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Neubau NDR-Sender Steinkimmen

Startbeitrag von DH0GHU am 17.01.2013 19:54

Diese Meldung ging heute wohl irgendwie unter:
Der NDR plant einen Neubau seines Antennenträgers am Standort Steinkimmen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Was ist bloß wieder los?

"deine verkrusteten Hirnwindungen"

Neid?

"Dies ist kein Akademikerforum."

Wie wahr! Leider geht es immer mehr in Richtung übelstes Stammtischniveau, dass von neoliberalem Neusprech und dem Westerwelle-Dogma "privat vor Staat" durchsetzt ist, und Menschen mit anderen Auffassungen werden zunehmend niedergemacht. Nur ein Beispiel:

"Wahrscheinlich kein Geld oder typischer dt. Bürokratie. Würde der Turm privatwirtschaftlich gebaut wäre der zum nächsten Winter hin fertig. Garantiert."

Nichts als auf Mutmaßungen gestützte Besserwisserei!

Die fachlich kompetenten Beiträge von Manfred Z. habe ich immer gerne gelesen. Die lediglich wegen einer ironischen Bemerkung geführten persönlichen Angriffe gegen ihn sind maßlos und völlig überzogen.
Oder soll er seine Perlen besser woanders hinwerfen?

von hegi_ms - am 18.01.2013 12:02
Zitat

Die fachlich kompetenten Beiträge von Manfred Z. habe ich immer gerne gelesen.

Definitiv! Und gerne auch weiterhin...

Zitat

Die lediglich wegen einer ironischen Bemerkung geführten persönlichen Angriffe gegen ihn sind maßlos und völlig überzogen.

Ja, auch da war das eine oder andere uebertrieben. Nur muss man einfach auch sehen, dass wir hier zuerst mal ein Forum von am Radio-/DX-Hobby interessierten Leuten sind, die meisten davon sind Laien. Das ist doch aehnlich wie in einem Fussballforum, wo auch ueber Trainerentscheidungen und Leistungen der Spieler debattiert wird, und trotzdem sind das alles Laien und beileibe keine Fussballprofis. Also ein Stueck weit muss man den Leuten das doch auch lassen.

Umgekehrt stimmt es natuerlich auch, dass sich die Leute manchmal schon Aussagen anmassen, fuer die sie nicht ansatzweise genug Hintergrundwissen haben (auch ich habe das sicher oft genug getan). Das aergert einen manchmal schon, wenn man die Hintergruende kennt.

Da waeren Formulierungen wie "Warum macht man nicht..." oder "Koennte man nicht..." eindeutig beser als "Das sind doch alles Deppen, die haben keine Ahnung...".

von Habakukk - am 18.01.2013 12:23
Zitat

1) technische Planung
2) Baugenehmigung einholen
8) Bauprüfung
9) Antennenmontage und -prüfung

Was, zerobase, wird wohl der Grund dafür sein, daß der aktuelle Mast sein stolzes Alter von 58 Jahren überhaupt erreicht hat... (wobei: bei der Errichtung damals ist er ja sogar teilweise zusammengestürzt...)

Es hat auch keine besondere Eile, der alte Turm tut's ja noch. Das kann man also ganz entspannt und in Ruhe angehen! Der bemängelten deutschen Bürokratie ist es auch zu verdanken, daß hier nicht jede Woche irgendwo ein Wohnhaus einstürzt... Sprich: es nervt zwar, hat aber durchaus auch seinen Sinn.

Ein weiterer Zeitungsbericht vom Weser-Kurier enthält noch weitere Informationen (im Vergleich mit dem NWz-Bericht):
- (...) der damit rechnet, dass der neue Mast in etwa 30 bis 40 Meter Abstand zur alten Anlage errichtet werde
- Ausgetauscht werde aber nicht nur die digitale Fernsehantenne, sondern es sei darüber hinaus geplant, den neuen Turm mit einer leistungsstärkeren Antenne für digitalen Hörfunk auszustatten.
- Wann die Bauarbeiten starten können, hängt nach Meyers Worten erheblich von der Dauer des Baugenehmigungsverfahrens ab

DerBericht vom Delmenhorster Kurier enthält nur das bereits bekannte an Informationen.

von iro - am 18.01.2013 12:51
Hersteller von solchen Gittermasten gibt es sicher nicht an jeder Ecke. Außerdem sind solche Konstruktionen nicht innerhalb von 48 Stunden zusammengebraten und errichtet. Sinnvoll erscheint mir ein Baustart in Steinkimmen nach dem Abschluß der Arbeiten in Rostock. Oder ist da schon alles komplett? Ich lese den Faden Dank der 500 DAB-Vermutungen nicht mehr...

Torfhaus ist eine andere Baustelle (welch ein Wortspiel). Dort wird ein Turm umgebaut und nicht neu errichtet. Die Montage der Antennen, Verkabelung etc. könnte durch die gleiche Firma abgewickelt werden. In der Zwischenzeit könnte der Turm ein Steinkimmen jedoch schon errichtet werden. Und bzgl. Reichweite: es gibt mittlerweile kein offizielles Überschneidungsgebiet mehr von Torfhaus und Steinkimmen. Stadthagen und Barsinghausen sind mit leistungsstarken Frequenzen vertreten, der NDR hat Hannover aufgebohrt.

Was passiert eigentlich mit der alten Sendetechnik?

von Staumelder - am 26.06.2014 06:47
http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/kultur/fernsehturm-am-8-juli-besichtigen_a_16,0,839065388.html

Dienstag 8. Juli 2014 15.00 Uhr

Zitat

Fernsehturm am 8. Juli besichtigen

Ulrich Suttka

Wildeshausen Der 305 Meter hohe Mast ist weithin zu sehen. Der Sendemast des NDR in Steinkimmen, seit 1956 in Betrieb, gehört zu den bekanntesten Bauwerken in der Region. Wie er funktioniert und Bild und Ton in die Haushalte gelangen, ist das Thema einer Betriebsbesichtigung am Dienstag, 8. Juli. Der Verkehrsverein Wildeshausen organisiert sie mit Gästeführerin Ute Schwarting. Treffpunkt ist um 15 Uhr beim Sender in Steinkimmen, Am Sender 65. Es gibt zudem eine geringe Zahl von Mitfahrplätzen ab Wildeshausen (14.15 Uhr beim Verkehrsverein am Markt).

Da die Teilnahme begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung beim Verkehrsverein, Telefon   0 44 31/65 64, oder direkt im Büro am Marktplatz erforderlich. Der Kostenbeitrag von drei Euro wird vor Ort eingesammelt. Nach der rund 90- minütigen Besichtigung besteht in der Waldschänke die Möglichkeit zur Einkehr.


von iro - am 03.07.2014 18:35
Zitat

Ganz oben auf 302m ist momentan die DAB-Antenne, die wird zukünftig tiefer angebracht sein müssen. Aber derzeit sendet man ja nur mit 1kW, vielleicht wird das ja zukünftig mehr. Vielleicht sogar auf einem anderen Kanal, auf dem man auch mehr Leistung fahren darf? (Vorsicht: Glaskugelei!)
Darunter die DVB-T-Antennen, die müssen also auch zukünftig etwas niedriger hängen.
Für die jetzige Höhe der UKW-Antennen (246m) reicht der neue Mast auch aus von der Höhe her...


Bei DAB ist durch die Antennen Höhe Zweitrangig. Hier wird im SFN gearbeitet. Lieber anstatt Höhe iwo noch einen weiteren Standort in Betrieb nehmen.

Bei DVB-T ist es zum Teil ähnlich. Die Antenen stammt noch aus UHF K55 Zeiten. Mittlerweile ist Steinkimmen im SFN mit BRemen und Bremerhaven ein besserer Füllsender bis auf K55. Auch hier könnte man bei Bedarf die Leistung etwas anheben.

von Marcus. - am 22.03.2015 09:47
Seit wann etwa strahlt der Sender Steinkimmen auf Kanal 29 (NDR-Bouquet) mit 50 kW ? Als ERP-Betriebswert (Status K5 vom 23.9.2008) ist bei der Bundesnetzzagentur nur 10kW angegeben.

