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Senderausfälle wegen Schnee-Chaos

Startbeitrag von Andreas W am 25.03.2004 08:18

Jo, im Süden gehts ja rund mit Schneechaos, umgestürzten Bäumen etc...
Ich hoffe, ihr seid alle heil in die Arbeit gekommen...

Hier bei uns im Lkr. Rosenheim sind seit gestern nacht folgende Sender nicht mehr zu empfangen:

107.7 Hochries - Antenne Bayern
96.7 Dandlberg - Radio Charivari Rosenheim (seit ca. 8:30 wieder on-air)
104.2 Prien-Röselsberg - Radio Charivari Rosenheim
90.3 Prien-Röselsberg - AFN Power Network

sowie der Sender Reit im Winkl aus dem Lkr Traunstein.

Welche weiteren Beobachtungen habt ihr gemacht im Süden? Ach ja, leider habe ich nicht eine neue Station empfangen auf diesen Frequenzen, da war nix zu hören. Naja, kein Wunder bei dem Wetter, da gibts halt auch keinerlei Tropo...

Antworten:

Ich werd mal nachschauen, ob´s hier aus Ausfälle gab. Der Mittenwalder Sender läuft jedenfalls noch. Hier hat´s über Nacht einen halben Meter geschneit und oben auf den Bergen 1,5 m binnen 24 Stunden. Das einzige, was mir auffiel: die 102,7 von der Zugspitze kommt ziemlich schwach rein, und die 100,8 von der Antenne Südtirol (Flatsch-Spitze) ist ausgefallen, wahrscheinlich auch die anderen Flatsch-Frequenzen.



von MHM - am 25.03.2004 08:25
Hier im Bosch-Kabel in München kommen Sat1 und tv.m immernoch stark vergrieselt. Liegt das an der Kopfstation (RTL und die ORFs gehen aber inzwischen wieder perfekt) oder am Oly?

ORF1 und ORF2 liefen seit gestern Abend nur S/W und extrem stark verschneit/gestört - z.T. waren sie sogar ganz weg. Auch hier wieder meine Frage: Hat das noch jemand bemerkt (dann haben die wohl am Gaisberg irgendwas rumgebastelt - vielleicht schwächeren Reservesender aufgeschaltet oder so?) oder an der Kopfstation (dann sollte wohl niemand anders der nicht am Bosch-Kabel hängt was bemerkt haben). Interessanterweise war gestern Abend dann z.T. ORF1 in besserer (wenn auch trotzdem sehr schlechter) Qualität als ORF2, normalerweise ists eher umgekehrt :-)

Auf tv.m war gestern statt der Chatstation ein Bildschirm zu sehen "Ihre D-Box hat einen Hinweis für sie: Der betreffende Kanal kann nicht empfangen werden. Bitte überprüfen Sie ihren Antennenanschluss" (o.ä.) - gegen 0:30 haben die dann wohl zur Überbrückung alte Aufzeichnungen vom Stadtgespräch und vom Stadtgeflüster eingespielt :-) Die hatten anscheinend ein paar Probleme mit ihrer Leitung (?) zu tv.b

Radiomäßig hab ich beim Durchzappen (auch nur Kabel) gestern nichts besonderes gemerkt. Die beiden Deutschlandradios haben mal ne Zeit lang geblubbert, aber sonst war nix los. TV-mäßig waren noch diverse Programme zeitweise mehr oder weniger stark verfischt. Einige waren auch ganz weg (Schwarzbild oder nur noch Rauschen) - HRT1 hat seit gestern Abend bis heute früh bunten Pixelsalat :-)

von Ghuzdan1 - am 25.03.2004 10:12
Zitat

Auf tv.m war gestern statt der Chatstation ein Bildschirm zu sehen "Ihre D-Box hat einen Hinweis für sie: Der betreffende Kanal kann nicht empfangen werden. Bitte überprüfen Sie ihren Antennenanschluss" (o.ä.) - gegen 0:30 haben die dann wohl zur Überbrückung alte Aufzeichnungen vom Stadtgespräch und vom Stadtgeflüster eingespielt Die hatten anscheinend ein paar Probleme mit ihrer Leitung (?) zu tv.b


