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Ärgerlichste Gleichkanalbelegungen

Startbeitrag von tomfritz am 28.04.2004 18:33

[Beitrag auf Wunsch des Users entfernt.]

Die 50 interessantesten Antworten:

Also die meisten von tomfritz genannten kombinationen stören sich doch kaum gegenseitig! Gleichkanalbelegungen sind zwar beim dxen manchmal stören aber ohne kommt man halt nicht aus. da könnte man nicht mehr von versorgung reden.
OK Mudau ist schon etwas unglücklich gewählt aber ich kann nichts schlimmes daran sehe n wenn z.B. koblenz und kaltenkirchen auf einer frequenz sind.



von ANDREAS R-|-DJ - am 28.04.2004 18:45
Eine Gleichkanalbelegung die mir immer wieder in Brandenburg über den Weg läuft ist die 90,8 Zehlendorf - Calau, In großen Teilen des MOL Kreises stören die sich. Selbst an den Stellen wo Zehlendorf schon in Stereo zu empfangen ist, im Auto, klappts mit dem Empfang nicht, da Calau permanent durchkommt. Andersrum ist die 91,8 Zehlendorf noch bis teilweise auf dem südlichen Berliner Ring hörbar.

von _Nordostler_ - am 28.04.2004 19:16
Ein "Fest" stellt auch noch 90,0 Burgsinn vs. 90,0 Würzburg dar. Die 90,0 aus Burgsinn könnte man genauso gut sein lassen. 91,1 Burgsinn vs. Aalen und Suhl ist dagegen erstaunlich gut realisiert. Vorschlag: Auf die ehemals geplante 103,9 B5 legen, die dann freie 91,1 Bayern1 zuweisen und die dann wiederum freie 92,2 an Bayern2 vergeben. 99,3 vs Büttelberg ist dagegen fast noch vertretbar, aber sicher nicht optimal.
Dagegen fehlt 101,1 Donnersberg vs. Bamberg. Im Spessart war das immer interessant. Seit SWF und SDR fusioniert sind ist das allerdings vertretbar geworden.
102,3 Wendelstein vs. 102,3 Ochenkopf stellt für alle Klassikfreunde, also da wo es auch wirklich sofort auffällt durchaus an einigen Orten in der Oberpfalz eine Herausforderung dar. Als wirkliche Alternative gibt es nur die 87,6 und weiter südlich die 97,0, die 88,3 vom Hohen Bogen bleibt mangels ERP auf der Strecke.

von Thomas (Metal) - am 28.04.2004 19:29
Koblenz und Kaltenkirchen kann ich auch nicht ganz nachvollziehen...

Aber mal was anderes:

Fast Gleichkanäle gibt es in Berlin mehrfach. z. B.

101,3 Klassikradio gegen 101,4 SAW
104,1 (diverse Anbieter) gegen 104,0 Wittenberg Figaro und Berliner Rundfunk aus Booßen (104.2)
Jazzradio 101.9 gegen Helpterberg 101.8 (NDR4 info)

Dramatisch sehe ich auch die Situation in Hamburg:
Kisdorf 101.1 gegen energy Hamburg auf 100,9, auch führt die 97,1 in Sendernähe zu manchen Übersteuerungen. Hab es selber erlebt, energy 97,1 hat stellenweise Radio Nora auf 97.4 (Lauenburg) weggedrückt, wenn man in Sendernähe der 97.1 war. An der Stelle ging da auch nicht mehr die 101,1, weil die vorher durch die 100,9 plattgemacht worden ist.



von essemm - am 28.04.2004 19:37
@essemm

Was vielen in Hamburg ärgert: Bremen4 auf 101.2 aus Bremen/Walle in HH kaum möglich, da aus Kaltenkirchen (Kisdorf) NORA auf 101.1 sendet.
Bei mir war's meist umgekehrt: Auf dem Heimweg von Flensburg über Hamburg nach Bremen habe ich ständig NORA gehört. Nach HH in Richtung HB wurde NORA schon von Bremen 4 angekratzt.

Ob zu Hause oder auf dem Klo, Bremen 4 auf 101 Komma Zwo! :D

Hier in Leer ärgere ich mich über die 103.4: ffn aus Osnabrück gegen Veronica Radio aus Groningen (NL)! Oder 104.3: Antenne Niedersachsen (FFN 2 :joke: ) aus Lingen gegen Energy Bremen aus Bremerhaven!
Rebecca Radio aus Emmen (NL) auf 89.9 eingekeilt von Energy Bremen 89.8 und besonders NDR Kultur 90.0!



von Günni74 - am 28.04.2004 20:03
Ein Problem in Hamburg ist meiner Ansicht eher die 95.0: Vom Heinrich-Hertz-Turm sendet Oldie 95 - aus Bremen kommt auf 95.0 NDR Info. Kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze ist bereits Schluß mit dem Oldiesender, auch wenn Bremen nur mit 1 kW sendet.

@essemm: Die von Dir beschriebenen Probleme kann ich nicht nachvollziehen. Die 97,1 vom Fernsehturm sendet mit 100 Watt! Da kann es nicht wirklich Übersteuerungen geben. Wenn die 97,1 die 97,4 aus Lauenburg wegdrückt (deren offizielle Sendegebiete sich übrigens nicht mal überschneiden), dann empfehle ich wirklich dringend den Kauf eines neuen Radios ;-) Und den 200 kHz Abstand zwischen NORA 100,1 und der Lohbrügger Füllfunzel für Energy auf 100,9 halte ich mit jedem durchschnittlichen Radio für "empfangbar" - die 100,9 ist nur für den äußersten Südosten Hamburgs gedacht - und da funktioniert sie auch.



von RadioNORD - am 28.04.2004 20:11
105,2 Ober-Olm Langenbrand
97,3 Nordheim Ludwigshafen
101,1 Donnersberg Blauen
97,0 Wattkopf Blauen und Hosingen Teutoburger Wald
87,6 Léglise Idar-Oberstein
99,6 SB-Schwarzenberg Bornberg
89,6 Pfänder Blaubeuren :D
99,9 HD-Königsstuhl Säntis
107,7 HD-Königsstuhl S-Frauenkopf
105,0 Neunkirchen Krehberg
101,8 Karlsruhe Backnang
91,1 FR-Lehen Villingen
88,0 BN-Venusberg Göttelborner Höhe
100,2 KL-Dansenberg Frankfurt/Main
103,3 Bensheim Heidelstein



von Manager. - am 28.04.2004 20:17
Auf der 107,6 hört man entlang des Rheins: AFN in Bonn, Radio Leverkusen in Leverkusen und schließlich Radio K. W. aus Wesel. Doch damit nicht genug: In Essen ist auf der Frequenz ein Sender koordiniert (Dendertabelle), und aus Belgien funzelt in Maaseik noch eine Lokalstation mit 100 W dazwischen.

Aber genau das sit doch eine Situation, welche DXerherzen höher schlagen lassen!

Ärgerlicher sind dagegen Sender, welche beispielsweise für ein Regionalfenster in einem kleinen Gebiet ganze Landstriche eine Frequenz verseuchen. WDR 2 sendet das Wuppertaler Fenster in Witzhelden auf 95,7 mit 5 kW und von der Hohen Warte bei Gummersbach noch einmal mit 10 kW. Diese beiden Frequenten kommen im ganzen Rheinland mit ärgerlich hohen Pegeln. Besonders RTBF Classic 21 auf 95,6 könnte sonst noch viel besser in Düsseldorf oder Köln gehört werden.

