Meine Antennenanlage, indoor

Startbeitrag von xxxxxxxxxxxxxx am 03.09.2012 19:09

Hallo Forengemeinde,
stolz präsentiere ich meine erste Antennenanlage.
Heute ist meine ISKRA 3 Elemente Yagi angekommen und wie schon in dem anderen Topic erwähnt habe ich eure Ratschläge mir zu Herzen genommen und die Yagi nicht mit dem Ringdipol über die Fuba Weiche zusammengeschaltet.
Meine Yagi ist an meinem Onkyo T 4930 angeschlossen und zeigt im Moment in Richtung Roermond.
Der Ringdipol ist zur Zeit an meinem Telefunken angeschlossen und ich benutze ihn natürlich für meine Haussender 1. Langenberg und 2. die Nordhelle.
Ich beziehe auf DAB+ über den Ringdipol mit meinem Telefinken SR 211.
Ich will später mal schauen, ob ich mit der YAGI DAB+ Muxxe aus den Nachbarländern empfangen kann.
An dieser Stelle auch noch einmal ein ganz Grosses Dank an dieses Forum, das mir zu einem neuen faszinierenden Hobby verhilft und das mich auch gesundheitlich unterstützt ( muss man jetzt nicht verstehen )

Hier nun meine Anlage ( jaja, die Tapete ist grottig - war ein Unfall ) :bruell: ;)
[attachment 437 IMAG0085.jpg]



weitere Tipps, Tricks und Ideen nehme ich gerne an. :cheers:

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Danke danke ;)

Schleifendipol? Was ist das?
Der Ringdipol unter meiner Yagi ist der Ringdipol UKS2 von Wittenberg ;)

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.09.2012 20:00
An den Schleifendipol wird eigentlich das Kabel angeschlossen. Dein Ringdipol ist ein gebogener Schleifendipol.
Wie ist das bei dir gelöst? Hat die Antenne einen gestreckten Dipol (zwei gerade Stäbe) mit den Klemmen fürs Kabel?
Das ist für eine "normale" UKW-Antenne etwas seltsam. Ich kenne so etwas nicht.
Vielleicht kennt jemand anderes die Antenne.
Mich würden die Maße der Antenne interessieren. (Stäbe und Abstände)
Das möchte ich mit dem Simulationsprogramm gern mal durchspielen..

von Radio-DX - am 03.09.2012 20:54
[attachment 438 IMAG0086.jpg]

Also, ich versteh es leider nicht so ganz. Stäbe sind dort nicht, die Antenne ist ganz Rund.
[attachment 439 IMAG0087.jpg]

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.09.2012 21:03
Ich sehe da auch nichts aussergewöhnliches. Ausser, daß die Mastklemme innen ist.
Bei vielen Produkten ist ja die Mastklemme hinten. :SOZUSAGEN:

Bei Schleifendipol fällt mir auf Anhieb diese Zimmerantennen ein.
Nudelsieb mit 2 Stäben für VHF/UHF und ne Schleife für UKW.

von bikerbs - am 03.09.2012 21:18
Zitat
Radio-DX
An den Schleifendipol wird eigentlich das Kabel angeschlossen. Dein Ringdipol ist ein gebogener Schleifendipol.
Wie ist das bei dir gelöst? Hat die Antenne einen gestreckten Dipol (zwei gerade Stäbe) mit den Klemmen fürs Kabel?
Das ist für eine "normale" UKW-Antenne etwas seltsam. Ich kenne so etwas nicht.
Vielleicht kennt jemand anderes die Antenne.
Mich würden die Maße der Antenne interessieren. (Stäbe und Abstände)
Das möchte ich mit dem Simulationsprogramm gern mal durchspielen..


