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Berlin: Aus für Sender Britz

Startbeitrag von Wiesbadener am 11.06.2012 08:30

Wie man so aus Kreisen hört, will Deutschlandradio den Sender Britz aufgeben. Die UKW-Frequenz 89,6 MHz wird zum Alex verlagert, die Mittelwellen entweder ganz eingestellt oder nach Zehlendorf verlagert. Kurzwelle läuft ja schon nicht mehr.

Die 50 interessantesten Antworten:

Irgendwie war das aus meiner Sicht zu erwarten. Mit der geplanten Abschaltung der Mittelwellen würde sich der Erhalt der Anlage nur wegen der 89,6 nicht mehr rechnen.
Ist auf dem Alex eigentlich noch genug Platz für zusätzliche Sender ?

von Saarländer (aus Elm) - am 11.06.2012 08:36
Vermutlich wird der Empfang in Brandenburg schon früher schwächeln. 20 kW vom Alex sind aber auch nicht schlecht...weiss denn jemand, mit wieviel Leistung tatsächlich aus Britz gesendet wurde ? Da gab es ja immer unterschiedliche Angaben.

von Chief Wiggum - am 11.06.2012 09:47
Macht euch mal keine Panik - es sieht nicht einem Schnellschuss aus. Zumindest geht davon das Medienmagazin von radioeins (rbb) aus.

Zitat
radioeins
In den kommenden Jahren ist mit der Abschaltung dieser Mittelwellen und damit der völligen Schließung der Sendestation Berlin-Britz zu rechnen. Den Betrieb der UKW-Frequenz 89,6 MHz wird dann der Fernsehturm am Alexanderplatz übernehmen, wie es bereits 1996 bei der Frequenz 94,3 MHz (ehem. RIAS 2, 1992 unter Verfremdung des Namens zu R.S.2 privatisiert) geschah.

Quelle: http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/radionews_20120610.html

von oli84 - am 11.06.2012 10:18
Wie ändert sich dadurch der Empfang in richtung Süden oder Südosten ? Die Sendeantenne am Alex befindet sich doch sicherlich höher als in Britz, oder doch nicht ?
Wieviele km sind die beiden Standorte ausseinander ? *kopfkratz*

von 0815xxl - am 11.06.2012 11:07
Zitat

Wie ändert sich dadurch der Empfang in richtung Süden oder Südosten ? Die Sendeantenne am Alex befindet sich doch sicherlich höher als in Britz, oder doch nicht ?
Wieviele km sind die beiden Standorte ausseinander ? *kopfkratz*

Der DLF sendet laut Sendertabelle mit 100 kW vom Alex. DLR derzeit mit der selben Leistung aus Britz.
Bei einer Verlagerung unter Beibehaltung der ERP dürfte sich die Reichweite wohl schlagartig erhöhen, da der Alex geschätzt 100 m höher ist.

Entfernung Britz (Bez. Neukölln) zu Alex (Mitte) geschätzt 8-10 km.

von Schwabinger - am 11.06.2012 11:17
Koordiniert für die 89,6 sind in Britz 30kW bei 90 Metern Antennenhöhe. Am Alex wären es denn 20 kW bei 285 Metern.
Die 90 Meter kommen aber mit Sicherheit nicht hin, die Antennen hängen höher.

Entfernung Luftlinie : 8,2 km.

von Chief Wiggum - am 11.06.2012 11:23
Zumindest den Mittelwellen weine ich keiner Träne hinterher, die 990 kHz war wirklich ein Witz wegen der 89,6 vom selben Standort und die 855 sendete unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es wäre aber interessant zu wissen wie sich die Koordinierung der 89,6 auf den Alex gestalten würde - welche Nachbarn sprechen dagegen?

von RheinMain701 - am 11.06.2012 11:33
Zitat
RheinMain701
Zumindest den Mittelwellen weine ich keiner Träne hinterher, die 990 kHz war wirklich ein Witz wegen der 89,6 vom selben Standort und die 855 sendete unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es wäre aber interessant zu wissen wie sich die Koordinierung der 89,6 auf den Alex gestalten würde - welche Nachbarn sprechen dagegen?


