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[DVB-T2] Der ultimative T2-Thread

Startbeitrag von Manfred Z am 31.05.2012 19:24

Anlässlich des DigiTAG Newsletters Mai 2012 zum Thema "DVB-T2-Verbreitung in Europa" (folgt im nächsten Posting) und einer aktuellen OFF-TOPIC-Diskussion (siehe unten) eröffne ich hier einen Thread zu DVB-T2.

Zuerst eine Übersicht aller wesentlichen Threads zum Thema DVB-T2.
Nicht aufgeführt sind Beiträge in Landesthreads wie "DVB-T Schweden".

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17. April 2007: Können wir jetzt wieder alle DVB-T-Receiver in die Tonne werfen?

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,491884,491885#msg-491885

Ein QUOTE vom Wiesbadener:

Zitat

Meine Überschrift war vielleicht etwas zu überzogen, aber in einem Punkt kann ich dir nicht recht geben: bisherige DVB-T-Receiver haben 2012 mit Sicherheit nicht das Ende des Lebensalters erreicht. Meine analogen Sat-Receiver von Mitte der 90er arbeiten alle noch einwandfrei, ganz abgesehen von meinem Technics-Radiotuner (Baujahr 1987) und weitere Geräte, die ich vor etwa 20 Jahren erworben habe. Daher werden DVB-T-Receiver mit Sicherheit weit vor Ablauf ihrer veranschlagten Nutzungsdauer Elektroschrott, wenn, wie das ZDF es selbst vermutet, ab 2012 auch in D auf DVB-T2 umgestellt wird.

Aber: Wie sieht es denn mit Handys und Computern aus: man hat sich doch inzwischen längst daran gewöhnt, alle drei Jahre neue Geräte anzuschaffen, weil die alten vom technischen Stand längst überholt sind (und da kann mein Vater noch so viel klagen, dass er ERST vor zehn Jahren 3.000 Euro für seinen doch so teuren Rechner ausgegeben hat). Da ist es auch verkraftbar, in fünf Jahren nochmal 50, 60 Euro für einen DVB-T-Receiver hinzulegen, oder?


DVB-T2 im Jahre 2012? Natürlich nicht in Deutschland!

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19. Juni 2007: Stimmungsmache gegen DVB-T [in der Presse]

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,506053,506053#msg-506053

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3. April 2008: [DVB-T2] Ofcom legt Rahmen für die HD Ausstrahlung per DVB-T ab 2009 fest

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,575723,575723#msg-575723

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27. Juni 2008: [DVB-T2] BBC testet HD-TV in Guildford

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,598989,599012#msg-599012

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13. Juli 2009: EU: Alle DVB-T Receiver ab 2012 nur noch mit MPEG-4

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,713643,713705#msg-713705

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23. Oktober 2009: ARD will beim Umstieg auf DVB-T2 vier Muxe pro Region

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,743328,743328#msg-743328

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26. Oktober 2009: [DVB-T] DVB-T2-Test seit 01.08.2009 auf K48 in Rosengarten und Lüneburg

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,744275,page=1

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11. Januar 2010: HDTV auf DVBT - Gedankenspiel

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,768512,page=1

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12. April 2010: [DVB-T2][HDTV] Terrestrisches HDTV in Wien

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,789743,789954#msg-789954

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6. Mai 2010: H.265 Codec macht wohl HDTV via DVB-T / DVB-T2 praktikabel

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,795583,795612#msg-795612

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28. Mai 2010: DVB-T2 Testkanal des IRT in München (Kanal 43)

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,802580,802726#msg-802726

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1. Juli 2010: [DVB-T2] Test Berlin Alexanderplatz K 51

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,814332,814622#msg-814622

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2. September 2010: [DVB-T2] ARD+ZDF planen Umstieg ab 2014

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,833242,833246#msg-833246

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13. September 2010: DVB-T2 ab 2015 in Niedersachsen?

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,836643,837046#msg-837046

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2. Dezember 2010: Technik DVB-T: HD über DVB-T (nicht -T2)

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,859599,860616#msg-860616

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30. Dezember 2010: ORF über DVB-T2 nur noch verschlüsselt?

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,866944,867073#msg-867073

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26. Januar 2011: DVB-T2-Test des BR in München (Kanal 50)

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,874361,875090#msg-875090

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18. März 2011: DVB-T: MPEG 4 und MPEG 2 im selben Mux?

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,887062,page=1

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22. Juli 2011: Technik von DVB-T2, DVB-T Lite [richtig: T2 Lite]

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,919860,919975#msg-919975

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20. September 2011: Ersetzt DVB-T2 Lite bald DAB+ ?

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,942588,page=1

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8. Januar 2012: Weltfunkkonferenz WRC-12 in Genf / Frequenzbereichsnutzung

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,977986,978204#msg-978204

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11. Januar 2012: DVB-T bald vor dem Aus? [auch Beiträge zu DVB-T2]

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,978959,978959#msg-978959

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29. Mai 2012: OFF-TOPIC-Diskussion in "DVB-T in NRW"

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,13018,page=3

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Die 50 interessantesten Antworten:

DigiTAG Newsletter Mai 2012

http://www.digitag.org/WebLetters/2012/External-May2012.html

Die Verbreitung von DVB-T2 in Europa

Zitat

Die Vorteile des DVB-T2-Standards stehen außer Frage. Verglichen mit der ersten Generation des DVB-T-Standards bietet DVB-T2 eine erheblich erweiterte Kapazität und Gewinne an Robustheit, die den Start von Broadcast-Diensten möglich machen, die die zunehmend begrenzten Frequenzressourcen aufs intensivste nutzen. Nach Angaben des DVB Project ist DVB-T2 bereits in 11 Ländern im Einsatz und von weiteren 55 Ländern auf der ganzen Welt als System ausgewählt worden.

In Europa befinden die Länder in verschiedenen Stadien der digitalen Umstellung. Während einige Länder erst in den Startphasen des DTT-Einsatzes sind, haben viele die Analogabschaltung bereits abgeschlossen. Und wegen der verschiedenen Anteile bei der Durchdringung des terrestrischen Fernsehens und der Akzeptanz von Pay-TV-Diensten, wird der Ansatz für die Einführung einer DTT-Plattform mit DVB-T2 auf den europäischen Märkten variieren.


Es folgen kurze Absätze zu Länderklassen:

Grüne Wiese [direkt von analog nach T2]

z.B. Montenegro, Serbien, Türkei, Ukraine, gebietsweise Russland

Starke Pay-TV-Präsenz

z.B. Schweden, Dänemark, Finnland

Länder mit niedriger DVB-T-Nutzung

z.B. Österreich, Belgien, Deutschland

Zitat

In Deutschland, wo die DVB-T Marktdurchdringung große regionale Unterschiede aufweist, aber im Durchschnitt etwa 12% erreicht werden, ist der Broadcast-Netzbetreiber optimistisch, dass DVB-T2 von kommerziellen Sendern eingesetzt werden könnte, um ihre DVB-T-Service-Angebote zu erweitern. Im nördlichen Teil des Landes ist bereits ein umfangreicher Testbetrieb durchgeführt worden und DVB-T2-Service-Parameter sind ausgewählt worden. Jedoch wurde eine Launch-Strategie noch nicht offiziell bekannt gegeben..


Länder mit hoher DVB-T-Nutzung

z.B. UK, Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien

DVB-T-Abschaltung?

Zitat

DVB-T2 bietet neue Servicemöglichkeiten, vor allem HD und überzeugende Pay-Pakete, die die DVB-T-Plattform befähigen, ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen TV-Übertragungsplattformen beizubehalten. Derzeit ist DVB-T2 parallel zu bestehenden DVB-T-Plattformen und nicht als Ersatzdienst gestartet worden.

Doch mit Telekom-Betreibern, die lautstark den Zugang zu bestehenden Rundfunk-Sendefrequenzen fordern, und mit der sehr realen Möglichkeit, dass die Rundfunkanstalten ihre Dienste aus dem 700-MHz-Band (die sogenannte "zweite digitale Dividende" ) im Jahr 2017 entfernen müssen, kann es erforderlich sein, die Sender auf DVB-T2 zu implementieren um eine tragfähige Plattform für das terrestrische Fernsehen aufrecht zu erhalten.

Doch für viele Länder ist die Aussicht auf das Abschalten der DVB-T-Plattform derzeit nicht machbar, denn viele haben erst vor kurzem den analogen Switch-Off-Prozess beendet. Vielmehr wird sowohl die DVB-T- als auch die DVB-T2-Plattform nebeneinander bestehen müssen, bis eine ausreichend hohe Zahl der Haushalte auf DVB-T2 konvertieren kann. Aber das wird unvermeidbar eine geraume Zeit brauchen, wenn dem Vermächtnis der großen Anzahl der DVB-T Receiver (> 200 Millionen) in Europa Rechnung getragen wird.


von Manfred Z - am 31.05.2012 19:27
Während DVB-Tx in den meisten Ländern eher eine Untergeordnete Rolle spielt, ist wegen der Abwsenheit des klassischen Kabelfernsehens das digitale terrestrische Fernsehen in Italien ein Hauptempfangsweg.

Das ist auch daran zu erkenne, dass in den meisten Gegenden das DVB-T-Angebot riesig ist, und im wesentlichen die wichtigsten Sender abbildet. Auch die Serie A und die Serie B kann als Pay-TV über DVB-T gesehen werden, während anderswo Pay-TV über DVB-T gescheitert ist.

Das allerdings hat zur Folge, das fast alle Kanäle lückenlos mit DVB-T-Paketen belegt sind. Wie in Italien üblich, wird dabei auf Kante gestrickt, also zwei benchbarte Sender strahlen schon mal auf der selben Frequenz zwei verschiedene Muxe aus. Ohne Richtantenne ist dann nichts zu machen.

Der erste Schock allerdings ist in Italien schon durch, denn auch dort gab es die "digitale Dividende" im 800-MHz-Bereich. Daraufhin wurden die oberen Kanäle E 60 bis E 69 geräumt. Viele lokale/regionale Anbieter haben daraufhin den Betrieb einschränken müssen. Abgesehen davon, dass weitere Kanäle für den nächsten Teil der digitalen Dividende abgeschaltet werden müssen, beginnt man in Italien neuerdings auch, auf das beachnbarte Ausland Rücksicht zu nehmen.

Gemeint sind hier vor allem Slowenien und Kroatien, denn nach Frakreich, der Schweiz und Österreich schirmen hohe Berge den Overspill ab.

Insbesondere in der Region Triest sowie über die Adria scheinen italiensiche Sender die kroatischen Muxe teils extrem zu stören. Daher weden zusätzlich Frequenzen abgeschaltet:
https://sites.google.com/site/litaliaindigitale/news2014/news19-25mag2014 (etwas herunterscrollen).

Das wird die Freqenznot weiter verstärken und den Umstieg auf DVB-T2 beschleunigen.

Bisher ist es so, dass jeder lokale oder regionale Anbieter seinen eigenen Mux betreibt. Dort wird dan das traditioenlle Lokalprogramm ausgestrahlt, welches schon zu analogen Zeiten existierte. Darüber hinaus gibt es noch unzählige Teleshoppingsender und einige Spartenkanäle, welche ihrerseits mehrer Lokalmuxe benutzen, um eine möglichst landesweite Versorgung zu erreichen.

D. h. die lokalen Anbieter haben den DVB-T-Umstieg vor allem mit der Weitervermietung von Kapazitäten erzielt. Nun ist angedacht, dass isch mehrere lokale/Regionale Anbieter einen Mux teilen sollen. Dazu ist zu bemerken, dass bei vielen Anbietern der Haupteil der Sendezeit auch mit Teleshopping und Call-In-Shows gefüllt wird.

In Italien gibt es also, was DVB-T2 betrifft, sicherlich die spannenste Entwicklung geben.

In Deutschland hingegen dürfte besonders in den Regionen, in denen die Privaten nicht auf DVB-T sind, das terrestrische TV eine untergeordnete Rolle spielen.

von Alqaszar - am 30.05.2014 18:43
Pressemitteilung von MEDIA BROADCAST vom 03.06.2014:

Zitat

MEDIA BROADCAST treibt Aufbau einer DVB-T2-Plattform für die terrestrische Verbreitung von HD-Programmen voran

• Mediengruppe RTL Deutschland strahlt ihre Programme bis auf Weiteres in Standard Definition (SD) über DVB-T aus und strebt Verbreitung ihrer HD-Sender über das DVB-T2-Angebot von MEDIA BROADCAST an
• Attraktivität des digital-terrestrischen Fernsehempfangs für TV-Zuschauer gesichert
• DVB-T2 wird modernes digitales Fernsehen bieten: bessere Bildqualität (HD), mehr Programme, On-Demand-Angebote, Mobilität und einfachste Installation
• Appell an Politik und Regulierung: Verlässliche Rahmenbedingungen für Einführung von DVB-T2 schaffen


Köln, 03.06.2014 – Der führende Rundfunknetzbetreiber MEDIA BROADCAST hat mit der Mediengruppe RTL Deutschland eine neue Vereinbarung zur digital-terrestrischen TV-Verbreitung getroffen: MEDIA BROADCAST plant den Aufbau einer digital-terrestrischen TV-Plattform im DVB-T2-Standard, die es Programmveranstaltern ermöglichen soll, mehr Sender und auch in High-Definition-Qualität (HD) auszustrahlen. Die Mediengruppe RTL Deutschland strebt eine Verbreitung ihrer HD-Programme über diese Plattform im DVB-T2 Standard an. In der Übergangszeit bis zum Start der Plattform wird die Mediengruppe RTL die unverschlüsselte DVB-T-Verbreitung ihrer Programme für zunächst zwei weitere Jahre fortführen. Damit bleibt die Attraktivität des digital-terrestrischen Fernsehens für die Zuschauer gesichert.

Diese Vereinbarung ist ein wesentlicher Meilenstein für die Umstellung auf den effizienteren DVB-T2-Standard, der das digitale Fernsehen der Zukunft über Antenne ermöglichen wird. Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten sich bereits im Herbst 2013 für einen Wechsel auf DVB-T2 ausgesprochen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Mediengruppe RTL Deutschland sich für eine übergangsweise Fortführung der DVB-T-Ausstrahlung entschieden hat und damit den Weg für einen Wechsel ihrer Sender auf DVB-T2 öffnet“, sagte Wolfgang Breuer, Vorsitzender der Geschäftsführung von MEDIA BROADCAST. „Für die Zuschauer bleibt damit die Breite des DVB-T-Angebotes mit Inhalten der großen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendergruppen gesichert, und digitales terrestrisches Fernsehen mit einer noch größeren Sendervielfalt und besserer Bildqualität über DVB-T2 gewinnt an Fahrt. Wir treiben die Einführung von DVB-T2 im Schulterschluss mit allen TV-Sendern voran und wollen den Zuschauern möglichst schon 2016 ein noch breiteres Programmangebot auch in HD bieten. Es ist gut, die Mediengruppe RTL mit ihrer attraktiven Senderfamilie hierfür an Bord zu wissen.“

Andre Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung bei der Mediengruppe RTL Deutschland: „Die geplante Einführung von DVB-T2 eröffnet dem digitalen terrestrischen Fernsehen eine echte Zukunftsperspektive. Als privatwirtschaftlicher Fernsehanbieter können wir unter Kostengesichtspunkten unsere Verbreitung über die digitale Terrestrik nur dann fortsetzen, wenn es gelingt, diese mittelfristig wirtschaftlich profitabel zu gestalten. Mit der angestrebten Verbreitung unserer HD-Programme über eine DVB-T2 Plattform rückt diese Option in greifbare Nähe.“

Anlässlich der Vereinbarung appelliert MEDIA BROADCAST an Politik und Regulierung, jetzt schnell verlässliche Rahmenbedingungen für den Wechsel auf DVB-T2 zu schaffen. Hierzu Wolfgang Breuer: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und den Grundstein für eine attraktive digitale Terrestrik der Zukunft gelegt. DVB-T2 ist marktreif, und MEDIA BROADCAST ist bereit für die Umstellung auf den neuen Standard. Jetzt ist es an Bund, Ländern und Regulierungsbehörden, den Wechsel zu ermöglichen. Das bedeutet konkret: Sichern der Frequenzen im 700-MHz-Band zumindest bis zum Abschluss der DVB-T2-Umstellung, langfristige Planungssicherheit für das verbleibende Rundfunkspektrum und Umsetzen des medien- und telekommunikationsrechtlichen Prozesses. Wir vertrauen darauf, dass die Bundesregierung zu ihren frequenzpolitischen Zusagen im Koalitionsvertrag steht und freuen uns auf einen zügigen und weiterhin konstruktiven Dialog mit Ländern und Regulierungsbehörden.“


von Manfred Z - am 03.06.2014 10:37
Und hier die PM von RTL vom 03.06.2014:

Zitat

Mediengruppe RTL Deutschland verlängert DVB-T-Engagement mit Fokus auf Einführung von DVB-T2

Die Mediengruppe RTL Deutschland wird ihre Free-TV-Sender RTL, VOX, SUPER RTL, RTL II sowie in Berlin auch n-tv bis auf Weiteres über digitales Antennenfernsehen (DVB-T) verbreiten. Der Distributionspartner MEDIA BROADCAST und die Kölner Unternehmensgruppe haben ihren zum Jahresende auslaufenden Vertrag für zunächst zwei weitere Jahre verlängert. Mit ihren erfolgreichen Free-TV-Sendern möchte die Mediengruppe RTL die Attraktivität des terrestrischen Verbreitungsweges bis zur Umstellung auf den neuen Standard DVB-T2 aufrechterhalten, dessen Einführung ab 2016 angestrebt ist. Damit leistet sie einen Beitrag für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Terrestrik. Mit einer von MEDIA BROADCAST geplanten bundesweiten Plattform im DVB-T2-Standard zeichnet sich für die Mediengruppe RTL erstmals ein tragbares kommerzielles Geschäftsmodell für digitales Antennenfernsehen ab. Ziel ist es, über diese Plattform künftig die Free-TV-Sender der Mediengruppe RTL in HDTV-Qualität verschlüsselt auch terrestrischen Fernsehhaushalten anbieten zu können. Bis zu einer verbindlichen Entscheidung für DVB-T2 sind jedoch noch mehrere Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei der Mediengruppe RTL Deutschland: „DVB-T ist ein spannendes Beispiel für die hohe Relevanz von Politik und Regulierung für einen funktionierenden Medienmarkt in Deutschland. Wir haben wie versprochen nach dem Commitment der Berliner Koalition zu den Frequenzen nun den nächsten Schritt gemacht. Ob das zu einer langfristigen Versorgung der Bevölkerung mit terrestrischem Fernsehen führt, hängt jetzt wiederum von den ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen ab. Eine Zukunft für DVB-T kann es nur mit einer ökonomisch tragfähigen DVB-T2 Plattform geben. Wenn die Regulierungsbehörden von Bund und Ländern die besondere Situation bei der Terrestrik und da vor allem die geringen technischen und ökonomischen Spielräume anerkennen, kann es gelingen, diese Empfangsalternative für Zuschauer und Sender langfristig zu erhalten.“

Andre Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung bei der Mediengruppe RTL Deutschland: „Die geplante Einführung von DVB-T2 eröffnet dem digitalen terrestrischen Fernsehen eine echte Zukunftsperspektive. Als privatwirtschaftlicher Fernsehanbieter können wir unter Kostengesichtspunkten unsere Verbreitung über die digitale Terrestrik nur dann fortsetzen, wenn es gelingt, diese mittelfristig wirtschaftlich profitabel zu gestalten. Mit der angestrebten Verbreitung unserer HD-Programme über eine DVB-T2 Plattform rückt diese Option in greifbare Nähe.“

Wolfgang Breuer, Vorsitzender der Geschäftsführung von MEDIA BROADCAST: „Wir freuen uns sehr, dass die Mediengruppe RTL Deutschland sich für eine übergangsweise Fortführung der DVB-T-Ausstrahlung entschieden hat und damit den Weg für einen Wechsel ihrer Sender auf DVB-T2 öffnet. Für die Zuschauer bleibt damit die Breite des DVB-T-Angebotes mit Inhalten der großen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendergruppen gesichert, und digitales terrestrisches Fernsehen mit einer noch größeren Sendervielfalt und besserer Bildqualität über DVB-T2 gewinnt an Fahrt. Wir treiben die Einführung von DVB-T2 im Schulterschluss mit allen TV-Sendern voran und wollen dem Zuschauer möglichst schon 2016 ein noch breiteres Programmangebot auch in HD bieten. Es ist gut, die Mediengruppe RTL mit ihrer attraktiven Senderfamilie hierfür an Bord zu wissen.“

Anfang 2013 hatte die Mediengruppe RTL Deutschland ihren Rückzug aus der DVB-T-Verbreitung angekündigt, da ein durch die Politik garantierter Verbleib der terrestrischen Frequenzen beim Rundfunk nicht erkennbar war. Weitere Gründe waren die unzureichende Unterstützung eines branchenweiten Umstiegs durch Regulierungs- und Aufsichtsbehörden und die daraus resultierenden ungewissen ökonomischen Rahmenbedingungen. Eine erste Voraussetzung für die Neubewertung des DVB-T-Engagements hatte die Politik Ende 2013 mit der im Koalitionsvertrag aufgenommenen Absichtserklärung geschaffen, die Frequenzen für einen Umstieg auf DVB-T2 für den Rundfunk zu erhalten. Ausgenommen von der vorübergehenden Fortführung des DVB-T-Engagements sind die in einer anderen Technologie betriebenen Regionen Halle/Leipzig und Stuttgart.


von Manfred Z - am 03.06.2014 10:38
Und noch die PM der Landesmedienanstalten von heute:

Zitat

die medienanstalten-PM 04/2014: Medienanstalten starten Einführungsprozess für DVB-T2

Berlin, 03.06.2014 – Bei einem Treffen in Berlin haben sich gestern erstmals die Marktbeteiligten zu ihren Zeit- und Frequenzplanungen für den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 ausgetauscht. Der Koordinator Netze, Technik, Konvergenz der Medienanstalten, Thomas Fuchs, hatte dazu Vertreter von ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1, VPRT und Media Broadcast zu einem ersten runden Tisch eingeladen.

Deutlich wurde, dass inzwischen alle Marktbeteiligten den Umstieg auf DVB-T2 anstreben und unter gewissen Rahmenbedingungen die terrestrische Fernsehverbreitung für zukunftsfähig und attraktiv halten. Begrüßt wurde von allen Anwesenden dabei insbesondere die Entscheidung der RTL-Gruppe, die terrestrische Verbreitung mit Fokus auf DVB-T2 fortzuführen.

Einigkeit bestand auch darüber, dass dieser Übertragungsweg nur durch den Umstieg auf Dauer erhalten und weiter entwickelt werden kann. Die Beteiligten verständigten sich zudem darauf, DVB-T2 ausschließlich im Kodierstandard HEVC einzuführen.

DVB-T2 ermöglicht den Empfang von mehr Programmen in besserer Qualität, insbesondere in HD. Während die privaten Anbieter und Netzbetreiber ein Angebot anstreben, das überwiegend verschlüsselt und bundesweit einheitlich vermarktet wird, wird das öffentlich-rechtliche Angebot weiterhin unverschlüsselt empfangbar sein. Dies ist technisch unproblematisch.

Ausweislich des Digitalisierungsberichtes der Medienanstalten haben im Jahr 2013 elf Prozent der deutschen TV-Haushalte Fernsehen über DVB-T empfangen. Das entspricht knapp 4,2 Mio. Haushalten in Deutschland. Für insgesamt 2,1 Mio. Haushalte ist DVB-T der einzige Fernsehempfangsweg.

