Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
31
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Spacelab, FelixNRW, xxxxxxxxxxxxxx, Martyn136, HAL9000, MPDX - UnterkärntenDX, pomnitz26, Mathias Volta, morus, Marc_RE, ... und 4 weitere

Autoradio-Tuner

Startbeitrag von FelixNRW am 04.10.2012 11:27

Ich habe gerade mal nach einem neuen Radio gesucht und bin dabei auf die Frage gestoßen, welcher Hersteller wohl den besten, also stabilsten und doch DX-tauglichen UKW-Tuner (DAB gibts ja noch nicht so viele) hat?!
Habe bisher ein JVC was sagen wir mal "okay" ist, früher hatte ich mal nen Alpine welches gefühlt etwas schwächer war, davor mal nen Pioneer (auch okay) und ganz früher Blaupunkt mit SHARX (das war sehr stark).

Antworten:

Im Auto sind für mich die Blaupunkt Bremen Modelle das Beste, das für relativ wenig Geld zu kaufen ist.
In den aktuellen VW- Modellen (zB Golf 5/6 etc.) stammen die Empfangsteile der Werksradios auch vom BP Bremen - das kann ich auch so bestätigen.

Für mich käme nichts anderes mehr ins Auto.

von HAL9000 - am 04.10.2012 15:09
Ich habe ein aktuelles JVC mit DAB. Es ist bei UKW schon recht empfindlich was ich nicht erwartet hätte, jedoch können die alten geloben Blaupunktgeräte mit Störungen deutlich besser umgehen. Sie blenden Störungen sanft aus. Bei JVC bleibt der Klang voll offen, es raschelt ständig was.

von pomnitz26 - am 04.10.2012 17:43
Kenwood KDC-DAB41U!
Einsame Spitzenklasse, vorallem mit der richtigen Antenne (Keine Golf Werksantenne mehr, sondern Abgestimmte 2m BOS Antenne aufs 3m Band)!

von MPDX - UnterkärntenDX - am 05.10.2012 09:09
Zitat
Unterkärnten DX - MPDX
Kenwood KDC-DAB41U!
Einsame Spitzenklasse, vorallem mit der richtigen Antenne (Keine Golf Werksantenne mehr, sondern Abgestimmte 2m BOS Antenne aufs 3m Band)!


Das würde ich so uneingeschränkt nicht unterschreiben,dafür hat das Gerät in meinen Augen zu viele Macken.Geht schon los bei den Kontakten zwischen Display und dem Radio die man reinigen darf,bis hin zu der Tatsache das die Umschaltung auf DAB bei gleichen Programmen in verschiedenen Ensembles nicht funktioniert.Das durfte ich die Tage erst wieder in Mannheim bewundern,es war nicht möglich ohne eigenes zutun SWR 3 via DAB zu hören.Beim Suchlauf wurde immer das Ensemble eingelesen was nicht den besten Empfang hatte,eine Umschaltung auf das in Mannheim brauchbare erfolgte nicht.

von Hallenser - am 05.10.2012 09:21
Becker Mexico Pro !
Generell eines der empfindlichsten Autoradios, die ich kenne. Praktisch, daß RDS und Frequenz gleichzeitig angezeigt werden, was gerade bei Radios in DIN-Größe längst keine Selbstverständlichkeit ist. Das Gerät ist gerade bei sporadic-e unschlagbar, da Du durch den Twin-Tuner auf dem Display unter dem eigentlich angezeigten Sender rasch den neuen gerade einfallenden Sender anwählen kannst, auch wenn drei Zeichen zur Verfügung stehen, angezeigt wird dann z.B. RAI (generell für alle RAI-Sender), SRP (für die SR Px-Kette), RNE (für RNE 1-5), ABC (für ABC-Punto) usw.:

http://s7.directupload.net/file/u/9084/lj7ersag_jpg.htm

Ähnliches gibt es sonst nur in den südhaft teuren Dopel-DIN Geräten der Oberklasse von Audi usw., wenn ich mich jetzt nicht irre.

von Mathias Volta - am 05.10.2012 09:34
@pomnitz26: JVC dürfte doch gleich mit Kenwood sein?!
Ist das nicht ein Konzern?

