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B5 Aktuell vom Herzogstand auf 87.6 und Laber 106,7 MHz in Betrieb!

Startbeitrag von Günter Lorenz am 20.08.2012 16:37

gerade bemerkt, hoffentlich kein kalter Kaffee.
Meine Freude hält sich aber in Grenzen, wieder eine Sporadic-E-DX-Frequenz weniger ...
Mal hören, was die 106.7 jetzt so zu bieten hat.

73.
Günter

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: B5 Aktuell vom Herzogstand auf 87.6 in Betrieb!

Auf den Frequenzwechsel war ich schon lange gespannt. Die 87,6 habe ich auch gerade gehört, auf der 106,7 geht aber (zumindest mit Zimmerantenne) nicht das leiseste Signal rein. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, ob die 106,7 am Laber jetzt aktiv ist. Wenn nicht, kann es aber nicht mehr lange dauern. Mal sehen, was ich auf der 106,7 jetzt alles empfangen kann. Insgesamt wird sich jedenfalls meine DX-Situation vor Ort durch den Frequenzwechsel verbessern:spos:

von MHM - am 20.08.2012 19:08

Re: B5 Aktuell vom Herzogstand auf 87.6 in Betrieb!

Nein, auf 106,7 MHz ist bei direkter Sicht zum Sender noch nichts zu vernehmen.
Auf dem Laber könnten die neuen Antennen schon installiert sein, zumindest kam mir die Konfiguration gestern gegenüber älteren Bildern verändert vor.

Siehe auch:

http://dl.dropbox.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4474.JPG
http://dl.dropbox.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4487.JPG
http://dl.dropbox.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4498.JPG

Edit Jassy: Die Bilder sind wirklich sehr gross, die habe ich klickbar gemacht.
Edit Ulrich: Danke! Besser so...

von DH0GHU - am 20.08.2012 20:35

Re: B5 Aktuell vom Herzogstand auf 87.6 in Betrieb!

Noch ein paar Anmerkungen zu den Bildern vom Laber: Die beiden Yagis hängen schon länger, diese scheinen für die bisher aufgeschalteten Frequenzen genutzt zu werden (92,2/93,1/96,1/(98,2)/105,4/107,9 MHz). Sie leuchten in Etwa das obere Ammertal, das Graswangtal und Teile von GAP aus. Der einzelne Doppeldipol paßt zum Diagramm von 106,7 MHz.
Bei den Yagis ist ein wenig überraschend, daß sie keine Neigung haben - wäre eigentlich sinnvoll, das sieht man vom Standort aus wunderbar... Das Zielgebiet liegt deutlich schräg nach unten.

Die beiden horizontal gestockten Antennen auf dem Nachbarmast sind vermutlich Ballempfang Richtung Herzogstand (Wendelstein (gleiche Richtung) ist durch Herzogstand/Heimgarten verdeckt!) und Hohenpeißenberg.
Nicht ganz sicher bin ich mir mit den DAB-Antennen, vermutlich sind das die beiden kleinen Yagis zwischen den UKW-Antennen?
Der Spiegel unterhalb der Ballempfangsantennen könnte RiFu richtung GAP-Kreuzeck sein.

von DH0GHU - am 20.08.2012 20:55
Ich bin mal so frei und erweitere den Thementitel - Laber 106,7 MHz läuft nun.
In Murnau einwandfreier Empfang mit RDS, auf der B2 bis zum Kreisverkehr B472/B2 guter Empfang, aber nicht ganz ohne Rauscheinbrüche (insbesondere im Murnauer Norden und in der Spatzenhausener Senke). Auf der B472 dann einwandfreier Empfang bei direkter Sicht zum Sender; hier im obersöcheringer Süden natürlich auch.

... erstmals halbwegs einwandfreie Mobilversorgung von B5 Aktuell auf UKW. Zwar unnötig, weils auch via DAB geht (ganz ohne Einbrüche auf 12D...); aber für die vielen noch-nicht-DABler sicher ein großer Mehrwert.

Die Frage
Zitat
RheinMain701
Mich interessiert aber auch, wann man die 106,7 umstellt und ob man so die Lücken, die durch das Fehlen des Hohenpeißenberg existieren, schließen kann.

läßt sich somit zumindest für diesen Bereich eindeutig mit Ja beantworten. Im Raum Bad Kohlgrub wäre ich mir dessen nicht so sicher; Test folgt am Donnerstag. In der Ecke hat mein RDS mitunter Ismaning gewählt, mit entsprechenden Verzerrungen. Dort gibts aber auch nicht immer direkte Sicht zum Laber. Genauer gesagt gilt das für fast die ganze Ecke südlich des Hohenpeißenbergs.


Edit: Detaillierterer Bericht

von DH0GHU - am 21.08.2012 15:08
Zitat
Bengelbenny
Die 106,7 ist auch hier sehr brauchbar zu empfangen. Überrascht mich aber nicht so sehr...


Hallo lieber Bengelbenny,

es mag ja sein, dass ich der einzige bin, der nicht weiß, was mit "hier" gemeint ist, also wo der Empfänger steht.
Mit fast 6000 Beiträgen bist Du sicher im Forum sehr bekannt.
Wenn aber irgendwo im Posting stehen würde wo Du dich befindest, könnte ich mit der Meldung was anfangen.
Das gilt übrigens für viele andere auch.
Also nicht böse sein,lieber Bengelbenny, an Deinem Beispiel fiel's mit nur gerade wieder mal auf.

von SagittariusA - am 21.08.2012 17:25
Gestern abend ging auf der 106.7 die Landeswelle sowie ČRo 5 Plzeň, beides nur als Scatter. Antenne Salzburg auf der vertikalen Antenne recht gut, das hört sich nach mehr als 50 Watt an.
Heute abend hat Laber die Lücke gefüllt und kommt gefühlt deutlich stärker als er auf der 107.9 war ... Ich nehme an, daß es aber nur die üblichen 10 W sind.

Kein Wunder: Da besteht ja Sichtverbindung!

73,
Günter (QTH: Freising)

von Günter Lorenz - am 21.08.2012 18:48
Man sagte, daß die 106,7 mit 2 kW senden wird. Dies aus gutem Grund, weil B 5 am Hohenpeißenberg keine Frequenz hat. Die alte Genf84-Frequenz 106,3 MHz (25 kW) wurde nicht ausgebaut und ist inzwischen nicht mehr realisierbar, wegen 106,3-Eisenberg und 106,4-FFB (106,2-Kreuzeck wäre auch problematisch).

Also ich kann die Antenne drehen wie ich will, ich empfange auf der 106,7 nicht das leiseste Signal. Nicht daß ich deswegen böse wäre, im Gegenteil. Aber ich wundere mich, weil einige der anderen Laber-Frequenzen in Mittenwald durchaus reingehen (87,7 - 105,4 - 107,9). Da bin ich mal gespannt, was ich dann auf der 106,7 reinkriege. Kandidaten sind Big FM, LW Thüringen, ČRo 5 Plzeň, Antenne Salzburg, RAI GRP (Monte Belvedere), HKR (Učka), MR 1 (Nagykanizsa), Radio Zürisee (Uetliberg), Muzyczne Radio (Świeradów/Polen). Hui, das kann ja richtig international werden :)

von MHM - am 21.08.2012 19:10
@MHM:
Man hat die 87,7 zwar wegen Herzogstand 87,6 fallen lassen, aber Wallberg 87,7 spielt ja weiter östlich auch noch eine Rolle. Das war dann wohl egal.
Aufgrund der Richtstrahlung des Laberbergs nach Süden und Westen und aufgrund der Schwäche des Herzogstands nach Westen (Heimgarten, eigener Hauptgipfel) können sich Herzogstand und Laber nur bedingt stören. Interessanterweise am ehesten im Raum Kochel und Benediktbeuren, da dort der Laberberg trotz sehr schwacher Leistung in diese Richtung von den Bergen weiter östlich reflektiert wird.

