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SWR: Entwurf für einen neuen Staatsvertrag

Startbeitrag von ulionken am 20.11.2012 19:41

Die Landesregierungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben heute den Entwurf für einen neuen Staatsvertrag über den Südwestrundfunk vorgelegt:

http://www.baden-wuerttemberg.de/fm7/2028/121120_SWR-Staatsvertrag_%20Entwurf_Stand_13.pdf
http://www.baden-wuerttemberg.de/fm7/2028/121120_SWR-Staatsvertrag_Ueberblick.pdf

Zitat der Südwest-Presse:

Zitat

Der Entwurf sieht vor, dass der Programmauftrag des SWR präzisiert und die regionale Identität gestärkt werden sollen. So sei im SWR-Fernsehen ein mindestens 30-prozentiger Landesanteil zu gewährleisten. Zudem sollten sich im Sinne der Staatsferne die Vertreter der Landesregierungen aus dem Rundfunkrat zurückziehen.


Es wäre ja erfreulich, wenn der Einfluss der Politiker in den Kontrollgremien abnehmen würde. Aber wie der neue Vertrag und die geplante Stärkung der regionalen Identität wohl mit den geplanten Kürzungen beim SWR zusammen passt, also mit dem Zusammenlegen von Rundfunkorchestern und mit dem Streichen von regionalen Hörfunkfenstern auf SWR4?

73 de Uli

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Diese ganzen Politiker oder parteinahen Gestalten haben meiner Meinung nach rein gar nichts im Rundfunk zu suchen - ganz egal welcher politischen Richtung!

Altnazi Hans Karl Filbinger wollte damals ja genau den umgekehrten Weg:
"Nach einem preisgekrönten kritischen Bericht der ARD über Wyhl wollte er die ARD-Statuten erfolglos so ändern lassen, dass zwei Drittel aller ARD-Intendanten solchen Reportagen künftig hätten erst zustimmen müssen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger

von Kay B - am 20.11.2012 19:50
Erwähnenswert ist noch ein ganz anderer Punkt:

Zitat

Der SWR kann ergänzend folgende Angebote veranstalten:
1. ein digitales Hörfunkangebot mit dem Schwerpunkt Information, zu dessen Un-terstützung die drahtlose terrestrische Verbreitung in analoger Technik unter Verwendung von Frequenzen des SWR in Teilbereichen seines Sendegebiets und die leitungsgebundene Verbreitung in analoger Technik zulässig ist (...)


im Klartext: SWRinfo darf künftig über UKW-Stützfrequenzen in BW und RP senden. Bisher ist dies nicht erlaubt, daher gibt es auch nur die "Testfrequenz" 91,5 in Stuttgart.

von MainMan - am 20.11.2012 19:57
ich haette sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn SWR Info oder Das Ding mehr Frequenzen bekommen wuerde.

Ggfls. waere eine Umkoordinierung bestehender Frequenzen des SWR sinnvoll? Eine Art Doppelversorgung bei SWR1 und SWR 3 aus SDR u. SWF Zeiten ist ja immer noch zu beobachten.

von 102.1 - am 20.11.2012 20:48
Ein SWR Zerobase haette im Prinzip mit der Zusammenfuehrung von SWF und SDR erfolgen muessen, geschah aber nicht.

Jetzt, in einer Zeit von DAB+ natuerlich der falsche Zeitpunkt.

Dennoch wuerde ich mich ueber mehr UKW Frequenzen von SWR Info oder Das Ding freuen, auch wenn es Funzeln sind.

Die Frage ist was ueberhaupt in BW noch verfuegbar sei.

Den Begriff "Testfrequenz" finde ich komplett sinnlos. SWR Info laeuft im Regulaer-Betrieb, da wird nix mehr getestet, und UKW ist eine eingefuehrte Technik, somit gibts sendetechnisch auch nix zu testen.

von 102.1 - am 20.11.2012 21:27
Das ist wieder mal ein herber Rückschritt für DAB und im Sendegebiet weniger Anreiz sich ein DAB Radio zuzulegen. Eine "Zukleisterung" mit Frequenzen wie im MDR info-Sendegebiert erwarte ich, und wieder harte Grabenkämpfe um jede noch so kleine 50 Watt-Funzel. Ich bin echt mal gespannt wie die z.B. noch was in Mainz durchdrücken wollen, aber wie so oft: Wo ein Wille, da ist ein Weg. Notfalls gibt's eine Rochade aus eigenen Beständen oder sonstige Spielchen. Etwa die 92,9 MHz in Mainz vom eigenen Funkhaus für SWR info, trotz der Gleichbelegung in Nierstein und der benachbarten 92,8 in Bad Marienberg. Da es aber auch nur den SWR betrifft würde es gehen, für andere Bedarsfträger hätte er eine solche Lösung freilich abgelehnt.

von Wiesbadener - am 21.11.2012 06:07
die 91,4 für SWR Info von Linz aus nach Norden also NRW ausgeblendet dann nach süden osten , SW mit 500 Watt, oder 5 kw. damit hätte man schon mal einiges abgedeckt. Die frequenz ist auch noch frei wie ich sehe.

die 94,1 könnte man auch für Linz und Dasding benutzen, auch hier nach NRW ausblenden, und dann mit 200 Watt nach Ahrweiler und ins Ahrtal rein, bzw eine antenne nach Unten gerichtet, damit man auch in Linz/Remagen/Sinzig empfang hat.

Von der Birker funzel hier oben dürfte dort trotz Sichtverbindung nicht mehr all zu viel ankommen. Da glaube mehr Richtung Much raus geht als nach Richtung Hennef/Siegburg

von Rheinländer - am 21.11.2012 06:49
Ochnö. Jetzt hört aber auf zu jammern. Das ist doch kein Rückschritt für DAB!
Selbst wenn der SWR Stützfrequenzen für SWRinfo betreiben darf, wird er das vermutlich in einem Umfang tun, der DAB in keinster Weise obsolet werden läßt. Wo soll er denn die Frequenzen hernehmen? Er wird noch nichtmal das DKultur-Funzelteppich-Niveau erreichen.
Der SWR bekommt ja nichtmal die nötigen Frequenzen für eine vollständige Versorgung mit SWR2 und SWR4BW zusammen - siehe Auggen, siehe Brandenkopf, siehe Hohe Möhr...