Vermutlich wird einfach das DVB-Signal von TVB mit einer simplen D-Box abgegriffen. Wenn jetzt aber der Sat-Spiegel komplett eingeschneit ist, kriegt man auch mit einem Ein-Meter-Spiegel nichts mehr raus.

von -Ole- - am 25.03.2004 10:25

tv.m

Wenn ich das richtig interpretiere, übernimmt tv.m auch Teile von tv.berlin?



von andimik - am 25.03.2004 11:17
Yep



von DigiAndi - am 25.03.2004 12:54
Achso, das tv.b auf Sat ist wusste ich nicht, hab ja nur Kabel.

Momentan fast alles wieder normal, nur tv.m noch leicht vergrieselt und HRT1 besteht immernoch aus buntem Pixelsalat.

von Ghuzdan1 - am 25.03.2004 13:50
@MHM:

Wie gut kannst du in Mittenwald die italienischen Sender empfangen?



von frequenzfreak - am 25.03.2004 15:05
hats in München auch Schnee gegeben ?

Wenn ja, wieviele cm ungefähr ?

Heinrich Benner

PS: passt zwar ned zum Thema, aber mich wirds schon mal interessiere, vielleicht sind ja in München auch Radiosender ausgefallen.

von Heinrich Benner - am 25.03.2004 15:19
Entschuldigt die vielleicht unverständliche Frage:
Es hat ein Schneechaos gegeben?

Hab' ich ja gar nix von mitbekommen. Scheint ja aber richtig schlimm bei Euch zu sein, wenn man das hier so liest.

von Brubacker - am 25.03.2004 15:35
Die BLR-News bzw das BLR-Bundeswetter hat gestern Abend von starken Schneefällen im Süden gesprochen. Der niedersächsischen Dudelfunk hat bisher noch nichts darüber gebracht. Hier in und um Osnabrück ist es zwar auch schattig (4°C) aber trocken und.... tataaaaa: sonnig!

von Staumelder - am 25.03.2004 15:44
@frequenzfreak
Früher, als die Südtiroler noch bessere Standorte und höhere Sendeleistungen nutzten, war in Mittenwald (wie auch in weiten Teilen Bayerns) ein störungsfreier Empfang auch mit einfachster Radioausrüstung möglich. Heutzutage ist der Empfang schwieriger geworden. Mit der 8-Element-Yagi gehen nur noch 4 Frequenzen problemlos rein, und zwar zwar die 100,8 (Antenne Südtirol), 102,2 (ERF Südtirol), 104,8 Radio Maria Südtirol und 105,4 Radio Tirol. Die anderen Frequenzen (88,85 - 98,7 - 102,8 - 104,5) sind relativ schwach oder werden von anderen Sendern gestört.

@Heinrich Benner
München meldete heute morgen eine Schneehöhe von 12 cm. Schneefallbedingte Senderausfälle habe ich in München bislang zwar noch nicht erlebt, aber der nasse Schnee kann natürlich schon einigen Schaden an Antennen anrichten.

@Brubacker
Na ja, hier hing so ein Norditalien-Tief herum, das feucht-warme Mittelmeerluft nach Bayern schaufelte. Die Folge waren 20 bis 30 cm Schnee im Alpenvorland, 50 cm Schnee in den Alpentälern und 100 bis 160 cm Neuschnee in den Hochlagen. Für Ende März ist das nichts ungewöhnliches, außer vielleicht die 150 cm Neuschnee binnen 24 Stunden auf der Zugspitze. Eine derart starke Schneefallintensität wurde dort oben im März noch nie registriert. Immerhin gibt es seit 1900 Wetterbeobachtungen auf dem Gipfel. Mittenwald ist nur noch über eine Straße erreichbar, die vier anderen Zufahrtswege mußten gesperrt werden. Die Mittenwalder Bahnlinie nach Österreich wurde am Grenzübergang von einer Lawine verschüttet. Das passiert aber eigentlich jeden Winter und ist keineswegs außergewöhnlich.

