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SWRobase?

Startbeitrag von Fernsehfritze am 26.02.2013 09:51

Alles als Gerücht zu betrachten, aber es da ist was dran:

Bei einem Seminar war einer vom SWR da und erzählte beiläufig, daß der SWR "gerade", seinen Frequenzbestand optimiert um eine bessere Versorgung für ein zusätzliches Programm zu finden. "Dazu wollen wir auch einige Standorte wie z. B. auf den Prüfstand stellen und ggf. umkoordinieren". Ein Kollege fragte nach und was er sagte deutete auf Blaubeuren und Tübingen hin. Er sprach u .a. von "ob wir die 96,4 auf 96,3" kriegen und von einem ungenutzten Bestand, der umgewidmet werden soll. Aber es geht da wohl nur um kleine Leistungen und Stütz-/Füllsender.

Auf mein bohren wollte er nicht mit der Sprache raus, aber die Aktion soll noch 2013 "wasserdicht" gemacht werden. = Es sollte schon jetzt was in der nicht-öffentlichen Liste der BNetzA zu finden sein.

Dann biss er sich auf die Zunge und wollte nichts mehr beantworten.

Ich möchte mal spekulieren das zusätzliche Programm wird SWR Info sein und in den letzten Tagen gingen wegen hr2 mehrere Webradios über den Tresen. Der Sender hat auch seine Fans ausserhalb von Hessen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Gucken wir mal in den Staatsvertrag des SWR:


Zitat

§ 3 Programme, Programmauftrag

3.1
Der SWR veranstaltet folgende Rundfunkprogramme:

Jeweils zwei Landeshörfunkprogramme für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz; davon soll jeweils ein Programm ein informationsbetontes Angebot enthalten und jeweils ein Programm der Darstellung der Regionen dienen und nach
landsmannschaftlichen Gesichtspunkten sowie nach gewachsenen Wirtschafts- und Erlebnisräumen zugeschnitten sein;

zwei gemeinsame Hörfunkprogramme für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz; davon soll ein Programm einen kulturellen Schwerpunkt haben, das andere soll ein Musik-Programm vorwiegend für jüngere Menschen sein; beide Programme sollen auch landes- und regionalbezogene Inhalte haben;

je ein Landesfernsehprogramm für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wobei ein Anteil von bis zu 70 vom Hundert als gemeinsames, in der Regel zeitgleich zu sendendes Mantelprogramm veranstaltet werden soll;

das ARD-Gemeinschaftsprogramm sowie die sonstigen aufgrund staatsvertraglicher Ermächtigung veranstalteten Programme.

[...]

3.3
Weitere Programme des SWR sind im Rahmen der Bestands- und Entwicklungsgarantie auf der Grundlage besonderer staatsvertraglicher Vereinbarung zulässig. Die Teilhabe des SWR an neuen rundfunktechnischen Möglichkeiten zur Herstellung und Verbreitung von Rundfunkprogrammen sowie die Möglichkeit der Veranstaltung neuer Formen von Rundfunk bleiben unberührt. Die Zulässigkeit und die Durchführung von entsprechenden Versuchen richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht.



Soweit bisher. Es sind aber auch Änderungen geplant:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/suedwestrundfunk-soll-unabhaengiger-und-moderner-werden-a-868316.html


Und bei diesen Änderungen wird es interessant. Neu aufgenommen wurde:

Zitat

(2) Der SWR veranstaltet folgende Angebote:

3. ein digitales Hörfunkangebot vorwiegend für Jugendliche und junge Erwachsene, zu dessen Unterstützung die drahtlose terrestrische Verbreitung in analoger Technik unter Verwendung von Frequenzen des SWR in Teilbereichen seines Sendegebiets und die leitungsgebundene Verbreitung in analoger Technik zulässig ist;


Sprich: Das Ding soll möglichst noch auf UKW kommen. Gleiches für SWR info:

Zitat

Der SWR kann ergänzend folgende Angebote veranstalten:

1. ein digitales Hörfunkangebot mit dem Schwerpunkt Information, zu dessen Unterstützung die drahtlose terrestrische Verbreitung in analoger Technik unter Verwendung von Frequenzen des SWR in Teilbereichen seines Sendegebiets und die leitungsgebundene Verbreitung in analoger Technik zulässig ist, und

2. ausschließlich im Internet verbreitete Hörfunkprogramme nach Maßgabe eines nach § 11f des Rundfunkstaatsvertrags durchgeführten Verfahrens.


Sprich, man will gesetzlich unterstützt, die "neuen" Programme wie Das Ding und SWR Info auf entweder Stützfrequenzen in BW und RP unterbringen oder sogar andere starke Frequenzen nutzen. In beiden Staatsverträgen wird nicht beschrieben, wie die Programmaufteilung auf die zur Verfügung stehenden UKW Sender auszusehen hat. Im Gegenteil soll ihm dazu recht freie Hand gelassen werden:

Zitat

§ 42 Überprüfungsklausel, Optimierungspflicht

(2) Der SWR ist verpflichtet, die Nutzung der Übertragungswege und die technische Versorgung der Bevölkerung mit seinen Programmen fortlaufend zu optimieren.


Entwurf neuer Staatsvertrag: https://www.service-bw.de/zfinder-bw-web/showregulation.do?regulationId=2326639

von CBS - am 26.02.2013 12:09
Zitat
DH0GHU
Braucht man in FR wirklich die Lehen-Frequenzen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass man dort DasDing und SWR Info unter bekommen kann.


Lehen hat schon eine Stadtsenderfunktion. Freiburg liegt im Schnittbereich dreier Hauptsender: Blauen, Hornisgrinde und Feldberg, wobei Blauen dominierend ist. Westlich der B3 ist Lehen sicherlich nicht notwendig, aber Richtung Kirchzarten hat der Sender schon seine Berechtigung. Er bringt meist auch die Brüllwürfeltauglichkeit in Freiburger Wohnungen.

Trotzdem hast Du sicher recht, könnte man SWR 1und 3 aus Lehen an SWR info und Das Ding abgeben. Dies sollte insbesondere dann keine Probleme mehr darstellen, sollte der SWR seinen 5 kW 8D Sender auf dem Schönberg erhalten.

Zitat
DH0GHU
Wesentlich mehr würde man freilich rausholen können, würde man generell Funzeln für SWR1-4 abschalten, und diese Frequenzen so umkoordinieren, dass DasDing und SWRinfo eine Basisversorgung bekommen:


Solange es nur Funzeln sind, sicher machbar - Ich bin mir aber nicht sicher, ob so eine Basisversorgung auch mit dem neuen Staatsvertrag http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1111994,1112072,page=1#msg-1112064 erlaubt wäre. Es dürfen Stützfrequenzen sein, aber eine Bestrebung nach möglichst flächendeckendem Ausbau gibt die Limitierung auf "Teilbereiche" nicht her. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das nun heißer umkämpfte Rhein-Neckar Gebiet auf einer Frequenz bald einen SWR2-Das Ding Tausch erleben könnte.

von CBS - am 26.02.2013 12:42
@Wiesbadener bzw Ihre Majestät (muß mich noch umgewöhnen):

- Weshalb hat Weinbiet 102,2 bei Dir 16 kW ? Die 102,2 war einmal mit 4 kW rund in Betrieb, da sie nach Süden mit - 8 dB Einzug angedacht war. Daher hat sie heute 25 kW-D.
Generell wäre es richtig, eine 25 kW-ND Frequenz wie die 89,9 für Das Ding zu nutzen.
- Bezüglich SWR3 müßte man im Hunsrück ausloten, ob der Scharteberg zusammen mit KO-Waldesch, Donnersberg, Bornberg und Saarburg + Haardtkopf-Funzel das hinkriegen.
- Bad Marienberg Das Ding und SWR-Info wären möglich, Kühkopf und Waldesch sind zwar vergleichbar, aber beim SWR ist die WW-Lücke aufgrund der Nähe zu Linz nicht so groß wie bei Ahrweiler.
- Eine ergänzende Idee: In der geringen Entfernung ist die Überlappung der 25 kW-Bornberg- und der 60 kW-Donnersberg-Sender bei gleichem Programm zu groß. Hier könnte man auch etwas machen.
Wenn wir z.B. Annweiler 91,0 für SWR1 aufgrund des Einzugs der 102,2 Weinbiet nutzen und bei SWR2 und SWR3 von einer ergänzenden Versorgung mittels Heidelberg und Hornisgrinde aus BW ausgehen, könnte man z.B: Kaiserslautern 92,5, die wegen Luxemburg nicht zum Bornberg wechseln kann, mit einer Dansenberg-Frequenz tauschen und diese zum Bornberg verlegen. Wenn man nach Vorbild der 99,6 das außer für SWR4 auch für SWR3 und SWR1 hinbekommt und dann in der Westpfalz mit 60 kW Donnersberg, 500 W Bornberg und 5 kW Kettrichhof arbeitet, könnten 2 Bornberg-Frequenzen a 25 kW für Das Ding und für SWR-Info frei werden. Somindest in einem Fall, z.B. Das Ding, sollte das auf jeden Fall funktionieren.

von Stefan Z. - am 26.02.2013 13:52
Auf 102,2 geht eigentlich nur ein Stereoprogramm. SWRinfo als Monoprogramm würde durch die lautere Modulation von Monoprogrammen die Sender nebenan (SSL und AFN) komplett wegdrücken, was dann irgendwie kontraproduktiv wäre.

91,7 Haardtkopf gegen 91,6 Koblenz, überschneidet sich das nicht? 91,8 wäre wohl möglich, wenn Hessen nicht interveniert (91,8 Frankfurt), das ist aber eher unwahrscheinlich.

Bad Marienberg bin ich etwas skeptisch, ob das im Westerwald und vor allem der A3 (da ist big FM ganz mies dran, weil eben dieser Standort fehlt) für SWR1 reicht. Bei der Belegung von Dasding würde es sicher Überschneidungen geben, vor allem im Rhein-Main-Gebiet machen sich 89,8 und 89,9 gegenseitig platt, aber für R-P dürfte es reichen. (In Kibo kann man alle drei Standorte empfangen; 89,8 Bad Marienberg, 89,9 Weinbiet, 90,0 Haardtkopf, und daneben auf 89,7 Würzberg und Bad Kreuznach im Kampf gegeneinander und auf 90,1 SWR4 Stuttgart).

von RheinMain701 - am 26.02.2013 15:35
Eine kleine Anmerkung die 91,9 sendet im Moseltal nicht im Bliestal. Also ich bin Skeptisch, ob man die Frequenz vom Haardkopf durchbekommt, aber Stützfrequenzen wie bei Big FM in den Tälern wären sicherlich drin.

Seit ihr sicher, dass man bei SWR2 auf dei Weinbieter Frequenz im Pfälzer Wald verzichten kann. SWR3 hat ja noch Kettrichshof, welcher bei SWR2 ja fehlt.

Ein Tausch im Westerwald wäre sicherlich eine Möglichkeit, da die Funzeln von Das Ding ja eigentlich relativ gut rausgehen.

Eine der Das Ding Frequenzen im Großraum Stuttgart wären sicherlich eine Option.

Bei dem Bornberg darf man nicht vergessen, dass dieser weite Teile des Saarlands mitversorgt und deshalb halte ich SWR3 für ausgeschlossen. SWR 2 geht so oder so nicht, bliebe nur noch SWR 1, aber auch hier ist es für mich zweifelhaft, ob hier Das Ding was bringen würde, da man ja aus dem Saarland auch Unser Ding empfängt.

von Marcus. - am 26.02.2013 19:53
Zitat

Genau so ist es, nur warum Bigfm nicht auch von Bad Marienberg kommt, kapiere ich nicht. Ein gutes stück kommt man sicher noch in den Westerwald, aber Störungslos sicher nicht überall hin. Und in RLP hat man doch den Versorgungsauftrag? Oder Trifft das nur auf den SWR zu?


Der SWR als ÖR Rundfunkanstalt hat einen Versorgungsauftrag, die Privaten nicht.

Big FM musste Teile seiner Kette mit SWR4 teilen. Für 6 flächendeckende Ketten hat es einfach nicht gereicht. Deshalb gibt es nur einen Füllsender in Betzdorf.

In Saarburg und um den Haardkopf ist ähnlich.

