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Erstes "Kofferradio" für DRM+

Startbeitrag von Wiesbadener am 20.02.2013 12:29

Interessante PM der TU Kaiserslautern:

http://www.pressebox.de/pressemitteilung/tu-technische-universitaet-kaiserslautern/TU-fertigt-im-Auftrag-der-LMK-erstmals-ein-DRM-Radio-auf-Basis-des-NOXON-DAB-USB-Sticks/boxid/575307

Ich glaube wir wollten auch hier im Forum dazu übergehen Digitalradio als Einheit zwischen DAB/DAB+, DRM+ und Internetradio zu sehen. Künftig werden Hybrid-Radios alle diese Wege darstellen und nur noch nach Sendern, aber nicht mehr nach Empfangswegen auswählen.

Antworten:

Mit nem Rasberry Pi und nem Realtek 2832U basierendem DVB/DAB-Stick + Akkupack kriegt das jeder gebastelt. :cool:

von DX-Matze - am 20.02.2013 12:39
Interessant. Nur würde ich es schade finden, wenn nur noch nach Programmname gegangen wird. Ich würde mir wünschen, dann eigenständig nach dem Empfangsweg wählen zu können.

Allerdings gehe ich ohnehin davon aus, dass das Kapitel DRM+ geschlossen ist. Schade eigentlich. Diese Technik hätte ich mich auch interessiert.

von PEQsche - am 20.02.2013 12:44
Was erschwerend hinzu kommt:

DAB+ hat bis zum Durchbruch noch einige Hürden zu überwinden. Ich denke nicht, dass es danach einfach wäre, den Leuten zu erklären, dass sie schon wieder neue Radios brauchen, weil dann die Lieblingsprogramme ganz oder teilweise zi DRM+ wechseln.

Wäre man das Thema "Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks" von Anfang an richtig angegangen, hätte man gleichzeitig DRM+ mit eingeführt, aber ich denke so ist der Zug abgefahren. Ich denke kleinen Lokalsendern bleibt dann in Zukunft nur noch die Möglichkeit, in ihrer Stadt ein Ein-Programm-Multiplex auf DAB mit einem Funzelsender zu betreiben. Sollte ja auch gehen.

von PEQsche - am 20.02.2013 12:50
DRM+ ist nicht tot, sondern wird nun erst richtig belebt. Diese Technik ist genau das was deutsche Radiomacher (vor allem private) wollen: Sie behalten ihre UKW-Frequenzen (ohne Bouquetzwang), können in der Anfangsphase zusätzlich zum analogen UKW- ein digitales DRM+-Signal senden und bis zu zwei Unterprogramme anbieten. Und das ohne die von HD Radio bekannten Einschränkungen durch Nachbarkanalstörungen. Ich schließe noch nicht mal aus, dass sich nur DRM+ als digitales Medium durchsetzt, auch wenn DAB+ viel besser für nationale und landesweite Angebote geeignet ist.

von Wiesbadener - am 20.02.2013 12:52
Zitat
Wiesbadener
Ich glaube wir wollten auch hier im Forum dazu übergehen Digitalradio als Einheit zwischen DAB/DAB+, DRM+ und Internetradio zu sehen. Künftig werden Hybrid-Radios alle diese Wege darstellen und nur noch nach Sendern, aber nicht mehr nach Empfangswegen auswählen.


Internetradio ist für mich Streaming (on Demand, via IP), DAB+, DRM+, FM, AM, etc. ist für mich Broadcast, also das klassische Radio.

Ich denke, dass weiterhin getrennte Geräte angeboten werden, denn Internetstreaming benötigt ganz andere Technik als die anderen Broadcastsysteme.

von CBS - am 20.02.2013 12:56
Zitat
CBS
Ich denke, dass weiterhin getrennte Geräte angeboten werden, denn Internetstreaming benötigt ganz andere Technik als die anderen Broadcastsysteme.


In Zukunft wohl kaum noch, denn künftige Chips werden ganz natürlich neben Broadcast auch Streaming unterstützen. Zwei von meinen drei DAB+-Radios können auch Internetradio und Streaming vom (bei mir nicht eingerichteten :D ) "Home Network" per LAN und WLAN.

UKW ist ja auch in die AM-Radios gewandert, obwohl man dafür einen zusätzlichen Tuner und eine zweite Zwischenfrequenz brauchte. In späteren Chips war das dann alles gleich drin.

von 2-0-8 - am 20.02.2013 13:19
Ich kaufe mir doch ein Radiogeraet und es ist mir zunaechst mal relativ egal, ueber welchen Weg die Programme in das Radio kommen. Insofern sollte fuer mich, gerade was Zukunftsfaehigkeit angeht, Internetradio Bestandteil des Geraets sein.

Aber darum geht es hier doch eigentlich nicht, hier geht es um das erste Kofferradio fuer DRM+ und das ewige Thema DAB+/Internetradio koennen wir doch auch in anderen Threads diskutieren.