Mal was zu Antennen:
Für DAB braucht man ja ne separate. Wenn man mal googelt sieht man verschiedene Stecker. Pure hat z.B. Klinke, Kenwood wohl SMB usw.
Gibts da Adapterlösungen?
Muss man immer die nehmen die vom Hersteller kommt?
Was ist denn mit dieser hier?
http://products.hirschmann-car.com/SepiaPIMWeb/ProductCatalog?treepath=2_362_363_402

Die kann wohl sogar noch DVB-T?!
Ich spiele mittelfristig mit dem Gedanken meine bisherige JVC und Pure-Lösung gegen einen Festeinbau zu tauschen. DVB-T hab ich auch, aber ich wollte jetzt nicht dutzende Antennen im Auto haben. Man muss ja auch noch was von der Straße sehen :)

von FelixNRW - am 05.10.2012 10:37
Zitat
Hallenser
Zitat
Unterkärnten DX - MPDX
Kenwood KDC-DAB41U!
Einsame Spitzenklasse, vorallem mit der richtigen Antenne (Keine Golf Werksantenne mehr, sondern Abgestimmte 2m BOS Antenne aufs 3m Band)!


Das würde ich so uneingeschränkt nicht unterschreiben,dafür hat das Gerät in meinen Augen zu viele Macken.Geht schon los bei den Kontakten zwischen Display und dem Radio die man reinigen darf,bis hin zu der Tatsache das die Umschaltung auf DAB bei gleichen Programmen in verschiedenen Ensembles nicht funktioniert.Das durfte ich die Tage erst wieder in Mannheim bewundern,es war nicht möglich ohne eigenes zutun SWR 3 via DAB zu hören.Beim Suchlauf wurde immer das Ensemble eingelesen was nicht den besten Empfang hatte,eine Umschaltung auf das in Mannheim brauchbare erfolgte nicht.


Das war ja auch auf UKW bezogen, nicht auf DAB! Zum Thema DAB kann ich noch keine Meinung abgeben, da ich von diesem Standard ja in meinem Land noch zwangsweise befreit bin....
Aber reinigen der Kontakte zwischen Display und Radioteil, wie oft nimmst du denn dein Display runter, täglich? ;-)

von MPDX - UnterkärntenDX - am 05.10.2012 10:45
VW bezieht zwar einen Teil der Radios und Navis von Blaupunkt aber nicht alle. Manche Geräte kommen auch von Technisat und anderen Herstellern.

von Martyn136 - am 05.10.2012 10:50
Und die neuen Modelle haben gar kein Blaupunkt mehr drin. Das ist dann nur noch TechniSat. Und wenn ich mir mla so die letzten Radios von Blaupunkt anschaue weiß ich auch warum. :rolleyes: Da steht auch nur noch Blaupunkt als Name drauf. Das Gerät ist Sondermüll aus Fernost. :sneg:

Für mich stehen jetzt rein nur vom UKW Tuner her die Becker Grand Prix bzw. Mexico (gleiche Tuner) Modelle ganz vorne. Direkt danach kommt das Blaupunkt Bremen. Normalerweise wäre es anders herum aber das Bremen landet bei mir auf Platz 2 wegen seines schauderhaften Klangs. Der unruhige zappelige UKW Sound klingt nach Billigmöhre aber nicht nach Edeltuner. Auf Platz 3 landen die D4Q (Pioneer) bzw. die baugleichen MaxTunePROII Tuner von Alpine. Diese 1.5 Tuner haben schon einen deutlichen Vorteil gegenüber den einfachen Single Tunern. Aber sie reichen von der Empfindlichkeit her nicht an ein Bremen oder ein Becker heran.

