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Gefährlicher Spaß mit dem Sendemast

Startbeitrag von RadioMark am 21.12.2012 13:29

Ein kleiner Film aus Russland.

http://www.yapfiles.ru/show/520958/fcb39188e270756f0e45bfc73c62e889.flv.html

Die 50 interessantesten Antworten:

So ein Viedeo wurde hier doch vor kurzem aus Deutschland gepostet. Mit Schaufel am Abspannseil. Die Normen sind da also nicht so viel anders als hier auch. wer ueber den Zaun klettert oder auf einen Hochspannungsstrommast ist eben selber Schuld.

von Nordlicht2 - am 21.12.2012 14:22
Auch in Deutschland würde das bei "gewissen" Sendemasten funktionieren. Nicht umsonst befinden sich diese Sender auf abgesperrtem Gelände, und die Mastfüße sind zusätzlich mit einem Zaun umgeben, an dem normalerweise mehrfach auf die anliegende Hochspannung hingewiesen wird.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang allerdings, dass bei dem an den Mast gehaltenen Unkraut die Blätter offenbar als Lautsprecher fungieren und das abgestrahlte Radioprogramm wiedergeben. Das hat mich sehr erstaunt.

von RadioNORD - am 21.12.2012 16:13
Zitat
RadioNORD
die Blätter offenbar als Lautsprecher fungieren und das abgestrahlte Radioprogramm wiedergeben.


Das sind wohl eher die Funken, die im Takt der Modulation die Luft ausdehnen und Schallwellen erzeugen.

Irrsinn ist das trotzdem. Ein paar Zentimeter zu nahe und es gibt einen grossen Funken - auch ohne Grünzeug.

von EmmWeh - am 21.12.2012 16:24
Wer von Euch russisch lesen und schreiben kann, könnte ja mal den Hochlader anschreiben und nach Standort, Frequenz und Sendeleistung fragen. Mir schien aber, das die Jungs das sehr lustig fanden und nicht unbedingt das techn. Know-How dahintersteckte. Und das man auf so einem Gelände drauf kann :eek: Gartenzaun als Unrandung ist ja zu sehen. Aber mich Wundert in Russland gar nix mehr.

von Radioboy - am 22.12.2012 11:03
Zitat
RadioNORD
Bei ausreichend großer Spannung dürften weder Gummistiefel noch Gummi-Handschuhe ausreichen, um einen Spannungsüberschlag zu verhindern.


Stimmt.
Bei dem einen Typen der eine Pflanze an den Mast hält bekam leichte Durchschläge durch die Handschuhe.

Im Netz gibt es noch weitere ähnliche Videos.
Ich meine bei einen aus Rußland hatte jemand ein Kabel gegen ein Metallteil gehalten wo es ein Lichtbogen gibt und man das Abgestrahlte Programm hören konnte.

von _Yoshi_ - am 22.12.2012 11:08
Wir hatten hier im Forum mal Bilder eines Mittelwellensenders aus Frankreich. Da war auch nix drumherum als ein niedriger Lattenzaun. Allerdings war das nur ein Kleinsender mit wenigen Watt. Da dürfte die einzige Gefahr gewesen sein das jemand den Sendemast sabotiert. Gefahr für Leib und Leben bestand da bestimmt nicht. In Russland nimmt man das allerdings nicht so streng. Da werden auch mal xxxkW Sender nur mit nem hüfthohen Lattenzaun "gesichert". :rolleyes:

von Spacelab - am 22.12.2012 11:12
@ Radioboy

Zitat

Und das man auf so einem Gelände drauf kann :eek: Gartenzaun als Unrandung ist ja zu sehen. Aber mich Wundert in Russland gar nix mehr.


Das war in Hirschlanden bis vor einigen Jahren auch nicht anders. Dort stand auch auch mal ein stinknormaler Gartenzaun aus Holzlatten um den Fußpunkt des Mittelwellenmastes.

Später wurde dieser durch einen neuen, höheren Zaun aus Latten mit scharfen Stahlspitzen ersetzt.

von Kay B - am 22.12.2012 15:53
Hier
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,480637,480637
hatte der allband_dxer mal beschrieben, wie die Spannung am Fußpunkt von selbststrahlenden Masten berechnet wird.

