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Normaler Hub bei tschechischen Radiosendern

Startbeitrag von Habakukk am 26.11.2012 19:09

Heute ist mir beim Scannen aufgefallen, dass alle tschechischen Radiosender auf meinem modifizierten Grundig G5 (80+56kHz Filter) zum ersten mal halbwegs anhörbar waren. Es gibt kaum Verzerrungen, die Sender sind ähnlich leise wie deutsche Sender, sogar leiser als österreichische Sender, welche seit einiger Zeit wieder etwas lauter geworden sind.

Zu hören bei mir auf ČRo 1 - Radiožurnal (89,1, 91,1), ČRo 3 - Vltava (95,6), Radio Frekvence 1 (94,1), Radio Impuls (91,4, 102,9).

Gab es da einen Termin, zu dem auf allen Sendern der Hub korrigiert wurde? Man scheint nun die europäischen Vorgaben zu erfüllen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Halleluja! Wenn die Franzosen jetzt auch noch folgen mach ich ne Flasche Sekt auf. Aber den guten. Nicht das Klickerwasser von Lidl. :D

von Spacelab - am 26.11.2012 19:16
Das letzte mal als ich Tschechiste Sender gehört hab (CR 1 und Egrensis) war letzten Mittwoch (21.11.12), da waren beide noch lauter als sämtliche deutsche. Ich kann das morgen evtl. mal checken ob sich was geändert hat.

von nürnberger - am 26.11.2012 19:47
Man sieht das die Länder so langsam geschwungen werden den Hub runter zu drehen. Hier in NL soll es bald auch sense sein. Dann gehts auf DAB bestimmt weiter, und das wird dann wohl den Umstellgrund sein.

Mieser Sound auf UKW? Auf DAB knallt Ihr Radio weiter :cheers:.

von Jassy - am 26.11.2012 20:10
Bei den CZ Sendern wäre es schon im Eigeninteresse...die waren so laut, dass das schon ein blechener Klang war, selbst wenn man die Lautstärke runterdrehte.

von Terranus - am 26.11.2012 21:00
Habe mal übers Band gedreht: Die öffentlich rechtlichen Sender aus Tschechien kommen mir auch leiser vor als früher, allerdings haben die Privaten schon noch den größeren Hub, z.B. Radio Egrensis auf 92,5 MHz

von DF8NZ (MAK) - am 26.11.2012 21:24
Zitat

Halleluja! Wenn die Franzosen jetzt auch noch folgen mach ich ne Flasche Sekt auf. Aber den guten. Nicht das Klickerwasser von Lidl. :D


Die franz sind schon heftig. Vorteil ist aber dass das RDS gut durchkommt, nur so flach wie bei uns in deutschland müsste es auch nitt sein. Wieviel macht das eigentlich aus?

von Marcus. - am 26.11.2012 21:31
Hier sieht man schön den Hub und einige andere Daten: http://pira.cz/monitor/?lang=eng

Hat eigentlich jemand von euch so einen Pira P175 im Einsatz?

Ich überlege schon länger ob ich mir so ein Gerät zulegen soll.

Liebes Christkind... :-)

von Marc_RE - am 26.11.2012 22:59
Och nöö,das muß doch net sein :(
Es war immer ein Genuß auf der Fahrt nach Asch wenn man übers Band kurbelte und plötzlich lautstark die Tschechn zu hören waren :(
Hoffentlich werden die net so leis wie die deutschen Sender

