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TV-Füllsender an Radio-GNS-Standorten

Startbeitrag von RheinMain701 am 02.12.2012 20:25

Welche Fälle kennt ihr, wo ein TV-Füllsender an einem Standort eines Radio-Grundnetzsenders angebracht ist, möglicherweise sogar noch unter einer völlig anderen Bezeichnung?

Zum Beispiel:

Marzell (ARD K40, ZDF K54, SWR-BW K57) -> Blauen
Altenbamberg (ARD K45, ZDF K35, SWR-RP K55) -> Bad Kreuznach-Schanzenkopf
Stolberg (ZDF K32, WDR K43) -> Aachen-Stolberg
Kamberg (ARD K54) -> Eifel-Bärbelkreuz
Weitnau (ZDF K50, SWR-BW K47, BFS K57) -> Iberger Kugel

Ich bin mir sicher, ihr kennt sicher noch hunderte anderer solcher Fälle... welche sind das?

Antworten:

Vom Wendelstein aus wurden mit kleiner Leistung (400 W) ZDF (K34) und BFS (K48) ausgestrahlt.

von DH0GHU - am 02.12.2012 20:33
Der Raichberg war neben UKW und Kanal 4 auch ein Funzelstandort für ZDF und SW3 (Kanal 24 / 42).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 02.12.2012 20:38
- Brotjacklriegel (E48/56)
- Hoher Bogen (aka Furth im Wald E34/38/51)

Kommt/kam UKW-mäßiges auch von Brackenheim 1 aka Güglingen (E37/48)?


PS:
- Gelbelsee E45/48
- vom Dillberg kam ja auch E26/51

PS2:
- Bamberg-Geisberg E27/50 aka Zeegendorf oder war das ein eigenständiger Mast neben dem des BR?

PS3:
- Burgbernheim-Breithart aka Bad Windsheim E21/40
- Traunstein-Hochberg aka Siegsdorf/Hammer E31/41/49
- Unterringingen (Rauhe Wanne) aka Ederheim E26/45
- Karlsruhe-Grünwettersbach E32 B.TV, E35 ZDF, E42 SWR
- Engelskirchen-Hohe Warte aka Ründeroth E7/27/41
- Barsinghausen aka Bad Münder E29/31
- im Saarland die Standorte Bliestal (aka Blieskastel/Webenheim) und Moseltal (aka Perl)
- Casekow (neben ARD E54/100kW auch ZDF E39/955W)

von Sascha_Berlin - am 02.12.2012 20:48
Zitat
Sascha_Berlin
Kommt/kam UKW-mäßiges auch von Brackenheim 1 aka Güglingen (E37/48)?

Energy Stuttgart auf 100,7.

Mir fällt noch Dillberg (ZDF K26, BFS K51) ein, wo ich bis heute nicht weiß, welche Region das BFS hatte (Franken oder Schwaben-Altbayern?).

von RheinMain701 - am 02.12.2012 20:51
Bärbelkreuz/Eifel und Bornberg in der Pfalz.

Im Saarland wurde ja schon Bliestal und Moseltal angesprochen, aber auch an den anderen UKW Frequenzen des SR, Merzig und Mettlach, sowie SB-Halberg gab es TV Füllsender.
Ferner auf dem Kuchenberg in NK, wo ja die Bliestalfrequenz der 103,7 verlagert wurde. Hier gab es ZDF+SR TV, sowie die beiden privaten Ketten. Von der ehemaligen DLR Staädte Kette gab es TV Füllsender in VK (mit Privaten) und Homburg. Auf dem bosenberg in WND gar es meines WIssens keinen Füllsender, wobei ich mich Frage wie WND dann versorgt wurde??? Ebensowenig in SLS und LEB.
Ebenso am DAB Standort Schaumberg, wobei hier vor der Errichtung des Schocksberg, also als vom Winterberg gesendet wurde, dieser Faktisch ein Hauptsender war für das nördliche Saarland. Damals wurde der Norden auch hauptsächlich vom Teufelskopf versorgt. Damals liegen ja alle relevanten Regionalisierungen noch im Ersten.

Allerdings muss man sagen, dass Bliestal und Moseltal trotz Ihrer Leistung eigentlich Füllsender waren mit Ball und Die Leistung im Moseltal, sowie die Rundstrahlung in Blieskastel eigentlich überdimensioniert ist.

von Marcus. - am 02.12.2012 21:58
Zitat

Casekow (neben ARD E54/100kW auch ZDF E39/955W)


Was ist mit dem dritten?

von Marcus. - am 02.12.2012 21:59
Zitat
Marcus.
Zitat

Casekow (neben ARD E54/100kW auch ZDF E39/955W)


Was ist mit dem dritten?

