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Drosselt die Telekom bald ihre DSL-Tarife?

Startbeitrag von Nordhörer am 23.03.2013 01:14

Gestern (Freitag) war in verschiedenen Medien die Meldung zu lesen, dass es bei der Telekom Überlegungen geben soll, die DSL-Tarife künftig ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln (ähnlich wie bei Mobiltarifen). Und es ist wohl davon auszugehen, dass andere Anbieter nachziehen werden, sollte die Telekom das tatsächlich machen. Der Artikel der ComputerBILD gibt das Ganze finde ich sehr informativ wieder:

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-DSL-WLAN-Deutsche-Telekom-Drosselung-DSL-Tarife-8220411.html

Ich frage mich: Was kommt da eventuell auf uns zu? Von 75 GB ist da die Rede, bis eine Drosselung bei Call&Surf eintreten soll - die sind in der heutigen Zeit nun wirklich schnell erreicht. Bei mir läuft den ganzen Tag lang Webradio - kann ich mein geliebtes Internetradio bald wegwerfen?

Wie seht ihr die Pläne, gerade auch im Hinblick auf Webradio-Streams. Wie viel GB kommen da zusammen, wenn man das täglich mehrere Stunden laufen hat?

Außerdem gibt's ja auch noch Youtube, Zattoo und all so Dinge, die ordentliche Datenmengen verursachen...

Wäre das nicht der totale Rückschlag für Deutschland?
Okay, man kann Datenvolumen dazubuchen, aber was wird das kosten? Zurzeit zahle ich für meinen Tarif irgendwas zwischen 30 und 40 Euro pro Monat - muss ich als Vielsurfer bald womöglich das Doppelt- und Dreifache zahlen?

Ganz ehrlich: Die Meldung beunruhigt mich - wie seht ihr das?

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat
transponder
Auch ich wüde es begrüßen, dass die Junkies, die einen gigantischen Datenverbrauch für ihren Internetkonsum benötigen, nicht mehr von den Normalnutzern mitfinanziert werden. Denn nichts anderes beinhaltet eine Flatrate. Viele zahlen für wenige Intensivnutzer.

Wenn die Tarife dadurch billiger würden, würde ich dir Recht geben. Aber man bezahlt ja dann genauso viel nur für weniger Leistung. Und das zusätzlich verdiente Geld stecken die Telekomiker garantiert nicht ausschließlich nur in den Netzausbau sondern sicher auch in eigene Taschen. Vor allem aber darf man hier den Teufelskreis nicht vergessen: Netzausbau bedeutet mehr DSL Anschlüsse die den vollen Preis für eine Pseudoflatrate bezahlen und die die schon einen DSL Anschluss haben bekommen einen schnelleren bei dem das Inklusiv-Volumen noch schneller aufgebraucht ist und die werden sich höchstwahrscheinlich ein größeres Datenpaket bestellen. Also gar nicht so dumm eingefädelt von der Terrorkom.

Zitat
transponder
Nicht erst seit heute kann man verfolgen, wie die Datenvolumina exponentiell zunehmen. Da kann kein Ausbau der Welt mehr mithalten.

Und woran liegt das? Daran das die ganzen Firmen auf das Internet setzen. Immer mehr Firmen (auch gestandene Markenhersteller!) legen beispielsweise ihren Produkten nur noch eine "Schnellstartanleitung" bei. Will man eine Anleitung haben mit der man auch was anfangen kann muss man sich diese im Internet herunterladen. :sneg: Ebenso die Softwarepolitik der Hersteller. Da bekommt der Kunde Geräte deren Firmware bestenfalls Beta Status hat. Egal das Gerät updatet sich ja selbst über das Internet. :rolleyes: Es wird immer mehr ins Internet verschoben und das Netz wird immer mehr Bestandteil unseres Lebens. Viele haben sich das nicht so gewünscht. Aber die Industrie drängt einen automatisch in diese Richtung. Meine Eltern hatten beispielsweise immer einen großen Bogen um PCs gemacht. Jetzt haben sie sich meinen alten Laptop unter den Nagel gerissen und ich hab ihnen einen WLAN Repeater in die Wohnung gestellt weil es ohne Internet schon fast nicht mehr geht. Mein Vater wird in seinem Hobby eingeschränkt weil es überall nur noch heißt "Genaue Fertigungsanleitung im Internet" und sogar in den Modezeitschriften meiner Mutter steht "Mehr dazu unter www..."

von Spacelab - am 23.03.2013 10:42
Zitat
Spacelab
Zitat
transponder
Auch ich wüde es begrüßen, dass die Junkies, die einen gigantischen Datenverbrauch für ihren Internetkonsum benötigen, nicht mehr von den Normalnutzern mitfinanziert werden. Denn nichts anderes beinhaltet eine Flatrate. Viele zahlen für wenige Intensivnutzer.

Wenn die Tarife dadurch billiger würden, würde ich dir Recht geben. Aber man bezahlt ja dann genauso viel nur für weniger Leistung. Und das zusätzlich verdiente Geld stecken die Telekomiker garantiert nicht ausschließlich nur in den Netzausbau sondern sicher auch in eigene Taschen. Vor allem aber darf man hier den Teufelskreis nicht vergessen: Netzausbau bedeutet mehr DSL Anschlüsse die den vollen Preis für eine Pseudoflatrate bezahlen und die die schon einen DSL Anschluss haben bekommen einen schnelleren bei dem das Inklusiv-Volumen noch schneller aufgebraucht ist und die werden sich höchstwahrscheinlich ein größeres Datenpaket bestellen. Also gar nicht so dumm eingefädelt von der Terrorkom.

Zitat
transponder
Nicht erst seit heute kann man verfolgen, wie die Datenvolumina exponentiell zunehmen. Da kann kein Ausbau der Welt mehr mithalten.

Und woran liegt das? Daran das die ganzen Firmen auf das Internet setzen. Immer mehr Firmen (auch gestandene Markenhersteller!) legen beispielsweise ihren Produkten nur noch eine "Schnellstartanleitung" bei. Will man eine Anleitung haben mit der man auch was anfangen kann muss man sich diese im Internet herunterladen. :sneg: Ebenso die Softwarepolitik der Hersteller. Da bekommt der Kunde Geräte deren Firmware bestenfalls Beta Status hat. Egal das Gerät updatet sich ja selbst über das Internet. :rolleyes: Es wird immer mehr ins Internet verschoben und das Netz wird immer mehr Bestandteil unseres Lebens. Viele haben sich das nicht so gewünscht. Aber die Industrie drängt einen automatisch in diese Richtung. Meine Eltern hatten beispielsweise immer einen großen Bogen um PCs gemacht. Jetzt haben sie sich meinen alten Laptop unter den Nagel gerissen und ich hab ihnen einen WLAN Repeater in die Wohnung gestellt weil es ohne Internet schon fast nicht mehr geht. Mein Vater wird in seinem Hobby eingeschränkt weil es überall nur noch heißt "Genaue Fertigungsanleitung im Internet" und sogar in den Modezeitschriften meiner Mutter steht "Mehr dazu unter www..."


Zwangsjacke für Leute die mit dem Internet ihr Geld verdienen und so ihre Existenz sichern, nichts anderes ist das!!

Was will man da noch mit Datenwolken anfangen? Es wird doch niemandem mehr etwas darauf ablegen, wenn der jenige nachher nicht mehr daran kommt, weil seine Leitung gedrosselt wurde!!


Eher sollte es Billigere tarife geben die Gedrosselt sind, wer das Internet so wie Bisher behalten möchte Zahlt an statt 40€ im Monat das Doppelte und gut ist!

von Rheinländer - am 23.03.2013 10:54
Zitat
Nordlicht2
Ich finde das auch gut, wenn sich immer mehr ins Internet verlagert. Nur muss der Kunde eben auch dafuer bezahlen (wollen). Ueberlege mal was vor 10 Jahren fuer's Internet gezahlt wurde und was heute. Um der Telekom Marktanteile abzuringen haben viele Mitbewerber Dumpingpreise angeboten von denen die gar nicht dauerhaft leben konnten und dadurch den Marktpreis immer weiter gesenkt. Auch fuer die Arbeitnehmer in der Telekombranche hat das deutliche Auswirkungen gehabt. Das muss halt mal ein Ende haben. Jetzt ist wohl keiner mehr bereit in dauerhafte Verluste zu investieren. Es ist oft so, dass nicht einfach die Technik erweitert wird, sondern sie muss nach wenigen Jahren komplett ausgetauscht werden, hat sich aber in der kurzen Zeit oftmals noch gar nicht amortisiert.
Ein anderes Modell was diskutiert wurde ist ja die Prioritisierung der Daten, dann muesste beispielsweise Youtube dafuer bezahlen, damit die Videos noch ruckelfrei beim Endkunden ankommen. Das ist aber wohl nicht so einfach umzusetzen, denn an jedem Peering Uebergang von einem zum anderen Provider muesste da eine Rechnung gestellt werden die abhaenging von der Art der uebertragenen Daten ist. Nicht mehr einfach nur die Datenmenge ueber allles.


Für was willst du den noch alles zahlen? Sind wir alle Millionäre die sich alles leisten können?

ich kenne genug die den ganzen tag malochen und sogar 2 stellen haben, und kaum über die runden kommen!

Sowas kann nicht funktionieren! Wir hätten direkt paar 100.000 arbeitslose mehr!!

Dann sollen sie einen Unlimited Tarif eben beibehalten und auf 80€ oder 70 anheben, dass die die Internet wirklich brauchen solchen tarif Buchen können!

Und so keine existenzen gefährdet werden!!


Ich finde es höchst Besorgniserregend! Und bin zu gleich über einige meiner Vorschreiber entsetzt, welche gedanken da geäußert werden :eek:

von Rheinländer - am 23.03.2013 11:02
Die Idee das Datenvolumen zu drosseln haben die Kabel Internet Anbieter aber auch schon länger. Die KDG möchte laut einer Reportage auf DWissen und der "PC Welt" in den nächsten Monaten ihre Überlegungen der "Paket Inspection" in die Tat umsetzen. Wie das Ergebnis aussehen wird möchte man aber noch nicht genau verraten. Es wird aber wohl darauf hinauslaufen wie in dem Bild das Ihre Majestät gepostet hat. Soundsoviel GB frei für alles und danach werden bestimmte Dienste stark gedrosselt. Es sei denn man kauft ein entsprechendes Zusatzpaket. Also genauso wie in den USA.

Zitat
Rheinländer
Zwangsjacke für Leute die mit dem Internet ihr Geld verdienen und so ihre Existenz sichern, nichts anderes ist das!!

Ja genauso siehts aus.

Irgendwie müsste man hier aber gleich mit der großen Kelle kommen. Denn sehr viele (eigentlich fast alle modernen) Unternehmen benötigen für ihre Existenz in irgendeiner Form das Internet. Wird dieses teurer müssen sie das an die Kunden weiter geben wenn sie nicht selbst die gearschten sein wollen. Die Kunden werden sich darauf hin aber zweimal überlegen ob sie dann noch genauso viel kaufen weil es ja jetzt teurer ist. Also wird weniger gekauft, die Firmen fahren ihre Produktion zurück und schon hat der kleine Angestellte die Arschkarte gezogen. Das wiederum fürht dazu das noch weniger gekauft wird weil der Arbeiter weniger Geld verdient und so weiter...

Zitat
Rheinländer
Ich finde es höchst Besorgniserregend! Und bin zu gleich über einige meiner Vorschreiber entsetzt, welche gedanken da geäußert werden :eek:

Das sind meistens Leute die das Internet nur zur persönlichen bespaßung verwenden und sich vielleicht auch nicht vorstellen können das da ganze Industriezweige dran hängen und schon relativ kleine Preiserhöhungen gleich riesen Wellen nach sich ziehen können.

von Spacelab - am 23.03.2013 11:10
Zitat
Spacelab
Die Idee das Datenvolumen zu drosseln haben die Kabel Internet Anbieter aber auch schon länger. Die KDG möchte laut einer Reportage auf DWissen und der "PC Welt" in den nächsten Monaten ihre Überlegungen der "Paket Inspection" in die Tat umsetzen. Wie das Ergebnis aussehen wird möchte man aber noch nicht genau verraten. Es wird aber wohl darauf hinauslaufen wie in dem Bild das Ihre Majestät gepostet hat. Soundsoviel GB frei für alles und danach werden bestimmte Dienste stark gedrosselt. Es sei denn man kauft ein entsprechendes Zusatzpaket. Also genauso wie in den USA.

Zitat
Rheinländer
Zwangsjacke für Leute die mit dem Internet ihr Geld verdienen und so ihre Existenz sichern, nichts anderes ist das!!

Ja genauso siehts aus.

Irgendwie müsste man hier aber gleich mit der großen Kelle kommen. Denn sehr viele (eigentlich fast alle modernen) Unternehmen benötigen für ihre Existenz in irgendeiner Form das Internet. Wird dieses teurer müssen sie das an die Kunden weiter geben wenn sie nicht selbst die gearschten sein wollen. Die Kunden werden sich darauf hin aber zweimal überlegen ob sie dann noch genauso viel kaufen weil es ja jetzt teurer ist. Also wird weniger gekauft, die Firmen fahren ihre Produktion zurück und schon hat der kleine Angestellte die Arschkarte gezogen. Das wiederum fürht dazu das noch weniger gekauft wird weil der Arbeiter weniger Geld verdient und so weiter...

Zitat
Rheinländer
Ich finde es höchst Besorgniserregend! Und bin zu gleich über einige meiner Vorschreiber entsetzt, welche gedanken da geäußert werden :eek:

Das sind meistens Leute die das Internet nur zur persönlichen bespaßung verwenden und sich vielleicht auch nicht vorstellen können das da ganze Industriezweige dran hängen und schon relativ kleine Preiserhöhungen gleich riesen Wellen nach sich ziehen können.


Ganz genau so ist es, da kann ich alles voll zustimmen spacelab.

Weshalb ich ja vorgeschlagen habe, das es einen tarif geben soll, wo man wie bisher unendlich surfen kann, aber das doppelte oder so dafür Zahlen muss. Das dann für den privaten Mann.

Für Firmen muss das Internet so bleiben wie es ist! Geschäftsleute darf man nicht damit bestrafen.

Wir werden sehen was passiert, oder nicht

von Rheinländer - am 23.03.2013 11:22
Warum sollte durch die Drosselung Internetradio in Gefahr geraten?

Wenn auf 384kbit/s gedrosselt wird, reicht das doch immer noch dicke zum Webstream hören. Außerdem hätte es doch was positives: DAB+ wird interessant. Hier hätte man nur das "Luxusproblem", dass man dann wie beim Mobilfunk seine inklusiv-Einheiten fürs Radio verballert ;)

Was mir bei einer gedrosselten Datenrate mehr sorgen macht, ist dass man wohl nicht mehr vernünftig zocken kann. Es gibt heute so viele Spiele, die schon DSL 768 oder 1000 minimum benötigen. Nebenbei Skype oder Teamspeak laufen lassen kann man dann vergessen. Ebenso wenn man sich den Internetanschluss mit mehreren Leuten teilt.

75 GB hat man heute schnell erreicht:

Rechner platt machen, 7 Windows drauf machen, alle Updates ziehen, Programme wieder neu drauf, Updates drauf, Spiele (ggf. über Steam) wieder drauf machen inkl. Updates. Zocken, MP3s runterladen, eventuell Filme gucken uvm.... Wenn das alle machen, mit denen man die Leitung teilt, geht das ganze dann halt noch viel schneller.

Ich denke das wird ne neue Form der Abzocke. Das wird dann so kommen wie beim Mobilfunk:
Ist das Volumen erreicht, kann man sich für einen bestimmt Betrag davon "freikaufen"...

Naja, zwei positive Erkenntnisse gibts:

Zum einen ist damit klar, dass wohl im Mobilfunkfunk unbegrenzte Flatrates in weite Ferne gerückt sind: >> gut für DAB+

Die Drosselung des Festnetzanschlusses: >> gut für DAB+ und DVB-T

von PEQsche - am 23.03.2013 11:40
Verlierer sind ganz klar alle Unternehmen die ihre Dienste als Software as a Service anbieten wie Microsoft Office 365. Gewinner sind Clouds im Privatbereich, die Menschen schicken ihre Fotos nicht an Tante Trude und Lieschen Müller einzeln, sondern tun diese in die Cloud. Wahrscheinlich nicht in die OwnCloud, sondern in die Telekom Cloud. Ein noch größerer Verlust über die eigenen Daten.

