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hr beendet weitgehend die UKW-Ausstrahlung von hr2

Startbeitrag von durchfuxt am 11.02.2013 12:22

Laut Ansagen im Programm und Infos auf hr2.de werden mit Außnahme der Sender Gr. Feldberg und Hoher Meißner alle anderen UKW Frequenzen von hr2 abgeschaltet. Am Hörertelefon sagte man, die Abschaltung erfolge heute Nachmittag, ab morgen werden die Frequenzen für hr-info und you-fm genutzt. Der Dudelfunk ist weiter auf dem Vormarsch.... Für mich wird sich der hr2 Empfang im Auto erheblich verschlechtern.

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
Spacelab
Im Prinzip hat 2-0-8 schon recht. Es wird imer gefordert und wenn es einen dann selbst trifft ist das Gejammer groß. Außerdem bin ich fest davon überzeugt das weniger als die hälfte die sich jetzt beschweren den Sender noch nie länger als 5 Minuten gehört haben. Wenn denn überhaupt. Ansonsten ist es doch ganz verständlich das Programme die nur eine Hand voll Hörer haben ihre Frequenzen für populärere Programme hergeben müssen.

Kultur hat nicht nur beim HR einen recht geringen Stellenwert. Fritz Raff sagte seinerzeit auf einer Veranstaltung mal ganz dreist "Wenn wir keinen Versorgungsauftrag hätten, hätten wir SR2 schon längst abgeschaltet." Das ging damals auch groß durch die saarländische Presse.


Sehe ich auch so. Und vom hr -trotz oder genau wegen- dieser Hauruckaktion. Und sooo viel Hörer (nicht Fläche) wird das jetzt auch nicht treffen. Mobil wird hr2 wohl eher weniger gehört. Und zuhause haben gerade die "typischen" hr2-Hörer wohl andere Möglichkeiten.
Als der BR einst den m. E. RICHTIGEN Vorschlag gemacht hat, BR-Klassik (damals "Bayern 4 Klassik") runer von UKW und exklusiv auf DAB (damals noch DABalt) zu nehmen, wurde hier auch geschrieben, dass das wegen dem besseren Klang etc. sinnvoll gewesen wäre und die Klassik-Klientel eh (zuhause) bessere Ausstattung und andere Empfangsmöglichkeiten als der "normale" on3- oder YouFM-Hörer hat.

Fazit: Ein wie ich finde mutiger und nachvollziehbarer Schritt des hr. Und richtig. Und wie hier bereits gepostet wurde, wird das in der Zahl der wirklich betroffenen (und nicht die weit weg sitzenden Forumsteilnehmer!) eher Befürworter als Gegner finden. Eben weil beide Programme, zumindest aber YouFM, deutlich mehr Hörer ansprechen.

von Schwabinger - am 11.02.2013 19:15
Antwort auf eine Hörerzuschrift eines Forenteilnehmers
Zitat
hr-online auf FB vor 4 Stunden
Sehr geehrter Herr ..., hr2 bleibt natürlich hessenweit empfangbar, nur einzelne Frequenzen werden umgewidmet, wodurch sich die Empfangbarkeit von hr-iNFO und YOU FM deutlich verbessert. Das geschieht auch nicht, wie in Foren zu lesen war, weil das Digitalradio gestärkt werden sollte - die Umschaltung geschieht losgelöst vom Digitalradio; sollte sie allerdings dazu führen, dass wir das Digitalradio stärken, wäre das ein willkommener Nebeneffekt.

...aha, die lesen hier mit?!?


Und etwas älter:
Zitat
Ein hr-info-Hörer auf FB am 7.2.2013
Nachdem HR-Info meine beiden Anfragen/Mails wegen der schlechten Empfangsleistung ignoriert oder ausgesessen hat, werde ich mir das ständige Rauschen und Sendersuchen nicht mehr antun und wieder zum guten alten Deutschlandfunk wechseln. Die Werbung von HR-Info mit dem guten Empfang über ein DAT-Radiogerät kann ich nur belächeln. Wofür zahle ich denn Gebühren? Verschiedene Bayrische Sender sind 100 Km hinter der Landesgrenze noch klar zu empfangen und FFH über 4 Frequenzen immer deutlich!
Außerdem stören die ständigen Wiederholungen der Beiträge und wissenschaftliche Aspekte fehlen nahezu vollständig.
Und Tschüss, ein Hörer weniger.


Und die Antwort von hr-info darauf:
Zitat
hr-info auf FB am 8.2.2013
Lieber Herr ..., es tut uns sehr leid, dass sie Probleme mit dem Empfang von hr-iNFO haben. Leider können wir nicht frei entscheiden, wo hr-iNFO empfangbar ist. Die Vergabe der Frequenzen ist ein kompliziertes Verfahren. Deshalb müssen unsere Hörer in manchen Regionen auf alternative Empfangsmöglichkeiten (wie Digitalradio) ausweichen. Wir wünschen uns natürlich auch eine bessere Empfangbarkeit. Ihre Kritik an unserem Programm nehmen wir gerne entgegen und lassen sie in eine unserer nächsten Feedbackrunden einfließen.
Viele Grüße aus der Redaktion


Das hört sich so an, als ob hr-info vor 3 Tagen selber noch nichts von seinen neuen Frequenzen wusste...
Ob die sich das vielleicht doch erst heute morgen nach den ersten 10 Rosenmontagsbierchen überlegt haben...? :D

von iro - am 11.02.2013 20:37
Vorweg: Ich möchte die Programme nicht inhaltlich bewerten. Dies ist häufig geschehen, die Meinungen dazu sind allgemein bekannt. Technisch ist diese Umsetzung höchst spannend und vermutlich mit das Interessanteste auf UKW was wir in den letzten 10 Jahren mitgemacht haben.

Zitat
Wiesbadener
Nochmal: Was soll dieser Schwachsinn? Die Aktion hätte Sinn gemacht bei einem halbwegs ausgebauten Digitalradio-Sendernetz. So entstehen nun ja Riesenlücken in Mittel- und Südhessen bei hr2. Lediglich im Bereich des Rimbergs können Hörer ja nun auf DAB+ switchen (theoretisch).

Deftig finde ich hier nur, daß man Rimberg komplett herausnimmt. Man hätte nach meiner bei hr4 hier noch optimieren können und dann die 91,9 zu hr2 geben sollen.
In meinem Alter :-( kennt man noch als zur "Prime-Time" hr3 auf der 92,7 und 87,6 ausgeblendet wurde. Übrig blieb 89,3 / 89,5 / 89,7 / 93,6 / 93,9 und 97,7. 93,6 und 93,9 hatten nur lokale Bedeutung, das Gebiet der 93,6 war bereits durch die 97,7 versorgt. Die 93,9 war ebenfalls lokal konnte den Verlust der 87,6 keinesfalls ausgleichen.

Zitat
sup2
Ich denke, der HR hat sich das nicht heute morgen beim Kaffee entschieden, sondern von langer Hand geplant und auch von den Juristen sorgfältig prüfen lassen.

Ja! Damals mußte die 91,3 an den DLF abgegeben werden. Es wäre interessant wie man heute einen derartigen Aderlaß vermeidet.

Zitat
Kabelfuzzi
Es ist ja nicht so, als ob man hr2 jetzt nicht mehr rein bekäme. Im größten Teil Hessens geht hr2 nach wie vor. Im Prinzip macht der hr das, was ich mir für eine große Zerobase auch wünschen würde: Man fragt sich, wie viele Leute einen Sender (gemeint: Senderstandort & Frequenz) brauchen, um ein bestimmtes Programm zu empfangen. Dann schaut man, wie viele Hörer der Sender bei einer Umbelegung erreichen würde. Und - Überraschung - bei sehr vielen Sendern käme raus, dass man mit den Frequenzen viel mehr machen könnte, als sie als Füllsender zu verschwenden. Beispiele: FFH Rheingau-Kette, SWR Standort Heidelberg, WDR Standort Bonn u.v.a.
Der hr macht's vor! :cheers:

Volle Zustimmung!

Zitat
Schwabinger
Und dann fragt euch mal echt: Wenn irgendein Sender eine Funzel aufmacht um seinen -Zitat Hagen- VERSORGUNGSBEREICH zu erhalten oder zu festigen, schreit das halbe Forum wegen Zufunzelei und Störung von irgendwelchen weitentfernten DX-QRGs auf [und manche fordern ja stattdessen lieben ein KBW-Verbot]. Nun macht der hr im Prinzip das Gegenteil, nähmlich eine Art Zerobase (oder anders: "Optimierung der Empfangsmöglichkeiten der einzelnen hr-Radioangebote in Hessen entsprechend den Wünschen der HörerInnen in Hessen";) ) und dann schreien auch alle wieder.
Und ein paar Threads weiter fordern die gleichen (!!!!), die jetzt dank dem hrdie Abschaffung aller Kulturwellen sehen, eine gänzliche Abschaltung von UKW und stattdessen DAB. :wall:

Auch hierzu volle Zustimmung. hr2 ist das Feigenblatt des hr. Jetzt wird es ein gleicher Weise von der Masse derer benutzt um den hr eine entsprechende Nichtempfangbarkeit des Kulturprogramms vorzuwerfen. Man geht also in geweisser Weise mit dem hr gemein ohne es selbst zu merken. Alles andere was über Jahre gefodert wurde muß da offenbar hinten anstehen.

Zitat
Schwabinger
Zitat

Ganz sicher nicht im Neckartal. Da unten geht nur Hardberg, vom Feldberg ist kein Mucks zu hören.

Etwas OT
Der hessische Anteil am Neckar beträgt wieviel Meter?
Es gibt ja noch den Würzberg.

Der Sender Hardberg versorgt gefühlt 80 % was nicht direkt Kernland Odenwald ist.

Vielleicht würde man gerade hier mit 1-2 Funzeln vergleichbar mit SWR-Erbach sogar besser fahren als mit einem 50kW-Sender der auch schon dort nur in Teilen nur verzerrt in das Neckartal einstrahlt. Das DAB+ hier möglicherweise seine größten Trümpfe ausspielen wird dürfte außer Frage stehen.

Zitat
Japhi
Interessieren würde mich ein RadioMobile-Plot von hr2 jetzt, also Meißner, Feldberg und Würzberg. Wenn eine, sagen wir mal ausreichende Versorgung gewährleistet ist, dann könnte man, wenn man wollte, noch mehr Ketten schaffen.

Ggf. ab "Ascherdonnerstag"

Zitat
Peter Schwarz
Ich denke, der HR will mit dieser Nacht- und Nebelaktion herausfinden, wie viele Hörer TATSÄCHLICH diese HR2-Frequenzen hören. So hält man diejenigen erst mal heraus, die sich echauffieren, nachdem sie es irgendwo in der Presse oder im Internet gelesen haben. Das wäre m.E. der einzige nachvollziehbare Grund für diese Vorgehensweise.

Ähnlich hatte man es auch mir hr1 am Rimberg gemacht. Der Sender war noch mit Kennung on-air, aber das Autoradio wollte ihn selbst auf der A5/A7 im Abschnitt Kirchheimer Dreieck - Hattenbach Dreieck nicht. Vermutlich wurde damals die 91,3 aus der AF-List genommen und zusätzlich die PI abgeschaltet. Die Möglichkeit dies auszutesten hatte ich nicht. Ich mußte einerseits fahren, andererseits fehlten mir die technischen Mittel.

von Thomas (Metal) - am 11.02.2013 22:38
Zitat
Wrzlbrnft
Zitat
mor_
Ich formuliere mein Arbeitshypothese mal sehr hart:
Jemand der hr2 Kultur hört ist nicht so bes... sich bei Fratzenbuch&Co anzumelden ;)


Es ist sicher nicht die Kernzielgruppe, da gebe ich dir Recht. Aber es ist ein Publikum, das auch bereit ist, sich mit seinem Sender zu identifizieren und mit ihm in Kontakt zu treten. Und da sollte es doch sicher auch viele Facebook-Nicht-Verweigerer geben. ;) (daneben gibt es ja auch noch Twitter, wo aber unter #hr2 auch fast nichts zu finden ist)

Den gemeinen Shitstormer siedle ich auch mal eher beim Ballermann-Publikum an...
Dem hr2-Hörer mit Internet und vielleicht auch FB ist die UKW-Abschaltung möglicherweise auch egal, weil er andere Empfangswege nutzt, online ist er ja z.B. schon. Vielleicht schreibt er auch lieber eine böse wohlformulierte email an den Sender statt eines ollen FB-Kommentars.

Wenn der NDR das Kulturprogramm auf UKW abschalten täte, würde mir das überhaupt nicht auffallen. Ausser beim scannen oder wegen des Forums. Ich höre es sowieso nicht, da ausgerechnet das Kulturprogramm meines Landessenders nie etwas für mich im Angebot hat - außer vielleicht 1x pro Jahr. Das nehme ich aber dann über einen rauschfreien Empfangsweg auf und höre es mir zu meiner Wunschzeit an.
Es ist aber nun nicht so, daß ich keine Kulturprogramme höre, nur sind diese meistens aus anderen Bundesländern. Ich höre dann nach Studium des Programmheftes gezielt rein bzw. nehme auf (Web- oder Sat). Zur Not gibt es auch noch Podcasts... Genau diese Möglichkeiten werden vermutlich viele Kulturhörer nutzen, Kultur-Empfang wird wohl i.d.R. geplant, das Zuhören kann durchaus anstrengend sein...

Dann gibt es allerdings auch Leute wie meine Mutter... die kann eher etwas, wo "schöne klassische Musik" läuft gebrauchen - auf durchhörbar getrimmtes Programm mit Pseudokulturhäppchen würde ihr gar nicht weiter negativ auffallen - und es muss im Küchenradio laufen! Und im Bügelzimmer. Also derzeit auf UKW...
Wenn das aber nicht mehr ginge: kein Problem, dann eben per Internetradio. Mit ihren 74 Jahren kommt sie auch damit klar... Ob dann dann allerdings noch der Landeskultursender laufen wird...?

von iro - am 12.02.2013 01:29
Herrlich.
Vor einigen Tagen hat einer wegen einem zu hohen Anteil von Medienpolitik einen Thread "Radioforum vor dem Aus?" eröffnet. Link
Dann wird anderweitig über die DAB-lastigkeit geklagt. Und das bei UKW wenig bis nichts (mehr) los ist.
Dann kommt der hr am Rosenmontag und plötzlich sind innerhalb von 2 Tagen 16 Seiten voll hier (das schafft nicht mal das Thema NRW).

Was macht der hr? Eine Art "kleine Zerobase". Mehr nicht. hr2 gibt es weiterhin auf UKW und You FM weiterhin nicht z. B. vom Gr. Feldberg.

Und dann kommen gerade genau die aus dem Loch, die immer von Zufunzelei und/oder Zerobase oder gar sofortiger Abschaltung von UKW zugunsten von DAB reden und sehen plötzlich den Untergang des Abendlandes durch den Dummfunk in Gefahr. Und auch die, die z. B. dem Dillberg lieber on3 satt der weiteren Regionalversion des BR gönnen würden.

Für alle diese, die sich (vorschnell:rolleyes::rolleyes: ) mal wieder im hehren Kampf auf die Seite der Kulturwellen gegen den Dummfunk schlagen mussten:
Der hr lagert schlichtweg nur einige Frequenzen um und schaltet soweit ich weiß kein einziges Programm ab. Auch das Bollwerk gegen den Kapitalismus und Dudelfunk hr2 nicht. Unbestreibar wohl, dass You FM und hr info wohl mehr Zuspruch als hr2 erfährt. Wohl auch mobil an den Bundesstraßen der Rhön oder im tiefsten mehrere km langen hessischen Neckartal. Auch, dass beide (oh ja, ganz böse, da liegt die Verschwörungstheorie und der gleichzeitige Mituntergang auch solcher Programme wie DLF, SR 2 oder WDR 3 begraben) Werbung senden.

Mit einem pro oder contra DAB hat das ganze ja auch nichts zu tun. Noch böser. Es geht ja "nur" (endlich mal wieder) um UKW.

Und warum ich gestern geschrieben habe, dass das m. E. richtig ist, ist, dass endlich mal ein Umdenken bei einer Anstalt stattfindet und heilige Kühe/Pfründe angegangen werden. Warum soll gerade der You FM-Hörer, der nun mal das gleiche Recht hat, sein Programm zu empfangen (auch wenn diese Art des Programms auch Private bedienen oder bedienen könnten (macht Klassikradio beim Beispiel BR-Klassik ja auch)) nur deshalb auf einen weitestgehenden Empfang verzichten? Die Demokratieabgabe zahlen ja alle.

Das Beispiel des hr sollte Schule machen.
Übrigends: Ist keine Faschings- oder gar Aschermittwochsrede ;-)

von Schwabinger - am 12.02.2013 09:05
Und FFH schimpft per Pressemitteilung: LINK

Zitat
FFH
P R E S S E M I T T E I L U N G vom 12. Februar 2013

Hessischer Rundfunk „verschiebt“ Radio-Frequenzen:

Radio/Tele FFH fordert Staatskanzlei zum Einschreiten auf

Der Hessische Rundfunk hat über Nacht leistungsstarke Radio-Frequenzen
bei seinem Kulturprogramm hr 2 abgezogen und setzt diese seit heute
bei seinem Jugendprogramm hr-you fm und auch bei hr-info ein. Die
Radio/Tele FFH protestiert scharf gegen diese Frequenz-Verschiebung
„im Handstreich“ und eine weitere Kommerzialisierung der hr-Wellen:
„Wenn schon viele Bürger und Institutionen mit der neuen
Haushaltsabgabe zur Kasse gebeten werden, kann es nicht angehen, dass
der Hessische Rundfunk immer mehr seine klassischen
öffentlich-rechtlichen Aufgaben vernachlässigt,“ so Hans-Dieter
Hillmoth, der Geschäftsführer und Programmdirektor der Radio/Tele FFH,
die u.a. die Radioprogramme HIT RADIO FFH, planet radio und harmony.fm
ohne Rundfunkgebühren privat betreibt.

