es scheint also nicht ausgeschlossen, dass es Galaxy in dieser Region weiter über UKW gibt. Ich habe zumindest die Hoffnung, dass die Füllfrequenzen von Euroherz also 101.5 und 95.1 an Galaxy gehen und für Hof eine neue Funzel kommt. Außerdem wird auf der Kösseine laut einem vorherigen Post ein neuer Mast gebaut (Evt. Umkoordinierung 95,1?)

Über DAB ist Galaxy Bayern sehr gut in der Region auf 12D zu empfangen, es fehlt nur das lokale Programm. Für den Umstieg auf DAB+ ist der Wechsel von Galaxy zu Extra Radio wohl fördernd. Ich bezweifle aber, dass es 2016 schon mit einem lokalen Oberfranken-Muxx klappt, denn bisher wurde am Ochsenkopf nicht mal der Bundesmuxx auf 5C aufgeschaltet.

von 101,4 - am 21.10.2014 19:04
Zitat
101,4
Radio Euroherz schreibt auf Facebook als Kommentar:

"Radio Galaxy wird es aber definitiv weiter geben - mindestens digital, im Kabel oder im Web - vielleicht auch über UKW, mal sehen"

Es scheint also nicht ausgeschlossen, dass es Galaxy in dieser Region weiter über UKW gibt. Ich habe zumindest die Hoffnung, dass die Füllfrequenzen von Euroherz also 101.5 und 95.1 an Galaxy gehen und für Hof eine neue Funzel kommt. Außerdem wird auf der Kösseine laut einem vorherigen Post ein neuer Mast gebaut (Evt. Umkoordinierung 95,1?)

Über DAB ist Galaxy Bayern sehr gut in der Region auf 12D zu empfangen, es fehlt nur das lokale Programm. Für den Umstieg auf DAB+ ist der Wechsel von Galaxy zu Extra Radio wohl fördernd. Ich bezweifle aber, dass es 2016 schon mit einem lokalen Oberfranken-Muxx klappt, denn bisher wurde am Ochsenkopf nicht mal der Bundesmuxx auf 5C aufgeschaltet.


http://www.radiowoche.de/frequenzvergabe-in-hof-radio-euroherz-und-extra-radio-sollen-kuenftig-eigene-frequenzen-erhalten/

Nach radioWOCHE Informationen wird dem Medienrat vorgeschlagen, ab der Einführung von Digitalradio in Oberfranken auf das Frequenzsplitting zu verzichten. Demnach soll spätestens ab dem Jahr 2016 Radio Galaxy Hof auf den neuen Übertragungsstandard DAB+ wechseln. Im Gegenzug erhält extra radio die UKW-Frequenzen von Radio Galaxy für ein 24-Stunden-Programm und Radio Euroherz kann auf der angestammten UKW-Frequenz 88,0 MHz 24 Stunden täglich senden. Bis dahin soll alles beim Alten bleiben.

Sollte der Medienrat dem zustimmen, wird auch diese Lizenzvergabe ganz sicher für Zündstoff sorgen und vor Gericht enden. Schließlich gibt es dann zwei private Lokalradios mit ähnlicher Zielgruppe die gegeneinander antreten müssen. Radio Euroherz hätte hier die größeren Vorteile durch die bessere und zudem angestammte Frequenzkette. Extra radio müsste von vorne anfangen und auf die unattraktivere Frequenzkette ausweichen. Ganz zu schweigen von den Hörerprotesten die durch die Abschaltung von Radio Galaxy zu erwarten sind.

Zu wirtschaftlichem Erfolg konnte die zweite UKW-Frequenzkette bisher jedoch noch mit keinem 24 Stunden Privatradio geführt werden. So wurde beispielsweise HO*T FM aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und auch Radio Galaxy kommt nur zeitweise aus Hof, das Mantelprogramm wird hier größtenteils aus Regensburg zugeliefert. Ob das vom Medienrat bei der Vergabe berücksichtigt wird bleibt abzuwarten.

von Kohlberger91 - am 22.10.2014 11:45
Euroherz und Extraradio 24h bringt aber doch eh keine Vorteile, sowohl für die Sender (mehrkosten) und denn Zuhörern, ab 22 bis 6 Uhr wird ja eh das Nachtprogramm von München übernommen und läuft auf allen Lokalprogrammen in Bayern (Euroherz,extra, Ramasuri, Charivari, Trausnitz, Bayernwelle, Alpenwelle usw.. usw.. usw..).
Sogar am Sonntag Nachmittag wird auf allen Lokalprogrammen das Programm aus München übernommen, der einzige unterschied ist die lokale Werbung die eingeblendet wird und die Sendekennung intros/jigels „Sonntag auf Radio xyz“, da hört man dann die Werbung für Hof auf Euroherz und die Werbung für Weiden auf Ramasuri, danach wird wieder umgeschaltet zu München und somit läuft auf denn Lokalsendern wieder das gleiche Programm das aus München kommt.
Selbst die Nachrichten zur vollen stunde sind bei allen Lokalsendern inzwischen gleich (sogar unter der Woche), nur Wetter und Verkehr sowie die Lokalnachrichten zur halben stunde macht jeder Sender von MO-FR von 6-18 Uhr noch selber.
Ab 18uhr lauf z.B auf Extraradio nur noch die Musikfestplatte bis dann 22uhr alle Lokalsender in Bayern dann das Nachtprogramm aus München ganz übernehmen.