Bei nur 10 KW sind das also immerhin schon über 700 Volt.

von Kay B - am 22.12.2012 16:01
Bedenke aber, dass das HF ist. Da bekommt man keinen "normalen" Schlag, sondern verbrennt sich eher. Ist mir schon mal bei einer mit 100 Watt strahlenden Antenne passiert. Das sind auch schon 70 Volt. Dabei bekommt man aber keinen klassischen "elektrischen Schlag", sondern es wird eben blitzschnell extrem heiß, so wie wenn man auf eine Herdplatte fasst. Eine niederfrequente Spannung der gleichen Höhe wäre im Grunde genommen gefährlicher, nur Verbrennen würde man sich daran nicht so stark!

von WiehengeBIERge - am 22.12.2012 16:25
Zitat
PowerAM
Russische Ansicht dazu: Wer trotz deutlicher Warnhinweise (Zaun, Warnschild, ...) da anpackt, der ist sich der Folgen bewusst.

Ist nach meiner Meinung vernünftig. Wenn ein einfacher Zaun da ist sollte das jedem schon signalisieren, daß ein Zutritt nicht erwünscht ist.

von Thomas (Metal) - am 22.12.2012 16:39
Die Spannung am Speisepunkt der Antenne ist "sehr" abhängig vom Antennentyp, Bspw. von einem stromgespeisten Viertelwellenstrahler zu einem spannungsgespeisten Halbwellenstrahler.

Auch die "Kunststückchen" mit Leuchtstofflampen gelingen nicht immer. Ich hatte vor gut 30 Jahren mal die Gelegenheit eine solche in die Nähe ( 50 cm) der AFN-Antenne auf dem Gr. Feldberg zu bringen, aber nix tat sich. Und das obwohl die Batwingantenne mit 10 kW gespeist wurde..

von DH3FBI - am 22.12.2012 18:10
Diesen Zaun am Mittelwellensender Nordkirchen (DLF, 549 kHz, 100 kW) könnte man auch relativ locker übersteigen. Er ist nicht höher als 2 Meter. Und der Sender hat mir das komplette UKW-Band weggedrückt, als ich mit nem Peugeot 307 (inkl. recht gutem Werksradio) zwischen den beiden Masten hin- und her gefahren bin.

von Staumelder - am 22.12.2012 19:23
@ Thomas (Metal)

Zitat

Ist nach meiner Meinung vernünftig. Wenn ein einfacher Zaun da ist sollte das jedem schon signalisieren, daß ein Zutritt nicht erwünscht ist.


Sollte...

Aber in einer Gruppe Jugendlicher gibt es manchmal die tollsten Ideen, zu deren Umsetzung innerhalb einer Gruppe weitaus weniger Hemmungen da sind als bei einer Einzelperson.

Da will sich mal wieder jemand beweisen und den Mast da raufklettern um vor den anderen oder sogar vor irgendwelchen Mädels in der Gruppe gut dazustehen und klettert da halt rüber. Den Rest kann man sich dann selber ausmalen.

von Kay B - am 22.12.2012 23:09
@ mw_88

Zitat

Ich hatte vor gut 30 Jahren mal die Gelegenheit eine solche in die Nähe ( 50 cm) der AFN-Antenne auf dem Gr. Feldberg zu bringen, aber nix tat sich. Und das obwohl die Batwingantenne mit 10 kW gespeist wurde..


Zumindest die Kamera hatte hier
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_p1010036.jpg
http://www.trg-radio.de/images/phocagallery/thumbs/phoca_thumb_l_p1010034.jpg
( http://www.trg-radio.de/fotos/category/3-umzug-der-relais-am-feldberg-phase1-abbau?start=25 )
wohl einige Probleme mit der HF, wie man an dem Moiré-Muster auf den Bildern sehen kann.

von Kay B - am 22.12.2012 23:15
Zitat
Kay B
@ Thomas (Metal)

Zitat

Ist nach meiner Meinung vernünftig. Wenn ein einfacher Zaun da ist sollte das jedem schon signalisieren, daß ein Zutritt nicht erwünscht ist.


Sollte...

Aber in einer Gruppe Jugendlicher gibt es manchmal die tollsten Ideen, zu deren Umsetzung innerhalb einer Gruppe weitaus weniger Hemmungen da sind als bei einer Einzelperson.

Da will sich mal wieder jemand beweisen und den Mast da raufklettern um vor den anderen oder sogar vor irgendwelchen Mädels in der Gruppe gut dazustehen und klettert da halt rüber. Den Rest kann man sich dann selber ausmalen.