Aus der Historie verfügt der Hessische Rundfunk über zu viele
UKW-Frequenzen, die eine Mehrfach-Empfangbarkeit seiner Programme und
auch die jetzige Frequenz-Umwidmung ermöglichen. „Wir konkurrieren
gerne programmlich mit den hr-Radios um die Gunst der Hörer – aber
wehren uns gegen diese Taschenspieler-Tricks des hr, um sich technisch
in Vorteil zu bringen. Wenn es programmlich schon nicht klappt“, so
Hillmoth. Die Radio/Tele FFH fordert die zuständige Hessische
Staatskanzlei auf, diesen einseitigen Schritt des Hessischen Rundfunk
zu prüfen. Offenbar war auch die Aufsichtsbehörde der Privaten, die
Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), nicht über diese
„Rochade“ informiert. Bisher wurden Frequenz-Veränderungen bei
Öffentlich-Rechtlichen und Privaten zuvor in der Staatskanzlei am
„Runden Frequenz-Tisch“ abgestimmt. In den vergangenen Jahren hatte
der hr stets Bedarf für neue Frequenzen angemeldet. Nachdem es keine
neuen Frequenzen gibt, verschiebt er innerhalb seines großen
Frequenz-Bestandes. Für Hillmoth ist die „Über-Nacht“-Umwidmung ein
weiterer Beleg für die seit Jahrzehnten anhaltende Überversorgung des
Hessischen Rundfunks mit UKW-Frequenzen, die vom hr-Rundfunkrat
geduldet wird.



von ziyati - am 12.02.2013 10:36
Zitat
Stefan Z.
2. Die Frage nach der 91,9 auf dem Rimberg wurde bereits gestellt, das sehe ich genauso.

Siehe mein Posting weiter oben.

Zitat
Stefan Z.
3. Es stellt sich die Frage, weshalb der HR nicht die 90,6 auf dem Hardberg für you.fm bereitstellt. Dies würde sich mit der 90,4 auf dem Maintower besser vertragen.

Ist Geschmackssache. Wobei gerade die 90,6 wegen 90,7 Bad Nauheim ziemlich unglücklich ist.


Zitat
Stefan Z.
Die 95,3 würde für hr1 auch gut zur 94,4 Feldberg passen.

Inwiefern? Die 95,3 passt eigentlich ganz gut zur 95,0 Rimberg und 95,5 Meißner.

Zitat
Stefan Z.
4. Es müßten natürlich etliche Funzeln auf hr2 umgestellt werden. Z.B. Rheingau, Marburg, Gießen, Wetzlar, Alsfeld, Bad Hersfeld.

Marburg nicht, da geht der Feldberg und nur der. Der Rest stimm soweit.

Zitat
Stefan Z.
5. Funzeln wie in Bad Orb oder Schlüchten müßten in Betrieb gehen.

D'accord.

Zitat
Stefan Z.
6. Es würden gewiß Funzeln von den Privaten übernommen werden, wie Bensheim 90,2.

Wohl wahr. Wobei gerade Bensheim auch ein hr2-Kandidat ist.

Zitat
Stefan Z.
7. Korbach/Eisenberg 91,6 könnte bleiben, da die 102,3 Sackpfeife erheblich schwächer und belasteter als die 99,6 ist. Die 102,6 ist überflüssig.

Eventuell. Die 102,6 ist aber echt Müll, die sollte ganz schnell weg.

Zitat
Stefan Z.
8. Einige Frequenzen wie Fritzlar 106,6 könnten an das DLR gehen.

Fritzlar nicht. DLF geht dort bereits über Rimberg, DLR hat schon eine Funzel dort. Bei einigen anderen Standorten könnte das allerdings anders aussehen (etwa Wiesbaden 99,7, sofern der hr sie für überflüssig betrachtet).

Zitat
Stefan Z.
9. Wenn man bedenkt, wie sehr FFH den Ausbau von DAB blockiert, bin ich gewiß kein Freund Hillmoths. In dem Fall hier hat er aber nicht unrecht, da mit you.fm ein werbewirksames Konkurrenzprogramm erheblich besser mit Frequenzen ausgestattet worden ist als sein vergleichbares Programm "planet". Daher gab es die frühere Kompromißlösung Rimberg/Eisenberg, von der beide Parteien im Fall 97,7/100,3 Vorteile hatten. Es wäre jetzt nur logisch, würde man auch Hillmoth freie Hand lassen, Großsender für planet oder harmony.fm umzuwidmen. Driedorf 106,8 wurde ja bereits genannt.

Richtig. Driedorf oder Angelburg könnte man ohne größere Verluste für das zweite/dritte Programm umwidmen.

von RheinMain701 - am 12.02.2013 12:39
Zitat
Chris85
Bis zur Aufschaltung der 90,5 Hitradio Ohr Achern und der Leistungserhöhung von Radio en Construction Straßburg war hr1 in Kehl empfangbar.

Die Neuaufschaltung von Hitradio Ohr über Brandenkopf 101,6 zerstörte den hr4-Empfang. Hier gehen nur noch hr3 (stark angekratzt von Frequence Verte 92,8 Durningen b. Straßburg) und YouFM (wer hätte das mal gedacht!)

90,6 ging aber in Kehl immernoch, wenn ich mich richtig erinnere.
92,7 ebenso,
95,3 war eigentlich von den dreien wegen des Brandenkopfs der "härteste" Brocken. Ich habe es mit viel Aufwand geschafft, den Empfang in guter Mono-Qualität hinzubekommen. Allerdings war der Empfänger (ein Becker-Autoradio) nicht das Empfangsstärkste. Schade, dass da nun ein beliebig austauschbarer Dudler läuft.

Zitat
Kabelfuzzi
Macht euch keine Sorgen um den DLF. Das mit der 98,7 läuft schon irgendwann.


Für die Nur-UKW-Radio-Besitzer wäre das natürlich eine feine Sache, aber eigentlich braucht der DLF diesen Sender nicht mehr, er hat ja im Gegensatz zum HR schon eine sehr gute DAB-Abdeckung in Hessen.

Sollte DAB doch noch scheitern, was wir nicht hoffen wollen, müsste das oberste Ziel einer Zerobase sowieso eine flächendeckende Versorgung mit DLF und D-Kultur sein, sowie mindestens eine Ballungsraumversorgung mit DWissen. Letzteres in FFM z.B. auf 87,9 MHz.
Der HR beweist ja gerade, dass er nicht alle seine Frequenzen braucht. Da würde durchaus noch 'was gehen, wenn man an einzelnen Standorten Frequenzen umwidmet. Zumal man dies grenzüberschreitend bewerkstelligen könnte:
Südhessen: D-Kultur auf 98,7 MHz. DLF würde ich 101,6 MHz vom Hardberg (und im Norden 101,7 MHz vom Meißner) geben. Rimberg 91,3 MHz könnte dann vom DLF zum D-Radio wandern. DLF bräuchte dann noch 'was im Rhein-Main-Gebiet und nördlich des Taunus. Aber der SWR (ebenso wie der WDR) hat ja auch noch Überversorgungen :-) - und einige DLF/DRK Frequenzen wären dann ja auch überflüssig.
FFH hat ja auch ein paar Grundnetzsender zu viel...

von DH0GHU - am 12.02.2013 14:03
Zitat
ziyati
Und FFH schimpft per Pressemitteilung: LINK

Zitat
FFH
P R E S S E M I T T E I L U N G vom 12. Februar 2013

Hessischer Rundfunk „verschiebt“ Radio-Frequenzen:

Radio/Tele FFH fordert Staatskanzlei zum Einschreiten auf


Die Welt berichtet auch darüber:
http://www.welt.de/newsticker/news3/article113574835/Privatradios-protestieren-gegen-Frequenz-Verschiebung-beim-hr.html




Zitat
Heiner
Hat sich die Umstellung eigentlich auch schon irgendwo im Kabel ausgewirkt? Zumindest bei KDG dürfte sich kaum was ändern da ohnehin meist der Große Feldberg oder der Hohe Meißner genommen worden sein dürfte, wenn nicht gar Sat-Abgriff...

Biedenkopf müsste sich ja vor allem in NRW auswirken, da wird hr2 ja sogar noch bis hinter Münster eingespeist, während Hardtberg in Baden-Württemberg für Veränderungen gesorgt haben müsste. Solange man diese Programme noch terrestrisch empfängt, denn zumindest bei Unitymedia habe ich mal gelesen dass man alles was geht von Kerpen aus empfängt (terrestrisch / per Glasfaser / Sat) und es dann nur noch vor Ort umgesetzt wird auf eine passende Frequenz.


Am Netzknoten Mannheim von Kabel BW hat sich nichts geändert, denn dort wird schon seit einiger Zeit fürs UKW-Kabel nicht mehr der Hardberg verwendet, sondern das Satellitensignal. Ebenso auch bei FFH, was dazuführt, dass die falsche Regionalvariante eingespeist wird (Wiesbaden statt Darmstadt).




Ich würde mir wünschen, dass der hr mit dieser Aktion ein Riesen-Eigentor geschossen hat und man sich bei den zuständigen Stellen (hessische Staatskanzlei / LPR) mal darüber Gedanken macht, ob der hr, wenn er die Hardberger hr2-Frequenzen schon nicht braucht, dann nicht auch auf die anderen drei Hardberger Frequenzen (90.6, 92.7, 101.6 MHz) verzichten könnte.

von songihr - am 12.02.2013 14:07
Zitat
Marcus.
Ist es nitt so, dass die Radiolandschaft durch HR-Info vielfältiger geworden ist? You FM kommt doch schons ehr nahe an Eins Live ran.


Auch wenn YOUFM als Schlaftablette abgemalt wird, ist dieser Sender um einiges frischer, als 1Live. Vergleichen wir mal was gerade gespielt worden ist:

YOUFM:

12.02.2013 15:17 Katy Perry Last Friday night
12.02.2013 15:14 Nik & Jay Clappin'
12.02.2013 15:08 Calvin Harris feat. Florence W Sweet nothing (aktuell)
12.02.2013 15:05 Rihanna Diamonds (aktuell)
12.02.2013 15:01 Stromae Alors on danse
12.02.2013 14:56 Rudimental feat. John Newman & Not giving in (aktuell)
12.02.2013 14:52 Birdy People help the people (aktuell)
12.02.2013 14:49 Swedish House Mafia Don't you worry child (aktuell)
12.02.2013 14:45 Lykke Li I follow rivers (aktuell)
12.02.2013 14:40 Will.I.Am feat. Britney Spears Scream & Shout (aktuelle Nr.1, aktuell)

1Live:

15:13:30 Passenger Let her go (aktuell)
15:06:26 Biffy Clyro Black Chandelier
15:03:33 DJ Fresh feat. Rita Ora Hot Right Now (naja)
14:57:03 Kesha Die young (aktuell)
14:51:43 Snow Patrol Shut Your Eyes
14:48:30 Beatsteaks I don't care as long as you sing
14:45:51 Lenka Everything at once (aktuell)
14:39:33 Estelle feat. Kanye West American Boy
14:36:06 Disco Ensemble Second Soul
14:31:11 Gotye feat. Kimbra Somebody that I used to know
14:27:15 Maximo Park Write this down
14:23:54 Plan B She said

Daran erkennt man eindeutig, wer mehr Wert auf aktuelle b.z.w. neue Musik legt und wer die wirkliche Einschlaftablette ist, in Sachen Charthits. Zwar kommt YOUFM nicht an planet ran, aber ist deutlich ansprechender als sich das ähnelnde WDR 2 Gedudel aus NRW.

MfG

von Tracker001 - am 12.02.2013 14:24
Zitat
Tracker001
Zitat
Marcus.
Ist es nitt so, dass die Radiolandschaft durch HR-Info vielfältiger geworden ist? You FM kommt doch schons ehr nahe an Eins Live ran.


Auch wenn YOUFM als Schlaftablette abgemalt wird, ist dieser Sender um einiges frischer, als 1Live. Vergleichen wir mal was gerade gespielt worden ist:

YOUFM:

12.02.2013 15:17 Katy Perry Last Friday night
12.02.2013 15:14 Nik & Jay Clappin'
12.02.2013 15:08 Calvin Harris feat. Florence W Sweet nothing (aktuell)
12.02.2013 15:05 Rihanna Diamonds (aktuell)
12.02.2013 15:01 Stromae Alors on danse
12.02.2013 14:56 Rudimental feat. John Newman & Not giving in (aktuell)
12.02.2013 14:52 Birdy People help the people (aktuell)
12.02.2013 14:49 Swedish House Mafia Don't you worry child (aktuell)
12.02.2013 14:45 Lykke Li I follow rivers (aktuell)
12.02.2013 14:40 Will.I.Am feat. Britney Spears Scream & Shout (aktuelle Nr.1, aktuell)

1Live:

15:13:30 Passenger Let her go (aktuell)
15:06:26 Biffy Clyro Black Chandelier
15:03:33 DJ Fresh feat. Rita Ora Hot Right Now (naja)
14:57:03 Kesha Die young (aktuell)
14:51:43 Snow Patrol Shut Your Eyes
14:48:30 Beatsteaks I don't care as long as you sing
14:45:51 Lenka Everything at once (aktuell)
14:39:33 Estelle feat. Kanye West American Boy
14:36:06 Disco Ensemble Second Soul
14:31:11 Gotye feat. Kimbra Somebody that I used to know
14:27:15 Maximo Park Write this down
14:23:54 Plan B She said

Daran erkennt man eindeutig, wer mehr Wert auf aktuelle b.z.w. neue Musik legt und wer die wirkliche Einschlaftablette ist, in Sachen Charthits. Zwar kommt YOUFM nicht an planet ran, aber ist deutlich ansprechender als sich das ähnelnde WDR 2 Gedudel aus NRW.

MfG


Sorry, aber ich kann da absolut keinen Unterschied erkennen. Lykki Li: I follow rivers erschien im Frühjahr 2011 und wird als aktuell bezeichnet, "People help the people" erschien im Oktober 2011 und wird als aktuell bezeichnet... Das sind beides reine Hitdudler, die sich bis auf einige wenige abendliche Spezialsendungen kaum von Programmen wie HR3 oder SWR3 unterscheiden.

von Hunsrücker - am 12.02.2013 15:29
Ich habe mal alle momentan unnötigen Frequenzen vom hr zusammengesucht, die mit anderen hr-Programmen belegt werden müssten oder an die Staatskanzlei zurückgegeben werden könnten. Was meint ihr dazu:

Überflüssige Frequenzen:

hr1
Wiesbaden 98.3 (durch Feldberg 94.4 und Hardberg 90.6 abgedeckt)

hr2 kultur
Limburg 100.8 (durch Feldberg 96.7 abgedeckt)
Frankfurt 87.9 (durch Feldberg 96.7 abgedeckt)

hr3
Rotenburg 105.7 (Durch Meißner 89.5 und teilweise Habichtswald 101.2 abgedeckt, oder?)
Fulda 88.5 (durch Heidelstein 106.2 abgedeckt)

hr4
(keine Berücksichtigung von Regionalisierung, die bei hr info besser aufgehoben wäre)
Rimberg 91.9 (durch Heidelstein 107.3, Sackpfeife 104.3, Meißner 101.7 und Habichtswald 103.2 abgedeckt)
Fulda 103.9 (durch Heidelstein 107.3 abgedeckt)
Marburg 102.8 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Gießen 90.5 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Weilburg 97.9 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Limburg 97.1 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)

hr4 unter Berücksichtigung der bestehenden Regionalisierung so wie sie ist
Fulda 103.9 (durch Heidelstein 107.3 und Rimberg 91.9 abgedeckt)



YouFM
Bensheim 90.2 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Wiesbaden 99.7 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Eltville 96.2 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Darmstadt 104.3 (durch Kombination Hardberg 95.3 und Frankfurt 90.4 abgedeckt)

Braucht es Herborn 103.4 noch, oder reicht hier 102.3?
Braucht es Korbach 91.6 oder reicht Kombination 102.3 + 97.7?


hr info
Korbach 102.6 (durch Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Fritzlar 106.6 (durch Rimberg 95.0 und Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Rheinhardshain 92.9 (durch Rimberg 95.0 und Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Alsfeld 104.0 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)
Bad Hersfeld 106.9 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)
Rotenburg 96.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)
Sontra 90.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt?)
Fulda 89.7 (wohl auch unnötig, da Monoempfang vom Rimberg unproblematisch)

Wie geht Sackpfeife 99.6 + Rimberg 95.0 in Gießen, Wetzlar, Limburg Butzbach und Bad Nauheim, brauchts die noch?

Allgemein
Ist Bingen notwendig, wenn Hardberg + Feldberg vorhanden sind?

von m83 - am 12.02.2013 16:34
Zitat
m83
Limburg 100.8 (durch Feldberg 96.7 abgedeckt)

Aber stellenweise verzerrt. Die 100,8 ist dennoch denkbar schlecht wegen 100,7 Ederkopf direkt nebenan. Sollte wenn möglich mit der 99,2 von hr-info getauscht werden, da hr-info dort eh die Sackpfeife hat.

Zitat
m83
Frankfurt 87.9 (durch Feldberg 96.7 abgedeckt)

Ist im Vordertaunus absolut notwendig.

Zitat
m83
Rotenburg 105.7 (Durch Meißner 89.5 und teilweise Habichtswald 101.2 abgedeckt, oder?)

Habichtswald spielt dort keine Rolle. Sehr wohl aber Sackpfeife und Heidelstein.

Zitat
m83
Fulda 88.5 (durch Heidelstein 106.2 abgedeckt)

Richtig.

Alsfeld 105,6 und Schlüchtern 88,9 fehlen.

Zitat
m83
Rimberg 91.9 (durch Heidelstein 107.3, Sackpfeife 104.3, Meißner 101.7 und Habichtswald 103.2 abgedeckt)

107,3 Heidelstein wird gestört durch 107,2 Ederkopf. 104,3 Sackpfeife wird gestört durch 104,2 Inselsberg. Daher wohl notwendig.

Zitat
m83
Fulda 103.9 (durch Heidelstein 107.3 abgedeckt)
Marburg 102.8 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Gießen 90.5 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Weilburg 97.9 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)
Limburg 97.1 (durch Feldberg 102.5 abgedeckt)

Wenn ohne Regionalisierung, dann ja.

Zitat
m83
hr4 unter Berücksichtigung der bestehenden Regionalisierung so wie sie ist
Fulda 103.9 (durch Heidelstein 107.3 und Rimberg 91.9 abgedeckt)

Vollste Zustimmung.

Zitat
m83
YouFM
Bensheim 90.2 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Wiesbaden 99.7 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Eltville 96.2 (durch Hardberg 95.3 abgedeckt)
Darmstadt 104.3 (durch Kombination Hardberg 95.3 und Frankfurt 90.4 abgedeckt)

Keine Bedenken.