TVDRSteinkimmen 29 538.000K4 008E273053N0242008E272653N0237D NI 28280 0U 47.0 00107 HN 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 47.0 310 299 299 310 298 296 293 292 290 292 290 290 288 284 278 275 271 270 271 272 271 273 275 279 279 278 281 287 290 292 294 296 295 297 297 298 2998M00X7FXFD 10268706.07.201522.06.2012

TVDRSteinkimmen 29 538.000K5 008E273053N0242008E272653N0237D NI 28280 0U 40.0 00107 HN 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 40.0 310 299 299 310 298 296 293 292 290 292 290 290 288 284 278 275 271 270 271 272 271 273 275 279 279 278 281 287 290 292 294 296 295 297 297 298 2998M00X7FXFD 10268706.07.201523.09.2008

von ElDee - am 09.07.2015 19:19
Zitat

NOZ
Lokales
Ganderkesee
Ortsentwicklung Ganderkesee

20.10.2015, 16:45 Uhr

NDR investiert Millionen
Spatenstich für neuen Sendemast in Steinkimmen

Ganderkesee-Steinkimmen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben am Dienstag in Steinkimmen nun auch offiziell die Arbeiten für den neuen Sendemast des NDR begonnen.


Außerdem: NWZ Artikel am 21.10.2015 in den Zeitungsteilen "Oldenburger Land" und "Oldenburger Kreiszeitung".
Und: SontagsZeitung Landkreis OL am 24.10.2015.

Ablauf lt. dieser Artikel:
* 20.10.2015 Spatenstich
* noch in 2015: Fertigstellung Fundamente für Gittermast und Abspannseile
* Frühjahr 2016 beginnt der Aufbau des Gitterträgers.
* Die Betriebsaufnahme ist für März/April 2017 geplant.
* Abbau alter Mast bis Frühjahr 2018 => „Ein sechs Meter hohes Stück bleibt am Originalstandort als Technik-Museumsstück erhalten“


Den Rest traue ich mich jetzt aus urheberrechtl. Gründen nicht ins Forum einzustellen.
(PN, Mailadresse ;) )

von iro - am 12.12.2015 13:22
Bitteschön!

Also von hintenüber den Acker kommt man gut ran, wenn am Wochenende nicht gebaut wird, sind auch keine Verbotsschilder. Man braucht nur feste Schuhe.

P1070123 by Marek N., auf Flickr
Man sieht hier schon den Tunnel, wo die Koaxkabel verlegt werden und die Plattform wo wahrschenilich der Mast stehen wird. Die alte Plattform war ja auch nicht viel größer.

P1070128 by Marek N., auf Flickr
Aber ich verstehe noch nicht, wozu diese Plattform gebaut wurde. Kommt da noch ein kleines Steuerhaus hin? Will man das alte Maschinenhaus nicht weiter verwenden?

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 08.03.2016 09:55

Re: Neubau NDR-Sender Steinkimmen / Photos vom

Hallo allerseits,

auch dieses WE habe ich mir mal den Baufortschritt angesehen.
Auf den ersten Blick scheint sich nicht so viel getan zu haben: Es wurden neue Ballast-Gewichte ausgelegt und die Seilzug-Winden installiert. Außerdem weisen jetzt czechische Schilder die LKW-Fahrer auf die richtige Zufahrt hin. Damit erkläre ich Steinkimmen offiziell zum Böhmischen Dorf.

Das vollständige Album erreicht ihr mit einem Klick auf den Bildlink.



Übrigens, weiß jemand, was das für "Sprinkler" auf dem Hauptgebäude sind?

P1080032 by Marek N., auf Flickr

Es handelt sich um insgeamt 17 Pinnökel im gleichen Abstand. Ganz rechts ist eine GPS-Antenne.

Leicht OT: In Delmenhorst entsteht am Brendelweg in der Zufahrt zum DANZAS-Hochregalager (ex-DHL, ex-FedEx, "Margarine-Lager") ein 40 m Stahlgittermast der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG). Interessant ist, dass nur wenige 100 m Luftlinie davon entfernt am Albertusweg eine Basistation auf einem Hochspannungsmast (sollte ich ebenfalls mal dokumentieren) schon seit Jahren in Betrieb ist.


Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 20.03.2016 20:26
Nachtrag:

Von den beiden Satelliten-Antennen nach Norden gehend wurde ein Kabelschacht gelegt.
Dieser endet auf Höhe des alten Maschinenhauses und dort wurde die neue Plattform erstellt.
Rechts neben der Plattform lagerte der Gittermast.

P1080138 by Marek N., auf Flickr

P1070111 by Marek N., auf Flickr

P1090362 by Marek N., auf Flickr

P1090356 by Marek N., auf Flickr

Auf der Plattform wurde nun das Gelenk eingebaut und gestern der Mast aufgerichtet:
P1100641 by Marek N., auf Flickr

P1100645 by Marek N., auf Flickr

P1100647 by Marek N., auf Flickr

von Bruder_M - am 05.04.2016 08:20

Tipps zu Flickr

Sehr schön, Danke!

Wie man (hier) Bild-Links einfügt:

Einzelnes Bild: (egal, ob im Album oder "lose")
* Bild auswählen/aufrufen
* Auf "Foto teilen" klicken (Pfeilsymbol nach rechts)
* In der Maske auf "BB Code" klicken
* Auflösung auswählen (für Foren sollte man nicht über 1024 Pixel Breite gehen)
* Generierten Link kopieren
* Link im Forum einfügen
* Mit Vorschau überprüfen
* Resultat: Es wird ein Bild angezeigt, das anklickbar ist und zum Foto-Stream führt. Außerdem der Bildname (falls nicht vorhanden der Dateiname also IMGP... irgendwas), der Nickname des Photographen und Flickr als Bildquelle also auch urheberrechtlich sauber. Sofern das Photo nicht als "privat" gekennzeichnet ist, können es auch andere auf diese Weise verlinken (zitieren).

Album verlinken:
* Als Album-Vorschaubild wird grundsätzlich immer das erste hinzugefügte Bild angezeigt
* Das kann in den Album-Einstellungen geändert werden:
** Album aufrufen
** Oben rechts auf das Bleistift-Symbol klicken "Cover bearbeiten"
** anderes Bild markieren und "Auswählen", Fertig
* Auf Pfeilsymbol "Album teilen" klicken
* Für Alben gibt es leider keine BB-Funktion
* Auf "Einbetten" klicken
* Auflösung auswählen
* Evtl. Kopf- und Fußzeilen auswählen (musst du mal ausprobieren, bei mir wird nichts angezeigt)
* Generierten html-Code kopieren
* Hier einfügen
* Mit Vorschau überprüfen
* Nachteil: Urheberinformationen fehlen, wenn man aber seine eigenen Alben verlinkt ist das OK

Über "Organisieren" kannst du die privaten Einstellungen und noch vieles mehr einstellen, wer deine Bilder sehen und teilen darf.
Ich habe früher meine Eisenbahn-Bilder bei ImageShack gehostet, wie so viele aber irgendwann wurde es kostenpflichtig und die wurden einfach gelöscht. Ich hoffe, dass das bei Flickr anders bleibt und mit 1 TB kommt man wohl ein Leben lang aus.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 09.04.2016 10:52
Hab heute mal 'ne Radtour zum Sender gemacht. Leider ist die Höhe noch gleich, keine Änderung, aber er guckt schon über die Bäume hinweg.(Bild 1) Der Mast liegt in einer Linie von dem Anschlusshäuschen des alten Mastes und dessen Zuführungskanal.(Bild 2) Unten liegen bereits 6 neue Bauelemente.In Bild 3 sieht man den Kanal für die Speisekabel, der Kanal geht zum Hauptgebäude, Kabel liegen noch keine drinnen.
Es war heute ein recht reger Verkehr dort, quasi sightseeing. Während eines Gespräches mit einem der Besucher kam der Bauer, der die Felder dort zur Verfügung stellt, zu uns, er war gerade dort. Er meinte, es soll wohl im August Richtfest sein. Naja, spätestens dann könnte es interessant für die Antenne werden :-)
Hier mal ein paar Bilder:

[attachment 7252 IMG_4210_klein.jpg]

[attachment 7253 IMG_4218_klein.jpg]

[attachment 7254 IMG_4213_klein.jpg]

von Jens1978 - am 10.04.2016 18:29
Nabend,

so nun meine Bilder von gestern (komplettes Flickr-Album per Klick auf Bild-Link):



Ich habe meine einzelnen Messungen dokumentiert auf Video, so dass sie jeder nachvollziehen kann.
* Abstand alter Mast zum Zaun: https://youtu.be/SiS0BqCi-Mo
* Abstand neuer Mast zum Zaun: https://youtu.be/FBS-jEECfo4
* horizontaler Abstand der Masten: https://youtu.be/SBWwUcgKT1Q
* Breite des Mastes: https://youtu.be/cR_KU3a6oh4
* Abstand der horizontalen Streben: https://youtu.be/kT_vHdAaXOQ
* Länge eines Segments: https://youtu.be/TZDvtYnqlL8
* Höhe des neuen Mastes: https://youtu.be/BBbyYdV8HH8

Die 2,10 bis 2,20 m sind plausibel, wenn man die äußeren Winkeleisen mit einrechnet. Auch der Lack ist locker 1 mm dick, wie man an den Verschraubungen erkennen kann. Übrigens 10.9-er Schrauben.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 11.04.2016 21:00

Re: Neubau NDR-Sender Steinkimmen / Photos vom 2016-04-20

Moin,

gestern war der Turm schon 120 m hoch und ich konnte mir die Gondel in Aktion ansehen



Leicht offtopic: Kennt sich jemand mit Mobilfunk-Masten aus?
In Delmenhorst am Brendelweg entsteht ein neuer Mobilfunkturm (40 m) und ich konnte gestern die Antennen genauer ansehen. Scheint wohl auch auch für LTE zu sein (natürlich).