von MHM - am 25.03.2004 15:50
@Brubacker:
Wenn du schnell bist, siehst du noch die Titelschlagzeilen in unsrer Regionalzeitung mit entsprechendem Bild (Artikel selber leider kostenpflichtig):

http://www.ovb-online.de/



von Andreas W - am 25.03.2004 15:53
@MHM:

Die von dir oben genannten Frequenzen, kommen die von der Flatschspitze, oder??
Kann man sonst noch irgendwo in Bayern die Flatschspitze, Zirog-Alm oder andere hochgelegene Sender aus Südtirol empfangen?

In der alten FMLIST steht bei Radio Maria (vom Sender Flatschspitze) mit 100kW (!!!!) drin, wurden diese 100kW auch wirklich ausgestrahlt. Es gab bis vor kurzem (weiß nicht genau wann) ein Programm namens "EUROSAT1" (oder so ähnlich), wurde das auch mit denen 60kW ausgestrahlt die in vielen Frequenzlisten drinstanden?



von frequenzfreak - am 25.03.2004 15:56
Ausnahmezustand
25.03.2004 08:43
Unter der Last des schweren, nassen Schnees sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag etliche Bäume umgeknickt. Betroffen waren unter anderem die Gemeinden Halfing, Riedering, Bad Endorf, Samerberg und Schonstett. Die Feuerwehren in der Region waren seit Mittwochabend etwa 50 Mal ausgerückt. Aktuell laufen noch über 25 Einsätze. In den Landkreisen Rosenheim und Miesbach ereigneten sich seit Beginn der teilweise heftigen Schneefälle mindestens 30 Unfälle. Dabei wurden 14 Personen verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 200.000 Euro. Die Autobahn München – Salzburg war zwischen Achenmühle und Frasdorf ab 04:45 Uhr komplett gesperrt. Mehrere Lkw waren hängen geblieben. Mit Hilfe von Autobahnmeisterei und Feuerwehr gelang es der Verkehrspolizei, die Autobahn bis 06:00 Uhr zu räumen. Es bildete sich ein Rückstau bis zum Inntal-Dreieck. Bereits gestern Abend drängte ein Lkw ein Räumfahrzeug der Autobahnmeisterei Rosenheim auf der Inntal-Autobahn in die Mittelleitplanke. Zwischen Brannenburg und Oberaudorf räumte der Schneepflug die linke Fahrbahnseite. Dem Lkw-Fahrer ging dies offensichtlich nicht schnell genug. Er überholte den Schneepflug rechts und drängte diesen in die Leitplanke. Ohne anzuhalten fuhr der Lkw-Fahrer weiter. Nach ihm wird inzwischen gefahndet.

Entspannung in Sicht
25.03.2004 14:33
Die Lage im Zugverkehr im südbayrischen Raum scheint sich langsam zu entspannen. Auf der Strecke München-Salzburg fahren die Züge wieder planmäßig. Im Bereich Traunstein-Ruhpolding sind die Gleise durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Strecke wird den Rest des Tages gesperrt bleiben. Auch der Bahnhof Holzham-Kreuzstraße ist nach wie vor gesperrt. Dieser Bereich wird vermutlich gegen 16 Uhr wieder für Züge freigegeben. Im Moment sind zwischen Westerham und Holzkirchen Busse im Einsatz.