Doch die Zufunzelung der Landschaft und schreitet fort, und damit werden immer mehr Frequenzen "verseucht" werden.



von Alqaszar - am 28.04.2004 20:20
Hierzulande:
89,8 Zürisee Haslen-Auenalp vs. SWR 1 Feldberg Zürisee ist sehr unglücklich mit dieser Frequenz, kein Wunder, Feldberg kommt auch im Glarnerland ganz gut
100,4 Zürisee Zürichberg vs. Regenbogen Hornisgrinde kaum 10 km vom Zürichberg verdrängt Regenbogen Zürisee
102,1 Energy Getlwil vs. FM4 Pfänder vs. SSL Mudau verdirbt nicht nur mir einen störungsfreien FM4-Empfang
94,9 Kanal K Chestenberg vs. SWR2 Waldburg vs. DRS 2 Sool hier geht im Kern-Versorgungsgebiet des Senders Sool teilweise nur Waldburg, kein DRS 2
99,0 DRS 3 Sool vs. DRS 2 St. Chrischona St. Chrischona kommt im Glarnerland auch noch sehr gut
98,7 DRS 2 Froburg vs. SWR 1 Grünten
102,3 RSR 1 Chasseral vs. Dreyeckland Vogtsburg vs. AFN Stuttgart - siehe http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=112214&t=112214
95,8 R. Pilatus Bürgenstock vs. BR 3 Grünten vs. Rete Uno Valzeina kein vernünftiger BR3-Empang mehr möglich, z.B. in Uster (Zentrum); wer im Auto durch Uster fährt, hört alle 3 Sender, nacheinander-durcheinander
89,6 DRS 1 Euthal vs. OE3 Pfänder Uster hört nun kaum mehr OE3...

soweit eine Auswahl der störendsten Gleichkanalbelegungen



von dxbruelhart - am 29.04.2004 04:48
Also hier mal Fälle, wo ein eigentlich mit RDS Qualität reinkommendes Programm stark gestört wird:

aus meiner Gegend:
94,0 Kronehit - Salzburg(Gaisberg) 94,0 Bayern 1 - Tegernseer Tal
101,8 Antenne Salzburg - Untersberg 101,8 B5aktuell - Tegernseer Tal
100,3 Deutschlandfunk - Högl 100,3 FM4 - Hohe Salve
89,0 Radio 2day - München 89,0 Radio Untersberg - Högl
104,6 FM4 - Salzburg(Gaisberg) 104,6 Radio Oberland - Herzogstand

ansonsten kenne ich noch:
101,5 DRS 1 - Säntis 101,5 Deutschlandfunk - Augsburg
92,5 MDR 1 - Inselsberg 92,5 Radio Egrensis - Mariánské lázn? (Dyle?)
107,9 Bayern 4 Klassik - Kreuzberg 107,9 SWR 4 Hohe Wurzel
102,1 sunshine live - Mudau 102,1 FM4 - Pfänder



von Andreas W - am 29.04.2004 07:30
@Manager:

Die 107,7 ist nicht auf dem Heidelberger Königsstuhl koordiniert, sondern in Weinheim an der Wachenburg, Überschneidungen mit der 107,7 vom Frauenkopf sind so gut wie nicht vorhanden. Zwar gibt es seit der Leistungserhöhung auf 4kW im Neckartal hinter Heidelberg einige Stellen, an denen man als Dxer tatsächlich beide Programme loggen kann. In Ihren jeweiligen Verbreitungsgebieten (Großraum Stuttgart bzw. Weinheim und Südhessen) stören sich die Sender aber nicht.

Gleiches gilt für 99,9 HD-Königsstuhl versus 99.9 Säntis. Sind zwar High-Power Sender, aber zwischen beiden liegen über 250km Distanz. Störungen im Sendegebiet durch den jeweils anderen Sender sind mir nicht bekannt.

Ohne Gleichkanalbelegung geht`s halt nicht, wenn man den 99% Normalhörern eine möglichst große Vielfalt an Radioprogrammen bieten will. Dass wir Dxer immer öfter das Nachsehen haben, ist halt die zwangsläufige Folge dessen. Ärgerlich wird es für mich aber erst, wenn die Gleichkanalstörungen dermaßen stark sind, dass man einen Sender im eigentlichen Zielgebiet nicht mehr störungsfrei empfangen kann (Als Beispiel die von dir genannte 97,3 in Ludwigshafen). Der Sendeturm ist niedrig, die Leistung schwach und Nordheim sendet auf gleichem Kanal. Konsequenz: in Ludwigshafen gibt`s teilweise sogar bei Sichtverbindung zum Turm Zischeln im Hintergrund.

von MainMan - am 29.04.2004 07:58
Hier im Grenzraum D/NL/BEL gibt es auch wunderbare Koordinationen(sagt man das so?):
z.B. 107.3 Welkenraedt(B)-Sittard(NL)
107.0 Landgraaf (NL)-Eupen (B) (das ist ja nur ein Interimszustand)
105.7 Kerkrade (NL)-Verviers(B)-Liège(B), letztere beiden keine 25km auseinander
107.6 Maaseik (B)-Verviers (B)
107.2 Margraten vs. 107.3 Welkenraedt ist auch sehr witzig
107.2 Seraing vs. 107.3 Welkenraedt ebenfalls
oder
104.7 Nordhelle
104.8 Roermond
104.9 Welkenraedt
grossräumig gesehen alle drei fast gleichstark
103.8 Nordhelle vs 103.9 Hulsberg
97.2 Eys(NL)-Simmerath(D)
96.9 Brunssum vs. 97.0 Hosingen
99.7 Brunssum(NL)-Kleve(D)-Monschau(D)
91.8 Kelmis (B)-Hohe Warte (D)
101.1 Verviers(B)-Anderlues(B) - kommt hier immer ein schöner Mischmasch an
101.6 Roermond (NL)-Verviers (B)
und immer wieder gern gehört
100.1 Aachen(D)-Liège(B)-Lopik(NL) vor allem letzterer knallt bei Tropo schön bis nach Aachen rein
100.5 Petergensfeld(B)-Teutoburger Wald(D)-100.4 Bonn (D)
103.3 Langenberg(D)-Liège(B) gibt hier ein schönes Mischmasch
102.7Aachen(D)-Nordhelle(D)-102.8Wesel(D) - alle mit demselben berühmten Programm, nur echt mit Rauschgarantie

man sieht, es ist immer wieder spannend, tlw. ändert sich der Empfang alle paar hundert Meter

von PeterSchwarz - am 29.04.2004 08:13
@ MainMan: Auf 99,9 stören sich z.B. auf der schwäbischen Alb Säntis und Königsstuhl ganz massiv; in Stuttgart ist kaum mehr (oder gar kein) ein Empfang des Säntis möglich.
Weitere ärgerliche Gleichkanalbelegungen:
105,6 SWR 4 Donnersberg vs. DRS 3 Säntis der Säntis musste wegen dem Donnersberg 1992 einen starken Einzug gen Norden machen. Donnersberg kommt unter Normalbedingungen auch noch in die Region Zürich und ins Glarnerland.
102,8 Radio 24 vs- R. Regenbogen Heidelberg am Bodensee gibts teilweise hübsche Störungen zwischen den beiden Sendern.



von dxbruelhart - am 29.04.2004 08:16
Die 107,7 ist nicht auf dem Heidelberger Königsstuhl koordiniert, sondern in Weinheim an der Wachenburg, Überschneidungen mit der 107,7 vom Frauenkopf sind so gut wie nicht vorhanden. Zwar gibt es seit der Leistungserhöhung auf 4kW im Neckartal hinter Heidelberg einige Stellen, an denen man als Dxer tatsächlich beide Programme loggen kann. In Ihren jeweiligen Verbreitungsgebieten (Großraum Stuttgart bzw. Weinheim und Südhessen) stören sich die Sender aber nicht.

@ MainMan:

Weinheim! Logisch, hab' ich Mist geschrieben...
Gegenseitige Störungen gibt es auch auf der A 6 zwischen Wiesloch und Sinsheim sowie auf der B 45 Neckargemünd-Sinsheim.

Gleiches gilt für 99,9 HD-Königsstuhl versus 99.9 Säntis. Sind zwar High-Power Sender, aber zwischen beiden liegen über 250km Distanz. Störungen im Sendegebiet durch den jeweils anderen Sender sind mir nicht bekannt.

Ist im Prinzip richtig und seit der SDR/SWF-Fusion auch belanglos geworden.
Bis 1998 störte Säntis den technisch möglichen Empfang von SDR 3 in Mittelbaden (Bühl, Achern) sowie in einigen Höhen des Nordschwarzwaldes (nach Stuttgart abgeschattete Westhänge).
Auf der A 5 konnte ich SDR 3 99,9 bis Lahr empfangen; zwischendurch bei Achern war/ist auf einigen Kilometern aber Säntis stärker.

von Manager. - am 29.04.2004 10:57
Viel störender für die 107.7 aus Weinheim ist die 107.6 vom Bornberg, der an der Bergstrasse fast wie ein ortssender einfällt, an der Weinstrasse kommt dafür dann Weinheim umso besser rein.
Heidelberg und Säntis auf 99.9 sind dagegen wirklich ärgerlich.
Da gibt es doch ein grösseres Überschneidungsgebiet im Raum Stuttgart, da sind die Störungen massiv!
Säntis, wenn auf freier Frequenz, hat schon bei mässigen Leistungen zw. 32 und 58kW eine Riesenreichweite, die 107.8 habe ich schon im Autoradio (mit SHARX) bei Hockenheim gehört, stationär kommt Säntis mind. bis in den Taunus! Heidelberg mit seinen 100kW geht natürlich auch weit.
Die 97.8 z.B. wird im Westerwald fast nahtlos von Bonn (BFBS) abgelöst. Kurz nach der Mosel kommt dann nochmal Heidelberg, bevor dann endlich Bonn übernimmt.
Ähnlich sieht es mit Regenbogen auf 102.8 aus, der wird zwar bald eingeklemmt zw. Nordhelle 102.7 und Bad Marienberg 102.9, mit schmalen Filtern kann man ihn aber noch bis in die Eifel hören.
Im Raum Stuttgart war die 99,9 schon immer ein Ärgernis, während 105,6 DRS 3 und noch früher 103,1(?) einwandfrei ging, mancherorts schon mit dem "nassen Faden"!

