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KDG wirft 3. Fernsehprogramme zuhauf aus dem Digitalkabel

Startbeitrag von PowerAM am 03.02.2013 18:58

Das berichtete eben die Berliner Abendschau. Hintergrund soll "ein Rechtsstreit" sein. In Berlin gibt es fortan digital nur noch die Berliner Version, in Brandenburg nur die aus Potsdam. Spuerbar wird das nur in den regionalisierten Programmstrecken, beispielsweise wenn man in Brandenburg die Berliner Abendschau sehen will.

Die Berliner Abendschau verwies korrekterweise darauf, dass weder DVB-T noch Satellitenfernsehen betroffen sind und mit entsprechender Verzoegerung auch ueber IPTV die jeweils andere Regionalversion angesehen werden kann.

Um welchen "Rechtsstreit" es genau geht wurde nicht erwaehnt. Vielleicht war die "Einspeiseverguetung" der Streitpunkt?

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat

KDG hat daher geklagt - ihr Standpunkt ist, dass ARD/ZDF zahlen müssen, weil sie Must Carry sind und gar nicht die Wahl haben, nicht zu zahlen. Die ÖR sehen es anders und so trifft man sich halt vor Gericht....
KDG wäre aber nicht KDG, wenn man schon mal die Kürzungen durchzieht, bevor es Urteile gibt


Und man hat eine Beschwerde gegen das Kartellamt eingereicht wegen der Aufhebung der Grundverschlüsselung von RTL und ProSiebenSat.1. Wenn sie damit nicht durchkommen (wovon ich ausgehe) wird die Verschlüsselung bei diesen Sendern meinen Infos nach zum April 2013 aufgehoben. Spricht trotzdem Bände über das Verhältnis zwischen KDG und ihren Stakeholdern wie Kunden, Sendern etc. - da hilft auch das neu gestartete offizielle Forum von Kabel Deutschland nichts.

EDIT, da ichs gerade nochmal seh:
Zitat

Nicht gänzlich, aber möglicherweise digital. Denn nur die analoge Verbreitung ist Pflicht, sonst nichts.


Ganz so isses nicht, auch die digitale Ausstrahlung ist mittlerweile Pflicht, über den Rundfunkstaatsvertrag soviel ich weiß. Der besagt dass die "wesentlichen Angebote" eingespeist werden müssen.

von htw89 - am 03.02.2013 19:37

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat
PowerAM
... Genauso wie einige Kabelnetzbetreiber die Ansicht vertreten, nicht alle Dritten verbreiten zu muessen.


Das ist ja auch so. In vielen Kabelnetzen im Goldenen Westen gibt es weder RBB noch MDR analog im Kabel. Und das 23 Jahre nach der Wende. Und für diese Meinungs- und Medienfreiheit sind wir 1989 auf die Straße gegangen? Ich könnt mich grad totlachen wenn es nicht so traurig wäre ...

Zitat
PowerAM
Uebrigens: In meiner Heimat ist haeufig selbst im Analogkabel nur die Brandenburger Version des rbb drin.


Analog gibt es immer nur eine Version der Dritten, das ist schon immer so. In Brandenburg halt RBB Brbg und in Berlin halt RBB Berlin. In allen anderen Bundesländern ist es mit dem jeweiligen Dritten genauso.

Zitat
PowerAM
Man warb sogar damit, dass es alle Dritten nur digital gab und das somit ein Argument fuer 'digital' war.


Genau das ist ja die Frechheit von KDG. Jahrelang mit dieser digitalen Vielfalt geworben, viele Kunden haben auf digital umgestellt, bezahlen jetzt eventuell 5-10 EURO mehr Grundgebühr, und nun wird ihnen dieser Mehrwert wieder weggenommen.

Kann ich KDG eigentlich für diese Art und Weise verklagen? Da ja ein gewisser Teil der Dienstleistung nicht mehr erbracht wird, so wie bei Vertragsabschluß mal vereinbahrt.

von 0815xxl - am 03.02.2013 20:56

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Die Wahrheit ist nun mal, dass es die meisten nicht interessiert. Kabel ist weiterhin hauptsächlich analog, und gut 90% der Zuschauer schauen sowieso regelmäßig nur ca. 15 Programme. Und darunter sind die Dritten eher weniger...

Kabel Deutschland hat da eine klare Strategie: FreeTV macht man nur, was unbedingt nötig ist. Und solange da sich nur wenige interessierte aufregen, ist das KDG egal. In Wahrheit will man PayTV verkaufen, und noch viel wichtiger - Internet.
Daher auch die Methode, möglichst viele Wohnungseinheiten an Land zu ziehen. KDG rechnet ja nicht in Kunden und Zuschauern, sondern Wohneinheiten. Das ist der Absatzmarkt für payTV und Internet.
Das was das Kabel eigentlich mal gemacht hat - Weiterleitung von möglichst vielen TV Sendern - hat schon lange keine Priorität mehr. Im Gegenteil, es ist Ballast. Und den reduziert KDG nun so weit wie möglich. Und solang sich da die Kunden in größeren Zahlen nicht beschweren, ändert sich auch nichts.

von Terranus - am 03.02.2013 21:10

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Verklagen wirst Du KDG nicht können, oder steht im Vertrag drin, welche Programme in welcher Qualität zu liefern sind? KDG weiß sehr genau, daß ein Großteil der Kunden Zwangskunden sind, denn sonst würde man nicht so ein abartig kundenverachtendes Verhalten zeigen. Und von denen, die freiwillig dort sind, dürften es die meisten deshalb sein, weil sie nicht anders ans Internet kommen. Auch da spekuliert man sicher darauf, diese Kunden nicht zu verlieren. Man versucht einfach, Wut auf ARD und ZDF aufzubauen, mißbraucht die Kunden also in einem schäbigen Spiel.

Streß machen könnten jetzt Großabnehmer wie z.B. Wohnungsgesellschaften, die tausende Wohnungen in einer Stadt haben und alle über KDG laufen lassen. Allen anderen kann ich nur raten, sobald die Einschränkungen bei ihnen ankommen, die Vermieter erstmal zu informieren. Wer privat einen Einzelvertrag hat und sich Internet anders holen kann oder sowieso anders holt, sollte natürlich jetzt darüber nachdenken, ob und wie er auf Satempfang umsteigen kann.

von Chris_BLN - am 04.02.2013 19:03

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

So... bei mir isses nun auch passiert. KDG ( Kopfstation Kempten ) hat die Umstellung vollzogen.

Als ich heute morgen auf der Arbeit war ( arbeite als Fernsehtechniker ) haben mich schon die bunten KDG Testbilder auf den Loewe und Metz Flatscreens im Laden angegrinst.

Folgendes ist bei mir also passiert :

SWR BW gibts nur noch analog ( RP digital ) und das im Unterallgäu :rolleyes:

BR Nord is weg, Ebenfalls NDR HH,SH, RBB Brandenburg, MDR Sachsen und Sachsen-Anhalt.

WDR Köln und HR haben sich nicht geändert. Auch das SR Fernsehen ( wer braucht das im Allgäu schon ) läuft weiterhin wie gehabt.

Jetzt gibts noch MDR Thüringen, NDR FS MV, RBB Berlin, BR Süd und SWR RP digital.

Arte HD, Phoenix und Co haben nix geändert. Ebenso wie alle Sender der ZDF Gruppe inkl. der HD Versionen ( Das Erste HD, ZDF und Arte HD ).

Allerdings fällt mir zb jetzt bei tagesschau24 die niedrige Bitrate besonders auf nem Loewe Art auf ( das pixelt doch ganz ordentlich ).

Das kann wirklich nicht sein. Kabel-tv ist wirklich nur noch ein Abfallprodukt von der KDG..aber meinetwegen... Sollen die ihren Laden in den Ruin treiben.. Ich selber bin froh dass ich SAT TV und DVB-T fürn ORF habe... Damit vermisse ich nix :).

@Radio_DDR

das mir der Sat Schüssel is gut ;)... Ich sollte auch mal aufs Dach klettern, meine Schüssel weiss lackieren und das Kabeldeutschlandlogo und nen Stinkefinger draufkleben :cool:.

von DaPickniker - am 06.02.2013 12:13

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat
Marcus.
Die Netze sind voll und da KDG nur bis 630 flächendeckend ausgebaut hat, hat man jz Probleme, die aber auch Kabel BW / UM auch hat. Das Netz wird mit sinnlosen Auslandsprogrammen vollgestopft.
Analog gehört weiter reduziert, jeder vrnünftige LCD TV kann mittlerweile DVB-C


Der Unterschied ist allerdings dass die KBW / UM Ausbaugebiete alle bis 862 MHz ausgebaut sind un man sich nicht wie Kabel Deutschland für die Sparvariante (=630 MHz) entschieden hat. 862 MHz gibts bei KDG nur in einigen Netzen, sicheres Indiz ist auf jeden Fall die Verfügbarkeit von Select Video, wenn man sich nicht ganz sicher ist. Ausm Kopf fallen mir da Berlin, Hamburg, München, Wolfsburg, Wilhelmshaven z.B. ein.

Bzw. rein technisch gesehen sind auch die 630er Netze bis 862 MHz, nur sind für die Nutzung über 862 MHz zuviele Verstärker dazwischen, so wurde mir das jedenfalls mal erklärt, oder mit anderen Worten Glasfaser nicht tief genug im Netz.

von htw89 - am 06.02.2013 22:11

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat
manfredp
KDG kann man auch als Abkürzung für "Kindergarten" interpretieren. Genauso trotzig wie ein beleidigtes Kind verhält sich diese Kabelgesellschaft. Kabel BW war da schlauer und ehrlicher. Die haben kurzer Hand die Grundgebühr um 3,- € erhöht und ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.


Ääähm, nö, so drastisch war es nicht.

Es wurde lediglich eine Angleichung auf den UnityMedia Plattformstandard eingeführt :D

Das waren aber keine 3 EUR.

Zitat
http://www.morgenweb.de/nachrichten/wirtschaft/kabel-bw-erhoht-die-preise-1.636341
Der Kabelnetzbetreiber Kabel BW erhöht den Preis für einen Einzelanschluss zum 1. September von monatlich 16,95 Euro auf 17,90 Euro. Wer die Programme in hochauflösender HD-Qualität sehen will, muss zusätzlich 4 Euro pro Monat bezahlen, bisher waren es 3,90 Euro.


Die HD-Kanäle selbstredend nur Private, ÖR gibts nur ARD und ZDF in HD, also kein SWR HD, etc. Das wird wohl auch weiterhin nicht kommen.

Spannend bleibt es bei KabelBW mit dem Bonus-Angebot, da sind ja auch so tolle Sachen wie SRF1 und SRFzwei drin...diverse asisatische Sender wurden aus dem Angebot schon wegoptimiert.

Gruß,

Wolfgang

von Wolfgang R - am 07.02.2013 10:56

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Aus meiner Sicht ist Kabelfernsehen mittlerweile leider Technik von gestern.

Für viel Geld (teurer kann man nicht fernsehen!) bekommt man trotzdem immer nur ein begrenztes Angebot und das aktuelle Verhalten der Kabelnetzbetreiber sowohl hinsichtlich der Einspeisegebühren als auch hinsichtlich der Einspeisung von HD-Programmen tut ein Übriges.

Hier im Süden Baden-Württembergs war früher der Empfang des ORF noch ein Argument, doch mittlerweile wurde ORF2 aus dem analogen Kabel genommen (das überflüssige ORFeins ist noch da) und Kabel BW hat es auch nach Jahren nicht geschafft, den ORF wenigstens regional digital einzuspeisen, weil es angeblich technisch nicht machbar sei. Die regionale Einspeisung von Lokalprogrammen funktioniert aber. Da kann man nur den Kopf schütteln. Ich habe deshalb schon lange auf SAT umgestellt und die Schweiz kommt über DVB-T.

SAT-Empfang ist heute dank einfacher Verteiltechnik überall der beste und einfachste Empfangsweg, egal ob Einfamilienhaus oder Hochhaus. Hier müssten endlich die großen Wohnungsgesellschaften ihre antiquitierte und für die Bewohner extrem teure Haltung ändern.

von wolfgangF - am 07.02.2013 10:58

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Ohne dass ich das Verhalten von Kabel Deutschland in irgendeiner Art und Weise rechtfertigen möchte: Wie könnte denn ein Kompromissvorschlag im Sinne aller aussehen?