von Spacelab - am 05.10.2012 12:29
Kann ich nicht sagen, mein RCD310 im Golf 6 ist definitiv aus der Blaupunkt- Schmiede. Ich habe nie trennschärferes und empfindlicheres im Einsatz gehabt - und ich hab den Vergleich, weil ich noch immer ein BP Bremen MP74 mein Eigen nenne, welches in meinem Vorgängerfahrzeug verbaut war, von daher weiss ich recht genau, wie das Sharx-System schaltet und arbeitet.
Im Übrigen zeigte der MP74 (und ich vermute auch die beiden Nachfolger) gleichzeitig zum RDS auch die jeweilige Frequenz an.

Ein Becker hatte ich auch mal mit Doppeltuner, allerdings war das nicht der Mexico, sondern eins mit verbautem Navi- System, k.A. wie die Bezeichnung war. Vom Klang her war es das Beste, was ich bislang in meinen Autos hatte - aber die Filter waren so offen und breitbandig wie Scheunentore und absolut untauglich für DX.

Ein Kenwood hatte ich mal inkl. MiniDisc- Laufwerk (ich glaube MD971?)- das war zwar deutlich trennschärfer als das eben genannte Becker, allerdings zog der bei lausigem Empfang (besonders hier in der Stadt) permanent die Höhen zu - das klang wirklich asig.

von HAL9000 - am 05.10.2012 13:07
Hier mal eine Liste was Technisat bei VW Flotte so verbaut (hatte)
http://www.carcommunications.de/?modul=produkte&seite=1

von ross22 - am 05.10.2012 13:24
Das Erstausrüstergeschäft hat doch Bosch behalten oder? ( BP gehörte doch hinterher zu Bosch)
Und soweit ich mich erinnere ist nur der Markenname nach Fernost gegangen und die Erstausrüstung in DL gebleiben.

Was mich an den nicht BP und Beckers stört, ist dass die beim Suchlauf trotz, dass sie auf DX stehen,
über viele gut empfangbare Sender hinwegscannen. Das macht echt keinen Spass. Deswegen wird
irgendwann auch mein Original Ford-Radio dass jetzt ab n. Woche in der Bretagne zum Härteeinsatz kommt (Niedrige Empfangspegel) , halt rausfliegen. Nur gibts bei den anderen die DAB/UKW in 2 DIN
anbieten auch kaum Tuner die in der DX Einstellung bei UKW auf bei normal empfangbaren Signalen
anhalten.

Hätte die Karre nen 2-DIN Slot der in 2 vollwertige DIN's teibar wäre, dann wären 2 Radios verbaut.
Altes BP Frankfurt C70 mit PI Anzeige + ein DAB Gerät.


fx

von Felix 99 - am 05.10.2012 13:38
Zitat
Spacelab
Für mich stehen jetzt rein nur vom UKW Tuner her die Becker Grand Prix bzw. Mexico (gleiche Tuner) Modelle ganz vorne.


Da Du Dich generell mit Autoradios auskennst und ich vor längerer Zeit mal Youtube-Videos von Dir mit Becker-Tests gesehen habe:
Kann das sein, daß innerhalb einer Becker-Typengeneration (!) (also nicht die ganz alten Becker, die bereits im Strich-8 hervorragende Dienste leisteten, usw.) verschiedene Technik werkelt, wie es zum Teil bei den RCD-300 der Fall ist? Werden innnerhalb bzw. in neueren Becker Mexico Pro-Modellen bereits DSPs verwendet?
Mein Becker Mexico Pro ist wie gesagt von der Empfindlichkeit her absoluter Favorit, den ich gerade für den Einsatz bei sporadic-e DX wärmstens empfehle, bei Tropo sieht es wegen recht breiter Filter bereits etwas anders aus: Freie Frequenz - kein Thema und Empfindlichkeit Top ! Aber es bedarf z.B. bei BBC R2 aus Wrotham auf 89,1 MHz (Entfernung 499 km) schon etwas höhere Signalstärke, um sich gegen den semi-lokalen Nachbarn NDR 2 af 89,2 MHz aus Osnabrück (Entfernung 59 km) durchzusetzen. Und Deine Videos zeigen bei Deinem Gerät eine deutlich höhere Trennschärfe.