Da dürfte Berlin noch gegangen sein, schätze ich.

Ein Sender wurde bisher noch gar nicht benannt:

Au/Berchtesgaden (ARD K48) -> Zinkenkogel

Zitat
Marcus.
Bornberg in der Pfalz.

Sagt mir gar nichts, was war da mal?

Zitat
Marcus.
Auf dem bosenberg in WND gar es meines WIssens keinen Füllsender, wobei ich mich Frage wie WND dann versorgt wurde???

Ging da Tholey nicht mehr?

Zitat
Marcus.
Ebensowenig in SLS und LEB.

Das ist in der Tat ein Rätsel.

von RheinMain701 - am 02.12.2012 22:18
Bornberg ist ja der Nachfolger vom Potzberg und das Erste müsste mit umgezogen sein.

zu WND:

Das Erste wurde wohl über den Spiemont bei Niederlinksweiler versorgt, ob da der Schaumberg im hohen UHF Band noch gin, kann ich jz nicht sagen, vlt. weiß jemand anderes was dazu???

in SLS braucht man eigentlich keinen Füllsender. Der Schocksberg liegt ja quasi um die Ecke und durch die Höhe kein Problem, ebensowenig sollte es beim Ersten im Band I gewesen sein.

In der Nähe vom LEbach gab es südlich einen Füllsender Namens Reisbach. Weiß aber nicht wo der Stand.

von Marcus. - am 02.12.2012 23:10
zu Casekow:
Den Standort muss man im Kontext der nahen Länderanstaltsgrenze sehen. Das Gebiet wurde ursprünglich vom Helpterberg versorgt (E22/E37, später noch ZDF E52). Ab 1991 war dann ja der ORB für die Uckermark zuständig, den man auf E34 vom Helpterberg als weiteres Drittes neben dem NDR ausstrahlte (dito bei Höhbeck für die Prignitz). Als Casekow in Betrieb ging und Angermünde ablöste hat man dort nur noch ARD und ZDF aufgeschaltet, den ursprünglich noch koordinierten E34 aber am Helpterberg belassen.
Berlin, zumindest im VHF-Band, dürfte dort auch mit ordentlichen Antennen gegangen sein.

zu Bornberg:
Keine der mir vorliegenden Quellen bestätigt, dass vom Bornberg jemals TV kam. Zumindest nicht in den letzten 15Jahren. Vom Potzberg kam auch m.W. nie ARD, scheinbar also ein reinrassiger DBP/DTAG/DFMG-Standort.

zu Lebach/Reisbach:
Standort war am östl. Ende des Weges "Am Schäferberg". Mit seinen 3x7W diente er aber nur zur Versorgung von Reisbach selbst.

zur Versorgung von St.Wendel:
ARD vom Spiemont (ganz sicher), ZDF/SR von Tholey-Schaumbergturm denke ich auch. Die ARD-Funzel am Schaumbergturm konnte man in St.Wendel wohl nicht mehr klar empfangen.

von Sascha_Berlin - am 03.12.2012 08:17
Zu Casekow: In der Uckermark hat man sich zu DDR-Zeiten nach Moeglichkeit noch Berlin herangeholt - allein schon vor dem Hintergrund des haeufig gewuenschten Westempfangs. Auch nach der Wende gab es mit der deutlich groesseren Programmvielfalt aus Berlin noch genug Gruende fuer eine auf Berlin ausgerichtete Dachantenne. Fuer den problemlosen DVB-T Helpterbergempfang bedurfte es z. B. bei einem Freund in Schwedt nur der kleinsten verfuegbaren UHF-Antenne. Insofern konnte man, sofern das analoge Bild von ARD und ZDF aus Berlin bereits etwas angerauscht war, ein rauschfreies Bild mit geringem Aufwand vom Helpterberg bekommen.

Die Abstrahlung der Fernsehprogramme von Casekow aus brachte den Hauptnutzen m. E. in den tiefer gelegenen und Richtung Berlin abgeschatteten Gebieten von Eberswalde, Finowfurt bzw. in Richtung Bad Freienwalde. In diesen Gebieten konnte man frueher nur mit hoch auf Masten angebrachten grossen Antennen einen annehmbaren Analogempfang aus Berlin erzielen. In den tiefer gelegenen Teilen von Bad Freienwalde gelang das schon nicht mehr. Je nach Wohnlage musste man auf Frankfurt/Oder (Treplin) oder Casekow zurueckgreifen.