Der Entwurf legalisiert die Stuttgarter SWRinfo-Funzel und wird vielleicht noch 2-3 weitere Städte mit SWRinfo beglücken. Das wirds dann auch gewesen sein. Auf DAB kann ich heute schon SWRinfo vom Allgäu bis in die Kölner Bucht durchhören...

von DH0GHU - am 21.11.2012 08:16
Zitat
Hallenser
Statt DAB+ weiter auszubauen, funzelt man das UKW Netz weiter zu.


Ja, man sollte das Geld lieber in den DAB-Ausbau stecken. Ein guter DAB-Standort bringt deutlich mehr als 10 hundert Watt Funzeln. Das ist komplett der falsche Weg. Man müsste sogar anfangen Funzeln abzuschalten, da wo guter DAB-Empfang gegeben ist. Das wäre dann wirklich ein guter Einsparungseffekt. Das scheint aber man aber wohl nicht zu wollen.

von zerobase now - am 21.11.2012 08:48
UKW Stützfrequenzen für SWR Info halte Ich für überflüssig.
Besser : DAB Ausbau fortsetzen und auf SWR Info hinweisen in den Anderen, auch
auf UKW empfangbaren SWR Programmen zum Beispiel vor den Nachrichten.
Damit hätte man die UKW Stützfrequenzen sofort.
Oder mal `ne Anzeige in Diversen Printmedien oder mal im SWR Fernsehen vor/ Während der
Landesschau oder vor der Sendung BW Aktuell im SWR TV.
Möglichkeiten gibt`s genug. Man müsste Wollen.

von RADIO354 - am 21.11.2012 09:33
Dass er will, hat der SWR schon vor einem Jahr durch seine Werbeaktionen gezeigt. Da habe ich auf einer Fahrt nach BW an einem Tag auf SWR1 mehr über DAB gehört als die ganzen Jahre hier in Bayern auf Bayern 3..
Macht euch doch nichts vor: SWRinfo ist für DAB nicht entscheidend. B5 mit seinem dichten UKW-Netz kommt über ein paar % Marktanteil nicht hinaus. Solche Programme sind kein DAB-Zugpferd. Wenn eines Tages 10% der Bevölkerung SWRinfo über UKW hören können sollten, dann reduziert das die Zahl der "DAB nur wegen SWRinfo-Käufer" um 10%. 10% von fast nichts ist kein großer Verlust...
Natürlich: Jede neue UKW-Funzel ist rausgeworfenes Geld, darüber sind wir uns - vielleicht mit einer pathologischen Ausnahme weit außerhalb des SWR-Sendegebiets - einig. Da das Geld aber nicht vom von der KEF festgelegten DAB-Budget abgehen dürfte, ist das wiederum sowas von egal...

von DH0GHU - am 21.11.2012 09:42
Ich kenne mich jetzt in BW nicht sonderlich aus, aber ist durch die damalige Zusammenlegung von SWF und SDR nicht eh eine gewisse Überversorgung entstanden?

Wenn ich richtig liege, könnte man dort ansetzen. Wenn ich falsch liege, bitte ignorieren. ;-)

von NurzumSpassda - am 21.11.2012 10:48
Nur eine gewisse. Viele Ballungsräume liegen von dieser "Frontlinie" so weit weg, daß es frequenztechnisch nur wenig Synergien geben kann. Gegenbeispiel: Oberrhein. Aber man kann nicht einfach z.B. SWR2 in HD abschalten, weil's ja von Weinbiet auch kommt, denn dann ist der Odenwald unversorgt. etc.
Das würe nur mit Sendern gehen, die nur Overspill erzeugt haben ...

von DH0GHU - am 21.11.2012 12:21
re neue Sender, ich kann mir vorstellen, dass der SWR dann etwa in Kirchheimbolanden eine 102,0 für SWRinfo und eine 107,3 für Dasding durchdrückt.

re bestehende Sender, dass sich die Sender seit der SDR-SWF-Zusammenlegung stark überscheiden ist zwar richtig, aber jeder Sender hat dennoch ein Kerngebiet in dem er unverzichtbar ist, und das ist das Problem. Die Hornisgrinde ist in weiten Teilen Nordbadens und Nordwürttembergs völlig überflüssig, aber im Rheintal und in der Südpfalz (dank fehlendem Sender Hohe Derst) absolut unverzichtbar. Heidelberg wird in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz nicht benötigt, sehr wohl aber im Odenwald. Bornberg ist etwas ungünstig, da er sehr weit über das Ziel herausstrahlt; der ursprüngliche Standort Potzberg war da günstiger, wenngleich das natürlich keine Frequenzen frei macht. Es gab da einen Ort, wo auch die 97,5 Bornberg anfing leicht zu rauschen (ich meine, es war Langenbach).

von RheinMain701 - am 21.11.2012 15:39
Der SWR hat für DASDING ja Tübingen 97,30, Reutligen 97,70 und die bereits länger existierende Mötzingen 90,50, sowie Stuttgart 90,80 - einige überlappen sich recht ordentlich.
Wäre ich der SWR würde ich entweder die 97,70 oder die 90,50 dann für SWR Info nehmen.

Weitere zusätzliche Frequenzen wären echt Geldverschwendung - lieber bei DAB+ weiter expandieren ...

von RainerZ - am 21.11.2012 15:48
@Rheinländer: 91,4 ist nicht gerade so frei. Bad Marienberg 91,3 Das Ding mit 200W geht recht weit.
Und die 94,1 ebenfalls nicht machbar, da SWR2 94,0 aus Koblenz in Ortssenderqualität reinkommt.

Die 96,6 Adenau 630W wäre koordiniert und noch zu vergeben.
95,7 von KOB-Bendorf 2 KW ebenfalls noch zu vergeben.
Und noch so einige anderen QRG´s die off air sind, z.B. aus früheren Ketten wie in der Region Trier.
Und was ist eigentlich mit der Dauner 92,2 80W>Eifelradio?

von DJ Taifun - am 21.11.2012 16:57
Zitat
DJ Taifun
@Rheinländer: 91,4 ist nicht gerade so frei. Bad Marienberg 91,3 Das Ding mit 200W geht recht weit.
Und die 94,1 ebenfalls nicht machbar, da SWR2 94,0 aus Koblenz in Ortssenderqualität reinkommt.