von Robert S. - am 26.11.2012 23:09
Also die Gleichung laut=gut stimmt auch nicht. Sicher, was in Deutschland nervig ist, ist die penible Korrektur der MPX-Leistung nach unten. Da ist wirklich kaum Spielraum, dessen Mangel dann derart ausgeglichen wird, dass man die Dynamik auf ein Minimum verringert, um zu 95% der Zeit den erlaubten Maximalpegel zu bringen.
Allerdings ist der Effekt des Loudness-War, wie wir ihn in den Niederlanden, in Frankreich und in Tschechien beobachten können, auch nicht mehr schön.
Es ist nun zum einen so, dass moderne Empfänger meist eine automatische Bandbreitenregelung haben. Ist das Signal etwas schwächer und durch Nachbarkanalstörer beieinträchtigt, regelt der Empfäger die Trennschärfe nach, so dass die Bandbreite nur noch weniger als 130kHz beträgt. Das führt natürlich dazu, dass überlaute Stationen dann nur noch verzerrt wiedergegeben werden.
Und als DXer kann ich ein Lied davon singen: Ein DX-Empfang niederländischer, tschechischer und vieler französischer Sender ist bei schmaler Bandbreite nahezu unmöglich. Als ich einen Sommer in Berechtesgaden verbrachte, wunderte ich mich zunächst über laute Rauschsignale mit Stereoanzeige im UKW-Band...im Tuner mit breiten Filtern wurden dann Programme wie Radio Impuls hörbar. Mit DX-Ausrüstung waren diese nicht einmal mehr identifizierbar.
Es gilt also, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

von Peter Schwarz - am 27.11.2012 00:14
Zitat
Bernhard (MAK)
Habe mal übers Band gedreht: Die öffentlich rechtlichen Sender aus Tschechien kommen mir auch leiser vor als früher, allerdings haben die Privaten schon noch den größeren Hub, z.B. Radio Egrensis auf 92,5 MHz


Zumindest Radio Impuls und Frekvence 1 muessten schon deutlich leiser sein, zumindest sind sie das bei mir auf den Frequenzen von Plzen/Krasov und C.Budejovice/Klet.

Zitat
Harald Z
Der Hinweis auf pira.cz war gut. Dort findet man auch http://pira.cz/pmcmp.htm


Was ich jetzt ueber die automatische Uebersetzung des Artikels nicht so ganz verstanden habe: erlauben die jetzt im Gegenzug dafuer mehr Dynamik?

von Habakukk - am 27.11.2012 08:08
Hört sich für mich eher so an, dass durch die Änderungen (Begrenzung der Dynamik) nun ungewollt bessere Tonqualität gegeben ist:

Zitat
pira.cz/pmcmp.htm Google translate nach Englisch
Comment

First and 3
The decline in volume is essential. Even so, that some receivers that do not have sufficient margin in gain, the problem set full volume. It clearly hear that after the introduction of the limit dynamics and improved audio fidelity. This may not be the rule and assessing differences in this respect there was no purpose. (Audible distortion at screening of Beautiful is in part due to the spread of multipath reflections from the surrounding terrain, since the receiving antenna pointed in the opposite direction.)
It is clear that the restrictions must be applied to the remaining transmitters as quickly as possible, because the automatic tuning in motion between transmitters with different modulation output is now on distraction.

Second
The volume of the spoken word, although in the case of modulating capacity 0 dBr significantly lower, but the difference subjectively not as large as in the case of music. The reason is probably the fact that even before the introduction of the limit typically spoken word "generate" power modulation few dBr, less than a streaming music. The spoken word are often pause, which on one hand means that the modulation performance will not reach such values ​​as in music, on the other hand, due to possible spoken word rather amplify without risk of exceeding the limit. Anyway, the spoken word is in relation to music by a nose more pronounced than in the past.

4th
The liner 3 was the editor added noise, for comparison, the same effect as the noise level (poor reception at the same place) after the introduction of a limit. Where it was more or less-listening station and the noise was sometimes broadcast content masked noise is now so dominant that receive virtually impossible.

Ich lass sowas immer nach Englisch übersetzen, nach Deutsch kann er nicht gut, deutsche Sprache zu schwer für Google.

von Terranus - am 27.11.2012 15:02
Heute getestet:

CRo1 auf 89,1 definitiv leiser, kaum mehr Unterschied zu zb Bayern 3.
Frekvence 1 auf 104,1 ebenfalls leiser
Radio Egrensis 92,5 genau so laut wie immer.

von nürnberger - am 27.11.2012 17:40
Zitat
Spacelab
Halleluja! Wenn die Franzosen jetzt auch noch folgen mach ich ne Flasche Sekt auf. Aber den guten. Nicht das Klickerwasser von Lidl. :D