Schade daran ist halt jetzt erst mal, dass man wohl ausser in Kaiserslautern nirgendwo DRM+Tests empfangen koennen wird.

von Habakukk - am 20.02.2013 13:53
Wie sieht es eigentlich in Bezug auf DRM+ und Gleichwellenfähigkeit aus? Mal ganz im Ernst: Wenn ein SFN möglich ist, wäre es doch schon attraktiv: Ein Programm deutschlandweit auf ein und derselben Frequenz, und das ohne Paketzwang?

von Wiesbadener - am 20.02.2013 14:03
Das ist sehr sinnvoll, ein solches zukunftsfähiges Radio zu bauen und anzubieten. Ich habe gerade heute ein bereits erhätliches Hyridradio bestellt, das Terratec iRadio M110+ - das sucht sich die Empfangswege (DAB, UKW oder Webradio) selbst; ich bin gespannt, wie das in der Praxis funktioniert. Gut, hier fehlt noch DRM+ - dass DRM+ doch in gewissen Ländern, gerade in Italien z.B. zu einem erfolgreichen Ausbreitungsweg werdem wird, kann ich mir gut vorstellen, sofern es aber eben echte Hybridradios gibt, die sich die Ausbreitungsart selbständig suchen.

von dxbruelhart - am 20.02.2013 14:18
Klassisches Broadcast und Streamingdienste werden bei MOBILEN Geräten wohl auch weiterhin getrennt bleiben. Alleine schon weil für das Streaming, vor allem im Ausland, gebühren anfallen. Ansonsten finde ich die Idee als normaler Radiohörer gar nicht schlecht alles nur noch per Sender zu sortieren und nicht nach Empfangsweg. Dem Technikfreak in mir sträuben sich bei dem Gedanken daran natürlich die Nackenhaare. :D

In einem alten TechSpec über DRM+ hieß es das ein SFN sehr wohl möglich sei. Allerdings wäre das Netz etwas empfindlicher wie DAB. DAB+ gab es zu der Zeit dieses Papieres noch nicht. Auch ist DRM+ anfälliger für Mehrwegempfang. Im bergigen Gelände kann der Empfang also sehr schwierig werden. Auch mit Gleichkanalbelegung hat es DRM+ nicht so. Außerdem löst DRM+ nicht das Problem des übervollen UKW Bandes und der teilweise dämlichen/verschwenderischen Belegung mancher Platzhirsche. Ich finde DRM+ trotzdem eine sehr spannende Angelegenheit. Das sagte ich damals schon als die ersten Tests anliefen.

von Spacelab - am 20.02.2013 14:42
Wenn DRM mit SFNs und Multipath mehr Probleme hat als DAB, muss das aber an sehr "ungeschickt" gewählten Systemparametern liegen, sorry. Die niedrigeren Frequenzen im Band II ermöglichen eigentlich eher günstigere OFDM-Parameter (geringere Dopllerverschiebung bei Nutzung mobiler Endgeräte -> geringerer Unterträgerabstand -> größere Symboldauer).

Das Problem ist, dass es bei DRM+ keine Synergieeffekte mehr durch Mehrfachnutzungen eines Muxes gibt. Insofern ist es wirklich nur dort wirtschaftlich interessant, wo es zu wenige Nutzer für einen DAB+-Mux gibt:

Die eigentliche Sendetechnik bis "vor" dem finalen Verstärker wird für DRM+ und DAB+ ungefähr gleich teuer sein, Ersparnisse gibt es höchstens durch geringere Sendeleistungen (weniger Bandbreite -> weniger Leistung für gleiches S/N).

Wesentlich interessanter als bei uns ist DRM+ sicher für Länder, in denen die gemeinsame Nutzung von HF-Infrastruktur durch mehrere Anbieter aus firmenpolitischer Sicht undenkbar ist (Italien, USA, ...).

Dabei allerdings steht DRM+ dort, wo DAB vor 10-15 Jahren stand: Kaum Endgeräte. Speziell in D oder auch CH und UK werden nun zudem Digitalradios eingeführt, die nur DAB/DAB+ und UKW-FM beherrschen. Es dürfte den Konsumenten schwer vermittelbar sein, wenn sie in 5 Jahren nochmal alles neu kaufen müssen, um weiter Lokalfunk zu hören - bei weitaus mehr im Umlauf befindlichen Geräten als vor 2 Jahren in D bei der Umstellung von DAB auf DAB+.

von DH0GHU - am 20.02.2013 15:22
Zitat

Außerdem löst DRM+ nicht das Problem des übervollen UKW Bandes und der teilweise dämlichen/verschwenderischen Belegung mancher Platzhirsche.