Andreas M.: Kommt Salzburg in Augsburg wirklich noch so fett?

Auch im Raum Stuttgart gibt es noch so ein paar Schwachsinnskoordinierungen jüngeren Datums:
91.4 Lützenhardt und Pforzheim vs. (alt angestammt) Büttelberg
97.2 Stuttgart-Münster vs. (völlig überflüssig) Mötzingen und Wiesensteig
90.6 Wiesensteig vs. Hardberg (kommt da eigentich fast wie Ortssender durch Reflexionen an den Albhängen)

Sehr ärgerlich hier die Nachbarkanalstörungen:
100.3 Geislingen-100,4 Hornisgrinde und Hohenpeissenberg (die Reichwete der 100.3 ist somit auf die einer 300Watt-Funzel begrenzt, dieser Sender ist reine Energieverschwendung, das habe ich dem Kretschmann schon als "Halbstarker" anno 1989 erzählt!)

101.8 Backnang-Karlsruhe-Ulm (da fällt mir nix mehr zu ein)

105.2 Langenbrand - 105.1 Heubach wenigstens mit dem selben "Programm" belegt (sofern man das so nennen kann), die Effekte erinnern aber mitunter an die berühmte DLF-Zischelparade 102.7/102.8, wenn das auch bei der Geräuschkulisse von Pickel FM kaum auffällt. Wenigstens ist hier das Überschneidungsgebiet durch die 89.5 andersweitig abgedeckt.
Ach ja, 89.5 und 89.7, das Piggeldy-Duo verhindert wunderbar Ö3 im Raum S sowie auf der nördlichen Alb.

Die allertollsten Geniestreiche hat man gottseidank wieder behoben.
Wir erinnern uns an
104.6 Esslingen - Schorndorf.
Die Orte sind keine 25km Luftlinie auseinander, der Schurwald liegt dazwischen.
Anfangs sendete Schorndorf irgendwo im Tal rum, dann hatte man die glorreiche Idee, die Antenne an einern Wasserturm in Oberberken im Schurwald zu hängen. Von da ab konnte man im Altkreis Nürtingen Richtung Alb immer schön im Wechsel Radio ES und RMB hören. Im Schurwald natürlich genau das Gleiche.
Dazu meine Lieblingsanekdote:
Übertragung der RMB-Sendung "Volkstümlicher Frühschoppen" vom Dorfhock in Manolzweiler (genau zw. ES und SCH) Dort konnte "topographisch bedingt" Esslingen besser gehört werden, obwohl das Kaff zum Rems-Murks-Kreis gehört.
Deshalb wurde dann ausnahmsweise Fritze Bäuerle und sein Frühschoppen auch über Radio ES ausgestrahlt.

Ganz toll auch:
100.7 Mühlacker - 100.8 Kirchheim/Teck - 100.9 Tübingen
Ich war 1988 eigentlich Stammhörer von Radio Achalm 100.9. Genau solang, bis dann die Kirchheim-Funzel aufgeschaltet wurde. Der kam bei mir dann so stark, daß ich schon mit der Antenne gewaltig rumspielen musste (hatte noch keine Yagi auf dem Dach) um überhaupt noch Achalm zu hören.

Da ich damals erst 13 war, schnappte ich mir dann Radio-Walkman und Fahrrad und düste Richtung Kirchheim um a) zu gucken wo das Ding steht und b) nachzuschauen, wie weit der kommt.
An den Bürgerseen vor Kirchheim (ca 1,5km vom Senderstandort Faberstr. entfernt) kam klar und deutlich Radio Achalm auf 100.9 sowie Bürgerradio auf 100.7. Von Radio ES war fast nix zu hören.
Der Sender kam also nicht mal über die Hahnweide rüber. Richtung Teck war es auch nicht anders.
Auch hier dominierte bereits zwischen Nabern und dem Bühl Tübingen und Mühlacker.
Und das Lenninger Tal rauf wars eine Katastrophe.
Bereits in Dettingen war die 100.8 angekratzt, in Owen war schon wieder TÜ stärker (obwohl tlw. Sicht Richtung Faberstrasse),
nach Wendlingen runter ging es zumindest noch in Ötlingen ganz gut, in Wendlingen ging es grade noch so, dann gab es noch einige Punkte in Zizishausen und Unterensingen, wo Mühlacker und Tübingen so gut abgeschirmt waren, das man den Lokalsender tatsächlich hören konnte.

Dazu noch ne Insider-Anekdote:
Esslinger Zeitung und Teckbote mussten das Projekt "Radio ES" ohne die Nürtinger Zeitung bestreiten, da diese sich weigerten, einen Sender mizubetreiben, der in Nürtingen gar nicht empfangen werden konnte.
Die Kapazität für dort war noch nicht koordiniert.
So engagierte sich die NZ dann mit ihrem Mantellieferanten Stuttgarter Nachrichten bei der (sehr schnell dank starker Frequenz erfolgreicheren) KOnkurrenz Antenne1.
Die Nürtinger Frequenz 106.8 für ES kam erst Mitte der 90er-Jahre.

Erst Ende 2001 wurde die Kirchheim-Funzel abgeschaltet, um Energy auf 100.7 freie Bahn zu machen.
Ulkigerweise kommt der zw. Stuttgart und Alb schlechter (stark verzerrt) als früher Mühlacker!

von PeterSchwarz - am 29.04.2004 14:33
@Peter Schwarz:
Die 100,8 in Kirchheim wurde erst Ende 2002 abgeschaltet.

Die - offenbar recht starken - Störungen zw. Säntis und Heidelberg auf 99,9 im Großraum Stuttgart waren mir nicht bekannt (hab halt in der Ecke bisher so gut wie nie zu tun gehabt :-)).
Dennoch: in Ihrem eigentlichen Zielgebiet stören sich die beiden Sender nicht, dasselbe gilt für die 107,7 Weinheim vs. Stuttgart. Wenn sich auf der A 6 zwischen Sinsheim und Wiesloch das Stuttgarter Lokalradio verabschiedet und der Lokalsender für Rhein-Neckar-Odenwald anklopft (ist bei der SSL-Mucke wörtlich zu nehmen :D) ist das doch völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass es im jeweiligen von der LFK zugewiesenen Lizenzgebiet der Sender zu keinen Störungen kommt, und das ist ja auch nicht der Fall!
Anders sieht die Situation beispielsweise in Ludwigshafen aus, wo das D-Radio auch innerhalb der Stadt von France Inter bedrängt wird.

von MainMan - am 29.04.2004 15:09
Mir ist noch mehr eingefallen:

Wannenberg 107.0 vs. Grünten 106.9
Göttelborner Höhe 95.5 vs. Säntis 95.4
Witthoh 102.5 vs. Ravensburg 102.6
Sélestat 101.9 vs. Konstanz 101.8
Villingen-Schwenningen 102.0 vs. Pfänder 102.1
Les Ordons 94.2 vs. Raichberg 94.3
Weinheim vs. Güglingen 100.7
Bad Rehburg 89.4 vs. Hoher Meißner 89.5



von hornig - am 29.04.2004 20:31
Bei WDR 2 ist das recht nervig entlang der A48 zwischen Trier und Koblenz.
100.40 Bonn vs. Hornisgrinde
93.50 Nordhelle vs. Hornisgrinde
101.00/101.10 Eifel vs. Donnersberg

Ähnliches bei Einslive
104.70 Nordhelle vs. Kettrichof
102.40/102.50 Bonn vs. Gr. Feldberg
105.50/105.60 Eifel vs. Donnersberg

Und nicht zu vergessen die leidigen DLR-Frequenzen
99.80 Bendorf vs. 99.90 Heidelberg
104.60 Saarburg vs. 104.50 Mainz vs. 104.70 Nordhelle
102.70 Nordhelle vs. 102.60 Saarburg vs. 102.80 Heidelberg

Sowas muß echt nicht sein!!!

von WellenJäger - am 29.04.2004 21:27
MainMan: Unser Spruch bei DX-peditionen war bei SSL-Empfang auch immer: "Oh, ich glaub da klopft Mudau (bzw. Heidelberg) rein!
Und Du hast natürlich recht, Kirchheim 100.8 war bis kurz vor Weihnachten 2002 aktiv. Mir kams nur irgendwie schon so lang vor...
Die Abschaltung war ein schönes Weihnachtsgeschenk. Seither laufen auf 100.8 SWR1 Kettrichhof und Radio 8 Burgbernheim. Evtl.- könnte auf der Alb auch der Empfang von Antenne Südtirol wieder einfacher sein, aber die haben ja selbst immer techn. Probleme mit der Flatsch.