An diesen terrestrischen Empfangsmoeglichkeiten hat sich in der Uckermark bis heute nichts geaendert -sofern nicht inzwischen ohnehin auf Satellitenempfang umgestellt wurde. Via DVB-T bietet Berlin weiterhin die groessere Programmvielfalt und die umfasst auch jene Programme, die es vom Helpterberg geben wuerde.

von PowerAM - am 03.12.2012 08:49
Zitat
PowerAM
In den tiefer gelegenen Teilen von Bad Freienwalde gelang das schon nicht mehr. Je nach Wohnlage musste man auf Frankfurt/Oder (Treplin) oder Casekow zurueckgreifen.

Deswegen hatten die wohl auch ihre eigene Funzel (ARD K8, ZDF K45, kein ORB komischerweise).

von RheinMain701 - am 03.12.2012 09:19
Zitat
Sascha_Berlin
zu Bornberg:
Keine der mir vorliegenden Quellen bestätigt, dass vom Bornberg jemals TV kam. Zumindest nicht in den letzten 15Jahren. Vom Potzberg kam auch m.W. nie ARD, scheinbar also ein reinrassiger DBP/DTAG/DFMG-Standort.


Eben. Der TV-Umsetzer dort war ja auch im Ort Eßweiler. War auch vor einigen Wochen hier im Forum ein Thema.


Zitat

Lebach/Reisbach

Nicht Lebach sondern Saarwellingen.


Zitat

zur Versorgung von St.Wendel:
ARD vom Spiemont (ganz sicher), ZDF/SR von Tholey-Schaumbergturm denke ich auch. Die ARD-Funzel am Schaumbergturm konnte man in St.Wendel wohl nicht mehr klar empfangen.


Würde ich auch so sehen. Außerdem gab's ja noch den UHF-Standort Oberlinxweiler. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es früher in St. Wendel kein "Überall"-Fernsehen gab. Andererseits: Warum sollten die beiden früheren TV-Grundnetzsender nicht auch größere Teile des Stadtgebietes abgedeckt haben? Gilt ebenso für Lebach und Saarlouis.


Zitat
Marcus.
Schocksberg


Bitte: Schoksberg


Zitat
Marcus.
Im Saarland wurde ja schon Bliestal und Moseltal angesprochen, aber auch an den anderen UKW Frequenzen des SR, Merzig und Mettlach, sowie SB-Halberg gab es TV Füllsender.


Wobei ja in der Ursprungsfrage von Herrn/Frau RheinMain701 die Rede von Grundnetzsendern war...

Es gab auch diverse TV-Umsetzer, die ganz in der Nähe von einem Grundnetzsender oder UKW-Sender funkten. Ohne zu Überlegen fällt mir da ein:


  • Bornberg vs. TVU Eßweiler, wurde bereits angesprochen
  • Friedrichsthal/Hoferkopf (98,6 Big FM) vs. TVU Friedrichsthal
  • Weinbiet vs. TVU Lindenberg


von Natrium - am 03.12.2012 10:53
Ich kenne eher den (teilweise ehemals) umgekehrten Fall:
TV-Grundnetzsender Jakobsberg: UKW-"Funzel" für Radio Westfalica.

von WiehengeBIERge - am 03.12.2012 11:34
Also TV-Grundnetzsender mit UKW-Füllsender aber ohne UKW-Grundnetzsender?
-> Schwarzer Mann!

von Natrium - am 03.12.2012 14:02
Ach ja:

Oberwiesenthal (ARD K34, MDR-SN K30) -> Fichtelberg

von RheinMain701 - am 03.12.2012 14:15
Aachen-Stolberg
neben Grundnetzsendern für UKW und ARD (WDR)
gab es Funzeln für ZDF (K 32) und WDR3 (K43 und später K52)

von DieterDN - am 03.12.2012 14:28
Zitat
MoselSaarRuwer
Zitat
Sasha_Berlin
zur Versorgung von St.Wendel:
ARD vom Spiemont (ganz sicher), ZDF/SR von Tholey-Schaumbergturm denke ich auch. Die ARD-Funzel am Schaumbergturm konnte man in St.Wendel wohl nicht mehr klar empfangen.

Würde ich auch so sehen. Außerdem gab's ja noch den UHF-Standort Oberlinxweiler. Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es früher in St. Wendel kein "Überall"-Fernsehen gab. Andererseits: Warum sollten die beiden früheren TV-Grundnetzsender nicht auch größere Teile des Stadtgebietes abgedeckt haben? Gilt ebenso für Lebach und Saarlouis.