Schneechaos lichtet sich
25.03.2004 15:26
Nach dem Schneechaos seit Mittwoch Abend in der Region, lässt der Schneefall vielerorts nach. Dennoch gibt es auf der A8 München-Salzburg in beiden Richtungen noch zahlreiche Staus, unter anderem durch quer stehende LKWs. Auch einige Bundes- und Staatsstraßen in der Region sind wegen umgestürzter Bäume noch gesperrt. Die Gemeinde Samerberg war heute morgen komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Zur Stunde wird versucht, die Straßen wieder frei zu bekommen. Auch im Raum Brannenburg-Sudelfeld ist die Feuerwehr noch im Einsatz. Die heftigen Schneefälle haben alleine von gestern Abend bis heute Morgen in der Region zu 39 Verkehrsunfällen mit 14 Verletzten geführt. Der Gesamtschaden liegt bei rund 230.000 Euro.



von Andreas W - am 25.03.2004 15:57
Andreas W schrieb:
Zitat

Wenn du schnell bist, siehst du noch die Titelschlagzeilen in unsrer Regionalzeitung mit entsprechendem Bild (Artikel selber leider kostenpflichtig):

War noch schnell genug. :-)
Holla, sieht ja schon nicht schlecht aus und der Text spricht auch meist in Superlativen.

Bei uns ist es nur kalt, aber auch wir hatten heute schon Sonne (also quasi wie oben angesprochen in Osnabrück).

von Brubacker - am 25.03.2004 15:59
Aaaaah, der ff-fantastische Privatsender aus Hannover hat doch gerade einen kurzen Beitrag gebracht. Ziehe mein Lästern zurück ;-)

von Staumelder - am 25.03.2004 16:10
Brubacker schrieb:

Zitat

Holla, sieht ja schon nicht schlecht aus und der Text spricht
auch meist in Superlativen.


Na ja, die aktuellen Schneehöhen sind 50 cm in Mittenwald und 460 cm auf der Zugspitze. Die langjährigen März-Rekorde sind dagegen 240 cm bzw. 830 cm... Aus meteorologischer Sicht ist dieses sog. "Schneechaos" also eher belanglos gewesen. Außerdem ist es frühlingshaft warm (derzeit 0° im Tal), das ist ja echt nervig.

@frequenzfreak
Alle angegebenen Frequenzen außer der 102,8 und 105,4 (jeweils Zirog) kommen von der Flatschspitze. Vom Zirog-Sender ist eigentlich nur noch eine Frequenz richtig aktiv, nämlich die 105,4 von Radio Tirol. Die 102,8 hat viele Aussetzer, eine geringe Sendeleistung und eine fürchterliche Modulation. Außerdem ist das Programm selbst nix besonderes. Es hat nicht mal einen Namen! Außer Nonstopmusik gibt´s nichts zu hören, keine Jingles, keine Stationsansagen, keine Werbung, gar nichts. Die beiden anderen Zirog-Frequenzen wurden neulich stillgelegt. Radio M1 auf 104,2 stellte den Senderbetrieb ein, und Radio Tirol nahm seine zweite Frequenz 91,1 außer Betrieb. Die in Frequenzlisten angegebenen Sendeleistungen von 60 kW oder 100 kW sind sicherlich falsch, denn soviel Strom gibt´s dort oben gar nicht, als daß man solche Leistungen fahren könnte.



von MHM - am 25.03.2004 16:11
Die 96.7 von Charivari (Dandlberg/Samerberg) ist mittlerweile wieder off-air, seit wann, weiß ich nicht. Da ist scheinbar noch nicht alles in Ordnung am Samerberg...



von Andreas W - am 25.03.2004 16:46
Also im Münchener Südosten waren es (eigenhändig gemessen :-) 22cm pappiger Neuschnee.

Gestern abend, als der Schneefall begann, konnte unsere Empfangsanlage (die von einem (dem?) großen Münchener Kabelnetzbetreiber betrieben wird, mal wieder zeigen, wie mies sie ist: Sämtliche Satellitenprogramme kamen nur noch stark gestört (am stärksten betroffen war BR Alpha, bei dem nicht mal mehr der Ton durchkam) rein, Ö2 (wird terr. eingespeist) war deutlich verschneit, und sogar bei ZDF war ein leichtes Grieseln zu sehen. Tja, wenn man nicht alles selber macht....

Inzwischen hat sich alles wieder normalisiert, sowohl schneemäßig (aktuell sind's 5°), als auch empfangsmäßig.