Fernsehen über das Internet wird der Vergangenheit angehören. Die Menschen werden Angst haben ihren Traffic zu überschreiten. Die Frage ist, ob einige Provider, die heute Kunden verlieren da mitziehen. Was wird aus dem Radiokonsum über das Netz? Wer ein Webradio sein eigen nennen darf, weiß daß schnell einige GB-Traffic im Monat entstehen. Ich freue mich auf die Meinung der Verbraucherschützer. Daß die Kabelanbieter da mitziehen, kann ich mir sicher sein. Die wollen ihre Fernsehprodukte den Kunden aufzwingen. Die meisten neuen Fernsehgeräte sind Internettauglich und können eine Menge Daten über das Netz ziehen. Ich sehe schon die Schlagzeilen in der Bild: „Rentner muß für Skype 1.000 € Traffic-Gebühren zahlen.“

Zitat
PEQsche
Rechner platt machen, 7 Windows drauf machen, alle Updates ziehen, Programme wieder neu drauf, Updates drauf, Spiele (ggf. über Steam) wieder drauf machen inkl. Updates. Zocken, MP3s runterladen, eventuell Filme gucken uvm....


Das probiere ich zu Ostern mal aus. Ich werde vier OS mit allen Updates auf einen Rechner installieren. Mal sehen was das an Traffic verbrauchen wird. Bei Apple bekommt der Kunde OS mehr auf DVD, sondern mußt alles aus dem Netz saugen. Das OS X Mountain Lion ohne Updates 4,5 GB mit Updates wahrscheinlich noch einmal soviel.

von Seltener Besucher - am 23.03.2013 11:55
Zitat
Sarstedter
Zitat
Nordlicht2
Ein 16er DSL darf ja auch weniger als 16MBits haben, es sein den man hat Entertain gebucht.


Stimmt schon... aber wenn man dann auf einmal nur noch 384 kbit/s hat, ist das schon mehr als eine kleine Unverschämtheit bzw. unmerkliche Einschränkung - sondern eher eine Riesenfrechheit!! Ich hab selber eine 16000er bei der Telekom, bekomme aber nur so ca 11000 ... damit kann ich aber sehr gut leben!

Ich bin der Meinung, das man sich das nicht gefallen lassen sollte und dagegen sachliche Kritik übt... ich habe das gestern getan (per Anruf) und werde das auch weiterhin machen, falls es wirklich so kommen sollte wie angedroht! Die Telekom würde sich absolut keinen Gefallen damit tun, ihre Kunden auf steinzeitliche 384 kbit/s zu drosseln... wenn dann höchstens 1000-2000 kbit/s, was noch einigermassen gutes Surfen ermöglicht, aber eben keine Powerup- und Downloads. 384 kbit sind einfach völliger Mist...

Ich hoffe wirklich, das die Kunden sich dagegen wehren und das nicht kommentarlos hinnehmen wie so manche Benzinpreiserhöhung!


Zustimmung ÜBER zustimmung, ganz genau so sehe ich das auch, es kann n icht sein wenn man schon 40€ im monat dafür zahlt NOCH MEHR dafür zahlen soll!! Das ist die reinste Willkür und abzocke! Und zwar für das selbe Produkt!

Für mich, der mit dem geld rechnen muss ist das auf keinen fall so hinnehmbar!! ich werde das unter keinsten umständen akzeptieren, und dagegen HART!!! protestieren wenn es sein muss!!

von Rheinländer - am 23.03.2013 21:13
Zitat
Nordlicht2
So ist es, man wird ja nicht gezwungen bei der Telekom Kunde zu sein. Ich bin freiwillig da weil ich VDSL haben wollte und die OnlineVideothek im Entertain nutze. Vor 3 Jahren ging das mit HD noch nicht ohne VDSL. Wie es aussieht wird das auch in Zukunft nicht viel guenstiger sein. Ich hab mich auch darueber bei der Telekom aufgeregt, dass mir ohne mein Zutun von VDSL 25 auf VDSL 50 upgraded wurde, kostenlos aber mit natuerlich neuer 2 Jahre Vertragslaufzeit. Da ich zu 90% nur DVB-S nutze und demzufolge nicht 2 HD Sender gleichzeitig ueber Entertain brauche, reichen normalerweise die 25MBits. Also mal nicht glauben, ich sei ein Fan des rosa Riesen sowie dessen Praktiken und AGBs. 1und1 mag ich auch nicht denn dessen Vertragspraktiken und Vertragslaufzeiten sind auch nicht freundlich. Hinzu kam zumindest damals eine unverschaemt teure Hotline zur Stoerungsmeldung. Die ist bei der Telekom wenigstens kostenfrei. Einzig Hansenet war fuer mich Top wenn man an deren eigener Technik direkt angeschlossen war. Da hat man wegen der kurzen Vertragslaufzeiten von nur einem Monat immer sofort an Preissenkungen partizipiert.


Ich warte mal ab, und gucke mir das ganze erst mal an. Einschränkungen nehme ich allerdings keine in kauf.

Die Telekom wird sicher bemüht sein, mich weiterhin als Kunde zu behalten, aber da müssen sie sich schon was einfallen lassen.

Ich werde morgen mal bei der Telekom anrufen bin mal gespannt was sie dazu sagen, oder ob sie was genaueres wissen

von Rheinländer - am 24.03.2013 14:57
Mit Hansenet, später dann Alice war ich anfangs auch sehr zufrieden. Bis sie zu o2 wurden. Die Hotline hat keine Ahnung von gar nix und ist der letzte unorganisierte Haufen. Die haben damals als ich ein neues Bankkonto bekommen habe das alte nicht aus dem System gelöscht und vergeblich versucht noch was vom alten abzubuchen. Hat natürlich nicht funktioniert und darauf hin wollten die 19€(!) Mahngebühr von mir. Also bei der Hotline angerufen. Die Dame machte einen auf Sch*** freundlich und meinte dass das kein Problem sei. Das wäre ja nicht mein Fehler gewesen und man würde den offenen Betrag jetzt vom neuen Konto abbuchen und die 19€ Strafe müsste ich selbstverständlich auch nicht bezahlen. 3 tage später war mein Anschluss tot. Ein erneuter Anruf bei der Hotline (jedesmal lockere 15 bis 20 Minuten Wartezeit) ergab das ich ja meine Rechnung nicht bezahlt hätte. Von einer Kontoänderung oder gar von einer erneuten Abbuchung von einem anderen Konto stehe nix im System. Das würde ja auch gar nicht so einfach über das Telefon änderbar sein. Ein neues Konto anzugeben wäre nur schriftlich per Fax oder das Kundencenter im Internet möglich. "Ach und übrigens sind es keine 19€ Strafgebühr mehr, sondern 29€ weil wir ihren Anschluss gesperrt haben und dieser wieder entsperrt werden muss." :mad: Der Typ am Telefon mir die Bankverbindung genannt und den Gesamtbetrag den ich dann noch am gleichen Tag bei der Bank zähneknirschend bezahlt habe. Ich brauchte den Anschluss ja auch geschäftlich und hatte keine Zeit mich da Ewigkeiten mit denen herumzustreiten.

Nach 7 tagen mein Anschluss immer noch gesperrt. Also wieder bei der Hotline angerufen und mittlerweile im schon gar nicht mehr so freundlichem Ton gefragt warum mein Anschluss noch nicht freigeschaltet sei. "Na wir haben ja noch kein Geld von ihnen bekommen." Was?! Ich mir die Bankquittung geschnappt und dem Typ an der Hotline alles vorgelesen. "Nö da stimmt was nicht. Der Betrag stimmt aber die Bankverbindung ist falsch. Der Kollege hat ihnen die Bankverbindung der Mobilfunksparte gegeben. Ihr Geld ist also jetzt in München und nicht bei uns in Hamburg." Auf die frage was jetzt zu tun sei meinte der Mensch das ich die Quittung an die Buchhaltungsabteilung schicken sollte. Immerhin stimme ja der Betrag und der Verwendungszweck. Gesagt getan mit dem Ergebnis das überhaupt nichts passierte.

Nach 4 weiteren tagen ohne Netz und Telefon wieder bei der Hotline angerufen. "Hier steht in meinem Computer nix drin. Nur das ihr Anschluss wegen nicht erfolgter Zahlung gesperrt ist. Faxen sie ihre Unterlagen doch bitte nochmal nach München und nicht zu uns nach Hamburg. Sollen die sich drum kümmern. Wie haben nämlich keinen Zugriff auf deren System denn o2 ist noch lange nicht gleich o2." Ich also den ganzen Scheiß nach München gefaxt. Mittlerweile war bereits die zweite Rechnung fällig und diese wurde... Richtig! Vom falschen Konto abgebucht und auch hierfür sollte ich nochmal 19€ mehr bezahlen. Mittlerweile bekam ich einen Anruf von einem o2 Menschen aus München der mich ganz verwundert fragte was sie mit meinem Schreiben und der Quittung anfangen sollen. Das sei doch Sache von den Jungs aus Hamburg. o2 Hamburg muss nämlich bei o2 München einen Nachforschungsantrag stellen damit die sich auf die Suche nach dem Geld machen und es nach Hamburg überweisen. Nicht vergessen der Verwendungszweck, meine eindeutige Kundennummer, war korrekt angegeben!

Da mir mittlerweile die Hutschnur geplatzt ist hab ich den Vertrag kündigen wollen. Alles fertig gemacht und zu den Jungs nach Hamburg gefaxt. Noch am gleichen Tag kam ein Anruf das es ihnen Leid tue aber an kann mich erst in 5 Monaten aus dem Vertrag lassen da sich mein Vertag vor kurzem erst automatisch um weitere 6 Monate verlängert habe. Ich meinen Kram gepackt und bin zum Rechtsanwalt gestiefelt. Der sich sofort an die Arbeit gemacht und 3 tage später hatte ich Post von Alice/o2 im Briefkasten. Man würde mich vorzeitig aus dem Vertrag entlassen. Die zwei Monate möchte man aber bitte trotzdem bezahlt haben plus aller Strafgebühren sonst würde man umgehend ein Inkassobüro bemühen. :mad: Insgesamt waren das alles rund 110€ für eine Dienstleistung die ich wegen den Fehlern von o2 nicht nutzen konnte. Als ich dieses Schreiben dem Anwalt gezeigt habe ist dem fast der Draht aus der Mütze geflogen. Er hatte sich nochmal drum gekümmert und ich hab, obwohl ich keinen Cent mehr bezahlt habe, auch nichts mehr von Alice/o2 gehört. Dafür wurde mein Anschluss gleich am nächsten Tag komplett stillgelegt und ich war für über 3 Wochen nicht mehr für meine Kunden zu erreichen. Was mir das wieder für ärger und Unannehmlichkeiten beschert hat kann ich euch gar nicht sagen.

von Spacelab - am 24.03.2013 15:24
@ Spacelab: Krass, was O2 mit Dir abgezogen hat. Etwas ähnliches habe ich vor einigen Wochen mit Vodafone erlebt. Ich hatte LTE getestet, war nicht zufrieden und hatte daher innerhalb der 30 Testtage (VF nennt das "Zufriedenheitsgarantie") den ganzen Krempel wieder zurückgeschickt, außerdem per Einschreiben mit Rückschein dringend daraufhingewiesen, dass mein ursprünglicher UMTS- Anschluss (der erst nach den 30 Tagen abgeschaltet werden sollte) weiterlaufen sollte. Was passierte? Eines schönen (Sams)Tages ging plötzlich kein Internet mehr und das Festnetztelefon (es handelte sich hier um eine Mobilfunknummer mit portierter Festnetznummer) war auch tot. Ein Anruf bei der VF- Hotline machte mich erst einmal mit der Hälfte aller Mitarbeiter des Callcenters bekannt. Ich müsste einen neuen Vertrag abschließen. Das wollte ich dann doch nicht und so schlug ich am nächsten Montag im Vodafoneshop meines Vertrauens auf. Ich schilderte mein Problem und erfuhr, das sei leicht zu lösen. Man setzte ein entsprechendes Schreiben auf, welches ich unterschrieb, faxte es in die VF- Zentrale und beschied mir, mein Anschluss würde spätestens am Mittwoch wieder zugeschaltet. An diesem Tag war ich außer Haus und versuchte am Nachmittag im Halbstundentakt meine Festnetznummer anzurufen ("Die gewählte Nummer ist nicht vergeben"). Daraufhin wieder eine mehrfache Odysee durch die VF- Hotline mit genervten und teilweise inkompetenten Mitarbeitern. Einer wollte mir gleich ein neues Handy aufschwatzen, da mein Handyvertrag schon über 2 Jahre läuft. Ich sagte ihm, ich will kein neues Handy, sondern dass mein Telefon zuhause wieder klingelt, nur deswegen tue ich mir diese Hotlineanrufe an. Ein weiteres mal wurde ich gleich mal aus der Leitung geworfen, beim nächsten Versuch erfuhr ich, dass es bei Vodafone streng nach Auftragseingang geht und ich sozusagen noch nicht dran sei. Ich erwiderte, dass mein Einschreiben, von dem offensichtlich niemand Kenntnis hatte, bereits vor 10 Tagen bei VF eingegangen war (Datum auf Rückschein) und fragte, ob es erst gelesen oder gleich geschreddert wurde. Am Donnerstagabend erhielt ich dann einen Anruf von einer netten Dame, welche mir mitteilte, dass mein Anschluss leider nicht reaktiviert werden könne. Am Freitag habe ich dann auch meinen Handyvertrag gekündigt, danach ging es mir wieder besser. Mit diesem Verein wollte ich nichts mehr zu tun haben.
Ich würde wahrscheinlich sofort zur Telekom gehen, aber außer einem analogen Telefonanschluss kann man mir an meinem Standort hier nichts bieten. Und so surfe ich aktuell mit einer UMTS- Karte von O2, welche in einem VF- Surfstick in einem VF- UMTS- Router steckt. Und ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ich es noch erlebe, dass in meiner Ecke hier in der (noch) größten Stadt in Sachsen- Anhalt mal schnelles Internet verfügbar ist.

von dlf-fan - am 26.03.2013 20:44
Das ist ja die größte Sauerrei seit langen. Wenn ich für 16000 bezahle und diese dann nur an vielleicht 10 Tagen im Monat habe was soll man dann den restlichen Monat machen?

Bei uns wird gerade ausgebaut. Ab dem 30. Dezember 2013 sind bei uns 25 MBits verfügbar. Zur Zeit habe ich einen 2000er RAM-Anschluss. Eigentlich wollte ich im Dezember diese höhere Geschwindigkeit buchen ohne Tarifwechsel. Nun weiß ich nicht was ich machen soll, ich will ja nicht in dieser Drosselung reinfallen. Lass ich also meinen Anschluss lieber unberührt bei den konstanten 2 MBits? Oder zählt diese Zubuchoption der Geschwindigkeit nicht mit und man behält seinen konstanten Anschluss?

Des weiteren denkt mal an eure TelekomProfis, denn in diesem Zusammenhang sehe ich diese geplante Drosselung auch nicht gerade als optimale Lösung. Denn wie sollen die ihre Kunde dann noch für einen neuen Tarif begeistern können? Niemand will diese Drosselung haben. Keiner in Deutschland will mit 386 kbits im DSL-Light-Internet surfen. NIEMAND!

Mit DSL-Light 386 funktioniert zum Beispiel Zatoo nicht richtig. Dann sind da die Mediatheken der TV-Sender. Ich benutze z.B. die ZDF-Mediathek gerne oder die Mediathek des MDR. Das kann man dann ALLES VERGESSEN!!

Hat nicht mal die Bundesregierung gesagt, dass jeden Bürger der BRD Internet mit 2 MBits zusteht? Und dies müsste dann aber auch den ganzen Monat gelten. Und nicht nur ein paar Tage.

Denkt mal über das alles nach Liebe Telekom.

von Scanner100 - am 29.03.2013 15:20
Zitat
Scanner100
Das ist ja die größte Sauerrei seit langen. Wenn ich für 16000 bezahle und diese dann nur an vielleicht 10 Tagen im Monat habe was soll man dann den restlichen Monat machen?

Bei uns wird gerade ausgebaut. Ab dem 30. Dezember 2013 sind bei uns 25 MBits verfügbar. Zur Zeit habe ich einen 2000er RAM-Anschluss. Eigentlich wollte ich im Dezember diese höhere Geschwindigkeit buchen ohne Tarifwechsel. Nun weiß ich nicht was ich machen soll, ich will ja nicht in dieser Drosselung reinfallen. Lass ich also meinen Anschluss lieber unberührt bei den konstanten 2 MBits? Oder zählt diese Zubuchoption der Geschwindigkeit nicht mit und man behält seinen konstanten Anschluss?

Des weiteren denkt mal an eure TelekomProfis, denn in diesem Zusammenhang sehe ich diese geplante Drosselung auch nicht gerade als optimale Lösung. Denn wie sollen die ihre Kunde dann noch für einen neuen Tarif begeistern können? Niemand will diese Drosselung haben. Keiner in Deutschland will mit 386 kbits im DSL-Light-Internet surfen. NIEMAND!

Mit DSL-Light 386 funktioniert zum Beispiel Zatoo nicht richtig. Dann sind da die Mediatheken der TV-Sender. Ich benutze z.B. die ZDF-Mediathek gerne oder die Mediathek des MDR. Das kann man dann ALLES VERGESSEN!!