In der Tat. Auf der 91,3 gibt es ja auch noch den DLF aus Köln und auf 91,4 Radio Erft in Bergheim. Da dürfte sich die Koordinierung schwierig gestalten.
Die 94,1 ist noch schlechter, da neben der 94,0 aus Koblenz auch die 94,2 von der "Birker Funzel" Richtung Süden gut rauskommt. Bei uns ist sie nach der 99,9 immerhin die zweitbeste Variante, Radio BN/SU zu hören, wenn man es denn gern möchte.

Insgesamt ist hier im Raum Köln / Bonn / Linz das UKW-Band so dicht, dass sich für Linz kaum etwas finden lassen wird. In Köln wurde ja auch mangels Alternativen eine eher suboptimale 89,9 koordiniert. Die einzige Frequenz, die mir für Linz einfallen würde, wäre die 103,1, auf der hier ja auch hin und wieder "Veranstaltungsfunk" zu hören ist.

von Funkohr - am 21.11.2012 17:54
Ich denke Mainz wäre noch ein Kanditat für eine Aufschaltung von SWR Info. Habe hier die 107,2 von MZ-Kastel im Auge, wenn das DLR die 98,7 von AFN mal übernehmen sollte.

Aber ansonsten sieht es eher düster aus. Vlt gelingt es noch in Trier oder Koblenz eine Frequenz zu finden und auch eine Umwidmung der 99,9 aus Heidelberg von SWR3 wäre eine Möglichkeit, wobei hier sicherlich zuerst Das Ding wohl profitieren würde.

von Marcus. - am 21.11.2012 20:08
Zitat

Und was ist eigentlich mit der Dauner 92,2 80W>Eifelradio?


Die Frequenz ist immer noch dem Lokalradio als Privatfunk zugeordnet. Hier kommt der SWR nicht dran.
Wenn aber sollte er die Frequenz für SWR 2 nutzen, es gab ja mal Pläne für die Frequenz. Dann muss man mal geld in die Hand nehmen und eine Yafi in der Eifel montieren.

von Marcus. - am 21.11.2012 20:11
Zitat
Marcus.
Ich denke Mainz wäre noch ein Kanditat für eine Aufschaltung von SWR Info. Habe hier die 107,2 von MZ-Kastel im Auge, wenn das DLR die 98,7 von AFN mal übernehmen sollte.

Aber ansonsten sieht es eher düster aus.

Gab es nicht mal den Plan eine 95,5 für SWR4 MZ aus Finthen auszustrahlen? Daraus könnte man freilich eine SWRinfo-Frequenz machen.

von RheinMain701 - am 21.11.2012 21:00
Die einzig sinnvolle analoge Ergänzung für SWRinfo wäre meiner Meinung nach die Wiederinbetriebnahme der MW-Sender Mühlacker und Rheinsender Wolfsheim, aber keinesfalls irgendwelche UKW-Funzeln.

von wolfgangF - am 21.11.2012 21:48
Zitat
RheinMain701
Gab es nicht mal den Plan eine 95,5 für SWR4 MZ aus Finthen auszustrahlen? Daraus könnte man freilich eine SWRinfo-Frequenz machen.


Das war soweit ich weiß die 95,6. Dann wäre Bayern 1 Geschichte in Mainz.

von DX OberTShausen - am 22.11.2012 00:21
Gut, Mainz ist (aus DXer-Sicht leider) auch nicht Versorgungsgebiet von Bayern 1. Die Frage ist nur, ob Pfaffenberg nicht bei den erstbesten Bedingungen einer evtl. 95.6 in Mainz Schwierigkeiten machen könnte.

von NurzumSpassda - am 22.11.2012 06:40
Zitat
NurzumSpassda
Gut, Mainz ist (aus DXer-Sicht leider) auch nicht Versorgungsgebiet von Bayern 1. Die Frage ist nur, ob Pfaffenberg nicht bei den erstbesten Bedingungen einer evtl. 95.6 in Mainz Schwierigkeiten machen könnte.


Das tut er ja heute schon. Ich war auf die A61 unterwegs im Rhein-Main Gebiet und ich habe da durchgehend die 95,6 von Bayern 1 gelauscht. Erstaunt war ich als dann plötzlich auf 95,7 SWR 1 sich breit macht. Der Spuck dauerte nur 2 Minuten, dann gabs wieder ruhe. Wer kann so ein unfug koordinieren?? Was soll diese 95,7 versorgen wenn da nebenan den 95,6 mächtig rein drückt? Und dann will man auf 95,6 auch noch ein Funzel in Mainz onair bringen? Dann gibts ja nur noch gegenseitiges rauschen, denn dann drücken sich gleich drei Sender gegenseitig weg.

Overspill und kein Versorgungsauftrag, schön und gut, aber solche Frequenzen taugen doch nichts. Sobald man in die höhelagen kommt werden die Funzeln in kurzster Zeit gegen die Wand gefahren.

von Jassy - am 22.11.2012 10:57
Zitat
Wiesbadener
Das ist wieder mal ein herber Rückschritt für DAB und im Sendegebiet weniger Anreiz sich ein DAB Radio zuzulegen.
Das sehe ich genau andersherum, es wird DAB+ eher voranbringen. Die "Gefahr", dass SWR-Info auch nur annähernd flächendeckend auf UKW verfügbar wird, besteht schon aufgrund der bestehenden Frequenzen nicht. Allerdings würden ein paar SWR-Info-Funzeln die Bekanntheit von SWR-Info deutlich voranbringen: "Karl-Heinz, die Tante Frida hat jetzet des neie SWR-Info drinne em Radio. Wieso krieget mir des ned?" - "Des Fritzle hot gmoint, mir bräuchtet da so'n neie Radio, oins wo digital lauft. Beim Elektro Maier han I schon oins gsäh." Die beste Werbung für DAB+ sind meines Erachtens nicht die reinen DAB+-Programme, sondern die Programme, in aufgrund einer teilweisen UKW-Versorgung bereits einige Bekanntheit haben, aber mit DAB+ nun auch ihre Fans außerhalb ihres UKW-Sendegebiets versorgen können. Stichwort "sunshine live".

