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Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
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Zwölf, RainerZ, Ingo-GL, drahtlos, Harald Z, Studio Leipzig, dlf-fan, _Yoshi_, PEQsche, xxxxxxxxxxxxxx, Opfinger

Gibt es kleine BandIII-Antennen die besser als Teleskopantennen sind?

Startbeitrag von Zwölf am 11.04.2013 16:12

Ich würde gerne versuchen den Bundesmux reinzubekommen; beim Automatischem Sendersuchlauf verweilt mein Radio schon recht lange auf dem Kanal, kann ihn aber leider nicht dekodieren. Für eine große Antenne fehlt mir der Platz; deshalb die Frage, gibt es die "großen" Antennen auch in klein (vielleicht so 30-50cm Länge und nicht allzu breit) und falls ja, sind diese dann auch, zumindest etwas, besser als eine Teleskopantenne?

Antworten:

"Bessere" Antennen müssen größer sein. Und die Länge und die Breite wächst mit der Wellenlänge, wenn ein bestimmter Gewinn gefordert wird.
Geht es hier um Indoor-Empfang?
Wenn der Mux an der Teleskopantenne nicht einmal eingelesen wird, dann ist fraglich, dass eine Antenne mit einigen dB Gewinn eine zufrieden stellende Signalqualität liefern wird.
Hilfreich ist ein Gerät, das manuelle Frequenzeinstellung erlaubt, um "Hot Spots" aufzusuchen.

von Ingo-GL - am 11.04.2013 17:01
Ja es geht um Indoorempfang. In der Diele ist an manchen Stellen Empfang möglich; in dem Zimmer, indem ich das Radio aber haben möchte habe ich bislang nur eine Stelle vor einem großen Heizkörper gefunden, an dem zumindest die DAB-Classic-Programme noch blubbernd gehen. Allerdings kann ich an der Stelle das Radio nirgendwo abstellen. Eine externe Antenne könnte ich evtl. an den Heizröhren befestigen und wenn sie den Empfang noch etwas verbessert könnte es vielleicht auch für DAB+ reichen. (Die Aussage zu dem Sendersuchlauf bezog sich auf Plätze, wo ich das Radio auch abstellen kann)

von Zwölf - am 11.04.2013 17:20
Es gibt schon kleine und gute 2 Element-Antennen für das Band III (z.B. HB9CV_Spezialausführung), aber die sind recht schmalbandig und nicht geeignet um einen Bereich von Kanal 5 bis 12 abzudecken. Da sind vermutlich Dach-Auto-Antennen besser, wenn die gewickelte Spulen besitzen, die diese Antennen breitbandiger machen. Dann noch einen Verstärker im Antennenfuss und auf eine geeignete Unterlage montiert, bringt vielleicht das eine oder andere Dezibel.

Aber auch solche Antennen sind Kompromisse. Es geht nichts über eine berechnete Antenne für den gewünschten Frequenzbereich. Bei DAB ist dieser sehr breitbandig. Es müssen etwa 60MHz empfangen werden. Das geht normalerweise nur mit unterschiedlich langen Elementen.

Es gibt auch DVB-T Antennen (aber solche inkl. Band III oder VHF), welche gar nicht schlecht sind. Dazu gab es schon viele Wortmeldungen, einige hier und einige waren im ProDAB-Forum, welches - so meine ich - leider nicht mehr existiert. Ich würde mal googeln nach DAB-Antennen oder nach VHF-Antennen. Vielleicht gibt es irgendwo Erfahrungsberichte. Nimm nicht eine mit 40dB Gewinn, weniger ist mehr! Leider gibt es kaum mehr solche, welche ehrliche Werte anzeigen, d.h wieviel so eine Antenne gegenüber einem Dipol tatsächlich an Gewinn bringt.

von drahtlos - am 11.04.2013 17:31
Also ich würde versuchen die Antenne Außen vors Fenster zu montieren. Kleinere VHFIII Antennen sind auch nur knapp nen Meter lang bzw. eine LogPer ist auch sehr schlank und unauffällig...