Hat nicht mal die Bundesregierung gesagt, dass jeden Bürger der BRD Internet mit 2 MBits zusteht? Und dies müsste dann aber auch den ganzen Monat gelten. Und nicht nur ein paar Tage.

Denkt mal über das alles nach Liebe Telekom.


Nach ner Drosselung kann man 90% aller seiten mit Videos etc nicht mehr nutzen. Auch Youtube nicht, da das Laden selbst Mieserabler Bildqualität ewigkeiten dauern würde.

Wenn man dateien wichtiger e-mails herunterladen muss würde auch das meist zu viel zeit in anspruch nehmen

von Rheinländer - am 29.03.2013 18:31
Das das mit den Ramsch Preisen bei den DSL Flats auf Dauer nicht gut gehen kann, dürfte doch wohl jeden klar sein. 25 Tacken für DSL 16000 ohne Traffic Limit und dazu auch noch ein Telefonanschluss, welcher zwar IP basierend ist, aber trotzdem mit Flat in das deutsche Festnetz versehen ist, kann doch niemals kosten deckend sein. 10 Euro möchte die Telekom für die Meite der TAL sehen, der Technikpartner stellt und unterhält seine DSL Technik im HVT auch nicht aus Barmherzigkeit und bei Telefongesprächen fallen auch IC Gebühren zwischen den Netzen an.
Aber das kommt dabei raus, wenn man auf Geiz ist Geil steht.

Und nun kommt die Telekom, die ohnehin der mit Abstand teuerste Anbieter ist, was aber politisch so gewollt ist, und denkt ernsthaft über die Einführung einer Begrenzung von Highspeed Datenvolumen ein. Und, eigentlich wie immer, mit absolut utopischen, weil lächerlich geringen zugestandenen Highspeed Traffic. 75 GB für C&S Verträge, 200 GB für VDSL, 300 GB für Fiber 100 und 400 GB für Fiber 200. Das ist echt an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten !
Wer ist denn geistig so meschugge, und bucht sofern verfügbar, jetzt noch einen Glasfaseranschluss ?

Wenn ich so einen Anschluss mit solchen Bandbreiten buche, dann kann man davon ausgehen, das auch entsprechen Traffic anfallen wird. Entertain ist da Null Argument, da ich das auch bei einem VDSL 50, der deutlich günstiger ist, in gleicher Form bekomme. Mit solchen Gedankenspielen torpediert man sich doch sein eigenes Geschäft, wenn man wie die Telekom entsprechende Anschlüsse verkaufen will, weil man hier entsprechend in die Infrastruktur investiert hat. Aber Telekom und Logik, sind ja auch zwei komplett andere Welten ............

Eines weiß ich ganz sicher. Sollten sich diese Gedankenspiele durchsetzen, so bin ich ganz schnell weg von dem Verein, wenn man dieses auch an meinen Altvertrag umsetzen will. Alleine für Entertain Comfort und VDSL 50 zahl ich jeden Monat 60€, also ganz einem dem Gebotenen entsprechenden Preis, und eben kein Dumping Preis, wo ich für eine Begrenzung evtl. noch Verständnis hätte. Mit dem zugebuchten Liga Total und dem Sportpaket sind das am Ende jeden Monat über 80€, die die Telekom von mir bekommt. Und für den Preis erwarte ich auch entsprechend unbegrenzten Traffic !

Sollte die Drossel Wirklichkeit werden, so werden zwar auch die Wettbewerber ganz schnell auf diesen Trip aufspringen. Aber da bekomm ich dann mit ziemlicher Sicherheit zwar einen auch gedrosselten Zugang, aber auch deutlich günstiger. Und ich hab hier freie Auswahl. Hier ist eigentlich jeder Anbieter verfügbar. Und alle können hier auch VDSL 50 schalten, welches auch mit voller Bandbreite bei nur 200m zum HVT ankommt.

Das man bei Einführung einer Drossel bestehende Altverträge derzeit nicht anfassen will, ist ja auch klar. Die könnten ja kündigen, wenn man die AGB entsprechend anpassen möchte. Aber da die betroffenen Altverträge, was ja zu 90% Verträge mit analogen Festnetzanschluss oder ISDN Anschluss sind, erledigt sich das Problem innerhalb der nächsten 2-3 Jahre eh von ganz alleine. Denn diese Anschlüsse sollen ja bis 2016 komplett auf IP umgestellt werden, da ISDN und Analog abgeschaltet wird. Und schwupps hat man zwangsweise einen neuen Vertrag und somit auch die Drossel. Und solange läßt man die Altverträge eben unangetastet. Das "Problem" erledigt sich ja von ganz alleine !

von Uncle_Sam - am 29.03.2013 22:02
Und das Karussell dreht sich fröhlich weiter. Es geht schon seit gestern fröhlich durch die Community Newsletter und Foren das e-plus und o2 jetzt endgültig eine Packet Inspection einführen wollen. Damit will man bestimmte Daten priorisieren ähnlich eines QoS Systems. Angekündigt ist das ja schon länger aber jetzt soll es kommen. Wann bei welcher Netzlast welche Daten wie priorisiert werden bleibt wohl ein streng gehütetes Geheimnis der Mobilfunker. Es wurde aber damals als das Gespräch über Packet Inspection das erste mal aufkam schon gleich klar gemacht das netz interne Daten, damit sind Daten gemeint die von Firmen kommen mit denen der Mobilfunkanbieter zusammen arbeitet, immer oberste Priorität haben. Bei o2 wäre es beispielsweise der Musikdienst Simfy für den man für ein paar Euro extra eine eigene Flatrate buchen kann. Also wie bei T-Mobile mit Spotify.

Ebenfalls hoch priorisiert werden sollen normale Webseitenabrufe. Downloads sollen tageszeitabhängig gedrosselt werden um die Engpässe zu den Hauptnutzungszeiten etwas zu entspannen. Streamingdienste (damit sind wohl Livestreams gemeint) sollen sehr niedrig priorisiert werden. Das wird zumindest in der Szene stark angenommen da e-plus vor längerem schon mal mit der Idee ans Tageslicht getreten ist eine spezielle "Radioflatrate" einzuführen. Wer diese gebucht hat kann auch im dicksten Netzwerktrubel störungsfrei Radiostreams lauschen.

Wie gesagt, diese Infos sind nicht offiziell von den Mobilfunken bestätigt! Und die werden sich wohl auch zurückhalten.

von Spacelab - am 11.04.2013 18:08
Eben in den Nachrichten des Lokalfunkers gehoert: Die Drosselung betrifft zunaechst nur Neuvertraege, die ab Mai abgeschlossen werden. Technisch ist die Drosselung ab einem gewissen Volumenverbrauch auch heute schon moeglich, jedoch nicht auf breiter Front und fuer jeden Anschluss. Sie wird bisher bei einzelnen Intensivnutzern bereits angewandt, das betrifft aber hauptsaechlich Kunden von Weiterverkaeufern, die ihre Kapazitaeten bei der Telekom einkaufen. Viele haben eine sog. "Fair use"-Vereinbarung, die die Bandbreite meist ab regelmaessig verfeuerten 10 GB einbremst.

Mit einem gedrosselten Anschluss und 56 - 64 kB/s koennte man normale Internetanwendungen im Bereich der normalen Recherche, E-Mail, e-bay usw. eigentlich nahezu uneingeschraenkt nutzen. Ein 55 MB-Podcast dauert dann im Download eben gut eine Stunde und man kann mit dem Zugang nichts mehr nebenbei machen. Youtube laesst sich nicht mehr benutzen, Internetradio auch nur noch eingeschraenkt. Viel schlimmer als die Drosselung ist die Tatsache, dass der so ausgebremste Anschluss die allerletzte Prioritaet zugewiesen bekommt. Das kann in Spitzenzeiten bedeuten, dass eine Netzeinwahl nicht moeglich ist, eine bestehende Verbindung aufgehoben wird und moeglicherweise eine zeitlich befristete Wiedereinwahlsperre greift und schlussendlich Latenzen den Seitenaufbau stark verzoegern oder wegen Timeout unmoeglich machen. Letzteres laesst sich in vielen Browsern in den Griff bekommen.

Mir passiert die Drosselung gelegentlich im Netz von T-Mobile. Frueher hat mich das nicht angehoben, alles lief nur etwas langsamer und ein Podcast brauchte eben eine Stunde, bis er auf der Platte war. Aber man konnte sich jederzeit einwaehlen und die Verbindung hielt auch, wenn es nicht ohnehin Grasnabenempfang war. Seit dem letzten Winter kann man sich an Wochentagen abends gelegentlich mit einem gedrosselten Zugang ueberhaupt nicht mehr einwaehlen, am Wochenende war das teilweise ganztags der Fall und eine aufgebaute Verbindung konnte schon mal nur ein paar Minuten halten. Dabei zeigte sich, dass die durchaus hielt, sofern dort wenigstens ein wenig Datendurchsatz lief. Wer einen Download anschob, der bekam ihn auch. E-Mail klemmte aber z. T. schon nach ein paar Minuten. Zum Teil bekam man auch gerade einma 32 kB/s zugeteilt, was eigentlich fuer bescheidene Internetrecherche auch noch reichen muesste. Unter dem Strich war es aber so, dass damit selbst der Download des aktuellen Updates fuer den Virenscanner abbrach oder ueberhaupt nicht zustande kam. Unter dem Strich machen das aber alle Provider so, mit einem gedrosselten E-Plus oder O2 kann man nach Erfahrungen von Freunden praktisch nichts mehr anstellen, es laedt keine Seite mehr vernuenftig und auch die zeitweise Aussperrung gedrosselter Zugaenge ist wohl noch drastischer. Das kommt insofern einer Abschaltung gleich. Nach dem jahrelangen Run auf VFD2 scheint sich das neben T-D1 als eine der beiden Wahlmoeglichkeiten in meiner Heimat anzubieten. Die VFD2-Karte in meinem Xperia Mini pro laeuft stabiler und insgesamt zuverlaessiger als das scheinbar an seine Kapazitaetsgrenzen geratene T-D1. Dem will man mit dem Aussieben bei den Resellern entgegensteuern und hat auch schon angefangen, einigen die Vertraege zu kuendigen.

Ortsfest, um den Bogen zum Ursprungsthema zu kriegen, geht bei uns nur T-Online mit bis zu 6 MBit je nach Wohnlage. Real sind 1 - 2 MBit einigermassen sicher zu bekommen und laufen auch zuverlaessig. Einige haben mit den 6 MBit-Anschluessen Glueck und sie laufen. Bei kleinsten Beschwerden drehen sie den aber auf 2 MBit zurueck. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass grosse Teile des Internetbedarfs auch im gewerblichen Bereich aus den Funknetzen einschliesslich LTE gedeckt werden.

von PowerAM - am 23.04.2013 05:00
Zitat
fatal error
Zitat
Rheinländer
Absolute Zustimmung! Das kann nicht nur NICHT gut gehen, das geht nicht gut, da bin ich mir absolut sicher! Selbst facebook kann man vergessen, da oft Bilder ausgetauscht werden, und diese nicht mehr geladen werden können, oder nur nach langen Ladezeiten. zu 98% aller Seiten, sind so umfangreich, da muss man mindestens ne 2000er Leitung haben, damit es überhaupt noch sinn macht, zu Surfen.


In der Tat, normales Surfen wird nicht mehr möglich sein, sobald die Drossel anspringt. Die 384 KBit/s sind 48 KByte pro Sekunde. Die Spiegel online Startseite hat immer rund 1,3 MByte und würde mit der Drossel rund 27 Sekunden brauchen, bis sie geladen ist!

Wer will bitteschön eine halbe Minute warten müssen, bis eine ganz normale Webseite fertig geladen ist?


Ich habe gerade gerade mit einer sehr freundlichen Dame von der T-com am tel gesprochen.

Sie meinte sogar selbst das diese drosselung überhaupt nicht haltbar sei!!

Die Tarife werden auch billiger werden meinte sie, es ist aber eh nur ne art beschwichtigung mehr nicht.

Sie wissen sicher das noch einiges an ärger auf sie zu kommen wird

@Peter Schwarz, dann gehe du mir gutem Beispiel voran, kündige dein DSL Internet, oder VDSL INternet, und wähle dich mit einem Programm analog ins internet ein, sprich K56 Modem....dir scheint es ja offenbar zu reichen! Doch ich gehe mit der zeit mit, und da sind meine max 15000er die ich hier bekomme schon zu wenig um HD gucken zu können

von Rheinländer - am 23.04.2013 14:24
Zitat
PEQsche
Warum sollte durch die Drosselung Internetradio in Gefahr geraten?

Wenn auf 384kbit/s gedrosselt wird, reicht das doch immer noch dicke zum Webstream hören. Außerdem hätte es doch was positives: DAB+ wird interessant. Hier hätte man nur das "Luxusproblem", dass man dann wie beim Mobilfunk seine inklusiv-Einheiten fürs Radio verballert ;)

Was mir bei einer gedrosselten Datenrate mehr sorgen macht, ist dass man wohl nicht mehr vernünftig zocken kann. Es gibt heute so viele Spiele, die schon DSL 768 oder 1000 minimum benötigen.

Wäre das denn so schlimm?

Immerhin sollte man sich mal vergegenwärtigen, wofür das Internet geschaffen wurde. Es ist als ein Kommunikationsmedium gedacht gewesen und nicht als Einrichtung zur Bespaßung phantasieloser Idioten.
Genau genommen, sind auch Web-Radio und Web-TV in diese Kategorie einzuordnen und haben mit dem ursprünglichen Einsatzzweck des Internets nichts zu tun.
Man kann das auch schön daran erkennen, dass diese Dienste halbherzig auf dei vorhandene Netzinfrastruktur draufgeklatscht wurden, was ein wesentlicher Grund für die Probleme ist, die man jetzt damit hat. Stichworte Unicast vs. Multicast.

Zitat
PEQsche
Nebenbei Skype oder Teamspeak laufen lassen kann man dann vergessen.
Da muss man dann eben Prioritäten setzen :D Entweder Webradio oder Skype.

Besonders lächerlich wird diese Überlegung allerdings, wenn man Stationen per Webradio hört, die auch problemlos über UKW oder DAB+ empfangbar wären.

Da ich auch in diesem Forum immer wieder lese, wie toll Webradio ist, und dass man deshalb weder UKW noch DAB+ braucht, ist es gar nicht mal so schlecht, dass die Telekom (und sicher bald auch alle anderen) solche Maßnahmen einführen. Damit wird vielleicht der Eine oder Andere mal zum Nachdenken darüber gebracht, dass die Ressourcen, die er nutzt, eben doch nicht unendlich sind.

Ja, liebe Webradio-Apologeten:
Es ist auch heute noch so, dass die Übertragungskapazität JEDES Webradio-Streams begrenzt ist. Noch mehr trifft das auf Web-TV zu!
Warum? Zu jedem einzelnen Hörer oder Zuschauer muss eine gesonderte Verbindung aufgebaut werden (Unicast). Jede Verbindung benötigt aber einen gewissen Verwaltungsaufwand (Overhead) und damit zusätzliche Rechenleistung auf Seiten des Anbieters. Diese steht jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung - folglich ist die mögliche Anzahl gleichzeitiger Hörer oder Zuschauer IMMER begrenzt.
Das hat erst mal gar nichts mit irgendwelcher Drosselung des Datentransfers zu tun, sondern liegt eben an der Art und Weise, wie Webradio und Web-TV gegenwärtig implementiert sind.
Für ein Medium, wo ein Sender beliebig viele Empfänger versorgen soll, eigen sich nun mal andere Übertragungswege besser, auch wenn Ihr es nicht hören wollt.
Immerhin handelt es sich hierbei um RUNDFUNK - man "funkt in die Runde". Deshalb wurden dafür Übertragungswege geschaffen, bei denen es tatsächlich egal ist, wie viele Leute ein Programm hören oder sehen.

Unglaublich, ist aber so:
Für einen Rundfunksender ist es gleichgültig, ob er 10 einzelne oder 10 Millionen Empfänger versorgt. Der Aufwand für die Übertragung seines Programms bleibt gleich.

Zitat
PEQsche
Ebenso wenn man sich den Internetanschluss mit mehreren Leuten teilt.

*grins* Damit verstößt man aber schon seit langem gegen die AGB der meisten Provider, die genau das explizit untersagen. Bislang hat es nur keinen interessiert bzw. hätte einigen technischen Aufwand erfordert, es herauszufinden.