Zitat
m83
Braucht es Herborn 103.4 noch, oder reicht hier 102.3?

Eigentlich reicht die 102,3 dort völlig aus, also nein.

Zitat
m83
Braucht es Korbach 91.6 oder reicht Kombination 102.3 + 97.7?

Das muss ein Ortskundiger beurteilen. Die 91,6 versorgt auch Ecken wie Bad Arolsen, und da bin ich mir etwas unsicher.

Zitat
m83
Korbach 102.6 (durch Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Fritzlar 106.6 (durch Rimberg 95.0 und Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Rheinhardshein 92.9 (durch Rimberg 95.0 und Sackpfeife 99.6 abgedeckt)
Alsfeld 104.0 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)
Bad Hersfeld 106.9 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)
Rotenburg 96.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt)

Soweit keine Bedenken.

Zitat
m83
Sontra 90.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt?)

Das liegt doch bei Eschwege? Da ist glaub ich noch Meißner-Gebiet, da ist der Rimberg nicht so günstig.

Zitat
m83
Fulda 89.7 (wohl auch unnötig, da Monoempfang vom Rimberg unproblematisch)

Jein. Da fehlt Feldberg und/oder Heidelstein. Würde ich im Zweifelsfall behalten.

Zitat
m83
Wie geht Sackpfeife 99.6 + Rimberg 95.0 in Gießen, Wetzlar, Limburg Butzbach und Bad Nauheim, brauchts die noch?

Gießen und Wetzlar sind durch Sackpfeife und Rimberg ausreichend versorgt. Limburg sollte behalten werden, da dort stellenweise Sackpfeife schwächelt. Bei Bad Nauheim bin ich selber recht unschlüssig. Butzbach, was ist das für eine Frequenz denn?

Zitat
m83
Allgemein
Ist Bingen notwendig, wenn Hardberg + Feldberg vorhanden sind?

Nein.

von RheinMain701 - am 12.02.2013 16:45
Interessante Infos @RheinMain701, vielen Dank.

Ein paar Ergänzungen habe ich dann aber auch noch:

hr3

Zitat
m83
Fulda 88.5 (durch Heidelstein 106.2 abgedeckt)

Zitat
RheinMain701
Richtig. Alsfeld 105,6 und Schlüchtern 88,9 fehlen.


Schlüchtern braucht es, in und um Schlüchtern selbst gehen nur Schlüchtern und Landrücken problemlos, ansonsten braucht es ein wirklich gutes RDS-Autoradio, so manches Werksradio schafft das nicht, denn die Empfangssituation ändert sich jede 10 Meter.
Mit gutem Radio funktioniert die Kombination aus Heidelstein und Feldberg.

In Alsfeld ist der Homberg im Weg zur Rhön, deswegen funktioniert Heidelstein nicht überall problemlos. Rimberg fehlt. Kann leider nicht beurteilen, ob die Sackpfeife diese Lücken schließt.

hr info
Zitat
m83
Sontra 90.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt?)

Zitat
RheinMain701
Das liegt doch bei Eschwege? Da ist glaub ich noch Meißner-Gebiet, da ist der Rimberg nicht so günstig.


hr info hat aber keinen Meißner. Ich weiß nicht, ob es der Rimberg dort auch hoch schafft.

Zitat
m83
Fulda 89.7 (wohl auch unnötig, da Monoempfang vom Rimberg unproblematisch)

Zitat
RheinMain701
Jein. Da fehlt Feldberg und/oder Heidelstein. Würde ich im Zweifelsfall behalten.


Feldberg spielt in Fulda keine Rolle, auch wenn er an hochgelegenen Stadttteilen gut empfangen werden kann. Der Vogelsberg ist im Weg.
Die 95.0 ist in und um Fulda eine der besseren und freien Frequenzen (zusammen mit 91.3) und der Rimberg funktioniert sehr gut Mono (!).

Zitat
RheinMain701
Butzbach, was ist das für eine Frequenz denn?

Friedberg, sorry, verwechselt.

Zitat
m83
Allgemein
Ist Bingen notwendig, wenn Hardberg + Feldberg vorhanden sind?

Zitat
RheinMain701
Nein.


Na dann... :)

von m83 - am 12.02.2013 17:00
Zitat
m83
Zitat
RheinMain701
Richtig. Alsfeld 105,6 und Schlüchtern 88,9 fehlen.


Schlüchtern braucht es, in und um Schlüchtern selbst gehen nur Schlüchtern und Landrücken problemlos, ansonsten braucht es ein wirklich gutes RDS-Autoradio, so manches Werksradio schafft das nicht, denn die Empfangssituation ändert sich jede 10 Meter.
Mit gutem Radio funktioniert die Kombination aus Heidelstein und Feldberg.

Ich hatte in Schlüchtern eigentlich nie Probleme mit Feldberg und Heidelstein, die wechseln sich wunderbar ab. Die Funzel kommt auch wirklich kaum aus der Stadt raus, die ist echt abartig schwach. Im Sinntal mag es Probleme geben, da kommt man aber mit den paar Watt aus Schlüchtern nicht hin, da braucht es andere Lösungen.

Zitat
m83
In Alsfeld ist der Homberg im Weg zur Rhön, deswegen funktioniert Heidelstein nicht überall problemlos. Rimberg fehlt. Kann leider nicht beurteilen, ob die Sackpfeife diese Lücken schließt.

Sollte. Kann das aber mangels Ortskenntnis nicht beurteilen. Bei hr1 geht es scheinbar auch ohne Alsfeld.

Zitat
m83
Zitat
m83
Sontra 90.8 (durch Rimberg 95.0 abgedeckt?)

Zitat
RheinMain701
Das liegt doch bei Eschwege? Da ist glaub ich noch Meißner-Gebiet, da ist der Rimberg nicht so günstig.


hr info hat aber keinen Meißner. Ich weiß nicht, ob es der Rimberg dort auch hoch schafft.

Ich sehe gerade, Sontra war mal You FM und ging mit dem großen Frequenztausch zu hr info. Damit sollte klar sein, dass der hr das noch als Rimberg-Gebiet ansieht. Diese QRG dürfte also wegfallen.

Zitat
m83
Feldberg spielt in Fulda keine Rolle, auch wenn er an hochgelegenen Stadttteilen gut empfangen werden kann. Der Vogelsberg ist im Weg.
Die 95.0 ist in und um Fulda eine der besseren und freien Frequenzen (zusammen mit 91.3) und der Rimberg funktioniert sehr gut Mono (!).

Ok, das kannst du als Ortskundiger besser beurteilen als ich.

Zitat
m83
Zitat
RheinMain701
Butzbach, was ist das für eine Frequenz denn?

Friedberg, sorry, verwechselt.

Friedberg ist sowas von abartig, die gehört sofort weg. Die hat es auch noch nie gebraucht, Frankfurt und Rimberg gingen dort immer schon.

von RheinMain701 - am 12.02.2013 17:07
Die Umwidmung der drei leistungsstarken Frequenzen von hr2 ist nach meinem Eindruck keine Katastrophe, denn mit einer zünftigen UKW-Aussenantenne ist hr2 auch weiterhin praktisch überall in Hessen auf UKW zu empfangen. Auch ich kenne noch die Zeit, als hr3 abends ohne Biedenkopf und Hardberg auskommen musste :xcool:. Bis weit nach NRW hinein haben damals der Hohe Meissner bzw. der Grosse Feldberg "ausgeholfen".

Schwieriger wird allerdings der Mobilempfang sein, da wird hr2 in Süd-, Mittel- und Osthessen künftig ziemlich rauschen und zischeln - und das ausgerechnet bei einem Programm mit Musik, bei der das wirklich stört. Vom Rimberg gibt es aber jetzt schon DAB als alternativen Empfangsweg für hr2. Wo der Biedenkopf fehlt, dort muss man halt auf WDR3 Wittgenstein ausweichen, und im Odenwald wenn nötig auf SWR2 Heidelberg. Und wer in diesen Regionen weiter mit einem Küchenbrüllwürfel oder einem Billig-Autoradio hr2 hören will, der hat halt Pech gehabt.

Bedenklich finde ich es, dass der hr mit dem Schritt nicht gewartet hat, bis DAB flächendeckend als Alternative für den Mobilempfang von hr2 bereit steht. Naja, der SWR war und ist ja mit den Lücken im Sendernetz von SWR2 auch nicht zimperlich (Linz, Scharteberg, Brandenkopf, Hohe Möhr), und das schon seit langer Zeit. Gut finde ich das nicht, aber es ist auch keine Katastrophe.

Für die Hörer der "Massenprogramme" in Hessen gibt es nach der Frequenzumwidmung nun eigentlich gar keinen Anreiz mehr, in den DAB-Empfang zu investieren - es kommt ja sowieso alles auf UKW rein. Und für den stationären Empfang von hr2 würde ich mich als betroffener Hörer nun nach DVB-S, DVB-C oder Webradio als Alternative zum UKW umsehen, allein schon wegen viel grösseren Programmvielfalt, wohl kaum nach DAB.

73 de Uli

von ulionken - am 12.02.2013 19:28
Zitat
Tracker001
Zitat
Marcus.
Ist es nitt so, dass die Radiolandschaft durch HR-Info vielfältiger geworden ist? You FM kommt doch schons ehr nahe an Eins Live ran.


Auch wenn YOUFM als Schlaftablette abgemalt wird, ist dieser Sender um einiges frischer, als 1Live. Vergleichen wir mal was gerade gespielt worden ist:

YOUFM:

12.02.2013 15:17 Katy Perry Last Friday night
12.02.2013 15:14 Nik & Jay Clappin'
12.02.2013 15:08 Calvin Harris feat. Florence W Sweet nothing (aktuell)
12.02.2013 15:05 Rihanna Diamonds (aktuell)
12.02.2013 15:01 Stromae Alors on danse
12.02.2013 14:56 Rudimental feat. John Newman & Not giving in (aktuell)
12.02.2013 14:52 Birdy People help the people (aktuell)
12.02.2013 14:49 Swedish House Mafia Don't you worry child (aktuell)
12.02.2013 14:45 Lykke Li I follow rivers (aktuell)
12.02.2013 14:40 Will.I.Am feat. Britney Spears Scream & Shout (aktuelle Nr.1, aktuell)

1Live:

15:13:30 Passenger Let her go (aktuell)
15:06:26 Biffy Clyro Black Chandelier
15:03:33 DJ Fresh feat. Rita Ora Hot Right Now (naja)
14:57:03 Kesha Die young (aktuell)
14:51:43 Snow Patrol Shut Your Eyes
14:48:30 Beatsteaks I don't care as long as you sing
14:45:51 Lenka Everything at once (aktuell)
14:39:33 Estelle feat. Kanye West American Boy
14:36:06 Disco Ensemble Second Soul
14:31:11 Gotye feat. Kimbra Somebody that I used to know
14:27:15 Maximo Park Write this down
14:23:54 Plan B She said

Daran erkennt man eindeutig, wer mehr Wert auf aktuelle b.z.w. neue Musik legt und wer die wirkliche Einschlaftablette ist, in Sachen Charthits. Zwar kommt YOUFM nicht an planet ran, aber ist deutlich ansprechender als sich das ähnelnde WDR 2 Gedudel aus NRW.

MfG


WDR2 als Dudelsender zu bezeichnen, ist sehr weit hergeholt! 1Live als charts sender zu bezeichnen ist aber genau so falsch, weil sie fast nur Rockmusik spielen, jedes mal wenn ich beim Suchlauf dort stoppe *Trönt*mit Penetrant Geschreie entgegen! Soll der WDR 1Live ganz abschalten und WDR-Info dafür aufschalten. Planet ist eher ein Stadtsender, der ist ja auf der A3 nach norden, von Wiesbaden kommend nicht störungsfrei empfangbar.

Mal bei Gelegenheit Testen, in wie weit sich der You FM in meiner Richtung auf der A3 verbessert hat

von Rheinländer - am 12.02.2013 20:21
Zitat
Tracker001
YOUFM wird doppelt und dreifach mehr gehört als iNFO oder hr2 ;) Die "Like" Zahlen steigen auf der YOUFM Facebook Seite kontinuierlich und dass der Sender gut ankommt strömt ja aus recht vielen Usern aus, wenn ich zitieren darf:
Zitat

Helau!!! Närrische Grüße aus Karlsruhe. Seit heute können auch wir YOU FM problemlos auf UKW 95,3 hören und das finde ich super. Denn auf eine solche Gelegenheit habe ich schon lange gewartet. Gestern erfuhr ich durch die Radiowoche daß der HR an seinen Frequenzen was ändert und HR Info und YOU FM stärken will. Damit man es in ganz Hessen hört .Jetzt kann man es warscheinlich weit über die Landesgrenzen hören und es wird sich hier in Karlsruhe nach dem Faschingstrubel sicher rumsprechen. Denn wir hatten ja heute auch Faschingsumzug.


Dir ist durchaus bewusst, dass Likes auf "Fake"book gekauft werden können, und dass PR-Agenturen sich als Fans ausgeben und gerne sowas schreiben. Das würde ich den Herren Reitze und Co. durchaus zutrauen.

Doch man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen. YouFM kommt in Karlsruhe besser rein, als das für das eigentliche Zielgebiet zuständige Dingsbums aus dem benachbarten Baden-Baden. Wie wird der SWR reagieren? Kleine Anektode: Anno 2002 hatte ich gerne hr-xxl über ADR gehört, war über die alternative Musikauswahl begeistert und hatte davon geträumt, ihn mal in Kehl auf UKW zu empfangen. Seit heute geht es (stellenweise), doch das Programm ist für meinen subjektiven Geschmack absolut verzichtbar, die Jingles "Praudli part of ze ARD" (beim Testen gehört) sind mehr als peinlich. Den durch Beratern und Volkswirten geformten deutschen Durchschnitts-Mainstreamhörer wird es im nördlichen Baden-Württemberg hingegen freuen. Und aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann ich den Pleite-HR sogar verstehen.

von Chris85 - am 12.02.2013 21:17
Zitat
Tracker001
Der von mir zitierte Kommentar wurde doch gar nicht "geliked", außer von YOU FM selber. ;) Und seine Verbindungen zu dem Sender bestehen erst seit kurzer Zeit soweit ich sehen kann. Und eine PR Figur würde ja schlecht die eigene Konkurrenz (Dasding, NRJ, Fritz, KISS FM) "liken". :-)

MfG
Dieser Post liest sich tatsächlich so, als wäre er "intern" verfaßt worden! Und daß sich die ARD-Radios untereinader "liken" (wie ich solche Ausdrücke doch mißbillige), ist ebenfalls nichts Neues!

Ich hatte bisher auch nicht die Gelegenheit mich zu dem Sachverhalt zu äußern! Ich finde es durchaus begrüßenswert, daß der HR Kapazitäten umwidmet, aber auch ohne mich mit der Topographie und den Empfangseigenschaften im Bundesland Hessen auskenne, so ist es doch offensichtlich, daß da an den falschen Ecken umgewidmet wurde.

hr2 hatte ja schon zuvor einge Frequenzen weniger, und die Programme 1/3/4 dafür umso größere und unnötige Doppelversorgungen welche man ohne große Schmerzen umwidmen hätte können, so wie ich das verstanden habe!

Ich befürchte jetzt ebenfalls, daß auch Andere ARD-Anstalten diesem Vorbild folgen könnten, auch wenn der Verlust eines reinen Klassikdudlers wie NDR Kutlur in meinem Gebiet sicherlich noch verschmerzbar wäre.

Auch ich sehe in diesem Zusammenhang keine Parallelen zu der damals geforderten Abschaltung von Bayern 4, diese wäre auch ob des ausgebauten DAB-Netzes und der Akzeptanz in Bayern durchaus sinnig gewesen, alternativ auch jene von B5 mit einem Wechsel zur Mittelwelle.

N-Joy dann bald auf 99,2 sowie 2 Mal 89,9 und 94,4!:rolleyes: :D

Armes Kulturdeutschland!

von Anonymer Teilnehmer - am 12.02.2013 22:08
Erster Presseartikel dazu:
http://www.ad-hoc-news.de/vprt-zum-frequenztausch-bei-ard-radios-keine--/de/News/25307811

Nehmen wir ihn doch gleich mal auseinander:

Zitat

Klaus Schunk, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des VPRT und Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste: "Die jüngsten Entwicklungen beim SWR und zuletzt beim hr belegen in erschreckender Weise exemplarisch die Frequenzüberversorgung im öffentlich-rechtlichen Radio, die wir seit 25 Jahren monieren. Die ARD hat dies immer dementiert. Jetzt werden ungeniert Frequenzen von den Kulturprogrammen auf die Jugendwellen verschoben - und die Politik schaut zu. 'Weniger Auftrag und mehr Frequenzen für kommerzielle Programme' kann nicht das Credo eines gebührenfinanzierten Angebots sein."

Soweit d'accord. Das würde ich unterschreiben.

Zitat

Der VPRT appelliert an die Medienpolitik und insbesondere die betroffenen Staatskanzleien, den Frequenztausch zu überprüfen, Umverteilungen nur unter Einbeziehung der privaten Seite zu diskutieren sowie dem Expansionsstreben der Anstalten in Richtung kommerzieller Jugendwellen Grenzen zu setzen.

Die Jugendwelle "Das Ding" kann man nicht als kommerziell bezeichnen, das sie komplett werbefrei läuft. Nichtsdestotrotz stellt sie natürlich durch ihre programmliche Ausrichtung auf kommerzielle Popmusik eine Konkurrenz für die privatwirtschaftlichen Anbieter dar. Es ist die Frage, ob es legitim ist, dass ein gebührenfinanziertes Programm in Konkurrenz zu einem rein werbefinanziertem Programm betrieben wird. Da wären wird dann bei einer Grundsatzdiskussion über das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem generell. Soll dieses eine Vollversorgung bieten unabhängig der Frage, welche Teile des Angebots durch kommerzielle und/oder freie Anbieter bestritten werden kann oder sehe ich den öffentlich-rechtlichen Angebot als komplementäres Angebot, welches jene Programmbereiche abdeckt, die NICHT durch private Veranstalter geleistet werden (können)?