Ah - jetzt hab ichs.
Die Yagi, ja die hat einen gestreckten Dipol und das Kabel wird mit einem F Stecker angebracht.
Der F Stecker ist bereits in dem kleinen schwarzen Kasten eingelötet.
Technische Daten der 3H-FM-3-HQ Yagi:
Technische Daten:
Empfangsbereich: 88 - 108 MHz
Mastaufnahme: bis 60 mm
Gewinn: 5 dB
Vor-Rück Verhältnis: >16 dB
Länge: 0,83 m, Breite: 1,56 m
Windlast bei 120 km/h: 44 N
Anschluss: F-Buchse 75 Ohm
[attachment 440 IMAG0088.jpg]

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.09.2012 21:25
Kannst du bitte mal die Länge der Stäbe und die Abstände an der Antenne messen?
Bei dem gestreckten Dipol die gesamte Länge. (mit dem Plasteteil in der Mitte)

von Radio-DX - am 03.09.2012 21:46
Ein Stab ist 78 cm lang.
Der komplette in der Mitte durch den Plastikkasten miteinander verbundene Stab hat 150 cm, ( komisch, sollte der nicht 156 cm lang sein? )
Die Abstände sind vom hinteren Stab zum Mittelstab 46 cm und vom Vorderen zum Mittleren sinds 32 cm.


( Bin aber jetzt of ) :sleep:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 03.09.2012 21:56
Was ist an dem Dipol der Yagi ungewöhnlich?

Ein "normaler" gestreckter Dipol hat eine Impedanz von ca. (knapp) 75 Ohm im Speisepunkt. An solchen Dipolen ist nichts, rein garnichts, ungewöhnlich....

Ein Schleifendipol hat ca. die 4-fache Impedanz am Fusspunkt. Das war früher bei Verwendung von Paralleldraht-Speiseleitungen (ebenfalls Impedanz von mehreren 100 Ohm) natürlich ein Vorteil: Seine Impedanz passt wesentlich besser zur Impedanz der Leitung.

Da heute beim Rundfunk Koaxkabel mit 75-Ohm Impedanz üblich sind, ist ein gestreckter Dipol wie bei 99zwei insofern von Vorteil, als dass am Speisepunkt nur 1:1-Balun erforderlich ist, die Impedanz passt schon halbwegs...
Bei einem Schleifendipol nimmt man halt einen 4:1-Balun...

von DH0GHU - am 03.09.2012 21:57
@ Ulrich Hilsinger

Es geht mir nicht um die elektrischen Eigenschaften. Die sind mir bekannt.
Gesehen habe ich aber so eine Antenne für UKW noch nicht.

Ob das Plasteteil in der Mitte des Dipols lange die erforderliche mechanische Stabilität liefert? (beim Einsatz auf dem Dach)
Aber heute zählt wohl nur die Materialeinsparung.

von Radio-DX - am 03.09.2012 22:09
Zitat

Ich beziehe auf DAB+ über den Ringdipol mit meinem Telefinken SR 211.
Ich will später mal schauen, ob ich mit der YAGI DAB+ Muxxe aus den Nachbarländern empfangen kann.


Dafür wäre dann aber eine VHF-Antenne besser geeignet. Deine beiden UKW-Antennen sind für einen anderen Frequenzbereich gedacht.

von Marc_RE - am 04.09.2012 05:29
Zitat
99zwei
Meine Yagi ist an meinem Onkyo T 4930 angeschlossen und zeigt im Moment in Richtung Roermond.


*hüstel*
Roermond sendet vertikal...

von Mc Jack - am 04.09.2012 05:34
...wobei er die abgebildete Yagi auch nicht einmal sinnvoll vertikal an den Staender bekommen wuerde. Bei vertikaler Anbringung muesste das Ding entweder einen Ausleger bekommen und wuerde damit seitlich vom Staender stehen oder man macht es in "Vormastmontage". Beides wuerde bei dem abgebildeten Stativ Probleme mit der Standsicherheit verursachen. Insofern ist vielleicht die horizontale Anbringung mit dem Wissen des geringen Gewinnverlusts die bequemere Loesung.

von PowerAM - am 04.09.2012 05:52
Oder Indoor einen nichtleitenden " Masten " nehmen ( Besenstiel ) mit kleinem Sonnenschirmständer
als Fuss. Dann kann die Antenne Vertikal ohne Ausleger montiert werden.
Falls das von der Konsruktion der Antenne her vorgesehen ist.
Ich hatte mal eine Yagi die war nur Horizontal montierbar. 2 Löcher in den Elementeträger ( Boom )
zusätzlich gebohrt beseitigten diese Einschränkung.

