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was für Antennen für KW,MW und LW

Startbeitrag von Robert S. am 23.02.2004 19:35

ich hab ma wieder ne frage und zwar folgendes,was für antennen braucht man denn für die oben genannten bänder,da eignet sich bestimmt keine YAGI oder ?
auf alten radios sieht man oft noch das zeichen für ne erdung,wie soll das denn geschehen,soll ich da nen kabel in die erde stecken oder wie is das gemeint?

was muß man denn beim aufbau einer solchen antenne beachten ?

danke schonma

Antworten:

Fuer die genannten Baender eindeutig eine Quad-Antenne! Sie
verfuegt gegenueber mittleren Langdraehten ueber eindeutige deutliche Vorteile, die sich in Form besserer Signalstaerken sehr angenehm bemerkbar machen. Wird ein Dipol in gestreckter Form (nicht zu den Enden hin abgewinkelt) aufgespannt, ergibt sich eine Richtwirkung um 90 Grad versetzt zur Aufspannrichtung. Optimal waere fuer deine Baender ein gestreckter Dipol, wenn man diesen in einer Hoehe von 30 Metern (für das Tropenband) oder aufhaengen könnte. Erst bei einer Hoehe von Lambda-Halbe ist das Optimum an DX-traechtiger Flachstrahlung erreicht. Gluecklicherweise beginnen die Vorteile aber schon viel frueher, so daß bereits bei kleineren Hoehen mit guten Ergebnissen zu rechnen sein wird.

von ov6dk - am 23.02.2004 19:42
Hallo !

Für Mittelwellenempfang mit dem Sangean ATS 909 benutze ich eine abstimmbare Rahmenantenne, die ich mir ungefähr nach dieser Anleitung gebaut habe: http://www.s-line.de/homepages/dl4sz/amateurfunk/mwantenne/mwantenne.html
Die Antenne funktioniert gut, Sender auf der gleichen Frequenz kann man besser trennen und das Signal wird auch stärker. Für Tips zum Selbstbau von LW und KW Antennen für den ATS 909 wäre ich übrigens auch dankbar.

von Eichbaum - am 23.02.2004 20:22
Nimm ne magnetische Loop Antenne, da braucht man keinen Fußballplatz großen Garten für.



von wavefinder - am 23.02.2004 20:33
Die oben in der url beschriebene Rahmenantenne kann man auch modifizieren für die Langwelle: statt 20 ungefähr 80 Windungen und für Kurzwelle ungefähr so 4 Windungen. Für Kurzwelle habe ich beste Erfahrungen mit einem Quadrat von einer Kantenlänge von ca 70 cm und nur einer einzigen Windung und parallel einen Drehko 500pF geschaltet. Die zwei Enden der Windung ins Radio gesteckt (Antennenbuchse und Erdungsbuchse). Total phänomenaler Empfang bei entsprechender Abstimmung! Je grösser die Kantenlänge bzw. der Umfang, umso besser der Empfang. Nur muss dabei die Windungszahl entsprechend reduziert werden. Ausprobieren, ob sich bei Drehkoabstimmung noch ein deutliches Empfangsmaximum innerhalb des Drehbereichs ergibt. Ansonsten Windungszahl ändern.


QTH: Werdau bei Zwickau
Ja volim Radio Bosna i Hercegovina prvi program na 612 kHz. Tvoja i moja muzika za cijeli dan!

von Arndt Ackermann - am 23.02.2004 21:04
Die o.g. Rahmenantennen kann man nur empfehlen.
Wer allerdings sehr vieeeel Platz hat, der kann sich auch eine Beverage Antenne aufbauen.
Ich dxe ab und zu über einen fernsteuerbaren Empfänger in Schweden, wo eine solche Antenne dranhängt.
Das Teil ist schlappe 430 m lang.