von Stefan Z. - am 22.08.2012 08:36
@Stefan Z.
Ja, es stimmt, der offizielle Grund war die Unverträglichkeit zwischen Laber-87,7 und Herzogstand-87,6 - nicht weil direkter Sichtkontakt zwischen beiden Sendern gegeben wäre (wie Du schon schriebst, da steht noch ein Berg im Weg), sondern weil es in einem Teil des Herzogstand-Versorgungsgebietes zu Störungen durch den Laber gekommen wäre.
A propos Wallberg-87,7: Da finde ich es auch interessant, daß man sich an die 87,8 (DLF) in Bad Tölz-Gaißach herangewagt hat. In der Praxis funktioniert es aber wohl.

von MHM - am 22.08.2012 08:47
@MHM:
Tölz-Gaißach und Tölz-Kalvarienberg 102,9 strahlen nur nach Süden in Lenggrieser Isartal. Von daher geht das einigermaßen. Probleme gibt es knapp nördlich von Tölz, wo aufgrund der Nähe die Tölzer Sender trotzdem noch gut gehen und im Bereich Sylvensteinspeicher, wo der Wallberg nicht ganz so schlecht als in Richtung Lenggries kommt.
Durch das Jachenau-Tal könnte man mit einer dritten Keule nach Osten theoretisch auch vom Herzogstand die Gegend um Winkel und den Sylvensteinstausee besser versorgen.

von Stefan Z. - am 22.08.2012 09:32
Bei meinen Beobachtungen vor Ort fiel mir auf: Die Abstrahlung geht zwar nach Süden, aber die Gegend um Winkel bzw. nördlich des Stausees wird nicht mehr ausreichend versorgt.
Ich hab´s mir gerade in der digitalen Topo-Karte angeschaut: Vom Herzogstand könnte man durch die Jachenau tatsächlich diese Lücke schließen.

Bliebe noch die Lücke des mittleren Isartales (also zwischen Wallgau und Sylvenstein-Stausee). Anfang der 80er Jahre war mal angedacht, das Tal mit einem Sender vom Wankgipfel oberhalb Garmisch zu versorgen. Klingt auf den ersten Blick etwas abenteuerlich, würde aber bestens funktionieren, wenn man sich die Topographie anschaut. Der BR hat das dann aber doch nicht realisiert, da man die Gegend mit dem Wallbergsender als versorgt ansah. Das mag vielleicht gestimmt haben, als der Wallberg noch mit 500 W ERP sendete. Nach der Reduzierung auf 100 W ist eine ausreichende Versorgung meiner Meinung nach aber nicht mehr gegeben. Nur ist es inzwischen nicht mehr so leicht, von einem fast 1800 m hohen Berg noch fünf Frequenzen zu finden, die Chancen auf eine erfolgreiche Koordinierung haben:-s

von MHM - am 22.08.2012 10:00
@MHM:
@Peter Schwarz:
Meines Erachtens liegt das am Loisachtal und der Gegend um Eschenlohe. Der Hohe Peißenberg kommt nur sehr verzerrt, und westlich des Herzogstands steht der Heimgarten im Weg. Da Richtung NNO vom Wank aus gesehen die ersten Berge des eigenen Gebirges davorstehen, erreicht man damit Eschenlohe auch nicht optimal. Da war das Kreuzeck die bessere Lösung. Der Wank käme dafür besser in Ober- und Unterammergau, hätte aber in Oberammergau noch Lücken.

Eine Frage an alle: Gibt es schon Beobachtungen bezüglich gegenseitiger Störungen zwischen Grünten 106,9 und Laberberg 106,7 ? Oder funktioniert das noch ? Denn bei der höheren Leistung von B5 ist ja die Überlappung im Alpenvorland jetzt sehr groß, aber so weit auseinander stehen die beiden ja auch nicht.

von Stefan Z. - am 22.08.2012 10:43
Obs der Grund für den BR war, weiß ich nicht, aber denkbar ist folgendes:

Vom Wank aus wäre das Loisachtal nur bis ca. Oberau versorgt worden.
Vom Kreuzeck aus strahlt man aber perfekt ins Loisachtal hinein, und versorgt damit auch Gebiete, wo der Hohe Peißenberg aufgrund von Reflektionen ungenießbar ist, der Laber zu schwach und Herzogstand sowie Wendelstein abgeschattet sind.
Bei mir in Obersöchering war z.B. 104,9 MHz aus GAP die 1. Wahl für B5 Aktuell bevor B5 Aktuell auf 106,7 MHz vom Laber in Betrieb ging.

von DH0GHU - am 22.08.2012 10:46
Aah so, da geht's um das Loisachtal. Gut, ihr kennt die Gegend natürlich gut. Von meiner Seite war das nur eine Vermutung. Ich war damals auf dem Wank und empfang ihn als sehr exponiert, im Gegensatz zum Kreuzeck, das eher etwas versteckt seitlich der Zugspitze liegt. Beim BR werden sie sich daher schon ihre Gedanken gemacht haben. Die Infrastruktur wäre jedenfalls auch auf dem Wank vorhanden. Wisst ihr zufällig, was für eine Sendeanlage dies dann dort war/ist? Existiert die noch?

von Peter Schwarz - am 22.08.2012 10:47
Ups.. Stefan war schneller.

Zu der Frage:
Zitat
Stefan Z.
Eine Frage an alle: Gibt es schon Beobachtungen bezüglich gegenseitiger Störungen zwischen Grünten 106,9 und Laberberg 106,7 ? Oder funktioniert das noch ? Denn bei der höheren Leistung von B5 ist ja die Überlappung im Alpenvorland jetzt sehr groß, aber so weit auseinander stehen die beiden ja auch nicht.


Gestern hat mein Autoradio irgendwo zwischen Obersöchering und Riegsee auf 106,9 MHz umgeschaltet, das ging ebenso problemlos wie 106,7 MHz. Ich habe mit keinem meiner Radios Probleme festgestellt. Grünten ist in der Gegend recht stark, nur Hohenpeißenberg ist normalerweise stärker.
Da ich morgen abend kurz mal nach Pfronten fahre, werde ich mal die Überlappungsgebiete ausprobieren und dazu ggf. auf dem Rückweg wieder über Hohenpeißenberg fahren. Allerdings gehe ich nicht davon aus, daß es Probleme gibt, notfalls regelt mein Autoradio einfach die Bandbreite runter. Billigradios mit Scheunentorfiltern besitze ich leider nicht :rp:
Da B5 Aktuell in Mono ausgestrahlt wird, ist das wohl auch etwas unkritischer.

von DH0GHU - am 22.08.2012 10:57
Zitat
Peter Schwarz
Wisst ihr zufällig, was für eine Sendeanlage dies dann dort war/ist? Existiert die noch?


