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Modulationszuführung für UKW-Sender via ASTRA 23,5

Startbeitrag von DigiAndi am 27.04.2012 21:49

Hallo zusammen,

auf ASTRA 23,5 gibt es ja mehrere Transponder mit Radioprogrammen für die Modulationszuführung zu den Sendern:

Antenne Bayern (384 kBit/s MP2)
12660 MHz, vertikal, SR 477, FEC 1/2

Antenne Tirol, Radio Oberland, Radio Osttirol, Radio POS, Welle 1 (AAC)
12661 MHz, vertikal, SR 555, FEC 3/4
(Transponder der Telekom Austria)

Mit meiner Dreambox und einer 80 cm Schüssel empfange ich den Transponder von Antenne Bayern einwandfrei (Signalstärke um die 12 dB, also sehr gut). Die Dream braucht nur oft lange, um einen Lock zu machen. Aber wenn's mal läuft, läuft's stabil (bis ich wieder umschalte bzw. das Signal mal weg ist).
Beim Transponder der Telekom Austria ist das auch so, allerdings bekomme ich nur maximal 6 dB Signalstärke. Die Audiobitrate der Programme zeigt die Dream dann auch an, ich bekomme aber nichts zu hören. Auch wenn ich eine Aufnahme von einem der Programme mache, wird zwar eine Datei erstellt, deren Größe auch wächst, aber ich kann sie nachher nicht abspielen (weder an der Dream, noch am PC). Mir ist bewusst, dass die Programme in AAC sind, aber das kann ja nicht das Problem sein, am PC müssten die dann auf jeden Fall hörbar sein. Hat jemand eine Idee, warum ich da nichts zu hören bekomme? Könnte der Signalpegel zu gering sein? Bei anderen Transpondern habe ich jedenfalls bei geringerem Signalpegel und gleicher FEC einwandfreien Empfang. Allerdings ist die Bandbreite dieser Transponder natürlich nicht so extrem klein...

Soweit ich weiß, müsste es noch weitere solcher Transponder geben:
Das Deutschlandradio führt seine Programme auf diesem Weg zu, ebenso Kronehit. Mich würden diese Transponderdaten ebenfalls sehr interessieren, falls sie jemand hat.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Kay B
@ DigiAndi

Können noch andere Kathreins dreistellige Symbolraten empfangen?


Ich habe derzeit nur den einen.

Zitat
Kay B
Da würde es mich echt mal interessieren, wie das in Profi-Receivern, die für diese schmalbandigen SCPC-Signale ausgelegt sind, machen. Das müßte ja eigentlich so sein, daß die ZF zwischen Tuner und Demodulator nochmal durch einen zusätzlichen Filter läuft, dessen Bandbreite sich je nach Symbolrate anpassen läßt.


Tja, das würde mich auch interessieren. Ich habe das mal mit einem Profline-Serie probiert. Ohne Erfolg - zumindest an meiner 80cm Schüssel. Aber selbst da ist das Signal von 23,5 bombig und müsste völlig ausreichend sein.

von DigiAndi - am 29.10.2012 07:30
Zitat
DigiAndi

ASTRA 23,5
12639 GHz
vertikal
SR 941
FEC 1/2

So wie es aussieht, bastelt das Deutschlandradio hier an einer neuen (?) Zuführung. Derzeit sind zwei Programme drauf: "DLR Test 1" mit dem Deutschlandfunk als Audio und "DLR Test 2", derzeit ohne Audio. Beide haben 384 kBit/s MP2 inkl. Radiotext.

Werde ich mal ganz deutlich im Auge bzw. Ohr behalten. 384 kBit/s sind doch deutlich schöner als 256 kBit/s auf ASTRA 19,2... :spos:
Nur schade, dass mein TechniSat keine dreistelligen Symbolraten akzeptiert.



Allerbesten Dank für diese außerordentlich wertvolle Info!

Hab gleich meine ehemalige LNB-DSR-Variante für 23,5° wiederbelebt - und siehe da, exellenter DLF-Klang. Es zeigt sich, dass es gegenüber dem auf Astra 19° noch wesentlich besser geht. Der Klang ist weniger bassig, ein Müü leiser und total transparent. S-Laute mit viel weniger Oberwellenzischelei. Für den DLF, der mit dem Berliner Klang nie mithalten konnte, ein echter Mehrwert. Das Studio kann es offenbar.

Nun warte ich ungeduldig bei "DLR Test 2" auf D-RadioBerlin, das ohnehin optimalen Sound auf allen Wegen abliefert (Ich hoffe, die werden im DAB ihren Klang niemals mit AAC versauen! ).

Man sollte das DSR-Paket auf die Art wiederbeleben. Ein direkter Vergleich ist zwar nie mehr möglich, ich denke aber, Unterschiede zum DSR würde man kaum noch merken.

Mein Receiver SL40HD kann auch die dreistelligen Bitraten.
Mit Skystar2 hatte ich im PC noch keinen Erfolg.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 10.11.2012 12:35
Stand vom vergangenen Montag (ich hatte jetzt gerade keine Zeit zum Reinhören):
Das Processing ist ein anderes als auf ASTRA 19,2. (Mir ist nach wie vor unverständlich, warum man auf 19,2 das Signal stärker komprimiert als auf UKW.)

ASTRA 23,5 ("DLR Test 1" ):


ASTRA 19,2 ("DLF" ):


Das Signal auf 23,5 klingt derzeit (05.11.2012) aber nicht besonders toll. Man hört eine stärkere Datenreduktion als auf 19,2, obwohl die Bitrate deutlich höher ist. Da scheint vorher noch irgendwas im Signalweg zu sein. Außerdem ist das Signal linkslastig (rechts fehlen 1 bis 2 dB). So gibt man das sicherlich nicht auf einen Sender. Aber es ist ja nach wie vor ein Test, daher wird das sicherlich noch besser werden.

Zitat
RichtungBerlinRadiohörenderSachse
(Ich hoffe, die werden im DAB ihren Klang niemals mit AAC versauen! ).


Doch, dass hoffe ich schon - aber bitte bei gleicher Bitrate! Zwischen 128 kBit/s MP2 und 128 kBit/s AAC sind schon ein gewaltiger Unterschied. Mir ist MP2 auch immer lieber, aber nicht bei 128 kBit/s - selbst wenn die zwei Programme vom Deutschlandradio auf DAB die besten 128 kBit/s MP2 haben, die ich je gehört habe.

von DigiAndi - am 10.11.2012 13:59
Hallo in die Runde,

schade, daß ich kein LNB auf 23.5 gerichtet habe. Sonst würde ichs auch mal versuchen, wäre schon wegen der Empfangbarkeit interessant (Technotrend S845, der kann sonst eigentlich fast nix und gar nix richtig, außer gut aussehen).

Soweit mir bekannt, läuft die derzeitige UKW-Zuführung auch über 23.5° Ost, und zwar als SCPC mit 192 kbps. Ja, alle DLF-UKW-Stationen laufen auf 192 kbps, wie einst ADR. Beim D-Radio sind es alle außer Berlin Britz, das abwechselnd mit diesen 192 kbps und einer direkten Leitung vom Funkhaus zugeführt wird. Mich hatte die wechselnde Anwesenheit/Abwesenheit der Artefakte immer gewundert, also fragte ich im Frühjahr nach und es wurde mir bestätigt. Ein Grund für diesen Wechselbetrieb wollte man mir aber nicht nennen.

Das mit dem Processing ist spannend. Ich hatte vor Jahren mal aus DLF-Kreisen gehört, UKW (also die SCPC-Lösung auf 23.5° Ost) wäre stärker komprimiert als DVB auf 19.2° Ost. Habe es nicht weiter verfolgt, eigentlich wäre es ja so herum sinnvoll gewesen.

Der Testbetrieb scheint keinen Phasenrotator drin zu haben, die Variante auf 19.2° Ost hingegen schon, siehe die (fehlende) Unsymmetrie in der Wellenform bei 14s in obigen Screenshots (und auch am Anfang). Wundert mich, daß der DLF sowas einsetzt. Das machen eigentlich die Popwellen, um noch das letzte halbe dB Spitzenhub rauszukitzeln. Die 19.2-Variante hat das, da keine Regelzuführung zu UKW, doch gar nicht nötig?

@DigiAndi:
Wie siehts im Vergleich zu UKW aus? Synchronizität zu prüfen ist sinnlos, da jeder Receiver anderes Delay im Puffer hat, das ist der Deutschen Welle schonmal beim Gleichwellenbetrieb von 2 AM-Standorten auf die Füße gefallen. Aber was sagt das Audioprocessing? Ist UKW auch symmetrisiert wie die 19.2 oder sind da vor allem bei Sprache Unsymmetrien drin?


Ich müßte übrigens, wenn noch lesbar, DSR-Digitalmitschnitte besitzen, von allen Programmen, die im August 1998 aufgeschaltet waren. Immer so 1 - 2 Minuten. Also Bayern 4 Klassik, S2 Kultur, Radio Bremen 2, hr2 Radio Kultur, Radio 3 (ORB / SFB / NDR), DLF spezial, DLF, WDR 3, DLR Berlin, SR1 Europawelle Saar, RPR 2, Klassik Radio, RTL Radio, Radio Melodie, MDR Sputnik, Energy München. Ist gewiß nicht in jedem Falle aussagekräftig, habe ich einfach mal so bei einer Bekannten gemacht. Kann die bei Gelegenheit mal DigiAndi zukommen lassen.

von Chris_BLN - am 10.11.2012 22:00
Zitat
Kay B
@ DigiAndi

Entsprechen die maximal möglichen Amplituden (weiße Linien) bei denen Graphen + 1 V und - 1 V? Also den maximal möglichen Amplituden, die bei Audacity angezeigt werden?


Die weißen Linien entsprechen einem Pegel von -1 dBFS.