Das dürfte klappen. Größter Störer ist inzwischen das Deutschlandradio selbst, aufgrund der 89,7 MHz in Hoyerswerda :-)

von Wiesbadener - am 11.06.2012 11:50
Die volle Leistung - wie hoch auch immer - geht in Britz nur nach 0°, 120° und 240° raus.
Die Antennenunterkante dürfte bei 124m liegen (Alex.275m), der Schwerpunkt bei 142m (alex.285m).
Hier - ca.170 km südlich - geht die 102,6 Fritz mit 15 kW meist ein klein wenig besser als die 89,6.
Von daher rechne ich nach der Umstellung mit einer leichten Verbesserung, keineswegs mit Verschlechterung.

von Harald Z - am 11.06.2012 12:03
Was spräche denn dafür oder dagegen zum SFB zum Scholzplatz zu gegen? Dort könnte man doch den Sender "mitnehmen" und weiter selbst betreiben?

von ts01 - am 11.06.2012 12:12
Zitat
ts01
Was spräche denn dafür oder dagegen zum SFB zum Scholzplatz zu gegen? Dort könnte man doch den Sender "mitnehmen" und weiter selbst betreiben?

Die 89,6 war früher rias1, nix SFB. ;-)

von 0815xxl - am 11.06.2012 13:03
Was mir auffällt: bisher gab es starke Einzüge nach Westen. Die werden anscheinend komplett wegfallen? Das würde in die Richtung natürlich einen, wenn auch geringen (Brocken ist um die Ecke) Reichweitengewinn bedeuten.

von RheinMain701 - am 11.06.2012 15:46
Zitat

Was spräche denn dafür oder dagegen zum SFB zum Scholzplatz zu gegen? Dort könnte man doch den Sender "mitnehmen" und weiter selbst betreiben?

Die 89,6 war früher rias1, nix SFB. ;-)


Hat er ja uach nicht geschrieben ...

Sicherlich wären die Kosten geringer. Aber die Frage ist, ob man Schlozplatz noch einen weiteren High Power Sender betreiben kann. Stichwort Antennenbelastung und auch Platz für den Sender ...

Schlozplatz ist der schlechtere Standort als der Alex, also müsste man mehr Powern, was auch höhere Stomkosten kostet.

Ausserdem müsste der Abstand zu Britz größer sein und meine der Schlozplatz kann nur rund senden ...

von Marcus. - am 11.06.2012 17:13
Zitat
brouillage
Die 855 ist schon seit ca. einer Woche ausgeschaltet. Die 990 finde ich unnötiger, weil deren Programm auch über UKW verfügbar ist.


Heute am 13.06 läuft die 855khz bei mir wieder.

von omue - am 13.06.2012 16:37
Für die Fernversorgung mit Deutschlandradio Kultur ist vor allem während der Dunkelheit die MW 990 kHz unverzichtbar. Die LW 177 kHz ist wegen der Europe 1 Problematik nicht überall eine Alternative. Die hervorragende Kurzwelle 6005 kHz hat man ja leider auch schon aufgegeben.

von digifreak - am 14.06.2012 17:47
Zitat
digifreak
Für die Fernversorgung mit Deutschlandradio Kultur ist vor allem während der Dunkelheit die MW 990 kHz unverzichtbar. Die LW 177 kHz ist wegen der Europe 1 Problematik nicht überall eine Alternative. Die hervorragende Kurzwelle 6005 kHz hat man ja leider auch schon aufgegeben.

Ja aber wer hört nachts bitte DKultur? Vor allem im Sommer, wo die Nacht nur sieben Stunden dauert?

von RheinMain701 - am 14.06.2012 17:50
Die 990 kHz scheint gerade abgeschaltet zu sein, schon den ganzen Morgen kein Signal mehr. Nur eine Wartung/Ausfall oder doch schon das Ende?

von Steffen - am 20.09.2012 09:15
Bestätigt, hier ist 990 auch wieder hörbar. Hhatte mich schon gefragt, was wohl abends dort dann zu hören sein würde wenn britz nicht mehr sendet. :)

von Steffen - am 20.09.2012 14:46
Zitat
dabfrank
Auf 855 weiterhin nichts zu hören.:)


