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Konvergenzfehler

Startbeitrag von Thomas (Metal) am 30.03.2013 10:03

Hallo zusammen,
ich habe mal wieder eine defekte Hardware vor mir, genauer ein DVB-C Receiver. Ich vermute mal, daß ich hier wiedereinmal "nur" den 33µF Elko tauschen muß. Dessen Dach sieht "gehoben" aus.
Interessanter finde ich den Fernseher (Röhre) dazu: Sind, wohl auf Grund der SCART-Kabel, in einem schwarzen Bild Schatten sichtbar, kommen quasi als Regenbogen daher. Ich vermute mal einen Konvergenzfehler, der allerdings recht gering ausgeprägt und somit normalerweise nicht sichtbar ist.
Frage in die Runde: Ist dadurch die "Restlaufdauer" ggf. geringer? Mir ist durchaus klar, daß ich ohne weiteres Werkzeug nicht an die Konvergenzringe fassen brauche...

Antworten:

Kannst du evtl. ein Foto dieses Fehlers hier reinstellen? Konvergenzfehler sieht man eigentlich am besten bei harten Schwarz/Weiss-Übergängen.

Wenn die Bildröhrenkonvergenz verstellt ist, müsste man das auch an den geräteintern generierten Einblendungen (z.B. Teletext) sehr gut sehen können.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.03.2013 10:09
"Früher" (TM) hat man sich das morgendliche Testbild über die Dachantenne auf den Bildschirm geholt und die Konvergenz abgeglichen.

Wie sagte schon mein Opa: Früher war alles besser! ;-)

von Jürgen Martens - am 30.03.2013 10:46
Leider paßt die Belichtungszeit natürlich nicht, weswegen das Bild gar furchtbar aussieht :-( .

Wie es dann auch noch so spielt, war der Fehler nicht so reproduzierbar, wie man es sich wünscht. Somit kann ich den angekündigten "Regenbogen" nicht darstellen. Immerhin sieht man beim OSD des DVB-T-Receivers, daß unten rechts die gelbe Linie sich auffächert.
Sicherlich ist es so, daß die Konvergenz nach außen nie zu 100% gegeben ist, jedoch empfinde ich das schon deutlich über der Tolleranzgrenze. Die Thomson-Einblendung mit gelben Rahmen "kein Signal" in der Mitte mit gelbem Rahmen läßt sich auf die Schnelle nicht ordentlich fotographieren. Dort sind die horizontalen Linien gelb, aber die vertikalen weiß.
Als TV-Gerät kommt ein Universum FK 8120 (Chassis 11 AK 36) zum Einsatz.

von Thomas (Metal) - am 30.03.2013 10:55
Zitat
Thomas (Metal)
Mir ist durchaus klar, daß ich ohne weiteres Werkzeug nicht an die Konvergenzringe fassen brauche...


Die letzten Fernsehröhren wurden meines Wissens nach mit fertig eingestellten, aufgeklebten
Ablenkeinheiten ausgeliefert. Somit waren Farbreinheit und statische Konvergenz nicht mehr
zu verstellen. In wie weit die dynamische Konvergenz bei den letzten Röhrengeräten noch einstellbar ist entzieht sich meiner Kenntnis.
Eine schlechte Konvergenz (wenn die vorher gehende Frage richtig verstanden habe) hat keinen
Einfluss auf die Lebensdauer der Röhre.

sri, ist schon über 20 Jahre her, als ich mit Fernsehtechnik mein Geld verdiente....

von DH3FBI - am 30.03.2013 12:52
Die Lebensdauer des Gerätes ändert sich dadurch nicht. Das Gerät ist ab Werk einfach schlecht abgeglichen. Was vernünftiges darf man bei diesen Dönerkisten allerdings auch eigentlich nicht erwarten. Das ist in diesem Fall der übliche Supermarkt Billigmüll der von Quelle teuer an die Ratenzahlungswilligen Kunden verkauft wurde. 80 bis 100€ wäre der Supermarktpreis gewesen, die Reste wurden dann für ca. 50€ rausgehauen.
Wenn man einen Röhrenfernseher mit guter Konvergenz haben wollte, mußte man deutlich mehr ausgeben oder gleich einen Monitor nehmen.