Eine äußerst negative Entwicklung, dazu kann man höchstens einen Schnaps auf dem Schock trinken ;)

Ich merke es beim direkten Unterschied immer, wie viel besser italienische Stationen im Vergleich zu österreichischen Stationen ankommen und sich anhören!
RDS-PS ist viel schneller da, bei öst. oder deutschen Sendern muss man ewig warten bis überhaupt irgendwas durchkommt. Für mich ein gewaltiger Nachteil gerade beim DXen.
Italienische Programme aus über 300 bis 400 km kommen oft schon mit Rauschen mit RDS durch - und wenn sie mal auf 0=5 raufsteigen gibt's dank dem tollen Hub tolle Hörerlebnisse.

Nachdem ich die Odyssee durch halb Deutschland "überlebt" hatte vor 2-3 Wochen und endlich mal wieder was gescheites aus Frankreich ging - in diesem Fall war es NRJ kurz vor Strasbourg - freute ich mich richtig: Endlich wieder ein sattes, volles Programm, wo vorallem Dance-Songs so richtig super rüberkommen und die Jingles erst recht!
Kein Vergleich zum SWR, der leise und ohne Höhen/Tiefen vor sich hinplätschert...

Gleiches in Italien - Radio Company ist jedes mal wenn ich nach Udine fahre eine Wohltat, tolle Jingles bei vollem, lautem Signal dazu rasches RDS-PS auch in den tiefen Schluchten der Karnischen Voralpen noch.
Und wenn dann noch die Jingle von "Coompaaanyyy" durch's Auto fetzt, dann weiß man, dass man wieder in Ländern mit Vielfalt angekommen ist. ;)

Niedriger Hub ist für mich DX-technisch sowie hörertechnisch ein Nachteil, daher können die italiener gern weiter so machen und gerne noch etwas aufdrehen!

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 19:37
Der Hub (= Pegel) hat aber nichts mit dem "satten" Klang zu tun. Lauter ist nicht besser, sondern das Processing macht's.

von DigiAndi - am 27.11.2012 19:44
Wenn du im Grenzgebiet wohnen würdest und dir mobil jeder Sender von nem überlauten Franzosen angefressen wird würdest du auch anders denken. Und wie DigiAndi schon sagte ja die Lautstärke nichts mit dem eigentlichen Klang zu tun.

Mal davon abgesehen finde ich jetzt den Sound von NRJ nicht so wirklich prickelnd. Die meisten Franzosen sind einfach nur laut mit viel zu viel Bass. Vor allem bei den Moderatoren hört sich das zum :kotz: an. Da klingt jeder als hätte er die Nase zu und es rumpelt und poltert ohne Ende. Bei den Dance Sendern wie FG, Fun oder Contact geht es ja noch. Da passt es zum Musikstil. Aber hier kann ich teilweise Virgin Radio noch ganz gut empfangen und das lärmt ohne punkt und komma. Da kriegt man ja das nervöse zappeln.

von Spacelab - am 27.11.2012 19:48
Zitat
DigiAndi
Der Hub (= Pegel) hat aber nichts mit dem "satten" Klang zu tun. Lauter ist nicht besser, sondern das Processing macht's.


Ich habe bislang nur bei Sendern mit ordentlichen Hub einen ordentlichen Klang gehabt. Insofern sehe ich da schon einen großen Einfluss.

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 19:50
Das hat aber eher mit den Hörgewohnheiten in diesen Ländern zu tun. Dieser extrem plattgeklopfte Sound wäre auch problemlos mit niedrigerem Hub möglich. Würde sogar noch etwas lauter und kräftiger wirken als das was man hier so sendet.

von Spacelab - am 27.11.2012 19:53
Ich finde, dass es zum DXen generell besser ist, wenn nicht mit überstarkem Hub gesendet wird. Zum einen werden die schwächeren Sender dann nicht so angefressen.
Zum anderen klingen aber auch die zu empfangenden Sender selbst besser, wenn sie nicht so viel Hub haben, gerade wenn sie sehr schwach einfallen. Mörderhub und schmale Filter passen halt nicht zusammen. Der "satte Klang" ergibt sich erst ab einem bestimmten Mindestpegel und Mindeststörabstand zu störenden Nachbarsendern, der beim DXen nicht immer erreicht wird.