107.0 Wannenberg ist auch eine Super-Koordination.
Die hab ich mal beobachtet auf dem Weg durch die Schweiz auf der AB Richtung Bern. Ständig nur Störungen durch B5, nur wenn Richtung Osten ein Hang war gings mal gut.
Auf der deutschen Seite dürfte das kaum anders sein, lediglich da, wo das Klettgau durch den Hohen Randen nach Osten abgeschrimt ist, könnte es besser gehen.

Ach ja, der Herr Wellenjäger sollte jetzt mal was über die deutsch-luxmeburgische Grenze erzählen, von wegen Saarburg/Luxmeburg 101.2! Das ist ganz ganz herrlich.
Sehr schön dort drüben auch 107.9 Rockland Bitburg va. 107.8 Contact Vielsalm vs. 107.7 DNR Blaschette

Stören sich Gong/Energy auf 106.9 Würzburg/Nürnberg nicht irgendwo? Ich hab in Frickenhausen schon ein programm auf 106.9 empfangen mit Charts-Mucke, aber es war durch die Übersprechungen von 106.8 Nürtingen so unlesbar, das ich nicht weiss, welcher von beiden es war: ich kann nämlich beide Standorte empfangen: Frankenwarte und Nürnberg-Fernmeldeturm.

Ach ja, die WDR-stört-sich-selbst-Fälle sind auch gut:
95.7 Witzhelden vs. 95.8 Ederkopf vs. Aachen 95.9
nebst
103.7 Kleve vs. 103.8 Nordhelle
oder
98.6 Köln vs. Olsberg

von PeterSchwarz - am 29.04.2004 21:48
JAA, Herr Schwarz, die Luxemburger Verhältnisse sind zum Schreien!!! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Eigentlich könnte man die ganze FMLIST LUX hier veröffentlichen ;-)

105.00 Luxemburg+Marnach vs. 105.10 Bitburg vs. 105.20 Echternach
104.10 St. Vith vs. 104.20 Clerveaux
104.20 Esch/Alzette vs. 104.30 Longwy (Das sind ca. 10 km)
106.40 Trier vs. 106.50 Echternach vs. 106.60 Eifel
103.60 Dudelange vs. 103.70 Saarbrücken
107.20/107.30 diverse Standorte vs. 107.10 Haardtkopf
102.20 diverse Standorte vs. 102.10 Eifel

Und die Fehlkoordination par excellence: 101.20 Luxemburg vs. 101.20 Saarburg im kW-Leistungsbereich!

von WellenJäger - am 29.04.2004 22:06
> 107.0 Wannenberg ist auch eine Super-Koordination.
Die hab ich mal beobachtet auf dem Weg durch die Schweiz auf der AB Richtung Bern. Ständig nur Störungen durch B5, nur wenn Richtung Osten ein Hang war gings mal gut.
Auf der deutschen Seite dürfte das kaum anders sein, lediglich da, wo das Klettgau durch den Hohen Randen nach Osten abgeschrimt ist, könnte es besser gehen.


Im eigentlichen Zielgebiet zwischen Waldshut und Jestetten geht die 107,0 grösstenteils ganz gut, weil der Grünten dort nicht so stark ankommt. Aber auf einer besseren Frequenz käme man natürlich viel weiter und die mobilen Seefunk-Empfangslöcher westlich von Singen wären damit auch gestopft...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.04.2004 07:13
In den Regionen, in denen ich mich meist bewege, kommt die 107,0 vom Wannenberg ganz gut; konkret: auf der Autobahn A1 zwischen Aarau über Zürich bis Uster ist einwandfreier Ortssender-Empfang der 107,0 möglich. In der Schweiz funken aber auch noch 2 andere Sender auf 107,0, die an manchen Orten den Empfang von Seefunk-Radio schon "zur Sau" machen; es sind dies R. Grischa von Valzeina-Mittagberg und DRS 3 vom Strichboden - beides Standorte, die noch recht weit gen Norden kommen.
@ Rolf, der Frequenzenfänger: Welche andere, bessere Frequenz würdest Du denn vorschlagen? IMHO ist die 107,0 doch recht brauchbar.



von dxbruelhart - am 30.04.2004 10:54
Naja, nachdem hier einige auch Nachbarkanalbelegungen aufgeführt haben, die unglücklich sind, kann ich noch mit folgenden Schmankerln aus meiner Gegend auftrumpfen:

97.2 DRadio Rosenheim 97.3 Bayern 3 Ismaning
96.2 DLF Rosenheim 96.1 Bayern 3 Untersberg
105.2 Radio Arabella Isen 105.3 Antenne Bayern Högl
107.2 Klassik Radio München 107.1 B5aktuell Hochberg
88.3 DRadio Traunstein 88.4 Bayern 2 Ismaning
94.5 M94,5 München 94.4 Bayern 3 Brotjacklriegel
90.2 Radio Alpenwelle Miesbach 90.3 AFN Prien
100.0 DRadio Augsburg 100.1 DLF Brotjacklriegel



von Andreas W - am 30.04.2004 11:26
> Wie wärs denn, wenn Radio Seefunk am Wannenberg auf die 95.1 von SWR1 Baden-Württemberg wechselt?

Ne ne, lass' mal ruhig die 95,1 so wie sie ist... für durchgehend sauberen SWR1-Empfang von Waldshut bis Singen braucht es die 95,1! Eher könnte man mit der 87,7 von SWR4 LO tauschen, denn im Kreis Konstanz ist dann ja bereits das FN-Regionalprogramm zuständig, so dass der grosse Overspill des LO-Programms nicht unbedingt nötig wäre. Andererseits würde ein Stereo-Programm auf der 107,0 das Problem noch mehr verschärfen, so dass dann vielleicht B5 deutlich schlechter zu hören wäre. Also ist der (Mono-)Seefunk auf 107,0 neben dem (Mono-)B5 auf 106,9 bei genauerer Betrachtung wohl doch die beste Lösung.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.05.2004 06:35
In Norddeutschland nerven besonders solche Konstellationen wie z.B.

Ostseewelle 107.3 (100 KW) aus Schwerin gegen Delta Radio auf 107.4 aus Kisdorf/Kaltenkirchen (16 KW) - Die Luftlinie zwischen zwei starken Funkmasten beträgt gerade mal 98 Kilometer.
Radio Bremen 4 auf 101.2 aus Bremen-Walle (100 KW) gegen Radio Bob! auf 101.1 aus Kisdorf/Kaltenkirchen (20 KW) - Die Nähe von nur 126 Kilometern Luftlinie zwischen beiden Sendeanlagen führt bei den hohen Sendeleistungen zu einer weitreichenden Überschneidung der Sendebereiche.
In sehr weiten Teilen des südlichen Empfangsgebietes von Radio Bremen 4 (von Bremen-Walle 101.2) stört auf gleicher Frequenz HR3 vom Sender Habichtswald.
Und in Bad Oeynhausen sendet der Deutschlandfunk auf 93.9 gegen die 93.8 von Radio Bremen 1 aus Bremen-Walle (100 KW), allerdings mit nur 50 Watt.

Die beiden Senderstandorte Braunschweig-Broitzem (Radio ffn, 103.1, 15 KW) und Pritzwalk (Fritz, 103.1, 60 KW) liegen immerhin 153 Kilometer auseinander, doch in der Altmark und im Wendland überschneiden sich die Sendebereiche, und sogar in Stendal ist der eigentlich sehr starke Empfang von Fritz noch durch Störungen von ffn leicht angerauscht.
In westlicher Richtung, z.B. in und um Hannover herum, stört die 103.1 von ffn aus Broitzem auch noch den Empfang von BFBS 1 auf 103.00 vom Sender Bielefeld/Hünenburg. Die Entfernung zwischen den beiden starken Transmittern beträgt 147 Kilometer.