Die Antennen sind für 790 - 960 MHz und 1710 - 2690 MHz. Es sind wohl drei Sektoren zu 120° verbaut.
Weiß jemand, ob es sich um separate Sende-Empfangs-Antennen handelt (also Uplink bei 800 MHz und Downlink bei 2000 MHz) oder die Antennen "transceive" sind und man in der Basisstation einen Isolator hat. Ich denke eher letzteres, denn für getrennte Sende- und Empfangsbänder wären die Kanalkoeffizienten zu unterschiedlich und man bräuchte evtl. unterschiedliche Entzerrer für Senden und Empfangen.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 21.04.2016 16:09

170 Meter + 3 Bilder + Video

Moin,

am 10. Mai waren es bereits 170 m. Heute ebenfalls immer noch, aber die nächste Plattform liegt schon bereit. Wird wahrscheinlich bei 177,5 m angebracht.
P1150695 by Marek N., auf Flickr

Konnte aber am Dienstag wenigstens dokumentieren, wie der Korb hochgezogen wurden (leider nur mit Fotoapparat und freihand): https://youtu.be/KckfLVjulGk

P1150413 by Marek N., auf Flickr

Bin gespannt, ob denn die Feuerwehr damit was zu tun hatte, oder nur zufällig in der Gaststätte war.
[OL-Y 2365] by Marek N., auf Flickr

Außerdem wurde am Dienstag auf dem Gelände eine Gruppe von ca. 20, meist älteren Personen umhergeführt. Wo muss man sich denn anmelden? Würde mir das gerne auch aus der Nähe ansehen.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 13.05.2016 22:30
Zitat
iro
Wow, sehr beeindruckend, Bruder_M!

Irgendwie habe ich das Prinzip dieses Stockbaums immer noch nicht ganz kapiert, auch beim zugucken nicht. Kann mir das mal jemand erklären, wie der Stockbaum selbst am Mast hochklettert?


Der wird auch ueber ein Stahlseil nach oben gezogen. Das ist am unteren Ende des Hilfskrans (Stockbaums) befestigt und geht ueber eine Umlenkrolle weiter oben dann bis nach unten zum Mastfundament. Dort ist wieder eine Umlenkrolle und von dort geht das Seil zur entsprechenden Winde. Die Schellen, welche den Hilfskaran am Mast halten werden fuer den Vorgang geloest und umgesetzt. Am Mastfundament sind extra zum Mastbau und fuer spaetere Hebeerfordernisse (Antennenmontagen) dauerhaft Oesen verankert. Die einzelnen Plattformen sind daher auch auf einer Seite noch nicht montiert, denn da laufen die Stahlseile lang. Auf einigen Fotos vom Bau des Mastes in Rostock Krummendorf kann man die und auch die Stahlseile sehen. Bruder M kann das aber vielleicht noch mal aktuell fotografieren.

Nochmal Edit... tolles Video!:spos:

von Nordlicht2 - am 21.05.2016 20:00
Hallo,

danke für die Blumen, iro. Mit dem Camcorder hatte ich mehr Zoom und vor allem einen deutlich besseren Bildstabilisator.
Ja, beim Filmen habe ich darauf auch nicht so geachtet, bzw. die Details nicht gesehen im Display.
Aber beim Schnitt konnte ich mir das Verfahren dann gut vorstellen.

Das Hochziehen des Stockbaums (ich hab mir nen Wolf nach dem Begriff gesucht) sieht und hört man ab Minute 11:55 meines Videos: https://youtu.be/YxAfT_xNXms?t=11m56s
Ich könnte mir vostellen, dass die Klammern mit keilförmigen Gleitlagern ausgestattet sind, so dass der Stockbaum gegen Durchrutschen nach unten gehemmt wird, aber nach oben rausgezogen werden kann.
So kann praktisch jede beliebige Höhe erreicht werden, mit konstruktiven Einschräkungen durch die Festigkeit des Stahls, da der Stockbaum eben mitklettert. Ich denke das Verfahren ist bestimmt 100 Jahre alt, so trivial wie das ist.

Hier mal ein paar Details der Rollen aus meinem Archiv:




Anschließend wurde der Stockbaum ja wieder mit Ketten gesichert und die Klammern verschraubt.

Interessant finde ich, dass sowohl der Korb, als auch die Mastsegmente mit der gleichen Winde hochgezogen werden.
Ich vermute, dass es sich hierbei um die linke Winde handelt, da dort eine aktive Seilführung vorhanden ist.



Ich vermute auch, dass diese Winde ein umschaltbares Getriebe hat, da das Befördern des Korbes nur ca. 5 Min dauert, aber das Sehment 30 Minuten. Das muss ich mir noch mal genauer ansehen. Die rechte Winde ist dann für das Anheben des Stockbaumes, da hier immer nur ca. 20 m Seil am Stück aufgewickelt werden müssen, dafür aber mit ordentlich Bumms.
Links daneben ist noch eine kleine Winde, mit der sich der Korb in der Horizontalen verschieben/auslenken lässt.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 22.05.2016 18:34
Zitat
Bruder_M
des Stockbaums (ich hab mir nen Wolf nach dem Begriff gesucht)

Ich anfangs auch. Über den "Ladebaum" bin ich auf den "Stockbaum" als Variante des Ladebaums gestoßen. Gestern bin ich dann bei der Suche nach Bildern zur Funktionsweise noch auf den "Derrick" gestoßen, das scheint aber noch wieder eine andere Variante zu sein...
Zitat

Ich denke das Verfahren ist bestimmt 100 Jahre alt, so trivial wie das ist.

Ich bin beim Suchen auf Patentzitate aus 1930 gestoßen, aber das ganze muss noch älter sein. Bei dem Patent ging es schon um Reparaturen an bereits errichteten Masten.

Ich war heute nachmittag nochmal dort und habe einige Fotos gemacht. Eine neue Flatterband-Absperrung ist hinzugekommen beim Weg rechts des NDR-Gebäudes, dort, wo die Pflasterung des Weges endet.

von iro - am 22.05.2016 20:20

Re: Neubau NDR-Sender Steinkimmen / 2016-06-05 immer noch 210 m

Nabend,

heute auch noch bei 210 m, aber:

* Der Stockbaum ist um weitere 10 m versetzt vorden, so dass er mit der Unterkante nun knapp über der 190-er Plattform ist. Es ist nun Platz für das nächste Segment.
* Sämtliche Hilfsabspannungen an den unteren Segmenten sind entfernt. Bis zur 127,5-er Plattform wird der Mast nun durch reguläre Pardunen getragen. Die Hilfabspannungen sind nun im letzen (aktuellen) Drittel.
* Die Winden (übrigens Marke VEB) wurden auf dem Gelände teilweise versetzt.
* Bis 250 m gehts regulär weiter mit 10 m-Segmenten, danach kommt ein weißes 6,36 m "Zwischenstück": https://youtu.be/tSjcDBuvoAQ
* Als Endstück und Übergang auf den GFK-Mast kommt dann ein, ebenfalls weißes Adapterstück von 3,15 m: https://youtu.be/eFKOMMbGW5w

Mit Glück bekommt man wahrscheinlich morgen oder übermorgen, die Montage des nächsten Stückes mit. Wer also Gelegenheit hat, vorbeizuschauen, der soll es ruhig wagen.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 05.06.2016 20:47
Zitat
HAL9000
Erschlagt mich, wenn ich mich irre: aber DAB+ kommt doch schon vom alten Turm? Und warum größere Reichweite? Mehr Leistung? Oder höherer Anbau?