Wo liegt also dann der Mehrwert??

von Kohlberger91 - am 23.10.2014 13:09
Die 95,1 kommt vom Mobilfunkmast an der B303 zwischen Sichersreuth und MAK-Waldstadion. Sie reicht aus, um mir zwischen Schauenstein und Döbraberg den SWR1-Empfang zu verhageln. Die Kösseine ist übrigens zwischen Schleiz und Gefell im SOK die einzige mobil halbwegs beifahrertaugliche Galaxy-Frequenz, ungefähr ab Göttengrün übernimmt teils 96,5 aus Naila, rund um Tanna schaltet mein RDS regelmäßig kurz auf die Ahornberger 98,1, die sich hier gegen Energy 98,2 durchsetzt. Sogar die Selb-Vielitzer 93,4 nördlich der Linie Gefell-Reuth teils besser als die 94,0 vom Hofer Labyrinth, die eigentlich seit dem Ende der DDR rund senden durfte. Zudem drückt sowohl nördlich (SOK) als auch südlich (WUN) der Hofer Kreisgrenze Impuls aus dem böhmischen Klattau das Hofer Signal immer wieder weg. Sendet die 94,0 wirklich mit der vollen koordinierten Leistung und muss die 93,9 aus Wiederau hier noch geschützt werden?
Extra-Radio, das wahrscheinlich die Funzelkette bekommt, wird so seine zahlreichen Stammhörer im Vogtland nicht halten können.

von FrankenWalder - am 12.01.2015 10:41
Galaxy ab 2016 weiterhin als einzige Frequenz auf der 97,3 auszustrahlen wird wohl wenig Sinn machen. Ebenso Extra Radio ohne die Kösseine. Ich denke dass es sich hier um einen Fehler von Extra Radio handelt und Extra Radio auch ab 2016 auf der 97,3 läuft.

Höchstens man bekommt noch die 95,1 für Extra Radio. Diese wird dann auf die Kösseine verlagert und mit der gleichen Leistung wie die 97,3 ausgestrahlt. Aber welche Frequenz koordiniert man dann für Galaxy in Hof? Die 101,5 aus Naila?
Die 95,1 ist sowieso überflüssig als Füllfrequenz für die 88,0 da die im Empfangsgebiet der 95,1 auch gut geht.

Wie wird das werden, wenn Extra Radio 24 Stunden sendet? Übernehmen die dann abends auch das Mantelprogramm der BLM? Würde dann wenig Sinn machen, dass auf 2 Sendern abends das gleiche Programm läuft.

von 101,4 - am 23.01.2015 17:40
Zitat
RheinMain701
Meines Wissens wurde diese Frequenz extra für diese beiden Programme neu auf dem Waldstein koordiniert. Vorher gab es dort nur die 89,3 und 91,2.

Man könnte jetzt daraus lesen:
1. Beide Programme hatten nur die "schwachen" 89,3 und 91,2
2. Die 88,0 gab es im Fichtelgebirge noch nie und war ein Gewaltakt
;-)

[OT]
Was vielleicht im Zuge dieser Überlegungen auch interessant möglich sein sollte wäre eine grundsätzliche Umbelegung. Wie man von Ortsansässigen hört, ist die 88,0 auch nicht optimal.
=> Entweder die Belegung von 89,3 und 88,0 am Waldstein tauschen und die 89,3 auch mit dem Diagramm der 88,0 verbreiten. Die 88,0 könnte im Gegenzug etwas breiter werden.
=> Oder ein Ringtausch zwischen 88,0 / 89,3 / 104,3. 88,0 nach BT, 104,3 für D-Radio vom Waldstein und 89,3 für den Lokalfunk vom Waldstein.

von Thomas (Metal) - am 23.01.2015 20:59
@ Thomas (Metal)

Zitat

88,0 nach BT (...)


Sollte ja eigentlich problemlos möglich sein, wenn die mal auf dem Ochsenkopf in Betrieb war.

Oder würde es für die Privatsender aus Hof sogar etwas bringen, die 88,0 MHz wieder zum Ochsenkopf zu verlagern, sodaß man sich einige Funzeln spart?


Zitat

104,3 für D-Radio vom Waldstein und 89,3 für den Lokalfunk vom Waldstein.


Die 104,3 MHz ist ja für den Ochsenkopf mit 100 KW koordiniert. Wäre das für das Deutschlandradio nicht sogar sinnvoller als die 89,3 MHz vom Großen Waldstein?



@ DF8NZ (MAK)

Danke. Wann ging die 88,0 MHz an den Privatfunk? Und wieso wurde die 88,0 MHz für den BR entbehrlich? Die 91,2 MHz hatte man als Gegenleistung ja erst viel später bekommen, oder?

von Kay B - am 23.01.2015 23:03
Zitat
RheinMain701
Die 104,3 am Ochsenkopf geht nicht, weil sie sich mit der 104,4 vom Hohen Bogen stören würde. Dort gäbe es auch keine alternative Frequenz, auf die man für B5 aktuell ausweichen könnte, die 107,1 ist ja etwas schwächer und durch den Gleichkanalsender Aalen auch noch interferenzbelastet.