von RADIO354 - am 04.09.2012 08:31
Auch prima fuer windgeschuetzte Anbringung geeignet ist die Kombination aus Besenstiel und Sonnschirmstaender fuer die Befestigung an der Balkonbruestung. Geht im Haus damit auch am Treppengelaender oder draussen auf dem Balkon fuer nur gelegentliche Nutzung.

von PowerAM - am 04.09.2012 08:49
Mahlzeit! Also das mit dem W Lan Router habe ich noch gar nicht bedacht, den werde ich mal wo anders hinstellen. roermond sendet vertikal, mhh die Antenne ist problemlos vertikal montierbar. Der Dreifuss ist von einem alten Baustellenstrahler und die Maststange ist kunststoffummantelt. Das Plastukteil ist schon recht stabil, es ist durch den F Stecker sogar einigermassen wassergeschuetzt. Die Masthalterung besteht aus mit Fluegelschrauben versehenen Klemmen, der Boom ist nicht gebohrt, sodass die Klemme veriabel angebracht werden kann.
Gruesse aussm Zoo ;-)
PS: Stimmt, DAB+ ist UHF.
Da bastel ich mir evtl. mal ne LogPer oder eine Biquad. Ich hatte mal eine Logper gebaut, die is aber leider kaputt gegangen.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 09:22
Die die Maststange verfaelscht dir bei vertikaler Anbringung der Antenne Richtdiagramm und Antennengewinn, sofern sie metallisch ist. Moeglicherweise bringt das mehr Nach- als Vorteile. Sofern der gewuenschte Sender auch so gut genug reinkommt, dann lass' sie so!

Sollen sowohl vertikale als auch horizontale Sender empfangen werden so kann man die Antenne auch schraeg stellen und mal schauen, wieviel sich dadurch veraendert.

von PowerAM - am 04.09.2012 09:27
Hatte ich mal - an einem Motor mit Getriebe, der fuer eine Diskokugel gedacht war. :D Damit konnte das Ding sogar ganz nobel langsam gedreht werden.

von PowerAM - am 04.09.2012 09:33
Zitat

Stimmt, DAB+ ist UHF.

Nein, immer noch VHF, mit "V" wie "Verdammt hohe Frequenz" nicht "U" wie "Unglaublich hohe Frequenz" ;-)

von Marc_RE - am 04.09.2012 10:05
Also VHF ist es, aber andere Frequenzbereiche als UKW. Ja verstehe, 87.5 - 108.0 ist UKW. Darunter ist BOS und OIRT. DAB z.B. 178.352 mhz usw. ist hoeher. Bedeutet das, das z.B. eine LogPer eine VHF Antenne ist? Die ist also fuer DAB, DVBT und auch UKW. Der Sender Elmpt sendet ja BFBS R1 mit drei uebereinander gestockten LogPer UKW, 104.00 Aber Yagis sind dann nur fuer Ukw? Gibt es nicht auch UHF Yagis?
Das mit der Discokugelkonstrucktion finde ich sehr gut, aber wie ist das mit den Antennenmasten, auf Daechern sind sie auch aus Eisen?!

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 11:06
Eine LogPer zeichnet sich durch groessere Breitbandigkeit aus. Diese Antennen koennen einen breiten Frequenzbereich ohne groessere Einbrueche im Antennengewinn abdecken.