Der SWR4 Kette war auch nicht besser. Frequenzen in Mainz und in der Eifel, sowie in Linz hat man sich vom zweiten Programm geklaut und dei Füllsender in Trier und bei Palzem gingen erst Ende der 90er bzw im neuen Jahrtausend on air. Im Pfälzer Wald fehlen diese Sender auch.
Anmerkung, die 101,2 hat zwar 20 kW nach Westen gehen aber nur mehrere 100W raus, da die Frequenz wieder in Lux genutzt wird.

von Marcus. - am 26.02.2013 21:21
Zitat
Marcus.
Zitat

Genau so ist es, nur warum Bigfm nicht auch von Bad Marienberg kommt, kapiere ich nicht. Ein gutes stück kommt man sicher noch in den Westerwald, aber Störungslos sicher nicht überall hin. Und in RLP hat man doch den Versorgungsauftrag? Oder Trifft das nur auf den SWR zu?


Der SWR als ÖR Rundfunkanstalt hat einen Versorgungsauftrag, die Privaten nicht.

Big FM musste Teile seiner Kette mit SWR4 teilen. Für 6 flächendeckende Ketten hat es einfach nicht gereicht. Deshalb gibt es nur einen Füllsender in Betzdorf.

In Saarburg und um den Haardkopf ist ähnlich.

Der SWR4 Kette war auch nicht besser. Frequenzen in Mainz und in der Eifel, sowie in Linz hat man sich vom zweiten Programm geklaut und dei Füllsender in Trier und bei Palzem gingen erst Ende der 90er bzw im neuen Jahrtausend on air. Im Pfälzer Wald fehlen diese Sender auch.
Anmerkung, die 101,2 hat zwar 20 kW nach Westen gehen aber nur mehrere 100W raus, da die Frequenz wieder in Lux genutzt wird.


Normalerweise Stünde SWR2 zuerst mal ne bessere Versorgung zu!

Dasding: Könnte man auf der 92,8 aus Bad Marienberg mit 25kw oder so senden lassen oder 50 kw. Und die 99,4 geht an SWR Info, Die kann man mit Einzügen nach Norden ja noch etwas aufbohren. Einzüge nach Norden, damit die (überflüssige) Funzel im Ahrtal auf selbiger Frequenz nicht gestört wird.

Auf der 91,3 könnte man dann auch SWR Info ausstrahlen. Damit Hätte man recht gut große teile abgedeckt. die 91,3 evtl auf 5kw oder 10 kw erhöhen, nach Norden ausblenden. Weil so die A3 sehr schlecht versorgt wäre. 5kw sollten da schon ausreichend sein.

Wenn ich weiter überlege stört die 99,4 eigentlich keinen, außer der kleinen Funzel im Ahrtal. WDR2 Sendet auf 99,2 da ist genug spielraum zwischen. Wie es nach Süden ausschaut kann ich nicht sagen.

von Rheinländer - am 27.02.2013 07:35
Zitat
Japhi
Zitat

damit die (überflüssige) Funzel im Ahrtal auf selbiger Frequenz nicht gestört wird.


(Nicht nur) Meine Idee dazu: Frequenztausch in Koblenz. 99,4 an SWR3, passend zur Ahrtalfunzel, und die 91,6 an DASDING, passend zur 91,3 Bad M.

Genau. Dieser Mist mit der Ahrtalfunzel und Koblenz, welche beide auf selber Frequenz verschiedene Programme ausstrahlen ist vor allem in den Randgebieten extremst nervig. Hier gibt es im Autoradio von Meter zu Meter muntere Wechselspielchen zwischen SWR3 und DASDING. Von daher kann ich diesen Vorschlag nur unterstützen. Allerdings dürfte dann bei SWR3 nichts mehr in Bad Marienberg oder dem Haardtkopf passieren, damit der Großraum Koblenz weiterhin sauberen SWR3-Empfang hat.

Die 91,3 aus Bad Marienberg ist auch nicht so optimal wie sie erscheint. Auf der A3 in Richtung Frankfurt bricht öfters mal plötzlich und ohne Vorwarnung der Rimberg mit dem DLF durch. Meistens so kräftig, dass es sogar für RDS langt.

von Sebastian Dohrmann - am 27.02.2013 07:50
Also ich halte die Lösung Marienberg 89,8 - Weinbiet 89,9 - Haardtkopf 90,0 zur Umwidmung für Dasding für optimal, eben weil durch eine solche Lösung Interferenzen verringert werden könnten und man jeweils durch Koblenz 99,4, Bad Kreuznach 90,9, Mainz-Kastel 105,2 und Kaiserslautern 92,5 noch Frequenzen in den Überlappungsgebieten hat. Die größte Herausforderung sehe ich in der neuen Frequenz für SWR 3 am Standort Haardtkopf, die 91,8 (war: 91,7 Trier) halte ich durchaus für machbar, vielleicht mit 1 bis 2 kW, was für das Moseltal und die Teile des Hunsrücks wo Koblenz und Eifel nicht ankommen ausreichen dürfte. In Trier kann Dasding auf eine Frequenz verzichten, der Haardtkopf kommt hier ausreichend mit RDS. Man könnte sogar eine weitere der Markusberg-Frequenzen (z.B. die 94,9) noch für SWR info ummodeln. Aus meiner Trierer Zeit weiss ich, dass der Füllsender auf dem Markusberg total unnötig ist. Einer der dreien - Haardtkopf, Eifel oder Saarburg - geht immer.

von Ihre Majestät - am 27.02.2013 11:43
Zitat
RheinMain701
92,8 Bad Marienberg würde passen, wenn man die 92,9 in Langenbrand ebenfalls mit Dasding belegt und dafür eine SWR1-Funzel in Pforzheim herausholt. Die beiden würden sich sehr gut ergänzen.

Genau. Das unbesiedelte Umland um Pforzheim braucht kein SWR1 :-) Noch besser wärs, die Pläne zur Enztalsperre (inklusive A8 auf der Dammkrone) umzusetzen, dann brauchts da garnix.

Ich würde noch die Hornisgrinde mit einbeziehen. Mit einer Umwidmung plus einiger Lückenfüllfunzeln zur Kompensation der Auswirkungen würde man sämtliche Probleme sämtlicher öffis und einiger Privaten sofort lösen:
93,5 MHz SWR-Info (schließlich gehen fast überall auch HD, Feldberg, Merkur, Baden-Baden, Stuttgart, Raichberg)
96,2 MHz DasDing
98,4 MHz D-Radio Kultur (im Südosten ergänzt durch Wendelstein 98,5 MHz), dafür entfallen einige DR-Kultur-Funzeln, die an SWR3 gehen...

91,7 MHz in BAD kann man dann für Klassikradio einplanen, 107,9 MHz könnte für Sunshine Live genutzt werden (Anschlußversorgung an HD).
Wenn man 88,9 MHz in Strasbourg auf 20 kW aufbohrt, kann man vielleicht noch 94,0 MHz für Radio BOB und die dann auch nicht mehr so wichtige 97,6 vom Brandenkopf für Schwarzwaldradio nutzen.


Unrealistisch, praxisfern, zu fatal für die, die was hergeben? Egal, waren die anderen Vorschläge hier auch schon - und ich fänds mal richtig geil, weil ich in Kehl für DAB nur ein Dual DAB1A habe, das taugt ned viel. Dann könnte ich wieder mit ollen UKW-Möhren Radio hören...

von DH0GHU - am 27.02.2013 11:49
@DH0GHU:
Der SWR wird so weit reichende Standorte wie die Hornisgrinde bestimmt nicht bezüglich der Programme umwidmen. Außerdem wird parallel zur 98,4 bestimmt nicht die 98,5 auf dem Wendelstein umgewidmet. Straßburg 88,9 mit 20 kW ist wegen Heidelberg 88,8 utopisch. Ein bißchen mehr Realismus bitte !
Was denkbar wäre, sind kleinere und mittlere Lösungen. Z.B. die erwähnte 92,9 in Langenbrand, die man für SWR1 nicht benötigt und wo es auch eine Funzel an den Standorten Wartberg oder Arlinger tun würde. Was auch interessant wäre, ist eine Umbelegung der 90,9 auf dem Merkur mit DasDing parallel zur 90,8 auf dem Fernsehturm in Stuttgart. Dann könnte die 91,7 SWR1 werden. Die 90,5 in Mötzingen könnte bedingt durch die größere Reichweite der 90,8 dann SWR-Info werden. Vielleicht noch irgendein Tausch mit Tübingen/Reutlingen ? Auch in Ulm wäre es denkbar, die 98,9 mit 2 oder 3 statt 1 kW mit SWR1 parallel zu Grünten 98,7 und Waldenburg 98,8 zu nutzen. Dann könnte die 92,6 oder die 97,4 für DasDing frei werden. Ansonsten bleibt nur noch die eine Weinbiet-Umwidmung, da SWR2 und SWR3 länderübergreifend ausgestrahlt werden sollten, es aber SWR3 auf dem Weinbiet jetzt schon nicht mehr gibt. Die 91,5 in MA kann dann mit SWR-Info belegt werden. Ich denke, das sind realistische Lösungen.

von Stefan Z. - am 27.02.2013 15:33
Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Rheinländer
Dasding: Könnte man auf der 92,8 aus Bad Marienberg mit 25kw oder so senden lassen oder 50 kw. Und die 99,4 geht an SWR Info, Die kann man mit Einzügen nach Norden ja noch etwas aufbohren. Einzüge nach Norden, damit die (überflüssige) Funzel im Ahrtal auf selbiger Frequenz nicht gestört wird.

Auf der 91,3 könnte man dann auch SWR Info ausstrahlen. Damit Hätte man recht gut große teile abgedeckt. die 91,3 evtl auf 5kw oder 10 kw erhöhen, nach Norden ausblenden. Weil so die A3 sehr schlecht versorgt wäre. 5kw sollten da schon ausreichend sein.

Wenn ich weiter überlege stört die 99,4 eigentlich keinen, außer der kleinen Funzel im Ahrtal. WDR2 Sendet auf 99,2 da ist genug spielraum zwischen. Wie es nach Süden ausschaut kann ich nicht sagen.

2 x 3 macht 4 -
widdewiddewitt und 3 macht 9e !
Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ... :rolleyes:


Na das ist aber bei den anderen auch nichts anderes. Es die 99,4 muss dann genau so stark senden wie die 91,6 zuvor!! Damit SWR3 Vernünftig empfangbar bleibt. Die 91,6 dann mit Dasding und genau die selben KW wie zuvor SWR3 :hot:

von Rheinländer - am 27.02.2013 16:26
Wenn Frequenzen umkoordiniert werden, dann zugusten von DasDing, nicht von SWR-Info. Erstens hat DasDing im neuen Staatsvertrag den Status eines SWR-Regelprogramms bekommen, während SWR-Info staatsvertragtechnisch nach wie vor ein freiwilliges Zusatzangebot des SWR ist. Zweitens stellt sich vor allem die rheinland-pfälzische Staatskanzlei gegen UKW-Frequenzen für SWR-Info mit der Begründung, man wolle dem SWR keinen Anlass gegen, die traditionellen SWR-Programme weiter zu entworten. Drittens will der SWR natürlich bigFM (und seit kurzem auch YouFM) etwas entgegensetzen - während SWR-Info keinen privaten Konkurrenten hat.

Was eine Frequenzumverteilung beträfe, so wäre ich dann für große Schritte. Also etwa nicht Weinbiet, sondern gleich den Königsstuhl, und dazu noch eine Frequenzrochade in Stuttgart und Mainz, dann hätte man schon einiges erreicht.

Welches Programm am Ende dafür bluten müsste? Ich befürchte, dass man da im SWR der eigenen Geschichte sowie dem aktuellen Vorbild des hr folgen würde.