Zitat
Kay B
@ DF8NZ (MAK)

Danke. Wann ging die 88,0 MHz an den Privatfunk? Und wieso wurde die 88,0 MHz für den BR entbehrlich? Die 91,2 MHz hatte man als Gegenleistung ja erst viel später bekommen, oder?

Die 88,0 war nicht entbehrlich, durch die Abschaltung entstand eine Lücke im Raum Weiden, wo nur das falsche fränkische Regionalprogramm empfangen werden konnte. Dies gilt sogar bis heute, da dort die Grenze Nord/Südbayern verläuft.


War die 104,3 nicht ursprünglich rundstrahlend mit 100kW für AFN vom Ochsenkopf gedacht? (mangels Bedarf später für die Greinwelle geschlachtet)

von FrankenWalder - am 23.01.2015 23:39
@ RheinMain701

Zitat

Die 104,3 am Ochsenkopf geht nicht, weil sie sich mit der 104,4 vom Hohen Bogen stören würde.


Ist demnach die 104,4 MHz vom Hohen Bogen ein Ergebnis der für die Mainwelle geschlachteten 104,3 MHz vom Ochsenkopf? Denn da wurde die 104,3 MHz mal mit 100 KW koordiniert.


Zitat

Die 88,0 war nicht entbehrlich, durch die Abschaltung entstand eine Lücke im Raum Weiden, wo nur das falsche fränkische Regionalprogramm empfangen werden konnte.


Und wieso hatte sie der BR dann abgegeben? Wurde die 88,0 MHz dem BR durch die Staatskanzlei entzogen? Oder war es einfach ein Tausch mit der 91,2 MHz?



@ DF8NZ (MAK)

Zitat

Vom Ochsenkopf war der AFN nicht geplant.


Für wen wurde die 104,3 MHz auf dem Ochsenkopf damals koordiniert?


Zitat

Anfang der 80er noch die 100,5 MHz für den DLF und die 101,9 MHz für den AFN geplant.
Für den AFN waren noch Amberg 101,7 und Dillberg 100,8 und Ismaning 101,6 MHz geplant.


Und was wurde dann aus den Frequenzen? Dillberg mit 100,8 MHz würde heute wegen der 100,6 MHz nicht gehen. Wäre aber die 101,9 MHz auf dem Großen Waldstein heute noch einsetzbar, wenn die 102,0 MHz in Ludwigsstadt nicht wäre?

von Kay B - am 24.01.2015 13:24
Zitat
Kay B
Zitat
RheinMain701
Die 104,3 am Ochsenkopf geht nicht, weil sie sich mit der 104,4 vom Hohen Bogen stören würde.


Ist demnach die 104,4 MHz vom Hohen Bogen ein Ergebnis der für die Mainwelle geschlachteten 104,3 MHz vom Ochsenkopf? Denn da wurde die 104,3 MHz mal mit 100 KW koordiniert.


Nein, bei Genf 84 wurden Ochsenkopf 104,3 und Hoher Bogen 104,4 jeweils mit Richtstrahlung geplant.


Zitat
Kay B
Und was wurde dann aus den Frequenzen? Dillberg mit 100,8 MHz würde heute wegen der 100,6 MHz nicht gehen. Wäre aber die 101,9 MHz auf dem Großen Waldstein heute noch einsetzbar, wenn die 102,0 MHz in Ludwigsstadt nicht wäre?


Das sind alles Planungen aus der Zeit vor Genf 84. Die kannst du nicht mit den heutigen Frequenzen in Bezug sehen.

von Manager. - am 24.01.2015 13:54
Noch ist nichts endgültig entschieden.

Quelle extra-radio.de
21.07.2015
Eine Meldung in eigener Sache
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass gegen die Genehmigung der BLM und die bestätigende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth die von extra-radio beantragte Berufung zugelassen ist.
Die Rechtssache, so das Gericht, weist besondere tatsächliche und rechtliche Schwierigkeiten auf.
Laut BLM kann extra-radio ab kommendem Jahr 24 Stunden täglich senden, soll jedoch von der Frequenz 88.0 auf die Jugendradiofrequenzen wechseln. Gegen diesen Frequenzwechsel richtet sich die Klage von extra-radio, die jetzt vor dem Bayerischen Verwaltungsgerich

von FrankenWalder - am 22.07.2015 07:12

88,0 Extra Radio/Radio Euroherz - vorerst alles beim alten

Radiowoche.de - In Hof bleibt alles beim alten.

Und vorerst scheint es nichts zu werden mit Flockis Wechsel auf die Galaxy-Frequenzen, denn das schreibt Stefan Munder heute in der Radiowoche:

Eigentlich sollte es zum 01. Januar 2016 in Oberfranken, genauer in der Stadt Hof und den Landkreisen Hof und Wunsiedel eine Neuordnung der Lokalradios geben. Damit sollte das leidige Frequenzsplitting zwischen Radio Euroherz und extra radio aufgehoben werden.

Demnach hätte die Neue Welle für das Programm Radio Euroherz die angestammten UKW-Frequenzen künftig rund um die Uhr nutzen können. Das zweite Hofer Lokalradio, extra radio, hingegen sollte mit seinem Programm komplett auf die derzeit von Radio Galaxy Hof genutzte UKW-Frequenzkette umziehen. Dafür sollte auch extra radio rund um die Uhr senden können. Radio Galaxy Hof hingegen sollte komplett von UKW verschwinden und auf den digitalen Standard DAB+ wechseln.