Direkt auf dem Gipfel steht eine kleine Hütte mit u.a. Amateurfunk und Bergwacht. Das war damals aber möglicherweise noch irgendeine Forschungseinrichtung. Ich weiß nicht mehr welche...
Etwas näher an der Bergstation befindet sich ein DFMG-Standort mit diversen Funkdiensten.
Außerdem meine ich mich zu erinnern, dass es auch militärische Funkdienste dort oben gibt (unsicher).
... War leider auch schon mehr als 2 Jahre nicht mehr oben...

von DH0GHU - am 22.08.2012 11:00
Die Versorgung in diesen Gegenden fand ich schon immer spannend. Vor allem war das Ostallgäu z.B. vor dem Bau des (leider überdimensionierten) Füllsenders Pfronten wirklich suboptimal versorgt. Mir fiel schon damals, in den 80er-Jahren auf, dass der Grünten dort sehr verzerrt hereinkam. Genauso wie in Grainau das Kreuzeck ähnliche Probleme hatte. Mich interessierte natürlich immer, wie die Leute vor Ort dann die Programme empfangen. Dafür gab es seinerzeit noch eine recht simple Methode (quasi die Augen-MA :xcool:): Nämlich den Blick durch die Autofenster. Zu Zeiten analoger Autoradios konnte man ja schön erkennen, wo der Skalenzeiger stand. Im Ostallgäu meistens etwas oberhalb von 99Mhz, Bayern3 wurde also per Hohenpeissenberg oder sogar Hühnerberg (beides ist möglich) empfangen. In Grainau war dagegen häufig der Wendelstein eingestellt, der dort zwar häufig auch verzerrt ist, aber insg. doch durchgängig hörbar. (Es war übrigens wirklich in fast allen Autoradios Bayern 3 eingestellt, während sich in Baden-Württemberg die Hörerschaft auch mobil schon mehr aufteilte zwischen den einzelnen Programmen).

von Peter Schwarz - am 22.08.2012 11:06
@Peter:
@Ulrich:
Die Betrachtungsweise ist im Ostallgäu je nach Lage, aber auch nach Zeit, unterschiedlich.
Am Forgensee geht großteils wieder der Grünten besser. Selbst in Pfronten gibt es durch ein Tal eine Lücke zum Grünten, so daß dieser dort ziemlich gut geht. In den Verzerrungsgebieten war früher sicherlich der Hohe Peißenberg die erste Wahl. An den heutigen Maßstäben gemessen kommt er dort aber auch relativ verzerrt, wenn auch nicht so stark wie im Eschenloher Moos. Daher würde ich aus heutiger Sicht betrachtet für das Ostallgäu sogar eher noch den Breitenberg-Füllsender etwas aufdrehen, damit dieser z.B. bis Lechbruck vernünftig kommt. Während ich umgekehrt dem Hohen Peißenberg eigentlich nichts mehr abgewinnen kann. Ohne die Laber-Lücke bei Bad Kohlgrub halte ich ihn für die komplette Fehlplanung, wobei dort der Wendelstein auch noch gut kommt. Dies bestätigt aber die Historie, da die DBP zuerst auf dem Hohen Peißenberg war und die eben keinen Wendelstein hatten.

von Stefan Z. - am 22.08.2012 11:45
Zitat
Peter Schwarz
Da bin ich mal gespannt, wie stark diese 106.7 auf der schwäb. Alb reinbrettert.

Ja, "reinbrettern" trifft die Sache ganz gut. Ich war heute Richtung Bodensee von Stuttgart auf der Route A8/A7/A96 unterwegs. Auf der A8 kommt die 106,7 gleich nach Erreichen der Albhochfläche (kurz nach dem Lämmerbuckel-Tunnel) mit O=3-4 rein, nur stellenweise unterbrochen durch ein paar Fetzen vom Kalmit. Der macht sich dann aber schnell dünn und B5 lässt sich durchaus brauchbar auf der A7 mit kleinen Einbrüchen in Senken verfolgen. Auf der A96 ist es dann aber nach ein paar Kilometern vorbei und der Uetliberg kommt irgendwann durch. Der Grünten ist auf dieser Strecke natürlich sehr präsent, stört aber überhaupt nicht.

Bei B5 aktuell wurde übrigens im Programm auf den Frequenzwechsel hingewiesen und auf der BR-Homepage gibt es einen neuen Artikel dazu. Demnach sind es vorerst nur 400W, erst nächstes Jahr möchte man auf 2kW aufdrehen.

von EmmWeh - am 22.08.2012 21:06
Das Bild im verlinkten Artikel zeigt übrigens nicht den Laber, sondern den Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten, wenn ich das richtig sehe :-)

Nochmal zur 106,7:
Laut BNetzA beträgt die ERP maximal 2 kW in Hauptstrahlrichtung 330°. Die 3-dB-Breite der Strahlungskeule beträgt nur 80° (290°-10°).
Angenommen, die derzeitige Antenne weist bereits das geforderte Diagramm auf (muß sie nicht , es müssen nur die Maximalfeldstärken pro Richtung eingehalten werden), gehen nur in diesem Bereich 200 W und mehr Leistung (400 W in Hauptstrahlrichtung) 'raus.
Richtung Mittenwald und somit MHM sowie die Regionen drum rum, also grob von 90° bis 150°, gehen nur rund 18 dBW, also etwas mehr als 60 W, raus. Das erklärt, warum dort so wenig/nichts ankommt.
Richtung Murnau (30°-40°) sinds dann derzeit 18 dBW bis 20 dBW, also 63 bis 100 W. Das erklärt die vereinzelten Rauscheinbrüche.
Das sind auch in Etwa die Verhältnisse richtung A95 nördlich von Sindelsdorf bis München, südlicher siehts noch schlechter aus.
Das ist aber auch garnicht so verkehrt, im Grunde ergänzen sich die Versorgungsgebiete von Herzogstand (wird westlich der A95 schnell schwächer), GAP-Kreuzeck (wird westlich der B2 schnell schwächer) und Laber sehr gut. Richtig viel dürfte der im Ammertal (z.B. auf der B23) bringen, dort ist der Grünten auch oft noch abgeschattet.
Bad Kohlgrub, Böbing und Schöffau liegen allerdings im Funkschatten der Berge nördlich des Labers.

Daß es auf der Alb gut geht, wundert mich nicht, schließlich wurde dort sogar schon die Pfronten-Funzel gemeldet. Vom Ammergebirge besteht Sicht zur Alb; immerhin reflektieren diese Berge auch wunderbar DAB+ auf 9D und 11B aus Aalen bzw. Geislingen ;-)
Leutkirch (an der A96, halbe Strecke zwischen Memmingen und Wangen) liegt gerade mal beim -3-dB-Punkt des Sendeantennendiagramme, Richtung A8 und A7 nördlich MM geht quasi die volle Leistung raus.

von DH0GHU - am 22.08.2012 22:02
Zitat
Ulrich Hilsinger
Direkt auf dem Gipfel steht eine kleine Hütte mit u.a. Amateurfunk und Bergwacht. Das war damals aber möglicherweise noch irgendeine Forschungseinrichtung. Ich weiß nicht mehr welche...
Etwas näher an der Bergstation befindet sich ein DFMG-Standort mit diversen Funkdiensten.
Außerdem meine ich mich zu erinnern, dass es auch militärische Funkdienste dort oben gibt (unsicher).


Über militärische Einrichtungen ist mir jetzt zwar nichts bekannt, aber der OV Garmisch-Partenkirchen betreibt dort oben den Digipeater DBØGAP.
Ansonsten gab es zu Analog-TV-Zeiten einen Fernsehumsetzer. Außerdem erinnere ich mich an eine Klimastation mit Luftchemiemessung, die ich vor ca. 25 Jahren mal besichtigt hatte.