Die sukzessive Einführung von DVB-T2 wird ab Mitte 2016 angestrebt. Nach jetzigen Planungen wird der Umstellungsprozess in der Fläche im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Am Ende des Migrationsprozesses auf DVB-T2 werden dann auch Kapazitäten frei, mit denen die Mobilfunkunternehmen die Breitbandziele der Bundesregierung umsetzen können.

An die Länder erging der Appell, das für den Umstieg benötigte Frequenzspektrum bis zum Jahre 2020 zu sichern. Auch vor dem Hintergrund der europäischen Entwicklungen im Breitbandbereich werden damit die Interessen des Bundes hinreichend berücksichtigt.

Die Medienanstalten werden den weiteren Umstiegsprozess koordinieren und steuern. Dabei stehen zunächst die Feinplanung des Zeitrahmens und die detaillierte Frequenzplanung im Mittelpunkt, anschließend auch die Kommunikation gegenüber Verbrauchern und Endgeräteindustrie. Nächster Schritt ist nun die Vorbereitung eines Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz, um das private Frequenzspektrum auf einen bundesweiten Plattformbetrieb umstellen zu können.


von Manfred Z - am 03.06.2014 11:04
Die Öffis wollen nun auch schneller wechseln:

Zitat


ARD: DVB-T2-Umstellung bis spätestens 2019

Die ARD hat einer schnelleren Umstellung auf DVB-T2 zugestimmt. Damit werden Frequenzen um 700 MHz für Mobilfunkanwendungen frei. Doch für TV-Zuschauer hat das Vor- aber auch Nachteile.

Von Thorsten Neuhetzki

Die ARD will schneller als ursprünglich geplant auf DVB-T2 umsteigen. Das gab die Sendeanstalt heute bekannt. Man unterstütze damit die Breitbandinitiative der Bundesregierung für eine flächendeckende Internetversorgung in Deutschland. Der Hintergrund dazu: Heute vom Fernsehen genutzte Frequenzen des 700-MHz-Bandes sollen dem Mobilfunk nun schon ab Mitte 2019 und nicht wie ursprünglich vorgesehen Ende 2020 für die Datenübertragung zur Verfügung stehen.

"Mit dem neuen Zeitplan für den Umstieg auf DVB-T2 kommen wir den Plänen der Bundesregierung gern entgegen. Gleichzeitig ist ein geordneter und nutzerfreundlicher Umstieg auf DVB-T2 möglich, und dies nicht nur in den Ballungsräumen, sondern auch für Zuschauerinnen und Zuschauer in der Fläche", wird der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor in einer Pressemitteilung zitiert. Er sei zuversichtlich, dass man eine Lösung finde, die den Umstieg auf DVB-T2 ermögliche und gleichzeitig einen zügigen Breitbandausbau des Internets fördere.

Neue Empfänger für DVB-T benötigt

DVB-T2 und der Ausstieg aus dem normalen DVB-T bedeutet aber auch, dass die TV-Zuschauer neue Empfänger benötigten. Bisherige DVB-T-Empfänger unterstützen den Nachfolgestandard nicht. Doch dieser hat für die Zuschauer auch Vorteile: Mit DVB-T2 ist HDTV empfangbar, zudem gibt es eine größere Programmvielfalt und einen verbesserten mobilen Empfang. Zudem könne alleine die ARD ihre Verbreitungskosten um etwa 15 Prozent reduzieren.

Das Problem beim Umstieg: Empfänger, die heute gekauft werden, sind damit zur Umstellung schon wieder Elektroschrott. Denn entsprechende Endgeräte werden erst 2016/17 zur Verfügung stehen. Dann hofft die ARD auch auf entsprechend günstige Geräte. Zudem sollen die Privatsender auf DVB-T2 verschlüsselt übertragen werden. Für den digitalen terrestrischen Rundfunk könnte das den Todesstoß bedeuten, wenn die Zuschauer nicht nur einmalig, sondern auch monatlich zahlen sollen.

Start in Ballungszentren schon in zwei Jahren möglich

Ein noch schnellerer Umstieg vor 2019 ist aus Sicht der ARD nicht umsetzbar, da die ARD nicht nur die Ballungsräume, sondern weiterhin auch die ländlichen Gebiete versorgen wird. Dafür müssen viele Sendeanlagen umgestellt werden, was erhebliche Zeit in Anspruch nimm, ließ die Sendeanstalt wissen. Einem auf einige Ballungsräume beschränkter Start, wie er derzeit von der Media Broadcast für Mitte 2016 in Aussicht gestellt wird, stehe die ARD jedoch aufgeschlossen gegenüber.


Quelle: http://www.teltarif.de/ard-umstellung-dvb-t-dvb-t2-hdtv-verschluesselung/news/56055.html

Aber ich sehe schon, das ganze wurde ebend schon gepostet, na dann habt Ihr es nochmal aus einer anderen Quelle. ;)

von Ralf84 - am 24.06.2014 14:50
Zitat
Twobeers
Was ist eigentlich, wenn eines Tages von DVB-T2 auf DVB-T3 umgestiegen werden soll? Der Umstieg von DVB-T1 auf DVB-T2 erfordert, wenn man ehrlich ist, simulcast Frequenzen, so wie es der Umstieg von analog TV auf DVB-T auch erfordert hat. Mir kommt es vor als würde dies vergessen! Damals war der Bereich um Kanal 65 wichtig für den Simulcast, zumindest in Köln. Kanäle über 60 kann man inzwischen vergessen für den Simulcast und was ist, wenn man nun auch Kanäle über 50 abzwackt? In Zukunft nie wieder Simulcast, bzw das kontrollierte Ende der Terrestrik nach DVB-T2, da nie wieder an simulcast zu denken ist?
Die Politik lässt sich vor den Karren der Mobilfunker spannen. Die meisten Politiker haben von der Materie keine Ahnung und plappern der Mobilfunklobby nach dem Mund. Es gibt genug (schon versteigerte) Frequenzen, die noch gar nicht (oder nicht effektiv) genutzt werden. Für hohe Datenraten braucht man kleinzellige Netze für die die vorhandenen (höheren) Frequenzen ausreichen. Die Politk glaubt das Märchen, wenn man den Mobilfunkern das Band V "gibt" werden bald bundesweit Milch und Honig, äääh Highspeeddaten fließen. Das hat schon bei 800 Mhz nicht funktioniert und wird auch bei 700 Mhz nicht so sein! Auch wenn die gefräßigen Mobilfunkmoster sich bis 30 Mhz "runtergefressen" haben, werden wir merkeln (späßle: :bruell: ), das es immer noch kein "Überallinternelfüralle" gibt. Aber man fühlt sich als Politiker eben als cooler (wählbarer?) Typ, ähnlich als wenn man Freibier für alle fordert...

Und was ist der Preis für die spezielle Form des Politikversagens? Das ÖR-Fernsehen/Radio sowie die Demokratie. Die Mobilfunker freuen sich über die liquidierten ör. Unterhaltungsangebote und Teile der Politik über die verstummten ör. Politik- und Verbrauchermagazine. Das letzte Mal als Union und FDP den Öffis an die Wäsche wollten, haben sie die Bestie Privatfernsehen geschaffen. Es hat nicht lange gedauert, bis Kohl gemerkt hat, dass es mit seinem "Kanzlersender" Sat1 nicht so klappt hat, wie in seiner Vorstellung. Die wollte verständlicherweise auch keine NordKoreaCDU-Propagandasender sein...

Das es bei einer Weiterentwicklung von DVB-T dann keinen "Platz" mehr für einen Simulcast geben wird wird, ist nur noch eine Randnotiz. Es wird dann gar kein "zugangshürdenfreies TV" mehr geben...

stefsch

von stefsch - am 27.06.2014 12:10
Pressemitteilung:

Demonstrations Show HEVC Encoded Content In Multiple UHD
Services Utilizing DVB-S2X and Multiple HD Services Via DVB-T2


IBC Preview, 12 - 16 September 2014, Amsterdam, Stand 1.D81

Geneva – 04 August, 2014 – Following the approval in July of the specifications for the
use of HEVC in the DVB environment and DVB-UHDTV Phase1, which was seen as a
significant step in the road to Ultra High Definition TV services, DVB continues to make
progress towards the next phase in the UHD standardization process.

At this year’s IBC, DVB’s main concentration will be to demonstrate how the coding
efficiency of HEVC can be used to increase the capacity of the DVB-T2 terrestrial platform
as well as for the new DVB-S2X satellite standard. Utilizing HEVC encoding, multiple UHD
services will be delivered using DVB-S2X and multiple HD channels over DVB-T2.

The DVB-S2X demonstration will highlight the new standard that offers spectral efficiency
of up to 50% for professional applications. S2X will be implemented with HEVC to deliver 4
UHD signals at a data rate of 100 Mbit/s. DVB-S2X provides more choices for roll-off factors
as well as additional modulation and Forward Error Correction options that allow for the
more efficient use of satellite transmission channels. It enables channel bonding of up to 3
satellite channels, which support higher aggregate data rates and allow for additional
statistical multiplexing gain for services such as UHDTV.

In another demonstration up to 7 HEVC encoded High Definition channels will be delivered
in one multiplex using DVB-T2 in a robust mode suitable for small indoor antennas and
portable reception. Both fixed reception and mobile reception will be demonstrated.

About DVB
Digital Video Broadcasting (DVB) is an industry-led consortium of over 200 broadcasters,
manufacturers, network operators, software developers, regulators and others from
around the world committed to designing open interoperable technical standards for the
global delivery of digital media and broadcast services.

von Manfred Z - am 08.08.2014 06:23
Pressemitteilung von MEDIA BROADCAST vom 09.09.2014 zum Digitalisierungsbericht 2014 und zur Umstellung der Terrestrik auf DVB-T2:

Zitat

DVB-T-Reichweite stabil, erheblicher Nutzungsanteil über Computer und mobile Endgeräte

• Digitalisierungsbericht 2014: Rund 7,4 Millionen Haushalte (18,5 Prozent) nutzen DVB-T über Fernseher, PC/Laptop, portable oder mobile Endgeräte
• „Klassische“ Nutzung über das TV-Gerät mit rund 4 Millionen TV-Haushalten (10 Prozent) stabil
• Anteil der digitalen Terrestrik in DVB-T-Kernregionen bis zu 27 Prozent (Hannover-Braunschweig)
• Holger Meinzer: „Digitale Terrestrik ist unverändert attraktiv und nicht wegzudenken.
Hohe Akzeptanz bietet hervorragende Basis für Nachfolgestandard DVB-T2“
• Reibungsloser Umstieg auf DVB-T2 erfordert schnell rechtliche und politische Weichenstellungen sowie Planungssicherheit

Köln, Berlin 09. September 2014 – Die Reichweite von DVB-T in Deutschland ist weiterhin auf hohem Niveau stabil. Mittlerweile erfolgt ein erheblicher Anteil des digital-terrestrischen Empfangs über PCs bzw. Laptops, portable Endgeräte, TV-Empfänger in Autos und mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones. Dies meldet MEDIA BROADCAST, führender Betreiber von DVB-T-Sendernetzen in Deutschland, anlässlich des heute in Berlin vorgestellten Digitalisierungsberichtes 2014 der Medienanstalten.

Dem Bericht zufolge nutzen mittlerweile rund 7,4 Millionen Haushalte in Deutschland DVB-T über verschiedenste Endgeräte, also 18,5 Prozent aller TV-Haushalte. Der darin enthaltene Empfang über den klassischen Fernseher bleibt mit rund 4 Millionen TV-Haushalten (10 Prozent) im Wesentlichen stabil. Deutlich höher ist die Reichweite der digitalen Terrestrik in den DVB-T-Kernregionen, in denen sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Programme terrestrisch empfangbar sind. Dort nutzen rund 18 Prozent der Haushalte DVB-T für den Empfang am Fernsehgerät; bezieht man auch Computer, portable und mobile Endgeräte mit ein, liegt der Anteil von DVB-T in diesem Regionen sogar bei fast 27 Prozent. Spitzenreiter ist die Region Hannover-Braunschweig mit einer Reichweite von rund 27 Prozent (TV-Gerät) bzw. sogar 33 Prozent (alle Endgeräte).

Holger Meinzer, Senior Vice President und Leiter der Business Unit TV bei MEDIA BROADCAST, erklärte: „Fast jeder fünfte Haushalt in Deutschland nutzt DVB-T auf irgendeinem Endgerät. Das zeigt, dass die digitale Terrestrik für die TV-Zuschauer unverändert attraktiv ist. DVB-T ist als unangefochten drittstärkster Empfangsweg aus der deutschen TV-Landschaft nicht wegzudenken.“ Holger Meinzer fügte hinzu: „Die hohe Akzeptanz bietet beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umstellung auf den Nachfolgestandard DVB-T2. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den TV-Zuschauern bald noch besseres terrestrisches Fernsehen zu bieten – mit mehr Programmen und auch in HD-Qualität, dabei aber weiterhin einfach, bequem und kostengünstig.“

Für die bevorstehende Umstellung auf den effizienteren DVB-T2-Standard bedarf es jetzt der zügigen Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen seitens Landes- und Bundespolitik sowie entsprechender Entscheidungen der zuständigen Regulierer. Hierzu sagte Michael Moskob, Leiter Regulierung und Public Affairs bei MEDIA BROADCAST: „Wir begrüßen es sehr, dass Länder und Landesmedienanstalten die notwendigen Prozesse geschlossen und konstruktiv vorantreiben. Wenn die Länder auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober die Voraussetzungen für eine bundesweite Versorgung mit privaten Programmen über eine DVB-T2-Plattform schaffen, sind wir einen großen Schritt weiter. Dann werden wir die Umstellung möglichst schnell in die Wege leiten können – im Interesse der Millionen TV-Zuschauer, die terrestrisches Fernsehen nutzen.“

Darüber hinaus ist schnelle Klarheit über die zukünftige Nutzbarkeit der Frequenzen im 700-MHz-Band entscheidend für eine zügige und erfolgreiche Umstellung auf den DVB-T2-Standard. Hierzu Michael Moskob: „Die vom Rundfunk benötigten Frequenzen müssen bis zum Abschluss der Migration auf DVB-T2 erhalten bleiben, vorher kann es keine Digitale Dividende II geben. Es muss eine Balance gewahrt bleiben zwischen der Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und den Interessen der TV-Zuschauer. Ein harter Umstieg zu einem verfrühten Zeitpunkt ginge zu Lasten der Verbraucher. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den in der vergangenen Woche vorgestellten Bericht der High Level Group von Pascal Lamy an die EU-Kommission. Dieser Bericht empfiehlt einen flexiblen Übergangszeitraum bis 2020 plus/minus zwei Jahre sowie die Sicherung des restlichen UHF-Bandes für den Rundfunk bis 2030.“


von Manfred Z - am 10.09.2014 12:49
In der neuen Ausgabe des Technik-Magazins der EBU gibt es einen Artikel von Eckhard Matzel, ZDF:

The Migration from DVB-T to DVB-T2 in Germany
HOW DECISIONS ON SPECTRUM INFLUENCE THE FUTURE OF TELEVISION DELIVERY AND FREE-TO-AIR TV ITSELF

https://tech.ebu.ch/news/ebu-tech-i-21-seeking-higher-value-30sep14

Daraus einige Textpassagen:

Allgemeines zur Einführung von DVB-T2:

Zitat

By using new state-of-the-art coding technology HEVC (H.265) and the latest digital terrestrial television system DVB-T2 for transmission, Germany will be able to broadcast more programs, using HDTV instead of SD, accompanied by further improvements in audio and data services. Moreover, we will enhance broadcast-broadband convergence by incorporating HbbTV offering video-on-demand services and live streaming.

Such a migration from DVB-T to DVB-T2 will also bring cost reductions through more efficient source and channel coding and spectrum efficiency. In addition to upgrading the technology, the plan is to optimize the network by reducing the power of a small number of transmitters.

Regarding the reception conditions, the broadcasters will retain the same quality as today: stationary, portable and mobile reception. Although not yet fixed, the DVB-T2 parameters could look like the following:
• 16k FFT, GI 19/128, 64 QAM, CR 3/5 (or CR 1/2)
• Signal-to-noise ratio: 16.4 dB (13.4 dB)
• Data rate: 22 Mbps (18 Mbps)

The estimated video data rates, by using HEVC will be 0.8 – 1.8 Mbps for SD programs and 2.8 – 7.0 Mbps for HD programs.


Bei 16k entspricht GI 19/128 einem Intervall von 266 µs oder 79,8 km (bei DVB-T gilt 67,2 km). Es gibt dann also in manchen übergroßen SFNs weniger Selbstinterferenz; andererseits kann man die bisher bestehenden SFNs durch die Einbeziehung von Nachbarstandorten vergrößern (Beispiel: SFN aus Bamberg, Ochsenkopf, Amberg).

Als weitere Maßnahme kann bei einigen Standorten die eff. Strahlungsleistung (ERP) verringert werden. Ich kann mir vorstellen, dass dies besonders bei exponierten Standorten kommen wird. Desweiteren fallen erhöhte Leistungen für einige Sender an der oberen Grenze weg (z.B. Visselhövede K 58, Göttingen-Stadt K 59, Nordhelle K 60, Siegen-Stadt K 60).

Zur digitalen Dividende 2 (Wegfall der Kanäle 49 bis 60):

Zitat

For the migration from DVB-T to DVB-T2 broadcasters temporarily need the 700 MHz frequencies because a simulcast is planned at least in urban areas for several months. A possible clearance of the 700 MHz band from broadcast services presupposes that:
• Frequencies have to be found from the remaining spectrum for those transmitters which are operating in the 700 MHz band today (replacing of frequency allocations);
• A cross boarder coordination without the 700 MHz-band needs to be done, and the technical coexistence of broadcast and mobile services should be approved, and;
• The migration to DVB-T2 should be finalized.


Dort steht auch was zum Zeitplan, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

von Manfred Z - am 01.10.2014 14:02
Ende nächster Woche tagt die Ministerpräsidentenkonferenz - erstmals unter dem Vorsitz des Landes BB. Dabei werden auch Themen behandelt, die die Rundfunkkommission (Vorsitzland RP) betreffen.

Bei medienpolitik.net gibt es heute ein Interview mit Jacqueline Kraege, Chefin der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz zum Thema DVB-T2 und der Abgabe der Frequenzen im 700-MHZ-Band (TV-Kanäle 49 bis 60) an den Mobilfunk:

http://www.medienpolitik.net/2014/10/rundfunk-die-einnahmen-zwischen-bund-und-landern-teilen/

Zitat

Die Bundesländer haben sich frühzeitig zur weiteren Verbreitung von Fernsehangeboten über digitale terrestrische Frequenzen – DVB-T bekannt und sich gegenüber der Bundesnetzagentur gegen eine vorzeitige Freigabe der hierfür notwendigen Frequenzkapazitäten des 700 MHz-Bandes ausgesprochen. In einem medienpolitik.net-Gespräch betonte Jaqueline Kraege, Staatskanzlei-Chefin in Rheinland-Pfalz, dass bis 2019 die Nutzung von Frequenzen im 700 MHz-Bereich erforderlich sei.


Zum Zeitplan der Umstellung auf DVB-T2 sagt sie:

Zitat

Wie uns seitens des Rundfunks mitgeteilt wurde, beabsichtigen die privaten Veranstalter als erste, ab 2016, der öffentlich-rechtliche Rundfunk dann ab 2017 die terrestrische Verbreitung ihrer Programme auf DVB-T2 umzustellen. Somit soll der Umstieg auf DVB-T2 zur Fußball-Europameisterschaft im Sommer 2016 beginnen und nach einer notwendigen Simulcast-Phase Mitte 2019 abgeschlossen werden. Dabei ist geplant, die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2016, die vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk übertragen werden, bereits in HD auf DVB-T2 zu senden. Insofern wäre nach derzeitigem Stand eine Nutzung der freiwerdenden 700 MHz-Frequenzen nach einer vorherigen Versteigerung ab Mitte 2019 für den Mobilfunk möglich.


Für den öffentlich-rechtliche Rundfunk beginnt im Januar 2017 eine neue Beitragsperiode. Vor diesem Termin können die Anstalten keine Finanzmittel für Investitionen in DVB-T2 bereitstellen, da für die laufenden Periode keine entsprechenden Mittel bei der KEF angemeldet worden sind.

Zur LTE-Nutzung in Grenzgebieten sagt sie:

Zitat

Eine Nutzung von Frequenzen im 700 MHz-Bereich für LTE setzt ein koordiniertes Vorgehen mit unseren Nachbarländern voraus. Wird im angrenzenden Ausland dort weiterhin DVB-T2 im [700 MHz-]Frequenzbereich betrieben, können diese Frequenzen aufgrund auftretender Störungen in Deutschland bis weit über die Grenzen hinaus nicht für LTE genutzt werden. Insofern ist eine europäische Koordinierung hilfreich.


Über die Durchführung von PAY-Modellen gibt es noch keine einheitliche Haltung. Interessant ist der Hinweis, dass man das Kartellamt frühzeitig einbezieht.

Zitat

Die privaten Rundfunkanbieter haben signalisiert, dass sie die Terrestrik weiter als wichtigen Verbreitungsweg ihrer Programme nutzen wollen. Sie haben jedoch auch deutlich gemacht, dass dies für sie nur dann möglich ist, wenn ihnen entsprechende Geschäftsmodelle (z.B. Verschlüsselung von HD-Inhalten) zu ihrer Refinanzierung ermöglicht werden. Anderenfalls ist zu befürchten, dass die privaten Sender nicht weiter in die Terrestrik investieren werden. Wie das im Einzelnen ausgestaltet wird, ist noch offen.

Anders sieht es beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus. Dieser wird weiter unverschlüsselt ausgestrahlt. Ich gehe davon aus, dass das Entgelt für private Programme jedoch deutlich niedriger sein wird, als die jetzigen Entgelte für Kabelfernsehen. Ohne die Beteiligung privater Veranstalter wird es aber auch für die Öffentlich-Rechtlichen schwierig werden, auf Dauer an DVB-T festzuhalten. Daher ist, aus meiner Sicht, die Notwendigkeit, den privaten Sendern entsprechende Geschäftsmodelle bei DVB-T zu eröffnen, im Länderkreis grundsätzlich akzeptiert. Über konkrete Geschäftsmodelle wird man hier noch sprechen müssen. Hierzu sind wir bereits mit dem Bundeskartellamt in Kontakt.


von Manfred Z - am 09.10.2014 10:47
Bei medienpolitik.net (promedia) gibt es ein Interview mit Vertretern von MEDIA BROADCAST über die Pläne zum Aufbau einer DVB-T2-Plattform:

Zitat

“Die Bundespolitik schürt unrealistische Erwartungen”

Media Broadcast hält vollständigen DVB-T2-Umstieg 2019 für realistisch

09.10.14 Interview mit Michael Moskob, Leiter Regulierung und Public Affairs, Media Broadcast und Holger Meinzer, Leiter Business Unit TV, Media Broadcast

Der Rundfunknetzbetreiber Media Broadcast plant den Aufbau einer digital-terrestrischen TV-Plattform im DVB-T2-Standard, die es Programmveranstaltern ermöglichen soll, mehr Sender und diese auch in High-Definition-Qualität (HD) auszustrahlen. Der Testbetrieb soll in Kürze starten. Ebenso wie die ProSiebenSat.1-Gruppe strebt jetzt auch RTL Deutschland eine Verbreitung ihrer HD-Programme über diese Plattform im DVB-T2 Standard an. Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten sich bereits im Herbst 2013 für einen Wechsel auf DVB-T2 ausgesprochen.