War denn vor der Meldung "Die 990 kHz scheint gerade abgeschaltet zu sein ..." (vom 20.09.2012 11:15 in diesem Forum) DRadio Wissen noch auf 855 kHz in DRM aktiv?

von kokido7 - am 20.09.2012 16:24
Also die 855kHz ist frei vom Rauschen was da immer zu hören war.Also vor 3 Wochen wars noch drauf.Hatte aber jetzt die letzte Zeit auch keine MW mehr gehört..Soweit dazu.:)

von dabfrank - am 20.09.2012 18:25
Auf 855 kHz rauscht in der Tat nichts mehr, hier ist Romania Actualitati mit der Fussballübertragung VFB Stuttgart - Steaua Bukarest zu hören. Auf 990 kHz ist DRadio Kultur präsent, parallel zur UKW-Frequenz 91,2 MHz hier in Frankfurt.

von Heinz Schulz - am 20.09.2012 18:42
Also die 990kHz ist nachts insbesondere außerhalb der UKW-Reichweite durchaus ganz nützlich, wenn man denn ein funktionsfähigen MW-Empfänger dabei hat. Und nachts laufen bei DLR Kultur noch interessante Sachen, während die meisten ARD-Wellen gleichgeschaltet sind und sonstige Dudelwellen oft nicht mal Nachrichten zwischen der Automation bieten...
Außerhalb der Nutzer dieses Forums dürfte allerdings die Zahl der MW-Nutzer stetig richtung Null wandern.

Eine mögliche Verlagerung der UKW zum Alex wirft die Frage auf, wieviele Großsender auf dem Ferndsehturm der innerstädtische Störnebel noch verträgt. Mit 'nem einfachen billigen UKW-Radio (aka KüBrüWü) ist's in der Ostberliner Innenstadt in Sichtweite des Fernsehturms wegen der Interferenzen kaum 'ne Chance einige Scholzplatz oder Schäferberg-Sender zu empfangen. Teilw. stören sich auch Fernsehturm-Freq. gegenseitig. Schwierig sind dort mit solchen Geräten schon immer z.B. 93.1, 92.4 und 96,3. Anderseits gehen die 100KW-Sender vom Alex auch in der U5 z.B. fast bis Lichtenberg...

von Hagen - am 21.09.2012 13:51
Da der Alex ja zwei UKW Antennen hat, gibt es hier keine Schwierigkeiten. 20kW sind da noch machbar. Die andere alternative wäre natürlich noch der Schlozplatz mit 80kW oder so.
UKW läuft halt so lange aus Britzt wie auch die MW noch on air sind, danach ist der Standort einfach zu teuer.

von Marcus. - am 21.09.2012 20:26
@en:
Ich denke nicht, das man auf Leute, die nicht bereit sind mehr als 9,99 für ein Radio auszugeben besondere Rücksicht nehmen muss. Leider wird dies vielerorts dennoch getan, wie die vielen Funzelsenderchen beweisen...

von Frequenzfieber - am 22.09.2012 08:12
*hüstel*
Schön wärs, wenn nur 9,99-€-Radios Probleme hätten.
Der teils sehr beliebte ATS909 wird hier vom Hohenpeißenberg mit seinen paar 25-kW-Senderchen so übersteuert, dass der vom gleichen Standort kommende DLF auf 94,7 MHz meist nicht vernünftig empfangbar ist.
Entfernung zum Sender: 16 km.
Auch mein uralter Philips D2999 war so ein "Kracher".

Beide Geräte sind allerdings sehr empfindlich - und eine hohe Empfindlichkeit erreicht man preiswert durch wenig Vorselektion gefolgt von viel rauscharmer Verstärkung - natürlich möglichst stromsparend, denn die Batterielebenszeit soll ja auch hoch sein....