Für extra radio war der Wechsel auf die neue UKW-Frequenzkette allerdings kein Grund zur Freude. Geht es nach den Hofer Radiomachern, wären sie lieber auf den derzeit genutzten UKW-Frequenzen geblieben. Das hat auch einen ganz einfachen Hintergrund, denn die künftigen Lokalradio-Sendegebiete sind nicht gleich groß, die Verbreitungskosten für die neuen extra radio – Frequenzen aber um ein vielfaches höher. Dazu kommt noch ein immenser Werbeaufwand um die extra radio Hörer mit auf die neuen Frequenzen zu nehmen. Kurzum die Hofer Radiomacher um extra radio fühlen sich in dem Bescheid der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) benachteiligt und haben dagegen geklagt.

In erster Instanz wurde die Klage vom Verwaltungsgericht Bayreuth ohne Berufungsmöglichkeit abgelehnt, woraufhin extra radio Geschäftsführer Gerhard Prokscha zum Bayerische Verwaltungsgerichtshof zog. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Berufung gegen den Bescheid der BLM und das Urteil des Verwaltungsgerichts Bayreuth zugelassen. Womit eine Umsetzung des BLM Bescheids zum Jahreswechsel aufgeschoben werden muß.

Daher soll der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) in seiner morgigen Sitzung zunächst das bisherige Frequenzsplitting auch über den Jahreswechsel hinaus genehmigen. Nach radioWOCHE-Informationen ist es geplant das Splitting erst sechs Monate nach höchstrichterlicher Entscheidung umzusetzen. Aber auch eine außergerichtliche Einigung zwischen Radio Euroherz und extra radio ist noch möglich. Wie eine Einigung aussehen könnte ist allerdings offen. Wie es scheint wäre die einzige Möglichkeit zur Einigung zu kommen, wenn Radio Euroherz auf die UKW-Kette von Radio Galaxy wechseln würde. Das dürfte wohl aber eher unwahrscheinlich sein.

Dennoch bietet die BLM den Privatradios Euroherz, extra radio und Radio Galaxy die Simulcast-Verbreitung über DAB+ an. Dazu soll nach Informationen der radioWOCHE ein neuer Multiplex des Bayerischen Rundfunks auf Kanal 10B vom Standort Ochsenkopf aufgeschaltet werden. Sollten die Planungen eingehalten werden, könne die Aufschaltung demnach schon im Dezember 2015 erfolgen. Um das Stadtgebiet Hof ausreichend zu versorgen ist ein weiterer Standort in Hof-Hohensaas geplant, der aber erst im 1. Halbjahr 2016 den Betrieb aufnehmen soll.
[attachment 6031 Flocki+friends.jpg]

von FrankenWalder - am 07.10.2015 20:54
Infodigital schreibt:

Medienrat verlängert Übergangsgenehmigung für drahtlosen Hörfunk im Versorgungsgebiet Hof

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in seiner Sitzung am 8. Oktober 2015 beschlossen, die bestehende Übergangsgenehmigung für den drahtlosen Hörfunk im Versorgungsgebiet Hof über den 31.12.2015 hinaus bis zur Einigung der Anbieter über die Nutzung der beiden UKW-Hörfunksenderketten, längstens bis sechs Monate nach Rechtskraft der Entscheidung der Verwaltungs-gerichte in der Hauptsache, zu verlängern. Aktuell werden Radio Euroherz (00:00 bis 12:00 und 18:00 – 00:00 Uhr) und extra radio (12:00 bis 18:00 Uhr) auf der UKW-Frequenz 88,0 MHZ und der zugeordneten Füllsenderfrequenz verbreitet.

2013 hatte der Medienrat beschlossen, dass den Hörfunkangeboten extra radio und Radio Euroherz ab Beginn der digitalen Hörfunk-verbreitung in Oberfranken je eine UKW-Hörfunkfrequenzkette im Versorgungsgebiet zur Nutzung zugewiesen werden sollte. Radio Galaxy Hof sollte ab diesem Zeitpunkt ausschließlich in digitaler Technik verbreitet werden.

Mit Blick auf die noch unbefriedigende DAB+-Versorgung im ersten Halbjahr 2016 und auf laufenden Gerichtsverfahren gegen die Entscheidung der Landeszentrale hat sich der Medienrat entschlossen, die vormalige Genehmigungssituation übergangsweise zu verlängern.

Den Anbietern werden vorbehaltlich eines entsprechenden Antrags Übertragungskapazitäten für die Simulcast-Verbreitung ihrer Angebote in digitaler Technik im DAB+-Standard zugewiesen.