Zitat

Schunk: "Solche Entscheidungen kann und darf eine ARD-Anstalt nicht autark treffen, da sich die Marktsituation auch im Wettbewerb zu den Privaten massiv verändert. Daher gilt bis dato die gute Tradition der Verständigung, die auch im konkreten Fall medienrechtlich durch Einvernehmensregeln abgesichert ist."

Diese Aussage müsste man freilich nachprüfen. Ich denke, die ARD-Anstalten haben schon gute Juristen, die das entsprechend geprüft haben.

Zitat

[...]obwohl eine Studie im Auftrag des VPRT unlängst verdeutlicht habe, dass Privatradio in zunehmendem Maße Regionalberichterstattung und damit Grundversorgungsaufgaben übernehme.

auch das müsste man mal unabhängig nachprüfen. Wenn ich mir z.B. die baden-württembergischen, privaten Hörfunkanbieter so anschaue, kann ich dies kaum erkennen.

Zitat

Im Fall des SWR kritisiert der VPRT dessen Ausstattung mit zusätzlichen UKW-Stützfrequenzen für das Jugendradio "Das Ding" durch ausdrückliche Festschreibung im SWR-Staatsvertrag.

Das ist interessant, denn noch bei der Fusion von SDR und SWF wurden lediglich vier Programme im Rundfunkstaatsvertrag festgeschrieben. Alles andere wurde unter "digitale Zusatzangebote" gehandelt, denen keine UKW-Verbreitung zusteht. Ich glaube, hier wurde der Staatsvertrag sogar nachträglich den Gegebenheiten angepasst. Auslöser war freilich der Start des privaten Jugendradios "Big FM".

Zitat

Da die politisch Verantwortlichen auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bis dato dem Gebaren des SWR tatenlos zusehe und schon eine Ausdünnung der Regionalprogramme in beiden Bundesländern durch den SWR zu beobachten sei, fürchtet der VPRT auch dort einen hemmungslosen Tausch aus Kultur und Region hin zum Kommerz.

Das ist nicht von der Hand zu weisen, und ist ja auch schon bei Start von S4 und SWF4 passiert. Auch hier wurden der nicht-werbefinanzierten Kulturwelle UKW-Frequenzen entzogen, die man dann im Fall Stuttgart nachher sogar wieder vom Privatfunk eingefordert hatte. Natürlich ist das Bestreben des VPRT nicht uneigennützig, machen ihm solche Angebote wie You FM und Das Ding freilich die Hörer streitig, verbunden mit einer Minderung der Werbeeinahmen.

Zitat

[...]Auf Nachfrage hatte der hr u. a. auch auf die bestehende Überversorgung bei hr2 verwiesen.

Dann allerdings besteht auch bei HR1, HR3 und HR4 eine Überversorgung. Diese verfügen über mindestens gleich viele und z.T. sogar noch mehr Frequenzkapazitäten. Und zudem muss sich Herr Hillmoth den Gegenangriff gefallen lassen, dass er ja mit der wundersamen PRogrammvermehrung angefangen hat, indem er sein digitales Zusatzprogramm "Planet Radio" auf UKW-Frequenzen des Hauptprogrammes aufgeschaltet hatte.

von Peter Schwarz - am 13.02.2013 14:02
Man muss ja einmal sehen, wie ein solches System entstanden ist.

Beispiel komplementäre öffentlich-rechtliche Anbieter in den USA:
Dort war der Rundfunk von Anfang an privatwirtschaftlich organisiert. Es entstanden die verschiedensten Programmformate, von Information über Kultur bis zu den verschiedensten Musikformaten. Irgendwann gab es natürlich eine Selektion hin zu Programmformaten, die besonders hohe Hörerzahlen erreichten und damit ertragreicher waren. Die Lücken werden dort gefüllt durch unabhängige, nicht-kommerzielle Stationen, die durch Spenden finanziert werden.

In Europa verlief dies in den meisten Ländern anders. Dort war der Rundfunk von vorneherein gemeinnützig organisiert. Es entstanden Rundfunkanstalten, die durch Gebühren ihrer Teilnehmer finanziert wurden. (der öffentlich-rechtliche Status in Deutschland entstand aber erst nach dem Krieg).
Diese Anstalten bekamen einen Auftrag, was sie in ihren Programmen abzubilden haben. So enstanden quasi "Gemischtwarenläden", die jede Programmsparte bedienten. Massenattraktive Unterhaltungsprogramme hatten dabei aber relativ gesehen eher einen kleinen Teil der Programmfläche belegt. Man schaue sich Programmschemata der 50er oder 60er-Jahre durch.
Die Impulse zu massenattraktiven Programmen mit kommerziell ausgerichteter Popmusik, Unterhaltung und einem ausgedünnten Informationsangebot kamen aber stets von privater Seite. Hier wurde auf die Nachfrage bei den Konsumenten reagiert. Häufig geschah dies auf halb- bis nichtlegale Weise (Piratensender auf See oder Einstrahlung von Nachbarländern, in denen bereits privatwirtschaftlich betriebener Rundfunk erlaubt wurde). Die BBC reagierte darauf mit "Radio 1", in den Niederlanden wurde "Hilversum 3" gestartet, in Deutschland reagierte man mit Unterhaltungssendungen in den ersten Programmen auf Radio Luxemburg und startete in den 1970er-Jahren erste Popwellen. Da erkannte man dann auch die Möglichkeit, mit diesen Wellen die Anstalt, und insbesondere auch die teuren Kultursendungen, mitzufinanzieren.

Und genau zu diesem Zeitpunkt geschah der grosse Fehler. Schon zu dieser Zeit, in den späten 60er und frühen 70er-Jahren hätte das Monopol des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gebrochen werden müssen. Dann wären die Popwellen auf kommerzieller Basis gestartet worden, anstatt den Anstalten dafür weitere Frequenzen zuzuteilen. So wäre es nie zu dieser Konkurrenz gekommen. In Frankreich zum Beispiel war man da etwas schneller, in Spanien oder Italien, wo es jeweils schon Ende der 70er privaten Rundfunk gab. Dort tönen die Programme der öffentlich-rechtlicehn bzw. staatlichen Anbieter auch ganz anders. In Großbritannien ist die BBC durch Werbefreiheit von vorneherein aus dem Schneider und die Privaten sehen sich keiner Konkurrenz gegenüber.

So hat man eben in Deutschland das System verkorkst: Man gewährte den öffentlich-rechtlichen Programmen erst einmal, flächendeckend werbefinanzierte Unterhaltungsprogramme zu etablieren und ermöglichte, meist unter frequenztechnischer Benachteiligung, erst Mitte der 80er bis Ende der 80er-Jahre kommerziellen Rundfunk. Da mussten diese Anbieter zuerst einmal den etablierten ÖR-Popwellen Hörer abjagen, worauf diese wieder in Zugzwang gerieten. Die meisten Anstalten suchten ihr Heil dann darin, zumindest eine, meist aber sogar mehrere Wellen horizontal durchzuformatieren, um mit massenattraktiven Programmen gegen die privaten Sender zu bestehen und natürlich Werbeeinahmen zu erzielen. Dafür wurden dann Randinteressen in Zusatzprogramme ausgelagert (sehr stark beim Fernsehen) oder aber stark reduziert und bisweilen ganz gestrichen (häufig beim Hörfunk).
Der Hang, selbst nicht-kommerzielle Angebote wie "Das Ding" absolut kommerziell tönen zu lassen, ist aber m.E. eher ein Problem auf Seite der Programmacher, die ein bestimmtes Bild einer Jugendwelle im Kopf haben und wie eine solche klingen muss. Mangels Vorbilder auf öffentlich-rechtlichem Sektor nähert man sich hier eben der direkten privaten Konkurrenz an. Alles muss "cool & fett" klingen und "tight" produziert sein, eben "modern", oder was man darunter versteht. Die nötige Kreativität, einen eigenen Stil zu finden, gibt es nur selten (z.B. bei Fritz oder FM4).

von Peter Schwarz - am 13.02.2013 14:28
HR-Funzeln:
Bad Orb, Schlüchtern -> notwendig für hr2.
Fulda -> notwendig für hr2, für hr1, hr3, you.fm und hr-info als Gegensender im Talbecken.
Bad Hersfeld -> notwendig für hr1 und hr3.
Rotenburg -> notwendig für hr2 (besser 96,8), teilw. hr1, hr3 nicht (Habichtswald Fuldatal).
Eschwege -> notwendig für you.fm, hr-info.
Witzenhausen -> notwendig für you.fm, hr-info.
Kassel -> notwendig für hr1, hr2, you.fm und hr-info.
Korbach -> nicht mehr notwendig, eher noch für you.fm, da die 102,3 schwächer ist.
Alsfeld/Homberg -> notwendig für hr2, teilw. hr1, hr3 nicht (Habichtswald durchs Schwalmtal).
Lauterbach -> am besten über Alsfeld/Homberg.
Marburg -> notwendig für hr2 in Gegenden, wo der Feldberg nicht so gut ist, ev. hr4-Reg.
Gießen/Wetzlar -> notwendig für hr4-Reg., ev. you.fm und hr-info, da Rimberg-Biedenkopf, nicht
Feldberg-Biedenkopf
Nieder-Mörlen -> ev. bei hr2 für Feldberg-Lücke hinter Winterstein und Steinkopf
Herborn -> weiterhin you.fm, da 102,3 schwächer als 99,6.
Limburg -> hr4-Reg., you.fm, hr-info.
Rheingau -> für hr2, you.fm und hr-info in Lorch oder Assmannshausen.
Bingen -> für hr2 wegen Südhänge Rheingau, hr3 und you.fm nicht mehr, hr-info nicht wegen DA.
Wiesbaden -> notwendig für hr2
Frankfurt -> notwendig für hr2, Maintower you.fm und hr-info bleibt.
Darmstadt -> notwendig für hr-info, ev. you.fm.
Bensheim -> ev. für hr-info, falls DA schwächer oder andere Regelung.
Michelstadt -> notwendig für you.fm, für hr-info, falls keine weitere Würzberg-Umwidmung.
Reichenbach/Waldmichelbach -> notwendig als neue Funzel für hr2, ev. auch hr-info.
Großsender Würzberg: mögliche Umwidmung für hr-info oder FFH1, 107,0 ev. mit im Spiel.

FFH:
Bei Umwidmung Angelburg 100,0 auf planet kommt auf Marburg 101,0 FFH1.
Die Funzeln in Gießen und Wetzlar sind wahrscheinlich wegen Driedorf überflüssig.
Bei Umwidmung von Krehberg 105,0 auf planet werden die 107,0 und die Südhessen-Funzeln wie erwähnt betrachtet.

von Stefan Z. - am 13.02.2013 14:33
Aus § 2, HR-Gesetz:

Zitat

(1) Der Hessische Rundfunk hat den Auftrag, durch Rundfunkprogramme (Hörfunk- und Fernsehprogramme) und Telemedienangebote als Medium und Faktor freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Er hat in seinen Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben und soll hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Seine Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Der Hessische Rundfunk hat Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Sein Auftrag umfasst folgende Angebote:

1. Der Hessische Rundfunk veranstaltet folgende Hörfunkprogramme:

a) Der Hessische Rundfunk verbreitet sechs Hörfunkprogramme in terrestrischer Übertragungstechnik. Er kann diese Programme über unterschiedliche Übertragungswege verbreiten; § 11a Abs. 2 des Rundfunkstaatsvertrages in der Fassung vom 28. Juli 2009 (GVBl. I S. 278), geändert durch Staatsvertrag vom 30. Oktober bis 20. November 2009 (Gesetz vom 4. März 2010 [GVBl. I S. 54]) findet Anwendung. Der Hessische Rundfunk kann Hörfunkprogramme für das jeweilige Versorgungsgebiet auch mit anderen Landesrundfunkanstalten gemeinsam veranstalten; bundesweit ausgerichtete Hörfunkprogramme finden nicht statt. Er kann terrestrisch verbreitete Hörfunkprogramme gegen andere terrestrisch verbreitete Hörfunkprogramme, auch gegen ein Kooperationsprogramm, nach Maßgabe des § 11c Abs. 2 Satz 3 bis 5 des Rundfunkstaatsvertrages austauschen, wenn dadurch insgesamt keine Mehrkosten entstehen und sich die Gesamtzahl der Programme nicht erhöht.

b) Der Hessische Rundfunk ist berechtigt, ein zusätzliches digitales terrestrisches Hörfunkprogramm zu verbreiten. Der Austausch eines in digitaler Technik verbreiteten Programms gegen ein in analoger Technik verbreitetes Programm ist nicht zulässig.

c) Nach Maßgabe eines nach § 11f des Rundfunkstaatsvertrages durchgeführten Verfahrens ist der Hessische Rundfunk berechtigt, auch ausschließlich im Internet verbreitete Hörfunkprogramme anzubieten. Am 7. Juli 2010 bestehende, ausschließlich im Internet verbreitete Hörfunkprogramme sind ohne Durchführung des Verfahrens nach § 11f des Rundfunkstaatsvertrages bis zum 31. August 2010 zulässig.

2. [...]


von Manfred Z - am 13.02.2013 20:53
Wie man ein ordentliches Rundfunkgesetz macht, hat der Landtag in NRW vorgemacht. Welche Hörfunkprogramme der WDR auszustrahlen hat, ist in § 3 des WDR-Gesetzes bestimmt [Fassung 12/2009]. Dudelfunk (auch Nachrichtenrotation) nach HR- oder SWR-Manier ist ausgeschlossen:

Zitat

(3) Der wdr veranstaltet folgende Hörfunkprogramme, die neben ihren spezifischen Schwerpunkten auch der Darstellung der Regionen dienen können:

1. ein Hörfunkprogramm, das sich mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Musik sowie unterhaltenden Beiträgen vor allem an jüngere Menschen richtet,

2. ein Tagesbegleitprogramm mit Musik und aktuellen Informationen aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, Deutschland und der Welt,

3. ein musikgeprägtes Kulturprogramm, das sich im Schwerpunkt auf Themen der Kultur aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt stützt und auch der kulturellen Darstellung der Regionen dient,

4. ein musikgeprägtes Programm, das eine eher ältere Zielgruppe anspricht und zielgruppenspezifische Themen aufgreift,

5. ein wortgeprägtes Hörfunkprogramm, das ein informationsbetontes Angebot insbesondere zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft enthält,

6. ein Hörfunkprogramm, das sich vor allem Themen des interkulturellen Zusammenlebens widmet.

(4) Der wdr veranstaltet folgende ausschließlich digital übertragenen Hörfunkprogramme:

1. ein musikgeprägtes Programm, das sich mit altersadäquater Information und Unterhaltung an ein jugendliches Publikum richtet,

2. ein Programm, das die vorhandenen Kinderangebote des wdr-Hörfunks bündelt und neu zusammenstellt.


Der WDR darf also acht Vollprogramme veranstalten. WDR Event ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Das Verkehrsradio VeRa ist kein redaktionell gestaltetes Programm und steht außerhalb dieser Regelung.

von Manfred Z - am 13.02.2013 22:19
In der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau findet man übrigens einen Artikel zum Thema, in dem auch die LPR Hessen und der hessische Regierungssprecher zu Wort kommen:

Zitat
Frankfurter Rundschau

Rhein-Main - 13 | 2 | 2013
HESSISCHER RUNDFUNK

Ärger um getauschte hr-Frequenzen

Hessischer Rundfunk
Foto: HR

Von Grete Götze

Der Hessische Rundfunk hat plötzlich einige seiner Frequenzen getauscht: In Nord- und Mittelhessen läuft der Radiosender hr-Info auf der ehemaligen hr2-Frequenz, in Südhessen der Jugendsender you fm. Die privaten Radiosender sind verärgert.

Der Hessische Rundfunk (HR) hat seit Montagnachmittag Frequenzen seiner Kulturwelle HR2 umgewidmet. In Nord- und Mittelhessen läuft künftig der Radiosender HR-Info auf der ehemaligen HR2-Frequenz, in Südhessen der Jugendsender you fm.

Die Frequenz-Verschiebung „im Handstreich und eine weitere Kommerzialisierung der HR-Wellen“ empört den Programmdirektor von FFH, Hans-Dieter Hillmoth. Er fordert die Staatskanzlei auf, diesen Schritt zu prüfen. „Wenn schon viele Bürger und Institutionen mit der neuen Haushaltsabgabe zur Kasse gebeten werden, kann es nicht angehen, dass der HR immer mehr seine klassischen öffentlich-rechtlichen Aufgaben vernachlässigt“, findet der FFH-Geschäftsführer.

Auch die Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), die unter anderem die Sender FFH, Radio Bob, Radio Energy Rhein-Main und Klassikradio vertritt, ist verärgert über die überraschende Frequenzen-Verschiebung. Von ihr hat sie zwei Stunden nach der Veröffentlichung auf der Online-Seite des HR erfahren. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und haben der Staatskanzlei unsere Rechtsposition mitgeteilt“, sagt Joachim Becker von der LPR. Mit diesem Vorgehen habe der HR gegen die jahrzehntelange Praxis verstoßen, auch das Deutschlandradio und die LPR frühzeitig über Veränderungen zu informieren. „Für neue Programme können die alten Zuordnungsregeln nicht außer Kraft gesetzt werden, das sieht die Rundfunkordnung so nicht vor“, sagt Becker.

Runder Tisch mit allen Parteien

Das sieht Tobias Häuser vom HR anders. „Der HR ist berechtigt, die hier fraglichen Frequenzen mit anderen Programmen zu belegen.“ HR2 hat seine Frequenz einst von der damaligen Bundespost zugeteilt bekommen. Seit 1988 gibt es das Hessische Privatrundfunk-Gesetz. Es besagt, dass alle Frequenzen in einem Zuordnungs-Verfahren an die Bedarfsträger, also die Sender, vergeben werden.

Regierungssprecher Michael Bußer bestätigte der FR, dass es in der kommenden Woche einen runden Tisch mit allen Parteien geben werde. „Aber nach unseren derzeitigen Informationen handelt es sich um Altfrequenzen. Das darf der HR.“

Hintergrund ist, dass HR2 sehr starke Frequenzen hat, während you fm und HR-Info nicht überall gut zu empfangen waren. Die Umwidmung auf UKW könnte zur Folge haben, dass einige Hörer nun HR2 per Satellit, Internet, Kabel oder Digitalradio hören müssen.