Wenn hingegen in einem 10-€-Radio einfach nur ein FM-Chip ohne Vorverstärker eingebaut wird, der von Haus aus zwar nicht sehr empfindlich ist, aber dafür auch nicht so schnell übersteuert, kann so ein Billigradio sogar besser funktionieren. Zumindest in der Nähe von Großsendern.
... immerhin haben die Küchenbrüllwürfel ja auch eher ihren schlechten Ruf weg, weil damit "nur Ortssender" gehen - ganz unabhängig von Intermodulation oder Nebenempfang, also nur aufgrund ihrer geringen Empfindlichkeit.

von DH0GHU - am 22.09.2012 08:42
89,6 from Alex with 20kW will not fill the same area as 100kW from Britz.
As a DXer 600km away I can tell that 89,6 is the strongest scatter from Berlin, not 100kW from Alex (for example 99,7, 91,4). How surprising, given the Britz mast is considerably lower than the Fernsehturm!

Some fresh pics of the pair of masts:
http://radiacja.blogspot.com/2012/09/berlin-britz.html
- more Berlin-Sendestandorte gibt's auch auf meinem Blog.

I posted it in DX-Bereich dieses Forums but I'm guessing not everybody checks out that one.

von Maciek - am 22.09.2012 11:38
Was die 855 kHz angeht gibt es jetzt eine Erklärung:
http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/radionews_20120922.html
Siehe zweite Meldung.

von Steffen - am 23.09.2012 07:53
Einerseits schade, andererseits war gewiss die Hoererzahl recht ueberschaubar. D-Radio Wissen gibt es weiterhin im Berliner Raum auf DAB.

Vielleicht koennen wir die nun eventuell hoerbaren Sender auf der frei gewordenen 855 kHz zusammentragen?

von PowerAM - am 23.09.2012 10:30
Statt Rauschen kommt nun nachts gut Spanien rein, ich denke die DRM-Hörer auf der 855 konnte man auch einzeln per Handschlag begrüßen.
Leider ist dadurch jetzt auch nichts mehr in hoher Feldstärke in meiner Nähe 24h/d an DRM-Signal zuverlässig vorhanden, um etwas z.B. zu testen. DRM ist so tot, toter gehts kaum noch, es ist quasi so gut wie komplett gescheitert, die paar kleinen Sachen aktuell jetzt gerade mal wieder im 49m-Band, das wars dann wohl auch fast. Aber man hatte sich mal wieder mit terrestrischen Rundfunkempfang und klassischen AM-Bereichen befasst :-). DAB, UKW allein ist ja hier bei mir viel zu langweilig geworden, gibts in meiner Gegend gar kaum was Iinteressantes zu entdecken, was ich nicht schon kennen würde, von den Inhalten ganz zu schweigen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 23.09.2012 11:56
Zitat

DRM ist so tot, toter gehts kaum noch,

So ist es. Hat ja lange genug gedauert, bis das DLR das begriffen hat. Spätestens mit dem DAB Bundesmux war doch klar, das es nur ein digitales terrestrisches System geben kann.

Zitat
Hagen
Also die 990kHz ist nachts insbesondere außerhalb der UKW-Reichweite durchaus ganz nützlich

Sehe ich nicht so. Bis auf ganz wenige Freaks wird das keiner hören im weiteren Umkreis von Berlin. Ich halte die Doppelversorung MW und UKW Berlin für blödsinnig.

von Schwabinger - am 23.09.2012 15:51
Der Bundesmux ist genauso wie UKW nach wie vor nur ein Flickenteppisch. Solange das noch so ist, braucht es noch MW + LW. Für Berlin und Brandenburg spielt die MW sicher keine Rolle aber weiter weg füllt sie nachts ein paar Lücken. Das sind sicherlich nicht die große Masse, aber Gegenden, die auch sonst durch den Fokus auf Ballungsräume vernachlässigt werden.

Beweisen/prüfen ließe sich das z.B. in der nächtlichen Hörer-Talk-Sendung, indem jeder Anrufer nach dem Empfangsweg gefragt wird.

von Hagen - am 23.09.2012 22:56
Zitat

Beweisen/prüfen ließe sich das z.B. in der nächtlichen Hörer-Talk-Sendung, indem jeder Anrufer nach dem Empfangsweg gefragt wird.

