Brand im ehem. Funkhaus in der Nalepastraße

Startbeitrag von oli84 am 06.12.2012 22:13

Auch wenn es etwas weniger Technisches ist, so ist es evtl. für einige Leser hier interessant:
Zitat

Am 03.12.2012 kam es im Funkhaus in der Berliner Nalepastraße zu einem Brand, bei dem wegen der Rauchentwicklung zunächst ein Großereignis befürchtet und ein entsprechender Feuerwehreinsatz ausgelöst wurde. Tatsächlich betroffen waren offenbar die gemeinsamen Regieräume der Säle 1 und 2, in denen sich keine Studiotechnik mehr befunden haben dürfte.

Die Säle 1 und 2 sind die größten Aufnahmeräume im Funkhaus Nalepastraße. Sie befinden sich im Block B, zu dem darüber hinaus auch noch zwei kleinere Aufnahmeräume für Musik (Saal 3, Saal 4) sowie zwei Hörspielkomplexe gehören. Von letzteren dient der Komplex H 2 nach wie vor anspruchsvollen Wortproduktionen. Die dortige Regieanlage der letzten DDR-Generation („700er Technik“) ist erst vor wenigen Jahren vollständig ersetzt und demontiert worden.

Beim Bau des Blockes B kam es 1955 zu einem Großbrand, der die Fertigstellung des Gebäudes um ein Jahr verzögerte und durch die konstruierte Verurteilung eines angeblichen Brandstifters bekannt ist. Ab 1956 ergänzte der Block B schließlich den 1952 in Betrieb gegangenen Block A, der durch den Umbau einer früheren Möbelfabrik entstand. Einige der Studios im Block A, aus denen zuletzt Radio Berlin International (bis zum 02.10.1990) und der Deutschlandsender (bis zum 31.12.1993) sendeten, werden heute ebenfalls von Produktionsfirmen genutzt.

Letzter großer Ausbauschritt in der Nalepastraße war der 1965 in Betrieb gegangene Block E, der sich in das Bürogebäude E-R (für Redaktion) und die unscheinbaren Flachbauten des Studiokomplexes E-T (für Technik) gliedert. Von hier sendeten Radio DDR (bis zum 31.12.1991; zuletzt als „Radio Aktuell“), Berliner Rundfunk und Jugendradio DT64 (beide bis 1993; letzteres in den letzten Monaten bereits als MDR Sputnik).

Ab 1992 nutzte zunächst auch der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg den Block E für seine neugegründeten Hörfunkprogramme (Radio Brandenburg, Rockradio B / Fritz). Nach dessen Auszug im Frühjahr 1994 beräumte die damalige Betriebsgesellschaft FNL, deren Gesellschafter die ostdeutschen Bundesländer waren, den Block E und überließ ihn sich selbst. Die Räume fielen dem Vandalismus anheim und befinden sich heute in einem als zerstört zu bezeichnenden Zustand.

Von der Übernahme der Blöcke A und B durch die heutigen Betreiber im Herbst 2006, mit der es erstmals überhaupt zu einer gezielten Vermarktung des bis dahin nur noch mit geringstmöglichem Aufwand verwalteten Funkhauses kam, blieb der Block E ausgenommen.


Quelle: http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2012/nalepastrasse.html

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