Ciao
Christoph

von _Christoph - am 25.03.2004 17:13
in thüringen keine besonderen vorkomnisse,nur schnee hatts auch gegeben,aber net viel.



von Robert S. - am 25.03.2004 18:15
@MHM:

Danke für die Infos!

Wieviel kW könnte man auf so einem hohen Standort betreiben?



von frequenzfreak - am 25.03.2004 18:20
Also den tvm-Ausfall (bzw. den Ausfall deren Zuführung von tv.bumbs äh... berlin) hab ich auch gesehen, ansonsten funzt das Kabel aber, Schnee ist nie ein Problem, nur bei Regen mach das KB-Kabel schlapp.

von elchris - am 25.03.2004 18:42
@frequenzfreak
Die Höhe des Senderstandortes ist für die TRP allenfalls indirekt von Bedeutung. Immerhin wurde vom Pizzo Groppera in knapp 3000 m Höhe auch mit 8 MW (natürlich ERP und nicht TRP) gesendet. Wichtiger sind die einzelnen technischen Komponenten, wie Stromkabel, Sendeantenne usw. Ein Sender, der mit Rapsöl betrieben wird, kann zudem nicht die Leistung erbringen wie ein Sender, der von einem Diesel-Aggregat gespeist wird. Der legendäre Schwarzenstein-Sender wurde zuletzt mit Rapsöl betrieben, daher war die Sendeleistung nicht mehr so hoch wie früher.

Die Südtiroler haben auf den exponierten Stellen die Sender im Winter nur mit gedrosselter Leistung gefahren, da es um diese Jahreszeit sehr starke Temperaturschwankungen geben kann und die Senderröhren womöglich geplatzt wären, wenn man Vollgas gegeben hätte.



von MHM - am 25.03.2004 19:01
Hiho

die Südtiroler Frequenzen gehen in folgenden Ecken noch:

88.85 im Bereich nördlich des Kochelsees und auf der A 95 zwischen Wolfratshausen und Munau

die 105.4 von Radio Tirol teilweise im Wechsel mit Radio Oberland ab Seeshaupt bis Penzberg

die 100.8 in der gegend auch ganz kurz

ein genuss ist das allerdings nirgendwo

von Frequenz1 - am 25.03.2004 19:50
@Christoph

hm das kommt aber darauf an, an welchem Kabelnetz du in München hängst.
Im DTAG Kabel sollten z.B. Sat1 und RTL fischenfrei zu sehen gewesen sein (ich hatte extra ein Auge auf dem Downlink).
Ghuzdan1 hatte auf Sat1 Fische und hängt am BoschKabel ;-)

@all
der Schnee war schon extrem pappig, da half teilweise nur der Besen um die Antennen zu "kehren" (sonst wäre auch die UCL auf Premiere ausgefallen)
:D :D :D

von mobi - am 26.03.2004 09:39
mobi - nee, auf Sat1 hatte ich keine Fische. War nur stark vergrieselt. RTL blieb übrigens (genauso wie ARD) die ganze Zeit vom Wetter unbeeindruckt in perfekter Qualität - fischfrei und auch ohne andere Störungen. Das waren aber auch die einzigen beiden Programme die nicht schlechter wurden oder ausgefallen sind.

von Ghuzdan1 - am 26.03.2004 13:10
Evtl. dank der Digitaltechnik via DVB-S Zuführung?



von andimik - am 26.03.2004 14:26
Ghuzdan1 schrieb:

Zitat

mobi - nee, auf Sat1 hatte ich keine Fische. War nur stark
vergrieselt. RTL blieb übrigens (genauso wie ARD) die ganze
Zeit vom Wetter unbeeindruckt in perfekter Qualität -
fischfrei und auch ohne andere Störungen. Das waren aber auch
die einzigen beiden Programme die nicht schlechter wurden
oder ausgefallen sind.