von Funkohr - am 27.11.2012 19:57
Ich hab durch höheren Hub hier eher Vorteile. Die 100,50 von Company kann ich hier besser empfangen dadurch, sind 225 km, meistens 0=4, an guten Tagen 0=5. Auf 100,40 sitzt leider Radio Kärnten aus 22 km vom Goldeck, meistens ist zum Glück Company stärker, sodass dann die 22 km angerauscht sind :D

Dazu hat Company eben einen "satten" Sound und ist viel lauter. Radio Bruno auf der 91,00 geht schon mit 0=3-4 mit RDS, ebenso verhält es sich mit anderen Italienern.

Die österreichisch/deutschen Grenzwertbestimmungen sind einfach nur verrückt und kontraproduktiv :rolleyes:

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 20:04
Dann am Besten doch beides, wie zum Beispiel die skandinavischen ÖR-Programme. Hast aber recht, ein wenig leiser und trotzdem ein satter und voller Klang sind am Angenehmsten, wie etwa bei der BBC! Ansonsten stimme ich meinem Vorredner zu, habe in Hamburg einige Franzosen im Kabel via DVB-C und RTL2 und Virgin sind viel zu laut und scheppernd für diese Art von Musik!

von Anonymer Teilnehmer - am 27.11.2012 20:06
Ich fände es schon schade, wenn jetzt alle Radiosender mit niedrigem Hub senden sollen.
Gut, wenn es verzerrt, dann ist das auch nicht toll, aber ich finde die Radiosender sollten da frei entscheiden können,man muss es ja auch nicht gleich übertreiben.
Mich persönlich haut lauter Hub einfach mehr vom Hocker, auch wenns im Grunde eigentlich am Soundprocessing liegt und die Lautstärke keinen großen Einfluss hat.
Wohlgemerkt gilt dies für Musikprogramme, für Wortprogramme scheint ein leiserer Hub dann doch durchaus angemessenér.

Falls es dann aber tatsächlich zu so einer Hubbegrenzung kommen sollte, dann hoffe ich, dass wenigstens in NL, F, CZ usw. das bisherige Processing beibehalten wird und nicht wie hier in Deutschland alle Musiksender platt wie eine Flunder klingen.

von pg09 - am 27.11.2012 20:07
Zitat
pg09
aber ich finde die Radiosender sollten da frei entscheiden können,man muss es ja auch nicht gleich übertreiben.


:spos:

Nun haben Deutschland und Österreich leider die Eigenschaft immer alles etwas zu genau nehmen und daher gibt es auch hier viel zu viele Bestimmungen.

Und wie du sagst, hoher Hub klingt einfach "cooler"

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 20:10
Zitat
RTL 102.5 Fan
Die österreichisch/deutschen Grenzwertbestimmungen sind einfach nur verrückt und kontraproduktiv :rolleyes:

Ganz im Gegenteil. Wenn der erlaubte Hub höher wäre würde noch mehr Chaos im UKW Band herrschen. Die Sender würden sich noch mehr gegenseitig stören. Und auf italienische Verhältnisse kann ich hier ganz gut verzichten. Außerdem darf man ja auch nicht vergessen das mit höherem Hub auch die Verzerrungen durch Reflexionen zunehmen.

Außerdem verstehe ich das Problem immer noch nicht so recht. Dein "satter" brüll Sound geht auch mit weniger Hub. Musst nur am Verstärker einen Tacken lauter drehen. Die BBC beweist das ja. Satter, kräftiger Sound und trotzdem normalen Hub.

von Spacelab - am 27.11.2012 20:14
Zitat
Spacelab
Das hat aber eher mit den Hörgewohnheiten in diesen Ländern zu tun. Dieser extrem plattgeklopfte Sound wäre auch problemlos mit niedrigerem Hub möglich. Würde sogar noch etwas lauter und kräftiger wirken als das was man hier so sendet.