Vermutlich dürften doch die meisten Haushalte, die über das Kabel digital fernsehen, einen HDTV-Fernseher bei sich rumstehen haben. (Nur ein kleiner Teil dürfte einen alten Premiere-Receiver am EuroScart hängen haben.) HD-Fernseher sind aber auch in der Lage, SD-Kanäle wiederzugeben, die in MPEG4 kodiert sind. Also könnte man sich doch auf die Kompromissformel einigen:

- bei Programmen, die bereits in HD eingespeist werden, kann auf die digitale SD-Einspeisung verzichtet werden.
- Programme, die noch nicht in HD eingespeist werden, werden fürs Kabel von MPEG2 nach MPEG4 rekodiert, so dass subjektiv etwa die gleiche Bildqualität wie bei DVB-S1/SD/MPEG2 erreicht wird.
- Die Regionalvarianten werden wieder wie vor der Umstellung ausgekabelt. Wie über DVB-S auch, wird dies dadurch erreicht, dass während der Regionalzeiten die Bandbreite aller Kanäle etwas reduziert, und nach Ende der Regionalprogramme wieder erhöht wird.

Auf diese Weise behielte der Zuschauer die bisherige Bildqualität, und Kabel Deutschland würde trotzdem einiges an Kapazität sparen.

Wie würdet Ihr einen solchen Kompromissvorschlag bewerten?

von freiwild - am 07.02.2013 11:50

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat

Wird nicht passieren. Abgesehen von möglichen Provisionen hat Kabelfernsehen auch den Vorteil,
daß sich der Vermieter um praktisch nichts kümmern muß, vorallem keine Wartung,

Genau das ist für die meisten Wohnungsgesellschaften / Hausverwaltungen der wichtigste Grund für die Gemeinschaftsverträge (inkl. Wartungsvertäge, aber aufpassen, es gibt auch Gemeinschaftsverträge ohne Wartungsvertäge, aber immer seltener).
Das geht in NRW sogar so weit, dass es vom Kabelbetreiber (UMS) betriebene Sat-ZF Anlagen (!) gibt!
Da zahlt man dann in der Miete eine "Kabelgebühr" für die Sat-Anlage, die von UMS betrieben (und gewartet) wird.
Das wird auch einzig und allein aus dem Grund gemacht, damit der Vermieter mit der Sat-Anlage (und vor allem dem Service / der Wartung) nichts zu tun hat. Eigentlich total dämlich, dass ausgerechnet der Kabelbetreiber die Sat-Anlage betreiben muss, aber das gibt es wirklich.

Und noch weiter OT: Es gibt sogar im Kabeldeutschland Gebiet NE4-Anlagen, wo die NE4 durch den Anbieter aus einem anderen Bundesland betrieben wird - Ein mir persönlich bekanntes Beispiel ist eine NE4-Anlage in Onsabrück (KDG), wo die NE4 von UMS betrieben wird und eine NE4 Anlage in Bonn, die durch iesy-KS bzw. jetzt UMS-Hessen betrieben wird obwohl in NRW (ok, hier ist das wieder was anderes, da beides letztendlich UM ist).

von WiehengeBIERge - am 07.02.2013 12:01

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Bei mir im Haus wurde die gesamte Neuinstallation (Sternverkabelung) von den ishies (UM) durchgeführt,
da hatte der Vermieter schon nichts mehr mit zu tun - hat aber auch den Vorteil, daß Kabelinternet
sofort und ohne Klempnerbesuch funktioniert.
Auf der anderen Seite ist eine mit hochwertigen Komponenten (z.B. Kathrein) und von einem guten
Installateur aufgebaute Sat-Anlage auch ausgesprochen wartungsfrei,
die hält dann auch mehrere Jahre durch, ohne daß da was gemacht werden muß.

Zitat
freiwild
Wie würdet Ihr einen solchen Kompromissvorschlag bewerten?

Öhhm, nicht wirklich, weil die ganzen Zusatzdienste wie HbbTV, RDS, etc. dennoch wegfallen.
Letztendlich kann es nur so laufen, daß zukünftig alle Programmanbieter zahlen oder keiner zahlt.
Ich hoffe nur, das KDG gezwungen wird, sämtliche Einspeiseverträge offen zu legen.

Eine Änderung des Mietrechts, das jeden Vermieter zwingt, eine Sat-Anlage zu genehmigen*,
wäre natürlich ideal, aber das können wir von den Vollidioten in Berlin wohl nie erwarten.
(* natürlich mit der Möglichkeit, daß der Vermieter einen technisch möglichen Montageort
anweisen kann oder alternativ eine gleichwertige Sat-Gemeinschafts-Antenne bereitstellt)


von Nohab - am 07.02.2013 12:43

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Demnächst wird man sicher die ein oder andere HD-Version rauswerfen und die Auflösung der "Grundversorgung" auf 640x480 reduzieren und den Ton nur noch in Mono mit 64 kBit/s oder noch weniger anbieten.
KDG hat weder Interesse, dem Nutzer zeitgemäße Qualität auf heutigem Niveau zu bieten, noch technische Weiterentwicklungen dem Nutzer zugänglich zu machen - das Gegenteil wird praktiziert: alles wird mit Mehraufwand reduziert, beschnitten, zensiert und unzugänglich gemacht.
Es ist für mich eine Zumutung, nun zum Zwecke der Information "mein" ehem. Heimatprogramm analog nutzen zu müssen, weil es auf heutigen Geräten eine Zumutung ist. Analogempfang in heutigen Fernsehern ist eher als ein Überbleibsel zur Wahrung der Abwärtskompatibilität zu sehen, aber keineswegs als sinnvolle Empfangsmöglichkeit. Sollte man vielleicht beim Kauf eines Gerätes künftig darauf achten, dass bestmögliche Darstellung bei Analogkabel gegeben ist, weil man zu diesem Rückschritt gezwungen ist?

von Radio_DDR - am 07.02.2013 17:56

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat
Marcus.
Die Netze sind voll und da KDG nur bis 630 flächendeckend ausgebaut hat

Flächendeckend kann man nicht sagen, rund 15% der anschließbaren Haushalte sind gar an einem 470-MHz-Netz.:(

Zitat
freiwild
Wie würdet Ihr einen solchen Kompromissvorschlag bewerten?

Finde ich ehrlichgesagt nicht besonders gut. Man sollte die KCC-Pakete 1:1 durchleiten und fertig. Wenn man Platz gewinnen will, soll man dringend die 4 analogen Hyperband-Kanäle digitalisieren und gleichzeitig endlich die Grundverschlüsselung abschalten. Mehr als 50% der Kabel-TV-Kunden haben schon längst DVB-C-Hardware (Tendenz stark steigend) - die meisten holen sie nur nicht eine Smartcard und schauen die ganzen Privaten weiterhin analog. Mit Abschaltung der SD-Verschlüsselung hätte man automatisch eine Digitalisierungsquote von 50% + x. Glücklicherweise ist da aktuell wohl was im Gange, BKartA sei Dank...

Zitat
wolfgangF
Aus meiner Sicht ist Kabelfernsehen mittlerweile leider Technik von gestern.

Für viel Geld (teurer kann man nicht fernsehen!) bekommt man trotzdem immer nur ein begrenztes Angebot und das aktuelle Verhalten der Kabelnetzbetreiber sowohl hinsichtlich der Einspeisegebühren als auch hinsichtlich der Einspeisung von HD-Programmen tut ein Übriges.

Das kann man so nicht pauschalisieren. Kabelfernsehen ist keine Technik von gestern, nur die KDG ist eine Firma "von vorgestern" mit ihrem lächerlichen Free-TV-Angebot. Es gibt zahlreiche regionale Anbieter, die selbstverständlich alle ÖR einspeisen, inkl. HDs, ohne jemals irgendwelche Einspeisegebühren kassiert zu haben. Die Privaten in SD sind auch unverschlüsselt und es ist insgesamt selten teurer als bei KDG. Anbieter in Grenznähe (z. B. KomRo in Rosenheim) speisen z. B. auch den ORF digital ein (anständig via DVB-T herangeführt).

Beim Kabel-TV tut sich momentan recht viel bei den kleineren Betreibern, denn es werden mehr und mehr Orte neu verkabelt. Schaut z. B. mal hier; das ist ein Ort, den KDG auch versorgt - aber die Leute haben dort zukünftig die freie Auswahl. Und zu welchem Anbieter werden sie wohl gehen, wenn sie, wie die allermeisten, vorrangig am Free-TV interessiert sind? :)

M-net ist auch in vielen weiteren Städten aktiv, andernorts gibt es diverse Stadtwerke-Tochtergesellschaften mit neuen FTTB/H-Netzen. Wenn dort erstmal größere Städte erschlossen sind, wird es für KDG sehr ungemütlich, denn die WBGs können einfach wechseln, sobald die Verträge ausgelaufen sind.

von GLS - am 07.02.2013 18:18

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Zitat
ulionken
Zitat
WiehengeBIERge
Du meinst UMS (war vorher ish-KS). UM selbst (und auch ish) betreibt keine NE4.


Das stimmt nicht ganz. Ich habe hier einen Kabelanschluss von Kabel BW (inzwischen Unitymedia). Die NE4 wurde von der "Kabel Plus" errichtet, dieses Unternehmen wurde später von Kabel BW unternommen. Ich zahle bisher monatlich 1,53 € Miete für die NE4 (aber nur noch für ein paar Wochen, dann ist der Anschluss endlich vom Internet/Telefon "entbündelt", und dann können sie wegen mir die paar Meter Koaxkabel nebst Dose abholen :D).

73 de Uli

Das stimmt sehr wohl. UM selbst betreibt keine NE4 Anlagen und hat es auch nie (auch zu ish-Zeiten gab es dafür die Tochter ish-KS / in Hessen "iesy-KS" oder ähnlich. Der NE4-Betreiber ist UMS (Sitz in Münster statt Kerpen/Köln). Die NE4 wird in deinem Falle auch von UMS übernommen worden sein, wenn man es ganz genau nimmt. Als Endkunde bekommt man das allerdings gar nicht mehr mit (außer, dass man eine andere Telefonnummer in Servicefällen wählen muss).

von WiehengeBIERge - am 07.02.2013 18:46
Beim Fernsehen keine Einigung
Kehrt das SWR-Fernsehen Baden-Württemberg bald wieder ins digitale Netz von Kabel Deutschland zurück? Der Neu-Ulmer OB hegt diese Hoffnung.

Der Ankündigung folgte prompt auch die Umsetzung: Kabel Deutschland speist jetzt nur noch SWR Rheinland-Pfalz in sein digitales Netz. Was das regionale Fenster des SWR betrifft, gibt es an Donau und Iller also Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und nicht mehr aus Baden-Württemberg zu sehen. Das hat viele im Grenzgebiet verärgert. Wer dennoch SWR Baden-Württemberg sehen will, muss mit der schlechteren analogen Bildqualität vorlieb nehmen.

Der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg indes hegt die Hoffnung, dass Kabel Deutschland mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern von ARD und ZDF weiter verhandelt. Das, so erklärte er gestern, habe ein Gespräch ergeben, das er mit Kabel Deutschland geführt hat. Noerenberg und die Fraktionsvorsitzenden des Neu-Ulmer Stadtrats hatten sich zuvor mit einer Resolution protestierend an Kabel Deutschland gewandt und auf die besondere Situation im württembergisch-bayerischen Grenzgebiet hingewiesen. Von Dr. Annette Schumacher, der Leiterin der Abteilung Regulierung und Öffentlichkeitsarbeit, hat er die Zusage erhalten, dass Kabel Deutschland direkt mit dem SWR verhandeln will.
Hintergrund des Streits ist die Auseinandersetzung zwischen den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern von ARD und ZDP mit den beiden Kabelanbietern in Deutschland, der Unitymedia Kabel BW (auch für Baden-Württemberg zuständig) und Kabel Deutschland (unter anderem für Bayern zuständig). Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten hatten beschlossen, ab 2013 kein Geld mehr für die Einspeisung ihrer Sender den Kabelanbietern zu überweisen.
Dabei geht es um einen jährlichen Betrag in Höhe von 60 Millionen Euro. Worauf die Kabelnetz-Betreiber mit der Einschränkung ihrer Angebote reagierten: Von jedem dritten Fernsehprogramm gibt es nur noch ein Angebot - in Bayern also die Rheinland-Pfalz-Ausgabe des SWR.
Es könne nicht sein, dass der Streit auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wird, schimpfte Noerenberg gestern. Er habe sich nicht nur an Kabel Deutschland, sondern auch an den SWR gewandt: "Wenn die das Gesprächsangebot von Kabel Deutschland abblocken, muss man auch denen gehörig auf die Füße treten." Nach dem Gespräch mit Kabel Deutschland hege er eine leise Hoffnung auf eine Einigung.