Zitat
102.2
Den Begriff "Testfrequenz" finde ich komplett sinnlos. SWR Info laeuft im Regulaer-Betrieb, da wird nix mehr getestet, und UKW ist eine eingefuehrte Technik, somit gibts sendetechnisch auch nix zu testen.
Rechtlich ist die 91,5 bislang eine Testfrequenz. Nur darum geht's

Zitat
zerobase now
Man müsste sogar anfangen Funzeln abzuschalten, da wo guter DAB-Empfang gegeben ist. Das wäre dann wirklich ein guter Einsparungseffekt. Das scheint aber man aber wohl nicht zu wollen.
Zumindest dem Deutschlandradio würde ich das tatsächlich anraten. Diese 320-Watt-Funzeln, die nach 3 km bereits angerauscht sind, sind sauteuer.

Zitat
Ulrich Hilsinger
Nur eine gewisse. Viele Ballungsräume liegen von dieser "Frontlinie" so weit weg, daß es frequenztechnisch nur wenig Synergien geben kann.
Das genaue Gegenteil ist der Fall! Die alte SDR-SWF-Frontlinie entspricht ziemlich genau der Verbindung Augsburg - Ulm - Stuttgart - Karlsruhe - Mannheim/Heidelberg - Frankfurt, nur jeweils etwas ist SWF-Gebiet hinein versetzt. Viel mehr Ballungsraum gibt's im Südwesten gar nicht. Und das ist kein Zufall, denn die Sender sind bekanntlich aus den Besatzungszonen nach dem Weltkrieg entstanden, und die sind so gezogen worden, dass die Amerikaner alle wichtigen Städte des Südens in ihrer Zone hatten, und die Franzosen dann die Provinz, jeweils ca. 15-20 km hinter diesen Städten beginnend, bekommen haben.

Frequenzsynergien gäbe es genug, man müsste nur wollen. Ich wundere mich dabei weniger über den SWR, der natürlich kein Interesse daran hatte oder hat, der Konkurrenz (dazu zählt auch das Deutschlandradio) Frequenzen zuzuschustern, sondern über die Art und Weise, wie dieses Thema in den letzten Jahren hier im Forum behandelt wurde. Während zum Deutschlandradio gerne Kommentare kommen wie "wozu braucht der DLF eine Funzel in Ludwigsburg?, es gibt doch die Hornisgrinde!", werden alle Vorschläge zum SWR, auch nur einen einzigen der zahlreichen UKW-Grundnetzsender umzunutzen, direkt und eher unfreundlich als argumentativ abgebügelt, nach dem Motto "auf diese 100-kW-Frequenz kann SWR3 auf keinen Fall verzichten, denn in 40 km Entfernung gibt's ein Tal, wo alle anderen SWR3-Frequenzen angerauscht sind, wie kannst Du es wagen!"

(Anmerkung: 2. Korrektur, hoffe, dass es jetzt stimmt)
Ich habe hier im Forum schon zweimal vorgeschlagen, dass der SWR die SWR123-Frequenzen 92,2 (SWR3 → DasDing), 94,7 (SWR1 → DKultur) und die 105,7 (SWR2 → DLF) am Stuttgarter Fernsehturm abgibt bzw. umnutzt. Der SWR behielte also die 90,1 (bleibt SWR4) und die 90,8 (DasDing → SWR2) und die 92,2 (SWR3 → DasDing) am Fernsehturm sowie die 93,1 (SWR2 → SWR3) und die 99,6 (bleibt SWR1) am Funkhaus und bekäme zusätzlich die 87,9 (DKultur → SWRinfo). Die 91,5, die 94,1 und die 96,0 würden in die SWR-Reserve wandern für zu stopfende Funklöcher. Auf diese Weise hätte der SWR weiterhin sechs UKW-Frequenzen für den Stuttgarter Kessel, und im gesamten Stuttgarter Umland wären SWR4 und DasDing auf den starken Fernsehturmfrequenzen verfügbar, DLF und DKultur sowieso, mit Abstrichen auch SWRinfo, und SWR123 würden auf einer der zahlreichen Umlandfrequenzen (Königstuhl, Waldenburg, Aalen, Ulm, Raichberg, Hornisgrinde) zu hören sein. Und die paar Dörfer, in denen tatsächlich SWR123-Löcher entstünden, bekämen dann eben Funzeln - oder DAB+-Radios.

Ergänzung: UKW-Versorgung des Stuttgarter Kessels, der Regio Stuttgart (Stuttgarter Außenbezirke und umliegende Landkreise) und der Großraums (weitere Landkreise außerhalb der Regio Stuttgart) nach meinem Vorschlag

Kessel Regio Großraum
SWR1 93,1 Umland Umland
SWR2 90,8 90,8/Umland Umland
SWR3 99,6 Umland Umland
SWR4 90,1 90,1 90,1/Umland
DasDing 92,2 92,2 92,2/Funzeln
SWRinfo 87,9 87,9 kein UKW (nur DAB+)
DLF 105,7 105,7/106,3HGR 105,7/106,3HGR
DKultur 94,7 94,7 94,7/Funzeln


von freiwild - am 22.11.2012 14:11
Zitat
RheinMain701
Zitat
:sozusagen:
Das war soweit ich weiß die 95,6. Dann wäre Bayern 1 Geschichte in Mainz.

Die 98,3 könnte je nach Standort noch brauchbare Ergebnisse liefern.


Ist dann nur die Frage, ob man hr1 aus Wiesbaden ausblenden kann.

von DX OberTShausen - am 22.11.2012 17:12
Zitat
freiwild
Und das ist kein Zufall, denn die Sender sind bekanntlich aus den Besatzungszonen nach dem Weltkrieg entstanden, und die sind so gezogen worden, dass die Amerikaner alle wichtigen Städte des Südens in ihrer Zone hatten, und die Franzosen dann die Provinz, jeweils ca. 15-20 km hinter diesen Städten beginnend, bekommen haben.