Zitat
Chris_BLN
@DigiAndi:
Wie siehts im Vergleich zu UKW aus? Synchronizität zu prüfen ist sinnlos, da jeder Receiver anderes Delay im Puffer hat, das ist der Deutschen Welle schonmal beim Gleichwellenbetrieb von 2 AM-Standorten auf die Füße gefallen. Aber was sagt das Audioprocessing? Ist UKW auch symmetrisiert wie die 19.2 oder sind da vor allem bei Sprache Unsymmetrien drin?


Das kann ich in Ermangelung eines brauchbaren UKW-Empfangs des Deutschlandfunk leider nicht testen.

von DigiAndi - am 11.11.2012 10:23
Habs als DAT. Gerade mal aus dem Schrank geholt und angehört. Ist noch fehlerfrei abspielbar. Leider habe ichs in Longplay gemacht, also mit 12 Bit nichtlinearer Quantisierung. Ist also nicht das, was aus dem DSR-Tuner digital rauskam (DSR-intern 14 Bit, für den SPDIF wieder auf 16 Bit aufgeblasen), sondern nochmals modifiziert. Schade...

Macht aber nichts, sowohl Frequenzgang (gleiche Abtastrate) als auch Klangbild bleiben dabei vollständig erhalten.

Da, eine Dreiviertelstunde DSR, von Kanal 1 bis Kanal 16. Auf dem DLF habe ich mehr als 10 Minuten verweilt, warum, weiß ich nicht mehr.



Da ist an Pegel alles dabei. SR1 ist die abenteuerliche "Rampe" von 35 bis 40 Minuten. Der Anfang des ersten Titels ist sogar dezent geclippt, dann wird massiv Pegel runtergenommen (fast 6 dB). Sieht aber wie händische Beeinflussung aus. Habe jetzt nicht überall reingehört, habe parallel zu Abend gegessen.

Nur soviel: Energy München war grausamst und völlig DSR-unwürdig. Topfiger, völlig plattkomprimierter Sound. Musik und Verpackung muten auch wie MP2 / 256 kbps an, vielleicht hatte man damals da schon von Festplatte gefahren (N-Joy tat es seit 1994, warum also nicht 1998 auch Energy München?)

MDR Sputnik klang topfig-komprimiert, die Mikrofone völlig glanzlos (entweder noch MD 421 oder schon RE20, das war das Behelfsstudio im Waisenhausring mit Acousta-Analogpult, man bewarb es immer als "volldigital" ) und der Einspieler ist sowas von grausam, daß ich mich frage, ob das der Redakteur daheim im Klo mit 8-Bit-Soundkarte aufgenommen hat.

RTL (Luxemburg) ist auch unter aller Sau, aber Radio Melodie wirkt erstaunlich sauber in dem kurzen (viel zu kurzen) Ausschnitt.

Hätte ich doch mal eher (1992?) Zugang zu DSR gehabt und damals ein DAT-Band richtig voll gemacht. Naja, zu spät...

Ich schicks mal bei Gelegenheit DigiAndi.

von Chris_BLN - am 11.11.2012 18:28
Zitat
DigiAndi
Gerade habe ich ganz überrascht bei Lyngsat folgenden Transponder entdeckt:

ASTRA 23,5
12639 GHz
vertikal
SR 941
FEC 1/2

So wie es aussieht, bastelt das Deutschlandradio hier an einer neuen (?) Zuführung. Derzeit sind zwei Programme drauf: "DLR Test 1" mit dem Deutschlandfunk als Audio und "DLR Test 2", derzeit ohne Audio. Beide haben 384 kBit/s MP2 inkl. Radiotext.

Werde ich mal ganz deutlich im Auge bzw. Ohr behalten. 384 kBit/s sind doch deutlich schöner als 256 kBit/s auf ASTRA 19,2... :spos:
Nur schade, dass mein TechniSat keine dreistelligen Symbolraten akzeptiert.



Scheint wohl vorbei zu sein, ich höre jedenfalls nichts mehr auf dieser, man sagte mir "Testfrequenz von Media Broadcast" wo der DLF im sauberen Studioklang aufhorchen ließ. Schade drum.

Nebenbei erweckte auf ASTRA 23,5° das Programm BeatM von jenseits des südlichen Pultgebirges meine Aufmerksamkeit, das im CZ- DVB-T-Mux fehlt (Meine UHF in Riesa steht mit 45° nach Süden, so dass beides, Dresden vertikal und CZ horizontal stets stabil sind. Vor dem Brand in Calau hatte ich auch die BB-Richtung über einfaches T mit eingekoppelt. Auch da waren die Tschechen immer voll stabil. Mir scheint gar, die haben ihr Versorgungsgebiet verwechselt.)

BeatM- ein Rock-Mix mit schön klar-transparentem Sound, scheinbar kaum komprimiert ohne Quäl-Dröhnung. Hört doch mal rein.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 21.12.2012 20:52
DLF und DLR führen derzeit ihre Programme via Astra 3b (23,5°) mit einem SCPC-System mit Empfängern der Fa. International Datacasting den UKW-Sendern zu. Dieses System steht aber vor der Abschaltung, daher wechselt man zu einer DVB-S-Zuführung, auch über Astra 3b.

Diese Zuführung ist abgestimmt auf den Vertriebsweg UKW, also mit dem entsprechenden Sound-Processing und einer nicht zu vernachlässigenden Kompression des Programms. Ziel ist es die UKW-Schnittstellenbedingung FM-Hub (max. 75 kHz) einzuhalten und dabei aber nicht zu leise und unhörbar zu werden.

Die Programme auf Astra 19,2° sind ausgelegt auf den Direktempfang und nur bedingt als Zuführung für UKW-Sender geeignet.

Früher gab es unterschiedliche Zuführungswege (ADR und SCPC) die aber mit Abschaltung von ADR homogenisiert worden sind. Interessant dabei ist, dass man die alten ADR-Zuführungen auf die nicht minder alte SCPC-Zuführungen umstellten. Grund war, dass der neue Transponder noch nicht zur Verfügung stand und man "massenhaft" alte SCPC-Receiver hatte, von den ehemaligen regionalen DAB(alt)-Ensemble-Zuführungen.

von txer - am 24.12.2012 10:11
Danke! Und soweit mir bekannt, ist das alte SCPC-System nicht mehr unbegrenzt haltbar, weil es nun langsam an Ersatzteilen fehlt. Ein Grund dafür dürfte die RoHS-Verordnung sein, aufgrund der bestimmte Komponenten nicht mehr wirtschaftlich nachbaufähig wären. Lagerhaltung hat auch ihre Grenzen, nicht verwendete Komponenten altern auch (Elkos, diverse Lot-Legierungen, ...)

Was angeblich auch vor etwa einem Jahr im Gespräch war: der Umzug der D-Radios vom ZDF-Transponder zum ARD-Hörfunktransponder. Ist aber aus irgendwelchen Gründen nichts draus geworden.

Aber was ist nun mit der 12639 GHz? Sie soll laut Eintrag von RichtungBerlinRadiohörenderSachse verstummt sein. Hat man die Parameter gewechselt, hat man es irgendwie "dicht" gegen Empfangsversuche mit Consumer-Geräten gemacht oder ist es testbedingt derzeit nicht aktiv? Also: wird dieser Weg im Regelbetrieb dann wieder offen hörbar sein? Wäre, so die Umsetzer das empfangen können, ja eine ideale Kopfstellen-UKW-Zuführung, die saubere Modulationsparameter garantiert.

von Chris_BLN - am 24.12.2012 14:25
Zitat
Chris_BLN
Was angeblich auch vor etwa einem Jahr im Gespräch war: der Umzug der D-Radios vom ZDF-Transponder zum ARD-Hörfunktransponder. Ist aber aus irgendwelchen Gründen nichts draus geworden.


Also soweit ich weiß, laufen die drei Programme auf dem ZDF-Transponder quasi als nette Geste des ZDF, welches dafür nichts oder nur wenig haben möchte. Mir persönlich wären die Programme auf dem Hörfunktransponder und dann mit 320 kBit/s aber auch lieber...

Zitat
Chris_BLN
Aber was ist nun mit der 12639 GHz? Sie soll laut Eintrag von RichtungBerlinRadiohörenderSachse verstummt sein. Hat man die Parameter gewechselt, hat man es irgendwie "dicht" gegen Empfangsversuche mit Consumer-Geräten gemacht oder ist es testbedingt derzeit nicht aktiv? Also: wird dieser Weg im Regelbetrieb dann wieder offen hörbar sein? Wäre, so die Umsetzer das empfangen können, ja eine ideale Kopfstellen-UKW-Zuführung, die saubere Modulationsparameter garantiert.


Heute Vormittag gestetet: DLR Test 1 (mit Deutschlandfunk) und DLR Test 2 (nach wie vor ohne Modulation) laufen unverändert.

von DigiAndi - am 24.12.2012 15:03
Zitat
DigiAndi
Also soweit ich weiß, laufen die drei Programme auf dem ZDF-Transponder quasi als nette Geste des ZDF, welches dafür nichts oder nur wenig haben möchte.


Soweit mir bekannt, will man inzwischen etwas haben. Oder will mehr haben. Wie auch immer, gratis ists wohl nicht, auch wenn die Datenmenge dort freilich verglichen mit dem TV faktisch untergeht.

Zitat
DigiAndi
Mir persönlich wären die Programme auf dem Hörfunktransponder und dann mit 320 kBit/s aber auch lieber...


Dann wäre aber auch zu klären, auf welchen Stream sie im KCC Frankfurt aufgeteilt werden für die Kabelnetze. Habe gerade keine Datenraten-Charts zur Hand um zu sehen, wo noch am meisten frei wäre. Falls überhaupt. Auf Sat wäre es kein Problem, da ist genug Luft, obwohl auch etwas Reserve wegen der Vormultiplexe gebraucht wird.


Zitat
Spacelab
Naja gut wenn das Audiosignal eh schon für UKW fix und fertig bei 15khz beschnitten wird würden die 192kbps ja eigentlich auch ausreichen.