Im Norden des Harzes stört Radio Brocken aus Wernigerode auf 105.4 (500 Watt) den Empfang von WDR EinsLive auf der 105.5 vom Bielstein (100 KW). Im Stadtgebiet von Wernigerode wird EinsLive von Radio Brocken völlig weggedrückt, während WDR 2 - 5 hörbar sind.

In Jena (Thüringen) hat man einfach die 89.5, auf der man früher HR3 vom Hohen Meißner hören konnte, mit dem Nachrichtensender MDR Aktuell belegt und so die lästige Radio-Konkurrenz aus Hessen aus der Stadt verbannt, denn HR3 wurde im Osten schon zu DDR-Zeiten sehr gerne gehört, wo es ging.
Auch in Halle (Sachsen-Anhalt) war bis zur Aufschaltung des eigentlich unnötigen Füllsenders für MDR Jump auf 89.6 (100 Watt) der Empfang von HR3 auf der 89.5 vom Hohen Meißner möglich, jetzt kann man das zumindest im Innenstadtgebiet so ziemlich vergessen.
Auf 91.9 kommt auch noch schwach Fritz vom Sender Belzig (30 KW, 86 km) rein, doch der wird besonders im Süden der Stadt schon nervigerweise von Deutschlandradio Kultur aus Zeitz (54 km, 1 KW) angekratzt.

In Ostsachsen kann man theoretisch alle Sender aus Calau bei Cottbus (RBB und BB Radio) noch bis südlich von Görlitz und sogar bis an die tschechische Grenze heran hören, nur der Empfang von Radio Eins auf 95.1 wird in Görlitz schon seit längerer Zeit durch den polnischen Katholikensender Radio Maryja auf 95.2 (1 KW) vereitelt. Als ob das nicht bereits Störung genug war, schaltete man 2013 auch noch im 20 km nördlich gelegenen Niesky einen "Füllsender" für den Hit-Dudler R.SA auf 95.0 zu, wodurch sich seither die Reichweite von Radio Eins leider noch weiter verkürzt hat.


Im Süden finde ich ärgerlich, dass der Empfang von ORF-Sendern und insbesondere von deren alternativen Jugendprogramm FM4 vielerorts jenseits der österreichischen Grenzen arg gestört oder stellenweise auch völlig unhörbar gemacht wird, teils auch schon recht nah an deren Senderstandorten, wo normalerweise noch recht guter Empfang möglich wäre. Besonders von Störungen betroffen ist dabei auf der deutschen und mehr noch auf der Schweizer Seite der Sender vom Pfänder bei Bregenz.

Baden-Württemberg:
FM4 102.1 vom Pfänder/Bregenz (50 KW) gegen 102.0 Radio Neckarburg (3 KW) in Villingen-Schwenningen (Zwischen den zwei Senderstandorten liegen nur 117 Kilometer Luftlinie)

Bayern:
FM4 102.1 vom Pfänder/Bregenz (50 KW) wird in und um Augsburg von der 102.1 Bayern 4 Klassik aus Augsburg völlig unhörbar gemacht, auch wenn der Sender angeblich nur 100 Watt haben soll, was ich nicht glaube. Die Entfernung der Senderstandorte zueinander beträgt 126 Kilometer Luftlinie.

Schweiz/Winterthur:
102.0 : Radio 1 Winterthur/Brüelberg (200 Watt, 4 km)
102.1 : FM4 vom Pfänder/Bregenz (50 KW) - Entfernung nur 77 Kilometer Luftlinie
102.1 : Radio Pilatus vom Rooter Berg aus Root (1,5 KW) - Entfernung 50 Kilometer Luftlinie

Schweiz/Zürich:
102.1 : FM4 vom Pfänder/Bregenz (50 KW) - Entfernung 94 Kilometer Luftlinie
102.1 : Radio Pilatus vom Rooter Berg aus Root (1,5 KW) - Entfernung 30 Kilometer Luftlinie

Schweiz/Zug:
102.1 : FM4 vom Pfänder/Bregenz (50 KW) - Entfernung 102 Kilometer Luftlinie
102.1 : Radio Pilatus vom Rooter Berg aus Root (1,5 KW) - Entfernung 10 Kilometer Luftlinie

93.3 : Ö1 - Pfänder/Bregenz (50 KW, 102 km)
93.3 : Radio Sunshine (60 Watt) - Menzingen/Ochsengutsch (6km)

89.6 : Ö3 - Pfänder/Bregenz (50 KW, 102 km)
89.6 : Radio Central (60 Watt) - Menzingen/Ochsengutsch (6km)

Triest/Italien:
Hier könnte man theoretisch die ORF - Sender über den Turm Klagenfurt 1/Dobratsch-Villacher Alpe hören, der aus nur 106 Kilometer Luftlinie Entfernung mit 100 KW sendet.
Aber denkste! Pustekuchen! Hier hat man ganze Arbeit geleistet und jedes einzelne Programm wurde so schön überlagert, dass man trotz der Nähe zum Sender hier garantiert gar nichts mehr hören kann. Und falls jemand gute Antennen haben sollte und etwa alternativ versucht, die Frequenzen vom 156 Kilometer entfernten Wolfsberg ran zu holen, der wird dessen Frequenzen ebenfalls sämtlich und ebenso gründlich überlagert vorfinden.
Ö1 auf der 92.8 wird weg gedrückt von Radio Zeta - L'Italiana auf 92.7 (Triest, 500 Watt)
Ö3 auf der 90.4 wird weg gedrückt von Radio Italia - Solo Musica Italiana auf 90.3 (Triest, 500 Watt)
FM4 auf der 102.9 wird chancenlos gekillt von Radio Company (ebenfalls 102.9, 5 KW, aus Triest)
Radio Kärnten auf 97.8 wird weg gedrückt von Radio Attività News auf 97.9 (Triest, 500 Watt)

von Patty-Teddy - am 18.08.2016 02:46
Angesichts der Zahl der verfügbaren Frequenzen geht das nunmal nicht anders.
Ich glaube kaum, dass der BR-Klassik-Sender in Augsburg irgendwo in Vorarlberg noch stört. Oder dass Kaltenkirchen in Bremen selbst Störungen verursacht. Oder umgekehrt. Also ist doch alles ok.
Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass ein Signal, das in seinem Versorgungsgebiet gewisse Reserven aufweisen muss, unter günstigen Bedingungen sehr weit übers Versorgungsgebiet hinaus reicht. Das ist schlicht und ergreifend Physik, das geht nicht anders.

von DH0GHU - am 18.08.2016 06:42
Die 90,5 Vivacite, könnte man auch noch in Koblenz empfangen, wenn auf selbiger Frequenz nicht der DLF senden würde! Und der DLF sender scheint recht weit zu gehen, schon vor Linz ist Schluss, die 90,5 ist hier durch andere sender quasi nicht mehr zu empfangen.

Die 99,0 von Ö3 ginge hier Theoretisch hin und wieder, bekommt aber kaum ne chance, da der SWR und der HR immer stärker sein werden.

Das 3 schweizer Radio auf der 105,6 ist gegen SWR4 KL komplett chancenlos, im ganzen Südwesten! Die 107,8 würde evtl noch hin und wieder durch kommen, wenn es die Funzel von Antenne AC nicht gäbe

RTL vom Brocken, hat hier gegen DLF keine chance 89,0/89,1/ SWR1 89,9

Dasding 99,4 Koblenz gegen 99,4 SWR3 aussm Ahrtal. Dasding 91,3 aus bad Marienberg gegen DLF aus Kölle.

Der DLF stört ja selbst noch auf der 89,3 den HR3. Alt aus sieht auch FFH auf der 105,9 gegen Radio Erft auf der 105,8 , in beiden fällen kann man sich ne halbe Frequenz neben der Hauptfrequenz einigermaßen aushelfen.