Also z.B.
HD-Königsstuhl 88,8: SWR2 --> DasDing
MA-Funkhaus 91,5: DasDing --> SWR2
S-Degerloch 105,7: SWR2 --> DasDing
S-Degerloch 90,8: DasDing --> SWR2

wenn man in BaWü noch SWR-Info einbezöge, ginge natürlich auch das:
HD-Königsstuhl 88,8: SWR2 --> DasDing
MA-Funkhaus 91,5: DasDing --> SWR-Info
S-Degerloch 105,7: SWR2 --> DasDing
S-Degerloch 90,8: DasDing --> SWR-Info
S-Funkhaus 91,5: SWR-Info --> Abschaltung/SWR-Messeradio
S-Funkhaus 95,4: Metropol/SWR-Messeradio --> Metropol ohne Unterbrechungen

Würde man auch SWR1- und SWR3-Frequenzen miteinbeziehen, könnte man natürlich noch sehr viel mehr erreichen, aber das wird bestimmt nicht passieren.

von freiwild - am 27.02.2013 20:05
Fakt ist in jedem Fall, dass der SWR eine Mehrfachversorgung hat, die einen Abbau ermöglichen dürfte. Wie erwähnt: Im Norden von Rheinland-Pfalz kann man wirklich an fast jedem Fleck die Sender Linz, Bad Marienberg und Koblenz mit RDS störungsfrei hören. Es gibt nur ganz wenige Ecken, vor allem kleine Täler, wo nur einer der dreien vernünftig hörbar ist. Zuletzt fiel mir das bei einem Besuch im Westerwald auf: Das RDS meines Seat Sound Systems, das ja jeweils auch die Frequenzanzeige überträgt, sprang bei der Fahrt von Diez/Lahn nach Hachenburg bei SWR 3 einmal von 98,2 (Lahntal) auf 91,6 (Koblenz) um und verharrte dort. Die Bad Marienberger 92,8 wurde nicht einmal gewählt, weil der Koblenzer Sender überall stark genug war. Und das obwohl wir nur 15 km an Bad Marienberg vorbei gefahren sind. Auch Linz geht im Westerwald fast überall perfekt, teils sogar noch Eifel, Haardtkopf und Donnersberg, das aber eher in den höheren Lagen. Eine der 25 kW-Frequenzen in Bad Marienberg kann man also ohne Problem mit der schwächeren 200 Watt-Frequenz 91,3 von Dasding tauschen, ohne dass es zu Versorgungslücken kommt.

von Ihre Majestät - am 28.02.2013 10:02
Zitat
Jassy
SWR4 übertragt auf 106,3/97,4 und 107,4 den gleichen Regionalisierung, also die könnte man auch mit rein beziehen.


SWR4 lief ja schon mal auf der 91,3 in Bad Marienberg vor dem Start von Dasding, ebenso über die 99,4 in Koblenz. Damals begründete man die Doppelausstrahlung damit, dass viele Senioren noch alte Radios hatten, deren Frequenzbereich nur bis 104 bzw. sogar nur 100 MHz ging. Vor dem Start von SWR 4 bzw. damals SWF4 wurden die beiden Frequenzen nur abends für die Fremdsprachenprogramme eingeschaltet.

Ein Jahr vor dem Start von SWF4 wurde kurzzeitig SWF1 mit 2 kW auf der 91,3 MHz ausgestrahlt, im Rahmen eines zweimonatigen Betriebsversuchs wollte der SWF austesten wie gut die Frequenz ging. Als man dank einer Regelung durch die Politik die bessere 106,3 MHz mit 25 kW (hieran war auch RPR interessiert) bekam, wurde die Leistung auf 91,3 wieder auf 100 Watt zurück gefahren, inzwischen sind es 200 Watt nach der Aufschaltung von Dasding.

Als die 91,3 aus Bad Marienberg testweise mit 2 kW lief war auch im Taunus bis zu den Höhenzügen vor Wiesbaden guter Empfang möglich, jetzt bei nur 200 Watt stört an vielen Stellen der Rimberg, teils auch Göttelborner Höhe auf gleicher Frequenz rein. Aufgrund einiger Neuplanungen (z.B. Köln 91,3) dürfte es heute kaum noch möglich sein, die 91,3 weiter hochzukoordinieren.

von Ihre Majestät - am 28.02.2013 11:50
Zitat
Ihre Majestät
Der SWR strebt wohl weitgehende Flächenversorgung mit Dasding und zumindest eine Versorgung größerer Städte mit SWR info an. Na da bin ich ja mal gespannt, was noch kommt. Ein heißer Tipp wäre noch Freiburg-Lehen: Radio Regenbogen kommt ja auch ohne Freiburger Füllsender aus, ich kann mir vorstellen da wird der SWR auch zwei Frequenzen umwidmen.


Zitat
CBS
Zitat
DH0GHU
Braucht man in FR wirklich die Lehen-Frequenzen? Ich könnte mir gut vorstellen, dass man dort DasDing und SWR Info unter bekommen kann.


Lehen hat schon eine Stadtsenderfunktion. Freiburg liegt im Schnittbereich dreier Hauptsender: Blauen, Hornisgrinde und Feldberg, wobei Blauen dominierend ist. Westlich der B3 ist Lehen sicherlich nicht notwendig, aber Richtung Kirchzarten hat der Sender schon seine Berechtigung. Er bringt meist auch die Brüllwürfeltauglichkeit in Freiburger Wohnungen.

Trotzdem hast Du sicher recht, könnte man SWR 1und 3 aus Lehen an SWR info und Das Ding abgeben. Dies sollte insbesondere dann keine Probleme mehr darstellen, sollte der SWR seinen 5 kW 8D Sender auf dem Schönberg erhalten.

Zitat
DH0GHU
Wesentlich mehr würde man freilich rausholen können, würde man generell Funzeln für SWR1-4 abschalten, und diese Frequenzen so umkoordinieren, dass DasDing und SWRinfo eine Basisversorgung bekommen:


Solange es nur Funzeln sind, sicher machbar - Ich bin mir aber nicht sicher, ob so eine Basisversorgung auch mit dem neuen Staatsvertrag http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1111994,1112072,page=1#msg-1112064 erlaubt wäre. Es dürfen Stützfrequenzen sein, aber eine Bestrebung nach möglichst flächendeckendem Ausbau gibt die Limitierung auf "Teilbereiche" nicht her.


Gibts da schon was genaueres bzgl. Lehen, das mehr als nur ein Gerücht ist? Der Sender geht immerhin deutlich weiter ins Rheintal als die anderen Stadtsender und wäre somit sicher von größerem Interesse. Desweiteren: Nähmen es die Privatsender so einfach hin, wenn der SWR Das Ding möglichst Landesweit verbreiten wollte, obwohl der Staatsvertrag nur von Stützfrequenzen spricht?

von CBS - am 04.03.2013 09:38
Zitat
CBS
Gibts da schon was genaueres bzgl. Lehen, das mehr als nur ein Gerücht ist? Der Sender geht immerhin deutlich weiter ins Rheintal als die anderen Stadtsender und wäre somit sicher von größerem Interesse.

Nein, ich hatte Lehen nur erwähnt, weil FR bisher nur SWR1234 hat.
Dass der SWR ausgerechnet in FR 8D mit einem neuen Sender aufbohrt, läßt mich aber eher vermuten, daß er für FR keine UKW-Lösung parat hat.

Zitat

Desweiteren: Nähmen es die Privatsender so einfach hin, wenn der SWR Das Ding möglichst Landesweit verbreiten wollte, obwohl der Staatsvertrag nur von Stützfrequenzen spricht?


Mit 100-W-Funzeln wie in Ulm kann man nicht von "landesweit" sprechen, eine auch nur annähernd flächendeckende Versorgung von SWRinfo und Dem Ding wird es nur auf DAB+ geben. Gibts ja außer @Hochrhein und @Schwarzwaldtäler auch schon weitestgehend...
Dass eine einzelne Stützfrequenz (z.B. der angesprochene Weinbiet) dabei etwas mehr Leistung macht, ist aber sicher im Rahmen des RStV.

Übrigens: die von Seiner Majestät angesprochene Versorgung von FR nur über Blauen und Hornisgrinde ist kein Argument. Die Versorgungslage von R. Regenbogen außerhalb der Rheinebene ist nur eines: beschi**en.

von DH0GHU - am 04.03.2013 12:26
Ja, das Problem sehe ich auch. Vielleicht lässt der SWR dem Kulturprogramm auch die 105,7 und gibt in Stuttgart tatsächlich eine SWR1- und/oder SWR3-Frequenz auf. Denn nirgendwo sonst dürfte die SWR1- und SWR3-Überversorgung so massiv sein wie im Großraum Stuttgart. Und im Vergleich der bisherigen SWR-Frequenzen am Stuttgarter Fernsehturm ist die 105,7 von SWR2 gegenüber der 92,2 von SWR3 und der 94,7 und SWR1 deutlich schlechter, als es die reinen Leistungswerte (80kW gegenüber 100kW) vermuten lassen, denn die 105,7 hat zahlreiche Nachbarkanalstörer, vor allem natürlich die beiden 105,6en vom Donnersberg und vom Säntis. Dagegen hat der SWR die 90,8 von DasDing erst letztes Jahr weiter aufgeblasen, und die Frequenz ist tatsächlich im Vergleich zur 105,7 erstaunlich frei, am ehesten sind noch Grünten 90,7 und Hardberg 90,6 zu beachten, die aber - anders als Säntis und Donnersberg für die 105,7 - keine ernsthafte Einschränkung darstellen.

Also - rein spekulativ - wäre für Stuttgart das hier drin:

87,9 S-Dgl DKultur DKultur
90,1 S-Dgl SWR4 SWR4
90,8 S-Dgl DasDing ? DLF ?
91,5 S-Fkh SWRinfo ? SWR3 ?
92,2 S-Dgl SWR3 DasDing
93,1 S-Fkh SWR2 SWR2
94,7 S-Dgl SWR1 SWRinfo
95,4 S-Fkh Met/Mes*Metropol
96,0 S-Mün DLF ???
99,6 S-Fkh SWR1 SWR1
105,7 S-Dgl SWR2 SWR2
* Radyo Metropol FM, außer während Messetagen, dann SWR-Messeradio

Durch das Abtreten der mittelstarken 90,8 an den DLF könnte man den Frequenztausch der Staatskanzlei schmackhaft machen (wie 2005 beim Frequenztausch in Mittelhessen), und SWR123 hätten weiterhin Innenstadtfunzeln, während SWR2456 starke Fernsehturmfrequenzen behielten bzw. bekämen.

Ein ähnliches Modell habe ich hier im Forum früher bereits vorgeschlagen. Einer der Kritikpunkte dagegen war, dass es dann ironischerweise nicht in der Region Stuttgart, wohl aber in ein paar entfernteren Dörfern zu Einschränkungen beim SWR1- und SWR3-Empfang käme. Auch eine Freundin von mir wohnt in einem Dorf ca. 30 km von Stuttgart entfernt, wo aus topographischen Gründen nur die starken Stuttgarter UKW-Frequenzen vernünftig zu empfangen sind. Und neue Funzeln sind dem SWR ja bekanntlich untersagt. Aber dennoch wäre das ein im Vergleich zu den Vorteilen des Frequenztausches geringer Preis, und zweitens gibt es ja inzwischen dieses DAB+, welches mit 10kW vom Fernsehturm zündet, auf dem SWR1 und SWR3 problemlos zu empfangen sind.

von freiwild - am 04.03.2013 21:29
Zitat
freiwild
Zitat
DH0GHU
denn dem SWR geht es sicher darum, über ALLE Verbreitungswege optimal präsent zu sein.
Was er bisher bei DasDing und SWRinfo (sowie in der Rheinschiene bei SWR4 und im nördlichen Rheinland bei SWR2) nicht ist.

Laut Rundfunkstaatsvertrag hat er nur für SWR1-4 den Auftrag zur Vollversorgung. Für SWRinfo und DasDing stehen ihm nur Stützfrequenzen zu, eine Vollversorgung dieser Programme zulasten SWR1234 hätte vor keinem Gericht bestand. Da reicht dann ein 1000-Einwohner-Dorf, in dem die Mindestversorgungspegel nicht mehr erreicht werden.

Zitat
freiwild
Zitat
DH0GHU
Stgt-Funkhaus reicht nichtmal für ganz Stuttgart.
Muss er auch gar nicht, da in den äußeren Stadtteilen sowie in den Landkreisen die umgebenden Grundnetzsender (im Uhrzeigersinn: Waldenburg, Aalen, Raichberg, Hornisgrinde, Langenbrand und Königsstuhl) bereits wieder reinknallen.

Gehen die tatsächlich im Neckartal richtung Esslingen ausreichend für mobilen Stereoempfang? Im Bereich des Dreiecks Plochingen gibts ja sogar bei Degerloch manchmal leichte Verzerrungen. Merkt man zwar nur, wenn man drauf achtet, aber immerhin. Das gilt auch richtung Norden - selbst in Teilen Bad Cannstatts oder Münsters dürfte das Funkhaus, zumindest mit den aktuellen Paramtern, durch lokale Abschattungen nicht mehr Normpegel erreichen.

von DH0GHU - am 05.03.2013 08:05
Zitat
freiwild

Ein ähnliches Modell habe ich hier im Forum früher bereits vorgeschlagen. Einer der Kritikpunkte dagegen war, dass es dann ironischerweise nicht in der Region Stuttgart, wohl aber in ein paar entfernteren Dörfern zu Einschränkungen beim SWR1- und SWR3-Empfang käme. Auch eine Freundin von mir wohnt in einem Dorf ca. 30 km von Stuttgart entfernt, wo aus topographischen Gründen nur die starken Stuttgarter UKW-Frequenzen vernünftig zu empfangen sind. Und neue Funzeln sind dem SWR ja bekanntlich untersagt. Aber dennoch wäre das ein im Vergleich zu den Vorteilen des Frequenztausches geringer Preis, und zweitens gibt es ja inzwischen dieses DAB+, welches mit 10kW vom Fernsehturm zündet, auf dem SWR1 und SWR3 problemlos zu empfangen sind.