Das eine hat erstmal mit dem anderen nicht viel zu tun. 192 kbps merkt man einfach noch anhand der Artefakte, vor allem bei Programm, von dem man Artefaktefreiheit erwartet, wie z.B. live gelesenen Nachrichten. Das matscht und zischelt teilweise doch schon vernehmlich bei den D-Radios auf UKW. Da sind 256 oder sogar 384 kbps (letzteres ist bei vielen Anstalten auch interner Standard für den Wellenspeicher und für Übergaben) natürlich klar im Vorteil. Und mit den für UKW (256 hielte ich für angemessen) eigentlich vom Höreindruck her völlig überdimensionierten 384 kbps dürfte man sich gewissen Schutz vor Overshoots aus dem MP2-Codierprozeß geholt haben.

Habe das gerade mal für einen Pop-Titel etwas besserer Machart (kein Dauerstrich-Pegel) ausprobiert: mit 48 kHz und -9 dBFS Sample-Peak bin ich reingegangen, habe dann MP2-codiert und decodiert und das Ergebnis wieder angeschaut. Hier Peak und RMS:

Original
-8.99 -8.99
-18.58 -18.69


192 kbps
-6.79 -6.61
-18.56 -18.67


256 kbps
-7.47 -7.68
-18.57 -18.68


320 kbps
-7.88 -8.14
-18.58 -18.69


384 kbps
-8.18 -8.33
-18.58 -18.69


Bei 192 kbps hat man 2.4 dB Headroom bezogen auf den Spitzenhub einzuhalten, wenn man nicht am Senderstandort (und das sind vieeele beim D-Radio) jeweils noch einen Peak Limiter installieren will. Bei 384 kbps macht mein Encoder (und das ist ein "offizieller") schon "nur" noch 0.8 dB Overshoots in diesem Beispiel. RMS ist aufgrund des statistischen Auftretens der Overshoots (und der Tatsache, daß es statistisch genausoviele "Undershoots" gibt, die wir hier nicht sehen) nicht betroffen, die MPX-Leistung auf UKW damit auch nicht. Aber der Spitzenhub ist es...


Auf 19.2° Ost wäre dann natürlich "alles raus außer einem Schutzlimiter" sehr angenehm. Vor allem D-Wissen ist unfassbar kräftig komprimiert und macht so keine Freude. Der Nachteil von "linear durch" wäre dann aber, daß abnehmende Kabelkopfstellen bei der UKW-Umsetzung massiv unterpegeln müßten, um nicht in die Verzerrung zu gehen. Der Spitzenhub ist im Kabel zwar erstmal nicht BNetzA-kritisch (ist ja keine Ausstrahlung), aber irgendwann rennt das FM-Signal auch in die Filterflanken der Tuner bzw. zicken die Modulatoren. Wie sich die heutigen volldigitalen FPGA-Modulatoren da verhalten, weiß ich aber nicht. Wäre auch mal interessant, ob da herstellerseitig auch ein Schutz implementiert ist bzw. ab welchen Spitzenhüben es eklig würde.

von Chris_BLN - am 24.12.2012 17:18
Zitat
DigiAndi
Zitat
Chris_BLN
Was angeblich auch vor etwa einem Jahr im Gespräch war: der Umzug der D-Radios vom ZDF-Transponder zum ARD-Hörfunktransponder. Ist aber aus irgendwelchen Gründen nichts draus geworden.


Also soweit ich weiß, laufen die drei Programme auf dem ZDF-Transponder quasi als nette Geste des ZDF, welches dafür nichts oder nur wenig haben möchte. Mir persönlich wären die Programme auf dem Hörfunktransponder und dann mit 320 kBit/s aber auch lieber...


Wurde eigentlich in den Untiefen hier im Forum schon mal gemeldet, dass DLF, DKultur und DRadio Wissen endlich auch RDS/Radiotext via Astra 19,2 Grad Ost ausstrahlen? Habe gestern seit ewigen Zeiten mal wieder das Radiotext-Plugin am Topfield aktiviert.

Ach ja, hier:
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1047786,1066647#msg-1066647

von Habakukk - am 19.02.2013 16:31
Es hat sich wieder was getan:
Derzeit ist der Deutschlandfunk, jetzt mit richtiger Kennung "DLF" wieder auf dem Transponder (12639 MHz, vertikal, SR 941, FEC 1/2). Audio wieder 384 kBit/s inkl. Radiotext und RDS-Daten. Auf 19,2 ist nur der Radiotext (ohne TA, TP, CT, ...) drauf.

Zitat

-> RDS @ 00:00:00.192: transmits TMC messages
-> RDS @ 00:00:06.096: -> RT (1): 'Das Feature'
-> RDS @ 00:00:21.168: -> RT (1): 'Der Held aus Quirnbach, Gaby Weber'
-> RDS @ 00:00:36.144: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:00:51.072: -> RT (1): 'Das Feature'
-> RDS @ 00:01:06.120: -> RT (1): 'Programmhinweis Hoerspiel 20.10 Uhr "Die Ziege", Tilman Luecke'
-> RDS @ 00:01:21.048: -> RT (1): 'Das Feature'
-> RDS @ 00:01:36.120: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:01:51.120: -> RT (1): 'Programmhinweis Hoerspiel 20.10 Uhr "Die Ziege", Tilman Luecke'
-> RDS @ 00:02:00.912: -> PTY (0): News
-> RDS @ 00:02:06.072: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:02:36.120: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:02:50.784: -> TP/TA (0): TP / no TA
-> RDS @ 00:02:51.288: -> RTC (+1h): 200d.02.26 19:01:00.32
-> RDS @ 00:02:51.672: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:03:36.096: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:03:51.168: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:04:36.168: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:04:51.072: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:05:36.072: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:05:51.096: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:06:36.096: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:06:51.120: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:07:36.072: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:07:51.096: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:08:36.096: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:08:51.048: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:09:36.048: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:09:51.096: -> RT (1): 'Nachrichten'
-> RDS @ 00:10:36.096: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:10:41.976: -> TP/TA (0): TP / TA on air
-> RDS @ 00:10:42.072: -> PTY (0): Information
-> RDS @ 00:10:42.432: -> RT (1): 'Verkehrsmeldungen'
-> RDS @ 00:11:41.112: -> TP/TA (0): TP / no TA
-> RDS @ 00:11:41.808: -> PTY (0): News
-> RDS @ 00:11:43.080: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:11:51.888: -> PTY (0): Drama
-> RDS @ 00:11:58.080: -> RT (1): 'Studiozeit'
-> RDS @ 00:12:13.080: -> RT (1): 'Die Ziege, Matthias Wittkind'
-> RDS @ 00:12:28.128: -> RT (1): 'Studiozeit'
-> RDS @ 00:12:43.128: -> RT (1): 'Deutschlandfunk - Fakten und mehr'
-> RDS @ 00:12:51.288: -> RTC (+1h): 200d.02.26 19:11:00.34
-> RDS @ 00:12:58.032: -> RT (1): 'Die Ziege, Matthias Wittkind'


Das Signal ist weniger komprimiert als auf 19,2 und es ist jetzt sauber (nicht so wie bei der ersten Aufschaltung). Klingt etwas angenehmer als auf 19,2, nicht nur wegen der höheren Bitrate.
Wozu die stärkere Komprimierung auf 19,2 gut sein soll, ist mir immer noch nicht klar...

ASTRA 19,2:


ASTRA 23,5:


Jetzt hoffe ich, dass das Deutschlandradio Kultur auch noch aufgeschaltet wird.

von DigiAndi - am 26.02.2013 20:01
Zitat
satjay
@digiandi

Zum Empfang der Tiroler schon versucht, die VOL+-Taste der DreamBox zu drücken?
(Bringts bei der O-Box hier)

@16 Ost

Mit der OB S7 und 88 cm können bei 11070 h 333 vier Programme gehört werden, manuelle
Dateneingabe der PIDs/PRCs nötig,
Kanadas Soldatensender CFN (12678 h 328) und Belgiens JoeFM (12683 h 334) sind auch
über lange Zeit ohne Probleme zu hören und zu trennen - bei ident. PID/PCR 64. 88cm mit
Inverto Twin/ auch bei Regen 70 % .

satjay


Guten Tag,

ist das mit der 16°-Verbreitung von CFN noch aktuell, weiß das evtl. jemand bitte?

Lyngsat sagt dazu nichts aus. Bevor ich jetzt zur Schüssel aufsteige und den eher unterbeschäftigten LNB für 23,5° auf 16° verschiebe wäre eine Info über die Verfügbarkeit nett.

Receiver ist eine Dream 8000, die müßte mit den Symbolraten zurecht kommen.


Vielen Dank.