DAB+ kommt von der Turmspitze des alten Turms über die alte DAB-Antenne auf 302m.
Höherer Anbau ist also nicht, da der neue Mast ja nur 285m erreicht...
Um die alte Reichweite zu erzielen bei fehlender Höhe muss also mehr Leistung her.
Bisher ging wohl auch das nicht mit der alten Antenne auf dem alten Mast, da ja NICHTS mehr an dessen Anbauten geändert werden durfte gemäß der amtlich verfügten Veränderungssperre. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein für die Sendeleistung von nur 1 kW, über die sich ja alle gewundert hatten. Ist zwar ein 12er Kanal, aber 4kW aus Aurich akzeptiert die Bundeswehr ja auch...

Zukünftig größere Reichweite heißt also wohl im Klartext: Leistungserhöhung.
Vorstellbar wäre dann auch ein Kanalwechsel, weg vom 12A.

von iro - am 27.06.2016 15:51
Moin iro,

sehr umfangreiche Dokumentation. Danekschön dafür!

Auf der obersten Plattform sieht man Ausleger mit "Tellern" dran.
2016-07-15_IMG_7008_Steinkimmen_Sender-Neubau_beide Mastspitzen_Fahrkorb_Zoom by i.ro, auf Flickr

Sind das Antennenträger oder kommen da schon die Warnleuchten dran?

Die Hilfsabspannungen sind nun alle entfernt. Lag der Stockbaum noch da oder wurde er auch schon abtransportiert?

Gestern (gegen 16:00 Uhr?) war erstanunlicherweise noch Betrieb: Im Baucontainer waren die Jalousien nur halb heruntergelassen und der Bauzaun war geöffnet und mir kam ein BMW von der Baustelle entgegen.

Beste Grüße, Marek

von Bruder_M - am 18.07.2016 08:36
Zitat

gibts schon nähere Informationen über den Ablauf der nächsten Woche?

Ich habe grad mal in Steinkimmen angefufen. Der sehr auskunftsfreudige Techniker sagte folgendes:

Zeitfenster Donnerstag 28.7.2016 nachmittags bis Freitag 29.7.2016 vormittags.
Dauer 1-1,5 Stunden
Der Pilot hätte gerne leichten Gegenwind.
Eingesetzt wird ein russischer Spezialhubschrauber eines schweizer Spezialunternehmens, der von einem Einsatz in Belgien nach Steinkimmen kommen soll. Er soll auch an einem sehr lauten typischen Geräuschpegel erkennbar sein (in Ganderkeseee wird man ihn noch hören können).

Zu DAB+: Es sind keine Änderungen geplant, der alte Zustand wird 1:1 wiederhergestellt (bei geringerer Antennenhöhe).

Ursprünglich war lt. Technik geplant, auch die Antennenspitze per Stockbaum hochzuziehen. Da der Generalunternehmer zeitlich im Plan zurückliegt, hat er sich entschieden, das ganze per Hubschrauber zu machen.

von iro - am 22.07.2016 11:59
Zitat

das weiße Teil wurde zu 3/4 orange lackiert gegen Mittag.
Das orange zu einem Drittel wieder weiß :bloed:

Ich war ganz irritiert...
Dabei färbt man doch GfK vorzugsweise von vorneherein ein anstatt es überzulackieren...:gruebel:

Zitat

Ich vermisse noch letzte "Spitze", die wohl auf den Zapfen neben der Luke kommen soll.
Vom Kamov noch keine Spur.
9 + 11 = 20m
Da fehlen noch 5m. Obwohl der Korb ja auch nicht klein ist. Der Kamov sollte heute noch in Belgien sein.

Ich selber wollte morgen wohl ab spätestens 16 Uhr in Steinkimmen sein.
Wenn sonst noch wer dort sein sollte, auch zu anderen Zeiten, wäre es schön, an dieser Stelle davon zu erfahren - und auch zu erfahren, daß z.B. noch NIX los ist...
Da kann man sich dann erstmal beruhigt zurücklehnen und weiß, 's ist grad wer da und hält die Augen auf und sagt ggf. Bescheid... ;)

(Ich find es ja super, daß man das Forum jetzt auch unterwegs mitnehmen kann :D )

von iro - am 27.07.2016 19:47
Zitat
Nelixx
Der Lastehubschrauber ist gesichtet worden. Als ich gegen 15:30h von der Arbeitsstelle in Viersen in mein Auto einstieg, hörte ich ein polterntes Motorengeräusch und erkannte mit Blick nach oben den Hubschrauber.

So gegen 17Uhr war er dann bei uns. Geschwindigkeit ~130km/h ... fliegt der so schnell?

Zitat
iro
Unser Standort (Jens1978, T-O und iro) Bei den Großen Steinen war anscheinend gut gewählt, sowohl die halbe Nachbarschaft als auch 4 Leute vom NDR hatten sich die Wiese ebenfalls zum zugucken ausgewählt. (Bratwurstverkauf hätte sich gelohnt...)

Kann man wohl sagen, war wirklich nett gewesen und auch nette, umgängliche Leute dort. Der H.D. Meyer vom NDR hat ja auch ein Foto von der Gruppe gemacht, vllt. sind wir da auch mit drauf. Sollte er oder einer seiner Mitarbeiter das lesen, könnte er das ja hier reinstellen, wäre mal was :-)
Und jepp, der Sender ist jetzt vom Grundaufbau fertig. Jetzt geht's ans eingemachte, d.h. Antennen installieren, Kabel hochziehen usw.

von Jens1978 - am 28.07.2016 18:14
Zitat
NOZ
Gemeinsam mit zwei Monteuren der Firma Turmbau Steffens & Nölle wagten sich zunächst zwei Arbeiter des Schweizer Helikopterbetreibers in schwindelerregende Höhe, um die Vorarbeiten für die Montage zu leisten.

Aha, also waren unterschiedliche Personen an der (Hänge- ;-) ) Aktion im Aufzugskorb dabei. Meines Wissens nach sind die Heli-Leute die in den orangefarbenen Anzügen gewesen. Würde heißen, dass die Akrobatentruppe dann von dem Turmbautrupp waren.

Zitat
NOZ
Danach machte sich die Crew im Hubschrauber auf den Weg, um die vier Tonnen schweren Segmente, in denen sich die Antennen für DAB+ und DVB-T2 befinden, anzubringen.

Lese das auch erst jetzt: In dem GFK Zylinder sind die VHF- und die UHF-Antenne drinnen? Hätte gedacht, dass lediglich die UHF-Antenne in dem GFK Zylinder ihren Platz findet. Aber könnte durchaus sein. Die alten VHF Band 3 Super Turnstile-Antennen waren auch immer in einem GFK Zylinder einer solchen Größe eingebaut, Frequenz um 200 MHz. Die UHF-Antenne wäre demnach schon aufgrund der Frequenz (~600 MHz) etwa nur 1/3 so groß. Würde aber heißen, für die DAB+ Antenne hat man nicht einen Gewinnfaktor von ca. 10 (10dB) sondern nur einen von ca. 5 (7dB) eingeplant.

von Jens1978 - am 28.07.2016 19:50
Ein kurzer NWZ-Artikel mit 9-Bilder-Strecke: http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/kultur/steinkimmen-hubschrauber-setzt-die-spitze-auf_g_31,0,3062791377.html?bild=7

Den heutigen Artikel aus der Print-Ausgabe (Ausgabe Landkreis / Ganderkesee / Seite 42) finde ich leider (noch?) nicht online.

Dort werden noch einige Daten erwähnt:
zwei Zylinder, zusammen 23.9m, Durchmesser 1.60m, Gewicht: je 4 Tonnen
Blitzfangkorb 1.10 m hoch
17.14 Uhr: Kamov kommt
17.55 Uhr: erster Zylinder am Haken
18.23 Uhr: Arbeiten beendet

Grund für den Hubschraubereinsatz war kein Zeitverzug der Baufirma Steffens & Nölle, sondern daß benötigte Winden andernorts im Einsatz waren.