Eben. Wären alle gleichlaut, würden die Programme auch nicht schlechter klingen. Sie würden halt wahrscheinlich nur nicht so herausstechen.

Zitat
pg09
aber ich finde die Radiosender sollten da frei entscheiden können,man muss es ja auch nicht gleich übertreiben.


Wenn ich mal vergleichen darf: Auf der Autobahn gibt es auch Geschwindigkeitsbegrenzungen.

von DigiAndi - am 27.11.2012 20:14
Also, diese Reglung ist eine ITU Reglung und das hat nichts mit Deutschland und Österreich zu tun ;). Früher oder später soll jedes Land sich an dieser ITU Reglung halten. In NL sind wir wahrscheinlich in 2017 dran.

von Jassy - am 27.11.2012 20:14
Bei Evropa2, Kiss Proton und Radio Egrensis ist mir eigenltich noch keine Änderung aufgefallen.

die CRo Programme und Radio Impuls höre ich eigentlich nicht.

von Martyn136 - am 27.11.2012 20:14
Zitat
Spacelab
Zitat
RTL 102.5 Fan
Die österreichisch/deutschen Grenzwertbestimmungen sind einfach nur verrückt und kontraproduktiv :rolleyes:

Ganz im Gegenteil. Wenn der erlaubte Hub höher wäre würde noch mehr Chaos im UKW Band herrschen. Die Sender würden sich noch mehr gegenseitig stören. Und auf italienische Verhältnisse kann ich hier ganz gut verzichten. Außerdem darf man ja auch nicht vergessen das mit höherem Hub auch die Verzerrungen durch Reflexionen zunehmen.


Die "Italienische Verhältnisse" wie sie hier immer so schrecklich dargestellt werden sind meistens gar nicht so dramatisch. Im Raum Udine gibt es einen ordentlichen Schutzabstand zwischen den Sendern, teilweise ordnen die Senderketten untereinander die Frequenzen durch Tausch/Begradigungen. Im Nordosten kenne ich bis auf wenige Ausnahmen kaum noch Interferenzen.

Meine 5-15 Programme, die ich im Raum Udine höre, wenn ich so alle 2-3 Wochen mal dort bin kann ich überall ohne irgendwelche Störungen genießen, von "Chaos" keine Spur.

Ähnliches in der Emilia/Romagna im Raum Rimini oder im Veneto im Raum Padova/Venezia.

Die 100,50 von Company kann man trotz über 180 km und hohem Hub relativ gut noch über weite Strecken im Kanaltal (rechts und links nur Felswände ;) ) zwischen Tarvisio und Gemona del Friuli (A23) hören.

Hier in Villach merke ich, dass Programme aus Kroatien trotz gleicher Signalstärke einfach kein RDS zusammenbringen, wo die Italiener schon lange mit RDS im Display stehen.

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 20:26
Zitat
DigiAndi
Wenn ich mal vergleichen darf: Auf der Autobahn gibt es auch Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Nein, in Deutschland nicht. Jeder darf so schnell fahren wie er will.

Wenn der DLF einen höheren Hub fahren würde könnte er sich die ein oder andere Funzel sparen. Sowas ist immer gut.

von RheinMain701 - am 27.11.2012 20:28
Ich glaube hier müssten einige mal nen Crashkurs in Sachen Hub, Sounddesign und Dynamik machen und erstmal wissen was überhaupt was ist. Hier werfen nämlich viele einfach alles in eine Schüssel und rühren es gut durcheinander. :rolleyes:

von Spacelab - am 27.11.2012 20:33
Zitat
Spacelab
Ich glaube hier müssten einige mal nen Crashkurs in Sachen Hub, Sounddesign und Dynamik machen und erstmal wissen was überhaupt was ist. Hier werfen nämlich viele einfach alles in eine Schüssel und rühren es gut durcheinander. :rolleyes:


Die deutschen Sender dürfen gerne mit gutem Vorbild vorangehen :joke:

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 20:35
Und was hat das jetzt damit zu tun das offenbar manche hier keinen Plan haben von was sie überhaupt schreiben? Alleine diesen Abend wurden in diesem Thread ein paar Klopper gebracht die gehören eigentlich in die ewige Hall of Shame des Radioforums. :rolleyes:

von Spacelab - am 27.11.2012 20:40
Ich hatte mal das "Glück" RTL Radio auf der A62 und dann weiter Richtung St. Wendel hören zu dürfen. Der Empfang war mehr als dürftig, es hat schon ziemlich gerauscht, aber wegen dem Hub hat man das Rauschen kaum gehört, man konnte auf der ganzen Strecke gut zur Musik lauschen.

von RheinMain701 - am 27.11.2012 20:43
Ich teile diese Ansichten einfach nicht, da ich eigene Erfahrungen gesammelt habe, die den Meinungen jenseits der Alpen einfach widersprechen.

Bei mir gibt es durch hohem Hub Vorteile, die ich mit deutschen Rahmenbedingungen nicht hätte. Genauso merke ich die angeblich negativen Auswirkungen nicht bzw. sie fallen zum Beispiel in Italien nicht direkt auf.
Hin und wieder ist halt eine Frequenze gestört, mein Gott, wenn man andere Alternativfrequenzen bzw. Alternativprogramme zur Auswahl hat, ist das nicht weiter tragisch. Es ist für viele Menschen in Deutschland wohl schlichtweg unverständlich, dass Radio auch (fast) ohne Regelungen stattfinden kann.
Mich ärgert es genauso, dass ich m2o auf 100,15 nicht hören kann, da mein Autoradio diese Schritte nicht kann und gleichzeitig ein anders Programm nur 50 km entfernt sendet, aber wie gesagt, es ist die Ausnahme. Im Regelfall sind die meisten Programme relativ gut empfangbar, teilweise über weite Distanzen.

Hier gibt es halt unterschiedliche Ansichtspunkte, mein UKW-Band ist total verschieden zum deutschem. Das betrifft Ausbreitungsformen und Empfangbedingungen, die ich überall in den Südalpen beobachten kann.

Für mich klingen Programme mit hohem Hub nunmal besser, ob das nun am Soundprocessing oder am Hub oder an beiden liegt, ist letztendlich egal: Hauptsache es klingt gut - und das tut es in Italien! ;)

Soviel aus "südeuropäischer Sicht" --> "è funziona tuttavia" ;)

von RTL 102.5 Fan - am 27.11.2012 20:57
Also hier klangen die tschechischen Radiosender weder satt noch cool, sondern einfach nur deutlich verzerrt.
Und das nicht mit irgendwelchen super engen Filtern, sondern im orginal Sony XDR-S3HD.
Und jetzt nach der Umstellung macht es mehr Freude länger zuzuhören, weil die Verzerrungen weg sind.

von Harald Z - am 27.11.2012 21:27
Ich betrachte es mit zweigeteiltem Blick.

Auf der einen Seite freut es mich im Autoradio, wenn ich die Niederländer höre. Ja, sie sind lauter, schaffen es aber (und daher glaube ich schon mehr an Processing als an Lautstärke) ohne großes "verklirrtes" Stereo oder allzu pumpendem Sound sehr flott zu klingen (3FM hat beispielsweise einen recht natürlichen Sound, Radio 2 natürlich noch mehr. Negativbeispiel hier aus "meiner Ecke" sind vor allem Radio 21, aber auch ffn und NDR 2). Zudem ist der Rauschabstand größer, sodass auch bei schlechtem Empfang zumindest noch leichter etwas herausgehört werden kann. Dies habe ich immer bei SLAM!FM genossen. Trotz intensiverem Rauschens war der Basspegel immer noch hörbar. :D

Auf der anderen Seite ist es für schmalbandige Radios, so wie wir sie häufig verwenden, natürlich kein Genuss. Der Klang ist übelst verzerrt und durch den hohen Pegel auch trotz der schmalen Filter noch im 0.1-MHz-Abstand zu hören. Also mit dem Degen macht es mir zwar noch Spass (bin halt hartgesotten), aber vielen eben nicht mehr, weil sich die Sender in der Konstellation wirklich nur zum DXen eignen, zum Hören weniger. Da lob ich mir ausnahmsweise die deutschen Sender, die trotz 56er-/80er-Filter noch gut hörbar sind.