Die Dachmasten sind gewoehnlich aus Stahlrohr. Bei horizontaler Montage halten sich die Beeinflussungen der Antennen durch den Mast in Grenzen, bei vertikaler Montage sollte man kleinere Antennen vor den Mast und groessere Antennen an einem Ausleger montieren.

von PowerAM - am 04.09.2012 11:29
Okay, verstehe. Sowas habe ich schon gesehen, ein Besenstiehl also waere eine Moeglichkeit. Oder ich nehme eun PVC Rohr mit Winkelstueck. Dann haette ich das mit den vertikalen Signalen geregelt, brauche ich aber immer noch eine Antenne fuer DAB+ Da duerfte wohl eine LogPer am besten sein, oder eine BiQuad

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 11:42
Eine Yagi (genauer Yagi-Uda) Antenne deckt einen vergleichsweise kleinen Frequenzbereich ab und besteht grob gesagt aus mehreren Elementen.
-->http://de.wikipedia.org/wiki/Yagi-Uda-Antenne

Eine LogPer (genauer Logarithmisch-periodische Antenne), deckt einen weiteren Frequenzbereich ab, hat hier jedoch einen vergleichsweise geringeren Gewinn, aber eine stärkere Richtwirkung
-->http://de.wikipedia.org/wiki/Logarithmisch-periodische_Antenne

Beide Richtantennentypen können ganz verschiedene Frequenzbereiche abdecken!

von Rosti 2.0 - am 04.09.2012 12:05
Die Bauform hat nichts mit dem Frequenzbereich zu tun. Es gibt auch Log Periodics, die nicht auf ein normales Grundstück passen. Die sind dann für deutlich niedrigere Frequenzbereiche.

von Marc_RE - am 04.09.2012 12:22
Zitat
PowerAM
Die Dachmasten sind gewoehnlich aus Stahlrohr. Bei horizontaler Montage halten sich die Beeinflussungen der Antennen durch den Mast in Grenzen, bei vertikaler Montage sollte man kleinere Antennen vor den Mast und groessere Antennen an einem Ausleger montieren.


Hallo Kameraden, ich habe zwar ein bisschen Ahnung von der Materie, aber mir fehlt das Praxiswissen, nun habe ich mir eine "Wisi Antenne VHF K5-12 FX 10 0217" gekauft weil ich ein wenig Fernempfang von DAB abhaben möchte. Nun stelle ich "ganz plötzlich und unerwartet" fest dass ich das gleiche Problem habe mit Stahlrohrmast und vertikalem Empfang und habe keinen Ausleger. Wenn ich nun testen will ohne Ausleger ist meine Frage wo habe ich den größeren Verlust, wenn ich sie Horizontal montiere oder Vertikal am Stahlrohrmast ? Oder ist das beides Mist und ich brauche auf jeden Fall einen Ausleger ? Vor den Mast setzen geht nicht denn sie ist 1,70m lang.

Gruß Hans

von digi-john - am 04.09.2012 12:34
@ 99zwei

Es fehlt noch das Maß für einen Stab.
Bis jetzt habe ich einen Stab mit 78 cm, Dipol mit 150 cm, ein Abstand 46 cm und ein Abstand 32 cm. (Stimmen die 78 cm? Oder ist es 1,22m?)

von Radio-DX - am 04.09.2012 12:38
Zitat
digi-john
Oder ist das beides Mist und ich brauche auf jeden Fall einen Ausleger ?
Gruß Hans


Ja. Bei falscher Polarisation (z.B. vertikale Sender mit horizontaler Antenne empfangen) gilt als Faustregel ein Verlust von 20 dB. Zum Vergleich: deine Antenne dürfte schätzungsweise um die 10 bis 12 dB Gewinn über dem Dipol haben.
Ein in die Yagi-Struktur hineinragender Mast dürfte auch verheerende Auswirkungen haben, wobei ich dazu allerdings keine Zahlen kenne.

Mein Rat: in den nächsten TV- oder Sat-Shop und einen Balkonhalterung für eine Sat-Schüssel besorgen. Die kosten um die 8,- bis 10,- Euro und eignen sich sehr gut als Ausleger für eine Yagi. Etwa sowas hier:

Balkonhalterung Sat

Viel Erfolg.

von Zintus - am 04.09.2012 12:56
Zitat
Zintus
Mein Rat: in den nächsten TV- oder Sat-Shop und einen Balkonhalterung für eine Sat-Schüssel besorgen. Die kosten um die 8,- bis 10,- Euro und eignen sich sehr gut als Ausleger für eine Yagi. Etwa sowas hier:

Balkonhalterung Sat

Viel Erfolg.