Weiterlesen: http://www.medienpolitik.net/2014/10/rundfunk-die-bundespolitik-schurt-unrealistische-erwartungen/

Zum Zeitplan für die Umstellung:

Zitat

Holger Meinzer: Der Aufbau der neuen DVB-T2-Plattform soll ab dem Frühjahr 2016 beginnen. Wir können es schaffen, im Jahr 2016 auf dieser Plattform mit privaten und gegebenenfalls auch einigen öffentlich-rechtlichen Programmen an den Start zu gehen. Die öffentlich-rechtlichen Anbieter wollen in 2017 mit der Umstellung auf DVB-T2-Plattform starten. Mitte 2019 soll die Migration vollständig abgeschlossen sein. Technisch gesprochen: Bis 2016 werden etwa 20 Prozent der Sendeanlagen umgestellt – die übrigen bis 2019. Das alles setzt voraus, dass Politik und Regulierer schnell die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Da bin ich aber guten Mutes.


Es wird erwartet, dass die Länder nächste Woche auf der Ministerpräsidentenkonferenz die Voraussetzungen für eine bundesweite Versorgung mit privaten Programmen über eine DVB-T2-Plattform schaffen.

Darüber hinaus gibt es drei Forderungen an die Politik (Bund):

• verbindliche Zusage der Übernahme der Umstellungskosten bzgl. Wegfall des 700 MHz-Bandes
• Nutzung des 700 MHz-Frequenzbandes durch den Rundfunk bis zum Abschluss der Umstellung auf DVB-T2
• verbindliche Zusage der Verfügbarkeit des restlichen UHF-Bandes für die Rundfunkverbreitung bis 2030

von Manfred Z - am 11.10.2014 07:59
Noch ein Nachtrag zu den Medientagen München. Zum Panel "DVB-T2 - Quo Vadis?" am 23.10. gibt es eine Pressemitteilung:

Zitat

DVB-T2: Bis 2019 soll Umstieg vollzogen sein

München – Mitte 2019 wird DVB-T, das erst 2002 eingeführte digitale terrestrische Fernsehen, Geschichte sein. Zu diesem Zeitpunkt soll der gerne als „Überallfernsehen“ titulierte Übertragungsweg abgeschaltet werden und von der Nachfolge-Technologie DVB-T2 abgelöst worden sein. Dieser Zeitplan wurde bei einer Panel-Diskussion im Rahmen der MEDIENTAGE MÜNCHEN skizziert. 2017 werde sich der Umstieg erstmals bemerkbar machen, wenn DVB-T2-fähige Empfangsgeräte einigermaßen preisgünstig seien und in nennenswerter Stückzahl verkauft werden, betonte Helwin Lesch, Leiter der Hauptabteilung Planung und Technik beim Bayerischen Rundfunk. Bis 2019 soll der Umstieg dann vollzogen sein.

Dr. Isabell Tilly, Leiterin des Bereichs Frequenzpolitik und Medienregulierung bei Vodafone, sprach sich dafür aus, den Zeitplan möglichst auf das Jahr 2018 zu verkürzen. Andernfalls seien die Breitbandziele der Bundesregierung nicht haltbar. Diese sehen vor, bis 2018 flächendeckend eine Breitbandverbindung mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Dafür aber werden die Frequenzen im Bereich von 700 MHz benötigt, die derzeit vom digitalen Antennenfernsehen DVB-T belegt sind. Erst am gestrigen Mittwoch hatte die Bundesnetzagentur bekannt gegeben, im zweiten Quartal 2015 mit der Versteigerung dieser Frequenzen zu beginnen. Vor diesem Hintergrund appellierte die Vodafone-Vertreterin an die Bundesregierung, sich genauer festzulegen, zu welchem Zeitpunkt welche Frequenzen frei werden. „Aus Sicht des Bieters muss feststehen, wann er die Frequenzen nutzen kann“, sagte Tilly. Entscheidend sei zu wissen, wann sie bundesweit zur Verfügung stehen. Unterstützt wurde diese Forderung von Axel Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung der Mediengruppe RTL. „2016 geht’s los“, sagte Prahl. „Die große Frage lautet: Wann hört es auf?“

Derzeit nutzen in Deutschland noch etwa 1,8 Millionen Haushalte DVB-T [richtig: 3,8 Mio., davon 2,0 Mio. als einzigen Empfangsweg], vor allem in Berlin ist dieser Empfangsweg noch stark nachgefragt. Wenn die Zuschauer in den kommenden Jahren auf DVB-T2 wechseln, ist dafür die Anschaffung eines neuen Geräts nötig. Man mute hier den Verbrauchern zwar einiges zu, räumte Lesch ein. Allerdings sei auch die Erwartungshaltung an die Empfangsqualität gestiegen. Der Zuschauer wolle heute hochauflösendes Fernsehen gucken, dies sei aber mit dem herkömmlichen DVB-T nicht möglich. „Die alte Terrestrik ist überholt, deshalb werden wir sie abschalten“, betonte Andre Prahl. „Die Zukunftsfähigkeit von DVB-T war nie sehr hoch“, bestätigte Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein. Der Ausstieg von RTL sei der Schlusspunkt gewesen. Die Mediengruppe hatte Anfang 2013 bekannt gegeben, die Verbreitung via DVB-T einzustellen. Im Juni wurde dieser Beschluss allerdings revidiert, nachdem feststand, dass die Einführung von DVB-T2 für 2016 verbindlich angestrebt wird.

Für die Sender ist der neue DVB-T2-Standard in der Verbreitung deutlich günstiger. Zudem eröffnet ihnen das neue System die Möglichkeit, vom Zuschauer für hochauflösendes Fernsehen zusätzliche Gebühren zu verlangen. Dieses Erlösmodell werden man auch nutzen, unterstrich Prahl: „Wir werden HDTV nicht unverschlüsselt anbieten und damit Kabel Deutschland Konkurrenz machen.“ Vermutlich würden aber nicht alle Programme kostenpflichtig, sagte Wolfgang Breuer, Geschäftsführer des Sendernetzbetreibers Media Broadcast. „Wenn ein Privater ein Free-to-Air-Programm anbieten möchte, kann er es tun“, äußerte sich der Chef des Plattformbetreibers.


von Manfred Z - am 27.10.2014 13:29
Die Präsidentenkammer der BNetzA sieht das anders. Aus dem Entwurf der Entscheidung der Kammer zum Versteigerungsverfahren:

Zitat

176 Die Zuteilung der 700-MHz-Frequenzen setzt gem. § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 TKG voraus,
dass die Frequenzen für mobiles Breitband verfügbar sind. Im Bereich 700 MHz
sind Frequenzzuteilungen für den Rundfunkdienst bis Ende 2025 befristet. Hierbei
handelt es sich um ca. 150 Frequenzzuteilungen für terrestrisches Fernsehen (DVB-T).

177 Derzeit stellt sich aus Sicht der Kammer der Sachverhalt hierzu wie folgt dar:

178 Das 700-MHz-Band wird primär für die Verbreitung des digitalen terrestrischen
Fernsehens (DVB-T) genutzt. Um diese Frequenzen bundesweit für mobiles Breitband
nutzen zu können, ist eine Räumung des Frequenzbandes durch den Rundfunk notwendig.
Dies erfordert eine umfassende Abwägung der hiervon betroffenen Interessen
der bisherigen und künftigen Nutzergruppen.

179 Im Zuge dieser notwendigen Räumung des 700-MHz-Bandes kommt es in der Folge
zu einer Verringerung der Frequenzressourcen für das digitale terrestrische Fernsehen.
Um die von den Bundesländern geforderte Erhaltung der Programmvielfalt realisieren
zu können, bedarf es aus Sicht des Rundfunks einer Umstellung auf den neuen
Übertragungsstandard DVB-T2 und der Implementierung des neuen Kompressionsverfahren
H.265 (High Efficiency Video Coding, HEVC).

180 ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1, VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien),
Media Broadcast und Medienanstalten haben gemeinsam angekündigt,
DVB-T2 ab Mitte 2016 schrittweise einzuführen. Dabei ist zu beachten, dass eine
möglichst zügige Umstellung auf DVB-T2 unterhalb von 694 MHz erfolgt.

181 Für die Verfügbarkeit des 700-MHz-Bands zur Nutzung durch den Mobilfunk stellt
sich die frequenztechnisch-regulatorische Situation derzeit wie folgt dar:

// Abbildung mit grafischer Darstellung der Frequenzblöcke TV und Mobiles Breitband //

182 Die Abbildung veranschaulicht, welche Frequenzen des 700-MHz-Bereichs derzeit
durch den Rundfunk (DVB-T) regional unterschiedlich belegt sind. Für den Bereich
wird ebenfalls dargestellt, wie die einzelnen Frequenzblöcke im 700-MHz-Bereich
durch den Mobilfunk in Zukunft genutzt werden könnten.

183 Für eine Einführung mobilen Breitbands im Bereich 700 MHz – vorzugsweise im länd-
lichen Bereich – ist perspektivisch denkbar, dass der Ausbau des mobilen Breitbands
bereits frühzeitig regional (z. B. in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern,
Brandenburg, Sachsen und Bayern
) beginnt oder sogar eine frühzeitige bundesweite
Mobilfunknutzung ermöglicht wird. Die Bundesnetzagentur wird daher die privaten
und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unterstützen, damit diese die Rund-
funksender möglichst beginnend ab April 2015 technisch umstellen.

184 Die Kammer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass von Rundfunkseite im
Rahmen der Konkretisierung der Bedarfsabfrage vom August 2014 (veröffentlicht im
Internet unter www.bundesnetzagentur.de/mobilesbreitband) vorgetragen wurde,
dass die Kanäle oberhalb des Kanals 49 bis zum Jahr 2019 für DVB-T genutzt werden
sollen und somit die entsprechenden Frequenzblöcke für eine Nutzung durch
den Mobilfunk nicht bundesweit zur Verfügung stünden. Innerhalb dieses Zeitraums
sollen Inhalte weiter mit DVB-T und DVB-T2 parallel verbreitet werden (sog. Simul-
castphase).

185 Die Präsidentenkammer weist darauf hin, dass dies eine Blockierung von Frequenz-
ressourcen darstellt, die eine frühzeitige Nutzung dieser Frequenzen für mobiles
Breitband im Sinne der Digitalen Agenda sowie der Breitbandstrategie der Bundesregierung
beginnend ab 2017 ausschließen würde.

186 Die Präsidentenkammer befürwortet unter Berücksichtigung der Digitalen Agenda
und der Breitbandstrategie einen Ansatz, welcher die möglichst frühzeitige Einführung
des mobilen Breitbandes jedenfalls in solchen Regionen vorsieht, in denen keine oder
eine geringe Frequenzbelegung durch DVB-T im Bereich 700 MHz vorliegt. Die
Kammer ist sich hierbei durchaus bewusst, dass bei einer Räumung des 700 MHz-
Bandes geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um sowohl technisch als
auch wirtschaftlich die Umstellung auf DVB-T2 und die Räumung des 700 MHz-
Bandes durch den Rundfunk zeitnah zu gestalten.

187 Auf Basis eines DVB-T2-Bedarfskonzeptes der Länder entwickelt die Bundesnetz-
agentur in enger Abstimmung mit den Ländern und Bedarfsträgern einen (in- und aus-
ländisch) frequenztechnisch koordinierten Umstellungsplan. Die Bundesnetzagentur
hat hierfür eine nationale Planungsgruppe („UHF AG“) eingerichtet, welche sich aus
Vertretern der Bundesländer, Rundfunkanstalten, Nutzer drahtloser Produktionsmittel
(PMSE) und weiteren Interessensvertretern zusammensetzt. Neben diesen Planungen
auf nationaler Ebene hat sich die Bundesnetzagentur bereits auf internationaler
Ebene mit den betroffenen europäischen Staaten in verschiedenen Gremien und Foren
ausgetauscht („Western European Digital Dividend Implementation Platform“ -
WEDDIP und „North Eastern Digital Dividend Implementation Forum“- NEDDIF) und
bereits mit nahezu allen Nachbarstaaten (mit Ausnahme von Belgien und Österreich)
bilaterale „Memoranda of Understanding“ oder „Letter of Intent“ vereinbart.

188 Erste Ergebnisse im Rahmen der UHF AG zeigen, dass eine Umstellung auf DVB-T2
und eine Räumung des 700-MHz-Bandes technisch realisierbar sind. Hierbei sind die
bestehenden Nutzungen von DVB-T in bestimmten Regionen mit geringer Frequenzbelegung
im Bereich 700 MHz zu berücksichtigen. Weiterhin zeigen erste Überlegungen,
dass voraussichtlich auch DVB-T-Kanäle, welche nicht für mobiles Breitband
genutzt werden (z. B. die sog. Mittenlücke), übergangsweise als Ausweichkanäle in
Betracht kommen.


von Manfred Z - am 27.10.2014 14:23
Der Text der Ausschreibung für den Plattformbetrieb ist da. PM von heute:

Zitat

ZAK-Pressemitteilung 12/2014; Digitales Antennenfernsehen in HD-Qualität: Medienanstalten schreiben Kapazitäten für bundesweiten Plattformbetrieb aus

Digitales Antennenfernsehen soll künftig in HD-Qualität (High Definition) möglich sein und durch eine größere Anzahl von Programmen die Attraktivität der Terrestrik als TV-Verbreitungsweg neben Kabel, Satellit und IP-TV sicherstellen. Die Medienanstalten haben heute (18.11.) in Halle/Saale die Ausschreibung von entsprechenden Übertragungskapazitäten im neuen DVB-T2/HEVC-Standard beschlossen. Gesucht wird ein Plattformanbieter, der die Programme der privaten Veranstalter verbreitet. Die Ausschreibung läuft bis Ende Januar 2015, so dass eine Entscheidung im März 2015 möglich ist.

Nach derzeitigen Planungen soll der Umstieg auf die neue Technologie im Sommer 2016 beginnen. Ab diesem Zeitpunkt werden, zunächst in den Ballungsräumen, die heutigen DVB-T-Kapazitäten auf die neue Technologie umgestellt. Der gesamte Umstiegsprozess wird mit der Umstellung durch ARD und ZDF auch in der Fläche 2019 abgeschlossen sein.

Der Vorsitzende der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten, Dr. Jürgen Brautmeier, sagte, mit der Ausschreibung sei ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des digitalen Fernsehens getan: „Rund zehn Prozent der TV-Haushalte in Deutschland nutzen aktuell das Antennenfernsehen. Wir wollen für die Zuschauer den Empfangsweg Terrestrik nicht nur erhalten, sondern mit der Möglichkeit des HD-Empfangs und einem größeren Programmangebot auch zukunftsfähig machen.“

Er wies darauf hin, dass im Zuge der Umstellung auf einen neuen, effizienteren Übertragungsstandard Frequenzen frei würden, die Mobilfunkunternehmen zukünftig für den Breitbandausbau insbesondere in ländlichen Regionen nutzen könnten. So leiste der Rundfunk einen wichtigen Beitrag, die bestehenden Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen.

Text der Ausschreibung


Die eigentliche Ausschreibung erfolgt aus rechtlichen Gründen durch die einzelnen Landesmedienanstalten.

von Manfred Z - am 18.11.2014 16:05
Aus dem Ausschreibungstext:

Zitat

Medienrechtliche Zuordnung (Beschluss der Ministerpräsidenten):

Die Ministerpräsidenten der Länder haben gemäß § 51 Abs. 2 RStV anlässlich ihrer Jahreskonferenz vom 15. bis 17. Oktober 2014 einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

1. Die zur Realisierung des gemeinsamen „Planungs- und Koordinierungsauftrages der Länder für DVB-T2 im Endausbau 2020“ vom 25. Juni 2014 zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten für eine bundesweite Versorgung mit Fernsehprogrammen privater Veranstalter werden auf der Grundlage der Verständigung von ARD, ZDF und Landesmedienanstalten vom 17. September 2014 nach § 51 Abs. 2 RStV bis zum 31. Dezember 2030 vollständig den Landesmedienanstalten zugeordnet. Die Zuordnung der vorgenannten Kapazitäten erfolgt Zug um Zug auf der Grundlage, dass nach Rückgabe der bisher zugewiesenen Kapazitäten durch die privaten Veranstalter die jeweilige Landesmedienanstalt auf die ihr zugeordneten DVB-T-Kapazitäten verzichtet.

2. In der Übergangsphase von DVB-T nach DVB-T2 können die Landesrundfunkanstalten, das ZDF und private Fernseh-Veranstalter im gegenseitigen Einvernehmen auch Übertragungskapazitäten des jeweils anderen Bedarfsträgers nutzen.

3. Die in Ziffer 1 genannten Übertragungskapazitäten sollen im Verfahren nach § 51a RStV vollständig einem Plattformanbieter zugewiesen werden. Bestehende Landes- und Regionalfenster müssen mindestens in dem zum Umstellungszeitpunkt gewährleisteten Umfang abgebildet werden, soweit technische Belange dem nicht entgegenstehen. Das gilt auch für digital und terrestrisch verbreitete lokale und regionale Fernsehprogramme. Die Zuweisung nach § 51a RStV soll Verpflichtungen zum Ausbau in bisher nicht versorgte regionale Mittelzentren gemäß des DVB-T2-Bedarfskonzeptes enthalten.

4. Im Verfahren nach § 51a RStV sind die Bestandsschutz-Interessen der privaten Veranstalter, deren Programme zum 31. März 2015 über DVB-T verbreitet werden, angemessen zu berücksichtigen.

5. Durch die vorstehende Zuordnung bleiben die bestehenden Versorgungsbedarfe und die nach den einzelnen Landesmediengesetzen unbefristet erteilten Zuordnungen von Übertragungskapazitäten an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für drei Bedeckungen unberührt. Mit der Zuordnung der Kapazitäten nach Ziffer 1 sollen keine nachteiligen Auswirkungen auf die Frequenzausstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verbunden sein.

Gegenstand der Ausschreibung

Gemäß der o.g. Zuordnungsentscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz stehen bundesweit drei Multiplexe für die digitale terrestrische Verbreitung privater Angebote für die Zuweisung an einen Plattformbetreiber zur Verfügung. Die Verbreitung soll im technischen Standard DVB-T2 mit der Codierung HEVC mit einer Datenrate von mindestens 22 Mbit/s erfolgen.

In räumlicher Hinsicht stehen vorbehaltlich der letztendlichen Zuteilung durch die Bundesnetzagentur Frequenzen gemäß den Bedarfsanmeldungen der Länder (Anlage) zur Verfügung. Die Zuweisung nach § 51a RStV wird Verpflichtungen zum Ausbau in bisher nicht versorgte regionale Mittelzentren gemäß des DVB-T2-Bedarfskonzeptes enthalten.


Zitat

Zuweisungsverfahren

2. materielle Voraussetzungen für eine Zuweisung

2.1. Sofern und soweit Programme zum Zeitpunkt des Starts der Plattform eine landesspezifische medienrechtliche Zuweisung für eine Verbreitung in DVB-T haben, hat der Plattformanbieter sicherzustellen, dass die erforderlichen Kapazitäten für diese Programme zur Verfügung stehen.

2.2. Der Plattformanbieter hat sicherzustellen, dass Kapazitäten für die privaten Fernsehprogramme, die Regionalfenster nach § 25 RStV enthalten, zur Verfügung stehen (§ 52 b Abs. 1 S. 1 Nr. 1 b RStV). [...]

2.3. Im Übrigen hat der Plattformanbieter bei der Entscheidung über die Belegung mit Fernsehprogrammen und Telemedien unter Einbeziehung der Interessen der angeschlossenen Teilnehmer eine Vielzahl von Programmveranstaltern sowie ein vielfältiges Programmangebot an Vollprogrammen, nicht entgeltfinanzierten Programmen, Spartenprogrammen und Fremdsprachenprogrammen möglichst aus den Bereichen Information, Sport, Musik, Kinder und Unterhaltung einzubeziehen sowie vergleichbare Telemedien und Teleshoppingkanäle angemessen zu berücksichtigen (§ 52 b Abs. 1 S. 1 Nr. 2 RStV).

2.4. Der Bewerber hat sicherzustellen, dass Kapazitäten für die im jeweiligen Land zugelassenen regionalen und lokalen Fernsehprogramme zur Verfügung stehen. Dabei ist ein Datenstrom vorzuhalten, der jeweils die Verbreitung eines lokalen oder regionalen Programmes ermöglicht (2 Mbit/s). Die Auswahl ist im Einvernehmen mit der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt vorzunehmen.

2.5. Die Verbreitung der Rundfunkangebote hat zu angemessenen und diskriminierungsfreien Bedingungen zu erfolgen. Wirtschaftliche und sonstige Konditionen für die Verbreitung der o.g. Rundfunkangebote sind offenzulegen.


von Manfred Z - am 18.11.2014 17:03
Netzausbau für Private

Auf der Seite der Medienanstalten mit den Pressemitteilungen gibt es zum DVB-T2-Ausschreibungstext jetzt die Anlage mit den Versorgungsbedarfen der Länder.

http://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Ausschreibungen/Anlage_Ausschreibung_DVB-T2_Bedarfsanmeldungen.pdf

Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Aktualisierungen der Versorgungsbedarfe von 2002 bis 2005. Die mitteldeutschen Länder, für die es keine vollständigen Frequenzzuteilungsverfahren für Privatmuxe gab, sind jetzt den Nachbarregionen angeschlossen:
- Sachsen-Anhalt zu Norddeutschland bzw. beim 3. Privatmux zu Niedersachsen,
- Thüringen zu Südwestdeutschland bzw. bzw. beim 3. Privatmux zu Hessen,
- Sachsen mit Bayern.

Die Netze für die Privaten sollen bis 2019 erweitert werden:

Berln 1 bis 3:
- 2016: wie bisher
- bis 2019: Cottbus (Gesamtgebiet BE/BB: 70% der Bevölkerung mit 70% OW stationär)

Norddeutschland 2 und 3 (Landesmuxe entsprechend):
- 2016: wie bisher
- bis 2019: Osnabrück, Göttingen, Schwerin, Rostock, Magdeburg, Halle
(Gesamtgebiet: 80% der Bevölkerung mit 70% OW stationär;
in Hamburg zwei Landesmuxe mit höherem Versorgungsgrad im Umland)

NRW:
- 2016: Köln/Bonn, Düsseldorf/Ruhrgebiet (wie bisher)
- bis 2019: Regionen Aachen, Münster, Bielefeld (Durchmesser je 20 km), zusätzlich Erweiterung auf Gütersloh (Durchmesser 15 km)/Paderborn, Hagen/Iserlohn/Wuppertal
(Gesamtgebiet: mindestens 80% der Bevölkerung mit 50% OW stationär;
mindestens 80% der Bevölkerung mit 70% OW portabel outdoor; laut Bedarf 2004)

Südwestdeutschland 1 & 2 (Landesmuxe entsprechend):
- 2016: Rhein-Main, Saarbrücken, Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen, Stuttgart, Jena
- bis 2019: Koblenz, Trier, K'lautern, Kassel, Darmstadt, Heilbronn, Pforzheim, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Reutlingen, Ulm, Erfurt/Weimar, Gera
(Gesamtgebiet: 70% der Bevölkerung mit 50% OW stationär)

Bayern-Sachsen 3 bis 5:
- 1016: München, Nürnberg, Leipzig
- bis 2019: Chemnitz, Dresden, Augsburg, Regensburg, Würzburg
(Gesamtgebiet: 70% der Bevölkerung mit 50% OW stationär)

Länderübergreifende SFNs möglich:
- OS-MS-BI
- KS-GÖ
- K-BN-KO
- LU-MA-HD
- UL-A
- HAL-L

Edit: Angaben für NRW ergänzt.gemäß Versorgungsbedarf 2004, der nach dem Ausstieg der Privaten nicht erfüllt worden ist.

von Manfred Z - am 20.11.2014 13:28
So zum Thema DVB-T2 Umstellung und verschlüsselte Ptivatplattform habe ich mir mal so meine Verschwörungstheorie zusammengebastelt. Mag sein, daß ich falsch liege aber ich will die Diskussion mal anstroßen:

Theorie zu den Hintegründen der DVB-T2 Umstellung

Prämissen:
* Mediabroadcast verdient gut an der DVB-T Verbreitung heute, ohne diese wären viele Sendeanlagen / Standorte nicht mehr wirtschaftlich (es bliebe oft nur noch UKW und Richtfunk übrig)
* DVB-T in SD ist ein Auslaufmodell, das bei den großen Flachbildschirmen heute immer weniger Personen akzeptieren.
* Die Privaten haben sich mental schon längst von der Terrestrik verabschiedet, denn hier ist nicht die relevante Zuschaergruppe und sie haben ganz andere Herausforderungen (z.B. Netflix usw...)
* ARD und ZDF wollen noch terrestrisch senden, aber nur unter der Vorasusstzung, daß die Privaten mitmachen. Ansonsten haben die keine großes Interesse, daß Sie sowieso einen Goldesel haben (GEZ) und nicht wirtschaftlich arbeiten müssen.