Das befürchte ich auch; dass am gesamten Mast eine tödliche Spannung anliegt, muss sich auch nicht unbedingt jedem erschließen, insbesondere falls auch noch Alkohol im Spiel ist. Ich habe schon mal von einem gehört, der gstorben ist, weil er im betrunkenen Zustand einen Strommasten hochgeklettert ist...

von Zwölf - am 23.12.2012 09:50
Ich gebe euch ja uneingeschränkt Recht das solche lebensgefährlichen Masten stark abgesichert sein sollten. Aber wie schon erwähnt sind die Russen was Sicherheit angeht vollkommen schmerzfrei. Da hab ich mal vor längerem einen kleinen Bericht in einem Magazin (ich glaube es war der Funkamateur) gelesen wo in Weißrussland jemand in ein kaum gesichertes Sendegebäude eingedrungen und dort beim anfassen irgendwelcher Teile gebraten worden ist. Und zur Krönung bekamen die Angehörigen noch eine saftige Rechnung weil der Typ irgendwas kaputt gemacht haben soll. Da kennen die Russen nix.

von Spacelab - am 23.12.2012 10:06
Zitat
Zwölf
Ich habe schon mal von einem gehört, der gstorben ist, weil er im betrunkenen Zustand einen Strommasten hochgeklettert ist...


Das dürfte häufiger passieren. Hier ein Fall von 2010 aus Thüringen:

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Tod-auf-dem-Strom-Mast-2043661567

(Ja, die dortige Lokalpresse hat inzwischen einen so unfassbar dilettantischen Schreibstil.)

von Chris_BLN - am 23.12.2012 22:14
Dieses Video wurde auf einem stillgelegten Sendemasten im Moskauer Stadtteil "Elektrostal" aufgenommen. Hier ist wohl nur die Höhe total krank.... und die Beteiligten ebenso!

von TheSpirit - am 25.12.2012 10:59
Mir wird einfach nur schlecht bei dem Gedanken wie verschwenderisch hier mit dem eigenen Leben gepokert wird. Und nicht mal das, bei dem Spiel gibts nichts zu gewinnen. Todesursache: Mangelnde Hirnmasse.:sneg:
Ergänzend muss ich auch hinzufügen, dass ich von diesen Russischen Verkehrsunfallvideos immer zeimich geschockt über die teilweise komplett fehlende Hilfsbereitschaft der dortigen Bevölkerung bin. Das lässt sich auch nicht mehr mit Kulturdifferenz erklären. Das ist meiner ansicht nach nur armseelig.

von w_weinmann - am 25.12.2012 18:12
Es ist wohl nicht so, daß das unbedingt ein Problem der Vernunft ist.

In dem Beitrag von Spiegel-TV über diese russischen Jugendlichen
http://www.youtube.com/watch?v=kPdktcNpFQ8
wird gezeigt, daß da auch Studenten mitmachen.

Das ist bei denen wohl eher eine Sache der Adrenalinsucht.

von Kay B - am 25.12.2012 20:01
Da stellt sich die Frage, was denn gefährlicher ist: Der unter Spannung stehende Mast oder die Höhe ohne jede Sicherung... Naja, vielleicht muß man das einfach anders sehen: Es heißt ja, daß man nur zu zweit steigen darf. Die haben halt eine andere Asi Ausbildung als die Bopparder und eben Steigschutz etc weggelassen und ein paar Mann dafür mehr mit nach oben genommen ;-) .

von Thomas (Metal) - am 25.12.2012 21:49
Ich denke es ist nicht nur der Adrenalinkick oder die Einstellung russischer Jugendlicher zur Gefahr sondern generell das verlangen nach neuen Extremen.
Ich persönlich finde das sehr schlimm, den Menschen wird immer langweiliger, ...
Da ist u. U. das " Krass-drauf-sein " in der Gruppe, die Gruppenzugehörigkeit, und auch oft das " Balzen " um das andere Geschlecht noch harmlos.
Eine Idee wäre vielleicht zum Beispiel Diesen Sendemast, der ja scheinbar ausser Betrieb ist für Bungeejumping umzufunktionieren, die Landschaft da drum herum sieht schon verlockend aus.
Ein paar Rubel für den Gang nach oben, und das ganze unter professioneller Aufsicht.
Das gäbe zum Einen Arbeitsplätze, verhindert das Umnieten des Senders und im schlimmsten Fall Tote.
Denn der Mast wurde und wird in Zukunft bestimmt nicht weniger Jugendliche anziehen, die nen Kick brauchen, ...

von xxxxxxxxxxxxxx - am 25.12.2012 22:06
Zitat
Staumelder
Zitat
99zwei
Denn der Mast wurde und wird in Zukunft bestimmt nicht weniger Jugendliche anziehen, die nen Kick brauchen, ...