Ja, ich seh's ja ein,

danke jedenfalls :cheers: Hans

von digi-john - am 04.09.2012 13:21
hey, die satschuesselhalterung finde ich noch besser als meine PVC Rohr Idee. Den Stab messe ich gleich aus, wenn ich zu Hause bin.
Also ich fasse zusammen, damit das auch ein Tierpfleger versteht: Ukw, Dab+ , Oirt ist alles FM. Ukw und Dab+ ist Vhf. VHF und UHF unterscheiden sich in der hoehe der Frequenzbereiche, dazu sind dementsprechend dazu ausgelegte Antennen noetig. Eine Yagi - Uda Antenne bringt mir mehr Gewinn bei weniger Richtwirkung als eine Logarithmisch-Periodische Antenne. Das bedeutet fuer mich, trotz weniger Gewinn kann ich mit einer LogPer einen Sender schaerfer anpeilen? Was ist fuer meinen Empfang besser, Richtwurkung oder Gewinn?

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 13:39
Zitat
Radio-DX
@ 99zwei

Es fehlt noch das Maß für einen Stab.
Bis jetzt habe ich einen Stab mit 78 cm, Dipol mit 150 cm, ein Abstand 46 cm und ein Abstand 32 cm. (Stimmen die 78 cm? Oder ist es 1,22m?)



Also noch mal :
die hinteren beiden Stäbe sind je 78cm lang.
Der mittlere Bereich ist inklusive dem schwarzen Kasten ( also der ganze Dipol ) 1.50m lang.
Die vorderen beiden Stäbe sind je 70cm lang.
Der Abstand zwischen den mittleren Stäben zu den vorderen Stäben ist 32cm
Der Abstand zwischen hinteren Stäben zu den mittleren Stäben ( Dipol ) ist 47 cm.
Der gesamte Boom ist 80cm lang.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 20:11
Okay,
der Antennengewinn ist das Maß für die Richtwirkung, also entscheidend für den Empfang und die Qualität.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 20:19
So, morgen wird die Sat-Antennenhalterung besorgt und die Antenne unter die Decke montiert.
Bilder folgen ...

von xxxxxxxxxxxxxx - am 04.09.2012 21:22
[attachment 444 IMAG0090.jpg]

Die Yagi hängt.
Da ich sie ( noch ) nicht vertikal montiert habe, ist mein Antennengewinn denn noch besser als bevor sie am Mast installiert war.

Als Beispiel: Radio 2 und 3FM gehen aus Roermond jetzt mit O=4

Was ich nicht verstehe ist, ich habe mit dem Ringdipol ( die Öffnung nach Bochum gerichtet ) CT 90MHZ mit O=5 empfangen, mit der Yagi ist CT kaum auf zu nehmen, obwohl sie besser ausgerichtet werden kann. Ein Ringdipol hat quasi keine Richtwirkung.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 05.09.2012 15:37
@ 99zwei,

Eine Richtyagi funktioniert am besten, wenn das Elektrische Feld,
das ist die Vom Sender abgestrahlte Energie gleichmässig im Raum wo die Antenne montiert ist verteilt ist.
Unter Dach/ Indoor ist das unter Umständen nicht gegeben.
Ein Ungleichmässiges Feld verändert aber die Empfangseigenschaften.
Wenn eine Bestimmte Frequenz mit Unterdachyagi empfangen werden soll teste Ich es vorher :
Antenne mit dem Empfänger verbinden, Frequenz einstellen und die Antenne im Raum solange
bewegen ( Vor- Zurück, links/ Rechts sowie Hoch/ Runter bis der Empfang auf Maximum.
Wenn möglich dann die Antenne genauso fixieren.
MfG Det.

von RADIO354 - am 05.09.2012 17:52
Zitat

die Antenne im Raum solange
bewegen ( Vor- Zurück, links/ Rechts sowie Hoch/ Runter bis der Empfang auf Maximum.


das ist dann aber meist die unmöglichste Stelle ;-)

von Felix II - am 05.09.2012 21:19
Zitat
Felix II
Zitat

die Antenne im Raum solange
bewegen ( Vor- Zurück, links/ Rechts sowie Hoch/ Runter bis der Empfang auf Maximum.


das ist dann aber meist die unmöglichste Stelle ;-)


Ja leider :bruell:
Genau da, wo der Ringdipol früher solo stand geht ct90mhz mit O=5
Die Yagi passt da nicht hin oder mein Wohnzimmer würde sich in den Antennenwald der Emilia Romagna verwandeln.