Artikel URL: http://www.fr-online.de/rhein-main/hessischer-rundfunk-aerger-um-getauschte-hr-frequenzen,1472796,21787774.html


von songihr - am 14.02.2013 10:09
Ich habe natürlich gleich am Montag einen bitterbitterpösen Brief an den hr geschickt und heute eine "offizielle" Antwort vom hr bekommen.
Im Prinzip die politisch korrekte Version von dem was unser Freund aus dem Kurbad gepostet hat
(nur undiplomatisch im Klartext )

Zitat
HRTECHNIK
Sehr geehrter Herr mor_
....
Begonnen wurde der DAB+ Ausbau des hr im Jahr 2011 im Rhein-Main-Gebiet mit den Senderstandorten Großer Feldberg, dem Fernmelde-Turm (Frankfurt) und Mainz-Kastel. Die zweite Ausbau-Stufe im Sommer 2012 betraf die Inbetriebnahme der Sender Habichtswald (Nordhessen) und Rimberg (Mittel-/Osthessen). Seitdem können circa 70% der Bevölkerung in Hessen unsere sechs Hörfunkprogramme im DAB+-Standard empfangen.

Grundsätzlich sind wir daran interessiert, den Ausbau des Digitalradios weiter voranzutreiben. Aber es kann zurzeit leider nicht beantwortet werden, wann weitere Standorte in Betrieb genommen werden können.
Sobald weitere Senderstandorte in Betrieb genommen werden, werden wir darüber auf www.digitalradio.hr-online.de informieren.

Alternativ können Sie hr2-kultur auch so hören:
....


es folgt ne Auflistung webbasierter Empfangsmöglichkeiten (hat man die Koordinate dort eingestellt ?) sowie der Hinweis auf Sat (also nix was ich nicht wusste - aber alles was ich nicht möchte/kann (Sat im Auto)).

Interessant fand ich auch vom wem die Antwort kam. Das Schreiben am Montag war natürlich nicht an die Technik gerichtet (wahrscheinlich die Unschuldigsten im Spiel). Diese durfte aber die Kastanien aus dem Feuer holen. Ich mache mir auch keine Illusion - es ist ne Standartantwort.

Aus der schnellen Antwort - lässt sich schliessen das auch der shitstorm per Brief/mail sich in Grenzen gehalten haben muss. (Von der Hinterseer Absetze wissen wir das 47 Anrufe, 44 mails und 22 Briefe bei der ARD eingingen - ich vermute es in der causa hr2 in ähnlicher Grössenordnung)

mor

von mor_ - am 14.02.2013 11:53
Zitat
Habakukk
Zitat
XRayNights
Wenn ich das richtig verstehe bedeutet das, der hr kann die Altfrequenzen von hr2 umwidmen wie er will. Aber die Funzeln von you.fm und hr.info die ihm nach 1988 (Hessisches Privatrundfunk-Gesetz) zugeteilt wurden darf er nicht einfach so verändern.

Habe ich auch so verstanden. Ich meine auch, mich daran erinnern zu koennen, dass das bei der damaligen Frequenzneuordnung schon geschrieben wurde.

Zitat
XRayNights
Somit bleibt es so wie es jetzt ist und es gibt keine Funzeln für hr 2 - oder ?


Na ausser irgendeine der Funzeln war schon vor 1988 in Betrieb. Da braeuchten wir jetzt eine historische Frequenzliste. Ansonsten muss sich der hr anscheinend mit der Staatskanzlei abstimmen. Wenn die natuerlich ihren Segen gibt, dann kann der hr problemlos auch die Funzeln verschieben.

Zitieren wir dochmal historische Literatur "Rundfunk auf UKW" von Wolf Siebel:

Bensheim-Auerbach 91,2 0,06kW

Frankfurt 90,4 1kW
Frankfurt 101,4 0,3 kW

Wiesbaden 102,0 0,1 kW
Wiesbaden 97,2 0,1 kW

Kassel 93,7 0,5 kW
Kassel 100,1 0,5 kW

Fulda 93,6 0,3 kW
Fulda 103,9 0,3 kW

Marburg 93,9 1kW
Marburg 102,8 1kW

Nieder-Ramstadt 98,2 0,02kW

Seeheim-Jugenheim 88,2 0,1kW

Wetzlar 90,5 0,5 kW

...dazu die bekannten Großen, sowie bereits Habichtswald 101,2/20kW.

Unterm Strich könnte man also wenn man 1988 als Stichtag/jahr annimmt nur Marburg als schnelle hr2-Ergänzung annehmen. Interessant wäre nach meiner Meinung noch die 91,9/20kW vom Rimberg. Gerade durch die Zusammenlegung der Nord- und Osthessenfenster sollte es hier Möglichkeiten geben. Das Gebiet würde via Meißner, Habichtswald, Heidelstein und Fulda weiterhin versorgt werden. Geäußerte Vermutungen daß Ederkopf zu stark die 107,3 stört kann ich nur aus Teilen des Vogelsberg bestätigen. Dort ist man einerseits im Kreis VB und damit in Mittelhessen, andererseits gingen dort (z. B. Lauterbach) andere, vor allem Meißner, in bester Qualität. Wenn, dann besteht auf Grund des Inselsberg (104,2 vs 104,3) dort Probleme mit dem richtigen Regionalprogramm.

von Thomas (Metal) - am 14.02.2013 13:05
Zitat
Peter Schwarz
Gut, im Odenwald kenne ich mich viel zu wenig aus, um zu beurteilen

b) welche möglichen Standorte (die vorhandene Infrastruktur und die Kosten sind da ja auch ein nicht unerheblicher Faktor bei der Realisierung solcher) überhaupt in Frage kommen.
Da die 104.3 damit aber eher weiter von Ober-Olm wegwandert, dürfte Big FM nicht das grosse Problem sein. Zu weit nach Osten darf man mit der Frequenz aber auch nicht kommen, denn da sitzt dann Würzburg 104.4. Und nicht zuletzt der HR selbst vom Biedenkopf. Eigentlich ist diese Frequenz sowieso Mist, egal ob in Darmstadt oder sonstwo. In irgendeinem tiefen Odenwald-Tal, wo sie nicht gross hinausstrahlt, wäre sie vielleicht am Besten aufgehoben!

So heftig das klingt: Nehme doch Würzberg :eek: . Die 104,3 ist eigentlich zu schade für ein Schlachten:
107,0 vs Wü 106,9 war dort ebenfalls geplant. Würzberg reicht auf Grund der Ausblendung nicht mit störender Feldstärke in den Raum Würzburg hinein; mit DX-Ausrüstung ist das natürlich anders. Im hessischen Odenwald ist Würzberg wiederum so stark, daß von Würzburg nichts mehr störend überbleibt.
200kHz zu Rheinland-Pfalz sind bereits durch 89,7 vs 89,9 eine betriebliche Übung. Zu Ober-Olm sollte es in gleicher Weise klappen.
Zur Gleichkanalbelegung mit Sackpfeife wird es ggf. eng. Aber dort wo man Würzberg wirklich zum Auffüllen für Feldberg und Hardberg braucht, wird Sackpfeife locker auf Grund der Nähe berstrahlt.
Blieben letztlich noch die 200 kHz zu Heidelberg...
Dann könnte man hr1, hr3 oder hr4 auf die 104,3 verschieben und eine davon für andere freigeben. Sicher, ein jetzt wenig versorgtes Odenwald-Tal rettet man so nicht vor dem kulturellen Verfall ;-) . FFH könnte ja dann die eine der freiwerdenden Würzberg-Frequenzen übernehmen und die 105,0 einer neuen Verwendung zuführen.

von Thomas (Metal) - am 14.02.2013 19:35
Zitat
Thomas (Metal)
Es wäre aber bezüglich hr2 durchaus vorstellbar, daß ab Hünfeld/Schlitz die 106,6 und ab Thalau die 96,7 genommen wird. Es bliebe also das "interessante Stück" zwischen Kirchheimer Dreieck und der Fuldatalbrück. Den Meißner selbst schätze ich dort zumindest als recht stark ein wie die Sprüngen zurück bei hr1 zeigten.


Ich habe mit der 106.6 wenig Erfahrung, da so gut wie nie gehört. Denke aber, sie hat das gleiche Diagramm wie you.fm 93.6, die im Raum Michelsrombach (A7 Abfahrt Hünfeld-Schlitz) und im Raum Hünfeld eher schlecht geht.

Die Funzeln von you.fm, hr iNFO und hr4 am hr-Standort sind stärker Richtung Südwest bis Nordwest gerichtet, als die Funzeln von DLR, planet, Domradio, harmony und Radio Bob vom nicht weit entfernten MediaBroadcast-Standort. Das merkt man z.B. in Künzell-Dietershausen (ca. 5km südöstlich von beiden Standorten) sehr deutlich. Die hr-Funzeln sind in der Ortsmitte nur sehr schlecht empfangbar, während MediaBroadcast noch Ortssender ist.

Alle 3 Fuldaer Standorte (also auch die Haimbach/Maberzell-Funzel von der anderen Seite der Stadt mit hr3 und Klassik Radio) versagen hinter dem Petersberger Rauschenberg, u.a. auch auf der B27 zwischen Fulda-Leipziger Str. und Fulda-Nord sowie auf der A7 zwischen Fulda-Nord und Fulda-Mitte. Hier sind aber Heidelstein und Meißner neben Kreuzberg, Inselsberg und Brocken Ortssender. Rimberg, Eisenberg und Sackpfeife sind problematisch.

Die hr-Frequenzen versorgen also qualitativ die A7 nur ab Höhe Petersberg kurz vor AS Fulda-Mitte bis ungefähr Dreieck Fulda durchgängig, südlich dem Dreieck und Eichenzell herrscht eine völlig andere Empfangssituation (Feldberg, Mudau, Donnersberg kommen teilweise ortssenderstark) und die Funzeln werden angekratzt).

Wie kommt denn der Standort Hersfeld-Obersberg im Raum Niederaula/Fuldabrücke, könnte da eine hr2-Funzel nicht aushelfen? Das Tal ist ja recht offen Richtung Hersfeld.

von m83 - am 16.02.2013 12:02
Mit folgender Konstellation ließen sich die Südhessen-Probleme weitestgehend lösen:

- Der HR koordiniert die 107,0 zum Würzberg zurück und belegt sie mit hr4.
- Der HR schaltet auf der 103,8 auf dem Würzberg hr-info auf.
- Der HR stellt die 104,3 in Darmstadt auf hr-info um.
- Der HR stellt die 90,2 in Bensheim-Auerbach ebenfalls auf hr-info um.
- Der HR dreht die 90,4 auf dem Maintower etwas auf, um Darmstadt mitzuversorgen. Eventuell findet besagter Tausch am Hardberg zwischen 90,6 und 95,3 statt.

Ergebnis: Die Interferenzsituation auf 103,8 versus 103,9 Maintower betrifft die Gegend um Babenhausen/Seligenstadt. In Darmstadt und Umgebung gibt es auf der 104,3 einen Ersatz.
Die 90,2 in Bensheim ist stärker als die 91,2 und könnte die Lücke in der Rhein-Ebene füllen. Da sie ebenfalls einem Plus-Programm entspringt, könnte das möglich sein.

- FFH belegt die 105,0 Krehberg mit planet.
- Der HR stellt die 88,1 auf dem Würzberg FFH für das Hauptprogramm zur Verfügung.
- Der HR belegt die 91,0 Michelstadt analog zu Biedenkopf/Sackpfeife mit hr1.
- Im Gegenzug stellt FFH die 96,1 in Michelstadt dem HR für you.fm zur Verfügung.
- Der HR stellt die Bensheimer 91,2 FFH1 für eine Verlagerung in den Odenwald für die Lückenversorgung zur Verfügung.
- FFH verlegt die 90,1 Dieburg ebenfalls für FFH1 in den Odenwald.

Ergebnis: Die Lücken beim FFH-Hauptprogramm, die durch die Umwidmung an planet enstehen, könnten weitestgehend geschlossen werden. Nur für hr-info bleibt dann eine Lücke im Odenwald. Fernstörungen auf 88,1 und 91,0 gehören dann zur Vergangenheit, da man hier eine Belegung mit gleichem Programm (FFH und hr1) ins Auge fassen würde.

von Stefan Z. - am 18.02.2013 17:42
Zitat
Stefan Z.
Daher hat man dann bei you.fm wenigstens die schwächere 102,3 mit 10 kW gegenüber 50 kW Rimberg als Ergänzung genommen. Da aber die 102,3 nach Osten wegen Inselsberg 102,2 und im NO wegen Torfhaus 102,4 bedingt durch Störungen nur eine begrenzte Reichweite hat, kann man sich die Frage stellen, ob das so gut war, zumal die Versorgung westlich und nordwestlich des Rimberg-Gebiets bedingt durch die 93,9 Marburg und die 91,6 auf dem Korbacher Eisenberg als erhöhtem Füllsender-Standort eigentlich vollständig ist.
D.h. dadurch hat you.fm dort eine Doppelversorgung, während hr2 leer da steht. Weil man die 91,6 Korbach als Neubestand sowieso nicht auf hr2 umstellen darf, wäre eine Belegung der 102,3 mit hr2 wahrscheinlich besser gewesen, zumal man dann nach dem Würzberg-Vorbild im Odenwald eine zweite Frequenz außer dem Feldberg bzw. dem Meißner hätte, die nicht überall gut gehen

Bedingt würde ich meinen ;-) .
Einerseits kenne ich die Situation aus dem Raum Naumburg/Kreis Kassel Ende der 80er. Dort hatte die 102,3 keine Probleme sich gegen Torfhaus und Inselsberg durchzusetzen. Gerade vom DTAG-Standort kamen die Programme deutlich schwächer als vom NDR-Standort an, Göttingen 102,8 war weit besser als die 102,4. Die 102,3 taugt also zu mehr als man meinen möchte.
Richtig ist natürlich anderseits, daß man mit einer Totalabschaltung am Sender Biedenkopf durchaus in topographisch anspruchsvollem Gebiet interessante Bedingungen ;-) geschaffen hat. Nur: Dieses Gebiet liegt vor allem westlich des Senders Biedenkopf und dort sendet die 102,3 nur mit geringer ERP hin. Östlich des Senders strahlen Feldberg und Meißner (beide hr2) deutlich besser ein. Dies gilt aber auch für Rimberg (YouFM), Biedenkopf ergänzt die 95,0 da wo der Kellerwald abschattet. Ob dies auch bereits KB 91,6 für YouFM leistet wäre zu klären. Nördlich, Willingen, ergänzt Biedenkopf nur Tallagen die ansonsten über den dortigen Hauptversorger Meißner (und Habichtswald) abgeschattet wären. Markant wäre eine Verbesserung der Flächenversorgung von hr2 durch die 102,3 wohl nur, wenn man das Diagramm nach Südwesten (Dillenburg) hin "aufblasen" könnte.
Derzeit lasse ich YouFM für Nordhessen rechnen. Mal sehen, ggf. könnte ich danach die gleiche Rechnung nochmal laufen lassen ohne Biedenkopf 102,3.

von Thomas (Metal) - am 22.02.2013 23:31
Zitat
RheinMain701
Zitat
Marcus.
Das ist ja klar. DIe Frequenz war ja ursprüunglich an einem anderen Standort geplant mit 30 kW ND. Die Frage ist, ob man damals alles ausgereizt hat oder ob hier noch was möglich wäre.

Naja, der hr brauchte die Frequenz nur für das hr4-Regionalprogramm Nordhessen, logischerweise hatte er kein Interesse in die anderen Richtungen zu senden. Nach Norden dürften aber WDR2 Olsberg und nach Westen Einslive Bonn eine Hochkoordinierung verhindern.

Über die 102,3 hatte ich in der Vergangenheit schon einige Überlegungen hier zu (elektronischem) Papier gebracht. Wenn ich ganz erhlich bin, habe ich gestern über die Frage von Marcus etwas die Augen gerollt. Nochmals überlegt könnte man aber tatsächlich was daraus machen. Schauen wir uns doch mal Mittelhessen an und den Sender Biedenkopf der hierfür das Regionalprogramm auf 104,3 MHz verbreitet. Nach Nordosten hin beginnt sehr bald der Landkreis Waldeck-Frankenberg und damit Nordhessen. Somit strahlt man mit einer "Mörderleistung" das falsche Regionalprogramm dorthin und man kann die Sinnhaftigkeit einer 104,3/100kW ND hinterfragen.
Jetzt nehme ich die 102,3 in ein zugegebenermaßen noch unausgegorenes Gedankenspiel; eben mit dem Initialgedanken von Marcus, auch wenn anders gemeint: Wenn man diese mit dem Diagramm wie FFH vom Sender Angelburg verbreiten würde, gäbe es die üblichen Probleme mit der 200kHz-Trennung im Übergang zum Feldberg. Jedoch hat man mit LM - WZ in GI einen ganzen Gürtel an Füllsendern aufgebaut. Dazu kommt noch der Aspekt, daß der Vogelsbergkreis eben auch Mittelhessen ist. Mittelhessen, das bis an die Stadtgrenze von Fulda reicht. Dort wird im 104er Bereich eher die Landeswelle Thüringen, aber wohl weniger hr4 vermutet. Daher mein ergänzender Vorschlag für hr4 Mittelhessen: Auf 102,3 Angelburg und 91,9 Rimberg, sowie dem "Mittelhessischen-Füllsendergürtel" verbreiten. Die 104,3 am Sender Sackpfeife wäre dann frei und könnte je nach Gusto hr2 oder YouFM zugeführt werden.
Interessant wäre natürlich auch, ob der südwestliche Raum KB, Battenberg beispielsweise überhaupt durch Meißner und Habichtswald mit hr4 ausreichend versorgt werden könnten.

von Thomas (Metal) - am 23.02.2013 19:30
Zitat
Stefan Z.
@Thomas (Metal):
Ich halte nach wie vor die Überlegung für nicht uninteressant, die 102,3 Sackpfeife für hr2 umzuwidmen und Korbach/Eisenberg 91,6, Marburg 93,9 und Wetzlar/Stoppelberg 90,5 für you.fm nu nutzen.
Die Sackpfeife hat auf der 104,3 nur wenige Lücken bei hr4 Mittelhessen, die die kleinen Füllsender übernehmen könnten. Der Stoppelberg ist hingegen sehr hoch und versorgt das Lahntal bis kurz vor Marburg und das Dilltal bis kurz vor Dillenburg. Außer dem Gießener und Wetzlarer Becken natürlich. Im Osten von Gießen könnten Synergieeffekte mit der 90,4 vom Maintower mit gleichem Programm genutzt werden. Wo sich beide stören, hilft Rimberg 97,7 aus. Die 103,4 Herborn könnte dann entweder vom Füllsender Simmersbach oder gar vom Großsender Angelburg mit ca. 200 W nach NW verbreitet werden, um die Gegenden hinter Angelburg und das Tal zwischen Dillenburg und Biedenkopf auszuleuchten.
Die 102,6 in Korbach ist nicht nur belastet, sondern wäre bei 99,6 Sackpfeife sowieso überflüssig. Selbst für die 102,3 Sackpfeife könnte das schon gelten.