Der Präsident wird gebeten, die Bayerische Medien Technik GmbH (bmt) zu veranlassen, mit den Anbietern extra radio und Radio Euroherz Frequenznutzungsverträge mit den gleichen Sendernetzentgelten für beide Frequenzketten im Versorgungsgebiet Hof abzuschließen.





https://www.infosat.de/radio/medienrat-verl-ngert-bergangsgenehmigung-f-r-drahtlosen-h-rfunk-
im-versorgungsgebiet-hof

von 101,4 - am 08.10.2015 14:57
Zitat
Starsailor001
Vor 1992 wurde auch gefunzelt...und wer wollte hat den Sender gehört.Und so schlecht sind die Funzeln im Kernsendegebiet wirklich NICHT . Davon abgesehen kommt Werbung aus dem Vogtland oder gar Thüringen auch bisher nur sehr sehr selten vor...!!!!Man hört den Sender da auch aber Werbung wird so gut wie gar nicht von dort geschaltet..das geht alles aufs Vogtland Radio.Von daher erwarte ich keine sooo großen Einbußen wenn man die 88,0 hergeben muß.Dann lautet halt das Motto, kleine aber fein ! Und wenn man dies gut macht...kann es erfolgreich sein !

Vor 1992 wäre auch noch kein Autofahrer auf die Idee gekommen, die Dachantenne durch einen formschönen Aluzahnstocher aus dem Baumarkt zu ersetzen. Es gab in Hof sogar einen Verein, der Antennenbautipps austauschte, um Rias2-Nachfolger R.S.2 in Hof hörbar zu machen. In der Pizzeria in Schönwald bei Selb lief abwechselnd Dank Yagi auf dem Dach Radio 7 auf 103,7 und M1 auf 106,7. Langdrahtantennen im Garten sorgten für störungsfreien DT64 Empfang im Fichtelgebirge. Wer bitte würde heute noch so einen Aufwand für seinen Lieblingssender treiben?

von FrankenWalder - am 04.07.2016 08:34
Laut Funkanalyse Bayern 2016 ist die Reichweite bei beiden Sender gleich. Somit ist die Aussage von Euroherz auch nicht richtig wenn sie sagen sie wären alleine schon die Nr.1 wegen der hören Reichweite, die sie nicht haben. Woher auch, noch teilen sie sich die Frequenzen ja mit Extraradio. Somit ist die Technische Reichweite auch exakt gleich, nur die Sendezeiten sind unterschiedlich und da kann Extra Radio auch nicht mithalten, wie auch. Euroherz 18 Stunden, Extraradio 6 Stunden. Somit kann man eh nicht sicher sagen welcher Sender nun die Hofer am meisten bevorzugen. Später haben die beiden Sender zwar dann ihren 24h Betrieb, Extraradio kann aber durch die schlechte UKW-Kette (Reichweite) wieder nicht mithalten. Extraradio ist zwangsläufig der Verlierer und bitte vergisst nicht, auch in diversen Kabelnetzen wird Extraradio dann fehlen, nicht überall wird die Hofer Galaxy Kette eingespeist, sondern nur die 88.0 MHz. In der Oberpfalz ist dann Extraradio Kabel- und Terrestrialtechnisch dann Geschichte, ebenso dann in Teilen von Thüringen und Sachsen.

Funkanalyse Euroherz vs. Extraradio im Vergleich
[attachment 7655 ExtravsEuro2016.png]

von Kohlberger91 - am 05.07.2016 18:22
Vorallem was mit Galaxy Hof dann passiert, ob man dann wirklich über dem BR seiner Oberfankenkanal dann geht. Später mal werden die ganzen extra Lokal Galaxy sich eh nicht lohnen. Immerhin hat man das Galaxy-Mantelprogramm schon Bayernweit über DAB+ und die meiste zeit lauft eh das gleiche bzw. genau das Mantelprogramm über die Lokalschiene und es wäre bestimmt kein Problem die Lokalteile ins Landesweite Programm zu intrigieren. Von die Kosten her, wäre es viel billiger als sich extra nochmals in die Lokalmuxe zuz mieten. Auch kann man nicht ausschließen später mal, das später auch die Galaxy höher zu ihre Lokalfenster schalten werden, wenn UKW mal nicht mehr gibt oder einfach das erst beste in der Sendeliste nehmen was sich Galaxy nennt, so ein „GALAXYH“ wird man wohl eher nicht schalten, wenn vorab schon „Galaxy“ (10D) aufgetaucht ist. Bezüglich Extraradio wäre es wünschenswert, wenn man auf DAB+ aufspringen würde. Die Reichweite wäre dann höher als die über 88,0. Nur wird man über DAB+ noch von zu wenigen noch gehört und ob sich die Extraradio Hörer sich extra wegen Extraradio, sich DAB+ zu legen ist auch fraglich. Von der Größen Konkurrenz die man auf DAB+ auch noch hat, ganz zu schweigen.

von Kohlberger91 - am 05.07.2016 19:35
Galaxy Hof ist Geschichte. Bis auf Bayreuth, wo die Oschmann-Gruppe nicht die Mehrheit hat, übernehmen alle Galaxy-Filialen in Oberfranken das zentral in Kulmbach produzierte "Lokalprogamm". Im Hofer Medienhaus wird nur noch das Euroherz-Lokalprogamm gefahren und der BLR-Rahmen eingespeist. Dabei wird, bei hin- und herpendelnden Moderatoren und ziemlich identischer Playlist, extrem auf "Synergieeffekte" gesetzt.
Der Rechtsstreit um die 88.0 geht übrigens weiter und ich wünsche sie nach den jetzigen Entwicklungen nicht dem Telefonbuchverlag. Wer sich jetzt für eine andere UKW Frequenz interessiert oder (ohne Kostenvoranschlag oder Preisvorstellung des Anbieters) für DAB entscheidet, nimmt sich die Chance auf die 88.0. Traurig, aber das Splitting geht vorerst weiter.