Zitat
PEQsche
75 GB hat man heute schnell erreicht:
Rechner platt machen, 7 Windows drauf machen, alle Updates ziehen,

Bei Windows gebe ich Dir hier unumwunden Recht. Die Update-Orgie nach einer Neuinstallation ist nicht mehr feierlich. Aber auch hier gibt es Abhilfe in Form der verschiedenen Offline-Updates. Auch kann man zumindest bei Windows XP aus der Not, dass CD-ROMs nicht ewig halten, eine Tugend machen und die Updates regelmäßig in sein Installations-Image integrieren (Stichwort Slipstream) und sich dann wieder eine aktuelle Installations-CD brennen, die dann statt > 100 MB vielleicht nur noch 10 MB an neuen Updates aus dem Netz braucht.

Zitat
PEQsche
Programme wieder neu drauf, Updates drauf, Spiele (ggf. über Steam) wieder drauf machen inkl. Updates.
Programme und Spiele alle komplett aus dem Netz??? Klassischer Fall von "Selbst schuld". Auch im Zeitalter von 100 MBit/s-Zugängen geht die Installation von einem Backup-Medium (CD, DVD oder externe Festplatte) immer noch deutlich schneller und man ist nicht auf den Internetzugang angewiesen.
Hint: Auch wenn man 100 MBit/s hat, liefern die Server aus dem Netz meistens deutlich weniger. Gerade eben Karten fürs Navi aktualisiert: Mehr als 16 MBit/s waren nicht drin, obwohl der Anschluss für sich genommen wesentlich mehr hergegeben hätte.

Zitat
PEQsche
Zocken,
Gut, dem kann ich nun gar nichts abgewinnen, aber die Geschmäcker sind verschieden. Mir bieten die aktuellen Spiele für den erforderlichen Hardwareaufwand zu wenig Gegenwert. Monster abknallen kann ich auch auf einem 386er.
Aber gerade an dieser Stelle zeigt sich, dass die Drosselung vernünftig ist: Man wird keine Spiele mehr verkaufen können, die ständig gigabyteweise Daten saugen oder auch nur ständig im Netz sein müssen, um den Kopierschutz zu überprüfen (vergleiche die aktuelle Diskussion um Sim City 5). Ich sehe da keinen Verlust. Es wird trotzdem weiter gehen.

Zitat
PEQsche
MP3s runterladen, eventuell Filme gucken uvm....
Ganz stark vereinfachtes Rechenbeispiel:

Eine MP3-Datei hat 5 - 7 MB, ein DVD-Film rund 5 GB.
Wir haben aber 75 GB zur Verfügung.
Das wären dann 15 DVDs oder etwa 12000 - 15000 MP3s JEDEN MONAT (!).
Zumindest für so eingenartige Leute wir mich, die einem geregelten Vollzeitjob nachgehen und 8 - 10 Stunden am Tag ARBEITEN müssen, eine etwas irre Vorstellung.
Wann soll man sich das alles anhören oder ansehen?

Zitat
PEQsche
Wenn das alle machen, mit denen man die Leitung teilt, geht das ganze dann halt noch viel schneller.
Siehe oben - das war schon immer illegal, zumindest bei den meisten Dienstanbietern. Aber auch hier gibt es Abhilfe. Stichworte Proxy oder auch Own Cloud. Man kann in vielen Fällen gut vermeiden, dass alle Leute die gleichen Sachen mehrmals herunterladen.

Zitat
PEQsche
Ich denke das wird ne neue Form der Abzocke. Das wird dann so kommen wie beim Mobilfunk:
Ist das Volumen erreicht, kann man sich für einen bestimmt Betrag davon "freikaufen"...
Selbstverständlich. Es geht immer um Preiserhöhungen. Besonders fies ist aber, dass die Telekom auf diese Art die Leute dazu zwingen will, ihre eigenen Produkte zu buchen (Entertain z.B. wird vom Trafficlimit ausgenommen). Bleibt abzuwarten, ob die anderen Anbieter das so widerspruchslos schlucken werden.

Zitat
PEQsche
Naja, zwei positive Erkenntnisse gibts:

Zum einen ist damit klar, dass wohl im Mobilfunkfunk unbegrenzte Flatrates in weite Ferne gerückt sind: >> gut für DAB+

Die Drosselung des Festnetzanschlusses: >> gut für DAB+ und DVB-T
Zustimmung. Vielleicht kommt dann, wie schon oben geschrieben, doch der Eine oder Andere auf die Idee, diese oder ähnliche Medien zu nutzen.

In der Zusammenschau muss ich leider sagen, dass eine solche Drosselung zu begrüßen ist, denn es sprechen viele Gründe dafür. Ich war anfangs auch dagegen, aber je mehr ich mich mit der Sache beschäftige, um so vernünftiger erscheint mir diese Maßnahme.

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 24.04.2013 11:39
Mal davon abgesehen das es einem genügt Pixelmonster auf nem 386er abzuknallen müssen ja nicht gleich wieder alle zurück in die Steinzeit gezwungen werden. Mich :kotz: diese "Was ich nicht brauche brauchen andere auch nicht" denke mancher ewig gestriger so dermaßen an das kann ich euch gar nicht sagen.

Von Herrn "Erdgeist" vom CCC Berlin wurde zu dem Thema neulich auf einer Konferenz eine für Laien recht komplizierte aber doch sehr aussagekräftige Rechnung aufgemacht. Er hat die bereits bekannten Kosten für ein DSL Netz mit Verwaltung, Kundenservice und dem ganzen Wasserkopf genommen (wo sie nicht bekannt waren hat er sehr großzügig geschätzt) und mal ausgerechnet wie viel ein einzelner Kunde an Daten abrufen darf bis der Provider keinen Gewinn mehr macht. Es waren knapp über 300GB! Das heißt also bei der Telekom bezahlt jeder für 300GB Daten im Monat. Verbraucht er weniger, und das dürften wohl die meisten sein, hat die Telekom Gewinn eingefahren. Natürlich kann man das bei einem so großen Konzern nicht nur auf das DSL Netz beziehen. Da werden ja die Gelder fröhlich hin und her geschoben und auch die kranken Kinder wie Entertain mit durchgeschleppt.

In jedem Fall stimmt die Aussage der Telekom das man momentan nur vorsorgen will um die in Zukunft noch höher werdende Netzlast bei Bedarf ausbremsen zu können. Das immer mehr Anwendungen was den Bandbreitenbedarf angeht einfach nur schlampig und verschwenderisch programmiert sind ist nun mal Fakt. Aber den Benutzer dafür zu bestrafen halte ich für grundweg falsch. Ich kann doch nicht den für seinen Internetzugang brav zahlenden Kunden dafür bastrafen das die Contentprogrammierer "Holla was kostet die Welt" spielen.

Außerdem möchte ich nochmal betonen dass das besorgniserregende nicht die 75GB Drossel ist. Sondern das mir der Internetprovider in Zukunft vorschreibt wo ich meine Software zu kaufen, meine Musik zu hören und meine Filme anzuschauen habe weil es sonst von meinem Inklusivvolumen abgezogen wird.

von Spacelab - am 24.04.2013 12:31
Zitat
CBS
Zitat
DAC324
Das wären dann 15 DVDs o[...] JEDEN MONAT (!).
Zumindest für so eingenartige Leute wir mich, die einem geregelten Vollzeitjob nachgehen und 8 - 10 Stunden am Tag ARBEITEN müssen, eine etwas irre Vorstellung.
Wann soll man sich das alles anhören oder ansehen?


Auch wenn ich nicht zu irgendwelchen Online-Videothekennutzern gehöre, so muss man doch auch sehen, dass ein Film pro Wochenende durchaus drin ist und bei Deiner Rechnung _keinerlei_ anderer Traffic über die Leitung gehen darf. Diese Annahme ist etwas weg von der Realität.

Aber super Beitrag zum "in die Runde funken" :spos:


Danke ;-)
Die Rechnung ist gar nicht so abwegig. Ein Film pro Wochenende macht rund gerechnet 4 Filme pro Monat. Bei DVD wären das rund 20 GB, bei HD rund 40 GB. Bleiben immer noch (im Falle von HD) rund 35 GB übrig. Und selbst wenn diese aufgebraucht sind, ist ja nicht vollkommen Schicht im Schacht.
Es gibt immerhin noch 384 kBit/s, das ist immerhin die sechsfache Geschwindigkeit eines ISDN-Kanals!
Für Surfen auf nicht allzu überladenen Seiten, Chat, E-Mail und Postings in diverse Foren reicht das vollkommen aus. Ist man alleine an seinem Anschluss, funktionieren sogar Skype und Youtube (wenn auch vielleicht nicht mehr in HD).

Richtig spannend wäre es, wenn einem nach Erreichen der 75 GB komplett der Hahn abgedreht würde :D

Dann bliebe eventuell noch als Alternative dieses Multiplayer-Spiel namens "Real Life". Man braucht dafür keine zusätzliche Hardware, hat aber eine irre Grafik in hochauflösendem 3D mit absolut smoothem Headtracking. Allerdings ist die Handlung mitunter etwas bescheiden, es fällt oft schwer, den Plot zu verstehen, und man hat nur ein Leben und kann nicht speichern :D

Wo findet man das? "Real Life" ist da, wo der Pizzabote herkommt :D

Beste Grüße
DAC324

von DAC324 - am 24.04.2013 12:59
@DAC324

Da du einen sehr langen Beitrag geschrieben hast und dessen Kommentierung meinerseits auf alle Aussagen mit dem Smartphone sehr umständlich ist, in aller Kürze jetzt und hier:

Auch ich bin vollzeit berufstätig, bin von halb 7 bis halb 5 außer Haus, und am Wochenende entweder im Stadion Fussball gucken, Zeit mit meiner Freundin und Freunden verbringen, das ganze abends am Wochenende ebenfalls in Discos, Clubs, etc.

Du siehst also so furchtbar viel Zeit hab ich schon mal nicht zum zocken etc.

Aber num zum eigentlichen Thema:

Wo soll das Teilen des Internetanschlusses denn illegal sein bzw. gegen den Vertrag verstoßen?

1. Lassen wir uns wohl kaum mehrere Telefonleitungen ins Haus legen (meine Eltern, ich, Freundin etc..). Hier rede ich also von einem normalen Mehrfamilienhaus (bei Vermietung einer Einliegerwohung ist das wieder was anderes)

2. Was bei 1. schon nicht geht, wie soll das dann bitte in einer Studenten-WG funktionieren? Eine Wohnung hat nunmal nur einen Telefonanschluss.

3. Mal angenommen 1. und 2. wären wirklich illegal: warum gibts dann standartmäßig einen Wlan-ROUTER bei Vertragabschluss, über den mehrere Benutzer online gehen können?

4. Dann sind wohl die meisten stinknormalen Familien Deutschlands Verbrecher.

Zum Punkt mit TV und Radio ûber Internet:

- volle Zustimmung, dafür bleibt uns hoffentlich der klassische Rundfunk.

Zum Punkt "Spiele über Steam"

- es gibt heute tatsächlich viele Spiele nur noch über solche online-Plattformen. Ich hätte auch lieber DVDs. Mir brauchst du das nicht zu sagen.

Zum Punkt "zocken übers Internet"

- wie Spacelab schon sagte: Geschmacksache! Nicht jeder hat Lust auf einem 386er zu zocken. Wobei man dann auch sagen könnte: warum zocken am PC? Gibt ja Spielekonsolen.

Wie gesagt, beim Thema Radio und TV absolute Zustimmung. Aber alles andere, was mit Datenaustausch zu tun hat, dafür ist das Internet da. Unter Datenaustausch fällt für mich auch das Nutzen sozialer Netzwerke und mit anderen online gegeneinander zu zocken.

Im übrigen beträgt mein Reallife-Anteil an meinem Leben ca. 96-99%. Also keinerlei Anlass zur Sorge :)

von PEQsche - am 24.04.2013 13:24
Zitat
Nordlicht2
Nein ein Anheben der Preise fuer alle waere der falsche Weg gewesen. Nur die die wirklich so viel Datentraffic verursachen sollen zusaetzlich zahlen. Das hat die Telekom schon richtig gemacht. Fuer 300GB zahlt man dann eben 10 oder 20 Euro mehr als heute. Und wenn das Geld bei jemandem derart knapp ist muss er es bei etwas anderem einsparen. 10 oder 20 Euro fuer aussergewaohnlich hohen Datentraffic (im Vergleich zum Durchschnittskunden) zu zahlen geht in Ordnung.


20€ mehr? wäre für mich kein problem, es geht aber ums prinzip, ich bekomme Trotzdem keine höhere Geschwindigkeit weil mehr als die 14000-15000 hier einfach nicht möglich sind. Auch mit anderen Anbietern nicht.
Demnach zahlt man also für die gleiche Geschwindigkeit sogar NOCH mehr! Ok Traffic ist was anderes, aber mit einer 16000er leitung kann man nicht so viel Traffic verbrauchen als mit ner 100mbit Leitung

@CBS

Die gefahr, die ich sehe, und so wird es auch kommen, dass die Hinzu buchbaren Packete nach und nach Teurer werden, bekommt man 100GB für 20€ mehr also 175GB insgesamt, könnte sich der Preis für die Zusätzlichen 100GB auch deutlich erhöhen, wenn die T-com sieht....halt es wir noch immer zu viel gesurft oder wir brauchen noch mehr Geld. dann kostet der grundtarif 30€ für weitere 100GB zahlt man dann noch mal 30€ oder gar 40€.

So konnte man das bisher nicht machen, weil man preisgebunden bei einem Tarif ist/war.

Ich finde diese Entwicklung sehr gefährlich, da sich da sehr schnell Willkür einschleichen könnte.

Dann lieber gestaffelte Tarife anbieten, mit unterschiedlichen Volumen, wo man Traffic hinzu buchen kann.

von Rheinländer - am 24.04.2013 15:38
Ein Problem der Netzbetreiber wird ein bischen übersehen: Es gibt heute im Prinzip drei Arten von leitungsgebundenen Internet-Festnetz-Anschlüssen: Breitbandkabel ("Kabelfernsehen"), Glasfaser und Kupferdoppelader.
Im Kabel-TV ist von vorneherein keine "Netzneutralität" gegeben - der typische Kabel-TV-Kunde bekommt eine echte Video-Flatrate der diversen Analog-TV- und DVB-C-Angebote. Er wird die Standard-TV-Programme in der Regel auf diesem Weg konsumieren und damit keine Zusatzkosten im Backbone des Providers verursachen.
Wer hingegen im Telekom-Netz auf zattoo und co zugreift (und nicht auf Entertain), stößt damit einen dedizierten Transfer durchs ganze Netz an. Diese Punkt-zu-Punkt-Distribution kostet sicherlich deutlich mehr als die sowieso anliegenden Daten im BK-Netz.
Das, was bei KDG und Konsorten DVB-C/Analog-TV ist, wäre bei der Telekom Entertain. Dummerweise ist das Telekom-Netz bereits ein "All-IP"-Netz, anders als das KDG-Netz.
Während bei der KDG bestimmte Angebote (TV, Radio) von Natur aus "Vorfahrt" haben, geht das beim Telekom-Netz nur unter Verletzung der Netzneutralität.
Darf sie das nicht tun, ist das für die Telekom ein eklatanter Wettbewerbsnachteil. Sie müßte jedes Bit Entertain zum gleichen Preis verkaufen wie jedes Bit bbc.co.uk, obwohl ihr letzteres viel höhere Kosten verursacht.
Wenn es um selbst zur Verfügung gestellte Inhalte (Entertain) geht, habe ich durchaus Verständnis dafür, wenn diese irgendwie bevorzugt werden. Kein Verständnis hätte ich freilich dafür, wenn die Netzneutralität für externe Inhalte aufgegeben würde.

Etwas Verständnis habe ich durchaus auch für eine nutzungsintensitätsabhängige entgeltregelung. Warum muß ich in meinem Einpersonenhaushalt, in dem ich Internet ein paar Stunden pro Tag zum Surfen nutze, genauso viel zahlen, wie die WG von online-Spiele-begeisterten Dauernutzern?

Momentan ist das bei der Telekom gerade so, als müßte ich beim Tanken einen Fixbetrag pro Monat zahlen, der vom Hubraum (=maximale Datenrate) abhängt, aber nicht pro Liter Benzin (=übertragene Datenmenge). (bzw aus Anbietersicht: Die Tanke muß mir für einen Fixpreis, der von der Größe meines Autos abhängt, beliebig viel Sprit ausschenken).