Moskau braucht Kick auf FM ;)

Sowas haben sie aber da, Deep Mix Moskau http://deepmix.eu

von xxxxxxxxxxxxxx - am 25.12.2012 22:31
@ 99zwei

Zitat

Ich denke es ist nicht nur der Adrenalinkick oder die Einstellung russischer Jugendlicher zur Gefahr sondern generell das verlangen nach neuen Extremen.


Ja, das ist wohl so ähnlich wie mit dem Konsum synthetischer Drogen. Die hauten sich viele auch nur wegen dem Kick ein.


Zitat

Eine Idee wäre vielleicht zum Beispiel Diesen Sendemast, der ja scheinbar ausser Betrieb ist für Bungeejumping umzufunktionieren, die Landschaft da drum herum sieht schon verlockend aus.


Ob das geht? Da müßte man an der Spitze ja einen extrem langen Ausleger montieren damit der Bungeejumper nicht gegen den Mast knallt. Und wenn das ganze dann offiziell ist, verliert das für viele dann sicherlich den Kick.

von Kay B - am 25.12.2012 22:56
Zitat
Kay B
Und wenn das ganze dann offiziell ist, verliert das für viele dann sicherlich den Kick.

Schon, und leider werden sich die Teenies dann andere Extremhobbys suchen, andere die es unter nem professionellen sportlichen Aspeckt betrachten, wird es aber anlocken, ...
Klappt ja auch bei " Kletterparks " wie der an meinem Haussender zum Beispiel.
Zu den Auslegern, klar - da muesste ein wenig umgebaut werden, geht nicht - gibts nicht. ;)

von xxxxxxxxxxxxxx - am 25.12.2012 23:10
Es dürfte sich bei dem Turmbesteigungsvideo (u.a. noch mehr Lebensmüde hier zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=fuvhCSRuPl0 ) um diesen hier handeln:

https://maps.google.de/maps/place?ftid=0x414adc7535172669:0xd5e82fe001ad9db3&q=55.7847,38.419779&ved=0CA4Q-gswAA&sa=X&ei=xl3aUJPWNIWY8gPA3oHgAg

Man kann mit dem Street View Männchen ein paar Bilder ansehen. Der Turm ist recht schwierig auszumachen. Solche Videos gab es schon von verschiedenen Masten zu sehen. Wurde nicht über voriges Video schonmal hier im Forum diskutiert?

Ich finde das andere mit den Pflanzen am Sendemast ja "interessanter", Videos dieser Art bin ich noch nicht begegnet.

von CBS - am 26.12.2012 02:20
Zitat:
Der Sender hat vermutlich ein geringe Sendeleistung, denn die Videokamera
funktionierte fehlerlos.
Von einem 2.000 kW Sender wäre dieses "Kunststückchen" nicht veröffentlicht worden...


Ich filme auch immer wieder sehr nahe an Sendeanlagen. Allerdings OHNE solche "Späße" wie diese Russen zu machen. Am anfälligsten waren alte VHS-C- und V8-Kameras. Bei modernen Videokameras habe ich derlei Einschränkungen eigentlich nicht mehr erlebt.

von delfi - am 26.12.2012 09:32
Stimmt. Die Kamera meines LG-KP501 "Cookie" mochte ebenso wie die des Sony Xperia bereits zweistellige Wattleistungen im UKW-Bereich nicht. Beide zeigten verstaerktes Bildrauschen, das LG zusaetzlich noch horizontale Stoerlinien.

von PowerAM - am 26.12.2012 09:50
Ich hatte mal Gelegenheit, aus wirklich unmittelbarer Nähe (weniger als 30 m) sehr leistungsstarke Antennen im UHF-Bereich (mehrfach 500 kW) zu fotografieren. Meine Kamera schaltete sich in diesem Strahlungsbereich nicht mal ein... Dass das möglicherweise nicht allzu gesundheitsförderlich ist, sich so nah an dieser Strahlungsquelle aufzuhalten, ist mir durchaus bewusst.