Das Kreuzeck ist für die Versorgung von Garmisch und Loisachtal besser geeignet als der Wank, weil letzterer zu nahe am Versorgungsgebiet liegt (klingt im ersten Moment paradox, aber bei Bergsendern ist es besser, ein bißchen mehr Distanz zu haben). Der Wank wäre aber ein guter Standort, um das Kankertal zu versorgen (Herzogstand kann man dort vergessen und Kreuzeck ist auch nicht mehr astrein), zudem könnte man - wie schon erwähnt - das mittlere Isartal erreichen und somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Selbst empfange ich die 106,7 weiterhin nicht. Auf der Fahrt nach Innsbruck konnte ich zwischen Mittenwald und Landesgrenze das Signal ein bißchen im Autoradio aufnehmen, aber die 106,8 von der Haimingeralm (Radio U1) hat das Signal teilweise weggedrückt.

von MHM - am 22.08.2012 22:04
@Ulrich:
Das erklärt natürlich einiges, wenn es vorläufig nur 400 W sind. Ich war nämlich gestern hier im Illertal zunächst etwas enttäuscht. Deine Info über die Hauptrichtung ist interessant. Ich bin bisher von 320-20°, also Schwerpunkt bei 350°, ausgegangen. So steht es auch hier bei uns in der Senderdatenbank und vor Wochen noch bei der BNetz. Weiß jemand, ob hier noch etwas verändert wurde, wenn es doch 290° bis 10° sind ?
@RheinMain701:
ZDF Wank auf K43 empfing ich früher einmal mit einem kleinen Casio-Taschenfernseher in Oberammergau auf der Terasse eines Cafes. Nur daß er eben nicht überall in Oberammergau ging.

von Stefan Z. - am 23.08.2012 07:03
@Ulrich Hilsinger
Oh, das wußte ich nicht, sorry ;-). Aber gut, daß Du mich an DMØGAP erinnerst. Ich wollte immer schon mal die 145,0125 MHz in Mittenwald testen. Das ist wohl eine Art QRP-Relais, weil die Frequenz ja bereits vom Relais auf dem Patscherkofel genutzt wird.

In den nächsten Tagen werde ich einige kleinere Meßfahrten in der Umgebung unternehmen und testen, ob und wie gut die 106,7 geht. Und, wichtiger natürlich, was sonst alles jetzt auf der QRG zu hören ist :-). Die erste Testfahrt wird zum berühmten DX-Standort Kesselberg (oberhalb des Walchensees) gehen.

von MHM - am 23.08.2012 08:10
Danke. Dann wird das am Wank der TV-Umsetzer gewesen sein.
Dass der neue Sender jetzt auch auf der Alb auftaucht, wundert mich gar nicht. Wenn dann erst mit voller Leistung gesendet wird, dann geht es sicher sogar RDS-tauglich. Dumm nur, dass damit dann wohl der Empfang von R. Zürisee auf 106.7 auf der Alb wieder passé oder zumindest sehr schwierig wird. Mit B5 ist man da ja fast schon überversorgt.
@Stefan Z.: Es kommt sicher drauf an, welchen dB-Wert man als Grenzwert annimmt. Die Antennen zeigen sicherlich in EINE Richtung (also eben 350°) mit einem gewissen Öffnungswinkel, d.h. links und rechts davon fällt das Signal eben (nicht linear, sondern nach dem besonderen Diagramm der Antenne) mehr oder weniger rasch ab, inkl. dem Auftauchen von Nebenkeulen. Solche können gerade in Kombination mit (Mehrfach)reflexionen im Bergland für überraschende Empfänge weit neben des eigentlichen Sendegebietes sorgen.
Die Hauptstrahlrichtung 350° zeigt ja, dass man damit eben den Hohenpeissenberg ersetzen möchte, der eben für B5 fehlt, Hauptzielgebiet "Pfaffenwinkel/Ammer- und Lechtal". Wieso man nicht gleich auf 2kW hochschaltet, wüsste ich auch mal gerne. Will man jetzt erst testen, ob die 400 Watt reichen bzw. ob es zu Störungen kommt? Welches Programm könnte durch diese neue Frequenz gestört werden in ihrem Zielgebiet? Mir fehlt spontan keines ein. Mit 106.6 Waldenburg wird es auf der Alb ein Verwirrgebiet geben sowie eben mit R. Zürisee Uetliberg und mit Big FM Kalmit, aber eben ausserhalb der Zielgebiete. Mit 2kW allerdings könnte es der Laber sogar über die schwäb. Alb hinaus schaffen! Das wäre dann spannend, z.B. auf den Fildern beim Stuttgarter Flughafen, wo ich erst neulich wieder FM4 auf 104.6 beifahrertauglich über mehrere km gehört hatte.
@MHM: Wo ist denn das Kankertal? (hab gerade danach gegoogelt, einer der ganz wenigen Links, in denen dieses Tal erwähnt wird, ist dieser hier: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/3139/1/Hornsteiner_Matthias.pdf :joke:) Was das mittlere Isartal angeht: Hier hat sich der BR bislang wohl noch keinen herausgerissen, da diese Gegend sehr sehr dünn, nahezu unbesiedelt ist. Da würde dann vermutlich die Devise gelten: Mehr Watt als erreichte Einwohner.

von Peter Schwarz - am 23.08.2012 09:35
So, ich habe mal meine Mittagspause mit der manuellen Suche nach den BNetzA-Daten und ihrer manuellen Auswertung verbraten :-)

Das ist der Eintrag in der aktuellen UKW.TXT:

TNAROberammergau 106.700KA 011E061647N3513011E061147N3510D BY 1685 20 33.0 HD 32.0 30.0 28.0 27.0 25.0 22.0 19.0 16.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 18.0 19.0 22.0 25.0 27.0 28.0 30.0 32.0 33.0 33.0 33.0 33.0 33.0 1 63 873 925 972 1003 1041 1063 1029 841 657 816 621 510 494 535 576 588 642 804 852 792 668 479 168 292 429 616 683 280 586 657 754 849 767 682 686 820System 4 D 14191920.08.201208.06.2012




Hier mal die relevanten Daten von 280° bis 20°:
280° 28 dBW
290° 30 dBW
300° 32 dBW
310° 33 dBW
320° 33 dBW
330° 33 dBW
340° 33 dBW
350° 33 dBW
000° 32 dBW
010° 30 dBW
020° 28 dBW

von DH0GHU - am 23.08.2012 10:47
@Peter Schwarz
Na so ein Zufall aber auch hihi:-)
Das Kankertal ist das Verbindungstal zwischen dem Talkessel von Garmisch und ... und ... hmm, ja was eigentlich? Es endet jedenfalls in Klais, einem Ort westlich von Mittenwald und südwestlich vom Buckelwiesenplateau, welches das Talende des Kankertales vom Isartal trennt. Ich gebe zu, allzudicht ist das Kankertal nicht besiedelt, genauso wie das mittlere Isartal. Trotdem könnte der BR Mitleid mit den Autofahrern und den wenigen Einwohnern haben und z.B. als Weihnachtsgeschenk den beiden Tälern einen Füllsender auf dem Wank spendieren. Muß ich mal ein gutes Wort dafür einlegen...

von MHM - am 23.08.2012 10:51
Zitat
Peter Schwarz
dann geht es sicher sogar RDS-tauglich.

Das ist er jetzt schon.

Zitat

Wieso man nicht gleich auf 2kW hochschaltet, wüsste ich auch mal gerne. Will man jetzt erst testen, ob die 400 Watt reichen

Vielleicht sind 2kW zu viel des Guten wg. Verzerrungen etc.

Zitat

über die schwäb. Alb hinaus schaffen! Das wäre dann spannend, z.B. auf den Fildern beim Stuttgarter Flughafen

Laber net! :bruell:

Am Flughafen wohl kaum. Aber vielleicht an Ecken wie z.B. Esslingen-Jägerhaus.

von EmmWeh - am 23.08.2012 16:47
So, ein Abendessen-Ausflug nach Pfronten hat sich angeboten, 106,7 MHz vom Laber (welch passender Name für einen Inforadio-Standort :rp:) zu testen.