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Und eine weitere Fotostrecke mit 17 Bildern vom heutigen Richtfest: http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/wirtschaft/hohe-strategische-bedeutung-attestiert_g_31,0,3089186214.html
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Videobeitrag vom Richtfest:
http://www.nwzonline.de/videos/ndr-antennenmast-bei-ganderkesee_a_31,0,3090727404.html

von iro - am 29.07.2016 15:14
Hier folgt noch all das, was *nebenher* die Videokamera auf einem Stativ einfing. Zoom war maximal 5fach möglich.
Alles ungeschnitten in Echtzeit und Originalqualität in 5 Teilen (mit Pausen, wo nix zu sehen ist).
Manchmal läuft der Fahrkorb oder der Hubschrauber aus dem Bild für kurze Zeit, da ich mich auf das Fotografieren konzentrierte und ab und an auch mal das Fernglas zur Hand nahm...
Die (wenigen) Kameraschwenks sind meist sehr ruckelig, was am Stativ lag. :(

Unter diesem Link: https://we.tl/mL9N3SmoZ3
sind bis zum (vermutlich 5.8.2016 / 7 Tage ab genau jetzt) folgende 5 Video-Dateien gezippt herunterzuladen:

2016-07-28_SDC15155_1717h_Steinkimmen_Sender-Neubau_Hubschrauber landet.AVI
2016-07-28_SDC15156_1737-1745h_Steinkimmen_Sender-Neubau_Fahrkorb aufwärts.AVI
2016-07-28_SDC15157_1750-1803h_Steinkimmen_Sender-Neubau_erstes GfK-Segment.AVI
2016-07-28_SDC15158_1815-1824h_Steinkimmen_Sender-Neubau_zweites GfK-Segment.AVI
2016-07-28_SDC15159_1835-1838h_Steinkimmen_Sender-Neubau_Fahrkorb abwärts.AVI


zusammen: 711.5 MB
800 x 592 px

Ich habe leider kein stabil laufendes Schnittprogramm für diese Aufnahmen.
Falls jemand Lust hat, das ganze mal zu "remixen" und zeitlich zu straffen... gerne!

von iro - am 29.07.2016 22:19
Ich hab mal mit Radiomobile versucht. Erst 302m berechnet, dann mit 264m. Das ergibt im Schnitt so 3km Reichenweitenunterschied fuer Scheibenantennen. Dann habe ich einfach die Leistung so lange erhoeht, bis sich wieder die alte Reichweite mit 302m ergab. Demnach ist der Unterschied ungefaehr 1,5dB. So 100% passt das aber nicht fuer alle Stellen. Hinter einigen wenigen Huegeln sind es mehr als nur 1,5 dB.
Schaetze mal die 40m mehr Masthoehe haetten so viel mehr Geld gekostet, dass man damit stattdessen die sowieso erforderlichen Fuellfunzeln bezahlt. Eine Frage von Kosten zu Nutzen. An einer Baugenehmigung wird es kaum gelegen haben.

Was mir an der neuen UKW Antenne auffaellt, die ist um 45 Grad zur alten Antenne verdreht. Damit ist jetzt noch nicht gesagt, dass das auch auf das Diagramm zutrifft. Da kommt es auf die Mastdicke an. Manche Anlagen haben dann die Einzuege zwischen den Antennenfeldern andere aber genau in Richtung der Antennenfelder. Da spielen Phasenverschiebungen durch die Abstaende der Felder zueinander eine Rolle.

von Nordlicht2 - am 22.09.2016 21:49
Finde es ehrlich gesagt auch ein Witz mit der DAB Anlage. Mittlerweile wird schon im NDR Fernsehen mit DAB geworben und dann baut man nach rund 60 Jahren einen neuen Mast an einem der beiden größten und wichtigsten Grundnetzsender Niedersachsens (neben Harz) und bekommt es nicht in den Griff die Leistung endlich anzupassen und wenigstens großflächig DAB abzustrahlen. Man kann nur hoffen, dass wenigstens die Antennenzuleitungen für höhere Leistungen (auch Summenleistungen von evtl. mehr als einem DAB Kanal) ausgelegt wurden. Ansonsten ist eine gewisse Dummheit, ich muss es einfach so nennen, der Mastplaner auch nicht in Ansätzen verstehbar. Abgesehen davon, dass bei einem erneuten Umbau weitere Gebührengelder unsinnig verbraucht würden.

Was den Höhenunterschied angeht ist der meiner Meinung nach fast vernachlässigbar. Da ist fast das Fading des Signals im dB-Bereich größer als der Unterschied durch die Höhe. Dennoch kann ich auch hier nicht verstehen, warum man sich überhaupt in der Höhe beschränkt.

von Jens1978 - am 23.09.2016 09:38
Zitat
HAL9000
Tja, nur das es bei uns keinerlei Füllfunzeln gibt und auch nicht vorgesehen sind. In Sachen DAB+ haben wir unseren Status Quo erreicht: Mit Aurich, Bremerhaven & Steinkimmen war´s das in unserer Gegend.
Oldenburg soll beizeiten ne Füllfunzel kriegen hab ich mal irgendwo gelesen, aber der dürfte eben auch nur für Oldenburg und umzu interessant sein. Nunja, dafür sind selbige seit Aurich deutlich schlechter dran, wenns um den BuMu geht. Vermutlich vertragen sich in den Randgebieten Hor. & Vert. Polarisationen nicht so gut


Molbergen kommt erstmal, der dann fuer Oldenburg und sowieso auch zwischen Steinkimmen und Aurich Verbesserung bringt. Es sei denn der bekommt nur 1kW oder weniger Richtung Norden.
Wilhelmshaven, da haette Bremerhaven mehr Leistung nach Westen bekommen koennen muessen. Warum man das nicht gemacht hat bleibt ein Planungsgeheimnis der MB.

von Nordlicht2 - am 23.09.2016 13:42
Zitat
Nordlicht2
Ich hab mal mit Radiomobile versucht. Erst 302m berechnet, dann mit 264m. Das ergibt im Schnitt so 3km Reichenweitenunterschied fuer Scheibenantennen. Dann habe ich einfach die Leistung so lange erhoeht, bis sich wieder die alte Reichweite mit 302m ergab. Demnach ist der Unterschied ungefaehr 1,5dB. So 100% passt das aber nicht fuer alle Stellen. Hinter einigen wenigen Huegeln sind es mehr als nur 1,5 dB.
Schaetze mal die 40m mehr Masthoehe haetten so viel mehr Geld gekostet, dass man damit stattdessen die sowieso erforderlichen Fuellfunzeln bezahlt. Eine Frage von Kosten zu Nutzen. An einer Baugenehmigung wird es kaum gelegen haben.

Was mir an der neuen UKW Antenne auffaellt, die ist um 45 Grad zur alten Antenne verdreht. Damit ist jetzt noch nicht gesagt, dass das auch auf das Diagramm zutrifft. Da kommt es auf die Mastdicke an. Manche Anlagen haben dann die Einzuege zwischen den Antennenfeldern andere aber genau in Richtung der Antennenfelder. Da spielen Phasenverschiebungen durch die Abstaende der Felder zueinander eine Rolle.


Was meinst du denn wie denn die Sendeleistung aussehen muss wenn man diesen Höhenunterschied wieder auszugleichen versucht?

Wie viel kW entspricht 1,5 dB?

von UKW vs. DAB+ - am 24.09.2016 10:31
Meiner Meinung nach dürften die Feldstärkemessungen vor allem aus der Entfernung wenig Sinn machen. Allein Troposcatter hat einen höheren Feldstärkeschwund, als der Unterschied von lediglich 20m jemals ausmachen wird. Das einzige, was aus meiner Sicht Sinn machen würde ist genau in dem Moment reinzuhören wenn umgeschaltet wird, quasi in den Sekunden vor und nach der Umschaltung, da in diesem Moment die Ausbreitungsbedingungen nahezu als konstant angenommen werden können.
Und auch irgendwelche Messungen im Autoradio in Oldenburg a la "An der Ampel xy gibt es immer leichte Signaleinbrüche" sind eher nutzlos. Da braucht bloß mal ein LKW daneben, oder ein Auto anders zu stehen, schon ist das alles wieder anders.
Meine Vermutung ist, dass die Bedingungen vor allem in der Entfernung nahezu gleich sein werden. Was auch einen Einfluss haben kann ist die Anordnung der Antennenfelder am neuen Mast im Vergleich zum alten Mast, wenn die zum Beispiel um 45° versetzt angeordnet wären, so dass eine Drehung des Kleeblattes auftreten würde. Sind die Antennenfelder denn gedreht?

von Jens1978 - am 25.03.2017 09:41
Ob die Antennenfelder gedreht wurde oder sonstiges müsst ihr schon selber rausfinden... ;)
Ich habe die Masten gestern mal bei schönstem Fotowetter aus allen möglichen Perspektiven geknipst. Da die Bauzäune weg waren und auch die Schilder von wegen Baustelle und Betreten gestern bei meinem Weg über den Acker gar nicht zu sehen waren (erst auf dem Rückweg sah ich sie dann doch noch), konnte ich gestern auch mal wieder von 5m neben dem alten Masten aus knipsen..