Hier ist der Endpunkt:



"Unterwegs" ist alle 3 m eine Stütze (links die weißen Pfähle):





von drm-dxer - am 24.02.2004 07:58
uff,na meinen garten möcht ich nicht mit ner megaantenne zubauen :D
da find ich den link vom eichbaum doch noch am besten,
ich hab nur eine kleine MW antenne an meiner anlagen,wo um ein rechtekiges plastegehäuse die dräte gewickelt sind,halt eine standardtantenne für HIFI anlagen,könnte ich denn auch ne kabelrolle nehmen die ja auch eine ähnliche form wie die standardantenne hat ?oder ist da mit keinem besseren empfangsergebniss zu rechnen



von Robert S. - am 24.02.2004 10:47
Die genannten Antennenvorschlaege sind abgesehen von der Beverage allenfalls Behelfsantennen für Neulinge und nicht empfehlenswert fuer den DX-Genuss.
Eine Dipolantenne stellt einen guten Mittelweg dar. Diese Antennenform ist deutlich leistungsfaehiger als ein einfacher Langdraht von 20 Metern. Gleichzeitig ist der Aufbau eines Dipols auf kleiner Flaeche zu empfehlen oder z.B. eine Beverage-Antenne (Abildung oben) - oder gar eine Rhombus-Antenne.

Auf einem Dx-Camp, im letzten Jahr, haben wir einen Rhombus von 60x60x60x60 Metern Umfang aufbauen koennen, dazu noch in 3 Metern Hoehe.

von ov6dk - am 24.02.2004 10:59
Klar, ein Rhombus ist was Feines, aber nicht jeder hat den Platz, um diese Monster-Konstruktionen hinzustellen.
Ich habe früher hervorragende Ergebnisse auf Mittelwelle mit einer Rahmenantenne und einem Röhrenradio aus den 50ern erzielt.
Da würde ich nicht nur von einer "Behelfsantenne" sprechen.
Und auch die von Carsten oben erwähnte drehbare Wellbrook ALA 1530P bringt auf Kurzwelle sehr gute Ergebnisse.

von drm-dxer - am 24.02.2004 11:33
Mein "Geheimtipp" für LW und MW:
Es ist schon etliche Jahre her, dass der Fernempfang von MW-Sendern ein Spezialgebiet von mir war. Damals kam ich durch Zufall drauf, dass eine im Garten vergrabene ehemalige Blitzableiterschiene die beste Antenne dafür ist. Ich habe auch eine Rahmenantenne (Modell "Martens" mit Verstärker), doch die Erdung ist deutlich besser, wenn auch die Rahmenantenne den Vorteil der Richtwirkung hat, womit man störende Signale ausblenden kann.
Ich habe daher damals diese Erdungsschiene über ein Kabel in das Haus geführt. Ich konnte mit dieser "Blitzableiter-Antenne" zahlreiche Überseempfänge tätigen. Heute würde ich mir allerdings für derlei Späße keine Nacht mehr um die Ohren hauen.
Für KW verwendete ich übrigens lange einen etwa 15 m langen Draht, der von der Dachrinne zu einem Beleuchtungmasten gespannt war, und der mit einem einfachen Anpassgerät "Mizuho KX-3" abgestimmt war. Die Ergebnisse waren hervorragend. Selbst sehr schwache Tropenbandstationen konnten damit gut empfangen werden, obwohl dafür diese Antenne doch eher ungünstig dimensioniert war.
Heute habe ich allerdings einen etwa 15 m langen Draht im Dachboden ohne Abstimmung. Die Ergebnisse sind zwar deutlich schlechter als früher, vor allem im Tropenband, reichen aber für meine derzeitigen Bedürfnisse allemal.
Mein Empfänger ist übrigens nach wie vor ein Icom IC-R70 (eines der ersten Modelle, die in Österreich in den Handel kamen; 1983 war das ein revolutionärer Empfänger mit damals hervorragenden Empfangsleistungen. Ich habe allerdings 1985 die Filter gegen bessere ausgetauscht). Zuvor hatte ich übrigens einen Grundig Satellit 3400.
Ein paar Hörbeisspiele von damals: http://members.aon.at/wabweb/frames/hoerf.htm

von Wasat - am 24.02.2004 18:03
Gute Erfahrungen habe ich auch gemacht, als ich ein altes Röhrenradio an die Heizung angeschlossen habe, Super-Empfang auf Mittelwelle.
Das mit dem Blitzableiter ist auch ein guter Tipp.
Man kann mit einfachsten Mitteln schon viel erreichen.