von Mathias Volta - am 05.10.2012 14:58
Ja bei Becker gibt es innerhalb einer Produktserie verschiedene Tuner. Leider ist der Unterschied nur anhand der Seriennummer (und wenn das Radio läuft über die Softwarenummer) erkennbar. Mein Grand Prix hatte damals schon nen DSP Tuner verbaut und war deutlich Trennschärfer als SHARX. Leider war das auch die letzte Serie die produziert wurde. Neue Geräte werden nur noch für KfZ Hersteller produziert. Am Ende haben sich die Radios auch nur noch sehr schleppent verkauft. Zu kurze Ausstattungsliste bei zu hohem Preis. Der traumhafte Klang war den meisten Leuten relativ Wurst wenn USB und Discolichtorgel fehlten. :rolleyes:

von Spacelab - am 05.10.2012 15:15
@FelixNRW
Leider kann ich erst jetzt antworten.
Zum JVC kann ich sagen das 2 Bekannte das KD DB52 seit längeren und mackenfrei sogar mit Bluetooth und Audiosteaming im Einsatz haben. Um Die Antenne mach Dir mal keine Sorgen. Da ist eine Scheibenantenne dabei. Ist recht brauchbar. Man muss sie ja nicht gleich endgültig festkleben sondern kann erstmal schnuppern. Der DAB Antennenanschluss ist seperat und wie beim alten Blaupunkt und Kennwood. Da für das JVC eine neue Software draussen ist sehe ich auf der Downloadseite das die von JVCKENNWOD ist.
Hier mal den Link den ich aus dem Pro DAB Forum von jonnyhifi kopiert habe:

http://www3.jvckenwood.com/english/car/support/navi/db42ed/unit_soft_download.html

Ach ja die Emsemble Umschaltung DAB/DAB/UKW funktioniert in alle Richtungen schnell. Nach einem kurzen Tonaussetzer legt das Radio wenn verhanden die stärkste Frequenz des gehörten Programms ein bevorzugt DAB.
Mein Bekannter hat jetzt sogar sein DVD Radio verkauft weil er DAB viel besser findet. Wie schonmal geschrieben Sticks oder CDs hat keiner im Radio.

von pomnitz26 - am 05.10.2012 22:48
Fensterscheibenklebeantennen finde ich persönlich nicht so gut, ich habe eine und auf UKW nimmt sie leicht Störer auf: Endstufe, Navinetzteil etc.
Für DAB+ benutze ich zur Zeit eine Magnetfussantenne. Finde ich sehr praktisch, musst du auch nichts für bohren und sie ist draussen.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 07.10.2012 22:13
Nicht zu verachten ist auch das alte VW Delta Radio von Delphi Delco Systems. ;)

Die neuen Geräte von Technisat sind auch noch überdurchschnittlich, aber nicht mehr ganz so gut wie das alte VW Delta.

von Martyn136 - am 07.10.2012 22:58
Mal noch eine Frage zur Antennenpositionierung: Es gibt ja einige Senderstandorte die vertikal ausstrahlen und z. B. Langenberg ja horizontal. Wie sollte man den eine Antenne am besten platzieren dann? Ich denke mal doch einfach gerade an der A-Säule runter, also für vertikal?!

von FelixNRW - am 12.10.2012 13:02
Die Anbringung einer Scheibenantenne an der Frontscheibe ist sowieso alles - nur nicht horizontal oder vertikal.