von Marc_RE - am 30.03.2013 12:52
Ja, da ist wirklich die Konvergenz etwas daneben. Sieht man schön rechts unten an den gelben Linien.
Mein Tipp allerdings: lieber die Finger davon lassen! Um das einzustellen, brauchst du viel Erfahrung und es ist eine mühselige Arbeit. Da der Fehler auf einem normalen Fernsehbild ohne Einblendungen kaum auffallen dürfte, würde ich da keine Einstellversuche unternehmen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.03.2013 12:58
Was hab ich damals verstellte Röhren gesehen. Entweder war nur das halbe Senderlogo zu sehen, oder das Bild war in irgendeine Richtung verzogen, oder es wurde alles zu den rändern hin unscharf... Und in 9 von 10 fällen pappte der Schriftzug "Universum", "Palladium" oder "SEG" auf der Murkskiste aus Dönerland. :rolleyes:

Ich hatte damals in meinem Kinder-/Jugendzimmer einen 21 Zoll Röhrenmonitor stehen für den ich mir aus dem Elektronikkatalog (ich glaube es war ELV) einen einfachen Bausatz bestellte der das Signal von SCART auf RGB VGA umsetzten konnte so das man jeden PC Monitor als Fernseher nutzen konnte. Der Bausatz war eigentlich schon fix und fertig aufgebaut. Man musste nur die SCART, VGA und Netzteilbuchse auflöten, das ganze in das mitgelieferte Gehäuse setzen und fertig. Das ganze funktionierte erstklassig und jeder bewunderte das wirklich sehr gute Bild. (Quelle war ein analoger Satreceiver, DVB-S war zu der Zeit noch nicht modern.)

von Spacelab - am 30.03.2013 14:46
Nun ja, für den Preis eines 21"-Röhrenmonitors plus Konverter bekam man damals™ aber auch sehr gute Fernsehgeräte, die keine Bildfehler hatten. Wer den Billigschrott aus dem Qu***e-Katalog kaufte, wusste in aller Regel, worauf er sich einliess.

Aber auch aus den Billiggeräten war mit ein bisschen Nachjustieren oft durchaus ein brauchbares Bild zu holen. Sachen wie "nur halbes Senderlogo zu sehen" waren in aller Regel mit einem kleinen Dreh an einem Trimmer zu beheben, manchmal sogar ohne Öffnen des Geräts (dank entsprechender Öffnungen in der Rückwand).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.03.2013 15:10
Vielen Dank für die Infos!
Zunächst: Mir ist der Fernseher nicht. Ich habe die Empfehlung ausgesprochen, daß ich nach den Feiertagen mal versuche einen neuen Elko zu bekommen und einzulöten. Wenn das nicht zieht, ist meine Empfehlung direkt einen neuen Fernseher mit eingebautem DVB-C Tuner zu beschaffen. In der Größenordnung, das gezeigte TV-Gerät hat 37cm Diagonale, wäre ein 19er ausreichend bleibt das preislich auch die bessere Alternative als nochmals einen DVB-C-Receiver zu beschaffen.

von Thomas (Metal) - am 30.03.2013 15:19
Zitat

Nun ja, für den Preis eines 21"-Röhrenmonitors plus Konverter bekam man damals™ aber auch sehr gute Fernsehgeräte, die keine Bildfehler hatten.

Wenn ich daran denke was der 21 Zoll V7 Monitor gekostet hat hätte ich schon nen richtigen Telefunken Fernseher bekommen. :rolleyes: Aber den konnte ich nicht als PC Monitor benutzen. :D

Zitat

Wer den Billigschrott aus dem Qu***e-Katalog kaufte, wusste in aller Regel, worauf er sich einliess.