Grüße
stefan134

von stefan134 - am 05.06.2013 07:36
Ist das dem LNB nicht ziemlich egal? Der bringt doch immer den gesamten Frequenzbereich des gewählten Bandes. Der Tuner dürfte das entscheidende sein. Meine DM 500 HD macht sich da recht gut, auch wenn alles unter 500 ksps manchmal etwas braucht und nicht immer sofort kommt.
Neben der Dreambox habe ich noch die USB-Box TBS-5925, welche zwar angeblich bis auf 200 ksps kommen soll, es in der Realität aber nicht so ohne weiteres schafft. Zunächst ging nicht einmal der Transponder des Deutschlandfunks mit 941 ksps, nach einem Austausch (neue Box) geht der zwar recht gut, aber die von Antenne Bayern und der Telekom Austria wollen nur mal sporadisch (ansonsten ist es aber eine geniale Box und sehr empfehlenswert!). Vermutlich braucht die Box noch mehr Pegel, um das zu schaffen und möglicherweise unterstützt das hier diese Problematik:

Ich habe gestern festgestellt, dass das Signal des Transponders von Antenne Bayern deutlich schwächer ist als noch vor ein paar Wochen (SNR von nur noch rund 8 statt 10 bis 11 dB). Kann das jemand bestätigen? Beim Deutschlandfunk habe ich nach wie vor bombige 16 dB...

von DigiAndi - am 05.06.2013 19:43
Zitat

Nun ja der LNB setzt die Ku-Band-Signale ja schließlich auch ins S-Band um

Nö, meins setzt die Signale ins L-Band um, deines bestimmt auch ;-) (S-Band wird für TT&C beim Satelliten benutzt: 2-4GHz)

Das mit der Frequenzstabilität hat nicht in dem Maßen mit dem LNB zu tun wie du vielleicht denkst, denn die ist ja nur für den Zeitraum interessant, in der der Receiver die Synchronisation mit dem Signal sucht, also eher gering. In dem Zeitraum dürften alle LNBs genügend stabil sein. Danach ist der Receiver und dessen DSV wichtig, der im "Lock" sozusagen mitlaufen muß, Thema Frequenzsynchronisation. Das heißt, der Receiver muss die zunehmende kontinuierliche Drehung des Konstellationsdiagrammes immer wieder auswerten und enfernen, "mehr nicht". Wenn das der Receiver nicht kann, ist das sein Problem. Das LNB hat somit eigentlich recht wenig damit zu tun

von Jens1978 - am 06.06.2013 21:48
Zitat
DigiAndi
Ich habe gestern festgestellt, dass das Signal des Transponders von Antenne Bayern deutlich schwächer ist als noch vor ein paar Wochen (SNR von nur noch rund 8 statt 10 bis 11 dB). Kann das jemand bestätigen? Beim Deutschlandfunk habe ich nach wie vor bombige 16 dB...


Ich habe gerade mal den Zustand hergestellt, bevor ich vor drei Wochen den Single- gegen einen Twin-LNB getauscht habe (weil ich den PC auch noch dranhängen wollte). Am Pegel des Transponders hat sich nichts verändert, hier scheint der LNB wohl keine Rolle zu spielen. Schade... würde mich schon interessieren, warum da plötzlich ein paar dB fehlen, denn so wirklich stabil ist er mit 8,5 dB SNR nicht mehr.

Single-LNB ist ein Hama Lypsi, damit habe ich schon gute Erfahrungen bei 28,2 gemacht (mit der Quad-Version).
https://de.hama.com/top-themen/lnb-serie-lypsi
Twin-LNB ist ein Hama Lypsi 3D, da es die "alte" Lypsi-Serie nicht mehr gibt.
https://de.hama.com/00047976/hama-universal-twin-lnb-lypsi-3d

von DigiAndi - am 08.06.2013 09:28
Zitat
Kay B
Produziert hama eigentlich selbst, oder ist das alles eingekaufte und gelabelte Ware?

Teilweise wird exklusiv für Hama Produziert. Also Hama gibt gewisse Eckdaten vor und Hersteller von Kabeln, Ladegeräten, Netzteilen, Taschen und so weiter produzieren dann exklusiv für Hama nach deren Vorgaben. Teilweise wird auch einfach deren Schild drauf gepappt. So hatte ich mal ein Steckernetzteil wo man einfach nur das Hama Logo über den bereits vorhandenen Firmenaufkleber drüber gepappt hat. Oder bei meiner Kameratasche ist außen ganz normal das kleine Hama Fähnchen. Innen in der Tasche ist aber noch das Stofffähnchen des wirklichen Herstellers. Damals waren die Rundzellen Akkus (also die Micro, Mignon, Baby und Mono Teile) von Hama sehr zu empfehlen. Das waren nämlich die üblicherweise fast 3 mal so teuren Varta Akkus. Wenn man die Plastikummantelung abknibbelte stand "Varta" und eine Pod.Nr. aufgedruckt. Ob das heute immer noch ist weiß ich allerdings nicht.

von Spacelab - am 08.06.2013 14:27
Zitat
DigiAndi
Zitat
WiehengeBIERge
Ganz ehrlich, der Erfahrung nach aus meiner TV-Technikerzeit:
Hama ist nicht zu empfehlen.
Viel Billigschrott, der für teures Geld verkauft wird, oder aber umgelabelte Sachen anderer Hersteller, die aber deutlich teurer verkauft werden als unter den originalen Namen der Hersteller...

Die angesprochenen Hama-KNBs gibt es bestimmt auch für weniger Geld unter dem originalen Namen.


Tja, ich war auch etwas verwundert, dass gerade Hama solche LNBs im Programm hat. Aber ich habe damit bisher einfach gute Erfahrungen gemacht. Rein vom Gehäuse her habe ich noch keine LNBs gesehen, die genau so aussehen.

So ähnlich geht es mit mit dem allseits bekanntem Roadstar-Weltempfänger. Der ist allerdings auch nur OEM und eigentlich von Redsun. Roadstar steht nämlich ansonsten auch eher für Billigschrott (aber nicht ausschließlich!).
Naja, genug OT.

von WiehengeBIERge - am 08.06.2013 14:55
Ich wundere mich immer noch, daß die Frequenzstabilität der LOF eines LNBs für den Empfang schmalbandiger Signale so zweitrangig sein soll.

Konventionelle LNBs haben als Oszillator einen Hohlraum, indem sich eine Keramikperle befindet, die dann wohl auf 9,75 GHz bzw. 10,6 GHz schwingt. In den Hohlraum geht eine Schaube rein, mit der man die LOF meist noch um rund 200 MHz ziehen kann.

Wie das HF-technisch genau funktioniert, weiß ich aber nicht.

Derweil gibt es aber auch LNBs, die eine PLL für die LOF haben:
http://www.satshop24.de/satshop24_s/octagon_twin_slim_optima_otlso_pll_lnb_v,pd0!0,,oslo_pll_twin_slim.html
http://www.amazon.de/Octagon-Optima-OTLSO-Verst%C3%A4rkung-FullHD/dp/B009SPZETU

Da stellen sich zwei Fragen:
Sind die für den Empfang schmalbandiger Signale besser?
Wie sind diese aufgebaut? Gibt es da echt C-Dioden für diese hohen Frequenzbereiche?

von Kay B - am 08.06.2013 16:53
Zitat
Kay B
@ Jens1978

Also ist die Frequenzstabilität des LNBs nur für den Zeitraum wichtig, während der Träger eingelesen wird?

Und dann korrigiert der Receiver durch den LNB entstehende Frequenzabweichungen selbstständig?

Sehr extrem war bzw. ist es bei diversen NBC-Feeds auf 15° West. Da gibt es manchmal Feeds, die mit den gleichen Parametern senden, aber nur um einige MHz auseinander liegen. Da ist es mir schonmal passiert, daß der Receiver von einem zum anderen Feed wechselte, wenn ich die Empfangsfrequenz nur um 1 MHz änderte.

Ja, die Stabilität ist nur beim Synchronisieren wichtig, denn zu diesem Zeitpunkt "lockt" sich sozusagen der Receiver bei dem Signal ein bzw. synchronisiert auf dem Signal. Ein Receiver bzw. seine digitale Signalverarbeitung (DSV) hat allerdings noch viele andere Eigenschaften die auch wichtig sind. Dazu gehört zum Beispiel auch der Fangbereich, in dem der Receiver bzw. die DSV versucht, ein Signal mit den spezifizierten Parameterwerten zu identifizieren und sich darauf zu synchronisieren. Das spricht sehr für deinen zweiten Fall, denn in diesem Fall bist dem anderen Signal nun plötzlich näher, weshalb der Receiver und dessen interne Frequenzkorrektur automatisch "zur anderen Seite" zieht. Wie stark dieser Effekt ist und wie groß der jeweilige Fangbereich tatsächlich ist und vor allem welche Abstufungen und automatische Synchronisationshilfen usw. tatsächlich wie programmiert und implementiert wurden können nur die Receiverhersteller wissen.
Was natürlich auch in diesem Zusammenhang wichtig ist zu erwähnen: Wenn der Receiver z.B. an einem Tag X den Trp. Y auf 1100MHz (L-Band) abgespeichert hat und nun der Receiver quasi ein halbes Jahr evtl. später (Winter Sommer) auf den Trp. auf 1100MHz empfangen will, dann kann es unter Umständen sein, dass durch die Frequenzdrift der jeweiligen Baugruppen, dass können auch die internen des Receivers sein, nun der schmalbandige Trp. auf 1101 zu empfangen ist. In diesem Fall ist es wichtig, dass der Fangbereich und die Logik hinter der Programmierung wieder auf dem richtigen Signal synchronisieren kann. In dem Fall wäre die Langzeitstabilität aller Elemente dann wichtig (auch des LNB). Mit einem instabilen LNB ist der Empfang aber dennoch möglich, nur halt nicht immer auf exakt der gleichen Frequenz. Wenn einmal das Signal gefunden wurde ist sozusagen alles gut ;-)
Wie gesagt, bei der eigentlichen Signalverarbeitung und Synchronisation gibt es sehr viele Dinge zu beachten, mehr als ich hier noch alles so kurz (be-)schreiben kann. Aber die Synchronisation ist mit das wichtigste an einem Receiver um überhaupt die anschließende Demodulation usw. ermöglichen zu können!

von Jens1978 - am 08.06.2013 18:56
Zitat
Wrzlbrnft
Ich habe auf 23,5° Ost zudem noch Rock Antenne gefunden. Ich nehme an, es handelt sich dort ebenfalls um einen Zuführungsfeed?


Ja, das ist die Ebersberger Lokalversion. Ursprünglich nur als kurzfristige Lösung gedacht, da man zum Start in Ebersberg wohl noch keine Leitung hatte. Müsste jetzt aber schon ein Jahr laufen...

Zitat
Wrzlbrnft
Laut Lyngsat scheint es auf dem Telekom-Austria-Transponder kein Welle 1 mehr zu geben. Sehe ich das richtig?


Beim Telekom Austria-Transponder steige ich nicht so recht durch. Einerseits wechseln die Programme hin und wieder, die Kennungen stimmen nicht mit dem Programm überein und es gibt auch zwei Programme in einem Stream (eines auf dem linken, eines auf dem rechten Kanal). Keine Ahnung, was das soll.