von FrankenWalder - am 28.07.2016 11:22
Die alten HO-T.FM Frequenzen werden jetzt genau wie Bamberg und Coburg aus Kulmbach "beschickt". Bayreuth ist nicht dabei, weil die Oschmann-Gruppe bei der Greinwelle nicht die Mehrheit hat.
NACHTRAG
Gerde liefen auf der 97,3 (Kösseine an der Kreisgrenze Wunsiedel-Tirschenreuth) die "City News" um Halb mit Meldungen aus Coburg und dem Bamberger Umland. Ob sich Galaxy schon einmal aus Hochfranken verabschiedet, weil sie diese Frequenzen sowieso an den beim Rechtsstreit um die 88.0 unterlegenen Lokalsender abgeben müssen?
Und ohne zu orakeln, könnte die fast schon vollzogene Austauschbarkeit zwischen Euroherz und Plassenburg mit gemeinsamem Moderatorenpool der Vorläufer einer "Frankenwelle Nord-Ost" auf der Kulmbacher 101,6 und den Galaxy-Funzeln sein - verstärkt durch die für Thüringen untaugliche und auf den Kreis Hof ideal zugeschnittene Lobensteiner 104,7.
Aber vielleicht sind meine Vermutungen doch nur haltlos und Stoff für einen haarsträubender Fall à la Philip Maloney. Üble Sache, oder.

von FrankenWalder - am 29.07.2016 06:09
Zitat
FrankenWalder
Keine AF-Umschaltung zwischen den ehemals selbstständigen Ketten.


und was soll das bringen?, es ist nach wie vor nicht sinvoll. Radio Bamberg,Euroherz,Plassenburg und Radio Eins haben zwar fast die gleiche Playlist, sind aber (noch) unterschiedlich. Außer es wird das BLM Mantelprogramm übernommen, dann müßten aber alle Lokalsender den selben Code in Bayern haben. Dann ist die Frage ob es überhaupt die meisten Hörer am Tag überhaupt wollen das ihr Radio ständig zwischen die Lokalsender hin- und herschaltet?. Da wäre es viel sinvoller das die Galaxy Freqenzen mal einen einheitlichen Code bekämen, aber auch das geht nicht, da eben offiziell, Regionale Lokale Jungensender sind. Obwohl dort ein Code der sich nur an 2 Stelle ( wie bei Charivari Osbayern) sinvoll wäre da eben die meiste Zeit das selbe lauft. In der Zeit wo eigene Beiträge laufen, könne man über die RDS-REG selber bestimmen ob hin- und her geschaltet werden soll (wie eben bei Bayern 1 auch).

von Kohlberger91 - am 18.09.2016 17:45
Zitat
Habakukk
Danke! Na schade, dass man das nicht nutzt. Die Frequenzen würden sich tlw. gut gegenseitig ergänzen, da wäre eine AF-Umschaltung sehr wünschenswert.


Man müßte mal die PI-Codes in Bayern eh neu umändern. Bei UKW werden in Bayern komplett verschiede Programme als eine Lokalausgabe eines Programmes gehalten. Beispiel wäre jetzt Dx1B. Diese Code hat neben Galaxy Oberfranken auch Hitradio N1, Radio Bamberg, Radio Charivari Rosenheim, Radio ND1, Radio IN, Radio Trauniz und RT1 Süd. Besser wäre das ganze mal zu überdenken und die zig Galaxy Code den andern Sendern zu geben und die Galaxy nur moch Dx1B zu verwenden. Beispiel: Oberfranken hat D41B, Weiden/Amberg hätte dann z.B D51B und schon könnte der Endnutzer über "RDS-REG" selbst entscheiden wie der Empfänger verhalten soll.

Genial ist es auch gelöst bei Rock Antenne. In Ausburg den Landsweiten D319, in Erdig aber statt eine Lokalen Dx19, gibt den vom ex Radio Erding. Gleichzeitg haben aber andere Sender wie ISW, Energy Nürnberg und GongFM Codes bekommen die den Empfänger glauben lässt das sich um lokalausgaben von Rock Antenne handelt.

Also das ganze gehört sich mal geändert, mit der umstellung von DAB wäre die gelegenheit, aber das wird nicht passern. Ich frag mich nur warum Charivari Ostbayern jetzt einen andern Code hat, das muß ja was mit der Umstellung von DAB+ zu tun haben. Ich sehe sonst keinen Grund. Man hat auch gleich den PS Code angepasst.

von Kohlberger91 - am 16.05.2017 18:34
Der Goliath vom Telefonbuchverlag hat in Leipzig über den David aus Hof gesiegt.
Extra-Radio bekommt künftig die reichweitenschwächere Galaxy-Mehrfrequenzkette,
die sogar in Teilen Hochfrankens schwächelt. Die Oschmann-Kette bleibt auf der 88,0.