Dieses aehnliche Modell hat mir sehr gut gefallen ! Was das Problem des Empfanges in div. Doerfern ca. 30 km von Stuttgart entfernt betrifft, koennte man sich mit div. Funzeln behelfen ( irgendwelche Regelungen gegen neue SWR Funzeln jetzt mal ausser Kraft gesetzt) , ggfls. auch einem Gleichwellenbetrieb div. anderer SWR Grossender, etwa Aalen, u. dgl.

von 102.1 - am 05.03.2013 08:13
Aktuelle Rechnung:

QRG Pol. Standort ERP [kW] gepl. Region
91,80 -hN Wertheim/Schloßberg 0,1 +10
97,20 -h Freudenberg (Main)-Kirschfurt [bay] 0,01
91,20 -h Freudenberg (Main)-Rauenberg 0,01
97,10 -h Buchen/Walldürner Str. 0,1 +10
93,20 -hN(D) Bad Mergentheim-Löffelstelzen 10(25) +30 (34)
92,50 -h Creglingen 0,01
87,70 -hN Eberbach/Neckarwimmersbach 0,01
88,80 hN Heidelberg/Königstuhl, SWR 100 +40
93,80 -hN Waldenburg 100 +40
98,60 -hN Vaihingen (Enz) 0,1 +10
88,10 -h Pforzheim/Arlinger 3,2 +25
91,10 -hN Aalen/Braunenberg 50 +37
93,10 -hN Stuttgart/SWR-Funkhaus 0,2 +13
98,00 -hN Bad Wildbad (Enztal) 0,01
98,90 -h Baden-Baden/Merkur 0,8 +19
105,70 -hN Stuttgart/Hoher Bopser 80 +39
90,40 -hN Nagoldtal 0,01
99,10 -h Heidenheim a.d Brenz/Schloß Hellenstein 0,01
87,80 -hN Giengen an der Brenz/Bruckersberg 0,02 +3
88,50 -hN Geislingen/Oberböhringen 0,5 +17
96,20 -h Hornisgrinde/SWR 80
97,20 -h Wiesensteig 0,01
97,90 -hN Blaubeuren 0,002 (10W)
89,20 -h Ulm/Kuhberg 10 +30

alles mit - davor wird gerechnet. Blaubeuren rechnet ich mit 10W ND, Raichberg mit 40kW ND, Bad Mergentheim mit 10kW ND.
Mal sehen was da in ein paar Stunden bei rauskommt.

von Thomas (Metal) - am 05.03.2013 19:14
Zitat
RheinMain701
Zitat
freiwild
den Overspiell von [...] Weinbiet 102,2 nach BaWü.

Da ist SSL. Weibiet hat keinen Overspill nach Ba-Wü.
Auf 89,9 und 95,9 hat Weinbiet (wie Donnersberg 92,0, 99,1 und 101,1) ein dicken Overspill nach BaWü und ist noch in der Region Stuttgart problemlos auf einfachen Radios mit RDS zu empfangen. Die Reichweite von Weinbiet 102,2 und Donnersberg 105,6 nach BaWü wird nur durch die Gleichkanalstörer begrenzt. Mit einem trennscharfen Radio ist die 102,2 aber auch in der Region Stuttgart noch zu empfangen. Als ein Spitzenreiter der hier im Forum schon mehrfach gewählten "größten Fehlkoordinierungen aller Zeiten" kann sie einen substantiellen Versorgungsbeitrag in BaWü freilich nur der Kurpfalz an Orten leisten, wo Mudau abgeschattet ist. Die Belegung der 102,2 mit SWR2 war ohnehin eine Alibientscheidung des jungen SWR, um zu verhindern, diese Weinbietfrequenz (oder gar die 89,9, auf der vor der Fusion SWF3 lief) abgeben zu müssen.

Prinzipiell denkbar wäre ein Deal zwischen SWR und sunshine live, wonach der SWR die 102,2 ausknippst (und dadurch die Reichweite der 102,1 von sunshine live dramatisch erhöht) und im Gegenzug die übrigen sunshine-live-Funzeln bekommt (insb. die 106,1), und damit Versorgungslücken schließt, die sich für das SWR-Programm ergeben, das seine Königsstuhl-Frequenz abgeben muss.

von freiwild - am 06.03.2013 17:29
Zitat
RheinMain701
Ich bin immer noch dafür, Heidelberg nach Reisenbach zu verlagern und dafür die Odenwald-Funzeln und bei SWR2 Weinbiet aufzugeben. So hätte man im Kernsendegebiet eine bessere Versorgung und gleichzeitig zahlreiche freie Frequenzen, die man verwenden könnte.

SWR2 ohne Heidelberg und ohne Weinbiet? :confused:
Und überhaupt: Welches Kernsendegebiet? Die Odenwaldtäler?


Zitat
DH0GHU
Ich bezweifle das. Mudau ist von HD aus gesehen "hinter" den Bergen.

Ganz genau.


Zitat
RheinMain701
An den Berghängen geht Weinheim oder Hornisgrinde. Im Tal geht Reisenbach wie immer.

An den Westhängen des Odenwaldes rings um Heidelberg spielt Weinheim keine und Hornisgrinde fast keine Rolle. Da kommt höchstens was vom Donnersberg an; teilweise auch vom Weinbiet.


Zitat
DH0HGU
Im Osten von Heidelberg, am Neckar (z.B. in ganz Schlierbach), gehen also immer entweder Hornisgrinde, Weinheim oder Mudau/Reisenbach rausch- und verzerrungsfrei in Stereo und mit Normpegeln?

Nein, geht dort nicht in dieser Qualität.



Zitat
RheinMain701
Im Prinzip ja. Einzig und allein für SWR4 wäre ein Füller gerechtfertigt wegen dem Regionalprogramm, das könnte aber die momentan abgeschaltete 107,3 Mannheim-Käfertal übernehmen, wenn man sie Richtung Neckartal umkoordiniert.

SWR4 hätte da noch das geringste Problem, weil sie in Buchen eine 25 kW-Frequenz - mit dem "richtigen" Regionalprogramm - haben.
Die 107,3 kannst du dort aber nicht einsetzen wegen Wiesloch 107,1 (und 107,4 koordiniert) und Bruchsal 107,3. Außerdem stört dort schon Raichberg 107,3 rein.

Mal ehrlich: So richtig gut auskennen tust du dich in BaWü wohl nicht. Warst du überhaupt schon mal hier. :rolleyes:



Zitat
DH0GHU
Also Weinheim kommt in HD-Ost sicher nicht mehr an, und Hornisgrinde auch nicht.

Ja, das ist richtig. Und Mudau ist durch Mehrwegeempfang verzerrt.

von Manager. - am 06.03.2013 18:54
Irgendwie sollte man diese Debatte systematischer angehen.

Folgende acht SWR-Frequenzen sind in weiten Teilen beider SWR-Vertragsländer in guter Qualität empfangen:

Freq. Leistu Senderstandort bisheriges Programm
88,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR2
89,9 25 kW Weinbiet SWR1 RP
92,0 60 kW Donnersberg SWR2
95,9 25 kW Weinbiet SWR4 RP
97,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR1 BW
99,1 60 kW Donnersberg SWR1 RP
99,9 100 kW HD-Königsstuhl SWR3
101,1 60 kW Donnersberg SWR3


Vier der Frequenzen sind mit Landesprogrammen belegt, die im jeweils anderen Bundesland gar nicht zuständig sind. Hier wäre es sinnvoller, diese Frequenzen mit Programmen zu belegen, die in beiden Bundesländern einen Versorgungsauftrag haben, dort aber bisher unterversorgt sind: DasDing, (SWRinfo*), DLF, DKultur. (* in der Frage von UKW-Frequenzen für SWRinfo sind sich beide Landesregierungen nicht einig. Während Rheinland-Pfalz das ablehnt, steht Baden-Württemberg dem offener gegenüber.)

SWR2 und SWR3 haben in beiden Bundesländern einen Versorgungsauftrag und senden beide sowohl vom Donnersberg als auch vom Königsstuhl aus. Da sich die Versorgungsbereiche von Königsstuhl und Donnersberg in großem Umfang überschneiden, wäre es sinnvoll, zu überlegen, ob SWR2 und SWR3 nicht auf jeweils einer der beiden Grundnetzsender verzichten könnten, wobei der Königsstuhl für die Programme wohl eher verzichtbar ist als der Donnersberg.

Insgesamt könnten also sechs SWR-Grundnetzsenderfrequenzen im Grenzgebiet umgenutzt werden.

Wenn aber SWR2 und SWR3 auf dem Donnersberg bleiben, kann zumindest schon einmal ihre Königsstuhl-Frequenzen zur Disposition stellen, also 88,8 und 99,9. Dies umso mehr, als diese Programme auf jeden Fall weiterhin vom Königsstuhl aus über DAB+ mit 10 kW verbreitet werden. Während die 99,9 so fast logisch an DasDing fiele, wäre die Vergabe der 88,8 an SWRinfo wegen der Meinungsverschiedenheiten der beiden Landesregierungen problematisch. Besser wäre die Vergabe der 88,8 an den DLF, der im Gegenzug seine wenigen UKW-Funzeln in der Kurpfalz und der Vorderpfalz an den SWR abgeben könnte. Ebenfalls frei würde dadurch die 91,5 von DasDing in Mannheim für ein anderes SWR-Programm.

Ein bisschen schwieriger ist das Freibekommen der Landesprogramm-Frequenzen. Da ich die örtlichen Gegebenheiten nicht so gut kenne, weiß ich leider nicht, wie verzichtbar Weinbiet für SWR1 RP und SWR4 RP (angesichts der Alternativen Bornberg, Kettrichhof und Donnersberg) ist. Sicherheitshalber lasse ich die bisherigen Programme dort mal unangetastet. Eventuell wäre es aber möglich, SWR1 RP auf die 102,2 zu verlegen und die 89,9 umzunutzen. Aber auch diese Möglichkeit lasse ich erstmal unberücksichtigt. Stattdessen baue ich meinen vorherigen Vorschlag ein, die 102,2 auszuschalten und dafür die sunshine-live-Funzeln einzusammeln.

Was aber womöglich drin ist, wäre die Abgabe der SWR1 BW auf 97,8 und die Vergabe an DKultur. Auf Rheinland-Pfälzischer Seite würde das gar keine Versorgungslücke schaffen, da SWR1 BW dort gar keinen Versorgungsauftrag hat, aber ein bisher nicht verfügbares Programm empfangbar machen. Und auf der baden-württembergischen Seiten könnte SWR1 BW die DasDing-, DLF- und DKultur-Funzeln einsammeln. Das sind zwar nicht übermäßig viele, aber zumindest genug, um die Versorgungslücken im Griff zu halten.

Das ganze sähe dann so aus:

Freq. Leistu Senderstandort bisher künftig
88,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR2 DLF
89,9 25 kW Weinbiet SWR1 RP SWR1 RP
91,5 4 kW MA-Funkhaus DasDing SWR1 BW
92,0 60 kW Donnersberg SWR2 SWR2
93,6 100 W HD-West DKultur SWR2
95,9 25 kW Weinbiet SWR4 RP SWR4 RP
96,6 200 W Wörth DKultur SWR2
97,3 100 W Ludwigshafen DKultur SWR2
97,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR1 BW DKultur
99,1 60 kW Donnersberg SWR1 RP SWR1 RP
99,9 100 kW HD-Königsstuhl SWR3 DasDing
101,1 60 kW Donnersberg SWR3 SWR3
102,1 25 kW Mudau SSL SSL
102,2 25 kW Weinbiet SWR2 (aus)
105,6 60 kW Donnersberg SWR4 RP SWR4 RP
106,1 1 KW HD-Königsstuhl SSL SWR1 BW
106,5 400 W HD-West DLF SWRinfo
107,1 100 W Wiesloch SSL SWR1 BW
107,7 100 W Weinheim SSL SWR1 BW
107,9 100 W Mosbach SSL SWR1 BW


Mit dem Argument der besseren Versorgung der beiden Deutschlandradios in der Rhein-Neckar-Region könnte der SWR auch seine eigene Besserstellung in der Region Stuttgart (siehe mein Vorschlag vom 04. März 2013 22:29) rechtfertigen.

von freiwild - am 06.03.2013 20:05
Der Übersichtlichkeit halber nochmal mein Gesamtpaket Stuttgart&Rhein-Neckar (bei Metropol in Stuttgart leicht modifiziert), inklusive der unveränderten Frequenzen von Waldenburg, Hornisgrinde und Langenbrand (*wo man eventuell die Leistung wieder erhöhen könnte).