Bei der Gelegenheit empfehle ich immer wieder gerne das Lied "Die schöne Adrienne hat eine Hochantenne":
http://www.mediathek.ac.at/zeitgeschichtschronik/1925_radio_wien.htm

von drm-dxer - am 24.02.2004 18:28
Was ist denn von magnetischen Loop-Antennen für die Kurzwelle als platzsparende Indoor-Lösung zu halten? Ich habe auch schon gelesen, daß sie Vorteile im üblichen häuslichen 'Störnebel' bietet.

Gibt es (vor allem platzsparende) Alternativen? Empfänger ist ein Winradio G303. Bin für jeden Tipp dankbar. Die Links im Internet sind leider größtenteils veraltet.

von EmmWeh - am 24.02.2004 18:39
Guckst du hier:
http://www.wellbrook.uk.com/LA5030.html

Habe aber leider keine Erfahrungen damit.



von drm-dxer - am 24.02.2004 18:52
na das mit der heizung ist eine gute idee,ich werd morgen gleich mal von einem meiner alten röhrenradios ein kabel an das heizungsrohr klemmen :D
mal schaun wie sich da der empfang verbessert



von Robert S. - am 24.02.2004 21:35
Mathias Weber schrieb:

Zitat

Was ist denn von magnetischen Loop-Antennen für die Kurzwelle
als platzsparende Indoor-Lösung zu halten? Ich habe auch
schon gelesen, daß sie Vorteile im üblichen häuslichen
'Störnebel' bietet.

Gibt es (vor allem platzsparende) Alternativen? Empfänger ist
ein Winradio G303. Bin für jeden Tipp dankbar. Die Links im
Internet sind leider größtenteils veraltet.


Eine MagLoop ist sicher eine sehr gute Lösung, wenn man keine Beverage- oder Dipol-Antennen nutzen kann, und auch nicht 50m Langdraht outdoor.

Ich selber habe mit einer MagLoop sehr gute Erfahrungen gemacht, in Punkto Empfangsleistung ist sie deutlich besser, als 15m indoor Langdraht, vom Platz ganz zu schweigen. Und nebenbei kann man mit ihr wirklich effizient häuslichen Störnebel ausblenden - meine MagLoop steht beispielsweise nur 2m von meinem Rechner+Monitor entfernt. Störungen dieser Geräte? Exakt Null.

Ciao
Christoph

von _Christoph - am 24.02.2004 22:37
Thema MagLoop

Wer den Einstiegspreis von 450.-EUR nicht scheut, sollte neben den Wellbrook-Loops auch die Grahn GS3-SE mit Modul ML 2 ins Kalkül ziehen.
http://www.grahn-spezialantennen.de

Nach einigen Versuchen mit kurzen Drähten bis zu 12m und der seinerzeit relativ weit verbreiteten Yaesu FRA-7700 habe ich 1992 die erste Grahn (GS2) gekauft. Meine Zufriedenheit mit dieser Konstruktion lässt sich daran ablesen, dass ich heute die GS3-SE sowie diverse Module (Loops und Ferritmodule) mein eigen nenne. Im Gegensatz zu den breitbandigen Wellbrooks ist die Grahn äußerst selektiv. Der erforderliche Einstellaufwand kommt dem Anwender mit Spieltrieb entgegen, liefert aber für andere, die nach Möglichkeit nichts einstellen wollen, ein Gegenargument.
Leider konnte ich selbst nie die Wellbrook-Loops im direkten Vergleich zur Grahn testen, habe mir aber sagen lassen, dass die Grahn im unteren Frequenzbereich (LW, MW´, 160m, Tropenbänder) mehr Signal liefert, während die Wellbrook ihre Stärken in den oberen Frequenzbereichen ausspielt. VLF ist nur für die Grahn ein Thema.

Im Thread bisher noch nicht angesprochen wurde die K9AY für LW und MW.
http://www.wellbrook.uk.com/K9AY.html
Diese Antennenform wurde von Udo Deutscher beim Champagne DX-Camp 2002 aufgebaut und hat mich stark beeindruckt. Leider fehlt mir zu Hause der Platz... :-(



von Ottensen FM - am 25.02.2004 07:25
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