Die beklagte Bayerische Landeszentrale für neue Medien hat die beiden Frequenzketten, die in dem Versorgungsgebiet Hof und Umgebung für Anbieter privater lokaler Hörfunkprogramme zur Verfügung stehen, neu verteilt. Sie hat der Beigeladenen die Frequenzkette 1 mit der Hauptfrequenz 88,0 MHz für die Verbreitung des Programms Radio Euroherz und der Klägerin die Frequenzkette 2 mit den Hauptfrequenzen 94,0 MHz und 97,3 MHz für die Verbreitung des Programms extra radio zugeteilt. Hierdurch hat die Landeszentrale Grundrechte der Klägerin - insbesondere deren Rundfunkfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG - nicht verletzt. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

Bisher haben Radio Euroherz 18 Stunden und extra radio 6 Stunden tägliche Sendezeit auf der Frequenzkette 1. Auf der Frequenzkette 2 verbreitet die Beigeladene das Jugendhörfunkprogramm Radio Galaxy Hof mit einer täglichen Sendezeit von 24 Stunden. Im Rahmen der Neuausschreibung der Frequenzen für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2021 bewarben sich die Beigeladene mit ihren Programmen Radio Euroherz und Radio Galaxy Hof sowie die Klägerin mit ihrem Programm extra radio und einem geplanten Jugendhörfunkprogramm jeweils um die Zuteilung beider Frequenzketten zur alleinigen Nutzung. Versuche der Beklagten, zu einer einvernehmlichen Aufteilung zu gelangen, blieben ohne Erfolg, insbesondere wollten weder die Beigeladene noch die Klägerin die Frequenzkette 1 aufgeben. Die Beklagte entschied sich im Ergebnis dafür, die Frequenzketten wie beschrieben zu verteilen und so auch die Grundlage für eine spätere gleichzeitige Verbreitung der Programme Radio Euroherz und extra radio in analoger und digitaler Form zu legen, die Jugendhörfunkprogramme dagegen auf eine Verbreitung allein in digitaler Technik zu verweisen. Für einen Übergangszeitraum sollte es bei dem bisherigen Genehmigungszustand verbleiben. Die Klägerin hat mit ihrer Klage vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth und dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof keinen Erfolg gehabt.

Das Bundesverwaltungsgericht hat auch die Revision der Klägerin, mit der sie nur noch eine Zuweisung der Frequenzkette 1 erstrebt hat, zurückgewiesen: Nach der bindenden Auslegung des bayerischen Landesmedienrechts durch den Verwaltungsgerichtshof steht der beklagten Landeszentrale, wenn die zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten für lokalen Hörfunk nicht für die Berücksichtigung sämtlicher grundsätzlich berücksichtigungsfähiger Programmangebote ausreichen, ein bundesverfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Ermessens- und Gestaltungsspielraum für eine Auswahlentscheidung zu. Die Beklagte hat dadurch, dass sie von diesem Spielraum auf der Grundlage einer Abwägung in Gestalt der angegriffenen Frequenzverteilungsentscheidung Gebrauch gemacht hat, das durch Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG geschützte Interesse der Klägerin nicht verkannt oder fehlgewichtet. Nach den bindenden tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichtshofs, die mit den Annahmen der Beklagten übereinstimmen, weisen die beiden Frequenzketten jeweils strukturbedingte Vor- und Nachteile auf, stellen dabei aber eine vergleichbar gute Versorgung des in Rede stehenden Gebiets sicher. Nicht zu beanstanden ist die Einschätzung der Beklagten, dass die medienrechtlich unerwünschten Auswirkungen, die sich für die Werbemärkte in den benachbarten Versorgungsgebieten aus der technischen Überreichweite der Frequenz 88,0 MHz ergeben können, durch die Zuteilung dieser Frequenz an die Beigeladene, die mit den Programmanbietern der Nachbargebiete mittelbar verbunden ist, begrenzt werden. Die Beklagte hat ihre Prognose, der Klägerin werde es möglich sein, nach einem Wechsel auf die Frequenzkette 2 hinreichende Werbeeinnahmen für einen wirtschaftlichen Programmbetrieb zu erzielen, nachvollziehbar begründet. Vor diesem Hintergrund war es nicht zu beanstanden, dass die Beklagte den Verbleib der Beigeladenen mit dem Programm Radio Euroherz auf der Frequenzkette 1 damit gerechtfertigt hat, dass ihr dort bisher eine längere tägliche Sendezeit als der Klägerin mit dem Programm extra radio zustand und dass sie die Frequenzkette 2 mit dem Programm Radio Galaxy Hof räumen muss. Aus dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG ergeben sich für die Klägerin keine weitergehenden Rechte.

BVerwG 6 C 42.16 - Urteil vom 31. Mai 2017





BVG-Urteil Frequenzsplitting Hof

von FrankenWalder - am 01.06.2017 10:20
Zitat
Triefel
Und prompt auch als kurze Meldungen auf den Internetseiten von Extra Radio und Radio Euroherz:

Extra-radio sendet ab dem kommendem Jahr 24 Stunden auf UKW

Bundesverwaltungsgericht bestätigt: Radio Euroherz darf 24 Stunden senden


Tja wie immer halt, wie schön wie Extraradio es hinbingt, nichts mit "wir haben leider Verloren";)

Hier noch ein Artikel http://www.radiowoche.de/ukw-streit-in-hof-beendet-radio-euroherz-und-extra-radio-senden-kuenftig-24h/

Zitart:

Mit der Enscheidung des Gerichts wird in Hof spätestens zum 01. Dezember 2017 folgende Situation entstehen:

1) Radio Euroherz sendet künftig rund um die Uhr auf den Frequenzen:
101,50 MHz Naila,
88,00 MHz Hof/Großer Waldstein
95,10 MHz Marktredwitz

2) extra radio sendet künftig rund um die Uhr auf den Frequenzen:
94,00 MHz Hof/Labyrinthberg
96,50 MHz Naila
98,10 MHz Hof Konradsreuth
93,40 MHz Selb
97,30 MHz Wunsiedel
...