Eines müßte auch klar sein: Die Aufgabe einer Firma wie der Telekom ist primär, Geld zu verdienen (Der Erfüllung dieser Aufgabe werden durch kartellrechtliche Maßnahmen derzeit (zum Glück) gewisse Grenzen gesetzt). Ihre Aufgabe ist es nicht, möglichst billig möglichst viele Daten zu übertragen. Das ist nur der Wunsch der Kunden. Und die gehen am besten zu dem Anbieter, der ihre Wünsche am besten erfüllt.
Ich würde aber garnicht darauf wetten, dass nun Konkurrenten der Telekom darauf setzen, mit "unbegrenzten" Zugängen Kunden zu fangen. Die wollen schließlich das gleiche wie die Telekom. Möglichst hohe Einnahmen, möglichst geringe Ausgaben. Das Geschäftsmodell könnte z.B. genauso gut so aussehen, dass man etwas größere Grenzen gewährt, oder die Datenrate etwas weniger drosselt - oder dass man keine Drosselung vorsieht, aber vom ersten Bit an die Datenrate für nicht-eigene Angebote begrenzt.... das steht dann vielleicht im Kleingedruckten...

von DH0GHU - am 24.04.2013 18:02
Zitat
DH0GHU
Eines müßte auch klar sein: Die Aufgabe einer Firma wie der Telekom ist primär, Geld zu verdienen (Der Erfüllung dieser Aufgabe werden durch kartellrechtliche Maßnahmen derzeit (zum Glück) gewisse Grenzen gesetzt). Ihre Aufgabe ist es nicht, möglichst billig möglichst viele Daten zu übertragen. Das ist nur der Wunsch der Kunden. Und die gehen am besten zu dem Anbieter, der ihre Wünsche am besten erfüllt.
Ich würde aber garnicht darauf wetten, dass nun Konkurrenten der Telekom darauf setzen, mit "unbegrenzten" Zugängen Kunden zu fangen. Die wollen schließlich das gleiche wie die Telekom. Möglichst hohe Einnahmen, möglichst geringe Ausgaben.

Ja! ... Eigentlich will ich mich zu diesem Thema ja nicht mehr äußern ... Aber auch hier gilt wie beim Wasser: Der Markt wird es schon richtigen. :bruell: Vielleicht wacht der eine auf, die Mehrheit wird schlicht, sofern einmal davon betroffen, sauer sein und sich selbst ihr eigenes Märchen zurbasteln. Oder einfach wie wohl in anderen Dingen ihre Lebenslüge weiterleben. Das ist ja auch ein Stück Kontinuität :rolleyes: . Im Sinne "Ihr sagt,es geht Euch schlecht
und die andren sind dran schuld".

Zitat
Spacelab
Von Herrn "Erdgeist" vom CCC Berlin wurde zu dem Thema neulich auf einer Konferenz eine für Laien recht komplizierte aber doch sehr aussagekräftige Rechnung aufgemacht. Er hat die bereits bekannten Kosten für ein DSL Netz mit Verwaltung, Kundenservice und dem ganzen Wasserkopf genommen (wo sie nicht bekannt waren hat er sehr großzügig geschätzt) und mal ausgerechnet wie viel ein einzelner Kunde an Daten abrufen darf bis der Provider keinen Gewinn mehr macht. Es waren knapp über 300GB! Das heißt also bei der Telekom bezahlt jeder für 300GB Daten im Monat. Verbraucht er weniger, und das dürften wohl die meisten sein, hat die Telekom Gewinn eingefahren.
.

Manchmal würde ich die Herren gerne ernst nehmen. Ich tue es eigentlich auch, häufig halte ich deren Beiträge für wertvoll. Aber das? Man versuche einfach mal bei einem Handwerksbetrieb für eine in Auftrag gegebene Leistung alles nach eigenem Gusto zu zerlegen zu wollen... Und dann stoßen wir den Chef mal auf Grund dieser Rechnung drauf, daß er etwa um das dreifache zu teuer ist. :joke: Selbstverständlich leiten wir daraus einen Anspruch ab es entweder für ein Drittel zu bekommen oder dafür das Dreifache. :joke:
=> Hier zerschlägt der ccc Porzellan der eigenen Glaubwürdigkeit. :-(

von Thomas (Metal) - am 24.04.2013 21:57
Zitat
BetacamSP
Ihr könnt doch die deutsche Telekom (profitorientierte AG) nicht mit der Krankenversicherung vergleichen...Also irgendwo hört es auf. Die deutsche Telekom ist doch keine Wohlfahrtsgesellschaft sondern will verständlicherweise ihren Gewinn maximieren, so wie jede andere private Firma in Deutschland auch.

Und die Drosselung bei anderen Anbietern kommt auch noch, sofern es sie nicht schon gibt. Bei 1&1 hab ich schon vor Jahren gehört und gelesen dass sie Poweruser kündigen, die beim Datenvolumen allzu sehr über die Stränge schlagen.

...dann doch mal wieder...
So ist das halt: Es wurde verändert und es ist solange gut wie es keinen selbst trifft. Solange nur der völlig überdimensionierte "Wasserkopf" enthauptet wird oder nur der faule Beamte, der jeden Tag natürlich nur im Kabelschacht zeltet damit man nicht sieht das er nix tut, zu seinen Lasten in den Ruhestand versetzt wird ist das gut :rolleyes: . Haben ja schließlich noch nie was gearbeitet :boese: ! Ja genau, dieses Land haben Männer von Blohm&Voss, sowie Krupp aufgebaut die von früh um 6 bis abends ums 6 6 Tage die Woche geschuftet haben. Der typische deutsche Michel tut das selbstverständlich noch immer. Vielleicht ist oder war der auch einfach noch nie in der Lage sich selbst im Spiegel zu sehen oder sich darin zu ertragen.
Ich meine ganz klar: Wenn man damals für Privatisierung war, muß man eben heute die Folgen ertragen. Was man aber auch den Privatisiereren von damals ausstellen könnte: Schlechte Arbeit. Warum mußte weder der Fernmeldedienst noch die Bahn ihr Netz abgeben? Vielleicht deshalb weil man in Bonn schlicht das Geld dringend brauchte und "die Telekom ihren Wert erst erhielt durch die Einzahlung der Akionäre beim Börsengang"? (aus: Die Telekom-Ballade).

Und: Nein, ich bin sicherlich auch kein Anhänger einer Drossel-Flat sondern eines Infrastrukturauftrages. Aber die aktuelle, vermutlich gesteuerte, niemals Ursachen betrachtende (Privatwirtschaft!) Diskussion allerorten ist vermutlich keines weiteren Kommentares wert.

Wer vielleicht dann doch noch weiterlesen will: http://www.t-blog.de/hintergrunde/die-telekom-ballade

von Thomas (Metal) - am 27.04.2013 12:49
Zitat

Ihr könnt doch die deutsche Telekom (profitorientierte AG) nicht mit der Krankenversicherung vergleichen...Also irgendwo hört es auf. Die deutsche Telekom ist doch keine Wohlfahrtsgesellschaft sondern will verständlicherweise ihren Gewinn maximieren, so wie jede andere private Firma in Deutschland auch.

Das stimmt zweifelsfrei. Aber irgendwo ist ja auch mal ne Schmerzgrenze überschritten.

Zitat

Und die Drosselung bei anderen Anbietern kommt auch noch, sofern es sie nicht schon gibt.

Wenn man über das Telekom DSL Netz geschickt wird hat jeder Anbieter eine Klausel in den AGBs das er einen drosseln darf. Meistens als "Fair Use" getarnt damit nur nicht jeder gleich etwas damit anfangen kann. :rolleyes: Bei Vadafone waren es damals 100GB. Allerdings wurde man dann auf 1MB/s gedrosselt und das mit den 100GB nahm man auch nicht allzu genau. Ich hatte damals an meinem zweit Wohnsitz schon öfters mal 150GB auf der Uhr und ich hatte trotzdem noch die vollen 6MB/s. Mittlerweile gibt es dort aber das Vodafone eigene DSL Netz mit 16MB/s (ich glaub 32MB/s wären mit aufpreis möglich) und dann entfällt die Drosselung.

Zitat

Bei 1&1 hab ich schon vor Jahren gehört und gelesen dass sie Poweruser kündigen, die beim Datenvolumen allzu sehr über die Stränge schlagen.

Das ist aber schon seeehr lange her. Mittlerweile bietet man bei 1&1 selbst Tarife für Poweruser an. (5€ Aufpreis) Ich selbst habe monatlich so um die 300-350GB Traffic. Arcor hatte übrigens damals mit der "wir feuern jeden unbequemen Kunden" Masche angefangen. Freenet folgte.

von Spacelab - am 27.04.2013 13:01
Und trotz alle dem hat sie noch so viele Kunden. Was mich immer etwas verwundert. Ist vielleicht wie mit den Benzinpreisen, wo viele meckern und trotzdem an der Markentankstelle tanken, weil die Quailtaet dort vermeintlich besser ist.

Wenn alle gleich behandelt werden und Telekom eigene Dienste nicht bevorzugt werden, ist das genauso Netzneutral wie beim Mobilfunk auch.
Der Aufschrei der Massen ist doch eher weil man mit einer gedrosselten Leitung etwas weggenommen bekommt, was man zwar heute gar nicht nutzt aber vielleicht doch irgendwann mal nutzen koennte, sobald der Internet taugliche TV angeschafft wurde. Dann braucht man den Kabelanschluss nicht mehr und spart schon mal ganz gut. Also schreit man erstmal so laut es geht und die Masse bleibt dann nach einer Drosselung aber doch bei der Telekom. Ist in der Vergangenheit jedenfalls immer so abgelaufen. Noch dazu werden andere dann eben wohl auch die Drosselung einfuehren um unliebsame Kunden mit zu viel Datenverkehr nicht mehr einzeln kuendigen zu muessen. Nun auf die Telekom zu zeigen und sagen, genau die Telekom darf nicht was andere duerfen, warum? Weil sie immernoch der Anbieter mit den meissten Kunden ist? Genau das soll sie ja gar nicht sein wenn es nach den Mitbewerbern ginge. Die wollen die Marktanteile fuer sich haben. Also wird erstmal ein Shitstorm unterstuetzt, man laesst die Drosselung bei der Telekom kommen und drosselt selber einige Zeit spaeter. Die einzigen die wirklich keine Drosselung wollen sind die Contentanbieter, deren Geschaeftsmodell derzeit auf dem kostenlosen Transport ihrer Ware zum Kunden beruht. Man stelle sich mal vor ein Onlineversand bezahlt nur den Transport zum naechsten DHL Zentrum aber nicht den Weitertransport in die Stadt wo der Kunde wohnt und schon gar nicht den Fahrer der die Ware zum Kunden bringt. Das laest man den Kunden bezahlen. Oh, laeuft es da sogar genau so ab?

von Nordlicht2 - am 28.04.2013 10:30
Du solltest dich vielleicht mal bei der Telekom als Pressesprecher bewerben. Du scheinst überzeugter von dem Laden zu sein als der eigene Hansel dessen DLF Interview schon als Runninggag durch die Foren geistert. :D

Zitat

Und trotz alle dem hat sie noch so viele Kunden. Was mich immer etwas verwundert. Ist vielleicht wie mit den Benzinpreisen, wo viele meckern und trotzdem an der Markentankstelle tanken, weil die Quailtaet dort vermeintlich besser ist.

Das Wort "vermeintlich" ist hier genau richtig. Denn ein Verwandter wurde von der Telekom bei der Netzstörung neulich genauso im Regen stehen gelassen wie bei einem anderen Anbieter auch. Und dabei hat er immer gesagt "Ich bleibe bei der Telekom. Wenn da mal was ist sind die Fixer wie die anderen." Man hat es gesehen... :rolleyes:

Bei zwei meiner Nachbarn ist es die "Wechselangst". Der eine hängt sich an den Horrorstorys aus dem Internet auf in denen von wochenlangem Telefon und Internetausfall berichtet wird weil der Anbieterwechsel nicht geklappt hat und der zweite hat Angst um seine schöne Telefonnummer denn man liest ja so viel das diese flöten gehen kann. :rolleyes: Also gurken die lieber mit ner 3.000er Leitung herum und die anderen Anbieter bieten für weniger Geld ne 16.000er.

Der Aufschrei ist momentan so groß weil sogar Opa Heinrich begriffen hat das da was nicht stimmen kann wenn der teuerste Laden am Platz die größte Drossel einführen will.

Der Aufschrei und der Shitstorm sind noch nicht laut und groß genug. Es sollen alle Anbieter merken das es so nicht geht. Damit genau das von dir beschriebene Szenario nicht eintritt und einer auf den anderen zeigen kann und sagt "Na der macht es doch genauso!".

Zitat

Man stelle sich mal vor ein Onlineversand bezahlt nur den Transport zum naechsten DHL Zentrum aber nicht den Weitertransport in die Stadt wo der Kunde wohnt und schon gar nicht den Fahrer der die Ware zum Kunden bringt. Das laest man den Kunden bezahlen.

:confused: Das ist ja total falsch. Im Falle eines Internetproviders ist es nämlich so das der Kunde sich einen Kurier kommen lässt, dem die Adresse des Onlineversands gibt und der Kurier dort hin fährt, die Ware abholt und zu Kunden bringt.

von Spacelab - am 28.04.2013 11:02
Hier bei uns, in Halle, also in den ärmeren Regionen Deutschlands, bei denen die Komunen keinen Cent für schnelles Internet dazu geben wollen, wird sich weiter gar nichts am schnelleren Internetausbau verbessern. Wer jetzt hier DSL mit mindestens 2MBit Downstream hat, gilt als vollversorgt, da wird gar nichts mehr ausgebaut, außer in ein paar Jahren zwangsweise auf Anex J umgestellt, wenn der gewöhnliche Telefonanschluss wegfällt.
VDSL in Halle/Saale ist purer Luxus, gibts hier nur, wer direkt neben den wenigen Vermittlungsstellen wohnt, da tut sich nichts, alle Investitionen der Telekom für VDSL sind für uns hier aus gesehen, so weit weg wie London. Da wo die Telekom nicht weiter ausbaut, macht auch kaum ein anderer Anbieter Konkurrenz. Wer keinen KNB-Anschluss in Halle hat, kann auch kaum schnelleres DSL bekommen als die Telekom selbst anbietet, auch nicht bei den Resellern.
Da will man uns einreden der UMTS/LTE Kram wirds dann richten, hahaha. UMTS ist zu Spitzenzeiten überlastet, LTE kaum versorgt, alles nur leere Werbeversprechungen.

Mein derzeitiger, etwas unstabiler, 2-6M RAM-Anschluss ist das Ende der Fahnenstange, wenn ich nicht umziehe werde ich nie was Anderes bekommen können, dabei habe ich echt noch Glück hier, andere haben gar nichts.
Dafür, dass hier ein ganzer, großer Stadtteil, Halle-Neustadt, von der Telekom her quasi nahezu unversorgt ist, mutet sich die 75GByte-Diskussion fast lächerlich an.
Entweder der KNB kann dort Internet anbieten, oder man hat quasi nur die noch stärker limitierten, auch meist überlasteten Funklösungen.
Für Internet in D gibts weiterhin eine Zweiklassengesellschaft, aller Faselei, der Telekommunikationsanbieter und Werbeversprechen zum Trotz.
In den Großstädten Westdeutschlands in und um Berlin, kann man sich die VDSL-Anbieter aussuchen, hier muss man froh sein, überhaupt am WWW teilhaben zu können.
Meistens kommt man an der Telekom hier nicht vorbei, die TAL-Abieter werden sicher auch noch ein Limit einführen.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 03.05.2013 07:20
@pfennigfuchser: Das kann man leider schwer berechnen. Denn die Pingzeit erhöht sich bei einer solchen Drosselung immens. So ist es mir schon häufig passiert das rein rechnerisch ein Livestream trotz Drosselung hätte eigentlich noch perfekt laufen müssen. Aber durch den extrem langen Ping kam die Neuanfrage nach einem als defekt empfangenen Datenpaket so spät beim Empfänger an das der Pufferspeicher leer lief und es Aussetzer gab. Bei einer Internetseite kommt es darauf an aus wie vielen einzelnen Elementen sie besteht. Bei der 32kb/s Drosselung habe ich trotz vollanschlag HSDPA Empfang üblicherweise Pingzeiten von über 2 Sekunden. Das reicht bestenfalls noch für WhatsApp, ChatOn und wie sie alle heißen. Aber mehr geht da nicht mehr.

Zitat
Ihre Majestät
Mit 64 kbit/s sind noch Radiostreams bis ca. 48 kbit ruckelfrei hörbar, bei 32 kbit wäre Radiohören per Smartphone de facto funktionell kaputt.

Genau das ist die Absicht dahinter. Man möchte dadurch jegliches Livestreaming verhindern. Denn diese verstopfen das Mobilfunknetz. Bevor man weiter ausbaut drosselt man dann halt lieber bis zum erbrechen. Und solange die Kunden das mitmachen geht der Plan ja auch auf.

Ich verstehe das hin und her irgendwie nicht so ganz. Vor ein paar Jahren versuchten uns die Mobilfunker noch Webradio und Mobile TV als das einzige Allheilmittel zu verkaufen. Ich kann mich noch gut an die Werbebroschüren von Vodafone und an die Werbemails von o2 erinnern in denen mir die vielfältigen Webradioangebote und bei o2 sogar "Alice TV Mobile" angepriesen wurde. Und jetzt machen die Mobilfunkprovider so als sei Livestreaming von Satan persönlich entwickelt worden.