Ich kann aber auch RTL 102.5-Fan etwas verstehen. Klar wird es am Processing liegen, aber gefühlt kommen laute Sender trotz alledem flotter daher. Ich registriere oft einen gewissen Nachhall, den es bei nahezu allen NL-Sendern gibt, egal ob sie jetzt dezent bearbeitet werden wie Radio 1 oder intensiver wie 3FM oder SLAM!FM. Auch scheint der Bass ausgeprägter zu sein. Dies registriere ich beispielsweise, wenn ich die Lautstärke bei NLern leiser drehe und sie mit deutschen Sendern bei gleichbleibender Lautstärke (also wieder etwas aufgedrehtem Autoradio) vergleiche. Es mag eine akustische Täuschung sein oder tatsächlich am Processing liegen. Aber mir kommt es jedenfalls so daher. Falls es eine Täuschung ist, frage ich mich aber allen ernstes, warum die Deutschen so eine einschläfernde und/oder übelst klingende Soundakustik haben. Sie ist jedenfalls in Mitteleuropa einmalig.

von NurzumSpassda - am 27.11.2012 21:57
Zitat
RTL 102.5 Fan
Für mich klingen Programme mit hohem Hub nunmal besser, ob das nun am Soundprocessing oder am Hub oder an beiden liegt, ist letztendlich egal: Hauptsache es klingt gut - und das tut es in Italien! ;)


Absolute Zustimmung :spos:

Es ist ja auch hier eine Sache des Processings, ob die Sender bei hohem Hub schon sofort verzerren, oder ob sie selbst bei hoher Lautstärke wirklich noch gut hörbar sind.

von pg09 - am 27.11.2012 22:19
Evropa 2, Kiss Proton und Radio Egrensis klingen schon recht gut. Kann allerdings auch nicht beurteilen ob es eher am Hub oder Soundprocessing liegt.

von Martyn136 - am 28.11.2012 00:20
@ RTL 102.5 Fan

Zitat

Niedriger Hub ist für mich DX-technisch sowie hörertechnisch ein Nachteil, daher können die italiener gern weiter so machen und gerne noch etwas aufdrehen!


Was für Filter hast du denn in deinen Empfängern?



@ Spacelab

Zitat

Die meisten Franzosen sind einfach nur laut mit viel zu viel Bass. Vor allem bei den Moderatoren hört sich das zum :kotz: an. Da klingt jeder als hätte er die Nase zu und es rumpelt und poltert ohne Ende. Bei den Dance Sendern wie FG, Fun oder Contact geht es ja noch. Da passt es zum Musikstil. Aber hier kann ich teilweise Virgin Radio noch ganz gut empfangen und das lärmt ohne punkt und komma. Da kriegt man ja das nervöse zappeln.


Da kann ich dir nur zustimmen. Noch über ist es, wenn man sich die Franzosen über Kopfhörer auf UKW reinzieht.



@ Funkohr

Zitat

Mörderhub und schmale Filter passen halt nicht zusammen. Der "satte Klang" ergibt sich erst ab einem bestimmten Mindestpegel und Mindeststörabstand zu störenden Nachbarsendern, der beim DXen nicht immer erreicht wird.


Genau so ist es. Den AFN-Sender auf 104,9 MHz aus Würzburg konnte ich von hr 1 auf 104,8 MHz nur dank des geringen Hubs sauber trennen.

von Kay B - am 28.11.2012 03:25
Ein Artikel von Kai Ludwig zu dem Thema:
http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/ukw_tschech.html

von Kay B - am 26.05.2013 18:19
Sehr interessant. Demnach hat deutschland also druck gemacht bei die behoerden in tschechien. Ich weiss das in NL das gleiche passieren wird, auch unter druck von die deutsche behoerden. In 2017 ist es hier ebenfalls vorbei mit die laute sender, dann ist alles nach der itu norm eingeregelt.