FrequenzLeistungSenderstandort bisher künftig
87,9 1 kW S-Fernsehturm DKultur DKultur
88,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR2 DLF
89,9 25 kW Weinbiet SWR1 RP SWR1 RP
90,1 100 kW S-Fernsehturm SWR4 BW SWR4 BW
90,8 5 kW S-Fernsehturm DASDING DLF
91,5 300 W S-Funkhaus SWRinfo SWR3
91,5 4 kW MA-Funkhaus DASDING SWR1 BW

92,0 60 kW Donnersberg SWR2 SWR2
92,2 100 kW S-Fernsehturm SWR3 DASDING
92,9 5 kW* Langenbrand SWR1 BW SWR1 BW
93,1 200 W S-Funkhaus SWR2 SWR2
93,5 80 kW Hornisgrinde SWR1 BW SWR1 BW
93,6 100 W HD-West DKultur SWR2
93,8 100 KW Waldenburg SWR2 SWR2
94,0 5 kW Hornisgrinde SWR4 BW SWR4 BW
94,7 100 kW S-Fernsehturm SWR1 BW SWRinfo
95,4 100 W S-Funkhaus Met/Mes SWR-Messeradio/(aus o. SWR4 BW?)

95,9 25 kW Weinbiet SWR4 RP SWR4 RP
96,0 500 W S-Münster DLF Radyo Metropol
96,2 80 kW Hornisgrinde SWR2 SWR2
96,5 100 KW Waldenburg SWR3 SWR3
96,6 200 W Wörth DKultur SWR2
97,3 100 W Ludwigshafen DKultur SWR2
97,8 100 kW HD-Königsstuhl SWR1 BW DKultur

98,4 80 kW Hornisgrinde SWR3 SWR3
98,8 100 KW Waldenburg SWR1 BW SWR1 BW
99,1 60 kW Donnersberg SWR1 RP SWR1 RP
99,6 500 W S-Funkhaus SWR1 BW SWR1 BW
99,9 100 kW HD-Königsstuhl SWR3 DASDING
101,1 60 kW Donnersberg SWR3 SWR3
102,1 25 kW Mudau SSL SSL
102,2 25 kW Weinbiet SWR2 (aus)
104,1 50 kW HD-Königsstuhl SWR4 BW SWR4 BW
105,6 60 kW Donnersberg SWR4 RP SWR4 RP
105,7 80 kW S-Fernsehturm SWR2 SWR2
106,1 1 KW HD-Königsstuhl SSL SWR1 BW
106,3 80 kW Hornisgrinde DLF DLF
106,5 400 W HD-West DLF SWRinfo
106,6 50 kW Waldenburg SWR4 BW SWR4 BW
107,1 100 W Wiesloch SSL SWR1 BW
107,7 100 W Weinheim SSL SWR1 BW
107,9 100 W Mosbach SSL SWR1 BW



Nachtrag: Die 107,7 habe ich zu SSL zurückgestellt, da SWR1 BW bereits einen Füllsender in Weinheim hat. Außerdem habe ich zusätzlich die Langenbrand-Frequenz von SWR1 BW noch mitaufgeführt, die dann eine ganz neue Legitimation bekommen würde.

von freiwild - am 06.03.2013 20:48
Männer, da muß ich ganz klar sagen, daß ich da mit der Kartenerstellung ein Problem habe. Für einen Standort dauert das ca. 20-25min. Die lezten beiden Karten enthielten ca. 25 Standorte. Den Zeitansatz dafür kann man sich hochrechnen. Ich kann also bequem auf die Arbeit gehen oder mich schlafen legen während der Rechner vor sich hinarbeitet. Das mache ich gerne mal bei konkreten Anlässen, aber es sprengt für mich ein Stück weit den Rahmen, wie ich hier rechnen müßte, leider :-( . Dazu kommen dann noch Vorbereitungen, d. h. Diagramme erhöhen oder absenken (es kann ja in einem Plot nur für eine ERP gerechnet werden), Antennenscherpunkte prüfen, die in dieser Größenordnung nochmals pro Plot ein bis eineinhalb Stunden ausmachen können.
Derzeit rechne ich SWR2 BW ohne Heidelberg 88,8 und Stgt 105,7. Wie Peter schon angemerkt hat, wird ein Herauslösen der 105,7 sicherlich "interessant" vor den Gerichten. Weinbiet und Donnersberg habe ich zunächst bewußt nicht hinzugenommen. Diese senden SWR2 für Rheinland Pfalz. Hier wäre nach meiner Ansicht erst mal zu klären, wie hoch der Stellenwert der Regionalisierung ist. Wenn im Staatsvertrag Landesketten gefordert sind, wird man weder zu Gunsten eines baden-württembergischen Privatsenders oder auch dann über Rochade für ein baden-württembergisches Regionalfenster des ö. r. Rundfunk etwas _hoheitliches_ am Weinbiet, Rheinland-Pfalz, aufgeben.

von Thomas (Metal) - am 06.03.2013 21:27
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Anstrengungen. Vielleicht erleichtert es Dir das Berechnen, wenn Du die Füllsender weglässt, von denen ohnehin größtenteils klar ist, was sie versorgen, und was nicht?

Also z.B. nur
Donnersberg 92,0/60 kW
Hornisgrinde 96,2/80 kW
Waldenburg 93,8/100 kW
Stuttgart 105,7/80 kW
Bad Mergentheim 93,2/10kW

oder

Königsstuhl 106,1/1kW
MA-Funkhaus 91,5/4kW
Hornisgrinde 93,5/80kW
Waldenburg 98,8/100kW
Bad Mergentheim 87,8/10kW

eventuell jeweils noch Eberbach und Buchen.

Was die SWR2-Regionalisierung betrifft: Die hat der SWR inzwischen auf ein Minimum zurückgefahren, und dürfte in den nächsten Jahren völlig verschwinden. Bezeichnend ist, das SWR2 die Regionalkennung über RDS im letzten Jahr abgeschaltet hat, und die RP-Version weder per Sat noch per Livestream anbietet. In der Südpfalz, hat man dort, wo weder Weinbiet noch Donnersberg gehen, ohnehin noch nie das "richtige" SWR2-Fenster empfangen. Die Notwendigkeit des richtigen Regionalfensters für die Vorderpfalz war somit ohnehin von Anfang an vorgeschoben.

von freiwild - am 06.03.2013 21:45
Zitat
DH0GHU
Wie soll der Odenwald ohne HD mit SWR2 und SWR3 versorgt werden?

- Wie sollen die nur nach Nordwesten offenen Bereiche des Kraichgaus, in denen Waldenburg, Langenbrand und Hornisgrinde nicht gehen, mit SWR1BW versorgt werden? Idem für SWR3, mit vielleicht etwas weniger betroffener Fläche.
Mir ist klar, dass durch die Umbelegung Versorgungslücken entstehen würden. Erst einmal würde ich aber gerne wissen, wie groß diese sind und wo sie genau liegen. Außerdem muss man immer Schaden und Nutzen gegeneinander abwägen: Das heißt zum einen erwa, wieviele Menschen SWR1 verlieren im Vergleich zu denen, die SWR1 behalten, aber DLF, DKultur und DASDING zusätzlich bekommen. Und zum zweiten: Von denen, die SWR1 verlieren, aber dafür den DLF bekommen, wären manche über diesen Tausch sicher nicht unglücklich. Und drittens: DAB+!

Zitat
DH0GHU
Wie soll SSL im westlichen Odenwald, wo Mudau allenfalls verzerrt über Reflektionen empfangbar ist, empfangen werden?
Die technische Reichweite von SSL würde sich verändern, klar. Die Zahl der Leute, die SSL neu empfangen könnten (insbesondere in Mannheim und Ludwigshafen), wäre aber wesentlich größer als die, die SSL terrestrisch verlieren würden. Abgesehen davon ist SSL ohnehin kein großer Freund seiner UKW-Funzeln.

Zitat
DH0GHU
wie soll in HD DLF versorgt werden, wenn man auf 106,5 MHz SWR ausstrahlt
über 88,8, siehe oben ;)

Zitat
DH0GHU
Hornisgrinde geht nur draußen in der Rheinebene, dort wird aber 106,5 MHz stören.
Erstens sollte ein vernünftiges Radio zwei Sender mit 0,2 kHz Unterschied auseinander halten können, und zweitens sollte dort, wo die 106,5 die 106,3 stört, die 88,8 problemlos empfangbar sein.

von freiwild - am 06.03.2013 21:53
Ups, das mit DLF hatte ich falsch gelesen :-) Stimmt. DLF gelöst.

Wie gewinnt SSL im Rhein-Neckar-Gebiet Hörer, wenn die dort wichtige Königstuhl-Frequenz entfällt? Mudau geht dort nicht nur wegen Weinbiet nicht vernünftig, sondern auch wegen versperrtem Funkfeld.
Der Turm in Mudau müsste über 500m hoch sein, damit von seiner Spitze aus die Dächer Mannheims sichtbar würden. 20km östlich Mannheim steigt der Odenwald schon auf >500m an, von da sinds nochmal über 25 km bis zum Turm in Mudau - Fußpunkthöhe 578 m plus 108 m Turm. 106,1 MHz geht hingegen zumindest in den Teilen Mannheims, in denen ich per Auto schon unterwegs war, einwandfrei.
Die Rechnung wird für alle Orte, die noch näher am Odenwald liegen, noch ungünstiger!

Der SWR wird auch sicher nicht sein Zugpferd/seine "Cashcow" SWR1BW beschneiden, um DLF und DKultur Geschenke zu machen, oder um bei DasDing eine Flächenversorgung, die ihm laut RStV-Neufassung garnicht zusteht, anzustreben,
Daher mein Zweifel an der Realitätsnähe des Vorschlags.

Dein drittes Argument (DAB+) ist durchaus richtig, insofern habe ich auch kein Problem mit den entstehenden Versorgungslücken. Technisch ist das durchaus interessant. Man muß ja auch ganz klar anerkennen, dass rein vom Ursprungsgedanke die aktuelle UKW-Versorgung garnicht sein müßte. Würde man UKW nur, wie von den "Erfindern" gedacht, für die stationäre Versorgung per Dachantenne nutzen, könnte man tatsächlich viele Frequenzen neu zuordnen und somit eine größere vVelfalt schaffen.

von DH0GHU - am 06.03.2013 22:19
Ich halte nach wie vor folgende Lösung für Rheinland-Pfalz am optimalsten:

Dasding

Bad Marienberg 89,8 MHz (Wechsel SWR 1 auf 91,3 MHz)
Mainz-Kastel 99,4 MHz (neue Gleichwelle Mainz - Bingen - Koblenz) oder 89,8 MHz (Gleichwelle Bad Marienberg, war Planung hr-info Delkenheim, hier an SWR-Einsprüchen gescheitert)
Weinbiet 89,9 MHz (Wechsel SWR 1 auf 102,2 MHz)
Haardtkopf 90,0 MHz (Wechsel SWR 3 auf 97,7 MHz, passt zu Bornberg 97,5, neu für SWR 1: 88,2 MHz - 2 kW D, war: Naurath-Wald 50 Watt)
Bad Kreuznach 98,2 MHz (war: 90,9 MHz, Wechsel SWR 1 auf 90,9, passt besser zu Bornberg 90,8)
Kaiserslautern 92,5 MHz (unverändert)
Koblenz 99,4 MHz (unverändert)
Bingen 99,4 MHz (bisher SWR2, wird Gleichwelle Bingen-Koblenz-Mainz)

Damit wären rund 80 -90 Prozent des Landes auf UKW versorgt

SWR info

Mannheim 91,5 MHz (war: Dasding)
Mainz-Kastel 105,2 MHz (war: Dasding)
Koblenz-Bendorf 95,7 MHz (wurde vom SWR koordiniert, ist aber nie in Betrieb gegangen)
Trier 91,7 MHz (war: Dasding)

von Ihre Majestät - am 07.03.2013 11:18
Plot läuft:

92,00 -hN Donnersberg 60 +37,8
102,20 -h Weinbiet 25 +34

91,80 -hN Wertheim/Schloßberg 0,1 +10
97,20 -h Freudenberg (Main)-Kirschfurt [bay] 0,01
91,20 -h Freudenberg (Main)-Rauenberg 0,01
97,10 -h Buchen/Walldürner Str. 0,1 +10
92,50 -h Creglingen 0,01
87,70 -hN Eberbach/Neckarwimmersbach 0,01
93,80 -hN Waldenburg 100 +40
98,60 -hN Vaihingen (Enz) 0,1 +10
88,10 -h Pforzheim/Arlinger 3,2 +25
91,10 -hN Aalen/Braunenberg 50 +37
93,10 -hN Stuttgart/SWR-Funkhaus 0,2 +13
98,00 -hN Bad Wildbad (Enztal) 0,01
98,90 -h Baden-Baden/Merkur 0,8 +19
105,70 -hN Stuttgart/Hoher Bopser 80 +39
90,40 -hN Nagoldtal 0,01
99,10 -h Heidenheim a.d Brenz/Schloß Hellenstein 0,01
88,50 -hN Geislingen/Oberböhringen 0,5 +17
96,20 -h Hornisgrinde/SWR 80
97,20 -h Wiesensteig 0,01
97,90 -hN Blaubeuren 0,002 (10W)
89,20 -h Ulm/Kuhberg 10 +30

von Thomas (Metal) - am 07.03.2013 18:41
Zitat
Sebastian Dohrmann
Die Reichweite is auch immer abhängig von der Höhe der Sendeantenne und der Topographie. Es hat schon seinen Grund, warum die 99,4 von DASDING mit 200 Watt aus Koblenz das Rheintal bis Köln hochkommt. Dieblich ist ein exponierter Standort mit 280 m Höhe. Wie weit ein Programm mit 2 kW von der selben Antenne käme, kann man sich ausmalen.


die 99,4 von Dasding hast du schon in Köln mit RDS empfangen? DAS will ich sehen!!

Mit Dasding, da gleich mit SWR3 :mad: ist mit wirklich vernünftigem Empfang aller spätestens ab Linz absolut ende! Kurz kommt er noch mal auf Höhe Brücke bei der Drachenfelsbahn durch, danach kommt aber kein Ton mehr!

Den bekomme ich ja noch netmal mit dem Roadstar auch net in meiner Umgebung, so rein dass er halbwegs hörbar wäre! die 91,3 geht dagegen je nachdem wie man die Antenne ausrichtet ohne Probleme.

Die 99,4 mit Dasding kann man niemals in Köln empfangen, dass halte ich für absolut unmöglich, zumindest net mit Normalen Radios oder normalen Autoradios und Stummel Antenne, also diese 30cm oder wie hoch die sind

Demnach müsste man Radio Köln oder Radio BN/SU auch in Koblenz empfangen können, auch das ist unmöglich! Selbst der Ölberg kommt net bis Koblenz!

von Rheinländer - am 07.03.2013 20:26
Zitat
Rheinländer
Zitat
Sebastian Dohrmann
Die Reichweite is auch immer abhängig von der Höhe der Sendeantenne und der Topographie. Es hat schon seinen Grund, warum die 99,4 von DASDING mit 200 Watt aus Koblenz das Rheintal bis Köln hochkommt. Dieblich ist ein exponierter Standort mit 280 m Höhe. Wie weit ein Programm mit 2 kW von der selben Antenne käme, kann man sich ausmalen.


die 99,4 von Dasding hast du schon in Köln mit RDS empfangen? DAS will ich sehen!!

Wo habe ich geschrieben, dass ich DASDING in Köln mit RDS empfangen haben will?
Zitat
Rheinländer
Mit Dasding, da gleich mit SWR3 :mad: ist mit wirklich vernünftigem Empfang aller spätestens ab Linz absolut ende! Kurz kommt er noch mal auf Höhe Brücke bei der Drachenfelsbahn durch, danach kommt aber kein Ton mehr!

Extra für Dich nochmal, weil ich keine Lust darauf habe, dass hier falsche Tatsachen stehen bleiben:
1. Auf der Drachenbrücke bei Königswinter kriegst Du kein SWR-Radioprogramm sauber rein. Weder Linz, noch Koblenz. Durch die Krümmung des Rheintals verzerrt dort alles.
2. Das der Empfang von DASDING dort abbricht bzw. durch SWR3 aus dem Ahrtal stark gestört ist heißt nicht, dass der Sender weiter nördlich nicht wieder empfangbar sein kann. Wenn man einen z. B. 100 km von einem starken Sender weg steht und einen sehr schwachen Sende rauf selber Frequenz dazwischen hat, der aber nicht bis zum eigenen Standpunkt reicht ist es durchaus möglich, dass der stärkere Sender (wenn er auch weiter weg ist) allein empfangbar ist. Das lässt sich an vielen Beispielen demonstrieren, welche Du in verschiednenen Bandscans hier im Forum und der FMList selbst nachvollziehen kannst. Tatsächlich kommt DASDING auf 99,4 auf der A59 zwischen Köln und Bonn (um Troisdorf herum) wieder durch, da der Sender Ahrtal hier nicht mehr stark genug ist. Je nach Wetterlage habe ich hier auch schon RDS im Auto gehabt. Natürlich nur stellenweise, aber möglich ist es.
Zitat
Rheinländer
Den bekomme ich ja noch netmal mit dem Roadstar auch net in meiner Umgebung, so rein dass er halbwegs hörbar wäre! die 91,3 geht dagegen je nachdem wie man die Antenne ausrichtet ohne Probleme.

Das hat auch was mit dem Standort zu tun. Bei Dir z.B. ist die 91,3 so stark, dass der DLF aus Köln völlig weggedrückt wird. Hier, im Tal, dominiert auf der 91,3 klar der DLF.
Zitat
Rheinländer
Die 99,4 mit Dasding kann man niemals in Köln empfangen, dass halte ich für absolut unmöglich, zumindest net mit Normalen Radios oder normalen Autoradios und Stummel Antenne, also diese 30cm oder wie hoch die sind

Dann solltest Du Dir mal Bandscans aus Köln angucken. Ich selbst habe schon mit einem handelsüblichem Autoradio DASDING in Köln empfangen. Ebenso andere Forenteilnehmer.
Zitat
Rheinländer
Demnach müsste man Radio Köln oder Radio BN/SU auch in Koblenz empfangen können, auch das ist unmöglich! Selbst der Ölberg kommt net bis Koblenz!

Vom Einen lässt sich nicht zwnagsläufig auf's Andere schließen.

von Sebastian Dohrmann - am 08.03.2013 10:31
Zitat
DH0GHU
Danke.
QED. Täler im Odenwald und vermutlich auch im Kraichgau liegen damit wohl unterm Mindestversorgungspegel.

Davon war auszugehen :-) . Wir bräuchten eigentlich eine andere Diskussion, ich will aber keine Grundsatzdiskussion anzetteln, davon gab es zu viele. Schicht: Wie weit darf der UKW-Empfang von Stammprogrammen zu Gunsten der besseren UKW-Verbreitung anderer Programme zurückgefahren werden so es terrestrische Alternativen gibt.
Ich erinner mich da gerne an mein QTH2 in den 80erm mit einem Radiorecorder. Da ging nix rauschfrei in Stereo. Erst mit der 8-Elemente, damals unter Dach, war ein praktisch rauschfreier Empfang möglich. Damit gab es dann aber schlagartig BR, hr, mdr und SDR in pratisch rauschfreiem Stereo. Wenn ich mir die Kartenlage dafür ansehe, wäre das aber nicht möglich gewesen.
Nachtrag: Aber was wollte man da? Den BR-Sender Burgsinn auf die geplanten 200W hochfahren? An dieser Stelle muß ich feststellen, wie gesagt ohne eine weitere Diskussion: Dort gibt es DAB, ansonten ein mit einfachsten Mitteln überall empfangbares einwandfreies Mono.

von Thomas (Metal) - am 08.03.2013 11:24
Danke Thomas. Mir scheint, dass für den fusionierten SWR Heidelberg eine ähnliche Rolle spielt wie der Hardberg für den hr. Ja, es gibt ein paar Täler, die nur durch diesen Sender versorgt werden, aber im eigenen Sendegebiet gleichen die anderen eigenen Sender fast überall aus; im wesentlichen würde der Overspill ins Nachbargebiet wegfallen.

Also, ich bleibe dabei: Heidelberg kann, und sollte, umgenutzt werden, auf 88,8 und 99,9. (Falls möglich auch auf 97,8, allerdings sollte man dann dem SWR die Neuaufschaltung von ein paar Füllsendern erlauben).

Zitat
Thomas (Metal)
Davon war auszugehen :-) . Wir bräuchten eigentlich eine andere Diskussion, ich will aber keine Grundsatzdiskussion anzetteln, davon gab es zu viele. Schicht: Wie weit darf der UKW-Empfang von Stammprogrammen zu Gunsten der besseren UKW-Verbreitung anderer Programme zurückgefahren werden so es terrestrische Alternativen gibt.


Genau diese Diskussion versuche ich ja seit längerem zu führen: Wenn eine Umwidmung wie z.B. nach dem von mir vorgeschlagenen Modell dazu führt, dass einerseits ca. 5 Mio. Hörer zusätzliche öffentlich-rechtliche Programme auf UKW empfangen können und andererseits Pi mal Daumen 20.000 Hörer genau so viele öffentlich-rechtliche Programme auf UKW empfangen können wie zuvor, nur eben teilweise andere, und für die meisten dieser Hörer die auf UKW wegfallenden Programmen weiterhin auf DAB+ verfügbar bleiben (S und HD sind 10kW-DAB-Standorte!), dann, so finde ich, überwiegen die Vorteile die Nachteile erheblich und legitimieren die gesamte Aktion.

Die rechtliche Seite einer Umverteilung sehe ich übrigens wesentlich entspannter. Wenn dort, wo ein traditionelles SWR-Programm auf UKW künftig schlechter zu empfangen ist, dafür ein anderes öffentlich-rechtliches Programm (z.B. DasDing oder der DLF) besser zu empfangen ist, so wäre das aus meiner Sicht durch den Staatsvertrag gedeckt.

von freiwild - am 08.03.2013 15:59
Im Zusammenhang mit DAB gesehen hast Du sicher recht. Wir müssen aber davon ausgehen, daß bei der derzeitigen Wachstumsrate die Marktdurchdringung von DAB-Geräten frühestens in 5-10 Jahren so hoch ist, dass man bei einer reinen DAB-Versorgung von einer in der Praxis ordentlichen Grundversorgung sprechen kann. Solange nicht mindestens 30 %- 50 % der Hörer die Möglichkeit haben, DAB zu nutzen, kann man UKW für die Grundversorgung nicht entfallen lassen. Dabei sehe ich vor allem die Programme in der Pflicht, für die es keine privatwirtschaftlich finanzierten Alternativen gibt. Also gerade bei SWR2 muss diese Grundversorgung aufrecht erhalten werden. Bei Programmen wie SWR3 sähe ich das zugegebenermaßen lockerer.
Ich persönlich hätte ja garnichts dagegen, wenn DAB durch die Abschaltung von SWR1 oder SWR3 an großen Grundnetzsenderstandorten einen Schub bekäme. Ich halte sowas allerdings zumindest momentan für eine verfrüht durchgeführte Holzhammermethode.

Davon losgelöst: Wir reden nicht von 20.000 Hörern, der Kraichgau ist sehr dicht besiedelt, der Odenwald ist für ein Mittelgebirge relativ dicht besiedelt. Im Sendegebiet von HD und S verlaufen einige der am stärksten frequentierten Fernstraßen Deutschlands. Wie schon mehrfach hier angemerkt: Betroffen sind sogar Gebiete bis 'rüber am Schwarzwaldrand, nämlich überall dort, wo Langenbrand (oder PF) und Hornisgrinde abgeschattet sind.