Die Resultate Außen werden Indoor bei Weitem übertreffen, notfalls geht ne kleinere Antenne der u.a. Antennen auch indoor:

Aktivantenne WB345+ (gibt auch nen alten Thread hier im Forum):
http://www.thiecom.de/3906.html




oder eine herkömmliche kleinere VHFIII Yagi, gebraucht von Kathrein, Hirschmann, Fuba o.ä. bzw. Neu auch von Konni oder Wittenberg:


http://www.konni-antennen.de/sortiment/vhf/
http://wittenberg-antennen.de/Ubersicht_DAB_.pdf


Von den 1 Element Antennen würd ich absehen. Wenn auch Rundempfang möglich ist, aber bei dir an der Grasnabe bringt eine Richtantenne mehr.

Viel Erfolg!

von RainerZ - am 11.04.2013 17:39
Ich hatte auch mit der kleinen "einstellbaren" WISI-Testantenne immer gute Erfahrungen gemacht. Ich habe jeweils die Antenne auf den schwächsten Kanal eingestellt und die anderen Kanäle waren dann immer noch genügend stark angekommen. Vielleicht gibt es diese noch irgendwo zu bekommen, u.U. nur noch in der Bucht.

von drahtlos - am 11.04.2013 17:49
Gut, dass dieser Tread eröffnet wurde. Auch ich hab ne Frage :) :

Eignet sich die untere Antenne (Die Wittenberg) auch zur Montage auf dem Dachboden? Wäre dann zwar auch indoor, aber es wären nur noch Gebälk und Dachziegel drüber. Bringt das dann immer noch ausreichend Gewinn im Gegensatz zur Montage AUF dem Dach?

War mir nämlich auch schon länger am überlegen, eine solche Antenne unters Dach zu setzen und an den Hausverteiler mit Verstärker (von Kathrein, 4 Eingänge: UKW, Band 3, UHF, Band 1) anzuschließen.

von PEQsche - am 11.04.2013 18:16
Das ganze hier in diesen Thread kommt mir sehr bekannt vor. :spos:
Ich selber nutze hier mit erfolg eine VHF Band III Yagiantenne um den Bundesmux zu empfangen.

von _Yoshi_ - am 11.04.2013 18:21
Vielen Dank schon mal für eure vielen Tipps.
Zu gerichteten Antennen: Ich habe ein bisschen das Problem auf der falschen Seite des Hauses zu wohnen; d.h. würde ich eine Antenne vor dem Fenster aufbauen müsste sie in Richtung Hausinneres gerichtet sein. Das Fenster geht Richtung Nordosten; den Bundesmux kann ich wahlweise aus Süden oder Westen/Südwesten holen; zudem soll der Empfang des (relativ schwachen) Thüringenmux aus Norden natürlich erhalten bleiben. Indoor nimmt halt eine 1m-Antenne ganz schön was an Platz weg und ist nicht gerade unauffällig.
Ich hatte ja gehofft, es gäbe Elementantennen vielleicht einfach in einem kleineren Maßstab; natürlich nicht so empfangsstark wie die "großen", aber deutlich besser als eine Teleskopantenne. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Größe wichtiger als die Anzahl der Elemente.

hm... mal angenommen ich würde jetzt die LogPer nach Süden ausrichten; würde die Antenne dann noch was von Norden aufnehmen (mindestens gleichstark wie eine Teleskopantenne) oder nicht?
Schmalbandige 2-Elementantennen sind ja anscheinend eher ungünstig, wenn ich auf K5 und K12 schwache Signale habe, fällt also leider weg.
Wie groß wäre denn eigentlich so eine WISI-Testantenne?
Ansonsten bleiben nur noch Autoantennen oder?

von Zwölf - am 11.04.2013 18:59
Ich benutze am Telefunken eine LogPer und am Dual DAB4 einen Dipol auf dem Dachboden.
Klappt prima, bei kleinen Überreichweiten kommt auch der VRT sofort rein.

von xxxxxxxxxxxxxx - am 11.04.2013 19:36
Zitat

Aber wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Größe wichtiger als die Anzahl der Elemente.