Quelle: Südwest Presse Ulm 9.2.2013

von RolfS - am 09.02.2013 08:39
Die KDG steht aber im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Sollte also Fall 1 eintreten (wovon auszugehen ist, denn auf welcher rechtlichen Grundlage sollten diese absurden Einspeisegebühren fußen?), muss KDG zwangsweise das ÖR-Angebot deutlich verbessern, will sie nicht massenweise Kunden an DVB-S, IPTV oder andere DVB-C-Anbieter verlieren. Gerade Letztere haben so gut wie alle das ganze ÖR-Angebot (halt wie über Sat) und sind oft auch noch billiger als KDG. Sollte KDG dann nicht schleunigst reagieren, hat sie die längste Zeit 8 Mio. Kunden gehabt...

Sollte Fall 2 eintreten, dann frage ich mich, nach welcher Berechnungsgrundlage sich die Höhe dieser Gebühren ergeben soll. Denn offenbar schaffen es hunderte, vielleicht gar tausende kleine Kabelanbieter und Gemeinschaftsanlagenbetreiber, ihre Netze wirtschaftlich OHNE Zusatzgebühren von den Sendern zu unterhalten. Die KDG-Argumentation, die Gebühren seien unbedingt notwendig, klingt daher ziemlich absurd.

Zum Schluss noch ein Schmankerl aus Belgien:
Dort eskaliert gerade ein ähnlicher Streit zwischen ARD/ZDF und einem IPTV-Anbieter, jedoch mit dem Unterschied, dass dort die Anbieter die Sender für die Einspeisung bezahlen müssen (Quelle)! Das ist nun auch ziemlicher Quatsch (zeigt aber, dass man die Dinge auch komplett anders sehen kann), daher bin ich dagegen, dass hier überhaupt irgendwer irgendwen bezahlen muss. Die Anbieter sollten kostenlos einspeisen können, was sie am Sat-Himmel, per DVB-T oder gleich direkt per Glasfaser empfangen können und fertig.

von GLS - am 09.02.2013 14:07
Zitat
GLS
Die KDG steht aber im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Sollte also Fall 1 eintreten (wovon auszugehen ist, denn auf welcher rechtlichen Grundlage sollten diese absurden Einspeisegebühren fußen?), muss KDG zwangsweise das ÖR-Angebot deutlich verbessern, will sie nicht massenweise Kunden an DVB-S, IPTV oder andere DVB-C-Anbieter verlieren. Gerade Letztere haben so gut wie alle das ganze ÖR-Angebot (halt wie über Sat) und sind oft auch noch billiger als KDG. Sollte KDG dann nicht schleunigst reagieren, hat sie die längste Zeit 8 Mio. Kunden gehabt...


Und wie soll das gehen mit dem "Wettbewerb"? Ich kenne nur sehr, sehr wenige Fälle, in denen im Keller 2 unterschiedliche Anbieter anliegen. In Erfurt solls sowas geben (KDG und TC, noch unterschiedlich). Ob man dann als Mieter freie Wahl hat, ist fraglich. Üblich ist: Vermieter hat sich KDG rausgesucht und hält sich damit alles Lästige vom Hals: technische Betreuung, Haftungsfragen bei kritischen programminhalten, VG-Media, ... Der Mieter hat keinerlei Chance, einen anderen Anbieter zu wählen, es wäre nicht einmal technisch möglich. Satschüssel wird dann verboten (wie in Jena üblich) bzw. ist nicht einmal prizipiell möglich, wenn kein geeigneter Balkon vorhanden ist.

Und nun? Zu IPTV gehen, wenn nichtmal 16.000er DSL verfügbar ist und abends die Internetgeschwindigkeit bei unter 1 MBit/s liegt? DVB-T nehmen mit 12 Prpgrammen?


Etwas anderes wäre es, wenn die Wohnungswirtschaft jetzt massiv und geschlossen gegen KDG vorgeht (im Interesse ihrer Mieter) und mit dem Entzug der Gestattung droht. Aber da hängt heute ja oft noch mehr dran als Kabelfernsehen, nämlich Internet und Telefonie. Und deshalb wird das KDG sehr entspannt sehen...

von Chris_BLN - am 09.02.2013 15:49
Zitat
Chris_BLN
Und wie soll das gehen mit dem "Wettbewerb"? Ich kenne nur sehr, sehr wenige Fälle, in denen im Keller 2 unterschiedliche Anbieter anliegen. In Erfurt solls sowas geben (KDG und TC, noch unterschiedlich).

Es stimmt natürlich, dass die Situation im Augenblick ziemlich unbefriedigend aussieht und echter Wettbewerb nur regional verhanden ist. Als Orte mit teilweise zwei verlegten Kabelnetzen sind mir zumindest noch München, Nürnberg und Augsburg (M-net neben KDG) sowie die Region Regensburg/Straubing (Glasfaser Ostbayern, eine Stadtwerke-Tochter, auch neben KDG) bekannt. Aber ich richte den Blick eher in die Zukunft: Da sind jetzt schon viele regionale FTTB/H-Projekte in Planung (Essenbach hab ich z. B. verlinkt, blättert mal eine Seite zurück), zukünftig werden es aber viel mehr sein. M-net wird weitere Städte verkabeln, viele Stadtwerke machen ihr eigenes Ding, im Norden sollte man EWE nicht unterschätzen, die Telekom investiert in ihre "Giganetze" usw.

Technisch gesehen ist jedes FTTB-Netz ein vollwertiges Kabelnetz, nur noch besser.;) Verlegt werden muss es allerdings erstmal und das kann je nach Stadt noch ne Weile dauern; das nützt den Mietern, die heute einen KDG-Zwangsanschluss haben, im Moment freilich noch nichts, leider. Aber ich hab das deswegen, zugegeben leicht provokant, geschrieben, weil vielleicht hier ein paar KDG-ler mitlesen, die denken, sie könnten ihren zig Millionen Zwangskunden ein was-weiß-ich-wie-schlechtes Angebot machen und sich darauf ausruhen. Das können sie nicht! Wer heute als Manager bei einem Monopolisten wie KDG den "drohenden" Wettbewerb nicht miteinkalkuliert, hat seinen Beruf verfehlt und gehört entlassen!

Zitat

Ob man dann als Mieter freie Wahl hat, ist fraglich.

Völlig richtiges Argument. Sollte aber ein alternativer Betreiber in der Stadt Kabel-TV anbieten, müssen die Mieter erstmal selbst aktiv werden und sich ständig bei den Vermietern bzw. WBGs über das schlechte KDG-Angebot beschweren. Dann werden diese hoffentlich so schlau sein und mit dem neuen Anbieter einen Vertrag abschließen. Rein technisch wird dann das Hausnetz im Keller einfach vom KDG-HÜP ab- und an den neuen Glasfaser-HÜP angeklemmt. So geschieht es in Regensburg und München (FTTB/H-Gebiete) derzeit praktisch täglich...

Aber du sprichst zu recht ein anderes Problem an:
Zitat

Aber da hängt heute ja oft noch mehr dran als Kabelfernsehen, nämlich Internet und Telefonie. Und deshalb wird das KDG sehr entspannt sehen...

Das stimmt natürlich. Ich habe selbst Internet von der KDG und das ist das einzige Produkt von denen, was ich wirklich empfehlen kann. Wenn man nun im Keller auf nen anderen Anbieter umsteckt, wäre KDG-Internet leider auch abgeklemmt. Spontan fallen mir da nur folgende Lösungen ein: Man wechselt auch mit dem Internet zum neuen Anbieter ODER man rüstet das Hausnetz (NE4) auch mit Glasfaser auf (=FTTH), das dann parallel zum alten Koaxial-Netz verlegt wird. Das wären natürlich weitere Investitionen, die die Vermieter gerne scheuen. Aber vielleicht übernehmen die neuen Glasfaseranbieter auch einen Großteil der Kosten, so genau kenne ich mich da nicht aus.

Jedenfalls kommt langsam aber sicher Bewegung in den TV- bzw. Internet-Markt, je mehr solche neuen Netze verlegt werden. Das wollte ich damit nur sagen. Und es wird endlich Zeit, den Glasfaser-Ausbau großflächig in Angriff zu nehmen, denn Deutschland steht hier im internationalen Vergleich leider noch auf einem der hinteren Plätze.:rolleyes:

von GLS - am 09.02.2013 19:02
An diesem schönen Beispiel sieht man doch mal wieder, dass man als Staat nicht alles versilbern sollte und gerade derartige Aufgaben, wie die Grundversorgung in die richtige Hände gibt oder es gesetzlich besser reguliert.

Was Kabel Deutschland hier macht, ist definitiv nicht zu rechtfertigen. Ohne Kenntnis über die streng gehüteten Umsätze und Gewinne dieses Unternehmens zu haben, wage ich doch zu behaupten, dass ein derartiges Verhalten keinerlei "wirtschaftlich notwendigen" Zweck erfüllt. Es wäre der einzige Grund, warum man diese Einschnitte rechtfertigen könne. Nein, hier geht es anscheinend um reine Profitgier.

Gehe ganz klar davon aus, dass es rechtlich sehr problematisch ist, zwangsverkabelte Kunden in ihrer Meinungsbildung aller ÖR so einzuschränken. Wie einige Vorredner bereits erwähnt haben, war das eigentliche Ziel der Verkabelung, am Standort mögliche Signale weiterzuleiten. Dazu gehörte früher auch die Einspeisung von Satellitenprogrammen. In dieser Form sind auch die Regionalversionen der nicht ortsüblichen ÖR einzuspeisen. Es kann ein privater Anbieter doch nicht etwas vom Bund abkaufen und die Begrifflichkeiten neu definieren?! Wenn man "must carry" so auslegt, dann könnte die Deutsche Bahn nun auch alle Gemeindebahnhöfe nur noch zwei mal am Tag anfahren, weil das meiste Geld mit ICE-Verbindungen gemacht wird oder einfach die 2. Klasse ausdünnen und nur noch die 1. Klasse anbieten. Bin mir sicher, wenn hier größere Wohnungsbaugesellschaften aufgrund des Drucks Ihrer Mieter gezwungen wären, teure Kabelanlagen auf Sat umzustellen, dass diese dann auch vor Gericht eine Chance gegen diese unerlaubten Handlungen hat.

Kabel Deutschland möchte als Privatunternehmen jede Chance nutzen, seinen Profit zu erhöhen. Gut denkbar ist, dass man die Kapazitäten, die nun frei geworden sind, für weitere Pay-TV-Dienste nutzt oder für nVoD. Und glaubt mir, KD setzt bestimmt nicht gerne auf das analoge Fernsehen. Man schleppt es notgedrungen noch mit, weil man auf den Gong-Schlag der anderen Kabelanbieter wartet, bis sie ihr analoges Angebot einstampfen und erstmal zugucken wollen, ob es da eine Klagewelle gibt. Viel lieber hätte man alles digital. Analog kann man ja nichts verschlüsseln.

Es ist meiner Meinung nach ganz wichtig, dass sich hier das BKartA und die Bundesnetzagentur stärker für die Kabelkunden engagieren und auch europäische Standards mit in Betracht ziehen (in so vielen Nachbarstaaten wird alles in die Kabelnetze eingespeist, was man bekommen kann und auch ausländische Programme nicht direkt als "Paket" für 10 EUR vermarktet). Kabelfernsehen ist keine Privatangelegenheit, wo jeder Anbieter nach Lust und Laune handeln darf sondern ein vom Staat zu regulierendes Gut. Kann nur jeden Zwangsverkabelten dazu anhalten, mit seinem Vermieter zu sprechen und Druck auszuüben.

Aber nun noch ein mahnendes Wort an die ÖR: wenn man gerichtlich anerkannt bekommt, dass man keine Einspeisegebühren mehr zahlen muss, so sollte man direkt nach Verkündigung des Urteils die neue GEZ-Abzocke (anders kann ich es nicht formulieren) ganz klar überprüfen! Da fallen ja, wenn ich es hier richtig gelesen habe, rund 45 Mio. EUR weg.

von Manuel M. - Bonn - am 09.02.2013 23:22
Zitat
Manuel M. - Bonn
An diesem schönen Beispiel sieht man doch mal wieder, dass man als Staat nicht alles versilbern sollte und gerade derartige Aufgaben, wie die Grundversorgung in die richtige Hände gibt oder es gesetzlich besser reguliert.