Aaaalso... Ganz klar, wie schon hier mehrfach geschrieben, im Raum Murnau bringt der Sender natürlich einiges. Auch rüber bis Bad Kohlgrub auf der Staatsstraße ist der Laber der beste Sender für B5, allerdings wird der Empfang ca. 1 km östlich Bad K. deutlich schlechter. In B.K. hat mein Radio sogar auf 90,0 MHz (Ismaning) umgeschaltet... Klang natürlich dort schrecklich, dank immenser Verzerrungen. Ab Saulgrub ist 106,7 MHz wieder erste Wahl, aber richtig gut wird der 106,7-Empfang eigentlich erst wieder nördlich Bad Bayersoien. Von der Ammerschlucht bis Wildsteig ist der Empfang erstklassig und bleibt bis Steingaden gut. Auf der B17 richtung Füssen ist zwar noch einige Zeit Empfang möglich, aber Grünten 106,9 MHz natürlich allererste Wahl.
Auf dem Nachhauseweg bin ich über Peißenberg (B17/B472) gefahren. Der Grünten ist für B5 Aktuell auf der gesamten B17 bis Kurzenried erste Wahl, in Kurzenried selbst ist der Laber besser. Für ein reines Wortprogramm wäre er hier dennoch nicht nötig, das gilt ebenso für die gesamte B472 bis zur Einmündung in die B2 bei Huglfing. In diesem Bereich wechseln sich Laber, Wendelstein und Grünten als beste Quelle ab, östlich vom Hohenpeißenberg natürlich meist Laber und Wendelstein. Es gibt dabei durchaus Stellen, wo nur der Laber verzerrungsfrei geht. Das ist auch sein Hauptvorteil - rein vom Pegel her bräuchte man ihn dort eigentlich nirgends, irgendwas anderes geht eigentlich immer. Da es immer wieder Rauscheinbrüche gibt, setzt seine mobile Nutzung ein agiles RDS-Radio voraus, das dann fleißig zwischen 105,7 / 106,7 / 106,9 hin und her schalten muss.

Alles in allem ist das nach wie vor keine "perfekte" Versorgung. An einigen Stellen bringt der neue Sender Vorteile; dort wo er derzeit noch angerauscht ist, werden 2 kW den Durchbruch bringen, da dann immerhin ein nicht verzerrter Sender verfügbar ist - das Hauptmanko der bisherigen Situation waren ja die vielen Verzerrungen.
Für die ST2062 Murnau-Bad Kohlgrub ist der neue Sender zwar ein großer Gewinn, aber nicht wirklich in der Lage, die Lücken zu schließen. Da wäre ein neuer Standort vor Ort sicher geeigneter gewesen.
Ob im Endausbau 2 kW aus mehr als 1600m Höhe, die die Frequenz immerhin in weit über 100 km Entfernung noch blockieren, wirklich für den Zugewinn gerechtfertig sind, muß tatsächlich ein bischen in Frage gestellt werden, zumal es ja hier nicht um ein Stereoprogramm geht, und somit insbesondere Grünten und Wendelstein häufig noch zur Versorgung heran gezogen werden können, wo für B1-4 der Hohe Peißenberg unumgänglich ist.

Was nun die Frequenznachbarschaft zum Grünten betrifft: Das war erwartungsgemäß nie ein Problem. Auf 106,8 MHz ist im Raum Peißenberg ein österreichischer Sender zu hören gewesen, wobei ich nicht weiß, ob das nun Kitzbühel-Hahnenkamm oder Haiminger Alm war. Der hatte es allerdings in der "Zange" zwischen den beiden B5-Sendern schon seh sehr schwer, die Moderation war aber teils verständlich - zumindest konnte ich auch den Dialekt eindeutig als österreichisch identifizieren.

von DH0GHU - am 23.08.2012 21:08
Off Topic:

Zitat
MHM
Aber gut, daß Du mich an DMØGAP erinnerst. Ich wollte immer schon mal die 145,0125 MHz in Mittenwald testen. Das ist wohl eine Art QRP-Relais, weil die Frequenz ja bereits vom Relais auf dem Patscherkofel genutzt wird.


Zitat
Oberbayern-Rundspruch Nr. 18 vom 31. Mai 2010
Zwei Mitteilungen aus dem OV Garmisch-Partenkirchen C03

Ein Hinweis zu DM0GAP


Seit Anfang des Jahres ist das 2-m Relais DM0GAP auf dem Wank bei Garmisch-Partenkirchen in Betrieb. Dieses Relais ist hauptsaechlich fuer den regionalen Funkbetrieb und den Notfunk geplant.

Es wurden umfangreiche Massnahmen getroffen, um die Abstrahlung nach Sueden zu vermindern. Damit sollen Empfangsstoerungen von OE7XTI, dem Relais auf dem Patscherkofel, das sich auf der gleichen Frequenz befindet, vermieden werden. Erste Berichte bestaetigen, dass unser Signal inzwischen in OE deutlich kleiner geworden ist.


Bei einem anderen Problem sind wir auf die Mitwirkung und die Vernunft der Nutzer von DM0GAP angewiesen:

Beim Betrieb ueber DM0GAP darf nur die geringst moegliche Leistung verwendet werden. Leider wird immer wieder beobachtet, dass versucht wird, DM0GAP aus groesserer Entfernung und mit hoher Leistung anzusprechen. Dann wird das eigene Signal ungewollt zusaetzlich auch ueber das Relais auf dem Patscherkofel uebertragen.

Wir bitten im Interesse eines stoerungsfreien Betriebs und der gut-nachbarschaftlichen Beziehungen mit den Funkfreunden in OE dringend um Beachtung dieses Hinweises! Fuer Weitverbindungen ist DM0GAP nicht gedacht, dafuer ist das Zugspitzrelais wesentlich besser geeignet.

Mit vy 73
die Betreiber von DM0GAP
OVV C03 Martin, DF3MC


Quelle: http://www.db0anf.de/app/bbs/messages/show-16KDB0PM_00O

von Natrium - am 24.08.2012 07:36
@MHM: Ach so, man könnte auch vereinfacht sagen "entlang der B2 Garmisch-Mittenwald". Das wird immerhin eine recht vielbefahrene Straße sein. Wäre es denn wenigstens möglich, bei einem Füllsender auf dem Wank die Mittenwalder Funzel einzusparen? Oder sind da diese "Buckelwiesen" dazwischen? Dann wäre wohl eher ein Füllsender dort sinnvoll, um Mittenwald und dieses Kankertal gleichzeitig zu versorgen. Wvtl. würde man von dort (also etwa Höhe Klais) auch ein gutes Stück ins besagte Isartal hineinkommen, etwa bis nach Vorderriß.
Der Wank wäre in meinen Augen wieder überdimensioniert, wenn man gleichzeitig noch das Kreuzeck hat. Wenn, dann müsste man von dort stark gerichtet senden, also nur mit zwei Antennen eben in jene Täler. Ansonsten hätten wir wieder eine Funzel, die bis auf die schwäbische Alb oben reicht und dort nur rumstört, ähnlich Pfronten, Weiler, Laber...

von Peter Schwarz - am 24.08.2012 13:07
@MoselSaarRuwer
Danke für den Hinweis! Da scheint es ja tatsächlich schon Probleme mit dem Patscherkofel gegeben zu haben, obwohl einige Berge dazwischen liegen.

@Peter Schwarz
Ja, die B2 führt entlang des Kankertales. Vielbefahren ist die Straße für meinen Geschmack schon, aber Bewohner aus dem Ruhrgebiet würden die Straße vermutlich als ziemlich leer empfinden...

Ein Wanksender könnte den Mittenwalder Füllsender nicht ersetzen, weil ein Mittelgebirgsrücken dazwischen liegt. Die Buckelwiesen liegen dagegen nur auf maximal 1000 m, die würden nicht stören. Den Wank würde ich gar nicht für die Versorgung von GAP und Loisachtal einsetzen. Einfach eine horizontale Antenne mit starker Richtwirkung in Richtung Kankertal, und damit automatisch auch in Richtung mittleres Isartal, und gut ist. Man erreicht zwar kein Ballungsgebiet damit, aber die Leute dort zahlen auch ihre GEZ-Gebühren...