Nee. Die Besatzungsgrenze wurde seitens der Amerikaner "entlang der Autobahn" (heute A 8) gezogen. Alle Städte und Kreise auf deren Gebiet die A 8 lag, wurde amerikanisch. Deshalb sind auch Gebiete südlich und westlich der A 8 amerikanische Zone (SDR) gewesen (Ettlingen, PF, BB, ES und UL).
Dass die Franzosen keine Großstädte (ok, bis auf FR) abbekommen haben, war wohl (evtl. seitens der Amerikaner gewoller) Zufall.

BTW: LI wurde -obwohl bayerisch- von den Amis den Franzosen gegeben, damit die einen Brückenkopf zur französischen Zone in Österreich hatten.
Zwischen der französischen Zone in Südbaden und Rheinland-Pfalz gab es keine Verbindung (ok, die war ja über das Elsass möglich).

von Schwabinger - am 22.11.2012 17:23
Das ist kein Widerspruch. Dass die A8 so verläuft, wie sie verläuft, ist ja kein Zufall. Sie sollte und soll Salzburg - München - Augsburg - Ulm - Stuttgart - Karlsruhe verbinden. Den Amerikanern ging es natürlich um die Städte (bzw. die sich dort befindliche Industrie), nicht um die Autobahn. Die Vorstellung, dass die Autobahn die entscheidende Rolle bei der Einteilung der Zonengrenzen gespielt habe, kommt wohl von den - mit Augenzwickern erzählten Geschichte von der SDR-SWF-Gründung - von den anrückenden Amis, die sich Ende des zweiten Weltkriegs bis zur A8 durchgekämpft hätten und danach keine Lust mehr gehabt hätten.

von freiwild - am 22.11.2012 18:25
Ist eigentlich der ursprüngliche geplante Verlauf der A8 eigentlich auch abgedeckt?

Zwischen Karlsruhe und Pfortzheim ist es ja eigentlich die A82, die dann zur A8 wurde. Der westliche A8 Teil und östliche A82 Teil wurde nicht gebaut.

von Marcus. - am 22.11.2012 18:57
Zitat
freiwild
Den Amerikanern ging es natürlich um die Städte (bzw. die sich dort befindliche Industrie), nicht um die Autobahn. Die Vorstellung, dass die Autobahn die entscheidende Rolle bei der Einteilung der Zonengrenzen gespielt habe, kommt wohl von den - mit Augenzwickern erzählten Geschichte von der SDR-SWF-Gründung - von den anrückenden Amis, die sich Ende des zweiten Weltkriegs bis zur A8 durchgekämpft hätten und danach keine Lust mehr gehabt hätten.

Auch bei diesem Thema hast du eine Exclusiv-Meinung. ;)


Zitat
www.medienzentrum-bb.de
Die endgültige Festlegung der Grenze zwischen der amerikanischen und der französischen Zone konnte erst im Sommer 1945 vereinbart werden. Die Franzosen hatten größere Teile Südwestdeutschlands einschließlich der Städte Karlsruhe, Stuttgart und Pforzheim besetzt. Dem stand das Interesse der Amerikaner gegenüber, die „Autobahn Frankfurt - Karlsruhe - München“ unter ihre ausschließliche Kontrolle zu bringen. Sie bildete die wichtigste Straßenverbindung zwischen den zu ihrer Besatzungszone gehörenden hessischen und bayerischen Gebieten. Alle badischen und württembergischen Landkreise, durch die die Autobahn verlief, wurden dem amerikanischen Besatzungsgebiet zugeschlagen.

---> http://www.medienzentrum-bb.de/Laku/ent_volk.htm


Zitat
www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de
Die Zonengrenze war von den Amerikanern ohne Rücksicht auf die institutionellen und historischen Gebiete und Staaten bestimmt worden. Sie ging folglich durch Nordbaden und Nordwürttemberg. Auf diese Weise zerschnitt sie die beiden Staaten einfach in einer Linie von Westen nach Osten und teilte sie in ein nördliches und ein südliches Gebiet.
Ziel der amerikanischen Raumplanung war es oftmals nur, die Versorgungslinie der Armee aufrechtzuerhalten und nicht um irgendwelche historischen oder kulturellen Grenzen zu berücksichtigen.

---> http://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/5973.html


Zitat
www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de
Die Beteiligung Frankreichs als vierter Siegermacht kurz vor Kriegsende zwang zu territorialen Improvisationen. Nun wurden Baden und Württemberg in je einen nördlichen und einen südlichen Teil getrennt. Aus logistischen Gründen fixierte die US-Besatzungsmacht die Südgrenze ihrer Zone so, dass die Autobahn Karlsruhe-Stuttgart-Ulm in ihrer Hand blieb.

---> http://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/lg_besatzungszeit.html


Alles klar? ;)

von Manager. - am 22.11.2012 20:44
Wer glauben möchte, dass die Autobahn das entscheidende für die Amerikaner gewesen sei, und das "Einkassieren" aller wesentlichen Städte und Industriezentren im Südwesten nur ein zufälliges Beiprodukt der Autobahneroberung, dem will ich seinen Glauben nicht nehmen. Ich bin nämlich religiös tolerant.

Können wir dann bitte wieder auf's Thema zurückkommen?

von freiwild - am 22.11.2012 22:19
Gerne ;)
Sicher, die Großstädte liegen schön an der alten Grenzlinie SWF/SDR. Die Grundnetzsender allerdings häufig nicht - das tun im Wesentlichen nur Ulm, Stuttgart und Mühlacker. Alle anderen sind ein gutes Stück von der "Grenze" weg.

Randbemerkung: Heute Abend ist mir mal wieder so richtig bewußt geworden, wie gut DAB doch gehen könnte. SWR1BW hat auf UKW immer mal wieder gezischelt, u.a. auf der B10 im Neckartal bei Esslingen - was dort dem Mehrwegempfang vom Fernsehturm geschuldet ist, dessen Signal an den gegenüberliegenden Bergen reflektiert wird. Früher ist mir das nie so sehr aufgefallen, seit ich DAB im Auto habe, fallen mir die Unzulänglichkeiten von UKW immer mehr auf. Ein Funzelnetz für SWRinfo wird in dieser Gegend nie richtig funktionieren, mit oder ohne Fernsehturmumkoordinierungen.