Das Problem würde ja gelöst sein, wenn ein UKW/DAB+-Simulcast nicht mehr stattfindet. Dann wären die dicksten Brummer ja schon mal weg und es würden sich viele Lücken auftun.
Dabei könnte man mit den Info-, Kultur- und Landeswellen anfangen und als letztes die Servicewellen runternehmen (womit die Versorgung der Autofahrer, die heute noch Radios mit ARI haben, gesichert wäre :D ). Zum Schluss gäbe es dann nur noch die NDR2s und FFHs im UKW-Band, neben diversen Lokalsendern. Und bereits die ersten digitalen Signale.

von iro - am 20.02.2013 15:25
Aber gerade in einem Land wie Italien, wo das UKW-Band noch voller als bei uns ist, duerfte es doch irre schwierig sein, Luecken fuer DRM+Signale in groesserem Masse zu finden.

von Habakukk - am 20.02.2013 15:29
@DH0GHU: Die Parameter wurden gnadenlos auf verfügbare Bandbreite ausgelegt. Man wollte damals den Sendern DRM+ schmackhaft machen indem man ihnen verklickerte das sie neben analogem UKW noch X digitale Zusatzkanäle aufschalten können. Oder sie könnten noch andere Programme mit ins Boot holen und sich so die Sendekosten teilen. Also genau das was DAB+ prinzipiell so wirtschaftlich macht. ;-)

@iro: Dazu müssten aber erstmal einige Sender von UKW/DAB+ zu DAB+ only Stationen werden. Und ich glaube nicht dass das in absehbarer Zeit passieren wird. Zumindest nicht bei den großen namenhaften Programmen.

Was ich viel schwieriger finde ist dem Kunden jetzt schon wieder ein neues anzudrehen. Man sieht ja wie schwer sich die Käufer schon mit dem kauf eines DAB+ Radios tun. Und jetzt nochmal um die Ecke zu kommen und zu sagen "Ätsch ihr habt euer hart verdientes Geld in Elektroschrott verbrannt" könnte übel in die Hose gehen. Ich bin der Meinung das DRM+ ein paar Jahre zu spät dran ist. Damit hätte man vor DAB+ kommen müssen und nicht jetzt wo ein anderes System bereits am Markt ist und man die ersten Empfänger schon verkauft hat. :rolleyes: Ich frag mich sowieso wer jetzt schon wieder langeweile hatte und dieses längst beerdigte Pferd wieder ausgegraben hat. Damals als klar war das DRM gescheitert ist hieß es das man keine Markteinführung von DRM+ mehr plane. DRM+ würde nur noch zu Test- und Forschungszwecken verwendet werden.

von Spacelab - am 20.02.2013 15:44
Zitat

DRM+ würde nur noch zu Test- und Forschungszwecken verwendet werden.

Naja, das Radio wird ja auch von der TU Kaiserslautern gebaut, insofern...

von Habakukk - am 20.02.2013 15:49
Auch wieder wahr. Ich meinte nur weil hier manche schon wieder so weit gehen und die ersten DRM+ Empfänger zur nächsten IFA in den Regalen stehen sehen.

von Spacelab - am 20.02.2013 15:51
Ach, der Wiesbadener moechte uns hier halt fleissig diskutieren sehen... ;-)

von Habakukk - am 20.02.2013 15:52
Zitat
DH0GHU
Wesentlich interessanter als bei uns ist DRM+ sicher für Länder, in denen die gemeinsame Nutzung von HF-Infrastruktur durch mehrere Anbieter aus firmenpolitischer Sicht undenkbar ist (Italien, USA, ...).
In den USA ist der Zug vermutlich bereits in eine andere Richtung abgefahren (HD-Radio). Der Ensemblezwang ist aber auch in D IMHO eines der größten Handycaps für DAB+. Und auch mit DAB+ wird man, solange genug nutzbare Kanäle/Frequenzen vorhanden sind, auch Low-Power-Local-Ensembles für ein oder zwei Programme machen können, wenn man das dann auch selber betreiben kann und darf und nicht auf überteuerte Dienstleistungstarife eines Monopolanbieters angewiesen ist. Opendigitalradio bietet das Potentiel.
Ist aber eine Sache der medienpolitischen Rahmenbedingung.
Als Problem bei DRM+ sehe ich, dass das wieder eine neue, propitäre, patentgeschützte Technologie ist, für die dann die Eintrittshürde vermutlich höher, als bei DAB ist, wenn man selbst betreiben will, zumal das bei DAB mit Auslaufen von Patenten für Gerätehersteller einfacher wird....

Anders ausgedrückt: ich sehe eigentlich nirgendwo eine Niesche, wo DRM+ eine realistische Chance hat, in der hybriden Radio-Welt Fuß zu fassen.

von Hagen - am 20.02.2013 16:32
Zitat

Was ich viel schwieriger finde ist dem Kunden jetzt schon wieder ein neues anzudrehen. Man sieht ja wie schwer sich die Käufer schon mit dem kauf eines DAB+ Radios tun. Und jetzt nochmal um die Ecke zu kommen und zu sagen "Ätsch ihr habt euer hart verdientes Geld in Elektroschrott verbrannt" könnte übel in die Hose gehen.

Ganz so schlimm würde das mit einem vernünftigen Übergangsszenario ja gar nicht werden. Wenn gar nichts mehr zu hören ist MUSS natürlich ein neues Radio her. Bei der analogen Sat-Abschaltung lief man ja auch los und gab sogar mehr Geld aus... Manche haben sogar die Infoschleifen zur Abschaltung noch bis zum Schluss ertragen...