von RadioNORD - am 27.12.2012 09:36
Man darf nicht immer nur die Leitusng sehen, eher die Feldstärke ist interessant. Man kann auch schon mit einem halben Watt extreme Wellenlinien auf einer Digitalkamera im Bild haben, wenn sich diese wenige cm neben der Antenne befindet (kann jeder CB-Funker gerne mal testen^^).

von WiehengeBIERge - am 27.12.2012 09:46
Hier will doch wohl keiner abstreiten, dass der Aufenthalt im unmittelbaren Nahbereich einer Sendeantenne mit hoher Sendeleistung auf Dauer die Gesundheit schädigt, oder?

vgl. hier

von RadioNORD - am 27.12.2012 14:05
Manche von uns waren ja auch beim Beromünster-Blosenberg etwa 2 m nahe an der aktiven Antenne mit dem selbstrahlender Sendemast (Senderleistung war da 150 kW) , also 2 m weg gibts keine echte Gefahr (ausser wenn jemand einen Herzschrittmacher hat). Also 1 bis 2 Meter kann man sich kurzzeitig einer aktiven Antenne nähern, solange man gesund ist, da gibts keine Gefahr für den Menschen.

von dxbruelhart - am 27.12.2012 14:05
Es sind Wellen, keine Strahlung (siehe Rosti).
Gesundheitliche Schäden halte ich für eher unwahrscheinlich, denn bevor es gefährlich wird, wird es dir zu warm, so dass du selbst das Weite suchen wirst...

HF-Bestrahlung wird auch in der Medizin angewendet.

Zurück zur Kamera: Beispiel für HF im Bild:


@ Staumelder:
Dass man in der Nähe eines starken HF-Feldes keinen Router, Radio oder sonstiges technisches Gerät außer eine Herdplatte oder einem Ventilator :D betreiben soll / kann, sollte doch wohl jedem klar sein^^. Dafür braucht es auch keine Leistung im dreistelligem Wattbereich, 50 Watt können schon ausreichend sein um einiges lahmzulegen...

von WiehengeBIERge - am 27.12.2012 15:43
Freilich kenne ich auch solche Aufnahmen. Für mich scheint es aber eher so zu sein, dass hier in erster Linie übliche Geräte der Consumerklasse betroffen sind. Auch ich habe schon mehrfach in unmittelbarer Nähe von 500 kW und mehr zahlreiche Fotos und Filme gemacht. Allerdings OHNE diese netten Streifen. Könnte ja auch so sein, dass die Abschirmung bei gewissen Geräteklassen einfach besser ist?

von delfi - am 27.12.2012 15:59
Denke ich auch, das Strahlungsfeld ist auf die Dauer nicht gesund.
Das hohe Frequenzen wärme erzeugen sieht man an Smilde oder ganz einfach am Mikrowellenherd.
Bevor man von einem Sendemasten " sofort " krank wird, schwitzt oder verbrennt man wahrscheinlich.
Ob das stimmt, weiss ich jetzt nicht - ein Kollege hat mir mal erzählt das wenn man sich direckt vor die Radarantenne eines Flughafentowers stellen würde, wird man sofort verbrennen, .... Stimmt das physikalisch?
An sonsten denke ich mal ist Strahlung generell nicht besonders gesund, siehe Sender Schnaitsee zum Beispiel.
Verzichten will aber auch niemand drauf, alle wollen ein schnelles Smartphone, aber keiner die Sendemasten aufm Dach.
Ich denke mal die grösste Gefahr an einem Sendemasten ist einfach herunterzufallen, wenn man hochklettert. Da ist man sehr wahrscheinlich wirklich sofort tot.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 27.12.2012 16:07
Bei hohen Spannungen mit hoher Frequenz (> 50 kHz) spielt der sog. Skin-Effekt eine Rolle.
Deshalb kann man mit Tesla-Trafos relativ ungefährliche Experimente durchführen, da der Strom praktisch nur an der Oberfläche des Körpers entlang fließt aber nicht durch ihn hindurch.