Wussten sie das wirklich? Also wenn ich sehe wie viele sich heute Fernost-Elektroschrott aus dem Discounter kaufen und nachher die Internetforen zumüllen weil das 49 Euro Autoradio doch nicht die Eierlegendewollmilchsau in absoluter High-End Qualität ist bezweifel ist das. Oder hat sich die Kaufmentalität der Menschen so verändert?

von Spacelab - am 30.03.2013 15:33
Zitat
Spacelab
Wussten sie das wirklich? [...] hat sich die Kaufmentalität der Menschen so verändert?


Ja, das war damals™ den Leuten (zumindest in meinem Umfeld) schon bewusst. Die Versandhändler hatten keinen guten Ruf. Sogar diejenigen, die gerne mal aus dem Katalog bestellt hatten, waren mit der Zeit davon "geheilt", weil sie die oft miese Qualität erkannten.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.03.2013 15:53
Ich kann mich noch erinnern das meine Oma immer recht viel aus dem Katalog bestellt hat. Mein Opa hat dann immer mit den Zähnen geknirscht und gesagt "Wenn die Qualität so gut ist wie die immer behaupten, warum gibt es diese Produkte dann nur im Katalog und nicht im Geschäft wo man sie anfassen und anschauen kann?" So ganz unrecht hatte er ja dann nicht. :D

von Spacelab - am 30.03.2013 16:01
Zitat

Was hab ich damals verstellte Röhren gesehen. Entweder war nur das halbe Senderlogo zu sehen, oder das Bild war in irgendeine Richtung verzogen, oder es wurde alles zu den rändern hin unscharf... Und in 9 von 10 fällen pappte der Schriftzug "Universum", "Palladium" oder "SEG" auf der Murkskiste aus Dönerland. :rolleyes:

Oder Sony^^...

von WiehengeBIERge - am 30.03.2013 16:07
Waren das damals auch solche Kummerkästen?

von Spacelab - am 30.03.2013 16:09
Meine JVCs verschlucken auch gerne ab Werk etwas von der rechten Seite. Bei 6" kann man was die Röhre betrifft keine Perfektion erwarten. :D

von DX-Matze - am 30.03.2013 16:53
Die Sonys waren damals dafür bekannt, so lange sie gerade neu sind ein gutes Bild zu haben, welches aber nach wenigen Monaten in das typische Trinitron-Matschbild überging^^ (ob das mit der Trinitron-Technik zusammenhing kann ich nicht sagen, jedoch hatten fast alle Sony-Fernseher dieses Problem).
Das waren auch die Geräte, die man in der Ausstellung ausgeschaltet gelassen hat und nur bei Bedarf eingeschaltet hat, aus gutem Grund^^.

von WiehengeBIERge - am 30.03.2013 17:12
Die Trinitron-Röhren waren ein netter Marketing-Gag von Sony, aber anderen Röhren nicht unbedingt überlegen. Sie nervten durch die beiden im Bild sichtbaren Spanndrähte der Trinitronfäden und waren deutlich schwerer als andere Röhren gleicher Grösse. Die oft beworbene Schärfe der Sonys kam zu einem beachtlichen Teil durch Scharfzeichner in der Signalverarbeitung zustande und nicht durch die Röhre. Das Ergebnis sah dann für das geübte Auge auch entsprechend fragwürdig aus.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.03.2013 17:31
Ich habe gelesen die Trinitronröhre wurde entwickelt um keine Lizenzen für die Lochmaskenröhre zahlen zu müssen.

Hauptvorteil: Lampen reflektieren weniger Richtung Zuschauer weil die Röhre nach oben nicht gewölbt ist.

von Stefan Heimers - am 30.03.2013 18:38
Apropos: Beim oben gezeigten Bild stört mich mehr die mangelnde Schärfe als die Konvergenz, zumindest in der Mitte vom Bild.

Schau mal ob der Receiver-Ausgang auf RGB gestellt ist, und probiere andere SCART-Kabel.