Aber hier wäre es dann ja so:
Der UKW-only Hörer bekommt noch seine Servicewelle mit Verkehrsfunk + Dudel und Lokalsender.
Der DAB+/UKW-Hörer hat dazu auch seine Landes/Kultur/Infowellen, Spartenprogramme und (je nach Region) weitere Programme.
Der Eurochip-Radio-Neuerwerber hat alles außer Webradio - und ein europaweit gebühren- und vertragsfrei nutzbares Radio.
Jedes Radio ist also weiterhin nutzbar, wer mehr hören will muss investieren.

Die Frage ist natürlich: wie will man die auf UKW verbleibenden Lokalsender dazu bringen, auf DRM+ zu wechseln?
Muss man gar nicht... wenn sie für teures Geld in FM weitersenden wollen können sie das tun.
Wenn sie dagegen irgendwann mal auf DRM+ wechseln wollen, da genug Eurochips im Markt sind, würde das auch gehen. (Wer dann immer noch UKW-only Hörer ist, hat als letztes verbleibendes Angebot noch die Servicewelle, vermutlich sogar nur noch die ö.-r. Version davon).
Falls genug lokale Anbieter für einen DAB+-Lokalmux zusammenkommen wäre auch das eine Option.

Zeitpläne braucht man dabei gar nicht, da alle Systeme neben- und miteinander existieren können. Nur die UKW-Lizenzen der landesweiten Privaten dürften nach deren Auslaufen nicht mehr verlängert werden. Bei den ö.-r. würde die KEF schon für die Abschaltung sorgen.

Und warum bleibt die ö.r.-Servicewelle noch auf UKW? Weil ein Kanal erhalten bleiben muss, mit dem man wirklich JEDEN erreichen kann bei Notfällen und Katastrophen. Die Besitzer eines nur MW-Radios sind allerdings außen vor....

von iro - am 20.02.2013 16:40
Zitat
iro
Die Besitzer eines nur MW-Radios sind allerdings außen vor....


Also wer heute noch ein Radio hat, das NUR Mittelwelle kann, der sollte sich mal überlegen, ob er im Jahre 2013 angekommen ist, oder in 1913 stehen geblieben ist ;)

von PEQsche - am 20.02.2013 17:24
Zitat
PEQsche
Also wer heute noch ein Radio hat, das NUR Mittelwelle kann, der sollte sich mal überlegen, ob er im Jahre 2013 angekommen ist, oder in 1913 stehen geblieben ist ;)


Mein Autoradio kann nur MW und LW... und das ist vorsätzlich gewollt. Tja, auch ich bin 1913!

gb

von gb - am 20.02.2013 17:58
Das war mir klar das sich jetzt jemand meldet der noch ein Museumsstück spazieren fährt.

von Spacelab - am 20.02.2013 18:04
In fahrende Museumsstücke gehören nun mal stilechte Radios ;) Aber Verkehrsfunk braucht man da eigentlich sowieso nicht, Oldtimer sieht man wohl eher selten auf einer Autobahn. Und wenn dann mal eine wegen eines Oldtimerkorsos gesperrte Innenstadt vermeldet wird muss einen das auch nicht interessieren :D

von iro - am 20.02.2013 18:16
Wenn einer nur ein Mittelwellenradio hat, ist er sicher NICHT 1913 stehen geblieben. Damals war die Mittelwelle ja noch gar kein Thema.

von delfi - am 20.02.2013 18:33
Zitat
iro
Die Besitzer eines nur MW-Radios sind allerdings außen vor....
Müsste ich mal im Keller suchen. Dürfte auch noch "Besitzer eines nur MW-Radios" sein... :D

Und eines, das gänzlich ohne Strom (also auch ohne Batterie/Akku) funktioniert (zumindest in Reichweite eines starken MW-Senders) täte ich aus 4 Bauteilen plus geeigneten Drähten immernoch gebrauchsfähig bekommen...

von Hagen - am 20.02.2013 19:00
-w-
Zitat
gb
Mein Autoradio kann nur MW und LW... und das ist vorsätzlich gewollt. Tja, auch ich bin 1913!
gb

Nunja, auch dir kann geholfen werden:
http://www.ddr-autoradio.de/UKW%20Umbausatz.htm
/-w-

Aber ernsthaft, angesichts der Verkaufzahlen im Digitalradiobereich ist in Westeuropa der Zug für DRM+ abgefahren,
ich sehe dafür nur eine Chance dort, wo es noch kein Digitalradio gibt.
Oder DAB aufgrund anderer Frequenzbelegungen schlicht nicht möglich ist.

von Nohab - am 20.02.2013 23:38
Zitat
Nohab
-w-
Zitat
gb
Mein Autoradio kann nur MW und LW... und das ist vorsätzlich gewollt. Tja, auch ich bin 1913!
gb

Nunja, auch dir kann geholfen werden:
http://www.ddr-autoradio.de/UKW%20Umbausatz.htm
/-w-


Sehr interessanter Link aber ich befürchte, mit der DDR kommen wir nicht weiter. Das ist ein Blaupunkt Gerät aus Frankreich und bringt BBC Radio 4, RTL, DLF sowie RIAS äh DKultur laut und gut ins Auto. Bleib mir mit dem UKW Krams vom Ohr.