Was Kabel Deutschland hier macht, ist definitiv nicht zu rechtfertigen. Ohne Kenntnis über die streng gehüteten Umsätze und Gewinne dieses Unternehmens zu haben, wage ich doch zu behaupten, dass ein derartiges Verhalten keinerlei "wirtschaftlich notwendigen" Zweck erfüllt. Es wäre der einzige Grund, warum man diese Einschnitte rechtfertigen könne. Nein, hier geht es anscheinend um reine Profitgier.

Gehe ganz klar davon aus, dass es rechtlich sehr problematisch ist, zwangsverkabelte Kunden in ihrer Meinungsbildung aller ÖR so einzuschränken. Wie einige Vorredner bereits erwähnt haben, war das eigentliche Ziel der Verkabelung, am Standort mögliche Signale weiterzuleiten. Dazu gehörte früher auch die Einspeisung von Satellitenprogrammen. In dieser Form sind auch die Regionalversionen der nicht ortsüblichen ÖR einzuspeisen. Es kann ein privater Anbieter doch nicht etwas vom Bund abkaufen und die Begrifflichkeiten neu definieren?! Wenn man "must carry" so auslegt, dann könnte die Deutsche Bahn nun auch alle Gemeindebahnhöfe nur noch zwei mal am Tag anfahren, weil das meiste Geld mit ICE-Verbindungen gemacht wird oder einfach die 2. Klasse ausdünnen und nur noch die 1. Klasse anbieten. Bin mir sicher, wenn hier größere Wohnungsbaugesellschaften aufgrund des Drucks Ihrer Mieter gezwungen wären, teure Kabelanlagen auf Sat umzustellen, dass diese dann auch vor Gericht eine Chance gegen diese unerlaubten Handlungen hat.

Kabel Deutschland möchte als Privatunternehmen jede Chance nutzen, seinen Profit zu erhöhen. Gut denkbar ist, dass man die Kapazitäten, die nun frei geworden sind, für weitere Pay-TV-Dienste nutzt oder für nVoD. Und glaubt mir, KD setzt bestimmt nicht gerne auf das analoge Fernsehen. Man schleppt es notgedrungen noch mit, weil man auf den Gong-Schlag der anderen Kabelanbieter wartet, bis sie ihr analoges Angebot einstampfen und erstmal zugucken wollen, ob es da eine Klagewelle gibt. Viel lieber hätte man alles digital. Analog kann man ja nichts verschlüsseln.

Es ist meiner Meinung nach ganz wichtig, dass sich hier das BKartA und die Bundesnetzagentur stärker für die Kabelkunden engagieren und auch europäische Standards mit in Betracht ziehen (in so vielen Nachbarstaaten wird alles in die Kabelnetze eingespeist, was man bekommen kann und auch ausländische Programme nicht direkt als "Paket" für 10 EUR vermarktet). Kabelfernsehen ist keine Privatangelegenheit, wo jeder Anbieter nach Lust und Laune handeln darf sondern ein vom Staat zu regulierendes Gut. Kann nur jeden Zwangsverkabelten dazu anhalten, mit seinem Vermieter zu sprechen und Druck auszuüben.

Aber nun noch ein mahnendes Wort an die ÖR: wenn man gerichtlich anerkannt bekommt, dass man keine Einspeisegebühren mehr zahlen muss, so sollte man direkt nach Verkündigung des Urteils die neue GEZ-Abzocke (anders kann ich es nicht formulieren) ganz klar überprüfen! Da fallen ja, wenn ich es hier richtig gelesen habe, rund 45 Mio. EUR weg.



Die Einsparung durch nicht mehr zu zahlende Beträge an Kabel Deutschland ist bereits Bestandteil der Gebührenkalkulation.


Wer schon einmal als Kunde von Kabel Deutschland etwas wollte, hat erlebt, wie sehr die auf dem hohen Ross sitzen. Versucht z. B. mal eine Kontaktaufnahme, wenn Ihr die Kundennummer nicht habt. Dann merkt man richtig, wie sich ein Monopolist verhält.

von RudiP - am 10.02.2013 00:00
Da ist es auch ein schwacher Trost, dass die KDG-Servicenummer nicht mehr mit Sondertarifen abgerechnet wird, die auch bei heute üblichen Flatrates im Festnetz immer Kosten verursachten und vielmals entweder nach etlichen Minuten des Wartens abgebrochen wurden oder nicht zielführend waren, vor allem, wenn ein Verschulden auf der Seite von KDG den Anruf nötig machten, z.B. das ewige Betteln um die obligatorische Freischaltung neuer Karten usw. Die Standardantwort war immer: "Lassen Sie das Gerät noch einen Tag, eine Woche usw. eingeschaltet."

Vielleicht bietet KDG auch bal ein ÖR-HD-Paket an, wo man dann die in HD verfügbaren Dritten, 3sat, Kika Phoenix usw. wieder bzw. erstmalig kaufen kann, da man mit der Grundverschlüsselung ja in Bälde kein Geld mehr verdienen kann. Ist nur fraglich, ob die Nutzer nicht dann weiterhin dafür zahlen müssen. Was viele u.U. nicht mehr wissen: 2006 konnte man noch das sog. DigitalFree Paket bestellen, was keine monatlichen Kosten verursachte.

von Radio_DDR - am 10.02.2013 12:57
Wieder ein Beispiel für en Zurückgekehrten feudalismus.

Millionne "Kunden" müssen sich mit den Brosamen begnügen, weil einige Fürsten aus Raffgier ums Geld streiten. Derweil aber verdient es das Volk nicht besser, denn was will man von einer nation von Zombies erwarten, welche mit 70 % Merkels Politik unterstützt, während die Brot & Spiele-Medien zum wiederholten Mal die angeblichen Stasi-Kontakte des einzig nicht "Systemkonformen" Politikers aufwärmt.

Schlaf weiter Deutschland!

Vor diesem Hintergrund diskutiert man hier im Forum aber lieber um Pixel, statt das Problem grundlegend anzugehen und den raffgierigen, moralischen Abschaum der Gesellschaft wieder enteignet.

1989 hat man aus Häme Honecker einen Trabi als Dienstfahrzeug gegeben, als Demütigung nach de den ganzen Volvo-Staatskarossen. Heute wäre es an der Zeit, den selbst ernannten "Leistungsträgern" ihe BMWs und Audis und SUVs wieder wegzunehmen.

Dann klappt's auch wieder mit dem guten Bild.

von Alqaszar - am 11.02.2013 01:03
Achtung Achtung... Jeder von euch der einen Loewe TV mit Chassis L2710 ( zB Xelos )besitzt muss jetzt seit der Umstellung von KDG auf den absoluten SuperChrash gefasst sein.. Ist wirklich kein Witz.. Habe gestern mit einem Loewe Techniker in Kronach telefoniert der mir folgendes erzählt hat..

Ausgangspunkt war ein defekter Loewe Xelos A 37 DR + welcher nicht mehr wusste dass er einen DVB-C Tuner und einen Digitalrecorder eingebaut hatte.. Das Gerät konnte nur noch analog. In sämtlichen Einstellungen und Menüs war vom DVB-C Tuner und vom Mpeg Decoder nix mehr zu finden :eek:.

Also folgendes :

Seit der Regionalumstellung von KDG wird im DVB Datenstrom in den EPG Daten irgendein Signal ausgestrahlt welches auf dem Signalboard des TV`s den EEprom überschreibt der Fernseher keine DVB und Recorderkomponenten mehr erkennt... Also wer keine Garantie mehr hat.. Reparaturfall.. Signalboard austauschen.. Kosten fürs Board ca 350 Euro....

Das kann und darf nicht sein dass jetzt KDG schon TV`s abschiesst.... Virus aus der Kabeldose:eek::eek:

Sind ausdrücklich nur TV`s mit Chassis L2710 betroffen die am KDG Netz hängen... Unitymedia, Kabel BW und Konsorten nicht..

Ich hoffe mal dass das von euch noch keinem passiert is.. Hatte gestern schon zwei Geräte mit dem Problem in der Werkstatt.. echt krass echt.

von DaPickniker - am 13.02.2013 17:41
Ich hatte so einen Fall auch mal. Das war ein Panasonic DVD Rekorder mit eingebauten DVB-T/C Tuner. Der Mensch von Panasonic sagte mir damals irgendwas von Firmware-IDs anhand der Rekorder erkennt ob das empfange Firmwareupdate für ihn ist. Diese ID muss wohl mit einer von Panasonic übereingestimmt haben und so installierte der Rekorder im Hintergrund (das Gerät stand auf Stand-By) fröhlich ein Firmwareupdate das noch nicht mal annähernd für ihn gedacht war. Das fiel erst auf als mein Vater den Rekorder einschalten wollte und das Teil beim "System Check" mit einem laut schnarrenden Laufwerk abschaltete und im Display "Error A09" angezeigt wurde. Laut Bedienungsanleitung heißt das "Softwarefehler - Bitte neueste Firmware von Panasonic herunterladen, auf CD/DVD R(W) brennen und installieren." Toller Witz. Das Gerät bootete ja noch nicht mal mehr durch und war somit ein Fall für die Werkstatt. Panasonic verlangte damals für solche kleinen Reparaturen pauschal 50€.

von Spacelab - am 13.02.2013 18:19

Re: KDG wirft die jeweils andere Regionalversion des rbb-Fernsehens aus dem Digitalkabel

Moment, heißt das, es gibt jetzt schon KDG-Vermarktungen bestimmter Adressen in UM-Netzen? :eek:

Wie heißt eigentlich die KDG-NE4-Tochterfirma? Mir ist auf die Schnelle nur DeTeKS bekannt, weiß aber nicht, ob die als solche noch existiert. TKS dürfte wohl nicht in Frage kommen, oder? Mein Gott, da wühle ich mich schon seit zig Jahren durch deren Datenbank, aber das habe ich echt noch nicht entdeckt. Gut, in NRW habe ich auch nicht gesucht, mit Ausnahme von Lügde und ein paar weiteren Einzeladressen im Grenzgebiet, die aber eine KDG-NE3 haben...

Die TC-Übernahme ist übrigens geplatzt, meldet zumindest der Focus:
http://m.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/kabel-deutschland-scheitert-bei-uebernahme-von-tele-columbus-an-bundeskartellamt_aid_922291.html

Wie war noch gleich die Bilanz für das Jahr 2013, die ich für KDG neulich vorausgesagt habe?
1. TeleColumbus weg
2. Grundverschlüsselung weg
3. Einspeisegebühren auch noch weg
:bruell:

von GLS - am 18.02.2013 23:30
@ freiwild

Zitat

Ohne dass ich das Verhalten von Kabel Deutschland in irgendeiner Art und Weise rechtfertigen möchte: Wie könnte denn ein Kompromissvorschlag im Sinne aller aussehen?

Vermutlich dürften doch die meisten Haushalte, die über das Kabel digital fernsehen, einen HDTV-Fernseher bei sich rumstehen haben. (Nur ein kleiner Teil dürfte einen alten Premiere-Receiver am EuroScart hängen haben.) HD-Fernseher sind aber auch in der Lage, SD-Kanäle wiederzugeben, die in MPEG4 kodiert sind. Also könnte man sich doch auf die Kompromissformel einigen:

- bei Programmen, die bereits in HD eingespeist werden, kann auf die digitale SD-Einspeisung verzichtet werden.
- Programme, die noch nicht in HD eingespeist werden, werden fürs Kabel von MPEG2 nach MPEG4 rekodiert, so dass subjektiv etwa die gleiche Bildqualität wie bei DVB-S1/SD/MPEG2 erreicht wird.
- Die Regionalvarianten werden wieder wie vor der Umstellung ausgekabelt. Wie über DVB-S auch, wird dies dadurch erreicht, dass während der Regionalzeiten die Bandbreite aller Kanäle etwas reduziert, und nach Ende der Regionalprogramme wieder erhöht wird.

Auf diese Weise behielte der Zuschauer die bisherige Bildqualität, und Kabel Deutschland würde trotzdem einiges an Kapazität sparen.

Wie würdet Ihr einen solchen Kompromissvorschlag bewerten?



Kabel Deutschland geht es nicht um Senkung von Kapazitätsbedarf. Es geht denen momentan nur darum, das Bild zu verschlechtern um die Öffentlich-Rechtlichen zu erpressen.