Sehr gute Idee.

von Schwabinger - am 24.09.2012 14:20
Vor ein paar jahren in einer Journal am Vormittag Sendung tat man genau dieses. Jeder Anrufer wurde gefragt wie er den DLF empfängt. Die allermeisten antworteten "UKW", manche "Sat" und ein einziger sagte "Mittelwelle". Er wohnte in England und gab zu das es nur spielerei sei. Er könne den DLF deutlich besser über Sat empfangen. Den Bundesmux gab es zu der Zeit noch nicht.

von Spacelab - am 24.09.2012 14:38
Die Zahl der erreichten Hörer spielt bei den DRadios doch sowieso keine Rolle, die ist sowieso sehr gering. Dass von den sowieso sehr wenigen Hörern die meisten über UKW hören ist auch logisch.
Beim DLR kommt es meines Erachtens nur auf die theoretische technische Reichweite an, da die praktische egal sein muss, sonst könnte man die Sender einstellen. So gesehen macht zB die LW 177 kHz noch Sinn, sie versorgt zumindest theoretisch nicht erreichbare Hörer, während zB die 990 kHz eine Doppelversorgung ist. Genau wie die 549 kHz Thurnau. In ihrem Gebiet gibts den DLF auch per UKW. Daher nicht nötig.

von Terranus - am 24.09.2012 15:15
Da hat man wohl noch die IFA abgewartet, bevor man das Kapitel DRM leise beendet. ;)


Zitat
TerranusI
während zB die 990 kHz eine Doppelversorgung ist.

Nicht ganz. Da laufen doch auch die ganzen die DokDeb-Sendungen. Die gibt's auf UKW nicht und LW hat längst nicht mehr jedes Radio.

Aber sobald die Verlagerung der 89,6 zum Alexanderplatz durch ist, dürfte auch die 990 kHz recht bald abgeschaltet werden.


Und die Anzahl der verbliebenen LW- und MW-Hörer lässt sich indirekt auch daran messen wieviele Hörer in Köln und Berlin anrufen, wenn einer der Sender mal wieder tagelang wegen Wartungsarbeiten off air ist.

von Manager. - am 24.09.2012 15:48
Ob da letzte Woche auch jemand nachgefragt hat ,wo die MW abgeschaltet war? Glaube eher nicht.Mit welcher Leistung soll denn vom Alex gesendet werden und ab wann ungefähr?:confused: Hast ja hier gleich 2 starke DAB Sender stehen auf engsten Raum in Berlin.Ob das unbedingt auch sein muß.Da kannste die Deutschland Radios auch gut empfangen.;)

von dabfrank - am 24.09.2012 16:20
@Manager: das ist ein Argument, an die Debattenübertragungen hab ich jetzt nicht gedacht... dafür sind die Sender wirklich noch sinnvoll.

von Terranus - am 24.09.2012 17:30
Die MW ist aber gerade in der Stadt schon störungsfreier zu hören. Und leider stimmt es nicht, es gibt viele Autoradios ohne LW, aber mit MW. Auch nicht wenige normale Radios haben keine LW, aber MW.
Viele der heute verkauften Radios haben immer noch die MW, aber oft keine LW mehr.

von Terranus - am 24.09.2012 17:45
Zitat
RheinMain701
Aber wer hat denn MW aber keine LW?


Zum Beispiel mein Autoradio (falls es nicht mit der StarWaves Truckbox verbunden waere; diese Verbindung besteht aber "nicht von Natur" aus).

Und auch bei den Nicht-Autoradios ist es durchaus so, dass manche zwar MW haben, aber nur ganz wenige auch zusaetzlich LW. Um beispielsweise ein sehr kleines Taschenradio mit MW und LW zu bekommen (nuetzlich fuer Seewetterberichte), musste ich es mir aus England schicken lassen (Roberts R9988).

von kokido7 - am 24.09.2012 18:02
Zitat
TerranusI
Die Zahl der erreichten Hörer spielt bei den DRadios doch sowieso keine Rolle, die ist sowieso sehr gering. Dass von den sowieso sehr wenigen Hörern die meisten über UKW hören ist auch logisch.
Beim DLR kommt es meines Erachtens nur auf die theoretische technische Reichweite an, da die praktische egal sein muss, sonst könnte man die Sender einstellen. So gesehen macht zB die LW 177 kHz noch Sinn, sie versorgt zumindest theoretisch nicht erreichbare Hörer, während zB die 990 kHz eine Doppelversorgung ist. Genau wie die 549 kHz Thurnau. In ihrem Gebiet gibts den DLF auch per UKW. Daher nicht nötig.