Zitat
Wrzlbrnft
Trotz 80cm-Schüssel und einer DM8000 leider erfolglos. Irgendjemand irgendwelche Tipps? ;)


Das ist auch nicht ganz trivial. Der Telekom Austria-Transponder sollte eigentlich gehen, den findet meine DM 500 HD jedenfalls problemlos. Bei Antenne Bayern und dem Deutschlandfunk wurden vor ein paar Monaten die Kennungen deaktiviert, daher kann es sein, dass keine Programme gefunden werden. Mir ist nichts anderes übrig geblieben, als mit dreamboxEDIT die zwei Programme inkl. Transponder von Hand hinzuzufügen.

Beim Transponder von Antenne Bayern muss man dann auch noch einiges an Geduld mitbringen, da es durchaus fünf bis zehn Minuten dauern kann, bis die Box den Transponder lockt. Notfalls auch versuchen, 1 MHz mehr oder weniger bei der Frequenz einzugeben. Bei OE 2.0 gibt es in den Einstellungen (wo genau weiß nicht auswendig) auch einen Punkt mit "SCPC". Wenn der aktiviert ist, werden die schmalbandigen Transponder schneller/besser eingelesen, was man beim Deutschlandfunk deutlich merkt. Ist die Option deaktiviert, dauert es einige Sekunden, bis die Box den Transponder lockt, ansonsten ist er gleich da.

Alles auf die DM 500 HD bezogen. Ob sich der Tuner der DM 8000 auch so verhält, weiß ich nicht...







von DigiAndi - am 12.10.2013 16:16
So sieht's bei mir aus:





Die Frequenz von Antenne Bayern kann auch um +/-1 MHz variieren, muss man testen. Ich habe 12659, 12660 und 12661 drin, ein Transponder davon geht dann schon. ;)
Um bei Antenne Bayern etwas zu hören, muss man manchmal Geduld mitbringen. Meine DM 500 HD zeigt zwar immer gleich einen super Pegel, bringt aber noch kein Audio. Manchmal braucht es auch mehere Versuche, bis es läuft. Aber wenn's läuft, dann läuft's...

Die Telekom Austria-Programme sind in AAC, da bekomme ich auch nicht immer was zu hören. Aufnahme funktioniert bei mir aber. Wenn man das TS dann mit TSRemux öffnet, kann man den AAC-Stream extrahieren und der lässt sich dann z.B. mit VLC abspielen.
Mal davon abgsehen, kommt mir der ganze Transponder generell "seltsam" vor. Die Kennungen stimmen nicht und in manchen Streams laufen zwei Programme in Mono (eines links, ein anderes rechts)...

von DigiAndi - am 15.12.2013 13:04
Zitat
Kay B
Ich frage mich, wie die im Profibereich bei so extrem schmalbandigen SCPC-Signalen, die obendrein noch dicht nebeneinander liegen, einen richtig zuverlässigen Empfang hinbekommen. Da muß ja alles extrem frequenzstabil sein.

Ich weiß zwar nicht wie's bei Profiempfänger tatsächlich gemacht wird, allerdings hat auch hier die Frequenzstabilität nur damit zu tun, den Sender bei verlorenem Lock oder Erstlock wieder zu finden. Einmal gefunden, ist die Stabilität mehr oder weniger egal, ist das Signal also synchronisiert. Realisieren lässt sich das aber recht einfach mit einer größeren Anzahl an Frequenzsynchronisationsstufen mit unterschiedlichen Fangbereichen: Von weit nach schmal immer weiter abgestuft.
Genau das, was DigiAndi nämlich beschreibt "12659, 12660 und 12661 drin, ein Transponder davon geht dann schon." zeigt, dass schon jetzt die Frequenzstabilität nicht für den verwendeten Fangbereich reicht, denn dieser ist anscheinend geringer als 1MHz. Aus diesem Grund muss er manuell recht nah an den tatsächlichen Träger ran. Wäre der erste Fangbereich größer, könnte er einfach z.B. 12660 verwenden und der Empfänger würde sich selbst zur richtigen Sendefrequenz ranziehen. Dieser Synchronisationsmechanismus ist bei immer schmaleren Bandbreiten kritischer und benötigt immer mehr Zeit. Das ist völlig normal.
Sollte die Frequenzstabilität nämlich tatsächlich so wichtig sein, müsste diese im Bereich von einigen Hertz liegen, was unrealistisch ist.
=> Frequenzstabilität hat damit nix zu tun, bei Profiempfänger mit Sicherheit bessere Synchronisationalgorithmen, auf SCPC optimiert, implementiert. Auch die implementiertenb Filter spielen übrigens eine Rolle, aber das würde hier jetzt zu weit führen.

von Jens1978 - am 16.12.2013 12:37
Zitat
DigiAndi
Der Witz an der Sache ist, dass ich mal einen ThüCom da hatte und es mit dem nicht geschafft habe, einen der Transponder zu bekommen. Vielleicht war ich zu "blöd", vielleicht war auch der damals verwendete LNB ungeeignet. Ich weiß leider nicht, welche Empfänger bei Antenne Bayern oder dem Deutschlandfunk verwendet werden.


Könnte z.B. 2wcom sein. QBit käme auch noch in Frage.

Und nichtmal die Referenzlisten klären uns auf denn siehe da und siehe dort und da verweist QBit dann auf 2wcom und Profline (Dein Thuecom war ein Profline) als Kunden...

von Chris_BLN - am 16.12.2013 15:29
@ Jens1978

Zitat

Ich weiß zwar nicht wie's bei Profiempfänger tatsächlich gemacht wird, allerdings hat auch hier die Frequenzstabilität nur damit zu tun, den Sender bei verlorenem Lock oder Erstlock wieder zu finden.


Das machen ja auch handelsübliche Set-Top-Boxen, daß sie Frequenzschwankungen ausgleichen. Man gibt die Frequenz laut Frequenzliste ein und der Receiver korrigiert sie dann um einige MHz, wenn die LOF des LNBs nicht genau bei 9,750 GHz bzw. 10,600 GHz liegt.

Bei den NBC-Transpondern auf Telestar 12 hatte ich schonmal das Phänomen, daß zwei SCPC-Transponder dicht nebeneinander lagen und obendrein noch die gleichen Parameter hatten, also auch gleiche PIDs. Der Receiver wählte zwischen den beiden Kanälen quasi per Zufall. :D

Da wäre es mal interessant, nach welchen Kriterien die SCPC-Receiver ein Signal bei Frequenzschwankungen verfolgen. Denn sobald dann direkt daneben ein weiteres SCPC-Signal mit den gleichen Parametern liegt, wird das schwierig, die beiden voneinander zu unterscheiden.

von Kay B - am 17.12.2013 02:00
Zitat
Kay B
Das machen ja auch handelsübliche Set-Top-Boxen, daß sie Frequenzschwankungen ausgleichen.

Stimmt, es gibt aber sehr viele unterschiedliche Verfahren, also nicht das(!) eine ;-)

Zitat
Kay B
Da wäre es mal interessant, nach welchen Kriterien die SCPC-Receiver ein Signal bei Frequenzschwankungen verfolgen. Denn sobald dann direkt daneben ein weiteres SCPC-Signal mit den gleichen Parametern liegt, wird das schwierig, die beiden voneinander zu unterscheiden.

Digitale Signale besitzen Signalraumdiagramme (auch Konstellationsdiagramme genannt). Wenn die Frequenz nicht passt, dann dreht sich das Diagramm. Die Geschwindigkeit entspricht dabei dem Frequenzversatz. Jeder Receiver muss also bei gefundenem Lock darauf achten, dass das Diagramm keine Drehung aufweist. Bei zwei Signalen egal wie dicht nebeneinander muss eines zwangsläufig eine kontinuierliche Drehung aufweisen.

Zitat
Kay B
Der Receiver wählte zwischen den beiden Kanälen quasi per Zufall. :D

Sehr interessant, aber doch bestimmt nur beim Erstlock oder etwa auch während des kontinuierlichen Empfangs?

von Jens1978 - am 17.12.2013 12:01
@ Jens1978

Zitat

Stimmt, es gibt aber sehr viele unterschiedliche Verfahren, also nicht das(!) eine ;-)


Und welche sind das?


Zitat

Digitale Signale besitzen Signalraumdiagramme (auch Konstellationsdiagramme genannt). Wenn die Frequenz nicht passt, dann dreht sich das Diagramm. Die Geschwindigkeit entspricht dabei dem Frequenzversatz. Jeder Receiver muss also bei gefundenem Lock darauf achten, dass das Diagramm keine Drehung aufweist. Bei zwei Signalen egal wie dicht nebeneinander muss eines zwangsläufig eine kontinuierliche Drehung aufweisen.


Also haben die Receiver dann einen Referenzoszillator mit einem Referenzkonstellationsdiagramm und ändern die Oszillatorfrequenz im Demodulator so lange, bis eine "stabile Phasenlage" da ist? Oder geht das anders?

Was ich auch noch nicht so richtig verstanden habe, ist die Fehlertoleranz bei der Symbolrate. Gibt man da einen leicht falschen Wert ein, funzen das Einlesen und der Empfang trotzdem. Also muß es da auch eine Korrektur seitens des Receivers geben. Wie funktioniert diese?


Zitat

Sehr interessant, aber doch bestimmt nur beim Erstlock oder etwa auch während des kontinuierlichen Empfangs?


Ja, wenn man den abgespeicherten Kanal einstellte, suchte sich der Receiver eines der beiden SCPC-Signale scheinbar per Zufall aus. Die hatten, glaube ich, beide 1500 kSymb/s und lagen sehr eng nebeneinander.

Wie berechnet man eigentlich aus der Symbolrate die benötigte Bandbreite, die man in QPSK auf einem Transponder benötigt? Und welche Schutzabstände sind da zum nächsten SCPC-Signal mit gleicher Symbolrate einzuhalten? Sind diese Schutzabstände FEC-abhängig?

von Kay B - am 17.12.2013 13:44
Okay, wird aber ganz schön OT, oder? ;-) Aber ich fang mal eben an:
Zitat

Und welche sind das?