Übrigens hab ich eben mit einem Arbeitskollegen über das Thema 32kb/s Drosselung gesprochen und der meinte dass das bei seiner "ja! mobil" Karte (T-Mobile Netz) schon seit längerem so ist.

von Spacelab - am 10.05.2013 09:14
Zitat
fatal error
Ich sage ja immer: Wir brauchen ein Gesetz zur Netzneutralität, sonst wird das Internet von den Providern nach und nach kaputt gemacht.


Zustimmung.
Ansonsten machen die Mobilfunkprovider das, was ihre Besitzer von ihnen erwarten: Mit solchen Spielchen möglichst viel Geld rausholen.

Verständlich ist das: Das UMTS-Netz hat weit über 34 Mrd. € Investitionen erfordert (das ist allein der Anteil der Lizenzkosten für die 4 "überlebenden" Bieter) - die müssen irgendwie zurück kommen.
Diese über 600 € pro Einwohner plus Zinsen müssen in der Lizenzierungsperiode irgendwie wieder rein kommen (+ Kosten für Aufbau und Betrieb der Netze, den Firmenwasserkopf und für die 10% Umsatzrendite, die man so erwartet als Eigner...). 2004 ging das erste UMTS-Netz in Betrieb, 2020 laufen die Lizenzen aus - macht also pro Einwohner schon mal rund 40 € p.a. reine Lizenzkosten. Und davon nutzt nicht jeder UMTS. Da sind auch Zinseffekte nicht mit drin. Wir kommen also in der Praxis schon recht nah an 10 € reine Lizenzkosten pro Monat und UMTS-Nutzer. Wen wundert es, dass da nicht viel Geld über bleibt, um die Netze so auszubauen, dass sie mehrere GB/Nutzer und Monat aushalten?

Außerdem: Was passiert wohl, wenn die Datenvolumen im Mobilfunk massiv ausgeweitet werden?
Richtig: Es werden weniger Festnetzanschlüsse verkauft, weil dann nur noch Poweruser DSL brauchen...

Ihr seht: Es ist unternehmenspolitische Vernunft, dass sich die TK-Konzerne so verhalten, wie sie es tun. Solange die Kunden das Spiel bereitwillig mitspielen und der Gesetzgeber nicht einschreitet (so wie bei Roaminggebühren!), gibt es für sie keinen Grund, etwas zu ändern.


Übrigens: Es gibt Tagesflatrates. Die kosten bei Eplus/Medion ("Alditalk") ca. 2 € / Tag, bringen immerhin 1 GB Daten am Tag - bevor man also wegen einzelner großer Downloads sein Inklusivvolumen verbrät: besser gelegentlich sowas nutzen.

Die Drosselcom ist in dem Punkt jedenfalls nicht besser oder schlimmer als die ganzen anderen Firmen, die ja alle nur unser Bestes wollen: Unser Geld.
Und ja: Bekanntlich ist gerade die Zeit der KRÖTENWANDERUNG.

von DH0GHU - am 10.05.2013 12:56
Anstelle beim Mobilfunk ab Überschreitung eines vertraglich festgelegten Datenvolumens zu drosseln, sollte die Telekom endlich das Netz intelligenter machen.

Unabhängig von der Netzneutralität-Debatte, sollte man sich mal überlegen, die Datenpakete besser zu priorisieren und dort einzelne Pakete zu drosseln.

Das mobile Internet innerhalb einer Funkzelle bricht doch nicht zusammen, weil alle Smartphone- und UMTS-Stick-Besitzer gleichzeitig große Dateien saugen oder Videos herunterladen. Es sind wenige Nutzer innerhalb einer Funkzelle, die eine hohe Bandbreite benötigen, z.B. Streaming. Der Großteil wird surfen, Mails (inkl. Anhänge) versenden oder empfangen oder WhatsApp, Facebook etc. nutzen.

Wäre das Netz intelligent genug, würde es dem Nutzer, welcher plötzlich 200 MB vom Appstore runterlädt einfach die Geschwindigkeit soweit drosseln, dass zeitgleich alle anderen Anfragen von anderen Endgeräten in ausreichender Geschwindigkeit bedient werden könnten.

Ich habe bei Vodafone 1 GB, welches ich recht schnell verbrauche. In den ersten 10 Tagen habe ich kurzzeitig ein paar Spitzen, in denen ich meinen Teil zu beitrage, dass die Netzzelle in der ich mich aufhalte mit meinen Daten mehr oder weniger ausgelastet ist. Dabei würde es mir nichts ausmachen, wenn die Daten mit 300 kbps empfangen werden, nein, ich kriege sie mit 14400 kbps.

Mein Nutzungsverhalten ändert sich nicht. Aber bei 300 kbps würden eben mehr Zeitslots innerhalb der Frequenzen für andere Kunden übrig bleiben.

Es geht doch hier (bei Mobilfunk) nicht um Traffic sondern um Bandbreite. Und da vertrete ich eben die Meinung, dass man lieber ständig alles auf ein gesundes Maß drosselt, statt einem Kunden nach Überschreitung des Limits gleich ganz die Verbindung zu kappen (mit 32 kbps ist kein Internet nutzbar).

Beim Festnetz ist es genau anders. Da erwarte ich von einer Telko, dass wenn sie mich mit 50 MBit VDSL anbindet, dass die Leitungen dahinter groß genug bemessen sind. Der Preis ist irrelevant, weil eben der Traffic für den Provider spotbillig ist. Klar, wenn ein Provider einen konkurenzfähigen Kampfpreis auf Discountniveau macht und sich das nicht rechnet, dann braucht er auch nicht rumzupiensen. Aber die Deutsche Telekom ist eigentlich eher für hochpreisige Tarife bekannt. Bei 40-60 Euro Umsatz pro Kunde ist wohl auch bei großen Datenvolumen (300 GB aufwärts) der Trafficpreis verschwindend gering. Und Leitungen muss die Telekom ja auch nicht anmieten.

von pfaffengrunder - am 11.05.2013 22:50
Zitat
pfaffengrunder
Anstelle beim Mobilfunk ab Überschreitung eines vertraglich festgelegten Datenvolumens zu drosseln, sollte die Telekom endlich das Netz intelligenter machen.

Wie z. B. bei FR üblich einfach ein DE-Bit setzen und dann bei Bedarf verwerfen.

Zitat
pfaffengrunder
Unabhängig von der Netzneutralität-Debatte, sollte man sich mal überlegen, die Datenpakete besser zu priorisieren und dort einzelne Pakete zu drosseln.

Und damit wäre eben ein Netz nicht mehr neutral.

Zitat
pfaffengrunder
Wäre das Netz intelligent genug, würde es dem Nutzer, welcher plötzlich 200 MB vom Appstore runterlädt einfach die Geschwindigkeit soweit drosseln, dass zeitgleich alle anderen Anfragen von anderen Endgeräten in ausreichender Geschwindigkeit bedient werden könnten.

Das wäre wiederum QoS. Das setzt man allerdings nur auf Access-Links ein. Im Backbone arbeitet man üblicherweise mit "genügend Bandbreite".

Zitat
pfaffengrunder
Beim Festnetz ist es genau anders. Da erwarte ich von einer Telko, dass wenn sie mich mit 50 MBit VDSL anbindet, dass die Leitungen dahinter groß genug bemessen sind.

Gedankenfehler! Das würde andererseits bedeuten, daß man als Teilnehmer auch für den Backbone aufkommen müßte der in Größe der Access-Rate immer zur Verfügung steht. Ich möchte das nicht zahlen ;-) .

Zitat
pfaffengrunder
Der Preis ist irrelevant, weil eben der Traffic für den Provider spotbillig ist.

Erzähle genau das mal auf die Produktion von Autos bezogen bei VW wenn du deine nächste Chaise kaufst.

Zitat
pfaffengrunder
Und Leitungen muss die Telekom ja auch nicht anmieten.

Wenn dem so wäre, also das Unternehmen keine Kosten mit seinen Leitung hat :rolleyes: , sollte man in dessen Aktien investieren. Es ist nicht nur die vergrabene Leitungsphysik!

von Thomas (Metal) - am 11.05.2013 23:17
Zitat
elchris
Die Logik, dass ich mich für meinen Traffic beim Netzbetreiber entschuldigen müsse habe ich nicht verstanden.

Genau das ist aber die Absicht der Provider. Der Kunde soll jedesmal wenn er Traffic verursacht ein schlechtes gewissen haben. Er soll sich zweimal überlegen ob er jetzt noch diese Webseite aufruft oder noch dieses Video schaut oder lieber gleich den Browser wieder schließt.

Zitat
Radiomonster
Kann und soll jeder mit seinem Traffic machen was er will, nur wenn der Speedtest "nur" 5 MBit Anzeigt wird gleich rumgejammert wie schlecht das Netz sei.

Auch das ist das Recht des Kunden der jeden Monat viel Geld für seinen Internetzugang bezahlt. Vor allem wenn es ein mobiler Internetzugang ist. Ich bezahle bei o2 (laut deren eigener Werbung) für 21,7MBit/s. Also ich kann mich nicht entsinnen das ich diese Geschwindigkeit auch nur ein einziges mal erreicht hätte. Weder mit dem Smartphone noch mit dem USB Stick. Mein Rekord waren 19,2MBit/s um 3:15 Uhr am Saarbrücker Hauptbahnhof. Ansonsten freue ich mich schon wie ein kleines Kind wenn ich an der 4MBit/s Grenze kratze. Vodafone schlägt sich hier im Saarland mit 6MBit/s im Tagesdurchschnitt etwas besser wie o2. Aber auch das ist noch Meilenweit von dem entfernt was ich bezahle. Das ist wie ein Auto das mir vom Hersteller mit einem Topspeed von 200km/h verkauft wurde und in Wirklichkeit bringt die Möhre noch nicht mal 80km/h.

Wie schon einige hier richtig bemerkt haben müsste sich der Kunde wehren. Viele Kunden unterschätzen ihre Marktmacht total. Andererseits, um jetzt mal bei den Mobilfunkern zu bleiben, tauscht man oftmals nur die Pest gegen die Cholera aus. o2 ist zwar im Durchschnitt langsamer, läuft aber stabiler. Vodafone ist zwar in den Nebenzeiten oftmals erheblich schneller, aber in den Hauptzeiten geht der Flaschenhals dort derart weit zu das oftmals gar nichts mehr geht. Wie DH0GHU auch schon angemerkt hatte müsste mal ein Provider kommen und die ganze Szene ordentlich aufmischen. So, das die anderen reagieren müssen um nicht zum Gespött der ganzen Welt zu werden.

von Spacelab - am 12.05.2013 12:32
Zitat
Spacelab
Wie schon einige hier richtig bemerkt haben müsste sich der Kunde wehren. Viele Kunden unterschätzen ihre Marktmacht total.


Das kann ich aus Erfahrung nur unterschreiben. Bei mir ging es um den stationären Internet-Anschluss, der bislang vertraglich an den Kabelanschluss von Kabel BW gekoppelt war. ADSL ist hier keine gute Alternative - wegen der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle gehen maximal 6 Mbit/s Download. Der Kabelanschluss kostete hier neben der regulären monatlichen Gebühr von 16,95 € noch 1,53€ an Miete für die "Hausverkabelung" (NE4), bestehend aus ein paar Metern Koaxkabel uind einer Anschlussdose. Der Kabelanschluss ist für mich überflüssig, seitdem alle benötigten Programme inklusive denen aus F und SUI per DVB-S oder DVB-T hereinkommen. Zudem kommt übers Kabel aus den bekannten Gründen nur ein Teil der öffentlich-rechtlichen HD-Sender.

Mehrere Versuche in den vergangenen Jahren, von der NE-Miete oder gleich vom ganzen Kabelanschluss loszukommen, ohne den Internetanschluss zu verlieren, waren fruchtlos. Dabei wird für Neukunden bereits seit längerer Zeit ein Internet/Telefon-Tarif angeboten, ohne einen Kabelanschluss mit bezahlen zu müssen. Und der Internet-Anschluss ist gut: Die versprochenen Down- und Upload-Geschwindigkeiten werden bis auf ganz seltene Ausnahmen praktisch immer erreicht, eine Drosselung gibt es nicht, und in den letzten vier Jahren gab es nur zwei Störungen. Die Infrastruktur ist ein Glasfasernetz, lediglich die letzten paar Hundert Meter vom nächsten Verteilerkasten bis zum Hausanschluss bestehen aus Koaxkabel.

Nach den letzten fruchtlosen Telefonaten habe ich im Dezember den gesamten Vertrag über Kabelanschluss, Internet und Telefon gekündigt und fürs Telefon einen Portierungsauftrag zur Telekom (Kurzzeittarif) erteilt. Die Rufnummer ist nämlich bei einer Kündigung auch zunächst mal weg, eine besonders "nette" Hürde für angehende Wechsler. Und dann habe ich einfach abgewartet... Einen Monat später kam ein Anruf von Kabel BW, bei dem ich nach den Gründen für meine Kündigung gefragt wurde. Und ein passables Angebot eines "Rückholteams" war auch dabei - plötzlich wäre auch die Rufnummer nicht verloren gegangen. Schlussendlich bin ich so bei Kabel BW geblieben. Der Internet-Anschluss war in der Übergangsphase immer da, das Telefon war über gut eine Woche tot, und ich habe deshalb einige Anrufe bei Telekom und Kabel BW machen müssen. Aber die Kosten sind nun bei für mich gleicher Leistung dauerhaft um gut 18 € pro Monat reduziert.

Auch die Telekom wollte dann natürlich wissen, wieso ich wieder von ihnen weg gegangen bin. Da konnte ich sie nur bitten, ihr Glasfasernetz hier in Lörrach doch bis in mein Wohngebiet auszubauen, dann überlege ich es mir wieder...

Also, Anrufe bei der Provider-Hotline, Emails oder Forenbeiträge ändern nach meiner Erfahrung rein gar nichts. Man muss als Kunde selbst aktiv werden, je nachdem mit einer Kündigung, auch wenn das zuerst mal lästig und unbequem ist. Gerade bei den ADSL-Anschlüssen gibt es doch einen hart umkämpften Markt, man muss nur den für die eigenen Bedürfnisse besten Kompromiss zwischen Kosten und Leistung sowie zwischen Pest und Cholera finden.;) Wen also die kommende Datendrossel bei der Telekom stört, der kündigt am besten und sucht sich ein besseres Angebot.

73 de Uli

von ulionken - am 12.05.2013 14:22
Zitat
ulionken
Zitat
Spacelab
Wie schon einige hier richtig bemerkt haben müsste sich der Kunde wehren. Viele Kunden unterschätzen ihre Marktmacht total.


Das kann ich aus Erfahrung nur unterschreiben. Bei mir ging es um den stationären Internet-Anschluss, der bislang vertraglich an den Kabelanschluss von Kabel BW gekoppelt war. ADSL ist hier keine gute Alternative - wegen der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle gehen maximal 6 Mbit/s Download. Der Kabelanschluss kostete hier neben der regulären monatlichen Gebühr von 16,95 € noch 1,53€ an Miete für die "Hausverkabelung" (NE4), bestehend aus ein paar Metern Koaxkabel uind einer Anschlussdose. Der Kabelanschluss ist für mich überflüssig, seitdem alle benötigten Programme inklusive denen aus F und SUI per DVB-S oder DVB-T hereinkommen. Zudem kommt übers Kabel aus den bekannten Gründen nur ein Teil der öffentlich-rechtlichen HD-Sender.

Mehrere Versuche in den vergangenen Jahren, von der NE-Miete oder gleich vom ganzen Kabelanschluss loszukommen, ohne den Internetanschluss zu verlieren, waren fruchtlos. Dabei wird für Neukunden bereits seit längerer Zeit ein Internet/Telefon-Tarif angeboten, ohne einen Kabelanschluss mit bezahlen zu müssen. Und der Internet-Anschluss ist gut: Die versprochenen Down- und Upload-Geschwindigkeiten werden bis auf ganz seltene Ausnahmen praktisch immer erreicht, eine Drosselung gibt es nicht, und in den letzten vier Jahren gab es nur zwei Störungen. Die Infrastruktur ist ein Glasfasernetz, lediglich die letzten paar Hundert Meter vom nächsten Verteilerkasten bis zum Hausanschluss bestehen aus Koaxkabel.

Nach den letzten fruchtlosen Telefonaten habe ich im Dezember den gesamten Vertrag über Kabelanschluss, Internet und Telefon gekündigt und fürs Telefon einen Portierungsauftrag zur Telekom (Kurzzeittarif) erteilt. Die Rufnummer ist nämlich bei einer Kündigung auch zunächst mal weg, eine besonders "nette" Hürde für angehende Wechsler. Und dann habe ich einfach abgewartet... Einen Monat später kam ein Anruf von Kabel BW, bei dem ich nach den Gründen für meine Kündigung gefragt wurde. Und ein passables Angebot eines "Rückholteams" war auch dabei - plötzlich wäre auch die Rufnummer nicht verloren gegangen. Schlussendlich bin ich so bei Kabel BW geblieben. Der Internet-Anschluss war in der Übergangsphase immer da, das Telefon war über gut eine Woche tot, und ich habe deshalb einige Anrufe bei Telekom und Kabel BW machen müssen. Aber die Kosten sind nun bei für mich gleicher Leistung dauerhaft um gut 18 € pro Monat reduziert.