So. Eigentlich wäre unter diesen Prämissen eigentlich klar, daß in wenigen Jahren die TV Terrestrik komplett abgeschaltet werden müßte. Mediabroadcast sieht da jetzt die Felle davonschwimmen, weil sie beim Mobilfunk, der dann die Frequenzen bekäme, nichts zu melden haben. Zurück blieben TV Sender, die genauso wertlos wären wie die KW-Anlage im Wertachtal oder die LW-Sender...

Daher vermute ich mal, daß Mediabroadcast alles daran setzt, die Privaten bei der Stange zu halten. Die private verschlüsselte Privatplattform ist nichts weiter als eine Alibiveranstraltung, damit die Prämisse von ARD und ZDF erfüllt ist, sprich die Privaten "dabei" sind. Ob dort jemals nennenswert jemand zuschaut wird egal sein. Ich vermute, daß die Privaten Mediabroadcast nichts oder nur sehr wenig dafür bezahlen werden. Der einzige der dann noch für die TV-Terrestrik zahlen wird sind ARD und ZDF (siehe Goldesel oben) und indirekt wird der GEZ Gebührenzahler so auch die private verschlüsselte Alibi-Veranstaltung mittfinanzieren!

Aber vielleicht ist es ja auch anders, aber ich fürchte, daß da einiges Wahres dran sein könnte. Ich möchte jedoch betonen, daß mir ein unabhängiger, direkter und anonymer, diskriminierungsfreier Zugang zum ÖR wichtig ist (sprich Terrestrik), schade ist, daß man jetzt solche Verrenkungen dafür machen muß.

von raeuberhotzenplotz1 - am 19.12.2014 10:04
Zitat
Winnie2
Zitat
Thomas (Metal)
Etwas unscharf bleibt diese Karte für das ZDF. Folie 21 zeigt einen E31 auch für den Pfaffenberg, wärhend E22 doch auf Folie 18 sehr weit nach Osten geht und eigentlich das Pfaffenberg-Gebiet mit einschließt.


Also theoretisch wäre denkbar dass der Pfaffenberg den ZDF-Mux auf K22 in Richtung Westen u. auf K31 in Richtung Osten sendet. Das halte ich allerdings für ziemlich unrealistisch.
Ich denke eher dass ein Mischgebiet entsteht. Da wird es Gegenden geben in denen die Muxe aus dem Rhein-Main-Gebiet besser empfangbar sind und Gegenden in denen die "Unterfranken-Muxe" besser empfangbar sind.
Ich habe dazu mal den ZDF-Mux auf K22 mit RadioMobile simuliert. Wobei sich hier nicht viel ändern wird. Es wird lediglich von DVB-T auf DVB-T2 umgestellt.


Frankfurt/Main, Europaturm, Feldberg/Taunus, Rimberg, (FMT Hohe Wurzel fehlt) - K22 - alle 50 kW rund

Zu den Feldstärken:
45 dBµV/m ist das Minimum für eine normale Dachantenne
55 bis 60 dBµV/m sollten für Empfang mit Aussenantenne vorhanden sein
70 dBµV/m sollten es min. sein für Empfang mit Zimmerantenne

Wobei Pfaffenberg nach meiner Einschätzung besser zu Rhein-Main passen würde. Nach Osten gibt es eine harte Kante, während nach Westen ein Übergang zu den anderen Sender des SFN gegeben wäre. Will heißen: Die Überlappung mit Würzburg und Heidelstein/Kreuzberg ist eher gering; auch wenn QTH2 natürlich davon betroffen wäre ;-) .

Zitat
Winnie2
Zitat
Thomas (Metal)
Stellt sich dann die Frage: War der Heidelstein-Umbau auf Richtstrahlung für E35/E43 damit "für die Katz"?


War dieser Umbau überhaupt so aufwendig?

Gute Frage! Es war sicherlich nicht kostenlos die unteren Ebenen der der Superturnstile zu entfernen und dort eine zusätzliche Richtantenne zu verbauen.

Zitat
Winnie2
Zitat
Thomas (Metal)
[OT]
Und OT: Bleibt dieser Standort überhaupt erhalten, was passiert mit dem Hörfunk dort?


Das würde mich auch interessieren. Denn wenn der Heidelstein komplett stillgelegt würde dann müssten zudem die hessischen UKW-Sender auf einen anderen Mast umziehen.


Bliebe ja nur der Kreuzberg. Ob man dort allerdings noch ca. 15m Platz an exponierter Stelle am Mast findet? Vielleicht, wenn dafür die aktuelle UHF-Sendeantenne abgebaut wird ;-) . Kreuzberg würde durch die gesamte Umstellung natürlich noch voller werden und wir sprechen hier auch über einen inzwischen 30 Jahre alten Mast. Ob man dort auf einen neuen Turm spekulieren kann/muß?

von Thomas (Metal) - am 26.02.2015 07:12
Zitat
Thomas (Metal)
Wobei Pfaffenberg nach meiner Einschätzung besser zu Rhein-Main passen würde. Nach Osten gibt es eine harte Kante, während nach Westen ein Übergang zu den anderen Sender des SFN gegeben wäre. Will heißen: Die Überlappung mit Würzburg und Heidelstein/Kreuzberg ist eher gering; auch wenn QTH2 natürlich davon betroffen wäre ;-)


Im Prinzip ja. Die Sache ist eben die dass der Pfaffenberg eine Sendeanlage des BR ist u. das Rhein-Main-Gebiet durch den hr versorgt wird. Wobei zumindest beim ZDF-Mux ein SFN Rhein-Main + Pfaffenberg denkbar wäre.

Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
Winnie2
War dieser Umbau überhaupt so aufwendig?


Gute Frage! Es war sicherlich nicht kostenlos die unteren Ebenen der der Superturnstile zu entfernen und dort eine zusätzliche Richtantenne zu verbauen.


Sicherlich. Allerdings geht der Mast schon auf die 50 Jahre zu, vermutlich müsste dieser mal komplett "runderneuert" werden, was sich möglicherweise finanziell für MB nicht länger rechnet.

Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
Winnie2
Zitat
Thomas (Metal)
[OT]
Und OT: Bleibt dieser Standort überhaupt erhalten, was passiert mit dem Hörfunk dort?


Das würde mich auch interessieren. Denn wenn der Heidelstein komplett stillgelegt würde dann müssten zudem die hessischen UKW-Sender auf einen anderen Mast umziehen.


Bliebe ja nur der Kreuzberg. Ob man dort allerdings noch ca. 15m Platz an exponierter Stelle am Mast findet? Vielleicht, wenn dafür die aktuelle UHF-Sendeantenne abgebaut wird ;-) . Kreuzberg würde durch die gesamte Umstellung natürlich noch voller werden und wir sprechen hier auch über einen inzwischen 30 Jahre alten Mast. Ob man dort auf einen neuen Turm spekulieren kann/muß?


Es gäbe noch die Option dass die UKW-Sendeanlagen zu den Standorten Fulda und Landrücken umziehen. Aber da sind die Türme deutlich niedriger. Andererseits kann der Heidelstein mehr hessisches Gebiet versorgen im Vergleich zum Kreuzberg.
Wobei der Heidelstein damals als Standort nur gewählt wurde weil auf der Wasserkuppe keine Rundfunksendeanlage gebaut werden durfte.
Wenn ich jetzt sage dass ein neuer Sendemast auf der Wasserkuppe errichtet wird dann wäre das sehr gewagt spekulativ von mir, v.a. weil das derzeit für MB wohl finanziell unrentabel wäre.

von Winnie2 - am 26.02.2015 12:42
Weitere Entwicklung von DVB

Aus der Neujahrsbotschaft von Peter Siebert, Executive Director, DVB:

>> As a new year begins there is much to look forward to and what promises to be an action packed 2015 agenda for DVB's Commercial Module, Technical Module and the special Study Mission Groups.

Firstly, the Commercial Module, the group whose responsibility it is to determine the market requirements for the development of DVB specifications, has created a new sub group tasked with the specific mission to foster thinking in DVB on the short to mid-term evolution of terrestrial broadcast and to gather commercial requirements for the further development of specifications. This is an environment that is experiencing several profound changes and where there is a need to think about the future of DVB's terrestrial specifications. It will include how they should evolve to meet the new challenges that arise, and also take advantage of new opportunities where terrestrial broadcast can leverage its strengths. Some of the key factors to be taken into account in shaping this evolution include what role terrestrial broadcast can play to enable on-demand viewing? Another is with the traffic on mobile data networks doubling roughly every year, there would be a huge benefit, in terms of cost and quality, if such traffic could be delivered through a broadcast/multicast approach versus a unicast approach. Other considerations include coping with a demand for increased services to be carried with reduced spectrum. It is important to ensure the long term relevance and social usefulness of terrestrial broadcast in the digital and media landscape. There is also a need for cooperation and alignment at the global level, and chiefly with leading organizations such as ATSC and 3GPP. It is expected that the group's initial report should be released, within DVB, around mid-year.

Our other ongoing priorities include Phase 2 of the DVB-UHDTV specifications. Whereas Phase 1 focused on "more pixels", meaning increased resolution, Phase 2 will "bring better pixels". This will be achieved by Higher Frame Rates (HFR), a wider contrast ratio (High Dynamic Range (HDR)) and a wider range of colors. This will be complemented by new, immersive audio schemes and a second generation of subtitle delivery. It is fair to say that DVB is basically working on a new TV system!

Additionally, we will provide extensions to the DVB-C2 specification for its envisaged use for UHD-2 services during the 2020 Tokyo Olympics. Another important activity is our work on a 2nd generation CI Plus Interface. This new approach will be based on the USB interface which, compared to the current PCMCIA based interface, will result in lower costs, a smaller form factor and higher data throughput.

DVB also has a busy exhibition schedule with, of course, the highlight being the IBC in Amsterdam in September. DVB will once again be working closely with its Members to show groundbreaking demonstrations and we would warmly invite companies that are developing services and other innovations to contact us so we may help them to bring these to the attention of as wide an audience as possible. We look forward to hearing from you and working together in the coming year.

von Manfred Z - am 03.03.2015 12:52
Auf der Website des Landtages NRW gibt es Neues über die Modalitäten der T2-Umstellung:

Schreiben vom 25.02.2015

Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien
des Landes Nordrhein-Westfalen

an

Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien
des Landtags Nordrhein-Westfalen
Herrn Karl Schultheis MdL

Zitat

Beschluss zur Digitalen Dividende II

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

nachfolgend möchte ich Sie und die Mitglieder des Ausschusses für
Kultur und Medien des Landtags Nordrhein-Westfalen über den
folgenden Beschluss informieren, der auf der Sitzung der Regierungs-
chefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundes-
kanzlerin am 12. Dezember 2014 getroffen wurde.

1. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungs-
chefs der Länder nehmen die beiliegenden "Eckpunkte zur
Sicherstellung der terrestrischen Fernsehversorgung über DVB-T2
und zur zukünftigen Nutzung der Frequenzen der Digitalen Dividende
11 für den Breitbandausbau" zur Kenntnis.

2. Sie erklären sich damit einverstanden, auf der Grundlage der
Eckpunkte in einen Prozess zur beschleunigten Vergabe der 700
MHz-Frequenzen (im Frequenzbereich 694 bis 790 MHz) und des
L-Bandes (1452 bis 1492 MHz) einzutreten und stimmen der weiteren
Durchführung des Frequenzvergabeverfahrens im ersten
Halbjahr 2015 zu.

3. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungs-
chefs der Länder sind sich einig, dass die für die Zuteilung
der unter Ziffer 2 genannten Funkfrequenzen erforderlichen
Änderungen in der Frequenzverordnung und im Frequenzplan
rechtzeitig herbeizuführen sind. Dabei sind die im Rahmen der
Eckpunkte getroffenen Vereinbarungen zu Grunde zu legen.

4. Die im Eckpunktepapier aufgeworfenen frequenztechnischen
Fragen liegen in der Verantwortung des Bundes und sind in dessen
Bereich zu lösen (dies betrifft u. a. die Auslandskoordinierung
von Frequenzen, das verfügbare Frequenzspektrum für DVB-T2,
drahtlose Produktionsmittel sowie für Sicherheitsdienste BOS).

5. Der Bund sagt zu, bis zum 31. März 2015 den Vereinbarungen in
den Eckpunkten entsprechende Richtlinien über die Ausgleichs-
zahlungen für Rundfunk und drahtlose Produktionsmittel vorzulegen.

6. Der Bund sagt zu, möglichst im 1. Halbjahr 2015 Förderrichtlinien
zur Nutzung des Bundesanteils aus den Vergabeerlösen vorzulegen.

7. Der Anteil der Länder aus dem Versteigerungserlös der Rundfunk-
frequenzen wird auf die einzelnen Länder nach dem Königsteiner
Schlüssel umgelegt.

Protokollerklärung des Landes Sachsen-Anhalt:

Sachsen-Anhalt weist ergänzend zu Ziffer 19 der Eckpunkte darauf hin,
dass die Sicherstellung der Interessen der Behörden und Organisationen
mit Sicherheitsaufgaben (80S) auch den breitbandigen Datenfunk
umfassen muss.

Die diesem Beschluss zugrunde liegenden Eckpunkte sind als Anlage
beigefügt.

Durch diese Entscheidung ist der Umstieg in der terrestrischen Fernseh-
versorgung von DV8-T auf dessen Folgestandard DVB-T2 bekräftigt. Im
Zuge dieses Technologiewechsels wird das Frequenzband von 694 bis
790 MHz sukzessive durch den Rundfunk geräumt und für die Versorgung
mit mobilem Breitband umgewidmet. Um den oft schwierigen
Frequenzverhandlungen mit den westlichen Nachbarstaaten Rechnung
zu tragen, wurde die Nummer vier des Beschlusses auf besondere
Veranlassung aus Nordrhein-Westfalen gefasst.

Mit freundl!chen Grüßen

Ihre
Dr. Angelica Schwall-Düren


http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/Tagesordnungen/WP16/1100/E16-1119.jsp

Anlage zum Schreiben im nächsten Posting

von Manfred Z - am 08.03.2015 12:08
Anlage zum Schreiben vom 25.02.2015

Stand: 11.12.2014

Zitat

Eckpunkte der Bund-Länder-Einigung zur Sicherstellung der terrestrischen
Fernsehversorgung über DVB-T2 und zur zukünftigen Nutzung der Frequenzen
der Digitalen Dividende 11 für den Breitbandausbau


Präambel

Bund und Länder bekennen sich zum Breitbandausbau als gesamtgesellschaftliche
Aufgabe und zu der bestmöglichen Unterstützung privatwirtschaftlicher Aktivitäten.
Breitband ist als zentraler Wertschöpfungsmotor Garant für Wachstum und Wohlstand
in Deutschland und Voraussetzung dafür, einerseits das Informationsinteresse
jedes Einzelnen zu befriedigen sowie andererseits die Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Wirtschaft zu stärken. Bund und Länder verfolgen gemeinsam das Ziel
einer flächendeckenden Versorgung mit mind. 50 Mbit/s bis 2018.

Bund und Länder anerkennen die besondere Bedeutung des Rundfunks für den Erhalt
von freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung und Meinungsvielfalt.
Sie bekennen sich zum Fortbestand der terrestrischen Verbreitung von Fernsehrundfunk
als Übertragungsweg und fördern diesen durch ihre Unterstützung bei der Einführung
von DVB-T2 auf Basis der HEVC-Technik.

Zur Erreichung dieser Ziele verständigen sich Bund und Länder auf die nachfolgen-
den Eckpunkte:

Gemeinsames Grundverständnis

1. Bund und Länder teilen die Auffassung, dass eine flächendeckende Breitband-
versorgung und insbesondere eine rechtzeitige (Erst-)Versorgung sonst schwer
zu erschließender ländlicher Räume durch Einbindung funkgestützter Breitband-
anbindungen erheblich unterstützt werden.

2. Bund und Länder sind sich einig, die Frequenzen, die infolge der Umstellung
von DVB-T auf DVB-T2 vom Rundfunk sukzessive nicht mehr benötigt werden
(700 MHz-Frequenzen, sog. Digitale Dividende II), frühestmöglich zur Unter-
stützung des Breitbandausbaus zur Verfügung zu stellen.

3. Im Interesse sowohl einer frühzeitigen und nachhaltigen Etablierung von DVB-
T2 als auch einer zügigen Verbesserung der Breitbandversorgung insbesondere
in bislang unversorgten Regionen ist es notwendig, den Umstieg auf DVB-T2 und
den Breitbandausbau möglichst schnell und verbraucherireundlich zu realisieren.

4. Die Interessen der Nutzer drahtloser Produktionsmittel sowie der Behörden und
Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind zu wahren.

Erforderliche Frequenzkoordinierungen (ln- und Ausland)

5. Für den Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 sowie dessen Regelbetrieb sind von
der Bundesnetzagentur ausreichend Übertragungskapazitäten zur Verfügung
zu stellen. Die Bundesnetzagentur ist deshalb bereits in Gespräche mit den
Rundfunkanstalten sowie den ausländischen Frequenzverwaltungen zur Koordi-
nierung der künftigen DVB-T2-Nutzung eingetreten. Die öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten und die Landesmedienanstalten haben Bedenken geäußert,
ob die Frequenzkoordinierungen mit dem Ausland rechtzeitig abgeschlossen
werden können. Die Bundesnetzagentur sichert zu, diese auszuräumen.

6. Die Bundesnetzagenturwird hierzu auf der Grundlage des von den Ländern
vorgelegten Bedarfskonzepts und in enger Abstimmung mit den Ländern und
Bedarfsträgern einen (in- und ausländisch) frequenztechnisch koordinierten
Umstellungsplan entwickeln, der sowohl ein Freiwerden der 700 MHz-Fre-
quenzen (ca. 240 Frequenzumstellungenin Betrieb befindlicher Sender) ermög-
licht als auch dem DVB-T2 Bedarfskonzept der Länder in vollem Umfang
Rechnung trägt. Damit sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden,
dass der private Rundfunk ab Mitte 2016 und der öffentlich-rechtliche Rundfunk
ab 2017 mit dem Umstellungsprozess auf DVB-T2 beginnen können und zudem
sukzessive ab 2017 die Nutzung der 700 MHz-Frequenzen durch den Mobilfunk
ermöglicht wird.

7. Die Bundesnetzagentur wird in den etablierten zwischenstaatlichen Gruppen
eine schnellstmögliche Optimierung der Nutzungsbedingungen für den mobilen
Breitbandzugang in Deutschland sicherstellen, damit die 700 MHz-Frequenzen
möglichst ab Mitte 2018 bundesweit für mobiles Breitband genutzt werden
können. Der Umstieg auf DVB-T2 und der Regelbetrieb dürfen hierdurch nicht
beeinträchtigt werden.

Absicherung der Simulcast-Phase für den Übergang DVB-T zu DVB-T2

8. Der Bund sichert zu, dass auf der Basis des Bedarfskonzepts der Länder und
der darin festgeschriebenen zeitlichen Dimensionen für die Migration von
DVB-T zu DVB-T2 die Möglichkeit einer vorübergehenden Parallelnutzung von
DVB-T und DVB-T2 ("Simulcast-Phase") geschaffen wird. Den dadurch erhöhten
Frequenzbedarf wird die Bundesnetzagentur im Rahmen der in- und ausländischen
Frequenzkoordinierung berücksichtigen.

9. Für eine zeitnahe und nachhaltig erfolgreiche Etablierung von DVB-T2 haben
die Länder die Möglichkeit eröffnet, dass die Hauptprogramme der öffentlich-
rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD und ZDF) möglichst von Anbeginn in das
Senderbouquet eines Plattformbetriebs eingebunden werden. So soll insbesondere
eine Übertragung der Fußballeuropameisterschaft 2016 mit DVB-T2 ermöglicht
werden.

Vergabe der 700 MHz-Frequenzen für den Mobilfunk

10. [...]

11. Auf der Grundlage des Konsultationsentwurfs und der hierzu erfolgten
Kommentierungen wird die Bundesnetzagentur die Vergabe der Frequenzen
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben vorbereiten, das Benehmen mit dem
Beirat über die geplante Entscheidung herstellen und die Vergabe der
Frequenzen im 1. Halbjahr 2015 durchführen.

Verwendung der Vergabeerlöse (Verständigung zur Förderung des Breitbandausbaus

12. ... 17. [...]

Berücksichtigung der Interessen anderer Frequenznutzer

18. [...]

19. [...]


[Der Text wurde gescannt.]

von Manfred Z - am 08.03.2015 12:14
ZAK-Pressemitteilung 03/2015; DVB-T2-Plattformbetrieb: Media Broadcast erhält Übertragungskapazitäten

Zitat

Brautmeier: „Wichtiger Schritt für neuen digitalen Terrestrik-Standard in HD-Qualität“

Den Zuschlag für die digitale terrestrische Verbreitung privater Rundfunkangebote im DVB-T2-Standard erhält die Media Broadcast GmbH. Diese Zuweisungsentscheidung traf die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten in ihrer Sitzung am 17. März in Berlin.

Ab dem ersten Quartal 2017 können damit private Angebote über die neue Plattform terrestrisch verbreitet werden. In den Ballungsräumen wird Media Broadcast ein vielfältiges Angebot privater verschlüsselter Programme sowie einzelne unverschlüsselte Programme, wie z. B. private Regionalprogramme, zu wesentlichen Teilen in HD-Qualität verbreiten. Der Umstellungsprozess soll im Jahr 2019 abgeschlossen sein. Parallel dazu werden auch die Angebote von ARD und ZDF sukzessive auf den neuen Standard umgestellt.

Bereits ab Mai 2016 sollen auf einem Kanal im Rahmen einer Pilotphase die reichweitenstärksten Programme öffentlicher-rechtlicher und privater Fernsehveranstalter in HD-Qualität ausgestrahlt werden.