DAB Könnte? Nun, mein Highway ließ sich partout nicht dazu bringen, SWR1BW von 11B abzuspielen. Am Albabstieg hat es lieber 9D zer"fetzt" wiedergegeben, bei Esslingen dann zur Abwechslung 8D.... 11B selbst ist dort überall einwandfrei zu hören...

von DH0GHU - am 22.11.2012 22:28
Stützfrequenzen für SWR Info wünsche ich mir auch. Jedoch blutet einem heute noch das Radioherz, wenn man SWR Info heute hört und weiß, wie es früher war, bevor die MW auch gleich abgeschalten wurde.
SWR Info war vor einigen Jahren noch ein komplett eingenständiges Programm. Und es konnte wirklich absolut konkurrieren mit B5 Aktuell, heute jedoch nicht mehr. Schade drum!

von Radiopirat - am 22.11.2012 23:22
Noch mehr Mini-Funzeln, die sich gegenseitig stören sind zumindest ein gutes Argument für DAB+.
Gerade hier am Bodensee, wo zwischen 5 Ländern bereits ein Frequenz-Krieg auf UKW ausgetragen wird, sind weitere UKW Funzeln ein Grund das UKW-Radio gegen DAB zu ersetzen.

von lindau42 - am 23.11.2012 07:20
Zitat
freiwild
Zitat
Wiesbadener
Das ist wieder mal ein herber Rückschritt für DAB und im Sendegebiet weniger Anreiz sich ein DAB Radio zuzulegen.
Das sehe ich genau andersherum, es wird DAB+ eher voranbringen. Die "Gefahr", dass SWR-Info auch nur annähernd flächendeckend auf UKW verfügbar wird, besteht schon aufgrund der bestehenden Frequenzen nicht. Allerdings würden ein paar SWR-Info-Funzeln die Bekanntheit von SWR-Info deutlich voranbringen: "Karl-Heinz, die Tante Frida hat jetzet des neie SWR-Info drinne em Radio. Wieso krieget mir des ned?" - "Des Fritzle hot gmoint, mir bräuchtet da so'n neie Radio, oins wo digital lauft. Beim Elektro Maier han I schon oins gsäh."

Genau die Millionen Hörer von SWRinfo werden dann sicherlich alle in die Läden stürmen :joke: ;)

So wieder ernst: Natürlich müssen die Programme erst einmal bekannt sein, damit die Leute vielleicht einen Anreiz sehen, sich dafür ein neues Radio zuzulegen. Aber dies mag mit Massenprogrammen ;) wie SWRinfo sicherlich nicht gelingen! Solche "Funzeln" werden schlichtweg nicht wahrgenommen! Sieht man doch ganz schön an den hessischen Privat-Funzel-Ketten! Da wird lieber FFH anstatt harmony und co gehört... Außerhalb des Forums sind eben solche "Hitdudler" entgegen der hier geläufigen Meinung eben doch sehr beliebt, da sie nunmal "die schnellsten Blitzer und die beste, aktuellste Musik aus 3 Jahrzehnten spielen". Diejenigen die Radio nicht nur nebenbei hören sondern bewusst einschalten sind einfach in der Minderheit. Findet euch damit ab ;)

Anmerkung: Ich wollte damit gewiss nicht die x-te pro/contra DAB Diskussion lostreten :D

von Rosti 2.0 - am 23.11.2012 09:23
Zitat
Lindauer
Noch mehr Mini-Funzeln, die sich gegenseitig stören sind zumindest ein gutes Argument für DAB+.

Nicht so ganz. Eine Funzel hat die primäre Aufgabe ein (eher kleines) Gebiet zu versorgen. Die Störungen die sie woanders verursacht, betreffen das eigentliche Zielgebiet nicht. Damit ist die primär eigentliche Aufgabe erfolgt. Im Umkehrschluss wäre ohne Funzel das eigentliche Gebiet dann halt gar nicht versorgt. Da überwiegt der Vorteil sicher den Nachteil (zumindest für das eigentliche Zielgebiet).

Etwas OT (und -sorry- auch nicht B-W-bezogen):
Zitat
Rosti 2.0
Außerhalb des Forums sind eben solche "Hitdudler" entgegen der hier geläufigen Meinung eben doch sehr beliebt, da sie nunmal "die schnellsten Blitzer und die beste, aktuellste Musik aus 3 Jahrzehnten spielen". Diejenigen die Radio nicht nur nebenbei hören sondern bewusst einschalten sind einfach in der Minderheit. Findet euch damit ab ;)

So ist es.

von Schwabinger - am 23.11.2012 11:26
Diejenigen Hörer, die ihr örtliches Hitradio, das auf zehn UKW-Frequenzen verfügbar ist, fest im Radio eingestellt haben und damit zufrieden sind, werden ohnehin nur schwer von den Vorteilen von DAB+ zu überzeugen sein - jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. DAB+ muss sich in der jetzigen Phase an diejenigen Hörer richten, die mit dem UKW-Angebot nicht zufrieden sind bzw. ihr Lieblingsprogramm nicht oder nicht sauber empfangen können. Deshalb bringen aus meiner Sicht gerade Programme wie SWR-Info oder Sunshine Live oder Absolut Radio oder DLF DAB+ voran, und nicht ein weiterer Hitdudler. Viele UKW-Hörer etwa in BaWü wissen aber gar nicht (mehr), dass Radio auch ein Informations- oder Popkulturmedium sein kann. Deshalb halte ich eine UKW-Teilversorgung von Digitalprogrammen für wichtig (vorausgesetzt, dass diese Programme dann auch tatsächlich für DAB+ werben, und die DAB+-Versorgung zu keinem Alibi für UKW-Pläne wird). Das müssen nicht notwendigerweise nur Funkeln sein; die Umnutzung von bestehenden UKW-Grundnetzsendern muss endlich in die DAB+-Strategie miteinbezogen werden!