Aber es stimmt, von der technischen Seite her wäre DRM ansich die Lösung gewesen. Aber wie immer läßt sich das Radio als stand-alone Gerät nicht digitalisieren.

gb

von gb - am 21.02.2013 00:33
Das Schaltdiagramm bzw. Schema dieses kommenden Radios für DRM+ auf Basis des Noxon DAB-Sticks ist hier ersichtlich, da gibts auch weitere Informaitonen zu diesem Empfänger:

http://www.afedri-sdr.com/?showall=&start=1

von dxbruelhart - am 22.02.2013 05:33
Mal ein paar Quotes aus dem Parallelthread:

Zitat

Wenn jetzt WIEDER ein neuer oder zusätzlicher Digitalstandard (DRM+) für Locals hinzu kommt oder hinzukommen soll, wird das irgendwann nie was mit der Einführung von Digitalradio. Denn was ist, wenn nach DAB+/DRM+ doch noch was "neues" und dann wieder was neues kommen sollte..? Man sollte sich auf DAB+ konzentrieren und beschränken.


Zitat

Genau so ist das, selbst die größten DAB Fans werden nicht ewig bereit sein immer in neue Geräte zu investieren. Ich bin auch großer DAB Befürwörter, sollte jetzt aber noch DRM kommen bin ich raus, entweder jetzt DAB+ oder garnix.


Zitat

Also ich verstehe die Diskussion nicht, Radio muß endlich digital werden und da passt DAB+ und DRM+ doch prima zusammen. Mich hat es sowieso gewundert, dass man den DRM+ Empfang nicht gleich in die Empfänger nach dem DAB+ Start 2011 mit implementiert hat. Da hat man eine große Chance verpasst und nun sind schon wieder Empfänger am Markt, die nicht alle Technologien empfangen können.

Aber man sollte nun schnell den Eurochip mit allen Empfangsmöglichkeiten DAB+, DRM+ und UKW und Internet (Option) in neuen Radios anbieten.


Irgendwie habe ich den Eindruck, dass vielen hier immer noch nicht klar ist, was die FM/DAB+-Empfänger mit Software-definiertem Empfängermodul so alles können. Z.B. könnten alle Module von Frontier Silicon vom Typ "Venice 5.1" aufwärts auch DRM+ empfangen, wenn man die nötigen Softwaremodule (z.B. Demodulator und Demultiplexer für DRM+) ergänzen würde. Das zu tun ist aber eine geschäftspolitische und keine technische Frage. Die Antwort lautet, kein Hersteller gibt Geld aus für die Implementierung von Verfahren, die nirgendwo im Regelbetrieb sind.

Und Geräte mit dem im 3. Quote geforderten Empfangsmöglichkeiten DAB+, DRM+, UKW/FM und Internet gibt es auch schon, wenn man DRM+ als Nachrüstoption per Softwareupdate betrachtet. Die sind aber nicht für 50 EUR zu haben.

--------------------------------------------------------------------------

Was da in K'lautern zusammengeschustert worden ist, ist kein Prototyp eines vermarktbaren Gerätes, sondern ein Demonstrator eines Multinorm-Empfängers, eine Ansammlung von miteinander verbundenen Komponenten in einem Alukoffer.

http://www.lmk-online.de/wirueberuns/presseseite/ (siehe PM vom 20.2.)

http://www.drm-radio-kl.eu/ (hier findet man ein PDF des Berichtes)

Im Abstract des Berichtes der TU KL heißt es:

"Kostengünstige und frei auf dem Markt erhältliche Hardwareprodukte für den Zusammenbau
eines Multinormempfängerprototypen bilden die Basis für das in diesem Bericht beschrie-
bene Projekt. Der zu konzipierende Prototyp soll den Empfang von DRM+ und DAB+ sowie
UKW-FM, AM und auch Internetradio ermöglichen. Mit der Systemplattform pandaboard ES
in Kombination mit dem Noxon DAB USB-Stick als HF-Frontend wurde ein Demonstrator
zum Empfang von DRM+ verwirklicht. In Kombination mit einer Entwicklungsversion einer
DRM+ Decodersoftware wird der Empfänger messtechnisch bewertet.

Eine DRM+ Sendekonfiguration bestehend aus Contentserver, Basisband- und HF-Modulator
liefert das Sendesignal. Die Qualität des Demonstrators wird unter anderem anhand der
Bitfehlerraten der Decodersoftware beurteilt. Des Weiteren werden verfügbarer Dynamik-
bereich, notwendige Signal-Stör-Abstände zum erfolgreichen Decodieren sowie das Verhalten
des Empfängers bei Fading untersucht. Bei einem Dynamikbereich von 50 dB und einem Signal-
Stör-Abstand von mindestens 12 dB ist der Empfang von DRM+ mit dem Empfängerprototyp
möglich, die Soll-Geschwindigkeiten der DRM+ Fadingprole werden erreicht. Auf einem
Treffen des Deutschen DRM Forums wurde der Empfang eines DRM+ Multiplexdatenstroms mit
dem Laboraufbau erfolgreich demonstriert.