Richtig. Bei Yagi-Antennen bestimmt die Länge den maximal erreichbaren Gewinn, und der Konstrukteur muss dann "nur" noch eine ausreichende Anzahl an Elementen optimal anbringen.

Eine Autoantenne bringt kaum mehr als die im Gerät eingebaute Teleskopantenne, also soviel wie eine DAB/VHF-DVBT-Stabantenne. Zudem muss man damit leben, dass der Mantel des Antennenkabels beim Empfang mitwirkt. Verschiebt man das Kabel, dann ändert sich der Empfangspegel. Und an kleinen Geräten mit Teleskopantenne beobachtet man einen Handeffekt: Beim Annähern der Hand steigt am Dual DAB-4 der Signalpegel ...

Beim Indoor-Empfang mit einer kleinen Richtantenne (Wittenberg Log-Per WB-345 oder 4-Element-Yagi) spielt die Richtung zum Sender keine vorhersagbare Rolle. Die Antenne spielt dort am besten, wo auch die Teleskopantenne den besten Empfang bietet.
Außen an der Hauswand sieht es wohl ähnlich aus. Ich kann das in Bergisch Gladbach am Rheinland-Pfalz-Ensemble beobachten. Am besten geht es erwartungsgemäß an der Südseite des Hauses. An der Nordseite bringt die WB-345 außen immerhin noch mehr als indoor, weil offenbar umstehende Häuser Signalanteile zurückwerfen.

von Ingo-GL - am 11.04.2013 20:08
Recht gute Erfahrungen habe ich mit der Axing TAA 3-00 Aktive DVB-T Antenne f. außen/innen gemacht, ist natürlich ein Kompromiss, aber besser wie die Teleskopantenne. Im Lieferumfang ist ein Standfuß mit dabei, bei mir hängt Sie inzwischen im Dachboden an einem Rohr, Empfang hiermit 100 Sender (CH, Bayern und Baden-Württemberg). Eignet sich zusätzlich für UKW-Empfang und hat keine besondere Richtwirkung, was in meiner Empfangssituation Vorteile hat. Vorteil also: wohnzimmertauglich, Nachteil: nicht gerade billig (derzeit eine bei Ebay zum Ersteigern)....

von Opfinger - am 11.04.2013 20:08
Hallo,

zum Testen kannst Du Dir auch ganz einfach eine 1/4 Lambda Groundplane-Antenne basteln. Gibt es im Netz genug Bauanleitungen. Zum Beispiel hier: http://www.qsl.net/dl2lux/sat/gpa.html

Kostet fast nix und ist schnell zu bauen!

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 11.04.2013 20:20
Oder Du baust Dir ne Doppelquad- Antenne. Bringt knapp 4 dB Gewinn. Noch mehr bringt sie mit Reflektor, einfach mal googeln. Viel Glück!

von dlf-fan - am 11.04.2013 20:50
Zitat
dlf-fan
Oder Du baust Dir ne Doppelquad- Antenne. Bringt knapp 4 dB Gewinn. Noch mehr bringt sie mit Reflektor, einfach mal googeln. Viel Glück!


...die wird im Band III aber auch schon etwas unhandlich (Reflektorblech 110cmx60cm)


MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 11.04.2013 20:57
Double-Bi-Quad ist schon was für DAB, aber eher für das L-Band.
[attachment 1340 CIMG0949.JPG]
http://www.wikarekare.org/Antenna/doubleBiquad.html

Achtung! Im weiter oben verlinkten Wittenberg pdf steht bei der WB 305: 174-240 MHz.
ABER man sollte das Diagramm beachten: bei 190 MHz nur noch 3dB. Da bleibt beim Bundesmux bei 178 MHz nicht viel übrig.

von Harald Z - am 11.04.2013 21:23
Danke für die Infos. Die LogPer sieht ja mal ganz freundlich aus; vielleicht werde ich die nehmen.