In St. Wendel (Kernstadt), Lebach und Saarlouis sind heute noch auf den meisten Dächern VHF I-Antennen für Kanal 2 Göttelborner Höhe zu sehen. Da brauchte man nicht überall Umsetzer wie den UHF-Ketten aufzustellen.

von Manager. - am 03.12.2012 18:13
Manche Alt-Band-I-Antennen sind sogar noch vertikal montiert weil der Kanal 2 Göttelborner Höhe zuerst vertikal sendete.

von Natrium - am 03.12.2012 19:06
Schon kurz hinter der Grenze, nämlich im Ostertal, sieht man zahlreiche Band-I-Antennen. Die Göttelborner Höhe deckte ARD-technisch fast das ganze Saarland alleine ab.

von RheinMain701 - am 03.12.2012 19:08
Zitat
WiehengeBIERge
Ich kenne eher den (teilweise ehemals) umgekehrten Fall:
TV-Grundnetzsender Jakobsberg: UKW-"Funzel" für Radio Westfalica.

Dito Lichtenauer Kreuz (WIllebadessen) als analoger TV-Grundnetzsender mit der UKW-Funzel für Radio Hochstift. Wobei diese ja nicht gar so funzelig ist. Inzwischen gibts von dort kein TV mehr.

von Funkohr - am 03.12.2012 19:52
Die 88,1 war ja ursprünglich WDR mit dem Gastarbeiterprogramm.

von DieterDN - am 03.12.2012 20:01
Zitat
DieterDN
Die 88,1 war ja ursprünglich WDR mit dem Gastarbeiterprogramm.

Yep. Da kann ich mich noch gut dran erinnern. Die kam damals vom Bielstein Richtung Nordwesten (Kreis Herford) wesentlich besser raus als jetzt vom Lichtenauer Kreuz.

von Funkohr - am 03.12.2012 20:07
Band I hat eben den Vorteil in solchen Tälern wie im Saarland, denn es gibt mehrere Flüsse und ist recht schwierig zu versorgen.

Der Vergleich UHF 500 kW gerichtet teilweise runter bis auf 40 kW auf 290 m, zu Band I mit 100 kW rund hinkt deswegen etwas.
Das krumme diagramm auf UHF liegt aber daran, dass die UHF Sender für den Winterberg geplant wurde, wo es ein "schönes" Diagramm gab.

Im Prinzip braucht man bei einem VHF-I Standort in göttelborn Füllsender:

- Moseltal bei Perl
- Unteres Saartal (Merzig+Mettlach)

Diese wären auch für DVB-T wünschenswert gewesen.

Hinzu kommt bei analog:

- Auersmacher (Unterer Bliesverlauf mit der Schleife bei Bliesgerweiler)
- Bliestal bei Blieskastel
- Niedtal bei Hemmersdorf
- Spiemont bei WND
- in SB

von Marcus. - am 03.12.2012 20:17
In Sachen Füllsender war man vor allem in Band-I-Regionen sehr spendabel, man wollte wohl dem Großteil der Zuschauer nicht zumuten, so einen Riesenrechen auf dem Dach zu montieren. In Flensburg gab es deswegen sogar eine Doppelausstrahlung der ARD auf Kanal 4 und Kanal 12 (später K10).

von RheinMain701 - am 03.12.2012 20:27
Zitat
RheinMain701
In Sachen Füllsender war man vor allem in Band-I-Regionen sehr spendabel, man wollte wohl dem Großteil der Zuschauer nicht zumuten, so einen Riesenrechen auf dem Dach zu montieren.

Im allgemeinen stimmt das aber nicht.
Im Saarland gab es zu analogen Zeiten neben der Göttelborner Höhe noch 52 Umsetzer für das Erste. Viele davon wurden erst in den 70er- und 80er-Jahren in Betrieb genommen, als die Ansprüche auf ein ungestörtes Fernsehbild ohne Jalousien und Geisterbilder stiegen.
Für das 3. TV-Programm des SR im UHF-Bereich brauchte man dagegen neben dem Schoksberg noch weitere 97 Umsetzer - also praktisch doppelt so viele wie im VHF I-Bereich - um den gleichen Versorgungsgrad (ohne Overspill) zu erreichen.

von Manager. - am 03.12.2012 21:07
...und in Steinkimmen den Kanal 55 parallel zu Kanal 2...

von Optimierer - am 03.12.2012 21:09
Naja K2 wurde ja auch nicht in Farbe ausgestrahlt, es war eigentlich ein Provisorium, da kein Band III Kanal mehr frei war. Im flachen Land bringt Band I eigentlich keine Vorteile, sondern nur Nachteile durch die großen Antennen.