von PowerAM - am 12.10.2012 13:22
Das Thema hatte ich schonmal hier angesprochen da kam leider keine Reaktion drauf. Ich bin der Meinung dass man wenn man vor dem Auto steht und dann exakt gerade die Antenne nach unten zeigt, schon relativ vertikal sein müsste, aber man macht halt meistens mit der A-Säule bündig weil es besser aussieht und das ist dann natürlich nicht hundertprozentig gerade nach unten. Die andere (seitliche) Krümmung durch die Scheibe ist klar, das kann man logischerweise nicht verändern :)

von FelixNRW - am 12.10.2012 13:26
Bei den meisten Fahrzeugen ist die Frontscheibe so geneigt das die Antenne, befestigt man sie vertikal, wohl eher wie 16V Antenne steht. Für besten UKW Empfang in Deutschland müsste die Antenne horizontal befestigt werden da hier gefühlt 99% der Sender eben horizontal funken. Über kleinere Schräglagen zum Beispiel durch die Scheibenkrümmung würde ich mir jetzt keine größeren Gedanken machen. Eine Scheibenantenne ist empfangstechnisch eh höchstens mittelprächtig.

von Spacelab - am 12.10.2012 13:43
@Spaceman: Ich meinte ne Antenne für DAB+ :)

von FelixNRW - am 12.10.2012 14:36
Ach du meine güte. Ich war wohl geistig noch bei UKW. Ich hab eben nämlich eine alte Blaupunkt Scheibenklebeantenne für UKW aus nem Oldtimer gekratzt.

von Spacelab - am 12.10.2012 14:40
Horizontale Polarisation lässt sich aber am einfachsten als Scheiben- oder Stossstangenantenne realisieren. Nur sollte man besser nicht die Heizleitungen nehmen sondern seperate Schleifen.

Vertikale Polarisation ist schwieriger, egal ob man Schleifen in den Scheiben oder klassische Stabantennen verwendet, diese immer geneigt sind. Ausser man hat einen Kombi oder Van mit steiler Hechscheibe.

von Martyn136 - am 12.10.2012 17:37
Zitat
Martyn136
besser nicht die Heizleitungen nehmen sondern seperate Schleifen.


Warum? Werksmäßig gibt es soetwas, oder sind die Antennenschleifen zwischen denen die heizen versteckt?

von xxxxxxxxxxxxxx - am 12.10.2012 17:56
Die Werkslösungen haben extra Drähte. Wobei ich auch schon mal ein Auto (ur-alter Hyundai) da hatte der die normalen Heizdrähte nutzte. Da war aber dann eine teil aktive Anpassung zwischengeschaltet. Eine Platine mit 3 oder 4 elektronischen Bauteilen und einer Spule. Selbst mit dem damals verbauten Denon Radio, was vom Radioteil her absolut keine leuchte war, gelangen erstaunlich saubere Empfänge von weit entfernten Sendern. Allerdings hatte die Antenne eine so extreme Richtwirkung das der mobile Empfang überhaupt keinen Spaß machte. Aber das ist schon ziemlich lange her und ich glaube nicht das es noch so etwas gibt. Alle mir bekannten Autos haben einen extra Draht in der Scheibe für den Radioempfang. Manche deutlich sichtbar (bei Mercedes 2 vertikale Drähte in der Heckscheibe), und manche unsichtbar (bei neuen Audis im schwarzen rand der Seitenscheiben versteckt).

von Spacelab - am 12.10.2012 18:37
@ Spacelab: Danke :spos: Mich würde nun noch interessieren wie das ganze funktioniert ( hat ) wenn die Heckheizung eingeschaltet war. So liegt doch Strom auf den Heizdrähten, macht das einem Radio nichts aus wenn Strom, wenn auch gering auf der Antenne ist, oder hat sich das Hyundai sogar zu nutze gemacht um die Antenne teilaktiv zu gestalten?