Es gibt ganze Bücher da drüber, angefangen von den Parametern über die verschiedenen Stellparameter. Die Auswahl ist recht groß, auch wenn einige Verfahren sehr ähnlich zueinander sind.

Zitat

Also haben die Receiver dann einen Referenzoszillator mit einem Referenzkonstellationsdiagramm und ändern die Oszillatorfrequenz im Demodulator so lange, bis eine "stabile Phasenlage" da ist? Oder geht das anders?

Phasensynchronisation ist von Frequenzsynchronisation übrigens auch noch zu unterscheiden ;-) Aber stabile Phasenlage stimmt schon, kann ja sonst eine sein.
Wo und wie das dann genau umgesetzt wird hängt auch von dem jeweiligen Verfahren ab. Ein Oszillator hat aber ja auch nur eine gewisse Stabilität ohne an eine interne oder externe Clock gehängt zu werden. Das ganze wird nach der entsprechenden Abtastung und nachdem ein evtl. Oszillator tatsächlich grob angepasst wurde im "digitalen" gemacht.

Zitat

Wie berechnet man eigentlich aus der Symbolrate die benötigte Bandbreite, die man in QPSK auf einem Transponder benötigt? Und welche Schutzabstände sind da zum nächsten SCPC-Signal mit gleicher Symbolrate einzuhalten? Sind diese Schutzabstände FEC-abhängig?

Ganz schön viel auf einmal. Wenn du alles etwas genauer wissen möchtest, kann ich dir aber gerne entsprechende Bücher empfehlen (z.B. hier recht einfach dargestellt). Das hier aufzuführen würde etwas länger dauern, wenn man wirklich jeden Schritt auch verständlich darstellen möchte (abgesehen von dem OT) Generell ist natürlich Bandbreite von der Symbolrate, mit dem entsprechenden Modulationsverfahren und der entsprechenden Fehlerschutzrate abhängig. Bei QPSK kann man aber etwa die Symbolrate = Bandbreite näherungsweise annehmen, also gilt für 27,5 MSymbolen etwa 27MHz Bandbreite. Der Abstand zwischen zwei Signalen hängt, du vermutest es bestimmt schon, auch wieder von der entsprechenden Signalart bzw. Impulsform ab, zum Beispiel ob roll-off Faktor bzw. welcher eingesetzt wird. Hoffe das hilft soweit erstmal ein wenig weiter.

von Jens1978 - am 17.12.2013 20:03
Den Telekom Austria-Transponder liest meine DM 500 HD problemlos von selbst ein, sowohl beim manuellen als auch beim automatischen Suchlauf. Wenn man auf ein Programm schaltet, braucht's allerdings ein bisschen, bis der Transponder gelockt wird. Anschließend kann ich ganz normal aufnehmen, da habe ich nichts besonderes eingerichtet. Zu hören ist an der Dreambox selbst allerdings nichts.



Die TS-Dateien spielt der VLC dann ebenfalls nicht ab, da die Dreambox anscheinend MPEG2-Audio darin signalisiert, jedenfalls zeigt TsRemux dies an. Extrahiert man dann den Stream mit der Endung ".aac", spielt der VLC den Stream ab. Scheinbar aber ohne AAC-Erweiterungen, da z.B. "Oberland2" für 144 kBit/s viel zu schlecht klingt.



Hier noch die aktuelle Belegung. Welche Programme tatsächlich hinter den Kennungen stehe, habe ich jetzt nicht kontrolliert.



von DigiAndi - am 19.12.2013 20:34
Habe es jetzt nochmal probiert, diesmal hat es mit der Aufnahme und dem Extrahieren geklappt. Nachdem ProjectX und der TS Doctor sich weigerten, etwas mit der TS-Datei anzufangen, habe ich es ebenfalls mit TSRemux versucht (kannte ich bisher noch nicht), damit hat's dann geklappt.

Es wäre aber echt interessant, was für eine Art AAC-Stream hier benutzt wird. VLC spielt den Stream als einziges Programm ab. Winamp weigert sich. Der Windows Media spielt es zwar ab, lässt jedoch kein Suchen zu. Kennt irgendjemand eine Möglichkeit, diesen Stream so zu modifzieren, dass auch die AAC-Erweiterungen korrekt abgespielt werden? Für die offensichtliche Bitrate klingt das tatsächlich viel zu dumpf...

(so, als nächstes nochmal ausprobieren, ob ich den Deutschlandfunk endlich eingelesen bekomme...)

Edit: Loift™! Danke DigiAndi für deine Dreamboexedit-Daten! Lediglich Antenne Bayern will noch nicht, aber um den ist's auch nicht schlimm. ;)

von Wrzlbrnft - am 21.12.2013 11:22
Aber auch da gibt es wohl verschiedene Unterspezifikationen. HE-AAC kann ja z.B. auch von Winamp oder meinem Smartphone ohne Macken wiedergegeben werden.

Nebenbei noch dies: Ich habe gestern Abend mal im DLF den "Hintergrund" aufgenommen. Sowohl in der 384-kbps-Variante auf 23,5° Ost als auch der "normalen" 256-kbps-Version auf 19,2° Ost (in diesem Falle über den Umweg meines lokalen Kabelanbieters). Klanglich konnte ich bei den 384 kbps nur noch marginale Verbesserungen in der Tonqualität raushören (etwas mehr Dynamik, minimal druckvollerer Bass). Entweder holt man bereits bei den 256 kbps nahezu das Maximum heraus, oder mein Gehör wird doch zunehmend schlechter. ;)

von Wrzlbrnft - am 22.12.2013 09:21
Zitat

Aber auch da gibt es wohl verschiedene Unterspezifikationen. HE-AAC kann ja z.B. auch von Winamp oder meinem Smartphone ohne Macken wiedergegeben werden.

Dazu müssen sie aber erstmal wissen das es HE-AAC ist. Wenn das vom Encoder nicht geflaggt wird spielt es der Player als normales LC-AAC ab.

Zitat

Ich habe gestern Abend mal im DLF den "Hintergrund" aufgenommen. Sowohl in der 384-kbps-Variante auf 23,5° Ost als auch der "normalen" 256-kbps-Version auf 19,2° Ost (in diesem Falle über den Umweg meines lokalen Kabelanbieters). Klanglich konnte ich bei den 384 kbps nur noch marginale Verbesserungen in der Tonqualität raushören (etwas mehr Dynamik, minimal druckvollerer Bass). Entweder holt man bereits bei den 256 kbps nahezu das Maximum heraus, oder mein Gehör wird doch zunehmend schlechter. ;)

Wir hatten hier im Forum irgendwo mal schöne Fotos wo man sehen konnte dass das Signal auf 23,5° schon für UKW fix und fertig Processt ist. Also mit nach oben hin beschnittenem Frequenzgang und Limiter im Signalweg.

von Spacelab - am 22.12.2013 10:07
Zitat

Fast alle anderen machen das. Leider.

Die meisten nutzen Sat gleich als UKW Zuführung mit. So spart man Geld.

Zitat

Die Frage ist für mich viel eher, warum das Signal auf 19,2 überhaupt irgendein Processing durchläuft.

Das Signal auf 19,2° durchläuft lediglich einen Limiter damit nichts übersteuert wenn mal einer nicht aufpasst. Aber bei den DRadios sitzen, im Gegensatz zu den meisten anderen Sendern, noch Leute an den Reglern die Ahnung haben und wissen das die VU Meter nicht nur da sind damit es schöner aussieht. Ich wüsste so spontan nicht wann bei denen das letzte mal die Aussteuerung aus dem Ruder gelaufen ist.

von Spacelab - am 22.12.2013 11:22
Antenne Bayern ist jetzt parallel zu 12660 MHz neu auf 12642 MHz, vertikal, SR 477, FEC 1/2, QPSK DVB-S.





Ebenfalls parallel zu 12661 MHz ist die Telekom Austria jetzt auf 12643 MHz, vertikal, SR 555, FEC 3/4, QPSK DVB-S zu finden.





Auf 12647 MHz, vertikal, SR 285, FEC 7/8, QPSK DVB-S ist das Rahmenprogramm von radio NRW zu finden (bei Lyngsat steht NE-WS 89.4, was aber falsch ist). Die Audiobitrate beträgt hier 320 kBit/s und es klingt auch unprozessiert (klar, machen die Lokalradios dann ja selbst). Vermutlich ist das nicht neu, sondern war bisher nur unentdeckt. Meine Dreambox spielt's auch sofort. :spos:



Am Dienstag schaue ich mir das mal auf dem Spektrumanalyzer an. Vielleicht tummelt sich zwischendrin noch etwas, das entdeckt werden will. ;)

Falls sich jemand an den Trägern probieren will: Nicht vergessen, durchaus mal ein MHz mehr oder weniger zu versuchen. Einerseits liegen die Träger nicht direkt auf dem geraden MHz und andererseits ist die Frequenz natürlich nicht immer absolut gleich, da der Offset von normalen LNBs hin und wieder etwas driftet.

Die SES scheint die dauerhaft belegten schmalbandigen Signale um 12645 MHz und 12660 MHz wohl in eine Linie bringen zu wollen. Auf 12641 MHz ist nach wie vor eine DAB-Zuführung (müsste Bundesmux sein) und auf 12645 MHz ebenfalls (müsste WDR 11D sein). Vielleicht kann uns ABY / RA Technik ja aufklären, ob es einen Frequenzwechsel geben wird... ;)

von DigiAndi - am 04.06.2014 21:09
Der Pegel ist nicht mehr und nicht weniger wichtig als bei den "dicken" Transpondern. Der Tuner muss halt mit den geringen Bandbreiten zurecht kommen und die Software des Empfängers die Eingabe von dreistelligen Symbolraten überhaupt erlauben. Welche Mindestpegel für welche Modulationsart nötig sind, steht bzw. stand in diesem Guide von Tandberg: http://www.arctekhd.com/news/stories/DVBS-2_guide.pdf. Leider ist das PDF derzeit nicht verfügbar.
Die Telekom Austria ist etwas schwächer als die anderen, daher kann es sein, dass die nicht geht.