Das sind nur paar wenige Beispiele. Nu gibts ja DAB damit hat man das Problem schon mal nicht mehr. Aber auch da werden irgendwann die Frequenzen/Muxxe knapp

von Rheinländer - am 18.08.2016 07:04
Mal einige Gleichkanalstörer in meiner Region:

87.8 Radio Blanik (Prag, CZ) vs.
87.8 PR3 (Zagan, PL)

91.2 CRo 2 (Prag, CZ) vs.
91.2 PR1 (Zagan, PL)

97.4 Frekvence 1 (Pardubice, CZ)
97.4 CRo Sever (Frdylant, CZ)

97.5 Hey Radio (Jablonec, CZ) vs.
97.5 Radio ZET (Zagan, PL)

103.2 CRo 2 (Votice, CZ) vs.
103.2 Fritz (Calau, DE)

104.7 CRo Pardubice (Pardubice, CZ) vs.
104.7 PR2 (Zagan, PL)

106.0 Radio Impuls (Pardubice, CZ) vs.
106.0 PR Zachod (Zagan, PL)

106.7 Muzyczne Radio (Bogatynia, PL) vs.
106.7 Muzyczne Radio (Swieradow, PL)

Na, fällt jemanden was auf? ;)

von Cha - am 18.08.2016 09:08
Was in den letzen 12 Jahren noch dazugekommen ist hier:
Der Grünten kommt hier mit durchschnittlich 70 dBµV/m an; seit 2007 sendet hier auf 88,7 Radio Central und auf 90,7 Radio Zürisee, beide vom sehr weitrechenden Standort Mollis-Wälschbüel, das sorgt dafür, dass die hiesigen Privatradios auf diesen Frequenzen nicht in Stereo empfangen werden können...
Auf 95.80 senden jetzt Radio 24 von Uster Freudwil-Buechholz und DRS1 von Steg-Waldsberg nebst Rete Uno von Valzeina-Mittagplatte gegen den Grünten an.
Auf 106.90 sendet auch noch Radio Central von Rothenturm gegen den Grünten an.
Und auf 104.40 sendet Pilatus gleich mit 2 Sendern gegen den Grünten an: Ennetmoos-Mutterschwandenberg und Geuensee-Höchweidwald...

von dxbruelhart - am 18.08.2016 13:51
Echte Profis in NRW. Bekanntlich hat ja auch der WDR mit 11D genau den richtigen DAB-Kanal gegen Overspill aus Bayern erwischt, die Belgier helfen mit 11A gegen Feindsender aus RP, und auch die Hessen können dank tatkräftiger Gleichkanalunterstützer nicht sinnvoll richtung NRW senden.
Nur beim BOS-Funk haben sie versagt und nicht mit dem kooperativen Verhalten im Ausland gerechnet. Sonst hätte der WDR sicher 2011 noch schnell einen Mux auf 5C in Belgien gesponsort ;)

von DH0GHU - am 18.08.2016 18:15
Für mich am ärgerlischten imTV-Bereich
K46 Torfhaus/Harz / Kreuzberg/Rhön. Ist aber nächstes Jahr Geschichte. (Kanalwechsel beider Standorte)

K43 Uelzen / Heidelstein/Rhön. Ab nächstem Jahr dann Uelzen /Kreuzberg/Rhön.
Hier könnte aber höhrer Antennenwand hilfreich werden.
Bisher nie gemacht, da mich der Mux nicht interssierte (ARD). Ab nächstem Jahr dann BR-Mux - mit Mehrwert für mich.

von bikerbs - am 18.08.2016 19:26
Das ärgerlichste für mich ist immer noch 106,3 Hornisgrinde gegen 106,3 Bad Marienberg. Das gibt einen riesigen Störmatsch, der den DLF-Empfang in nahezu ganz Rheinland-Pfalz verhindert, während es SWR4 egal sein kann, ob das Koblenzer Regionalprogramm von SWR4 außerhalb des Sendegebietes gestört wird.

Auch immer für ein Wechselspiel gut ist 106,1 Heidelberg gegen 106,1 Eifel-Bärbelkreuz. Selbst an einigen Odenwaldhängen ist DKultur stärker als der ex-SSL-Sender.

von RheinMain701 - am 18.08.2016 19:45
Zitat
DH0GHU
Echte Profis in NRW. Bekanntlich hat ja auch der WDR mit 11D genau den richtigen DAB-Kanal gegen Overspill aus Bayern erwischt, die Belgier helfen mit 11A gegen Feindsender aus RP
...


Aber sicher doch.....leider alles falsch.
Richtig ist, dass die Bayern mit allen Mitteln den Empfang des "linken" WDR im Norden Ihres Bundeslandes verhindern wollten und deswegen den 11D koordiniert haben.

Wenn ich hier so Einiges lese, glaubt ihr eigentlich selbst, was ihr so schreibt?

von vossi68 - am 18.08.2016 20:10
Zitat
DX OberTShausen
107,9 Hohe Wurzel gegen Kreuzberg ist für mich immernoch am ärgerlichsten.


Das ist wirklich der größte Mist. Der Überlappungsbereich, in dem beide Sender nicht richtig hörbar sind, ist riesig. Man muss nur mal die A63 oder A5 von Mainz nach Süden fahren. Dabei ist die potenzielle Reichweite der Hohen Wurzel enorm, ich habe sie schon hinter Kaiserslautern brauchbar im Auto empfangen, genauso auf der A61 bei Boppard oder an der südlichen Bergstraße. Eine der Top-Frequenzen im Rhein-Main-Gebiet, und dann sowas :heul:

von ScheichManfred - am 18.08.2016 20:22
Da kann ich mich doch nicht zurückhalten...:mad:
Zur Erklärung folgendes: ich habe das Jahr 1991 größtenteils in Den Haag (NL) verbracht. Zu der Zeit konnte man in Den Haag in Wohngebieten ohne Hochhausschluchten, sowie in den Vororten (z.B. Rijswijk) so gut wie ständig diverse BBC-Sender und belgische Sender (damals noch BRT) hören. Selbst deutsche Sender gingen im Auto bis 15 km vor Den Haag (Zoetermeer) damals zwar nicht immer, aber sehr oft.

Seit über einem Jahrzehnt bin ich wiederum in Den Haag -genauer: Rijswijk- beruftstätig und verbringe etwas mehr als die halbe Woche dort. Kein Spur mehr von ausländischen Sendern.

BBC R2 Tacolneston (1991 mein Lieblings- bzw. Stammsender) 89,7 vs. Amor FM 89,8 Den Haag
BBC R3 Tacolneston 91,9 vs 92,0 Den Haag FM
BBC R4 Tacolneston 94,1 vs. NPO Radio 4 Den Haag 94,1 (GW, QRP, zum Glück gibts LW 198)
BBC R1 Tacolneston 99,3 vs. Radio 8FM Den Haag 99,4

VRT R1 Schoten 94,2 vs. Ijsselsein (Lopik) NPO R4 94,3
VRT Radio Klara Schoten 96,4 vs. NPO R3 Den Haag 96,5
VRT R2 Schoten 97,5 vs. Decibel Rotterdam Waalhaven 97,6

Wenn das Zufall ist, dürft ihr mir hier im Forum einen neuen Foren-Nick verpassen...:angry:

von Zintus - am 18.08.2016 20:24
Zitat
Zintus
BBC R2 Tacolneston (1991 mein Lieblings- bzw. Stammsender) 89,7 vs. Amor FM 89,8 Den Haag
BBC R3 Tacolneston 91,9 vs 92,0 Den Haag FM
BBC R4 Tacolneston 94,1 vs. NPO Radio 4 Den Haag 94,1 (GW, QRP, zum Glück gibts LW 198)
BBC R1 Tacolneston 99,3 vs. Radio 8FM Den Haag 99,4:


Ist die BBC jetzt für die Niederlande zuständig?
Wir sind in 2016 und man versucht seit über 20 Jahren, aus dem UKW Band rauszuquetschen was geht....
Mich wundert nur, dass sich heute noch jemand drüber aufregt.

von vossi68 - am 18.08.2016 20:57
Zintus, das lag schlicht und einfach an der Zerobase 2003 mit ihren weitreichenden Folgen. Die Niederländer kamen auf die Idee, "mal eben" neun landesweite Privatketten zu schalten. Dass sie gerade Richtung Westen das Band füllen, wo es keine allzu nahe Grenze mit Nachbarländern gibt, dürfte klar sein. Trotzdem möchte ich behaupten, dass in der Randstad das Band nicht übermäßig voll ist. Die ÖRs wie auch die Privaten gehen meist über maximal zwei QRGs brauchbar. Hier handelt es sich in der Regel um Hilversum oder IJsselstein als zentraler Sender sowie um einen Transmitter am Rande (Wieringermeer, Markelo, etc., je nach Himmelsrichtung). Und die BBC hat nunmal keinen Versorgungsauftrag für die Niederlande, so leid es mir tut. Die Zeiten eines leeren Bandes sind vorbei.

von NurzumSpassda - am 18.08.2016 23:30
Naja, wobei es die Niederländer da ganz "schlau" gemacht haben, denn die haben sich immer 100kHz neben den starken Sender gesetzt, d.h. die typischen Zischelgeräusche als wenn beide auf der selben Frequenz senden gibt es nicht. Dafür müssten die Sender wenigstens bei Tropo mit einem trennscharfen Empfänger wieder dekodierbar sein.