An sonsten haben sich die Signale der Sender im Empfang deutlich verbessert.
Einige VRT Programme und BRF1 ist hinzugekommen.

Dann ( erstmal ) kein CT

von xxxxxxxxxxxxxx - am 05.09.2012 21:55
Zitat
99zwei
Ukw, Dab+ , Oirt ist alles FM. Ukw und Dab+ ist Vhf.

Aua! Jetzt wirfst du alles völlig wild durcheinander!
UKW ist UKW, OIRT war die "Organisation Internationale de Radiodiffusion et de Télévision
" in Prag. Da die den Frequenzbereich für Osteuropa festgelegt haben, nennt man das dortige UKW-Band hier OIRT-Band. FM ist Frequenzmodulation, die Modulationsart die u.A. für UKW-Rundfunk verwendet wird, egal ob hier oder in anderen Regionen. Daher steht auf einigen Radios "FM" statt "UKW".
Zitat

Was ist fuer meinen Empfang besser, Richtwurkung oder Gewinn?

Das hängt davon ab, was du Empfangen willst.

von Marc_RE - am 06.09.2012 06:03
Zitat
Japhi
Gewinn ist wichtig, wenn das Signal schwach ist. Richtwirkung, wenn das Signal gestört ist.


Danke Japhi, die Antenne bringt im uebrigen 6 db.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 06.09.2012 07:17
Nun ist es mir gelungen meine Yagi mit viel Geduld und sorgfalt bestmöglich indoor auszurichten und ich empfange fast alle Sender nicht nur wesentlich besser als vorher, es sind noch eine Menge Sender hinzugekommen, teilweise tropo - bedingt. Diese Sender gingen aber vorher überhaupt nie.
Daher nochmal an alle vielen herzlichen Dank für die tollen Tipps.
Das Bochumer CT das Radio ist zwar nun futsch, aber das ist auch der einzige Sender der nicht mehr geht und offensichtlich wirklich nur an einer einzigen Stelle hier im Zimmer funktionierte.
Auswirkungen anderer technischer Geräte muss ich aber auch feststellen:
Das Netzteil vom Netbook, das Netzteil vom Handy und auch die dekorative Neonröhre stört den Empfang schwacher Sender sehr.
Aber egal, nenne ich das ganze mal DXen bei Kerzenschein. Wo manche sich den Magen bei vollschlagen, schlag ich mir die Ohren voll.
Also Danke nochmal @ All ;):cheers:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 08.09.2012 00:47
Gluehlampenlicht! 15 oder 25 W in einer Schreibtischleuchte reichen vollkommen aus und stoeren garantiert nicht.

15 W findet man als "Classic" von Osram gelegentlich in Baumaerkten, ihre Lebensdauer ist deutlich hoeher als die einer 60 W-Lampe. Sie ist eigentlich hell genug, um sich orientieren zu koennen, seine Geraete zu bedienen und mal an der Antenne zu drehen. Mit 25 W kann man im Nahbereich auch einen Schreibtisch ausleuchten, wenn einem die 15 W zu dunkel sind.

von PowerAM - am 08.09.2012 07:35
Marken-Energiesparlampen stören auf UKW und DAB auch nicht. Ich DXe abends beim Licht einer Philips-ESL. Empfangsmäßig gibt es da überhaupt keinen Unterschied, ob sie an oder aus ist. Die 5-Elemente-Yagi befindet sich im selben Raum.

von Funkohr - am 08.09.2012 10:17
Die "dekorative Neonröhre" dürfte aber eher eine Leuchtstofflampe mit Billigst-EVG sein. Das eher orangefarbene Licht einer echten Neonröhre ist in Wohnräumen eher selten in Gebrauch.
Vermutlich eingeschweisst in ein Kunststoffrohr. Reparatur, Leuchtmitteltausch usw. nicht vorgesehen.