Ich werde bei Gelegenheit mal beim BR einen Fühler vorstrecken. Jetzt fahre ich aber erstmal nach Speyer und werde unterwegs die Situationen mit der 106,7 und 87,6 testen.

von MHM - am 24.08.2012 13:25
Ich hab es mir nochmal genauer angeschaut: Da liegt der Kranzberg dazwischen. Mittenwald liegt wohl doch so tief eingegraben, das Tal ist nur nach Norden halbwegs offen. Wenn da der Herzogstand nicht 100% versorgen kann, dann schafft es wohl kein auswärtiger Standort. Eine andere Idee: Wenn man vom Wank aus das Isartal versorgen kann, dann müsste es auch umgekehrt gehen:
Ein Sender auf den Bergen südöstlich von Lenggries (Richtung Roßstein/Achenpass) sollte eig. gut bis nach Wallgau rüberkommen und auch noch ins Kankertal hinein. Desweiteren könnte man damit den Sender Bad Tölz obsolet machen, diesen vielleicht damit ersetzen. Evtl. könnte so auch Wildbad-Kreuth erreicht werden, wo es ja glaub ich auch Engpässe gibt. Ob es dort in der Gegend aber einen geeigneten Punkt mit Infrastruktur gibt, weiss ich nicht.

"Bewohner aus dem Ruhrgebiet" empfinden alles als Botanik, wo mehr als drei Bäume nebeneinander stehen! :joke:

von Peter Schwarz - am 24.08.2012 14:01
ist es möglich, dass jemand, der die Software hat, eine Radio Mobile Karte erstellt und hier postet?
-bzgl. 106,7-

Info auf der BR Homepage:
http://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/frequenzwechsel-herzogstand-oberammergau-100.html

Zitat

Hintergrund für den Frequenzwechsel
B5 aktuell erhält mit der 106,7 MHz eine neue leistungsstarke Frequenz am Senderstandort Oberammergau/Laber, um künftig im "Pfaffenwinkel" (Region im Landkreis Weilheim-Schongau) deutlich besser empfangbar zu sein. Die Sendeleistung für den Nachrichtenkanal wird zunächst auf 400 Watt erhöht. 2013 ist eine weitere Verbesserung und Anhebung auf 2 kW vorgesehen. Damit B5 aktuell die neue Frequenz beziehen kann, ist die Frequenz-Rochade erforderlich.

Quelle siehe Link oben von der BR Homepage

von Radiopirat - am 24.08.2012 18:19
Zitat
Peter Schwarz
Ich hab es mir nochmal genauer angeschaut: Da liegt der Kranzberg dazwischen. Mittenwald liegt wohl doch so tief eingegraben, das Tal ist nur nach Norden halbwegs offen. Wenn da der Herzogstand nicht 100% versorgen kann, dann schafft es wohl kein auswärtiger Standort. Eine andere Idee: Wenn man vom Wank aus das Isartal versorgen kann, dann müsste es auch umgekehrt gehen:
Ein Sender auf den Bergen südöstlich von Lenggries (Richtung Roßstein/Achenpass) sollte eig. gut bis nach Wallgau rüberkommen und auch noch ins Kankertal hinein. Desweiteren könnte man damit den Sender Bad Tölz obsolet machen, diesen vielleicht damit ersetzen. Evtl. könnte so auch Wildbad-Kreuth erreicht werden, wo es ja glaub ich auch Engpässe gibt. Ob es dort in der Gegend aber einen geeigneten Punkt mit Infrastruktur gibt, weiss ich nicht.

"Bewohner aus dem Ruhrgebiet" empfinden alles als Botanik, wo mehr als drei Bäume nebeneinander stehen! :joke:


... und sprechen bereits von Winter, wenn vier Wochen lang Schnee liegt :joke:

Die Abstrahlung aus der Gegenrichtung ist, glaube ich, bei weitem nicht so günstig. Der Roßstein liegt ja schon ein ganzes Stück hinter dem Achenpaß, damit könnte man nicht mal die Gegend um den Sylvensteinsee versorgen. Es gibt in der Achse der beiden Täler keinen Berg, der annähernd so hoch wie der Wank wäre. Die höheren Gipfel in der Umgebung (Demeljoch, Juifen) liegen geographisch äußerst ungünstig. Daß dort keinerlei technische Infrastruktur vorhanden ist, spielt unter den Umständen schon gar keine Rolle mehr.

Aber es stimmt, die Gegend um Wildbad Kreuth ist schlecht versorgt; der nahegelegene Wallberg strahlt über das Tal hinweg. Es wurden ja mal in grauer Vorzeit vier Frequenzen koordiniert für den Standort Ringberg, aber dort gibt es nurmehr Media Broadcast und die sind bekanntlich teuer. Daher zögert der BR derzeit mit der Realisierung dieses Standortes.

Kurz noch zur Empfangslage in Mittenwald: Fährt man durch den Ort, kann man im Autoradio die 106,7 schwach aufnehmen, sie ist aber in keinsterweise ein Hindernis für ein Tropo- oder gar Sporadic-E-Signal. Die 87,6 vom Herzogstand ist natürlich viel lauter, aber sie zischelt und kracht noch mehr als typische DLF-Funzelfrequenzen, und das will was heißen! Mehr noch, man kann weiterhin BR Klassik vom Dillberg empfangen, trotz 210 km Distanz! Das ist also ein schönes Durcheinander, aber nicht weiter schlimm, da es in Mittenwald die 89,8 für B 5 aktuell gibt. Aber hätte man diesen Frequenzwechsel vor 25 Jahren durchgeführt, hätte man in Mittenwald auf den Sender Ismaning (90,0) ausweichen müssen, denn damals gab es den örtlichen Füllsender noch nicht und die 87,6 ist für die Versorgung des Ortes schlichtweg nicht geeignet.

von MHM - am 24.08.2012 21:01
Gestern habe ich eine Kontrollfahrt von Marktoberdorf über Steingaden, Saulgrub, Bad Kohlgrub, Oberammergau, Ettal, Oberau, Murnau, Weilheim und Landsberg gemacht.
Die 106,7 vom Laberberg kommt schon relativ früh, nämlich etwas vor Marktoberdorf, ziemlich gut. Leichte Einbrüche bei Marktoberdorf selbst. eine leichte Verzerrung bei Steingaden. RDS zunächst Grünten, ab Steingaden Wendelstein. Verzerrungen von Grünten und Laber in Bad Kohlgrub, wie erwartet. In Bayersoien und Saulgrub sowie Unter- Oberammergau und Ettal natürlich Laber mit RDS. Der Unterschied zwischen der 106,7 und den anderen Laberfrequenzen ist in die Gegenrichtung der 106,7, also Oberau, weniger stark als vermutet. D.h. alle Frequenzen kommen dort schwach, aber sie kommen. Leichte Reflexionen dürften also noch eine Rolle spielen. In der Gegen vor Murnau und bei Murnau wird die 106,7 wieder stärker, aber man merkt leichte Verzerrungen, die bis Weilheim reichen und die daraufhin weisen, daß die Leistung in die direkte Richtung zu gering ist. Nordwestlich von Weilheim Richtung Landsberg und B17 kommt die 106,7 wieder exzellent, wobei der RDS dort auf dem Wendelstein bleibt, was er seit Murnau über Weilheim schon tat. Kurz vor Landsberg und weiter westlich bis Buchloe geht die 106,7 ordentlich, aber man merkt, daß wegen zunehmender Entfernung die Feldstärke bereits abgenommen hat. Der RDS springt kurz vor Landsberg wieder auf den Grünten zurück.

Fazit: Die Strahlung geht meines Erachtens einen Tick zu weit ins Allgäu im NW und müße etwas Richtung Norden gedreht werden, um die Murnauer Gegend besser zu versorgen. Aber ich denke, daß dies hier bereits angedeutet wurde.

von Stefan Z. - am 27.08.2012 09:07
Zitat
Stefan Z.
Fazit: Die Strahlung geht meines Erachtens einen Tick zu weit ins Allgäu im NW und müße etwas Richtung Norden gedreht werden, um die Murnauer Gegend besser zu versorgen. Aber ich denke, daß dies hier bereits angedeutet wurde.