Gerade für Programme wie SWR2 gibt es, von DKultur/DLF abgesehen, keinen Ersatz, schon gar keinen mit Bundeslandbezug... Weder stellen diesen Private dar, noch Programme wie DasDing oder der "News-Rotierer" (das ist nicht abwertend gemeint!) SWRinfo.

von DH0GHU - am 08.03.2013 17:03
Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Rheinländer
Zitat
Sebastian Dohrmann
Die Reichweite is auch immer abhängig von der Höhe der Sendeantenne und der Topographie. Es hat schon seinen Grund, warum die 99,4 von DASDING mit 200 Watt aus Koblenz das Rheintal bis Köln hochkommt. Dieblich ist ein exponierter Standort mit 280 m Höhe. Wie weit ein Programm mit 2 kW von der selben Antenne käme, kann man sich ausmalen.


die 99,4 von Dasding hast du schon in Köln mit RDS empfangen? DAS will ich sehen!!

Wo habe ich geschrieben, dass ich DASDING in Köln mit RDS empfangen haben will?
Zitat
Rheinländer
Mit Dasding, da gleich mit SWR3 :mad: ist mit wirklich vernünftigem Empfang aller spätestens ab Linz absolut ende! Kurz kommt er noch mal auf Höhe Brücke bei der Drachenfelsbahn durch, danach kommt aber kein Ton mehr!

Extra für Dich nochmal, weil ich keine Lust darauf habe, dass hier falsche Tatsachen stehen bleiben:
1. Auf der Drachenbrücke bei Königswinter kriegst Du kein SWR-Radioprogramm sauber rein. Weder Linz, noch Koblenz. Durch die Krümmung des Rheintals verzerrt dort alles.
2. Das der Empfang von DASDING dort abbricht bzw. durch SWR3 aus dem Ahrtal stark gestört ist heißt nicht, dass der Sender weiter nördlich nicht wieder empfangbar sein kann. Wenn man einen z. B. 100 km von einem starken Sender weg steht und einen sehr schwachen Sende rauf selber Frequenz dazwischen hat, der aber nicht bis zum eigenen Standpunkt reicht ist es durchaus möglich, dass der stärkere Sender (wenn er auch weiter weg ist) allein empfangbar ist. Das lässt sich an vielen Beispielen demonstrieren, welche Du in verschiednenen Bandscans hier im Forum und der FMList selbst nachvollziehen kannst. Tatsächlich kommt DASDING auf 99,4 auf der A59 zwischen Köln und Bonn (um Troisdorf herum) wieder durch, da der Sender Ahrtal hier nicht mehr stark genug ist. Je nach Wetterlage habe ich hier auch schon RDS im Auto gehabt. Natürlich nur stellenweise, aber möglich ist es.
Zitat
Rheinländer
Den bekomme ich ja noch netmal mit dem Roadstar auch net in meiner Umgebung, so rein dass er halbwegs hörbar wäre! die 91,3 geht dagegen je nachdem wie man die Antenne ausrichtet ohne Probleme.

Das hat auch was mit dem Standort zu tun. Bei Dir z.B. ist die 91,3 so stark, dass der DLF aus Köln völlig weggedrückt wird. Hier, im Tal, dominiert auf der 91,3 klar der DLF.
Zitat
Rheinländer
Die 99,4 mit Dasding kann man niemals in Köln empfangen, dass halte ich für absolut unmöglich, zumindest net mit Normalen Radios oder normalen Autoradios und Stummel Antenne, also diese 30cm oder wie hoch die sind

Dann solltest Du Dir mal Bandscans aus Köln angucken. Ich selbst habe schon mit einem handelsüblichem Autoradio DASDING in Köln empfangen. Ebenso andere Forenteilnehmer.
Zitat
Rheinländer
Demnach müsste man Radio Köln oder Radio BN/SU auch in Koblenz empfangen können, auch das ist unmöglich! Selbst der Ölberg kommt net bis Koblenz!

Vom Einen lässt sich nicht zwnagsläufig auf's Andere schließen.


ok, dann ist es aber wirklich nur stellenweise, vorstellen kann ich es mir trotzdem noch nicht. Werde mal öfter die 99,4 anmachen, und ein anderes Radio mit nehmen, wo die 94,8 läuft.

Selbst auf der A3 gibts stellenweise starke störungen, Bei Bigfm ist das sogar so stark, dass er kurz ganz weg bricht! Ist aber nur stellenweise.

Das ist immer ärgerlich wenn man in der Mitte wohnt, also DLF und Dasding sich gegenseitig auslöschen, wenn der DLF nicht wäre, wäre Dasding deutlich besser empfangbar.

von Rheinländer - am 08.03.2013 19:48
Zitat
Kabelfuzzi
Zu Freiwild: Das Gleiche habe ich bei der hr Diskussion gesagt. Ein paar Dörfer kriegen nur noch hr x statt hr y, dafür kriegen Millionen neu ein Programm. Warum soll hr x besser sein als hr y oder ein (nicht vorhandener) Empfangsanspruch auf hr x gegeben sein aber nicht auf hr y?


Es gibt ein Alleinstellungsmerkmal der ÖRs in Deutschland, und das sind Kulturprogramme. Die Abschaltung des Kulturprogramms X und Ersatz durch ein Pop/rock/jugen/info/-Programm Y ist ein Ersatz, mit dem die Hörer von "X" nichts anfangen können (zumindest dann nicht, wenn sie gerade kulturorientierte Programme hören möchten).
Dem HR ging es ja zumindest bei YOU FM nicht darum, neue Formate zu bringen, sondern im Wettkampf um Werbemarktanteile die Privaten zu übertrumpfen. Das schwächt zum Einen die Position der privatwirtschaftlich arbeitenden Anbieter, zum Anderen reduziert es tatsächlich die Vielfalt in der Radiolandschaft.

von DH0GHU - am 09.03.2013 11:03
Nur mal so: Wo lief denn Hard'n'Heavy, Volkers Kramladen, Schwarz/Weiß, Der Ball ist Rund, oder auch Meantime oder Schlafrock liefen bitte wo? Hatte das Programm Werbung? Ich vermute, das Problem liegt wo anders.
Entschudigt, aber ich doch eher den Eindruck daß eine gewisse Agonie inzwischen bei einigen soweit geht, daß sie einen UKW-Rundfunk gerne zu Grabe tragen würden. Sagen wir jetzt einfach mal, daß dies der Programmqualität geschuldet ist ;-) . Nur: Was kommt nach diesem Tod?
Zusätzlich wird der heilige Gral angefaßt und weitere Programme via UKW flächenwirksam übertragen. [Wagners Parsifal paßt hier wirklich gut, um übertragenen Sinn könnten wir hier vermutlich alle Rollen gut besetzen :bruell: . Ich nehme mich da auch nicht aus ;-) ] Ich bin davon überzeugt: Würde man von mir aus SWR3 in dieser Weise die Frequenzen so entziehen, wäre das Geschrei das Gleiche, nur diesesmal die Argumente anders.
Bleiben wir gerne doch da was man für die Versorgung Vorgaben hätte: Richtantenne in 10m über Grund. Sollte man z. B. HD 88,8 rausnehmen, sollten sich bitte nur diese beschweren die SWR2 eben so empfangen. Betroffen sind da keine 20000, vielleicht eher 200 und das dürfte schon sehr hochgegriffen sein. Wir haben nicht mehr 1991 als man mit der S2 Kultur-Umbelegung in RLP tatsächlich eine Lücke auftrat die für einige nicht schließbar war. Bei den Satelliten-Kunden würden es heute i. d. R. wenige Meter Kabel vom Receiver zum Verstärker tun; gab es damals nicht, bzw. die Kosten (S2 via DSR) waren weit höher. Kabelkunden haben das Problem nicht, dort gibt es SWR2 weiterhin; war vermutlich damals nicht anders. Darum: Wir sprechen hier über die Kobination UKW-Dachantenne + DVB-T als Empfangswege die hier ins Gewicht fallen. Wer bisher via Wurfantenne SWR2 in tadellosem Stereo empfängt entspricht nicht den Mindestanforderungen und sollte in einer Zahl 20000 oder 200 keinen Niederschlag finden. Wer dann umrüsten will wird die Kosten sich ansehen. Und da wird er mit DVB-S wohl weit billiger fahren, selbst wenn er mit einer Yagi am Dach SWR2 wieder über einen anderen Standort in tadelloser Qualität heranholen könnte.

von Thomas (Metal) - am 09.03.2013 23:07
Bei solchen Fragen rutschen wir ganz leicht in die Diskussion ab, welche Art von Programmen denn nun den Kern öffentlich-rechtlichen Anspruchs bedienen. Ich habe dazu eine klare Meinung und diese auch schon oft in diesem und im Parallelforum geäußert, aber hier soll es doch um die bessere Ausnutzung der SWR-Hörfunkprogramme gehen. Grundsätzlich finde ich, sollte es weder eine Einseitige Benachteiligung des Kultur- und Informationsbereiches zugunsten der massenattraktiven Programme geben, noch umgekehrt. Richtschnur bei der Verteilung der UKW-Frequenzen an die einzelnen Programme sollte eine möglichst große Angebotsvielfalt "vor Ort" sein.

Die öffentlich-rechtlichen UKW-Netze in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden mit dem Ziel geplant, drei bis vier Hörfunkprogramme (mehr gab es damals ja nicht) zu verbreiten; diese aber vor Ort zu 99,x% verfügbar zu machen, da UKW, von der Mittelwelle abgesehen, lange die einzige Möglichkeit war, überhaupt Radio zu empfangen (aus dem gleichen Grund gab es ja früher die Armada von über 20.000 analogen Fernsehfüllsendern).

Beide Dinge haben sich heute grundlegend gewandelt:
- Es gibt viel mehr Radioprogramme, auch öffentlich-rechtliche Radioprogramme. Selbst wenn man nur die "zuständen" Programme zählt, sind das in BaWü und RLP heute jeweils acht (SWR1, SWR2, SWR3, SWR4, DasDing, SWRinfo, DLF, DKultur).
- UKW ist nur noch ein Verbreitungsweg neben anderen; jedoch für die Versorgung in der Fläche nach wie vor der wichtigste.

Im Sinne des Mehrwertes vor Ort ist es aus meiner Sicht daher geboten, UKW-Überversorgungen abzubauen (und damit die UKW-Verfügbarkeit eines bestimmten traditionellen UKW-Programms z.B. von 99,5% auf 95% abzusenken), wenn dafür in der Regel deutlich mehr öffentlich-rechtliche UKW-Programme vor Ort zu empfangen sind.

von freiwild - am 11.03.2013 19:04
Zitat
RheinMain701
Wobei ich an dieser Stelle mal den Sinn und Zweck von Giengen in Frage stellen dürfte. Lücken gibt es dort eigentlich keine.

Den Sender braucht man dazu, die Lücke zwischen Aalen und Ulm im Brenztal zu schließen, die es sehr wohl gibt (eigene Erfahrung!) - insbesondere bei SWR4 gäbe es sonst Schwierigkeiten, da die 96,9 Aalen mit nur 5kW Leistung sendet.

Was ich hingegen nicht verstehe ist, warum man die Heidenheimer Frequenzen, die meist nur 0,1 oder 0,2 MHz neben denen aus Giengen liegen, nicht mit dem jeweils gleichen Programm belegt:
Giengen 89,9 SWR1 gegen Heidenheim 89,8 SWR4 - sinnvoller wäre beides SWR1
Giengen 87,8 SWR2 gegen Heidenheim 87,6 SWR1 - wegen 2kHz Abstand vielleicht gerade noch vertretbar, sinnvoller wäre hingegen, auf beiden SWR2 zu senden
Giengen 97,7 SWR4 gegen Heidenheim 97,6 SWR3 - besser: beides SWR4.
Es gibt sehr wohl Stellen im Brenztal (z.B. in einigen Heidenheimer Stadtteilen), wo Heidenheim durch Giengen gestört wird und umgekehrt.
Die beiden übrigen Frequenzen 93,6 Giengen und 99,1 HDH wären dann selbstverständlich mit SWR3 zu belegen.

von Hunsrücker - am 12.03.2013 13:14
Die neu von dxbruelhart in einem anderen Thread verlinkte BAKOM-Liste gibt hier den Spekulationen weiter Vortrieb, denn dort fand ich aktuell folgende auffällige Einträge:

91.7 Ettlingen-Wattkopf 0,5kW D Nordost, also gen Karlsruhe
Diese Frequenz ist ja bislang in Baden-Baden in Betrieb. Über eine Umkoordinierung wurde ja schon länger gemunkelt.