von Zwölf - am 12.04.2013 08:35
Wenn nicht auch UHF mit empfangen werden soll, es gibt auch VHF only Logper.
VF-1xLOG von Iskra http://www.iskra.eu/mma_bin.php/$fId/2008122211045091/$fName/catalog_antennas.pdf
oder http://www.rkb.it/articoli.asp?id=17 (hier allerdings leider meist nachDschickunwillig)

von Harald Z - am 12.04.2013 08:49
Im Prinzip wäre ich gar nicht so traurig, wenn über die Antenne auch noch DVB-T empfangbar wäre; das rbb-Fernsehen geht bislang nämlich nur, wenn ich die Zimmerantenne aus dem Fenster halte.
Wie stark wäre denn die Verstärkung des DAB-Signals bei der oberen LogPer; könnte ich damit den BuMux dann vielleicht sogar mit dem Noxen-Stick empfangen (zwecks Slideshow)?

von Zwölf - am 12.04.2013 10:05
Also die WB345+ ...

genaue Daten: wollte das Datenblatt bei Wittenberg-Antennen aber lässt sich gerade irgendwie nicht aufrufen,... Server down?

Wenn ich so nachschaue/nachlese auf anderen Quellen ergibt sich ca. 4-7 dB Gewinn + 20 dB Verstärkung bei der Antenne, bei höheren UHF Kanälen lässt sie etwas nach...

Meine eigene geht zumindest auf VHF recht gut, habe so schon DAB 7D aus der Schweiz empfangen, da haut das sicher relativ hohem Gewinn bei kompakten Maßen hin. Bei DVB-T lässt die Antenne auf den höheren Kanälen etwas nach aber bis ca. K30 ist sie recht gut und darüber für mittlere Pegel auch brauchbar

Ich empfehle die aktive Antenne mit Verstärker in der Antenne, hier z.B.
http://www.berlin-satshop.de/wb345plus-dvb-t-aussenantenne-aktiv-20db-verstaerker-N612.htm



si

von RainerZ - am 12.04.2013 19:27
Das klingt ja ganz gut. K21 und K27 sollten dann also auch noch mit drin sein. Bin mal gespannt, ob ich alles unter einen Hut bekomme (5C, 12B, K21, K27 und die bayerischen Muxe).
(Ich schätze mal K52 würde hier selbst mit einer "richtiger" UHF-Antenne nicht mehr gehen; wäre mal ein anderes Projekt das zu testen.)

von Zwölf - am 12.04.2013 20:45
Viel Glück beim Testen, notfalls taugt die Antenne halt nur für DAB.
Ein Problem bei der Kombination ist eher, dass DAB(+) vertikal sendet und DVB-T horizontal dann verschenkt man u.U. einiges bei DVB-T damit...

Aber die Antenne ist ihr Geld schon wert, kannst ja mal testen bzw. sie halt drehen für DVB-T, bei Indoorbetrieb ist das ja möglich.

von RainerZ - am 12.04.2013 20:54
Zitat
RainerZ
Viel Glück beim Testen, notfalls taugt die Antenne halt nur für DAB.
Ein Problem bei der Kombination ist eher, dass DAB(+) vertikal sendet und DVB-T horizontal dann verschenkt man u.U. einiges bei DVB-T damit...

Aber die Antenne ist ihr Geld schon wert, kannst ja mal testen bzw. sie halt drehen für DVB-T, bei Indoorbetrieb ist das ja möglich.

Danke.
Praktischer Weise sendet man in Thüringen DVB-T auch vertikal, was meine Chancen schon mal deutlich erhöhen dürfte. Bei den bayerischen Programmen (die noch Zimmerantennentauglich sind) hoffe ich einfach mal, dass sie sich von einer vertikalen Antenne nicht allzu sehr beeindrucken lassen (immerhin werde ich die Antenne wahrscheinlich Richtung Süden drehen, wo auch der näheste bayerische Sender steht); schlimmsten Falls muss ich bei denen dann halt auf ne Zimmerantenne umstecken. Bin mal gespannt, was geht; Hauptsache es reicht für DAB.

von Zwölf - am 12.04.2013 22:25
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