Die für hier relevaten SNR-Werte für ein störungsfreies Signal sind:
DVB-S QPSK FEC 1/2 mindestens 2,69 dB
DVB-S QPSK FEC 3/4 mindestens 5,46 dB
DVB-S QPSK FEC 5/6 mindestens 6,53 dB
DVB-S QPSK FEC 7/8 mindestens 7,24 dB

Ich habe neben radio NRW noch einen weiteren Träger gefunden, auf dem untersten Spektrum zu sehen. Einer der beiden ist radio NRW, einer etwas anderes. Meine Vermutung ist Deutschlandradio Kultur, welches möglicherweise in einem properitären Verfahren übertragen wird. Ich habe jedenfalls auch nach langem herumprobieren keinen Lock bekommen. Das Problem ist auch, dass die TBS 5925-Box diese kleinen Symbolraten nicht mit dem Blindscan findet und ich die Symbolrate und Modulation von Hand eingeben muss. Die Bandbreite (ähnlich wie radio NRW) lässt zwar darauf zurückschließen, dass die Symbolrate zwischen 200 und 350 liegen muss, aber für einen Lock braucht es den genauen Wert. Und wenn das properitäre System kein DVB-S ist, wird's sowieso nichts.



von DigiAndi - am 10.06.2014 15:21
Zitat
Basic.Master
Interessant, von einen TS in der Form hab ich noch nie gehört. In welchem Standard ist das denn definiert?

Ansonsten würde ich im XPADxpert direkte Unterstützung nachrüsten, wenn mir jemand freundlicherweise einen Testdump hochladen oder zuschicken könnte; habe leider nur Astra 1.


da meldet sich ja der richtige :)

Ich denke so etwas wirst du in keiner ETSI Spec finden können. Es handelt sich wohl um eine nicht standardkonforme Übertragungsvariante, welche ein namhafter Hersteller von Modulatoren/Demodulatoren im prof. Bereich verwendet, um Continuous Data mit möglichst wenig Overhead via DVB-S zu übertragen. Ich gehe davon aus, dass die Demodulatoren ohne das eingefügte Sync Byte wohl keinen Lock erzeugen könnten.

Schreib mir doch einfach eine PM, ich kann dir eine Aufzeichnung des Streams zukommen lassen.

Der WDR Stream ist übrigens kein Problem für dein Tool, aber am anderen verschluckt es sich wohl.

EDIT: Habe deine Mailadresse gefunden, bekommst in kürze Post von mir

von newspaperman - am 10.06.2014 18:03
Zitat
newspaperman
da meldet sich ja der richtige :)

Ich denke so etwas wirst du in keiner ETSI Spec finden können. Es handelt sich wohl um eine nicht standardkonforme Übertragungsvariante, welche ein namhafter Hersteller von Modulatoren/Demodulatoren im prof. Bereich verwendet, um Continuous Data mit möglichst wenig Overhead via DVB-S zu übertragen. Ich gehe davon aus, dass die Demodulatoren ohne das eingefügte Sync Byte wohl keinen Lock erzeugen könnten.

Schreib mir doch einfach eine PM, ich kann dir eine Aufzeichnung des Streams zukommen lassen.

Der WDR Stream ist übrigens kein Problem für dein Tool, aber am anderen verschluckt es sich wohl.

EDIT: Habe deine Mailadresse gefunden, bekommst in kürze Post von mir


Danke für die Testsamples!

Der WDR-Stream ging deswegen, weil der ETI-NA-Strom zufälligerweise bytealigned war - bei der Bundesmux-Zuführung muss man dafür nach dem Demuxen um drei Bits nach links shiften. Von ETI-NA hatte ich bis jetzt keine non-bytealigned Samples, so dass sie nicht unterstützt wurden - ab sofort ist das aber egal.

Es gibt jetzt eine neue Version 1.6 vom XPADxpert, mit der außerdem auch direkt ein solcher Pseudo-MPEG-TS geöffnet werden kann und der dann intern gedemuxt wird:
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?35326,1136903,1232452#msg-1232452

von Basic.Master - am 13.06.2014 08:24
Also ich glaube nicht, dass man im Funkhaus absichtlich "zu früh" dran ist. Wenn der Uplink auf 23,5° Ost direkt am Funkhaus passiert und das Signal weder diverse Leitungen, noch einen großen Multiplexer durchwandern muss, dürfte das schon passen. Die Programme auf ARD-Hörfunktransponder haben auch nur ca. eine Sekunde Verzögerung, obwohl diese erst über das Hybnet nach Langenberg müssen und dort noch zusammen mit zwei Fernsehprogrammen in einem großen Multiplex zusammengefasst werden. Wenn da alles fehlt, halte ich eine derart geringe Verzögerung für realistisch.

Genauer als eine Sekunde kann man es sowieso nicht sagen, denn zählt nun der Anfang oder das Ende des letzten Ton des Zeitzeichens als "xx:00:00"? Bei mir hat die Uhr jedenfalls zusammen mit dem letzten Ton umgeschaltet.

von DigiAndi - am 02.08.2014 15:21
Zitat
DigiAndi
Die Daten sind bei radio NRW die gleichen (SID 1000, APID und PMT 101). Einfach Namen und Transponderdaten entsprechend anpassen.


*hochhol*
Ich habe jetzt nochmals herumprobiert. Der Transponder wird zwar gelockt und ich habe rund 13.9 db Signalanzeige auf der Dreambox DM8000, aber es wird kein Transportstream gefunden. Hab ich irgendwas falsch eingegeben? ;)
[attachment 3809 radionrw_dreamboxedit.png]

Zusatzfrage: Wie bekommt ihr auf dem Rechner Aufnahmen von Radiosendern im HE-AAC (genannte Telekom-Austria-Radios Ost oder auch Fun Rádio Slovensko auf 0,8° West) abgespielt? VLC verweigert bei mir den Dienst, auch Demuxen mit TS-Doctor ist nicht möglich.

von Wrzlbrnft - am 19.09.2014 10:30
Zitat
DigiAndi
DKultur ist ein paar MHz daneben, allerdings nicht in DVB-S, sondern in einem properitären System. Das Audio hat dort angeblich 192 kBit/s in MP2, also alles andere als besonders gut.


Als ich kürzlich ein Kabelnetz UKW-technisch modernisiert habe, nahm ich u.a. deshalb und auch, weil mir die einzige empfangbare UKW-Funzel zu riskant war als Kabeleinspeise-Quelle, die DKultur-Version von 19.2° Ost und setzte sie auf UKW um. Die hat ja 256 kbps. Problem: diese Leitung hat keinen UKW-konformen Peak-Limiter, berücksichtigt also nicht die Preemphasis. Ich habe heftige Spuckeffekte bekommen in der UKW-Umsetzung und mußte den Hub reduzieren, bis das Programm unnötig leise war. Was für uns als "Wohnzimmerhörer" via DVB gut ist, ist für UKW-Zuführung tötlich.

Da ich wenige Tage später ein weiteres Programm ins Netz einpflegen mußte und keinen DVB-UKW-Umsetzer mehr frei hatte, wagte ich dann doch die regionale Funzel von DKultur zu nehmen und den Sat-Umsetzer für DKultur aufzugeben. Es hat glücklicherweise funktioniert - nun spuckt auch nichts mehr.

Ähnlich dürfte es mit dem DLF sein, ich ahne auch da Hubüberschreitungen auf der 19,2°-Ost-Version. Die Version auf 23,5° Ost ist dank Jünger d07 mit eingeschaltetem UKW-Limiter freilich frei davon und hat auch fette 384 kbps. Es wäre schön, da beide DRadios zu haben als gute Einspeisequelle - leider ist die Symbolrate dieser Veranstaltung so niedrig, daß unsere Umsetzer das nicht locken können. Die können erst ab 1000 kS/s und nach Aussage des Herstellers gehen sie auch technisch nicht tiefer / sollen nicht tiefer gehen. Das "Anzapfen" von Feeds wird dort als heikel betrachtet, man möchte sich keinen Ärger holen (den ich erstmal nicht erkennen kann, aber vielleicht bin ich da auch naiv).

von Chris_BLN - am 12.01.2016 12:36
Sind in den letzten Wochen irgendjemandem unregelmäßige Knackser beim Deutschlandfunk aufgefallen? Hier zwei Beispiele:

http://www.digi-forum.info/fotos_foren/dlf_2016-04-24.mp2
http://www.digi-forum.info/fotos_foren/dlf_2016-05-17.mp2

Wie man sieht, war das schon Ende April der Fall. Auch in einem Mitschnitt vom 01.05.2016 ist es mir aufgefallen. Ich behaupte, dass das nicht vom Receiver verursacht werden kann, da dieser das Audio nicht verändert und wäre die Aufnahme an sich nicht in Ordnung, würde mir ProjectX beim Demultiplexen Fehler melden. Daher muss es eigentlich auch über UKW zu hören sein, zumindest bei den über ASTRA 23,5 gespeisten Sendern. Da ich nur noch von 23,5 aufnehme, wäre es interessant, ob es auch über 19,2 oder DAB+ zu hören ist.

Ich habe vorhin sowohl von 23,5 mit der Dreambox sowie parallel am Rechner aufgenommen und mit einem anderen Receiver noch 19,2. Leider höre ich jetzt schon seit über zehn Minuten und mir ist bisher nichts aufgefallen.