Die sind einfach nur bockig, daß sie von den Öffentlich-Rechtlichen kein Geld mehr in den Arsch geschoben bekommen. Da kannst du dir also jelgiche Kompromissvorschläge sparen.

von Kay B - am 19.02.2013 02:01
Es gibt wieder mal neue Horrormeldungen von KDG:

Kabel Deutschland will analoge ARD-Sender abschalten
Im Streit um die Zahlung der Entgelte für die Kabelverbreitung von ARD und ZDF plant Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland laut einem Magazon bericht offenbar "den zweiten Schlag" und droht den Öffentlich-Rechtlichen mit der Abschaltung von analogen Sendern, sollte es zu keiner Einigung kommen. Das berichtet das Magazin "Digital Fernsehen" (Onlineausgabe) und beruft sich dabei auf "gut informierte Kreise".

Betroffen wären dem Bericht zufolge all die analogen Sender, die nicht unter die "Must Carry"-Regelungen des Rundfunkstaatsvertrages fallen. Darunter falle vor allem der Großteil der regionalen Programme der ARD. So würde Kabel Deutschland pro Bundesland nur noch das jeweilige Dritte Programm analog verbreiten (in Niedersachsen etwa den NDR). Von den "Must Carry"-Regelungen geschützt seien jedoch die analogen Varianten von Das Erste, ZDF, Phoenix, 3sat, Arte, Kika und dem jeweiligen Dritten Programm, hieß es.

Zitat: Satnews.de

von RolfS - am 05.03.2013 10:57
Die Zukunft der Kabelnetze liegt eh in "All-IP", TV, insbesondere analog, ist doch nur Ballast, den die Betreiber gerne los werden würde, um finanziell lukrativere Modelle anbieten zu können.
Die Zukunft des Fernsehens ist Pay-per-View, Anschauen auf Abruf, und die Kabelnetze können das locker in IP-Lösungen integrieren. Schafft man es, das gesamte Spektrum von DVB-C und Analog-TV-Ballast zu befreien, kann man ohne FTTH die heutigen "typischen" Datenraten garantieren, also z.B. 100 Mbit/s im Downlink wirklich für jeden User gleichzeitig.
Dazu gabs kürzlich auch einen interessanten Artikel in der c't.
Die großen Kabel-"TV"-Technik-Schmieden arbeiten intensiv an diesen Lösungen. Solange das nicht komplett umgesetzt werden kann, ist jeder für IP-Dienste frei gewordene TV-Kanal ein guter Kanal.

Der Streit mit der ARD um Entgelte ist wohl nur ein willkommener Anlaß, endlich Kanäle für lukrativere Geschäftsmodelle freizuschaufeln. Schuld sind die anderen, und den Cash machen die Netzbetreiber.

von DH0GHU - am 05.03.2013 11:48
Zitat

Täusch dich da nicht iro. Viele dürfen keine Sat Schüssel anbringen und es gibt auch viele die wollen keine Schüssel am Haus, meine Tante aus Weiden ist z.b. so ein Fall.

Ich habe den Umstieg auf Schüssel auch schon seit mehr als 5 Jahren vorgeschlagen, aber bislang lief ja alles benötigte. Aber jetzt, wo die analoge Technik nicht mehr wollte und sowieso was neues her musste, hat das Kabel gegenüber dem Sat den kürzeren gezogen. Und sooo viele sind es nun auch nicht, die nichts anbringen dürfen - abgesehen von den Wohnsilos. Sie sind nur medial präsenter, da die anderen problemfrei umsteigenden unerwähnt bleiben...
Und einige, die nicht "wollen", haben komischerweise noch ihre alten rostigen UHF-Antennen auf dem Dach... Mit ein wenig Farbe lässt sich so eine Schüssel ja auch gut verstecken, so daß nur die Windlast (an der Küste) als Problem bleibt.
Auf jeden Fall hat sich der Umstieg innert 3 Jahren amortisiert und das einzig fehlende und vermisste (Lokal)-Programm kommt in Zukunft per Internet ins Haus. Was auch eine 74-jährige bewerkstelligt bekommt!

Das A und O bei diesem Umstieg war aber der kompetente RFT-Fachhändler abseits von Mediamärkten & Co. Und davon gibt es ja leider nicht mehr viele...

von iro - am 05.03.2013 12:18
Zitat
Spacelab
Es geht ja, wie schon einige hier geschrieben haben, nicht darum das die Öffis einen Platzmangel verursacht haben. Das behauptet keiner. Schon gar nicht weil jetzt mehr als der halbe Kanal mit Nullbytes aufgefüllt wird. Es geht darum das mit der Abschaltung weiterer analoger Programme mehr Platz für schnelles Internet frei wird. Denn damit macht die KDG Geld und darin sieht sie auch einen neuen Markt. Die Stichworte "IPTV" und "Video on Demand" wurden ja schon genannt.


Würde ich nicht mal so sagen, eher werden diese Kanäle mit einem anderen Programm analog belegt. Internet-Downstream ist bei KDG auf höheren Frequenzen als TV analog, VoD gar so hoch dass es nur in den wenigen "862 MHz"-Netzen der KDG läuft. Anders als andere Kabelnetzbetreiber hat man sich für die vermeintliche Sparvariante 630 MHz entschieden...

Geht bei KDG einfach immer vom negativsten aus, da liegt man meistens richtig, ich mein ich als Co-Admin im inoffiziellen Forum hab ja schon genug Erfahrung mit all den Verschlimmbesserungen gemacht.

von htw89 - am 05.03.2013 19:55
Zitat
Manager.
Der KIKA ist jetzt auf einen Kanal im Hyperband gewechselt, auf dem zuvor der mdr zu sehen war.

NDR und mdr sind defintiv raus. :mad:
KIKA ist weiterhin drin.


KiKa ist must carry, die landesfremden Dritten NDR und MDR nicht. So einfach ist das.
Wenn ich zurück denke, welche Dritten wir hatten, als bei uns Kabel kam. HR, BR und SWR, mehr gabs nicht. Den BR hatten wir sogar mal eine Weile doppeklt, einmal terrestrisch und nochmal vom Sat abgegriffen. Das waren (und sind es immer noch) die ortsüblichen Dritten. Ab Ende der 80er wurde es arg übertrieben und ortsfremde Dritte (NDR, WDR, nach Ende des DDR-Fernsehens DFF und danach MDR) eingespeist. Würde man must carry streng auslegen, müsste eigentlich auch noch RBB hier ins analoge Kabel, weil der seit Umzug des hr-DVB-T-Mux auf einen höheren Kanal mit rein genommen wurde.
Mir würde es nix ausmachen, wenn das analoge Angebot auf das zusammen geschrumpft werden würde, wie wir es anfangs hatten.
Gruß
Reinhold

von Reinhold Heeg - am 11.12.2013 19:15
Zitat
freiwild
Zitat

Nach Auffassung der Kammer hat der NDR indes weiterhin einen Anspruch auf Einspeisung seines Programms in den Verbreitungsgebieten, die an Niedersachsen angrenzen und in denen das Programm NDR Fernsehen auch mit einer durchschnittlich leistungsstarken Dachantenne zu empfangen ist.
Entscheidendes Kriterium ist damit aber die Grenzlage zu Niedersachsen, nicht die DVB-T-Empfänglichkeit. Denn über DVB-T ist der NDR bekanntlich in ganz NRW zu empfangen.

Das angeblich "entscheidende Kriterium" ist aber ein sehr weiches Kriterium, denn was bedeutet "Grenznähe".

Zitat

Die Drittenprogramme brauchts doch eig nur während der Regionalisierung, sonst greifen doch alle bis auf das BR Fernsehen vlt alle auf den ARD Pool zurück.

Naja, das stimmt aber so nicht ganz. Im Tagesprogramm, wo früher Testbild lief vielleicht aber abends definitiv nicht.

Das ganze ist jedenfalls ein echter Witz. Wenn mich nicht verlesen habe, ist der BR jetzt in NRW auch raus. Wenn ich dran denke, dass der selbst in den 80ern sogar von der DBP über Intelsat mit großen Schüsseln extra rangeholt wurde und heute mit jedem Topfdeckel primitiv zu empfangen ist. Echt lachhaft. Kabelanschluß dürfte nicht mehr als Grundversorgung rechtlich angesehen werden, dann würden viele Hausgemeinschaften auf DVB-T oder Sat umstellen. Sollt mal sehen, wie schnell das Kabel richtig interessant selbst für Medieninteressierte sein würde.

von Jens1978 - am 11.12.2013 22:08
Für mich ist nun Gott sei dank das Thema KDG mit all der Gängelei erledigt. Nach längerer Planung und nun auch Umsetzung wurde für unser Gebiet eine separate Kopfstation errichtet und damit nahezu vollumfänglich von mehreren Sat-Positionen auf DVB-C umgesetzt. UKW wird wird nach wie vor im Band II wie bisher angeboten, das ist ja auch ok und stört ja auch keinen.
Es wurde konsequent auf eine analoge Einspeisung von TV verzichtet, was zwar die ewig Gestrigen aufbegehren ließ ("plötzlich kein Empfang mehr!"), aber eine sicher richtige Entscheidung. Terrestrik und Sat wurden auch per Stichtag analog stillgesetzt.
Private und Dritte sind ohne künstliche Verschlechterung in HD vorhanden und Kosten sind auch deutlich unter denen von KDG.
Es sind hier jedoch keine Mietskasernen kommunaler Wohnungsgesellschaften, sondern zahlreiche Hausverwaltungen bzw. Privateigentümer, die es unter einen Hut zu bringen galt. Letzendlich kann so dennoch das Schüsselverbot aufrecht erhalten werden und jeder hat eine zeitgemäße Versorgung mit TV und Hörfunk bzw. bei Bedarf mit I-Net über das Netz.

von Radio_DDR - am 12.01.2014 15:22
Zitat
freiwild
Werden die HD-Plus-Transponder, so wie sie auf Astra senden, ins Kabel eingespeist, dürfte das nach deutschem Recht zulässig sein.


Man darf, seit einiger Zeit offiziell. Dafür gibt HD+ ein Vertragsformular heraus, mit dem man das faktisch "anmelden" muß. HD+ erwartet dabei natürlich die unveränderte, also verschlüsselte Einspeisung. Es müssen alle deutschen HD+-Programme dabei sein, also auch die auf den ansonsten mit irrelevantem Zeugs (Austria) gefüllten Transpondern. Remux ist soweit mir ersichtlich nicht explizit verboten, man könnte offenbar also auch die zwei teilgefüllten Transponder zusammenfassen. Dem steht aber der Wunsch von HD+ entgegen, das DVB-Triple (ONID, TSID, SID) nach Möglichkeit nicht zu verändern. Und beim Remux muß man den TSID natürlich bei einigen Programmen ändern. Im Vertragstext steht überdies "alle Transponder, welche HD+ Sender beinhalten, jeweils vollständig umfassen" - das ist nicht exakt das selbe wie im technischen Anhang, in dem Filtern von nicht HD+-Programmen erlaubt wird. Im Zweifelsfall sollte man also auch die teilbelegten Transponder komplett übernehmen.

Natürlich müssen auch alle zugehörigen Tabellen und Datenströme (PAT, CAT, SDT, BAT, EIT, TDT/TOT, PMT, AIT) erhalten bleiben.

Weiterhin wird eine Verfügbarkeit von 99.9% Prozent erwartet, also ein professionelles Netz. Wartungsarbeiten mit Abschaltung sollen in der Nacht von 0-6 Uhr stattfinden. Und der Netzbetreiber darf insgesamt in allen von ihm und mit ihm verbundenen Unternehmen betriebenen Netzen nur 20.000 Haushalte angeschlossen haben, sonst gibt es die Freigabe nicht auf diesem Wege. Das ganze muß auf Verlangen durch einen Wirtschaftsprüfer nachgewiesen werden können, ansonsten schickt HD+ einen.

Der Netzbetreiber darf vom Endkunden natürlich keinerlei Zusatzentgelte wegen HD+ verlangen, er leitet nur transparent durch und der Endkunde erwirbt auf normalem Wege seine HD+ Karte. Die Kabelweitersenderechte müssen natürlich vom Netzbetreiber erworben werden. Und die Bewerbung des Angebots darf ausschließlich über von HD+ zur Verfügung gestellte Marketingmaterialien erfolgen. Eine Bewerbung (und offenbar auch nur die simple Erwähnung) des Angebots mit eigenen Formulierungen ist nicht zulässig.

