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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 5 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
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B.Zwo, Alqaszar, oli84, RheinMain701

fmscan in bergiger Region

Startbeitrag von B.Zwo am 05.04.2013 19:48

Ich habe heute mal den virtuellen Bandscan von fmscan mit der Realität überprüft. Man kann wohlwollend sagen, dass fmscan ganz grob brauchbar ist häufig aber auch total daneben liegt. Mir ist schon klar, dass die Topografie nicht eingerechnet ist. Aber z.B. in Bad Lauterberg gibt es schon heftige Abweichungen. Dort sind z.B. die Sender aus Goslar, Nordhausen, Seesen, Wernigerode, Gernrode, Braunlage, Schneidlingen, Mühlhausen u.a. überhaupt nicht zu empfangen. Das ist eigentlich auch kein Thema, da es nur Kleinsender sind. Allerdings kann man in Bad Lauterberg einige Frequenzen aus Kassel oder Hofgeismar schwach empfangen, die aber fehlen im Standardscan. Aber auch Großsender wie Weimar, Leipzig, Kapaunberg sind nicht zu empfangen. Kreuzberg wird im Scan mit 40dB angegeben.Tatsächlich kann man ihn auf einigen wenigen Stellen gerade aus dem Rauschen heraus erahnen, also bestenfalls maximal 15dB. Hingegen wird Inselsberg meiner Meinung nach zu schwaxh ausgeworfen. Die Leute haben hier sich früher das erste Programm der DDR auf Kanal 5 herangeholt. Oben auf dem Bismarkturm herscht sogar Sichtverbindung zum Inselsberg. Ganz haarig wird es bei den Sendern aus Braunschweig. Auf 100.3 ist ganz dick planetradio drauf und auch auf 93.0 keine Spur von BFBS, dabei werden hier 61dB angegeben!! Also mein Fazit ist, dass man in bergigen Regionen mit den Ergebnissen von fmscan nur bedingt was anfangen kann.

P.S.: Am Rande ist mir noch aufgefallen, dass bei FFH nur F F angezeigt wird, Programmierfehler?

Antworten:

Um die Topografie zu berücksichtigen, müste man fmscan mit Radio Mobile kreuzen. dazu müsste praktisch erst einmal ein theoretischer Bandscan erstellt werden, anschließend jeder Eintrag durch rmpath.exe gejagt werden. Ziemlicher Rechenaufwand...

von Alqaszar - am 05.04.2013 21:56
Eben. Hier ist fmscan natürlich auch ungenau, der Heidelstein wird überhaupt nicht angezeigt obwohl er hier mit dem nassen Finger kommt, dafür taucht z. B. Rüdesheim auf der definitiv nicht wahrnehmbar ist. Aber eine genauere Berechnung ist einfach nicht machbar: schon die Berechnung eines Standortes dauert Minuten, bei hunderten Standorten in der Umgebung müsste man Stunden auf das Ergebnis warten.

von RheinMain701 - am 05.04.2013 22:01
Nein, denn man muss ja nicht die gesamte Abdeckung des Senders berechnen, sondern nur jeweils die Verbindung zwischen dem jeweiligen Sender und dem gewählten Empfangsort.

Ein entsprechendes Tool ist ja in RM enthalten. Allerdings kann es immer nur ein Netzwerk auf einmal berücksichtigen, also eine bestimmte Frequenz mit bestimmter Leistung mit bestimmtem Richtdiagramm und statistischen Koeffizienten.

Das zu programmieren dürfte recht aufwändig sein, es ist aber technisch umsetzbar.

von Alqaszar - am 06.04.2013 03:47
Das Problem mit der fehlenden Berücksichtigung der Höhendaten ist leider auch nicht ganz so trivial. Radio Mobile ist eine Anwendung, die serverseitig nicht so einfach eingesetzt werden kann. Der FMLIST-Server wird mit Linux betrieben RM ist aber nur als Windows-Version erhältlich.
Selber könnte man natürlich die entsprechenden Formeln in den FMSCAN-Algorithmus einbinden. Allerdings würden die Berechnungszeiten und die verwendeten Höhendaten den Server sehr sehr langsam machen. Weiterhin gibt es zur Zeit ein ernsthaftes Hardwareproblem mit dem FMLIST-Server, sodass wir im Moment froh sind, dass er überhaupt noch was tut.

Wer konkrete Ideen hat und fit in PHP/PgSQL ist, kann sich zwecks Unterstützung gerne bei mir melden. Peer-Axel würde sich über eine Entlastung sicher nicht beschweren, denn er programmiert nahezu im Alleingang die gesamte FMSCAN/FMMAP-Geschichte.

von oli84 - am 06.04.2013 15:09
Was man braucht, sind ja "bloß" weöltweite SRTM-Daten, dann muss man die Netzwerkdaten ao aus fmlist generieren, dass fmpath.exe diese interpretieren kann und schließlich muss rmpath.exe noch auf Linux. Wobei Roger Coudé, der Autor von Radio Mobile, derzeit daran arbeitet, das Programm online zur Verfügung zu stellen.

Hier ergibt sich evt. eine Möglichkeit, die Topografie in die Bandscans mit eifließen zu lassen.

Aber ich hab ja gut reden, denn vom Programmieren habe ich nicht wirklich Ahnung.

von Alqaszar - am 06.04.2013 19:54
Ich leider auch nicht, sonst würde ich gern helfen. Gerade hier im Harz gibt es sicherlich interessante Standorte, die noch nicht erkundet wurden. So könnte man dann zumindest theoretisch eine kleine Vorauswahl treffen. Mit den derzeitige Ergebnisse aus fmscan führt das aber zu nichts.

von B.Zwo - am 06.04.2013 20:40
Der Butterberg bei Bad Lauterberg ist übrigens ein ganz ordentlicher DX-Standort. Allerdings noch besser ist der Ravensberg.

von B.Zwo - am 11.05.2013 18:52
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