Füllsender ARD(SR) / SW 3
1976 24 / 28 (4 gingen bei SW3 1976 in Betrieb)
1984 43 / 71 (3 gingen für SW3 85/86 in Betrieb) Brenschelbach, Körprich + Niederlinksweiler

1976 war noch WInterberg GNS

von Marcus. - am 04.12.2012 01:22
Zitat
Marcus.
Im flachen Land bringt Band I eigentlich keine Vorteile, sondern nur Nachteile durch die großen Antennen.

Naja, die größere Reichweite dürfte sich auch dort bemerkbar machen, wenn auch nicht in dem Maße wie im Bergland. Man denke nur an den K3 Fyn/Sønder Højrup, wenn der im VHF-III- oder gar UHF-Band gewesen wäre, hätten tausende Dänen in Deutschland ihr Heimatprogramm nicht schauen können.

von RheinMain701 - am 04.12.2012 01:40
Zitat
RheinMain701
Zitat
Marcus.
Im flachen Land bringt Band I eigentlich keine Vorteile, sondern nur Nachteile durch die großen Antennen.

Naja, die größere Reichweite dürfte sich auch dort bemerkbar machen, wenn auch nicht in dem Maße wie im Bergland. Man denke nur an den K3 Fyn/Sønder Højrup, wenn der im VHF-III- oder gar UHF-Band gewesen wäre, hätten tausende Dänen in Deutschland ihr Heimatprogramm nicht schauen können.

:rolleyes: Wieso? Durch die niedrige Frequenz folgt die HF besser der Erdkrümmung. Außerdem stehen diese Sender nicht exponiert, was wiederum für den Bedarf nach einer stärkeren Beugung und damit einem Band-I-Sender sprechen würde.
Sicher, im Bergland beugt sich die HF auch besser in die Täler. Aber die Reflexionen auszublenden ist mit Band-I-Antennen auf Grund der Abmessungen eher problematisch, die Antennen bündeln dann nicht so stark. Die Masse an Antennen > 4 Elemente bekam man in den Tallagen im Bereich Kreuzberg jedenfalls nicht zu Gesicht, viele Geisterbilder dagegen schon.

von Thomas (Metal) - am 04.12.2012 07:19
Zitat
Thomas (Metal)
:rolleyes: Wieso? Durch die niedrige Frequenz folgt die HF besser der Erdkrümmung. Außerdem stehen diese Sender nicht exponiert, was wiederum für den Bedarf nach einer stärkeren Beugung und damit einem Band-I-Sender sprechen würde.
Sicher, im Bergland beugt sich die HF auch besser in die Täler. Aber die Reflexionen auszublenden ist mit Band-I-Antennen auf Grund der Abmessungen eher problematisch, die Antennen bündeln dann nicht so stark. Die Masse an Antennen > 4 Elemente bekam man in den Tallagen im Bereich Kreuzberg jedenfalls nicht zu Gesicht, viele Geisterbilder dagegen schon.

Im Flachland ist die zusätzliche Reichweite eines Band-I-Senders gegenüber eines UHF-Senders eher gering; sie rechtfertigt die Störungen im Sommer nicht. Im Bergland braucht man das Band I, um richtig in die Täler zu kommen, wo man bei UHF zig Funzeln benötigt. Im Flachland stellt sich diese Problematik nicht.

von RheinMain701 - am 05.12.2012 21:17
Im Flachland ist eigentlich Band III optimal. Man braucht keine große Antennen und hat die Problematik mit den Überreichweiten nicht.

Im Saarland hat man ja bis Mitte der 70er Jahre noch vertikal gesendet. Nach der Umstellung auf H wurde es auch besser mit den Überreichweiten.

Deshalb hatten ja alle Band I ersatzkanäle im Band V. In Bayern wurde dieses Kanäle für die private in Nürnberg genutzt, im Saarland hat das ZDF K45 übernommen, K32 wurde Füllsender. Ein offizieller Grund hierfür ist mir nicht bekannt. Vorteil ist natürlich dass man wie in Frankreich direkt neben K42 ist.

von Marcus. - am 05.12.2012 21:32
Zufällige Entdeckung: auf dem Rotbühl gab es neben den bekannten ZDF und BFS tatsächlich einen kleinen 50-Watt-Füllsender für ARD-BR auf K45. Das scheint wohl hier nicht sehr bekannt gewesen zu sein.

Da von dort heute DAB bekommt betrachte ich das mal als "Radio-Grundnetzsender"...

von RheinMain701 - am 25.05.2015 22:41
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