(Quelle: "Einzelvertrag über die Kabeleinspeisung von HD+", PDF-Datei "20130730 HD+_Kabelverbreitung_(Einzelvertrag).pdf", Verfasser fheicke, Erstellungsdatum 1.8.2013, liegt als PDF vor.)

von Chris_BLN - am 14.01.2014 09:53
Endlich mal was Positives im Kabel:

Am späten Samstagabend habe ich über meinen Kabelanschluss auf WDR Köln HD einen Spielfilm gesehen und war echt voll begeistert von der Spitzen-Bildqualität. Genauso gut wie auf einer DVD oder sogar Blu Ray und besser als manche Filme bei Das Erste HD und ZDF HD.

Auch SWR HD ist wirklich gut anzusehen, wenn auch leider das falsche Regionalprogramm Rheinland-Pfalz anstatt Baden-Württemberg eingespeist wird. SWR BW wurde zuletzt nur analog eingespeist und ist zugunsten des Disney-Channel komplett rausgeflogen. Wenn man unbedingt Platz sparen will, könnte man ja digital SWR PR in SD und SWR BW in HD einspeisen, dann ist immer noch kein zusätzlicher Platz belegt. Andererseits: Wenn man bedenkt, dass Kabel BW den SWR bis jetzt überhaupt noch nicht in HD-Qualität einspeist, dann geht es uns ja hier in Bayern jetzt richtig gut ;-)

Von Bayerisches Fernsehen HD bin ich dagegen etwas enttäuscht, wobei man hier eher auf den BR schimpfen muss. Offensichtlich sind die Studios und die Senderegie des BR immer noch nicht auf HD umgerüstet und es wird bis Ende dieses Jahres nur hochskaliertes SD und keine einzige Sendung in nativem HD ausgestrahlt. Wenn sich Kabel Deutschland bisher geweigert hat, BR HD einzuspeisen, dann sollte man fast dankbar sein, dass die Kabelgesellschaft diesen Etikettenschwindel nicht mitgemacht hat. Aber jetzt ist der Sender halt auch mit drin, sozusagen der "Vollständigkeit" halber, und zumindest ein bisschen besser als das datenreduzierte BR Süd (SD) sieht es halt doch aus.

von Allgäuer1911 - am 08.04.2014 15:00
Aber so lange es der alte Röhrenfernseher noch macht investieren die doch nicht in einen neuen.
"Der hält für mich doch die paar Jahre noch durch!"
Es gibt aber auch welche, die dann irgendwann sich einen neuen Flachen zulegen: "Der braucht weniger Platz". Die sind dann meist überrascht, wenn man den dann mal für DVB-C einrichtet: "Was sind denn das für Programme, die kenne ich ja gar nicht". Viele haben noch gar nicht mitbekommen, daß sie jetzt die ganzen "neuen" digitalen Programme ohne zusätzliche Kosten empfangen können. Man hat noch von früher im Kopf, daß man für die die digitalen Programme einen Zusatzreceiver mit Karte brauchte, die ja noch extra was kostet - aber wozu Geld ausgeben, wenn man immer noch die gleichen Sender wie früher empfangen kann.
Aber der Umstieg auf einen neuen Flach-TV mit integrierten Tuner für alles dürfte wahrscheinlich für diejenigen. die über Sat empfangen eher in frage kommen. "Dann brauch ich nicht mehr die andere Fernbedienung nur zum Einschalten und es steht nicht mehr so viel rum". Nachdem ich meinen Eltern den Satempfang eingerichtet hatte und sie auch damit Radio hören konnten - ich hatte denen an den Receiver noch eine PC-Aktiv-Box angeschlossen und eine Liste mit den Nummern für die Wichtigsten Sender zusammengestellt - verschwand auch das alte Röhrenradio aus dem Wohnzimmer. "Das brauchen wir jetzt nicht mehr, das verstaubt nur".
OT: Zum Glück haben sie das nur auf den Dachboden gestellt - wäre ja auch schade darum. Mit dem Teil habe ich meine ersten kurzwellenempfänge vin den niederländischen Antillen gehabt, das gehört zu meinem privaten Museum.

von HansEberhardt - am 02.05.2014 19:48
Zitat
Peter Schwarz
Wie viele Leute schauen denn überhaupt noch analog Fernsehen?

Würde mich auch mal interessieren. Gibt es dann dazu eigentlich irgendwelche haltbaren Statistiken? Ich denke am sinnvollsten wäre wirklich die komplette Abschaltung aller analoger Kabelprogramme und die Umwidmung in digitale Kanäle.
Was ich gerade denke: Gab es nicht mal eine hochoffizielle Digitalisierungsrichtlinie vom Bund oder sonst irgendeiner Behörde. Steht dort kein Datum für den ATO drinnen? Gilt der nicht eigentlich auch für das analoge Kabel? :confused:

In meiner Region trifft es Radio Bremen ziemlich, da ja das eigentliche Sendegebiet recht klein, aber das Versorgungsgebiet sehr groß ist. Somit ist der Großteil des eigentlichen Sendegebietes jetzt gar nicht mehr mit rb versorgt. Und der größte Witz: Radio Bremen berichtet ab und zu sogar mal aus dem niedersächsischen Umland ... Und noch ein Witz: Bis vor kurzem war es digital gar nicht bei mir im Kabel drinnen (Pegel alle in Ordnung). Aber ich gucke sowieso über Sat oder DVB-T, von daher alles wieder gut :-)

von Jens1978 - am 03.05.2014 10:27
Zitat
HansEberhardt
Es gibt aber auch welche, die dann irgendwann sich einen neuen Flachen zulegen: "Der braucht weniger Platz". Die sind dann meist überrascht, wenn man den dann mal für DVB-C einrichtet: "Was sind denn das für Programme, die kenne ich ja gar nicht". Viele haben noch gar nicht mitbekommen, daß sie jetzt die ganzen "neuen" digitalen Programme ohne zusätzliche Kosten empfangen können.


Genau so kenne ich das auch. Die Senioren wissen häufig nicht, daß Digitalempfang der Öffis etwas ist, das ohne weiteren Vertrag und ohne weitere Kosten zu haben ist. Sie wissen auch nicht, daß der Digitalempfänger in so gut wie allen modernen TVs eingebaut ist.

Ich hatte das gerade mit einer nun 88-jährigen ehemaligen Raum-Akustikerin des RFZ (DDR-Rundfunktechnik-Entwicklungsanstalt). Die Dame ist noch voll fit, das Arbeitszimmer daheim voller Papier, Kopierer, PC und DECT-Telefon sind vorhanden. Aber eben auch ein fieser Röhren-TV mit schauderhaftem Bild. Auch der DVD-Player (vorhanden!) machte daran übles grellbuntes Gematsche mit Fischgrätenmuster und durch das billige Scart-Kabel ohne Einzelabschirmung kamen immer Geisterbilder des TV-Tuners durch beim DVD-Gucken. Immerhin hatte ihr inzwischen verstorbener Mann noch den TV mit einem Scart-Cinch-Kabel an die Yamaha-Stereoanlage angeschlossen, damit anständiger Ton möglich wurde. Wie man das bedient, war ihr bekannt.

Auch bei TeleColumbus verschwanden immer mehr analoge Dritte, das war ihr durchaus ein Ärgernis.

Vor einem Monat wars dann genug: wir zogen gemeinsam in den nahen Mediamarkt, in dem ich schonmal nach 32-Zöllern mit brauchbarer Fernbedienung (läuft dann immer auf Panasonic oder Grundig hinaus) geschaut hatte. Ich zeigte der Dame dann zum Einstieg den einfachsten Grundig-TV (nur "HD ready", was aber immer noch mehr ist als die Auflösung der Öffis in HD), da sagt sie zu mir "ach Christian, der ist doch viel zu billig!"

Ich war beruhigt, daß sie mehr als 300 EUR ausgeben wollte. Darum wars ihr gar nicht gegangen. Sie dachte, man müsse um die 1000 EUR investieren. Es wurden dann 450 EUR, ein Gerät im weißen Gehäuse, passend zur Schrankwand.

Für sie eine große Überraschung: die Dritten wieder da und alle in HD. Und nix mit neuem Vertrag. DVD läuft noch nicht, hat keinen HDMI, muß ich mit Komponenten anschließen, Kabel kam zu spät von Amazon. Ton ist aber wieder auf der Anlage - nun ists dringend nötig, der Flach-TV klingt auch genau so und sie ist Akustikerin...


Ähnliches hatte ich hier vor genau einem Jahr mit einer 70-jährigen Nachbarin meiner Eltern. Hatte nach Analogabschaltung (bis auf Das Erste, ZDF und MDR Thüringen) im hiesigen Alt-Kabelnetz eines regionalen Betreibers ein Jahr tapfer diese 3 Programme auf der Röhre geguckt. Danach legte sie sich auf "guten Rat" ihrer Verwandten aus der Innenstadt KDG zu, denn da kommen ja "viele Programme und nicht nur drei". Zum Glück sagte sie mir das freudestrahlend, als sie mich kurz darauf mal auf der Straße traf.

Ich bin fast umgefallen. Zum Glück war der Vertrag telefonisch abgeschlossen, das Päckchen mit dem Receiver war noch nichtmal eingetroffen. Den hätte sie nach beiliegender Anleitung auch prompt an das vorhandene Altkabelnetz angeschlossen, Suchlauf gemacht und vermutlich alles gefunden - ist ja auch hier alles und noch viel mehr da (auch ORF mit FM4 und so, damals auch noch BBC HD, als das noch in Ostthüringen mit nem 100er Blech ging). Ein paar Wochen später wäre alles weggewesen - wenn der regionale Netzbetreiber wie von ihr gewünscht abgeklemmt hätte. KDG liegt im Haus an - als HÜP im Keller, mehr nicht. Kein Signal auf dem HÜP, keine Hausverteilung. Niemand hat ihr gesagt, daß sie das auf eigene Kosten hochlegen lassen muß.

Ich habe alles retourniert, nach zig kafkaesken Anläufen war sie den Vertrag (mit allem bis hin zur Erweiterung Extra zur Erweiterung Premium der Erweiterung ...) wieder los, wir zogen in den regionalen Medimax, kauften einen weißen Grundig 32 VLE 9270, schleppten ihn die 300 m zur Straßenbahnhaltestelle, karrten ihn ans andere Ende der Stadt, ließen die 3D-Brillen im Karton und ich richtete das Ding nach Firmwareupdate (dann auch bei DVB-C freie Sendersortierung und Löschen in der Hauptliste möglich) ein. Seitdem gibt es keine offenen Wünsche mehr - am Altanschluß für sechsfünfzig im Monat, schnell mit nem Anruf beim Chef die Stornierung der Stornierung veranlaßt. ;)

von Chris_BLN - am 03.05.2014 12:10
Zitat
Jens1978
In meiner Region trifft es Radio Bremen ziemlich, da ja das eigentliche Sendegebiet recht klein, aber das Versorgungsgebiet sehr groß ist. Somit ist der Großteil des eigentlichen Sendegebietes jetzt gar nicht mehr mit rb versorgt. Und der größte Witz: Radio Bremen berichtet ab und zu sogar mal aus dem niedersächsischen Umland ... Und noch ein Witz: Bis vor kurzem war es digital gar nicht bei mir im Kabel drinnen (Pegel alle in Ordnung). Aber ich gucke sowieso über Sat oder DVB-T, von daher alles wieder gut :-)


Kleiner Nachtrag: Ich hab vorhin mal einen Sendersuchlauf gemacht: Radio Bremen ist digital nicht im Kabel eingespeist, der ganze Kanal auch mit den Lokalprogrammen ist hier nicht im Netz vertreten. In dem Zusammenhang fällt mir auch mal ein Besuch eines KDG Technikers ein, der die Pegel messen wollte, da einige Leute sich beschwerten, dass in ihrer Gegend kein rb digital im Kabel ist. Tja, Pegel waren in Ordnung, aber der Kanal fehlt trotzdem. Eigentlich 'ne Frechheit. Wenn ich das Kabel kündigen könnte, würde ich das sofort machen; aber ich zahle ja auch quasi dafür das ich meine Satschüssel für BBC usw. aufm Balkon, sichtgeschützt, aufstellen kann ;-)

von Jens1978 - am 04.05.2014 14:18
Zitat
Reinhold Heeg
Das ist dem RB TV ist so: der kleine aber immer klamme RB ist nur in seinem eigentlichen Verbreitungsgebiet, also Bremen und Bremerhaven, digital im Kabel. Bei SR isses genau so. Der Grund? Ganz einfach, das liebe Geld.
Schönen Sonntag
Reinhold


Ist so nicht ganz richtig, jedenfalls was KDG betrifft.
RB-TV wurde ab Beginn der digitalen Kabelausstrahlung auch im näheren niedersächsischen Umland digital eingespeist (Netze Bremen-Umland und Bremerhaven-Umland). Seit wenigen Tagen wirds auch in den Netzen eingespeist wo man bislang ausschließlich analog eingespeist wurde (Cloppenburg, Leer, Norden, Oldenburg, Verden-Walle, Wilhelmshaven). Das hat mich sehr gewundert, ich hätte es der KDG genauso zugetraut den Sender ganz rauszuwerfen in diesen Gebieten. Es scheint aber (dank Vodafone?) ein Umdenken stattgefunden zu haben.