Ich hatte auch mal ein enttäuschend schlechtes Bild von einem Digipal2E an einem portablen Fernseher. Das mitgelieferte SCART-Kabel (verdächtig dünn) hatte keine gegenseitige Abschirmung zwischen den Leitern und auch sicher nicht die richtige Impedanz. Ein besseres Kabel hat dann ein sehr sauberes Bild gegeben.

von Stefan Heimers - am 30.03.2013 21:46
@ Stefan Heimers
Der Fernseher läuft einerseits bereits auf RGB, andererseits ist das schon ein besseres SCART-Kabel :eek: .
Wenn ich das so sehe, und dann wirklich objektiv mit aktuellen LCD-Schirmen in kleiner Größe (19/22") vergleiche, muß ich wohl meine früher in diesem Forum gemachten positiven Aussagen bezüglich Bildröhren überdenken. Ein für das Auge gutes Bild ist nicht ein solches weil Bildfehler einfach nur verschmiert dargestellt werden.
Da vor allem ö. r. Fernsehen damit angesehen werden soll stellt sich eine andere Frage: Vorgenannte kleine Diagonalen sind vorwiegend in HD ready zu haben, was eben für die frei empfangbaren HD-Programme auch voll ausreichend wäre. Wie sieht auf so einem Schirm ein SD-Programm, bzw. ein Full-HD Programm aus?

von Thomas (Metal) - am 31.03.2013 09:12
Stelle auf FBAS statt RGB, bei nicht wenigen Geräten wird das Bild dadurch besser (!), gerade bei Billiggeräten.

von WiehengeBIERge - am 31.03.2013 09:15
Die alte Aiwa Kiste mit eingebautem VHS Rekorder den mein Vater im Sommer im Gartenhaus stehen hat hat das beste Bild bei FBAS oder Y/C. Bei RGB ist das Bild ein klein wenig unschärfer vor allem aber stimmt der Schwarzwert nicht mehr. In dunklen Szenen gehen alle Details verloren und es ist ebenmäßig schwarz.

von Spacelab - am 31.03.2013 09:56
Zitat
WiehengeBIERge
Stelle auf FBAS statt RGB, bei nicht wenigen Geräten wird das Bild dadurch besser (!), gerade bei Billiggeräten.


Stimmt !
Diesen Effekt hab ich auch schon beobachten können.
Bei RGB gibt es den Effekt das die kanten Überscharf wirken und die Farben leicht ineinander laufen.
Dadurch gibt es diesen leichten Optischen unschärfeneffekt bei RGB.

von _Yoshi_ - am 31.03.2013 11:14
Warum ist das eigentlich so? Es hieß doch immer RGB sei die beste Übertragungsart.

von Spacelab - am 31.03.2013 11:24
Wahrscheinlich Fehler in der Signalaufbereitung. Meine Aldiglotze bekam auf RGB immer das Bildwackeln oder zeigte Striche im Bild.

Was bin ich froh, dass die Zeit der Bildröhre vorbei ist, selbst NoName-Billig-Flachbildschirme haben heut ein besseres Bild als der 2000 Mark Metz (Metz - alle 10Mark ein Kilo Gewicht, mehr nicht).

von elchris - am 31.03.2013 11:29
Ich habe in der Firma einen Panasonic Röhrenmonitor an meinem Arbeitsplatz stehen, FBAS, S-Video, RGB. Umschaltbar auf nur Blau, SW und Verzögerung zur Anzeige der Austastlücke, Underscan.
Schweineschwer, Metallgehäuse und irgendwo steht garantiert auch was von Professional auf dem Typenschild.
Der hat bis heute ein gutes Bild, keinen Konvergenzfehler. Der war allerdings auch für den harten Dauerbetrieb in Fernsehstudios o.ä. gedacht.

von Marc_RE - am 31.03.2013 23:36
Zitat
Thomas (Metal)
Vorgenannte kleine Diagonalen sind vorwiegend in HD ready zu haben, was eben für die frei empfangbaren HD-Programme auch voll ausreichend wäre. Wie sieht auf so einem Schirm ein SD-Programm, bzw. ein Full-HD Programm aus?