97.5 Freiburg-Schönberg 5kW D 30°, in andere Richtungen immense Einzüge.
Das wäre der Knüller. Damit hätte man für die an anderen Standorten im Markgräfler Land gescheiterte SWR4-Frequenz einen neuen Einsatz. Einen Masten gäbe es an diesem Hügel südlich der Stadt wohl: http://www.panoramio.com/photo/58797046?source=wapi&referrer=kh.google.com
Damit würde man die Stadt sowie Waldkirch und Emmendingen und einen Teil des Elztals gut versorgen und wäre somit Big FM mehr als eine Nasenlänge voraus.
Für SWR4 findet man auch mögliche Ersatzplanungen: 96.6 Ottmarsheim/F 0,5kW und Bad Bellingen/Rheinweiler 90.2 und 98.8 1kW D 40°.
Von Ottmarsheim aus könnte man Müllheim/Badenweiler endlich versorgen.

In diesem Thread war auch eine 104.6 in der Ulmer City im Gespräch. Vielleicht soll diese auch für SWR Info herhalten?

von Peter Schwarz - am 08.04.2013 22:11
Zitat

Für SWR4 findet man auch mögliche Ersatzplanungen: 96.6 Ottmarsheim/F 0,5kW und Bad Bellingen/Rheinweiler 90.2 und 98.8 1kW D 40°.
Von Ottmarsheim aus könnte man Müllheim/Badenweiler endlich versorgen.


Die 96.6 wird zur Zeit in Schliengen verwendet, um dort SWR4 Hochrhein politisch korrekt empfangen zu können. Sollte diese nach Ottmarsheim verlegt werden, um den SWR4 Empfang in Müllheim zu verbessern, dann würde dort die Breisgau-Version aufgeschaltet. Als Ersatz für Schliengen sollte dann wohl Bad Bellingen/Rheinweiler dienen, nur wird man diesen Sender auch mit 1 kW sicher nicht in Schliengen und dem Eggenertal mehr gut empfangen können.

EDIT:
Auch hier hast Du ja schon wieder quasi parallel im "Neue Frequenzen in der UKW-Datenbank des Bakom"-Thread diese Sachlage dargestellt. Kommt davon, wenn man zwei Threads zum selben Thema nutzt ;) Bleibt noch die Subregionalvariante zum diskutieren :xcool:

von CBS - am 09.04.2013 07:59
Ich fasse mal zusammen.
Für recht sicher halte ich:
Das Ding
Freiburg 97.5
Karlsruhe (statt Baden Baden) 91.7

SWR Info
Ulm (eher die angesprochene Variante 96.3 als 104.6)

Spekulativ würde ich noch folgendes ins Spiel bringen

SWR Info
Heidelberg/Mannheim (evtl. die Maimarkt-Frequenz 94.6?)
Freiburg (Umnutzung einer bestehenden Frequenz am Standort Lehen?)
Reutlingen/Tübingen (hier könnte die 99.1 zum Einsatz kommen, die aktuell recht überflüssig SWR1 vom Standort Lichtenstein-Unterhausen ausstrahlt. Allerdings wird der Spielraum begrenzt sein, da auf 99.0 Bad Urach sitzt und auf 99.2 Herrenberg. Aber eine Variante wie z.B. Reutlingen-Scheibengipfel mit 100 Watt gerichtet gen 200° (ähnlich der 103.1) könnte möglich sein.

Das Ding
Der oben eingeworfene Tausch in Ulm mit Das Ding auf 92.6 und SWR1 auf 98.9
Eine Frequenz in Rottweil und/oder Villingen-Schwenningen
Bedarf wäre auch noch in Heilbronn, aber da sehe ich aktuell keine mögliche Ressource.

@CBS: Bad Bellingen schafft es nicht bis ins 3km entfernte Schliengen? Ist da so ein grosser Höhenzug im Weg?

von Peter Schwarz - am 09.04.2013 17:25
91,7 KA halte ich nicht für sicher - Richtstrahlung nach Nordost dürfte mit Frankreich Probleme machen, vom Fremersberg läßt sich das recht gut ausblenden (Schutz 91,5 MHz SFN von Radio Liberté).Vielleicht war das auch ein Versuch, BEVOR 91,7 auf den Fremersberg kam. Der Fremersberg sollte in KA gut genug zu hören sein...

In FR kann ich mir auch einen Tausch vorstellen: 100,1 Kaiserstuhl ans Ding, 97,5 MHz an SWR4. DasDing auf 97,5 MHz würde doch weiter nördlich vermutlich Konflikte mit SWR4 Brandenkopf verursachen - oder reicht Schönberg nicht so weit?
Andererseits: 97,5 MHz - was sagen denn dazu die Franzosen - immerhin wird auf 97,3 MHz von Nordheim aus das Unterelsass mit France Inter versorgt, im Versorgungsgebiet besteht teilweise Sichtverbindung nach FR. Möglicherweise ist das auch so eine "Versuchs-Karteileiche".

Ulm 104,6 MHz halte ich für ausgeschlossen. Antenne Bayern sendet ja aus der Stadt heraus auf 104,8 MHz....

von DH0GHU - am 09.04.2013 17:32
Zitat
Peter Schwarz
@CBS: Bad Bellingen schafft es nicht bis ins 3km entfernte Schliengen? Ist da so ein grosser Höhenzug im Weg?


Es soll ja der Sender Rheinweiler sein, der noch weiter südlich liegt. Aber es ist so, dass zwischen Schliengen und Bellingen der Schliengener Berg liegt, der schon so manchen Lastwagen mit 10km/h kriechen ließ. Ein Sender bei Rheinweiler (oder wahrscheinlich auch Bad Bellingen) würde sicher mehr über Schliengen hinwegstrahlen als den Ort, der direkt am nördlichen Fuße gleichnamigen "Berges" liegt, zu erreichen.

Selbst der Umsetzer dort, der jetzt das SWR4 Hochrheinradio von Chrischona weitergibt, konnte dies erst nach dem Frequenztausch mit SWR3 auf Chrischona. Für mich ist der Berg wie eine Frequenzscheide zwischen Schweizer Sendern und Französischen. Nördlich sind die Schweizer (auf UKW) nicht mehr Beifahrertauglich möglich. Gut, 1kW auch in Rheinweiler sollte man bei Richtstrahlung nicht unterschätzen, aber ich gaube nicht, dass der Empfang befriedigend wäre.

von CBS - am 09.04.2013 19:55
Der Fremersberg geht so gut auch nicht in Karlsruhe, vor allem in den östlichen Stadtteilen, wo der Wattkopf daselbst abschirmt. Bei einer Verlagerung vom Fremersberg zum Wattkopf mit Richtstrahlung NO würde Frankreich sogar weniger abbekommen als aktuell.
DH0GHU: Wo nimmst Du die 100.1 für den Kaiserstuhl her? Aus Colmar? Oder meinst Du 100.7? Ich glaube nicht, dass der SWR allzu viele Tauschaktionen macht, denn da hängt u.U. ne Menge dran: AF-Listen aller RDS-Sender aktualisieren, alle Broschüren neu schreiben, bei den Hörern für die Frequenzumstellung werben, evtl. sogar Zuführungen neu einrichten. Das überlegt man sich dann schon zweimal.
Ich denke, es wird schon eher auf die 97.5 für Das Ding hinauslaufen, zumal man mit einem Tausch die Versorgung von SWR4 verschlechtern würde, vor allem im Umkreis des Kaiserstuhls.

@CBS/Uli: Die Gegend kenne ich einfach zu wenig, müsste ich mir mal anschauen. Es tönt ja so, als ob die Ecke eine interessante DX-Gegend wäre, zumindest jetzt noch, wo da nicht allzu viel vor Ort sendet.

von Peter Schwarz - am 10.04.2013 09:32
Angeregt durch diesen Faden habe ich mir Gedanken gemacht, was im Norden von RLP möglich wäre. Dabei fiel mir ein Szenario ein, welches ich gerne zur Diskussion stellen würde:

In Nord-RLP gibt es die unglückliche Koordinierung:
DASDING Koblenz 99,4 0,2 kW
SWR3 Altenahr (Oberes Ahrtal) 0,01 kW

Die "Ahrtal-Funzel" kommt mit ihren 10 Watt extrem weit raus, so dass DASDING aus Koblenz, welches mit leichten Störungen durchaus bis an die Landesgrenze RLP/NRW empfangbar wäre, zwischen Neuwied und der Grenze teils erheblich gestört wird.

Meine Idee wäre es, SWR3 und DASDING in Koblenz zu tauschen. Sprich:
SWR3 99,4 0,2 kW
DASDING 91,6 40 kW

Die Gleichwelle zwischen der Ahrtal-Funzel und Koblenz dürfte nicht so schwer zu realisieren sein. Koblenz kommt mit seinen 200 Watt auch sehr gut raus, dank der Höhe. Mit den Sendern Linz, Bad Marienberg, Daun und Haardtkopf dürfte der Bereich um Koblenz doch eigentlich gut abgedeckt sein, oder? Wäre das Ganze realistisch oder übersehe ich Gebiete, die dann mit SWR3 unversorgt wären? Den Aspekt, dass SWR3 die Cash-Cow des SWR ist, möchte ich dabei bewusst außen vor lassen.

von Sebastian Dohrmann - am 07.01.2014 12:45
So, nächster Vorschlag:

Die SWR2 Frequenz des Blauen wird umgewidmet. Allerdings nicht an DADING, sondern an SWR4. Das wäre nach Aufgabe der Subregionalisierung kein Problem mehr.

SWR2 wird dann im Blauengebiet noch über die Hornisgrinde und FR-Lehen im Norden sowie Chrischona und Hohe Möhr im Süden zu empfangen sein (SWR4 Hohe Möhr ginge dann an SWR2). Der Feldberg würde noch etwas zwischen Freiburg und Müllheim aushelfen können.

Dann würde man vielleicht die bisherige SWR4 Frequenz vom Kaiserstuhl DASDING widmen, wenn man es darauf anlegt auch die SWR4 Frequenz vom Chrischona an DASDING abgeben (wobei dann auch der Umsetzer Schliengen das Programm übernähme. Ebenso könnte man an SWR Info denken.

Was spräche dagegen?

- SWR2 würde im mittleren Markgräflerland nicht mehr gescheit auf UKW gehen (evtl. würde man den Schliengener Umsetzer dafür das SWR2 Programm übernehmen lassen). HGR, FSW und CHR zusammen mit dem Schliengener Umsetzer würden einigermaßen kompensierend wirken.

- Desweiteren würden durch die SWR4 Änderungen bedeutend mehr, nicht so technikaffine Hörer getroffen, eine neue Frequenz zu suchen. Allerdings würde die 92.6 vom Blauen eine bedeutend höhere Reichweite erzeugen.

- Man könnte überlegen, statt SWR4 einfacher empfangbar zu machen, DASDING gleich auf den Blauen aufzuschalten.

- Der Staatsvertrag könnte irgendwann Einhalt gebieten, denn DADING ist ein Digitalprogramm, welches analog nur Stützfrequenzen belegen darf. Und diese Klausel dürfte schon sehr weit ausgereizt sein. SWR Info dagegen ist analogmäßig im Vergleich zu DASDING nach neuem Rundfunkstaatsvertrag noch sehr unterrepräsentiert.

von CBS - am 07.01.2014 14:16
Zitat
Christian_66
Zitat
Sebastian Dohrmann
Meine Idee wäre es, SWR3 und DASDING in Koblenz zu tauschen. Sprich:
SWR3 99,4 0,2 kW
DASDING 91,6 40 kW

Die Gleichwelle zwischen der Ahrtal-Funzel und Koblenz dürfte nicht so schwer zu realisieren sein. Koblenz kommt mit seinen 200 Watt auch sehr gut raus, dank der Höhe. Mit den Sendern Linz, Bad Marienberg, Daun und Haardtkopf dürfte der Bereich um Koblenz doch eigentlich gut abgedeckt sein, oder? Wäre das Ganze realistisch oder übersehe ich Gebiete, die dann mit SWR3 unversorgt wären? Den Aspekt, dass SWR3 die Cash-Cow des SWR ist, möchte ich dabei bewusst außen vor lassen.


Interessante Idee.
Der Empfang von SWR3 könnte evtl. Probleme machen in den Flusstälern von Rhein (nach Süden), Mosel und Lahn. Muss aber nicht.
Da müsste jemand mal eine Testfahrt machen, bei Rhein und Mosel am Besten auf beiden Talseiten.


Die 99,4 geht wunderbar an Mosel und Rhein! An der Mosel geht die 99,4 noch bis etwa auf höhe von Alken wenn ich das richtig im kopf habe.

Am Rhein geht die 99,4 locker bis Sankt Goar und auch auf der anderen Seite ausreichend. Vielleicht bekommt man die 99,4 ja noch auf 300watt oder so hoch?

von Rheinländer - am 10.01.2014 12:35
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