von xxxxxxxxxxxxxx - am 12.10.2012 20:42
Nein diese kleine Platine hatte einen eigenen Stromanschluss. Sonst würde das ganze ja auch nur funktionieren wenn die Heckscheibenheizung eingeschaltet wäre. ;-) Wie das aber genau funktioniert mit der Trennung weiß ich nicht. Ich weiß aber das es für wenig Geld solche kleinen Adapterkästchen gibt die man einfach an die vorhandene Heckscheibenheizung anschließen kann. Im Gegensatz zu dem Hyundai Teil sind diese aber nicht auf die länge der Heizdrähte abgestimmt und so kann die Empfangsqualität überall zwischen gut und grottig liegen. Wir haben selbst schon mehrere solcher Adapterkästchen verbaut weil der Auftraggeber keine sichtbare Antenne mehr haben wollte und für die Verkehrsmeldungen im örtlichen Dummfunker reicht es allemal. Das Hauptproblem solcher Scheibenantennen liegt halt in der sehr starken Richtwirkung. Das war ja auch das Problem der Hyundai Antenne. Der dort von Werk aus verbaute Adapterkasten war auf die länge der Heizdrähte perfekt abgestimmt was dazu führte das man mit der "Antenne" die Flöhe hat husten hören. Aber nur wenn der Sender hinter dem Fahrzeug war. War der Sender vor, oder gar neben dem Fahrzeug war der Empfang unter aller Sau. Die moderneren Werkslösungen haben deshalb ja auch zwei Antennen. Eine in der Heckscheibe und eine irgendwo vorne am Fahrzeug. Beim Mercedes CLK meines Vaters ist die Antenne beispielsweise in der vorderen Stoßstange verbaut. Audi hat eine Antenne jeweils in der linken und rechten hinteren Seitenscheibe und BMW hat neben der Heckscheibenantenne noch eine Antenne am obersten rand der Frontscheibe versteckt.

von Spacelab - am 12.10.2012 21:03
Die Unterschiede zwischen den einzelnen UKW-Tunern der bekannten Autoradiohersteller sind bei aktuellen Radios nicht mehr groß. Die Zeiten in denen die Radiohersteller aufwändig eigene Tuner entwickelten sind längst vorbei. Heutzutage setzen fast alle auf fertige hochintegrierte Silicon-Tuner Lösungen. In 90% der aktuellen Markengeräte finden sich Silicon-Tuner entweder von NXP oder STMicroelectronics. Herstellereigennamen für diese Tuner wie D4Q, MaxTunePROII, usw. sind nur noch als historisch gewachsene leere Marketingwörter zu verstehen, um sich von der Konkurrenz scheinbar abgrenzen zu können. Einzelne Radiohersteller lassen sich vom IC-Hersteller sogar noch eigene Bezeichnungen auf die Chips drucken, um diese Tatsache zu verschleiern.

Man findet z.B. in den aktuellen Radios von Pioneer und Sony den hochintegrierten TDA7706 von STM. An so einem Tuner hat der Radiohersteller nicht mehr viele sinnvolle Möglichkeiten der Optimierung, denn es gibt kaum noch eine Aussenbeschaltung und die Software, die in den DSPs die ZF verarbeitet, muss ebenfalls vom IC-Hersteller entwickelt werden, da dies ein Radiohersteller aufgrund des erheblichen Aufwands und mangels Einblicke in diese sehr komplexen Chips nicht mehr leisten könnte. Es gibt letztlich nur noch einige wenige SW-Parameter, an denen die Radiohersteller drehen können. Man glaubt garnicht wieviel schaltungstechnischer Aufwand und vor allem wieviel Software-Aufwand in einem modernen hochintegrierten Digitaltuner nötig ist, um eine vergleichbare Performance wie mit einem guten alten Analogtuner mit seinen externen selektiven Filtern zu erreichen. In einigen Aspekten sind die aktuellen Silicon-Tuner trotz des Aufwands sogar schlechter als die alten analogen, z.B. in AM. Dafür sind die digitalen in FM teilweise deutlich besser. Der TDA7706 erreicht aufgrund der sehr rauscharmen PLL in mono bei großem Hub fast CD Qualität. Sowas hat man noch vor 10 Jahren für nicht realisierbar gehalten. Auch im Feld bei wechselnden Empfangsbedingungen sind Digitaltuner dank ausgefeilter und intelligenter Algorithmen meist überlegen. Oder auch z.B. beim AF-Test, hier brauchte ein alter Tuner oft noch Millisekunden um neu zu tunen, was dann mitunter hörbar war. Ein Silicontuner schafft das in einigen zehn Mikrosekunden und kann zudem noch mit DSP-Software Störgeräusche unterdrücken. Da hört man absolut nichts mehr.