Plot für you.fm läuft:
91,10 h Witzenhausen 0,32
100,10 h Kassel-Wilhelmshöhe 0,5
91,60 h Korbach/Eisenberg 0,5
106,60 h Eschwege 0,1
93,90 h Marburg/Spiegelslust 1
97,70 h Rimberg 50
93,60 h Fulda/Künzell-Peter Henlein Str. 0,3
90,70 h Limburg/Schafsberg 0,2
88,20 h Schlüchtern/Alte Hohenzeller Str. 0,32
94,00 h Friedberg 0,323
90,5 h Wetzlar 0,32
103,4 h Simmersbach 0,5

's Kärtche dazu:
Bild #1: B102-3_ESW106-6_FB94-0_FD93-6_KB91-6_KS100-1_LM90-7_MR93-9_R97-7_Simmersb103-4_SLÜ88-2_Witzenhsn91-1_WZ90-5_150_div(09e00_51n00).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-40v-8c53-jpg.html

von Thomas (Metal) - am 26.02.2013 21:24
Zitat
Stefan Z.
@Thomas (Metal):
Ich weiß noch genau, daß man früher in Steinfurth bei Bad Nauheim in über 60 km Entfernung zur Sackpfeife trotz der Ebene die 102,3 nur ganz schwach empfangen konnte. Der Empfang ist heutzutage in der Wetterau schon seit Jahren definitiv besser. Daher glaube ich nicht so recht an die früheren 80° mit nur einem Antennenfeld, selbst wenn es ganz früher 5 kW und jetzt 10 kW wären. Ich denke schon, daß es 10 kW sind und wahrscheinlich zwei Felder genutzt werden.

Ich zitiere dich mal vom 15.02.:
Zitat
Stefan Z.
Zweitens: Später wurde dann die 102,3 zur Sackpfeife (79 km zum Feldberg) umkoordniert, wobei es hier zwei Richtdiagramme gibt: Das erste Diagramm sagt 80° +- 40° aus und dürfte wohl anfangs in Betrieb gewesen sein. Die Leistung in Hauptrichtung betrug anfangs 5 kW. So steht es noch in alten Listen. Erst später war von den heutigen 10 kW die Rede. Dann auch mit einem anderen Diagramm, das offener war, wahrscheinlich die von Dir beschriebene Flächenantenne, während es vorher ein scharfer Richtstrahler in eine Richtung war. Die Hauptrichtung wurde auch etwas mehr nach SO gedreht. Daher steht heute in den Listen 110° +- 70°. Erhalten blieb die Tatsache, daß die Antenne niedriger als die rundstrahlende Hauptantenne angebracht ist. Generell hat sich dadurch aber Richtung Gießen und Wetterau die Empfangbarkeit der 102,3 stark verbessert. Trotzdem muß man auf den rundstrahlenden Feldberg auf der 102,5 achtgeben.

senderfotos-bb.de (http://www.senderfotos-bb.de/bilder/sackpfeife10.jpg) präsentiert eben ein Bild aus dem Jahr 2006 mit offenbar nur einer Strahlungsrichtung. D. h. es wurde dann vermutlich entweder nach 2006 erweitert, oder es werden andere Antennen am Mast als die von mir vermuteten für die 102,3 verwendet (s. u.).
Mein Plot dazu:
Bild #1: Sackpfeife10kW65+155°_150_80m(09e00_50n54).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-40y-4dc3-jpg.html

...und dann noch kombiniert der aktuellen you.fm-Kette:
Bild #2: B102-3(65+155°)_ESW106-6_FB94-0_FD93-6_Herb103-4_KB91-6_KS100-1_LM90-7_MR93-9_R97-7_SLÜ88-2_Witzenhsn91-1_WZ90-5_150_div(09e00_51n00).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-410-9913-jpg.html

Etwas erstaunt war ich heute bei der BNetzA, als ich dort für Biedenkopf keine Standortdaten in der EMF-Datenbank finden konnte. Andernfalls wären ja dort die Hauptstrahlrichtungen zu sehen gewesen :-( . Merkwürdig bleibt auch ansonsten der Mast. Es wurde in einer TVA der BNetzA eine Schwerpunkthöhe von 164 für die Band-I-Antenne ausgewiesen. Bei 210m Gesamthöhe kann das als Mitte der gesamten Sendeantenne nicht hinkommen. Auch die UKW-Antennenfelder bleiben unklar. Eingetragen ist in der UKW der BNetzA 139m für WDR, sowie 105 und 80m für hr. Gehe ich mal von einer massiven optischen Täuschung aus und nehme den Schwerpunkt der oberen UKW-Sendeantenne bei 139m an: Für 2x15kW eine derart große Sendeantenne (10 Ebenen) und für 4x100kW nur 8 Ebenen? Oder sind dies "nur" alte Daten des alten Mastes?

von Thomas (Metal) - am 01.03.2013 21:58
Ausgangslage

FD-Künzell(hr)_300WND_150_66(FD)
http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-4o-jpg.html


Überlegung:
In Osthessen ist die 106,6 relativ frei. Gleichkanalbelegungen in relevanter Nähe gibt es in Fritzlar, Eschwege (beide hr), Bad Nauheim (BOB).
Schützenswert wären sicherlich auch 106,5 Hallenberg und Eisenach. In ESA ist bereit 106,6 vs 106,5 (ESW) realisiert.
Die 106,7 ist am Bleßberg sowie in Hann Münden erneut vergeben.


1. Option: Verlagerung zur Wasserkuppe

Bild #1: Wasserkuppe1kW290°_150_28m(FD-Hummelskopf).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-41l-d80b-jpg.html

Bild #2: Wasserkuppe5012W290°_150_28m(FD-Hummelskopf).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-41m-78e8-jpg.html

=> 1 kw erreicht Fulda kaum in der bisher gekannten Feldstärke
=> 5 kW bringen nur wenig zusätzliche Reichweite im Kernversorgungsgebiet, dafür einen weiten Overspill


2. Option: Verlagerung zum Rimberg


Bild #3: Rimberg10kW180°_150_140m(FD-Hummelskopf).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-41n-09a8-jpg.html

Bild #4: Rimberg1kW135+225°_150_140m(FD-Hummelskopf).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-41o-0e64-jpg.html

Bild #5: Rimberg5012W180°_150_140m(FD-Hummelskopf).jpg

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-41p-1216-jpg.html


=> 10 kW stört sicherlich die benachbarten Sender zu stark
=> 1 kW mit breiterer Keule streut ebenfalls zu weit in nicht beabsichtigte Bereiche ein. Gleichzeitig bleibt die Feldstärke im Kerngebiet mager.


Fazit: Rimberg mit 5kW nach 180° sollte gerade so noch machbar sein.
Idealerweise könnte dort hr4 Mittelhessen aufgeschaltet werden um dann auch den östlichen Vogelsbergkreis regionalrichtig zu versorgen. Die 91,9 könnte im Gegenzug an hr2 gehen.
Weiter wäre eine 89,7 für hr iNFO in Fulda nicht zwingend notwendig und sollte dann hr2 zugeordnet werden.


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1. FD-Künzell(hr)_200WND_150_66(FD)
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von Thomas (Metal) - am 13.04.2013 06:23
Zitat
Peter Schwarz
Jessas, bist Du wahnsinnig? Wasserkuppe hat eine derartige Reichweite, dass sich das Signal selbst mit geringer Leistung noch mit Waldenburg (SWR4) kloppen würde. Zwischen den beiden Standorten könnte fast schon Sichtverbindung herrschen. Und 106.7 vom Bleßberg ist auch noch recht nahe, das könnte man freilich durch Richtantennen noch eher in den Griff bringen. Trotzdem kriegst Du die 106.6 in Hessen nie an einen exponierten Standort. Da wäre schon der BR dagegen wegen Abstand zur 106.4 Pfaffenberg.

Fangen wir mal so an: Nein, wahnsinnig bin ich nicht ;-) . Ich wollte eigentlich nur, daß "Wahn, Wahn überall Wahn" etwas von seiner alten UKW-Reichweite zurückbekommt. Wobei in Osthessen gar nicht mal so das Kernproblem liegt.
200 kHz vs Pfaffenberg gibt es schon mit 106,2 vs 106,4 zu bewundern und da gar mit 50kW. Das sollte kein Problem sein.
Gerade die Wasserkuppe ist nach Süden gut durch weitere Berge verdeckt. Unterhalb von 500m über NN hat man selbst im Spessart nur an sehr wenigen Stellen überhaupt eine Chance die Wasserkuppe zu sehen. Falls man das Beispiel Heidelstein als Vergleich heranzieht der durchaus in Wertheim empfangbar ist: Der hat seine Antennen in 155m über Grund, ich würde hier nur von etwa 30m und deutlich weniger ERP ausgehen. Aber selbst gegen den Heidelstein hat man Erlangen 106,2 koordiniert. Und in Erlangen selbst stört da gar nichts mehr, es wird einfach plattgewalzt ohne das das noch was bleibt :eek: . Ganz im Nordosten von Baden-Württemberg wäre zudem nicht Waldenburg, sondern Bad Mergentheim für SWR4 zuständig. Ganz oben am Main noch nicht mal das, sondern die Füllsender aus Wertheim und Freudenberg.
Dennoch halte ich Wasserkuppe nicht für optimal. 5kW und dann nur kaum besser als 300W aus FD? Da kann man auch den Aufwand lassen :-( .
Ich wäre da schon eher für Rimberg und 5kW nach 180°. Und da kommen heute selbst die 50kW im äußersten Nordosten von B-W kaum an. Ein Genf84-Gegenbeispiel für eine Gleichkanalbelgung Hessen vs Baden-Württemberg gäbe es da auch: 103,7 Rimberg und Aalen.
Die 91,9 vom Rimberg könnte dann auch wiederum erstaunlich weit in das Sendegebiet der Sackpfeife einstrahlen und z. T. die Eder wieder erreichen.

Zitat
RheinMain701
Wenn es einen geeigneten Turm auf der Wasserkuppe gäbe, hätte der hr schon längst seine Heidelstein-QRGs dorthin verlagert und damit Rimberg 91,9 überflüssig gemacht.

Türme, oder besser Türmchen gibt es durchaus auf der Wasserkuppe, vor allem für den Mobilfunk. Aber auch diese Anlagen sind einerseits nicht hr-eigen und andererseits nicht hoch genug daß man gegenüber dem Heidelstein zumindest in der Reichweite gleichziehen könnte.

von Thomas (Metal) - am 13.04.2013 14:15
@Tracker001:
Der Feldberg ist im Dilltal gut, weil das Tal auf den Feldberg zuläuft. Wenn Du die Strecke zwischen Dillenburg und Biedenkopf abfährst, wirst Du feststellen, daß der Feldberg dort nicht mehr ganz optimal kommt. Nach Dillenburg ist er noch richtig klar, aber je weiter Du auf Biedenkopf und Bad Lasphe zufährst, desto schlechter wird er. Natürlich relativ gesehen, weil er bis auf gewisse Einbrüche immer noch gut ist.

@Thomas (Metal):
Nachdem Du vorschlägst, für hr4 einen Rimberg-Richtstrahler einzuführen und die 91,9 dafür hr2 zu geben, möchte ich noch einmal die Konzepte und ihre Varianten zusammenfassen:

1) hr2-ursprüngliche Lösung von Thomas (Metal):
Tausch der Frequenzen 102,3 und 99,6 am Standort Biedenkopf, die 99,6 wird Großsender für hr-info, ansonsten hr2 mit Rimberg (95,0) und Hardberg.

2) Meine hr3 minus Gastarbeiterprogramm-Lösung für hr2:
hr2 behält außer Feldberg, Meißner und Würzberg auch den Rimberg (95,0). Biedenkopf und Hardberg entfallen. Optional wären Biedenkopf 102,3 und/oder eine Funzel auf dem Hardberg.

Beide Lösungen beinhalten indirekt eine Umwidmung der 91,9 auf dem Rimberg auf hr-info. Da die Einstrahlungen weiterer Großsender im Raum Knüllgebirge bei hr4 exakt denjenigen von hr3 entsprechen (Biedenkopf, Habichtswald, Meißner, Heidelstein und Feldberg), ist es unverständlich, warum der HR nicht eine dieser beiden Lösungen gewählt hat. Ein kleiner Richtstrahler auf dem Rimberg für hr4 NO wäre machbar gewesen, in Alsfeld/Homberg wäre eine Funzel für hr4 Mittelhessen umgewidmet worden. hr-info hätte mit 99,6 und 91,9 fast die jetzige Versorgung gehabt.
Nachbemerkung: Die Umwidmung der 102,3 für you.fm hat sich als suboptimal erwiesen, weil der Richtstrahler auf der Sackpfeife ins Rimberg-Gebiet zurückstrahlt ! Wo der Rimberg Abschattungen hat, können auch die Funzeln in Korbach/Eisenberg und Marburg übernehmen. Und der Rimberg spielt auch im Gladenbacher Bergland eine gute Rolle, wenn die Sackpfeife fehlt oder aufgrund der Richtstrahlung nicht optimal kommt.

Was Südhessen betrifft, könnte der HR die Würzberg-Frequenzen komplett neu ordnen. Denn bei hr1, hr3 und hr4 mit 50 kW Hardberg und 100 kW Feldberg wären Funzeln am relativ guten, hochgelegenen Standort Michelstadt auf jeden Fall eine Option. In ein oder zwei Fällen kann man vielleicht auch Würzberg-Frequenzen umverlagern, siehe die 107,0, die auch von dort kommt.
Bei hr2 hätte es im Fall der Beibehaltung des Hardbergs für den Würzberg auch diese Möglichkeit gegeben. Im jetzigen Fall bleibt eben der Würzberg, aber eine Hardberg-Funzel wäre nicht schlecht.

Für die HR-Leute, die hier mitlesen:

Im Fall Biedenkopf 102,3 und Rimberg 95,0, vielleicht sogar Hardberg 95,3 hätte man sich nicht mit der Kultur-Journalie angelegt, hr-info wäre aber gut bedient gewesen.
Außerdem hätte sich FFH ohne Biedenkopf 102,3 und ohne Hardberg 95,3 nicht beschwert. Im Fall Würzberg hätte man durch die erwähnten Würzberg-Umstellungen FFH eine Frequenz abtreten können und alle wären zufrieden gewesen.

von Stefan Z. - am 18.04.2013 08:43
Zitat
Stefan Z.
@RheinMain701:
Wegen einer Ortschaft wird der HR da gar nichts machen.

Generell: Drei Punkte hätte der HR anders lösen müssen bzw. muß er noch lösen.

1. Rimberg 95,0 und 91,9 (hr2 und hr-info).
2. Eine Würzberg-Frequenz für hr-info.
3. Das Gebiet zwischen Sackpfeife, Westerwald, Lahn und Taunus ist nur mit dem Rimberg bei you.fm unterversorgt. Die 102,3 bringt es nach Süden hin auch nicht. Es gibt zwei Alternativen dort für you.fm:
Entweder eine 3 bis 5 kW Frequenz auf dem Feldberg, was wohl kaum mehr koordinierbar sein dürfte. Und wenn dann nur mit größerer Umstrukturierung.
Oder eine etwas stärkere Rund-Frequenz ( 1 kW) auf dem Wetzlarer Stoppelberg und eine weitere Frequenz mit 1 oder 2 kW in Limburg-Staffel.

Bei 1) bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich so viel bringt. Die 95,0 ist D mit Einzügen nach Osten auf etwa 30kW, die 91,9 20kW ND. In Richtung Osten ist der Meißner sicherlich stark genug. Die eigentliche hessische Rhön besteht aus einem größeren Tal, das Ulstertal. Dort greift ebenso noch der Einzug. In den Höhenlagen des östlichen Vogelsbergs und des Landrückens geht die 91,9 kaum schlechter als Rimberg. In den Tallagen hingegen ist die 95,0 ebenso leicht angerauscht. Die 91,9 ist durch den Donnersberg stark angegriffen, sobald man in den Bereich Kinzigtal kommt. Dort ist gegenüber Osthessen allerdings auch der Feldberg wieder deutlich besser empfangbar und häufig Ortssender. Besser wären nach mener Meinung dort die ehemals geplanten Füllsender für Schlüchtern und Bad Orb als 50kW vom Rimberg. Fulda wird besser durch eine Kombination auf 20kW Rimberg + Füllsender FD versorgt als alleine 50kW vom Rimberg. 50kW vom Rimberg stellen allerdings keine schlechte Versorgung dar und war bis zur Übergabe der hr2+ Funzel an hr2 offenbar über Jahrzehnte als ausreichend angesehen.

von Thomas (Metal) - am 20.04.2013 21:29
Zitat
Radionicki

Ich habe enen Vorschlag: HR Intendanten entlassen, führende Mitarbeiter zur Schulung nach Wien.

Grüßle,
Radionicki


Bitte nicht. Der ORF ist mit seinem 4-Programme-Gemischtwarenladen genauso unattraktiv wie der HR.
Ö3 ist genauso ein abgestumpfter Hitdudler wie HR3. Ö2 ist sowas wie HR4 oder SWR4, also nur für bestimmte Zielgruppen interessant.
FM4 allenfalls für einen Teil der jugendlich orientierten Hörer.
Ö1 - das ist so ein Gemischtwarenladen. Will man sich über das Tagesgeschehen informieren, läuft Klassik. Will man Klassik hören, läuft gerade ein kulturorientierter Wortbeitrag. Na, und wenn man sich mal mit Kultur beschäftigen möchte, laufen grade Infosendungen.
Sowas ist heute nicht mehr wettbewerbsfähig.
Wenn nicht genau dann Informationssendungen laufen, wenn ich sie brauche, zeige ich dem Hörfunk die rote Karte, und hole mir meine Infos im Internet.
Wenn nicht genau dann Klassik läuft, wenn mir danach ist, dann wird die CD-Sammlung vergrößert, und auf Hörfunk verzichtet.