Steinkimmen Senderneubau: 117 Bilder vom 24.03.2017:

(Klick auf das Bild führt zum flickr-Album)

Aus alten Artikeln zum Neubau:
- "Ab Anfang 2017 soll der neue Mast schrittweise in Betrieb gehen. Ende 2017 sollen alle Dienste umgezogen sein."
- "Nach dem Richtfest werde der neue Antennenträger Schritt für Schritt in Betrieb genommen, erklärte Horst-Dieter Meyer. Zunächst würden TV-Antennen für 15 öffentlich-rechtliche Programme angebracht – „alle in HD“, wie der Abteilungsleiter betonte. Er geht davon aus, dass noch in diesem Jahr der Sendebetrieb über den neuen Mast beginnen kann, spätestens aber bis zum 29. März 2017, denn ab dann sei der neue DVB-T2–Standard vorgeschrieben."
- "Ab Anfang 2017 will der NDR mit dem neuen Mast schrittweise in Betrieb gehen, „wir werden anfangen mit DVB-T2“. Ende 2017 sollen alle Dienste umgezogen sein. Erst dann soll mit dem Rückbau des alten Mastes begonnen werden – wofür nach Auskunft des NDR mindestens ein halbes Jahr anzusetzen ist."

Ich lese daraus, das der Mast am 29.3.2017 zuersteinmal NUR mit DVB-T2 in Betrieb gehen wird (da das vom alten Masten nicht mehr geht) - und alles weitere danach kommt.

von iro - am 25.03.2017 11:46
Es wird konkret! Morgen wird getestet. Durch die Umbauarbeiten sieht man auch sehr schön welche Sender sonst noch am Tropf von Steinkimmen / Ganderkessee hängen. Interessant auch das dort eine Frequenz noch erwähnt ist, die erst vor kurzem abgeschaltet wurde (die 98,2 mit NDR-2 ist jetzt NDR 4 auf 98,3.):


Zitat
N.D.R.
EmpfangsstörungenSender Frequenz Art der Störung Termin
Steinkimmen Betroffene DAB+ Programme:
NDR NDS-Multiplex 12A

Betroffene DVB-T Programme:
ARD/NDR-Bouquet K32

Betroffene DVB-T2 Programme:
ARD-Bouquet K29
ARD-Bouquet K46
NDR-Bouquet K55
ZDF-Bouquet K35

Betroffene UKW Programme:
N-Joy 92,9 MHz
NDR 1 NDS 91,1 MHz
NDR 2 99,8 MHz
NDR Info 98,6 MHz
NDR Kultur 94,4 MHz

Folgende Sender sind aufgrund einer Ballanbindung ebenfalls betroffen:

Bremerhaven-Schiffdorf
NDR 1 NDS 96,0 MHz
NDR 2 98,2 MHz

Cloppenburg-Peheim
NDR Info 103,7 MHz

Papenburg
N-Joy 92,5 MHz Abschaltung aufgrund wichtiger Einmessarbeiten in der neuen Antennenanlage. Am 05.04.2017 und 06.04.2017 jeweils in der Zeit von 00:00 bis 05:00 Uhr.
Service

Empfangsmöglichkeiten
Infos zu Empfangsstörungen
Kontakt zur Technischen Teilnehmerberatung
Alle Frequenzen des NDR



Quelle

http://www.ndr.de/der_ndr/technik/Empfangsstoerungen,empfangsstoerungen107.html


Gruß a.d. Prignitz

M. Kraus

von MICHAELKRAUS - am 04.04.2017 13:45
Hallo zusammen

soweit bekannt, hat der Standort Aurich in Ofrld. eine eigene Studio-Leitung.

Gut zu beobachten bei RadioFFN. Dort laufen die Meldungen für Ostfriesland (und auch andere Werbung) während auf der 102,3 die Meldungen für den Raum Bremen / Oldenburg / Delmenhorst laufen.

Guter Indikator auch noch am späten Abend (werktags) weil die 103,1 auch in Braunschweig genutzt wird (allerdings mit der Version "Harz".

Was mich viel mehr wundert, warum dort nur jeweils 1 Frequenz aus Papenburg und Cloppenburg vermeldet wird, aber nicht die jeweils andere. Und einmal Njoy und einmal NDR 4-Info. Das verwundert. Warum nutzen diese beiden Standorte für ein Programm eine Leitung, für das andere offensichtlich einen Antennenabgriff ? Noch dazu jeweils bei unterschiedlichen Programmen? Oder wurden jeweils die zweite Frequenz vergessen?

Gruß Kraus.

von MICHAELKRAUS - am 04.04.2017 15:49
Danke für den Tipp mit der Abschaltung. Hab mal etwas in die Frequenzen reingehört und schöne Empfänge gehabt, Steinkimmen ist ja quasi mein direkter Ortssender ;-)
Empfänger: modifizierter Degen, Antenne HB9CV

91,0 hr1 Biedenkopf, O=5 rauschfrei
91,0 NDR 1 MV, Rostock, O 2 fadend
91,1 SWR 1 RP, Eifel, O 2-3 schwach/mittel fadend
91,1 SWR 2 Aalen, O 1-2 schwach fadend
91,1 Slam FM Hilversum, O 1-2 schwach fadend
91,2 NDR 1 NDS Dannenberg, O 4-5 rauschfrei

94,3 SWR 3 Raichberg, O3 mittel fadend
94,4 hr 1 Gr. Feldberg, O=5 rauschfrei

98,5 MDR 1 Thüringen, Kulpenberg, O=3 mittel fadend
98,5 NDR 2 Schwerin, O=4-5 stark
98,6 MDR Aktuell Wernigerrode, O=2 schwach
98,6 WDR 5 Olsberg, O=4-5 stark nahezu rauschfrei
98,7 NDR Kultur Hannover, O=5 rauschfrei stark
98,7 DLF Gr. Feldberg, O=2 mittel fadend, gestört durch Hannover

99,7 WDR 5 Kleve, O=3 mittel
99,7 RBB Antenne Brandenburg, O=4 stark
99,8 NDR 2 Rügen, O=3-4 mittel fadend bis rauschfrei
99,8 Bayern 3 Bamberg, O=3-4 mittel fadend bis rauschfrei

102,2 Ant. Thüringen, Inselsberg, O=5 rauschfrei
102,2 DLF Höhbeck, O=4-5 stark
102,3 Antenne Unna, O=1-2 schwach fadend
102,4 ffn Torfhaus, O=5 rauschfrei

103,7 FFH Habichtswald, O=4-5 rauschfrei

105,6 MDR Jump, Saalfeld, O=5 rauschfrei
105,7 Ant. Niedersachsen, Holzminden, O=2-3 mittel fadend
105,7 Radio Brocken, Magdeburg, O=3-4 stark (bringen die auch Hörspiele? Ansonsten ein dritter Sender aus Ost mit Hörspiel zw. 0 - 1 Uhr)

Sehr schöne Empfänge dabei wie ich gemerkt hatte, sehr schön :-) Meinetwegen können die den Sender immer mal für 'ne Stunde abschalten. Die Bedingungen waren aber auch etwas angehoben, so gut geht es sonst nicht, wobei allerdings die Empfangslage schon gut ist.

von Jens1978 - am 04.04.2017 23:42
Guten Morgen aus der Prignitz,

Glückwunsch zu den Fernempfängen. Viele davon sind hier noch ortsüblich.
Bayern 3 an der Nordsee ist natürlich ein Knaller vor allem auf dieser wenig weitreichenden Frequenz.

Zur Frage, warum das nicht öfter passiert:

Heute Nacht (Mittw. auf Donn.) wird erneut und vermutlich morgen Nacht (Donn. auf Frei.) ein weiteres Mal abgeschaltet:

Zitat
Njoy
06. April (00.00 - 04.45 Uhr) Steinkimmen 94,5 MHz*
07. April (00.00 - 04.45 Uhr) Steinkimmen 94,5 MHz*


Quelle
http://www.n-joy.de/radio/Achtung-Empfangsstoerung-durch-Wartung,stoerungen101.html


Anschliessend wird noch in BHV-Schiffdorf nachjustiert, evtl. hängt ddas zusammen.

Zitat
Njoy
07. April (08.00 - 16.00 Uhr) Bremerhaven-Schiffdorf 92,8 MHz*


Gurß

M. Kraus

von MICHAELKRAUS - am 05.04.2017 07:39
Unter dem Link auf Seite 18
http://www.ndr.de/der_ndr/technik/Empfangsstoerungen,empfangsstoerungen107.html
steht heute nur noch:
Zitat

Empfangsstörungen


Sender

Frequenz

Art der Störung

Termin


Steinkimmen Betroffene DAB+ Programme:
NDR NDS-Multiplex 12A

Betroffene DVB-T Programme:
ARD/NDR-Bouquet K32

Betroffene DVB-T2 Programme:
ARD-Bouquet K29
ARD-Bouquet K46
NDR-Bouquet K55
ZDF-Bouquet K35
Abschaltung aufgrund wichtiger Einmessarbeiten in der neuen Antennenanlage. Am 06.04.2017 in der Zeit von 00:00 bis 05:00 Uhr.