Dann wird bei Dir, genau wie bei der Anlage, an der ich hänge (die übrigens nur ~30 Haushalte versorgt), SAT.1 und RTL terrestrisch von Olympiaturm eingespeist. Erkennt man auch daran, daß Abends und nachmittags am Wochenende die Lokalfenster kommen.
Da SAT.1 auf einer wesentlich höheren Frequenz (K59 vs. K24 von RTL) sendet, ist der Empfang deutlich schwieriger, und daher leichter gestört.

Als ich noch zu vor-Kabel-Zeiten am Stadtrand terrestischen TV-Empfang hatte, kam RTL auf K24 immer gut rein, SAT.1 auf K59 dagegen nur sehr schlecht.

von _Christoph - am 26.03.2004 16:42
@MHM:

Mit welchen Energieträgern wird ein LW, MW, KW und ein UKW-Sender meistens betrieben?



von frequenzfreak - am 26.03.2004 19:45
@frequenzfreak
Normalerweise werden die Sender mit elektrischer Energie betrieben. Aufgrund der exponierten Lage einer Standorte werden manche Sender in Südtirol dagegen mit Diesel versorgt, weil es dort keine Stromversorgung gibt. Das galt auch für die ehemaligen Standorte Schwarzenstein (3369 m) und Wilder Freiger (3419 m). Der Diesel mußte stets per Hubschrauber zum Sender geflogen werden.



von MHM - am 27.03.2004 07:54
Wie gelangt denn das Signal zum Sender in solchen Lagen?



von radiosi - am 27.03.2004 08:38
Aha. klingt interessant. Wie lange reicht dann ein Diesel-Tank bei z.B. 1 kW ?



von frequenzfreak - am 27.03.2004 09:06
Die Senderzuführung wurde im Fall des Pizzo Groppera wie folgt gelöst:
Anfangs gab es einen UHF-Link vom Studio in Cernobbio zum Sender auf dem Groppera; der UHF-Link sendete auf 456 MHz und 825 MHz.
Nach Scherereien mit den Schweizer Zollbehörden und italienischen Behörden stellte Radio 24 die Zuführung im August 1980 um auf UKW:
Vom Studio Cernobbio aus wurde zum 3 km entfernten St. Maurizio gefunkt, der linke Tonkanal auf 104,4 und der rechte auf 105,1. Von St. Maurizio aus gings dann weiter zum 68 km entfernten Pizzo Groppera, der linke Kanal auf 107,3 und der rechte Kanal auf 107.7.



von dxbruelhart - am 27.03.2004 10:31
@frequenzfreak
Weiß ich leider auch nicht genau, das hängt halt davon ab, wie groß der Dieseltank ist.

@radiosi
Das geschieht über Zuspielstationen, die ebenfalls exponiert stehen. Bei Radio Brenner wurde das z.B. folgendermaßen gelöst: auf dem Flaner Jöchl (unterhalb des Roßkopfs) wurde eine Relaisstation errichtet, wobei trotz der Höhe von 1800 m nochmals ein 10 m hoher Mast errichtet werden mußte, um Sichtkontakt zur Flatschspitze zu haben. Direkt von Sterzing aus (wo sich das Sendestudio befand) war das sowieso nicht möglich. Der Schwarzensteinsender wurde dagegen über einen Umsetzer auf der Plose versorgt. Das Flaner Jöchl dient heutzutage für die meisten Flatsch/Zirog-Frequenzen als Zuspielstation. Radio Maria nutzt jedoch Parabolantennen.



von MHM - am 27.03.2004 12:48
@dxbruelhart:

Und kam das Signal dann auch noch einwandfrei beim Sender an?
Wurde damals schon in Stereo gesendet??