Oh, schon wieder ein DAB+-Grundsatzbeitrag, tschuldigung

von freiwild - am 23.11.2012 11:53
Was ich eigentlich damit sagen wollte, wer soll die DAB-Werbung auf diesen Sendern wahrnehmen, wenn niemand diese Funzelketten hört? (natürlich überspitzt) Das wird die MASSEN einfach nicht bewegen!! Auch die Hörer dieser kleinen Sender (ich gehöre übrigens dazu) gehören doch eher einer kleinen beschaulichen Gemeinschaft an!

von Rosti 2.0 - am 23.11.2012 13:00
Zitat
freiwild


(Anmerkung: 2. Korrektur, hoffe, dass es jetzt stimmt)
Ich habe hier im Forum schon zweimal vorgeschlagen, dass der SWR die SWR123-Frequenzen 92,2 (SWR3 → DasDing), 94,7 (SWR1 → DKultur) und die 105,7 (SWR2 → DLF) am Stuttgarter Fernsehturm abgibt bzw. umnutzt. Der SWR behielte also die 90,1 (bleibt SWR4) und die 90,8 (DasDing → SWR2) und die 92,2 (SWR3 → DasDing) am Fernsehturm sowie die 93,1 (SWR2 → SWR3) und die 99,6 (bleibt SWR1) am Funkhaus und bekäme zusätzlich die 87,9 (DKultur → SWRinfo). Die 91,5, die 94,1 und die 96,0 würden in die SWR-Reserve wandern für zu stopfende Funklöcher. Auf diese Weise hätte der SWR weiterhin sechs UKW-Frequenzen für den Stuttgarter Kessel, und im gesamten Stuttgarter Umland wären SWR4 und DasDing auf den starken Fernsehturmfrequenzen verfügbar, DLF und DKultur sowieso, mit Abstrichen auch SWRinfo, und SWR123 würden auf einer der zahlreichen Umlandfrequenzen (Königstuhl, Waldenburg, Aalen, Ulm, Raichberg, Hornisgrinde) zu hören sein. Und die paar Dörfer, in denen tatsächlich SWR123-Löcher entstünden, bekämen dann eben Funzeln - oder DAB+-Radios.

Ergänzung: UKW-Versorgung des Stuttgarter Kessels, der Regio Stuttgart (Stuttgarter Außenbezirke und umliegende Landkreise) und der Großraums (weitere Landkreise außerhalb der Regio Stuttgart) nach meinem Vorschlag

Kessel Regio Großraum
SWR1 93,1 Umland Umland
SWR2 90,8 90,8/Umland Umland
SWR3 99,6 Umland Umland
SWR4 90,1 90,1 90,1/Umland
DasDing 92,2 92,2 92,2/Funzeln
SWRinfo 87,9 87,9 kein UKW (nur DAB+)
DLF 105,7 105,7/106,3HGR 105,7/106,3HGR
DKultur 94,7 94,7 94,7/Funzeln


Den Vorschlag halte ich fuer gut und sinnvoll.
Wenn ich das richtig verstehe, wird das Sendegebiet fuer DLF und D Kultur erweitert, SWRInfo ueber den Stadtkessel Stuttgarts hinausgesendet, und die SWR Programme, die im Kessel senden, durch andere Sender aus der Region abgedeckt, wenn man sich ins Umland begibt.

Ggfls. koennte man dann die 97,2 und 97,7 von Das Ding im Herrenberger/Tuebinger Raum auch veraendern/umkoordinieren. bzw. eine Funzel an SWR Info geben, da die 92,2 ohnehin noch ankommt.....

von 102.1 - am 23.11.2012 16:09
Pardon, aber mit Funkhausfunzeln kann man nicht das ganze Stadtgebiet versorgen. Schaut euch einfach mal an, wie tief die Antennen montiert sind. Dagegen ist ja Münster noch ein weitreichender Standort :)
Geschweige denn das weitere Neckartal. Man bräuchte noch Funzeln in Esslingen oder Plochingen (Kraftwerk?), im Norden (Münster?) - im Westen könnte vielleicht ein anderer Sender mitversorgen.
Es gibt schließlich definierte Mindesversorgungspegel für Stereo-Empfang, die unabhängig davon sind, was wir als "Freaks" mit unseren "besseren" Empfängern in Mono noch hören können.

Wenn der SWR 9D 2014/2015 voll ausbaut, sind eh alle Diskussionen hinfällig. Dann gehen alle SWR-Programme auch überall dort problemlos, wo UKW heute noch Probleme macht :-)

Davon abgesehen wäre ein Metropolregion Stuttgart-Mux auf DAB auch eine nette Sache, mit allen Anbietern, die in der Region senden, aber für die 11B zu teuer ist. 2 kW vom Fernsehturm oder Frauenkopf, 1 kW aus Münster, und das ganze mit besserem Protection Level, und UKW ist sowas von egal...

von DH0GHU - am 23.11.2012 17:09
In den äußeren Stadtbezirken sind die Umlandsender an den meisten Stellen bereits problemlos zu empfangen. Und an den einzelnen Stellen, wo der SWR dann tatsächlich Einbrüche hätte, würde sich die Zahl der empfangbaren öffentlich-rechtlichen Programme nicht verändern, da an diesen Stellen, wenn man den gleichen Standard zugrunde legt, zuvor DLF, DKultur und SWR-Info nicht zu empfangen waren. Von den Hörern dort, die ein bestimmtes SWR-Programm weiter hören wollen, würde also genau das verlangt, was derzeit und seit langem von einer sehr viel größeren Zahl potentieller DLF- oder DKultur-Hörer verlangt wird: Besseres UKW-Equipment oder ein DAB+-Radio.

Summa summarum würde also für eine große Anzahl von Hörern das UKW-Angebot verbessern, für eine sehr viel kleinere Zahl von Hörern, die bislang nur ein eingeschränktes UKW-Angebot empfangen können, würden die gleiche Anzahl von öffentlich-rechtlichen Programmen empfangen können, nur partitiell eben andere. Und über DAB+ sind SWR123456 und DRadio1234 sowieso überall im Empfangsbereich der beiden Stuttgarter Großsender zu empfangen.

von freiwild - am 23.11.2012 17:27
Zitat
Wiesbadener
Eine Frequenz halte ich als fest gebongt: die 94,6 in Mannheim (schon oft vom SWR genutzt für Veranstaltungsfunk und fest koordiniert)


Trotz Stuttgart 94,7 und Gr. Feldberg 94,4? Ich weiß ja nicht.
Und was ist mit der 94,5 aus Metz? Geht die in Mannheim nichtmehr?

von DX OberTShausen - am 23.11.2012 19:55
@freiwild

Obwohl Dein Vorschlag groesstenteils Sinn macht, besteht dennoch die Frage ist, ob man beim SWR so viel Mut zur Veraenderung hat.