Der entworfene Demonstrator stellt als Entwicklungsplattform für zukünftige Forschungs-
projekte eine gute Basis dar und kann unter anderem zur Vorführungen auf Messen oder als
Messempfänger in Feldversuchen dienen."

Was "kostengünstig" bedeutet, zeigt die Auflistung der Komponenten auf Seite 21:

- Terratec Noxon DAB-Stick - 24,99 EUR
- Ettus Research USRP 1 + Daughterboards LFRX und WBX - 1225 USD
- Microtelecom Perseus VLF-LF-MF-HF Receiver - 849,00 EUR
- pandaboard ES - 182 USD
- Chumby 8 - 179,00 EUR
- Chipsee - Pandaboard Expansion (Touchpanel Kit) - 189,00 EUR
- LVDS Adapter V2 + 10" LCD mit Touchscreen - 132,09 EUR

Fazit: Da hat die LMK ein teures Spielzeug finanziert.

von Manfred Z - am 23.02.2013 11:34
Ich verstehe nicht das hier so viele DRM+ schon als neuen Digitalradiostandard sehen. DRM+ hat gezeigt das es außerhalb des Papieres, also im realen Leben, zu viele Nachteile hat und deshalb wurde das ganze Projekt auf reine Forschungs- und Lernzwecke degradiert. Und nach einigen Jahren wurde genau das gemacht. Es wurde etwas gebastelt und gezeigt das man mit kostengünstigen Komponenten (die in Wirklichkeit sündhaft teuer waren) ein Kofferradio basteln kann. Wobei hier nicht das kleine tragbare Radio, sondern das Transportmittel, ein ausgewachsener Alukoffer, gemeint ist. Und hier wird gleich Zeter und Mordio geschrien weil man den Leuten wieder neue Radios andrehen will und DAB+ steht ja sowieso wieder auf dem Spiel wie in jeder Diskussion hier in der letzten Zeit. Egal ob das Ursprungsthema etwas damit zu tun hatte oder nicht. :rolleyes:

von Spacelab - am 23.02.2013 11:50
@Manfred Z:
Technisch möglich ist viel. Es wäre auch technisch möglich, heute schon flächendeckend 7 DAB-Netze anzubieten und doch schaut die Realität anders aus. Warum nur?

Und du schreibst ja selber

Zitat

könnten [...] wenn man [...] würde


Merkst du, wie vage das trotz allem alles ist? Das Morphy Richards konnte UKW, DAB und DRM. Warum gab es kein Update auf DAB+? Da war ALLES in Komponenten vorhanden.

Nur weil die Einzelkomponenten prinzipiell in der Lage wären, heißt das noch lange nicht, dass das so einfach realisiert werden kann. Man muss die Komponenten ja auch in Software zusammenstöpseln, und wenn es dann unten drin mal läuft, brauchst du immer noch ein entsprechendes User-Interface (wie mache ich einen DRM+ Suchlauf, wie greife ich auf die Stationen zu, usw usw).

Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber ich möchte das erst sehen, dass es wirklich so kommt. Zumal es ja auch das Henne-Ei-Problem erneut gibt: wer soll denn im übervollen UKW-Band als erster in DRM+ anfangen zu senden, solange es keine Empfänger dafür gibt? Welcher Empfängerhersteller soll umgekehrt zuerst ein DRM+Upgrade anbieten, ohne dass es auch empfangbare Programme dafür gibt? Und was hat der Empfängerhersteller überhaupt davon außer Kosten! Für ihn kommt dabei ja gar nix rum.

von Habakukk - am 23.02.2013 12:08
Zitat

Und was hat der Empfängerhersteller überhaupt davon außer Kosten! Für ihn kommt dabei ja gar nix rum.
Die EU subventioniert doch alles mögliche, warum nicht auch mal ein Update :D

von iro - am 23.02.2013 12:12
Zitat
Habakukk
Das Morphy Richards konnte UKW, DAB und DRM. Warum gab es kein Update auf DAB+? Da war ALLES in Komponenten vorhanden.

Ähm nö. Das hätte der Prozessor des Radioscape Moduls nicht mehr auf die Reihe bekommen. Das lief bei DRM ja schon auf Vollanschlag und bei DAB war die Prozessorlast auf weit über 90%. Bei DAB+ und der höheren Datenrate hätte das Modul die weiße Fahne gehisst.

von Spacelab - am 23.02.2013 12:22
Man hat bei der Einführung des erweiterten Standards für DRM+ auch den Fehler gemacht, sich auf einen Frequenzraster von 0,1 MHz zu beschränken, der zwar der heutigen Situation im Band II entspricht, aber nicht zukunftsorientiert ist. Mit einem zusätzlichen Raster von 0,2 MHz hätte man neben einer größeren Lücke zwischen den Kanälen auch die Nutzdatenrate und Stabilität des Signals erhöhen können.

Nur wäre es dann nicht einfacher eine DAB-Variante mit einem Raster von 0,2 MHz für Band II zu definieren?