Das ursprüngliche Antennendiagramm hatte sogar eine stärkere Nordkomponente, aber es gab seitens Media Broadcast Befürchtungen, die 106,7 könnte die 106,6 von Radio Galaxy in Rosenheim stören.

Nochmal zur 87,6: In Mittenwald kann auf der Frequenz fast überall Dillberg zusammen mit Herzogstand gehört werden, im Kankertal übernimmt dann BR Klassik die Regie (wobei eine gewisse Störmodulation noch vorhanden ist). Auch im Loisachtal hört man nur den Dillberg. Draußen im Flachland ist es dann andersrum, da ist nur der Herzogstand zu vernehmen. Eigentlich eine witzige und interessante Empfangssituation, insgesamt aber eine sinnvolle Lösung des BR. Fehlt nur noch der Füllsender auf dem Wank...

von MHM - am 27.08.2012 13:12
@MHM:
Genau, wir hatten bereits gesagt, daß ursprünglich ein Schwerpunkt von 350° anstelle von 330° angedacht war. Und Rosenheim ist schon ziemlich weit östlich vom Laber aus. Also nicht ganz nachvollziehbar, aber danke.
Zum Herzogstand: Da Bereiche in den Bergen zum Versorgungsgebiet des Herzogstands gehören und nicht nur das Alpenvorland scheint mir die Lösung mit der 87,6 nicht so sinnvoll aufgrund der Reflexionen. Eine andere Frequenz wäre besser.

von Stefan Z. - am 27.08.2012 13:57
@Stefan Z.
Ja, ich hatte auch so meine Bedenken bei diesem Einwand. Immerhin sind beide Sender bereits gut 80 km voneinander entfernt. Aber solange man die Frequenz nicht komplett blockiert, kann man den Einwand noch tolerieren.

Zur 87,6: Man konnte leider keine andere Frequenz finden für diesen exponierten Standort direkt am Alpennordrand. Im Alpenraum selbst muß der Herzogstand hauptsächlich Krün und Wallgau versorgen, das sollte aber eigentlich kein Problem sein (werde ich übermorgen überprüfen). Problematisch sind die Reflexionen wahrscheinlich nur im Raum Mittenwald, dort gibt es aber einen eigenen Füllsender. Wie es in der Jachenau aussieht, weiß ich nicht, aber dort konnte der Herzostand eh noch nie richtig versorgen. Richtig interessant könnte die Empfangssituation am Kesselberg sein; ich könnte mir vorstellen, daß dort beide Sender gut hörbar sind, obwohl der Herzogstandsender nur 3 km entfernt ist. Das werde ich ebenfalls am Mittwoch testen.

von MHM - am 27.08.2012 14:57
Stimmt, es gab mal die Planung, die 106,7 zum Hohenpeißenberg zu verlagern und dafür die 106,0 am Herzogstand zu nutzen. Ich weiß jetzt aber nicht genau, was gegen die 106,0 sprach. Bin auch ganz froh, daß daraus nix wurde, denn die 106,0 ist eine gute DX-Frequenz für mich (da geht Italien, Slowenien, Kroatien, Deutschland und ganz selten auch Belgien rein). Nach Genf 84 war am Hohenpeißenberg die 106,3 mit 25 kW vorgesehen, aber das ist aus mehreren Gründen inzwischen nicht mehr realisierbar.

von MHM - am 27.08.2012 15:54
So, hab jetzt mal mit den 8-Element-Antennen (horizontal und vertikal) getestet. Die 106,7 ist meistens von LW Thüringen belegt, wobei das Signal oftmals stärker reinkam als die 91,7 vom selben Standort (letztere hat aber 100 kW!). Ein sehr schönes Beispiel für den selektiven Mehrwegeempfang im Gebirge.
Mit einiger Mühe gelingt der Empfang des Laber-Senders doch, übrigens auch am Kesselberg, obwohl dort eigentlich fast alle Alpensender abgeschirmt sind. Auf der 87,6 war nur B 5 zu hören; ich könnte mir aber vorstellen, daß mit etwas Tropo-Unterstützung der Dillberg durchkommt.
Am Alpennordrand im Raum Bad Tölz fiel die 106,7 teilweise sogar stärker ein als die 87,6 MHz, was schon etwas überraschend ist. Insgesamt hat sich das Versorgungsgebiet des Herzogstand (bzgl. B 5 aktuell) etwas verkleinert, was aber nicht weiter schlimm ist. Es sind ja keine Versorgungslücken entstanden, allenfalls wurden Redundanzen etwas abgebaut.

von MHM - am 29.08.2012 20:12
OT:
Zitat

Die 106,7 ist meistens von LW Thüringen belegt, wobei das Signal oftmals stärker reinkam als die 91,7 vom selben Standort (letztere hat aber 100 kW!). Ein sehr schönes Beispiel für den selektiven Mehrwegeempfang im Gebirge.


Ich hatte das vor einigen Tagen ganz extrem: Cro 1 auf 91,1 und Frekvence 1 auf 94,1 aus Klet mit vollem Signal (sicher RDS-Qualität), auf 102,9 und 106,4 war aber absolut nix zu hören.

von Habakukk - am 30.08.2012 05:56
Hab gestern morgen nochmal Empfangsversuche auf der Fahrt zur Arbeit gemacht (Lkr. Rosenheim-Nordost, tlw. südwestexponiert).

Die neue 87,6 vom Herzogstand geht ähnlich gut/schlecht wie alle anderen Frequenzen von dort. Da kein Tropo war, störte der Dillberg nur wenig.
Die 106,7 kommt jetzt vom Laber deutlich schlechter an als früher vom Herzogstand. Insofern dürfte sich die Situation für Galaxy Rosenheim derzeit sogar verbessert haben, wobei weder Herzogstand noch Laber für unsere Region als Störer wirklich relevant sind. Die 106,6 ist an sich sowieso eine Traumfrequenz für Galaxy.

Der Unterschied zwischen 106,7 (400W) und 105,4 (100W) ist gravierend, der Empfang der 106,7 scheint mir kaum besser als der der 10W-Frequenzen vom Laber zu sein und gelingt nur an wenigen Stellen brauchbar, wo die 105,4 bereits fast auf RDS-Niveau geht. Man merkt da deutlich die Unterschiede im Diagramm.

Senden denn 105.4 und die BR-Frequenzen über die gleichen Antennen?


OT zu Klet noch:
Heute hab ich noch ein anderes Phänomen auf 91,1 und 102,9 an meinem Grundig G5 mit den 80er Filtern festgestellt:

Auf exakt 91,1 recht störungsfrei SWR2 aus Aalen, kaum ausblendbar. Auf 91,125 und 91,075 kommt relativ gut hörbar Cro 1 vom Klet, von SWR2 nix zu hören. Da merkt man den unterschiedlichen Hub total. Das gleiche Spiel auf 102,9, dort geht gerade BR Klassik aus Bamberg recht stark. Trotzdem ist bei gleicher Antennenausrichtung auf 102,875 und 102,925 Radio Impuls vom Klet zu hören.

von Habakukk - am 05.09.2012 19:43
@Habakukk:
Also ich gehe davon aus, daß die 105,4 dasselbe Diagramm wie die BR-Programme hat, also 185° und 285°, nur eben mit 100 W statt 10 W. Das stimmt auch mit meinen Beobachtungen gut überein. Daher wundert es mich, daß Du die 105,4 soviel besser empfangen hast. Sie ist eben 10 dB besser als die BR-Programme, hat aber auch im NO ihre Schwächen. Da die 106,7 jetzt 330° anstelle von 350° anpeilt, merkt man das eben auch im NO und NOO. Trotzdem müßte laut Diagramm dann die 106,7 noch um einiges besser als die 105,4 bei Dir gehen.

von Stefan Z. - am 06.09.2012 08:19
Bei WFM machen wenige dB HF-Pegelunterschied einen um ein vielfaches höheren Rauschabstandsunterschied am Demodulatorausgang aus, wenn der Signal-Störabstand am Demodulatoreingang eine bestimmte Schwelle überschreitet. 10 dB Pegelunterschied machen im Grenzfall daher enorm viel aus!