Das SR Fernsehen wird mit Ausnahme von Bremen-Umland und Dresden in allen KDG-Netzen verbreitet, die an das Backbone angeschlossen sind.

von htw89 - am 04.05.2014 17:09
Also meine Beobachtung hier in Amberg ist folgender maßen. Bei Wohnungen von Wohnungsunternehmen ist eigentlich nur bei Ausländischen Mitbürgen zu sehen das sie Schüsseln aufstellen. Die deutschen Bürger beschränken sich dort eher auf das Angebot übers Kabel. Mann sieht hier dadurch aber auch in welchen Häusern die meisten Ausländischen Mitbürger wohnen.

Bei Eigentumswohnungen ist es hier eher unterschiedlich. Ich kenne einige die bleiben Freiwillig bei Kabel, andere haben auf ihren Balkon eine Schüssel gestellt. Während andere zwar gerne eine Schüssel aufstellen würden es ihnen von der Eigentümerversammlung aber untersagt wurde eine Schüssel aufzustellen.

Bei Mehrfamilienhäuser die im Privatbesitz sind ist es auch unterschiedlich. Wie halt der Besitzer dieser Immobilie drauf ist.

1. Er untersagt eine Satschüssel generell und verweist auf den Kabelanschluss
2. Er stellt selbst eine Gemeinschaftsanlage auf

oder

3. wie in den Haus wo ich wohne, er überlässt es den Mieter selbst worüber er empfängt.

Das heißt der Mieter kann Kabel nutzen, muss aber dann dafür komplett selber zahlen da es in der Miete nicht enthalten ist, oder er schafft sich eine Schüssel an.

Dann gibt es noch die Eigentumshäuser (Einfamilienhäuser). Hier ist eher zu sehen das bei älteren Häusern es darauf ankommt wer drinnen wohnt. Die älteren Menschen nutzen hier meisten weiterhin Kabel während die jüngeren Familien auf Sat setzen.

Bei neubauten von Einfamilienhäuser ist generell zu sehen das hier der Trend eindeutig zu Sat geht. Egal wo ein neues Einfamilienhaus gebaut wird ist eine Sat-Schüssel zu sehen.

von Winterkönig - am 10.05.2014 07:59
Zitat
Winterkönig
Dann gibt es noch die Eigentumshäuser (Einfamilienhäuser). Hier ist eher zu sehen das bei älteren Häusern es darauf ankommt wer drinnen wohnt. Die älteren Menschen nutzen hier meisten weiterhin Kabel während die jüngeren Familien auf Sat setzen.


Genau das gleiche bei meinen Eltern in Thüringen. Die Leute haben sich Anfang der 80er alle zusammengetan, in Wochenendeinsätzen ein Kabelnetz geschaffen (meist sogar verbuddelt statt freiluft von Giebel zu Giebel), Mast auf den Berg, Kabel durch den Wald (etwa 1 km schätze ich) - zack, 6 TV-Programme: DDR 1, DDR 2, ARD, ZDF, Bayerisches FS, NDR), dazu viel UKW. In den 90ern wurde das dann aufgebohrt auf etwa 40 analoge TV-Programme (via Sat), später kam digitales TV dazu und heute bietet die Anlage alle deutschen und viele weitere Sat-Transponder 1:1 transparent (ich könnte da auch FM4 oder die Tschechen-Radios hören und bald die SRF-Radios, es sind DAB-Pakete durchgeleitet und bis Februar gab es sogar BBC HD).

Die meisten sind noch dran am Netz für Beträge deutlich unter 10 EUR/Monat. Die Alten haben nach der Analogabschaltung teils tapfer die dann nur noch 3 analog eingespeisten Programme (Das Erste, ZDF, MDR) gesehen, eine Frau hat sich für den riesigen alten Plasma ihres verstorbenen Mannes im "Fachmarkt" einen SD-Receiver mit Scartanschluß aufschwatzen lassen ("wieso, das Bild ist doch gut" ) und eine Nachbarin hat auf Drängen ihrer Verwandten aus der Innenstadt nach einem Jahr dann Kabel Deutschland bestellt, weil da kommt ja alles.... das Signal wäre maximal bis in den Keller an den HÜP gekommen, das Haus hat keine Verkabelung dafür - woher sollte sie das auch wissen? Ich habs schnell stornieren lassen und mit ihr besser einen neuen TV gekauft mit DVB-C. Nun hat sie alles in HD am Altnetz und ist zufrieden.

Meine Eltern haben mir untersagt, sie auf Satempfang umzustellen. "Da muß ja gebohrt werden und Kabel müssen gezogen werden." Das gleiche erlebe ich in der Nachbarstadt, wo Bekannte gleichen Alters (Ende 70) zittern, weil sie TeleColumbus wegen Modernisierungs-Unlust des Teilnetzes nicht mehr versorgen will. Sie wollen keine häßliche Schüssel an ihrem Haus ("Wie sieht denn das aus? Wir sind doch hier nicht bei..." ) und denken lieber ans baldige Sterben als daran, noch etwas ändern zu lassen. Das scheint ab einem gewissen Alter so zu kommen.

Sobald eines der Häuser verkauft wird und jüngere Leute einziehen, kommt eine Schüssel aufs Dach (immer ohne Erdung oder Blitzschutz) und das Kabel wird rausgerissen - mitunter damit auch die Durchleitung ins nächste Haus...

von Chris_BLN - am 10.05.2014 20:16
Der Aufwand mit Bohren und Kabelziehen kann manchmal auch minimal sein wenn man sich zB ne Unicable (SCR ) Satanlage installiert oder wenn zB im Haus schon eine "Sternnetzverteilung" vorhanden ist. Oftmals kann man die "alten" Koaxleitungen weiterverwenden. Lediglich die Antennendosen müssen oftmals getauscht werden ;).

Die heutigen Sattuner in den Flachbildschirmen unterstützen fast alle schon SCR ( Unicable ) und viele günstigen Satreceiver auch. Das Terr. Signal lässt sich bei solch einen Unicableanlage auch mit einem einfachem Combiner problemlos einspeissen ;).

Ich finde dass ne ordentlich installierte Satanlage keinesfalls "hässlich" aussieht. Schliesslich gibts ja Schüsseln in allen möglichen Farben die auch gut zur Hausfassade passen ;)

@Chris_BLN

Die von dir genannte Antennengemeinschaft scheint ja echt einiges zu bieten. Da wird wahrscheinlich 1:1 von DVB-S auf DVB-C umgesetzt inkl. aller Astra Transponder. Sowas find ich zb klasse. Da kriegt man fürs Geld echt was geboten und braucht wirklich keinen eigenen Satspiegel mehr :).

Solche Antennengemeinschaften gibt es in meiner Gegend auch immer mehr. Da wird der ORF terr von der Zugspitze von DVB-T auf DVB-C umgesetzt. Desweiteren sind da alle Astra, Hotbird 13 und Türksat 42 Transponder drin. UKW wird da 1:1 durchgeschleift und zusätzliche Programme ( UKW ) werden dort von DVB-S auf analog gewandelt. Bei diesen Häusern sind nach der Umstellung auch die ganzen verrosteten Baumarktspiegel an den Fassaden verschwunden :).

von DaPickniker - am 11.05.2014 09:31
Zitat

Meine Eltern haben mir untersagt, sie auf Satempfang umzustellen. "Da muß ja gebohrt werden und Kabel müssen gezogen werden." Das gleiche erlebe ich in der Nachbarstadt, wo Bekannte gleichen Alters (Ende 70) zittern, weil sie TeleColumbus wegen Modernisierungs-Unlust des Teilnetzes nicht mehr versorgen will. Sie wollen keine häßliche Schüssel an ihrem Haus ("Wie sieht denn das aus? Wir sind doch hier nicht bei..." ) und denken lieber ans baldige Sterben als daran, noch etwas ändern zu lassen. Das scheint ab einem gewissen Alter so zu kommen.

Interessanterweise gibt es diese Einstellung auch bei jüngeren, und zwar meistens dann, wenn die Frauen das Sagen haben :D.

Bezüglich Einkabellösungen (was man heute "Unicable" nennt)
Ich verstehe nicht, dass da heute so viele Leute "drauf abfahren". Das ist eigentlich nur ein Behelf und sollte wirklich nur dann genutzt werden, wenn es absolut unmöglich ist eine richtige ZF Verteilung aufzubauen.

von WiehengeBIERge - am 11.05.2014 09:44
Zitat
DaPickniker
Der Aufwand mit Bohren und Kabelziehen kann manchmal auch minimal sein wenn man sich zB ne Unicable (SCR ) Satanlage installiert oder wenn zB im Haus schon eine "Sternnetzverteilung" vorhanden ist. Oftmals kann man die "alten" Koaxleitungen weiterverwenden.


Das kann in Einzelfällen so sein, aber viele alte Hausverteilungen eignen sich nicht bzw. nur unter Ignoranz aller anzuwendenden Schutzmaßnahmen (Blitzschutz).

Bei meinen Eltern kommt vom Spitzboden durch die Zwischensparrendämmung und die Feuchteschutzfolie ein einzelnes Koaxkabel runter ins Dachgeschoß, läuft dort durch und geht abermals durch den Fußboden ins 1. OG. Dort läuft es hinter einem raumhohen Bücherregal herunter, kommt 30 cm über dem Fußboden raus und dort ist die Dose, an der der TV und das Radio im Wohnzimmer nebenan hängt.

Das Kabel ist steinalt und hat kaum Schirmung. DDR-Ware halt, 4 oder 5 Aludrähtchen, dazu eine kümmerliche Folie. Es müßte getauscht werden (müßte es eigentlich auch jetzt), das wäre nicht das große Problem, bis auf die Querung der Zwischensparrendämmung.

Aber dann hätte man auf dem Spitzboden ein Kabel und könnte eine Satantenne aufs Dach setzen. Das zieht aber mindestens eine Direkterdung des Antennenmastes nach sich, also 16 qmm Massivkupfer außen die Hauswand runter, vorher Querung der Dachrinne mit entsprechenden Einbindungsmaßnahmen gegen Lichtbogenbildung, unten ein Erder, der dann wieder mit 16 qmm Massivkupfer blitzstromtragfähig an die Haupterdungsschiene angeschlossen. Ideal wäre allerdings eine Fangstange für die Antenne und damit das nicht so scheiße aussieht am besten eine HVI-Version, die ohne Trennungsabstand montiert werden kann. Das muß dann mit 50 qmm (!) runter auf den Erder geführt werden. Außerdem muß dann durchs Haus nach oben ein 4 qmm PA-Leiter gezogen werden und da der in unmittelbarer Nähe zu den Koaxkabeln geführt werden soll, müßte er durchs Wohnzimmer gehen.

In beiden Fällen dürfte eine Rechnung von vielen 100 EUR anfallen, vielleicht sogar vierstellig. Selbstbau ist bei dem Blitzschutzkram verboten. Das machen Senioren nicht mehr, eher richten sie sich auf ihren baldigen Tod ein und verzichten.

Eine Antenne an der Hauswand fällt weg, das Zimmer mit dem TV hat Nord- und Ostwand. Südwand würde Kabelwege durch ein anderes Zimmer erfordern und sähe wirklich grauenvoll aus.