Für die HF-Sender dürfte ähnliches gelten, der HF-Träger hat jedenfalls eine Frequenz von mindestens 150 kHz.
Ungefährlich ist die Sache trotzdem nicht, da dennoch niederfrequente Anteile im Signal enthalten sein könnten und die Haut trotzdem Verbrennungen erleiden kann.

Das soll keine Entwarnung meinerseits sein. Es ist gefährlich sich in die Nähe von hohen Spannungen zu begeben.

von Winnie2 - am 27.12.2012 16:10
Zitat
99zwei
Das hohe Frequenzen wärme erzeugen sieht man an Smilde oder ganz einfach am Mikrowellenherd.

Bei Smilde waren es nicht die hohen Frequenzen sondern wohl einfach schlechte Verbindungen. Um ein paar kW in die Luft zu bekommen braucht man nunmal auch entsprechend hohe Ströme. Strom erzeugt an einem Widerstand nunmal Wärme, egal ob da nun ein hochfrequenter Wechselstrom oder ein Gleichstrom fließt.
Bei der Mikrowelle spielt die Frequenz eine Rolle. Wenn du ein Fertiggericht vor eine 1kW UKW-Antenne legst, ist es abgelaufen bevor es warm ist :-).

von Marc_RE - am 27.12.2012 16:26
Zitat
99zwei
wenn man sich direckt vor die Radarantenne eines Flughafentowers stellen würde, wird man sofort verbrennen, .... Stimmt das physikalisch?

Verbrennen wird man wohl nicht sofort, aber es ist je nach Anlagentyp u.U. sehr schädlich. Radaranlagen erzeugen einen sehr scharf gebündelten Strahl, der gepulst mit Leistungen bis in den Megawatt-Bereich gesendet wird.

von EmmWeh - am 27.12.2012 16:44
Zitat
Winnie2
Bei hohen Spannungen mit hoher Frequenz (> 50 kHz) spielt der sog. Skin-Effekt eine Rolle.
Deshalb kann man mit Tesla-Trafos relativ ungefährliche Experimente durchführen, da der Strom praktisch nur an der Oberfläche des Körpers entlang fließt aber nicht durch ihn hindurch.


Der "Skin-Effekt" (Hauteffekt) trifft für den Menschen nicht zu. Der (HF)Strom sucht sich den niedrigsten Widerstand, und der liegt def. unter der Haut. Der Grund weshalb man sich mit HF Spannungen nicht elektrisiert liegt darin begründet, dass die Stromimpulse zu schnell sind um einen Reiz der Nerven und Muskeln auszulösen. Anders sieht das bei Gleichspannung oder niederfrequenten Spannungen (50Hz) aus...

von DH3FBI - am 27.12.2012 17:27
Oha. Dann heißt der Skin-Effekt wohl doch nicht so weil hochfrequente Ströme doch nicht über die menschl. Haut fließen.
Das bedeutet dass die Hochspannungsexperimente mit Tesla-Trafos - eine Hand am Trafo, in der anderen Hand eine Leuchtstoffröhre - zwar keine direkt spürbare Wirkung haben aber dennoch negative gesundheitliche Auswirkungen auf den menschl. Körper.

von Winnie2 - am 27.12.2012 18:02
Zitat
Winnie2
Oha. Dann heißt der Skin-Effekt wohl doch nicht so weil hochfrequente Ströme doch nicht über die menschl. Haut fließen.
Das bedeutet dass die Hochspannungsexperimente mit Tesla-Trafos - eine Hand am Trafo, in der anderen Hand eine Leuchtstoffröhre - zwar keine direkt spürbare Wirkung haben aber dennoch negative gesundheitliche Auswirkungen auf den menschl. Körper.



Es wird eben mehr oder weniger nur warm oder heiss oder [das schreib ich jetzt nicht]... ;-)
Ich erinnere mich an die Kindheit; da wurde ich, bevor ich massiert wurde, von der Ärztin vor die sog. "Kurzwelle" gesetzt. Dadurch wurden meine Muskeln für die anschliessende Massage erwärmt. Das Ding arbeitete auf 434 MHz...

von DH3FBI - am 27.12.2012 18:32
Der Skin-Effekt heißt so, weil HF-Ströme in einem elektrischen Leiter sich an dessen Oberfläche konzentrieren - quasi an seiner Haut. Mit der Haut von Lebewesen hat das garnichts zu tun.
Allerdings werden HF-Felder natürlich von menschlichem Gewebe absorbiert. Je tiefer das Gewebe unter der Haut liegt, desto weniger kommt dort an...

von DH0GHU - am 27.12.2012 20:29
99zwei:

"An sonsten denke ich mal ist Strahlung generell nicht besonders gesund, siehe Sender Schnaitsee zum Beispiel."