720p (HD bei ÖR-Programmen) und 576i (SD) lässt sich in beide Richtungen nicht verlustlos konvertieren, weil das Zeilenverhältnis ungerade ist, und deinterlacing sowieso nie zufreidenstellend funktioniert.

von Stefan Heimers - am 01.04.2013 08:14
Wobei man aber nicht unerwähnt lassen sollte das die meisten Fernseher weniger Probleme mit dem De-Interlacing haben als mit dem Upscalen.

von Spacelab - am 01.04.2013 08:28
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Nun ja, für den Preis eines 21"-Röhrenmonitors plus Konverter bekam man damals™ aber auch sehr gute Fernsehgeräte, die keine Bildfehler hatten.

Kommen aber trotzdem qualitativ nicht an diese Kombi heran.
Hatte früher eine Fernsehkarte im PC, eine normale Röhrenglotze kam auch da nicht ran.
Das Problem: Normale Röhren-Fernseher, egal wie teuer, haben eine ziemlich grobe Bildröhre,
die volle PAL-Auflösung wird nicht erreicht, es ist immer irgendwie unscharf.
Zieht man die Helligkeit auf, wird es mehr oder weniger schnell matschig.
Die Kombi TV-VGA-Konverter und 1.3MPixel-LCD hängt eine normale Röhrenglotze problemlos ab,
geht es vom DVB-S-Receiver per HDMI direkt auf den LCD (Full-HD mit IPS-Panel), ist das Ergebnis
nochmal etwas besser, da ist dann wirklich Ende der Fahnenstange erreicht, mehr geht bei
PAL-Auflösung wirklich nicht mehr. Schlechtes und/oder totkomprimiertes Material fällt dann leider
auch sofort auf.

von Nohab - am 02.04.2013 00:23
Ich habe zwischenzeitlich eine ganze Weile auf einem 19- und spaeter einem 21-Zoeller LCD-Monitor ueber den VGA-Eingang fern gesehen. Langte an sich, eigentlich wollte ich mir auch keinen Fernseher mehr in die Bude stellen. Trotzdem fand ich das, was mir DVB-T an Bildqualitaet bietet, auf der zuvor leider viel zu frueh verstorbenen Sony Trinitron-Kiste ansprechender. Das lag nicht nur am groesseren Bild, das trotz theoretisch schlechterer Aufloesung insgesamt schluessiger aussah. Auf den LCDs sieht man jeden Bildfehler, die Vielfalt an Artefaktbildung und ich hatte auch den Eindruck, dass ich so etwas wie Bildrauschen drin hatte. Zum Geburtstag bekam ich dann mal die 26 Zoll grosse AEG-Glotze, die entgegen allen Erwartungen ein ganz manierliches Display enthaelt und volle HD-Aufloesung darstellen koennte. Ein paar wenige BBC-Naturfilme habe ich in HD, ansonsten ist meine Signalquelle weiterhin auch nur DVB-T. Aus einiger Entfernung betrachtet ist das Bild akzeptabel, anderswo scheint aber die Bildqualitaet ueber DVB-T auch besser zu sein als in Berlin. Vieles wirkt klotzig, matschig und unscharf.

Nochmal zurueck zu den Roehrenglotzen... Der Sony brachte definitiv ueber Scart und RGB sowie ueber den S-VHS Eingang das schaerfste und ruhigste Bild. Es liess minimal nachreguliert fuer die damalige Zeit keinen Grund zum Noergeln. Meine Freundin verbraucht seit ein paar Jahren geschenkte Roehrenfernseher aus meinem Freundeskreis und ist damit auch gluecklich. Eine Daewoo-Kiste von Mitte der 1990er spielt zwar noch, hat aber den Umzug vor einem Jahr nicht vertragen. Nur noch mittig kreisfoermig ist das Bild okay und farbig, aussen herum zeigt es einen violettgruenen Rand. Die Instandsetzung lohnt nicht mehr, trotzdem die Roehre noch wirklich scharf war. Somit wird der Daewoo den Weg in die Verschrottung gehen. Einen baugleichen aber unter anderem Namen verkauften gab es kurz danach noch geschenkt. Beides sind 55er. Dessen Roehre ist leider nicht ganz so scharf und scheint mehr Betriebsstunden zu haben, hat dafuer aber ein komplett farbiges Bild.