Bei den Bekannten in der Nachbarstadt baumeln die Kabel der alten BK-Anlage an der Hauswand runter, in unmittelbarer Nähe des Dachrinnenfallrohres, das sie dann auch kreuzen. Blitzschutztechnisch ist das nicht zu tolerieren, es müßte neu gebaut werden. Dort wäre Schüssel (und zwar eine beige Technisat/Telestar, die Farbe paßt fast perfekt) direkt an der Hauswand möglich und einfach, da nicht wärmegedämmt. Dann Kabel gerade durch die Wand rein ins Wohnzimmer, dort mit ner Krone ein UP-Loch bohren und das Kabel gleich dort enden lassen. Das ist gerade noch so ok, ein Teilnehmer, Antenne im Schutzbereich der Fassade, kein Anschluß an den Potentialausgleich. Schön ist das dennoch nicht, aber für den PA-Anschluß müßte wirklich aufgestemmt werden. Schon die Schüsselmontage wird aber verweigert.


Und SCR ist ja nett, aber wenn ein TV vorhanden ist, der zwar DVB-S (bislang nie genutzt) an Bord hat, jedoch kein SCR, dann hilft das auch nichts. Zusatzgeräte kommen nicht in Frage.

UKW nebenan wäre dann auch ungeklärt. Nur noch DLF, D-Kultur und Figaro? Bissl wenig...


Zitat
DaPickniker
Die von dir genannte Antennengemeinschaft scheint ja echt einiges zu bieten. Da wird wahrscheinlich 1:1 von DVB-S auf DVB-C umgesetzt inkl. aller Astra Transponder. Sowas find ich zb klasse. Da kriegt man fürs Geld echt was geboten und braucht wirklich keinen eigenen Satspiegel mehr :)..


Es ist wirklich viel drin, alle Öffis in SD und HD 1:1 von Astra, alle Privaten außer dem Transponder mit den bayerischen Lokalsendern, Sky in SD und HD, Austria (natürlich wie Sat, also TV weitgehend verschlüsselt), bald auch die Radios von der SRF und wohl auch von der RAI. Die Tschechen, der französische Radiotransponder, bald wieder die Polen, dazu vieles obskures Zeugs von Hotbird und Astra. Das müllt aber massiv den Speicher zu, z.B. mit den Pornokanälen des Media-Broadcast-Transponders (der mit FFH). Gefiltert ist da nichts. Mancher der angeshclossenen Haushalte fühlt sich damit überfordert. Es gibt Leute, denen ist ein fremdbestimmtes Angebot mit LCN (1 Das Erste, 2 ZDF, 3 regionales Dritte, 4 RTL, ...) offenbar lieber. ;)

Zitat
DaPickniker
Solche Antennengemeinschaften gibt es in meiner Gegend auch immer mehr. Da wird der ORF terr von der Zugspitze von DVB-T auf DVB-C umgesetzt. Desweiteren sind da alle Astra, Hotbird 13 und Türksat 42 Transponder drin.


ORF ab DVB-T ist natürlich dann nochmal eine Grenzwertige, aber feine Sache. ;)
Wir können nun seit dem BBC-Umzug nix mehr mit der 28er Antenne anfangen. Vorschlag von mir: auf 16° drehen und die Serben, Kroaten etc. mit reinnehmen, es wohnen auch paar Leute aus dieser Ecke Europas im versorgten Gebiet. Inwieweit das alles legal ist, soll nicht mein Problem sein, das möge bitte der Betreiber der Anlage klären. Es gibt immerhin ein europäisches Abkommen über grenzüberschreitendes Fernsehen und die Länder, die es ratifiziert haben, dürfen zumindest in Thüringen ohne viel Trara ins Kabel genommen werden.

Zitat
DaPickniker
UKW wird da 1:1 durchgeschleift und zusätzliche Programme ( UKW ) werden dort von DVB-S auf analog gewandelt.


Wie geht das? UKW zu einer Umsetzung aus DVB-S einspeisen braucht sehr selektive Filter, schon um die versehentliche Ausstrahlung der von DVB-S geholten UKW-Programme zu vermeiden. Das "Filter" der Wahl heißt dann normalerweise "Kanalaufbereitung" und die kostet auch richtig Geld.

von Chris_BLN - am 11.05.2014 10:09
@Radiopirat

So ne Selfsat hab ich selbst auf meinem Südbalkon ( unsichtbar versteckt wegen Mecker von der Hausverwaltung ) weil ich sonst meinen Zwangskabelanschluss nutzen müsste. ORF 1+2 und ATV hole ich mir durch ne kleine Kathrein BZD 40 ebenfalls noch mit rein. Habe halt das Glück dass bei mir die Zugspitze schon mit geringstem Aufwand auf meinem Balkon reinkommt.

Internet und Telefon sowie UKW ( für die Stereoanlage ) laufen bei mir über Kabel. Meine Selfsat hab ich mit dem von der Arbeit geliehenen Antennenmeßgerät ausgerichtet. Das Teil hat zwar nicht die Leistung von nem 60ger oder 80ger Offsetspiegel. Der Empfang ist aber auch bei starkem Regen stabil und ohne digitale Aussetzer. Auch HD und Sky läuft über die Selfsat problemlos. Für Leute wie mich die keine Möglichkeit haben einen grossen Spiegel zu montieren also imho eine gute Lösung :).

@Chris_BLN

Bei der UKW Umsetzung wurden die von DVB-S nach UKW gewandelten Radioprogramme einfach auf freie Frequenzen gelegt. Funktioniert erstaunlich gut. Ich weiss allerdings nicht ob in dieser Anlage selektive UKW Bandsperren o.ä zum Einsatz kommen weil ich die Verteilung nicht gesehen habe. Mir is das halt mal aufgefallen als in in so einem Haus bei ner Kundschaft mal ne Stereoanlage aufgestellt hatte und diese an die entsprechende Antennendose angeschlossen hatte ;).

Der ORF (DVB-T) von der Zugspitze oder vom Pfänder ( je nach Lage ) ist in meiner Gegend schon relativ gut zu empfangen und gerade mit Yagi auf dem Dach oftmals kein Problem. Da bei mir im Allgäu der ORF auch analog im Kabel ist weisst auch darauf hin. KDG holt sich den ORF in Kempten am Telekomgebäude mit nem UHF Zwilling von der Zugspitze ( E49 ) und speisst dann ORF 1 auf E23 und ORF 2 auf E22 analog ein.

von DaPickniker - am 11.05.2014 11:28
Ich teile die allg. Kritik an den Einspeisegebühren und am Verhalten der beiden großen Anbieter KDG und UM, was die Signalverschlechterungen (im Falle KDG) bzw. das fast vollständige Weglassen der ÖR-HDs (im Fall UM) betrifft. Aber man muss zwischen den Management-Entscheidungen und der eigentlichen Kabel-Technik differenzieren; daher warne ich vor Pauschalurteilen wie hier (Hervorhebung von mir):
Zitat
wolfgangF
Ich hoffe sehr, dass ARD und ZDF standhaft bleiben. Geld zu verplempern für einen Übertragungsweg, den niemand mehr braucht, wäre völlig absurd.

Die Kabelnetze hatten ihre Berechtigung zu analogen Zeiten, weil damit endlich deutlich mehr Programme als terrestrisch übertragen werden konnten. Da bekam man für die Kabelgebühr noch einen echten Mehrwert. Doch mit der Digitalisierung der Terrestrik und v.a des Satelliten braucht mach diese völlig überteuerte und auch unflexible Infrastruktur schlichtweg nicht mehr.


Dazu folgende Frage: Was würdest du als idealen Übertragungsweg für sehr schnelles Internet (>= 200 Mbit/s, in ein paar Jahren sicherlich >= 1 Gbit/s) vorschlagen: Satellit, Terrestrik (LTE?) oder gibt es doch eine bessere Lösung?

von GLS - am 01.05.2015 17:55
Glasfaser ist die Zukunft. Vectoring das jz.

Das Kabel hat zwar schnelle Download Geschwindigkeiten. Der Upload ist aber sehr bescheiden und hier ist bei 400 Mbits Download auch schluss. Es gibt einen Nachfolger, der sich aber nicht so einfach Umsetzen lässt.

und der große Nachteil ist die Clustergrößer und kein IPV4 mehr.


Zitat

Ich hoffe sehr, dass ARD und ZDF standhaft bleiben. Geld zu verplempern für einen Übertragungsweg, den niemand mehr braucht, wäre völlig absurd.


Das Urteil sagt aber nicht aus, dass ARD/ZDF Geld bezahlen müssen, wäre ja noch schöner. Sondern nur, dass ARD/ZDF nicht unentgeldlich eingespeist werden müssen. Da kein Geld zur Kabeleinspeisung zur Verfügung steht (der KEF sei dank), bliebe UM nur die Ausspeisung der Programme.

Ein Urteil, die ARD/ZDF zu Zahlung der Einspeisegebühren verpflichtet wird es auch nie geben. ARD/ZDF stellen das SIgnal unentgeldlich zur Verfügung für alle KNB und das wird sich auch meiner Meinung nicht mehr ändern. Also drehen wir uns im Kreis.

Wenn UM jz konsequent wäre, müsste die AUsspeisung der fremden Dritten Programme beginnen. Mehr kann man sich nicht erlauben. Denn wenn die "GEZ"-Programme nicht mehr drin sind, kann ich als Zwangsverkabler an den Vermieter wenden und die Zahlung der Zwangsabgabe im hinblicka uf die fehlende Verbreitung von ARD/ZDF verweigern.

von Marcus. - am 01.05.2015 18:33
Zitat
Marcus.
Denn wenn die "GEZ"-Programme nicht mehr drin sind, kann ich als Zwangsverkabler an den Vermieter wenden und die Zahlung der Zwangsabgabe im hinblicka uf die fehlende Verbreitung von ARD/ZDF verweigern.

Dürfte schwierig werden, denn dann wird auf die Empfangswege DVB-T (in Städten, in denen es Kabelnetze gibt, meist auch verfügbar) und Internet verwiesen werden. Pervers ist es trotzdem, diese Zwei-Klassen-Gesellschaft (Sat / TeleColumbus / Kleinkabelnetze auf der einen Seite mit vollem HD-Angebot, ohne je einen Cent dafür von ARD/ZDF bekommen zu haben und einst üppig alimentierte Großnetze ohne ansprechendes HD-Angebot auf der anderen Seite).

Die Kabelnetze dürften allerdings vor allem wegen Internet/Telefon im Haus bleiben. Es sind ja auch der TeleColumbus zehntausende Haushalte abhandengekommen, man ging seitens der Wohnungswirtschaft zu Anbietern mit weitaus geringerem HDTV-Angebot. Verstehen muß man das aus Kundensicht irgendwie nicht...

Inzwischen hat ein Gericht ja wohl auch entschieden, daß ein Internetanschluß das Recht auf eine Schüssel verwirkt. Irre Welt, weit jenseits jeglicher technischen Vernunft.

von Chris_BLN - am 01.05.2015 21:57
Zitat
Marcus.
Glasfaser ist die Zukunft.

Zitat
D.Kleine
Glasfaser! Und zwar bis in die Wohnung.

Zitat
HansEberhardt
MIt der Glasfaser sind auf jeden fall ohne Problem 10GBit/s möglich für jeden Anschluß, ohne daß was neues in die Erde / durch das Leerrohr muß.


Danke, darauf wollte ich hinaus.:)

Wenn wir uns also einig sind, dass Glasfaser der beste Weg ist, um Internet zu übertragen, warum sollte es nicht auch der beste Weg sein, um TV zu übertragen? Ob als RFoG/DVB-Cx oder IPTV, ist dabei zweitrangig. Daher ist die Kritik an der Kabel-Technik fehl am Platz, denn auch Glasfasernetze sind Kabelnetze (man sollte mit dem Begriff "Kabelnetze" nicht mit "Koaxialnetzen" gleichsetzen) und Koaxialleitungen werden Schritt für Schritt durch LWL ersetzt. Das passiert aber auch mit den Kupferleitungen der Telefonanbieter und so werden wir (leider erst) in einigen Jahrzehnten bei einer nahezu 100%igen Breitbandverkabelung der Haushalte in Deutschland mit FTTB/-H ankommen, wo dann das Kabel tatsächlich den Satelliten ersetzen kann und nicht umgekehrt. Hoffentlich wird es dann nur fähige Anbieter und klare Regelungen geben, was "Must-Carry" betrifft...:rolleyes:

Naja, um wieder auf die heutige Zeit zurückzukommen: Da ist die heutige Kabel-Technik, größtenteils noch aus Koax, wie schon angesprochen, vielerorts schon der schnellste Internetanschluss. Also kann man auch heute nicht einfach so auf Kabel verzichten.

von GLS - am 02.05.2015 19:28
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