Was CT angeht, in welche Richtung hast du die Antenne denn nun ausgerichtet. Für CT muß die logischerweise Richtung Bochum zeigen.

von Marc_RE - am 08.09.2012 11:50
Mahlzeit,

ja das stimmt. Die Röhre ist so eine billige orange Variante. Die stört hier am meissten.
Die Netzteile sind leider defekt und ich sollte sie dringend austauschen. Das Netzteil meines Netbooks hat zwar einen Ferritkern, aber leider auch einen Kabelbruch.
Die Yagi habe ich in Richtung Bochum gedreht, CT ist ganz leise zu vernehmen. Leider ist CT hier zwischen VRT Klara und 90.1 MG eingeklemmt.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 08.09.2012 12:03
@ 99zwei

Zitat

Was ich nicht verstehe ist, ich habe mit dem Ringdipol ( die Öffnung nach Bochum gerichtet ) CT 90MHZ mit O=5 empfangen, mit der Yagi ist CT kaum auf zu nehmen, obwohl sie besser ausgerichtet werden kann. Ein Ringdipol hat quasi keine Richtwirkung.


In einer dichten Bebauung oder einer von Anhöhen umgebenen Wohngegend mußt du immer mit Reflexionen rechnen. Beim Empfang innerhalb der Wohnung (je nachdem, welches Baumaterial eingesetzt wurde) hast du sowieso Reflexionen.

Deshalb kann es sein, daß Sender an bestimmten Stellen oder auch generell über Reflexionen stärker reinkommen als auf direktem Weg. Und das erklart dann auch, warum du mit dem Ringdipol einen besseren Empfang hattest als mit einer falsch ausgerichteten (also nicht in Richtung des reflektierten Signals) Yagi.

von Kay B - am 08.09.2012 13:05
Ich habe heute, da ich krankheitsbedingt draußen nicht viel machen konnte, auch mal Indoor ein bisschen experimentiert, und zwar mit der selbstgebauten Moxon, die ich indoor ständig nutze, und einer 5 Element Yagi.
Ich wohne in einem Altbau, das Haus ist zum Garten raus länglich. Mein "DX- und Schlafraum" ist im Anbau ganz hinten, unter dem Flachdach. Nach Osten schirmt das Haus relativ gut ab, nach Westen ist freie Sicht. Nach Süden ist ein Haus angebaut, was leider den Empfang beispielsweise der SWR Programme nicht zu einem Hörgenuss macht.
Meine Idee: Da die Zimmerdecke recht hoch ist, dachte ich die Yagi an der Decke befestigen zu können, und, falls sich dies bewährt, ein Tuch unter die Decke zu spannen, welches die Antenne versteckt.

Das Ergebnis: Horizontal war die Yagi der Moxon-Antenne sogar unterlegen! Vedrtikal wüde die Yagi einen Raumteiler bilden, brachte aber einige sehr gute Ergebnisse. So waren aus der Wallonie zahlreiche Sender in O=5 in bestem Stereo zu hören, die mit der Moxon nur in Mono gut zu hören sind. Auch CFN aus Brunssum und der Kirmessender aus Raeren auf der 96.7 waren in bester Qualität zu hören. Wenn ich die Antenne aus Platzgründen auch nur um zwei Elemente kürze, bricht der Empfang drastisch ein, und die Antenne ist nur noch genauso gut wie die erheblich zierlichere Moxon-Antenne.