Ist jemandem von euch in letzter Zeit etwas in der Richtung aufgefallen?

von DigiAndi - am 20.05.2016 18:27
Zitat
satjay
Zitat
Wrzlbrnft
*hochhol*

Bringt jemand von euch die Programme der polnischen Grupa Radiowa Time auf Amos 4° West (11315 H, SR 5000, FEC 3/4, 8PSK) zum Laufen? Bei mir wird kein Signal gefunden, während andere Transponder problemlos gefunden werden, demnach gehe ich stark davon aus, dass es sich hier auch um reine Zuführungen handelt.


Receiver müssen aac mpeg4 können der Trp. braucht mehr als 8 dB für lock,
Je nach qth können dann zb 100 cm nict ausreichen

@digiandi welche spiegelgrösse war im einsatz??


Bei mir ist eine 80cm-Schüssel im Einsatz, Standort ist Nähe Basel. Vermutlich also bereits zu westlich für diese Größe.

von Wrzlbrnft - am 18.12.2016 10:19
Ebenfalls 23,5° Ost, allerdings via SCPC mit steinalten Spezialreceivern von International Datacasting. Sind 192 kbps MP2 (!!!), hört man auch bei Sprechern, es lispelt ein wenig. Der DLF hatte einst die gleiche Technik, stieg aber vor einigen jahren auf diesen Schmalbandtransponder um. Die nicht mehr benötigten Geräte der SCPC-Strecke sind soweit mir bekannt in den Ersatzteilpool gewandert.

Es gibt teils wohl bizarre Ausnahmen: in Gera hat man aufgrund der Lage des Senderstandortes "Stadtwald" im, ähm..., Stadtwald keine Satantenne dort installiert. Man empfängt DLF und DKultur an einem anderen Ort (meine Vermutung: Gera-Langenberg) und schiebt Audio und RDS mittels Capella-Codec (384 kbps) via DSL zum Stadtwald. Der DLF kommt dort auch ein winziges µ später als von Wiederau, man merkt, daß da noch was in der Strecke hängt und Latenz macht.

von Chris_BLN - am 03.03.2017 12:50
Zitat
Chris_BLN
Was haben die polnischen Radios denn da für Codec und Bitrate? Für RMF Maxxx finden sich bei Kingofsat Angaben von 256 bzw. 320 kbps MP2?


Hab mal auf 11676 geschaut:
RMF FM und RMF Classic 320 kbit/s und die verschiedenen RMF Maxxx 256 kbit/s.

Zitat
Chris_BLN
Ist schon witzig: für UKW-Zuführungen ist Bitrate vorhanden, für Direktempfang knausert man und bei DAB ist dann meist alles verloren.


Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Und manche würde man auch niemals verstehen, egal welche Erklärung man bekommt.

Zitat
Chris_BLN
Andere Frage: ist das nun aufgeschaltete Signal von DKultur auf 23,5° ost noch so abartig dynamikkomprimiert wie zu Beginn?


Ja, leider.

von DigiAndi - am 16.03.2017 18:19
Ich hab grad was Cooles ausprobiert: DVB-S Demodulation per Software und DVB-T Stick (RTL-SDR).

Was braucht man?

- Receiver mit In- und Output (damit man die Diseqc und Spannung an den LNB liefert), wie zB ein Kathrein UFS910
- ein RTL-SDR mit zwingend! E4000 tuner (ich hab einen Trekstor)
- Linux PC mit einem X11 (damit der Parameter von leandvb, nämlich gui funktionert)
- leandvb und andere Tools von https://github.com/pabr/leansdr
- evtl. diverse Adapter von F auf den Stick

Die Befehle, um den DLF auf 12640 MHz zu empfangen lauten:


rtl_sdr -f 2040e6 -s 1200e3 ~/capture.iq


Damit schreibt man ein iq file mit Samplingrate 1,2 MHz und der Eingangsfrequen 2,040 MHz (wäre 12640 MHz)


./leandvb --gui -v -d -f 1200e3 --sr 941e3 --cr 1/2 < ~/capture.iq > ~/dlf.ts


Dann lässt man leandvb ein Transportfile schreiben.

Das kann man dann in VLC oder wo anders anschauen :-)

Live geht es mit


rtl_sdr -f 2040e6 -s 1200e3 - | ./leandvb --gui -v -d -f 1200e3 --sr 941e3 --cr 1/2 | vlc -



von andimik - am 08.04.2017 15:31
Zitat
DigiAndi

Zitat
Chris_BLN
Ist schon witzig: für UKW-Zuführungen ist Bitrate vorhanden, für Direktempfang knausert man und bei DAB ist dann meist alles verloren.


Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Und manche würde man auch niemals verstehen, egal welche Erklärung man bekommt.


Da muß man fairerweise schon mit einbeziehen das es oft nicht anders geht. Wenn eine ÖR Anstalt nur einen Mux hat und man so und so viel Programme hat + Regionalausgabe unterbringen muß geht's doch gar nicht anders. Die andere Seite ist, wie oft würde in dev. DAB Foren beim Bundsmux schon aufgeregt das die DRadios ja soviel Platz in beansprucht nehmen würde und weniger Datenraten es doch auch tun würden, damit noch mehr Programme senden könnten. Würden die DRadios in sehr guter Qualität senden und damit mehr als die hälfte des 5C belegen wäre es auch wieder keinen recht. Man möchte immer beides haben, viele Programne und alle in guter Qualität. Aber das geht halt nicht, da muß es halt Kompromisse geben. Wir können eh froh sein das unsere ÖR eh da noch großzügig mit die Datenraten ist. In die Schweiz hat man da die Leine zu günstigen mehr Programme auf ein Mux noch änger gezogen.

Eins noch. Wenn wirklich mal Kapazitäten frei sind und man das anmerkt das man doch damit die Datenraten eins Programmes vorläufig erhöhren könnte, kommt von euch allerdings auch Gegenargumente. Beispiel mit B5 auf 11D. Meine Amerkung im DAB Bayern war mal bei der Abschaltung von Bayern 2 Nord auf 11D, das man die Kapazität von B2 Nord auf B5 verteilen könnte. Ich bin nach wie vor der Meinung das solange Antenne Bayern noch nicht über 11D sendet man die Datenrate von die B5 vorläufig anheben könnte. Aber das findet ihr ja wiederrum auch nicht okay mit der und der Begründung. Ebenso mit die Frankenkanäle. Lieber freie Kapazitäten brach legen lassen mit der Begründung das man später eh die Qualität hat. Dabei merkt das der Ottonornalhörer eh nich wenn zuerst z.B B2 Nord z.B 128 kbps färt und später durch Zunahme der Privatsender auf 96 kbps runder geht, aber wir hätten zumindest für eine kurze Zeit eine bessere Qualität aber naja..

Sorry für OT.

von Kohlberger91 - am 08.04.2017 19:09
Nee, das ist anderswo genauso. Gerade mal alte Aufnahmen angeschaut: BR Klassik von 2016 meldet als Jahr "2010", Bayern 2 von 2013 meldet als Jahr "200d". 0x00d ist dezimal 13. 0x010 ist dezimal 16. Und 0x011 ist dezimal 17. Die scheinen bei der Jahreszahl einen Mix aus Dezimal und Hex zu nutzen oder wie darf ich mir das vorstellen? Schade, daß es 1999 den Hörfunktransponder noch nicht gab. Hätte da dann "1963" gestanden?

Gerade mal recherchiert. Im UKW-RDS scheint das Jahr ab 1900 gezählt zu werden, wir sind also derzeit im Jahr 117. Vgl. S. 81 hier: http://www.interactive-radio-system.com/docs/EN50067_RDS_Standard.pdf

Auf DVB wird RDS im UECP-Code übertragen. Auf Seite 75 steht hier, daß die Zehner- und Einerstellen des Jahres als Hex angegeben werden. Hunderter- und Tausenderstellen gibt es aber gar nicht. http://www.katruud.nl/katruud_site/downloads/RDS_UECP_6_02_final_060912.pdf


Zu mehr reichts in meinem Hirn derzeit aber nicht. Vielleicht ist ja hier hilfreiches Fachpersonal anwesend. ;)

von Chris_BLN - am 14.04.2017 21:55
ProjectX beachtet den CT-Wert aus RDS gar nicht (ich vermute mal, weil das Datum dort platzsparender/aufwändiger codiert ist, genauso wie in DAB) und decodiert stattdessen den RTC-Wert aus UECP. In der besagten Spec heißt es für das Jahr "Last two decimal digits of Year expressed as hex" und als Wertebereich ist 0x00-0x63 angegeben, was dezimal dann zu 0 bis 99 wird.
ProjectX benutzt dann für die Ausgabe in der /src/net/sourceforge/dvb/projectx/audio/AudioFormatMPA.java folgende Zeile:

String year = "20" + Common.adaptString(Integer.toHexString(0x7F & array[index]), 2);

Entsprechend wird das Jahr dann als Hex ausgegeben (mit "20" davor) anstatt Dezimal...daher kommt dann die falsche Anzeige eines korrekt ausgestrahlten Werts.

von Basic.Master - am 15.04.2017 14:21
Danke @Basic.Master!

Das heißt also, es liegt nur ein Konvertierungsfehler in ProjectX vor...

Zitat
Basic.Master
ProjectX beachtet den CT-Wert aus RDS gar nicht (ich vermute mal, weil das Datum dort platzsparender/aufwändiger codiert ist, genauso wie in DAB) und decodiert stattdessen den RTC-Wert aus UECP.


Wieder was gelernt. Es war mir nicht bewußt, daß das zwei unterschiedliche Dinge sind.

Aber vielleicht steckt hier ja auch die Antwort auf eine Merkwürdigkeit, die ich schon vor langer Zeit beobachtet habe. Es gibt ARD-Hörfunkwellen, bei denen kann man nur in der PVR-Aufnahme (*.ts, *.mpg je nach Receiver) mittels RDSextractor das RDS anzeigen lassen, während es mit dem aus dem TS rausgestrippten MP2 nicht funktioniert. Und dann gibt es Hörfunkwellen, bei denen auch im MP2 noch RDS extrahierbar ist. Hast Du dafür eine Erklärung?

von Chris_BLN - am 15.04.2017 17:11
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