Auf die 549 kHz Thurnau hätte man doch DRadio Kultur statt DLF aufschalten können. Hätte doch mehr Sinn gemacht oder?

von 101,4 - am 24.09.2012 19:12
Zitat
AFN-98,5-Fan
Auf die 549 kHz Thurnau hätte man doch DRadio Kultur statt DLF aufschalten können. Hätte doch mehr Sinn gemacht oder?

1. geht im Einzugsgebiet von Thurnau bereits 94,2 Bleßberg und 89,3 Großer Waldstein, und 2. gibt es ein massives Verwirrungsgebiet wenn man das SFN mit Nordkirchen auseinanderreißt.

von RheinMain701 - am 24.09.2012 19:17
Ein paar schöne Bilder, darunter auch vom legendären Insektenwegpustmechanismus und eine unschöne Nachricht an dieser Stelle: http://www.dxaktuell.de/?p=2632 In Britz wird demnächst fröhlich abgerissen...

von kielerförde - am 25.09.2012 13:31
Die 990 kHz wird temporär während der "Demontage"-Arbeiten abgeschaltet. Das wurde vom DRadio angekündigt und auch in der A-DX-Liste entsprechend kommuniziert.
Also: Don't panic! ;-)

von Heinz Schulz - am 08.11.2012 06:37
Ich habe mal kurz die MW 990 kHz gecheckt:
Um 19.15 h UTC höre ich hier in Frankfurt die beiden SER-Stationen aus Bilbao und Cadiz mit Sportreportagen (mit gaanz leichtem Echoeffekt). In Spitzen mit O=3, meist aber nur kurz über der Grasnarbe. Den Rest erledigt der innerstädtische Störnebel.

von Heinz Schulz - am 08.11.2012 19:28
Sender auf 990kHz läuft seit heute wieder, vom zweiten Mast habe ich gestern abend auf dem Heimweg (A100 Ausfahrt Gradestraße) nichts mehr gesehen.

von Arne_BLN - am 09.11.2012 14:20
Stimmt, der Süd-Ost Mast wurde demontiert !
Ich war heute mal dort, ausser ein paar Kranwagen ist dort aber nichts zu sehen. Die Reste liegen entweder noch nicht sichtbar auf dem Gelände oder wurden mittlerweile fortgeschafft. Leider hat man ja keine ´gute Einsicht auf das komplette Gelände.

[attachment 715 britz1.jpg] ->




[attachment 716 britz3.jpg] ->



Wenn mich nicht alles täuscht, wurde auch die Kurzwellenantenne, die sich nördlich des Hauptgebäudes befand, mittlerweile entfernt

von Chief Wiggum - am 10.11.2012 11:44
Ist der zweite Mast überhaupt nötig für die Ausstrahlung der Frequenz 855 kHz? Wäre es nicht prinzipiell möglich den einzigen noch vorhandenen Mast über eine Weiche mit der Frequenz 855 kHz und 990 kHz zu speisen? So etwas hat man doch wiederholt gemacht.

von Wellenschneider - am 15.11.2012 12:10
Ich habe mal der BnetzA Eintrag dazu gesucht:

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1060381,1061034#msg-1061034

Demnach sendet man mit 20kW ND vom Alex.

von Jassy - am 16.04.2013 10:49
Abgeschattete Orte würden durch die niedrigere Leistung verlieren - ob es sowas überhaupt im Pfannkuchen-Bundesland Brandenburg gibt, weiß ich aber nicht. Von daher glaube ich, dass der neue Standort eine reine Verbesserung ist. RTL hat doch so eine Funzel im Südwesten von Brandenburg, die müsste jetzt übelst bedrängt werden, nicht?

von RheinMain701 - am 16.04.2013 18:08
Früher haben 500 Watt aus Köpenik bis nach Cottbus gereicht . Die RIAS 1-Frequenz aus Britz hat man auch im Norden von Dresden genutzt. Ich denke die Reichweite ist die wie von Fritz vom Alexturm.

von Handydoctor - am 16.04.2013 20:13
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