Auch die Telekom wollte dann natürlich wissen, wieso ich wieder von ihnen weg gegangen bin. Da konnte ich sie nur bitten, ihr Glasfasernetz hier in Lörrach doch bis in mein Wohngebiet auszubauen, dann überlege ich es mir wieder...

Also, Anrufe bei der Provider-Hotline, Emails oder Forenbeiträge ändern nach meiner Erfahrung rein gar nichts. Man muss als Kunde selbst aktiv werden, je nachdem mit einer Kündigung, auch wenn das zuerst mal lästig und unbequem ist. Gerade bei den ADSL-Anschlüssen gibt es doch einen hart umkämpften Markt, man muss nur den für die eigenen Bedürfnisse besten Kompromiss zwischen Kosten und Leistung sowie zwischen Pest und Cholera finden.;) Wen also die kommende Datendrossel bei der Telekom stört, der kündigt am besten und sucht sich ein besseres Angebot.

73 de Uli


Ich habe über 1 jahr zeit zu warten was in der hinsicht noch kommt, und reagiere dann ggf mit ner kündigung, bei der drosselcom!! Tel flat brauche ich nicht, nur ne internet flat mit 16000, schneller gibts noch eh net

von Rheinländer - am 18.05.2013 17:55
Die Diskussion hat 'was von Stockholm-Syndrom :-)

Wie ich ja schon schrieb - die Handlungsweise der DTAG ist irgendwo aus Konzern- und Eigentümersicht verständlich.
IM RPINZIP wäre ja auch gegen diversifiziertere Abrechnungsmodelle nichts einzuwenden (ich nutze z.B. am Zweitwohnsitz noch einen DSL-Anschluß, der gemessen an der Nutzungshäufigkeit und Intensität viel zu teuer ist. Ein günstiger Volumenanschluß hätte dort 'was...).

Die teilweise zelebrierte Selbstkasteiung der Kundschaft finde ich aber schon etwas sonderbar.

Morgen möchtet ihr vielleicht doch ein nicht über euren Standard-TV-Zugang erhältliches Programm per Stream anschauen.
Oder zwei entfernte Rechner übers Netz synchronisieren.
Oder ein Backup im Netz (lest euch mal in der aktuellen CT den Artikel über Backupstrategien durch. Backups in der Cloud sind bei entsprechender Sicherung gegen Zugriffe Dritter eigentlich der Königsweg).
Diese technischen Möglichkeiten werden durch die Telekom frühzeitig ausgebremst, und schlimmer noch, durch managed services wird von der DTAG vorgegeben, welche Dienstleister dazu überhaupt genutzt werden können.
DAS geht mir entschieden zu weit, auch wenn ich derzeit diese Möglichkeiten garnicht so intensiv nutze, dass ich mein Freivolumen sprenge.
Ich weiß aber, daß mein Datenvolumen in den letzten Jahren quasi "von allein" stark gestiegen ist - das wirds auch in Zukunft tun. 75 GB in ein paar Jahren? Das ist nichts.

Ich möchte nicht bei einem größeren Download oder Backup am Monatsanfang schon darüber nachdenken müssen, ob das dringend erforderliche Software-Update am Monatsende noch vertretbar schnell heruntergeladen werden kann oder Skype noch vernünftig funktioniert. Das sind alles Dinge, die dürfen nicht sein! Das ist NICHT mehr Flatrate, das ist nicht mehr unbesorgtes Surfen.

Ich kann die DTAG-Haltung nachvollziehbar finden. Ich kann auch ihr Kunde bleiben und mehr zahlen, wenn dann die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Ansprechbarkeit im Servicefall etc. paßt. Aber es gut heißen? Da müßte ich ja bekloppt sein - oder eben unterm Stockholm-Syndrom leiden.
Und nur weil ich jetzt grad kein Problem mit 75 GB habe - die Welt besteht nicht nur aus mir.

von DH0GHU - am 15.06.2013 10:07
Zitat
DH0GHU
Backups in der Cloud sind bei entsprechender Sicherung gegen Zugriffe Dritter eigentlich der Königsweg).


Da muss man sich als Nutzer die Geschäftsbedingungen der Cloud-Anbieter aber wirklich genau durchlesen. Manche eigenen sich nicht als sichere Backup-Methode, weil diese nicht garantieren dass es zu keinen Datenverlusten kommen kann. Bedeutet wohl dass diese selber keine Datensicherung fahren u. die Daten der Kunden bei größeren Defekten verloren sind.


Zitat
Martyn136
Aber im Bereich der 11" bis 19" Laptopdisplays und Monitore haben >90% der Geräte ein 1366x768 Pixel Display.


Im Computerbereich ist die Sache für mich nachvollziehbar, denn die Auflösung 1366 * 768 ist die Breitbildvariante 16:9 (WXGA) von der ursprünglichen XGA-Norm (1024 * 768) im 4:3 Format.
Es existiert allerdings keine Videonorm für diese beiden Displayauflösungen.
Theoretisch wäre es möglich Displays mit der Auflösung 1280 * 720 zu bauen, aber es gibt eben versch. Normen in der Video- u. Computertechnik, obwohl diese Sparten mittlerweile doch ein wenig miteinander verschmolzen sind.

Zitat
Martyn136
Aber weis nicht warum die 1366x768 Pixel Displays statt 1280x720 Pixel Displays verbauen.


Nun ja, im TV-Bereich haben mittlerweile nahezu alle Geräte die 1920 * 1080er Auflösung, mit Ausnahme einiger Geräte mit kleinerer Bildschirmdiagonale als 27 Zoll.


Zitat
Exidor
720 ist ein deutscher Sonderweg von ARD und ZDF, der sich weltweit nicht durchgesetzt hat, er muss auf normalen Monitoren und Fernsehern auch extrapoliert werden.


Nein, die 720er Bildauflösung ist kein deutscher Sonderweg. Viele TV-Sender in den USA senden in dieser Auflösung, daneben noch, meines Wissens, werden HDTV-Programme in der Schweiz und in Norwegen in 720p gesendet.

von Winnie2 - am 17.06.2013 09:02
Zitat
Aquarium
Zitat
Rheinländer
Mit meiner 16000er Leitung wo eh nur um die 13000 an kommen, kann ich nichts in full HD ansehen, dass lässt die Geschwindigkeit einfach nicht zu! Ich bezweifle daher auch stark das man mit einer 16000er Leitung überhaupt HD Filme oder streams einwandfrei wiedergeben kann.

Mir ist das auch völlig egal, mir reicht eine geringe auflösung, hauptsache ich kann es mir einwandfrei ansehen, der rest interessiert mich nicht, HD brauche ich daher nicht zwingend


Wenn man keine Ahnung hat..
Bei mir kommen von den 16000 knapp 11000 an und ich kann Videos und Dienste - jeglicher Art - in HD genießen. Wenn man nebenbei natürlich sämtliche Clients laufen hat ist es klar, wenn der Stream hakt.

Meine Leitung habe ich, ausgenommen von dem 4k Video, noch nie soweit gebracht das nichts mehr ging..

Wohlgemerkt: Entertain läuft schon ab einer Internetgeschwindigkeit von ~10Mbit!


Das ist doch quatsch was du da schreibst, ich habe alle webcams und auch alles was ich sonst noch daten ziehen würde abgestellt!! Und es funktioniert nicht!

Wenn ich auf HD stelle bei youtube das mit 1040 oder was das ist springt das automatisch zurück, auf 480. Weil einfach zu wenig geschwindigkeit vorhanden ist! ich bin hier ja net allein onöline.

Mich regt es mittlerweile nicht mehr auf, da ich ohne HD super klar komme,. man braucht net immer das beste zu haben für ein 5 minuten video

von Rheinländer - am 18.07.2013 16:03
Zitat
Aquarium
Zitat
Rheinländer

Das ist doch quatsch was du da schreibst, ich habe alle webcams und auch alles was ich sonst noch daten ziehen würde abgestellt!! Und es funktioniert nicht!

Wenn ich auf HD stelle bei youtube das mit 1040 oder was das ist springt das automatisch zurück, auf 480. Weil einfach zu wenig geschwindigkeit vorhanden ist! ich bin hier ja net allein onöline.

Mich regt es mittlerweile nicht mehr auf, da ich ohne HD super klar komme,. man braucht net immer das beste zu haben für ein 5 minuten video


Nö, ist kein Quatsch.
Selbst mit ca. 8 Mbit laufen FullHD Videos einwandfrei (nicht 1040 - 1080 ;) )
Und erzähle mir bitte nicht, dass Webcams Datentraffic verursachen. Selbst mit HD-Video Telefonie habe ich (Ich 1MBit Upload, Partnerin 10MBit) maximal 4MBit Downstream gebraucht.

Bei meiner Momentanen Leitung könnte ich (wenn ich wollte) 2 FullHD Videos gleichzeitig laufen lassen. Das bei dir runtergeschaltet wird kann auch einfach auf zu langsame Hardware zurückzuführen sein. Viele Rechner scheitern beim Verarbeiten der Daten.



Und jetzt genug OT.


ich habe immer 35 tabs offen, darunter sind mindestens 10 mit webcams, also Streaming cams! das verbraucht ne menge Traffic, wenn ich die allein laufen lassen würde, häult der ventilator schon lauter auf als normal.

Ich kann mit meiner leitung, auch probiert von nem freund mit nem besseren rechner keine Ruckelfreien HD videos ansehen, das ist nun mal fakt.

ich kann glücklich sein, wenn ich einigermaßen Aussetzerfrei TV gucken kann, mit einer normalen qualität.

von Rheinländer - am 18.07.2013 17:54
Die PR Abteilung der Telekom wird die Sache schon Versaubeuteln. Da bin ich mir sicher. So gab es gestern Abend auf MDR Info das geilste Interview ever! Keine Ahnung wen man da am Telefon hatte ich hab den Namen nicht recht mitbekommen. Es war jedenfalls ein hohes Tier bei der Telekom.

Moderator: "Sie sagten das dieses Urteil ein harter Schlag für die meisten ihrer Nutzer sei. Oma Erna die nur einmal täglich ihre E-Mails abruft müsse nun auch weiterhin für den Studenten aus der Nachbarwohnung der permanent Dinge aus dem Internet lädt mit bezahlen. Hieße das im Umkehrschluss das Oma Erna, hätten Sie vor Gericht Recht bekommen, zukünftig weniger für ihren Internetanschluss hätte zahlen müssen?"

Telekom: "*schweigen* *telefonhörerknarzen* Ähm nein. Sie hätte auch zukünftig genauso viel bezahlt."

Moderator: "Aber dann hätten ihre Kunden bei dem Urteil ja nur verloren. Oma Erna hätte nichts gespart und der von ihnen so genannte Power User würde mehr bezahlen oder in der Geschwindigkeit beschnitten."

Telekom: "Ja. *räusper* So können Sie das jetzt nicht sehen. Die Kunden würden über längere Zeit gesehen von einem besseren Netzausbau profitieren."

Moderator: "Aber das haben Sie bis jetzt gar nicht so kommuniziert. Das hörte sich bei ihnen immer so an als würde der Normalnutzer davon profitieren wenn die maximale Datenmenge pro Monat gedeckelt würde. Jetzt sagen Sie aber das er davon gar keinen direkten Nutzen hat. Die monatliche Internetrechnung bleibt ja gleich. Sie hätten also dem Kunden nur etwas weggenommen und nichts zurück gegeben."

Telekom: "*telefonhörerknarzen* *räuspern* Wir werden auch in Zukunft für alle Nutzer attraktive Pakete schnüren. Mehr kann ich ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen."

Moderator: "Ja gut. *hörbar irritiert* Dann danke ich ihnen für das kurze Interview."

:joke:

von Spacelab - am 31.10.2013 09:36
VFD2 drosselt weiterhin vertragsgemaess auf "bis zu 64 kBps", teilt aber ebenfalls Prioritaet "0" zu. In Zeiten hoher Netzauslastung gibt es abwechselnd entweder keine Einwahl, eine Einwahl ohne jeglichen Datendurchsatz oder "etwas Internet" mit Pingzeiten, die durchaus im Minutenbereich liegen koennen. Es gibt noch Wege, um das etwas abzumildern. Die behalte ich aber gern fuer mich - sonst wird das netzseitig auch irgendwann unterbunden.

In Nebenzeiten oder nicht so stark ausgelasteten Zellen funktioniert es trotz Drosselung auch noch ganz manierlich. Bis Anfang des Jahres war die Drosselung nichts, was mich hart getroffen haette. Die genutzten Internetforen waren nur wenig langsamer, die Einschraenkungen hinnehmbar. Das werden sie mitbekommen haben und sahen viele Kunden sahen die Anreize fuer groessere Datenpakete nicht mehr. Mit ueber laengere Zeit unterbundener Einwahl in stark frequentierte Zellen hat man aber viele weichkochen koennen - ich kenne jedenfalls einige, die in diesem Jahr aus diesem Grund ihre Datenpakete aufgestockt haben und nun tatsaechlich mehr bezahlen, als sie tatsaechlich verbrauchen. Ich bin wohl einer der letzten mit "nur 500 MB" auf dem Telefon.

B. t. w.: Vertragskunden bei 1&1 mit Notebook- oder Tablet-Flat (es sind ausnahmslos Volumenpakete und keine echte Flatrate!) koennen auf Nachfrage die Neukundenkonditionen (z. B. 2 statt bisher 1 GB) zum gleichen Preis bekommen. Gebunden ist das an eine Vertragsaenderung mit neuer Mindestlaufzeit (24 Monate) bei Erlass der bisherigen Restlaufzeit. Unter dem Strich also das doppelte Datenpaket fuer gut 10 EUR.

von PowerAM - am 14.12.2013 12:05
Zitat
Spacelab
In den aktuellen Verträgen steht die Drosselung drin. An breiter Front zum Einsatz kommt sie aber momentan noch nicht.


Wird sie auch nicht. In allen Verträgen, in denen der Tarif als Flatrate bezeichnet wird, wird es keine Drosselung geben. Das betrifft auch die Verträge, die nach dem 2.5.2013 abgeschlossen worden sind und wo in den AGB schon die Drosselung verankert gewesen ist, aber trotzdem noch als Flatrate bezeichnet sind, wird es auch in Zukunft keine Drossel geben.

Das ist die Folge der Abmahnung der Telekom durch die Verbraucherzentrale Sachsen bezüglich der der Drosselung von Verträgen, die als Flatrate bezeichnet sind. Die Telekom hat es hier auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen, wo das Gericht zum Urteil gekommen ist, das Flatrate Tarife keinerlei Einschränkungen unterliegen dürfen. Also auch keine Drosselung der Bandbreite nach einem bestimmten Datenvolumen stattfinden darf.

Die Telekom hat das Urteil zu Überraschung vieler aktzeptiert und wird bestehende Flatrate Tarife auch in Zukunft nicht drosseln. Eine erste Folge ist, das C&S via Funk Verträge schon nicht mehr als Flatrate bezeichnet werden. Auch werden die Drosselungspläne dadurch nicht beerdigt. Es wird in Zukunft auch im Festnetz andere Tarife geben. So werden Tarife, welche einer Drosselung unterliegen werden, dann keine Flatrate Tarife mehr sein und es wird Tarife geben, die weiterhin Flatrate sein werden, aber dann auch entsprechend teurer sind. Altverträge mit Flatrate werden davon aber nicht betroffen sein. Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, das die Telekom diese zum nächst möglichen Zeitpunkt (Ablauf der MVLZ) entweder kündigen kann, oder eben dann eine entsprechende Preisänderung vornehmen wird. Eine Kündigung wird es wohl auf jeden Fall dann geben, wenn die Verträge von der Abschaltung des Analog/ISDN Netzes betroffen sind.

von Uncle_Sam - am 20.02.2014 23:56
Zitat
w_weinmann
So ist es. Es wird hier im 07151 Netz auch gerade auf VDSL ausgebaut. Wohlgemerkt auf vdsl. D.h. die alte sternfoermige ADSL Struktur bleibt davon unberuehrt. Und wenn die Paar VDSL Ports weg sind sie sie weg.....
Der Rest darf sich weiter mit dem 2-6 Mbit Ram zufrieden geben. Das nennt sich dann innovativer Breitbandausbau.