Bei mir ist es so, dass ich tatsächlich je nach Bedürfnis die passenden Formate einschalte - für fundierte Informationen DLF, für die Infos zwischendurch B5 aktuell, für Klassik BR Klassik, u.s.w.
Ich finde die ÖR-Programmaufteilung hier in Bayern via DAB schon fast ideal - mit den 3 D-Radios und den diversen BR-Wellen. Die dürften gerne Vorbild für den HR sein. Aber bitte nicht der ORF!

Das Plus an Unterhaltung, das der hier nicht abdeckt, finde ich dann bei diversen kommerziellen Anbietern wie Absolut Relax, sunshine live, Klassikradio oder Rockantenne.

Damit ist Formatradio kein Problem - daraus baue ich mir dann eben mein eigenes "Einschaltradio". Mit einer Beschränkung auf ein bischen Gemischtwarenladen erreicht man sowas nicht.

von DH0GHU - am 22.04.2013 13:19
Zitat
Nohab
Zitat
Radionicki
Hallo,
ist es eigentlich zuviel verlangt, dass eine Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanstalt auf 4 terrestrischen, bundeslandweit hörbaren Ketten, sowohl unterhaltende, als auch bildendende und informierende Programme anbietet?

Wenn du es schaffst, das Grundgesetz entsprechend zu ändern. Und die entsprechenden Staatsverträge dazu.
Nochmal: Rundfunk ist Ländersache. Und eher friert die Hölle zu, als daß sich da etwas ändert.



Wobei ich nicht denke, dass so etwas im Grundgesetz festgeschrieben werden muß.
Mann kann von Hochschulabsolventen so viel Grips erwarten, dass sie den Kulturauftrag (den eine Öffentlich-Rechtliche Anstalt hat) erfüllen kann, ohne dass alles bis ins einzelne in einem Gesetz festgelegt ist.
In Österreich ist ist, soweit ich weiß, auch nur Vorschrift, dass auf der vierten Kette mehrsprchig moderiert wird.

Zum Kulturauftrag gehört meiner Meinung nach sowohl die Hochkultur, als auch die Subkultur.
Was der ORF mit Ö1 und, FM4, der BR mit Bayern4 und Bayern2 (Zündfunk) und der RBB mit dem Kulturradio und Radio Eins und Fritz hinbekommt, müßten andere Anstalten auch möglich sein!

Die Teilabschaltung von HR2 reiht sich ein, in eine Reihe von Fehlentscheidungen des HR. Streichung der Sendung („Schwarz-Weiß - Musik in Farbe“, geplannte Streichung und schließlich Vrschiebnung auf HR2, der nun nicht mehr Flächendeckend empfangbar ist, er Sendung „Der Tag“.....Streichung von „Modern Rock“, „Der Ball ist rund", „Volkers Kramladen“, etc. Verschiebung der Hardrock und Heavy Metal Sendung auf eine Unzeit. (0 bis 4 Uhr und unregelmässig, alle 3 Monate am ersten Samstag. [Wenn schon würde jeden Samstag von 0.05 bis 1 Uhr Sinn ergeben.]).
Man sieht da sind absolute Dilettanten am Werk!

Der HR gehört dringend reformiert. Und das wäre nicht schwer, er müßte nur in den Sendearchiven nachschauen, wie das mal ging!
Ansonsten bei Reform-Resistenz wäre ich für eine Zusammenlegung der Charts Radios, also eine landeweite Kette für ein Mischprogramm aus HR1, HR3 und you FM. (Sozusagen ein Super Service Welle mit Flitzer Blitzer, den größten Hits, Verlosungen und dem besten gelabber für Hessen....Da kann der HR dann "Öffentlich-Rechtliches FFH" spielen....
Auf den dann freiwerdenden 2 Ketten könnte man dann z.B. Deutschlandradio Kultur und ByteFM aufschalten......
Ich weiß Rundfunk ist Ländersache, also wird es mit dem letztgenannten Szenario nichts, führt also nichts an einer Reform des HR mit Rückbesinnung vorbei.

von Radionicki - am 22.04.2013 13:49
Zitat
DH0GHU
Zitat
Radionicki

Ich habe enen Vorschlag: HR Intendanten entlassen, führende Mitarbeiter zur Schulung nach Wien.

Grüßle,
Radionicki


Bitte nicht. Der ORF ist mit seinem 4-Programme-Gemischtwarenladen genauso unattraktiv wie der HR.
Ö3 ist genauso ein abgestumpfter Hitdudler wie HR3. Ö2 ist sowas wie HR4 oder SWR4, also nur für bestimmte Zielgruppen interessant.
FM4 allenfalls für einen Teil der jugendlich orientierten Hörer.
Ö1 - das ist so ein Gemischtwarenladen. Will man sich über das Tagesgeschehen informieren, läuft Klassik. Will man Klassik hören, läuft gerade ein kulturorientierter Wortbeitrag. Na, und wenn man sich mal mit Kultur beschäftigen möchte, laufen grade Infosendungen.


Ein Infoprogramm gehört auf die Mittelwelle (gerne auch zusätzlich ins DAB+, aber dazu sollte man eben auch ein DAB Netz haben.....), ausser es laufen Nachts Musiksendungen wie auf NDR Info.
Der ORF hat nunmal nur 4 Ketten, der HR hat 4 Ketten und ein paar Funzeln. Und kein ausgebautes DAB Netz.
Wenn es nach mir ginge, gäbe es einen Klassik und Jazz lastiges Ö1, Info und regionale Info auf den 2. ten Programmen und ein Ö3 mit einem Programm wie vor 20 Jahren und der FM4 bliebe wie er ist. Aber an die Schlager und Volksmusikhörer dächte dann keiner......Leute die das heutige Ö3 vermissen hätten ja noch Krone Radio und Co....

[/quote]
Sowas ist heute nicht mehr wettbewerbsfähig.
[/quote]

Mhm, von den Einschaltquoten von Ö1 traumen andere Kulturprogramme in Europa.
Ausserdem muß Öffentlich-rechtlicher Rundfunk nur bedingt wettbewerbsfähig sein. Klar die
Cashcow Ö3 muß es, aber andere Programme werden durch Gebühren finanziert.


Zitat
DH0GHU
Wenn nicht genau dann Informationssendungen laufen, wenn ich sie brauche, zeige ich dem Hörfunk die rote Karte, und hole mir meine Infos im Internet.
Wenn nicht genau dann Klassik läuft, wenn mir danach ist, dann wird die CD-Sammlung vergrößert, und auf Hörfunk verzichtet.

Bei mir ist es so, dass ich tatsächlich je nach Bedürfnis die passenden Formate einschalte - für fundierte Informationen DLF, für die Infos zwischendurch B5 aktuell, für Klassik BR Klassik, u.s.w.
Ich finde die ÖR-Programmaufteilung hier in Bayern via DAB schon fast ideal - mit den 3 D-Radios und den diversen BR-Wellen. Die dürften gerne Vorbild für den HR sein. Aber bitte nicht der ORF!

Das Plus an Unterhaltung, das der hier nicht abdeckt, finde ich dann bei diversen kommerziellen Anbietern wie Absolut Relax, sunshine live, Klassikradio oder Rockantenne.

Damit ist Formatradio kein Problem - daraus baue ich mir dann eben mein eigenes "Einschaltradio". Mit einer Beschränkung auf ein bischen Gemischtwarenladen erreicht man sowas nicht.



Und was tun, wenn es nur 4 UKW Ketten gibt?
Ich finde nicht jedes Format muß 24/7 zur Verfügung stehen. Einschaltradio ist das was ich möchte. Ich sehe doch auch nicht ständig ein einziges Fernsehprogramm, oder surfe ständig auf der gleichen Seite (O.K. seit Facebook etabliert wurde, gibt es wohl tatsächlich Leute die so Medien nutzen).

Langfristig sollte UKW ergänzt werden. Mit DAB+. Dann sind mehr Programme möglich.
In Bayern ist man da ja schon recht weit. In Hessen und Österreich allerdings nicht.

von Radionicki - am 22.04.2013 14:33
Zitat
Wrzlbrnft
Ich fordere die umgehende Einstellung aller ör-Programme und die Errichtung einer ARD-Infonacht-Dauerschleife auf sämtlichen UKW-Frequenzen der ARD.

@timichen: Wie schön, dass deine Meinung die allein zählende ist und Info-Programme à la B5 akutell™, hr info & Co. offensichtlich der letzte Scheiß sind und ohnehin nur von Politikergesülz infiltriert sind. Ich glaube aber, dass es eine ganze Latte an Leuten gibt, die das nicht so sehen. Umgekehrt kann ich mit Bayern plus oder Bayern 1 überhaupt nichts anfangen, fordere aber auch nicht deren reihenweise Abschaltung.


Aber wer sich wirklich Informieren will kann dies doch über Internet oder Zeitung machen und muss nicht die UKW Frequnzen mit den Nachrichten getöns zumüllen. Also ich finde ein Kulturprogramm wie hr 2 ist unverzichtbar und kann auch nicht durch Internet oder Zeitung ersetzt werden aber hr info sehr wohl. Der WDR macht es richtig, denn der braucht kein Info Programm wo die Nachrichten in einer Stunde ein paarmal durchrotiert werden. Das ist wirklich unterstes Niveau und hat keinerlei Unterhaltungewert sondern animiert regelrecht dazu den Sender zu meiden.

Sorry aber diese Info Programme gehören alle abgeschaft und gegen richtige Klassik und getrente Kulturprogramme ersetzt. Kultur ist in jedem Bundesland das a und o und sollte nicht mit den Füsen getreten werden. Und was man so auf hr info hört da kann man nur noch lachen.

Also was so manche Politiker 3 - 4 mal inder Stunde über diese Infowellen verllauten das ist der reinste Kindergarten. Solangsam geht echt alles den Bach hinunter und mit sowas wird heute Radio versaut. Weg von Kultur und hin zum Politiker Info Diktatursender. Sorry aber dies bezwecken ja diese Infosender ja. Umso öfter man was in der Stunde hört umsoleichter glaubt man das ja.

von timichen - am 27.05.2013 08:35
Zitat
timichen
aber die 2 Sender die an hr info gegangen sind, sind echt eine frechheit sondersgleichen. Ich glaube kaum das hr info mehr Hörer hat als hr2. HR info gehört eigendlich nicht auf UKW denn wer tut sich alle 20 Minuten die Nachrichten an was unsere Politiker schon wieder für Spielchen mit uns treiben. Aber bitte bei der Kapazitätsknappheit die heute auf UKW herscht hat so ein Nachrichtendudler nichts zu suchen.

Leute lasst euch das nicht gefallen geht zum Funkhaus des HR in Frankfurt und Protestiert ich bin gerne dabei. Es kann doch nicht sein dass dem HR HR info wichtiger ist als HR 2 Kultur.
HR2 Kultur kann man im gegensatz auch über längere Zeit hören und das ist bei HR info nicht der fall da man alle 20 Minuten den selben scheis erzählt bekommt. Und seinen wir mal ehrlich solche Info Radios sind doch im Jahre 2013 nicht mehr stand der Zeit in der Zeit wo noch kein Internet da war sowie in den 90ern und den 2000ern da wr das ja OK aber heute ist ja das Internet Mobil georden und man kann sich die Info auf ohne eine UKW Frequenz zu verblemdern beschaffen und wer das nicht hat dann gibts ja noch die Tageszeitung an jedem Kiosk um die Ecke. Von einer Zeitung bekomm man mehr Informationen als über HR Info.


Man man man... du hast ja überhaupt keine Ahnung. Informiere dich erstmal bevor du hier so etwas behauptest und solche Forderungen stellst! hr-info hatte alleine im letzten Jahr doppelt so viele Hörer wie hr2 (KLICK). Und das trotz der Funzelkette! Außerdem ist hr2 immernoch so gut wie hessenweit via UKW zu empfangen.
Abgesehen davon ist hr-info inhaltlich sehr wertvoll. Denn es gibt sort nicht nur Nachrichten, sondern auch viele tolle Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft.
Meiner Meinung nach hat der HR alles richtig gemacht.

Zitat
Jassy
Timichen, das ist jetzt deine letzte Verwarnung! Wenn das noch ein mal so weiter geht bist du 2 Wochen gesperrt!


Wieso wird er überhaupt nochmal verwarnt? Langsam reicht es doch wirklich mal. Er führt sich hier auf wie ein kleines Kind und das nicht erst seit heute.

von DX OberTShausen - am 27.05.2013 16:08
Zitat
sup2
...und was wird das Abschalt-Opfer wohl erst sagen, wenn es feststellt, dass es so viele tolle Jazz- und Klassiksender gibt, die es niemals auf UKW schaffen würden, so dass er der Abschaltung sogar noch dankbar sein wird.


Solche Fälle kenne ich einige. Mein Patenonkel kann in Berlin kein RBB Kulturradio auf UKW hören, da der Scholzplatz im ostberliner Zentrum mies reinkommt, also völlig übersteuert wird durch den Alex. Erst lief es ja in 320 kbps auch auf DVB-T, dazu noch ohne UKW-Processing. Als der RBB das dann einstellte, wechselte er auf Livestream und ist nun kein RBB-Hörer mehr. Gibt halt auch aus anderen Ländern Programme mit Klassik, dazu noch welche mit ganzen Werken...

Ähnlich dürfte es so einigen gegangen sein, seitdem sie ByteFM fanden. So vertreibt die ARD Schritt für Schritt die Hörer, die gutes öffentlich-rechtliches Programm wertschätzen würden. Gut so, dann hat der Spuk bald ein Ende, denn die, die man heute zu versorgen gedenkt, können mehrheitlich gar nicht erkennen, wozu die Gebühren nötig sind. Bei den Programmen, mit denen sie sich zufriedengeben, meist auch kein Wunder.

Zitat
DX Obertshausen
Man man man... du hast ja überhaupt keine Ahnung. Informiere dich erstmal bevor du hier so etwas behauptest und solche Forderungen stellst! hr-info hatte alleine im letzten Jahr doppelt so viele Hörer wie hr2 (KLICK). Und das trotz der Funzelkette!


Und das rechtfertigt, die Kulturradio-Frequenzen auf den Dudler mit der engen News-Rotation umzuschalten? Und auf das Planet-Konkurrenzprogramm, dessen billige Penetranz eines öffentlich-rechtlichen Programms unwürdig ist? Ich sage: nein. Der Wert kultureller Angebote läßt sich nicht in Quotenvieh-Zählungen ermessen. Ich habe häufiger in einem beinahe komplett "entkulturisierten" Umfeld zu tun, weil meine Eltern dort wohnen. Mir fällt es bei jedem Weg durch die Stadt auf: alles stumpf und dumpf, alles billig, niemand mit gewisser Würde und Ausstrahlung. Das alleine würde mir reichen, mich dort nicht wieder dauerhaft niederzulassen, bei dieser Dumpfheit würde ich verkümmern. Kultur ist ein Standortfaktor, und zwar ein heftiger. Da, wo sie verbannt wird, zieht ein furchtbarer Geist ein.

Zitat
DX Obertshausen
Abgesehen davon ist hr-info inhaltlich sehr wertvoll. Denn es gibt sort nicht nur Nachrichten, sondern auch viele tolle Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft.
Meiner Meinung nach hat der HR alles richtig gemacht.


Meiner Meinung nach hat der hr seit 2000 alles falsch gemacht: hr XXL zerstört (und Planet dennoch nicht besiegt), hr Klassik abgewickelt, hr 1 zerstört, auf hr 3 alles, was öffentlich-rechtliches Profil hatte, entfernt. Danach hat man die Nachrichten noch ruiniert (O-Ton-Pflicht für die Meldungen). Hundserbärmlich und lausig, ich kenne einige Leute im Rhein-Main-Gebiet, die dann schon für anständig gelesene Nachrichten auf den DLF wechseln mußten.

Die ganze Anstalt kannste doch inzwischen komplett abwickeln, was ist denn da noch Gebühren wert? Ich habe früher sehr gern auch mal hr gehört: hr 1 Schwarzweiss, hr 3 Volker Rebell und Klaus Walter, hr XXL. Alles weg. Und die Inhalte von hr Info gehörten eigentlich auf ein anständiges hr 1. Also nicht die auf den Infowellen übliche und üble Dauerrotation, sondern die längeren Beiträge. Wer soll das da rauspicken? Für mich haben sich die Infowellen eigentlich heute am ehesten überlebt: dieses Newsgehackstückele kann man sich nun wirklich mit dem Smartphone ziehen, auch noch gefiltert nach Interessen. Jederzeit. Punktgenau. Also genau über den Weg, den man perverserweise ja sogar den Kulturradiohörern als Empfangsweg nahelegt.

So leid mir das tut, ich muß timichen vollumfänglich Recht geben. Hätten die Kulturmenschen nicht schon restlos aufgegeben und den ihnen zugedachten Platz (vermutlich unterm Tisch beim Hund) eingenommen, an der Bertramswiese hätte eigentlich im Februar die Luft brennen müssen.

von Chris_BLN - am 27.05.2013 17:06
Zitat
Stefan Z.
1. Die 91,9 Rimberg ist zwar etwas schwächer als die 95,0, aber den Rimberg wieder in die hr2-Versorgung hineinzunehmen, wäre besser als die jetzige Situation.

Da dürfte keiner widersprechen.

Zitat
Stefan Z.
2. Die Umwidmung der Rimberg-Frequenzen und der Eisenberg-Frequenz 100,3 fußt ja gerade auf den Habichtswald- und Heidelstein-Frequenzen. Für eine Rückverlagerung der 103,2 zur Sackpfeife müßte es also ein neues Gesamtkonzept geben.

Man muss das aber mit hr1 vergleichen. Die haben keine Frequenz am Standort Habichtswald und dennoch konnte der Rimberg scheinbar problemlos umgewidmet werden. In dieser Hinsicht scheint es also keine Probleme zu geben.

Zitat
Stefan Z.
3. Eine Verlagerung der 103,3 vom Heidelstein zum Kreuzberg ist keine eigentliche Umkoordinierung, sondern eine Rückverlagerung dieser Frequenz auf ihren Genf'84-Standort. Daher ist das eher drin.