Über DAB+ in ganz Oberfranken heben beide Sender ebenfalls, spätestens zum 01. Dezember 2017, ihr Sendezeitensplitting auf. Hier bekommen beide Sender jeweils einen 24h-Kanal, wie die BLM gegenüber der radioWOCHE bestätigte. Da der Multiplex aber bereits voll ist, werden die Kapazitäten der ausgestrahlten Sender verringert.


von Kohlberger91 - am 01.06.2017 16:24
Zitat
Kohlberger91
Tja wie immer halt, wie schön wie Extraradio es hinbringt, nichts mit "wir haben leider Verloren"


Nur mit der positiven Einstellung "Augen zu und weiter" hat es der Familienbetrieb Extraradio geschafft, bis heute gegen die übermächtige Konkurrenz der fast bayernweiten Lokalfunkkette des Telefonbuchverlags zu überleben. Natürlich waren Prokschas, die gestern in Leipzig persönlich das Urteil entgegen nahmen, nicht begeistert, denn die Durchschnitts-Radiohörer sind meist bequem und Gewohnheitstiere, die sich irgendwann nach einem Jahr wundern, dass sie Gery, Horst und Oldies schon ewig nicht mehr auf ihrer Heimatfrequenz 88,0 gehört haben.
Sich dann auf der bisherigen Galaxy-Funzelkette ein neues Stammpublikum aufzubauen, kostet Zeit, Geld und einen langen Atem; dazu jede Menge "Klinkenputzen" bei möglichen Werbekunden ohne verlässliche Hörerzahlen für die Preisgestaltung, während Euroherz jetzt auf der eingeführten Frequenz mit den Super-Werbezeiten Mittag und Drive-Time aus dem Vollen schöpfen kann. Da hilft im Moment auch die künftige DAB+-Reichweite wenig, denn das Geld zum Weitermachen muss jetzt verdient werden.
Dann noch den schlechten Verlierer zu spielen, kann im kleinräumigen Werbemarkt zwischen Rennsteig, Vogtland und Steinwald leicht nach Hinten losgehen - ungefähr wie ein Ralf-Stegner-Emoji als Motivationshilfe im Wahlkampf. :cool:

von FrankenWalder - am 01.06.2017 18:56
Naja... am Ende läuft dann auf den getrennten Frequenzen an 12 Stunden oder mehr das BLR Mantelprogramm?
Nix mit 24 Stunden rund um die Uhr senden Oder?
Euroherz sendete ja bis jetzt wochtags von 6 bis 12 und 18 bis 20 Uhr ein eigenes Programm.
Extra Radio sendete sein Programm von 12 bis 18 Uhr.
Die restliche Zeit war bisher das BLR Füllprogramm.


Wie werden also die restlichen Stunden auf den nun eigenen Frequenzen gefüllt? Ich bin gespannt.

Nachtrag:
Ich glaube bis 1992 funzelten beide Sender auf der schwachen Kette: Hof.Naila,Selb,Ahornberg und Kösseine herum.Für alte EXTRA Radio Hörer wohl weniger ein Problem da mal am Radio zu drehen..irgend eine Funzel geht meistens irgendwie.Bei mir geht Naila,Ahornberg und Hof gut.

von Starsailor001 - am 03.06.2017 18:35
Zitat
Starsailor001
Naja... am Ende läuft dann auf den getrennten Frequenzen an 12 Stunden oder mehr das BLR Mantelprogramm?
Nix mit 24 Stunden rund um die Uhr senden Oder?
Euroherz sendete ja bis jetzt wochtags von 6 bis 12 und 18 bis 20 Uhr ein eigenes Programm.
Extra Radio sendete sein Programm von 12 bis 18 Uhr.
Die restliche Zeit war bisher das BLR Füllprogramm.
Wie werden also die restlichen Stunden auf den nun eigenen Frequenzen gefüllt? Ich bin gespannt.


Auf Euroherz und Extra wird sich wohl nicht viel ändern, außer das es halt Euroherz bald von 6-20 und Extra von 6-18 Uhr durch durchgehend ist. Das beide das BLR Mantelprogramm übernehmen glaube ich weniger. Bei Extraradio wird dann in die Nachtstunden die Festplatte rotieren und in den Abendstunden werden wohl Wiederholungen und Voice-Tracking zum Einsatz kommen, wie bei vielen andern Radiossendern halt auch.

Gespannt bin ich wie dann die Radiomarktanalyse ausfallen wird und da wird man auch zum erstenmal sehen können wechler Lokalsender in Hof nun wirklich beliebter ist.

von Kohlberger91 - am 03.06.2017 19:31
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