Tolle Koordinierungen gibt es öfters :kotz::
95,4 Münster v.s 95,4 Bad Marienberg
103,4 OS vs. 103,3 Langenberg ... kommt gleich nach 102,7 vs. 102,8 DLF

Auch gaaaanz toll:
91,5 Beckum vs. 91,5 Brocken :angry: In Beckum geht der Harz generell immer sehr gut. Klasse Sache, was der DLF da gemacht hat. Aus Westen die 91,4 Markelo aus Osten die 91,5 Brocken. Das normkonforme Empfangsgebiet dürfte sich auf 10m um den Sender begrenzen :rolleyes: Wenn die 103,0 aus BI an den DLF gehen sollte, dann dürfte die QRG wenigstens als erstes wieder wegfallen.

von Jens1978 - am 19.08.2016 06:00
Genauso, als Radio Bob auf die Idee kam, sich an meiner Zweit-QTH auf die 103,3 zu setzen. Seitdem ist der DLF vom Kreuzberg je nach Standort ein Ding der Unmöglichkeit bzw. mit dem klassischen Zischeln verbunden. Zum Glück haben meine Eltern noch eine Dachantenne, die sich über Motor ausrichten lässt. Mit den portablen Geräten funktioniert es nur, wenn man die Frequenz um 50 bis 100 Hz daneben ansetzt.

von rolling_stone - am 19.08.2016 07:54
Es wurde vielleicht schon genannt (hab jetzt nicht danach gesucht), aber bei Gedern-Besuchen fiel mir auch die 91.3-Problematik zwischen Rimberg (DLF) und Bad Marienberg (DASDING) auf. Je nach Berg-/Hanglage war mal der eine und mal der andere stärker. Okay, die Gebiete stören sich im Zielbereich bestimmt nicht. Aber durch die Tatsache, dass es dort keinen stärkeren DLF-Sender gibt, wird das mobile Hören zu einem Ausdauersport. :-)

von NurzumSpassda - am 19.08.2016 08:47
Zitat
vossi68
Zitat
DH0GHU
Echte Profis in NRW. Bekanntlich hat ja auch der WDR mit 11D genau den richtigen DAB-Kanal gegen Overspill aus Bayern erwischt, die Belgier helfen mit 11A gegen Feindsender aus RP
...


Aber sicher doch.....leider alles falsch.
Richtig ist, dass die Bayern mit allen Mitteln den Empfang des "linken" WDR im Norden Ihres Bundeslandes verhindern wollten und deswegen den 11D koordiniert haben.

Wenn ich hier so Einiges lese, glaubt ihr eigentlich selbst, was ihr so schreibt?


Hast Du den Smiley am Ende meines Beitrags übersehen? Allerdings glaube ich auch nicht, dass die Bayern irgendwas verhindern wollten. Taunus, Spessart und Rhön tun das schon von alleine ;)

von DH0GHU - am 19.08.2016 09:12
Zitat
Rheinländer
RTL vom Brocken, hat hier gegen DLF keine chance 89,0/89,1/ SWR1 89,9

Scharfes Equipment und ich schäle Dir 89.0 RTL problemlos auf den Anhöhen des Siebengebirges raus. Können mehrere Forenteilnehmer bestätigen die schon dabei waren.

Zitat
Rheinländer
Dasding 99,4 Koblenz gegen 99,4 SWR3 aussm Ahrtal. Dasding 91,3 aus bad Marienberg gegen DLF aus Kölle.

Stimmt. Wurde auch hier schon ausführlich diskutiert, wie dort schon mal mitgeteilt.
Zitat
Rheinländer
Der DLF stört ja selbst noch auf der 89,3 den HR3. Alt aus sieht auch FFH auf der 105,9 gegen Radio Erft auf der 105,8 , in beiden fällen kann man sich ne halbe Frequenz neben der Hauptfrequenz einigermaßen aushelfen.

Da ist RTL oben schwerer. Für hr3 braucht man nur was halbwegs trennscharfes. Vielleicht solltest Du Dir mal sowas kaufen. ;) Gleiches gilt für FFH und ERFT.

von Sebastian Dohrmann - am 19.08.2016 12:32
Zitat
DH0GHU
Angesichts der Zahl der verfügbaren Frequenzen geht das nunmal nicht anders.
Ich glaube kaum, dass der BR-Klassik-Sender in Augsburg irgendwo in Vorarlberg noch stört. Oder dass Kaltenkirchen in Bremen selbst Störungen verursacht. Oder umgekehrt. Also ist doch alles ok.
Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass ein Signal, das in seinem Versorgungsgebiet gewisse Reserven aufweisen muss, unter günstigen Bedingungen sehr weit übers Versorgungsgebiet hinaus reicht. Das ist schlicht und ergreifend Physik, das geht nicht anders.


Naja, wenn man wollte, dann könnte man sehr wohl auch anders. Freie Frequenzen, wo man keinen anderen stört, gibt es schliesslich so gut wie überall noch. Wer hier von "Frequenzknappheit" schreibt, hat sich wahrscheinlich nur nicht angeschaut, was tatsächlich noch möglich wäre. Und wenn Radio Bremen 4 nur in Bremen empfangen werden sollte, dann bräuchte es auch keinen 100 Kilowatt-Brummer dafür. Dann hätten auch 500 Watt - Funzeln ausgereicht. Bis zur Aufschaltung der 101,1 in Kaltenkirchen konnte man Bremen 4 im Auto auf 101.2 bis an die Stadtgrenze von Hamburg heran ohne Störerei empfangen. Ebenso könnte man ohne diese Überlagerung auch Radio Bob! noch bis in die Nähe von Bremen hören. Daher hätte man diese Frequenz einfach nicht nehmen dürfen, es gäbe ja noch genügend andere. Doch ich denke, dass das Absicht ist.

Und was Augsburg betrifft: Da las ich, dass seit der Überlagerung der FM4 - Frequenz 102.1 vom Pfänder im Jahre 2008 dieser Sender auch nicht mehr in's Augsburger Kabelnetz eingespeist wird, da die Übertragung in's Kabel sich wohl auf die 102.1 stützte.
Wobei es dafür alternativ noch die weitaus schwächere 100.7 von der Zugspitze gäbe, die bisher noch nicht überlagert wurde.

von Patty-Teddy - am 20.08.2016 01:32
Zitat
Patty-Teddy

Und was Augsburg betrifft: Da las ich, dass seit der Überlagerung der FM4 - Frequenz 102.1 vom Pfänder im Jahre 2008 dieser Sender auch nicht mehr in's Augsburger Kabelnetz eingespeist wird, da die Übertragung in's Kabel sich wohl auf die 102.1 stützte.
Wobei es dafür alternativ noch die weitaus schwächere 100.7 von der Zugspitze gäbe, die bisher noch nicht überlagert wurde.


Das ist definitiv nicht richtig!
Richtig ist, dass früher offensichtlich wirklich die Pfänder-Frequenz für die Einspeisung von FM4 genutzt wurde. Später bekam der BR für die Stadt Augsburg dann Frequenzen zur Verbreitung ihrer Programme vom Standort "Studentenwohnheim Lechhausen" im Nordosten der Stadt.
Der Standort versorgte die Stadt Augsburg relativ ordentlich. Die Frequenzen brachen aber in Randbezirken mit ungünstigen Empfangsbedingungen teilweise schon ein.

Zu diesem Zeitpunkt war der FM4-Empfang im Kabel praktisch unmöglich, weil eben BR Klassik den Empfang kaputtgemacht hatte.

KDG hat damals aber reagiert und FM4 weiterhin eingespeist, vermutlich von der Zugspitze. Die Zugspitze hat empfangstechnisch in Augsburg sowieso viel mehr Relevanz als der Pfänder, der nur punktuell auf UKW empfangbar ist. Und wenn, dann auch in mieser Qualität. Hier bei mir geht er zum Beispiel gar nicht. Die Zugspitze geht dagegen mit allen Programmen auf Augsburger Stadtgebiet und versorgt Teile der Stadt sogar mit DVB-T.

Alternativ ginge auch noch die 104,6 vom Gaisberg in etwas schlechterer Qualität als die 100,7 von der Zugspitze.
Somit ist FM4 wie gewohnt immer noch im Kabel vertreten, neben Ö1 und Ö3.