OK, dann wäre das für den DLF wirklich die bessere Option. Im Gebiet AB/ALZ geht der DLF stellenweise wirklich schlecht, da könnte der Standort Kreuzberg was rausholen.

Zitat
Thomas (Metal)
Bild #4 würde ich für hr4 Nord-/Ost-Hessen verwenden, allerdings ohne 103,9 FD. Folgerichtig sollte dann die 103,2 zu you.fm und die 102,3 zu hr2. Über FD 103,9 sollte zwar weiterhin hr4 abgestrahlt werden, jedoch mit dem Regionalprogramm für Mittelhessen. Der Vogelsbergkreis (Stadt Schlitz) grenzt direkt an das Stadtgebiet von Fulda. Und eben dieser gehört zum Regierungsbezirk Gießen.

OK, das ist dann schon irgendwie verständlich. Besser wäre es wohl, die 103,9 Richtung Lauterbach zu verlegen, aber FFH hält sich anscheinend die 103,7 am Rimberg frei - vielleicht wollen die da noch etwas machen?

von RheinMain701 - am 18.06.2013 20:08
Zitat
Peter Schwarz
Neulich im IC konnte ich den HR über die Feldberg-Frequenzen von Mannheim bis Bingen fast störungsfrei hören. Den Hardberg braucht es also in der Rheinebene wahrlich nicht zwingend. Sein originäres Versorgungsgebiet ist schon recht klein, umfasst aber vermutlich auch einige Ecken nördlich und östlich von Frankfurt, wo der Feldberg abgeschattet ist.
Ich frage mich aber momentan, ob es nicht vielleicht sinnvoller gewesen wäre, umgekehrt vorzugehen: Die 96.7 für HR Info, damit hätte man 80% Hessens in Monoqualität mit dem Nachrichtenprogramm versorgen können. An den anderen Standorten hätte dann HR2 verbleiben müssen, zuzügl. den HR Info-Frequenzen im Rhein/Main-Gebiet.

Ob 96,7 und 101,7 für hr iNFO nebst einiger bestehender Funzeln eine interessant Lösung gewesen müßte man mal rechnen. Allerdings ist die 101,7 im Eder-Gebiet kaum als Ergänzung zum Feldberg verwendbar (vs 101,8).

Zitat
Peter Schwarz
Zudem hätte man auch noch über einen Tausch zw. HR3 und You FM nachdenken können am Feldberg.

Ja, alleine auf den Gedanken steht mehrere Jahre hessisches Fegefeuer :D .
Die Rechnung "ohne Feldberg" hatte ja FFH bis April 1992 notgedrungen probiert. Die Ergebnisse waren durchaus erstaunlich. Vermutlich hatte man allerdings dann die Möglichkeit im Rahmen einer Frequenzvergabe an hr un FFH bei 105,9 (und 105,1) zuzugreifen und tat dies folgerichtig auch. Allerdings war damals auch eine 104,5 für den Feldberg angedacht, die man von Rheinland-Pfalz "abziehen" wollte.
Soll heißen: "Ohne Feldberg" wäre vermutlich nur ohne 100kW Fedberg wirklich denkbar. Hier sollte man auf den SWR, damals SWF, blicken. Dort hat man ja auch eine Frequenz für S4 an der Hornisgrinde einrichten können, mit erstaunlicher ERP. Ob man in Hessen derartiges, Verlagerung einer Stadtfreuquenz nach oben, versuchte ist mir nicht bekannt. Möglicherweise gab es nach 1992 keinen Zwang für derartiges mehr.

von Thomas (Metal) - am 09.07.2013 10:06
Zitat
Thomas (Metal)
Soll heißen: "Ohne Feldberg" wäre vermutlich nur ohne 100kW Fedberg wirklich denkbar. Hier sollte man auf den SWR, damals SWF, blicken. Dort hat man ja auch eine Frequenz für S4 an der Hornisgrinde einrichten können, mit erstaunlicher ERP. Ob man in Hessen derartiges, Verlagerung einer Stadtfreuquenz nach oben, versuchte ist mir nicht bekannt. Möglicherweise gab es nach 1992 keinen Zwang für derartiges mehr.

Von hessischer Seite gab es da nichts. Der SWR versuchte ein paar mal, eine Frequenz auf die Wurzel zu wuchten, ohne Erfolg. Die einzige Frequenz, die mir einfällt, die definitiv auf den Feldberg könnte, wäre die 93,7. Auch das wäre aber eher für den SWR interessant und würde für Hessen nichts bringen.

Die Frage ist auch, wie weit man von da oben kommt, wenn man mit einer geringen Leistung sendet. Klar, der Taunus profitiert, unter anderem die bisher sträflich vernachlässigte A3. Auch Lahn-Dill würde da einiges abbekommen. Das restliche Gebiet kann der Spargel quasi genauso gut abdecken, vor allem hat der Feldberg Probleme im Nahbereich, die vom Spargel mit links versorgt werden. Der Rest, also Rheinland-Pfalz, dürfte eher uninteressant sein.

Aber machen wir es mal anders. Schauen wir uns an, welche Grundnetzfrequenzen es zu schützen gilt. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, versteht sich)

87,6 hr3 Sackpfeife
88,1 hr1 Würzberg
88,4 Bayern 2 Pfaffenberg
88,7 WDR3 Sackpfeife
88,8 SWR2 Heidelberg
89,3 hr3 Feldberg
89,7 hr3 Würzberg
89,8 SWR1 Bad Marienberg
89,9 SWR1 Weinbiet
90,6 hr1 Hardberg
91,0 hr1 Sackpfeife
91,3 DLF Rimberg
91,6 SWR3 Koblenz
91,9 hr4 Rimberg
92,0 SWR2 Donnersberg
92,3 WDR2 Sackpfeife
92,7 hr3 Hardberg
92,8 SWR3 Bad Marienberg
93,1 Bayern 2 Kreuzberg
93,4 Bayern 3 Pfaffenberg
94,0 SWR2 Koblenz
94,4 hr1 Feldberg
95,0 hr2 Rimberg
95,3 hr2 Hardberg
95,6 Bayern 1 Pfaffenberg
95,9 SWR4 Weinbiet
96,1 SWR1 Koblenz
96,3 Bayern 3 Kreuzberg
96,7 hr2 Feldberg
97,4 hr2 Würzberg
97,7 You FM Rimberg
97,8 SWR1 Heidelberg
98,0 Bayern 4 Pfaffenberg
98,3 Bayern 1 Kreuzberg
98,7 AFN Feldberg
99,1 SWR1 Donnersberg
99,6 hr2 Sackpfeife
99,9 SWR3 Heidelberg
100,0 FFH Angelburg
100,3 planet Eisenberg
100,6 RPR1 Ober-Olm
100,9 FFH Heidelstein
101,1 SWR3 Donnersberg
101,5 RPR1 Koblenz
101,6 hr4 Hardberg
101,9 Antenne Bayern Heidelstein
102,1 SSL Reisenbach
102,2 SWR2 Weinbiet
102,5 hr4 Feldberg
102,8 Regentonne Heidelberg
103,0 Antenne Bayern Pfaffenberg
103,3 DLF Heidelstein
103,6 RPR1 Kalmit
103,8 hr4 Würzberg
104,0 big FM Koblenz
104,1 SWR4 Heidelberg
104,3 hr4 Sackpfeife
104,5 big FM Ober-Olm
104,8 hr1 Heidelstein
105,0 FFH Krehberg
105,3 B5 aktuell Kreuzberg
105,6 SWR4 Donnersberg
105,9 FFH Feldberg
106,2 hr3 Heidelstein
106,4 B5 aktuell Pfaffenberg
106,7 big FM Kalmit
106,8 FFH Höllberg
107,0 hr-info Darmstadt
107,3 hr4 Heidelstein
107,4 SWR4 Koblenz
107,9 Rockland Hohe Wurzel & Bayern 4 Kreuzberg

Schnell wird klar: viel Spielraum gibt es nicht. Wie bereits gesagt, die 93,7 wäre da noch am ehesten machbar. Zwischen Weinbiet und Hardberg ginge bei 90,3 oder 90,4 eventuell auch noch was. Zwar gibt es hier und da noch ein paar Lücken (87,8/87,9 und 97,1 springen sofort ins Auge), da müsste man aber erstmal das üble Funzelnetz in Rhein-Main auseinandernehmen, und das ist ziemlich aussichtslos.

Zitat
Thomas (Metal)
Zitat
RheinMain701
Wäre da der Würzberg als Standort besser, oder sollte Darmstadt belassen werden?

Es kommt ganz drauf an was du versorgen willst ;-) . Für Darmstadt und das Ried sicherlich nicht.

So schlecht hatte ich Würzberg in Darmstadt nicht in Erinnerung.

Zitat
Thomas (Metal)
Allenfalls wäre Krehberg wesentlich interessanter, so man den bisherigen Versorgungsbereich der 107,0 beibehalten will.

Der Krehberg ist für die Bergstraße natürlich optimal, sie zeigt aber im Rodgau und dem vorderen Odenwald Schwächen im Vergleich zur jetzigen Situation.

Zitat
rolling_stone
Guter Vorschlag. Ich glaube, der BR benutzt den Würzberg für seine Programme. Bei mir bekomme ich alle fünf UKW-Ketten prima rein, und B5 aktuell hat eindeutig Ortssender-Qualitäten.

Da verwechselst du wohl Pfaffenberg und Würzberg. Aus Würzberg kommen die vier hr-Programme auf 88,1, 89,7, 97,4 und 103,8.

Zitat
rolling_stone
Wenn man auf der A5 entlanfährt, dauert es schon eine Weile bis HR Info gut empfangbar ist. Wie ist denn der Einzug der 107,0?

Die 107,0 hat einen Einzug nach Nordwesten, wohl um Bingen zu schützen. In alle anderen Richtungen sendet sie mit voller Leistung.

von RheinMain701 - am 09.07.2013 12:21
Nochmal zu Gießen/Wetzlar, da ich letztens vorbeigefahren bin:

Der Sender in Wetzlar ist höher gelegen als der Gießener Sender. Er kommt auch einigermaßen ins Dilltal rein (aber auch nicht so weit, da irgendwann einfach die Berge im Weg stehen). Nach Süden kommt er auf der A45 aber ganz schlecht raus, schon bevor man das Gießener Südkreuz erreicht hat sind die Wetzlarer Sender weg. Da gehen die Gießener Sender je nach Frequenz noch sehr weit.

Da stellt sich die Frage ob es nicht besser wäre die Wetzlarer Funzeln weiter hoch ins Dilltal zu legen, Richtung Herborn/Dillenburg. Dort ist größtenteils noch tote Hose, nur You FM hat eine Funzel bei Herborn die aber nicht wirklich überragend ist. Von Dillenburg könnte man mit Richtstrahlung nach Süden das komplette Dilltal beschallen ohne all zu große Störungen in der Umgebung zu verursachen. Einige Frequenzen müssten sicher angepasst werden, aber allgemein würde dies eine Verbesserung darstellen.

Übrigens: die 107,5 Gießen kann man sich ja gar nicht antun. Wenn man nicht gerade ganz unten an der Lahn steht brüllt Koblenz übelst rein. Jetzt verstehe ich, wieso die 91,5 so lange brach liegt...

Und etwas zu Wiesbaden/Mainz:

Für das Problemgebiet Rheintal war früher ab Budenheim Koblenz der offizielle Versorger. Das Problem fing erst an als die Koblenzer Frequenzen so zukoordiniert wurden dass sie dort nicht mehr empfangbar sind. Hier sollte man zunächst einmal ansetzen. Böse Frequenzen die Koblenz stören sind die 96,2 in Eltville und die 94,1 in Mommenheim. Die 96,2 ist aktuell eh unnötig und kann ohne großen Verlust gestrichen werden. Die 94,1 ist etwas schwieriger zu ersetzen.

Im Mittelrheintal geht auch Koblenz nicht immer prächtig. Da hatte der SWR mal Füllsender geplant, die dann aber wegen der Störproblematik nach Rüdesheim geholt. Schaltet man die Störer aus sollte es möglich sein die Frequenzen wieder zum ursprünglich geplanten Standort zu holen und so wieder im ganzen Rheintal ausreichenden Empfang zu haben.

Bleibt noch SWR4. Hier ist Koblenz irrelevant wegen der falschen Regionalversion. Die aktuelle Situation ist unbefriedigend, trotz vieler Funzeln ist der Empfang nicht flächendeckend (Worms etwa ist unversorgt). Hier sollte eine Frequenz nach oben auf die Wurzel (die bereits erwähnte 93,7 bietet sich an da sie eben ziemlich frei ist). So werden dann einige Funzeln frei die wiederum anderweitig verwendet werden können.

Für den RPR hilft das alles nichts, die scheinen aber nicht sonderlich daran interessiert zu sein den Empfang in Rheinland-Pfalz zu verbessern, da Rhein-Main höhere Quoten abwirft (wobei ich nicht weiß wer in Frankfurt RPR1 hört...)

von RheinMain701 - am 31.07.2013 15:59
Zitat
RheinMain701
hr2 wiederum hätte Lücken wirklich nur im tiefsten Taunus (unter anderem auf der A3 zwischen Wiesbaden und Limburg); alles drumrum wäre vermutlich einigermaßen gut abgedeckt.

Das Experiment "ohne Feldberg" gab es bekanntermaßen bis April 1992 bei FFH. Dort war die Ausgangslage durch Angelburg und Driedorf von Norden, sowie Krehberg aus Süden deutlich besser als beim Pendant Biedenkopf / Hardberg. Zudem gab es noch Hoherodskopf und nicht nur Heidelstein von Osten her. Es soll damit kein kategorisches "geht nicht" sein, aber zumindest der Hinweis auf größere Lücken als damals.
Zitat
DH0GHU
Der HR wird wohl kaum die Cash-Cows HR1/3/4 irgendwo antasten wollen

Kommt drauf an, schließlich hatte man es ja mit Rimberg schon mal getan. Vor allem ist die Frage nach deutlich besser versorgter Konkurenz.
Gerade bei hr4 könnte man Optimierungsbedarf ausloten. Das hat jetzt weniger damit zu tun, daß ich kein hr4-Hörer bin. Hatte man früher noch Regionalprogramme in Ost- und Südhessen sind die in die Nord- und Rhein-Main-Fester integriert worden. Teilweise wurden davon auch die Frequenzen abgezogen und anderen Programmen zugeführt. So ist die Südhälfte von Waldeck-Frankenberg jetzt auch durch Rimberg (91,9) versorgt und bedarf keiner Sackpfeife unbedingt mehr.
Gerade in Osthessen hat man mit der Auflösung von "Radio Fulda" aber eine interessante Überdeckung geschaffen. War Ostenhessen früher selbstverständlich auch der östliche Vogelsberg, zählt VB klar zu Mittelhessen. Ebenso ist der Altkreis Schlüchtern "NSU Opfer aus dem osthessischen Schlüchtern" damit klar zu Rhein-Main zu zählen. Überall da wird hr4 auch per Heidelstein versorgt, z. T. alleinig. So gesehen muß Nord/Osthessen nur FD und HEF bedienen, VB und MKK sind andere Bereiche. Natürlich sollte auch klar sein, daß die 91,9 im Landkreis Fulda nicht ausreichend ist. Auch (hoffentlich) sebstverständlich: Wegen einigen Minuten falschem Regionalprogramm einfach die gute hr4-Versorgung ohne Alternativen abstellen.
Zitat
Robert S.
keine Phantasiekoordinationen / Ruhe einkehren

Vielleicht hast du Recht ;-) auch wenn ich derartige Simulationen nicht für unteressant halte.

von Thomas (Metal) - am 17.09.2013 21:26
Zitat
Thomas (Metal)
Eines wurde hier bisher noch überhaupt nicht angeschnitten: Verschieben einer leistungsstarken Frequenz vom Hardberg zum Feldberg. Wenn man auszählt ergibt sich:
a) 92,7 und 95,4 wegen Bad Marienberg undenkbar, bzw. nur mit massivsten Einzügen
b) 101,6 wegen Koblenz undenkbar, bzw. nur mit massivsten Einzügen
=> Bliebe eine 90,6.
In deren Umfeld hat sich in Hessen ein Funzelteppich gebildt. Sofern hr (z. B. LM 90,7 youfm) vermutlich noch unproblematisch. Bei anderen, vor allem Bad Nauheim 90,7 wäre ein Tausch notwendig. Ebenso wäre die 90,8 aus ALZ stark angegriffen.
Weiter steht in NRW vor allem die 90,6, Teutoburger Wald, dagegen. Hier strahlt der Feldberg allerdings kaum in dessen Gebiet ein, sieht man von einigen Stellen am Eggegebirge ab. Bonn 90,7 wäre dagegen unproblematisch, 102,5 vs 102,4 gibt es ja bereits als betriebliche Übung ;-) .
In RLP würde man allerdings gegen Boppard 90,5 senden. Am Mittelrhein ist der Feldberg "unten" allerdings praksich nicht empfangbar. Oben gibt es ja bereits heute die 90,6 vom Hardberg.

Die 90,6 ist in der Tat überraschend frei im Rhein-Main-Gebiet, wenn man von einigen Funzeln absieht (neben den bereits genannten etwa 90,5 Wetzlar oder 90,5 Rimberg). Sie wäre besser geeignet als die 90,4, wo es auch mal Gedankenspiele hier im Forum gab, da weiter weg von potentiellen Störern. Allerdings müsste man wieder überlegen, wie man den Hardberg ersetzt in dem kleinen Gebiet, wo er tatsächlich notwendig ist (Rheingraben und Neckartal).

Zitat
Schwabinger
Meines Wissens gehört Schlüchtern zum MKK und dieser Kreis ist eindeutig Rhein-Main-Gebiet (auch wenn der Main-Kinzig-Kreis früher tatsächlich mal Zonenrandgebiet war).

Das ist richtig, aber anscheinend gab es zumindest mal Pläne, diesen Kreis lokalradiotechnisch zweizuteilen: die Altkreise Hanau und Gelnhausen zum Rhein-Main-Gebiet und den Altkreis Schlüchtern nach Osthessen. Heute hört (sieht) man nichts mehr davon, auch die Karte beim hr selber weist den Kreis als ganzes Rhein-Main zu. Hmm.

von RheinMain701 - am 26.09.2013 16:03
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