Wann fingen eigentlich die ersten Programme mit Stereo-Austrahlung an?



von frequenzfreak - am 27.03.2004 19:28
@ frequenzfreak:

Radio 24 begann am 01.09.80 mit STEREO.
Dies konnte ich auch, wenn auch nur verrauscht, an meinem damaligen Wohnort im Kreis WT empfangen.
Wenn ich mich recht erinnere, erfolgte die Umstellung während der Fernseh- und Radioausstellung FERA in Zürich.

von Manager. - am 28.03.2004 21:17
Zitat

MHM:
Früher, als die Südtiroler noch bessere Standorte und höhere Sendeleistungen nutzten, war in Mittenwald (wie auch in weiten Teilen Bayerns) ein störungsfreier Empfang auch mit einfachster Radioausrüstung möglich. Heutzutage ist der Empfang schwieriger geworden. Mit der 8-Element-Yagi gehen nur noch 4 Frequenzen problemlos rein, und zwar zwar die 100,8 (Antenne Südtirol), 102,2 (ERF Südtirol), 104,8 Radio Maria Südtirol und 105,4 Radio Tirol. Die anderen Frequenzen (88,85 - 98,7 - 102,8 - 104,5) sind relativ schwach oder werden von anderen Sendern gestört.


Hab diesen Eintrag über Google aus dem Archiv rausgekramt.
Dabei die Frage an MHM:
Wie siehts heuer 2006 aus?
Welche Zirogs / Flatsch gehen noch gut in MW rein?

von Radiopirat - am 17.12.2006 12:53
Da der Thread schon mal wieder oben ist: Ob der Generator des Senders mit Diesel oder Rapsöl betrieben wird, hat meiner Meinung nach wenig mit der Leistung des Senders zu tun. Möglicheriwese aber liegt der Zusammenhang darin, dass ein Aggregat, welches mit Rapsöl betrieben werden soll, dafür technisch geeignet sein muss (man kann ja auch nicht alle Dieselmotoren in Autos mit Rapsöl betreiben, vielfach liegt das an Kleinigkeiten wie Dichtungen, die zwar Diesel standhalten, sich bei Kontakt mit Rapsöl aber auflösen würden).

Evt. muss also ein neuer Generator angeschafft werden. Da ist es natürlich eine Kostenfrage, sich ein Aggregat mit höherer Leistung zuzulegen. Da es ja aufgrund der engen Frequenzbelegung ja heute nicht mehr wirklich lohnt, von Südtirol aus nach Bayern zu senden, reichen auch geringere ERPs. Warum dann viel Geld in einen stärkeren Generator investieren?

von Alqaszar - am 17.12.2006 15:05
Fakt ist aber, daß mit Rapsöl betriebene Aggregate nicht ganz an die Leistung eines Benzinaggregats rankommen.
Ansonsten hat sich an der Empfangssituation wenig geändert. Auf 105,4 sendet halt nicht mehr Radio Tirol sondern Südtirol 1 und die 102,8 wurde reaktiviert für Radio 2000. Das war so die größte Änderung, die in letzter Zeit oben am Brenner stattgefunden hat.

von MHM - am 17.12.2006 15:40
Also bei den Tempertauren, die da winters an der Zirog oder auf dem Flatsch herrschen, glaube ich nicht, daß sich Biodiesel eignet. Da wird man bei normalem Sprit schon Frostschutz zugeben müssen. Fakt ist, daß sich solch ein risikobehafteter Standort für kommerziellen Sendebetrieb heute nicht mehr lohnt. War was anderes, als es damals die einzige Möglichkeit war für Privatfunker. Heut kann man sowas allenfalls noch aus Nostalgiegründen reaktivieren, ist so ähnlich wie mit Rundfunk vom Schiff aus.


von PeterSchwarz - am 17.12.2006 23:47
Werden Zirog und Flatsch denn wirklich mit Generatoren betrieben?

von _Christoph - am 18.12.2006 08:19
Also Zirog bekommen ihren Strom über Stromleitungen des regionalen Anbieters Enel Bozen.
Und wenn die Zirog über Enel versorgt wird, dann sicher auch oben die Flatsch-Sender.
Das mit Generatoren war nur an Standorten wie Schwarzenstein, wo es natürlich auf dem Gipfel keine Stromversorgung gab.


von Radiopirat - am 18.12.2006 10:33
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