von Jassy - am 26.05.2013 18:24
Die Franzosen machen das laut einem Bericht auf Europe 1 bereits ab 2015. Aber freiwillig. Man habe das auf einer Konferenz bei der die größten Anbieter Frankreichs anwesend waren so beschlossen. In manchen Gebieten wurde dieser Beschluss auch notwendig weil man sich gegenseitig stark störe. In dem Bericht hieß es das sich das so im laufe der Jahre in Frankreich hochgeschaukelt hätte. Einer wollte lauter sein wie der nächste bis das alles ausgeufert wäre. Ich möchte dazu noch anmerken dass das auch so beim französischen Sounddesign ist. Das ein "Loudness Charakter", also angehobene Bässe und Höhen, zumindest anfangs spektakulärer wirken ist ja bekannt. Aber etliche Sender in Frankreich haben ein ganz übles rumpeln und poltern im Sound. Vor allem die Mikros klingen zum :kotz:.

von Spacelab - am 26.05.2013 18:48
Das war aber auch wirklich notwendig. Was da teilweise für ein Hub gefahren wurde war schon der Hammer. Wenn man in Dresden einen Suchlauf im Auto machte, haute es einem fast die Lautsprecher raus. Dagegen ist das was in NL oder Frankreich los ist, noch harmlos.
Und ich finde das war auch im Interesse der tschechischen Hörer, denn die Sender klingen jetzt deutlich besser.

von Terranus - am 26.05.2013 18:53
Ohh,ja die 102,0 war immer extrem laut gewesen :hot:
Lustig wenn man von PSR runtergescannt hat und es einem dann fast die Boxen rausgehaun hat :joke:

von Robert S. - am 26.05.2013 19:49
Das eine ist die Audio-Modulation, das andere der RDS-Hub. Beides muss nicht zwingend korrellieren. Ein Extrembeispiel war ein NL-Pirat am Wochenende auf 95.9. Audio war überdurschnittlich, aber noch im Rahmen. Dafür kam ein extrem starkes RDS, das selbst bei einem verrauschten Mono-Signal noch dekodiert werden konnte. Stereo ging nur ansatzweise.

von peeraxel - am 27.05.2013 06:56
Schlimm ist es, wenn man seine Hubspitzen nicht im Griff hat, so dass das RDS-Signal dadurch gestört wird. War z.B. bei Radio Benoit in Ostbelgien immer so...

von Peter Schwarz - am 27.05.2013 08:54
Eine besondere Lautstärke fällt mir immer bei SLAM auf. Im Gegensatz zu 3FM, der schon ziemlich laut ist, toppt SLAM dies noch. Da der Sender bei mir aber schon teilweise grenzwertig wird (insbesondere im Osten Münsters), finde ich dies aber nicht so schlecht. So lässt er sich noch erahnen. :-)

von NurzumSpassda - am 27.05.2013 09:17
Auffallend ist bei den tschechischen Sendern aber, dass wohl nicht nur der Audio-Hub, sondern auch der RDS-Hub runter gefahren wurde. Früher hatte man bereits RDS bei verrauschten Mono-Signalen, heute müssen die Signale schon gut empfangbar sein, dass man eine Kennung bekommt. Wie bei den deutschen Sendern auch.

von Habakukk - am 27.05.2013 12:01
Das habe ich sowieso nie verstanden. Warum muss der RDS-Hub dermaßen schleppend sein?

Sorry, ist vielleicht schon beantwortet worden. Aber dann habe ich das nicht mitbekommen.

von NurzumSpassda - am 27.05.2013 12:02
Zitat
DX-Matze
Der Hauptgrund ARI für den moderaten RDS-Hub ist doch seit Jahren weg. Trotzdem wird am alten Pegel festgehalten.

Nein, ARI gibt es immer noch in Hamburg.

von RheinMain701 - am 28.05.2013 06:11
Zitat
RheinMain701
Zitat
DX-Matze
Der Hauptgrund ARI für den moderaten RDS-Hub ist doch seit Jahren weg. Trotzdem wird am alten Pegel festgehalten.

Nein, ARI gibt es immer noch in Hamburg.


Das sollte für den Rest des Landes doch kein Hinderungsgrund sein, oder?

von DX-Matze - am 28.05.2013 07:47
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