Falsch. Sobald DSLAMs der Telekom aufgestellt werden ist ADSL2+ und VDSL Verfügbar.
Beides jedoch auf IP-Basis - heißt, um einen Anschluss zu bekommen muss man seinen analogen Telefonanschluss aufgeben und auf VoIP umsteigen (dadurch erhält man aber im Gegenzug z.T Annex J = Upload bis 2800kbit/s). Durch DPBO ist bei ADSL2+ je nach Setup max. 13-14MBit/s möglich. VDSL wird ganz normal Ausgebaut. Wenn der Ausbau staatlich gefördert wurde bleibt es bis min. 2020 bei 50MBit/s.

Zitat
w_weinmann
Uebrigens wer kennt sich hier genauer aus: So wie es verlegt wurde, geht jetzt in die Strassen TAL Unter-Verteilerkaesten je ein neues paralleles Buendel TALs vom Multifunktonsgehaeuse. Heisst das, dass dann bei Buchung von VDSL jemand hier in die Strasse faehrt und jedem Hansel eigens TAL aud das neue MuFuG umklemmt? Kaum zu glauben.....


Doch, wie sollen sonst die kürzeren Leitungswege zustande kommen?
Das ist ja der Sinn eines (Outdoor)-Ausbaus.

Als Tip noch für die jenigen die einen normalen ADSL2+ Anschluss besitzen:
Durch SNR-Tuning lässt sich bei Fritz!Box'en aus (als Beispiel: ) 12000er Leitung eine 14000er machen etc. 1-2MBit/s mehr sind bei einer richtigen RAM-Schaltung noch drin.
:)

von Aquarium - am 08.08.2014 20:25
Wo hier die ganzen Profis versammelt sind: Ich habe einen DSL16+-Anschluss (ADSL2+), nutze Entertain und gleichzeitig habe ich noch einen analogen Telefonanschluss.


Also Bestandsanschluss, denn neu bekommt man sowas nicht mehr.

Historie:
Es war ursprünglich ein uralter Call&Surf mit 2Mbit. Ich vermute eindeutig ATM-Plattform, jedenfalls war das Modem noch dieses uralte Telekom-Teil.

Der wurde seitens Telekom (Portwechsel von ATM auf GbE????) kostenfrei auf 2Mbit RAM upgegraded. Einziger negativer Kritikpunkt: Mein altes Telekom DSL-Model ging dann nicht mehr - ich nehme mal an, das lag an der Umstellung auf GbE und somit ADSL2+? Richtig?

Dann kam irgendwann noch das letzte Upgrade auf ADSL16+, das war wohl nur eine Anpassung des Profils am bestehenden Port und kein Portwechsel - Router verpackte es jedenfalls problemlos und über Nacht war statt 2.000 ca. 11.000kbit/s möglich.

Somit bin ich - logischerweise - auf Annex B geschaltet, der Splitter trennt auch brav zwischen Internet und Telefon.

Da mein 16+ zwischen 10.000 und 11.000 synct, gehe ich davon aus, dass ich komplett Indoor per GbE versorgt versorgt werde. Die nächste Vermittlungsstelle ist hier ca. 1,5km weg, kommt also ungefähr hin.


Laut Verfügbarkeitsprüfung wäre bei mir Annex J mit 17MBit-Profil möglich. Hier wurden in der letzten Zeit viele MFG aufgebaut, nehme mal an MSAN mit ADSL2+ / VDSL-Linecards.

Ein 17MBit-Profil müsste daher wohl Outdoor kommen, über die Vermittlungsstelle wäre das - wie ich selbst sehe - nicht machbar. Schaltet die Telekom somit nur All-IP-Anschlüsse über die neuen MFG und Bestandskunden werden Indoor versorgt?

Bei der damaligen Wechselaktion, in denen man Kunden kostenlos von fixed auf RAM-Profile hochstufte, entledigte man sich wohl der alten ATM-Technik in der Vermittlungsstelle???

Wolfgang

von Wolfgang R - am 22.08.2014 08:32
Zitat
fatal error
Macht man nichts dergleichen, behält man wie lange die IP? Maximal 24 Stunden wie bisher (Stichwort Zwangstrennung) oder 6 Monate, wie man mancherorts im Internet lesen kann? Und: Konfiguriert man den Router nicht auf "always on", geht er dann nach ein paar Minuten offline oder halten die IP Telefone ihn online, auch wenn man nicht telefoniert?


Bei All IP gibt es keine Zwangtrennung mehr !
Die Verbindung wird nur noch alle 180 Tage getrennt, wenn der Sync solange bestehen bleibt.
Auch dürfte die Telefonie ähnlich wie Entertain via VLAN laufen. Da wird man im Fall eines Falles überhaupt nichts von der Zwangstrennung mitbekommen. Denn es wird ja nur die Verbindung zum ISP (also T-Online) getrennt, nicht jedoch die VLAN Verbindung. Telefonie und TV via Entertain fallen erst aus, wenn der Sync wegbricht.

Ich kann mich über IP Telefonie nicht beschweren. Funktioniert genauso gut wie mein alter vorheriger VDSL mit Analog Telefon. Nur das ich jetze via IP 3 (bis zu 10 sind möglich) Nummern habe und ich beliebig viele eingehende gespräche führen könnte. Abgehend sind wie bei ISDN bisher nur 2 gleichzeitige Gespräche möglich. Selbst Fax Versand funktioniert völlig problemlos.
zum Einsatz kommt eine AVM 7390, die aber erst seit der Umstellung auf IP wirklich völlig problemlos läuft, da es mit der Umstellung zu einem Portwechsel von Infinion zu Broadcom kam.
Versorgung ist via Indoor, da HVT 250 Meter entfernt. Also auch in ferner Zukunft kein Vectoring möglich....

von Uncle_Sam - am 23.08.2014 19:52
Um die Sache zu erschweren, hat die Telekom auch noch zwei VoIP-Plattformen. Eine ist relativ jung, bei weitem noch keine 10 Jahre, und genau die macht ständig Ärger.

Es gibt die alte, ausgereifte IBM TAS-Plattform und die neue IMS-Plattform von Ericson.

Seit Sep. 2012 wird nur noch auf die IMS geschalten und es wurden damals 500.000 Kunden gemeldet, die bereits auf der IMS hängen.

Bei den nun vermehrt auftretenden Störungen wird immer von 600.000 betroffenen Kunden gesprochen - das würde zu der IMS-Plattform passen, die 100.000 wären dann die seit Sep. 2012 "bequatschen" Kunden, denen man einen IP-Anschluss aufgeschwatzt hat.

Spiegelt sich auch so im Telekom-Forum wieder: Alte IP-Anschlüsse von 2011 und davor laufen ohne Probleme, wer Probleme hat, sind ausgerechnet jene, die erst kürzlich von einem stabilen analog oder ISDN-Anschluss auf IP gewechselt sind. Und die hängen natürlich auf dem Ericson-Schrott.

Ganz toll gemacht, Telekom.

Ich denke gerade an unsere Oma mit Hausnotrufgerät, bequatscht auf IP, die im Flur liegt, wie verrückt auf den Knopf drückt, und nix tut sich.

Die hat aber Gott sei dank noch einen analogen Anschluss und dafür werde ich auch kämpfen.

Hier hört der Spaß auf, wenn Leben gefährdet sind, kann man keine Bananen-Infrastruktur ausrollen.

Auch den Verdienstausfall, den einige schon haben, weil IP seit Tagen gestört ist (s. Telekom-Forum). Ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Lasst den Leuten ihre ISDN und analog-Anschlüsse, wenn ihr die Technik nicht zum Laufen bringt.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 29.08.2014 10:30
Ich versteh die ganze Paranoia mit dem immer erreichbar nicht so ganz. Wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt das jemand genau in den 10 Sekunden wo man Offline ist anruft soll er es eben in 10 Sekunden noch mal versuchen. :rolleyes: Wir haben beim Android Entwicklerteam eine Logging Software um zu schauen ob die Modem Firmware stabil läuft oder ob es irgendwo noch Optimierungspotential gibt. Diese läuft 24 Stunden permanent im Hintergrund und schreibt alles mit was mit der Netzverbindung zu tun hat. Und wenn ihr euch da mal die Logs anschaut werdet ihr aber Bauklötze staunen wie oft man recht lange gar nicht erreichbar ist. Da sind doch die 10 Sekunden (bei meinem 1&1 Anschluss sind es die noch nicht mal) ein lauer Furz im Wind.

Löscht die Telekom die Verbindungsdaten 7 tage nach Beendigung der Verbindung? Oder 7 tage nach der letzten Abrechnung? Ersteres macht ja nicht wirklich Sinn. Oder was schreibt die Telekom da so alles fröhlich mit? Also wenn ich das mal so schnell überflogen in den AGBs auf der Telekom Seite richtig lese wird 7 tage nach der letzten Abrechnung gelöscht. Nicht nach der letzten Verbindung. Du kannst dir also so viele neue IPs holen wie du willst. Am Ende wird doch alles "zu Abrechnungszwecken" deiner Person zugeordnet.

Wenn ich mir mal so die Logs meiner fritzbox anschaue hab ich noch nicht einen einzigen PPPoE Fehler. Zumindest nicht mehr seit hier VDSL liegt. Vorher über den alten 16.000er Anschluss der real etwas um die 10MBit/s gebracht hat gabs das allerdings mal gelegentlich. Da hat die fritzbox dann aber immer die Geschwindigkeit minimal reduziert bis zum nächsten ReConnect. Also irgendwas scheint da doch nicht so 100% stabil zu laufen bei dir.

von Spacelab - am 23.10.2014 19:19
Das Rätsel, wie die Telekom die IP-Telefonie gestaltet, ist doch spätestens seit dem tollen "ISDN-Adapter", der den Speedport W921V (mittlerweile EOL) ersetzen soll, bekannt.

Ich habe mir das mal genauer angeschaut.

Der ISDN-Adapter wird an einen LAN-Port vom Speedport W724V (der im Moment einzig noch erhältliche Telekom-Router für Privatkunden) gesteckt.

Es erfolgt kein VLAN-Tagging oder so Späße.

Heißt also im Umkehrschluss: Die Telefonie MUSS über die ganz normale Datenstrecke (VLAN7), also die PPPoE-Session laufen. Sie teilt sich daher die Bandbreite mit dem herkömmlichen Internet-Traffic und auch dem Entertain Unicast-Traffic (z.B. Videoload).

Daher muss der Router bei All-IP nicht nur gesynct, sondern tatsächlich online sein.

Vernünftige Firmware-Entwickler hätten die Checkbox "Immer online" dauer-angehakt und unklickbar gemacht, sobald eine VoIP-Nummer im Router eingebucht ist.

Es wundert mich nun überhaupt nicht mehr, warum die Telekom so riesen Probleme mit VoIP hat. Das hätte ich von einem Provinz-Betreiber erwartet, aber nicht von der Telekom!

Aber bei dem Laden wundert mich nix mehr, die Arroganz, welche die Telekom in Sachen USA-Peering mit Level3 an den Tag legt, ist einfach kundenunwürdig. Laut Telekom sollte jeder Content-Anbieter in den USA ein direktes payed-Peering zur Telekom unterhalten. Ja, klar.

Und es stimmt: 1&1 sowie Vodafone (ehemals Arcor) bauen eine zweite DSL-Strecke für die Telefonie auf. Die ist permanent online und wird auch bevorzugt behandelt. Wie es bei O2 aussieht, weiß ich nicht.

Der Zwang zu All-IP (bei ADSL mittlerweile auf 2017 vertragt) wird der Tag sein, an dem der Laden mich als Kunden verliert. So was tue ich mir nicht an.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 24.10.2014 09:50
Zitat
fatal error
Ja Moment, es kommt halt drauf an, was er genau hat. Entertain IPTV läuft weiter, wenn man die Onlineverbindung (PPPoE) trennt, aber natürlich nicht, wenn der DSL Sync verloren geht. Bei Telekom all IP Telefonie rätseln wir ja die ganze Zeit, wie das technisch von der Telekom umgesetzt ist. Wenn die Telekom schreibt man solle "immer online" sein, damit man angerufen werden kann, vermute ich, daß es eben doch per PPPoE realisiert wird.

Es gibt aber - damit die Verwirrung perfekt wird - Anbieter, die einem wohl zwei getrennte PPPoE Verbindungen aufbauen, eine zur IP Telefonie und eine zum normalen Surfen. Mutmaßlich mit getrennten IPs.


Alternative DSL-Accessnetze (z.B. Vodafone, Telefonica, QSC) setzen gerne auf eine Trennung von VoIP und Datentraffic auf Layer 2. Dazu werden getrennte ATM-Sessions bzw. Ethernet-VLANs genutzt, wobei VoIP priorisiert wird. Durch diese Trennung auf Layer 2 müssen dann auf Layer 3 auch jeweils eigene PPPoE-Sessions gefahren werden, man kann da z.B. bei Fritz!Boxen sehen, daß sie sich zweimal einwählen (VoIP + Best-Effort-Data) und auch zwei IPs bekommen. Für die VoIP-PPPoE-Einwahl kann man dabei auch interne IPs verwenden, die im offenen Internet gar nicht geroutet werden - um das "VoIP-Netz" nach außen abzugrenzen und auch um nicht für jeden Nutzer zwei kostbare "echte" IP-Adressen zu benötigen.

Die Telekom war irgendwie nie ein Freund von dieser Lösung und hat meines Wissens auch den Providern, die ihr Bitstream-Vorprodukt nutzen, nie eine Trennung der beiden Verkehrsarten auf ATM- oder Ethernet-Basis ermöglicht. Lediglich die Nutzung mehrerer PPPoE-Sessions auf Layer 3 war möglich (und wurde glaube ich teilweise auch genutzt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man hier dann auf Layer 3 sinnvoll QoS machen kann). Auch als Endnutzer konnte man sich ja mit mehreren Endgeräten gleichzeitig einwählen, wenn man z.B. verschiedene Providerkennungen hatte. Die Möglichkeit, mehrere PPPoE-Sitzungen von einem Telekom-DSL-Anschluß aufzubauen, soll (wenn ich das jetzt richtig erinnere) aber in absehbarer Zukunft vollends verschwinden.

Was macht die Telekom nun in Sachen QoS und VoIP? Sie nutzt die QoS-Möglichkeiten von IEEE 802.1p bzw. 802.1q und markiert den VoIP-Traffic speziell: Mit Priorität 5 für VoIP-RTP-Nutzdaten, Priorität 6 für VoIP-SIP-Signalisierung. Der normale Best-Effort-Datentraffic hat im Vergleich dazu Priorität 0.

Siehe hierzu die technische Richtlinie 1TR112 der Telekom, zu finden unter:

http://hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/3388/FAQ/theme-71990825/Geraete-und-Zubehoer/theme-2000624/Archiv/theme-2000867/Schnittstellenbeschreibungen-fuer-Hersteller

In Punkt 6.6.4 heißt es dazu:

Zitat

6.6.4 Product specific Requirements (Deutsche Telekom) for Ethernet

6.6.4.1 Double-Play Services
Double-Play services (data and voice) are transmitted inside the PPPoE connection. The PPPoE is transmitted in single tagged frames (VLAN-ID=7).
Ethernet frames containing voice traffic inside VLAN 7 are marked with layer 2
priority bit = 5 (voice payload) and 6 (session control) by the RG.
Ethernet frames containing data traffic inside VLAN 7 are marked with layer 2
priority bit = 0 by the RG.


6.6.4.2 Triple-Play Services
Triple-Play services (data, voice and IPTV) are transmitted inside the PPPoE (Voice and Data) and DHCP (IPTV) connection. The PPPoE is transmitted in single tagged frames (VLAN-ID=7). The DHCP is transmitted in single tagged frames (VLAN-ID=8).
Ethernet frames containing DHCP- and IPTV- traffic inside VLAN 8 are marked with layer 2 priority 1p =0, 3 and 4. by the RG.


In Punkt 9.3.1 "Data Plane" gibt es dann noch eine Tabelle, die das ebenfalls bestätigt. Offenbar soll für die Prioritäten 5+6 auch noch eine Policing-Regel im Upstream gelten mit einer Datenrate von 1,3 MBit/s.

Ich habe mich jetzt nicht durch das ganze 1TR112-Dokument durchgewühlt, meines Wissens greift dieses Regelwerk aber nicht bei allen Telekom-DSL-Kunden. Es gibt ja verschiedene Arten, wie ein All-IP-Anschluß (VoIP+DSL) realisiert sein kann:

- Annex-B mit DSLAMs auf der alten ATM-Plattform
- Annex-B mit DSLAMs auf der neueren Ethernet-Plattform
- Annex-J mit MSANs auf der Ethernet-Plattform

Zumindest in erstgenanntem Fall dürfte ein Ethernet-QoS wohl nicht stattfinden bzw. funktionieren (das Konzentratornetz läuft da ja auf ATM).

Gerade bei den Varianten 1+2 dürften vermutlich nutzerseitig auch teilweise noch ältere Router zum Einsatz kommen, die diese speziellen Telekom-QoS-Regeln evtl. gar nicht kennen und VoIP + Data dann einfach gleichbehandeln.

cu talk

von talk - am 25.10.2014 09:11
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