Was sonderbar ist: Beide lassen ueber Scart und RGB keine Veraenderungen bei den Bildeinstellungen zu. Das Einstellmenue wird zwar angezeigt, es ist aber gesperrt. Dummerweise auch noch mit Helligkeit und Kontrast auf Rechtsanschlag, die Farbdarstellung ist ebenfalls viel zu grell. Einstellen laesst sich das nur, wenn der angeschlossene DVB-T Empfaenger nur FBAS ausgibt. Waehlbar ist auch PAL oder SECAM, wobei das SECAM-Bild vom "Feuer" abgesehen schaerfer und in der Farbwiedergabe natuerlicher wirkt. Defizite gibt es nur an scharfen Kontrastgrenzen wegen des genannten "Feuers". Mit persoenlich gefiel das Bild so besser, meine Freundin bestand aber auf dem PAL-Bild. Woran lag das?

von PowerAM - am 02.04.2013 05:04
Sofern der Daewoo keinen Sturz gemacht hat (Lochmaske verzogen) ist lediglich die Röhre magnetisiert bzw. die Entmagnetisierung im Gerät defekt.
Entweder Unterbrechung (kalte Lötstelle, Stecker ab) oder PTC defekt.
Im Extremfall einmal mit der Entmagnetisierungsspule drüber gehen.
Kosten bei Selbstreparatur unter 10 Euro, evtl. sogar 0.

von Marc_RE - am 02.04.2013 06:40
Die Entmagnetisierung habe ich mit einer geborgten Entmagnetisierspule schon probiert, leider ohne Besserung. Der Fernseher hatte keinen Sturz, stand aber auf der Ladeflaeche eines praktisch nicht gefederten Anhaengers. Vielleicht war das die Ursache.

von PowerAM - am 02.04.2013 07:05
Nachtrag: Der genannte DVB-C-Receiver hat schon seit einiger Zeit den Weg in die Wertstoffhof Leichendorf (passender Name ;-) ) gefunden.

Aber ich habe was neues
:

http://www.bilder-hochladen.net/files/9jd1-4a1-6fe4-jpg.html

Vielleicht am ehesten eine Kissenverzerrung. Aber was soll der Zacken im oberen Drittel? Ich tippe einmal auf einen Fehler in der Ablenkstufe, günstigstenfalls nur eine Lötstelle. Soweit mir geschildert wurde, ändert sich die Ausprägung mit der Zeit (Kalte Lötstelle, die dann wieder leitend wird?). Nunja, der Fernseher ist Baujahr 1996 und steht etwa 200km weg von hier. D. h. ich habe derzeit keinen direkten Zugriff darauf :-( .

von Thomas (Metal) - am 11.10.2013 19:59
Das kann leider einiges sein, ich Tippe auf irgendwelche gealterten Kondensatoren in der Ablenkstufe, eventuell in Kombination mit "Kalten".
man könnte da mal die Kondensatoren im verdächtigen Bereich mit heißem Fön oder notfalls Lötkolben (! dieses natürlich nur bei ausgeschaltetem Gerät) erwärmen, wenn sich die Verzerrung dabei verändert ist die Sache meist relativ klar.
Bei "ganz alten Gurken" (der TV auf dem Bild ist aber so wie es aussieht nicht ein solcher, ich spreche hier von Geräten die Älter als 15 Jahre sind) hat man manchmal noch Potis zur Korrektur der jeweiligen Verzerrungen auf dem Chassis (bei manchen TVs sogar von außen zugänglich). Da kommt es auch zu einem solchen Effekt, wenn die Lötstellen am Poti für die Kissenverzerrung kalt sind. Aber wie gesagt, sowas wird der gezeigte TV ziemlich sicher gar nicht mehr haben

Aber! In der Ablenkstufe sollte man wissen was man tut oder zumindest, was man gefahrlos anfassen kann und was nicht, da kann man auch ganz schnell mal mit Spannungen in Kontakt kommen, die nicht gerade "gesund" sind!!!

von WiehengeBIERge - am 11.10.2013 20:14
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