Für den Empfang der über die Plattform verbreiteten privaten, wie auch der frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Programme wird aufgrund der technischen Umstellung auf DVB-T2 und HEVC ein neues Empfangsgerät benötigt werden. Fernsehgeräte und Set-Top-Boxen, die diesen neuen Standard erfüllen, sollen aber bereits ab diesem Jahr im Handel verfügbar sein.

Hinweis: Die Geräte werden dann für diesen neuen Standard (DVB-T2 mit HEVC) gesondert gekennzeichnet sein.

Der gesamte Umstiegsprozess des privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde an dem von den Medienanstalten moderierten runden Tisch abgestimmt. Die am runden Tisch versammelten öffentlich-rechtlichen und privaten Programmveranstalter werden nun gemeinsam mit Media Broadcast den technischen Umstieg kommunikativ vorbereiten und begleiten. Dabei werden die Endgeräteindustrie sowie der Einzelhandel eng in die Kommunikation eingebunden, damit ein verbraucherfreundlicher Umstieg auf DVB-T2 gewährleistet ist.

Mit der Entscheidung ist nach den Worten des ZAK-Vorsitzenden Dr. Jürgen Brautmeier ein weiterer „wichtiger Schritt zur Umstellung auf den neuen digitalen Terrestrik-Standard gemacht. Es wird dann möglich sein, auch mittels Antenne Fernsehprogramme in HD-Qualität zu empfangen“, sagte er.

Brautmeier betonte, dass auch für die DVB-T2-Plattform ein diskriminierungsfreier und chancengleicher Zugang gewährleistet werden müsse: „Es darf keine Benachteiligung einzelner Rundfunkveranstalter geben.“ Die Auswahl der lokalen oder regionalen Programme müsse im Einvernehmen mit der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt getroffen werden.

Damit der Rundfunk den verabredeten Zeitplan einhalten kann, muss jetzt die Bundesnetzagentur rasch das verabredete Frequenzumstellungskonzept umsetzen. Nur so kann der Umstieg auf DVB-T2 in den Ballungsräumen Anfang 2017 beginnen und im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Der planmäßige Umstieg auf DVB-T2 ist die Voraussetzung dafür, dass die im Zuge dessen frei werdenden Rundfunkfrequenzen zeitnah für breitbandige Internetverbindungen über Mobilfunk zur Verfügung stehen.

Quelle: http://www.die-medienanstalten.de/presse/pressemitteilungen/kommission-fuer-zulassung-und-aufsicht/detailansicht/article/zak-pressemitteilung-022015-media-broadcast-bewirbt-sich-fuer-dvb-t2-plattformbetrieb.html

MEDIA BROADCAST erhält Plattformlizenz für das digital-terrestrische Fernsehen der Zukunft
http://www.media-broadcast.com/enabling-media-innovation/aktuelles/presse/artikel/article/media-broadcast-erhaelt-plattformlizenz-fuer-das-digital-terrestrische-fernsehen-der-zukunft/

von Seltener Besucher - am 17.03.2015 12:54
Pressemitteilung des Bundeskartellamts:

Keine kartellrechtlichen Bedenken gegen entgeltliche Programmplattform für DVB-T2-Übertragung
Meldung vom: 31.03.2015

Das Bundeskartellamt sieht die Pläne der Media Broadcast GmbH, Bonn, im Zuge der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 eine entgeltliche Programmplattform zu errichten, nicht als wettbewerbsbeschränkend an.

DVB-T ist ein digitaler Sendestandard für TV-Programme. DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T, der – voraussichtlich beginnend im Laufe des Jahres 2016 – u.a. höhere Bandbreiten, robustere Übertragungsverfahren und höhere Flexibilität im Übertragungsnetz ermöglichen soll. Media Broadcast ist ein technischer Dienstleister, der die Programme der Fernsehsender über diesen Übertragungsweg verbreitet. Das Unternehmen beabsichtigt, im Zuge des Übergangs von DVB-T auf DVB-T2 eine Programmplattform zu errichten, die insbesondere die HD-Inhalte privater Fernsehsender entgeltlich vermarkten soll. Dieses Vermarktungsmodell lag dem Bundeskartellamt zur kartellrechtlichen Prüfung vor.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Geschäftsbeziehung zwischen einem solchen Plattformbetreiber und Sendergruppen müssen kartellrechtskonform ausgestaltet werden. Media Broadcast hat in getrennten Verhandlungen mit den Privatsendern individuelle Verträge für die entgeltliche Ausstrahlung der Programme abgeschlossen. Insoweit liegt kein wettbewerbsbeschränkendes Verhalten vor.“

Die TV-Übertragung im DVB-T-Standard durch Media Broadcast erfolgt derzeit in Gestalt eines reinen Transportmodells, dessen Übertragungskosten allein von den Sendern getragen werden. Die DVB-T-Verträge mit den großen privaten Sendergruppen liefen in den letzten Jahren aus. RTL entschied zunächst, die DVB-T-Verbreitung Ende 2014 nicht zu verlängern. Vor diesem Hintergrund entwickelte Media Broadcast eine Vermarktungsplattform, die auf der Basis von DVB-T2 Programmpakete anbietet. HD-Inhalte der beiden großen Privatsendergruppen Pro Sieben Sat 1 und RTL sowie HD- und SD-Inhalte weiterer Privatsender sollen dabei verschlüsselt und gegen Entgelt im digitalen Fernsehen im DVB-T2-Standard ausgestrahlt werden. Die Ausstrahlung der öffentlich-rechtlichen Sender wird dagegen – auf deren Betreiben hin – weiterhin unverschlüsselt und für den Endkunden entgeltfrei nach dem Transportmodell erfolgen.

Während sich die beiden großen Privatsendergruppen im Bereich Kabel, Satellit und IPTV bereits Ende 2012 dem Bundeskartellamt gegenüber verpflichtet hatten, SD- und HD-Programme parallel auszustrahlen, kommt dies schon wegen der Frequenzknappheit für DVB-T2 nicht in Betracht.

Die Errichtung einer entgeltlichen Programmplattform war eine autonome unternehmerische Entscheidung von Media Broadcast. Für die Privatsender war eine verschlüsselte und entgeltliche Übertragung ihrer Programminhalte attraktiver als ein völliger Verzicht auf diesen Übertragungsweg. Dabei haben die beteiligten Sender nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes jeweils selbstständig und unabhängig voneinander festgelegt, ob und zu welchen Konditionen sie ihre jeweiligen Programme Media Broadcast zur Übertragung zur Verfügung stellen.[Zitatende]

von Manfred Z - am 31.03.2015 21:17
Messe ANGA COM 2015 in Köln im Juni

Nachdem das Programm des angegliederten Kongresses schon länger öffentlich ist, gibt es nun Details zu einem von der Deutschen TV-Plattform veranstalteten Strategie-Panel am 9. Juni zum Umstieg auf DVB-T2:

Programm: http://www.angacom.de/fileadmin/user_upload/presse/pdf-downloads/2015/ANGA_COM_2015_Kongressprogramm.pdf

PM der TV-Plattform: http://www.tv-plattform.de/images/stories/archiv/2015/pi-15-03_angacom_final.pdf

Zitat

Strategie-Panel der Deutschen TV-Plattform am ersten Kongresstag /
Verein demonstriert am Messestand Empfang von HDTV über DVB-T2 und Ultra HD über Satellit – beides mit HEVC-fähigen Fernsehgeräten


Frankfurt/Main. Mit einem Strategie-Panel und einem Messestand beteiligt sich die Deutsche TV-Plattform an der ANGA COM - Europas führender Kongressmesse für Breitband, Kabel & Satellit. Die Veranstaltung am ersten Kongresstag in Kooperation mit dem Kabelverband ANGA steht unter dem Motto „DVB-T2: Endspurt für den Umstieg!“. Passend dazu zeigt der Verein vom 09. – 11. Juni an seinem Stand in der Lobby zwischen den Messehallen TV-Geräte, die mit HEVC-Kompression sowohl für das künftige HDTV-Antennenfernsehen als auch für Ultra HD über andere TV-Empfangswege bestens gerüstet sind.

Für Millionen Kabel- und Satelliten-Haushalte in Deutschland ist das hoch auflösende Fernsehen (HDTV) längst Alltag – für IPTV-Kunden ebenso. Nur die zirka 3,9 Mio. Terrestrik-Haushalte (10 Prozent) kommen bislang nicht in den Genuss von HDTV. Das wird sich ab nächstem Jahr ändern: Dann beginnt sukzessive die Einführung von DVB-T2 als Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T in Deutschland. Sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Programmangebote werden dann in HDTV-Auflösung zum Empfang über die Haus- und Zimmerantenne angeboten. Schon jetzt wird das Sendenetz in den Ballungsräumen schrittweise umgestellt.

Eine Besonderheit ist dabei der Einsatz des neuen Kompressions-Standards High Efficiency Video Coding (HEVC). Damit werden – nach der Umwidmung des 700 MHz-Bereichs für mobile Breitbanddienste – die verbleibenden Frequenzressourcen im UHF-Band bestmöglich genutzt. Denn die beim DVB-T-Standard verwendete Kompression wird noch weiter gesteigert. Nicht zuletzt ist Deutschland mit dieser Kombination weltweiter Vorreiter - andere Länder werden diesem Beispiel folgen.

Im Rahmen des ANGA COM-Kongresses informieren am 09. Juni 2015 von 16.15 bis 17.30 Uhr führende Branchenexperten beim Strategiepanel der Deutschen TV-Plattform und des Kabelverbandes ANGA über die Herausforderungen, die mit der Einführung von DVB-T2 in Deutschland bevorstehen. Nach einem Impulsvortrag diskutieren Andreas Bereczky (ZDF), Wolfgang Breuer (Media Broadcast), Thomas Fuchs (Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein), Andre Prahl (CBC / Mediengruppe RTL Deutschland) und Markus Zumkeller (Sony Technology & Engineering Europe) unter der Moderation von Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat), Vorstandsmitglied und Leiter der AG Smart-TV der Deutschen TV-Plattform über den Endspurt zum Umstieg auf DVB-T2.

Am Stand der Deutschen TV-Plattform in der Lobby zwischen den Messehallen 10.1 und 10.2 gibt es einen Eindruck von der HDTV-Ausstrahlung via DVB-T2. Zugleich zeigt der Verein, dass die neuen TV-Geräte HEVC-fähig sind, und damit nicht nur für HDTV über DVB-T2 in Deutschland sondern auch für Ultra HD über andere TV-Empfangswege genutzt werden können. Denn auch für die neue Stufe der Bild- und Tonqualität beim digitalen Fernsehen kommt der Kompressions-Standard zum Einsatz: Am Stand zu sehen sind über Satellit empfangbare Ultra HD-Demokanäle.

Zur Information und Aufklärung über diese und andere Entwicklungen des digitalen Fernsehens bietet die Deutsche TV-Plattform an ihrem Stand aktuelle Broschüren und Flyer an. Detaillierte Informationen zur Deutschen TV-Plattform sowie alle Publikationen des Vereins stehen unter http://www.tv-plattform.de zur Verfügung.


von Manfred Z - am 19.05.2015 10:53
Bald wird es ein DVB-T2 Logo geben, welches alle Geräte, die für das "deutsche DVB-T2" Verfahren geeignet sind, zieren wird. Alle Geräte, die dieses Logo nicht bekommen, sind somit hier zum Empfang nicht einzetzbar.
http://www.tv-plattform.de/de/dokumente/tv-zukunft.html - Reiter Nr. 3

Zitat
Countdown für den DVB-T2-Umstieg" Nach dem Start von DVB-T2-Pilotprojekten in Testgebieten (s. „TV Zukunft 01/2015) sind weitere wichtige Weichenstellungen erfolgt, damit Deutschland erfolgreich sein bisheriges digitales Antennenfernsehen modernisiert. So hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten nach einer Ausschreibung Media Broadcast Mitte März den Zuschlag für eine terrestrische DVB-T2-Plattform in Deutschland erteilt. Damit wird der Sendenetzbetreiber zugleich Plattform-Betreiber und es können private Programme in HD – auch verschlüsselt – verbreitet werden. ZAK-Vorsitzender Dr. Jürgen Brautmeier wertete die Entscheidung als einen weiteren „wichtigen Schritt zur Umstellung auf den neuen digitalen Terrestrik-Standard“. Der Runde Tisch der Landesmedienanstalten zur Moderation des gesamten Umstiegsprozesses hat mittlerweile in verschiedenen Arbeitsgruppen zusammen mit den beteiligten Partnern Entscheidungen für wesentliche Eckpunkte getroffen. So gibt es eine mit der Industrie abgestimmte Spezifikation für DVB-T2-Geräte in Deutschland. Auf dieser Basis gibt es ein Logo als Orientierung für Verbraucher – ähnlich wie bei DVB-T. Zugleich wurde ein Projektbüro für den Umstellungsprozess beauftragt. Auch mit der Deutschen TVPlattform ist eine enge Zusammenarbeit verabredet – immerhin sind alle Beteiligten Mitglieder des Vereins, der eine spezielle Arbeitsgruppe Broadcast Infrastruktur hat. Zu deren Schwerpunktthemen gehören neben Satellit, Kabel und IPTV auch die Terrestrik. „Jetzt geht es darum, die Einführung von DVB-T2 in Deutschland weiter voranzutreiben. Programmveranstalter, Endgerätehersteller und Netzbetreiber müssen an einem Strang ziehen “, sagt AG-Leiter Dr. Ulrich Liebenow, Mitglied im TV-Plattform-Vorstand: „Wichtig ist es, den Handel mit einzubeziehen und die Modernisierung der Terrestrik verbraucherfreundlich zu gestalten“.


von transponder - am 07.06.2015 15:11
Presseinformation der Deutschen TV-Plattform zur heutigen Veranstaltung auf der ANGA COM:

Zitat

DVB-T2 Einführung in Deutschland: Startschuss auf der ANGA COM für Branchen-Kommunikation

Deutsche TV-Plattform verwaltet Minimalspezifikation und Geräte-Logo für DVB-T2 HD /
Strategiepanel und Live-Demo bei der ANGA COM / Erste Basis-Information für Verbraucher


Köln. Für das digitale Antennenfernsehen bricht eine neue Ära an: DVB-T wird in Deutschland in den nächsten Jahren schrittweise durch DVB-T2 HD abgelöst. Die Deutsche TV-Plattform ist am Umstellungsprozess aktiv beteiligt, und stellt das Thema in den Mittelpunkt ihres Engagements bei der ANGA COM: mit einem hochrangig besetzten Strategie-Panel beim ANGA Kongress, sowie einer Live-Demo von DVB-T2 HD am Messestand. Zugleich sind am Vereinsstand die Minimalanforderungen für Geräte als Fachdokument und erste Basis-Informationen für Verbraucher zu DVB-T2 HD erhältlich.

„Mit der Kombination von DVB-T2 und HEVC ist Deutschland weltweit Vorreiter, genau das stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen", erklärte Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform beim Strategiepanel "DVB-T2: Endspurt für den Umstieg!" am 9. Juni auf der ANGA COM. Die Marktbeteiligten setzen bei der Einführung von DVB-T2 in Deutschland auf eine Kombination mit dem neuesten Kodierstandard HEVC (High Efficiency Video Coding).

In ihrem Impulsvortrag verwies Frau Chardon auf die gelungene Einführung von DVB-T vor über zehn Jahren, an der die Deutsche TV-Plattform aktiv beteiligt war. Nun wird der Verein den erneuten Umstellungsprozess begleiten: mit der Vergabe eines Gütesiegel für Endgeräte, das Orientierung für Handel und Verbraucher schafft. Voraussetzung für die Verwendung des Logo ist eine Kompatibilität der Geräte mit der technischen Mindestspezifikation, die am Runden Tisch der Landesmedienanstalten erarbeitetet wurde. "Die Orientierung im Endgerätemarkt als Hilfestellung für die Verbraucher ist ein zentrales Anliegen beim Umstiegsprozess. Die Deutsche TV-Plattform freut sich, hierbei tatkräftig zu unterstützen", so Frau Chardon. Zur ANGA COM legte die Deutsche TV-Plattform daher auch erste Basis-Informationen zur DVB-T2 HD-Einführung vor.

Im Rahmen des Strategiepanel verdeutlichte Thomas Fuchs, Vorsitzender des mit der Gesamtkoordination betrauten Runden Tisches DVB-T2 HD, und Direktor der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein die Notwendigkeit des übergreifenden Handelns: „Der intensive Abstimmungsprozess der Marktbeteiligten, aus dem das Logo DVB-T2 HD und die Mindestspezifikationen für Empfangsgeräte hervor gingen, geht weiter“. Ein gemeinsames Projektbüro von ARD, Medienanstalten, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media AG, VPRT und ZDF wird den Umstieg auf DVB-T2 HD kommunikativ begleiten.

Andre Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung der CBC bekräftigte für die Mediengruppe RTL Deutschland das Engagement für die Einführung von DVB-T2 HD. „In einer Zeit, da alle anderen Übertragungswege HDTV anbieten und die terrestrischen Frequenzen zunehmend knapp werden, gibt es für uns keine Alternative zur Umstellung auf DVB T2 HD“, unterstützte Andreas Bereczky, ZDF-Produktionsdirektor.

MEDIA BROADCAST ist als Plattform-Betreiber mit der technischen Realisierung betraut. „Gegenwärtig führen wir ein erfolgreiches Pilot-Projekt in der Region Berlin durch“, erklärte Wolfgang Breuer, CEO MEDIA BROADCAST. „Ein weiteres Pilot-Projekt startet demnächst hier in NRW, rechtzeitig zur Fußball-EM 2016 wird es dann einen großflächigen Pilotbetrieb in mehreren Ballungsräumen in Deutschland geben“.

Die Geräte-Hersteller sind gerüstet für den Umstieg, erklärte Markus Zumkeller, Direktor Technology & Engineering von Sony Europe. Immer mehr Fernseher verfügen über DVB-T2 und HEVC. Zugleich betonte er das Potential von DVB-T2 HD für die „mobile Mediennutzung, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird“. International werde von Deutschland dabei ein Impuls erwartet.

Fazit von Moderator Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat), Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform: „Der Einstieg ist geschafft, der Umstieg noch nicht!“. In den verbleibenden Monaten bis zur Umstellung seien noch einige Herausforderungen zu bewältigen.

Alle Dokumente zu DVB-T2 HD sind am Stand der Deutschen TV-Plattform bei der ANGA COM verfügbar. Dort wird neben dem Berliner DVB-T2 HD Testsignal auch der Einsatz von HEVC für den Empfang von Ultra HD, etwa über Satellit, gezeigt. Alle neuen Publikationen stehen ebenso wie detaillierte Informationen zur Deutschen TV-Plattform unter http://www.tv-plattform.de zur Verfügung.


Morgen Vormittag gibt es eine weitere Veranstaltung zu technischen Aspekten der DVB-T2-Einführung.

Link zu den DVB-T2-Dokumenten: http://www.tv-plattform.de/de/dokumente/dokumente-digitalisierung.html

von Manfred Z - am 09.06.2015 16:32
Es gibt eine neue PM von Media Broadcast:

Zitat

MEDIA BROADCAST entscheidet sich für Irdeto zum Schutz von Content in Broadcast- und Multiscreen-Systemen

Integriertes Management-System von Irdeto ermöglicht über eine Hybrid-Plattform effiziente und effektive Sicherheit auf allen Verbraucherendgeräten


Köln 11. Juni 2015 – Irdeto, einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für Multiscreen, Revenue Assurance und Media Protection, und MEDIA BROADCAST, Deutschlands führender Full-Service-Provider für die Rundfunk- und Medienbranche, haben eine neue Kooperation bekannt gegeben. Das Integrated Management System von Irdeto, ein wesentlicher Baustein des End-to-End-Sicherheitsportfolios des Unternehmens, wird MEDIA BROADCAST über eine Hybrid-Plattform die Verwaltung seiner Content-Sicherheitsdienste in Broadcast- und Internetnetzen für Multiscreen-Anwendungen ermöglichen.

MEDIA BROADCAST liefert derzeit Content über ein DVB-T-Netz an mehr als 7 Millionen deutsche Haushalte und betreut darüber hinaus rund 750 Kunden, darunter öffentliche und private Sendeanstalten, Fernseh- und Rundfunkproduktionsgesellschaften, Kabelnetzbetreiber, Medienbehörden sowie Privatunternehmen und öffentliche Institutionen.
Zur Markteinführung seiner DVB-T2/HEVC-basierten Content-Services benötigt MEDIA BROADCAST eine Lösung, die sowohl hohe Flexibilität als auch zuverlässige Content-Sicherheit bietet. Durch die Kombination von Irdeto Cloaked CA und Irdeto Rights ermöglicht das Irdeto Integrated Management System MEDIA BROADCAST die nahtlose Übertragung von Content über Broadcast- und Internetnetze; der Einsatz von separaten CA-basierten und DRM-Sicherheitslösungen ist künftig nicht mehr notwendig.

MEDIA BROADCAST ist somit in der Lage, Content-Nutzung und Betrachtungsrichtlinien sowie Abrechnungssysteme (Subscriber Management Systeme) für mehrere Formate über eine einzige Benutzeroberfläche zu verwalten – dies bedeutet eine deutliche Effizienzsteigerung und verkürzte Markteinführungszeiten für die DVB-T2-Plattform von MEDIA BROADCAST. Die von MEDIA BROADCAST entwickelte und künftig betriebene DVB-T2-Plattform wird Nutzern digital-terrestrisches Fernsehen in HD-Qualität und weitere Inhalte auf eine einfache und kosteneffiziente Weise bereitstellen. Darüber hinaus wird es hybride Angebote, wie z.B. zusätzliche Programmpakete, die über das Internet direkt auf Fernsehgeräte übertragen werden können, geben. Für Endverbraucher wird der DVB-T2-Dienst von MEDIA BROADCAST innerhalb des 1. Quartals 2017 verfügbar sein. In der Zwischenzeit testet das Unternehmen die Technologie im Rahmen eines Pilotprojekts in der Region Berlin.

„Verbraucher möchten jederzeit und auf jedem Gerät Inhalte ansehen können. Wir stehen vor der Aufgabe, unseren Kunden genau diese Erfahrung zu ermöglichen und ihnen die Inhalte auf eine absolut sichere und effiziente Weise zu liefern”, betont Wolfgang Breuer, Chief Executive Officer von MEDIA BROADCAST. „Zur dynamischen Weiterentwicklung unseres Geschäfts benötigen wir eine einheitliche, flexible und unkomplizierte Methode, die eine nahtlose und sichere Bereitstellung von Content in einem sich schnell wandelnden Markt gewährleistet. Mit Irdeto haben wir einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet gefunden, der uns mit umfassenden, optimalen Services in die Lage versetzt, Innovationen jetzt und in Zukunft schnell umzusetzen.”

„Die Notwendigkeit der reibungslosen Verwaltung von Premium-Content-Services über Broadcast- und Multiscreen-Systeme wird für Marktführer wie MEDIA BROADCAST und andere Betreiber weltweit immer wichtiger”, erläutert Doug Lowther, CEO, Irdeto. „Diverse Distributionsplattformen und unterschiedliche Sicherheitsanforderungen haben zur Fragmentierung geführt und sind eine große Herausforderung für die Anbieter von Premium-Content. Irdeto hat sich zum Ziel gesetzt, MEDIA BROADCAST und ähnliche Betreiber mit einem soliden, zukunftsfähigen Angebot auszustatten, das ihnen die erforderliche Infrastruktur für sichere Broadcast- und OTT-Umgebungen liefert.”