Die UKW-Frequenzen werden nicht mehr aufgeführt.

Den N-Joy-Link kann ich hier leider nicht öffnen ("The URL you have requested is blocked by a blacklist.") wegen Firmen-Firewall.

von iro - am 05.04.2017 08:19
Bekannt ist bislang nur: DVB-T2 startete Ende März direkt vom neuen Masten.
Aus Zeitungsberichten bekannt ist: alles weitere soll nach und nach im Laufe des Monats April 2017 auf den neuen Masten umgeschaltet werden, aber ohne Angabe genauerer Termine.
Auf den Seiten des NDR ist die letzte Empfangsprognose für Nds. noch auf Stand Dezember 2016 mit der Angabe "1 kW" für Steinkimmen.
Bei mir werde ich keine Pegeländerung feststellen können, da 1. zu nah dran und 2. mein Empfänger nur diese 15 Balken Anzeige hat (die ja nicht den Pegel, sondern nur die Qualität darstellt).

Vielleicht mag ja jemand mal in Steinkimmen anrufen, die Nummer steht im Telefonbuch. Wenn man den richtigen Techniker dranbekommt, gibt man sich auch auskunftsfreudig. Wenn.... ;)

Ansonsten dürfte die jeweilige Umschaltung wahrscheinlich auch mit einer "Störung" verbunden sein, die dann auch auf der Seite http://www.ndr.de/der_ndr/technik/Empfangsstoerungen,empfangsstoerungen107.html
aufgeführt würde.

N-joy hat eine eigene Seite für Empfangsstörungen: http://www.n-joy.de/radio/Achtung-Empfangsstoerung-durch-Wartung,stoerungen101.html

von iro - am 23.04.2017 16:51
Während der Abschaltung des Senders Steinkimmen/Ganderkesse war im Raum Perleberg folgendes zu hören, Dachantenne ausgerichtet nach West:


94,4 Njoy (Abgleich mit 94,0 Dannenberg-Elbe), gut hörbar trotz RS2
94,5 auch Njoy, eindeutig zweiter Standort
99,8 Njoy, später (nach 2:10 Uhr) Leerträger - schwach, aber klar verständlich
102,4 DLF (Abgleich mit 102,2 Höhbeck-Elbe), gut hörbar
99,8 NDR 2 (Abgleich mit 99,1 NB-Helpterberg), schwach aber klar verständlich
105,6 Delta-Radio, Abgleich mit 107,4 Hamburg

Soweit nichts spektakuläres, Auswertung der DB-Angaben und Standorte spare ich mir.
Die Dachantenne hat eine gute Richtwirkung, von Radio Brocken Magdeburg auf der 105,7 war mit dieser Ausrichtung nichts zu hören.

Also entweder NDR 2 war nicht von der Umstellung betroffen oder aber das war der Standort Putbus auf Rügen den ich (allerdings erst gegen 2:30) hören konnte.

Generell sind die Signale von Steinkimmen (DB Werte finden sich weiter vorne) hier natürlich nicht mehr so stark, aber doch immer in guter Qualität hörbar.

Gruß aus der Prignitz

M.kraus

von MICHAELKRAUS - am 26.04.2017 07:36
Ein Bericht aus der heutigen Lokalzeitung:
https://www.nwzonline.de/ganderkesee/das-ende-der-zwei-tuerme_a_31,2,3785347351.html

In Kürze:
- In der kommenden Woche werden die letzten Antennen vom alten Turm abmontiert – dann laufen alle Programme über den im vergangenen Jahr errichteten Gittermast.
- In der zweiten Maiwoche wird mit dem Abbau des alten Senders in Steinkimmen begonnen.
- Der Teamleiter hatte am Dienstag gerade eine lange Nachtschicht (1-4 Uhr) hinter sich, in der weitere Programme vom alten auf den neuen Sender umgelegt wurden. *)
- Und ab nächster Woche ist der neue Sendemast ohnehin komplett ausgerüstet.

*) Das dürfte die Umschaltung der UKW-Programme gewesen sein, was also heißt:
jetzt kommen zumindest DVB-T2 und UKW bereits vom neuen Mast. Ob DAB+ bereits umgeschaltet wurde bleibt weiter unklar - am besten die Seite für Empfangsstörungen vom NDR beobachten.

von iro - am 26.04.2017 14:46
Steinkimmen hat zwar eine neue Antennenanlage, meine eigene besteht aber auch weiterhin nur aus einer Scheibenklebeantenne. Also Einfachausstattung, aber mit Absicht*, da man so leichter den DAB-Ausbaustand mitverfolgen kann als mit einer Super-Antenne und da das wohl auch viele andere Nachrüster so handhaben, damit also die Grenze nach unten gesetzt ist um ein Gebiet als "versorgt" gelten zu lassen (und entsprechende Umstiegsempfehlungen geben zu können).
Oldenburg würde ich jetzt als wirklich versorgt gelten lassen, zumal ich mich einer Steinkimmen abgewandten Seite der Stadt befand. In der direkten Innenstadt hatte ich keinen der 3 Aussetzer.

*) Benziner, 180TKM, ich glaube, es lohnt nicht mehr, da jetzt noch groß zu investieren (Arbeit+Geld). Aber beim nächsten Auto... Der NDR ist ja jetzt (hier) fertig, da gibt's zukünftig nicht mehr viel zu beobachten und ausprobieren, RB ist mit dem nächsten Auto auch bereits endausgebaut. Dann werde ich meine Notiz "Hit Auta 16V" wohl endlich umsetzen... Das vorhandene Radio zieht natürlich mit um ins nächste Auto, mit dem bin ich durchaus zufrieden.

von iro - am 29.04.2017 21:34
Zitat
dab_4
Zitat
Jens1978
Dazu mal zwei Fragen:
1. Welche Leistung hat denn Steinkimmen jetzt? Die hatten ja 1kW vor dem Umbau gehabt.


Das Internet nennt als Plan 4 kW bei allerdings geringerer Höhe (266 m) als vorher (329 mm).

Einige von Iros (und auch meinen) Empfangsbeobachtungen der letzten Tage sind damit erklärbar, dass der Plan schon zumindest teilweise umgesetzt wurde. Allerdings fand ich dafür bisher noch keine Bestätigung.


Naja mit vorher 329 Millimeter wäre die Antenne jetzt auch wirklich extrem tief gewesen, da ist natürlich klar das 266 Meter besser gehen :p :D

Spaß beiseite, bisher war die DAB Antenne am alten Mast ganz oben auf ca. 302 Meter und 1kW. Ich bin bisher davon ausgegangen das man mit den 4 kW nur die Verluste ausgleichen will die die fehlenden Meter erzeugen. Da scheint ja der NDR tatsächlich eine Verbesserung erzielt zu haben.

von UKW vs. DAB+ - am 30.04.2017 10:56
Zitat
iro
Steinkimmen hat zwar eine neue Antennenanlage, meine eigene besteht aber auch weiterhin nur aus einer Scheibenklebeantenne. Also Einfachausstattung, aber mit Absicht*,......
Bis vor einem Jahr hätte ich eine Scheibenklebeantenne auch nicht zu den "vollwertigen" Antennen gezählt, seit mein "Versuchsträger", ein Daimler W202 mit ebensolcher Antenne (und Teleskop für UKW) ausgestattet ist, bin ich jetzt etwas kleinlauter geworden.
Konkret: sonnabendmorgen (29.04.17) habe ich mal den 12A auf der B441 zwischen Loccum und Hagenburg (also etwa südl. Steinhuder Meer) getestet und weitgehend Vollausschlag gehabt. Nur wo man topographisch abgeschattet ist (Ortslage Bad Rehburg etwa) gibt es Einbrüche. Das war auf Versuchsfahrt im Dezember noch nicht so. Da war der 12A noch ähnlich schlecht wie der Bremer 7B immer noch ist.
Das würde m.M.n. schon für den neuen Mast mit 4(?)kW sprechen, das Empfangsgebiet ragt wesentlich über den aktuellen Footprint von digitalradio.de hinaus. Dazu kommt, die Antenne klebt bei Fahrtrichtung südost (-> Hannover) an der sujektiv ungünstigsten Stelle.

stefsch

von stefsch - am 30.04.2017 11:05
Zitat
iro
Steinkimmen hat zwar eine neue Antennenanlage, meine eigene besteht aber auch weiterhin nur aus einer Scheibenklebeantenne. Also Einfachausstattung, aber mit Absicht*, da man so leichter den DAB-Ausbaustand mitverfolgen kann als mit einer Super-Antenne und da das wohl auch viele andere Nachrüster so handhaben, damit also die Grenze nach unten gesetzt ist um ein Gebiet als "versorgt" gelten zu lassen (und entsprechende Umstiegsempfehlungen geben zu können).
Oldenburg würde ich jetzt als wirklich versorgt gelten lassen, zumal ich mich einer Steinkimmen abgewandten Seite der Stadt befand. In der direkten Innenstadt hatte ich keinen der 3 Aussetzer.