Die BR-Frequenzen in Augsburg sind inzwischen auf dem Hotelturm gelandet. In diesem Zuge wurde auch die Frequenz von B5 aktuell umgestellt. Früher wurde das Programm auf der 105,5 verbreitet, was den Empfang von SRF3 massiv störte.
Inzwischen sendet B5 auf der 90,1. Die ärgerliche Belegung 105,5 B5 Augsburg, 105,6 SRF3 Säntis und 105,7 B5 Wendelstein ist somit seit einiger Zeit auch wieder Geschichte.

von Bengelbenny - am 20.08.2016 05:26
Zitat
Digitaliban
Klassik Radio auf 97,2 vom Bungsberg, macht mir in einigen Teilen des mittleren und östlichen SH den DR P3 Empfang kaputt, also weg damit!

Ich war kürzlich in dem Gebiet. Diese 97,2 am Bungsberg ist ja total unnütz. Schon in Eutin in Sichtweite zum Turm zischelt bei Normalbedingungen(!!!) tlw. DR P3 durch. Spätestens ab Malente westwärts hat man nur noch einen totalen Mischmasch aus Klassik Radio und DR P3. Die könnte man echt abschalten. Oder soll die nur Fehmarn versorgen?

Zitat
Patty-Teddy
Überlagerung der FM4 - Frequenz 102.1 vom Pfänder im Jahre 2008 [...]
Wobei es dafür alternativ noch die weitaus schwächere 100.7 von der Zugspitze gäbe, die bisher noch nicht überlagert wurde.

Mobil ist es jedenfalls deutlich schwieriger geworden, FM4 zu empfangen. Dort wo die Zugspitze auf der A8 schwächelte, konnte bis dahin halt immer der Pfänder ganz gut aushelfen, sodass man mit gutem RDS FM4 ziemlich durchgehend hören konnte. Heute muss man mit der zischeligen Zugspitze vorlieb nehmen, die in manchen Senken der Autobahn auch schon mal im Rauschen verschwindet.

von Habakukk - am 30.08.2016 07:32
Zitat
Sebastian Dohrmann
Zitat
Rheinländer
RTL vom Brocken, hat hier gegen DLF keine chance 89,0/89,1/ SWR1 89,9

Scharfes Equipment und ich schäle Dir 89.0 RTL problemlos auf den Anhöhen des Siebengebirges raus. Können mehrere Forenteilnehmer bestätigen die schon dabei waren.

Zitat
Rheinländer
Dasding 99,4 Koblenz gegen 99,4 SWR3 aussm Ahrtal. Dasding 91,3 aus bad Marienberg gegen DLF aus Kölle.

Stimmt. Wurde auch hier schon ausführlich diskutiert, wie dort schon mal mitgeteilt.
Zitat
Rheinländer
Der DLF stört ja selbst noch auf der 89,3 den HR3. Alt aus sieht auch FFH auf der 105,9 gegen Radio Erft auf der 105,8 , in beiden fällen kann man sich ne halbe Frequenz neben der Hauptfrequenz einigermaßen aushelfen.

Da ist RTL oben schwerer. Für hr3 braucht man nur was halbwegs trennscharfes. Vielleicht solltest Du Dir mal sowas kaufen. ;) Gleiches gilt für FFH und ERFT.


Dasding sollte doch mal für Koblenz ne andere Frequenz bekommen, hatte ich hier irgendwann mal gelesen.

Das mit dem Treffen kann man ja mal im Hinterkopf behalten :-)

von Rheinländer - am 30.08.2016 07:47
Zitat

Der Westdeutsche Rundfunk gegen den Fernmeldeturm Ehlen...
101.2 (hr3) gegen 101.3 Langenberg (WDR 4)
103.2 (hr4) gegen 103.3 Langenberg (Funkhaus Europa)
103.7 (FFH) gegen 103.8 Nordhelle (WDR 4)


Wird ja hier noch schlimmer...

103,4 FFN vs 103,3 Funkhaus Europa vs 103,2 HR4
103,6 Hellweg Radio vs 103,7 FFH vs 103,8 WDR4 vs 103,8 Antenne Niedersachsen

Wobei ich am ärgerlichsten die Belegung am Standort Lemgo finde.

88,9 DKultur vs 89,0RTL Brocken
92,2 DLF vs. 92,1 NDR 2 Torhaus

Der Empfang beider ist damit hier im Umkreis von gut 30km unbrauchbar, trotz einer mikrigen Sendeleistung von nur 0,32kW.

Wie man so etwas koordinieren kann, verstehe ich nicht...

von Eheimz - am 30.08.2016 09:10
@Habakkuk: die Leistung ist Richtung Eutin tatsächlich ausgeblendet, anscheinend geht das Meiste Richtung Oldenburg in Holstein und Lübeck raus. Auf Fehmarn war ich längere Zeit nicht mehr aber nach meiner Erinnerung wurde es dort mit den Bungsberg Funzeln ebenfalls eng, ein Klassikprogramm auf einer schlechten Frequenz vs "dänisches Hubmonster" - das kann ja gar nicht funktionieren!

von Anonymer Teilnehmer - am 30.08.2016 09:27
Zitat
Eheimz
Wird ja hier noch schlimmer...

103,4 FFN vs 103,3 Funkhaus Europa vs 103,2 HR4
103,6 Hellweg Radio vs 103,7 FFH vs 103,8 WDR4 vs 103,8 Antenne Niedersachsen
...
Wie man so etwas koordinieren kann, verstehe ich nicht...


Bis auf die 103,6 sind das alles Frequenzen aus Genf 84. Ohne solche Kampfkoordinierungen hätte man das UKW-Netz damals weniger dicht planen müssen. Dann hätte aber die eine oder andere Grundnetzsender-Frequenz unter den Tisch fallen müssen, womit man die gewünschte Abdeckung nicht erreicht hätte.

Ich denke, schon damals, 1984, wurde in erster Linie dafür gesorgt, dass das vorgesehene Sendegebiet versorgt ist, während Overspill eher Nebensache war. So ist es ja im Großen und Ganzen auch bei der Planung der DAB-Netze. Die Versorgung des eigenen Sendegebiets klappt mit den genannten Kampfkoordinierungen eigentlich ganz gut. Die Probleme gibt es weitgehend nur im Nachbar-Bundesland.

Zitat
Eheimz
Wobei ich am ärgerlichsten die Belegung am Standort Lemgo finde.

88,9 DKultur vs 89,0RTL Brocken
92,2 DLF vs. 92,1 NDR 2 Torhaus

Der Empfang beider ist damit hier im Umkreis von gut 30km unbrauchbar, trotz einer mikrigen Sendeleistung von nur 0,32kW.

Wie man so etwas koordinieren kann, verstehe ich nicht...


In die gleiche Kategorie fällt auch
95,5 DLF Bielefeld vs. 95,5 HR 2 Hoher Meissner
93,9 DLF Bad Oeynhausen vs. 93,8 Bremen 1

Alles wirklich ärgerlich.

Aber auch hier ist es so, dass die Störungen nicht im Versorgungsgebiet des gestörten Senders auftreten. Es wird nur Overspill eingeschränkt. Das UKW-Band ist auch in OWL so dicht, dass es für das Deutschlandradio wohl keine alternativen Frequenzen mehr gab und man das aus eigener Sicht geringste Übel gewählt hat.

Man kann nur hoffen, dass einige dieser Frequenzen endgültig abgeschaltet werden, falls die 103,0 in Bielefeld irgendwann mal an das Deutschlandradio geht.

von Funkohr - am 30.08.2016 19:15
Zitat
2-0-8
Das ist, weil man in D für jedes Senderchen noch eine Funzel koordiniert, anstatt zu sagen: "Auf UKW gibts keine neuen Sender mehr, wir bauen DAB aus". Irgendwann ist das UKW-Band mal voll.


Na ja, die Funzeln an den "Senderchen" hätten durchaus eine passable Reichweite, wenn die Störungen nicht wären.

Die Inbetriebnahme der UKW-Funzeln erfolgte weit vor derjenigen des Bundesmux.
"Auf UKW gibts keine neuen Sender mehr, wir bauen DAB aus" ist doch inzwischen die Devise des Deutschlandradio.

Solange es keine Sicherheit gibt, dass die Funzeln nicht an andere Anbieter gehen, und solange noch viel über UKW gehört wird, wird man die Funzeln ohne Ersatz (durch die 103,0) nicht aufgeben.

von Funkohr - am 30.08.2016 19:31
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