Edit: Die letzten drei Beiträge hatte ich beim Posten dieses Beitrags noch nicht gelesen.

von Manfred Z - am 23.02.2013 12:32
@Spacelab:
Gut, ich denke, dank der üblichen recht hohen Bitraten bei DAB+ sollte DRM+ da in Sachen Prozessorlast kein Problem sein. Aber oftmals ist es ja auch so, dass andere Komponenten am Limit gefahren werden, sei es ein FPGA, der schlichtweg voll ist und nicht noch mehr Register/Instruktionen aufnehmen kann. Also ich bin da echt skeptisch, wobei DRM+ sicher seinen Charme hätte für Lokalsender.

Da aber offenbar Mehrwegeempfang und Gleichwellenfähigkeit ein wenig problematisch sind, darf man sich von DRM+ keine Wunder erwarten, was die Ausnutzung des Spektrums angeht.

von Habakukk - am 23.02.2013 12:50
Ich denk du kannst davon ausgehen das wenn DAB+ auf dem Modul läuft funzt auch DRM+ und umgekehrt.

von Spacelab - am 23.02.2013 13:33
So sieht dieser DRM+ Prototyp-Radio nun aus, da gibts auch die neuesten Erkentnisse zu diessem Empfänger:

http://www.rwonline.com/article/portable-drm-radio-receiver--/218518

von dxbruelhart - am 28.03.2013 08:29
Geiles Teil! :joke: Und so wartungsfreundlich. :D

Aber das in jedem Bericht nur auf diesem 25€ Noxon Stick herumgeritten wird. Sooo günstig kann man einen DRM+ Empfänger bauen. :rolleyes: Ja, der Stick ist günstig. Aber die anderen Komponenten drumherum haben richtig Asche gekostet und ohne die gehts nicht.

von Spacelab - am 28.03.2013 08:39
In der Massenproduktion wird das hoffentlich billiger, mittelfristig wird es doch sowieso darauf hinauslaufen, alles in ein bis zwei Chips zu packen.

von Alqaszar - am 29.03.2013 01:59
Deshalb die Sache mit dem "Euro Chip". Das wäre quasi alles in einem.

von Spacelab - am 29.03.2013 10:25
Das mit dem Europchip ist für mich aber eher Marketing und vielleicht ein wenig ein Beschleunigungsversuch.
Die Standards, die Aussicht auf Markterfolg haben, werden automatisch in den Chipsätzen der großen Anbieter von Highend-Chips wie NXP auftauchen.
Damit ausgestattete Radios müssen bei Weitem nicht alle Standards beherrschen. Man muß ja nicht immer alle Funktionen freischalten...

von DH0GHU - am 29.03.2013 10:33
Natürlich ist der Begriff "Euro Chip" nur ein Name um dem Otto Normal Verbraucher etwas in die Hand zu geben. Man wollte damit nur verdeutlichen das es möglich ist alle notwendigen Standards auf einem preiswerten Chip zu vereinen. Ob dieser Chip jetzt von STI, NXP oder weiß der Geier wem kommt ist egal.

von Spacelab - am 29.03.2013 10:40
Wenn man sieht, wie viele DAB Chips von grossen Herstellern sang und klanglos wieder von der Bildfläche verschwanden, glaube ich weder an einen STI oder NXP. Es gibt einfach zuviele Bedürfnisse, welche kaum von einem Chiphersteller erfüllt werden können. Alles unter einen Hut zu bringen, dürfte schwierig werden. Die Amerikaner und die Japaner haben ja auch noch ihre Digitalsysteme. Es wird nur über Module gehen, welche ausgetauscht werden können. In Europa wird sicher auch noch ein Satellitenradio dazu kommen. Früher oder später kommt sicher noch der Wunsch nach LTE und Konsorten rein. Die Inder möchten vielleicht sogar noch DRM (ohne plus).

von drahtlos - am 29.03.2013 10:57
Das mit dem Satellitenradio wurde schon mehrfach versucht und ist immer wieder nach hinten losgegangen. Zuletzt mit der Feststellung das der sehr hohe finanzielle Aufwand nur für Radio nicht lohnt. Das kannst du also streichen.

Es ist gar nicht so schwierig mehrere Standards in einem Chip unterzubringen. Der Tuner, der ein sehr breites Frequenzspektrum abdecken muss, ist da schon deutlich schwieriger herzustellen. Problemlos ist heute schon DAB(+), DRM(+), Bluetooth und WLAN in einem Chip zu verpacken. Meistens kommen dann zwei Tuner zum Einsatz. Einer für DRM und DAB und der zweite für Bluetooth und WLAN. Das ist alleine schon deshalb sinnvoll da man ja eh zwei verschiedene Antennen benötigt.

von Spacelab - am 29.03.2013 11:14
Mobiles Sat-Radio in Europa halte ich für eine Totgeburt, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Kultur- bzw. Sprachräume, als dass sich das rentieren würde. Dazu kommen technische Probleme in bebauten Gebieten. Für Zuhause gibts ja mit DVB-S schon eine Lösung.