Fazit: Im Zimmer bleibt es bei der Moxon, was besseres ist mir für drinnen noch nicht untergekommen. Für Band I werde ich mir auch eine Moxon bauen, allerdings mit halber oder viertel Wellenlänge.

von Bolivar diGriz - am 08.09.2012 17:27
@ Kay B
Genau so sieht das in meiner Wohnung aus. Offensichtlich kann ich den Schornstein, an denen sich seit neustem die Yagis von CT befinden gar nicht einfangen. Offensichtlich bringt mir nur der Ringdipol via Reflektionen CT und daher habe ich ihn jetzt wieder in der Zimmerecke angebracht und an den Telefunken angeschlossen.
Die Yagi hängt wie auf dem Bild oben unter der Decke und speist den Onkyo.
Vertikale Ausrichtung geht hier in meinem Zimmer auch nicht, das gleiche Prob wie bei Exidor.

@ Exidor
schade das du aus Platzgründen nicht beide Antennen benutzen kannst.

Da scheinbar bei den Reflektionen die Ausrichtung des Ringdipols nicht wichtig ist, habe ich ihn jetzt so angebracht, auch aus Platzgründen.
Der Empfang von CT ist nicht mehr so gut wie früher, der UKW Teil vom Telefunken ist aber auch nicht so toll, aber DAB+ geht selbst mit dieser Konstruktion sehr sehr gut.
[attachment 446 IMAG0091.jpg]

von xxxxxxxxxxxxxx - am 08.09.2012 21:59
In de Wohnung muss man halt immer Kompromisse machen.Die Idee mit dem Ringdipol an der Wand ist gut, das wäre vielleicht etwas für mein Wohnzimmer, um es gut zuverstecken. Ich hatte mit mäßigem Erfolg dort einen Batwing Dipol (auf Sperrholz) hinter dem Schrank versteckt: Für die Ortsender ist das Overkill, für DX nicht ausreichend.

von Bolivar diGriz - am 09.09.2012 06:11
Heute Nachmittag hatte ich da so eine Idee ;-)

Zu sehen: Ein Installationsrohr, Durchmesser 2cm, Länge 1,4m. Darauf mit Telefilm ein Dipol aus Z-Draht geklebt, sowie eine Symmetrieanpassung.

Ergebnis: Ich bin erstaunt! Z. B. geht hier auf der 98,1 SWR3 fast rauschfrei. Die Richtwirkung ist beeindruckend. Allerdings ist die knappe 1,4m natürlich zu kurz. Ich hatte das einfach aus alten Brocken schnell gebastelt, es sollten schon 1,5m sein, was man bei niedrigeren Frequenzen etwas merkt. Dennoch bricht, wie zu erwarten war, auch dort der Empfang nicht stark ein.
Erwartungsgemäß um Längen besser als jeder Wurfantennenpfusch. Da sollte man sich lieger sowas hinter den Schrank hängen oder auf den Schrank legen, dann könnte es auch mit gutem UKW-Stereo klappen ;-) .
[attachment 8915 DSCF5664x.jpg]

von Thomas (Metal) - am 12.03.2017 16:51
Für die alten UKW Radios mit 300 Ohm Anschluß ist sowas bei uns nötig für sauberen UKW Empfang.
Ansonsten läuft DAB in Summe des SFN bedeutend besser und weiter Indoor wie UKW. Wir haben keinen 100kW UKW Sender der uns voll erreicht. So schnell kann DAB mit einem SFN aus mindestens 3 Richtungen gewinnen.

von pomnitz26 - am 12.03.2017 22:05
Richtig "rund"empfängt ein Ringdipol oder ein Kreuzdipol auch nicht.Man kann schon durch drehen der Antennen gerade bei schwächeren Signalen Veränderungen feststellen.Die Dipolseiten des Runddipols nehmen das Maximum der Feldstärke auf und dort wo die Dipolschleifen sich treffen ist das Minimum.Solche Antennen leben von Refektionen und man kann durch geschickte Ausrichtung schon etwas herausholen.Das eine horizontale Antenne vertikale Signale schwächer aufnimmt,ist klar.Wenn das Signal jedoch stark genug ist fällt das nicht so ins Gewicht.Hier in direkter Nähe zu Holland,wo meine Antenne auch horizontal montiert ist,merkt man nicht viel davon.Je weiter man vom Sender weg kommt wird es natürlich schlechter.Indoor können Reflektionen oft von Vorteil sein.

von Radio10 - am 13.03.2017 05:20
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