Mit dem geplanten DVB-T2-Testbetrieb zeitgleich zur Fußball-Europameisterschaft 2016 und der kommerziellen Markteinführung im ersten Quartal 2017 stellt MEDIA BROADCAST sicher, dass aktuelle und künftige Content-Sicherheitserfordernisse optimal und in einer entscheidenden Geschäftsphase erfüllt werden. Irdeto hat seine Fähigkeit, Cloaked CA und Irdeto Rights für MEDIA BROADCAST in eine HbbTV-Umgebung zu integrieren, bereits erfolgreich unter Beweis gestellt: Durch die Kooperation mit Neotion und die Bereitstellung eines Moduls für bedingten Zugriff (CAM), das HbbTV SAS (Specific Application Support) mit einer HbbTV-Anwendung auf TV-Geräten unterstützt. Irdeto Integrated Management System für MEDIA BROADCAST umfasst vielfältige DRM-Lösungen und vereinfacht die Content-Verbreitung und den Zugang über HEVC STB-Plattformen, CI+CAMs, Mobilgeräte und OTT-Dienste.


von Manfred Z - am 11.06.2015 10:16
Zitat
Manfred Z
ZDF Hauptprogramm kommt über DVB-T2 in 1080/p50

Andreas Bereczky, Produktionsdirektor des ZDF, hat auf dem DVB-T2-Panel der ANGA COM die Aufschaltung des ZDF in Full HD mitgeteilt. Die Nachrichtenstudios sollen noch in diesem Jahr für 1080p aufgerüstet werden.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/ZDF-sendet-in-Full-HD-via-DVB-T2.128856.0.html#pk_newsfeed


Tja, angeblich sollen sogar die ARD als auch die Privatsender in der Norm 1080p/50 via DVB-T2 senden. Über Antenne wäre dann das Zeilensprungverfahren Vergangenheit.

Es wurde aber auch betont, dass die ZDF-Nachrichten nach wie vor hochskaliert ausgestrahlt werden. Auch bei 1080p/50.

Zitat
Die Meldung zum 1080p/50-Sendemodus im künftigen DVB-T2 Mux ergänzte ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky im Gespräch mit dehnmedia.de wie folgt: 1080p/50 ist für alle Programme des DVB-T2 Multiplexes der Mainzer vorgesehen. Bei Praxistests des Instituts für Rundfunktechnik in München hatte sich gezeigt, dass der Mehrbedarf an Bandbreite für 1080p/50 gegenüber dem vom ZDF und der ARD bisher genutzten HDTV-Modus 720p/50 vergleichsweise gering ausfällt. Jedoch wird die Studioinfrastruktur derzeit nicht durchgehend verändert. Daher werden bisherige SDTV-Produktionen (darunter b.a.W. die Sendungen aus dem heute-Studio) weiterhin am Sendeausgang hochkonvertiert. Für den DVB-T2 Multiplex des ZDF kündigt Bereczky alle Programme der Anstalt einschließlich der Partnerkanals 3Sat an. Die bisher bei DVB-T praktizierte Zeitpartagierung des Kinderkanals wird aufgegeben, so dass ZDFneo per Antenne künftig 24/7 empfangbar sein wird. Bereczky weist auch darauf hin, dass der HEVC-Codec auf den „progressiven“ Bildaufbau ausgerichtet ist. Er rechne damit, dass daher nicht nur die ARD, sondern zwangsläufig auch die privaten Programmveranstalter auf 1080p/50 umstellen. Damit hätte zumindest per Antenne die letzte Stunde des „Interlacing“ geschlagen. Dieses Halbbild- oder Zeilensprungverfahren entstand in der Anfangszeit des analogen Fernsehens, um TV-Bilder mit möglichst geringer Bandbreite auszustrahlen. Es war sozusagen die „Datenreduktion des analogen Zeitalters“, meint Bereczky.

http://www.dehnmedia.info/?page=update


von transponder - am 14.06.2015 17:03
Pressemitteilung von Media Broadcast:

Zitat

IFA 2015 - MEDIA BROADCAST treibt Umstieg auf DVB-T2 voran

• „There‘s something in the air“: Start der crossmedialen Informationskampagne zum neuen Antennenfernsehen im Rahmen der IFA
• Live-Präsentationen zum stationären und mobilen DVB-T2 Empfang sowie Showcase zur multithek


Köln / München, 06.07.2015 – TV-Zukunft erleben: In diesem Jahr steht die IFA bei MEDIA BROADCAST, Deutschlands größtem Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche, ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des Antennenfernsehens. Als Plattformbetreiber ermöglicht das Unternehmen den Aufbau der nötigen Infrastruktur für den Wechsel von DVB-T auf den effizienteren Nachfolgestandard DVB-T2.

Der Vorteil für Zuschauer: Neben einer größeren Sendervielfalt garantiert das Codierungsverfahren HEVC (H.265) auch den Empfang von Programmen in HD – und das von nahezu überall und auf jedem Endgerät. So werden beispielsweise ZDF und RTL ihre Programme, im Gegensatz zu Kabel und Satellit, erstmals in Full-HD (1080p/50) ausstrahlen. Nach dem bereits im letzten Jahr gestarteten DVB-T2 Pilotprojekt in Berlin, wird MEDIA BROADCAST in den nächsten Monaten gemeinsam mit Sender- und Hardwarepartnern nicht nur intensiv an der erfolgreichen technischen Umstellung arbeiten, sondern auch die kundenorientierte Aufklärungsarbeit weiter forcieren. Den Auftakt macht der DVB-T2 Plattformbetreiber mit seiner Informationskampagne „There‘s something in the air“ auf der diesjährigen IFA vom 3. bis 9. September in Halle 11.1, an Stand 5 im TechWatch-Bereich der Messe.

„There’s something in the air“ – DVB-T2 live auf der IFA erleben

Im Rahmen der IFA 2015 bietet MEDIA BROADCAST erstmals exklusive Einblicke in die Qualität und Programmvielfalt des digitalen Antennenfernsehens zweiter Generation. Dafür stehen neue, HEVC-fähige Empfänger, die man am DVB-T2-HD-Logo erkennt, zum Testen zur Verfügung. Zusätzlich liefern tragbare Geräte einen Eindruck über die mobile Nutzung von DVB-T2.

Ein weiteres Highlight ist die multithek. Hierzu präsentiert der Plattformbetreiber spannende Inhalte und Features seines hybriden On-Demand-Dienstes, der auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil des DVB-T2 Angebotes sein wird. Begleitet werden die Live-Präsentationen von einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm sowie der crossmedialen B2C-Informationskampagne „There‘s something in the air“: Im Rahmen dessen werden über verschiedene Kanäle umfassende Informationen über die technischen Details des neuen Antennenfernsehens aufklären.

„Größere Sendervielfalt und schärferes Sehen bei einfacher und kostengünstiger Handhabung – das sind die Mehrwerte des neuen Antennenfernsehens, die wir auf der IFA 2015 vorstellen möchten“, sagt Holger Meinzer, Chief Commercial Officer B2B MEDIA BROADCAST. „Dabei setzen wir auf einen Mix aus Erleben und Informieren. Neben zahlreicher Live-Präsentationen werden wir gemeinsam mit namhaften Endgeräte Herstellern über das im Herbst 2014 in Berlin gestartete DVB-T2-Pilotprojekt berichten und über den weiteren Umstiegsprozess informieren.“


von Manfred Z - am 07.07.2015 07:10
PRESSEMITTEILUNG zur IFA 2015

Zitat

MEDIA BROADCAST: Start der Informationskampagne zum Umstieg auf DVB-T2

• „THERE´S SOMETHING IN THE AIR: MEDIA BROADCAST forciert Aufklärungsarbeit zu DVB-T2

• Live-Präsentationen des stationären und mobilen DVB-T2-Empfangs & Showcases zur multithek auf der IFA 2015 in Halle 11.1/Stand 6

Köln / München, 03.09.2015 – Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin hat MEDIA BROADCAST, der größte Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche, heute den Startschuss für eine crossmediale Informationskampagne zum Umstieg auf den neuen und effizienteren Nachfolgestandard DVB-T2 gegeben. Unter dem Motto „THERE´S SOMETHING IN THE AIR“ informiert der DVB-T2 Plattformbetreiber Verbraucher und Händler über die Weiterentwicklung des digitalen Antennenfernsehens zweiter Generation. Ziel ist es, Öffentlichkeit und Handel bei dem Wechsel in das neue Fernsehzeitalter zu begleiten und sie über die Möglichkeiten, Vorteile und Programmbouquets zu informieren. Dabei setzt das Kölner Unternehmen auf einen zielgruppenorientierten Kommunikations-Mix aus klassischen und digitalen Maßnahmen – von Print, Online, Radio, Social Media und PR. Den Auftakt macht der Service-Provider mit seinem Messestand auf der diesjährigen IFA vom 3. bis 9. September in Halle 11.1, an Stand 6 im TecWatch-Bereich der Messe. Dort bietet MEDIA BROADCAST erstmals exklusive Einblicke in die Qualität und Programmmöglichkeiten von DVB-T2.

Crossmediale Kommunikationsmaßnahmen

Pünktlich zum Start der IFA geht die Internetseite www.dvb-t2-news.de on Air, die als zentraler Anlaufpunkt dient und Zuschauer sowie Zuschauerinnen detailliert über den Umstiegsprozess bis 2019 informiert. Neben Auskünften zu technischen Voraussetzungen werden dort auch regelmäßig aktualisierte Mitteilungen zum Senderbouquet und den Angeboten in HD sowie in Full-HD veröffentlicht. Darüber hinaus flankieren zahlreiche Marketing- und PR-Maßnahmen in Print, Radio und Web sowie Promotion-Aktionen und Social-Media-Aktivitäten den Launch der Informationskampagne.

Einblicke in das Antennenfernsehen von Morgen

Auf der internationalen Leitmesse in Berlin haben alle Besucher die Möglichkeit, sich am IFA-Stand von MEDIA BROADCAST von der Technik von morgen zu überzeugen. Mit einem Mix aus Information und Erlebnis führt MEDIA BROADCAST alle Interessenten durch die neue Vielfalt des digitalen Antennenfernsehens zweiter Generation. Dafür stehen am Stand neben stationären HEVC-Empfängern auch tragbare Geräte zum Testen zur Verfügung. Zudem präsentiert das Unternehmen spannende Inhalte und Features seines On-Demand-Services multithek, der in Zukunft als fester Bestandteil in das DVB-T2 Angebot integriert wird. Fachkundige Experten vor Ort, darunter auch Vertreter von namhaften Endgeräteherstellern, informieren ausführlich über die technischen Details und den zeitlichen Fahrplan des Umstiegs. Darüber hinaus sind alle Messebesucher eingeladen, die Paneldiskussionen zum Thema DVB-T2 zu besuchen: Am 4. September von 13.30 -16.00 Uhr spricht Wolfgang Breuer, CEO MEDIA BROADCAST, auf dem ARD/ZDF IFA-Presseforum zum Thema „Grundversorgung mit DAB+ und DVB-T2“. Stefan Schinzel, Leiter Produktmanagement TV-Plattformen MEDIA BROADCAST, wird am 6. September um 10.30 Uhr im TecWatch-Forum gemeinsam mit der Deutschen TV-Plattform das Thema „Von DVB-T zu DVB-T2: Das neue Antennenfernsehen kommt in HD“ diskutieren.

„Unsere Aufgabe als Plattformbetreiber ist es, neben der technischen Umsetzung auch fundiert über den Wechsel von DVB-T auf DVB-T2 zu informieren“, so Holger Meinzer, Chief Commercial Officer B2B MEDIA BROADCAST. „Mit unserer Kampagne ‚THERE´S SOMETHING IN THE AIR‘ erreichen wir Endverbraucher wie Händler gleichermaßen, um einen reibungslosen Umstieg auf DVB-T2 zu ermöglichen.“


von Manfred Z - am 03.09.2015 08:56
Auf den Medientagen München gab es am 22. Oktober ein Panel mit dem Thema:

Terrestrik Reloaded: DVB-T2 zwischen Trial and Launch

>> Die Einführung von DVB-T2 in Deutschland kommt in die heiße Phase: Verschiedene Pilotprojekte liefern wertvolle Erkenntnisse, die Einführungsphase ab Frühsommer 2016 steht vor der Tür und die Planungen des bundesweiten Roll-out bis 2019 laufen auf Hochtouren.

Welche Schwerpunkte die beteiligten Programmanbieter und Endgerätehersteller dabei setzen, welche Rahmenbedingungen die Medienpolitik schaffen muss und wie die Verbreitungsplattform gestaltet wird, ist Gegenstand der Diskussionen in diesem Panel.

Und nicht zuletzt: Was können die Zuschauer vom neuen Antennenfernsehen erwarten, was andere Empfangswege möglicherweise nicht bieten? > Die Plattform von Media Broadcast wird über 40 private Programme enthalten und eine Reichweite von ca. 80% der Bevölkerung haben. > Das ZDF will sein komplettes Programmangebot über DVB-T2 ausstrahlen, also das ZDF-Hauptprogramm, die Digitalkanäle ZDF info und ZDF neo, das Gemeinschaftsprogramm 3sat und den Kinderkanal Ki.Ka. Die Kanalteilung zwischen Ki.Ka und ZDF neo wird aufgegeben, alle Sender erhalten eigene 24 Stunden-Plätze. Das Portfolio wird komplett in HD mit einer Auflösung von 1080p ausgestrahlt. > ProSiebenSat.1 will all seine Free-TV-Kanäle über DVB-T2 verbreiten, also Sat.1, Pro7, kabel eins, sixx, Sat.1 Gold und Pro7 Maxx. Im Vergleich zu den ÖR werden die Programme jedoch verschlüsselt und sind kostenpflichtig. Man sieht jedoch gute Chancen: Bereits heute hat das Unternehmen 5,7 Millionen HD-Subscriber über die Verbreitungs­wege Kabel, Satellit und IPTV; 2018 erwartet man 9,2 Millionen. Man glaubt, dass die Zuschauer bereit seien für eine bessere Bildqualität zu zahlen. > Die ARD will pro Region zwei Multiplexe mit zwischen 10 und 14 Programmen verbreiten. Neben dem Hauptprogramm Das Erste, den Digitalkanälen Eins Festival und tagesschau24, dem Gemeinschaftsprogramm Phoenix und dem deutsch-französischen Kulturkanal arte will die ARD auch mehr Dritte Programme ausstrahlen als bisher über DVB-T. Vieles spräche dafür, dass das Komplettportfolio in Full HD mit der Auflösung von 1080p ausgestrahlt würde, wobei man hier noch zwischen den einzelnen Anstalten in Abstimmung sei.

von Manfred Z - am 25.10.2015 12:50
Umstellung auf DVB-T2 - Zusammenfassung, was bisher bekannt ist

Empfangsgeräte

• Grünes DVB-T2-HD Logo für DVB-T2 + HEVC + CI+ Schnittstelle sowie bis 2019 DVB-T + MPEG-2
• Bildauflösung für T2/HEVC: 540p50, 720p50, 1080p50
• Verschlüsselung der Privatsender-Plattform von Media Broadcast mit Irdeto
-- einzelne private Programme (Shopping, Regionalsender ?) unverschlüsselt
-- Bezahlung über Prepaid-Karte (Voucher) im Ci+ Modul (oder Kartenschlitz bei integriertem Irdeto)
-- Kostenlose Einführungsphase (verschlüsselt) mit Gerätekauf

Voraussichtliche Modulationsparameter

• ÖR: 16k ext, 64-QAM, CR 3/5, PP2, GI 19/128 (266 µs = 80 km) --> 22,0 Mbit/s, C/N 15,1 dB
• MB: 32k ext, 64-QAM, CR 2/3, PP4, GI 1/16 (224 µs = 67 km) --> 27,60 Mbit/s, C/N 16,7 dB

Programmbelegung im Pilotbetrieb

• ein Mux von Mai 2016 an
-- Das Erste
-- ZDF
-- RTL
-- Vox
-- Sat.1
-- ProSieben
-- NN (RTL 2 ?)
-- NN (Kabel 1 ?)

Programmbelegung im Regelbetrieb (Start 03/2017) / Marktanteile 2015 nach AGF

• ARD-Mux
-- Das Erste / 11,6 %
-- Eins Festival / --
-- Tagesschau 24 / --
-- arte / 1,0 %
-- Phoenix / 1,1 %

• ZDF Mux (alle 1080p50)
-- ZDF / 12,5 %
-- ZDF neo / 1,6 %
-- ZDF info / 1,0 %
-- 3sat / 1,1 %
-- KI.KA / 1,1 %

• Dritte (Beispiel BR-Mux) / alle Dritten 12,5 %
-- BR Nord
-- BR Süd
-- MDR
-- HR
-- SWR
-- ARD alpha

• Plattform von Media Broadcast (3 Muxe)
[Programme der RTL-Gruppe und von P7S1 1080p50 und verschlüsselt]
-- RTL / 9,9 % (mit Regionalfenster)
-- Vox / 5,1 %
-- RTL 2 / 3,7 %
-- Super-RTL / 1,8 %
-- RTL Nitro / 1,4 %
-- n-tv / 1,0 %
-- Sat.1 / 7,9 % (mit Regionalfenster)
-- ProSieben / 5,3 %
-- Kabel 1 / 3,8 %
-- Sat.1 Gold / 1,4 %
-- sixx / 0,8 %
-- ProSieben MAXX / 0,7 %
-- N24 / 1,1 % (sicher, da bisher bundesweit)
-- Tele 5 / 0,9 % (sicher, da bisher bundesweit)
-- DMAX / 1,0 % (wahrscheinlich)
-- Disney Channel / 0,8 % (wahrscheinlich)
-- Sport 1 / 0,9 % (wahrscheinlich)
-- Eurosport / 0,7 % (wahrscheinlich)
-- Bibel-TV / -- (wahrscheinlich)
-- QVC / -- (wahrscheinlich)
-- HSE24 / -- (wahrscheinlich)
-- Regionalprogramme

Die Nennung weiterer Programme, auch solcher mit nur regionaler Beteiligung, erscheint mir sehr spekulativ.
Bei den Marktanteilen > 0,5 % im Jahresdurchschnitt wird noch Nickelodeon mit 0,8 % genannt.

von Manfred Z - am 07.02.2016 16:39
Zitat
PEQsche
Warum sollte es nicht natives Material in 1080p50 geben?


Im Marktsegment der Profivideokameras gibt es kaum Gerätemodelle die das Format 1080p50 unterstützen.
Da ist es sinnvoll gleich in Kameras zu investieren die 4k Auflösung (2160p50) unterstützen und das Video dann auf 1080p50 herunter zu rechnen.

Zitat
Loger
Heute, in einer Zeit wo schon jeder billige Consumer-Camcorder und jede etwas bessere Digitalkamera Videos in 1080p liefern?


Die meisten Consumer-Camcorder unterstützen nunmal nicht 1080p50 sondern nur 1080p25 (oder 1080p30).
Und dann gibt es im Bereich der Profikameras noch ganz andere Anforderungen die eine solche Kamera erfüllen muss.
Z.B. wird im Profibereich üblicherweise Farbunterabtastung 4:2:2 verwendet, Konsumergeräte unterstützen nur 4:2:0 oder 4:1:1
Die Anforderungen an die Güte des gesamten optischen Systems (Objektiv, Bildsensor) sind bei Profikameras deutlich höher. Die Kameras sollen auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen noch gute Bilder liefern.
Weiterhin werden bei Profikameras Aufzeichnungsformate wie z.B. AVC-Intra verwendet, nicht direkt H.264.

Am sinnvollsten dürfte für die Produktion in 1080p50 Kameras zu nutzen die für 4k gebaut sind.

Weiterhin sind im Bereich TV auch Kameras für Liveproduktionen erforderlich, nicht nur für Aufzeichnungszwecke.
Da müssen die Bildsignale von mehreren Kameras möglichst exakt synchronisiert werden, wg. Wechsel des Videosignals zwischen den Aufnahmekameras live beim Bildschnitt. Das ist etwas was Konsumerkameras nicht unterstützen.

Zitat
DigiAndi
Wer nun fragt, warum nicht einfach so auf 1080p umgestellt werden kann, dem gebe ich nur mal zu bedenken, dass ein 1080p Videosignal eine Datenrate von 3 Gbit/s hat, 1080i "nur" die Hälfte... und da sprechen wir noch gar nicht davon, dass alle Geräte überhaupt 1080p können, alle Kabelverbindungen dafür geeignet sind etc..


Naja, es gibt z.B. die Option das Videosignal verlustfrei für die Übertragung zu komprimieren. Kabel sind das kleinste Problem, da geht einiges über bessere Modulation des Übertragungssignals, aber es wären dennoch neue Geräte dafür erforderlich.

Tja, das wäre nicht geschehen wenn sich alle Beteiligten früher auf 1080p als Produktionsstandard geeinigt hätten. Interlaced-Videoformat sind einfach nicht mehr zeitgemäß.
Das kann für Probleme beim Schnitt sorgen, deshalb müssten Vorkehrungen getroffen werden damit kein harter Schnitt zwischen zwei Halbbildern erfolgt. Sowas ist nämlich echt unschön – halbes Bild von Szene 1 u. halbes Bild von Szene 2 inneinander verzahnt.
Reuziert die Genauigkeit des Schnitts auf 1/25 Sekunde, womit man allerdings leben können sollte.

von Winnie2 - am 23.04.2016 11:46
Der SWR hat eine entsprechende Ausschreibung bereits am 1. Februar bekanntgegeben:

Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:

Lieferung, Implementierung und Integration eines neuen DVB-T2 Multiplex-Centers für den Südwestrundfunk.

Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:

Der SWR plant zur Einführung von DVB-T2 am Standort Baden-Baden ein Multiplex-Center zur Aufbereitung der für DVB-T2 notwendigen Transportströme aufzubauen. Es sollen 3 Multiplexe je fünf Services mit HEVC-Videocodierung im statistischen Multiplex erzeugt werden. Zielsetzung ist die Lieferung, Implementierung und Integration eines neuen Multiplex-Centers für DVB-T2 für den Südwestrundfunk.

Gesamtmenge bzw. -umfang:

Geschätzter Wert ohne MwSt: 715 000 EUR

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Der WDR hat im Februar die Auftragsvergabe für eine Rahmenvereinbarung für die Beschaffung von DVB-T2-Sendeanlagen für mehrere ARD-Rundfunkanstalten bekanntgegeben (Ausschreibung vom Juni 2015):

Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR), der Bayerische Rundfunk (BR), der Hessische Rundfunk (HR), der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB), der Saarländische Rundfunk (SR) und der Südwestrundfunk (SWR) planen für die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 ihren Bedarf an DVB-T2-Sendern über eine Rahmenvereinbarung zu beschaffen.

Gegenstand der Rahmenvereinbarung ist die Lieferung und Installation von DVB-T2-Sendern mit einer Grundlaufzeit von 2 Jahren und einer 2-maligen Verlängerungsoption um jeweils ein weiteres Jahr. Die Laufzeit der Rahmenvereinbarung soll am 1.1.2016 beginnen.

Das Vergabeverfahren wird vom WDR durchgeführt, bei dem auch die Vergabestelle angesiedelt ist. Die Vergabe erfolgt losweise je beteiligter ARD-Rundfunkanstalt.

Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 soll von 2017 bis 2019 erfolgen.

Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde:

Los 1 (WDR):
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München, DEUTSCHLAND

Los 2 (BR):
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München, DEUTSCHLAND

Los 3 (HR):
Plisch GmbH, Viernheim, DEUTSCHLAND

Los 4 (RBB):
Plisch GmbH, Viernheim, DEUTSCHLAND

Los 5 (SR):
Plisch GmbH, Viernheim, DEUTSCHLAND

Los 6 (SWR):
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München, DEUTSCHLAND

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Der NDR hatte DVB-T2-Sendeanlagen für die eigenen Standorte Bungsberg, Flensburg, Hamburg-Moorfleet und Wedel ausgeschrieben. Der Auftrag ging im November 2015 an Plisch.

Aus der Ausschreibung:

Kurze Beschreibung:

Los 1: Der Norddeutsche Rundfunk beabsichtigt am Senderstandort Bungsberg die beiden vorhandenen DVB-T-Sender durch DVB-T2-Sender für die Kanäle 39 und 47 zu ersetzen.

Los 2: Der Norddeutsche Rundfunk beabsichtigt am Senderstandort Flensburg die beiden vorhandenen DVB-T-Sender durch DVB-T2-Sender für die Kanäle 39 und 47 zu ersetzen.

Los 3: Der Norddeutsche Rundfunk beabsichtigt am Senderstandort Hamburg-Moorfleet die drei vorhandenen DVB-T-Sender durch DVB-T2-Sender für die Kanäle 23, 40 und 41 zu ersetzen.

Los 4: Der Norddeutsche Rundfunk beabsichtigt am Senderstandort Wedel den vorhandnen DVB-T-Sender durch zwei neue DVB-T2-Sender für die Kanäle 23 und 40 zu ersetzen.

(Die angegebenen Kanäle entsprechen der bekannten Excel-Tabelle.)

Im März 2016 hat der NDR die Lieferung von DVB-T2-Senderanlagen für den Standort Torfhaus/Harz ausgeschrieben.

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Hier noch der Link zu den Ausschreibungern und Auftragsvergaben:

http://ausschreibungen-deutschland.de/ Suchbegriff "DVB-T2"

von Manfred Z - am 29.04.2016 07:45
Ich muß wohl noch mindestens bis August / September auf mein TechniSat Wunschgerät warten. Die wollen einfach noch nicht liefern.

Das Testgerät.
Also habe ich das einfachste TechniSat DVB-T2 HEVC Gerät erstmal geholt, den Eurotech T2 HD. Die Box läuft mal soweit. Der alte Digipal 2 ist an der Stabantenne aber hellhöriger. Eine Statusanzeige über Frequenzen und technische Daten gibt es auch nicht. Meine innig geliebte Programmzeitschrift SFI als 4 wöchige Vorschau ist nicht vorhanden. Die Fernbedienung ist wenigstens die gleiche wie bei den Premium Geräten? Was will man von einem Gerät was nicht mal so groß ist wie 2 Zigarettenschachteln auch erwarten? Gespeist wird es mit USB 5V 2A. Eine kleine Heizung. Die Bedienung und Schaltzeiten sind hakelig. Das Gerät kann bis 1080p60. Das Menü ist recht unscharfes SD. Die Software wurde auf den Stand geprüft und ist aktuell. Leider fehlt sehr viel von dem was TechniSat aus macht. Da hilft auch der USB Anschluß nicht.

Der Empfang zum Vergleich mit Satellit
Den HD Testkanal gibt es ja nur mit 6 Programmen. Erstmal muss ich sagen das ich trotz des tauberen Tuners mit der bewegten Antenne noch Signal habe. Hätte ich ein HDMI Bildschirm wäre ich damit erstmal ins Auto gegangen. Während DVB-T oft verpixelt oder sich leicht stören lässt konnte DVB-T2 HD deutlich stabiler empfangen werden. Teilweise war schon kein DVB-T mit der Stabantenne empfangbar aber die HD Programme liefen noch. Stelle ich das Testgerät auf 1080p60 kommt mir das Fussballspiel mehr wie die Zusammensetzung vieler Einzelbilder vor. Die Bildwiedergabe wird mit 1080p50 deutlich flüssiger. Es ist also kein DVB-T2 Systemproblem sondern ein Geräteproblem. Auch mein Sat / Kabel sonstwas Empfänger am gleichen TV mit anderen HDMI Eingang steht auf 1080p50. Einen Unterschied zwischen Sat / Kabel / SRF / ORF / DVB-T2 kann ich weder in Schärfe noch in Bewegung feststellen. Der Unterschied zu DVB-T alt ist dagegen doch gewaltig, in etwa ein grauer matschiger Schleier ist weg.

Aufgrund der zielgenauen flüssigen Bedienung und dem überlegenen Empfang sowie dem aufgeräumten Menü bleibt der alte Digipal 2 weiter in Betrieb. An einer sauber eingestellten Unterdachantenne sind aber keine Empfangsunterschiede feststellbar.

von pomnitz26 - am 11.06.2016 20:37
[Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/dvb-t2-hd-freenet-tv-kostet-ab-juli-2017-69-euro-pro-jahr_205246.html]

DVB-T2 HD: freenet TV kostet ab Juli 2017 69 Euro pro Jahr

Media Broadcast hat den Preis für ein Abonnement des neuen DVB-T2 HD Angebots freenet TV bekanntgegeben. Umgerechnet werden ab Sommer 2017 knapp 6 Euro im Monat für den Empfang privater HD-Sender fällig.

DVB-T2 HD, der neue Standard des digitalen Antennenfernsehens, wird ab 29. März 2017 seinen Regelbetrieb aufnehmen. Media Broadcast, der zur freenet AG gehörende Betreiber des DVB-T2 HD Angebots freenet TV, hat am Dienstag weitere Details bekanntgegeben. Nun steht auch das Preismodell fest.
Empfang privater HD-Sender per DVB-T2 HD für knapp 6 Euro im Monat

Wer freenet TV abonniert, soll ab 2017 neben rund 20 öffentlich-rechtlichen Sendern in HD zusätzlich rund 20 private TV-Programme in Full HD Qualität über die Antenne empfangen können. Das Abonnement kostet ab dem 1. Juli 2017 69 Euro pro Jahr. Umgerechnet entspricht dies 5,75 Euro im Monat. Freenet TV soll ab Sommer 2017 für über 80 Prozent aller Haushalte bundesweit technisch verfügbar sein.

Sechs HD-Sender sind bereits seit Ende Mai 2016 über DVB-T2 HD empfangbar: Die öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste HD und ZDF HD sowie die privaten Sender RTL HD, ProSieben HD, SAT.1 HD und VOX HD. Bis zum Start des Regelbetriebs im kommenden Jahr ist der Empfang der privaten HD-Sender noch kostenlos möglich. Ab dem 29. März 2017 folgen dann etliche weitere private HD-Programme wie RTL NITRO, SUPER RTL, RTL II, n-tv, kabel eins, sixx, SAT.1 Gold und ProSiebenMAXX.


Freenet TV soll zudem über das Internet aufrufbare Zusatzdienste bieten, die sich auf dem TV-Bildschirm nutzen lassen. Ab 2017 werde es auch eine portable Empfangsmöglichkeit für den Garten oder unterwegs geben. Empfangsgeräte und CI+ Module, die mit einem freenet TV Logo versehen sind, unterstützen das neue DVB-T2 HD Angebot.

Eine komplizierte Installation zum Empfang von DBT-H2 HD sei nicht erforderlich. Die kostenpflichtige Freischaltung der privaten Sender ab Juli 2017 erfolge wie bei einem Prepaid-Mobiltelefon.

von uhf - am 05.07.2016 17:12
Zitat
transponder
Zitat
Zwölf
Ich habe ja auch nichts gegen das "+" einzuwenden; aber die genannte Mindestanzahl von 40 sollte schon in allen FreenetTV-Regionen erreicht werden. Naja, warten wir's ab.


Ehrlich gesagt, ist mir nicht ganz klar, wie die sogenannte Mindestanzahl von 40 Programmen via 6 Multiplexe technisch zustande kommen soll. Da kann freenet erzählen, was sie wollen.

Fassen wir einmal die Fakten zusammen: Das ZDF hat bereits veröffentlicht, welche Programme in deren Mux kommen: ZDF-HD, 3sat-HD, Info-HD, neo-HD, KIKA-HD. Bei den zwei ARD-Multiplexen wird ebenfalls pro Mux die Verbreitung von fünf Programmen angestrebt. Bei den öffentlich-rechtlichen werden also pro Senderstandort 15 Programme in HD verbreitet werden.

Bei den Privaten haben sich sowohl RTL als auch Pro7Sat1 zu Ihrer Belegung geäußert. Egal ob es nun gemischte Muxe gibt oder nicht, werden beide je sechs Programme )wie bei dem Pilot-Mux) in codiertem HD belegen. RTL-HD, RTL2-HD, Vox-HD, RTLNitro-HD, SuperRTL-HD, ntv-HD. Und bei P7S1: Sat.1-HD, Pro7-HD, Kabel1-HD, Sixx-HD, Sat.1 Gold-HD, Pro7-Maxx-HD.

Damit wären wir bei 27 Programmen bei 5 Multiplexen. Bleibt noch ein Mux, der - nach Aussage von freenet - mit weiteren HD-Programmen bestückt werden soll. Selbst wenn nur zwei oder drei weitere HD-Programme abgestrahlt werden und der Rest in SD sendet, werden wohl nicht mehr als acht oder neun Programme zusammenkommen. Damit wären wir bei maximal 35 - 36 Programme pro Fernsehturm.

Wie man da auf 40 oder noch mehr Programme pro Senderstandort bei sechs zu belgenden Muxxen kommen will, ist mir absolut schleierhaft.

Vlt. lassen sich ja auch 7 Programme pro Mux unterbringen.
In dem PDF wurden ja an weiteren Programmen schon mal genannt:
28. Disney Channel HD
29. Tele 5 HD
30. DMAX HD
31. QVC
32. bibelTV
33. Eurosport HD
34. N24 HD
35. Sport 1HD
36. HSE24
37. nickelodeon HD

Wenn pro Mux 7 HD-Programme verbreitet werden können oder statt einem HD-Programm auch 3-SD-Programme verbreitet werden könnten, wären theoretisch noch 3 Plätze frei, wovon einer wahrscheinlich an Lokalprogramme geht. Das könnte tatsächlich rausgehen mit den 40, ohne dass man die Multithekprogramme mitzählen muss. Warten wirs ab...

von Zwölf - am 16.07.2016 16:17
Pressemitteilung von MEDIA BROADCAST vom 29. August:

>> ARD-Anstalten und ZDF beauftragen MEDIA BROADCAST mit Aufbau und Betrieb des Sendernetzes für DVB-T2 HD

Langfristige Fortsetzung der Zusammenarbeit bei der Zuführung und Aussendung des neuen Full HD Antennenfernsehens.

Köln, 29. August 2016 – MEDIA BROADCAST festigt seine Position als führender Betreiber des digital-terrestrischen Antennenfernsehens und setzt seine umfangreichen Übertragungsleistungen für die ARD-Anstalten und das ZDF nach der Umstellung auf DVB-T2 HD weiter fort. Hierzu hat der Full-Service-Provider der Rundfunk- und Medienbranche jetzt entsprechende mehrjährige Verträge mit den öffentlich-rechtlichen Programmanbietern geschlossen. Sie sehen den Aufbau und Betrieb eines Sendernetzes vor, das MEDIA BROADCAST in Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten für den Start von DVB-T2 HD projektiert und errichtet hat, und das zum 29. März 2017 seinen Regelbetrieb aufnehmen wird. Hierbei kommt weltweit erstmalig der neue DVB-T2 Übertragungsstandard in Verbindung mit dem effizienten HEVC-Komprimierungsverfahren zum Einsatz. Hinzu kommt die Zuführung der Programmsignale zu den Sendern einiger Programmveranstalter über das neue MEDIA BROADCAST Backbone. Damit unterstützt MEDIA BROADCAST maßgeblich den terrestrischen HDTV-Start von BR, HR, MDR, NDR, RB, rbb, SWR, WDR und ZDF.

„Wir freuen uns, die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ARD und ZDF auch bei DVB-T2 HD fortzusetzen und als technischer Dienstleister die Programmverbreitung in der nächsten Dekade zu übernehmen“, erklärte Wolfgang Breuer, CEO der MEDIA BROADCAST, zum Abschluss der Verträge. „Gemeinsam haben wir die Digitalisierung der Terrestrik initiiert, und gemeinsam werden wir sie mit dem terrestrischen Start von HDTV fit für die Zukunft machen. Mit der Kombination von DVB-T2 und HEVC sind wir weltweit führend, die Terrestrik wird damit zum modernsten Empfangsweg der kommenden Jahre.“

Zur Programmverbreitung übernimmt MEDIA BROADCAST die jeweiligen Multiplexsignale der meisten ARD-Landesrundfunkanstalten und des ZDF und sorgt für die Zuführung der Inhalte zu den einzelnen Senderstandorten in Deutschland. Für die ARD erfolgt die Zuführung über das ARD-Distributionsnetz, für das ZDF über das MEDIA BROADCAST-Backbone. Für höchstmögliche Signalverfügbarkeit sorgt dabei ein 24/7 Monitoring über das Network Operation Center (NOC) der MEDIA BROADCAST.

Nach Abschluss des Umstiegs in 2019 werden die Programme der beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten über rund 150 Standorte mit etwa 430 Sendern ausgestrahlt, die dann alle auf den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 umgestellt sein werden.

Im Regelbetrieb werden über das neue Sendernetz bis zu 20 öffentlich-rechtliche Programme in Full HD Qualität (1080p) übertragen, darunter die beiden Hauptprogramme von ARD und ZDF, deren Digital-Kanäle, die vier Gemeinschaftsprogramme sowie die Regionalprogramme der Landesrundfunkanstalten.

MEDIA BROADCAST stellt einige Services schon seit dem 31. Mai 2016 bereit, dem Starttermin der ersten Stufe von DVB-T2 HD. Diese umfasst 38 Senderstandorte überwiegend in Ballungsräumen, über 55 Millionen Einwohner können damit bereits heute HD Fernsehen via Antenne in bester Qualität empfangen. On air sind derzeit Das Erste HD und ZDF HD sowie via freenet TV – der Plattform für den terrestrischen Empfang privater HD-Programme – die Programme RTL HD, ProSieben HD, SAT.1 HD und VOX HD. Im Regelbetrieb ab dem 29. März 2017 wird das gesamte Programmangebot auf etwa 40 Full HD Programme ansteigen.

Mit vielfältigen Vorteilen wie kostengünstigem, einfachem Empfang sowie mobiler und portabler Nutzung ist DVB-T der drittwichtigste und im Vergleich günstigste Übertragungsweg für digitales Fernsehen in Deutschland.

von Manfred Z - am 29.08.2016 16:11
Anlässlich der Medientage München hat Media Broadcast heute eine Pressemitteilung herausgegeben, in der über den geplanten Ausbau der Freenet-TV-Plattform informiert wird.

29. März 2017: 44 Senderstandorte
Ende 2018: 61 Senderstandorte

Zitat

MEDIA BROADCAST gibt Details zum weiteren Netzausbau für freenet TV bekannt

• Insgesamt 61 Senderstandorte geplant
• Verdopplung der terrestrischen Senderstandorte für private TV-Anbieter
• Reichweite von freenet TV steigt auf 63 Millionen Einwohner


Köln, 24. Oktober 2016 – Der Countdown zum Regelbetrieb von freenet TV läuft, die Roadmap zum Netzausbau steht. MEDIA BROADCAST, Betreiber und Vermarkter der freenet TV-Plattform, gibt zu den Medientagen München weitere Details zum Netzausbau für freenet TV bekannt. Nach dem Start des Regelbetriebs am 29. März 2017 erfolgt der Ausbau bis Ende 2018 auf 61 Senderstandorte. Damit wird die Gesamtreichweite für die privaten TV-Anbieter signifikant erhöht. Darüber hinaus optimiert MEDIA BROADCAST den Inhouse-Empfang mit Zimmerantenne. Über diese und weitere Themen informiert MEDIA BROADCAST auch auf den Medientagen München im Rahmen des Panels „freenet TV und DVB-T2 HD – Der Countdown zum Umstieg läuft“. Gemeinsam mit Branchenvertretern werden hier unter anderem die nächsten Schritte bis zum Start der modernsten terrestrischen TV-Plattform weltweit erörtert (Panel P 181, 25. Oktober 2016, 11:00-12:00h).

Geplanter Netzausbau

Zum Start des Regelbetriebs am 29. März 2017 werden 44 Standorte zur Verbreitung von freenet TV in Betrieb genommen. Hierzu gehören vor allem jene Regionen, die aktuell bereits die erste Stufe von freenet TV und DVB-T2 HD verbreiten. Drei weitere Phasen folgen im November 2017, März 2018 und November 2018. Dann wird freenet TV an Standorten aufgeschaltet, die bis dato noch keine privaten TV-Programme per Digitalantenne verbreiten.

Die Zahl der Senderstandorte wächst planungsmäßig bis November 2018 auf insgesamt 61 Standorte an. Private TV-Anbieter verdoppeln damit ihre Reichweite gegenüber der heutigen DVB-T Infrastruktur. Und auch die Zahl der Digital-TV-Zuschauer per Antenne wächst deutlich: Zum kommerziellen Start erreicht freenet TV bereits 55 Millionen Einwohner (knapp 70 Prozent). Bis Ende November 2018 wächst die Reichweite auf 63 Millionen Einwohner an (ca. 80 Prozent). [...]


Weiterlesen

Die Ausbaukarten (4 Stufen) und die Liste der Senderstandorte findet man hier zum Download.

von Manfred Z - am 24.10.2016 09:32
Zitat
Manfred Z
Zitat
transponder
Tja, und ich spekuliere, dass freenet.tv in Deutschland mit ihrem Geschäftsmodell grandios scheitert und schon 2019 den Sendebetrieb der Privatsender via DVB-T2 bundesweit ersatzlos einstellt.

Mal sehen, ob dann ARD und ZDF via Terrestrik weitersenden oder die KEF ein Machtwort spricht.


Wieso sollte die KEF ein Machtwort sprechen und auf welcher Rechtsgrundlage?
Wieso sprichst du der KEF eine Macht zu, die sie nach dem RfkFinStV gar nicht hat?


Ich zitiere mal aus dem 20. KEF-Bericht vom April 2016: "Die Kommission sieht es als problematisch an, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer mit der Einführung von DVB-T2 neue Empfangstechniken benötigen und diese Tatsache evtl. zu einem Abwenden vom terrestrischen Verbreitungsweg und damit zu unbefriedigenden Nutzungszahlen führt. Ebenso sieht sie es als problematisch an, dass nach dem Abschalten von DVB-T nur noch die öffentlich-rechtlichen TV-Programme unverschlüsselt empfangen werden können. ....
Und weiter heißt es: ....wird die Kommission in der Lage sein, den möglichen Erfolg für DVB-T2 bereits für die Ermittlung der Beitragshöhe von 2021 bis 2024 zu berücksichtigen. ...."

Falls freenet TV mit seinem Geschäftsmodell scheitert (wer zahlt schon 69 € für ein Jahr im Voraus für 60% Werbung und 40% Blödsinn!!!) und die Privatmuxe abgeschaltet werden, senden via DVB-T2 nur noch ARD + ZDF ihre drei Bouquets.

Danach kann leider davon ausgegangen werden, dass die Nutzungszahlen noch weiter in die Knie gehen (DVB-T verliert seit drei Jahren bereits kontinuierlich Marktanteile), daraufhin wird die KEF den Geldhahn abdrehen und ARD+ZDF zur Abschaltung der terrestrischen TV-Ausstrahlung in Deutschland zwingen, da die angemeldeten Gebührengelder für DVB-T2 von der KEF aus ökonomischen Gründen nicht genehmigt werden. Dieses Szenario nenne ich das Machtwort der KEF.

Im Hörfunkbereich hat die KEF bereits angekündigt, für die nächste Beitragsperiode keine Gelder mehr für DAB+ zu genehmigen, falls kein Abschaltdatum für UKW festgeschrieben wird.

Ich selber wäre sogar bereit zusätzlich zur Rundfunkgebühr 69 € im Jahr zu bezahlen, damit die Privatsender KEINE terrestrische Frequenzen bekommen würden, und ARD + ZDF ihr Komplettangebot (mehr als drei Muxe) via DVB-T2 unverschlüsselt ausstrahlen dürften.

von transponder - am 25.10.2016 13:15
Habe gerade nachgeschaut, was bei uns im Südwesten Baden-Württembergs terrestrisch ab 2017 offiziell an Programmen kommt.

Laut dem im Forum erwähnten aktuellen Freenet Link (http://www.dvb-t2hd.de/downloads -> http://www.dvb-t2hd.de/files/Programmbelegung_Regionale_Programme_der_ARD_Stand_September_2016.pdf)
werden beim Bouquet des SWR lediglich 4 Programme kommen:
swr, br, hr, wdr.
Bis auf zwei hinzugekommenen Programmen bleibt mit der Umstellung alles beim alten:

DVB-T Bouquets "ARD-SWR + ZDF Mobil"

das erste
arte
phoenix
einplus

zdf
3sat
neo/kika/neo (21-6)*
zdf info

zusätzlich mit Umstellung auf DVB-T2 HD:

tagesschau24
one

Regionalmux DVB-T -> DVB-T2 HD (keine Änderung)

swr
br
hr
wdr

Stattdessen kommen bei vielen anderen Sendeanstalten tlw. 6 oder sogar 7 dritte Programme im Mux (konkret: br, mdr, radio bremen, rbb).

Ich hatte ja eigentlich schon die Erwartungshaltung, dass alle öffentlich-rechtlichen Programme ganzheitlich in allen Bundesländern mit dem Umstieg auf DVB-T2/HEVC eingespeist werden, so dass terrestrisch alle Programme gleichrmaßen verbreitet werden.
Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es 21 öff.-rechtl. Fernsehprogramme bei uns in Deutschland.
Bei 3 öff.-rechtl. Muxen bedeutet dies 21 Programme / 3 Muxe => 7 Programme pro Mux.

Ich will ja die Robustheit des Signals über die Signalparameter gar nicht zwingend anfassen, obwohl dies ja auch noch eine Option wäre. Ob tatsächlich bei 120 km/h oder schneller der Beifahrer/Hintensitzende fernsehen schaut, mag ich mal offen lassen .-)

Aber sind 7 Programme jeweils in den 3 öff.-rechtl. Muxen mit Optimierungen an den HEVC-Dekodiereinheiten tatsächlich nicht "ansehnlich" technisch möglich ? Andere Sendeanstalten (br, mdr, radio bremen, rbb) können dies doch offensichtlich auch. Zur Not ein paar wenige Programme eben in SD Qualität.

Hat jemand von Euch im Einzugsgebiet schon mal beim SWR (BW/RP) konkret angefragt deswegen ? Offensichtlich sind 7 Programme im Mux ja vertretbar - siehe rbb Regionalmux (rbb, br, hr, mdr, ndr, swr, wdr).

Anbei noch die Zählung der öff.-rechtl. Sender - stimmt die Zählung soweit ?