Auch wenn angeblich Rinder betroffen waren, ist dies kein Grund, diese unsägliche Story ständig wiederzukauen. Tatsächlich litt das Rindvieh an BVD (Bovine Virusdiarrhoe), der Landwirt würde wohl etwas drastischer Dünnsch... sagen. Die beiden Fernsehsender "Schnaitsee" wurden übrigens mit der Einführung von DVB-T abgeschaltet. Siehe auch:

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=48989

von hegi_ms - am 27.12.2012 20:35
Der Fall Schnaitsee sah meines Wissens noch etwas anders aus: da waren die beiden leistungsstarken TV-Sender jahrelang in Betrieb, ohne dass sich jemand aufregte. Dann kamen irgendwann Mobilfunkantennen mit einem winzigen Bruchteil der TV-Sender-Leistung hinzu ... Und schon war der Schnaitsee-Turm plötzlich 'ganz böse'. Die ganze Geschichte halte ich auch für Unsinn. Niemand wird von elektro-magnetischen Wellen krank, wenn die Grenzwerte und Abstände zu den Antennen eingehalten werden.

von RadioNORD - am 27.12.2012 20:47
Ganz doll! Jetzt geht diese Diskussion wieder los, ob elektromagnetische Wellen gesundheitsschädlich sind oder nicht.

Leute, es ist weder genau bewiesen, noch genau widerlegt, ob elektromagnetische Wellen nun irgendwelche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Dadrüber zu diskutieren mag vielleicht lustig sein, aber zu einem fundierten Ergebnis wird man da nicht kommen.

von Kay B - am 27.12.2012 20:58
Au ha, was hab ich denn da jetzt angerichtet?
Also erstmal vielen Dank für die interessanten Antworten, die mich wieder ein wenig bereichert haben.
Was Schnaitsee angeht, zugegebenermaßen habe ich nur einen einzigen Beitrag damals im Fernsehen darüber gesehen, den ich mir aus irgend einem Grund gemerkt habe ohne damals schon an HF interesse zu haben. Ich glaube mich faszinierten jedoch damals schon Funktürme und Masten.
Wie einige wissen bin ich erst ca. ein halbes Jahr mit unserem Hobby intensiv im Kontakt und so auch hier im Forum.
Kurzum, machen wir´n " Schwamm drüber " und kommen zurück zum Thema, okay? :cheers:

von xxxxxxxxxxxxxx - am 27.12.2012 22:19
Über die russischen Sendermast-Kletterer gab es gestern (5.8.) einen Beitrag im ZDF-Mittagsmagazin

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/462#/beitrag/video/1957384/mittagsmagazin-vom-5-August

ab 27:10

von carkiller08 - am 05.08.2013 22:18
"Diese Seite kann momentan nicht angezeigt werden. Bitte versuchen Sie es später erneut." Diese Meldung habe ich komischerweise NUR bei der ZDF-Mediathek (Win XP SP3 PC mit IE8 Browser sowie Samsung Galaxy S2 Smartphone), alle anderen Webseiten laufen normal.

von Optimierer - am 06.08.2013 08:11
Zitat
carkiller08
Über die russischen Sendermast-Kletterer gab es gestern (5.8.) einen Beitrag im ZDF-Mittagsmagazin


Ganz schön sportlich die Jungs uns Mädels. :spos:

Mit etwas Übung und dem richtigen Doping würde ich das allerdings auch hinbekommen.

von DABplus+ - am 06.08.2013 08:16
Hatte gerade keine Probleme, die Seite aufzurufen und die Sendung anzuschauen.

Nachdem im ZDF Bericht der Name des Standortes genannt wurde fand ich dazu im Netz noch folgendes:
http://wikimapia.org/#lang=de&lat=55.780628&lon=38.420563&z=15&m=b

In einem anderen Eintrag wir noch erwähnt:
http://en.wikipedia.org/wiki/9th_radio_centre_of_Moscow

Dabei handelt es sich jetzt wohl Eindeutig um einen stillgelegte Sendeanlage.

von Radioboy - am 06.08.2013 08:26
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