Bei Empfindlichkeit, Selektivität und Großsignalverhalten gibt es übrigens keine großen Unterschiede zwischen analogen und digitalen Tunern, denn die Vorteile durch die aufwändigen aktiven und selektiven Vorstufen und die hochlinearen externen ZF-Filter bei analogen Tunern werden bei Silicon-Tunern mit ihren einfachen breitbandigen passiven Vorstufen und den digitalen ZF-Filtern durch modernere rauschärmere und linearere Halbleitertechnologien und Schaltungskonzepte kompensiert. Die Kunst dabei ist den AD-Wandler, der die ZF digitalisiert, genügend linear und mit genügend Dynamikumfang hinzubekommen, so dass man das ZF-Filter digital realisieren kann. Aber das haben die IC-Hersteller mittlerweile offenbar im Griff.

Ein Radiohersteller kann höchstens noch bei der Erstellung der Spezifikation für einen Silicon-Tuner mitwirken und Erfahrungen aus eigenen Feldtests für ein Redesign des Chips einbringen, den Rest macht der IC-Hersteller. Insofern spielt die Radiomarke keine große Rolle mehr. Interessanter ist hier, welches Tuner-IC verbaut ist.Kenwood dürfte so ziemlich der letzte Radiohersteller sein, der noch auf Analogtuner setzt. In deren K3i steckt der alte TDA7541 von STM, deshalb auch die "41" in deren Typenbezeichnungen. Nachdem Kenwood aber vor ein paar Jahren von JVC übernommen wurde, dürfte man auch bald auf deren Silicon-Tunerlösungen umschwenken, da Analogtuner sicher bald zu teuer sind bzw. auch von den IC-Herstellern abgekündigt werden. Soweit ich gesehen habe setzt JVC ebenso wie Alpine auf Silicontuner von NXP. Blaupunkt existiert ohnehin nur noch als Markenname, der von asiatischen Herstellern genutzt wird. Das Know-How von Blaupunkt dürfte zu Bosch übergegangen sein, wo man immer noch gute OEM-Radios baut.

DAB-Tuner im Autoradiobereich dürften z.Z. übrigens fast ausschliesslich von Silicon-Frontier stammen. Solange die Stückzahlen für DAB im Verhältnis zu UKW-Radios noch klein sind, ist es wohl am wirtschaftlichsten auf DAB Addon-Tunermodule zurückzugreifen. Multistandard Silicon-Tuner für DAB+FM+AM+DRM+HD haben die großen IC-Herteller mittlerweile zwar alle im Programm, ob sich diese am Markt aber behaupten können, hängt vom weltweiten Erfolg von DAB+ und HD ab. Ein Multistandard-Tuner ist für einen Markt, in dem es keinen digitalen Rundfunk gibt, schlicht zu teuer.

von morus - am 07.04.2013 15:16
Dieses Forum hat einen automatischen Zeilenumbruch.
Manueller Umbruch, noch dazu in doppelter Ausführung, fördert die Lesbarkeit nicht wirklich.

von Marc_RE - am 07.04.2013 21:53
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.