Dritte:
hr
mdr
ndr
rb
rbb
sr
swr
wdr ---> 8 Programme (ohne Lokalversionen)

ARD:
das erste
one
tagesschau 24
ard-alpha
dw-tv (deutsche welle) ---> 5 Programme

ZDF:
zdf
zdf info
zdf neo ---> 3 Programme

ARD+ZDF:
3sat
arte
funk
kika
phoenix ---> 5 Programme

Summe: 21 öff-rechtl. Programme

von uhf - am 02.01.2017 11:39
Einige Newsdienste haben es schon gemeldet. Hier ist die PM von Media Broadcast:

>> Eurosport 1 HD und DMAX HD künftig auch über freenet TV zu empfangen

-- Deutschlandweiter Wechsel auf DVB-T2 HD am 29. März 2017
-- Beide Free TV-Sender als Teil des Angebots von freenet TV


München, Köln, 04.01.2017 - Discovery Networks Deutschland und MEDIA BROADCAST haben eine Vereinbarung zur Verbreitung der Free TV-Sender Eurosport 1 HD und DMAX HD getroffen. Beide Sender sind somit zum Start von DVB-T2 HD Teil des neuen freenet TV-Angebots. Der deutschlandweite Wechsel von DVB-T zum neuen, verbesserten Angebot von DVB-T2 HD erfolgt am 29. März 2017.

„Nach langjähriger Partnerschaft bei DVB-T ist es für uns ein logischer Schritt, mit unseren Sendermarken auch bei DVB-T2 HD dabei zu sein. Damit können wir im gesamten Bundesgebiet noch mehr Zuschauern in noch mehr Haushalten unser hochqualitatives Portfolio in HD anbieten”, so Alberto Horta, stv. Geschäftsführer & VP Strategy & Commercial Development Discovery Networks Deutschland.

„Wir freuen uns über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit unserem starken Partner Discovery bei freenet TV. Eurosport 1 HD und DMAX HD sind zwei zugkräftige, attraktive Sendermarken, die den Nutzern unseres neuen terrestrischen TV-Angebotes echten Mehrwert bieten. Gerade internationalen Spitzensport erwarten Zuschauer heute in der bestmöglichen Full-HD-Auflösung, und die können nur wir mit freenet TV bieten“, betonte Holger Meinzer, Chief Commercial Officer B2B bei MEDIA BROADCAST.

Eurosport 1 HD bietet das ausführlichste Live-Sportangebot im deutschen Free-TV und zeigt an 356 Tagen im Jahr die komplette Bandbreite des internationalen Spitzensports. Eurosport 1 HD steht für Top-Events wie die Tennis Grand Slams, die Tour de France, die MotoGP und zahlreiche internationale Fußball-Highlights. Zudem ist Eurosport 1 HD das neue exklusive Zuhause der Olympischen Spiele in Deutschland: Ab 2018 wird Eurosport 1 HD zum Herzstück der Berichterstattung und jeden bedeutenden deutschen Olympia-Moment im Free TV präsentieren, ergänzt durch weitere Übertragungen auf DMAX HD.

DMAX steht wie kein zweiter Sender in Deutschland für außergewöhnliches Fernsehen. Der erste Free TV-Kanal von Discovery Communications weltweit hat sich seit dem Start 2006 zum führenden Sender der dritten Generation in Deutschland entwickelt. Mit dem einzigartigen Programmportfolio bestehend aus den Welten Abenteuer, Motor, Entertainment, Lifestyle und Wissen bietet der Sender eine ausgewogene Vielfalt an hochqualitativ produzierten Non-Fiction-Programmen. [...]

Für den Empfang von privaten Programmen wie Eurosport 1 HD und DMAX HD über DVB-T2 HD wird ein entsprechendes Empfangsgerät mit Entschlüsselungsfunktion benötigt.

von Manfred Z - am 04.01.2017 21:08
http://www.dvb-t2hd.de/files/Programmbelegung_Regionale_Programme_der_ARD_Stand_September_2016.pdf

swr: 4 (swr hd, br hd, hr hd, wdr hd)
sr: 5 (swr hd, br hd, hr hd, wdr hd, sr hd)
hr: 5 (süd: hr hd, br hd, swr hd, rbb hd, ndr hd)
(nord: hr hd, mdr hd, swr hd, wdr hd, ndr hd)
wdr: 4 (wdr hd, ndr hd, mdr hd, swr hd)
radiobremen: 6 (radiobremen tv, ndr hd, br hd, hr hd, mdr hd, wdr hd)
ndr: 5 (ndr hd, br hd, mdr hd, wdr hd
- zus. in schl.-holst./hh: swr hd, in nieders: hr hd, in meckl.-vorp: rbb hd)
rbb: 7 (rbb hd, br hd, hr hd, mdr hd, ndr hd, swr hd, wdr hd)
mdr: 6 (mdr hd, br hd, hr hd, ndr hd, rbb hd, wdr hd)
br: 6 (br hd, alpha, hr hd, mdr hd, rbb hd, swr hd)

Die Mindesterwartungshaltung wäre doch gewesen, dass
- alpha im Mux 1 oder 2 mitgesendet wird
- alle 7 zentralen Dritten Programme in allen Bundesländer terrestrisch verbreitet werden.

(rbb hd, br hd, hr hd, mdr hd, ndr hd, swr hd, wdr hd)

Unser SWR sollte dringend beim rbb erfragen, wie man die 7 Programme in einen Mux bekommt.
Selbst ist der SWR ausserstande dazu; er bleibt bei peinlichen 4 Programmen - genauso wenig wie zuvor mit DVB-T.

Wenn der Gebührenzahler schon genötigt wird, neue Geräte anzuschaffen (DVB-T2/HEVC), wäre die Erwartungshaltung, dass er A L L E öff.-rechtl. Programme terrestrisch auch sehen kann.
Was hier mit Gebühren- und Steuergeldern der Bürger für Unsinn getrieben wird, ist nicht in Ordnung. Ab sofort bin ich auch für die Abschaffung aller Landesrundfunkkönigreiche und der Zentralsierung von ARD und ZDF und radikalen Streichung der Gebührensubventionen.
Es kann nicht sein, dass im Jahr 2017 erneut knapp 10 Milliarden Euro im Jahr zur Verfügung stehen - und es nicht ermöglicht wird, terrestrisch A L L E öff.-rechtl. Programme überall im Bundesgebiet einheitlich zu verbreiten.
Es war nicht die Idee der Bürger das Funksprektrum durch Digitale Dividende I und II an den Mobilfunk zu veräußern. Die Erwartungshaltung, wenn man schon für die Bürger maximalen Neuanschaffungsaufwand durch DVB-T2 mit HEVC betreibt, ist, dass man alle öff.-rechtl. Programme auch terrestrisch sendet.

von uhf - am 23.01.2017 06:40
Wie die Zukunft aussehen wird weiß heute niemand, frei nach Karl Valentin: "Prognosen sind immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen."

Schon in den 80'er-Jahren hat man uns das papierlose Büro versprochen. Und was ist daraus geworden? Mit dem Computer ist der Papierverbrauch sogar noch gestiegen, nicht zuletzt dank der "Internetausdrucker". Die Werbung in Form von Broschüren und Prospekten, welche wöchentlich in meinem Briefkasten landet, wird eher immer noch mehr statt weniger, denn der werbenden Branche ist bekannt daß dies die erfolgreichste Art zu werben ist.
Werbung welche vom Kunden "abgeholt" werden muß, z.B. in Form von Webseiten welche explizit aufgerufen werden müssen, erreichen niemals die breite Masse der Verbraucher. Ebenso Werbung welche lästig aufgedrängt wird, z.B. in Form von Popups oder lästigen Werbeunterbrechungen. Da installiert der genervte User lieber einen Popup-Blocker oder spult seine TV-Aufzeichnungen vor oder macht eine Pinkelpause.

Auch die privaten, werbefinanzierten Radioveranstalter wissen sicher ganz genau daß ihr Geschäftsmodell nur funktioniert solange sie kostenfrei und ohne großem technischen Aufwand aus wirklich jedem Radio zu hören sind, egal ob im Auto (eigenes, Firmenwagen, Mietwagen...), zuhause oder am Arbeitsplatz (Werkstatt, Büro...). Sollte zum Radioempfang in Zukunft eine kostenpflichtige (!) SIM-Karte notwendig sein hat sich das Geschäftsmodell sicher erledigt. Wenn ich dazu gezwungen bin für den Radioempfang/Audiostreaming in Zukunft Geld zu bezahlen dann tue ich mir sicher nicht den nervigen Werbefunk an sondern abboniere einen Streamingdienst welcher mir genau das anbietet was ich hören möchte. Oder ich tue das was immer mehr Menschen tun: Ich höre gar kein Radio mehr sondern befülle z.B. mein Autoradio mit MP3-Dateien - und bin damit für die werbetreibende Industrie verloren.

Gleiches auch im TV. Bevor ich Geld für HD+ oder Freenet-tv ausgebe um das Werbefernsehen weiterhin empfangen zu können buche ich lieber einen Streamingdienst und sehe das an was ich möchte, wann ich möchte und das vor allem auch ohne Werbeunterbrechung. So denken auch die Meisten in meinem Bekanntenkreis. Meiner Ansicht nach befinden sich die privaten, werbefinanzierten TV-Veranstalter gerade gewaltig auf dem Holzweg. Mal sehen wann sie merken daß sie unterwegs falsch abgebogen sind...
Aus diesem Grund denke ich daß die klassischen Broadcast-Technologien, welche kostenlos und unkompliziert Radio- und Fernsehen incl. Werbung in jeden Haushalt liefern, auch noch langfristig eine Zukunft haben. Dafür ist der Bedarf der werbetreibenden Industrie noch zu groß.

Hinzu kommt auch noch die technische Seite. Um die Jahrtausendwende hat man uns versrprochen daß mit UMTS ein neues Zeitalter beginnt mit zuverlässiger Telefonie und schnellen Datennetzen überall. Was ist daraus geworden?
In den Ballungszentren hat man heute meist eine hervorragende UMTS-Versorgung und sogar noch schnelles LTE, in den ländlichen Regionen sieht es dagegen meist mau aus - da kann man oft froh sein wenn man noch per GSM telefonieren kann. Mit der Einführung von LTE haben alle Anbieter den Ausbau von UMTS praktisch eingestellt.
Mit der Einführung von 5G wird sich dieses Gefälle sicher noch verschärfen, denn einen flächendeckenden Ausbau wird sich kein Netzbetreiber leisten, das ist viel zu unrentabel.
Man darf eins nicht vergessen: Die Mobilfunkanbieter sind knallhart agierende Wirtschaftsunternehmen welche die Aufgabe haben einen Gewinn zu erwirtschaften. Sie werden sicher nicht aus reiner Nächstenliebe ein flächendeckendes (!) Highspeed-Datennetz aufbauen damit die Radio- und TV-Anbieter sich in Zukunft die Kosten für ein eigenes Sendernetz sparen können. Außerdem kann ich mir auch schwer vorstellen daß die ÖR-Anstalten, welche ihre Sendernetze meist selbst betreiben, das aus der Hand geben wollen.

von Loger - am 04.03.2017 11:00
Zitat
Zwölf
Zitat
transponder
Laut Auskunft der DVB-T2 HD-Initiative werden die Schaltarbeiten für die Umstellung um 0 Uhr am 29. März beginnen. Es wird teilweise bis mittags 12 Uhr dauern, bis überall auf DVB-T2 umgestellt wird. Erst dann kann der Sendersuchlauf beginnen.

Es werden je nach Standort mit freenet Beteiligung mindestens 31 und höchstens 34 Programme im DVB-T2 Standard ausgestrahlt. Davon mindestens 16 bis 19 unverschlüsselt.

Von den insbesondere von freenet zu Anfangszeiten kolportierten 40 - 50 Programme ist man also ein ganzes Stück entfernt. Von einer linearen Broadcast-Ausstrahlung von Kabel 1-Doku, N24 und N24-doku oder auch Tele5 auf der freenet-Plattform im DVB-T2 Standard, ist von offizielle Seite nirgendwo die Rede.

Eine komprimierte Übersicht über alle betroffenen Standorte erhält man nachfolgend:

http://www.dehnmedia.info/?page=update


Mit den Angaben zur Programmanzahl von dehnmedia wäre ich vorsichtig. Das scheint mir auch keine offizielle Info zu sein, sondern einfach nur ein Abzählung der auf den Websiten genannten Programm plus QVC. Mit nur 17 Programmen auf drei Muxen, davon 2 nicht in Full-HD wären die FreenetTV-Muxe ja schlechter besetzt als manch ARD-Mux. Ich vermute, dass noch etwa 3-5 HD-Programme (oder die entsprechende Menge an SD-Programmen) hinzukommen wird. Allerdings finde ich es schon etwas schwach, dass FreenetTV 2 Wochen vor dem Start den Zuschauern immernoch nicht sagen kann was sie an Programmen erwarten wird und was nicht.


Peter Dehn betreibt eigene Recherche und steht mit etlichen Beteiligten im engen Kontakt. Freilich gibt es keine Garantie für seine Aussage, das ist schon klar.

Etliche Sender, die eigentlich Interesse hatten, sollen freenet einen Korb gegeben haben, da die Konditionen extrem schlecht sind.

Die mindestens 14 (bsp. SWR) bis 17 (mdr) unverschlüsselten öffentlich-rechtlichen Programme je nach Bundesland sind sicher. Bibel TV und QVC als unverschlüsselte Programme auf der freenet-Plattform (egal ob jetzt in HD oder QHD) sind ebenfalls gesetzt.

Die Muxe von freenet sind schon gut ausgelastet. Mal dahingestellt ob RTL und P7S1 seine eigenen Muxe mit je sechs codierten Programmen bekommen, würde der dritte Mux mit Bibel TV HD, QVC, Sport1 HD, Eurosport 1 HD, DMAX HD und jeder Menge Internetkram auch nicht gerade leer dastehen.

Von der Informationspolitik von freent brauchen wir gar nicht zu reden. Die ist einfach katastrophal. Dieses Unternehmen meint halt sich dies leisten zu können. Warten wir mal zwei Jahre, wie erfolgreich oder auch nicht sich freenet mit ihrem Geschäftsmodell am Markt etablieren konnte...

von transponder - am 15.03.2017 13:14
Also, nach dem, was ich weiss, verhält es sich mit Freenet- Connect wie folgt:

- Grundvoraussetzung: Der Receiver muss HbbTV- fähig sein. (und das sind diverse TechniSat- DigiPal´s eben NICHT)

- Gleichzeitig habe ich irgendwo gelesen, es muss die Hbb-TV Version 1.5 sein (vermutlich hakt es hier bei den wenigen Geräten, die Hbb-TV an sich können)

- Aktuell beherrscht das Freenet- Connect- System nur ein einziger Receiver: Die Samsung Media Box Lite, GX-MB540TL - gibt's aktuell in den meisten Media- & Saturn- Märkten für etwas mehr als 80 Euro, UVP 99,-

- Somit ist die Aussage von TechniSat falsch, denn wie sonst sollte Samsung wohl zu einem funktionsfähigen Connect- Receiver kommen? Auf der Verpackung wird Connect auch beworben.

- Mein Humax Nano T2 beherrscht zwar Hbb-TV (war IMHO sogar einer der ersten Beistell- Receiver, der das überhaupt konnte), allerdings laufen damit die Streams nicht. Die Programme werden zwar korrekt eingelesen, aber mehr als die Werbetafel, was man auf diesem Programmplatz tolles sehen KÖNNTE, wird nicht angezeigt.
Ob es ein Firmware- Update dazu gibt, ist mir zumindest im Falle des Humax nicht bekannt. Ich hab zwar gestern den Support dazu angeschrieben, bislang aber noch keine Antwort bekommen.
Die vorgestern abgeschaltete "Multithek" dagegen funktionierte mit allen Programmen - wenn man mal freundlich davon absieht, dass die TV- Streams grundsätzlich nach rund 3 Minuten hängen blieben, nachladen mussten und sich das ganze dann etwa alle 1-2 Minuten wiederholte (ist so seit dem letzten FW- Update).
Spiegel-TV hingegen hatte das Problem nicht, und da hatte ich einiges geschaut in den letzten Wochen.

- Die ganze Liste der Privatsender von Freenet funktioniert tadellos, tatsächlich wurde sogar DD+ 5.1 gestern Abend auf VOX HD wiedergegeben. Auch die Registrierung des Nano T2 bei Freenet klappte.

- Zum Problem mit zwischenzeitlichen "Guthaben aufgebraucht"- Fehlermeldungen wurde gesagt, man solle einen der Privatsender, bei dem die Meldung erscheint, für 2 Stunden eingeschaltet lassen. Es würden in einer Schleife (darum 2std warten) Updates für die eingebauten CAMs diverser Receiver ausgespielt, die das Problem beheben sollen.

von HAL9000 - am 30.03.2017 07:49
Nürnberg K24:

Zitat

PAT Version Number: 14
Transport Stream ID: 16438 (0x4036)

PMT PID 864 (0x0360) - Program 16929 ProSieben HD
PMT PID 880 (0x0370) - Program 16930 kabel eins HD
PMT PID 896 (0x0380) - Program 16931 SIXX HD
PMT PID 912 (0x0390) - Program 16932 Pro7 MAXX HD
PMT PID 928 (0x03a0) - Program 16933 SAT.1 Gold HD
PMT PID 944 (0x03b0) - Program 16934 Sport1 HD
PMT PID 1024 (0x0400) - Program 16939 SAT.1 HD Bayern


Nürnberg K49:

Zitat

PAT Version Number: 14
Transport Stream ID: 16391 (0x4007)

PMT PID 352 (0x0160) - Program 16897 VOX HD
PMT PID 368 (0x0170) - Program 16898 SUPER RTL HD
PMT PID 384 (0x0180) - Program 16899 RTL II HD
PMT PID 400 (0x0190) - Program 16900 n-tv HD
PMT PID 416 (0x01a0) - Program 16901 RTL NITRO HD
PMT PID 432 (0x01b0) - Program 16902 Tele 5 HD
PMT PID 528 (0x0210) - Program 16908 RTL HD Nuernberg


Nürnberg K54:

Zitat

PAT Version Number: 14
Transport Stream ID: 16481 (0x4061)

PMT PID 16 (0x0010) - Network
PMT PID 1360 (0x0550) - Program 16960 Disney Channel HD
PMT PID 1376 (0x0560) - Program 16961 N24 HD
PMT PID 1392 (0x0570) - Program 16962 DMAX HD
PMT PID 1408 (0x0580) - Program 16963 Eurosport 1 HD
PMT PID 1424 (0x0590) - Program 16964 nickelodeon HD
PMT PID 1440 (0x05a0) - Program 16965 test
PMT PID 1456 (0x05b0) - Program 16966 QVC HD
PMT PID 1472 (0x05c0) - Program 16967 HSE24 HD
PMT PID 1488 (0x05d0) - Program 16968 Bibel TV HD


Weil ich gerade in die Liste geschaut habe: laut eigenen Angaben sendet das ZDF in Nürnberg via Fermeldeturm nur mit 20kW, nicht mehr 50kW. (siehe ZDF Videotext Seite 739).

Der BR sendet nicht im selben Modus wie das ZDF. Die beiden BR Muxe senden im "16k" Modus, das ZDF im "16k-extended" Modus. Daher ergibt sich beim BR eine Nettorate pro Mux von 21,56 Mbit/s, nicht 22Mbit/s wie beim ZDF.
Der BR verwendet auch nicht die neuere Version 1.3.1 Daher kann man für die beiden BR Muxe tatsächlich auch ältere USB Sticks verwenden, und ältere DVB-T2 Boxen lesen die Sender teilweise ein, können locken, aber natürlich kein Bild wiedergeben wege HEVC.

von Terranus - am 02.04.2017 15:50
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Die größte Fläche von DVB-T1 in Deutschland hatte doch noch nie frei empfangbare Private terrestrisch, daher halte ich die Zahl von Freenet sogar für realistisch.
Bei uns hier sind die Privaten doch in T2 erst dazu gekommen, wer hier vorher T1 schaute, wird sich nicht für Privatsender interessiert haben, weshalb sollte er jetzt dann gerade ein kostenpflichtiges Abo für Private haben wollen.
Ein Teíl der Leute, wo Private terrestrisch als Beifang in T1 mit gingen, haben vielleicht auch kaum Privat-TV geschaut und machen nun auch kein Abo für Freenet.

Meine Aussagen bezogen sich aber auf die Ballungsräume wo man über eine Million Leute verloren hat. Und bei den Ballungsräumen sind Regionen wie Magdeburg, Schwerin oder Rostock, wo es bisher noch keine Privaten über DVB-T gab noch nicht mal mitgezählt.
Bislang war es so, dass DVB-T in den ländlichen Gebieten durchschnittlich von ca. 3,7% der Haushalte genutzt wurde, in den Gebieten mit Privatsendern von 16,5%. Auch wenn durch die T2-Umstellung die Hälfte wegbricht (wobei FreenetTV ja davon ausgeht, dass ein Großteil des Wegbruchs bis Sommer kompensiert wird) sind 3/4 des Rests immernoch recht viel, denen die ö.r. reichen.
In letzter Zeit war es ja so, dass DVB-T only relativ stabil war, während die Zweitgerätenutzer weniger wurden. Ich schätze mal, dass es letztere sind bei denen es durch die T2-Umstellung auch die meisten Wechsel auf andere Verbreitungswege gab.

Zitat
stefsch
Wenn dem so ist (es könnte gut sein, weil die "Privatreichweite" durch weniger Standorte und weniger robuste Modullation sowieso eingeschränkt ist), kann ich nicht verstehen wie die Aboeinnahmen die geringere Werbereichweite kompensieren sollen. Wahrscheinlich wird das Ganze bestenfalls ein Nullsummenspiel à la Ausländermaut.
Auch der "Volkswirtschaftliche Nutzen" ist zweifelhaft: teurere De-/Coder Gerätschaften (auch für die Senderseite!), mehr Bandbreiten- und Energieverbrauch durch Verschlüsselung?? Die Schwächung von "eingeführten Sender-Marken". Andererseits: mehr Arbeitsplätze bei Abo-Drückerkolonen :eek:.

Da Freenet seine Abozahlen wohl nie so ganz ehrlich kommunizieren wird, werden wir erst bei Einstellung des Freenet-Angebots wissen wie es um Freenet (und damit um DVB-T2) steht, bzw gestanden hat. Man erinnere sich an das RTL-ViseoPlus-Desaster in Stuttgart/Halle/Leipzog. Als genereller "Freund" von DVB-T, hoffe ich dennoch, dass dieser Tag noch fern sein wird...

Man darf auch das Kostenverhältnis nicht unberücksichtigt lassen; bei DVB-T kamen nur 4 Programme pro Kanal unter, bei DVB-T2 sind es 7. Außerdem dürften die 5,75€ recht großzügig berechnet sein. Beim BR zahlt man über den Rundfunkbeitrag monatlich 30 Cent für alle Verbreitungswege HD und SD. Und bei den Privaten sollen es je Verbreitungsweg über 5€ nur für HD nötig sein? Mit einer halben Million Abonnenten dürfte die Privatsender wie auch FreenetTV deutlich in den grünen Bereich kommen.

Viseo+ kann man kaum vergleichen; es war umständlich (neuer Receiver für DVB-T-alt-Nutzer denen bislang auch das ö.r. Angebot reichte) und bot für Kabel-Sat-Nutzer keinen Reiz/Mehrwert (höchstens man stand auf zwei Pay-TV-Programme der RLT-Gruppe) zum Umsteigen. Was sicherlich auch an den fehlenden Programmen der Pro7Sat.1-Gruppe lag. FreenetTV hingegen ist ein Produkt das in Sachen Programmvielfalt, Qualität und Preis mit Sat und Kabel konkurrieren kann. Mancherorts soll ja demnächst das analoge Kabelfernsehen abgeschaltet werden - da wird FreenetTV sicherlich kräftig die Werbetrommel rühren.

von Zwölf - am 13.04.2017 19:56
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