Zu den Diagramme: Es gibt auf dem Laber aktuell (Genauer: Stand vor knapp 3 Wochen) genau 2 UKW-Antennensysteme. Die Bilder hatte ich hier reingestellt. Insofern ist zwingend davon auszugehen, dass 105,4 MHz und BR1-4 über die gleiche Antenne (2 Yagis) kommen. Für 106,7 MHz gibt es ein Dipolfeld, dessen Ausrichtung auch perfekt zum koordinierten Diagramm paßt.

von DH0GHU - am 06.09.2012 08:52
Ich versuche gerade für die FMLIST, beim Herzogstand Klarheit zu bekommen.

Sendet die neue BR-Frequenz 87,6 am Herzogstand über die gleiche Antenne wie die anderen, oder hat der BR da zusaetzliche Antennen installiert?
500kHz zur 88,1 koennten ohnehin weichentechnisch kritisch sein und das koordinierte Diagramm weicht von den anderen Diagrammen ab, die Hauptstrahlrichtungen sind leicht versetzt.
Denkbar waere aber auch, dass man fuer die neue 87,6 das reale Diagramm koordiniert hat, das eigentlich auch fuer alle anderen Frequenzen gueltig ist und nur noch nicht bei der BNetzA angepasst wurde.

Sendet eigentlich die 106.7 Oberammergau/Laber nun mit den vollen 2kW, oder immer noch mit nur 400W? Gibt es denn Infos ueber die neue Antenne, die die 106.7 abstrahlt? Derzeit haben wir ja nur Fotos der Anlage von vor der Aufschaltung der 106.7.

von Habakukk - am 19.07.2013 10:40
Zitat
Stefan Z.
@Habakukk:
Also ich gehe davon aus, daß die 105,4 dasselbe Diagramm wie die BR-Programme hat, also 185° und 285°, nur eben mit 100 W statt 10 W. Das stimmt auch mit meinen Beobachtungen gut überein. Daher wundert es mich, daß Du die 105,4 soviel besser empfangen hast. Sie ist eben 10 dB besser als die BR-Programme, hat aber auch im NO ihre Schwächen. Da die 106,7 jetzt 330° anstelle von 350° anpeilt, merkt man das eben auch im NO und NOO. Trotzdem müßte laut Diagramm dann die 106,7 noch um einiges besser als die 105,4 bei Dir gehen.


Denkbar waere, dass der Empfang hier im Chiemgau ohnehin hauptsaechlich durch Reflexionen am Zugspitz-Massiv zustande kommt. Eine direkte Sichtverbindung zum Laber schliesse ich da glaube ich ziemlich aus. Und vom Diagramm her geht ja Richtung Nordosten sowieso nahezu nix raus, in allen Faellen.

Es geht hier tlw. ja auch die AFN-Talfunzel Garmisch 90,3, besonders das *kann* nur via Zugspitz-Reflexion funktionieren.

Insofern koennte fuer uns hier nordoestlich des Senders tatsaechlich auch relevant sein, wieviel Leistung nach Sueden in die Reflexionsgebiete rausgeht.

von Habakukk - am 19.07.2013 10:46
Zitat
Habakukk
Derzeit haben wir ja nur Fotos der Anlage von vor der Aufschaltung der 106.7.


Irgendwo im Forum hab' ich schonmal neuere gepostet....

https://dl.dropboxusercontent.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4474.JPG
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4487.JPG
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4498.JPG

--> 106,7 MHz kommt über ein einzelnes Feld von 2 gestockten Dipolen vor Reflektorwand.

von DH0GHU - am 19.07.2013 11:35
@DH0GHU:
Danke! War wahrscheinlich sogar paar Seiten vorher. Also sind die Antennen fuer 106.7 einen Tick tiefer angebracht. Muss ich mal in der FMLIST entsprechend updaten.

Auf diesem Bild sieht man die verschiedenen Strahlungsrichtungen nochmal ganz gut im Vergleich:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3146892/Laber_2012-08-20/IMG_4474.JPG

Antennen oben: Richtung Sued und West
Antennen 106.7: Richtung Nord

Bei Strahlungsrichtung Sued (oben) duerfte sicher auch einiges am Zugspitzmassiv reflektiert werden. Bei der 106.7 ist das wahrscheinlich nicht so ausgepraegt. Das erklaert dann, warum real die Frequenzen der oberen Antennen sehr viel staerker ankommen als errechnet, da ich wohl eher die Reflexionen empfange, weniger das direkte Signal.

von Habakukk - am 19.07.2013 12:28
Ich moechte mal den Thread nochmal hervorholen.

Sendet die 106.7 immer noch mit 400W? Sie sollte ja im Laufe des Jahres 2014 auf 2kW erhoeht werden. Ich bin mir so aus der Ferne nicht sicher, ob die 106,7 nicht tatsaechlich mittlerweile etwas besser geht als zu Anfangs.

Unklar ist mir auch, ob ich die EMF-Daten zum Sender Laber ernst nehmen soll. Da steht derzeit (Stand 13.06.2014):

Sonstige Funkanlage 23,50 190,000 1,98 1,08
Sonstige Funkanlage 23,50 190,000 1,98 1,08
Sonstige Funkanlage 23,50 190,000 1,98 1,08
Sonstige Funkanlage 23,50 190,000 1,98 1,08
Sonstige Funkanlage 23,50 190,000 1,98 1,08
Sonstige Funkanlage 19,96 330,000 8,43 2,96
Sonstige Funkanlage 24,00 0,000 14,41 3,70
Sonstige Funkanlage 24,00 0,000 12,89 3,31

Klar ist, die beiden Eintraege auf 24m kann man DAB zuordnen. Das muessten 4 (12D) bzw. 5kW (11D) entsprechen.

Der Eintrag auf knapp 20m gehoert zur 106,7, die anderen auf knapp 24m zu den restlichen Frequenzen.

Meistens entsprechen 2,55m ca. 100 Watt. Damit waeren 1,98m ca. 60 Watt, 8,43m ca. 1kW. Manchmal werden fuer die Entfernungswerte aber offenbar auch andere Rechenmodelle angewandt.

Demzufolge muessten dann aber Radio Oberland und der BR mit der gleichen Leistung von 60W senden. Mir kam Radio Oberland aber zumindest frueher immer ein wenig besser empfangbar vor. Aktuell bin ich mir da auch nicht mehr so sicher.

von Habakukk - am 21.10.2014 15:42
Die DAB-Antennen sind an dem Mast, an dem auch die UKW-Dipolgruppen hängen. Das dürfte der BR-Mast sein. Insgesamt gibts doch 5 Masten... die beiden großen sind die mit Sendern, der des BR ist der westlichere der beiden? Dann ists der BR-Mast.

Wenn ich das richtig interpretiere - sinds die zwei kleine Yagis, die keine Absenkung haben - andere Antennen, die für DAB hinsichtlich Größe und Polarisation passen, gibts nicht.
Stand: Juni 2014.


Siehe auch http://www.dh0ghu.de/herzogstand/uebersicht.jpg
http://www.dh0ghu.de/herzogstand/herzogstand_1.jpg
http://www.dh0ghu.de/herzogstand/herzogstand_2.jpg
http://www.dh0ghu.de/herzogstand/herzogstand_3.jpg

von DH0GHU - am 27.09.2015 11:17
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