Allzu schwarz würde ich bei einer Ein-Chip-für-Alles-Lösung nicht sehen.
Letztenendes spielt sich ja alles in identischen Frequenzbereichen ab - der HF-Teil kann schonmal universell benutzt werden. Die verschiedenen Codecs für Audio sollten auch nicht das Problem sein.
Bleibt die Kanalcodierung - da unterschiedliche Firmware oder VHDL-Codes für die einzelnen Standards zu nutzen, ist nur eine Frage des Speicherplatzes. Man muß "nur" programmierbare Logik oder DDS einsetzen. Alles, was weniger komplex als das komplexeste Verfahren ist, ist damit prinzipiell nutzbar.
Im Grunde sollte z.B. das, was Frontier Silicon derzeit herstellt, problemlos auch mit DRM+ fertig werden. Das Signalprocessing für DRM+ dürfte eher weniger aufwändig als das für UKW-FM sein...

Firmen wie NXP und Maxim werden sich den DAB+-Markt nicht entgehen lassen. Von Maxim gibts ja u.a. auch aktuelle Tuner-Chips (MAX 2173).
NXP bietet Tuner-Chips und Basisbandprozessoren, siehe u.a. SAF3560EL. Zitat aus der Produktübersicht:
Zitat

Support for multiple standards with a single baseband processor
Cost efficient co-processor to AM/FM radio/audio DSPs
Supports DAB, DAB+, T-DMB as well as HD radio, ready for DRM
Lower cost of ownership for digital terrestrial radio by supporting multiple standards and tuner configurations with one IC
Supports single tuner as well as multi-tuner applications with one baseband processor
Facilitated system design due to high level API and full feature set
Unique features of NXP’s own automotive grade DAB software


DAB+ ist längst nicht mehr eine reine Nische von Frontier Silicon oder GyroSignal. Und NXP ist direkter Partner (schon in der Entwicklungsphase!) großer Autoradiohersteller - die setzen nicht unbedingt FS ein...
Schon vor einigen Jahren (~8 müssen es sein) hat z.B. Harman Becker mit NXP zusammen eine (nicht DAB+-taugliche) Tunerlösung erarbeitet, die DAB, HD-Radio, UKW, etc verarbeitet hat. Ich meine, es war sogar Sat-Radio (USA) mit dabei, jedenfalls erzählte mir der Projektleiter von entsprechenden Versuchen.
Dass es auch DAB+ gibt, hat man damals bei Feldtests gemerkt, als man in Gebieten mit DAB+-Feldtests nichts hören konnte :-)



Das sind nun natürlich Lösungen, die noch 2 Chips brauchen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis es dann alles in einem Gehäuse gibt. Wobei das nicht immer ein Vorteil sein muß, wenn z.B. Multi-Tuner-Lösungen gefordert werden. Eigentlich braucht man ja mobil für jeden Standard einen Tuner, der nur zur Signalsuche da ist, plus einen, der für die eigentliche Audiowiedergabe da ist, plus einen, der das Navi mit TMC/TPEG-Daten versorgt - und die entsprechende Rechenleistung im Basisbandprozessor. Nur das Audio-Decoding braucht man nur ein mal.
Sonst funktioniert Service-Following über Standards hinweg und unabhängiges TPEG/TMC-Daten-Besorgen ebensowenig wie die Suche nach einem Alternativ-Mux.

von DH0GHU - am 29.03.2013 11:22
NXP hat vor 2 Jahren seinen DAB/IBOC-Chip vorgestellt. Irgendwo im Einsatz habe ich den noch nie gesehen, ebenso auch nie etwas von Maxim in irgend einem mir bekannten Radio. Das mit dem SAT-Radio in Europa war meinerseits auch nur eine Spekulation, wenn allenfalls doch etwas von SIRIUS nach Europa hinüberschwappen könnte. Es ging mir eher um die SIRIUS Integration als austauschbares Modul. Ich denke auch, die Breitband-Tuner sind nicht der letzte Weisheit Schluss. Persönlich würde ich auch separate Tuner mit sep. Antennen bevorzugen. In den Hybrid-Radios werden die wohl wieder vermehrt zum Einsatz kommen.

Im neuesten Meinungsbarometer bemängelt man das Fehlen von TPEG geeigneten Empfängern. Diese werden wohl kaum von US-Chipherstellern kommen. Am ehesten noch von den Koreanern, aber die haben im Moment andere Sorgen.....

von drahtlos - am 30.03.2013 02:14
Was wird denn in den DAB-Empfängern der OEM-Geräte bei den großen KFZ-Herstellern, insbesondere den diversen VAG-Marken, Opel, BMW, ... verbaut? Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade in den Doppeltuner-Lösungen eben keine FS-Module stecken.

Was verbauen OEM-Lieferanten wie Bosch, Harman, Technisat? Das sind ja gerade die, die direkt mit Herstellern wie NXP zusammen arbeiten.

Was verbauen die Endkundenanbieter wie Kenwood?

von DH0GHU - am 30.03.2013 02:34
Ich antworte mir mal selbst mit diesem Link:

http://www.pnpnetwork.com/index.php?mm_code=45

da sind so einige Doppeltuner-Lösungen zu sehen, und die restlichen technischen Daten (von denen viel zu wenige verfügbar sind) sind auch eindrucksvoll.

von DH0GHU - am 02.07.2013 21:54
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