Ich vermute eher nein.

Vielleicht haette ich bei Deinem Vorschlag folgendes Veraendernt und war, die SWR Info auf die 105,7 zu geben, und DLF Info auf 87,9.

von 102.1 - am 23.11.2012 19:56
Der SWR hat kein Interesse daran, das Deutschlandradio frequenzmäßig aufzurüsten. Es gab vor der Fusion viele Lippenbekenntnisse, aber geschehen ist natürlich nichts. Deswegen halte ich die Abgabe auch nur einer einzigen SWR-Grundnetzsenderfrequenz für unrealistisch.

Beim Sendestart von SWR-Info hat der SWR auch noch ausdrücklich erklärt, dass keine UKW-Frequenzen von anderen SWR-Programmen für SWR-Info umgewidmet würden, weil sonst Löcher in der UKW-Versorgung dieser Programme entstehen würden. Das ist natürlich scheinheilig, denn selbst ohne den Stuttgarter Fernsehturm hätte SWR3 im Raum Stuttgart immer noch eine bessere Versorgung als etwa SWR4 im Breisgau oder SWR2 in der Eifel. Und der SWR hat bekanntlich eine unselige Tradition, im Zweifel bei seinem Kulturprogramm eine Frequenz abzuknapsen, wenn er diese für ein anderes Programm (i.d. Regel SWR4) für nötig hält: Scharteberg¹, Linz¹, Kettrichhof², Weinbiet³, Hohe Möhr⁴, Degerloch⁵. Die Frequenzen von SWR1 oder SWR3 sind aber heilig (einzige Ausnahme war die Abgabe der 89,5 von SDR 3 an big FM).

---
¹ Frequenz wurde ersatzlos für SWF 4 (heute SWR4 RP) umgewidmet.
² SWR2 blieb bei UKW-Aufschaltung unberücksichtigt
³ SWR2 wurde erst bei SWR-Fusion aufgeschaltet, um die Frequenz für den SWR zu retten (war zuvor SWF 4; SWR4 wanderte auf die SWF-1-Frequenz, SWR1 auf sie SWF3-Frequenz, SWR3-Versorgung erfolgt seitdem durch die Ex-SDR-3-Frequenz vom Königsstuhl.)
⁴ Frequenz wurde ersatzlos für SWR4 BW umgewidmet.
⁵ Frequenz wurde mit der wesentlich schwächeren Frequenz von SDR 4 getauscht. Fünf Jahre später erhielt S2 Kultur aber eine neue, stärkere Frequenz, die zuvor von RTL weggeklagt worden war.

von freiwild - am 23.11.2012 20:19
Zitat
:sozusagen:
Zitat
Wiesbadener
Eine Frequenz halte ich als fest gebongt: die 94,6 in Mannheim (schon oft vom SWR genutzt für Veranstaltungsfunk und fest koordiniert)


Trotz Stuttgart 94,7 und Gr. Feldberg 94,4? Ich weiß ja nicht.
Und was ist mit der 94,5 aus Metz? Geht die in Mannheim nichtmehr?

Metz spielt ab der Pfalz eigentlich keine Rolle mehr. Stuttgart beschränkt die Reichweite natürlich auf das Mannheimer Stadtgebiet.

von RheinMain701 - am 23.11.2012 20:26
Na Überraschung! Das ist jetzt aber wirklich ein Wunder, auch wenn die 94,0 anfangs wirklich für SWR4 MZ vorgesehen war. Wie weit geht die denn und deckt sie das Gebiet soweit ab, dass Anschluss an die 92,9/94,9 gegeben ist?

von RheinMain701 - am 14.09.2013 12:08
Ich kann nur in Richtung Süden berichten: auf meiner Fahrt Worms nach Bad Dürkheim kam der Sender weitestgehend beifahrertauglich rein, die letzten km nehmen Störungen durch andere Sender aber deutlich zu. Auch bei mir zu Hause in Carlsberg kommt er ordentlich an.

von ExKetscher - am 14.09.2013 16:06
Naja denke mal der SWR wollte zeurst den Umbau von der Hornisgrinder Frequenz abwarten. Ist die Frequenz denn wirklich nötig für SWR4?

Kann sich eig noch jemand erinnern wie damals in Stuttgart der SWR2 Empfang auf DLR Frequenz war? Wurde ja hier mal als aktuelles Szenario angesprochen ...

Wenn der SWR jz den HR macht, dann kommt auf der Wienbieter Frequenz Das Ding oder SWR Info zu lasten des kulturprogramms :-)

von Marcus. - am 14.09.2013 16:39
An sich ist die 94,0 für das richtige Regionalprogramm schon nötig, aber da kommt man jetzt im Jahr 2013 reichlich spät. Eine Platzhalter-Funktion wäre auch denkbar, möglicherweise will man so die Reichweite messen und schauen, ob sich die Frequenz lohnt.

von RheinMain701 - am 14.09.2013 17:18
Bei DAS DING hat man bisher ja auch diese Platzhalter Regelung nicht gebraucht und ich gehe persönlich davon aus, dass DAS DING bei UKW die Priorität und SWR INFO erst nachrangig behandelt wird.

von Marcus. - am 14.09.2013 17:23
@Marcus.: LU 95,9 und KL 105,6 sind in Worms Ortssender, wie es mit MZ 94,9 aussieht weiß ich nicht. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, das der Empfang problematisch wäre. Heute Morgen habe ich nochmal auf der Fahrt zur Arbeit getestet: von Carlsberg bis zum Sausenheimer Stich (A6)(Grünstadt) wechseln sich SWR2 und SWR4 ab. Ab dort kommt Worms dann 1a, zwischendurch wechselt das RDS zeitweise kurz auf die 94,9 und einmal sogar auf die 88,6. Ab der Rheinbrücke LU-MA übernimmt dann die 94,9, die bis zum Viernheimer Dreieck stabil bleibt. Von dort aus Richtung Süden gibt es dann immer mehr Unterbrechungen durch Rauschen.

von ExKetscher - am 16.09.2013 11:18
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