Sehr schön, es bleibt also vergleichbar :-) :cheers: . Eine Einfachausstattung führe ich bei Bedarf auch im Auto mit: DAB4 auf der Mittelkonsole. Solange BR-Klassik nicht auf UKW abgeschaltet wird, ist die Notwendigkeit oder auch der sonstige Mehrwert für mich nur in zu geringem Umfang gegeben. Aber, ich denke damit läßt sich dann einschätzen ob die DAB-Versorung ansatzweise für einen UKW-Empfang taugt Da habe ich dann doch durch die Schilderung "Aussetzer in OL" ein Ohr gehoben, weil ich das nicht erwartet habe. Für mich galt die Gleichung OL = Steinkimmen und das ausschließlich. Geht man nach den Planungen für Bayern, wäre vielleicht äquivalent eine DAB-Abstrahltung in OL-Wahnbek nicht unrealistisch und damit wären dann sicherlich auch diese Lücken veritabel aufgefüllt.
Ja, wie bekannte gehöre ich auch nicht zu den großen Auto-Anhängern. Das ist schlicht Mittel zum Zweck :cheers: .

von Thomas (Metal) - am 01.05.2017 20:52
Zitat
NDR
Dieses Thema im Programm:
Niedersachsen 18.00 Uhr | 09.05.2017 | 18:00 Uhr


Fährt jemand hin und filmt u/o knipst?
Ich weiß zwar nicht um welche Zeit die Aktion läuf mit dem Hubschrauber läuft, aber sie soll ja ganze 4 Stunden dauern. Etwas Zeit könnte ich mir zwar morgen freischaufeln, nützt nur nichts da mir morgen kein Fahrzeug zur Verfügung steht... :( Erst abends ab 18.30h, wenn es vmtl.schon vollendete Tatsachen gibt. Hinfahren werde ich dann aber trotzdem noch.
Falls die Aktion dann doch noch laufen sollte, findet man mich ab ca. 18.30/18.45 auf der Wiese direkt hinter dem 2. Gehöft auf der rechten Seite der Straße "Bei den Großen Steinen" (da, wo der Schatten des alten Mast beim aktuellen Bild bei google maps hinfällt). (Ansonsten meine Empfehlung! Der Bauer war auch ganz friedlich... kommt ja nicht alle Tage vor, sowas...)
Dort scheint man wirklich die beste Sicht zu haben, was man schon beim letzten Hubschraubereinsatz bemerkte... auf einmal waren nämlich die ganzen NDR-Mitarbeiter auch dort aufgetaucht, nachdem ich mit Jens1978 bereits einige Stunden dort wartend verbracht hatte....

von iro - am 08.05.2017 19:25
Ja, die hätte ich auch gerne... steht da auch einfach so rum. :rolleyes:
Ist leider ein wenig zu groß für den Kofferraum. :D

Ein paar Links zur heutigen Zeitung:

Fernsehturm Steinkimmen hat Sendeschluss:
https://www.nwzonline.de/seite1/fernsehturm-steinkimmen_a_31,2,4120507185.html

Aufbauhelfer auch beim Abbau dabei:
https://www.nwzonline.de/ganderkesee/aufbauhelfer-auch_a_31,2,4120442423.html

Fernsehturm Steinkimmen gekappt (Galerie: 35 Fotos):
https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/wirtschaft/fernsehturm-steinkimmen-gekappt_g_31,2,4104997379.html

Fernsehturm in einer Stunde 40 Meter kürzer:
https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/lokalsport/fernsehturm-in-einer_a_31,2,4097453768.html
mit Video: https://youtu.be/JBWn2JX3PCA

Rückbau des Fernsehturms in Steinkimmen:
https://www.nwzonline.de/videos/rueckbau-des-fernsehturms-in-steinkimmen_a_31,2,4104613478.html

Fernsehturm in Steinkimmen um 40 Meter gestutzt
https://www.noz.de/lokales-dk/ganderkesee/artikel/892629/fernsehturm-in-steinkimmen-um-40-meter-gestutzt

Fernsehturm Steinkimmen wird jetzt abgetragen (25.04.2017)
https://www.noz.de/lokales-dk/ganderkesee/artikel/886063/fernsehturm-steinkimmen-wird-jetzt-abgetragen

Demontage hat begonnen
http://www.weser-kurier.de/region/delmenhorster-kurier_artikel,-demontage-hat-begonnen-_arid,1595816.html

von iro - am 10.05.2017 09:40
Ich hatte nun Zeit die Signalpegel vom neuen Masten hier in Perleberg nachzumessen.
Empfang mit Dachantenne bei Ausrichtung West unter normalen Bedingungen (Regen, 10 Grad):

91.1000 / Programm NDR 1 / 16 DB (vormals: 5 DB)
99.8000 / Programm NDR 2 / 14 DB (vormals: 17 DB)
94.4000 / Programm NDR Kultur / 10 DB (vormals 9 DB)
102.3000 / Programm FFN / 18 DB (vormals: 15 DB)
105.7000 / Programm Hitradio Antenne / 22 DB (vormals 24 DB)

Insgesamt hat sich also die Stärke hier im Randgebiet des Senders überraschend
noch auf den meisten Frequenzen verbessert!

Ich hatte auch Gelegenheit die Pegel bei Hochdruckwetter zu messen:

91.1000 und 94,4000 - jeweils 18 DB
99,8000 / 102,300 / 105,700 - jeweils 28 DB

Das ist schon ordentlich für rund 230 Kilometer Entfernung.
Die Bremer Sender kamen auch bei dem Test unter Hochdruckbedingungen deutlich schwächer,
vor allem aber weniger konstant. Diese waren sehr instabil

Gruß a.d. Prignitu

M.Kraus

von MICHAELKRAUS - am 10.05.2017 15:05
Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
B.Zwo
An Stellen im Oberharz wo Bremen und Steinkimmen empfangbar sind ist mir aufgefallen das Steinkimmen stärkeren und tiefergehenden Schwund hat als Bremen. Offenbar kommen die Programme über den neuen Sendemast nicht so gut raus wie über den alten.

Das kann ich hier nicht bestätigen. Auf 94,4 kämpfen weiterhin hr1 und NDR Kultur. Nach deiner Schilderung dürfte Steinkimmen hier gar nicht mehr durchkommen.

Nochmals ein paar Tage beobachtet: Im QTH1, immerhin 438km von Steinkimmen entfernt, geht die 94,4 jetzt öfter als früher. Als direkter Vergleich mußte die 101,8 aus Aurich herhalten :bruell: die wie bisher immer mal wieder reinfadet. Ganz bei "immer mal wieder" muß man die 94,4 nicht bezeichnen, allerdings bin ich von einem durchgehenden Empfang doch ein ganzes Stück entfernt, allerdings die 94,4 natürlich auch nicht 100% frei. Weiteres werden vielleicht einmal Abschaltungen für Wartungsarbeiten auf Frequenzgleichen Sendern zeigen.
Neben der Erdkrümmung, die Fresnel-Zone ist eher einem Mittelwellensender ähnlich, sind allerdings keine großen Höhen zu überwinden. Vielleicht tut hier tatsächlich ein Kanal zwischen Rhön und Thüringer Wald sein Übriges (Hindernisse neben der Fresnelzone führen zu einer Signalverstärkung). Durch diese Strecke kann ich auch den Meißner ("nur" 213km) permanent empfangen. Der Sender Bielstein des WDR (313km) der ebenfalls permanent geht :eek: muß allerdings über die Rhön. Die Fresnel-Zone würde da wiederum suggerieren daß der Empfang ggf. durch Reflexionen an diesem Mittelgebirge ermöglicht wird.

von Thomas (Metal) - am 28.05.2017 10:12
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